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Archive for the ‘Backen’ Category

Boah, jetzt sind wir schon ziemlich satt bei unserem festlichen Menü. Nach dem herbstlichen Carpaccio mit Pilzen, der vielseitigen Kartoffelsuppe und der phantastischen gegrillten Hochrippe werden schon die ersten Hosenknöpfe aufgemacht, ein Espresso geordert oder ein Schnäpschen getrunken. Wärme, Genuss und Rotwein sorgen für diese leicht angeschickerte Trägheit, die so typisch ist für Feiertage. Da stapeln sich die Teller schon in der Küche, die Weingläser sehen aus wie Hund, die Luft ist zum Schneiden und wer sich richtig wohl fühlt, legt sich schon mal auf die Couch oder macht es sich im Sessel bequem…

Wer will da schon ein Dessert? Ich bin kein großer Nachtischesser. Noch weniger gut bin ich in der Zubereitung. Ein paar schnelle Ideen gefällig? Ein Ingwer-Trifle mit Waldbeeren lässt sich super vorbereiten und hilft beim Verdauen! Und das besoffene Eichhörnchen passt zu unserem eigenen Alkoholpegel zu diesem Zeitpunkt des Menüs!

Manchmal reiche ich zum Kaffee nach einem reichhaltigen Mahl auch einfach ein paar hübsche Pralinen aus unserem Lieblingsschokoladenladen Xocoatl.

Oder Käse! Käse geht immer! Dafür würde ich sogar glatt ein bisschen Zurückhaltung üben beim Hauptgang. Denn zum Käse gibt es noch herzhaftes Shortbread und eine fruchtig-süße Zwiebelmarmelade:

Processed with Rookie

Das Shortbread kann man immer im Haus haben. Das ist eine prima Zwischenmahlzeit oder kann zum Aperitif serviert werden. Keine Not also, die Cracker am Tag des Menüs zu backen! Sie schmecken eh besser, wenn sie etwas durchgezogen sind.

Die Zwiebelmarmelade ist wieder eine Idee aus Lust auf Genuss (Ausgabe 11/2014) und hält in einem Schraubglas mehrere Wochen. Sie kann also auch vorbereitet werden. Damit ist der Käseteller in nullkommanix angerichtet.

Die Zwiebelmarmelade in meiner Variante reicht für 3 Schraubgläser a 300ml:

2 große rote Zwiebeln, geschält und fein gewürfelt

1 rote Chili, fein gehackt

200 ml Rotwein

4 EL Rotweinessig

80 gr Gelierzucker

Salz und Pfeffer

1 EL Olivenöl

Zubereitungszeit: 30min (ohne Zeit zum Gelieren/Auskühlen)

Zubehör: ein großer Topf, mehrere Schraubgläser

So geht’s:

Öl in einem Topf erwärmen. Zwiebeln und Chili darin glasig dünsten bei mittlerer Hitze. Mit dem Wein und dem Essig ablöschen. Mehrere Minuten unter Rühren köcheln lassen. Gelierzucker hinzugeben und etwa zehn Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Marmelade heiß in die Schraubgläser füllen, verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und beispielsweise zu Käse (Manchego, alter Gouda, Roquefort…), Mettbrötchen oder kaltem Braten servieren!

So, Ihr Lieben! Das war mein festliches Menü 2014 für die kommenden Herbst- und Winterfeiertage. Ich hoffe, es hat Euch gefallen!

Ihr seid noch auf der Suche nach weiteren Ideen? 

Dann schaut doch mal meinen Vorschlag für ein exotisches Weihnachtsmenü an: von Singapore Sling über Tom Kha Gung bis Kaeng Phanaeng Neua!

Oder lieber ein Weihnachtsmenü leicht und gut vorzubereiten? Dann schaut einfach mal hier. Negroni, Barnüsschen, indischer Rote Bete Salat, scharfe Linsensuppe, Lammlachse und ein saftiger Zitronenkuchen. Alles ohne Stress!

Ich wünsche Euch eine genussvolle, entspannte Feiertagszeit!

KüchenAtlas-Blogparade: Festliches Menü

 

 

 

 

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Der September war schon als Kind einer meiner Lieblingsmonate: Wir sind durch die Felder gestreift und haben  Pflaumen und Äpfel geklaut gepflückt, die Luft war noch warm, die Tage lang genug, um bis zum Abendessen draußen sein zu können und das neue Schuljahr war noch jung genug, um noch keinen Schrecken zu haben.

Ach, September. Auch heute liebe ich Dich noch! Warum? Erich Kästner hat es in seinem Gedicht “September” so herrlich zusammengefasst:

“(…) Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld. (…)”

September heißt für mich: Zwetschgen Pflaumen Quetschekuchen! Was es mit dem besten Pflaumenkuchen der Welt auf sich hat und warum die Rechnung heißt “Oma: 3750 vs. Julia: 10″ lest Ihr hier.

Aber was wäre ein Klassiker, wenn man ihn nicht ab und an abwandeln würde?

Deshalb gab es ihn zur Feier der Pflaumen-, Kastanien- und Apfelsaison bei herrlichstem Spätsommerwetter mit gehackten Mandeln und Whisky-Sahne:

Processed with Rookie

Den Pflaumenkuchen habe ich wie immer gebacken (Rezept hier) und etwa 10 min vor Schluss einige grob gehackte Mandeln auf den Kuchen gegeben.

Für die Whisky-Sahne etwa 200ml Sahne, 1TL Puderzucker, 1 Prise Salz und 1cl Whisky mit dem Handquirl steif schlagen.

Am besten die Sahne zum noch lauwarmen Kuchen servieren!

Lauwarmer Pflaumenkuchen vom Blech, serviert in der Wohnküche meiner Oma, dazu Kaffee aus dem Blümchengeschirr – das ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen.

Und nach denen fragte Sandra From Snugg’s Kitchen in ihrem Blog-Event “Kindheitserinnerungen”. Danke, Sandra, für den “Reminder”! Ich freue mich schon auf die Zusammenfassung des Events. Denn ich lese für mein Leben gern über Essen aus Kindertagen, das viele Foodblogger erst zum Kochen und Genießen (und Bloggen) gebracht hat! (So kam auch mein Kartoffelsalat-Event zustande!)

Kindheitserinnerungen

 

 

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Wer wie ich in einer Stadt zur Schule ging, deren Bevölkerung zu einem Fünftel aus Menschen mit Migrationshintergrund bestand (und besteht) und von denen wiederum die Mehrheit aus der Türkei stammt(e), der käme im Leben nicht auf die Idee, “Türkische Pizza” zu sagen, wenn er Lahmacun meint. Oder “Schiffchen” statt Pide, “Blätterteig-Zigarren” statt Börek. Meine Münchner Kollegen waren jedenfalls immer sehr beeindruckt, wenn ich in der Mittagspause beim Döner-Laden mein Mittagessen fließend bestellen konnte, ohne auf komische deutsche Bezeichnungen zurückzugreifen. Eine Jugend in Rhein-Main erweitert eben den Horizont!

Wie habe ich meine türkischstämmige Mitschülerin A. beneidet, weil sie auf Schulausflügen Lachmacun statt Salamibrot in der Brotdose dabei hatte. Hausgemacht, natürlich! Schade, dass ich damals noch keinen Gedanken daran verschwendete, mit das Rezept von ihrer Mutter geben zu lassen. Aber Foodblogs gab es in den Achtzigern halt noch nicht…

Jetzt wohne ich glücklicherweise wieder in einer Stadt mit sehr lebendiger türkischer (Gastro-)Kultur. Einer der besten Döner-Läden ist nur wenige Meter von unserer Haustür entfernt; die Straße mit türkischen Fisch- und Gemüseläden, Bäckereien, Restaurants und Supermärkten liegt direkt dahinter. Deswegen bekomme ich hier auch ohne Probleme all die feinen Zutaten, die es für köstliche Böreks braucht! Da wir von unserem Silvester-Buffet, an dem es auch Börek gab, noch Yufka-Teig-Blätter übrig hatten, habe ich mal geschaut, was das Gefrierfach sonst noch so hergibt.

Entstanden sind saftig-knusprige Börek mit einer Hackfleisch-Spinat-Füllung:

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Ich hatte noch 16 Yufka-Teigblätter für 8 Börek übrig. Dazu hatte ich folgende Zutaten im Vorratsschrank:

16 Yufka-Teig-Blätter

1 Ei

2 EL Naturjoghurt

2 EL Milch

1 EL Öl

250 gr Rinderhackfleisch (Lamm geht natürlich auch)

4 EL gehackter TK-Spinat

4 EL gehackte Petersilie

1 Knoblauchzehe, gequetscht

1 Schalotte, fein gehackt

50 gr Feta, gebröckelt

1 EL Harissa

1 EL Olivenöl

Salz

schwarzer Pfeffer

1 EL Ras el Hanout

schwarzer und weißer Sesam

Zubehör: Backblech und ein Bogen Backpapier, Backpinsel

Zubereitungszeit: 20 min Vorbereitung, 20 min backen

So geht’s:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Aus dem Ei, Joghurt, dem Öl und der Milch eine Sauce anrühren, beiseite stellen. Schalotte und Knoblauch fein hacken. In etwas Öl anbraten. Ras el Hanout und Harissa anrösten. Hackfleisch darin anbraten. Spinat und Petersilie waschen und sehr fein hacken und ebenfalls kurz andünsten. Die Mischung dann in eine Schüssel geben und mit zerkrümeltem Feta vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und gut miteinander vermischen. Jetzt die Yufka-Teigblätter aus der Packung nehmen. Je ein Blatt mit der Spitze zu Dir auf die Arbeitsfläche legen und mit der Ei-Milch-Sauce bestreichen. Ein zweites Blatt passend darauflegen. Etwa einen gehäuften EL der Hackfleischmasse auf die breite Seite des Dreiecks verteilen. Oben und an den Seiten etwas Platz lassen. Jetzt von oben in Deine Richtung einmal einschlagen und die beiden Ecken ebenfalls einschlagen. Diese Wurst dann in Deine Richtung einrollen, bis das Teigblatt komplett aufgewickelt ist. Jetzt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und zum Schluss mit der Ei-Milch-Sauce bestreichen, den Sesam draufstreuen.

Wenn alle Börek gerollt sind, etwa 20 min im Backofen backen und gegen Ende noch mal den Grill einschlaten, damit die Röllchen schön knusprig werden. Sie lassen sich super vorbereiten und schmecken am nächsten Tag fast noch besser!

Wie das aber so ist mit Reste-Essen: Ich hatte zu wenig Yufka-Teig-Blätter und zu viel Füllung. Es waren also wieder Reste übrig. Was tun? Einfach (!) einen Pide-Teig aus der Hüfte schütteln und bewusst nur mit dem arbeiten, was im Vorratsschrank ist. Funktioniert sogar bei Teig-Legasthenikern wie mir!

Processed with Rookie

Für 2 Pide habe ich folgenden Teig zusammengerührt:

20 gr Butter

Weizenmehl

Rest der Ei-Joghut-Milch-Öl-Sauce

Salz

Ich habe von allem so viel genommen, dass ein geschmeidiger Teig entstand. Mengenangaben kann ich beim besten Willen nicht geben. Ist der Teig zu trocken, gebt noch etwas Milch oder Joghurt an den Teig. Ist er zu nass, einfach noch etwas Mehl nehmen.

Jetzt den Teig ausrollen zu zwei etwa kreisrunden Teigplatten. Den Rand so hochziehen oder aufrollen, dass ein “Schiffchen” entsteht, so wie auf dem Foto. Mit der Hackfleischmasse befüllen, den Rand noch mit etwas von der Ei-Mischung bestreichen und etwa 20 Minuten backen.

Frisch aus dem Backofen war das Pide saftig und köstlich. Als es kalt war, war mir der Teig etwas zu fest. Aber, hey, es war mein erster Freestyle-Teig EVER! Und all das ohne Einkaufen! Wer authentische türkische Kochrezepte sucht, sollte unbedingt die phantastische Seite Koch dich türkisch! bookmarken. Hier läuft einem schon beim Surfen das Wasser im Mund zusammen!

Weil sich Börek und Pide wunderbar vorbereiten und mitnehmen lassen, sind beide mein Beitrag zum Event “Lust auf Picknick” von Stephanie von Meine Küchenschlacht.

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In meiner Rubrik “Biergarten” findet Ihr übrigens noch viele weitere Rezepte, die sich gut vorbereiten und mit zum Picknick oder Biergarten-Besuch nehmen lassen! (Dazu einfach rechts in der Tag-Cloud auf den Begriff “Biergarten” klicken!)

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Die englische Teekultur ist ja etwas unübersichtlich. Was wir manchmal als 5-Uhr-Tee bezeichnen, ist der eigentliche Afternoon oder Low Tea. Es gibt hierzu natürlich Tee, leichte Sandwiches und Scones. Der Light Tea besteht einfach nur aus Scones und Tee. Dagegen wird der Cream Tea nicht nur mit Scones sondern auch mit Clotted Cream und Erdbeerkonfitüre serviert. Zum Royal Tea werden außerdem noch Sherry oder Champagner serviert. Und der High Tea? Der ist wiederum Gästen und hohem Besuch vorbehalten. Ihn nimmt man häufig auch später ein und macht ihn so zu einer Mischung aus Tee und Abendbrot. Hier stehen dann klassischerweise auch herzhafte kalte Speisen wie Bratenaufschnitt, Salate oder auch Kuchen auf dem Esstisch. Wird Zeit, dass sich das German Abendbrot mit dieser britischen Variante des Abendbrots mal beschäftigt!

Ein ideales Gebäck für einen High Tea, mit dem Ihr Euche Gäste nicht nur beeindrucken sondern auch satt machen könnt, sind meine Zitronen Cookies mit Thymian:

Processed with Rookie

Auf die Idee kam ich durch ein Rezept im Sweet Paul Magazine. Allerdings habe ich es nach meinem Geschmack abgewandelt. Here we go:

Zutaten für 12 große Cookies:

Für den Teig:

100 gr weiche Butter

180 gr braunen Zucker

2 Eigelb (Eier Größe M)

1/2 TL Backpulver

240 gr Weizenmehl

1/4 TL weißer Pfeffer

eine kräftige Prise Salz

1 EL Thymianblättchen oder Zitronenthymian

Zesten von 1 Zitrone

Für den Sirup:

Saft einer mittelgroßen Zitrone (etwa 60 ml)

50 gr weißer Zucker

Für die Glasur:

200 gr Puderzucker

Saft einer halben Zitrone (etwa 30 ml)

Zubehör: Kleiner Topf, Backblech, Backpapier, Küchenmaschine oder Handmixer, Rührschüssel, Eiskugelportionierer

Zubereitungszeit: 45 min (davon ca 15 min Backzeit)

So geht’s:

Für den Sirup den Zitronensaft und den Zucker miteinander mischen und aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Backofen auf 190 Grad vorheizen. Backpapier auf das Backblech legen. Butter und braunen Zucker in der Küchenmaschine für etwa 2 min gut vermischen. Eigelb hinzugeben und ebenfalls sehr gut vermischen. Sirup zufügen und gut untermischen. Mehl, Thymian, Zitronenzesten, Pfeffer, Salz und Backpulver vermischen und zu der Teigmasse hinzugeben. Alles noch mal gut eine halbe Minute vermischen.

Den Eisportionierer mit kaltem Wasser abspülen und Kugeln aus dem Teig stechen. Jede Kugel auf dem Backpapier absetzen – mit ausreichend Abstand zueinander! Leicht flach drücken und auf mittlerer Schiene in den Backofen schieben. Für 12-15 Minuten (je nach Dicke der Cookies) backen.

Gut abkühlen lassen. Puderzucker und Zitronensaft vermischen und die Cookies damit beträufeln oder mit einem Pinsel einstreichen. Glasur fest werden lassen.

So sieht es übrigens aus, wenn ich backe. Leicht unorganisiert, irgendwie…

Backen

In einem Keksglas halten die saftigen Kekse wochenlang (in der Theorie!).

Mit einer Tasse kräftigen Assam-Tees, der mit etwas Milch oder Sahne serviert wird, sind die sauer-süßen Kekse die idealen Begleiter zum High Tea!

 

 

 

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Belegte Brote sind mein Ding! Deshalb habe ich Euch auch das Buch “100 Butterbrote” hier ausführlich vorgestellt.

Wie versprochen wollte ich auch noch eines der Brotback-Rezepte ausprobieren, um zu testen, ob das Buch hält, was es verspricht. Denn die Rezepte klingen extrem einfach – ohne Brühstück, kalte Teigführung, Stockgare oder sonstige Fachbegriffe, die mich als Backlegastheniker immer eher verwirren als ermutigen.

Voila, das Sandwichtoastbrot:

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Ich habe am Rezept lediglich das Verhältnis von Zucker zu Salz etwas geändert, da ich mein Toast nicht so süßlich mag. Aber ansonsten habe ich mich zum korrekten Ausprobieren natürlich genau an das Rezept gehalten. (Original in Klammern in kursiv)

Für eine herkömmliche 26-cm-Kastenform benötigt Ihr folgende Zutaten:

125 ml lauwarmes Wasser

125 ml lauwarme Milch

1 Päckchen Trockenhefe

480 gr Weizenmehl

1 TL Zucker (2 EL)

1 EL Salz (1 TL)

55 gr weiche Butter

1/2 Messerspitze Backpulver (nicht im Original)

etwas Butter zum Fetten der Form

etwas Mehl zum Arbeiten

Zubehör: 26 cm Kastenform, Teigschüssel, Geschirrtuch

Zubereitungszeit: 30 min reine Zubereitung, 2 x 60 min zum Gehen, 35 min backen

So geht’s:

Wasser und Milch mischen und – falls die Milch aus dem Kühlschrank kommt – kurz auf lauwarme Temperatur erwärmen. Die Trockenhefe darin auflösen und quellen lassen.

Mehl mit dem Backpulver vermischen, in die Schüssel geben und eine kleine Mulde hineindrücken. Nun das Wasser-Mehl-Hefe-Gemisch in die Mitte geben und mit der Hand vom Rand weg immer etwas Mehl darunter kneten. Währendessen die Butter hinzugeben, salzen und zuckern. Sämtliche Zutaten so lange verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist und dann den Teig noch mal auf der leicht gemehlten Arbeitsplatte für einige Minuten kneten, um Luft an den Teig zu bringen.

Nun die Schüssel leicht mehlen, den Teig hineinsetzen und mit einem Geschirrtuch bedecken. Am besten im Backofen bei angeschaltetem Licht (ohne Temperatur!) eine Stunde gehen lassen.

Dann kurz zusammenschlagen, etwas kneten. Die Backform fetten und den Teig hineingeben. Teig so verteilen, dass er gleichmäßig in der Form sitzt.

Noch mal zudecken und eine weitere Stunde gehen lassen. Jetzt allerdings an einem anderen, nicht zugigen Ort, denn gegen ende der Gehzeit muss der Backofen auf 180 Grad vorgeheizt werden.

Das Brot nun bei 180 Grad etwa 35 Minuten backen. Gegen Ende kann noch mal die Grillfunktion zugeschaltet werden, falls das Brot nicht von selbst schon eine leichte Bräune hat wie dieses hier:

Sandwichtoast

Mein Fazit: Das Rezept ist übersichtlich und leicht nachbackbar. Einen Hinweis auf die Größe der Kastenform hätte ich mir gewünscht. Das gehört eigentlich dazu beim Backen. Oder bin nur ich da so unerfahren? Meine Messerspitze Backpulver wäre vermutlich nicht nötig gewesen, da der Teig sehr gut aufging und das Brot schön fluffig war.

Allerdings sieht es nicht aus wie industrielles Toastbrot, sondern eher wie ein Hefekuchen. Deshalb kann man – oder konnte ich bei meinem Brot! – auch keine dünnen Scheiben schneiden, weil die zerbröselt wären. (Etwas Olivenöl wie bei diesem Focaccia-Rezept hätte dem Teig vermutlich gut getan). Aber das tat dem wirklich guten Geschmack keinen Abbruch. Und haltbar war das Brot auch mehrere Tage (in ein Handtuch gewickelt und auf den Anschnitt gestellt).

Was mich allerdings nervt, ist, dass im Buch ziemlich eindeutig industrielles Toastbrot bei den Sandwich-Rezepten und auch beim Brot-Rezept selbst fotografiert wurde (Ihr erkennt das an den Rillen auf der Oberseite und der Form mit den “Öhrchen” an den Seiten!). Hatte hier die Autorin kein Vertrauen in ihre eigenen Rezepte? Oder keine Lust zum Backen? Jedenfalls war ich schon etwas sauer verwirrt, dass das Toastbrot nicht wirklich ein weiches Sandwichbrot ergeben hat, wie man es aus dem Supermarktregal kennt. Die Fotos suggerierten hier jedenfalls etwas anderes…

Trotzdem werde ich noch ein weiteres Brot aus dem Buch ausprobieren, da das Rezept insgesamt funktioniert hat und auch für Anfänger geeignet war.

 

 

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Wer wie ich häufig mit Engländern zu tun hat, wird immer wieder gerne auf die Episode “The Germans” aus der genialen 70er-Jahre-Serie “Fawlty Towers” mit Ex-Monty-Python John Cleese angesprochen. Der Hotel-Direktor Basil Fawlty erwartet darin Gäste aus Deutschland und schärft seiner Belegschaft ein “Don’t mention the War!!”. Allerdings ist im Verlauf der Folge ER derjenige, der permanent – in seinem Bemühen möglichst unkrampfig auf den einstigen Feind treffen zu wollen – alles nur noch schlimmer macht.

Die lieben Kollegen finden die Folge ebenso witzig wie ich. Und wenn es dann über einem Pint zu vorgerückter Stunde heißt “Don’t mention the War!!“, kontere ich nur: “I don’t mind if you mention the War. But NEVER mention Wembley ’66!

Denn nichts regt die fußballverückte Nachkriegsgeneration mehr auf, als das Tor im Endspiel der Fußball-WM 1966, das fälschlicherweise für England gegeben wurde, im legendären Wembley-Stadium. Und kein Bild könnte die Niederlage besser ausdrücken als jenes ebenfalls legendär gewordene Foto von “Uns Uwe” Seeler, der mit hängenden Schultern das Spielfeld verlässt.

Spiele gegen England sind deshalb immer etwas Besonderes. Auch, weil die deutsche Mannschaft gerne mal im Elfmeterschießen den Sack zu macht. Oder wie der englische Nationalspieler Gary Lineker es treffend auf den Punkt brachte: “Football is a simple game; 22 men chase a ball for 90 minutes and at the end, the Germans win.

Es ist also ein bisschen eine Hass-Liebe, die beide Mannschaften miteinander verbindet. Weshalb ich auch sehr gerne für Peters WM-Event “Kick aus fernen Töpfen” etwas typisch Englisches koche bzw. backe:

Herzhaftes Shortbread mit Cheddar und Rosmarin!

Shortbread

Da lässt sogar das Fußballmännchen den Ball links liegen. Höhö.

Das würzige Mürbegebäck lässt sich prima vorbereiten, ist schnell gemacht, hält sich einige Tage und ist ein super Snack zum Bier.

Zutaten für etwa 22 Shortbreads:

60 gr geriebenen Cheddar

250 gr Weizenmehl

125 gr weiche Butter

1 TL Salz

1 Prise Zucker

1 Prise Kurkuma

2 gestrichene EL fein gehacktes frisches Rosmarin

1/2 TL scharfes Paprikapulver

1 Messerspitze Stärkepulver

Zubereitungszeit: 30 min plus 15 min Backzeit

Zubehör: Küchenmaschine oder Handmixer, Backpapier, Frischhaltefolie

So geht’s:

Weiche Butter, Salz und Zucker mit dem Handmixer verrühren. Alle übrigen Zutaten hinzugeben und mit den Händen gut vermischen und zu einem Klumpen formen. Dann ein Stück Frischhaltefolie glatt auslegen, den Teig daraufgeben und mittels der Frischhaltefolie den Klumpen zu einer Wurst rollen mit ca. 10 cm Durchmesser – oder wie groß Ihr das Shortbread eben haben möchtet…

Die Teigwurst dann in den Gefrierschrank legen, Backofen auf 180 Grad vorheizen, Backpapier auf ein Blech legen.

Jetzt die Teigwurst aus dem Tiefkühler nehmen, ein Drittel abschneiden und den Rest wieder kühl legen.

Aus dem Teig-Drittel etwa 1/2 cm dicke Scheiben abschneiden, etwas rund formen an den Seiten und nach und nach auf das Backblech legen – mit ausreichend Abstand!

Das wiederholt Ihr jetzt auch mit dem 2. und 3. Drittel der Teigwurst, bis der gesamte Teig aufgebraucht ist. Eventuell benötigt Ihr ein 2. Blech oder müsst in Etappen backen.

Jetzt die Shortbreads in den Backofen schieben und etwa 15 min backen. Gut auskühlen lassen und anschließend in einem Schraubglas oder einer Keksdose aufbewahren.

So steht der englisch-deutschen Fußballvölkerverständigung nichts mehr im Wege. Zumindest bis zum nächsten Elfmeterschießen. Sorry, guys!

Blogevent zur Fußball-WM 2014 - Wir kochen uns um die Welt

 

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Kennt Ihr “Alice in Wonderland” von Lewis Carroll?

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Ich gebe ja zu: Wenn ich an “Alice im Wunderland” denke, sehe ich zuerst mal mich vorm Fernseher. Nicht lesend sondern – wie es sich für ein Kind der 70er gehört – vor dem TV. Ich sehe mich als kleines Mädchen, in einen roten Frottee-Bademantel mit blauem Saum und Kapuze gekuschelt, wie ich vor der Muppets-Show sitze. Es gibt nämlich eine Folge, in der die göttliche Brooke Shields mit den Muppets auftritt und eine Nummer als Alice im Wunderland aufführt. Kennt Ihr die Folge?

Damals dachte ich, Brooke Shields sei das vielleicht schönste Mädchen, das ich je gesehen hatte. (Eigentlich denke ich das heute immer noch.)

Außerdem hatte meine Schwester eine Schallplatten (!)-Version des Disney-Films von “Alice im Wunderland”. Und wir konnten uns stundenlang beömmeln über die lispelnde Aussprache der “faaalschen Suuuuuupenschildkröte”.

Später habe ich dann “Alice in Wonderland” auf Englisch gelesen und erstmals viele der merkwürdigen Wortspiele verstanden, wo doch die deutsche Übersetzung etwas holpert. Etwa, wenn die Maus erzählt, “der Schwanz meiner Geschichte ist ein sehr langer“. Die Verwechslung von “tale” (Geschichte) und “tail” (Schwanz) ergibt sich nur im Original. Oder die Raupe, die immer ein Ypsilon (englisch gesprochen “Why”) aus ihrer Opiumpfeife bläst… “To grin like a Cheshire Cat” ist ein Sprichwort, von dem die Cheshire Cat, die Grinsekatze, ihren Namen hat. Und nur, wer das Sprichwort “Mad as a March Hare“, verrückt wie ein März-Hase, kennt, versteht, warum der Hase bei Carroll im Mai nicht so verrückt ist wie im März. Hier ergibt die Übersetzung eigentlich überhaupt keinen Sinn mehr.  Es gibt unzählige weitere Beispiele.

Noch später besuchte ich die King’s Library im British Museum, wo unzählige Original Manuskripte liegen – von Mozart über Thomas Mann bis James Joyce. Und eben auch das Original, das Lewis Carroll seinerzeit von “Alice in Wonderland” angefertigt hat. Ein Faksimile einer Seite begleitet mich seitdem durch sämtliche Wohnungen:

Alice

Hier trifft Alice zum ersten Mal den Hasen auf seinem Weg zur Teeparty.

Am schönsten fand ich aber immer die Episode, in der Alice aus einem Fläschchen trinkt, auf dem “Drink me!” steht:

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Wie wunderbar abenteuerlustig Alice war!! Wer würde jemals aus einem Fläschchen trinken, dessen Inhalt man nicht kennt? Würden einen Eltern nicht genau davor warnen? Aufgeregtes Kribbeln breitet sich beim Lesen im Bauch aus: Was passiert wohl mit Alice, wenn sie aus dem Fläschchen trinkt?

Vergesst also bitte alle Verfilmungen. LEST! DAS! BUCH! Idealerweise auf Englisch. Ich verspreche Euch, dass Ihr es nicht bereuen werdet.

Lange Rede, kurzer Sinn? Genau. Neben Büchern geht’s hier ja angeblich  immer mal wieder ums Essen. Und was könnte zu Alice und ihrem “Drink me!”-Fläschchen besser passen als herb-schokoladige Kekse mit Fleur de Sel, die “Eat me!” rufen:

schokokekse

“Alice in Wonderland” ist ein Genußbuch für jeden Menschen, der sich für Sprache begeistert, der kribbelig wird bei Flaschen, auf denen “Drink me!” steht und der gerne mal in ein Kaninchenloch fallen möchte…

“Genußbuch?” fragt Ihr? Natürlich! Denn “Alice im Wunderland” ist mein erster Beitrag zur Lese-, Buch- und Blog-Woche “Jeden Tag ein Buch” von Arthurs Tochter. Die Aktion geht diese Woche in die 3. Runde und ich freue mich schon auf all die vielen Bücher und Leseempfehlung, die in dieser Woche zusammenkommen. Achtet doch mal auf dieses Logo:

jtebMit dem Hashtag #jteb findet Ihr die vielen Beiträge auch leicht auf Twitter und Facebook. Nach der Woche gibt es zudem eine Zusammenfassung von Astrid auf ihrem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

PS: Meine “alten” Beiträge rund um den Genuß mit und in Büchern findet Ihr hier.

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