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Archiv für die Kategorie ‘Kartoffeln’

Wenn uns der Lieblingsmetzger vor Ostern anbietet eine Milchlammkeule zurückzulegen, sagen wir natürlich nicht nein. Der weiß schon, wie er uns ködert…

Ostersonntag war sah das Ganze dann so aus:

So ein feiner Sonntagsbraten braucht natürlich etwas Zeit. Insgesamt 2,5 Stunden solltet Ihr Euch nehmen.

So geht’s: Etwa 1kg schwer Milchlammkeule einreiben mit

Olivenöl

Ras el Hanout

Prise Zimt

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Prise Piment

Prise Kreuzkümmel

Salz

Dann in einem großen Bräter die Keule von allen Seiten anbraten und anschließend herausnehmen. Im gleichen Bräter nun Gemüse (grob gehackt) anbraten:

1 Karotte

1 Petersilienwurzel

2 Stangen Sellerie

vier kleine Tomaten

1 Zwiebel

4 Knoblauchzehen

Dann ca 1 EL Tomatenmark hinzugeben und ebenfalls mit anrösten. Jetzt ablöschen mit

400 ml Rinder- oder Lammfond (idealerweise selbstgemacht)

300 ml Rotwein (wir hatten einen kräftigen Chianti)

Keule wieder in den Bräter zum Gemüse legen. Mit Kräutern würzen:

Rosmarin

2 Lorbeerblätter

Thymian

Deckel auf den Bräter geben und bei 180 Grad Umluft zugedeckt mindestens eine Stunde garen. Anschließend noch mal eine halbe Stunde ohne Deckel unterm Grill braten. (Zeitangaben variieren sehr stark nach Dicke der Keule, Ofen usw.)

Währendessen das Grillgemüse vorbereiten:

10 kl Drilling-Kartoffeln (halbiert)

1 gelbe Paprika in Spalten geschnitten

1 Karotte in dicke Scheiben geschnitten

1 Zucchino ebenfalls in dicken Scheiben

10 braune Champignons

Zuerst die Kartoffeln auf ein Ofenblech legen und würzen mit:

Olivenöl

Thymian

Rosmarin

Meersalz

Pfeffer, frisch gemahlen.

Kartoffeln in den Backofen schieben und mind. 20 min garen. Anschließend das andere Gemüse – je nach Garzeit – hinzugeben (Karotten, Zucchino, Paprika, zum Schluss Champignons)

Wenn die Keule gar ist, aus dem Bräter heben, in Alufolie packen und ruhen lassen.

Währendessen die Sauce und das Gemüse aus dem Bräter durch ein Sieb drücken und in einem kleinen Topf auffangen. Die Sauce leise köchelnd einreduzieren lassen, abschmecken und gegebenenfalls noch etwas mit kalter Butter binden.

Fertig ist ein feines Sonntagsessen:

Die Lammkeule war butterzart, das Gemüse schön aromatisch – aber der Star war die Sauce! Gute Zutaten (Fond, Wein!) zahlen sich hier wirklich aus. Wir mussten die Sauce kaum noch würzen, sie kam fast perfekt aus dem Bräter!

Testen zu unserem Osteressen durften wir einen fränkischen Silvaner, nämlich den 2011 “Eigenart” von Max Müller I*:

Das feine Milchlamm war zart genug, um einen Weißwein nicht zu “übertünchen”. Dazu trugen aber auch die kräftigen Aromen des Silvaners bei: Neben getrockneten Aprikosen, einer feinen Holznote und einem Geruch nach trockenem Heu habe ich – tatsächlich?! – reife Bananen geschmeckt. Die Säure war zurückhaltend (damit habe ich es ja eh nicht so), dabei aber – dank der Muschelkalkböden des Anbaugebiets – sehr mineralisch und “krachig” trocken.

Auch wenn ich sonst Weißwein am liebsten richtig, richtig kalt trinke, lohnt es sich, den Silvaner atmen zu lassen und rechtzeitig (ca. 30 min vor dem Essen) aus dem Kühlschrank zu holen. Dann belohnt er mit intensivem Aroma und einem langen Nachhall.

Ein Wein, der uns zu unserem Lamm sehr gut geschmeckt hat. Vorstellen können wir ihn uns aber auch gut zu gegrilltem Huhn oder Fisch.

*Der “Eigenart” ist u.a. hier für 14,60€/Fl. erhältlich. Er wurde uns vom Weinversand www.weine.de zur Verfügung gestellt.

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Es gibt Tage, an denen möchte ich mich ins Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen. Meist entsteht dieser Zustand, wenn ich zu lange und zu viel gearbeitet, nicht genügend oder nur ungesundes Zeug gegessen habe und zudem noch etwas am Kränkeln bin.

Statt mit Decke ins Bett lege ich mich lieber auf die allerschönste Lieblingscouch und gucke dem bEdW beim Kochen zu. Dass Liebe durch den Magen geht, ist ein langweiliger Allgemeinplatz. Aber Essen kann ein Seelentröster sein. Und Menschen, die genau wissen, wann wir was zu essen brauchen, um getröstet zu werden, sind einfach die wunderbarsten Wesen, denen wir ganz stark dankbar sein müssen!

Das können Mamas sein, die Hühnersuppe kochen. Oder Freundinnen, die Cookies vorbeibringen. Oder Kolleginnen, die einen mit einer Tüte Walnüsse oder einem Joghurt über ein Nachmittagstief retten.

Am liebsten aber natürlich der bEdW, der Gulasch kocht und Kartoffelpü dazu macht.

Unsterblich in sein Kartoffelpü habe ich mich nach einer Zahn-OP verliebt, das mir wie das köstlichste Essen der Welt vorkam.

Die  Geheimnisse des Kartoffelpüs sind gute, aromatische, mehlig kochende Kartoffeln aus der Region. Und Butter. Und Milch. Und viel Muskatnuss. Und Liebe. (Aber das eigentliche Geheimnis: Butter und Milch unbedingt erwärmen, bevor Ihr es zu den zerstampften Kartoffeln gebt!)

Für eine ordentliche Portion Gulasch, die locker für 4 Personen reicht, benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 kg Rindfleisch aus der Schuler oder der Hüfte, in große (!) Stücke schneiden (alternativ: aus der Wade, dann erhöht sich die Kochzeit aber auf mindestens eine weitere Stunde)

1 kg Zwiebeln, geschält und gehackt

3 EL Rapsöl

0,5 l trockener Rotwein (z.B. Chianti)

0,5l Rinderbrühe

2 TL Paprika edelsüß

1 TL Paprikapulver scharf

1 EL Tomatenmark

1 EL Zitronenabrieb

2 Lorbeerblätter

einige Zweige Thymian

1 Zehe Knoblauch

1 Peperoni

Petersilienblätter zum Garnieren

Für die Zubereitung solltet Ihr Euch locker 3 Stunden Zeit nehmen, da Gulasch besser wird, je länger es köchelt.

So geht’s:

Das Fleisch in große Stücke schneiden. Keiner mag kleine Brösel-Stückchen Fleisch im Gulasch. Zwiebeln schälen und hacken. In einem großen schweren Schmortopf (wir lieben unseren Le Creuset!) 2 EL Rapsöl erhitzen und das Fleisch in mehreren Portionen rundherum anbraten. Das Fleisch zur Seite stellen. Den restlichen EL Rapsöl im gleichen Topf erhitzen und die Zwiebeln anbraten. Dabei das edelsüße Paprikapulver und das Tomatenmark mit unterrühren und alles mindestens 10 min schön weich dünsten.

Jetzt die Brühe und den Rotwein angießen und aufkochen lassen. Dann das Fleisch wieder hinein geben und bei kleiner Hitze mindestens 1,5 Std. köcheln lassen. Dabei salzen, pfeffern. Zum Köcheln auch 2 Lorbeerblätter und den Thymian sowie eine Knoblauchzehe und den Zitronenabrieb hinzugeben und mitgaren.

Nach anderthalb Stunden abschmecken und ggf. noch etwas salzen und pfeffern. Jetzt die Peperoni hinzugeben und eine weitere Stunde mitköcheln lassen. Zum Schluss eine rohe Kartoffel an das Gulasch reiben, um die Sauce etwas anzudicken. Mit dem scharfen Paprikapulver abrunden und zusammen mit Kartoffelpü und Petersilie servieren.

Ein Teller davon – oder zwei – und es geht Dir wieder besser. Versprochen!

Kein Gulasch-Fan? Dann guckt doch mal hier, was es sonst noch an Soulfood im Blog gibt.

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Helau! Heute gibt’s ein klassische Fassenachts-Essen aus Hessen!

Hessen kulinarisch bedeutet für mich Grie Soß, Handkäs, Äppelwoi, Sauerkraut! (Natürlich nicht in dieser Zusammenstellung!).  Im Münchner Exil habe ich oft von richtig saurem, knackigen Sauerkraut geträumt. Die bayerische Variante ist lecker – für meine hessische Seele aber zu verkocht und nicht sauer genug. (Leute, das heißt doch nicht ohne Grund SAUERkraut!). Auch die Varianten mit Champagner oder Wein sind delikat. Awwer halt kaan hessisches Sauerkraut!

Sauerkraut muss Dir das Hemd in die Hose ziehen - und hat zusammen mit Äppelwoi eine verheerende Wirkung auf die Verdauung. Ungeübte und Zugereiste sollten sich unbedingt in der Nähe einer (schalldichten!) Toilette befinden, wenn sie die Klassiker der hessischen Küche erstmals und unvorbereitet gemeinsam genießen.

Klassisch kommt das hessische Sauerkraut natürlich mit Rippchen auf den Teller. Auch werden gerne kleine Leber- oder Blutwürste auf dem Kraut liegend gegart. Sehr köstlich! Ich mag’s aber auch gerne mal etwas einfacher: Mit Kartoffelpüree und Frankfurter Würstchen!

Glücklich, wer noch eine Oma hat, die das Sauerkraut selber einschneidet und im kühlen Keller reifen lässt. Meine kann dies seit einigen Jahren leider nicht mehr. Und für immer kleiner werdende Haushalte lohnt sich der Aufwand auch kaum. Zudem stinkt das vergärende Kraut wirklich haarsträubend. Aber nach Wochen des Reifens das erste Sauerkraut der Saison zu testen, war immer ein Erlebnis. Wer also einen kühlen Keller mit einer gut schließenden Tür hat, sollte das Selbereinschneiden unbedingt mal ausprobieren!

Unser Kraut kaufen wir jedenfalls lose auf dem Wochenmarkt. Aber auch viele Metzger bieten es an. Auch aus der Dose (z.B. Sonnen Bassermann oder – empfohlen aber nicht selbst getestet – Manufactum) kann es schmecken, wenn es anschließend originalgetreu zubereitet wird.

Zutaten für das Kraut als Beilage für 2 Personen:

500 gr Sauerkraut

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

1 EL Butter

4 Wacholderbeeren

2 Lorbeerblätter

2 TL Kümmelsamen

ca. 125 ml Apfelwein

So geht die denkbar einfache Zubereitung:

Die Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anbraten. Nun das Sauerkraut hinzugeben und mit dem Apfelwein angießen. (Achtung: Lieber erstmal weniger Flüssigkeit nehmen, da Kraut manchmal noch viel Wasser zieht. Lieber später noch etwas zugießen. Falls Apfelwein übrigbleibt: Einfach selber trinken :) ) Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Kümmel in das Kraut mischen, Deckel drauf und bei kleiner Hitze etwa 45 min leise köchelnd garen.

Währendessen könnt Ihr 4 mittelgroße, mehlig kochende Kartoffeln schälen, würfeln und gar kochen. Wasser abgießen, Milch und Butter hinzugeben und Kartoffeln zerstampfen. Mit Salz und Muskat abschmecken.

Frankfurter etwa 15 min in heißem aber nicht kochendem Wasser gar ziehen lassen.

Übrigens: Wer kein Kartoffelpü mag, serviert Sauerkraut und Frankfurter klassisch mit einer Scheibe Brot.

Alles mit dem weltbesten Senf servieren, ein Glas Äppelwoi ausm Gerippten dazu und den Weg zur Toilette möglichst freihalten.

Warum Fassenachts-Essen? Ich denke, weil die Zubereitung nebenher läuft und man sich ganz auf die Feierei konzentrieren kann. Außerdem vertreibt das saure und vitaminreiche Sauerkraut jeden Kater.

En Guude!

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Schwein bekommt man in weiten Teilen Indiens eher selten serviert. Nicht nur Moslems, auch Hindus halten nicht viel vom Schwein als Essensquelle. Lange Zeit galten die Tiere als Nahrung der Kastenlosen und waren entsprechend geächtet. Allerdings gilt dies nicht in Regionen, in denen die portugiesischen oder andere europäische Kolonialherren ihre (christlichen) Spuren hinterlassen haben.

Deshalb hat es mich auch nicht gewundert, dass das Rezept für Schweine-Curry aus dem Buch “Indian in 6” von Monisha Bharadwaj, aus dem ich neulich schon zwei leckere Dips für Heikes Blog-Event gemacht habe, nach einem Rezept aus Goa zubereitet wird.

Für zwei gute Esser benötigt Ihr folgende Zutaten:

500 gr Schweinefilet

1 große Zwiebel

2 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die entsprechende Menge beider Zutaten, sehr fein gehackt)

1 TL Kurkuma

6 rote Chillies (das Rezept spricht von 10 Chillies. Ich fand aber 6 scharfe mehr als ausreichend – Empfindliche nehmen noch weniger!)

1 TL Garam Masala

75 ml Wein-Branntweinessig

3 TL Ghee oder Sonnenblumenöl

So wird’s gemacht:

Das Fleisch in etwa Gulasch-große Stücke schneiden und mit dem Kurkuma vermischen. Zur Seite stellen und etwas ziehen lassen. Zwiebeln, Ingwer-Knoblauch-Paste, Chillies, Garam Masala und Essig in einem Mixer zu einer Paste pürieren. Das Ghee in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Schweinewürfel scharf anbraten, aber nicht komplett durchgaren. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Die Paste in der Pfanne unter Rühren anbraten. Abschmecken und salzen.

Etwas Wasser hinzugeben, so dass die Flüssigkeit eine saucen-artige Konsistenz annimmt (lieber erstmal zu wenig und etwas nachgießen!). Die Fleischwürfel hinzugeben und zugedeckt sanft köcheln lassen, bis das Schwein gar ist (dauert bei Filet-Fleisch nur wenige Minuten). Wem das Essen zu scharf ist, der kann mit etwas Kokosmilch oder Joghurt (Achtung, sollte nicht mehr kochen!) gegensteuern. Sofort servieren.

Dazu passt zwar eigentlich Reis, den man in Goa zu allem isst. Wir hatten aber am Vortag Reis und haben deshalb die Bombay-Kartoffeln gemacht (im Foto im Hintergrund), die ich hier schon mal vorgestellt habe. Diesmal allerdings ohne Tomaten, da das Curry saucig genug ist.

Ein schnelles, unkompliziertes Gericht (Ingwer-Knoblauch-Paste und Garam Masala sollten sowieso IMMER im Haus sein!), das ziemlich scharf und leicht säuerlich ist. Herrlich indisch!

Und da es – ohne die Kartoffeln – wirklich vergleichsweise schnell zubereitet ist, da Schwein nicht ewig schmoren muss (anders als bei Lamm- oder Rindercurry), ist Chiristas Ghassi mein März-Beitrag für das Dauer-Blog-Event Cucina Rapida von man kann’s essen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

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Obwohl der Winter 2011/12 deutlich milder ist als seine Vorgänger und wir im Rheingau auch nicht mit ganz so viel Schnee konfrontiert werden wie in unserer Münchner Dekade, frieren wir derzeit wie die Schneider. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass wir vor einer Woche noch bei 32 Grad am Strand von Kerala lagen und uns zwei Tage davor in Udaipur den ersten (leichten) Sonnenbrand des Jahres geholt haben.

Was gegen Kälte (gefühlte oder echte) immer hilft, ist eine heiße Suppe! Das haben wir auch in Rajasthan gemerkt, wo die Nächte – hier merkt man schon das Wüstenklima! – verdammt kalt sein können. Ein scharfes Daal oder eine heiße chinesische (!) Hühnerbrühe haben uns da oft gute Dienste geleistet. Zurück in heimischen Gefilden ist es dann aber doch eine Gulaschsuppe geworden:

Für 2 Personen (mit Rest für den nächsten Tag!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 300 gr Rindfleisch aus Keule oder Schulter

2 mittelgroße Zwiebeln

3 mittelgroße festkochende Kartoffeln (evtl noch 1/2 Kartoffel zum Binden der Suppe)

1 rote Paprikaschote

1 EL Tomatenmark

1 EL Paprikapulver (rosenscharf)

1 EL Weißweinessig

1 Liter Rinderbrühe

1 TL Kümmel

Abrieb einer Zitrone (unbehandelt)

1 große Knoblauchzehe

2 Zweige Majoran

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Chilipulver

einige Blätter Petersilie und einen Löffel Joghurt zum Garnieren

Salz, Pfeffer

Butterschmalz zum Anbraten

So geht’s:

3 Kartoffeln schälen und würfeln. Paprika putzen, entkernen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Majoran hacken. Rindfleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden. Fleisch im Butterschmalz von allen Seiten anbraten. Zwiebeln dazugeben und ebenfalls anbraten. Tomatenmark, Chili- und Paprikapulver darübergeben und kurz mit anrösten. Mit dem Fond ablöschen und zum Köcheln bringen. Essig sowie Kümmel, Zitronenabrieb, Lorbeerblätter, Knoblauch und Majoran dazugeben. Jetzt alles etwa 45 min zugedeckt leicht köcheln lassen.

Danach die Kartoffeln dazugeben und etwa 10 Minuten (bzw. bis die Würfel gar sind) mitköcheln lassen. Zuletzt die Paprika hinzugeben und mindestens 5 Minuten mitkochen. Mit Salz und Pfeffer, ggf. noch etwas Chilipulver, abschmecken.

Falls die Suppe zu wässrig ist, die 1/2 rohe Kartoffel zum Binden an die Suppe reiben.

Mit gehackter Petersilie und einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt dunkles Brot vom Vortag besonders gut – und ein kühles Bier!

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Heikes Blog-Event hat mich schon irgendwie kalt erwischt. Bratkartoffeln gehen nämlich irgendwie gar nicht. Wir machen sie aber vielleicht auch einfach nur zu selten. Und verwöhnt bin ich auch: meine Mutter macht großartige Bratkartoffeln und in guten (!) Frankfurter Äppelwoi-Kneipen gibt es auch häufig richtig gute, krosse Exemplare zur Grie Soß – zum Beispiel im “Rad” im Stadtteil Seckbach.

Außerdem hatten wir am Wochenende geplant, das schnelle indische Spinat-Hühnchen zu machen, das Ihr vielleicht hier schon mal gesehen habt.

Aber da die ich die indische Küche ja so sehr wegen ihrer Vielseitigkeit liebe, war mir ziemlich schnell klar, dass es da auch ein paar tolle Knollen geben muss, die nicht nur zum Huhn sondern auch zu Heikes Blog-Event passen würden. Eine Variante wären zum Beispiel die frittierten Kartoffeln, die es hier schon mal zu einem indischen Lamm mit Spinat gab.

Aber Heike ‘ne Olle Knolle andrehen? Nö! Also weitergesucht in den unendlichen Weiten des Internets und auf ca. eine Million Rezepte für Bombay Kartoffeln gestoßen. Wir haben uns aus verschiedenen Rezepten wieder rausgepickt, was uns am besten gefiel und waren echt begeistert! Die Kartoffeln gehen schnell, riechen phantastisch nach allen möglichen Gewürzen und passen nicht nur zu Curries, sondern auch zu gegrilltem Lamm oder Steak. Schon in der Pfanne sieht’s lecker aus:

Mit (in diesem Fall vietnamesischem) Koriander und Tomaten sind die Bombay Kartoffeln nicht nur ein Hingucker, sondern ergeben auch ein schnelles vegetarisches Gericht, wenn abends mal  nicht viel Zeit zum Kochen bleibt:

(Mit Spinat-Hühnchen im Hintergrund).

Aber Heike will ja wissen, wie sie Bratkartoffeln zubereiten soll. Also, here we go:

Zutaten (für 2 Personen als üppige Beilage zu einem Curry):

1 EL Sonnenblumenöl

1 TL Senfsamen (braun)

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

1 TL Kurkuma

1 TL gemahlener Koriander

1/2 TL Garam Masala (am besten frisch selber hergestellt)

1/2 TL Chilipulver (oder gerne mehr, wenn Ihr es scharf mögt)

Ein etwa Daumennagel-großes Stück Ingwer, geschält und fein gehackt

2 EL Butter oder Ghee

4 große Kartoffeln (festkochend)

eine handvoll Cocktailtomaten, halbiert (oder große Tomaten, dann aber ohne Kerne und ohne das “Flüssige”)

Etwas Koriander, gehackt (wir hatten auf dem Balkon noch vietnamesischen, ansonsten auch “normalen”)

So geht’s:

Kartoffeln schälen, würfeln und gar kochen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und alle gemahlenen Gewürze (außer dem Koriander und dem Garam Masala!) anrösten, bis es herrlich duftet. Jetzt die Butter hinzu geben und warten, bis sie geschmolzen ist. Dann die Kartoffeln hinzu geben und in der Pfanne schubsen, bis sie von allen Seiten mit der Gewürzmischung komplett bedeckt sind. Zum Schluss Koriander und Tomaten hinzugeben, abschmecken mit etwas Salz und dem  Garam Masala und sofort servieren.

Dazu hat uns hervorragend ein kräftiger Rosé geschmeckt, den wir eigentlich zu Gegrilltem trinken wollten, ihn dann aber irgendwie vergessen hatten. Zum Spinat-Huhn und dem Kartoffeln passte er hervorragend:

Den Tavel gibt es bei Jacques’ Weindepot für rund 9 Euro. Die kräftigen Trauben Cinsault, Grenache und Syrah machen den Rosé geschmacklich fast zu einem leichten Rotwein, der es locker mit Gewürzen und Gebratenem aufnehmen kann.

Liebe Heike, ich hoffe, dass Dir die indische Bratkartoffel-Variante schmeckt. Ansonsten hältst Du Dich einfach an den Wein! :)


Bratkartoffeln für Heike

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Bei aller Begeisterung für indische oder vietnamesische Küche: Ab und an muss es mal herzhafte Hausmannskost sein. Vor allem, wenn es draußen kalt wird, können die Gerichte aus unserer Kindheit Magen und Seele wärmen. Zudem ist Wintergemüse gesund und günstig. Auf Wirsing hat mich Anette vom Lebenslustiger-Blog gebracht, als sie im letzten Glückspaket zum Wochenende mein Rote Bete-Rezept kommentiert hat. Wer saisonal einkauft und kocht, tut nicht nur was für die Nachhaltigkeit und seinem Körper was Gutes, sondern kann auch Geld sparen. Aber was noch viel wichtiger ist: Wirsing ist einfach lecker! Und er wächst bei den Bauern jetzt direkt vor unserer Haustür.

Wir hatten ihn zusammen mit herrlich würzigen Bratwürsten der Metzgerei Kropp aus Schöneck. Sie verkauft Fleisch und Wurst der selbst gezogenen und nur mit selbst angebautem Futter gefütterten Tiere direkt im Hofladen. Zu Wirsing und Wurst gab es noch herrlich aromatische Kartoffeln vom Wiesbadener Wochenmarkt. Ein rundum regionales, saisonales und genial leckeres Winteressen!

Für den Wirsing habe ich folgende Zutaten verwendet:

1 mittlerer Kopf Wirsing

1 Zwiebel

1 EL Butter

100 ml Gemüsebrühe

ein Schluck trockener Weißwein (z.B. Riesling)

1 TL Senf (z.B. ABB Mostert)

Salz, Pfeffer

eine Prise Zucker

ein Schluck Sahne oder Sahneersatz

eine Prise Muskatnuss

So geht’s:

Die äußeren Blätter des Wirsings wegnehmen. Den Strunk am Boden großzügig abschneiden und den Wirsingkopf achteln. Die Achtel gut waschen und abtropfen lassen. Aus den Achteln den dicken, harten Strunk herausschneiden. Die Achtel anschließend in feine Streifen schneiden.

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Butter in einer großen Pfanne mit hohem Rand oder einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel darin anschwitzen. Anschließend den Wirsing nach und nach zugeben und unter Rühren ebenfalls andünsten. Gemüsebrühe hinzugeben, salzen, pfeffern und zugedeckt etwa 20 Minuten bei kleiner Flamme garen. Deckel abnehmen und mit Wein, Sahne sowie Muskat abschmecken. Zum Schluss den TL Senf einrühren.

So gibt es keine prampige Mehlschwitze, trotzdem ein bisschen Sauce und der Wirsing hat noch knackigen Biss.

Während der Wirsing gart, können die Kartoffeln schon kochen. Eine mittel-dicke Bratwurst braucht auch etwa 15 Minuten insgesamt.

Übrigens: Den Wirsing-Gestank bekommt man mit lüften, frisch aufgebrühtem Kaffee oder etwas aufgekochtem Essig ganz gut in den Griff.

Saisonal, regional, genial! Was ist Euer Lieblingsgemüse?

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Dieses Blog-Event von Astrid macht mich fertig.
Blog-Event LXXI - Rezepte mit N (Einsendeschluss 15. September 2011)

Wieso, bitteschön, ist es denn so f***ing schwer, Gerichte mit N zu finden? Und wenn man dann noch versucht, Nudeln und Nüsse zu vermeiden, weil das schon so viele andere gepostet haben, wird es richtig schwierig. Während ich so vor mich hin grübele und damit liebäugele, das Blog-Event einfach sausen zu lassen, schreibt Astrid auch noch “lass mich bloß nicht hängen”. Na, herzlichen Dank auch! Wer kann denn Arthurs Tochter schon was abschlagen?

Also: Keine Nudeln, keine Nüsse, keine Nocken, keine Nashi-Birne, kein Nasi-Goreng, …

Aber wofür hat man den besten Ehemann der Welt (aka bEdW)? Beim lecker Grill-Abendessen sitzend und mein Gejammer über das Blog-Event hörend, sagt er nur: Schau Dich doch mal um. Wo sitzen wir? Worauf gucken wir? Voilá: Der Wiesbadener Neroberg. NNNNNNNNNNNeroberg. Neroberg! Ätschi-Bätschi! (Guckst Du Pfeil auf die russische Kapelle. Und zum Beweis ist Baby, der Grill, mit fotografiert. Und wehe hier lacht irgendein Grafiker über meinen wackeligen MS-Paint-Pfeil!)

Und weil die Zutaten auch noch vom Wochenmarkt am Fuße des Nerobergs stammen und man auch noch lecker Wein vom Neroberg dazu trinken kann, habe ich nichtmal ein schlechtes Gewissen, dass ich ein klitzekleines bisschen schummeln muss bei diesem Blog-Event.

Here we go: Die Neroberg-Frittata (auch bekannt als: Noch-Eier-im-Kühlschrank,-die-wegmüssen-Frittata)

Wenn noch kleine Mengen Gemüse, einige Eier und vielleicht noch Kartoffeln vom Vortag übrig sind, eignen sich diese “Reste” bestens, um eine Frittata zu machen. Zusammen mit einem Salat ist das ein schönes, leichtes Abendessen oder auch eine schöne Beilage zu Gegrilltem.

Die Zusammenstellung kann man je nach Vorratsschrank variieren, da sich fast alle Gemüsesorten für eine Frittata anbieten. Zwingend notwendig ist natürlich der Blick auf den Wiesbadener Neroberg. Aber Ihr könnt Euch ja das Foto downloaden ;-)

Wir hatten (für 4 Personen als Beilage oder für 2 als Hauptgericht) folgende Zutaten:

4 Eier

50 ml Milch

4 gekochte mittelgroße Kartoffeln

1 kleine rote Paprikaschote

1 kleine Zucchini

2 Frühlingszwiebeln

fein gehackte Kräuter (Oregano, Rosmarin, Thymian – geht auch getrocknet)

Salz, Pfeffer, Olivenöl

Eier, Milch, Kräuter, Salz und Pfeffer verquirlen. Gemüse waschen, entkernen, in Scheiben oder Würfel hacken. Die Kartoffeln – falls sie nicht schon vorgekocht waren – kochen, abkühlen lassen und schälen. Frühlingszwiebeln hacken. In einer beschichteten, nicht zu großen Pfanne in etwas Öl die Zucchini und Paprika anschwitzen, kurz die Frühlingszwiebeln zugeben und mit anbraten, alles zur Seite stellen. In die gleiche Pfanne noch mal etwas Öl geben und Kartoffeln in Scheiben auf dem Boden verteilen. Salzen, pfeffern. Darüber dann das Gemüse geben und gleichmäßig in der Pfanne verteilen.

Jetzt die Eimasse über das Gemüse gießen und bei mittlerer (!) Hitze stocken lassen bei geschlossenem Pfannendeckel. Die Frittata ist gar, wenn das Ei komplett gestockt ist. Das dauert etwa 20 Minuten – kommt aber auf die Größe der Pfanne und die Höhe der Gemüsemasse an. Also unbedingt immer mal nachschauen.

Wenn die Frittata gestockt ist, den Pfannendeckel abnehmen und einen großen Teller auf die Pfanne stülpen. Die Pfanne samt Teller einmal umdrehen, so dass die Oberseite auf dem Teller liegt und die knusprige Kartoffelunterseite oben ist.

Der schön knusprige Kartoffeldeckel ist der Clou und zeichnet eine echte Neroberg-Frittata selbstverständlich aus, behaupte ich jetzt mal ;-) . Wer mag, kann aber auch die Frittata aus der Pfanne heben und die fluffige Seite nach oben servieren. Schön ist auch, dass das Gericht kalt auch am nächsten Tag noch schmeckt. Sehr schön auch zum Mitnehmen für ein Picknick (z.B. auf dem Neroberg) oder den Biergarten (es gibt ja einen sehr schönen in Nymphenburg/München).

So, liebe Astrid, jetzt hast Du auch von mir ein N spendiert bekommen – mit den besten Grüßen aus Wiesbaden! Wohl bekomm’s :)

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Nach all den Pasta-Reste-Orgien der letzten Wochen hatte ich SOLCHEN BOCK auf “was Indisches”, dass ich schon nachmittags zu überlegen anfing, was ich mir nach der Arbeit relativ schnell und unaufwendig zubereiten könnte. Es sollte schön scharf sein, machbar für eine Person und nicht stundenlang dauern… Gar nicht so einfach, da alleine die Gewürzzubereitungen für indische Gerichte oft etwa eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Wenn man dann noch Rind oder Lamm köchelt, muss man häufig noch mal eine Stunde einplanen. Zuzüglich vorherigem Einkauf hätte ich dann etwa gegen 21:30h essen können. Zu spät für ein gehaltvolles Abendessen.

Erste Zeitspar-Möglichkeit: Hühnchen statt rotem Fleisch, da es schneller gart und nicht erst langwierig pariert werden muss.

Zweite Zeitspar-Möglichkeit: Zutaten aus dem Supermarkt verwenden. In meinem Fall neben Hühnchen noch Kartoffeln und TK-Erbsen.

Dritte Zeitspar-Möglichkeit: AUSNAHMSWEISE mal auf eine Fertig-Gewürz-Mischung zurückgreifen. Einzige Vorgabe: Kein Geschmacksverstärker!

Die Auswahl im Asia-Laden hat dann doch einige Zeit in Anspruch genommen, da ich die Zutatenliste genau studiert habe. Das Ganze war aber auch sehr aufschlussreich.

Ich habe mich für Hot Curry Paste von Rajah entschieden (ca. 3,50 Euro für 285 gr – reicht locker für 3-4 x Kochen).

In Asia-Läden oder größeren Supermärkten gibt es viele verschiedene Würz-Pasten von Korma über Tikka Masala und Tandoori bis Hot oder Mild Curry. Wichtig für die Auswahl war mir in erster Linie die Zutatenliste. Während manche Anbieter lediglich neben Öl, Essig und Salz noch kryptisch von “Gewürzen” sprechen, hat die Hot Curry Paste von Rajah die komplette (?!) Zutatenliste auf dem Etikett:

Wasser, Salz, Pflanzliches Öl (Rapsöl, Baumwollsamenöl), Koriander, Chilipulver, Kreuzkümmel Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Linsen, Säuerungsmittel Essigsäure, Anissamen, Bockshornklee, Nelken, Zimt, Lorbeerblatt.

Das sind eigentlich auch ziemlich genau die Dinge, die ich so in eine Curry-Mischung mache, weshalb mir das Risiko nicht allzu groß erschien. Außerdem ganz wichtig: Kein Geschmacksverstärker! Mehr kann man von einer Fertig-Paste meines Erachtens nicht erwarten.

Die Zubereitungsangabe auf dem Glas ist nur auf englisch vorhanden und auch nicht sehr hilfreich, wenn man nicht hin und wieder indisch kocht: “Ideal with all meats and vegetables. Recommended usage is 1 generous tbsp. for every 250 g of ingredients. Ensure fully cooked before serving.”

Aha! Ist ja schön, dass 1 TL reicht pro 250 gr. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass unerfahrenere Hobbyköche nicht so genau wissen, wann sie die Paste dazugeben sollen. Pur oder aufgelöst? Am Ende oder gleich mit anbraten?

Ich hab die Paste verwendet wie ich auch mit meinen eigenen Gewürzmischungen umgehen würde. Und finde, dass das Ergebnis sehr appetitlich aussah, oder?

Aber hier erstmal die Zutatenliste für einen sehr hungrigen Esser (plus Left-overs für die Mittagspause am Tag danach) oder für zwei Personen:

Ein großes Hühnerbrustfilet

2 mittelgroße Kartoffeln 

eine Handvoll TK-Erbsen

1 Dose gehackte Tomaten

1 EL Ghee oder Rapsöl

frischer Koriander

Einen Schuss Joghurt, Kokosmilch oder Sahneersatz 

Eine kräftige Prise Zucker

Alternativ kann man das Curry auch ohne Fleisch und mit einer breiteren Gemüseauswahl zubereiten. Super ist zum Beispiel eine Mischung aus Kartoffeln, Blumenkohl und Karotten.

So habe ich es gemacht:

Kartoffeln schälen, würfeln und fast gar kochen. TK-Erbsen auftauen. Hühnerbrust in mundgerechte Stücke würfeln. Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und 1 großen Esslöffel Curry-Paste anbraten bis es duftet, aber nicht qualmt. Jetzt die Hühnerwürfel anbraten, bis sie innen noch roh sind, aber außen schön Farbe haben. Mit der Dose Tomaten ablöschen und bei mittlerer Hitze und offener Pfanne einköcheln lassen. Nebenbei den Reis oder – wenn man mag – Naan Brot zubereiten. (Keine Angst, wenn man sich ein bisschen unsicher mit der Zeiteinteilung ist: Das Curry verzeiht auch, wenn man es 5 min länger köchelt. Notfalls die Platte ausstellen, Deckel auf die Pfanne und nur noch ziehen lassen, bis Reis oder Naan fertig sind). Kurz bevor der Reis/das Naan fertig ist, die Kartoffeln und die aufgetauten Erbsen dazugeben und alles noch mal ordentlich heiß werden lassen.

Da ich die Paste sehr salzig fand, habe ich mit etwas Kokosmilch abgemildert, sonst wäre mir der Geschmack zu penetrant gewesen. Das ist aber Geschmacksache – zumal ich beim nächsten Mal vielleicht einfach weniger Paste nehmen würde. Auch Joghurt oder Sahne(ersatz) mildern den Salzgeschmack und natürlich auch die Schärfe.

Wenn alle Zutaten fertig sind, frischen Koriander grob hacken und über den angerichteten Teller geben. Etwas Gurken-Raita oder – wenn man momentan vielleicht lieber auf rohe Gurken verzichten mag – Minz-Joghurt kühlen das heiße und scharfe Gericht zusätzlich. Die Zubereitung hat etwa 35-40 Minuten gedauert und gehört sicher nicht ganz in die Kategorie “schnell&lecker”, ist aber deutlich fixer als ein “handgemachtes” Curry.

Mein Fazit: Die Gewürzpaste riecht und schmeckt sehr authentisch und enthält (wenn man dem Etikett glauben kann) keine anderen Zutaten als eine hausgemachte Paste. Für kleinere Ein-Mann/Frau-Portionen oder als schnelle Alternative aus dem Vorratschrank eignet sie sich tadellos. Einmal angebrochen, solltet Ihr sie aber im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb weniger Wochen verzehren, weil sie sonst etwas ihr Aroma verliert. Wer nicht stundenlang mörsern und Gewürze anrösten mag, kann meiner Meinung nach gut und gerne mal auf Rajah Hot Curry Paste zurückgreifen.

Apropos: Hot heißt wirklich Hot! Wer also nicht so gerne scharf isst, sollte mit der Mild Curry Paste einsteigen oder gleich eine Korma-Sauce aussuchen. Diese sind meist sehr mild und für Einsteiger in die indische Küche bestens geeignet.

Wer hinterher trotzdem die Geschmacksknospen kühlen möchte, kann sich zum Nachtisch den Bollywood Smoothie gönnen.

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Bei Katharina habe ich ein Rezept für selbstgemachte Bärlauchbutter entdeckt. Ich boykottiere Lebensmittel, die plötzlich einem Hype unterliegen, immer irgendwie automatisch. Das ist fast ein Reflex. Plötzlich schwört alle Welt auf Argan-Öl, Goji-Beeren oder Kokos-Wasser. Aber an Bärlauch kommt man momentan einfach nicht vorbei (und kann nur hoffen, dass die Marktfrauen die Blätter nicht mit Maiglöckchen verwechselt haben).

Weil eine liebe Kollegin (Vegetarierin, Nuss-Allergikerin, künftige Grill-Garten-Besitzerin) ihren letzten Tag “feierte”, habe ich zum Abschied ein kleines Geschenk aus der Küche angefertigt nach Katharinas Rezept.

Die Kräuter waren so frisch, dass die Butter bei mir ziemlich Wasser gezogen hat. Aber das konnte man abgießen. Schnell aufbrauchen sollte man die Butter sowieso. Und sie ist SO lecker, dass sie eh nicht lange hält.

Die süßen Etiketten gibt’s übrigens bei Rice (z.B. im “Sinnenfreude” auf der Münchner Hohenzollernstraße) und sind mal was anderes als die üblichen weißen oder kitschigen aus der Einweck-Abteilung:

Die Butter schmeckt natürlich zu Gegrilltem wie Steak oder Maiskolben, aber auch auf Spargel oder Kartoffel. Lecker ist sie natürlich auch schlicht auf Toast.

Für die Frische ein paar aromatische Tomaten drauf, ein paar Körner grobes Salz und für den Biss ein paar geröstete Pinienkerne. Schneller, selbstgemachter Snack mit dem guten Gefühl zu wissen, was man da isst.

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