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Archive for the ‘Drink’ Category

Schnell, schnell, bevor die Saison vorbei ist! Auf die ersten heimischen Erdbeeren stürzten wir uns noch pur. Dann wurden sie in Obstsalate gemischt. Mittlerweile liegen sie auch schon mal zwei Tage, bevor sie verzehrt werden. Himbeeren, Johannisbeeren und vor allem Kirschen laufen den Erdbeeren gerade den Rang ab. Shame on me!

Wenn Erdbeeren schon ein paar Druckstellen haben, aber immer noch genießbar sind, mache ich mir gerne morgens einen Shake oder abends einen Cocktail.

Von irgendeinem asiatischen Gericht war noch eine angebrochene Packung Kokosmilch im Kühlschrank. Auch der Wodka könnte langsam mal leer werden. Ein paar Blättchen Basilikum waren ebenfalls vom Kochen übrig. Und die Erdbeeren waren so lala…

Also: Blender rausgeholt und gemixt!

strawberry colada

Zutaten für ein 0.2l Glas:

10 mittelgroße Erdbeeren, gewaschen und entstielt

100ml Kokosmilch

4 cl Wodka

6 Eiswürfel

4 cl Zuckersirup

ein Spritzer Zitronensaft

einige Blättchen kleinblättriger Basilikum zum Garnieren

Zubehör: Mixer

Zubereitungszeit: 5 min

So geht’s:

Alle Zutaten gemeinsam mit den Eiswürfeln im Blender gut zerkleinern lassen. In ein Glas füllen und mit dem Basilikum garnieren.

Prost!

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Kick-Start zum Frühstück gefällig?

Shake

Dann mixt mal schnell folgende Zutaten im Küchenmixer zusammen:

250 gr Erdbeeren

1 reife Banane

200 ml kalte Buttermilch

4 EL Rhabarber-Vanille-Sirup (alternativ 1 TL Vanillezucker)

4 Eiswürfel

Chakka!

 

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Eisiger Wind, Nieselregen, laufende Nase, Frösteln – nach dem goldenen Oktober ist nun längst die usselige Seite des Herbstes angekommen: ein eisiger November! Und mit ihm kurze Tage, frühes Dunkelwerden, der Herbstblues. Bevor die glitzerige Vorweihnachtszeit beginnt, müssen wir wohl oder übel durch triste, nasskalte Ekel- und Volkstrauertage, die sich am besten mit einer Decke, einem guten Buch und einem heißen Getränk auf der Couch aushalten lassen.

Tee ist ja schön und gut. Aber wirklich Glücksgefühle löst doch eher eine Tasse heiße Schokolade aus (lasst Euch von den trügerischen Sonnenstrahlen auf dem Foto nicht täuschen. Achtet lieber auf die Regentropfen an der Scheibe!):

Glücklicherweise habe ich einen Schokoladen-Laden schräg gegenüber, das göttliche Xocoatl! Hier gibt es zahlreiche Varianten für heiße Schokoladentassen. Es funktioniert aber auch mit

1 1/2 EL Meinl Kakaopulver

1 EL Zucker

0,2l Milch

Milch in einem Topf erwärmen und das Pulver mit dem Schneebesen verrühren, so dass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Zucker unterrühren, bis alles schön schaumig ist. Kurz aufkochen lassen, abschmecken und in eine vorgewärmte Tasse füllen.

Brave Mädchen genießen jetzt ihre heiße Schokolade. Verwegene Mädchen rühren noch eine Prise Chili unter. Und erwachsene Frauen machen sich einen Schuss Whisky in die heiße Schokolade und freuen sich darüber, wenn Finger und Zehen endlich richtig warm werden.

Damit der Whisky nicht so stark vorschmeckt, nehme ich lieber eine milde Variante, beispielsweise einen 12jährigen Glen Elgin:

Der Glen Elgin schmeckt auch pur und ist herrlich mild. Er riecht nach Mandeln und schmeckt leicht süßlich-nussig, fast ein bisschen wie Marzipan. Wer in die Welt des Whiskys einsteigen will und vor den torfigen Varianten zurückschreckt, der hat mit dem Glen Elgin einen guten Starter gefunden, der auch in einem Old Fashioned oder in einem Dessert nicht zu dominant wirkt.

Erhältlich ist der 12jährige Glen Elgin beispielsweise bei Alexander & James*, einem neuen Online-Portal für Spirituosen. Noch ist die Auswahl dort nicht riesig. Dafür gibt es ein paar Schätzchen zu entdecken. Der Geschenkefinder erleichtert die Suche und kann gerade in der Vorweihnachtszeit hilfreiche Ideen liefern – samt Zubehör wie Tumbler oder Cocktail-Sets.

Die Beschreibungen und Hintergrundinfos zu den Destillen sind liebevoll gemacht und geben erste hilfreiche Einblicke für Einsteiger. Denn Whisky-Kauf ist Vertrauenssache, sind die bernsteinfarbenen Flaschen doch meist ziemlich hochpreisig (und bei Alexander & James keinesfalls günstiger als bei anderen Anbietern). Dafür werden sie in einer edlen Geschenkverpackung geliefert; das Stöbern auf der ansprechend gestalteten Seite macht Spaß. Wer sich allerdings gut auskennt (hier bin ich dankenswerterweise geschult durch meinen Kollegen R., der schon verschiedene private Whisky-Tastings veranstaltet hat) und genau weiß, was er sucht, kann im Netz deutlich günstiger an seinen Lieblings-Whisky kommen – oder gleich beim lokalen Einzelhandel die Beziehung zum freundlichen Tabak- und Whisky-Verkäufer aufbauen.

*Hinweis: Der Whisky wurde mir von Alexander & James zur Verkostung und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt. Dies dient ausschließlich der Information meiner Leser. Ich verfolge damit keine finanziellen Interessen und nehme auch nicht an Affiliate-Programmen teil.

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Ich kam auf die Idee zu diesem Blog-Event, als ich neulich mein erstes Boeuf Stroganoff gemacht habe – leichter, feiner und appetitlicher, als ich es aus frühen Kindheitstagen in Erinnerung hatte.

Dabei fiel mir auf, dass es viele beliebte und über Generationen weitergetragene Rezepte gibt, an die wir uns zwar gerne erinnern, die wir heute aber doch anders zubereiten würden. So mache ich beispielsweise deutlich weniger saure Sahne an die Frankfurter Grie Soß als meine Großmutter und ersetze einen Gutteil mit Joghurt. Für den hessischen Kartoffelsalat nehme ich als Bouillon keine gekörnte Brühe aus dem Glas, sondern selbstgemachte Gemüse- oder Rinderbrühe usw.

Das alles ist keine Kritik an früheren Generationen, sondern eine Weiterentwicklung. Denn Geschmäcker ändern sich, das Bewusstsein für „gute“ oder „schlechte“ Nahrungsmittel wächst, eigene Vorlieben kristallisieren sich heraus, Allergien und Abneigungen tauchen auf, Familien müssen einen Konsens schaffen („MEINE Mutter macht das Gulasch aber GANZ ANDERS als Deine!!!“) und last but not least sitzen wir heute fast nur noch vor dem Computer und arbeiten nicht mehr stundenlang auf dem Feld.

So fand sich im Dr. Oetker-Schulkochbuch meiner Mutter aus den späten 50er Jahren noch der Hinweis, dass die Hausfrau (!) ihrem Mann abends doch bitte ein kalorienreiches (!!) Mahl auftischen möge, damit der schwer arbeitende Kerl seine Reserven wieder auffüllen kann. Heute heißt es dann eher: „Du, lass uns heute Abend lieber was Leichtes machen. Die Hose kneift schon wieder.“

Trotzdem träumen wir von den Gerichten unserer Kindheit, wollen aber gleichzeitig weder Maggi, noch Fondor oder Mehlschwitze verwenden. Oder wir wagen uns an ein Gericht, das wir immer eklig fanden (Mehlschwitzeblumenkohlauflaufmitschinkenwürfelnundkäse), und packen es in ein modernes Gewand, das uns heute besser gefällt. Ich träume beispielsweise von einem wirklich delikaten Jägerschnitzel, schmackhaften Kasspatzen ohne Pappe-Effekt, einem schnellen Käsefondue für 2 oder einer weniger fetten Variante vom Frankfurter Kranz!

Nachdem ich also über mein Boeuf Stroganoff nachgedacht habe, möchte ich Euch nun dazu einladen, Eure Klassiker aus Kindheitstagen, Eure Familienrezepte und altbekannten Standards aus dem Schulkochbuch zu entstauben und moderne Varianten zu schaffen.

event

Vielleicht macht Ihr Euch zu einem gemütlichen TV-Abend ja ein ganz raffiniertes Popcorn? Oder Euch fällt ein exotisches Topping für die altbekannte Kartoffelsuppe ein? Wie machen junge Eltern heute den Nachkriegs-Kuchen und Kindergeburtstagsliebling „Kalter Hund“? Sind Bratkartoffeln mit Dickmilch als schneller Sattmacher ausgestorben? Und wo, bitteschön, finde ich heute überhaupt noch Dickmilch???

Habt Ihr Lust mitzumachen? Dann freue ich mich auf Eure Teilnahme!

Hier ein paar Spielregeln:

  • Mitmachen kann jeder, der einen Blog betreibt. Das muss natürlich kein Foodblog sein.
  • Euer Beitrag muss thematisch das Thema „Entstaubte Klassiker“ kulinarisch aufgreifen. Ansonsten gibt es keine inhaltlichen Vorgaben. Denkt gerne auch “um die Ecke”. Ich mag das und lasse mich gerne überraschen, wie Ihr das Thema interpretiert.
  • Postet Euren Artikel bitte bis zum 6.12., 23:59 Uhr, auf Eurem Blog.
  • Ihr könnt – müsst aber nicht – den reizenden Banner (s.o.) von Stefanie Bamberg verwenden. (Danke, Stefanie!) Dazu das Bild kopieren und als Bild in Euren Artikel oder – falls Ihr mögt – in Eure Sidebar einfügen. Ihr könnt aber auch einfach den nachstehenden Code kopieren (Danke, Sandra!): <a href=”http://germanabendbrot.wordpress.com/2013/11/04/mein-allererstes-blog-event-entstaubte-klassiker-ein-kleines-dankeschon/” title=”Blogevent Entstaubte Klassiker”><img src=” http://germanabendbrot.files.wordpress.com/2013/11/event.jpg?w=500” /></a>
  • Verlinkt in Eurem Beitrag bitte zu diesem Artikel hier, damit Eure Leser auch die anderen Beiträge des Events entdecken können.
  • Hinterlasst dann bitte den Link zu Eurem Beitrag unter diesem Post als Kommentar oder schickt mir eine E-Mail an germanabendbrot(at)gmx(punkt)de
  • Da in der großen weiten Foodblogger-Community selten jemand als einziges eine gute Idee hat, erteile ich pro Blog eine Wildcard: Ich dürft (zusätzlich oder als einzigen Beitrag) EIN Rezept aus Eurem Archiv verwenden. Schreibt aber dann bitte einen kurzen neuen Beitrag zu dem „alten“ Rezept, damit Ihr auf diesen Post hier verlinken könnt und Eure Leser erfahren, worum es geht. Eine lange Liste mit uralten Links macht niemandem Spaß…
  • Mit Eurem Beitrag räumt Ihr mir das Recht ein, Eure Rezepte (inkl. Bild) in einem zusammenfassenden Blog-Post zu veröffentlichen. Außerdem werde ich auf das Event, Eure Beiträge und die Zusammenfassung via Facebook und Twitter hinweisen.
  • Eine FB-Veranstaltung gibt es zu dem Event hier.

Seit über drei Jahren ist meine kleine Fressseite, das German Abendbrot, nun schon online. Viel Exotisches habe ich in dieser Zeit gekocht, viele Familienrezepte mit Euch geteilt, Neues ausprobiert, Bewährtes aus der Versenkung geholt, manche Schreibkrisen überwunden, vor allem aber jede Menge Spaß gehabt. Ich habe einige meiner Leser persönlich kennenlernen dürfen, habe viel Rat, Anregung und Unterstützung erfahren und mich gut vernetzen können. Das alles möchte ich nicht mehr missen. Und dafür möchte ich Euch, meinen Lesern, von Herzen danken!

Deshalb verlose ich unter allen teilnehmenden Bloggern ein paar zum Klassiker-Thema passende „Dankeschöns“, die ich für Euch zusammengesucht und aufgetrieben habe:

  • Klassiker zum Trinken 1-3: Auch Weine, Trauben oder Anbauregionen leiden manchmal unter einem verstaubten Image. Dass dies aber oft zu Unrecht der Fall ist, dürfen drei glückliche Gewinner selbst er”schmecken”. Riesling, Blaufränkisch oder Grüner Veltliner – ganz ohne Muff und von jungen Winzern teilweise neu interpretiert – zusammengestellt von ninetyninebottles in drei tollen Wein-Paketen:
  1. Paket “Deutschland, Österreich, Spanien”: Insg. 4 Flaschen plus 20€ Gutschein zum Einkauf bei ninetyninebottles.de. Paket-Inhalt: Freudenspiel Riesling Sekt, Robert Weil Riesling trocken, Esterhazy Blaufränkisch, Altos Tempranillo
  2. Paket “Österreich & Deutschland”: Insg. 3 Flaschen, Paket-Inhalt: Hand in Hand Spätburgunder, Grüner Veltliner Edelweiss, Feen und Elfen Riesling
  3. Paket “Frankreich”: Einmal eine Flasche Chateau Saint Paul Medoc

entstaubte_klassiker

  • Klassiker zum Trinken (alkoholfrei): Wir entstauben die Trinkschokolade und rühren statt Nesquick und Kaba eine feine Trinkschokolade von Rausch in unsere Milch: Plantagen-Schokolade Puerto Cabello aus Venezuela mit 43% Kakao-Anteil.
  • Klassiker für die Küche: Küchengeräte müssen nicht langweilig sein. Auch wenn es sich um einen klassischen Schäler handelt. Der Schäler von Normann Copenhagen jedenfalls ist sowas von stylish. Den würd’ ich glatt behalten!
  • Klassiker aus Fleisch & Blut: Wenn jemand weiß, wie man als Klassiker frisch & knackig bleibt, dann das “Playmate des Jahrhunderts” Gitta Saxx. Denn sie gehört zu den wenigen Frauen, die über Jahrzehnte in der Branche erfolgreich sind. (Ich hab’ doch gesagt, ich mag es, wenn wir auch mal um die Ecke denken ;-) ) Tipps verrät sie in ihrem Buch (Verlag edition a) “Jungbleiben für Anfänger”. Wer weiß, vielleicht können wir ja noch etwas lernen von Frau Saxx?

Teilnahmebedingungen:

Jeder innerhalb der Laufzeit des Events teilnehmende Blog landet automatisch im Lostopf. Über die Gewinne entscheidet die Glücksfee (in Gestalt des bEdW) per Auslosung nach Beendigung des Events. Wenn Ihr nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das in Eurem Kommentar/Eurer Mail bitte dazu! Die Gewinner/innen werden per Mail benachrichtigt und in der Zusammenfassung hier im Blog genannt.

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Ich danke den Firmen ninetyninebottles, Rausch, Bleywaren und dem Verlag edition a sowie deren Agenturen für die freundliche Unterstützung.

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Der Moscow Mule ist ein Klassiker unter den Highball-Drinks, also jenen, die neben Hochprozentigem einen hohen Anteil an Nicht-alkoholischem enthalten.

Im Original enthält der Mule Wodka und Ginger Ale, Eis und einen Spritzer Limette.

Aber wie von allen Traditionscocktails gibt es auch von dem Moskauer Maultier zahlreiche Varianten. Werden ein paar Spritzer Angostura Bitter untergerührt, bekommt man einen Kickin’ Mule – also ein ausschlagendes Maultier.

Und in München trinkt man den Cocktail meist mit Gurkenscheiben – dann wird er zum Munich Mule.

Am besten schmeckt mir aber meine Variante, die das Beste aus allen Welten vereint:

Ein Highball-Glas mit Eis füllen, 2 Viertel Limette ausdrücken, einige Spritzer Angostura hinzugeben und ein Schnapsglas Wodka in das Glas füllen. Mit Ginger Ale auffüllen, Gurkenscheiben dazu und einmal kräftig umrühren.

Die Basis ist der Moscow Mule, der Angostura, der dem Ganzen die Süße nimmt, steht für das Kickin’ und die Gurkenscheiben für Munich. Also: The Kickin’ Munich Mule. Yeeeeehaaaaaa!

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Nur weil ich mit dem Kochen und Bloggen aktuell etwas kürzer trete, heißt das ja nicht, dass ich nicht nebenbei ein bisschen lecker Zeug trinke. Und das Mitmachen bei der Weinrallye ist doch Ehrensache! Kürzer treten heißt aber auch: ein bissl knapper als sonst, trotzdem mit viel Enthusiasmus. Ich schenk’ mir kluge Sprüche über Perlage und Dosage, Rütteln, Schütteln, Flaschengärung blablabla… Ach, lest selbst, was ich Euch Prickelndes für den Sommer an’s Herz legen will! Stößchen!!

Früher dachte ich immer, Sekt sei die kleine, hässliche Schwester des Champagners (sind natürlich beides Frauen, klar, oder?). Während der Champagner schön, grazil, blond, langhaarig und -beinig daherkommt, mit viel Charme und perlendem Lachen Mittelpunkt jeder Party ist, ist die Sekt-Schwester eher unscheinbar, sauertöpfisch und naja, nimmt man halt mit zur Party, lässt sie aber die Teller abräumen. So halt. Weißte Bescheid.

Stop! Vorurteil!

Natürlich sind die Franzosen Marketing-Genies. Während sie groß an ihrer Champagner-Story rumschrauben, sich über die Champagner-Gebiets-Rangeleien die Augen ausstechen, gutgläubigen Chinesen weismachen wollen, dass auch heute noch in den großen Häusern alte, baskenmützige Jeans und Pierres wacklig jede einzelne Flasche rütteln und schütteln, ist man in der deutschen Sekt-Kellerei eher zielorientiert am Machen. Söhnlein brillant, Deinhard oder Rotkäppchen klingen ja auch gleich schon viel blöder als Taittinger, Veuve Clicquot (hier sollte mal ein Sekt Witwe Schmidt heißen!), Moet oder sonstwie nasal.

Dabei haben üble, sodbrennenerregende Massenprodukte auch lange Zeit den Sargnagel gebildet für das Image deutscher Sekte. Glücklicherweise gibt es auch außerhalb der Champagne zahlreiche junge, moderne aber auch traditionsbewusste Winzer, die prickelnde Sachen ins Glas bringen, die wirklich glücklich machen!

Ich will mich gar nicht auf Vergleiche einlassen. Es gibt atemberaubende Champagner, die angemessen sind für rauschende Feste, große Feierlichkeiten und ganz besondere Momente. Aber es gibt eben auch – direkt vor meiner Haustür! – Sekte, für die ich jeden Champagner stehen lasse. Und man soll doch immer regional kaufen und verzehren, oder?

Mach’ ich. Und zwar mit Hochgenuss! Hier meine vier Lieblings-Sekte aus dem herrlichen Rheingau. Eat this, Champagne!

22.000 Flaschen Sekt produziert das Weingut Schönleber aus Oestrich-Winkel pro Jahr. Ein Paar davon liegen bei uns kalt. Denn der Schönleber Extra Brut (ehemals “Hardliner”) sollte besser nicht ausgehen. Kennern ist die Familie Schönleber zwar ein Begriff. Ich aber habe sie erst entdeckt, als ich meine erste Wiesbadener Weinwoche miterleben durfte. Ich liebe das Trocken-Krachige von Rieslingsekten. Häufig habe ich aber mit der Säure so meine Probleme. Hier hat man die beste Variante im Glas: trocken, riesling-style und angenehm zurückhaltend in der Säure.

Balthasar Ress gehört zu den Stars der Rheingauer Weinszene. Nix weinrebenrankende Gemütlichkeit, aufgebockte Fässer und Bacchus-Malereien – bei Ress kommt alles stylish und mit viel Marketing-Know-How daher. Gerade hat er mit viel Medien-Tam-Tam die im Diezer Baggersee versenkten Spitzen-Riesling-Flaschen “RESSpekt” beborgen. Die Lagerung im kühlen, luftdichten See scheinen dem Wein nicht geschadet zu haben… Weniger dramatisch kommt der Riesling-Sekt Extra Brut daher. Pfirsich, Grapefruit, milde Säure – am liebsten genossen in der Vinothek des Weinguts in der Wiesbadener Mauergasse. Ein Gläschen Sekt, ein paar kleine Häppchen dazu, Leute gucken: Das ist wie Urlaub!

Die Tussi unter meinen Lieblings-Sekten: Schloss Vaus Rosé Brut 2010 – ein Pinot Noir-Sekt aus dem Pfälzer Anbaugebiet, der herrliche roséfarben im Glas perlt, trocken und fruchtig (Kirsche!) schmeckt und einfach perfekt ist als Aperitif, an Mädchenabenden oder einfach so mit Blick von der Terrasse auf die Wiesbadener Weinberge. Kostenfaktor ca. 14€/Flasche, z.B. bei Rewe oder direkt im Onlineshop. Das Schloss Vaux in Eltville am Rhein ist aber auch unabhängig vom Sekt (hä?!) einen Besuch wert. Sehr malerisch, sehr romantisch…

Noch auf Verkostung wartet der Primero – ein Sekt, der im Gewölbekeller des Wiesbadener Weinhändlers Andreas Gölitzer (Le Bonheur) reift und somit ein echter Wiesbadener ist! Ich bin gespannt…

Übrigens: Die 1902 zur Finanzierung der kaiserlischen Flotte eingeführte Schaumweinsteuer wird heute noch erhoben und spült (sic!) jährlich über 400 Millionen Euro in den Bundeshaushalt. Da wir längst keine kaiserliche Flotte mehr haben, unterstützen wir Sekttrinker also Bau und Unterhalt von Schulen, Krankenhäusern und Kindergärten – zumindest können wir uns das einreden und uns dabei heldenhaft fühlen. Stößchen!

 

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Was war das neulich für eine Woche?! 11-Stunden-Tage, und Freitagabend stand noch eine lange Bahnfahrt aus München zwischen mir und dem Wochenende. Mir war sowas von nach einem Drink! Endlich daheim – und auch noch Strohwitwe! – stand das Abendprogramm schnell fest:  Frauenzeitschriften aufm Sofa, Parade’s End im TV, ein Käse-Sandwich aufm Teller und ein Drink mit klimpernden Eiswürfeln im Glas! Was will ein Mädchen mehr?

Na, das hier:

The Bombay Rhub, mein Freestyle-Drink mit hausgemachtem Rhabarber-Ingwer-Sirup. Herrlich pink und herrlich lecker!

Für meinen Bombay Rhub braucht Ihr einen Cocktailshaker, ein Barmaß (Jigger), Eiswürfel und ein passendes Glas.

Zutaten:

2 Barmaß Gin (z.B. Bombay Sapphire – daher der Name)

2 Barmaß Rhabarber-Ingwer-Sirup (oder normalen Rhabarber-Sirup)

1 Barmaß Ingwer-Likör

1/2 Barmaß Limettensaft

Sodawasser oder Mineralwasser

Alles außer dem Soda in einen Shaker mit Eiswürfeln geben und ordentlich shaken. Eiswürfel in das Glas füllen, Cocktail hineingießen und mit Sodawasser auffüllen. Fertig!

Auf einem Bein kann man bekanntlich nicht stehen! Außerdem hat das Käsesandwich mit Cheddar, Roastbeef und Mango-Chutney durstig gemacht. Also gab’s gleich zur TV-Schmonzette noch eine durch den Parade’s End Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch inspirierten Nachschlag – ohne Foto:

The Cucumber Bitch

2 Barmaß Gin

2 Barmaß Rhabarber-Vanille-Sirup

1/2 Barmaß Limettensaft

5 Scheiben Salatgurke (mit Schale)

Soda

Eis

Im Shaker Eis, Gin, Sirup und Limette shaken und in ein Glas mit Wasser und Gurkenscheiben abgießen. Fertig!

Kinners, ich sag Euch: So kann man herrlich von einer stressigen Arbeitswoche runterkommen und wie auf gingetränkten Wattewölkchen ins Wochenende cruisen…

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