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Archiv für die Kategorie ‘alkoholfrei’

Der liebe Uwe beglückt die Food-Blogger-Welt ja nicht nur jeden Montag mit seinem Cookbook-of-Colors-Event (diesen Monat: ROT!), sondern verführt auch noch mit himmlischen Cocktails und holt zwischendrin noch mal eine neue Kategorie ausm Sack: Barfood. Ich bin ja ein absoluter Fan dieser kleinen Knabbereien, die der Barkeeper ohne viel Gedöns auf die Theke stellt. Nach der Qualität der Snacks lässt sich durchaus auch eine Bar beurteilen: lieblos aus der Tüte oder 2-3 verschiedene Nussmischungen, die vielleicht sogar noch verfeinert wurden mit Gewürzen oder ähnlichem. In deutschen Hotelbars bekommt man leider extrem häufig Wasabi-Nüsse hingestellt, die dermaßen Zunge und Gaumen betäuben, dass ein Cocktail oder ein Whisky keine Chance mehr haben. Mensch, lasst Euch doch mal was anderes einfallen!

Nachdem ich neulich gleich 4 meiner Lieblingscocktails anlässlich Astrids Bloggeburtstag hier vorgestellt habe und man dafür immer auch eine Grundlage braucht, gibt’s von mir heute eine süchtig-machende (schon wieder!) Knabberei, die der bEdW blitzschnell nach einer Sendung von “Kochen mit Martina und Moritz” gemacht hat.

Ihr braucht folgende Zutaten:

200 gr ungeröstete, ungesalzene Cashewnüsse (gibt es beispielsweise im Asiashop)

1 gestrichener EL rote Currypaste (Asiashop)

1 großer EL Honig (z.B. Akazienhonig)

Paste, Honig und Cashewnüsse miteinander vermischen und auf einem Bogen Backpapier etwa 20-30 Minuten ziehen lassen. Währendessen den Backofen auf 130 Grad vorheizen. Dann das Backpapier samt Nüsse auf ein Blech legen und 20-30 min backen. Aus dem Ofen nehmen, bevor sie zu dunkel werden – am besten immer mal in den Ofen schauen.

Die Nüsse abkühlen lassen und lauwarm oder kalt genießen. Sie schmecken herrlich scharf-süß und sind eine tolle Knabberei, die wirklich perfekt zu süß-fruchtigen oder auch herben Cocktails passt.

Und weil diese Knabberei so herrlich rot in der Abendsonne glitzert,

ist dies mein itsy-bitsy Beitrag zum Farbevent im August: ROT!

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

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1 Jahr zurück in Rhein-Main***2 Jahre German Abendbrot***3 Jahre Arthurs Tochter kocht!

“Eins, zwei, drei im Sauseschritt. Es eilt die Zeit. Wir eilen mit!” dichtete Wilhelm Busch und selten kam mir der “Sauseschritt” schneller vor als im vergangenen Jahr. Vor genau einem Jahr stand ich mit 95 Umzugskisten und am Rande des Nervenzusammenbruchs in unserer Münchner Wohnung und wäre dem Umzugsunternehmen am liebsten an die Gurgel gegangen angesichts der Unprofessionalität, die an den Tag gelegt wurde. Ich knirsche heute noch mit den Zähnen deswegen…

Das alles ist aber vergeben und vergessen, wenn mir das Herz aufgeht beim Anblick der Frankfurter Skyline. Zum Beispiel vom Sachsenhäuser Ufer aus:

Oder von oben:

Oder beim Schlendern über den sonnenbeschienen Römer:

Auch der Blick vom Frankfurter Hausberg “Lohrberg” ist nicht zu verachten: Vorne wächst Wein, hinten zeichnet sich (mal wieder!) die Skyline ab.

Ein heißer Tipp für alle Touristen und Städter ist übrigens die neulich mit Freunden wieder entdeckte “Lohrberg Schänke” mit grandiosem Blick über Ostend und (natürlich!) Skyline bei lecker Frankfurter Klassikern und unterschiedlichen Ebbelwoi Variationen. Das weitläufige Areal mit Schrebergärten, Kinderspielplätzen und Grillecken lädt zu Picknick und Spaziergängen ein. Die Schänke schlief lange einen Dornröschenschlaf, bis sie vor einem Jahr von einem jungen Team erfolgreich wachgeküsst wurde. Nix wie hin!

Und falls doch mal die Sehnsucht nach München durchkommt, kneife ich einfach die Augen zusammen und denke mir, dass der kleine Tempel auf dem Wiesbadener Neroberg doch schon ein bissl an den Monopteros im Englischen Garten erinnert.

Am 18. Juli 2010 ging der erste Beitrag im “German Abendbrot” online. Heute wird meine kleine Fress-Seite 400 bis 500 mal aufgerufen. Ich freue mich über jeden einzelnen Besucher, über Kommentare, Lob, Anregungen und Nachkoch-Berichte. Einige Tiefs und Zweifel habe ich in den letzten 24 Monaten überstanden – auch dank der herzlichen Unterstützung, dem guten Zureden, Tipps und Tricks der Food-Blogger-Community und Treffen mit alt bekannten und neu entdeckten Food-Bloggern. Ich danke Euch allen dafür!!! Ihr seid das sprichwörtliche Salz in meiner Suppe :-*

Aber wir wollen nicht vergessen, dass derzeit die Zahl DREI ganz hoch im Kurs steht. Denn die Godmother of German Foodblogging feiert ihren DRITTEN Geburtstag: Arthurs Tochter kocht! Herzlichen Glückwunsch, liebe Astrid! Du weißt ja, dass Du eine ganz große Motivatorin und Auslöserin für meinen Blog warst. Besonders gefreut habe ich mich darüber, Dich sogar persönlich kennenlernen zu dürfen. Und weil Du mit Deinem großen Herz nicht nur Geschenke unter die Gemeinde schleuderst zum Geburtstag (und was für welche!!!), sondern auch um Rezepte und Ideen rund um die DREI bittest, will ich mich in die lange Reihe der Gratulanten einordnen. Nach dem Motto: “Das bisschen, was wir essen, können wir auch trinken” habe ich Dir DREI Drinks gemixt:

Nummer Eins auf “unsere” Rhein-Main-Region:

Pimm’s Cup – schmeckt auf beiden Seiten des Rheins!

6 cl Pimm’s No 1

Eiswürfel

3 Scheiben Gurke

5-6 Himbeeren

1/8 Zitrone

Auffüllen mit Ginger Ale und abrunden mit einem Spritzer Zitronensaft. Prost!

***

Nummer Zwei – wenn Du erlaubst, liebe Astrid! – auf den 2. Geburtstag vom German Abendbrot:

Belle Collins – ein eiskalter Gin-Cocktail mit viel selbstgezogener Minze. Und die wächst ja auch auf Astrids Terrasse ;-)

2 Minzezweige (ich habe spanische Minze genommen, die weniger heftig ist als Pfefferminze)

8 gecrushte Eiswürfel

4 cl Gin (Bombay Sapphire)

2 cl Zitronensaft

2 cl Zuckersirup

Sodawasser zum Auffüllen

Minzeblätter für die Deko

Minzezweige zerdrücken und in ein großes, eisgekühltes Glas füllen. Crushed Eis, Gin, Zitronensaft und Zuckersirup hinzugeben. Umrühren und mit Sodawasser auffüllen. Mit einigen Minzeblättern dekorieren. Prrrrrrost, alte Wurschthaut!! Auf die nächsten 2 Jahre!

***

Nummer Drei auf Dich, liebe Astrid. Hoch sollst Du leben! DREI mal Hoch!

*hicks* ‘tschulligung! Darf ich vorstellen: White Charger. Ein raffiniertes kleines Teil, das ganz unschuldig daherkommt und ordentlich Rheinreinknallt.

eine Kugel Vanilleeis – idealerweise direkt aus Astrids berühmter Eismaschine!

2 cl Gin (Gin passt IMMER! Mit lieben Grüßen an den Leser, der immer wieder über die Suchbegriffe “wozu passt Gin” auf meinem Blog landet. Gegenfrage: “Wozu passt Gin NICHT?” Aber ich schweife ab. *hicks*)

4 cl gekühlter Weißwein (natürlich Riesling aus Rheingau oder Rheinhessen – da sind wir tolerant!)

Alle Zutaten zusammen mit einem Eiswürfel in einem Shaker solange shaken bis das Vanilleeis flüssig ist. In ein Glas gießen und runterkippen genießen.

Uiuiui *karusell*

Nach so viel Feierei ist ja auch schnell mal der Kopf ein bissl dick. Deswegen stibitzt die vorwitzige Nummer Vier schon mal um die Ecke und winkt uns aus der Zukunft zu. Auf alles, was da noch so kommen mag. Ich lass mich überraschen. Wenn ich eines gelernt habe in den letzten Jahren, dann, dass das Leben uns auslacht, sobald wir Pläne machen.

In diesem Sinne – Darf ich vorstellen? Nummer Vier: Ferdinand the Bull – der Katerkiller!

0,25 l Tomatensaft

8 cl gekühlte Rinderbrühe (Vegetarier nehmen Gemüsebrühe – aber dann ist das halt nicht mehr Ferdinand the Bull, gelle?)

2 cl Limettensaft

2 Spritzer Worcestersauce

2 Spritzer Tabasco

Salz und Pfeffer

optional: 2 Alibi-Stengel Rauke für die Vitamin-Packung.

Alle Zutaten zusammen mit 4 Eiswürfeln in einem Shaker so heftig schütteln, wie es der dicke Kopf zulässt. In ein eisgekühltes Glas über 2-3 Eiswürfel abseien, salzen und pfeffern und mit der Rauke dekorieren.

Und jetzt gaaaaaaaaaanz leise die Tür schließen, nicht zu laut reden bitte, und langsam wieder nüchtern werden.

Pssst: Liebe Astrid, ich drücke Dich virtuell und wünsche Dir – und uns! – noch viele weitere Blog-Geburtstage mit Dir!

 

PS: Belle Collins, White Charger und Ferdinand the Bull stammen in ihrer Ursprungsversion aus dem empfehlenswerten Buch “1001 Cocktails”, das es bei der Deko-Ladenkette Butlers gibt – oder bei amazon. Wer dann immer noch nicht genug hat, schaut bei Highfoodality vorbei und bekommt neben tollen Rezepten auch noch herrliche Cocktail-Fotos!

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Es muss nicht immer Alkohol sein. Gerade bei heißen Temperaturen sind Wasser, Fruchtsäfte, alkoholfreies Weißbier (gerade nach dem Sport) und Tee die gesünderen Alternativen. Ganz selten trinke ich auch mal Limonade. Meistens finde ich sie zu süß und viel zu klebrig, um dauerhaft Durst zu löschen.

Wer Zusatzstoffe und Zuckermengen vermeiden will, kann sich aber auch ganz einfach eine erfrischende Limo selber machen, zum Beispiel mit Ingwer und Minze.

Zutaten für 0,75l Limonade:

Ein daumengroßes Stück Ingwer, geschält und gerieben

10 Blätter Minze, gehackt

Abrieb und Saft von 2 Limetten

0,75l Sprudelwasser

Eiswürfel

Optional: brauner Zucker, Zuckersirup oder Stevia Blätter

So geht’s:

Ingwermuß, Limettenabrieb und -saft sowie die Minzeblätter in einen Krug geben und etwa 15 min ziehen lassen. Mit dem Sprudelwasser aufgießen und durch ein Sieb in eine hübsche, mit Eiswürfeln gefüllte Karaffe (oder einzelne Gläser) füllen.

Zum Süßen habe ich 3 Blätter unserer frisch erworbenen Stevia-Pflanze gehackt und in das Glas gegeben. Umrühren. Fertig!

Die Blätter der Stevia-Pflanze schmecken deutlich weniger penetrant als die Tropfen, die man so im Reformhaus erhält. Außerdem sind Blätter leichter zu dosieren als der hochkonzentrierte Extrakt. Eine gute Alternative für’s Dessert, Tees oder Limonaden – ganz ohne Kalorien und ohne Kariesgefahr! Allerdings muss man sich an die Dosierung gewöhnen und etwas ausprobieren, bis man seinen persönlichen Geschmack gefunden hat.

 

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Auch wenn der Sommer bisher noch nicht so richtig heiß ist – es gab durchaus schon ein paar Tage, an denen es zu warm war, um sich ewig in der Küche aufzuhalten. Das Klimper-Geräusch von Eiswürfeln im Glas finde ich einfach herrlich sommerlich. Gibt es – außer Meeresrauschen – etwas, was einen mehr in Urlaubsstimmung versetzt? Dazu mache ich mir gerne eine kalte Kleinigkeit, mit der ich blitzschnell auf der Terrasse sitzen und den Sonnenuntergang betrachten kann.

Als Indien-Fan stehen Lassis, also süße oder salzige Joghurt-Getränke, ganz oben auf meiner Favoriten-Liste. Die herzhafte Variante gefällt mir dabei besonders. Ein Lassi mit Minze und indischen Gewürzen erfrischt und macht (vorübergehend) sogar satt, liegt aber nicht schwer im Magen. Die Prise Salz ist außerdem gut, wenn man viel geschwitzt hat und dringend seine Salzspeicher auffüllen muss – perfekt für die richtig heißen Tage, die ja hoffentlich noch kommen.

Inspiriert hat mich ein Facebook-Foto vom tollen Indian-Cuisine-Blog Manjula’s Kitchen. Aber so ganz ohne Variationen geht’s ja bei mir nicht. Deshalb hier die Zutaten für ein großes Glas Minz Lassi, wie es mir besonders gut geschmeckt hat:

125 gr gekühlter Joghurt (1,5% Fett – fetterer Joghurt ist fester und muss etwas mehr mit Wasser verdünnt werden)

gekühltes Sprudelwasser (Menge nach Bedarf)

1 cm Ingwerwurzel

1 gestrichener Löffel Cumin

1 ordentliche Prise Salz

1 Prise schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer (wer’s bekommt: Tellycherrypepper – der aromatische Pfeffer aus Kerala/Südindien)

10 Minze-Blätter (wer sehr intensive Pfefferminze hat, nimmt etwas weniger)

1-2 EL Zitronensaft

2-3 Eiswürfel

So ist das Lassi in circa 3 Minuten fertig:

Ingwer schälen, reiben und den Saft in einen Mixer pressen – kann man mit den Händen machen. Minze-Blätter hacken und ebenfalls in den Mixer geben. Joghurt und Gewürze hinzugeben und alles aufmixen. Eiswürfel in ein Glas geben und das Lassi darübergießen. Mit einem Schluck Sprudelwasser “strecken” und mit dem Zitronensaft abschmecken.

Etwas gemahlenen Cumin für die Optik auf das Lassi streuen und mit einem Minzezweig dekorieren. Fertig!

Damit der Snack noch etwas satter macht, könnt Ihr ihn mit Papadums oder Chapati servieren – beides gibt es bereits fertig im Asia-Laden. Also keine Not, den Backofen anzumachen, wenn die Wohnung eh schon aufgeheizt ist!

Lassis sind ein gesunder, leichter und vor allem schnell zubereiteter Snack, der eisgekühlt besonders erfrischt. Wer es lieber süß mag, lässt Salz und Gewürze weg und zuckert das Getränk entsprechend. Auch mit Mango oder Ananas, Tomate oder Gurke schmecken Lassis lecker. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt…

Mein würzig-erfrischendes Minz-Lassi, ein Zwischending aus Drink und Essen, ist der Beitrag zu Zorras Blog-Event “Eisgekühlt” . Ich freue mich schon auf viele spritzig-erfrischende Rezepte für heiße Sommertage!

Blog-Event LXXVIII - EISgekühlt (Einsendeschluss 15. Juni 2012)

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Nach all den Pasta-Reste-Orgien der letzten Wochen hatte ich SOLCHEN BOCK auf “was Indisches”, dass ich schon nachmittags zu überlegen anfing, was ich mir nach der Arbeit relativ schnell und unaufwendig zubereiten könnte. Es sollte schön scharf sein, machbar für eine Person und nicht stundenlang dauern… Gar nicht so einfach, da alleine die Gewürzzubereitungen für indische Gerichte oft etwa eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Wenn man dann noch Rind oder Lamm köchelt, muss man häufig noch mal eine Stunde einplanen. Zuzüglich vorherigem Einkauf hätte ich dann etwa gegen 21:30h essen können. Zu spät für ein gehaltvolles Abendessen.

Erste Zeitspar-Möglichkeit: Hühnchen statt rotem Fleisch, da es schneller gart und nicht erst langwierig pariert werden muss.

Zweite Zeitspar-Möglichkeit: Zutaten aus dem Supermarkt verwenden. In meinem Fall neben Hühnchen noch Kartoffeln und TK-Erbsen.

Dritte Zeitspar-Möglichkeit: AUSNAHMSWEISE mal auf eine Fertig-Gewürz-Mischung zurückgreifen. Einzige Vorgabe: Kein Geschmacksverstärker!

Die Auswahl im Asia-Laden hat dann doch einige Zeit in Anspruch genommen, da ich die Zutatenliste genau studiert habe. Das Ganze war aber auch sehr aufschlussreich.

Ich habe mich für Hot Curry Paste von Rajah entschieden (ca. 3,50 Euro für 285 gr – reicht locker für 3-4 x Kochen).

In Asia-Läden oder größeren Supermärkten gibt es viele verschiedene Würz-Pasten von Korma über Tikka Masala und Tandoori bis Hot oder Mild Curry. Wichtig für die Auswahl war mir in erster Linie die Zutatenliste. Während manche Anbieter lediglich neben Öl, Essig und Salz noch kryptisch von “Gewürzen” sprechen, hat die Hot Curry Paste von Rajah die komplette (?!) Zutatenliste auf dem Etikett:

Wasser, Salz, Pflanzliches Öl (Rapsöl, Baumwollsamenöl), Koriander, Chilipulver, Kreuzkümmel Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Linsen, Säuerungsmittel Essigsäure, Anissamen, Bockshornklee, Nelken, Zimt, Lorbeerblatt.

Das sind eigentlich auch ziemlich genau die Dinge, die ich so in eine Curry-Mischung mache, weshalb mir das Risiko nicht allzu groß erschien. Außerdem ganz wichtig: Kein Geschmacksverstärker! Mehr kann man von einer Fertig-Paste meines Erachtens nicht erwarten.

Die Zubereitungsangabe auf dem Glas ist nur auf englisch vorhanden und auch nicht sehr hilfreich, wenn man nicht hin und wieder indisch kocht: “Ideal with all meats and vegetables. Recommended usage is 1 generous tbsp. for every 250 g of ingredients. Ensure fully cooked before serving.”

Aha! Ist ja schön, dass 1 TL reicht pro 250 gr. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass unerfahrenere Hobbyköche nicht so genau wissen, wann sie die Paste dazugeben sollen. Pur oder aufgelöst? Am Ende oder gleich mit anbraten?

Ich hab die Paste verwendet wie ich auch mit meinen eigenen Gewürzmischungen umgehen würde. Und finde, dass das Ergebnis sehr appetitlich aussah, oder?

Aber hier erstmal die Zutatenliste für einen sehr hungrigen Esser (plus Left-overs für die Mittagspause am Tag danach) oder für zwei Personen:

Ein großes Hühnerbrustfilet

2 mittelgroße Kartoffeln 

eine Handvoll TK-Erbsen

1 Dose gehackte Tomaten

1 EL Ghee oder Rapsöl

frischer Koriander

Einen Schuss Joghurt, Kokosmilch oder Sahneersatz 

Eine kräftige Prise Zucker

Alternativ kann man das Curry auch ohne Fleisch und mit einer breiteren Gemüseauswahl zubereiten. Super ist zum Beispiel eine Mischung aus Kartoffeln, Blumenkohl und Karotten.

So habe ich es gemacht:

Kartoffeln schälen, würfeln und fast gar kochen. TK-Erbsen auftauen. Hühnerbrust in mundgerechte Stücke würfeln. Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und 1 großen Esslöffel Curry-Paste anbraten bis es duftet, aber nicht qualmt. Jetzt die Hühnerwürfel anbraten, bis sie innen noch roh sind, aber außen schön Farbe haben. Mit der Dose Tomaten ablöschen und bei mittlerer Hitze und offener Pfanne einköcheln lassen. Nebenbei den Reis oder – wenn man mag – Naan Brot zubereiten. (Keine Angst, wenn man sich ein bisschen unsicher mit der Zeiteinteilung ist: Das Curry verzeiht auch, wenn man es 5 min länger köchelt. Notfalls die Platte ausstellen, Deckel auf die Pfanne und nur noch ziehen lassen, bis Reis oder Naan fertig sind). Kurz bevor der Reis/das Naan fertig ist, die Kartoffeln und die aufgetauten Erbsen dazugeben und alles noch mal ordentlich heiß werden lassen.

Da ich die Paste sehr salzig fand, habe ich mit etwas Kokosmilch abgemildert, sonst wäre mir der Geschmack zu penetrant gewesen. Das ist aber Geschmacksache – zumal ich beim nächsten Mal vielleicht einfach weniger Paste nehmen würde. Auch Joghurt oder Sahne(ersatz) mildern den Salzgeschmack und natürlich auch die Schärfe.

Wenn alle Zutaten fertig sind, frischen Koriander grob hacken und über den angerichteten Teller geben. Etwas Gurken-Raita oder – wenn man momentan vielleicht lieber auf rohe Gurken verzichten mag – Minz-Joghurt kühlen das heiße und scharfe Gericht zusätzlich. Die Zubereitung hat etwa 35-40 Minuten gedauert und gehört sicher nicht ganz in die Kategorie “schnell&lecker”, ist aber deutlich fixer als ein “handgemachtes” Curry.

Mein Fazit: Die Gewürzpaste riecht und schmeckt sehr authentisch und enthält (wenn man dem Etikett glauben kann) keine anderen Zutaten als eine hausgemachte Paste. Für kleinere Ein-Mann/Frau-Portionen oder als schnelle Alternative aus dem Vorratschrank eignet sie sich tadellos. Einmal angebrochen, solltet Ihr sie aber im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb weniger Wochen verzehren, weil sie sonst etwas ihr Aroma verliert. Wer nicht stundenlang mörsern und Gewürze anrösten mag, kann meiner Meinung nach gut und gerne mal auf Rajah Hot Curry Paste zurückgreifen.

Apropos: Hot heißt wirklich Hot! Wer also nicht so gerne scharf isst, sollte mit der Mild Curry Paste einsteigen oder gleich eine Korma-Sauce aussuchen. Diese sind meist sehr mild und für Einsteiger in die indische Küche bestens geeignet.

Wer hinterher trotzdem die Geschmacksknospen kühlen möchte, kann sich zum Nachtisch den Bollywood Smoothie gönnen.

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Seit die Filme aus der indischen Traumfabrik Bollywood auch hierzulande im TV gezeigt werden, erfreuen sich die quietschbunten Streifen immer größerer Beliebtheit.

Auch wenn die 3,5-Stunden-Schmachtfetzen manchmal sehr hart an der Grenze zum Kitsch sind, machen sie doch wahnsinnig Spaß, bieten gute Unterhaltung und herrlich bunte Tanzszenen. Das fanden laut Wikipedia 2002 auch rund 3,6 Milliarden Zuschauer, wenn man nach den Tickets geht, die für Bollywood-Filme verkauft wurden - für Hollywood-Filme waren es in diesem Jahr “nur” 2,6 Milliarden Stück.

Damit die Filmindustrie auf solche Zahlen kommt, muss am besten die ganze Familie ins Kino. Und das geht nur, wenn der Film auch jedem was bietet: Herz-Schmerz, Spannung, Musik, Humor, Dramatik…

Von allem etwas bietet auch mein Bollywood Smoothie (den Bogen muss man erstmal spannen! ;-) ). Trotz vieler unterschiedlicher Zutaten schmeckt er rund und erfrischend, nicht zu süß und nicht zu sauer, dabei schön exotisch. Aber probiert doch mal selbst!

Für 2 Gläser benötigt Ihr:

1 Daumenkuppen-großes Stück Ingwer, geschält und grob gehackt

einige Blätter Koriander

2 Schnapsgläser Kokosmilch

eine halbe rote Chilischote, längs eingeritzt

zwei Hände voll Wassermelone (Kerne vorher entfernen!)

1 kleine geschälte Banane

1 geschälte Kiwi

2 kleine, entsteinte Aprikosen

0,3 l Orangen-Mango-Saft (z.B. Valensina Direktsaft aus der Kühltheke)

Alle Zutaten – außer Koriander und Chili! – im Mixer pürieren und je nach Dicke des Smoothie noch etwas Saft oder etwas Banane zugeben. Die gezupften Korianderblätter auf den Smoothie streuen und die Chilischote auf den Glasrand stecken und leicht drücken, so dass etwas vom scharfen Saft in den Smoothie fließt.

Die Schärfe der Chili schmeckt man nur gaaaanz dezent. Der Ingwer ist schön würzig und die Früchte erfrischend! Die Kokosmilch nimmt etwas die Schärfe und Säure des Drinks und sorgt für die nötige Exotik.

Ein toller Appetizer vor einem indischen Essen!

Ach ja, der Sommer-vorm-Balkon-Hit. Hätt’ ich fast vergessen. Wer jetzt ein Bollywood-Lied erwartet, hat leider verloren. Hier ist mein absoluter Sommer-Lieblingshit:

Und wozu groovt Ihr so?

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Zu einem sommerlichen Wochenende (auch wenn das Wetter derzeit etwas schwächelt: Der Sommer fängt ja gerade erst an!!) gehört ein Frühstück, das wie ein Blitzurlaub ist.

Dazu gehört bei mir Honigmelone mit Parmaschinken:

Jaja, zu Tode geritten auf sämtlichen Buffets aber trotzdem ein süß-salziger Genuss. Ätsch!

Außerdem diesmal auf dem Tisch: Ein dunkles Sauerteigbrot mit Ziegenfrischkäse, Kastanienhonig und – der Hit! – Rosmarinblüten.

Die Blüten riechen so intensiv wie Rosmarin, ohne dass man das “Tannennadel-Gefühl” im Mund hat. Sooooo lecker!

Im Anschluss bin ich 13km an der Isar entlang gelaufen. In Vorbereitung auf meinen zweiten Halbmarathon sind diese langen, langsamen Läufe absolute Pflicht. Außerdem sind sie mir die allerliebsten, weil völlig meditativ. Aber von der “Einsamkeit des Langstreckenläufers” kann man an sommerlichen Tagen am Flaucher leider nur träumen. Stattdessen muss man sich sogar auf Trampelpfaden mit Hechtsprung vor Mountainbikern retten, die einem statt einem “Danke!” noch einen Spruch reinwürgen. Aber friedliche Koexistenz kennt der Deutsche ja nichtmal in der Freizeit. Ein Jammer.

Zum Ausgleich gab’s danach Kohlehydrate in Form einer Brezn und eines alkoholfreien Weißbiers:

Dazu Landjäger (wer hat da schon abgebissen!) und ein Essigurkerl.

Alles in unserem Lieblings-Biergarten Münchner Haupt, den ich hier und hier schon mal beschwärmt habe. Auch diese Saison ist er wieder einer der sympathischsten, unaufgeregtesten, kinder- und überhaupt familienfreundlichsten, günstigeren und münchnerischsten Biergärten.

Also, worauf wartet Ihr noch? Der Sommer läuft sich grad erst warm und die Biergartensaison dauert noch looooocker bis Oktober :)

Worauf freut Ihr Euch im Sommer am meisten? Freibad? Picknick? Urlaub? …?

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Sendling Balcony Cooler

Eine schnelle, leichte und alkoholfreie (naja, nicht ganz…) Abwandlung vom Marari Beach Cooler habe ich neulich abends schnell gemacht, weil Sonne auf dem Balkon einfach nach einem Sundowner verlangt!

Für den Sendling Balcony Cooler habe ich folgendes verwendet:

Orangen-Mango-Direktsaft (z.B. Valensina aus dem Kühlregal)

3 TL Grenadine

2 EL Zitronensaft

1 itsy-bitsy Spritzer Tabasco

1 Stamperl (=Schnapsglas) Gin (alkoholfreie Variante: Schweppes Tonic Water)

Alle Zutaten außer der Grenadine in einem Shaker auf 4-5 großen Eiswürfeln shaken, in ein Glas geben und die Grenadine über den Rücken eines Teelöffels langsam in das Glas laufen lassen – wie beim Tequila Sunrise.

Wer noch Minze auftreiben kann, garniert das ganze mit ein paar Blättchen…

Wohl bekomm’s!

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Meine Schwester und ich müssen unsere Mutter eigentlich regelmäßig in den Wahnsinn getrieben haben, weil wir den denkbar unterschiedlichsten Essensgeschmack hatten: Was die eine mochte, hasste die andere. Und ich glaube heute, dass wir das durchaus aus Prinzip durchgezogen haben. Sorry, Mum!

In einem waren wir uns aber einig: ERDBEERGEMATSCHEL!

Das waren sehr reife Erdbeeren, die wirklich nach Erdbeeren schmeckten (die gab’s damals tatsächlich und auch nur in der Saison!) und die mit der Gabel zerdrückt wurden. Dann wurde das Ganze unter eiskalte Milch oder etwas süßes Sahne gerührt und in einer Schüssel den hungrigen Mäulern vorgesetzt.

Das klingt komisch, hat aber sowas von nach Sommer geschmeckt! Kalt und süß und erdbeerig – herrlich!

Als es jetzt schon einige Frühlingstage so warm waren, bin ich natürlich voll in die Erdbeer-Falle getappt: “Sonne scheint, Temperaturen hoch: Erdbeersaison!”. Weil es schon spät war, schnell noch einen Liter Milch bei der netten Afrikanerin nebenan gekauft (die haben echt alles!) und den Mixer angeschmissen!

Die Schale Erdbeeren vom Markt war leider ‘ne herbe Enttäuschung: harte Früchte, die nach fast gar nichts schmeckten :(

Aber schön sah es aus, das Erdbeergematschel. Und kalt war es – und hat ein ganz, ganz klein bisschen nach Sommer geschmeckt. Auch wenn aus Marketingzwecken der Begriff “Smoothie” doch irgendwie besser klingt…

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Ich bin ein Milchprodukte-Junkie. Käse, Joghurt, Quark, Milch – all das macht mich glücklich. Zu meinen absoluten Lieblingen gehört eisgekühltes Ayran. Der gesunde Drink aus der östlichen Mittelmeerregion besteht aus Joghurt, Wasser und Salz. Und füllt damit gerade nach dem Sport alle Speicher wieder auf, ist gesund und wahnsinnig erfrischend. Cheers!

 

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Nadine vom Blog herzallerliebst hat neulich über den Luxus philosophiert, im Winter Blumen in die Wohnung zu holen. Klar, purer Luxus. Das sehe ich genauso. Aber gerade jetzt, wo wieder Schnee (!!) auf den Wegen liegt, tun ein paar Farbtupfer einfach gut. Oder etwa nicht?

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So ein Mist! Ich hab mir bei dem kalten Wetter prompt die rechte Wade gezerrt. Und das, als ich gerade voller Schwung losgelaufen bin zu meiner geliebten Isar-Zoo-Runde. Damn it! Da hilft nur auskurieren, schonen, Bein hochlegen – und massieren mit Arnika-Öl. Das wärmt, indem es die Durchblutung fördert, macht den Muskel geschmeidig und riecht auch noch lecker. (Außerdem macht das orangeknallige Etikett gute Laune!) Ein Tipp meines PR-Kollegen und ebenfalls Läufers Viktor. Danke dafür! 

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Last but not least: Ich bin Gastgeberin meines ersten Blog-Events. Auf Einladung von Zorra vom Kochtopf lade ich Euch alle zum Mitmachen ein beim März-Blog-Event “Verzicht mit Genuss – Kulinarisch durch die Fastenzeit”. Dabei geht’s nicht nur um Fleischloses – sondern um alles, worauf Ihr zwischen Aschermittwoch und Karfreitag verzichten wollt, womit Ihr das Fasten brecht oder womit Ihr Euch – trotz Fastenzeit – kulinarisch verwöhnt. Ich freue mich auf Eure Beiträge!

Blog-Event LXV - Verzicht mit Genuss - Kulinarisch durch die Fastenzeit (Einsendeschluss 15. März 2011)

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