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Archiv für die Kategorie ‘Ingwer’

Unser Gejammer über das viel zu nasse, viel zu kalte Wetter juckt die Pflanzen glücklicherweise wenig. Im Gegenteil, die Extra-Portion Regen lässt die Frühlingsernte gar nicht mal so schlecht ausfallen – beispielsweise bei Rhabarber.

Das versichert mir zumindest der Kollege Ch., unser Admin mit Schrebergarten, der in der letzten Saison schon mit-verantwortlich war für den herrlichen Rhabarber-Streusel-Kuchen nach dem Rezept meiner Oma und für ein fruchtig-scharfes Rhabarber-Chutney.

Das Chutney 2013 ist höllisch scharf geraten (note to myself: Unterschätze niemals eine Habanero-Chili!), der Rhabarber-Kuchen wurde für die 18cm-Springform im Rezept angepasst und immer noch waren 2 große Stangen Rhabarber übrig.

Via Twitter kam ich über Tina “Lunch for One” und Petra “Foodfreak” auf die Idee, einen Rhabarber-Sirup anzusetzen. (Danke, Mädels!) Petra hat mir dafür das Rezept für Rhabarer-Vanille-Sirup von Kathi “Kochfrosch” empfohlen, das Ihr hier findet.

Mir ist Vanille aber oft “too much”. Außerdem bin ich ein Ingwer-Junkie und hatte eh noch etwas geschälten Ingwer vom Chutney-Kochen übrig. Also wurde bei mir ein köstlich pinker Rhabarber-Ingwer-Sirup daraus:

(Seht Ihr den Rucola sprießen? Der hat tatsächlich -18 Grad im Winter überlebt!)

Ich hatte weniger Rhabarber als Kathi und habe deshalb nur Sirup für die abgebildete 250ml Flasche sowie ein kleines San-Bitter-Fläschchen hergestellt. Folgende Zutaten habe ich dafür verwendet:

2 Stangen Rhabarber (ca. 350 gr)

225 gr Zucker

125 ml Wasser

Saft von 1 Limette

4 Scheiben Ingwer (geschält)

Zubehör: Topf, Sieb, Trichter, sterile (verschließbare) Flaschen oder Schraubgläser

Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden

So geht’s:

Rhabarber waschen und in Schreiben schneiden und in einen Topf geben. (Ihr müsst die Stangen nicht schälen, da die Masse ohnehin durch ein Sieb gepresst wird.) Ingwer (geschält) in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls in den Topf geben. Den Zucker über Ingwer und Rhabarber streuen, vermischen und etwa eine Stunde ziehen lassen. Immer mal zwischendrin umrühren. Wasser und Limettensaft zugießen und aufkochen lassen. Dann Hitze herunterdrehen und den Sud etwa 30 min köcheln lassen. (Der Rhabarber sollte schön weich sein aber noch Farbe haben). Abschließend den Sud durch ein feines Sieb über einen Trichter in Flaschen abfüllen. Auskühlen lassen, verschließen und kühl lagern.

Für eine erfrischende, spritzige Limonade einfach etwas Sirup mit kaltem Sprudelwasser aufgießen und mit ein paar Minzeblättern garnieren.

Und schon kommt die Sonne heraus! Beweisfoto gefällig?

PS: Die Masse, die Ihr durch das Sieb streicht, keinesfalls wegwerfen! Sie schmeckt süßsauer und lauwarm wie ein wunderbares Kompott! Ich habe es in ein Glas abgefüllt und überlege jetzt die ganze Zeit, welches Dessert ich damit zubereiten könnte. Habt Ihr eine Idee?

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Bevor der mir freundlich gesonnene Admin wieder den eigenen Schrebergarten plündert, und ich gläserweise Rhabarber-Chutney machen oder Omas Streuselkuchen backen darf, musste ich schnell noch zwei herrliche Flug-Mangos vom Wochenmarkt verarbeiten.

In der Hoffnung, dass jetzt endlich mal die Grillsaison losgeht, habe ich mich für ein fruchtig-scharfes Mango-Chutney entschieden. Bei meiner Passion für Chutney fehlte dieser Klassiker der indischen Küche bisher in meinem Repertoire.

Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Aber ganz im Sinne des Admins: “Never change a running system”. Und so habe ich einfach wieder “gefreestylt”. Das Ergebnis ist leuchtend gelb und höllisch scharf!

MangoII

Ich bin leider völlig unfähig darin, Mengen richtig abzuschätzen. Deswegen kann ich Euch nur sagen, dass ich 3 mittelgroße Schraubgläser und ein ganz kleines ehemaliges Kapern-Glas vollbekommen habe.

Dafür benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 reife Flug-Mangos (gute Qualität bzw. guter Geschmack zahlen sich hier wirklich aus!)

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 daumengroßes Stück Ingwer

2 rote Habanero Chilischoten (alternativ 2 Vogelaugenchilis. Wer empfindlich ist, nimmt weniger scharfe Schoten)

1 TL braune Senfkörner

1 EL Cumin/Kreuzkümmel (gemahlen)

150 ml Apfelessig

1 EL Ghee (oder pflanzliches Öl)

1 EL Salz

4 EL Zucker

Zesten von 1 Zitrone

Saft von 1 Zitrone

1 TL Madras Curry

Küchengerät: 1 großer Topf, sterile Schraubgläser (besser nicht zu große, da das Chutney – einmal angebrochen – nicht ewig hält)

Zubereitungszeit: ca. 1 Std. für Vorbereitung und einkochen

So geht’s:

Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer schälen und fein hacken. Chilis entkernen und hacken. Ghee in einem Topf erwärmen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer und Chilis bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis die Zwiebeln schön weich sind. Währendessen die Mango vom Kern schneiden, von der Schale runterschneiden und würfeln. Senfkörner in einer kleinen Pfanne anrösten, bis sie zu springen anfangen. Dann in den Topf geben.

Cumin und Curry hinzugeben, alles gut vermischen und warten, bis die Aromen der Gewürze aufsteigen. Jetzt die Mango hinzugeben und gut unterheben. Alle weiteren Zutaten unterheben und jetzt in Ruhe köcheln lassen, bis die Masse marmeladenartig wird (ca. 20 min oder mehr). Stücke sollten allerdings noch erhalten bleiben bei einem klassischen Chutney.

(Falls Ihr unbedingt pürieren wollt: Achtung! Pürierte Chilis werden noch um ein Vielfaches schärfer! Deshalb in dem Fall die Chilis besser nach dem Pürieren hinzugeben…)

Zum Schluss abschmecken, ob noch Salz, Säure oder Süße fehlen (Schärfe solltet Ihr mit meinem Rezept genug haben ;-) )

Herdplatte ausstellen und Chutney in die Gläser füllen, zuschrauben, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Das Chutney hält sich im Kühlschrank viele Monate bis zu einem Jahr. Angebrochenes Chutney solltet Ihr innerhalb von etwa zwei Wochen aufbrauchen.

Mein allererstes Mango-Chutney ist wirklich scharf, sehr fruchtig und fein würzig. Ich mag es so und glaube, dass es perfekt zu Gegrilltem und natürlich zu indischen Gerichten passt. Aber auch als Spread unter ein Chicken-Sandwich. Hmmm… Ich glaube, das erste Glas muss schon dran glauben!

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Bushcook’s Kitchen, eines meiner Lieblings-Food-Blogs wird zwei Jahre alt (unglaublich, was Dorothée aka Bushi in dieser Zeit alles geschafft geschaffen hat!). Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe! Mögest Du noch viele Jahre Spaß am Bloggen haben – vor allem aber auch am Kochen und Essen! Wie schön, dass wir an Deinen kulinarischen Entdeckungen teilhaben dürfen :)

Ich durfte Dorothée ja schon bei der Weinrallye #59 mit einer Flasche Wein be”wichtel”n. Jetzt reiche ich ihr etwas nach für ihr Geburtstagsmenü. Anfang April wird nämlich weiter gefeiert: in einem offenen Haus dürfen die Gäste kommen und gehen, bleiben, essen, trinken, auf das Geburtstagskind anstoßen und feiern! Was für eine schöne Idee.

Dafür wünscht sie sich die passenden Rezepte: also gut vorzubereiten und auch noch hübsch anzusehen, wenn der Teller schon etwas auf dem Buffet gestanden hat.

Ich hab da was für Dich, Dorothée: Mit würzigem 7-Meere-Curry marinierte Hähnchenschenkel und ein fruchtiger Limetten-Dip.

(Also, lange stehen die nicht! Aber theoretisch schmecken sie warm und kalt und auch noch am nächsten Tag. Falls nicht vorher einer an den Kühlschrank geht und heimlich nascht!)

Der Clou ist die Marinade. Dafür brauchen wir erstmal ein 7-Meere-Curry*. Das heißt so, weil Gewürze früher über alle sieben Weltmeere transportiert und teilweise wertvoller als Gold waren. Wer an dem Curry riecht, wird wissen, warum. So exotisch riecht es sonst auf Basaren und anderen exotischen Märkten. Oder eben in Dorothées Küche, wenn sie fleißig mörsert.

Liebe Bushi, das Curry kannst Du wirklich schon Wochen vorher ansetzen, in einem Glas verschließen und dunkel lagern. Dann geht die weitere Zubereitung ganz schnell!

Für das Currypulver brauchst Du:

6-8 Kapseln weißer Kardamom (das ist gebleichter grüner Kardamom, der etwas milder schmeckt. Alternativ geht grüner)

6 EL Koriandersamen

3 EL Cuminsamen

1,5 EL Selleriesamen (teilweise ersetzbar durch Selleriesalz)

1 Zimtstange

6-8 Nelken

1 EL Chilipulver

So geht’s: Alle Gewürze außer dem Chilipulver in einer trockenen Pfanne ohne Öl anrösten und anschließend im Mörser fein zerreiben. Anschließend das Chilipulver unterheben.

Das Currypulver passt herrlich zu Lammgerichten, Gegrilltem, im Hackfleisch für würzige Burger-Frikadellen oder für Gyros hausgemacht. Auch eine Prise über Kartoffeln gibt einen tollen Kick. Aber jetzt machen wir erstmal weiter mit den Hähnchenschenkeln!

Zutaten:

1 EL 7-Meere-Curry

8 Hähnchenunterschenkel (oder Flügel oder Hühnchenbrust in Streifen geschnitten oder…)

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (alternativ: 1/2 Knoblauchzehe, 1/2 cm Ingwer geschält, beides feinstmöglich gehackt)

ordentliche Prise Salz

250 gr Naturjoghurt (3,5% Fett)

Saft von 1/2 kleinen Zitrone

So geht’s: Die Hähnchenschenkel von der Haut befreien und nebeneinander in eine Glas- oder Porzellanschale legen. Die Marinade darübergießen und schön in das Fleisch massieren. Das Fleisch sollte von allen Seiten gut mit dem Joghurt bedeckt sein. Jetzt mit einer Frischhaltefolie abdecken und mindestens 6 Stunden marinieren lassen – besser über Nacht!

Nach der Marinier-Zeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Blech mit Alufolie auslegen und auf die unterste Schiene schieben. Die Hähnchenteile gut abstreifen und auf einen Grillrost legen und auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben. Je nach Größe der Fleischstücke etwa 40 Minuten garen. Zum Schluss noch mal 5 Minuten unter den Grill schieben. Dunkle Flecken sind Tandoori-Style und gewollt!

Während der Garzeit schnell den Limetten-Dip anrühren:

250 gr Naturjoghurt

Saft 1/2 Limette

Limettenabrieb

Salz

Chiliflocken

Joghurt, Limettensaft und Salz gut verrühren. Abrieb und Chiliflocken zum Schluss auf den Joghurt geben.

Der Dip ist schön frisch und fruchtig zu den würzigen Hähnchenteilen.

Dazu passt außerdem Naan, Pitabrot oder natürlich auch türkisches Fladenbrot. Und falls doch was übrig bleibt, ist das Hähnchenfleisch am nächsten Tag auch sehr lecker auf einem Sandwich mit etwas Chutney und einem Blatt Salat. Hmmm…

Weil zu so richtig scharfen indischen Hähnchenteilen kein Wein passt, sondern bestenfalls Bier, bringe ich zur Open-Door-Party übrigens noch eine Flasche Spicy Ginger Ale mit:

Das Zeug stammt aus Berlin und wird z.B. bei Karstadt Perfetto vertrieben. Es ist so scharf und so ingwer-ig, dass man schon ein ziemlicher Ginger-Ale-Fan sein muss, um es zu mögen. Weicheier probieren vielleicht erstmal das würzig-süße “normale” Ginger-Ale von Thomas Henry (der übrigens die geniale Kombination Kohlensäure & Wasser erfand!).

Alles Liebe zum (Blog)-Geburtstag und viel Spaß bei Deiner Open-Door-Party, liebe Dorothée. Ich hoffe, Deinen Gästen schmecken die würzig-exotischen Hähnchenschenkel mit fruchtigem Limetten-Dip!

* Das 7-Meere-Curry hat uns meine Ma geschenkt! Die haben wir nämlich infiziert mit der ganzen Gewürzmischungs-Geschichte. Einen ordentlichen Mörser hat sie natürlich auch. Das Rezept stammt aus dem Buch “Das Handbuch der Gewürze: Würzkunst, Warenkunde und 100 Rezepte” von Sally Morris und Lesley Mackley. Meine Ma ist so begeistert von den Rezepten, dass wir uns das Buch unbedingt besorgen wollen.

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Braucht Ihr noch ein Geschenk aus der Küche? Eines, das hervorragend zum Fleischfondue oder zu Raclette passt? Eines, das Ihr auf das Silvesterbuffet stellen könnt? Oder eines als Basis für herzhafte Sandwiches, wenn es zwischen den Jahren zum Schlittschuhlaufen geht?

Ich hab da mal was vorbereitet: Ein scharfes Paprika-Chutney “frei Schnauze”!

chutney

Leuchtet das nicht herrlich?

Diese feurige orangene Köstlichkeit macht sich – hübsch verpackt – super unterm Weihnachtsbaum und heizt ordentlich ein, wenn es draußen kalt ist.

Hier die Zutaten für ca. 6 Schraubgläser á 300 ml:

8 Paprika (gelb, orange, rot – bitte nicht grün! Notfalls gehen geschälte und eingelegte aus dem Glas)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

5 cm Ingwer, fein gehackt

1 Habanero Chili, fein gehackt und entkernt (wer es nicht so scharf mag, nimmt z.B. nur eine Vogelaugenchili)

3 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

1 mehliger Apfel, entkernt und in ca. 1 cm große Stücke gehackt (mit Schale!)

1 große Tomate, grob gehackt und entkernt (lternativ ein Schluck passierte Tomaten)

3 Lorbeerblätter

5 cm Zimtstange

1 gehäufter EL schwarze Zwiebelsamen

2 EL angestoßene Cumin-Samen

1 gestrichener EL Fenchel

5 getrocknete Curryblätter (Asialaden)

4 EL Muscovado Zucker

150 ml Apfelessig

Salz

Eines vorweg: Bei den Gewürzen und dem Zucker hilft nur Abschmecken! Die Mengenangaben sind eine Orientierung, können aber auch variiert werden!

So geht’s:

Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Rauten schneiden. Lorbeerblätter und Zimtstange mit Küchenkordel zusammenbinden oder in ein Teefilter-Säckchen geben und zuknoten. In einem großen Topf Ghee erhitzen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer, Chili darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Paprika und Apfel dazugeben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren ebenfalls andünsten. Alle weiteren Zutaten – inkl. dem Gewürzsäckchen – in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Immer mal rühren und ggf. schon mal abschmecken. Je nachdem, wie Paprika und Essig beschaffen sind, müsst Ihr noch Zucker drangeben. Oder etwas Gemüsebrühe, falls nicht genügend Flüssigkeit entsteht.

Jetzt das Gewürzsäckchen herausnehmen und die Masse so pürieren, dass noch ausreichend Stücke vorhanden sind, aber eine in sich homogene Masse entsteht. Jetzt abschmecken und ggf. noch Salz oder Zucker hinzugeben.

Wenn Euch das Chutney schmeckt, nehmt Ihr den Topf vom Herd und füllt die Masse heiß in saubere Schraubgläser. Verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Das Chutney hält im Kühlschrank mehrere Wochen – ist meist aber schon vorher weg ;-)

Und welche Geschenke aus der Küche gibt es bei Euch dieses Jahr?

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Neulich hatten wir wieder einmal lieben Besuch zum Kochen da. Es ging um Kräuter und Gewürze in der Alltagsküche und wie man schnell und ohne viel Aufwand auch nach Feierabend etwas Feines kochen kann.

Da gab es dann Bruschette in unterschiedlichen Varianten: klassisch mit Tomate und Basilikum, asiatisch mit Tomate, Thai-Koriander und etwas Sojasauce sowie orientalisch mit Tomate, Harissa und Minze.

Danach haben wir als schnelles Zwischengericht den Nigel Slater Klassiker gemacht, der immer wieder für ungläubiges Staunen sorgt wegen der unvorhergesehenen Geschmacksexplosionen im Mund – ausgelöst durch Feta, süße Zwiebeln und scharfe Chilis.

Weiter ging es mit meiner derzeitigen Lieblingspasta mit Shrimps, Spinat und Curry.

Für die minzigen Lammfrikadellen waren wir dann alle leider schon zu satt. Die gab es am nächsten Tag (und demnächst hier im Blog).

Aber für ein Dessert hatten wir natürlich alle noch Platz:

Ihr braucht eine Eismaschine und folgende Zutaten:

70 gr Zucker

2 EL Ingwer-Likör (oder Ingwer-Sirup)

1 EL hellen, flüssigen Honig (Akazie oder Lindenblüten etwa)

ein Daumenkuppen großes Stück Ingwer, geraspelt

300 ml Vollmilch

200 ml süße Sahne

3 Eigelb

1 TL Maismehl

Kurze Vorbereitung ist leider nötig, geht aber schnell:

Eigelb, Zucker und Maismehl mit dem Mixer vermischen. Die Milch leicht erwärmen und unter die Eigelbmischung rühren. Alles gut vermischen und zurück in den Topf gießen und bei geringer Hitze und ständigem Rühren etwa 2 Minuten heiß werden lassen. NICHT KOCHEN!! Abkühlen lassen und den Ingwer, Ingwer-Likör, Honig und Sahne unterrühren. In die Eismaschine geben und diese ihre Arbeit verrichten lassen.

Für die nötige Frische zum sahnigen Eis sorgen bunte Beeren sowie ein marmeladig eingekochtes Muß aus Johannisbeeren, frischen Pfirsichen, Zucker und etwas Orangenlikör sowie einem Spritzer Zitronensaft.

Einige Tropfen süßer, sehr alter Balsamico waren ebenfalls noch eine gute Ergänzung.

Das Eis hält sich glücklicherweise im Tiefkühler noch einige Tage, weil wir viel zu viel hatten – davon profitiere ich jetzt noch bei dieser Hitze!!

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Es muss nicht immer Alkohol sein. Gerade bei heißen Temperaturen sind Wasser, Fruchtsäfte, alkoholfreies Weißbier (gerade nach dem Sport) und Tee die gesünderen Alternativen. Ganz selten trinke ich auch mal Limonade. Meistens finde ich sie zu süß und viel zu klebrig, um dauerhaft Durst zu löschen.

Wer Zusatzstoffe und Zuckermengen vermeiden will, kann sich aber auch ganz einfach eine erfrischende Limo selber machen, zum Beispiel mit Ingwer und Minze.

Zutaten für 0,75l Limonade:

Ein daumengroßes Stück Ingwer, geschält und gerieben

10 Blätter Minze, gehackt

Abrieb und Saft von 2 Limetten

0,75l Sprudelwasser

Eiswürfel

Optional: brauner Zucker, Zuckersirup oder Stevia Blätter

So geht’s:

Ingwermuß, Limettenabrieb und -saft sowie die Minzeblätter in einen Krug geben und etwa 15 min ziehen lassen. Mit dem Sprudelwasser aufgießen und durch ein Sieb in eine hübsche, mit Eiswürfeln gefüllte Karaffe (oder einzelne Gläser) füllen.

Zum Süßen habe ich 3 Blätter unserer frisch erworbenen Stevia-Pflanze gehackt und in das Glas gegeben. Umrühren. Fertig!

Die Blätter der Stevia-Pflanze schmecken deutlich weniger penetrant als die Tropfen, die man so im Reformhaus erhält. Außerdem sind Blätter leichter zu dosieren als der hochkonzentrierte Extrakt. Eine gute Alternative für’s Dessert, Tees oder Limonaden – ganz ohne Kalorien und ohne Kariesgefahr! Allerdings muss man sich an die Dosierung gewöhnen und etwas ausprobieren, bis man seinen persönlichen Geschmack gefunden hat.

 

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Auch wenn der Sommer bisher noch nicht so richtig heiß ist – es gab durchaus schon ein paar Tage, an denen es zu warm war, um sich ewig in der Küche aufzuhalten. Das Klimper-Geräusch von Eiswürfeln im Glas finde ich einfach herrlich sommerlich. Gibt es – außer Meeresrauschen – etwas, was einen mehr in Urlaubsstimmung versetzt? Dazu mache ich mir gerne eine kalte Kleinigkeit, mit der ich blitzschnell auf der Terrasse sitzen und den Sonnenuntergang betrachten kann.

Als Indien-Fan stehen Lassis, also süße oder salzige Joghurt-Getränke, ganz oben auf meiner Favoriten-Liste. Die herzhafte Variante gefällt mir dabei besonders. Ein Lassi mit Minze und indischen Gewürzen erfrischt und macht (vorübergehend) sogar satt, liegt aber nicht schwer im Magen. Die Prise Salz ist außerdem gut, wenn man viel geschwitzt hat und dringend seine Salzspeicher auffüllen muss – perfekt für die richtig heißen Tage, die ja hoffentlich noch kommen.

Inspiriert hat mich ein Facebook-Foto vom tollen Indian-Cuisine-Blog Manjula’s Kitchen. Aber so ganz ohne Variationen geht’s ja bei mir nicht. Deshalb hier die Zutaten für ein großes Glas Minz Lassi, wie es mir besonders gut geschmeckt hat:

125 gr gekühlter Joghurt (1,5% Fett – fetterer Joghurt ist fester und muss etwas mehr mit Wasser verdünnt werden)

gekühltes Sprudelwasser (Menge nach Bedarf)

1 cm Ingwerwurzel

1 gestrichener Löffel Cumin

1 ordentliche Prise Salz

1 Prise schwarzer, frisch gemahlener Pfeffer (wer’s bekommt: Tellycherrypepper – der aromatische Pfeffer aus Kerala/Südindien)

10 Minze-Blätter (wer sehr intensive Pfefferminze hat, nimmt etwas weniger)

1-2 EL Zitronensaft

2-3 Eiswürfel

So ist das Lassi in circa 3 Minuten fertig:

Ingwer schälen, reiben und den Saft in einen Mixer pressen – kann man mit den Händen machen. Minze-Blätter hacken und ebenfalls in den Mixer geben. Joghurt und Gewürze hinzugeben und alles aufmixen. Eiswürfel in ein Glas geben und das Lassi darübergießen. Mit einem Schluck Sprudelwasser “strecken” und mit dem Zitronensaft abschmecken.

Etwas gemahlenen Cumin für die Optik auf das Lassi streuen und mit einem Minzezweig dekorieren. Fertig!

Damit der Snack noch etwas satter macht, könnt Ihr ihn mit Papadums oder Chapati servieren – beides gibt es bereits fertig im Asia-Laden. Also keine Not, den Backofen anzumachen, wenn die Wohnung eh schon aufgeheizt ist!

Lassis sind ein gesunder, leichter und vor allem schnell zubereiteter Snack, der eisgekühlt besonders erfrischt. Wer es lieber süß mag, lässt Salz und Gewürze weg und zuckert das Getränk entsprechend. Auch mit Mango oder Ananas, Tomate oder Gurke schmecken Lassis lecker. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt…

Mein würzig-erfrischendes Minz-Lassi, ein Zwischending aus Drink und Essen, ist der Beitrag zu Zorras Blog-Event “Eisgekühlt” . Ich freue mich schon auf viele spritzig-erfrischende Rezepte für heiße Sommertage!

Blog-Event LXXVIII - EISgekühlt (Einsendeschluss 15. Juni 2012)

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Ich beneide Menschen mit Garten. Auch wenn sie oft stöhnen über die viele Arbeit, das Wasserschleppen, das Unkraut, die Schnecken und die Gemüse- und Obstschwemme von Frühsommer bis in den Herbst – mein Mitleid kennt Grenzen.

Dabei verstehe ich natürlich die Sorgen und Nöte von Gartenbesitzern, die neben Fulltime-Job und Familie noch Land beackern müssen dürfen. Ich hatte selbst das Glück, als Kind in einem Haus mit Garten aufzuwachsen und mehrere Gartengrundstücke zum Austoben, Äpfelpflücken und Kirschenklauen zu haben. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an die Schaf-Story? Gerade deshalb weiß ich aber auch, wie viel Arbeit so ein Stück Land macht. Ganz zu schweigen von dem Problem, wer sich wohl darum kümmert, wenn Kind & Kegel in den Urlaub wollen und der Garten nach drei Wochen aussieht wie ein verwildertes Dornröschen Refugium.

Dennoch: Die eigene Ernte kann so befriedigend und glückverheißend sein, dass ich Menschen mit Garten doch auch immer ein bissl beneide. Dann hege ich meine Balkon-Kräutlein, pflücke meinen Salat, feuere die Bienchen an, die im Lavendel Nektar finden, und genieße, dass sich das Wasserschleppen bei uns in Grenzen hält…

Umso mehr freue ich mich, wenn dann die lieben Garten-Menschen uns Stadtbewohner an ihrer Ernte teilhaben lassen. Das war vor zwei Jahren zum Beispiel meine Kollegin O., die mir Stachelbeeren mitgebracht hat. Das ist in diesem Jahr Kollege Ch. gewesen, der mich mit Rhabarber beglückte. Ein ganzes Kilo! Frisch geerntet! Danke!

Daraus habe ich ein ziemliches Freestyle-Chutney gemacht, das ich hoffentlich noch richtig rekonstruieren kann.

Aber erlaubt ist, was gefällt. Das Prinzip von Chutney ist ganz einfach: Zwiebeln in etwas Öl anschwitzen, mit viel Zucker karamellisieren, das Obst/Gemüse darin kochen, ordentlich und ganz nach Geschmack würzen, Essig zugeben, eindicken lassen, in Gläser füllen – fertig!

Rhabarber ist sauer. Das ergab der Test am rohen Stengel. Also habe ich mich für viel Zucker, wenig Essig und – der Clou! – kandierten Ingwer entschieden. Gott, schmeckt das Chutney lecker!

Aber der Reihe nach. Hier die Zutaten (ergaben bei mir 4 mittelgroße Schraubgläser) – wobei ich auf exakte Mengenangaben verzichte, da Rhabarber unterschiedlich sauer sein kann. Probiert selber aus! Also:

Ein kg Rhabarber, ohne Fäden und gehackt

brauner Zucker

5-6 Bröckchen kandierten Ingwer, gehackt

1 nicht zu saurer Apfel, entkernt und gehackt

1 großes Stück Ingwer, geschält und gehackt

2 Schalotten, geschält und gehackt

1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt

100 ml Kirschsaft (alternativ: Apfelsaft oder ein milder Fruchtessig)

etwa 1 TL Fenchelsamen

etwa 1/2 TL schwarzer Zwiebelsamen

Prise Salz

1 TL Cumin (Kreuzkümmel)

1/2 TL scharfes Chilipulver

1 TL Madras Curry (oder vergleichbar scharfes Currypulver)

1/2 TL Garam Masala

Wasser

etwas Pflanzenöl

So geht’s: Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Die Schalotten, den frischen Ingwer und den Knoblauch darin anschwitzen. Die Gewürze ebenfalls anrösten, bis das Aroma aufsteigt. Zucker zugeben und alles leicht karamellisieren lassen. Rhabarber und den Apfel zugeben und alles gut vermischen. Den Kirschsaft zugießen, alles zum Kochen bringen. Je nachdem, wie viel Wasser der Rhabarber zieht, kann man jetzt noch etwas Wasser zugeben. Das Chutney sollte aber sämig und nicht zu wässrig sein.

Wenn alles schön homogen vor sich hinschmurgelt, die Masse noch mal abschmecken und vielleicht etwas mehr Zucker, Schärfe oder einen Spritzer Zitrone hinzugeben.

Das Chutney heiß in saubere Schraubgläser füllen, zudrehen, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Die Gläser halten sich ungeöffnet viele Monate. Angebrochen kann man sie immer noch einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren. So lange halten sie meist aber nicht ;-)

Perfekt schmeckt das sauer-scharf-süße Chutney zu Shrimps, die in einer Marinade aus Honig und Chili gewälzt und anschließend gegrillt werden. Hmmmm….

Übrigens: Das Wort “Chutney” ist eine englische Verballhornung des Hindi-Wortes “Catni”. Und mit all seinen Gewürzen bringt es jeden Maharaja (und jede Maharani) zum Schmatzen. Deshalb ist das Rhabarber-Ingwer-Chutney mein erster Beitrag zu Tinas Blog-Event. Ihr indischer Rezepte-Index ist mir immer wieder Inspiration. Danke, Tina, für 100 wunderbare indische Rezepte und Glückwunsch zum Jubiläum!

Gib dem Maharaja Futter

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Die China-Restaurants der 70er und 80er Jahre haben uns ziemlich versaut. All die Lotus-Goldener Drache-Peking House-Great Wall-Rote Laternen-Butzen, die uns mit Glutamat vollgepumpt haben. Wer heute sagt, er esse gerne chinesisch, wird von dem Gros der Leute mitleidig angeschaut. Fastenspeise der Buddhisten, 8 Köstlichkeiten und Schweinefleisch süß-sauer lassen jedem halbwegs normalen Mensch kalte Schauer über den Rücken laufen. Zumindest dann, wenn man nicht das Glück hat, ein halbwegs authentisches China-Restaurant zu kennen, wie beispielsweise das Jade im Frankfurter Bahnhofsviertel. Denn dort gibt es glücklicherweise keine der o.g. Speisen – zumindest nicht auf der “echt chinesischen” Karte.

Ähnlich naserümpfend reagierte der bEdW, als ich eben jenes verpönte Schweinefleisch süß-sauer für ein Friday-Night-Home-Dinner-Date vorschlug. Dabei ist Gu Lao Rou, wie es im Süden Chinas heißt, ein ganz traditionelles Gericht. Süße und Säure im Ursprungs-Rezept sind sehr fein und leicht, nur durch Zucker und Essig hervorgerufen. Wir haben wieder einmal aus dem Buch “Die echte chinesische Küche” ein Rezept verwendet und leicht abgewandelt.

Zutaten für zwei Personen:

350 gr Schweinefilet

1 Möhre

3 Frühlingszwiebeln

halbe Salatgurke

1 Ei

1 EL Maisstärke

1 TL und 5 EL Reiswein

1 Vogelaugenchili

1/2 milde rote Peperoni

1 Stück Ingwer (1/2 Daumenlänge)

2 Knoblauchzehen

(alternativ: 1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste)

1 EL Zucker

1 TL Essig

100 ml Pflanzenöl

2 EL Tomatenmark

Salz

Beilage: Reis

Und so geht’s: Das Schweinefleisch in dünne Scheiben und anschließend in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Das Ei mit Salz und 1 TL Reiswein verkleppern und mit dem Fleisch vermischen. Zur Seite stellen. Gurke und Möhre in rautenförmige Stücke schneiden. Frühlingszwiebeln in nicht zu feine Ringe schneiden. Peperoni hacken. Vogelaugenchili sehr fein hacken. Ingwer und Knoblauch schälen und sehr fein hacken – oder alternativ Ingwer-Knoblauch-Paste verwenden. Zucker mit Essig, Salz, 5 EL Reiswein, 1 EL Speisestärke und 1 EL Wasser gründlich mischen. Den Wok erhitzen und das Pflanzenöl zufügen. Abgetropftes Schweinefleisch bei hoher Hitze frittieren, bis es goldbraun ist. Aus dem Wok nehmen und zur Seite stellen. Öl bis auf einen dünnen Film aus dem Wok gießen. Tomatenmark, Chili und Peperoni sowie Frühlingszwiebeln, Ingwer und Knoblauch kurz unter Rühren anbraten. Gurke und Möhre hinzufügen und ebenfalls kurz anbraten. Die Sauce dazugeben und alles aufkochen lassen, bis sie etwas eindickt. Das Fleisch wieder zugeben und noch mal heiß werden lassen. Zusammen mit dem Reis servieren.

Ein vielfach unterschätztes Gericht, das bei Eigenherstellung leicht, lecker und deutlich besser schmeckt als die Nummer 34b beim Chinesen um die Ecke. Habt Ihr auch schon mal einen Fast-Food-Klassiker oder ein Oh-mein-Gott,das-geht-ja-gar-nicht-Gericht zu Hause selber gemacht und aus der Schmuddelecke geholt?

Dazu hat uns übrigens ganz hervorragend eine Neuentdeckung geschmeckt:

Der Helderberg Sauvignon Blanc aus dem südafrikanischen Anbaugebiet Stellenbosch ist Teil des Probierpakets, das mir Hawesko zur Verfügung gestellt hat. Nach einer ersten Enttäuschung (s. Post vom Montag) hat uns der Helderberg tatsächlich umgehauen. Mit seiner hellgelben Farbe und einer deutlichen Grapefruit-Gras-Nase ist er ein richtig waschechter Sauvignon Blanc. Das typische Stachelbeer-Aroma breitet sich dann ebenso im Mund aus wie grüne Paprika- und Unreifer-Pfirsich-Aromen. Dabei hat er angenehm wenig Säure. Unbedingt gut gekühlt trinken. Mit 8,90 Euro/Flasche kein ganz billiges Vergnügen, aber mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Heike lässt tunken. Und wenn diese Grande Dame der Food-Blogger-Welt ruft, tunken alle mit! Dabei finde ich das Wort “tunken” ganz schrecklich. Mich erinnert das an große Schwestern, die einen unter Wasser tunken. Oder an die abschätzig gemeinte hessische Phrase “Der dunkt gern sein Schnawwel” (“Der tunkt gerne seinen Schnabel”), womit Leute gemeint sind, die gerne gut essen – am liebsten bei anderen und umsonst. Oder an eine sehr leckere selbergemachte Cocktailsauce, die in unserer Familie jahrelang “rosa Tunke” genannt wurde, was ich erst mit den Jahren als ziemlich despektierlich empfunden habe (die unwiederstehliche Mischung: Ketchup, saure Sahne, ein Schluck Sherry, etwas Zitronensaft, ein Spritzer Tabasco, Salz!). Aber da ich selber für mein Leben gerne tunke, stippe, dippe, blicke ich über den Namen des Blog-Events mal großzügig hinweg ;-)

Nachdem wir nach unserer Rückkehr aus Indien eine kleine Pause eingelegt hatten, was indisches Essen anbelangt, ist Heikes Aufruf natürlich die perfekte Ausrede, um endlich mal wieder den Turban zurecht zu rücken und indisch zu kochen. Fündig geworden bin ich in Monisha Bharadwajs Kochbuch “Indian in 6. 100 irresistible repices that use 6 ingredients or less”, das ich mir aus Indien mitgebracht habe (im Bild rechts). Man darf das mit den 6 Zutaten aber nicht zu genau nehmen. Das beschränkt sich nur auf die Dinge, die man frisch kaufen muss. Die anderen 35 Gewürze hat die indische Hausfrau einfach im Schrank.

Kasundi (scharfes Tomaten Relish) ist ein Rezept aus Gujarat und vereint süß, scharf und sauer miteinander – eine typisch asiatische Kombination, die ich sehr gerne mag.

In das Relish kann man wunderbar Cracker, Naan oder Grissini dippen, Bratwürstchen oder Chicken Wings tunken oder mit dem Finger reinstippen und ablecken. Natürlich ist es auch super, um einem Hamburger, Sandwich oder Wrap einen spicy Touch zu geben. Oder man leckt einfach die Schüssel aus. Das Zeug kann nämlich süchtig machen. Ich hab’ Euch gewarnt!

Leicht abgewandelte Zutaten (Original in Klammern):

1 EL Ghee (statt 2 EL Öl)

1/2 TL braune Senfsamen

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste

1 Dose gehackte Tomaten (statt 3 große, reife Tomaten)

2 frische grüne Chillies

1 EL brauner Zucker (statt 1 TL)

1 EL Weißweinessig

Die Zubereitung dauert etwa 20 Minuten, geht also blitzschnell:

Chillies entkernen und fein hacken. Ghee in einer Pfanne erhitzen und die Senfsamen darin anbraten, bis sie zu springen beginnen. Dann die Hitze etwas reduzieren und die Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben. Unter Rühren anbraten – etwa eine Minute – und aufpassen, dass der Knoblauch nicht schwarz wird. Jetzt Tomaten und Chillies hinzugeben und bei hoher Hitze einköcheln lassen. Währendessen Salz, Zucker und Weißweinessig unterrühen, bis die Konsistenz des Relish schön marmeladig ist.

Von der Flamme nehmen, in ein steriles Glas füllen und auskühlen lassen.

Theoretisch hält das Relish im Kühlschrank einige Wochen. In der Praxis ist es am gleichen Abend weggedippt…

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

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