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Archiv für die Kategorie ‘Drink’

Eisiger Wind, Nieselregen, laufende Nase, Frösteln – nach dem goldenen Oktober ist nun längst die usselige Seite des Herbstes angekommen: ein eisiger November! Und mit ihm kurze Tage, frühes Dunkelwerden, der Herbstblues. Bevor die glitzerige Vorweihnachtszeit beginnt, müssen wir wohl oder übel durch triste, nasskalte Ekel- und Volkstrauertage, die sich am besten mit einer Decke, einem guten Buch und einem heißen Getränk auf der Couch aushalten lassen.

Tee ist ja schön und gut. Aber wirklich Glücksgefühle löst doch eher eine Tasse heiße Schokolade aus (lasst Euch von den trügerischen Sonnenstrahlen auf dem Foto nicht täuschen. Achtet lieber auf die Regentropfen an der Scheibe!):

Glücklicherweise habe ich einen Schokoladen-Laden schräg gegenüber, das göttliche Xocoatl! Hier gibt es zahlreiche Varianten für heiße Schokoladentassen. Es funktioniert aber auch mit

1 1/2 EL Meinl Kakaopulver

1 EL Zucker

0,2l Milch

Milch in einem Topf erwärmen und das Pulver mit dem Schneebesen verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Zucker unterrühren, bis alles schön schaumig ist. Kurz aufkochen lassen, abschmecken und in eine vorgewärmte Tasse füllen.

Brave Mädchen genießen jetzt ihre heiße Schokolade. Verwegene Mädchen rühren noch eine Prise Chili unter. Und erwachsene Frauen machen sich einen Schuss Whisky in die heiße Schokolade und freuen sich darüber, wenn Finger und Zehen endlich richtig warm werden.

Damit der Whisky nicht so stark vorschmeckt, nehme ich lieber eine milde Variante, beispielsweise einen 12jährigen Glen Elgin:

Der Glen Elgin schmeckt auch pur und ist herrlich mild. Er riecht nach Mandeln und schmeckt leicht süßlich-nussig, fast ein bisschen wie Marzipan. Wer in die Welt des Whiskys einsteigen will und vor den torfigen Varianten zurückschreckt, der hat mit dem Glen Elgin einen guten Starter gefunden, der auch in einem Old Fashioned oder in einem Dessert nicht zu dominant wirkt.

Erhältlich ist der 12jährige Glen Elgin beispielsweise bei Alexander & James*, einem neuen Online-Portal für Spirituosen. Noch ist die Auswahl dort nicht riesig. Dafür gibt es ein paar Schätzchen zu entdecken. Der Geschenkefinder erleichtert die Suche und kann gerade in der Vorweihnachtszeit hilfreiche Ideen liefern – samt Zubehör wie Tumbler oder Cocktail-Sets.

Die Beschreibungen und Hintergrundinfos zu den Destillen sind liebevoll gemacht und geben erste hilfreiche Einblicke für Einsteiger. Denn Whisky-Kauf ist Vertrauenssache, sind die bernsteinfarbenen Flaschen doch meist ziemlich hochpreisig (und bei Alexander & James keinesfalls günstiger als bei anderen Anbietern). Dafür werden sie in einer edlen Geschenkverpackung geliefert; das Stöbern auf der ansprechend gestalteten Seite macht Spaß. Wer sich allerdings gut auskennt (hier bin ich dankenswerterweise geschult durch meinen Kollegen R., der schon verschiedene private Whisky-Tastings veranstaltet hat) und genau weiß, was er sucht, kann im Netz deutlich günstiger an seinen Lieblings-Whisky kommen – oder gleich beim lokalen Einzelhandel die Beziehung zum freundlichen Tabak- und Whisky-Verkäufer aufbauen.

*Hinweis: Der Whisky wurde mir von Alexander & James zur Verkostung und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt. Dies dient ausschließlich der Information meiner Leser. Ich verfolge damit keine finanziellen Interessen und nehme auch nicht an Affiliate-Programmen teil.

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Ich kam auf die Idee zu diesem Blog-Event, als ich neulich mein erstes Boeuf Stroganoff gemacht habe – leichter, feiner und appetitlicher, als ich es aus frühen Kindheitstagen in Erinnerung hatte.

Dabei fiel mir auf, dass es viele beliebte und über Generationen weitergetragene Rezepte gibt, an die wir uns zwar gerne erinnern, die wir heute aber doch anders zubereiten würden. So mache ich beispielsweise deutlich weniger saure Sahne an die Frankfurter Grie Soß als meine Großmutter und ersetze einen Gutteil mit Joghurt. Für den hessischen Kartoffelsalat nehme ich als Bouillon keine gekörnte Brühe aus dem Glas, sondern selbstgemachte Gemüse- oder Rinderbrühe usw.

Das alles ist keine Kritik an früheren Generationen, sondern eine Weiterentwicklung. Denn Geschmäcker ändern sich, das Bewusstsein für „gute“ oder „schlechte“ Nahrungsmittel wächst, eigene Vorlieben kristallisieren sich heraus, Allergien und Abneigungen tauchen auf, Familien müssen einen Konsens schaffen („MEINE Mutter macht das Gulasch aber GANZ ANDERS als Deine!!!“) und last but not least sitzen wir heute fast nur noch vor dem Computer und arbeiten nicht mehr stundenlang auf dem Feld.

So fand sich im Dr. Oetker-Schulkochbuch meiner Mutter aus den späten 50er Jahren noch der Hinweis, dass die Hausfrau (!) ihrem Mann abends doch bitte ein kalorienreiches (!!) Mahl auftischen möge, damit der schwer arbeitende Kerl seine Reserven wieder auffüllen kann. Heute heißt es dann eher: „Du, lass uns heute Abend lieber was Leichtes machen. Die Hose kneift schon wieder.“

Trotzdem träumen wir von den Gerichten unserer Kindheit, wollen aber gleichzeitig weder Maggi, noch Fondor oder Mehlschwitze verwenden. Oder wir wagen uns an ein Gericht, das wir immer eklig fanden (Mehlschwitzeblumenkohlauflaufmitschinkenwürfelnundkäse), und packen es in ein modernes Gewand, das uns heute besser gefällt. Ich träume beispielsweise von einem wirklich delikaten Jägerschnitzel, schmackhaften Kasspatzen ohne Pappe-Effekt, einem schnellen Käsefondue für 2 oder einer weniger fetten Variante vom Frankfurter Kranz!

Nachdem ich also über mein Boeuf Stroganoff nachgedacht habe, möchte ich Euch nun dazu einladen, Eure Klassiker aus Kindheitstagen, Eure Familienrezepte und altbekannten Standards aus dem Schulkochbuch zu entstauben und moderne Varianten zu schaffen.

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Vielleicht macht Ihr Euch zu einem gemütlichen TV-Abend ja ein ganz raffiniertes Popcorn? Oder Euch fällt ein exotisches Topping für die altbekannte Kartoffelsuppe ein? Wie machen junge Eltern heute den Nachkriegs-Kuchen und Kindergeburtstagsliebling „Kalter Hund“? Sind Bratkartoffeln mit Dickmilch als schneller Sattmacher ausgestorben? Und wo, bitteschön, finde ich heute überhaupt noch Dickmilch???

Habt Ihr Lust mitzumachen? Dann freue ich mich auf Eure Teilnahme!

Hier ein paar Spielregeln:

  • Mitmachen kann jeder, der einen Blog betreibt. Das muss natürlich kein Foodblog sein.
  • Euer Beitrag muss thematisch das Thema „Entstaubte Klassiker“ kulinarisch aufgreifen. Ansonsten gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Denkt gerne auch “um die Ecke”. Ich mag das und lasse mich gerne überraschen, wie Ihr das Thema interpretiert.
  • Postet Euren Artikel bitte bis zum 6.12., 23:59 Uhr, auf Eurem Blog.
  • Ihr könnt – müsst aber nicht – den reizenden Banner (s.o.) von Stefanie Bamberg verwenden. (Danke, Stefanie!) Dazu das Bild kopieren und als Bild in Euren Artikel oder – falls Ihr mögt – in Eure Sidebar einfügen. Ihr könnt aber auch einfach den nachstehenden Code kopieren (Danke, Sandra!): <a href=”http://germanabendbrot.wordpress.com/2013/11/04/mein-allererstes-blog-event-entstaubte-klassiker-ein-kleines-dankeschon/” title=”Blogevent Entstaubte Klassiker”><img src=” http://germanabendbrot.files.wordpress.com/2013/11/event.jpg?w=500” /></a>
  • Verlinkt in Eurem Beitrag bitte zu diesem Artikel hier, damit Eure Leser auch die anderen Beiträge des Events entdecken können.
  • Hinterlasst dann bitte den Link zu Eurem Beitrag unter diesem Post als Kommentar oder schickt mir eine E-Mail an germanabendbrot(at)gmx(punkt)de
  • Da in der großen weiten Foodblogger-Community selten jemand als einziges eine gute Idee hat, erteile ich pro Blog eine Wildcard: Ich dürft (zusätzlich oder als einzigen Beitrag) EIN Rezept aus Eurem Archiv verwenden. Schreibt aber dann bitte einen kurzen neuen Beitrag zu dem „alten“ Rezept, damit Ihr auf diesen Post hier verlinken könnt und Eure Leser erfahren, worum es geht. Eine lange Liste mit uralten Links macht niemandem Spaß…
  • Mit Eurem Beitrag räumt Ihr mir das Recht ein, Eure Rezepte (inkl. Bild) in einem zusammenfassenden Blog-Post zu veröffentlichen. Außerdem werde ich auf das Event, Eure Beiträge und die Zusammenfassung via Facebook und Twitter hinweisen.
  • Eine FB-Veranstaltung gibt es zu dem Event hier.

Seit über drei Jahren ist meine kleine Fressseite, das German Abendbrot, nun schon online. Viel Exotisches habe ich in dieser Zeit gekocht, viele Familienrezepte mit Euch geteilt, Neues ausprobiert, Bewährtes aus der Versenkung geholt, manche Schreibkrisen überwunden, vor allem aber jede Menge Spaß gehabt. Ich habe einige meiner Leser persönlich kennenlernen dürfen, habe viel Rat, Anregung und Unterstützung erfahren und mich gut vernetzen können. Das alles möchte ich nicht mehr missen. Und dafür möchte ich Euch, meinen Lesern, von Herzen danken!

Deshalb verlose ich unter allen teilnehmenden Bloggern ein paar zum Klassiker-Thema passende „Dankeschöns“, die ich für Euch zusammengesucht und aufgetrieben habe:

  • Klassiker zum Trinken 1-3: Auch Weine, Trauben oder Anbauregionen leiden manchmal unter einem verstaubten Image. Dass dies aber oft zu Unrecht der Fall ist, dürfen drei glückliche Gewinner selbst er”schmecken”. Riesling, Blaufränkisch oder Grüner Veltliner – ganz ohne Muff und von jungen Winzern teilweise neu interpretiert – zusammengestellt von ninetyninebottles in drei tollen Wein-Paketen:
  1. Paket “Deutschland, Österreich, Spanien”: Insg. 4 Flaschen plus 20€ Gutschein zum Einkauf bei ninetyninebottles.de. Paket-Inhalt: Freudenspiel Riesling Sekt, Robert Weil Riesling trocken, Esterhazy Blaufränkisch, Altos Tempranillo
  2. Paket “Österreich & Deutschland”: Insg. 3 Flaschen, Paket-Inhalt: Hand in Hand Spätburgunder, Grüner Veltliner Edelweiss, Feen und Elfen Riesling
  3. Paket “Frankreich”: Einmal eine Flasche Chateau Saint Paul Medoc

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  • Klassiker zum Trinken (alkoholfrei): Wir entstauben die Trinkschokolade und rühren statt Nesquick und Kaba eine feine Trinkschokolade von Rausch in unsere Milch: Plantagen-Schokolade Puerto Cabello aus Venezuela mit 43% Kakao-Anteil.
  • Klassiker für die Küche: Küchengeräte müssen nicht langweilig sein. Auch wenn es sich um einen klassischen Schäler handelt. Der Schäler von Normann Copenhagen jedenfalls ist sowas von stylish. Den würd’ ich glatt behalten!
  • Klassiker aus Fleisch & Blut: Wenn jemand weiß, wie man als Klassiker frisch & knackig bleibt, dann das “Playmate des Jahrhunderts” Gitta Saxx. Denn sie gehört zu den wenigen Frauen, die über Jahrzehnte in der Branche erfolgreich sind. (Ich hab’ doch gesagt, ich mag es, wenn wir auch mal um die Ecke denken ;-) ) Tipps verrät sie in ihrem Buch (Verlag edition a) “Jungbleiben für Anfänger”. Wer weiß, vielleicht können wir ja noch etwas lernen von Frau Saxx?

Teilnahmebedingungen:

Jeder innerhalb der Laufzeit des Events teilnehmende Blog landet automatisch im Lostopf. Über die Gewinne entscheidet die Glücksfee (in Gestalt des bEdW) per Auslosung nach Beendigung des Events. Wenn Ihr nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das in Eurem Kommentar/Eurer Mail bitte dazu! Die Gewinner/innen werden per Mail benachrichtigt und in der Zusammenfassung hier im Blog genannt.

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Ich danke den Firmen ninetyninebottles, Rausch, Bleywaren und dem Verlag edition a sowie deren Agenturen für die freundliche Unterstützung.

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Der Moscow Mule ist ein Klassiker unter den Highball-Drinks, also jenen, die neben Hochprozentigem einen hohen Anteil an Nicht-alkoholischem enthalten.

Im Original enthält der Mule Wodka und Ginger Ale, Eis und einen Spritzer Limette.

Aber wie von allen Traditionscocktails gibt es auch von dem Moskauer Maultier zahlreiche Varianten. Werden ein paar Spritzer Angostura Bitter untergerührt, bekommt man einen Kickin’ Mule – also ein ausschlagendes Maultier.

Und in München trinkt man den Cocktail meist mit Gurkenscheiben – dann wird er zum Munich Mule.

Am besten schmeckt mir aber meine Variante, die das Beste aus allen Welten vereint:

Ein Highball-Glas mit Eis füllen, 2 Viertel Limette ausdrücken, einige Spritzer Angostura hinzugeben und ein Schnapsglas Wodka in das Glas füllen. Mit Ginger Ale auffüllen, Gurkenscheiben dazu und einmal kräftig umrühren.

Die Basis ist der Moscow Mule, der Angostura, der dem Ganzen die Süße nimmt, steht für das Kickin’ und die Gurkenscheiben für Munich. Also: The Kickin’ Munich Mule. Yeeeeehaaaaaa!

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Nur weil ich mit dem Kochen und Bloggen aktuell etwas kürzer trete, heißt das ja nicht, dass ich nicht nebenbei ein bisschen lecker Zeug trinke. Und das Mitmachen bei der Weinrallye ist doch Ehrensache! Kürzer treten heißt aber auch: ein bissl knapper als sonst, trotzdem mit viel Enthusiasmus. Ich schenk’ mir kluge Sprüche über Perlage und Dosage, Rütteln, Schütteln, Flaschengärung blablabla… Ach, lest selbst, was ich Euch Prickelndes für den Sommer an’s Herz legen will! Stößchen!!

Früher dachte ich immer, Sekt sei die kleine, hässliche Schwester des Champagners (sind natürlich beides Frauen, klar, oder?). Während der Champagner schön, grazil, blond, langhaarig und -beinig daherkommt, mit viel Charme und perlendem Lachen Mittelpunkt jeder Party ist, ist die Sekt-Schwester eher unscheinbar, sauertöpfisch und naja, nimmt man halt mit zur Party, lässt sie aber die Teller abräumen. So halt. Weißte Bescheid.

Stop! Vorurteil!

Natürlich sind die Franzosen Marketing-Genies. Während sie groß an ihrer Champagner-Story rumschrauben, sich über die Champagner-Gebiets-Rangeleien die Augen ausstechen, gutgläubigen Chinesen weismachen wollen, dass auch heute noch in den großen Häusern alte, baskenmützige Jeans und Pierres wacklig jede einzelne Flasche rütteln und schütteln, ist man in der deutschen Sekt-Kellerei eher zielorientiert am Machen. Söhnlein brillant, Deinhard oder Rotkäppchen klingen ja auch gleich schon viel blöder als Taittinger, Veuve Clicquot (hier sollte mal ein Sekt Witwe Schmidt heißen!), Moet oder sonstwie nasal.

Dabei haben üble, sodbrennenerregende Massenprodukte auch lange Zeit den Sargnagel gebildet für das Image deutscher Sekte. Glücklicherweise gibt es auch außerhalb der Champagne zahlreiche junge, moderne aber auch traditionsbewusste Winzer, die prickelnde Sachen ins Glas bringen, die wirklich glücklich machen!

Ich will mich gar nicht auf Vergleiche einlassen. Es gibt atemberaubende Champagner, die angemessen sind für rauschende Feste, große Feierlichkeiten und ganz besondere Momente. Aber es gibt eben auch – direkt vor meiner Haustür! – Sekte, für die ich jeden Champagner stehen lasse. Und man soll doch immer regional kaufen und verzehren, oder?

Mach’ ich. Und zwar mit Hochgenuss! Hier meine vier Lieblings-Sekte aus dem herrlichen Rheingau. Eat this, Champagne!

22.000 Flaschen Sekt produziert das Weingut Schönleber aus Oestrich-Winkel pro Jahr. Ein Paar davon liegen bei uns kalt. Denn der Schönleber Extra Brut (ehemals “Hardliner”) sollte besser nicht ausgehen. Kennern ist die Familie Schönleber zwar ein Begriff. Ich aber habe sie erst entdeckt, als ich meine erste Wiesbadener Weinwoche miterleben durfte. Ich liebe das Trocken-Krachige von Rieslingsekten. Häufig habe ich aber mit der Säure so meine Probleme. Hier hat man die beste Variante im Glas: trocken, riesling-style und angenehm zurückhaltend in der Säure.

Balthasar Ress gehört zu den Stars der Rheingauer Weinszene. Nix weinrebenrankende Gemütlichkeit, aufgebockte Fässer und Bacchus-Malereien – bei Ress kommt alles stylish und mit viel Marketing-Know-How daher. Gerade hat er mit viel Medien-Tam-Tam die im Diezer Baggersee versenkten Spitzen-Riesling-Flaschen “RESSpekt” beborgen. Die Lagerung im kühlen, luftdichten See scheinen dem Wein nicht geschadet zu haben… Weniger dramatisch kommt der Riesling-Sekt Extra Brut daher. Pfirsich, Grapefruit, milde Säure – am liebsten genossen in der Vinothek des Weinguts in der Wiesbadener Mauergasse. Ein Gläschen Sekt, ein paar kleine Häppchen dazu, Leute gucken: Das ist wie Urlaub!

Die Tussi unter meinen Lieblings-Sekten: Schloss Vaus Rosé Brut 2010 – ein Pinot Noir-Sekt aus dem Pfälzer Anbaugebiet, der herrliche roséfarben im Glas perlt, trocken und fruchtig (Kirsche!) schmeckt und einfach perfekt ist als Aperitif, an Mädchenabenden oder einfach so mit Blick von der Terrasse auf die Wiesbadener Weinberge. Kostenfaktor ca. 14€/Flasche, z.B. bei Rewe oder direkt im Onlineshop. Das Schloss Vaux in Eltville am Rhein ist aber auch unabhängig vom Sekt (hä?!) einen Besuch wert. Sehr malerisch, sehr romantisch…

Noch auf Verkostung wartet der Primero – ein Sekt, der im Gewölbekeller des Wiesbadener Weinhändlers Andreas Gölitzer (Le Bonheur) reift und somit ein echter Wiesbadener ist! Ich bin gespannt…

Übrigens: Die 1902 zur Finanzierung der kaiserlischen Flotte eingeführte Schaumweinsteuer wird heute noch erhoben und spült (sic!) jährlich über 400 Millionen Euro in den Bundeshaushalt. Da wir längst keine kaiserliche Flotte mehr haben, unterstützen wir Sekttrinker also Bau und Unterhalt von Schulen, Krankenhäusern und Kindergärten – zumindest können wir uns das einreden und uns dabei heldenhaft fühlen. Stößchen!

 

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Was war das neulich für eine Woche?! 11-Stunden-Tage, und Freitagabend stand noch eine lange Bahnfahrt aus München zwischen mir und dem Wochenende. Mir war sowas von nach einem Drink! Endlich daheim – und auch noch Strohwitwe! – stand das Abendprogramm schnell fest:  Frauenzeitschriften aufm Sofa, Parade’s End im TV, ein Käse-Sandwich aufm Teller und ein Drink mit klimpernden Eiswürfeln im Glas! Was will ein Mädchen mehr?

Na, das hier:

The Bombay Rhub, mein Freestyle-Drink mit hausgemachtem Rhabarber-Ingwer-Sirup. Herrlich pink und herrlich lecker!

Für meinen Bombay Rhub braucht Ihr einen Cocktailshaker, ein Barmaß (Jigger), Eiswürfel und ein passendes Glas.

Zutaten:

2 Barmaß Gin (z.B. Bombay Sapphire – daher der Name)

2 Barmaß Rhabarber-Ingwer-Sirup (oder normalen Rhabarber-Sirup)

1 Barmaß Ingwer-Likör

1/2 Barmaß Limettensaft

Sodawasser oder Mineralwasser

Alles außer dem Soda in einen Shaker mit Eiswürfeln geben und ordentlich shaken. Eiswürfel in das Glas füllen, Cocktail hineingießen und mit Sodawasser auffüllen. Fertig!

Auf einem Bein kann man bekanntlich nicht stehen! Außerdem hat das Käsesandwich mit Cheddar, Roastbeef und Mango-Chutney durstig gemacht. Also gab’s gleich zur TV-Schmonzette noch eine durch den Parade’s End Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch inspirierten Nachschlag – ohne Foto:

The Cucumber Bitch

2 Barmaß Gin

2 Barmaß Rhabarber-Vanille-Sirup

1/2 Barmaß Limettensaft

5 Scheiben Salatgurke (mit Schale)

Soda

Eis

Im Shaker Eis, Gin, Sirup und Limette shaken und in ein Glas mit Wasser und Gurkenscheiben abgießen. Fertig!

Kinners, ich sag Euch: So kann man herrlich von einer stressigen Arbeitswoche runterkommen und wie auf gingetränkten Wattewölkchen ins Wochenende cruisen…

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Endlich Balkon-, Terrassen-, Garten-Wetter! Was ist Euer Sommerdrink 2013?

Es gibt Dinge, nach denen werde ich nach dem ersten Bissen, dem ersten Schluck süchtig. Das gilt beispielsweise immer noch für diesen unfassbaren Tomatensalat mit Vanille-Dressing und Feta, der im letzten Jahr innerhalb kürzester Zeit viele Abhängige schuf Fans fand.

Die Droge 2013 ist Rhabarber-Limonade auf Basis des Rhabarber-Ingwer-Sirups, den ich hier gepostet habe.

2 EL mit Mineralwasser aufgießen, Limettensaft dazu, ein paar Blätter Minze vom Balkon pflücken und fertig ist DER alkoholfreie Sommerdrink!

Für zwei neue Flaschen “Stoff” habe ich den Ingwer durch Vanille ersetzt und dieses Rezept ansonsten verdoppelt.

Etikett mit lila Tinte gestempelt, rosa-getupftes Masking-Tape drum und fertig ist eine Flasche guter Laune!

Was ist Euer Sommerdrink 2013?

Die Vanilleschote hatten uns übrigens K. und A. geschenkt. Ein Eigenimport aus Indien – die aromatischste Vanille, die ich je in der Küche hatte. Hammer! Danke, Ihr Lieben!

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Unser Gejammer über das viel zu nasse, viel zu kalte Wetter juckt die Pflanzen glücklicherweise wenig. Im Gegenteil, die Extra-Portion Regen lässt die Frühlingsernte gar nicht mal so schlecht ausfallen – beispielsweise bei Rhabarber.

Das versichert mir zumindest der Kollege Ch., unser Admin mit Schrebergarten, der in der letzten Saison schon mit-verantwortlich war für den herrlichen Rhabarber-Streusel-Kuchen nach dem Rezept meiner Oma und für ein fruchtig-scharfes Rhabarber-Chutney.

Das Chutney 2013 ist höllisch scharf geraten (note to myself: Unterschätze niemals eine Habanero-Chili!), der Rhabarber-Kuchen wurde für die 18cm-Springform im Rezept angepasst und immer noch waren 2 große Stangen Rhabarber übrig.

Via Twitter kam ich über Tina “Lunch for One” und Petra “Foodfreak” auf die Idee, einen Rhabarber-Sirup anzusetzen. (Danke, Mädels!) Petra hat mir dafür das Rezept für Rhabarer-Vanille-Sirup von Kathi “Kochfrosch” empfohlen, das Ihr hier findet.

Mir ist Vanille aber oft “too much”. Außerdem bin ich ein Ingwer-Junkie und hatte eh noch etwas geschälten Ingwer vom Chutney-Kochen übrig. Also wurde bei mir ein köstlich pinker Rhabarber-Ingwer-Sirup daraus:

(Seht Ihr den Rucola sprießen? Der hat tatsächlich -18 Grad im Winter überlebt!)

Ich hatte weniger Rhabarber als Kathi und habe deshalb nur Sirup für die abgebildete 250ml Flasche sowie ein kleines San-Bitter-Fläschchen hergestellt. Folgende Zutaten habe ich dafür verwendet:

2 Stangen Rhabarber (ca. 350 gr)

225 gr Zucker

125 ml Wasser

Saft von 1 Limette

4 Scheiben Ingwer (geschält)

Zubehör: Topf, Sieb, Trichter, sterile (verschließbare) Flaschen oder Schraubgläser

Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden

So geht’s:

Rhabarber waschen und in Schreiben schneiden und in einen Topf geben. (Ihr müsst die Stangen nicht schälen, da die Masse ohnehin durch ein Sieb gepresst wird.) Ingwer (geschält) in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls in den Topf geben. Den Zucker über Ingwer und Rhabarber streuen, vermischen und etwa eine Stunde ziehen lassen. Immer mal zwischendrin umrühren. Wasser und Limettensaft zugießen und aufkochen lassen. Dann Hitze herunterdrehen und den Sud etwa 30 min köcheln lassen. (Der Rhabarber sollte schön weich sein aber noch Farbe haben). Abschließend den Sud durch ein feines Sieb über einen Trichter in Flaschen abfüllen. Auskühlen lassen, verschließen und kühl lagern.

Für eine erfrischende, spritzige Limonade einfach etwas Sirup mit kaltem Sprudelwasser aufgießen und mit ein paar Minzeblättern garnieren.

Und schon kommt die Sonne heraus! Beweisfoto gefällig?

PS: Die Masse, die Ihr durch das Sieb streicht, keinesfalls wegwerfen! Sie schmeckt süßsauer und lauwarm wie ein wunderbares Kompott! Ich habe es in ein Glas abgefüllt und überlege jetzt die ganze Zeit, welches Dessert ich damit zubereiten könnte. Habt Ihr eine Idee?

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Bushcook’s Kitchen, eines meiner Lieblings-Food-Blogs wird zwei Jahre alt (unglaublich, was Dorothée aka Bushi in dieser Zeit alles geschafft geschaffen hat!). Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe! Mögest Du noch viele Jahre Spaß am Bloggen haben – vor allem aber auch am Kochen und Essen! Wie schön, dass wir an Deinen kulinarischen Entdeckungen teilhaben dürfen :)

Ich durfte Dorothée ja schon bei der Weinrallye #59 mit einer Flasche Wein be”wichtel”n. Jetzt reiche ich ihr etwas nach für ihr Geburtstagsmenü. Anfang April wird nämlich weiter gefeiert: in einem offenen Haus dürfen die Gäste kommen und gehen, bleiben, essen, trinken, auf das Geburtstagskind anstoßen und feiern! Was für eine schöne Idee.

Dafür wünscht sie sich die passenden Rezepte: also gut vorzubereiten und auch noch hübsch anzusehen, wenn der Teller schon etwas auf dem Buffet gestanden hat.

Ich hab da was für Dich, Dorothée: Mit würzigem 7-Meere-Curry marinierte Hähnchenschenkel und ein fruchtiger Limetten-Dip.

(Also, lange stehen die nicht! Aber theoretisch schmecken sie warm und kalt und auch noch am nächsten Tag. Falls nicht vorher einer an den Kühlschrank geht und heimlich nascht!)

Der Clou ist die Marinade. Dafür brauchen wir erstmal ein 7-Meere-Curry*. Das heißt so, weil Gewürze früher über alle sieben Weltmeere transportiert und teilweise wertvoller als Gold waren. Wer an dem Curry riecht, wird wissen, warum. So exotisch riecht es sonst auf Basaren und anderen exotischen Märkten. Oder eben in Dorothées Küche, wenn sie fleißig mörsert.

Liebe Bushi, das Curry kannst Du wirklich schon Wochen vorher ansetzen, in einem Glas verschließen und dunkel lagern. Dann geht die weitere Zubereitung ganz schnell!

Für das Currypulver brauchst Du:

6-8 Kapseln weißer Kardamom (das ist gebleichter grüner Kardamom, der etwas milder schmeckt. Alternativ geht grüner)

6 EL Koriandersamen

3 EL Cuminsamen

1,5 EL Selleriesamen (teilweise ersetzbar durch Selleriesalz)

1 Zimtstange

6-8 Nelken

1 EL Chilipulver

So geht’s: Alle Gewürze außer dem Chilipulver in einer trockenen Pfanne ohne Öl anrösten und anschließend im Mörser fein zerreiben. Anschließend das Chilipulver unterheben.

Das Currypulver passt herrlich zu Lammgerichten, Gegrilltem, im Hackfleisch für würzige Burger-Frikadellen oder für Gyros hausgemacht. Auch eine Prise über Kartoffeln gibt einen tollen Kick. Aber jetzt machen wir erstmal weiter mit den Hähnchenschenkeln!

Zutaten:

1 EL 7-Meere-Curry

8 Hähnchenunterschenkel (oder Flügel oder Hühnchenbrust in Streifen geschnitten oder…)

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (alternativ: 1/2 Knoblauchzehe, 1/2 cm Ingwer geschält, beides feinstmöglich gehackt)

ordentliche Prise Salz

250 gr Naturjoghurt (3,5% Fett)

Saft von 1/2 kleinen Zitrone

So geht’s: Die Hähnchenschenkel von der Haut befreien und nebeneinander in eine Glas- oder Porzellanschale legen. Die Marinade darübergießen und schön in das Fleisch massieren. Das Fleisch sollte von allen Seiten gut mit dem Joghurt bedeckt sein. Jetzt mit einer Frischhaltefolie abdecken und mindestens 6 Stunden marinieren lassen – besser über Nacht!

Nach der Marinier-Zeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Blech mit Alufolie auslegen und auf die unterste Schiene schieben. Die Hähnchenteile gut abstreifen und auf einen Grillrost legen und auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben. Je nach Größe der Fleischstücke etwa 40 Minuten garen. Zum Schluss noch mal 5 Minuten unter den Grill schieben. Dunkle Flecken sind Tandoori-Style und gewollt!

Während der Garzeit schnell den Limetten-Dip anrühren:

250 gr Naturjoghurt

Saft 1/2 Limette

Limettenabrieb

Salz

Chiliflocken

Joghurt, Limettensaft und Salz gut verrühren. Abrieb und Chiliflocken zum Schluss auf den Joghurt geben.

Der Dip ist schön frisch und fruchtig zu den würzigen Hähnchenteilen.

Dazu passt außerdem Naan, Pitabrot oder natürlich auch türkisches Fladenbrot. Und falls doch was übrig bleibt, ist das Hähnchenfleisch am nächsten Tag auch sehr lecker auf einem Sandwich mit etwas Chutney und einem Blatt Salat. Hmmm…

Weil zu so richtig scharfen indischen Hähnchenteilen kein Wein passt, sondern bestenfalls Bier, bringe ich zur Open-Door-Party übrigens noch eine Flasche Spicy Ginger Ale mit:

Das Zeug stammt aus Berlin und wird z.B. bei Karstadt Perfetto vertrieben. Es ist so scharf und so ingwer-ig, dass man schon ein ziemlicher Ginger-Ale-Fan sein muss, um es zu mögen. Weicheier probieren vielleicht erstmal das würzig-süße “normale” Ginger-Ale von Thomas Henry (der übrigens die geniale Kombination Kohlensäure & Wasser erfand!).

Alles Liebe zum (Blog)-Geburtstag und viel Spaß bei Deiner Open-Door-Party, liebe Dorothée. Ich hoffe, Deinen Gästen schmecken die würzig-exotischen Hähnchenschenkel mit fruchtigem Limetten-Dip!

* Das 7-Meere-Curry hat uns meine Ma geschenkt! Die haben wir nämlich infiziert mit der ganzen Gewürzmischungs-Geschichte. Einen ordentlichen Mörser hat sie natürlich auch. Das Rezept stammt aus dem Buch “Das Handbuch der Gewürze: Würzkunst, Warenkunde und 100 Rezepte” von Sally Morris und Lesley Mackley. Meine Ma ist so begeistert von den Rezepten, dass wir uns das Buch unbedingt besorgen wollen.

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Als Aperitif vor unserem asiatischen Weihnachtsmenü sollte es natürlich einen passenden Drink geben. Im letzten Jahr hatten wir schon viel Spaß dabei gehabt, einen ganzen Adventssonntag lang uns die Kanne zu geben die perfekte Mischung für einen Negroni herauszufinden. Und in diesem Jahr sollte der Aperitif eben zum Thema “Asien” passen.

Als alter PRler hab’ ich also gleich mal ein Brainstorming gestartet und eine Assoziationskette gebildet. Die sah ungefähr so aus: Asien – heiß – schwül – Eiswürfel klirren im Glas – Veranda – Schaukelstuhl – Leinenanzüge – Schweißflecken – Ventilatoren an der Decke – Kolonialstil – Englische Clubs – Cricket Spiel – Bedienstete mit weißen Handschuhen servieren eiskalte Drinks – (hier konnte ich ihn schon förmlich vor meinem Auge sehen) – Indien – “Das Juwel in der Krone” – Kronkolonien: Hongkong, Singapur – Singapur!! – Singapore Sling!!!

Man, was man nicht alles tut, um den passenden Drink für Heiligabend zu finden. Das ganze Leben ist Aufopferung, sage ich Euch.

Denn jetzt mussten wir ja wieder die (für uns) perfekte Mischung finden. Vom Singapore Sling gibt es nämlich gefühlt eine Million Rezepte. Und Slings sind eine ganz spezielle Gruppe Cocktails – das sagt zumindest die allwissende Müllhalde Wikipedia: “Slings bilden eine sehr alte Gruppe von Mixgetränken und bestanden ursprünglich – nach einer Definition von 1675 – aus einer Spirituose, Zucker und Wasser, sowie optional etwas Muskatnuss. Dementsprechend wurde auch 1806 das damals noch neue Wort „Cocktail“ als „bittered sling“ definiert, also als ein mit Bitters gewürzter Sling. Es gab auch Sling-Varianten mit Sodawasser, Zitronenscheiben, Zitronenschale oder Zitronensaft, jedoch keine, die andere Früchte oder Fruchtsäfte enthielten.

Alles klar? Die Slings galten jedenfalls als etwas unfein, weshalb wohl auch das um 1915 entwickelte Urrezept nicht überliefert wurde. Wie kommen wir der 98jährigen alten Dame Singapore Sling also auf die Spur? Richtig: Rezepte screenen, vieles verwerfen (Orangensaft!!!!), einkreisen, ausprobieren!

Unser Singapore Sling schmeckt erwachsen und unverfälscht, ist etwas herb, fruchtig und sehr erfrischend. Dabei fährt er einem ziemlich in die Glieder, belastet aber den Magen nicht. Und er besteht aus folgenden Zutaten:

4 cl Gin (z.B. Bombay Sapphire)

2 cl Cherry Brandy (z.B. Bols oder Heering Cherry Liqueur)

1 TL Grenadine Sirup

1 TL Chartreuse (gelb) (französischer Kräuterbitter)

Spritzer Limettensaft

Sodawasser (Thomas Hardy oder Schweppes)

Eiswürfel

1 Cocktailkirsche

Werkzeug: Longdrinkglas, Shaker, Cocktailspießer

Longdrinkglas mit Eiswürfeln füllen. Kirsche auf den Spieß pieken und ins Glas geben. Gin, Cherry Brandy, Grenadine, Chartreuse und Limettensaft mit Eis im Shaker shaken und abseihen. Mit Sodawasser auffüllen uns sofort servieren.

Wer mag, kann jetzt noch ein fancy Schirmchen oder sonstigen Flitterkram ins Glas stecken. An Feiertagen darf man schon mal etwas glittern!

Cheers!    

Pssst: Der Singapore Sling schmeckt auch an einem stinknormalen Samstagabend, auf einer Karnevalsparty, zu Ostern, im Sommer, zu Gegrilltem, im Herbst als Erinnerung an den letzten Asien-Urlaub… Und dann ist schon wieder Heiligabend :-D

 

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Das neue Jahr ist schon vier Tage alt, die erste (kurze) Arbeitswoche liegt hinter uns – Zeit für einen Drink!

Oder wie ich es nenne: Old Fashioned o’clock!

Der Old Fashioned ist so ungefähr das Gegenteil von bunten Mädchendrinks wie Pina Colada, Swimmingpool oder Flying Kangaroo, die mich immer an die Dorfdiscos der frühen 90er erinnern (aka Stadtdiscos der späten 80er).

Der Old Fashioned hat nämlich Stil. Er braucht kein Cocktailschirmchen, keinen Shaker, keine bunten Liköre. Er ist quasi der Manschettenknopf unter den Drinks…

Obwohl schon über 100 Jahre alt, verbinde ich den Old Fashioned mit dem Stil der 50er und 60er Jahre. So wie Gregory Peck auf dem Umschlag dieses neuen Buches hier:

peck

Apropos Stil: So wie Sean Connery so ungefähr in jedem Film:

connery

Der Old Fashioned jedenfalls stammt aus einer Zeit, in der Männer noch Hüte trugen, Frauen Handschuhe und Kinder “Sir” und “Ma’m” sagten. Ach ja, damals…

Old Fashioned

Seit dem Siegeszug der Serie Mad Men ist der zwischenzeitlich in Vergessenheit geratene Old Fashioned jedenfalls wieder “in”, trinkt Don Draper doch zu jeder Tageszeit gerne mal einen… (Ich denke ernsthaft darüber nach, ob ich mir so eine Bar nicht auch im Büro einrichten sollte. Aber das käme vielleicht nicht ganz so gut an…)

madmenII
Photo Credit: Frank Ockenfels 3/AMC

Weitere Einblicke in das Arbeiten in einer Agentur die Serie gibt es hier. (Ein Brüller ist übrigens die Büro-Runde auf dem John Deere-Rasenmäher (Namedropping gehört zu Mad Men wie der Angostura zum Old Fashioned!). Nix für zartbesaitete Gemüter sage ich Euch!)

Wer richtig in das Mad Men-Gefühl eintauchen will, kann sich auf der Seite MadMenYourself übrigens auch gleich selbst zu einer Figur aus den 60ern machen:

MadMen

…oder einfach mal eine zeitlang in einer PR-/Werbeagentur arbeiten. Meine Kollegin O. jedenfalls fühlt sich bei einigen Meetingszenen ebenso an Real-Life-Erfahrungen erinnert wie ich ;-)

Wie? Ihr habt immer noch nix im Glas?

Also, ich mag den Old Fashioned klassich und ganz ohne Gedöns (sprich: ohne Cocktailkirsche, Orangenschnitz, Sodawasser und ähnlichen Kram):

4 cl Whisky (Original ist Rye Whisky, es geht aber auch mit einem Bourbon oder einem milden Scotch)

2 ordentliche Spritzer Angostura

1 Würfelzucker (alternativ: 1 EL Zuckersirup oder 1 TL brauner Rohrzucker)

1 TL Wasser (um den Zucker aufzulösen. Wer Sirup nimmt, benötigt kein Wasser)

1 großer Schnitz Schale von der Bio-Zitrone

optional: 1 kleiner Spritzer Zitronensaft

Eiswürfel

Geht ohne viel Aufwand und ohne Shaker:

In einem kleinen Whisky-Glas, das man auch Old Fashioned-Glas nennt, löst Ihr den Zucker im Wasser auf (bei Sirup entfällt das Ganze!) und gebt die Angostura-Spritzer dazu. Eiswürfel dazu und Whisky drübergießen. Mit einem Barlöffel ordentlich umrühren und ggf. mit dem Zitronensaft abrunden. Mit der Zitronenschale garnieren und inklusive Löffel servieren!

Cheers!

Einen richtig guten Old Fashioned gibt es übrigens in der Bar manoamano auf der Taunusstraße in Wiesbaden.

Nett gemeint und recht amüsant war folgender Dialog bei meiner Bestellung eines Old Fashioned:

Barkeeper: “Echt jetzt? Haben Sie den schon mal getrunken?”

Ich: “Ja, schon. Und ich mag ihn sehr????”

Barkeeper: “Achso, naja, ich frage nur. Weil, ist ja eher nicht so der Ladies’ Drink!”.

Wer mich persönlich kennt, weiß jetzt, wo ungefähr sich meine rechte Augenbraue befand. Ich behaupte mal: Kurz vorm Haaransatz.

Aber die Bar ist klasse: Dunkel, chillige Musik, flotter Service und ordentlich gemixte Klassiker aus hochwertigen Zutaten sowie eine schöne Auswahl von extravaganteren Cocktails. Perfekt für den Ausklang eines harten Arbeitstages in der Agentur – auch ohne Don Draper!

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