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Archive for the ‘alkoholfrei’ Category

Nach 2 Wochen Blogpause, viel Schlaf, gutem Essen, vielen erledigten Dingen und noch mehr Schlaf immer noch keine rechte Lust aufs Bloggen. Deshalb nähere ich mich einfach mal gaaaanz langsam an. Als Aufwärmübung quasi. Stretching für den Blog, wenn Ihr so wollt. Puls hochbringen, sich geschmeidig machen, loslegen – geht beim Laufen doch auch…

Den liebsten Jahresrückblick lese ich immer bei Anke Gröner. Ich adaptiere ihr Format in der Hoffnung, dass nicht gleich das Plagiat-Geschrei hochkommt (sorry, reagiere aktuell hochsensibel auf dieses Internet-Klugscheiß-Dings). Anke macht das übrigens seit zehn Jahren. Richtig Spaß macht es, all ihre Jahresrückblicke hintereinander zu lesen…

1. Mehr Kohle oder weniger

Etwas mehr. Aber ohne große Schwankung.

2. Mehr ausgegeben oder weniger

Vermutlich etwas mehr. Siehe oben. (Geht ja super spannend hier los im Jahresrückblick) Generell aber zu viel für unnötigen Scheiß… Guter Vorsatz #1: weniger unnötigen Scheiß kaufen.

3. Mehr bewegt oder weniger

Insgesamt dank Lungenentzündung und wegen Zeitmangels eher weniger gelaufen als in den Jahren davor. Seit dem Umzug aus München überhaupt kein Rad mehr gefahren. Was mich ziemlich nervt. Mein Vorhaben, regelmäßig Abendspaziergänge zu machen, leider nicht in die Tat umgesetzt. Guter Vorsatz #2: Mehr Abendspaziergänge. Für den Kopf.

4. Der hirnrissigste Plan

Ernsthaft zu glauben, genügend Zeit zu finden, um für den Frankfurt-Marathon 2013 trainieren zu können. HAHA! Entsprechend bin ich auch vom Plan abgerückt. Basta. Guter Vorsatz #3: Endlich diesen Marathon laufen!

5. Die gefährlichste Unternehmung

Auf dem Rhein zu rudern. Wer mal in so einer Nussschale saß, während ein riesen Frachtschiff an ihm vorbeifäht, weiß, was ich meine…

6. Der beste Sex

Also echt! Das ist ein Foodblog!

7. Die teuerste Anschaffung

Das Motorrad vom bEdW. Guter Vorsatz #4: Endlich mal wieder mitfahren!

8. Das leckerste Essen

Oh, das waren glücklicherweise viele. Ganz oben dabei das Spanferkel in der Finca Es Serral in Artà auf Mallorca. Wer hier regelmäßig liest, weiß vielleicht, dass Schwein seltenst auf unserem Speiseplan steht. Aber diese Keule vom Spanferkel war so zart, so knusprig, sah aus wie gemalt und schmeckte noch besser. Dabei dieser Blick über Hügel, in den Sonnenuntergang hinein…

Dicht dahinter: Die Wisperforelle im Ente Bistro in Wiesbaden. Seitdem große Liebe für Wisperforellen!

Platz 3: Das Rumpsteak mit hausgemachter Pfeffersoße im L’únic – unserem neuen Lieblingsspanier (ebenfalls Wiesbaden). So gut, dass ich zum Papa in die Küche ging und ihm gesagt habe: “Das beste Steak in Wiesbaden. EVER!”

9. Das beeindruckendste Buch

“1913″ von Florian Illies. Hundert Jahre vor “unserem” Jahr wurden erstaunliche Dinge in die Wege geleitet, begegnete der junge Hitler – vermutlich – dem jungen Stalin, schuf die Boheme in unserer alten Schwabinger Nachbarschaft Kunstwerke oder disktuierte sich die Köppe heiß… Unbedingt lesenswert. Auch 2014 noch.

10. Der ergreifendste Film

Überraschenderweise “Die Tribute von Panem”, die ich erst im Pay-TV, nicht im Kino, gesehen habe. Hing mir lange nach, obwohl ich jetzt nicht wirklich Zielgruppe bin… Außerdem “Django Unchained”. Ebenfalls im Pay-TV und deshalb nach allen anderen gesehen. Guter Vorsatz #5: Häufiger ins Kino gehen und nicht auf das blöde Pay-TV warten. Notfalls alleine.

11. Die beste CD

Zas. Nichts macht so gute Laune. Wenn ich nur mal die Texte verstehen würde. Ich glaube, sie wären es wert…

12. Das schönste Konzert

Also das EINZIGE Konzert in 2013 war Roger Waters’ The Wall. Deshalb war es auch das schönste. Das sage ich als Pink-Floyd-Hasser. Höhö!

Aaaaber: Es war wirklich, wirklich gut. Und es zeigt, dass man die Commerzbank-Arena sehr wohl beschallen kann. Eat this, Bruce Springsteen! Guter Vorsatz #4: mehr Konzerte besuchen! (BAP unplugged im März zum Beispiel. Meine Liebe zum bEdW ist wirklich grenzenlos…hüstel…)

13. Die meiste Zeit verbracht mit…

Arbeiten. Und schon nähern wir uns dem Thema “Arschlochjahr”. Zu viel gearbeitet. Zu intensiv. Zu viel mitgeschleppt. Zu oft Gedanken gewälzt. Zu oft deswegen zu früh aufgewacht. 

14. Die schönste Zeit verbracht mit…

…dem besten Ehemann der Welt. Nuff said!

15. Vorherrschendes Gefühl 2013

Arschloch!

16. 2013 zum ersten Mal getan

Ein Trauergebinde beim Floristen in Auftrag gegeben. Mit den Tränen gekämpft und verloren.

17. 2013 nach langer Zeit wieder getan

Gerudert. Im Doppelvierer aufm Rhein. Vor Urzeiten schon mal gemacht – im Achter, als Schulsport. Großartig. Bleibt aber aus Zeitmangel als Regelsport absolut illusorisch…

18. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können.

Der 1., der 2. und der 3. Todesfall.

19. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte

Dass es jetzt wirklich einfach so nicht mehr geht!

20. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe

Aus Liebe über den eigenen Schatten gesprungen zu sein.

21. Das schönste Geschenk, das Dir jemand gemacht hat

Loyalität.

22. Der schönste Satz, den jemand zu Dir gesagt hat

“Du wirst sehen, das Wetter in Venedig ist viel besser.” 

23. Der schönste Satz, den ich gesagt habe

“Ok, The Wall ist gar nicht soooo schlecht!”

24. 2013 war mit einem Wort…

ein Arschloch!

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Ich kam auf die Idee zu diesem Blog-Event, als ich neulich mein erstes Boeuf Stroganoff gemacht habe – leichter, feiner und appetitlicher, als ich es aus frühen Kindheitstagen in Erinnerung hatte.

Dabei fiel mir auf, dass es viele beliebte und über Generationen weitergetragene Rezepte gibt, an die wir uns zwar gerne erinnern, die wir heute aber doch anders zubereiten würden. So mache ich beispielsweise deutlich weniger saure Sahne an die Frankfurter Grie Soß als meine Großmutter und ersetze einen Gutteil mit Joghurt. Für den hessischen Kartoffelsalat nehme ich als Bouillon keine gekörnte Brühe aus dem Glas, sondern selbstgemachte Gemüse- oder Rinderbrühe usw.

Das alles ist keine Kritik an früheren Generationen, sondern eine Weiterentwicklung. Denn Geschmäcker ändern sich, das Bewusstsein für „gute“ oder „schlechte“ Nahrungsmittel wächst, eigene Vorlieben kristallisieren sich heraus, Allergien und Abneigungen tauchen auf, Familien müssen einen Konsens schaffen („MEINE Mutter macht das Gulasch aber GANZ ANDERS als Deine!!!“) und last but not least sitzen wir heute fast nur noch vor dem Computer und arbeiten nicht mehr stundenlang auf dem Feld.

So fand sich im Dr. Oetker-Schulkochbuch meiner Mutter aus den späten 50er Jahren noch der Hinweis, dass die Hausfrau (!) ihrem Mann abends doch bitte ein kalorienreiches (!!) Mahl auftischen möge, damit der schwer arbeitende Kerl seine Reserven wieder auffüllen kann. Heute heißt es dann eher: „Du, lass uns heute Abend lieber was Leichtes machen. Die Hose kneift schon wieder.“

Trotzdem träumen wir von den Gerichten unserer Kindheit, wollen aber gleichzeitig weder Maggi, noch Fondor oder Mehlschwitze verwenden. Oder wir wagen uns an ein Gericht, das wir immer eklig fanden (Mehlschwitzeblumenkohlauflaufmitschinkenwürfelnundkäse), und packen es in ein modernes Gewand, das uns heute besser gefällt. Ich träume beispielsweise von einem wirklich delikaten Jägerschnitzel, schmackhaften Kasspatzen ohne Pappe-Effekt, einem schnellen Käsefondue für 2 oder einer weniger fetten Variante vom Frankfurter Kranz!

Nachdem ich also über mein Boeuf Stroganoff nachgedacht habe, möchte ich Euch nun dazu einladen, Eure Klassiker aus Kindheitstagen, Eure Familienrezepte und altbekannten Standards aus dem Schulkochbuch zu entstauben und moderne Varianten zu schaffen.

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Vielleicht macht Ihr Euch zu einem gemütlichen TV-Abend ja ein ganz raffiniertes Popcorn? Oder Euch fällt ein exotisches Topping für die altbekannte Kartoffelsuppe ein? Wie machen junge Eltern heute den Nachkriegs-Kuchen und Kindergeburtstagsliebling „Kalter Hund“? Sind Bratkartoffeln mit Dickmilch als schneller Sattmacher ausgestorben? Und wo, bitteschön, finde ich heute überhaupt noch Dickmilch???

Habt Ihr Lust mitzumachen? Dann freue ich mich auf Eure Teilnahme!

Hier ein paar Spielregeln:

  • Mitmachen kann jeder, der einen Blog betreibt. Das muss natürlich kein Foodblog sein.
  • Euer Beitrag muss thematisch das Thema „Entstaubte Klassiker“ kulinarisch aufgreifen. Ansonsten gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Denkt gerne auch “um die Ecke”. Ich mag das und lasse mich gerne überraschen, wie Ihr das Thema interpretiert.
  • Postet Euren Artikel bitte bis zum 6.12., 23:59 Uhr, auf Eurem Blog.
  • Ihr könnt – müsst aber nicht – den reizenden Banner (s.o.) von Stefanie Bamberg verwenden. (Danke, Stefanie!) Dazu das Bild kopieren und als Bild in Euren Artikel oder – falls Ihr mögt – in Eure Sidebar einfügen. Ihr könnt aber auch einfach den nachstehenden Code kopieren (Danke, Sandra!): <a href=”http://germanabendbrot.wordpress.com/2013/11/04/mein-allererstes-blog-event-entstaubte-klassiker-ein-kleines-dankeschon/” title=”Blogevent Entstaubte Klassiker”><img src=” http://germanabendbrot.files.wordpress.com/2013/11/event.jpg?w=500” /></a>
  • Verlinkt in Eurem Beitrag bitte zu diesem Artikel hier, damit Eure Leser auch die anderen Beiträge des Events entdecken können.
  • Hinterlasst dann bitte den Link zu Eurem Beitrag unter diesem Post als Kommentar oder schickt mir eine E-Mail an germanabendbrot(at)gmx(punkt)de
  • Da in der großen weiten Foodblogger-Community selten jemand als einziges eine gute Idee hat, erteile ich pro Blog eine Wildcard: Ich dürft (zusätzlich oder als einzigen Beitrag) EIN Rezept aus Eurem Archiv verwenden. Schreibt aber dann bitte einen kurzen neuen Beitrag zu dem „alten“ Rezept, damit Ihr auf diesen Post hier verlinken könnt und Eure Leser erfahren, worum es geht. Eine lange Liste mit uralten Links macht niemandem Spaß…
  • Mit Eurem Beitrag räumt Ihr mir das Recht ein, Eure Rezepte (inkl. Bild) in einem zusammenfassenden Blog-Post zu veröffentlichen. Außerdem werde ich auf das Event, Eure Beiträge und die Zusammenfassung via Facebook und Twitter hinweisen.
  • Eine FB-Veranstaltung gibt es zu dem Event hier.

Seit über drei Jahren ist meine kleine Fressseite, das German Abendbrot, nun schon online. Viel Exotisches habe ich in dieser Zeit gekocht, viele Familienrezepte mit Euch geteilt, Neues ausprobiert, Bewährtes aus der Versenkung geholt, manche Schreibkrisen überwunden, vor allem aber jede Menge Spaß gehabt. Ich habe einige meiner Leser persönlich kennenlernen dürfen, habe viel Rat, Anregung und Unterstützung erfahren und mich gut vernetzen können. Das alles möchte ich nicht mehr missen. Und dafür möchte ich Euch, meinen Lesern, von Herzen danken!

Deshalb verlose ich unter allen teilnehmenden Bloggern ein paar zum Klassiker-Thema passende „Dankeschöns“, die ich für Euch zusammengesucht und aufgetrieben habe:

  • Klassiker zum Trinken 1-3: Auch Weine, Trauben oder Anbauregionen leiden manchmal unter einem verstaubten Image. Dass dies aber oft zu Unrecht der Fall ist, dürfen drei glückliche Gewinner selbst er”schmecken”. Riesling, Blaufränkisch oder Grüner Veltliner – ganz ohne Muff und von jungen Winzern teilweise neu interpretiert – zusammengestellt von ninetyninebottles in drei tollen Wein-Paketen:
  1. Paket “Deutschland, Österreich, Spanien”: Insg. 4 Flaschen plus 20€ Gutschein zum Einkauf bei ninetyninebottles.de. Paket-Inhalt: Freudenspiel Riesling Sekt, Robert Weil Riesling trocken, Esterhazy Blaufränkisch, Altos Tempranillo
  2. Paket “Österreich & Deutschland”: Insg. 3 Flaschen, Paket-Inhalt: Hand in Hand Spätburgunder, Grüner Veltliner Edelweiss, Feen und Elfen Riesling
  3. Paket “Frankreich”: Einmal eine Flasche Chateau Saint Paul Medoc

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  • Klassiker zum Trinken (alkoholfrei): Wir entstauben die Trinkschokolade und rühren statt Nesquick und Kaba eine feine Trinkschokolade von Rausch in unsere Milch: Plantagen-Schokolade Puerto Cabello aus Venezuela mit 43% Kakao-Anteil.
  • Klassiker für die Küche: Küchengeräte müssen nicht langweilig sein. Auch wenn es sich um einen klassischen Schäler handelt. Der Schäler von Normann Copenhagen jedenfalls ist sowas von stylish. Den würd’ ich glatt behalten!
  • Klassiker aus Fleisch & Blut: Wenn jemand weiß, wie man als Klassiker frisch & knackig bleibt, dann das “Playmate des Jahrhunderts” Gitta Saxx. Denn sie gehört zu den wenigen Frauen, die über Jahrzehnte in der Branche erfolgreich sind. (Ich hab’ doch gesagt, ich mag es, wenn wir auch mal um die Ecke denken ;-) ) Tipps verrät sie in ihrem Buch (Verlag edition a) “Jungbleiben für Anfänger”. Wer weiß, vielleicht können wir ja noch etwas lernen von Frau Saxx?

Teilnahmebedingungen:

Jeder innerhalb der Laufzeit des Events teilnehmende Blog landet automatisch im Lostopf. Über die Gewinne entscheidet die Glücksfee (in Gestalt des bEdW) per Auslosung nach Beendigung des Events. Wenn Ihr nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das in Eurem Kommentar/Eurer Mail bitte dazu! Die Gewinner/innen werden per Mail benachrichtigt und in der Zusammenfassung hier im Blog genannt.

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Ich danke den Firmen ninetyninebottles, Rausch, Bleywaren und dem Verlag edition a sowie deren Agenturen für die freundliche Unterstützung.

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Endlich Balkon-, Terrassen-, Garten-Wetter! Was ist Euer Sommerdrink 2013?

Es gibt Dinge, nach denen werde ich nach dem ersten Bissen, dem ersten Schluck süchtig. Das gilt beispielsweise immer noch für diesen unfassbaren Tomatensalat mit Vanille-Dressing und Feta, der im letzten Jahr innerhalb kürzester Zeit viele Abhängige schuf Fans fand.

Die Droge 2013 ist Rhabarber-Limonade auf Basis des Rhabarber-Ingwer-Sirups, den ich hier gepostet habe.

2 EL mit Mineralwasser aufgießen, Limettensaft dazu, ein paar Blätter Minze vom Balkon pflücken und fertig ist DER alkoholfreie Sommerdrink!

Für zwei neue Flaschen “Stoff” habe ich den Ingwer durch Vanille ersetzt und dieses Rezept ansonsten verdoppelt.

Etikett mit lila Tinte gestempelt, rosa-getupftes Masking-Tape drum und fertig ist eine Flasche guter Laune!

Was ist Euer Sommerdrink 2013?

Die Vanilleschote hatten uns übrigens K. und A. geschenkt. Ein Eigenimport aus Indien – die aromatischste Vanille, die ich je in der Küche hatte. Hammer! Danke, Ihr Lieben!

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Unser Gejammer über das viel zu nasse, viel zu kalte Wetter juckt die Pflanzen glücklicherweise wenig. Im Gegenteil, die Extra-Portion Regen lässt die Frühlingsernte gar nicht mal so schlecht ausfallen – beispielsweise bei Rhabarber.

Das versichert mir zumindest der Kollege Ch., unser Admin mit Schrebergarten, der in der letzten Saison schon mit-verantwortlich war für den herrlichen Rhabarber-Streusel-Kuchen nach dem Rezept meiner Oma und für ein fruchtig-scharfes Rhabarber-Chutney.

Das Chutney 2013 ist höllisch scharf geraten (note to myself: Unterschätze niemals eine Habanero-Chili!), der Rhabarber-Kuchen wurde für die 18cm-Springform im Rezept angepasst und immer noch waren 2 große Stangen Rhabarber übrig.

Via Twitter kam ich über Tina “Lunch for One” und Petra “Foodfreak” auf die Idee, einen Rhabarber-Sirup anzusetzen. (Danke, Mädels!) Petra hat mir dafür das Rezept für Rhabarer-Vanille-Sirup von Kathi “Kochfrosch” empfohlen, das Ihr hier findet.

Mir ist Vanille aber oft “too much”. Außerdem bin ich ein Ingwer-Junkie und hatte eh noch etwas geschälten Ingwer vom Chutney-Kochen übrig. Also wurde bei mir ein köstlich pinker Rhabarber-Ingwer-Sirup daraus:

(Seht Ihr den Rucola sprießen? Der hat tatsächlich -18 Grad im Winter überlebt!)

Ich hatte weniger Rhabarber als Kathi und habe deshalb nur Sirup für die abgebildete 250ml Flasche sowie ein kleines San-Bitter-Fläschchen hergestellt. Folgende Zutaten habe ich dafür verwendet:

2 Stangen Rhabarber (ca. 350 gr)

225 gr Zucker

125 ml Wasser

Saft von 1 Limette

4 Scheiben Ingwer (geschält)

Zubehör: Topf, Sieb, Trichter, sterile (verschließbare) Flaschen oder Schraubgläser

Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden

So geht’s:

Rhabarber waschen und in Schreiben schneiden und in einen Topf geben. (Ihr müsst die Stangen nicht schälen, da die Masse ohnehin durch ein Sieb gepresst wird.) Ingwer (geschält) in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls in den Topf geben. Den Zucker über Ingwer und Rhabarber streuen, vermischen und etwa eine Stunde ziehen lassen. Immer mal zwischendrin umrühren. Wasser und Limettensaft zugießen und aufkochen lassen. Dann Hitze herunterdrehen und den Sud etwa 30 min köcheln lassen. (Der Rhabarber sollte schön weich sein aber noch Farbe haben). Abschließend den Sud durch ein feines Sieb über einen Trichter in Flaschen abfüllen. Auskühlen lassen, verschließen und kühl lagern.

Für eine erfrischende, spritzige Limonade einfach etwas Sirup mit kaltem Sprudelwasser aufgießen und mit ein paar Minzeblättern garnieren.

Und schon kommt die Sonne heraus! Beweisfoto gefällig?

PS: Die Masse, die Ihr durch das Sieb streicht, keinesfalls wegwerfen! Sie schmeckt süßsauer und lauwarm wie ein wunderbares Kompott! Ich habe es in ein Glas abgefüllt und überlege jetzt die ganze Zeit, welches Dessert ich damit zubereiten könnte. Habt Ihr eine Idee?

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Der liebe Uwe beglückt die Food-Blogger-Welt ja nicht nur jeden Montag mit seinem Cookbook-of-Colors-Event (diesen Monat: ROT!), sondern verführt auch noch mit himmlischen Cocktails und holt zwischendrin noch mal eine neue Kategorie ausm Sack: Barfood. Ich bin ja ein absoluter Fan dieser kleinen Knabbereien, die der Barkeeper ohne viel Gedöns auf die Theke stellt. Nach der Qualität der Snacks lässt sich durchaus auch eine Bar beurteilen: lieblos aus der Tüte oder 2-3 verschiedene Nussmischungen, die vielleicht sogar noch verfeinert wurden mit Gewürzen oder ähnlichem. In deutschen Hotelbars bekommt man leider extrem häufig Wasabi-Nüsse hingestellt, die dermaßen Zunge und Gaumen betäuben, dass ein Cocktail oder ein Whisky keine Chance mehr haben. Mensch, lasst Euch doch mal was anderes einfallen!

Nachdem ich neulich gleich 4 meiner Lieblingscocktails anlässlich Astrids Bloggeburtstag hier vorgestellt habe und man dafür immer auch eine Grundlage braucht, gibt’s von mir heute eine süchtig-machende (schon wieder!) Knabberei, die der bEdW blitzschnell nach einer Sendung von “Kochen mit Martina und Moritz” gemacht hat.

Ihr braucht folgende Zutaten:

200 gr ungeröstete, ungesalzene Cashewnüsse (gibt es beispielsweise im Asiashop)

1 gestrichener EL rote Currypaste (Asiashop)

1 großer EL Honig (z.B. Akazienhonig)

Paste, Honig und Cashewnüsse miteinander vermischen und auf einem Bogen Backpapier etwa 20-30 Minuten ziehen lassen. Währendessen den Backofen auf 130 Grad vorheizen. Dann das Backpapier samt Nüsse auf ein Blech legen und 20-30 min backen. Aus dem Ofen nehmen, bevor sie zu dunkel werden – am besten immer mal in den Ofen schauen.

Die Nüsse abkühlen lassen und lauwarm oder kalt genießen. Sie schmecken herrlich scharf-süß und sind eine tolle Knabberei, die wirklich perfekt zu süß-fruchtigen oder auch herben Cocktails passt.

Und weil diese Knabberei so herrlich rot in der Abendsonne glitzert,

ist dies mein itsy-bitsy Beitrag zum Farbevent im August: ROT!

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

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1 Jahr zurück in Rhein-Main***2 Jahre German Abendbrot***3 Jahre Arthurs Tochter kocht!

“Eins, zwei, drei im Sauseschritt. Es eilt die Zeit. Wir eilen mit!” dichtete Wilhelm Busch und selten kam mir der “Sauseschritt” schneller vor als im vergangenen Jahr. Vor genau einem Jahr stand ich mit 95 Umzugskisten und am Rande des Nervenzusammenbruchs in unserer Münchner Wohnung und wäre dem Umzugsunternehmen am liebsten an die Gurgel gegangen angesichts der Unprofessionalität, die an den Tag gelegt wurde. Ich knirsche heute noch mit den Zähnen deswegen…

Das alles ist aber vergeben und vergessen, wenn mir das Herz aufgeht beim Anblick der Frankfurter Skyline. Zum Beispiel vom Sachsenhäuser Ufer aus:

Oder von oben:

Oder beim Schlendern über den sonnenbeschienen Römer:

Auch der Blick vom Frankfurter Hausberg “Lohrberg” ist nicht zu verachten: Vorne wächst Wein, hinten zeichnet sich (mal wieder!) die Skyline ab.

Ein heißer Tipp für alle Touristen und Städter ist übrigens die neulich mit Freunden wieder entdeckte “Lohrberg Schänke” mit grandiosem Blick über Ostend und (natürlich!) Skyline bei lecker Frankfurter Klassikern und unterschiedlichen Ebbelwoi Variationen. Das weitläufige Areal mit Schrebergärten, Kinderspielplätzen und Grillecken lädt zu Picknick und Spaziergängen ein. Die Schänke schlief lange einen Dornröschenschlaf, bis sie vor einem Jahr von einem jungen Team erfolgreich wachgeküsst wurde. Nix wie hin!

Und falls doch mal die Sehnsucht nach München durchkommt, kneife ich einfach die Augen zusammen und denke mir, dass der kleine Tempel auf dem Wiesbadener Neroberg doch schon ein bissl an den Monopteros im Englischen Garten erinnert.

Am 18. Juli 2010 ging der erste Beitrag im “German Abendbrot” online. Heute wird meine kleine Fress-Seite 400 bis 500 mal aufgerufen. Ich freue mich über jeden einzelnen Besucher, über Kommentare, Lob, Anregungen und Nachkoch-Berichte. Einige Tiefs und Zweifel habe ich in den letzten 24 Monaten überstanden – auch dank der herzlichen Unterstützung, dem guten Zureden, Tipps und Tricks der Food-Blogger-Community und Treffen mit alt bekannten und neu entdeckten Food-Bloggern. Ich danke Euch allen dafür!!! Ihr seid das sprichwörtliche Salz in meiner Suppe :-*

Aber wir wollen nicht vergessen, dass derzeit die Zahl DREI ganz hoch im Kurs steht. Denn die Godmother of German Foodblogging feiert ihren DRITTEN Geburtstag: Arthurs Tochter kocht! Herzlichen Glückwunsch, liebe Astrid! Du weißt ja, dass Du eine ganz große Motivatorin und Auslöserin für meinen Blog warst. Besonders gefreut habe ich mich darüber, Dich sogar persönlich kennenlernen zu dürfen. Und weil Du mit Deinem großen Herz nicht nur Geschenke unter die Gemeinde schleuderst zum Geburtstag (und was für welche!!!), sondern auch um Rezepte und Ideen rund um die DREI bittest, will ich mich in die lange Reihe der Gratulanten einordnen. Nach dem Motto: “Das bisschen, was wir essen, können wir auch trinken” habe ich Dir DREI Drinks gemixt:

Nummer Eins auf “unsere” Rhein-Main-Region:

Pimm’s Cup – schmeckt auf beiden Seiten des Rheins!

6 cl Pimm’s No 1

Eiswürfel

3 Scheiben Gurke

5-6 Himbeeren

1/8 Zitrone

Auffüllen mit Ginger Ale und abrunden mit einem Spritzer Zitronensaft. Prost!

***

Nummer Zwei – wenn Du erlaubst, liebe Astrid! – auf den 2. Geburtstag vom German Abendbrot:

Belle Collins – ein eiskalter Gin-Cocktail mit viel selbstgezogener Minze. Und die wächst ja auch auf Astrids Terrasse ;-)

2 Minzezweige (ich habe spanische Minze genommen, die weniger heftig ist als Pfefferminze)

8 gecrushte Eiswürfel

4 cl Gin (Bombay Sapphire)

2 cl Zitronensaft

2 cl Zuckersirup

Sodawasser zum Auffüllen

Minzeblätter für die Deko

Minzezweige zerdrücken und in ein großes, eisgekühltes Glas füllen. Crushed Eis, Gin, Zitronensaft und Zuckersirup hinzugeben. Umrühren und mit Sodawasser auffüllen. Mit einigen Minzeblättern dekorieren. Prrrrrrost, alte Wurschthaut!! Auf die nächsten 2 Jahre!

***

Nummer Drei auf Dich, liebe Astrid. Hoch sollst Du leben! DREI mal Hoch!

*hicks* ‘tschulligung! Darf ich vorstellen: White Charger. Ein raffiniertes kleines Teil, das ganz unschuldig daherkommt und ordentlich Rheinreinknallt.

eine Kugel Vanilleeis – idealerweise direkt aus Astrids berühmter Eismaschine!

2 cl Gin (Gin passt IMMER! Mit lieben Grüßen an den Leser, der immer wieder über die Suchbegriffe “wozu passt Gin” auf meinem Blog landet. Gegenfrage: “Wozu passt Gin NICHT?” Aber ich schweife ab. *hicks*)

4 cl gekühlter Weißwein (natürlich Riesling aus Rheingau oder Rheinhessen – da sind wir tolerant!)

Alle Zutaten zusammen mit einem Eiswürfel in einem Shaker solange shaken bis das Vanilleeis flüssig ist. In ein Glas gießen und runterkippen genießen.

Uiuiui *karusell*

Nach so viel Feierei ist ja auch schnell mal der Kopf ein bissl dick. Deswegen stibitzt die vorwitzige Nummer Vier schon mal um die Ecke und winkt uns aus der Zukunft zu. Auf alles, was da noch so kommen mag. Ich lass mich überraschen. Wenn ich eines gelernt habe in den letzten Jahren, dann, dass das Leben uns auslacht, sobald wir Pläne machen.

In diesem Sinne – Darf ich vorstellen? Nummer Vier: Ferdinand the Bull – der Katerkiller!

0,25 l Tomatensaft

8 cl gekühlte Rinderbrühe (Vegetarier nehmen Gemüsebrühe – aber dann ist das halt nicht mehr Ferdinand the Bull, gelle?)

2 cl Limettensaft

2 Spritzer Worcestersauce

2 Spritzer Tabasco

Salz und Pfeffer

optional: 2 Alibi-Stengel Rauke für die Vitamin-Packung.

Alle Zutaten zusammen mit 4 Eiswürfeln in einem Shaker so heftig schütteln, wie es der dicke Kopf zulässt. In ein eisgekühltes Glas über 2-3 Eiswürfel abseien, salzen und pfeffern und mit der Rauke dekorieren.

Und jetzt gaaaaaaaaaanz leise die Tür schließen, nicht zu laut reden bitte, und langsam wieder nüchtern werden.

Pssst: Liebe Astrid, ich drücke Dich virtuell und wünsche Dir – und uns! – noch viele weitere Blog-Geburtstage mit Dir!

 

PS: Belle Collins, White Charger und Ferdinand the Bull stammen in ihrer Ursprungsversion aus dem empfehlenswerten Buch “1001 Cocktails”, das es bei der Deko-Ladenkette Butlers gibt – oder bei amazon. Wer dann immer noch nicht genug hat, schaut bei Highfoodality vorbei und bekommt neben tollen Rezepten auch noch herrliche Cocktail-Fotos!

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Es muss nicht immer Alkohol sein. Gerade bei heißen Temperaturen sind Wasser, Fruchtsäfte, alkoholfreies Weißbier (gerade nach dem Sport) und Tee die gesünderen Alternativen. Ganz selten trinke ich auch mal Limonade. Meistens finde ich sie zu süß und viel zu klebrig, um dauerhaft Durst zu löschen.

Wer Zusatzstoffe und Zuckermengen vermeiden will, kann sich aber auch ganz einfach eine erfrischende Limo selber machen, zum Beispiel mit Ingwer und Minze.

Zutaten für 0,75l Limonade:

Ein daumengroßes Stück Ingwer, geschält und gerieben

10 Blätter Minze, gehackt

Abrieb und Saft von 2 Limetten

0,75l Sprudelwasser

Eiswürfel

Optional: brauner Zucker, Zuckersirup oder Stevia Blätter

So geht’s:

Ingwermuß, Limettenabrieb und -saft sowie die Minzeblätter in einen Krug geben und etwa 15 min ziehen lassen. Mit dem Sprudelwasser aufgießen und durch ein Sieb in eine hübsche, mit Eiswürfeln gefüllte Karaffe (oder einzelne Gläser) füllen.

Zum Süßen habe ich 3 Blätter unserer frisch erworbenen Stevia-Pflanze gehackt und in das Glas gegeben. Umrühren. Fertig!

Die Blätter der Stevia-Pflanze schmecken deutlich weniger penetrant als die Tropfen, die man so im Reformhaus erhält. Außerdem sind Blätter leichter zu dosieren als der hochkonzentrierte Extrakt. Eine gute Alternative für’s Dessert, Tees oder Limonaden – ganz ohne Kalorien und ohne Kariesgefahr! Allerdings muss man sich an die Dosierung gewöhnen und etwas ausprobieren, bis man seinen persönlichen Geschmack gefunden hat.

 

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Auch wenn der Sommer bisher noch nicht so richtig heiß ist – es gab durchaus schon ein paar Tage, an denen es zu warm war, um sich ewig in der Küche aufzuhalten. Das Klimper-Geräusch von Eiswürfeln im Glas finde ich einfach herrlich sommerlich. Gibt es – außer Meeresrauschen – etwas, was einen mehr in Urlaubsstimmung versetzt? Dazu mache ich mir gerne eine kalte Kleinigkeit, mit der ich blitzschnell auf der Terrasse sitzen und den Sonnenuntergang betrachten kann.

Als Indien-Fan stehen Lassis, also süße oder salzige Joghurt-Getränke, ganz oben auf meiner Favoriten-Liste. Die herzhafte Variante gefällt mir dabei besonders. Ein Lassi mit Minze und indischen Gewürzen erfrischt und macht (vorübergehend) sogar satt, liegt aber nicht schwer im Magen. Die Prise Salz ist außerdem gut, wenn man viel geschwitzt hat und dringend seine Salzspeicher auffüllen muss – perfekt für die richtig heißen Tage, die ja hoffentlich noch kommen.

Inspiriert hat mich ein Facebook-Foto vom tollen Indian-Cuisine-Blog Manjula’s Kitchen. Aber so ganz ohne Variationen geht’s ja bei mir nicht. Deshalb hier die Zutaten für ein großes Glas Minz Lassi, wie es mir besonders gut geschmeckt hat:

125 gr gekühlter Joghurt (1,5% Fett – fetterer Joghurt ist fester und muss etwas mehr mit Wasser verdünnt werden)

gekühltes Sprudelwasser (Menge nach Bedarf)

1 cm Ingwerwurzel

1 gestrichener Löffel Cumin

1 ordentliche Prise Salz

1 Prise schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer (wer’s bekommt: Tellycherrypepper – der aromatische Pfeffer aus Kerala/Südindien)

10 Minze-Blätter (wer sehr intensive Pfefferminze hat, nimmt etwas weniger)

1-2 EL Zitronensaft

2-3 Eiswürfel

So ist das Lassi in circa 3 Minuten fertig:

Ingwer schälen, reiben und den Saft in einen Mixer pressen – kann man mit den Händen machen. Minze-Blätter hacken und ebenfalls in den Mixer geben. Joghurt und Gewürze hinzugeben und alles aufmixen. Eiswürfel in ein Glas geben und das Lassi darübergießen. Mit einem Schluck Sprudelwasser “strecken” und mit dem Zitronensaft abschmecken.

Etwas gemahlenen Cumin für die Optik auf das Lassi streuen und mit einem Minzezweig dekorieren. Fertig!

Damit der Snack noch etwas satter macht, könnt Ihr ihn mit Papadums oder Chapati servieren – beides gibt es bereits fertig im Asia-Laden. Also keine Not, den Backofen anzumachen, wenn die Wohnung eh schon aufgeheizt ist!

Lassis sind ein gesunder, leichter und vor allem schnell zubereiteter Snack, der eisgekühlt besonders erfrischt. Wer es lieber süß mag, lässt Salz und Gewürze weg und zuckert das Getränk entsprechend. Auch mit Mango oder Ananas, Tomate oder Gurke schmecken Lassis lecker. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt…

Mein würzig-erfrischendes Minz-Lassi, ein Zwischending aus Drink und Essen, ist der Beitrag zu Zorras Blog-Event “Eisgekühlt” . Ich freue mich schon auf viele spritzig-erfrischende Rezepte für heiße Sommertage!

Blog-Event LXXVIII - EISgekühlt (Einsendeschluss 15. Juni 2012)

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Nach all den Pasta-Reste-Orgien der letzten Wochen hatte ich SOLCHEN BOCK auf “was Indisches”, dass ich schon nachmittags zu überlegen anfing, was ich mir nach der Arbeit relativ schnell und unaufwendig zubereiten könnte. Es sollte schön scharf sein, machbar für eine Person und nicht stundenlang dauern… Gar nicht so einfach, da alleine die Gewürzzubereitungen für indische Gerichte oft etwa eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Wenn man dann noch Rind oder Lamm köchelt, muss man häufig noch mal eine Stunde einplanen. Zuzüglich vorherigem Einkauf hätte ich dann etwa gegen 21:30h essen können. Zu spät für ein gehaltvolles Abendessen.

Erste Zeitspar-Möglichkeit: Hühnchen statt rotem Fleisch, da es schneller gart und nicht erst langwierig pariert werden muss.

Zweite Zeitspar-Möglichkeit: Zutaten aus dem Supermarkt verwenden. In meinem Fall neben Hühnchen noch Kartoffeln und TK-Erbsen.

Dritte Zeitspar-Möglichkeit: AUSNAHMSWEISE mal auf eine Fertig-Gewürz-Mischung zurückgreifen. Einzige Vorgabe: Kein Geschmacksverstärker!

Die Auswahl im Asia-Laden hat dann doch einige Zeit in Anspruch genommen, da ich die Zutatenliste genau studiert habe. Das Ganze war aber auch sehr aufschlussreich.

Ich habe mich für Hot Curry Paste von Rajah entschieden (ca. 3,50 Euro für 285 gr – reicht locker für 3-4 x Kochen).

In Asia-Läden oder größeren Supermärkten gibt es viele verschiedene Würz-Pasten von Korma über Tikka Masala und Tandoori bis Hot oder Mild Curry. Wichtig für die Auswahl war mir in erster Linie die Zutatenliste. Während manche Anbieter lediglich neben Öl, Essig und Salz noch kryptisch von “Gewürzen” sprechen, hat die Hot Curry Paste von Rajah die komplette (?!) Zutatenliste auf dem Etikett:

Wasser, Salz, Pflanzliches Öl (Rapsöl, Baumwollsamenöl), Koriander, Chilipulver, Kreuzkümmel Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Linsen, Säuerungsmittel Essigsäure, Anissamen, Bockshornklee, Nelken, Zimt, Lorbeerblatt.

Das sind eigentlich auch ziemlich genau die Dinge, die ich so in eine Curry-Mischung mache, weshalb mir das Risiko nicht allzu groß erschien. Außerdem ganz wichtig: Kein Geschmacksverstärker! Mehr kann man von einer Fertig-Paste meines Erachtens nicht erwarten.

Die Zubereitungsangabe auf dem Glas ist nur auf englisch vorhanden und auch nicht sehr hilfreich, wenn man nicht hin und wieder indisch kocht: “Ideal with all meats and vegetables. Recommended usage is 1 generous tbsp. for every 250 g of ingredients. Ensure fully cooked before serving.”

Aha! Ist ja schön, dass 1 TL reicht pro 250 gr. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass unerfahrenere Hobbyköche nicht so genau wissen, wann sie die Paste dazugeben sollen. Pur oder aufgelöst? Am Ende oder gleich mit anbraten?

Ich hab die Paste verwendet wie ich auch mit meinen eigenen Gewürzmischungen umgehen würde. Und finde, dass das Ergebnis sehr appetitlich aussah, oder?

Aber hier erstmal die Zutatenliste für einen sehr hungrigen Esser (plus Left-overs für die Mittagspause am Tag danach) oder für zwei Personen:

Ein großes Hühnerbrustfilet

2 mittelgroße Kartoffeln 

eine Handvoll TK-Erbsen

1 Dose gehackte Tomaten

1 EL Ghee oder Rapsöl

frischer Koriander

Einen Schuss Joghurt, Kokosmilch oder Sahneersatz 

Eine kräftige Prise Zucker

Alternativ kann man das Curry auch ohne Fleisch und mit einer breiteren Gemüseauswahl zubereiten. Super ist zum Beispiel eine Mischung aus Kartoffeln, Blumenkohl und Karotten.

So habe ich es gemacht:

Kartoffeln schälen, würfeln und fast gar kochen. TK-Erbsen auftauen. Hühnerbrust in mundgerechte Stücke würfeln. Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und 1 großen Esslöffel Curry-Paste anbraten bis es duftet, aber nicht qualmt. Jetzt die Hühnerwürfel anbraten, bis sie innen noch roh sind, aber außen schön Farbe haben. Mit der Dose Tomaten ablöschen und bei mittlerer Hitze und offener Pfanne einköcheln lassen. Nebenbei den Reis oder – wenn man mag – Naan Brot zubereiten. (Keine Angst, wenn man sich ein bisschen unsicher mit der Zeiteinteilung ist: Das Curry verzeiht auch, wenn man es 5 min länger köchelt. Notfalls die Platte ausstellen, Deckel auf die Pfanne und nur noch ziehen lassen, bis Reis oder Naan fertig sind). Kurz bevor der Reis/das Naan fertig ist, die Kartoffeln und die aufgetauten Erbsen dazugeben und alles noch mal ordentlich heiß werden lassen.

Da ich die Paste sehr salzig fand, habe ich mit etwas Kokosmilch abgemildert, sonst wäre mir der Geschmack zu penetrant gewesen. Das ist aber Geschmacksache – zumal ich beim nächsten Mal vielleicht einfach weniger Paste nehmen würde. Auch Joghurt oder Sahne(ersatz) mildern den Salzgeschmack und natürlich auch die Schärfe.

Wenn alle Zutaten fertig sind, frischen Koriander grob hacken und über den angerichteten Teller geben. Etwas Gurken-Raita oder – wenn man momentan vielleicht lieber auf rohe Gurken verzichten mag – Minz-Joghurt kühlen das heiße und scharfe Gericht zusätzlich. Die Zubereitung hat etwa 35-40 Minuten gedauert und gehört sicher nicht ganz in die Kategorie “schnell&lecker”, ist aber deutlich fixer als ein “handgemachtes” Curry.

Mein Fazit: Die Gewürzpaste riecht und schmeckt sehr authentisch und enthält (wenn man dem Etikett glauben kann) keine anderen Zutaten als eine hausgemachte Paste. Für kleinere Ein-Mann/Frau-Portionen oder als schnelle Alternative aus dem Vorratschrank eignet sie sich tadellos. Einmal angebrochen, solltet Ihr sie aber im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb weniger Wochen verzehren, weil sie sonst etwas ihr Aroma verliert. Wer nicht stundenlang mörsern und Gewürze anrösten mag, kann meiner Meinung nach gut und gerne mal auf Rajah Hot Curry Paste zurückgreifen.

Apropos: Hot heißt wirklich Hot! Wer also nicht so gerne scharf isst, sollte mit der Mild Curry Paste einsteigen oder gleich eine Korma-Sauce aussuchen. Diese sind meist sehr mild und für Einsteiger in die indische Küche bestens geeignet.

Wer hinterher trotzdem die Geschmacksknospen kühlen möchte, kann sich zum Nachtisch den Bollywood Smoothie gönnen.

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Seit die Filme aus der indischen Traumfabrik Bollywood auch hierzulande im TV gezeigt werden, erfreuen sich die quietschbunten Streifen immer größerer Beliebtheit.

Auch wenn die 3,5-Stunden-Schmachtfetzen manchmal sehr hart an der Grenze zum Kitsch sind, machen sie doch wahnsinnig Spaß, bieten gute Unterhaltung und herrlich bunte Tanzszenen. Das fanden laut Wikipedia 2002 auch rund 3,6 Milliarden Zuschauer, wenn man nach den Tickets geht, die für Bollywood-Filme verkauft wurden - für Hollywood-Filme waren es in diesem Jahr “nur” 2,6 Milliarden Stück.

Damit die Filmindustrie auf solche Zahlen kommt, muss am besten die ganze Familie ins Kino. Und das geht nur, wenn der Film auch jedem was bietet: Herz-Schmerz, Spannung, Musik, Humor, Dramatik…

Von allem etwas bietet auch mein Bollywood Smoothie (den Bogen muss man erstmal spannen! ;-)). Trotz vieler unterschiedlicher Zutaten schmeckt er rund und erfrischend, nicht zu süß und nicht zu sauer, dabei schön exotisch. Aber probiert doch mal selbst!

Für 2 Gläser benötigt Ihr:

1 Daumenkuppen-großes Stück Ingwer, geschält und grob gehackt

einige Blätter Koriander

2 Schnapsgläser Kokosmilch

eine halbe rote Chilischote, längs eingeritzt

zwei Hände voll Wassermelone (Kerne vorher entfernen!)

1 kleine geschälte Banane

1 geschälte Kiwi

2 kleine, entsteinte Aprikosen

0,3 l Orangen-Mango-Saft (z.B. Valensina Direktsaft aus der Kühltheke)

Alle Zutaten – außer Koriander und Chili! – im Mixer pürieren und je nach Dicke des Smoothie noch etwas Saft oder etwas Banane zugeben. Die gezupften Korianderblätter auf den Smoothie streuen und die Chilischote auf den Glasrand stecken und leicht drücken, so dass etwas vom scharfen Saft in den Smoothie fließt.

Die Schärfe der Chili schmeckt man nur gaaaanz dezent. Der Ingwer ist schön würzig und die Früchte erfrischend! Die Kokosmilch nimmt etwas die Schärfe und Säure des Drinks und sorgt für die nötige Exotik.

Ein toller Appetizer vor einem indischen Essen!

Ach ja, der Sommer-vorm-Balkon-Hit. Hätt’ ich fast vergessen. Wer jetzt ein Bollywood-Lied erwartet, hat leider verloren. Hier ist mein absoluter Sommer-Lieblingshit:

Und wozu groovt Ihr so?

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