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Archive for the ‘Fisch & Meeresfrüchte’ Category

Die erste Fußball-WM, an die ich mich erinnern kann, war die in Spanien 1982. Seitdem bin ich infiziert. Die WM 1982: Das war die WM, bei der die Italiener in der Vorrunde zwar kein Spiel gewannen, aber später gegen Deutschland Weltmeister wurden. Ein Erfolg, den die Mannschaft erst 2006 wiederholen konnte. Das war die WM, bei der ein genialer kleiner Franzose namens Michel Platini Furore machte. Heute ist er umstrittener FIFA-Funktionär. Die WM, bei der Hitzkopf und Publikumsliebling Toni Schumacher zwar genial den Kasten verteidigte, aber leider auch ein grauenvolles Foul an dem Franzosen Battiston verübte. Sein Buch “Anpfiff” sorgte später noch für Aufruhr beim DFB. Die WM, bei der ein junger Franke names Lothar Matthäus und ein O-beiniger Berliner namens Pierre Littbarski ihr WM-Debüt gaben. Beide sollten 1990 in Italien Weltmeister werden. (Übrigens: Auch Diego Maradona gab 1982 sein WM-Debüt für Argentinien. Was für eine Generation!)

Was 1982 undenkbar war, war eine WM-Teilnahme der USA. Die konnten Football, Baseball, Basketball – aber Fußball?

Doch seit der WM in den USA 1994 zählen die Jungs feste zum Repertoire des Turniers. Erst recht, seit “unser” Jürgen Klinsmann (ebenfalls Weltmeister 1990 und Sommermärchen-Verursacher 2006) Trainer der US-Mannschaft ist.

Ein großes Glück für uns. Weniger fußballerisch als kulinarisch. Denn so kann ich einen USA-Beitrag für Peters WM-Event “Kick aus fernen Töpfen” posten! (Die Zusammenfassung findet “ongoing” statt und kann bereits jetzt hier eingesehen werden!)

Ich hätte natürlich Burger, Hot Dog oder Cream-Cheese-Bagels machen können. Aber, ätsch!, hab ich nicht!

Stattdessen gibt es eine hawaiianische ‘Ahi-Pasta. Oder: Spaghetti mit Thunfisch, Zitrone, Basilikum und getrockneten Tomaten.

Processed with Rookie

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

200 gr Thunfischfilet

6 getrocknete Tomaten, fein gehackt

4 EL Basilikum, fein gehackt

4 EL Petersilie, fein gehackt

4 Frühlingszwiebeln, fein gehackt

1 EL Zitronenzesten

Saft einer halben Zitrone

1 Knoblauchzehe, gequetscht

1/2 TL Chiliflocken

Salz

Pfeffer

eine Prise Zucker

250 gr Spaghetti (oder Linguine, Capellini…)

Zubehör: Pastatopf, Sieb, große Pfanne

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Pastateller bei ca 50 Grad im Backofen vorwärmen.

Thunfisch in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Alle Zutaten zu einer Marinade verrühren und den Thunfisch darin marinieren.

Währendessen Nudelwasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die Pasta garen. Kurz, bevor die Nudeln gut sind, die Pfanne auf höchste Stufe stellen und den Fisch samt Marinade sehr kurz darin anbraten. Der Thunfisch sollte außen gar, innen aber noch roh sein.

Nudeln abschütten, in die Pfanne geben und der Fisch-Sauce vermischen. Anrichten und sofort servieren.

Pasta auf Hawaii?

Jawoll! Das Rezept stammt nämlich aus einem kleinen feinen Kochbuch, das mir meine liebe Kollegin O. aus Hawaii mitgebracht hat.

Hawaii

‘Ahi heißt Thunfisch und ist eine häufig verwendete Delikatesse auf Hawaii – sagt O., die von der Küche der Insel schwärmt.

Ich sollte mir das mal genauer vor Ort anschauen. Oder braucht Ihr außer diesem Foto von O. noch Argumente? (O. versichert, es gibt sogar Bier auf Hawaii!)

Hawaii

 

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Ja, an dieser Stelle traue ich mich, einen Superlativ zu benutzen. Denn es gibt keine Cocktailsauce, die mir jemals besser geschmeckt hätte. Und sie existiert in unserer Familie seit mindestens 40 Jahren. Oder mehr? Nuff said? Nuff said!

Jedenfalls mache ich sie nach dem Rezept meiner Mutter, habe sie vielleicht etwas justiert. Aber mich beschleicht ohnehin der Verdacht, dass ich als Fünfjährige nur deshalb völlig unerschrocken sämtliche Meeresfrüchte im Frankreich-Urlaub gegessen habe, um diese Cocktailsauce essen zu können. Löffelweise!

Sie passt wunderbar zu – eben! – sämtlichen Langusten, Scampis, Shrimps etc. Natürlich auch zu Grillgemüse, Ofenkartoffeln, Hühnchenfleisch oder Fisch. Mit geröstetem Baguette auf dem Tisch wurde sie bisher noch immer ratzeputze leer gegessen. Und rosa ist eh eine tolle Farbe:

cocktailsauce

Zutaten für eine (ohnehin niemals ausreichend große) Schüssel:

200 gr 10%-igen Joghurt

1 großer EL Creme fraiche

5 gr EL Ketchup (hausgemacht oder ein gutes Bio-Ketchup, etwa von Heinz)

einige Spritzer Worcester Sauce

einige Spritzer Tabasco

ein Schluck trockener Sherry

1 TL edelsüßen Paprika

Saft einer halben kleinen Zitrone

Salz

weißen Pfeffer frisch gemahlen

Prise Zucker

Die Mengenangaben sind Circa-Angaben. Ihr solltet alle Zutaten zum Abschmecken nutzen.

Zubehör: kleiner Schneebesen, Schüsselchen

Zubereitungszeit: 10 min (etwas Zeit zum Durchziehen schadet nicht)

So geht’s:

Logisch: Alle Zutaten miteinander vermischen und mit dem Schneebesen glattrühren, so dass keine Klümpchen drin sind. Abschmecken und kühl stellen. Vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur bringen. Gegebenenfalls noch mal abschmecken und nachwürzen.

Ihr werdet mit dem Abschmecken überhaupt nicht mehr aufhören können, versprochen.

Wozu wir die Cocktailsauce essen, wenn noch keine Grillsaison ist?

Zur Fischpfanne aus dem Ofen, angelehnt an ein Rezept von Jamie Oliver aus seinen “30 Minutes Meals” (Episode 22: Fish Tray Bake”):

Dazu den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Eine Ofenform mit Olivenöl fetten und etwa 6 in Salz eingelegte Sardellen auf den Boden legen. Fischfilets (beispielsweise Lachs, Zander, Kabeljau-Loins… ) und rohe, ungeschälte (aber entdarmte!) Shrimps, Cocktailtomaten, Knoblauchzehen, Thymianzweige dazugeben. Eine kleine Zitrone achteln und die Achtel zwischen den Fischstücken verteilen. Wer mag, kann auch noch Tintenfisch oder Muscheln ergänzen – je nachdem, was Euch beim Fischhändler anlacht! Alles pfeffern und salzen. Mit einigen Scheiben Pancetta “abdecken” und mit etwas Olivenöl besprenkeln.

Jetzt die Ofenform auf die mittlere Schiene des Backofens schieben. Je nach Dicke der Fischfilets dauert die Garzeit etwa 15 Minuten.

Natürlich könnt Ihr auch Zucchini, Frühlingszwiebeln oder andere Zutaten hinzugeben.

Der Pancetta, das Öl, der Fischsud, die Sardellen, die Kräuter, die Zitronen – das allers ergibt einen hervorragenden Sud auf dem Boden der Ofenform, die man herrlich mit Baguette aufstippen kann. Natürlich nur, wenn man nicht gerade bis zu den Ohren in der Cocktailsauce hängt, die zu allem, was aus dem Meer kommt, der Clou ist!

Lasst es Euch schmecken! Ihr habt jetzt das ultimative Cocktailsaucenrezept. Da geht nix mehr schief!

Update: Barbara von “Ein Topf Heimat” hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass sie aktuell ein schönes Blog-Event durchführt: “Kulinarisches Brandzeichen”! Hier sucht sie Rezepte, die uns kulinarisch geprägt haben und uns immer wieder in frühere Zeiten zurückbeamen. Da mache ich doch gerne mit! Und Ihr vielleicht auch?

 

 

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Die Mittagspause stellt Berufstätige wirklich vor eine Herausforderung! Wer will schon immer das ewig gleiche belegte Brötchen vom Bäcker essen, täglich viel Geld für den Mittagstisch ausgeben oder sich – noch schlimmer! – mit fragwürdigem Gebäck von der Tanke nebenan eindecken? Auch Kantinen sind nicht immer so verlockend, dass sie uns 5 Tage pro Woche glücklich machen. Und wer dann noch wissen will, was in seinem Essen drin ist, der kommt um mitgebrachtes Essen nicht herum. Nur: Nicht jedes Büro bietet Koch- und Aufwärmmöglichkeiten. Von Baustellen oder Ladengeschäften ganz zu schweigen! Und wer will die Kollegen schon mit stundenlang köchelnder Fischsuppe oder aufgewärmtem Wirsingeintopf quälen?

Alles ruft also nach dem Revival der guten alten Brotdose – neudeutsch: Lunchbox , noch schicker: Bentobox. Ich bleib bei Brotdose. Habe ich doch das Brot schon im Blognamen verewigt :)

Tina von Lunch for One jedenfalls sucht nach Rezepten für die Lunchbox und hat ein Gewinnspiel ausgelobt. Und da darf mein Lunch-Klassiker doch nicht fehlen: Tatatataaaaaa, la Tarte! La Forellen-Tarte, um genau zu sein:

Forellentarte

Tarte lässt sich perfekt am Vortag vorbereiten und schmeckt nach einer durchgezechten durchgezogenen Nacht sogar noch besser! Die Zutaten kann man gut im Vorratsschrank haben, am Wochenende frisch besorgen und etwas aufheben oder leicht auch noch schnell im Supermarkt besorgen, wenn erst spät aus der Arbeit kommt.

Wer mag kann zur Tarte noch etwas gewaschenen und trockengeschleuderten Salat in einer separaten Tupperbox mitnehmen (hält sich auch gut, wenn er am Vorabend eingetuppert und im Kühlschrank aufbewahrt wird), ein Glas mit einem abends angerührten Dressing passt auch noch in die Tasche. Die Tarte schmeckt aber auch ohne Salat sehr gut…

Zutaten für den Mürbeteig:

200 gr Mehl

1/2 TL Salz

100 gr Butter

1 Ei

Alles gut vermischen, bis ein geschmeidiger Teig daraus wird. Zu einer Kugel formen, in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben und darin schon mal leicht  ausrollen. Dann kühlt er schneller durch. Also: Beutel für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben.

Zutaten für die Forellen-Füllung:

400 gr Filets von der Räucherforelle

1 Bund Schnittlauch, fein gehackt

2 Eier

250 gr Creme fraiche

50 gr neutraler Frischkäse

2 Frühlingszwiebeln (nur das Weiße)

Salz

weißer Pfeffer

Abrieb einer halben Bio-Zitrone

etwas Butter für die Form und zum Anschwitzen

Zubehör: Rührschüssel, kleine Pfanne, Tarteform (28 cm) oder kleine Tartelette-Förmchen, Nudelholz, Pinzette oder Grätenzange, Stabmixer oder Blender, Frischhaltefolie

Zubereitungszeit: 15 min für den Teig, 20 min für die Füllung, Backzeit ca. 35 min

So geht’s:

Während der Teig durchkühlt, kümmern wir uns um die Füllung: Frühlingszwiebeln säubern, in feine Ringe schneiden und in etwas geschmolzener Butter in der kleinen Pfanne anschwitzen. Salzen, pfeffern, zur Seite stellen. Forellenfilets auf Gräten untersuchen und möglichst alle entfernen. Schnittlauch fein hacken. Jetzt alle Zutatenfür die Füllung – außer Schnittlauch und Zwiebeln – in eine Rührschüssel geben und mit dem Stabmixer grob pürieren. Es sollten noch Fischstückchen in der Masse sein! Zwiebeln und Schnittlauch unterheben und zur Seite stellen.

Teig aus der Kühlung nehmen, Gefrierbeutel an einer Seite aufschneiden. Teigkugel auf den Gefrierbeutel legen und mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken. Jetzt den Teig zwischen den beiden Lagen mit dem Nudelholz ausrollen bis er die Größe der Tarteform hat.

Tarteform fetten. Teig in die gefettete Form geben und mit einer Gabel anpieksen. Das Blindbacken spare ich mir, wenn es schnell gehen muss. (Ansonsten jetzt mit Backpapier und Linsen oder anderen trockenen Hülsenfrüchten abdecken und 15 min mit Papier, 5 min ohne blind backen.) Die Füllung gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen und auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben. Etwa 35 min backen, bis die Masse komplett gestockt ist!

Abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form heben (Das geht besonders gut, wenn man eine Tarteform mit losgelöstem Boden hat. Diese Anschaffung kann ich echt empfehlen!) oder aus den Tartelette-Förmchen stürzen.

Da die Forellen geräuchert waren und das Ei komplett durchgebacken, hebt sich die Tarte locker im Kühlschrank 2 Tage auf.

Ein herzhaftes Dressing für die Mittagspause mache ich übrigens aus 1/3 Weißweinessig, 2/3 Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1/2 TL Senf und einer halben kleinen gekochten Kartoffel.

Die Tarte schmeckt frisch aus dem Ofen und noch lauwarm natürlich am besten. Aber auch am nächsten Tag ist sie kalt ein wunderbares Mittagessen – oder auch für Picknick und Biergarten geeignet. Tartes sind meine Geheimwaffe fürs Büro, fürs Buffet oder wenn mal Reste im Kühlschrank auf ihre Weiterverwendung warten. Ich bin gespannt, was Tina und ihre Gäste sonst noch in die Lunchbox packen!
”Pimp

 

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Ihr wisst ja: Manchmal muss es schnell gehen.

Aber wer sagt eigentlich, dass Schnelles immer nur “second best” ist? Oder profan? Oder sonstwie “nicht so toll”.

Ein ganz schnelles, einfaches aber richtig edles Gericht hatten wir neulich mit schwarzer Pasta und feinem Seeteufel:

Zutaten:

250 gr frische schwarze Pasta (oder selbermachen und Sepia-Tinte dazugeben)

150 gr Seeteufelfilet

etwa zehn Basilikumblätter

Olivenöl

Salz, Pfeffer

Zubehör: großer Topf für die Pasta, große Pfanne

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Wasser für die Pasta aufsetzen.

Seeteufel in Scheiben schneiden.

Pasta kochen und währendessen etwas Olivenöl in der Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Seeteufelscheiben darin anbraten. Pasta abgießen, nicht zu stark abtropfen und in die Pfanne geben. Vorsichtig unterheben und mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer finishen.

Basilikumblätter hacken und zur Hälfte mit der Pasta vermischen.

Auf vorgewärmten Tellern und mit dem restlichen Basilikum garnieren.

Einfacher geht’s nicht. Und köstlicher auch kaum. Mit hervorragenden Zutaten ein herrschaftliches Blitz-Essen!

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Jaja, wir befinden uns im Zeitalter des Wassermanns. Das wissen wir alle seit dem Musical “Hair” und dem Ohrwurm “Aquarius”. Außerdem wird meine Wassermann-Schwester nicht müde, mich darauf hinzuweisen.

Aber nach dem Zeitalter der Wassermänner kommen…? Eben! Die Fische (genauer: ab 2.150 nach Christus. Geduld, liebe Fische!). Ätsch.

Und im Sternzeichen Fische befinden wir uns auch ab sofort. Lasset die Festspiele beginnen! Denn ratet mal, wer noch so im coolen Sternzeichen geboren ist? Ich gebe Euch einen Tipp: Sie teilt sich den Geburtstag mit Drew Barrymore, Arthur Schopenhauer, George Washington, August Bebel und Luis Bunuel. Chakka!

Jedenfalls wollen Fische nicht nur schwimmen, sie sind auch hochsensibel. Ich nenne es lieber: emotional.

Das Fischlein ist ein bissl verträumt, liebevoll, treu und handelt intuitiv. Der Fisch “spürt” deshalb oft schon, wie die Atmosphäre so ist, bevor’s im Meeting richtig zur Sache geht oder die beste Freundin mit der Sprache rausrückt. Aber trotz seiner mitfühlenden Art ist er gerne alleine und braucht eine Tür zum Hinter-sich-Schließen genauso dringend wie Menschen um sich herum – alles zu seiner Zeit eben.

Ein großer Stratege ist unser Fisch nicht gerade. Mit Zahlen und Fakten hat er’s nicht so. So spart er zwar monatelang Geld, aber nur, um dann alles auf einen Schlag für Flitterkram auszugeben. Seine Dokumente legt er – aus seiner Sicht! – zwar super strukturiert ab. Aber eben alles unter “P” wie Post. Unnötig zu sagen, dass die jährliche Steuererklärung unseren Fisch in tiefe emotionale Verzweiflung stürzt. Da reist er dann lieber ans Meer und kneift so lange die Augen zu, bis alles vorbei ist.

Fische haben aber noch eine weitere Eigenschaft: Sie schmecken gut!

Beispielsweise der wunderbare Skrei, der Winterkabeljau, der jetzt Saison hat. Herrlich feines, leichtes, weißes Fleisch, bei dem man das kalte, klare Wasser förmlich schmeckt, aus dem er zu dieser Zeit gerade kommt. In der Food-Blogger-Welt wurde schon so viel zum Skrei geschrieben, dass ich hier gar nicht mehr lange ausholen muss.

Einfach die Filets auf der Haut-Seite sanft in der Pfanne anbraten. Dazu ein Limonenrisotto (etwas nach dem Rezept von Rheintopf) und die Saison genießen, die noch bis April geht.

Skrei_Limonenrisotto

Gigantisch schmeckt der Skrei auch zum Mönchsbart (oder Barba di Frate), dem Gemüse, das ebenfalls jetzt bald Saison hat und hier mal ausführlicher beschrieben wurde.

Dazu ein Sauvignon Blanc und wir befinden uns mitten im Zeitalter der Fische!

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Ihr seid so irre! Ich hätte ja mit allem gerechnet. Aber nicht mit 50 Rezepten, denen neues Leben eingehaucht wurde. FÜNFZIG REZEPTE. Kinners, ich freu mich riesig über die Teilnahme an meinem Blog-Event “Entstaubte Klassiker”!

Vor allem habe ich in den letzten Wochen jede Menge gelernt: Ich habe unbekannte Traditionen kennengelernt, von heimlichen Gelüsten erfahren, an Kindheitserinnerungen teilgehabt, Ost-West- sowie Nord-Süd-Gefälle bemerkt, wurde an längst vergessen Geglaubtes erinnert und habe herzlich über nur zu gut Bekanntes gelacht.

Am schönsten finde ich aber die vielen Hommages an unsere Großmütter. Habe ich doch selber eine, die die besten aller Kuchen backt. Und die wohl heimlich mit Katharinas Großmutter verwandt sein muss, wenn man sich die Ähnlichkeit von Katharinas Telefonat mit dem vor Augen führt, das ich zum Thema Rhabarberkuchen mit meiner Oma hatte.

Ich LIEBE kochende Großmütter (und Mütter natürlich! Und Väter! Und Opas!) und widme diese Zusammenfassung deshalb allen alten Damen (und Herren), die in uns die Lust aufs Essen und Kochen geweckt oder wiedererweckt haben!

Jetzt geht’s aber los mit der Zusammenfassung wunderbarer wiederbelebter, abgewandelter, aufgehübschter, entschlackter – kurzum: entstaubter! – Klassiker!

(PS: Die Gewinner der Preise wurden schriftlich verständig und der Vollständigkeit halber gaaaaanz unten noch mal erwähnt.)

Ein Clubzimmer schreit ja förmlich nach leckeren Häppchen zu starken Drinks. Deshalb gab es von diesem Blog auch Reibeplätzchen mit Lachs. Darauf einen Old Fashioned, im knarzenden Clubsessel genossen, Mad Men einschalten. Life is good!

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Damit aber nicht genug! Im Clubzimmer steht auch noch ein Glas mit Soleiern rum. Wisst Ihr eigentlich, wie lecker die sind?! Hab ich neulich wiederentdeckt. Könnt ich mich reinsetzen! Soleier rocken!

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Die Turbohausfrau hat tatsächlich einen meiner Kindheitsklassiker entstaubt: Gebackene Apfelscheiben. Gab’s bei uns auch. Dabei habe ich süße Mittagessen ja immer gehasst… Aber so als Nachtisch oder zum Kaffee? Hmmm!

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Bei dem Blognamen Dental Food zucke ich ja immer erstmal zusammen. Aber vor Doc Eva und ihren köstlichen Brickteigtörtchen mit Pflaumen muss man keine Angst haben…

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Lotta kocht mit Leidenschaft. Beispielsweise den rheinischen Klassiker Himmel un Erd. Da geht auch dem bEdW gleich das Herz auf. Dass der Klassiker auch mal anders geht, zeigt sie in ihrem Blogpost.

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Wer in der Ferne lebt wie Foodzeit, der weiß, dass Heimweh mit Essen gestillt werden kann. Das Rezept für die Königsberger Klopse stammt aus China! Damit geht der Preis für die weiteste Reise definitiv an Foodzeit.

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Heimweh stillt Foodzeit aber auch mit DEM Klassiker von Julia Childs: Boeuf Bourguignon!

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Da isse, die Omma! Und zwar Oma Anni. Beim Tellerschubser gab es Omas Gulasch. Aber bei aller Liebe zur Omma kräftig entstaubt und ins 21. Jahrhundert geholt. Sieht doch köstlich aus, oder?

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Wenn et Tring kocht, wärd es sowatt von lääcker! Etwa beim rheinischen Döppekooche. Da geht mir schon sprachlich das Herz auf…

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Wo geht’s zum Gemüseregal? fragt Franzi. Und wir wissen jetzt auch wieso: weil sie ihr Ragout Fin, den Klassiker unter den Klassikern, kräftig durchgewedelt und “veganisiert” hat.

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Der schöne Blog In a Jelly Jar bringt uns eine Patenkind-Tradition aus Österreich mit: Allerheiligenstriezl wurden traditionell durch die Paten überreicht. Eine schöne Idee…

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Astrid und Friederike halten gerne mal Küchentratsch. Was dabei herauskommt? Eine entstaubte Version von Reiberdatschi (aka Riivkooche aka Kartoffelpuffer aka…) – hier mit Portulak.

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Die beiden vom Küchentratsch haben auch gleich noch einen vorweihnachtlichen Dampfpudding gemacht. Davon habe ich noch nie gehört. Aber vielleicht inspiriert es ja den ein oder anderen noch so kurz vorm Fest!

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Rio ist ein kleiner Kater. Und weil Katzen sehr reinlich sind, ist ja kein Wunder, dass In Rios Küche ein Klassiker entstaubt wurde – nämlich Linsen mit Spätzle!

Eva ist nicht nur eine Kochpoetin, sondern auch eine Zauberin in der Küche. Ihre Torten lassen mir regelmäßig den Atem stocken. Aber auch ihre Sauerkrautgratin-Lasagne hat es mir (Hessin! Sauerkraut! Weisste Bescheid!) angetan.

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Nicht nur in der indischen Küche, auch im Elsaß ist die verdauungsfördernde Wirkung von Fenchel bekannt. Deshalb fügt ihn die Straßburgerin Mange-Tout auch ihrem Zwiebelkuchen hinzu. Wohl bekomm’s!

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Sogar Heston Blumenthal, der Küchenmagier und 3-Sterne-Koch, gesteht, dass er an “Prawn Cocktails” nicht vorbeigehen kann. Wie schön, dass uns Mange-Tout noch einen entstaubten Krabbencocktail mitgebracht hat. Den würde sicher auch Heston essen!

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Ein Klassiker unter den Foodblogs ist das Kochbuch für Max & Moritz. Und wer die Kochbücher von Margit bei GU kennt, den wundert nicht, dass ihr Himmel un Erd einen andalusischen Touch hat!

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Schön, wenn man nicht nur kochen sondern auch stricken kann. Beides vereint nämlich Julia, The Cooking Knitter, die ich im Sommer kennenlernen durfte. Etwas handwerkliches Geschickt benötigt man natürlich auch bei Kohlrouladen. Aber Garn hat Julia ja immer im Haus ;-)

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Wieder steht eine Oma Patin bei einem Gericht von Verboten gut: Kartoffelnudeln in brauner Butter mit Bergkäse. Hier wird das Kindheitsgericht deutlich entspeckt, ohne dass dabei geliebte Erinnerungen verloren gingen. Hach!

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Über den Beitrag vom Feinschmeckerle habe ich mich sooooo gefreut. Ist doch Cordon Bleu eines der am häufigsten verhunzten Wirtshausklassiker. Aber nicht, wenn es mit feinem Käse, gutem Schinken und fettarmen Ofenpommes daherkommt!

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Natürlich war klar, dass das Blog-Event nicht ohne Hinweis auf “Deutschland vegetarisch”, das grandiose Kochbuch, auskommt. Bei Kraut & Rüben gab es deshalb Blumenkohl mit Flädle. Kann man mich persönlich ja mit jagen. Aber auf das Buch macht es trotzdem Lust ;-)

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Ein Hoch auf die Mütter? Das wird auch die Tochter von Astrid anstimmen, wenn ihr von Muttern gefüllte Paprikaschoten kredenzt werden. Auf ausdrücklichen Wunsch natürlich. Und wie immer, wenn Arthurs Tochter kocht, ist das Ganze ein Lesegenuss und sicherlich sowas von gut!

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Tafelspitz kennt jeder. Aber HIRSCH-Tafelspitz? Hallöchen! Das klingt entzückend, was Our Food Creations da gemacht hat. Ich setz’ mich schon mal hin, Serviette aufm Schoß. Ich wär’ dann soweit!

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Und außerdem hat Our Food Creations noch Flammkuchen entstaubt. Noch so ein Klassiker, den es schrecklich oder seeeehr köstlich geben kann!

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Auch bei lumi kuke kocht die Oma gedanklich mit. Etwa, wenn es Markklößchen gibt. Die gehören in eine gute Samstagssuppe nämlich hinein! Mit so einer Einlage ist der entschuldigende Satz “Bei uns gibt’s awwer heut nur Supp!” gar nicht nötig!

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Bei Peter von Aus meinem Kochtopf bin ich seinerzeit auf die Idee zum Boeuf Stroganoff gestoßen, das mich zu diesem Event inspiriert hat. Wie schön, dass er mir ein Filet Wellington entstaubt hat. Das ist nämlich der nächste Klassiker, der auf meiner Liste steht :)

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Und dann macht Peter (Aus meinem Kochtopf) auch noch mein Lieblingsgemüse: Rote Bete an Orangenduft. Leute, Ihr verwöhnt mich bei diesem Event echt!

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So kurz vor Weihnachten gibt es bei Genial Lecker Gänsekeule. Und zwar mit lecker Orangenblaukraut. Hach, was freu ich mich auf die Weihnachtsgans! Ein Klassiker, an dem für mich NICHTS entstaubt werden darf…

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Graupen sind ja nicht so meins. Aber sie gehören natürlich in die klassische Küche rein. Das wissen wir vermutlich alle noch aus unserer Kindheit. Und so passt die Graupensuppe aus Brittas Kochtopf perfekt zum Thema.

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Ein echtes happy plate, also ein glücklicher Teller, ist, wer die lecker Möhrensuppe mit karamelisierten Erbsen servieren darf. Und noch glücklicher ist der, der die Suppe dann auslöffelt!

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Home is where the tummy is! Deshalb spricht der Blogname Ein Topf Heimat auch Bände… Und dann gibt es auch noch Bratäpfel mit Dulce de Membrillo. So lässt sich Heimweh kurieren!

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Peggy will ein bisschen kürzer treten. Aber glücklicherweise gibt sie das Bloggen in ihrem Blog Multikulinarisch nicht ganz auf. Sonst würden wir Gerichte wie dieses Gulasch mit Hagebutte und Fenchel vermissen!

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Zweierlei Fleischküchle (aka Frikadellen aka Buletten aka Fleischpflanzerl aka…) hat die Giftmischerin zubereitet. In jedes würde ich sofort reinbeißen. Vor allem in das mit Sauerkraut. Dazu dann noch Waldbeeren-Pfeffer-Rosmarin-Marmelade. Hmm…

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Sandra from Snuggs’ Kitchen kennt Ihr ja schon. Sie backt wunderbare Kekse und Kuchen und Brote. Aber sie kocht auch entstaubte Klassiker wie ein Kotelett mit Paprikasoße und Kartoffel-Apfel-Pü. Aber danach ging’s bestimmt sofort wieder an die Kekse!

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Dorothée aus Bushcook’s Kitchen hat sich virtuell den alten Genießer Gerard Depardieu eingeladen und gleich mal glasierte Kalbshaxe mit Kartoffelpü und Pilzen gezaubert. Monsieur Depardieu, Sie dürfen auch gerne mal zu mir kommen. Aber bringen Sie bitte gleich von Ihrem Wein mit!

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Aus Bushcook’s Kitchen gab’s dann aber auch gleich noch ein echtes, richtiges Tiramisu. Herr Depardieu hat ja bekanntlich großen Hunger!

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Als der Beitrag aus der Küche von Frau Kampi eintrudelte, hatte ich eine kleine Rührungsträne im Augenwinkel. Sie erinnert sich und uns an die verrückte Zeit nach dem Mauerfall 1989 und wie sich da und danach ihr Essensstil änderte. Aber lest bitte selbst von gebackenem Käse und so vielem mehr.

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Samichlaus heißt der Nikolaus in der Schweiz. Von dort kommt das Blog Widmatt und versorgt uns mit schweizer Rezepten und Traditionen. Wie diesem Brotgratin für den Samichlaus. Sachen gibt’s. Ich bin begeistert über so viele neue Klassiker!

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Kannten Ihr Rosenseitlinge? Eben. Wieder was gelernt. Also ich zumindest. Bei diesem wunderschönen Gericht aus Kohlrouladen mit rotem Spitzkohl und – eben – Rosenseitlingen von S-Küche.

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Endlich wird’s wieder süß. Und dann auch noch rosa! Wir sind halt auch nur Mädchen. Süß-schnuckelige, herzallerliebste Himbeer-Schoko-Spiralen kamen da angerollt aus dem Blog Meine süße Werkstatt.

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Ein Magentratzerl ist ein Gaumenkitzler. Soviel habe ich in meiner Münchner Zeit gelernt. Wie schön, dass hier ein weiteres Rezept aus der Kindheit aufgegriffen, ordentlich durchgeschüttelt, mit dem Teppichklopfer ausgestaubt und gepostet wurde: Schinkennudeln mit Schmortomaten.

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Den Namen My tasty little beauties könnte man ja schon ein bisschen sehr selbstbewusst finden. Aber wer sich in dem Blog umschaut, wird sehen, dass es wirklich kleine Schönheiten sind, die da gepostet werden. Etwa die Stollen a la Schwarzwälder Kirsch.

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Und noch eine kleine Schönheit von My tasty little beauties: eine Lebkuchentorte. Wow!

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Es gibt sicherlich zwei Milliarden Chili con Carne-Rezepte. Eines findet sich ja auch hier im Blog. Das von Ninivepisces hat gleich 4 C, kommt ohne Mais aus, dafür aber mit Hackfleisch UND Wadenfleisch. Neugierig, dann guckt hier.

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Gibt es etwas Herrlicheres als eine Kartoffelsuppe an diesen grauen, usseligen Wintertagen, an denen es nicht richtig hell wird? Ja! Eine, die kräftig entstaubt und mit Kürbis gleich ein bissl eingefärbt wurde. Von Wos zum Essn beispielsweise.

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“Babo” ist das Jugendwort des Jahres. Keine Ahnung, was das sein soll? Erklärt Euch Schwarzthoughts. Denn er hat Babo-Wickel gemacht. Damit nicht genug: Es gibt dazu noch Kochbuch-, Musik-, Beilagen- und Weintipps. Das nenne ich mal Engagement. Wüllst an Wickel, Babo! Ja, I wüll!

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Wer auf Twitter verfolgt, was Sabine aka Siktwin so mal eben an Brötchen und Broten backt, den wundert auch nicht, dass sie wunderschöne Donaukugeln macht. Und fotografiert. Und twittert. Und verlinkt. Und überhaupt. Donauwellen als Cakepop. Kinners!

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Gefüllte Paprika sind nicht nur ein Klassiker, den die Kinder der 70er und 80er zur Genüge kannten. Das Gericht ist auch auf dem Umschlag meiner Ausgabe des Dr Oetker Schulkochbuchs aus den 90ern (!) zu sehen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass nach Astrid auch Barbara vom Blog Schlecktüre sich dieses Klassikers angenommen hat :)

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Quasi mit quietschenden Reifen und in allerletzter Minute hat es Katharina noch geschafft, am Event teilzunehmen. Oben habe ich schon erwähnt, wie das Telefonat mit ihrer Oma mich an meine Oma erinnert hat. Was für ein wunderschönes Schlusswort von Katharina kocht. Diesmal: Mecklenburger Götterspeise. Auch bekannt als verschleiertes oder errötendes Mädchen. Und das gibt es vielleicht bei uns an Heiligabend :)

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Ich danke von Herzen jedem Teilnehmer und wünsche den Gewinnern der Preise viel Spaß!

Aus meinem Kochtopf hat das große Paket von Ninetyninebottles gewonnen.

Ninivepisces bekommt das mittlere Paket von Ninetyninebottles.

Bushcook’s Kitchen erhält das kleine Paket von Ninetyninebottles.

In a jelly jar hat die Trinkschokolade von Rausch gewonnen.

Wo geht’s zum Gemüseregal darf sich über den stylishen Sparschäler von Bleywaren.de freuen.

Siktwin wurde ausgelost für das Buch von Gitta Saxx, erschienen im Verlag edition a.

Ich danke den Firmen ninetyninebottles, Rausch, Bleywaren und dem Verlag edition a sowie deren Agenturen für die freundliche Unterstützung.

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Was für ein Oktober! Letzten Samstag zeigte sich der Herbst noch einmal von seiner schönsten Seite: strahlend blauer Himmel, milde 18 Grad, bunte Blätter auf den Bäumen. Da wir noch einige Stücke Grillgut eingefroren hatten von vergangenen BBQs – etwa Salsiccia, einen Hühnerschenkel, zwei Steaks, Langusten – kam uns spontan die Idee zum “Abgrillen”. Natürlich kann man auch an schönen Wintertagen grillen. Aber das ist dann eher ein Luxus, für den wir nicht extra Fleisch im Tiefkühlfach vorhalten.

Zum offiziellen Abgrillen gab es neben dem etwas zusammengewürfelten Grillgut und Resten von Grillsaucen, die auch besser vorm Winter leer gemacht werden, einen frischen grünen Salat und knuspriges Weißbrot vom Italiener um die Ecke.

Unser lieber Freund Sch. war zufällig an diesem strahlenden Samstag zu Besuch. Und weil er nicht nur wunderbar Paella zubereiten kann, sondern auch sonst viel vom Genießen versteht, gab’s als Krönung für die Langusten und zum Stippen für das Weißbrot eine schneeweiße Aioli, die er schnell selbst gemacht hat:

aioli

Dafür braucht Ihr nichts anderes als folgende Zutaten:

50ml Milch

etwa 100-150ml neutrales Pflanzenöl, z.B. Raps- oder Erdnußöl

1 große Knoblauchzehe

etwas Salz

1 EL Olivenöl

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Ihr braucht dazu nur noch einen Stabmixer und ein hohes Gefäß zum Mixen.

Die Zubereitungszeit dauert keine zehn Minuten!

So geht’s: Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Milch in das Gefäß geben. Knoblauch dazu. Jetzt mit dem Stabmixer die Milch mixen und währendessen langsam das neutrale Pflanzenöl zugießen. Genau so viel, dass die Milch cremig wird. Zum Schluss noch das Olivenöl untermixen – für das Aroma. Salz und Pfeffer können abschließend einfach untergerührt werden.

Ergebnis ist eine blütenweiße Aioli, die leichter schmeckt als die Varianten mit Ei. Die Knoblauchzehe reicht völlig aus, um ein feines, nicht zu vordringliches Aroma zu haben. Eine tolle Idee! Danke, Sch.!!

Die Aioli hat unseren Freund aber gleich noch auf die nächste Idee gebracht: Pan Catalan!

Dazu einfach pro Person eine Scheibe Weißbrot im Backofen oder auf dem Grill anrösten. Dünn die Aioli auf das Brot streichen. Dann mit selbstgemachtem Tomatensugo (den hatten wir noch übrig) oder zerquetschten Tomaten bestreichen. Zum Schluss jeweils eine Scheibe Schinken darauf und mit grobem Pfeffer würzen. Olé!

Wer mit rohen Eiern sowieso lieber vorsichtig ist, findet eine Ei-freie Mayonnaise übrigens bei Zorra.

UPDATE: Ach, und dann sehe ich (fast) zu spät, dass Nele von Küchendelikte auch zu spanischen Wochen aufgerufen hat in einem Blog-Event, das von Zorra (s.o.) gehostet wird. Da passt meine Aioli, die Sch. aus Spanien zu uns importiert hat, doch wie A*** auf Eimer! :)

Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)

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Das Wispertal im Rheingau ist ein romantisch-verwunschener Ort, der mir sofort dutzendweise Grimmsche Märchen in den Kopf spült. Lichtdurchbrochene Laubwälder, sanfte Hügel, Fachwerkhäuser – hier ist die Biedermaier-Romantik noch lebendig. Wer leichte Wanderwege und Riesling-taumelige Einkehrmöglichkeiten sucht, ist im Wispertal genau richtig. Besonders beliebt sind die kurvigen Landstraßen natürlich auch bei Motorradfahrern und anderen Ausflüglern.

Vom Taunus in den Rhein geht die Reise des Flüsschens Wisper. Kaltes, klares und vor allem sauberes Wasser sorgt dabei für den perfekten Lebensraum für wunderschöne Forellen, die in der gesamten Region in den Küchen der Weingüter und auch der gehobenen Gastronomie landen. Wisper: Sprechender könnte ein Flußname nicht sein – es gurgelt und wispert, als wollte uns das Flüsschen was erzählen.

Wer die Wisperforelle nicht unbedingt für teuer Geld im Restaurant essen möchte, kann sie sich auch einfach vor Ort bei Lorch am Rhein kaufen oder außerhalb Wiesbadens bei der Fischzucht (Adressen und Infos findet Ihr auf meiner Unterseite “Über’n Ladentisch”).

Wir sind samstags zum Waldrestaurant Fischzucht aufgebrochen – gerade einmal 6km von uns entfernt im Naturpark Rhein-Taunus gelegen. Am liebsten wären wir ja sofort eingekehrt auf der gemütlichen Holzterrasse mit Blick auf Fischteiche und das Jagdhaus-artige Restaurant. Aber “Selberkochen” war angesagt. Also haben wir uns 2 fangfrische Forellen gekauft, perfekt ausgenommen und so frisch, dass die Totenstarre erst einsetzte, als wir schon zuhause waren. (Infos zum Thema “Frische beim Fischkauf” habe ich hier gefunden.)

Als die Tiere wieder entspannt waren, wurden ihnen die Bäuche mit Thymian, Petersilie, Salz, Pfeffer und Zitrone gefüllt:

Forellen

Unsere Forellen brauchten etwa 20 min bei 120 Grad im Backofen.

Dazu gab es einen herrlich hessischen Kartoffelsalat mit leicht Schuhbeckschen Anklängen:

ForellenII

Den Original-Kartoffelsalat nach hessischem Familienrezept findet Ihr in einem uralten Blog-Post.

Für die Schuhbeck-Variante werden unter die Vinaigrette noch 1 EL Sahnemeerrettich und 2 EL Braune Butter untergemischt. Einige dünngehobelte Gurkenscheiben verleihen dem Kartoffelsalat noch mehr Frische. Petersilie statt Schnittlauchröllchen waren der Tatsache geschuldet, dass wir einen Riesenbusch Petersilie auf dem Balkon haben! Gerade zum Fisch ist die Kartoffelsalat-Version mit pfeffrigem Meerrettich sehr lecker.

Der bEdW, ein ehemaliger Hobbyangler, war sprachlos ob der Frische und des leckeren Geschmacks unserer Wisperforellen. Das Fleisch war hell-rosa, sehr zart und aromatisch. Ein echter Genuss für jeden Fischfan! Genossen haben wir mittlerweile auch die beiden (leicht) geräucherten Forellen. Tipp vom Chefkoch der “Fischzucht”: Die geräucherten Forellen bei 30 Grad leicht anwärmen, damit das Aroma noch besser rauskommt. Ich habe sie zu einem leicht getoasteten Vollkorntoast gegessen – nach dem ersten Bissen dann doch ohne Meerettich, weil der das zarte Aroma der Forellen überdeckt hätte. Auch geräuchert waren die Forellen ein Hochgenuss!

Wenn das Gute so dicht vor der Haustür zu kriegen ist, braucht man wirklich keine Forellen aus Dänemark oder sonstwo zu importieren. Ich bin immer wieder begeistert, in was für einer wunderbar reichen Gegend wie hier leben – vom Rheingau-Wein ganz zu schweigen :)

Was wächst, schwimmt und gedeiht in Eurer Region? Habt Ihr ein Lieblingsprodukt, das quasi aus Eurem Vorgarten stammt?

Nach einer kleinen Pause geht es nächsten Monat übrigens wieder weiter mit dem Süßwasserfisch-Event von Peggy auf Multikulinarisches. Perfekt für unsere hessischen Forellchen.

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Pasta ist Soulfood. Da lasse ich nicht mit mir diskutieren. Und wenn ich gleich zwei Lieblingssorten auf dem Teller habe, fühle ich mich wie der König der Welt.

Völlig ohne Stress und Aufwand ging das Ganze vonstatten, weil wir uns komplett aus dem Vorrat beziehungsweise mit “Resten” ausgeholfen haben.

Im Hintergrund die beste Bolognese der Welt vom besten Ehemann der Welt (aka bEdW), von der immer eine Portion im TK-Fach liegen muss. So will es der inoffizielle Ehevertrag.

Im Vordergrund eine schnelle Pastasauce aus Spargel, Rucola und Lachsfilet, das vom Vortag übrig war.

Am Vortag gab es nämlich die blitzschnelle Fischpfanne: Fisch essen wir beide eigentlich am liebsten pur. Dazu legen wir Filets, Shrimps, Tintenfischtuben und/oder Muscheln in eine backofenfeste Form, geben Zitronen-Achtel, Cocktailtomaten, Olivenöl, etwas Meersalz, Pfeffer und ein paar Kräuter der Provence dazu. Dann decken wir alles mit einigen dünnen Scheiben Pancetta ab und schieben es bei 175 Grad in den vorgeheizten Backofen. Je nach Größe der Filets dauert das Ganze etwa 15 Minuten.

Der Fisch, die Zitronen, der Pancetta, die Tomaten geben zusammen mit dem Öl einen feinen Sud ab, den man wunderbar einfach aus der Form mit etwas Baguette stippen kann. Der Fisch bleibt schön saftig und gart schonend vor sich hin.

Aber jetzt zur Pasta:

Zutaten:

4 Stangen Spargel, geschält und in 3-4 cm lange Stücke geschnitten

einige Blätter Rucola-Salat

ca 100 gr Lachsfilet, gegart

1 Schluck trockener Weißwein

2 EL Sahne

1 kleine Schalotte, fein gehackt

1 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

Zubehör: Pfanne

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Nudeln in ausreichend gesalzenem Wasser garen. Öl in der Pfanne erhitzen und die Schalottenwürfelchen darin glasig garen. Den Spargel dazu geben und kurz anbraten. Mit Weißwein und Sahne ablöschen, würzen. Zum Schluss das Filet zerpflücken und unterheben. Die Pasta mit einer Zange aus dem Nudelwasser nehmen, etwas abtropfen lassen und in die Pfanne mit der Sauce geben. Alles gut vermischen, Rucola unterheben und auf vorgewärmten Tellern servieren.

Nebenbei wird die Bolognese erwärmt und auf dem gleichen Teller angerichtet.

Dazu Parmesan und ein Glas Rosé – fertig ist das Seelenstreicher-Abendessen!

Ein Wort zum Fisch: Das Lachsfilet war aus einem Testpaket der Deutschen See. Obwohl der Fisch sehr aromatisch, wunderbar frisch und grätenfrei war, mussten wir leider noch ein ordentliches Stück der tranigen braunen Mitte abschneiden, das den Lachs ungenießbar macht, wenn man es mitbrät. Bei kleinen Filet-Portionen ist das ärgerlich.

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Die Spargelsaison geht in den Endspurt. Also haben wir uns an dieses Rezept erinnert, leicht abgewandelt und dazu zwei Goldforellenfilets in die Pfanne geworfen:

Für den frischen Spargelsalat braucht Ihr folgende Zutaten:

12 Stangen Spargel (ca. 600 gr)

2 hartgekochte Eier

1 mittelgroße, festfleischige Tomate

3 Stängel Zitronenthymian

3 EL Weißweinessig

6 EL Olivenöl

weißer Pfeffer

Salz

Prise Zucker

Zitronensaft

Zubehör: Pürierstab, Spargeltopf, Salatschüssel

Zubereitungszeit: 15 Minuten

So geht’s:

Spargelstangen schälen. Wasser für den Spargeltopf mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und zum Kochen bringen. Spargel in das kochende Wasser geben und – je nach Dicke der Stangen – ca. 7 min kochen. Währendessen die Eier schälen, einen Dotter zur Seite legen, den Rest kleinhacken. Thymianblättchen abzupfen. Tomate entkernen und kleinhacken. Für das Dressing den Ei-Dotter, Weißweinessig, Salz, Pfeffer, Zucker mit dem Pürierstab vermixen. Thymianblättchen unterheben. Wenn der Spargel gut ist, in ca. 2-3 cm lange Stücke schneiden und leicht abkühlen lassen. Mit dem gehackten Ei und den Tomatenwürfeln vermischen. Dressing darübergeben und einige Minuten durchziehen lassen.

Die Goldforellenfilets haben wir abgewaschen, trockengetupft und in einer beschichteten Pfanne mit Olivenöl und einer Knoblauchzehe von beiden Seiten gebraten. Zum Finish gab es das Limetten-Chili-Salz dazu.

Zusammen mit kleinen, neuen Kartoffeln ein wunderbar leichtes Sommergericht!

Dazu hat uns ein Sauvignon Blanc von der Loire geschmeckt, den es für 7,90€ bei Hawesko gibt.

Vorne seht Ihr das frisch zusammengemischte Limetten-Chili-Salz, das uns diesen Sommer nicht mehr ausgehen darf!

Noch kurz ein paar Worte zum Fisch: Die Goldforellenfilets stammen aus der Reihe “Gourmetfilets” von der Deutschen See und wurden mir zum Test zur Verfügung gestellt. Die Forellen werden im bayerischen Königssee gezüchtet, der – wir haben ja nicht weit davon entfernt gelebt und kennen den Ruf des Gewässers – als besonders klar und sauber gilt.  Die Filets sind entgrätet und noch mit Haut. Eine Packung mit 2 einzeln verpackten Filets enthält insgesamt ca. 220 Gramm. Der Fisch war im Geschmack sehr gut und im Aussehen einwandfrei. Leider mussten wir vorab aber noch einige Gräten entfernen, was ich bei einem Produkt der Premiumklasse eigentlich anders erwartet hätte.

Und noch ein PS: Peggy von multikulinarisch.es hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass das Rezept super zum Jahres-Event Süßwasserfisch passt. Da hat sie natürlich recht, weshalb ich sehr gerne zum Event verlinke. Denn da finden sich schon ganz tolle Rezepte aus vielen, spannenden Blogs zu allen möglichen Süßwasserfischen. Danke, Peggy, für den Reminder!

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