Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archiv für die Kategorie ‘Fisch & Meeresfrüchte’

Jaja, wir befinden uns im Zeitalter des Wassermanns. Das wissen wir alle seit dem Musical “Hair” und dem Ohrwurm “Aquarius”. Außerdem wird meine Wassermann-Schwester nicht müde, mich darauf hinzuweisen.

Aber nach dem Zeitalter der Wassermänner kommen…? Eben! Die Fische (genauer: ab 2.150 nach Christus. Geduld, liebe Fische!). Ätsch.

Und im Sternzeichen Fische befinden wir uns auch ab sofort. Lasset die Festspiele beginnen! Denn ratet mal, wer noch so im coolen Sternzeichen geboren ist? Ich gebe Euch einen Tipp: Sie teilt sich den Geburtstag mit Drew Barrymore, Arthur Schopenhauer, George Washington, August Bebel und Luis Bunuel. Chakka!

Jedenfalls wollen Fische nicht nur schwimmen, sie sind auch hochsensibel. Ich nenne es lieber: emotional.

Das Fischlein ist ein bissl verträumt, liebevoll, treu und handelt intuitiv. Der Fisch “spürt” deshalb oft schon, wie die Atmosphäre so ist, bevor’s im Meeting richtig zur Sache geht oder die beste Freundin mit der Sprache rausrückt. Aber trotz seiner mitfühlenden Art ist er gerne alleine und braucht eine Tür zum Hinter-sich-Schließen genauso dringend wie Menschen um sich herum – alles zu seiner Zeit eben.

Ein großer Stratege ist unser Fisch nicht gerade. Mit Zahlen und Fakten hat er’s nicht so. So spart er zwar monatelang Geld, aber nur, um dann alles auf einen Schlag für Flitterkram auszugeben. Seine Dokumente legt er – aus seiner Sicht! – zwar super strukturiert ab. Aber eben alles unter “P” wie Post. Unnötig zu sagen, dass die jährliche Steuererklärung unseren Fisch in tiefe emotionale Verzweiflung stürzt. Da reist er dann lieber ans Meer und kneift so lange die Augen zu, bis alles vorbei ist.

Fische haben aber noch eine weitere Eigenschaft: Sie schmecken gut!

Beispielsweise der wunderbare Skrei, der Winterkabeljau, der jetzt Saison hat. Herrlich feines, leichtes, weißes Fleisch, bei dem man das kalte, klare Wasser förmlich schmeckt, aus dem er zu dieser Zeit gerade kommt. In der Food-Blogger-Welt wurde schon so viel zum Skrei geschrieben, dass ich hier gar nicht mehr lange ausholen muss.

Einfach die Filets auf der Haut-Seite sanft in der Pfanne anbraten. Dazu ein Limonenrisotto (etwas nach dem Rezept von Rheintopf) und die Saison genießen, die noch bis April geht.

Skrei_Limonenrisotto

Gigantisch schmeckt der Skrei auch zum Mönchsbart (oder Barba di Frate), dem Gemüse, das ebenfalls jetzt bald Saison hat und hier mal ausführlicher beschrieben wurde.

Dazu ein Sauvignon Blanc und wir befinden uns mitten im Zeitalter der Fische!

Read Full Post »

Ihr seid so irre! Ich hätte ja mit allem gerechnet. Aber nicht mit 50 Rezepten, denen neues Leben eingehaucht wurde. FÜNFZIG REZEPTE. Kinners, ich freu mich riesig über die Teilnahme an meinem Blog-Event “Entstaubte Klassiker”!

Vor allem habe ich in den letzten Wochen jede Menge gelernt: Ich habe unbekannte Traditionen kennengelernt, von heimlichen Gelüsten erfahren, an Kindheitserinnerungen teilgehabt, Ost-West- sowie Nord-Süd-Gefälle bemerkt, wurde an längst vergessen Geglaubtes erinnert und habe herzlich über nur zu gut Bekanntes gelacht.

Am schönsten finde ich aber die vielen Hommages an unsere Großmütter. Habe ich doch selber eine, die die besten aller Kuchen backt. Und die wohl heimlich mit Katharinas Großmutter verwandt sein muss, wenn man sich die Ähnlichkeit von Katharinas Telefonat mit dem vor Augen führt, das ich zum Thema Rhabarberkuchen mit meiner Oma hatte.

Ich LIEBE kochende Großmütter (und Mütter natürlich! Und Väter! Und Opas!) und widme diese Zusammenfassung deshalb allen alten Damen (und Herren), die in uns die Lust aufs Essen und Kochen geweckt oder wiedererweckt haben!

Jetzt geht’s aber los mit der Zusammenfassung wunderbarer wiederbelebter, abgewandelter, aufgehübschter, entschlackter – kurzum: entstaubter! – Klassiker!

(PS: Die Gewinner der Preise wurden schriftlich verständig und der Vollständigkeit halber gaaaaanz unten noch mal erwähnt.)

Ein Clubzimmer schreit ja förmlich nach leckeren Häppchen zu starken Drinks. Deshalb gab es von diesem Blog auch Reibeplätzchen mit Lachs. Darauf einen Old Fashioned, im knarzenden Clubsessel genossen, Mad Men einschalten. Life is good!

DSC_0007

Damit aber nicht genug! Im Clubzimmer steht auch noch ein Glas mit Soleiern rum. Wisst Ihr eigentlich, wie lecker die sind?! Hab ich neulich wiederentdeckt. Könnt ich mich reinsetzen! Soleier rocken!

DSC_0004

Die Turbohausfrau hat tatsächlich einen meiner Kindheitsklassiker entstaubt: Gebackene Apfelscheiben. Gab’s bei uns auch. Dabei habe ich süße Mittagessen ja immer gehasst… Aber so als Nachtisch oder zum Kaffee? Hmmm!

gebackene apfelspalten 2

Bei dem Blognamen Dental Food zucke ich ja immer erstmal zusammen. Aber vor Doc Eva und ihren köstlichen Brickteigtörtchen mit Pflaumen muss man keine Angst haben…

Brickteigtörtchen mit Pfläumchen 4

Lotta kocht mit Leidenschaft. Beispielsweise den rheinischen Klassiker Himmel un Erd. Da geht auch dem bEdW gleich das Herz auf. Dass der Klassiker auch mal anders geht, zeigt sie in ihrem Blogpost.

himmel-un-erd-kartoffel-apfel-blutwurst

Wer in der Ferne lebt wie Foodzeit, der weiß, dass Heimweh mit Essen gestillt werden kann. Das Rezept für die Königsberger Klopse stammt aus China! Damit geht der Preis für die weiteste Reise definitiv an Foodzeit.

Klopse in sauce with tomato rice

Heimweh stillt Foodzeit aber auch mit DEM Klassiker von Julia Childs: Boeuf Bourguignon!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Da isse, die Omma! Und zwar Oma Anni. Beim Tellerschubser gab es Omas Gulasch. Aber bei aller Liebe zur Omma kräftig entstaubt und ins 21. Jahrhundert geholt. Sieht doch köstlich aus, oder?

Fertiger Teller

Wenn et Tring kocht, wärd es sowatt von lääcker! Etwa beim rheinischen Döppekooche. Da geht mir schon sprachlich das Herz auf…

dc3b6ppekooche-mal-anders-angeschnitten

Wo geht’s zum Gemüseregal? fragt Franzi. Und wir wissen jetzt auch wieso: weil sie ihr Ragout Fin, den Klassiker unter den Klassikern, kräftig durchgewedelt und “veganisiert” hat.

Ragout_fin_3

Der schöne Blog In a Jelly Jar bringt uns eine Patenkind-Tradition aus Österreich mit: Allerheiligenstriezl wurden traditionell durch die Paten überreicht. Eine schöne Idee…

SONY DSC

Astrid und Friederike halten gerne mal Küchentratsch. Was dabei herauskommt? Eine entstaubte Version von Reiberdatschi (aka Riivkooche aka Kartoffelpuffer aka…) – hier mit Portulak.

reiberdatschi4-738x553

Die beiden vom Küchentratsch haben auch gleich noch einen vorweihnachtlichen Dampfpudding gemacht. Davon habe ich noch nie gehört. Aber vielleicht inspiriert es ja den ein oder anderen noch so kurz vorm Fest!

adventspudding51-738x906

Rio ist ein kleiner Kater. Und weil Katzen sehr reinlich sind, ist ja kein Wunder, dass In Rios Küche ein Klassiker entstaubt wurde – nämlich Linsen mit Spätzle!

Eva ist nicht nur eine Kochpoetin, sondern auch eine Zauberin in der Küche. Ihre Torten lassen mir regelmäßig den Atem stocken. Aber auch ihre Sauerkrautgratin-Lasagne hat es mir (Hessin! Sauerkraut! Weisste Bescheid!) angetan.

sauerkraut-auflauf-5

Nicht nur in der indischen Küche, auch im Elsaß ist die verdauungsfördernde Wirkung von Fenchel bekannt. Deshalb fügt ihn die Straßburgerin Mange-Tout auch ihrem Zwiebelkuchen hinzu. Wohl bekomm’s!

©Zwiebelkuchen2

Sogar Heston Blumenthal, der Küchenmagier und 3-Sterne-Koch, gesteht, dass er an “Prawn Cocktails” nicht vorbeigehen kann. Wie schön, dass uns Mange-Tout noch einen entstaubten Krabbencocktail mitgebracht hat. Den würde sicher auch Heston essen!

©Krabbencocktail

Ein Klassiker unter den Foodblogs ist das Kochbuch für Max & Moritz. Und wer die Kochbücher von Margit bei GU kennt, den wundert nicht, dass ihr Himmel un Erd einen andalusischen Touch hat!

HimmelundErde (3)

Schön, wenn man nicht nur kochen sondern auch stricken kann. Beides vereint nämlich Julia, The Cooking Knitter, die ich im Sommer kennenlernen durfte. Etwas handwerkliches Geschickt benötigt man natürlich auch bei Kohlrouladen. Aber Garn hat Julia ja immer im Haus ;-)

20131109-Kohlroulade-528x396

Wieder steht eine Oma Patin bei einem Gericht von Verboten gut: Kartoffelnudeln in brauner Butter mit Bergkäse. Hier wird das Kindheitsgericht deutlich entspeckt, ohne dass dabei geliebte Erinnerungen verloren gingen. Hach!

P1140657

Über den Beitrag vom Feinschmeckerle habe ich mich sooooo gefreut. Ist doch Cordon Bleu eines der am häufigsten verhunzten Wirtshausklassiker. Aber nicht, wenn es mit feinem Käse, gutem Schinken und fettarmen Ofenpommes daherkommt!

cordon-bleu-einfach-rezept

Natürlich war klar, dass das Blog-Event nicht ohne Hinweis auf “Deutschland vegetarisch”, das grandiose Kochbuch, auskommt. Bei Kraut & Rüben gab es deshalb Blumenkohl mit Flädle. Kann man mich persönlich ja mit jagen. Aber auf das Buch macht es trotzdem Lust ;-)

P1030004

Ein Hoch auf die Mütter? Das wird auch die Tochter von Astrid anstimmen, wenn ihr von Muttern gefüllte Paprikaschoten kredenzt werden. Auf ausdrücklichen Wunsch natürlich. Und wie immer, wenn Arthurs Tochter kocht, ist das Ganze ein Lesegenuss und sicherlich sowas von gut!

Gefüllte Paprika0007

Tafelspitz kennt jeder. Aber HIRSCH-Tafelspitz? Hallöchen! Das klingt entzückend, was Our Food Creations da gemacht hat. Ich setz’ mich schon mal hin, Serviette aufm Schoß. Ich wär’ dann soweit!

Tafelspitz2

Und außerdem hat Our Food Creations noch Flammkuchen entstaubt. Noch so ein Klassiker, den es schrecklich oder seeeehr köstlich geben kann!

FlammkuchenNektarine3

Auch bei lumi kuke kocht die Oma gedanklich mit. Etwa, wenn es Markklößchen gibt. Die gehören in eine gute Samstagssuppe nämlich hinein! Mit so einer Einlage ist der entschuldigende Satz “Bei uns gibt’s awwer heut nur Supp!” gar nicht nötig!

Markklößchen suppe1

Bei Peter von Aus meinem Kochtopf bin ich seinerzeit auf die Idee zum Boeuf Stroganoff gestoßen, das mich zu diesem Event inspiriert hat. Wie schön, dass er mir ein Filet Wellington entstaubt hat. Das ist nämlich der nächste Klassiker, der auf meiner Liste steht :)

filet_wellingtonNeu-580x435

Und dann macht Peter (Aus meinem Kochtopf) auch noch mein Lieblingsgemüse: Rote Bete an Orangenduft. Leute, Ihr verwöhnt mich bei diesem Event echt!

Rote_Bete_Orangen1-580x435

So kurz vor Weihnachten gibt es bei Genial Lecker Gänsekeule. Und zwar mit lecker Orangenblaukraut. Hach, was freu ich mich auf die Weihnachtsgans! Ein Klassiker, an dem für mich NICHTS entstaubt werden darf…

gaensekeule-auf-orangenblaukraut

Graupen sind ja nicht so meins. Aber sie gehören natürlich in die klassische Küche rein. Das wissen wir vermutlich alle noch aus unserer Kindheit. Und so passt die Graupensuppe aus Brittas Kochtopf perfekt zum Thema.

graupeneintopf_auf_loeffel-224x300

Ein echtes happy plate, also ein glücklicher Teller, ist, wer die lecker Möhrensuppe mit karamelisierten Erbsen servieren darf. Und noch glücklicher ist der, der die Suppe dann auslöffelt!

SAM_1233-e1385327446355

Home is where the tummy is! Deshalb spricht der Blogname Ein Topf Heimat auch Bände… Und dann gibt es auch noch Bratäpfel mit Dulce de Membrillo. So lässt sich Heimweh kurieren!

2013-11-29_4058

Peggy will ein bisschen kürzer treten. Aber glücklicherweise gibt sie das Bloggen in ihrem Blog Multikulinarisch nicht ganz auf. Sonst würden wir Gerichte wie dieses Gulasch mit Hagebutte und Fenchel vermissen!

hagebutten-gulasch

Zweierlei Fleischküchle (aka Frikadellen aka Buletten aka Fleischpflanzerl aka…) hat die Giftmischerin zubereitet. In jedes würde ich sofort reinbeißen. Vor allem in das mit Sauerkraut. Dazu dann noch Waldbeeren-Pfeffer-Rosmarin-Marmelade. Hmm…

fleischkc3bcchle

Sandra from Snuggs’ Kitchen kennt Ihr ja schon. Sie backt wunderbare Kekse und Kuchen und Brote. Aber sie kocht auch entstaubte Klassiker wie ein Kotelett mit Paprikasoße und Kartoffel-Apfel-Pü. Aber danach ging’s bestimmt sofort wieder an die Kekse!

Kotelett 1

Dorothée aus Bushcook’s Kitchen hat sich virtuell den alten Genießer Gerard Depardieu eingeladen und gleich mal glasierte Kalbshaxe mit Kartoffelpü und Pilzen gezaubert. Monsieur Depardieu, Sie dürfen auch gerne mal zu mir kommen. Aber bringen Sie bitte gleich von Ihrem Wein mit!

IMG_8833

Aus Bushcook’s Kitchen gab’s dann aber auch gleich noch ein echtes, richtiges Tiramisu. Herr Depardieu hat ja bekanntlich großen Hunger!

Tiramisu

Als der Beitrag aus der Küche von Frau Kampi eintrudelte, hatte ich eine kleine Rührungsträne im Augenwinkel. Sie erinnert sich und uns an die verrückte Zeit nach dem Mauerfall 1989 und wie sich da und danach ihr Essensstil änderte. Aber lest bitte selbst von gebackenem Käse und so vielem mehr.

DSC_6587

Samichlaus heißt der Nikolaus in der Schweiz. Von dort kommt das Blog Widmatt und versorgt uns mit schweizer Rezepten und Traditionen. Wie diesem Brotgratin für den Samichlaus. Sachen gibt’s. Ich bin begeistert über so viele neue Klassiker!

Brotgratin-2-300x211

Kannten Ihr Rosenseitlinge? Eben. Wieder was gelernt. Also ich zumindest. Bei diesem wunderschönen Gericht aus Kohlrouladen mit rotem Spitzkohl und – eben – Rosenseitlingen von S-Küche.

q9 Kopie

Endlich wird’s wieder süß. Und dann auch noch rosa! Wir sind halt auch nur Mädchen. Süß-schnuckelige, herzallerliebste Himbeer-Schoko-Spiralen kamen da angerollt aus dem Blog Meine süße Werkstatt.

Himbeerrolle1 Kopie

Ein Magentratzerl ist ein Gaumenkitzler. Soviel habe ich in meiner Münchner Zeit gelernt. Wie schön, dass hier ein weiteres Rezept aus der Kindheit aufgegriffen, ordentlich durchgeschüttelt, mit dem Teppichklopfer ausgestaubt und gepostet wurde: Schinkennudeln mit Schmortomaten.

schinkennudeln-mit-schmortomaten

Den Namen My tasty little beauties könnte man ja schon ein bisschen sehr selbstbewusst finden. Aber wer sich in dem Blog umschaut, wird sehen, dass es wirklich kleine Schönheiten sind, die da gepostet werden. Etwa die Stollen a la Schwarzwälder Kirsch.

IMG_3570c

Und noch eine kleine Schönheit von My tasty little beauties: eine Lebkuchentorte. Wow!

IMG_3416b_kleinera

Es gibt sicherlich zwei Milliarden Chili con Carne-Rezepte. Eines findet sich ja auch hier im Blog. Das von Ninivepisces hat gleich 4 C, kommt ohne Mais aus, dafür aber mit Hackfleisch UND Wadenfleisch. Neugierig, dann guckt hier.

p1010984

Gibt es etwas Herrlicheres als eine Kartoffelsuppe an diesen grauen, usseligen Wintertagen, an denen es nicht richtig hell wird? Ja! Eine, die kräftig entstaubt und mit Kürbis gleich ein bissl eingefärbt wurde. Von Wos zum Essn beispielsweise.

tofflsuppe

“Babo” ist das Jugendwort des Jahres. Keine Ahnung, was das sein soll? Erklärt Euch Schwarzthoughts. Denn er hat Babo-Wickel gemacht. Damit nicht genug: Es gibt dazu noch Kochbuch-, Musik-, Beilagen- und Weintipps. Das nenne ich mal Engagement. Wüllst an Wickel, Babo! Ja, I wüll!

babo-wickel

Wer auf Twitter verfolgt, was Sabine aka Siktwin so mal eben an Brötchen und Broten backt, den wundert auch nicht, dass sie wunderschöne Donaukugeln macht. Und fotografiert. Und twittert. Und verlinkt. Und überhaupt. Donauwellen als Cakepop. Kinners!

donaukugeln

Gefüllte Paprika sind nicht nur ein Klassiker, den die Kinder der 70er und 80er zur Genüge kannten. Das Gericht ist auch auf dem Umschlag meiner Ausgabe des Dr Oetker Schulkochbuchs aus den 90ern (!) zu sehen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass nach Astrid auch Barbara vom Blog Schlecktüre sich dieses Klassikers angenommen hat :)

IMG_0699

Quasi mit quietschenden Reifen und in allerletzter Minute hat es Katharina noch geschafft, am Event teilzunehmen. Oben habe ich schon erwähnt, wie das Telefonat mit ihrer Oma mich an meine Oma erinnert hat. Was für ein wunderschönes Schlusswort von Katharina kocht. Diesmal: Mecklenburger Götterspeise. Auch bekannt als verschleiertes oder errötendes Mädchen. Und das gibt es vielleicht bei uns an Heiligabend :)

Mecklenburger_Goetterspeise_2

Ich danke von Herzen jedem Teilnehmer und wünsche den Gewinnern der Preise viel Spaß!

Aus meinem Kochtopf hat das große Paket von Ninetyninebottles gewonnen.

Ninivepisces bekommt das mittlere Paket von Ninetyninebottles.

Bushcook’s Kitchen erhält das kleine Paket von Ninetyninebottles.

In a jelly jar hat die Trinkschokolade von Rausch gewonnen.

Wo geht’s zum Gemüseregal darf sich über den stylishen Sparschäler von Bleywaren.de freuen.

Siktwin wurde ausgelost für das Buch von Gitta Saxx, erschienen im Verlag edition a.

Ich danke den Firmen ninetyninebottles, Rausch, Bleywaren und dem Verlag edition a sowie deren Agenturen für die freundliche Unterstützung.

Read Full Post »

Was für ein Oktober! Letzten Samstag zeigte sich der Herbst noch einmal von seiner schönsten Seite: strahlend blauer Himmel, milde 18 Grad, bunte Blätter auf den Bäumen. Da wir noch einige Stücke Grillgut eingefroren hatten von vergangenen BBQs – etwa Salsiccia, einen Hühnerschenkel, zwei Steaks, Langusten – kam uns spontan die Idee zum “Abgrillen”. Natürlich kann man auch an schönen Wintertagen grillen. Aber das ist dann eher ein Luxus, für den wir nicht extra Fleisch im Tiefkühlfach vorhalten.

Zum offiziellen Abgrillen gab es neben dem etwas zusammengewürfelten Grillgut und Resten von Grillsaucen, die auch besser vorm Winter leer gemacht werden, einen frischen grünen Salat und knuspriges Weißbrot vom Italiener um die Ecke.

Unser lieber Freund Sch. war zufällig an diesem strahlenden Samstag zu Besuch. Und weil er nicht nur wunderbar Paella zubereiten kann, sondern auch sonst viel vom Genießen versteht, gab’s als Krönung für die Langusten und zum Stippen für das Weißbrot eine schneeweiße Aioli, die er schnell selbst gemacht hat:

aioli

Dafür braucht Ihr nichts anderes als folgende Zutaten:

50ml Milch

etwa 100-150ml neutrales Pflanzenöl, z.B. Raps- oder Erdnußöl

1 große Knoblauchzehe

etwas Salz

1 EL Olivenöl

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Ihr braucht dazu nur noch einen Stabmixer und ein hohes Gefäß zum Mixen.

Die Zubereitungszeit dauert keine zehn Minuten!

So geht’s: Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Milch in das Gefäß geben. Knoblauch dazu. Jetzt mit dem Stabmixer die Milch mixen und währendessen langsam das neutrale Pflanzenöl zugießen. Genau so viel, dass die Milch cremig wird. Zum Schluss noch das Olivenöl untermixen – für das Aroma. Salz und Pfeffer können abschließend einfach untergerührt werden.

Ergebnis ist eine blütenweiße Aioli, die leichter schmeckt als die Varianten mit Ei. Die Knoblauchzehe reicht völlig aus, um ein feines, nicht zu vordringliches Aroma zu haben. Eine tolle Idee! Danke, Sch.!!

Die Aioli hat unseren Freund aber gleich noch auf die nächste Idee gebracht: Pan Catalan!

Dazu einfach pro Person eine Scheibe Weißbrot im Backofen oder auf dem Grill anrösten. Dünn die Aioli auf das Brot streichen. Dann mit selbstgemachtem Tomatensugo (den hatten wir noch übrig) oder zerquetschten Tomaten bestreichen. Zum Schluss jeweils eine Scheibe Schinken darauf und mit grobem Pfeffer würzen. Olé!

Wer mit rohen Eiern sowieso lieber vorsichtig ist, findet eine Ei-freie Mayonnaise übrigens bei Zorra.

UPDATE: Ach, und dann sehe ich (fast) zu spät, dass Nele von Küchendelikte auch zu spanischen Wochen aufgerufen hat in einem Blog-Event, das von Zorra (s.o.) gehostet wird. Da passt meine Aioli, die Sch. aus Spanien zu uns importiert hat, doch wie A*** auf Eimer! :)

Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)

Read Full Post »

Das Wispertal im Rheingau ist ein romantisch-verwunschener Ort, der mir sofort dutzendweise Grimmsche Märchen in den Kopf spült. Lichtdurchbrochene Laubwälder, sanfte Hügel, Fachwerkhäuser – hier ist die Biedermaier-Romantik noch lebendig. Wer leichte Wanderwege und Riesling-taumelige Einkehrmöglichkeiten sucht, ist im Wispertal genau richtig. Besonders beliebt sind die kurvigen Landstraßen natürlich auch bei Motorradfahrern und anderen Ausflüglern.

Vom Taunus in den Rhein geht die Reise des Flüsschens Wisper. Kaltes, klares und vor allem sauberes Wasser sorgt dabei für den perfekten Lebensraum für wunderschöne Forellen, die in der gesamten Region in den Küchen der Weingüter und auch der gehobenen Gastronomie landen. Wisper: Sprechender könnte ein Flußname nicht sein – es gurgelt und wispert, als wollte uns das Flüsschen was erzählen.

Wer die Wisperforelle nicht unbedingt für teuer Geld im Restaurant essen möchte, kann sie sich auch einfach vor Ort bei Lorch am Rhein kaufen oder außerhalb Wiesbadens bei der Fischzucht (Adressen und Infos findet Ihr auf meiner Unterseite “Über’n Ladentisch”).

Wir sind samstags zum Waldrestaurant Fischzucht aufgebrochen – gerade einmal 6km von uns entfernt im Naturpark Rhein-Taunus gelegen. Am liebsten wären wir ja sofort eingekehrt auf der gemütlichen Holzterrasse mit Blick auf Fischteiche und das Jagdhaus-artige Restaurant. Aber “Selberkochen” war angesagt. Also haben wir uns 2 fangfrische Forellen gekauft, perfekt ausgenommen und so frisch, dass die Totenstarre erst einsetzte, als wir schon zuhause waren. (Infos zum Thema “Frische beim Fischkauf” habe ich hier gefunden.)

Als die Tiere wieder entspannt waren, wurden ihnen die Bäuche mit Thymian, Petersilie, Salz, Pfeffer und Zitrone gefüllt:

Forellen

Unsere Forellen brauchten etwa 20 min bei 120 Grad im Backofen.

Dazu gab es einen herrlich hessischen Kartoffelsalat mit leicht Schuhbeckschen Anklängen:

ForellenII

Den Original-Kartoffelsalat nach hessischem Familienrezept findet Ihr in einem uralten Blog-Post.

Für die Schuhbeck-Variante werden unter die Vinaigrette noch 1 EL Sahnemeerrettich und 2 EL Braune Butter untergemischt. Einige dünngehobelte Gurkenscheiben verleihen dem Kartoffelsalat noch mehr Frische. Petersilie statt Schnittlauchröllchen waren der Tatsache geschuldet, dass wir einen Riesenbusch Petersilie auf dem Balkon haben! Gerade zum Fisch ist die Kartoffelsalat-Version mit pfeffrigem Meerrettich sehr lecker.

Der bEdW, ein ehemaliger Hobbyangler, war sprachlos ob der Frische und des leckeren Geschmacks unserer Wisperforellen. Das Fleisch war hell-rosa, sehr zart und aromatisch. Ein echter Genuss für jeden Fischfan! Genossen haben wir mittlerweile auch die beiden (leicht) geräucherten Forellen. Tipp vom Chefkoch der “Fischzucht”: Die geräucherten Forellen bei 30 Grad leicht anwärmen, damit das Aroma noch besser rauskommt. Ich habe sie zu einem leicht getoasteten Vollkorntoast gegessen – nach dem ersten Bissen dann doch ohne Meerettich, weil der das zarte Aroma der Forellen überdeckt hätte. Auch geräuchert waren die Forellen ein Hochgenuss!

Wenn das Gute so dicht vor der Haustür zu kriegen ist, braucht man wirklich keine Forellen aus Dänemark oder sonstwo zu importieren. Ich bin immer wieder begeistert, in was für einer wunderbar reichen Gegend wie hier leben – vom Rheingau-Wein ganz zu schweigen :)

Was wächst, schwimmt und gedeiht in Eurer Region? Habt Ihr ein Lieblingsprodukt, das quasi aus Eurem Vorgarten stammt?

Nach einer kleinen Pause geht es nächsten Monat übrigens wieder weiter mit dem Süßwasserfisch-Event von Peggy auf Multikulinarisches. Perfekt für unsere hessischen Forellchen.

Read Full Post »

Pasta ist Soulfood. Da lasse ich nicht mit mir diskutieren. Und wenn ich gleich zwei Lieblingssorten auf dem Teller habe, fühle ich mich wie der König der Welt.

Völlig ohne Stress und Aufwand ging das Ganze vonstatten, weil wir uns komplett aus dem Vorrat beziehungsweise mit “Resten” ausgeholfen haben.

Im Hintergrund die beste Bolognese der Welt vom besten Ehemann der Welt (aka bEdW), von der immer eine Portion im TK-Fach liegen muss. So will es der inoffizielle Ehevertrag.

Im Vordergrund eine schnelle Pastasauce aus Spargel, Rucola und Lachsfilet, das vom Vortag übrig war.

Am Vortag gab es nämlich die blitzschnelle Fischpfanne: Fisch essen wir beide eigentlich am liebsten pur. Dazu legen wir Filets, Shrimps, Tintenfischtuben und/oder Muscheln in eine backofenfeste Form, geben Zitronen-Achtel, Cocktailtomaten, Olivenöl, etwas Meersalz, Pfeffer und ein paar Kräuter der Provence dazu. Dann decken wir alles mit einigen dünnen Scheiben Pancetta ab und schieben es bei 175 Grad in den vorgeheizten Backofen. Je nach Größe der Filets dauert das Ganze etwa 15 Minuten.

Der Fisch, die Zitronen, der Pancetta, die Tomaten geben zusammen mit dem Öl einen feinen Sud ab, den man wunderbar einfach aus der Form mit etwas Baguette stippen kann. Der Fisch bleibt schön saftig und gart schonend vor sich hin.

Aber jetzt zur Pasta:

Zutaten:

4 Stangen Spargel, geschält und in 3-4 cm lange Stücke geschnitten

einige Blätter Rucola-Salat

ca 100 gr Lachsfilet, gegart

1 Schluck trockener Weißwein

2 EL Sahne

1 kleine Schalotte, fein gehackt

1 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

Zubehör: Pfanne

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Nudeln in ausreichend gesalzenem Wasser garen. Öl in der Pfanne erhitzen und die Schalottenwürfelchen darin glasig garen. Den Spargel dazu geben und kurz anbraten. Mit Weißwein und Sahne ablöschen, würzen. Zum Schluss das Filet zerpflücken und unterheben. Die Pasta mit einer Zange aus dem Nudelwasser nehmen, etwas abtropfen lassen und in die Pfanne mit der Sauce geben. Alles gut vermischen, Rucola unterheben und auf vorgewärmten Tellern servieren.

Nebenbei wird die Bolognese erwärmt und auf dem gleichen Teller angerichtet.

Dazu Parmesan und ein Glas Rosé – fertig ist das Seelenstreicher-Abendessen!

Ein Wort zum Fisch: Das Lachsfilet war aus einem Testpaket der Deutschen See. Obwohl der Fisch sehr aromatisch, wunderbar frisch und grätenfrei war, mussten wir leider noch ein ordentliches Stück der tranigen braunen Mitte abschneiden, das den Lachs ungenießbar macht, wenn man es mitbrät. Bei kleinen Filet-Portionen ist das ärgerlich.

Read Full Post »

Die Spargelsaison geht in den Endspurt. Also haben wir uns an dieses Rezept erinnert, leicht abgewandelt und dazu zwei Goldforellenfilets in die Pfanne geworfen:

Für den frischen Spargelsalat braucht Ihr folgende Zutaten:

12 Stangen Spargel (ca. 600 gr)

2 hartgekochte Eier

1 mittelgroße, festfleischige Tomate

3 Stängel Zitronenthymian

3 EL Weißweinessig

6 EL Olivenöl

weißer Pfeffer

Salz

Prise Zucker

Zitronensaft

Zubehör: Pürierstab, Spargeltopf, Salatschüssel

Zubereitungszeit: 15 Minuten

So geht’s:

Spargelstangen schälen. Wasser für den Spargeltopf mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und zum Kochen bringen. Spargel in das kochende Wasser geben und – je nach Dicke der Stangen – ca. 7 min kochen. Währendessen die Eier schälen, einen Dotter zur Seite legen, den Rest kleinhacken. Thymianblättchen abzupfen. Tomate entkernen und kleinhacken. Für das Dressing den Ei-Dotter, Weißweinessig, Salz, Pfeffer, Zucker mit dem Pürierstab vermixen. Thymianblättchen unterheben. Wenn der Spargel gut ist, in ca. 2-3 cm lange Stücke schneiden und leicht abkühlen lassen. Mit dem gehackten Ei und den Tomatenwürfeln vermischen. Dressing darübergeben und einige Minuten durchziehen lassen.

Die Goldforellenfilets haben wir abgewaschen, trockengetupft und in einer beschichteten Pfanne mit Olivenöl und einer Knoblauchzehe von beiden Seiten gebraten. Zum Finish gab es das Limetten-Chili-Salz dazu.

Zusammen mit kleinen, neuen Kartoffeln ein wunderbar leichtes Sommergericht!

Dazu hat uns ein Sauvignon Blanc von der Loire geschmeckt, den es für 7,90€ bei Hawesko gibt.

Vorne seht Ihr das frisch zusammengemischte Limetten-Chili-Salz, das uns diesen Sommer nicht mehr ausgehen darf!

Noch kurz ein paar Worte zum Fisch: Die Goldforellenfilets stammen aus der Reihe “Gourmetfilets” von der Deutschen See und wurden mir zum Test zur Verfügung gestellt. Die Forellen werden im bayerischen Königssee gezüchtet, der – wir haben ja nicht weit davon entfernt gelebt und kennen den Ruf des Gewässers – als besonders klar und sauber gilt.  Die Filets sind entgrätet und noch mit Haut. Eine Packung mit 2 einzeln verpackten Filets enthält insgesamt ca. 220 Gramm. Der Fisch war im Geschmack sehr gut und im Aussehen einwandfrei. Leider mussten wir vorab aber noch einige Gräten entfernen, was ich bei einem Produkt der Premiumklasse eigentlich anders erwartet hätte.

Und noch ein PS: Peggy von multikulinarisch.es hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass das Rezept super zum Jahres-Event Süßwasserfisch passt. Da hat sie natürlich recht, weshalb ich sehr gerne zum Event verlinke. Denn da finden sich schon ganz tolle Rezepte aus vielen, spannenden Blogs zu allen möglichen Süßwasserfischen. Danke, Peggy, für den Reminder!

Read Full Post »

‘n echter Klassiker und bekannt aus sämtlichen Gaststätten an der Nordsee. Wer aber im Rheingau lebt und nicht mal schnell Seeluft schnuppern kann, muss sich das See-Feeling eben in die Pfanne holen.

Krabben selber puhlen, der Geruch gebratenen Fischs, der aus der Küche auf die Terrasse zieht, frische, goldgelbe Kartoffeln – das gehört als Erinnerung zu allen Nordseeurlauben. Und davon gab es in meiner Kindheit jede Menge.

Dieser Teller ist deshalb für mich Kindheits-Sommerferien-Feelgood-Glück pur:

Zutaten:

2 große Schollenfilets

100 gr Nordseekrabben ohne Schale

1/2 Bund Dill

1 Schluck trockener Weißwein

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

1 TL Senf

3 EL Sahne

Salz, Pfeffer

1 Prise Zucker

etwas Muskat

Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone

Kartoffeln

Spargel

1 Spritzer Zitronensaft

etwas Mehl

3 EL Butter

Zubehör: Pfanne, 2 Töpfe (ggf. 1 Spargeltopf)

Zubereitungszeit: ca 45 min

So geht’s:

Kartoffeln putzen und ggf. schälen. Junge Kartoffeln schmecken mit Schale besonders lecker – und es spart Zeit. Spargel schälen. Kartoffeln in leicht gesalzenes Wasser geben. Spargeltopf mit etwas Wasser füllen, mit Salz, Pfeffer und Zitrone würzen. Wasser zum Kochen bringen und den geschälten Spargel hineingeben. Schollen abwaschen, trockentupfen, in etwas Mehl wälzen und abklopfen.

1 EL Butter in einem Topf erhitzen, gehackte Zwiebel darin glasig garen. Mit Weißwein und Sahne ablöschen. Mit Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb und Muskat würzen und bei kleiner Hitze einige Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb streichen und mit dem Senf vermischen. Mit Zucker abschmecken und auf kleiner Flamme warm halten.

1 EL Butter in der Pfanne erhitzen. Schollenfilets darin von beiden Seiten braten.

Wenn Kartoffeln und Spargel gar sind, die Nordseekrabben und den fein gehackten Dill unter die Sauce heben und kurz warm werden lassen. Eventuell mit dem Rest Butter binden.

Alles auf einem vorgewärmten Teller anrichten und mit einem Glas gut gekühltem Weißwein servieren.

Stichwort Weißwein: Das Weingut Kiefer ruft dazu auf, Lieblingsrezepte einzureichen, die zu ihrem Wein  “Mit den Wolken ziehen” passen. Die Cuvee aus Rivaner, Riesling und Sauvignon Blanc passt herrlich zu sommerlichen Gerichten und schmeckt auch zu einer Portion Pasta auf dem Balkon! (Passt dieser poetische Weinname nicht außerdem ganz wunderbar zu einem Nordsee-inspirierten Gericht?)

Read Full Post »

Unser Weihnachtsmenü 2012 war erstmals komplett asiatisch ausgerichtet. Der Bruch mit der Tradition kam gut an, weshalb ich in loser Reihenfolge die Rezepte gerne mit Euch teile.

Trotz frühlingshafter Temperaturen wärmten wir die Familie erstmal mit einer Tom Kha Gung auf, bevor es den Yam Gai (Hühnchensalat) und einen vietnamesischen Oktopus-Salat zum Abkühlen gab.

Die Tom Kha Gung ist die etwas seltener auftauchende kleine Schwester der Tom Kha Gai, die es in teils absurden unterschiedlichen Qualitätsstufen heute in fast jedem Thai-Restaurant gibt. Dabei bin ich leider schon oft auf grauslige Kokos-Glutamat-Schleudern getroffen. Aber ich hatte auch das Glück, gegenüber von einer der besten Tom Kha Gais in ganz München (und darüber hinaus) zu wohnen.

Einen ersten Eigenversuch habe ich schon mal hier verbloggt. Allerdings erschien mir die Suppe damals fad und langweilig, aber keinesfalls eines Weihnachtsmenüs würdig!

Der bEdW und ich haben also das Internet durchforstet, gefühlte 3000 Rezepte gesichtet, vorgekocht und ausprobiert – und eine wirklich aromatische, schmackhafte Variante hinbekommen, die mittlerweile als absolut idiotensicher gelingsicher bezeichnet werden darf.

Für zwei Personen als Hauptgericht benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Stengel Zitronengras

600 ml Hühner- oder Gemüsebrühe

400 ml Kokosmilch

4-6 Kaffirlimettenblätter

7-10 Scheiben Galgantwurzel

1 Schalotte, geschält und in Ringe geschnitten

200 gr rohe Bio-Garnelen (ohne Kopf aber mit Schale)1,5 TL rote Currypaste

4 Pilze (z.B. braune Champignons)

6-8 Babymaiskölbchen

Korianderblätter

einge Spritzer Limettensaft

Salz

Fischsauce

1 TL Palmzucker

Die Zubereitung geht so fix, dass man die Suppe auch abends noch nach der Arbeit kochen kann:

Garnelen falls nötig entdarmen und soweit pellen, dass nur noch das “Schwänzchen” hinten dranbleibt. Von den Zitronengrasstengeln trockene Teile abschneiden und das dicke Ende platt klopfen oder einritzen. Babymaiskölbchen mit heißem Wasser überbrühen und 1-2 Minuten ziehen lassen. Korianderblätter waschen und von den Stengeln zupfen.

Jetzt in einem ausreichend großen Topf die Brühe und die Kokosmilch aufkochen lassen. Schalotte, eine Prise Salz, Palmzucker, das Zitronengras, die Galgantscheiben und die Kaffirlimettenlätter bei reduzierter Hitze etwa 10 min köcheln lassen. Jetzt die Currypasste gut in der Suppe auflösen. Jetzt die Maiskölbchen und die Garnelen hinzugeben. Wenn die Garnelen schön rosig sind, Pilze in die Suppe geben und mit Fischsauce, Limettensaft und ggf. noch etwas Zucker abschmecken.

Die Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den Korianderblättern garniert servieren.

Achtung! Die Suppe wird zwar mit allem serviert. Galgant, Zitronengras und Kaffirlimettenblätter kann man aber nicht mitessen!

Ein herrlich scharfes und exotisches Süppchen, das wie gemacht ist für kalte Wintertage…

 

 

 

Read Full Post »

Der bEdW hat ja sehr viele Vorzüge. Einer davon ist die Fähigkeit, Risotto so zuzubereiten, dass ich es mag. Früher war das für mich immer ein Breibrabsschleim, den ich im Leben nicht bestellt hätte – selbst beim besten Italiener nicht. Aber einmal Scampirisotto in der Schwabinger Junggesellenbude unterm Dach genascht und ich war ihm verfallen – also dem Risotto. Dem bEdW gehörte mein Herz da schon längst…

Unglaublich, dass der Klassiker unter den Risotto-Variationen noch nicht in diesem Blog zu finden ist: Risotto Milanese. Das schöne safrangelbe Gericht, das in seiner Einfachheit einfach unwiderstehlich ist. Dazu gegrillter Pulpo vom Lieblingsfischhändler und ich bin direkt im Himmel. Mit Herzchen in den Augen

Zutaten für 2 Verliebte nach Gefühl und Angaben des bEdW, der es nicht so mit Maßeinheiten hat ^^

1 große Zwiebel, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 EL Butter

1 Kaffeebecher Risotto-Reis

1 Flasche trockenen Weißwein (1 Schluck für das Risotto, der Rest für den Koch und die Ehefrau vom Koch :))

ca. 3/4 Liter (hausgemachte) Gemüsebrühe (die Menge kommt darauf an, wie stark der Reis die Flüssigkeit aufnimmt und wie “schlotzig” Ihr das Risotto mögt. Am besten habt Ihr noch etwas Brühe für den Notfall in der Hinterhand)

2-3 Fäden Safran, in etwas heißem Wasser aufgelöst

1 Stange Staudensellerie, geschält, entfädelt und sehr klein gehackt

2-3 gehäufte EL Parmesan, gerieben

Salz, Pfeffer

Für den Pulpo:

Pulpo-Stücke, schon küchenfertig vom Fischhändler vorbereitet

1 EL Öl zum Anbraten

Für das Finish:

Piment d’Espilette

Olivenöl

Zitronensaft

Die Zubereitung geht ganz schnell und gelingt auch Ungeübten:

Zwiebeln und Knoblauch in Butter anschwitzen. Parallel die Gemüsebrühe in einem separaten Topf erhitzen. Sellerie zu den Zwiebeln und dem Knoblauch geben. Alles etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen und gelegentlich rühren.

Jetzt den Reis zugeben und unter schnellem Rühren ausreichend heiß werden lassen. Er darf nicht anhängen, soll aber Hitze annehmen.

Endlich kommt der Zeitpunkt für den Weißwein: Ein Schluck an den Reis geben und unter Rühren “verdampfen” lassen. Zwei Gläser füllen, anstoßen, knutschen. Die Weinflasche kühl stellen, weiterkochen.

Von der Gemüsebrühe jetzt eine Kelle an den Reis geben, rühren, die Flüssigkeit bei gleichmäßiger mittlerer Hitze vom Reis aufnehmen lassen und wieder eine Kelle drangeben, rühren, Flüssigkeit aufnehmen lassen… So lange wiederholen und immer mal den Reis probieren, ob er schon gar ist oder weiterköcheln muss. Ist er noch nicht gar, braucht es noch ein paar Wiederholungen von Kelle-Rühren-Flüssigkeitaufnehmen. Ist tatsächlich einfacher, als es klingt.

Wird das Risotto zu flüssig, gebt Ihr ihm nicht genug Zeit. Also in Ruhre rühren, Flüssigkeit verdampfen lassen, Kelle drangeben…

Ist das Risotto zu fest, Hitze etwas runternehmen, mehr Flüssigkeit drangeben und immer schön rühren… Sehr meditativ, das Ganze.

Zwischendrin könnt Ihr dann mal das Safranwasser an das Risotto gießen, salzen und pfeffern.

Zum Schluss wird der Parmesan untergehoben – auch wieder unter Rühren. Der Käse nimmt viel Flüssigkeit auf. Eventuell muss dann auch noch mal Brühe drangegeben werden. Risotto ist je nach Reissorte im Verhalten sehr unterschiedlich. Findet am besten selber heraus, wie “schlotzig” Ihr Euer Risotto mögt. Schmecken wird es auch, wenn es etwas zu flüssig oder fest ist, keine Sorge!

Wer mag und nicht schon mit dem Risotto überfordert ist, der kann etwa 5 min, bevor der Reis fertig ist, eine beschichtete Grillpfanne anheizen, den Pulpo mit Öl bestreichen und von jeder Seite etwa eine Minute heiß anbraten.

Auf dem Risotto servieren und mit Piment d’Espilette, etwas Zitronensaft und Olivenöl “finishen”.

Rest des Weißweins aus’m Kühlschrank holen, sich verliebt zuprosten und genießen.

Der bEdW und ich wünschen Euch beim Nachkochen einen kuscheligen Abend ;-)

Read Full Post »

Ich gestehe: Hollywood hat mich im Sack bei Heul-Schmachtfetzen. Denn ich fange garantiert an der Heul-Stelle an zu heulen. Darauf können sich Filmemacher verlassen. Ich wäre Regisseurs Liebling bei jeder Testvorführung. Denn: Wenn das Publikum heulen soll, heule ich. Wie sich das gehört! (Erinnert sich noch jemand an “Club der toten Dichter” und die “Captain, mein Captain”-Szene? Rotz und Wasser, sag ich Euch!)

Auf die gleiche leicht zu beeinflussende und völlig berechenbare Art bin ich anfällig für gute Marketing-Ideen. Wer seine Sachen clever verkauft, ein gewisses Lebensgefühl transportiert oder einfach “Schönes” vorgaukelt, hat mich im Sack!

Deshalb bin ich auch sofort zu Karstadt gerannt, als ich bei Stevan Paul von der feuergerösteten Pasta zweier attraktiver Italiener gehört habe, die sich ganz dem traditionellen Pastamachen verschrieben haben.

Eine schöne Geschichte über Bauern, die ihre gerösteten Weizenkeime zu Pasta verarbeiteten, fasst Herr Paul treffend zusammen:

“…im Süditalien des 19. Jahrhunderts erlaubten die Großgrundbesitzer ihren Bauern, die nach der Ernte auf dem Feld verbliebenen Weizenkörner für den Eigenbedarf zu sammeln. Dies geschah jedoch erst nach der reinigenden und düngenden Verbrennung der Felder. Die anschließend gesammelten Körner waren geröste, wurden zu Mehl verrieben und zu einer dunklen, nussig schmeckenden Pasta verarbeitet.”

Dazu noch eine hübsch-rustikale Verpackung, ein Bio-Stempel und der Hinweis auf der Pappschachtel, dass schon alleine deshalb nur Hochwertiges produziert wird, weil die Mamas den Jungs sonst die Ohren lang ziehen würden – und schon bin ich Feuer und Flamme.

Außerdem habe ich heute seit gefühlten Ewigkeiten mal wieder Lust zu kochen und will schon seit Monaten was ausprobieren: Nämlich eine Variante der Penne alla Vodka a la Sopranos, über die ich in diversen US-Foodblogs und zuletzt bei Katharina gestolpert bin.

Schnell bei Herrn Paul gecheckt, ob meine Idee einer Tomaten-Wodka-Ziegenfrischkäse-Sauce zu den feuergerösteten Nudeln passen könnte:

Freigabe quasi erhalten und ran an die Töpfe! Here it comes: PPURA-Fettuccine alla Vodka!

(Wann schaffe ich es wohl jemals, Nudelgerichte appetitlich zu fotografieren?)

Bei aller Bescheidenheit muss ich das Fazit ziehen: Sauce hui, Nudeln… naja…

Das Röstaroma der Nudeln, das Rauchig-Holzige ist… interessant. Mit Olivenöl, Chili, etwas Parmesan… joooah… Aber was mich doch stört: Ich hab’ zu viel Teig im Mund. Die Konsistenz taugt mir nicht. “Jaaa”, sagt Ihr jetzt, “dann nimm halt weniger auf die Gabel!” Aber: Selbst bei nur einer aufgewickelten Nudel habe ich das Gefühl eines massigen Teigklumpens im Mund. Not. My. Style.

Geschmacklich wirklich eine Bereicherung und ein spannendes Produkt. Die Jungs wirken sympathisch. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. Aber für Liebhaber filigraner Nudeln (wobei ich auch Rigatoni oder Penne Rigate zur passenden Sauce sehr mag!) einfach zu massig. Kein Wunder, dass wir nach einer überschaubaren Portion schrecklich gestopft satt waren.

Für die Sauce alla Vodka, die auch herrlich zu ganz banalen Spaghetti passt, braucht Ihr für zwei Hauptgang-Portionen folgende Zutaten:

1 EL Olivenöl

1 kleine Zwiebel, fein gehckt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

eine kleine oder eine halbe Chilischote ohne Kerne – fein gehackt

Salz

Pfeffer, schwarz und frisch gemahlen

Zucker

1 TL Tomatenmark

300 ml passierte Tomaten

3 cl Wodka

150 ml Gemüsefond

1 gehäufter EL Ziegenfrischkäse

6-8 Shrimps

Einige Zweige Rucola, fein gehackt

Für die Zubereitung braucht es etwas Zeit:

Öl in einer hohen Pfanne erhitzen. Fein gehackte Zwiebel darin glasig braten. Knoblauch und Chili dazugeben und ebenfalls anbraten. Tomatenmark anbraten und mit Vodka ablöschen. Etwa 2-3 Minuten köcheln lassen. Salzen, pfeffern und Gemüsebrühe hinzugeben. Einköcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf etwa die Hälfte reduziert ist.

Passierte Tomaten dazugeben, leicht zuckern (hebt das Aroma und nimmt die Säure etwas zurück) und wieder einköcheln lassen, bis die Sauce schön homogen ist.

Die Shrimps hinzugeben und bei kleiner Hitze garen lassen.

Zum Schluss den Ziegenfrischkäse unterrühren und final abschmecken, während die Nudeln gar kochen (Achtung! Die PPURA haben EWIG gebraucht. Jedenfalls deutlich länger als die angegebenen 7-9 Minuten). Zum Schluss mit Rucola garnieren und servieren.

Die Sauce ist schön scharf-säuerlich mit einem leichten Wodka-Geschmack, der aber nicht zu penetrant im Vordergrund steht. Ich mag diese Sauce sehr und kann kaum erwarten, sie noch mal mit selbst gemachten 08/15-Nudeln zuzubereiten.

Wer noch eine weitere Meinung nachlesen will: Die Küchenschabe hat die PPURA auch getestet.

Und für Selber-Tester gibt es ein Händlerverzeichnis auf der Website, damit Ihr den nächsten PPURA-Händler finden könnt.

Habt Ihr die feuergeröstete Pasta schon ausprobiert?

Read Full Post »

Older Posts »

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 214 Followern an

%d Bloggern gefällt das: