Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archiv für die Kategorie ‘Backen’

Es gibt ja Leute, die gerne im stillen Kämmerlein arbeiten. Und manchmal muss das auch sein. Aber ich möchte NIE auf Kollegen verzichten, die nicht nur für kreativen Austausch, spontane Brainstorms und “Unter-die-Arme-Greifen” da sind, sondern auch noch backen können!

Diesen fluffigen New York Cheesecake hat meine Kollegin A. nach Cynthia Barcomi, die Göttin der amerikanischen Backkunst, gebacken und alle begeistert, die sich ein Stück sichern konnten. (Ich musste per Mail um Rettung eines Stücks bitten, sonst hätte der Heuschreckenschwarm hätten die lieben Kollegen nix übrig gelassen!)

A. war so nett, mir das Rezept zu verraten. Sie hat es aus Cynthia Barcomis Backbuch, das schon in mehreren Foren und Blogs für Begeisterung sorgte.

Die Variante mit Blueberry-Topping findet Ihr zum Beispiel bei Backbube.

Nora von Waldstätten hat den Kuchen für die Rubrik “Dinner for One” in der ZEIT gebacken.

Meine Kollegin A. hat dem Kuchen eine herrliche Schokoglasur und bezaubernd goldene Deko-Perlen gegönnt. Ein perfekter Kuchen für Agentur-Mädels. Da sind einem auch Kalorien völlig egal. Ist ja schließlich bloß Frischkäse.

Mein bisheriger Favorit war der Käsekuchen ohne Boden nach Tim Mälzer. Und Alice hat gleich eine ganze Rezept-Flut gesammelt bei ihrem Käsekuchen-Event. Aber die Barcomi-Variante toppt für mich alles, was ich bisher in diese Richtung gegessen habe. DANKE, A.

Ganzen Post lesen »

Da bringt einem die wunderbare Ka. selbstgepflückten Bärlauch mit. Und die nicht minder wunderbare Luna lädt auch noch zum Event “We love Pizza” bei der wunderbarsten aller Zorras ein. Kinners, Ihr macht mich fertig.

Ich LIEBE doch Pizza und ich brauche DRINGEND FRÜHLING!

Also kombiniere ich beides miteinander und mache uns eine herrliche Bärlauch-Ziegenkäse-Pizza mit Parmaschinken:

Dazu habe ich am Vorabend einen ganz einfachen Hefeteig gemacht:

150 gr Weizenmehl 550

50 gr Roggenmehl 1370

10 gr frische Hefe

Prise Salz

Prise Zucker

175 ml lauwarmes Wasser

1,5 EL Olivenöl

Die Hefe im Wasser auflösen, zuckern. Mehl und Salz miteinander vermischen und in der Mitte eine Mulde bilden. Hefe-Wasser zugießen und nach und nach per Hand mit dem Mehl vermischen. Währendessen Öl unterheben. Zu einem glatten Teig verarbeiten und in einer verschlossenen Schüssel im Kühlschrank über Nacht gehen lassen.

Für den Bärlauch-Part:

15 Blätter Bärlauch

100 gr Ziegenfrischkäse (z.B. Buko)

100 gr Ricotta

Abrieb einer halben Bio-Zitrone

Pfeffer, frisch gemahlen

Meersalz

Olivenöl

Zitronensaft

Bärlauch fein hacken und mit den übrigen Zutaten vermischen. Im Idealfall auch über Nacht durchziehen lassen.

Außerdem:

Parmaschinken – 7 Scheiben für 2 Pizzen

Backofen inkl. Pizzastein auf 250 Grad Pizzastufe (Heißluft + Grill + Unterhitze) vorheizen. Gegangenen Teig aus dem Kühlschrank holen, halbieren und sehr dünn ausrollen. 2 EL Bärlauchpaste gut verteilen, Schinken obenauf legen.

Wenn der Backofen volle Lotte vorgeheizt ist, die Pizza in 4 min knusprig backen, aus dem Ofen holen und heiß servieren!

Der kalt gegangene Teig ist herrlich knusprig, ohne zu bröseln. Ich liebe einfach dünne, knusprige Pizzen.

Dazu hat uns ein leichter, nicht zu buttriger Chardonnay geschmeckt:

Diesen sehr frischen und gut gegen den knoblauchigen Bärlauch mithaltenden Wein haben wir in “unserem” Südafrikanischen Weinladen in der Wiesbadener Grabenstraße entdeckt. Ein schöner kleiner Nachbarschaftsladen, der uns bisher schon viele herrliche Südafrikaner empfohlen hat – gute Beratung, ein freundliches Wort und samstags die Gelegenheit zum Verkosten inklusive!

Do you love Pizza? We love Pizza!

Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)

Ganzen Post lesen »

Heute hat übrigens Hans Christian Andersen Geburtstag.

(By Thora Hallager (1821-1884), via Wikimedia Commons)

Der große dänische Märchenerzähler und spitzzüngige Poet hat u.a.  Des Kaisers neue Kleider, Die Nachtigall oder  Die kleine Meerjungfrau verfasst, die mich schon als Kind zum Heulen gebracht hat. Und wenn ich heute mal den ganzen Tag in High Heels unterwegs war, erinnere ich mich immer an die kleine Nixe, die ihren schönen Schwanz für zwei Beine eingebüßt hat, dafür aber bei jedem Schritt Schmerzen wie durch Messerstiche aushalten musste. Welche Frau würde sich da nicht wiedererkennen?

Aber kennt Ihr auch das Märchen vom Tölpel-Hans?

Tölpel-Hans, der dritte und meistens verheimlichte Sohn eines Gutsherren, will – wie seine beiden Brüder auch – um die Hand der Königstochter anhalten. Auf seinem Weg dorthin (auf einem Ziegenbock reitend!) sammelt er allerhand Zeug am Wegesrand ein, bis er zum Schloss kommt. Dort ernten all die gut vorbereiteten Bewerber von der Königstochter nur ein “Der taugt nichts! Fort, hinaus mit ihm!”. Die Brüder des Tölpel-Hans, die über die Hitze im Palast lamentieren, verwirrt die Königstochter mit der Aussage “Jawohl, mein Vater brät heute aber auch junge Hähne!” Das wirft die gut vorbereiteten Bewerber völlig aus der Bahn. Was sollen sie nur auf so einen Nonsense antworten?

Beim unbedarften Tölpel-Hans läuft das Ganze fast schon surreal ab:

“Nun kam Tölpel-Hans dran. Er ritt auf dem Ziegenbock geradeswegs in den Saal hinein. “Na, das ist doch eine Mordshitze hier!”, sagte er. “Jawohl, ich brate aber auch junge Hähne!”, rief die Königstochter. “Ei, das ist schön”, erwiderte Tölpel-Hans, “dann kann ich ja gleich eine Krähe mitbraten?” “Mit dem größten Vergnügen”, antwortete die Königstochter; “aber hast du auch etwas, worin du sie braten kannst? Ich habe weder Topf noch Tiegel.” “Oh, das habe ich”, sagte Tölpel-Hans. “Hier ist mein Kochgeschirr”, und er zog den alten Holzschuh hervor und legte die Krähe hinein. “Das ist ja ein ganze Mahlzeit”, sagte die Königstochter, “aber wo nehmen wir die Brühe her?” “Die habe ich in der Tasche!”, rief Tölpel-Hans. ” Ich habe so viel mitgebracht, dass ich sogar noch etwas wegwerfen kann!” Und nun goss er etwas Schlamm aus der Tasche heraus. “Das gefällt mir”, sagte die Königstochter. “Du kannst wirklich reden und antworten, ich will dich also zum Manne haben! (…)”

Ist das nicht klasse? Schlagfertigkeit, Humor und Chuzpe werden belohnt – zumindest im Märchen. Die gelackten Strategen können sich ver***en: Fort, hinaus mit ihnen! Ach, wenn es doch nur im echten Leben auch so wäre!

Was im echten Leben tatsächlich so ist: Wann immer ein Brathendl im Ofen schmort, denke ich an “Mein Vater brät heut’ junge Hähne!”. Wahrscheinlich, weil das meine Mutter schon immer gesagt hat, wenn Hähnchenduft aus der Küche durch’s ganze Haus zog. Und auch unser alter Kater Nemo sitzt fasziniert vorm Backofen und guckt den Hähnchen beim Knusprigwerden zu. Gibt es etwas Besseres als Brathähnchenduft?

Einer der ersten – und vielleicht größten – Liebesbeweise des bEdW war, als er mir im Hofbräu-Biergarten am Wiener Platz in München ein riesiges Stück knusprigster Hendl-Haut abgegeben hat. So einen Mann MUSS man doch lieben, oder?

Und so haben wir neulich junge Hähne gebraten, bzw. ein halbes Hühnchen:

Die Marinade für das Hähnchen bestand aus folgenden Zutaten:

Olivenöl

Meersalz

Pfeffer

einem Spritzer Worcester Sauce

Ras el Hanout

Nachdem das Hähnchen ordentlich eingerieben wurde mit der Marinade. Haben wir es auf aufgeschnittene Zitronenscheiben, einige Knoblauchzehen und Schalotten gesetzt, damit es auch von unten Aroma abbekommt.

Gegart wird es dann im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen. Je nach Größe kann das ca. eine Stunde dauern. Ihr solltet das Hähnchen gut im Auge behalten. Gar ist es, wenn beim Anstechen nur noch klarer Saft austritt.

Dazu hat mir (der bEdW blieb bei Bier) ein Riesling von der Mosel geschmeckt:

Ich bin ja nicht so der Riesling-Fan, was an der Säure liegt, die ich oftmals einfach nicht vertrage, obwohl mir die Weine sehr gut schmecken. Glücklicherweise gibt es aber Riesling-Varianten, die mit weniger Säure daherkommen, eine schöne Mineralität (z.B. dank Schieferböden) mitbringen und trocken, spritzig das Beste aus der Region ins Glas bringen. Der Schiefer – Projekt Terroir Hessen-Riesling vom Weingut Ottes ist so eine Ausnahme, die mir köstlich schmeckt.

Und eben der – ebenfalls auf Schiefer gewachsene – 2011 URBAN Riesling* vom Weingut St. Urbanshof. Nik Weiß führt das Weingut in der 3. Generation und bringt auch gleich mal eine 10-Punkte-Philosophie mit: Terroir (Schiefer, my love!) dämmt die Säure, Riesling ist das A und O in der Region, auf Technik und Chemie zugunsten des traditionellen Handwerks verzichten, Wein benötigt Zeit….

Mir gefällt besonders gut, dass die sonnenverwöhnte Mosel und der Schiefer die Säure eindämmen, die mir sonst beim Riesling immer sehr zu schaffen macht. Dabei bleibt der URBAN trotzdem krachig-trocken und mit sehr angenehmen Fruchtaromen, beispielsweise Aprikose, die fast schon ein bisschen Chardonnay vorgaukeln. Mit “nur” 11,5% ist er auch deutlich weniger alkoholhaltig als andere neue Weißweine, die oft mit 13 oder 14% ordentlich in die Birne fahren.

Ein für mich persönlich sehr angenehme Riesling-Entdeckung, die perfekt zu Geflügel passt und auch mit den würzigen Aromen des Brathähnchens klarkommt.

*Der 2011 URBAN Riesling wurde mir freundlicherweise von Hawesko zum Test zur Verfügung gestellt. Dort ist er für 8,90€/Flasche erhältlich.

Ganzen Post lesen »

Hurrah! Die Fastenzeit ist vorbei und ich muss nicht länger “Brot” nennen, was ziemlich süß und kuchenartig daherkommt.

Durch Zitronenzesten, gehackte Walnüsse und die (TK-)Blaubeeren ist der Kuchen das Brot herrlich saftig und herzhaft. Meine Variante mit Muscovado-Zucker macht es zudem malzig-karamellig. Sogar der bEdW, sonst eher nicht so mit süßem Zahn ausgestattet, war so begeistert, dass er mich um baldige Wiederholung bat.

Das Originalrezept für eine handelsübliche Kastenform findet Ihr auf dieser Seite.

Ich habe in meiner Variante die Hälfte des Zuckers mit Muscovado-Zucker ersetzt und auch nur rund 100 gr Blaubeeren verwendet. Außerdem habe ich mir den Zuckerguss gespart, weil ich den Laib noch transportieren musste, was einem Guss meist nicht so gut bekommt, wenn man keine professionelle Transportbox für Kastenkuchen hat. Ansonsten habe ich mich erfolgreich ans Rezept gehalten und bin wirklich verliebt in diesen Kuchen dieses Brot.

Ich habe das “Brot” zu Ostern gebacken, um das Fasten zu brechen. Denn jetzt darf ich es auch endlich wieder Kuchen nennen ;-)

Ich wünsche Euch allen noch wunderschöne und erholsame, genussvolle und fröhliche Osterfeiertage!

 

Ganzen Post lesen »

Willensstärke…58.000 nicht gerauchte Zigaretten...Jahr des Brotbackens und so… Weisste Bescheid, Schätzelein!

Das Buch “Brot” von Bernd Armbrust ist eine wahre Fundgrube für blutige Brotbackanfänger wie mich.

Zudem ruft Zorra zum Bread Baking Day #57 auf. Und erstmals fühle ich mich (back-)fit genug, um Ihr für Ihre Blogwarming-Party etwas Selbstgebackenes zum “Einzug” in das neue Blog-Zuhause mitzubringen. (Wer noch mitmachen möchte, kann das bis einschließlich 1. April tun!)

Besonders gut hat mir bei Bernd Armbrust das “Einfache Vollkornbrot” gefallen, das sich wirklich unkompliziert zubereiten lässt und viele Tage hält, ohne trocken oder fad zu werden. Im Gegenteil: längeres Lagern macht es noch aromatischer!

Einige kleine Abwandlungen habe ich aber natürlich – wie bei jedem Rezept – vorgenommen. Hier der Vollständigkeit halber meine Abweichungen:

Als Brotgewürz, das man auch für Sauerteigbrote und alle anderen herzhaften Brote verwenden kann, habe ich je 1/2 TL Fenchel- und Koriandersamen sowie Kümmelsamen und 1/2 Anisstern gemörsert. Ihr könnt aber auch Pfeffer oder Chili nehmen. Oder jedes andere Gewürz, das Ihr mögt – beispielsweise Kardamom.

Ich habe bei Bernd Armbrusts Brot die empfohlenen 100 gr Alfalfa- oder Linsensprossen weggelassen. Und auch die 90 gr Zuckerrübensirup fand ich am Ende too much. Hier würde ich beim nächsten Mal höchstens 60 gr nehmen. Roggen- und Weizenschrot habe ich komplett durch Weizenschrot ersetzt. Hiervon hatten wir noch so viel von unserem fluffigen Walnussbrot, dass ich mir nicht noch weiteres Schrot ins Haus holen wollte.

Hier also das Rezept in meiner minimal abgewandelten Form für eine ca. 35 cm Kastenform:

500 ml Buttermilch

60 gr Zuckerrübensirup

1,5 Würfel Hefe (entspricht etwa 60 gr)

250 gr Weizenschrot

250 gr Dinkelmehl (Type 630)

50 gr Leinsamen

50 gr Sesamsamen

75 gr Sonnenblumenkerne

2 TL Salz

1 TL Brotgewürz

1 TL Butter zum Einfetten

2 EL Haferflocken

Für die Zubereitung benötigt Ihr insgesamt etwa 3 Stunden Zeit. (Das gilt als schnell! Es gibt auch Brote, bei denen muss der Teig 15 Std. gehen)

So geht’s:

Buttermilch und Zuckerrübensirup lauwarm erwärmen und die Hefe darin auflösen. Schrot, Mehl, Leinsamen, Sesamsamen und Sonnenblumenkerne in einer großen Schüssel vermischen. Buttermilch-Zuckerrüben-Hefe-Mischung unterrühren. Salz und Brotgewürz hinzugeben. Alles gut verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur für mindestens eine Stunde gehen lassen.

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Dabei ein Backblech mit Wasser benetzen und ebenfalls mit erhitzen. Dadurch entsteht Wasserdampf, der dem Brot eine schöne Kruste gibt. Wer lieber mit der Sprühflasche Wassernebel in den Ofen sprüht, kann das natürlich auch tun.

Kastenform mit Butter fetten und mit den Haferflocken auskleiden. Das funktioniert am besten, indem man die Haferflocken in die gefettete Form gibt und dann hin und her rüttelt, bis die Seitenwände bedeckt sind.

Das Blech mit dem Wasser aus dem Ofen nehmen und die Kastenform auf das Rost auf mittlerer Schiene ca. 15 min backen. Dann auf 200 Grad herunterdrehen und etwa 1 Std und 15 min backen. Wird das Brot zu dunkel, mit Backpapier abdecken. Nach der Garzeit gut auskühlen lassen.

Das Brot schmeckt am besten, wenn man es einen Tag ziehen lässt. Es riecht aber so herrlich, dass das wirklich schwer fällt!

Laut Armbruster kann man es auch wunderbar einfrieren. Dafür nach dem Auftauen bei Zimmertemperatur einfach noch einmal für 10 min bei 180 Grad aufbacken. Wäre doch perfekt für das lange Osterwochenende, oder nicht?

Das Einfrieren lohnt sich, da die 1,25 kgr Brot sehr kompakt und sättigend sind. Wir haben locker eine Woche davon gegessen. Letzte Reste können auch für das “Besoffenes Eichhörnchen”-Dessert verwendet werden.

Bread Baking Day #57 - Blogwarming Party - please bring Bread! (Last day of submission April 1st, 2013)

Ganzen Post lesen »

Keine Angst, ich stimme nicht schon wieder mein Liebeslied mit dem Titel “Oh, Tarte, mon amour” an. Obwohl ich durchaus Lust dazu hätte!

Kein Gebäck geht mir mittlerweile schneller von der Hand. Bei keinem bin ich sicher genug, um auch mal freestylen zu können.

Sonntagabends wollte ich neulich schnell und unkompliziert eine vegetarische Tarte für meine Kollegen backen, um ihnen den Montagmorgen zu verschönern (und als Dankeschön für das obligatorische Geburtstagsständchen).

Schnell. Unkompliziert. Vegetarisch. Damit kann ich arbeiten. Also, mittlerweile.

Am Rand muss ich noch etwas arbeiten. Der ist gebröselt. Aber sonst fand ich sie ganz hübsch:

Tarte_veg

Der Mürbeteig für den Boden ist schnell gemacht aus Butter, Mehl, Ei und etwas Salz. Das Rezept findet Ihr hier.

Für den Belag habe ich verwendet:

etwa 200 gr TK-Spinat (auftauen lassen und ausdrücken)

80 gr geriebener Parmesan

100 gr Ziegenkäse von der Rolle

2 EL Creme Fraiche

3 Eier

Muskatnuss, gerieben

Salz

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Wenn der Mürbeteig auskühlt, alle Zutaten in einer Schüssel sehr gut miteinander vermischen. Währendessen den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Masse auf den ausgekühlten Boden geben und glatt streichen. Auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen.

Die Tarte schmeckt lauwarm oder auch am nächsten Morgen kalt. Sie war zumindest ratzfatz aufgegessen! :)

Und jetzt alle: “I LOVE VEGGIE TARTE” *sing*

Ganzen Post lesen »

Ich gebe mich ungern geschlagen. Und ich liebe es, wenn ich meinen Dickkopf durchsetze. Deswegen habe ich in den letzten acht Jahren 58.400 Zigaretten nicht geraucht. Friss das, Zigarettenindustrie! Der gestrige 6. März ist mein Jahrestag der Willensstärke!

Wenn ich mir etwas vornehme, will ich es auch schaffen. Ob bei der Suchtbekämpfung oder beim Laufen. Auch beim Kochen habe ich in den letzten Jahren viel dazugelernt und selten eine Herausforderung gescheut. Doch trotz mehrerer Anläufe bin ich immer noch kein Back-Fan. Backen ist – im Gegensatz zum Kochen – für mich immer noch so etwas wie eine Strafarbeit.

Nur: Ich WILL einfach backen können und probiere es immer wieder aus. (Mehr oder weniger geglückte Versuche findet Ihr hier. )

Deshalb ist 2013 mein Brotback-Jahr!

Das liegt nur teilweise an meinem Dickkopf. Schuld sind vielmehr die zahlreichen aber dafür wenig überzeugenden Bäcker in meinem Umfeld: Die Brötchen schmecken nach aufgebackenem Styropor, das Brot ist innen knatschig oder komplett geschmacklos. Andere Bäcker streuen auf alles Körnermischungen drüber und verkaufen das Ergebnis dann als Wellnessbrot. Plötzlich gibt es überall Kaiser-Wilhelm- oder König-Ludwig-Brot, das in jedem Laden gleich schmeckt. Backmischungen?

Dabei ist Brotbacken eine der ältesten Kulturleistungen der Menschheit und braucht wenig mehr als Mehl, Wasser und Hefe. Deutschland ist zudem berühmt für seine zahllosen Brotsorten. Meine Schwester, die in England lebt, freut sich wie ein Schnitzel über die German Bakery in ihrer Stadt. Brot ernährt. Es hatte aber auch immer etwas Politisches, gerade weil es so existenziell war – von Panem et Circenses im alten Rom bis zum fälschlicherweise Marie-Antoinette zugeschriebenen Zitat “Sie haben kein Brot? Sollen sie doch Kuchen essen!”.

Ich habe allerdings durchaus Verständnis dafür, dass ordentliches Handwerk ordentlich bezahlt und wertgeschätzt werden muss. Und dass junge Leute eine Ausbildung zu einem Beruf scheuen, bei dem man sein Leben lang um 3 Uhr morgens aufstehen muss. Was bleibt also übrig, wenn ich die Schnauze voll habe von Bäckern, die Teiglinge auftauen und sie als Bauernbrot wie zu Omas Zeiten verkaufen?

Ich. backe. selber.

Dabei hilft mir ein wirklich gelungenes Buch, das ich kürzlich bei GU entdeckt habe: “Brot” von Bernd Armbrust.

Brot

Was mich begeistert, sind die wirklich Anfänger-geeigneten Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die Basis-Rezepte und die guten Erklärungen zum richtigen Umgang mit Sauerteig und Hefeteig. Dazu gibt’s viele Tipps vom Bäckermeister. Es ist wohl das erste Brot-Back-Buch, das mir Backlegastheniker Mut und Lust macht zu backen.

Natürlich fange ich klein an. Mit einem Rezept, das mir ziemlich idiotensicher vorkommt: Münsterländer Bauernstuten, einem hellen Sauerteigbrot, das sich prima als Frühstücks- oder Abendbrot eignet.

Das Rezept von Bernd Armbrust geht von 2 Laiben aus. Das ist mir aber zu viel für 2 Personen. Lieber will ich wieder frisch backen als etwas trocken werden zu lassen. Ich habe die Menge also halbiert und etwas mehr Salz an das Rezept gegeben.

Für einen Laib benötigt Ihr folgende Zutaten:

1/4 Würfel Hefe

250 ml Buttermilch

38 g flüssiger Natursauerteig (1/2 Beutel von Seitenbacher Natursauerteig oder abgemessen von eigenem Ansatz)

150 gr Weizenmehl (Type 550)

100 gr Roggenmehl (Type 1150, ich hatte 950)

2 TL Salz (statt 1,5)

Mehl zum Arbeiten

Zubehör:

Statt auf Backpapier habe ich den Pizzastein verwendet.

Eine Teigkarte erweist gute Dienste, um den Teig aus der Schüssel zu bekommen, da er sehr feucht ist.

Eine Küchenmaschine mit Knethaken hilft ebenfalls. Es geht aber auch mit den Händen.

So geht die Zubereitung:

Die Buttermilch war aus dem Kühlschrank. Deshalb habe ich sie vorsichtig in einem Topf lauwarm erwärmt. Ich zerbrösele Hefe und gebe sie ebenso wie den Sauerteig in die Buttermilch. Die Mischung kommt in die Schüssel der Küchenmaschine. Dazu dann beide Mehle. Zum Schluss salze ich die Mischung. Jetzt schalte ich die Küchenmaschine ein und lasse den Teig 4 min langsam, danach 4 min schnell kneten. Den Teig schabe ich aus der Schüssel lasse ihn auf der bemehlten Arbeitsplatte etwa eine halbe Stunde gehen. Dazu den Teig mehlen und mit einem Küchentuch abdecken (ungemehlt klebt das Tuch an).

Anders als im Buch habe ich nur ein Teigstück, da ich ja nur einen Laib backen will. Die Arbeitsfläche mehle ich ausreichend. Das Teigstück drücke ich mit den Handballen flach, schlage die Seitenränder ein und drücke den Teig wieder flach. Das geht mehrfach so weiter – man nennt den Vorgang “rund wirken”. Zum Schluss ist der Teig auf der Unterseite schön glatt, oben hat er “Nahtstellen” vom Falten. Jetzt drehe ich den Teigklops um, so dass der “Teigschluss” unten liegt, und lasse den Teig wieder 15 min zugedeckt gehen.

Der Teig sollte jetzt schon deutlich aufgegangen sein. Erneut drehe ich den Klops, so dass der Teigschluss, die Nahtstellen vom Falten, jetzt oben sind. Auf der bemehlten Fläche lasse ich ihn noch mal ruhen – zugedeckt für weitere 10 min.

Währendessen heize ich schon mal den Backofen inklusive Pizzastein auf 210 Grad auf. Außerdem gebe ich auf einem Backblech etwas Wasser in den Ofen, damit die Hitze schön feucht wird und das Brot Kruste erhält.

Den gegangenen, gut eingemehlten Teig gebe ich jetzt mit dem Teigschluss nach oben auf den Pizzastein. Nach 5 min schalte ich auf 200 Grad runter und lasse das Brot noch 30 min backen.

Da der Teigschluss oben liegt, bricht das Brot schön auf und sieht herrlich rustikal aus.

Nach dem Backen unbedingt gut auskühlen lassen. Danach schmeckt es himmlisch mit Butter und einer Scheibe Käse. Dazu passt ein kaltes Bier (natürlich nicht zum Frühstück!).

Die Krume ist fluffig, die Kruste knusprig und der Geschmack herrlich Sauerteig-artig. Ein sehr schönes Alltagsbrot, das ich sicherlich öfter machen werde.

Als nächstes stehen aber Altbier-Röggelchen (für den Düsseldorfer im Haushalt, den bEdW!) und ein einfaches Vollkornbrot, das sich gut aufheben lässt, auf dem Zettel.

Ich freue mich auf das Brotback-Jahr 2013!

Außerdem bin ich Läufer geworden. Von gehechelten 2 min laufen-2 min gehen-Intervallen mit dem dringenden Bedürfnis nach einem Sauerstoffzelt bis zum Halbmarathon mit leichter Liebäugelei Richtung Marathon. Friss das, Schweinehund!

Ganzen Post lesen »

So geht das bei mir manchmal: Kühlschrank auf. Kurzes “Reste”-Screening. Kühlschrank zu. Stirn an die Kühlschranktür knallen. Tief durchatmen. Kühlschrank auf. Tarte backen.

Herzhafte Mürbeteig-Kuchen – elegant Tarte genannt – sind eine super Möglichkeit, um “Reste” zu einer schmackhaften Mahlzeit zu verwandeln. (Reste kommen bei mir immer in Anführungsstrichen, weil Lebensmittel für mich kein Überbleibsel sind. Aber manchmal ist nur noch so wenig übrig, dass man einfach kein anderes Wort findet als “Reste”. Makes sense?)

Ein Mürbeteig ist unkompliziert, schnell gemacht und gelingt sogar mir mittlerweile blind. Eine gelingsichere Beschreibung findet Ihr hier.

Für den Belag bzw. die Füllung könnt Ihr kreativ werden und all das verwenden, was einzeln nicht mehr viel hergibt, aber in der Zusammenstellung mit Eiern, Frischkäse und Parmesan einfach herrlich nach Urlaub schmeckt.

Bei uns gab es diesmal eine Tarte mit Hühnchen, Paprika und Ziegenfrischkäse – dazu einen frischen bunten Salat:

Im Kühlschrank fanden sich folgende Zutaten, die eine herrliche Tarte ergaben:

1 Hühnerbrust

1/2 Glas geröstete, eingelegte Paprika (alternativ legt Ihr eine rote Paprikaschote unter den Grill, schält die Paprika und entkernt sie)

50 gr Ziegenfrischkäse (z.B. von Buko)

50 gr geriebener Parmesan

1 EL Feta, gehackt

3 Eier

3 getrocknete Tomaten, fein gehackt

2 Zweige Thymian, Blättchen abgezupft

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

1 TL Meersalz

1/2 TL Paprika edelsüß

1 TL Olivenöl

So geht der Belag:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Hühnchenfleisch würfeln, mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß einreiben und in einer Pfanne gar braten. Abkühlen lassen. Währendessen: Röstpaprika abtropfen lassen und im Blender mit allem außer Parmesan und Eiern vermixen. Die Eier mit einer Gabel gut verquirlen und in einer Schüssel mit der Masse aus dem Mixer vermischen. Parmesan unterheben. Hühnchenfleisch dazu geben. Alles auf dem abgekühlten Mürbeteigboden gut verteilen und bei 200 Grad ca. 25 min backen. Gut abkühlen lassen und anschließend mit einem frischen Salat servieren.

Schmeckt am nächsten Tag auch kalt oder kann Stück für Stück in einer beschichteten Pfanne bei niedriger Hitze aufgewärmt werden.

Und was macht Ihr mit “Resten”?

Ganzen Post lesen »

Manchmal wache ich schweißgebadet nachts auf und fürchte, dass Gruner + Jahr die Website ihres Magazins Brigitte abgeschaltet haben könnte.

Nicht, dass ich dort ständig vorbeisurfen würde. Ich habe sogar nach vielen Jahren mein Abo gekündigt, da sich die Stories, Rezepte und Einrichtungstipps doch schrecklich wiederholen… Aber es gibt da dieses eine Rezept, das bitte NIEMALS offline gehen darf.

Ich habe den Link dazu selbst hier schon mal verbloggt. Das Original findet Ihr (noch!!!) auf der Brigitte-Website.

Natürlich habe ich es mir auch ausgedruckt. Aber Zettel können verbrennen, sich in Wasser auflösen, gestohlen werden, hinter die Heizung rutschen oder einfach verschwinden!

Und jetzt kommt mir nicht mit “Merk’ es Dir doch einfach!”. Ich bin froh, wenn ich überhaupt etwas Gescheites aus dem Backofen ziehe. Da merke ich mir nicht noch Backrezepte!

Deshalb – und weil meine kleine Fressseite mein persönliches Rezeptebuch ist – poste ich jetzt hier mein (minimal abgewandeltes) Rezept der phänomenalen, süchtig machenden, hervorragend zu Wein passenden würzigen Cookies mit Ras el Hanout. Danke, Brigitte!

Zutaten:

250 gr weihe Butter

2 Eier

375 gr Mehl (ich nehme Type 550)

1 TL Backpulver

2 TL Ras el Hanout

kräftige Prise frisch gemahlener Tellycherrypepper

1 gestrichenen TL Salz

90 gr geriebenen Parmesan

60 gr getrocknete Tomaten, sehr klein geschnitten (Update: Keinesfalls die in Öl eingelegten getrockneten Tomaten verwenden, sondern die ganz trockenen getrockneten!!)

120 gr milde Walnusskerne, grob gehackt

Blättchen von 6 Stengeln Thymian

So geht’s:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver, Ras el Hanout, Pfeffer, Salz und Parmesan vermischen. Die weiche Butter mit dem Handquirl aufschlagen und die Eier unterrühren. Mehl-Mischung unterrühren. Tomaten und Walnüsse sowie den Thymian in den Teig kneten.

Etwa eine Walnuss-große Menge Teig in den Händen kugeln und auf ein Backblech mit Backpapier setzen. Platt drücken und den nächsten Teigklumpen in einiger Entfernung daneben platzieren. Volles Blech auf mittlerer Hitze etwa 10 min backen. Die Kekse anschließend gut auskühlen lassen und in einem Glas oder in einer Keksdose aufheben.

Jetzt hoffe ich nur, dass WordPress niemals seine Website abschaltet. AAAAAAAAHHHHHHH!!!!!

Ganzen Post lesen »

Kleiner zitroniger Guglhupf

Draußen liegt Schnee, der Wind pfeift um die Dächer und ich bin immer noch nicht richtig fit. Außerdem ist der Frühling noch gaaaanz weit weg. Da muss ein bisschen Farbe herbeigekocht werden. Oder besser: gebacken!

Ich mag meine kleine Guglhupf-Form. Sie ist perfekt für uns zwei Nicht-so-Süße, die höchstens ein kleines Stückchen Kuchen zum Kaffee am Wochenende essen, aber weder Torten noch riesige Kastenkuchen jemals aufessen könnten.

Besonders gerne esse ich zudem Zitronenkuchen (das Rezept für die absolut zitronigste Variante findet Ihr hier). Die feine Säure belastet nicht so sehr wie Schoko- oder Nusskuchen. Perfekt passt mein zitroniger Guglhupf beispielsweise auch zu Tee, den ich momentan lieber trinke als Kaffee. Ein Darjeeling Second Flush oder ein Ceylon Tee etwa passen gut…

Und hübsch aussehen tut er doch auch, oder?

Zutaten für eine kleine (16cm) Guglhupf- oder Napfkuchen-Form:

125 gr weiche Bucher

120 gr Zucker

1 EL Vanillezucker

2 Eier (M)

1 EL Milch

eine Prise Salz

Abrieb von einer mittelgroßen Zitrone

125 gr Mehl (ich hatte noch 1050er im Haus)

30 gr Speisestärke

1 TL Backpulver

2 EL Zitronensaft

Für den Guss:

60 gr Puderzucker

Saft einer halben Zitrone

Zesten von einer ganzen Zitrone

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Backform mit etwas Butter einfetten. Die Butter mit dem Handquirl oder der Küchenmaschine schaumig schlagen, beide Zucker unterrühren. Dann Eier, Milch, eine Prise Salz und die Zitronenschale hinzugeben und alles gut vermischen. Dann Mehl, Stärke und Backpulver miteinander vermischen und Esslöffel-weise unterrühren. Zum Schluss noch den Zitronensaft unterrühren und alles noch mal gut miteinander vermischen. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und auf der mittleren Schiene etwa 45 min backen (mein Backofen ist etwas “langsamer” als andere. Vielleicht reichen bei Euch schon 35-40 min. In jedem Fall ist die Pieks-Probe mit einem Holzspießchen ratsam).

Nach der Backzeit den Kuchen herausnehmen und gut abkühlen lassen. Aus der Form kippen und aus Puderzucker und dem Zitronensaft einen Guss anrühren. Über den Kuchen geben und abschließend mit den Zesten garnieren.

Fertig ist ein kleiner, feiner und ganz unkomplizierter Zitronenkuchen, der sich – mit Alufolie bedeckt – auch einige Tage frisch hält.

Ganzen Post lesen »

Ältere Artikel »

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 115 Followern an

%d Bloggern gefällt das: