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Archiv für die Kategorie ‘Kartoffeln’

Wenn der Körper unser Tempel ist, ist Heston Blumenthal Gott und wohnt auf dem Pantheon des Genusses.

Wie großartig ich Blumenthal finde, habe ich hier schon einmal ausführlich beschrieben, als ich sein Buch “Heston at home” besprochen habe. Der Observer schreibt: “What fun it is to follow in this gastro-wizard’s footsteps“. Und genau das ist er: Ein Zauberer, ein Magier, der auch bei Rezepten für die “normale” Küche immer wieder seine Genialität durchblitzen lässt.

Obwohl mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet, ist es ihm nicht zu banal, uns das perfekte Frühstücksei beizubringen.

Oder etwas so Simples wie eine gebratene Lammkeule. Aber die eben mti einem speziellen Kick, der etwas so Köstliches wie eine Lammkeule eben NOCH köstlicher macht, blumenthaltastisch eben.

Lammkeule_Blumenthal

Die Zutatenliste ist für Blumenthal-Verhältnisse sehr überschaubar. Wir haben für 2 Personen die Zutaten etwas heruntergerechnet und noch eine Beilage dazu gemacht:

Eine etwa 1.5kg schwere Lammkeule mit Knochen (Wir haben uns ein hervorragendes Stück Fleisch beim türkischen Metzger gekauft. Hier lohnt es sich besonders, auf Qualität zu achten! Wie sonst eigentlich auch, wenn es um Fleisch geht…)

3 EL neutrales Pflanzenöl

3 Knoblauchzehen

100 ml Milch

6 Sardellen in Öl, abgetropft

2 Rosmarinzweige

Trockener Weißwein

1 TL Senf (Blumenthal nimmt Dijon, wir natürlich ABB Mostert aus Düsseldorf!)

300 ml Lammfond (idealerweise selbstgemacht, nach Meister Blumenthals Rezept. Aber zur Not geht’s auch einfacher…)

(Optional:) Beilage:

6 mittelgroße Kartoffeln

200 gr grüne Bohnen

1/2 Dose Tomaten (ca. 200 gr)

100 gr Feta

Salz, Pfeffer, Prise Zucker

Zubereitungszeit: 30 min Vorbereitung, 4 Stunden Garen

Zubehör: kleiner Topf, Bräter, Ofenthermometer (Optional für die Beilagen: Topf für Kartoffeln, Topf zum Blanchieren der Bohnen, Pfanne für die Bohnen)

So geht’s:

Ofen auf 80 Grad vorheizen.

Knoblauch schälen und in der Milch in einem Topf blanchieren – das macht den Knoblauch süßlicher, milder, weniger streng. (Blumenthal wiederholt diesen Prozess noch drei Mal – jeweils mit frischer Milch. Wir fanden es etwas übertrieben, 400 ml Milch zu ver(sch)wenden, um den Knoblauch zu “entschärfen”. Also blieb es beim einmaligen Blanchieren.)

Den Bräter auf die Herdplatte stellen, Öl darin erhitzen, bis es richtig heiß ist und Lamm darin von allen Seiten anbraten.

Keule aus dem Bräter nehmen, auf ein Schneidebrett legen und mit einem scharfen Messer rundum gleichmäßig verteilt das Fleisch leicht einschneiden und mit einem Löffel oder den Fingern zu kleinen Taschen ausdehnen. Jedes Loch mit einem Sardellenfilet, einem Stück Noblauch und einigen Rosmarinnadeln stopfen.

Jetzt das Lamm wieder in den Bräter legen und in den vorgeheizten Backofen schieben, bis die innere Temperatur 55 Grad beträgt. (Das dauert je nach Größe der Keule gut dreieinhalb bis vier Stunden! Also rechtzeitig anfangen, nicht erst, wenn Ihr hungrig seid!)

Wenn das Fleisch gar ist, aus dem Bräter nehmen, in Alufolie einpacken und mind. 30 Minuten ruhen lassen.

Nun den Bräter auf die Herdplatte stellen und bei mittlerer Hitze die Sauce zubereiten: Mit einem großen Schluck Weißwein den Bratansatz lösen, Senf und den Lammfond einrühren und einköcheln lassen, bis die Konsistenz saucen-artig ist.

Währendessen Teller im Backofen vorheizen und gegebenenfalls Beilagen herrichten. Wir hatten Kartoffeln in der Schale zum Lamm sowie grüne Bohnen mit Tomaten und etwas Feta. Dafür Bohnen einfach blanchieren und in eine Pfanne geben. Tomaten dazu und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Zum Schluss etwas Feta über die Bohnen bröckeln.

Nun das Lamm aufschneiden und mit den Beilagen sowie der köstlichen Sauce servieren.

Das Lamm ist bei so niedriger Temperatur gegart und ruht vor sich hin, dass wirklich schnell gehandelt werden musste beim Fotografieren. Deshalb gibt das Foto nur einen Eindruck und ist keine Augenweide.

Aber zum lange Rumhampeln mit dem Fotoapparat war das Lamm einfach zu GÖTTLICH! So zart, dass man es mit der Zunge zerdrücken konnte. Rosmarin, Sardellen und Knoblauch haben es fein gewürzt, ohne penetrant zu sein und die Sauce. Die Sauce! Ich verstehe gar nicht, wie etwas so Einfaches so gigantisch schmecken kann.

Die lange Garzeit lohnt sich in jedem Fall und das Spicken der Lammkeule werden wir jetzt wohl öfter so machen.

Wir verbeugen uns vor Heston Blumenthal und streichen uns wohlig die kugeligen Bäuche.

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Ihr seid so irre! Ich hätte ja mit allem gerechnet. Aber nicht mit 50 Rezepten, denen neues Leben eingehaucht wurde. FÜNFZIG REZEPTE. Kinners, ich freu mich riesig über die Teilnahme an meinem Blog-Event “Entstaubte Klassiker”!

Vor allem habe ich in den letzten Wochen jede Menge gelernt: Ich habe unbekannte Traditionen kennengelernt, von heimlichen Gelüsten erfahren, an Kindheitserinnerungen teilgehabt, Ost-West- sowie Nord-Süd-Gefälle bemerkt, wurde an längst vergessen Geglaubtes erinnert und habe herzlich über nur zu gut Bekanntes gelacht.

Am schönsten finde ich aber die vielen Hommages an unsere Großmütter. Habe ich doch selber eine, die die besten aller Kuchen backt. Und die wohl heimlich mit Katharinas Großmutter verwandt sein muss, wenn man sich die Ähnlichkeit von Katharinas Telefonat mit dem vor Augen führt, das ich zum Thema Rhabarberkuchen mit meiner Oma hatte.

Ich LIEBE kochende Großmütter (und Mütter natürlich! Und Väter! Und Opas!) und widme diese Zusammenfassung deshalb allen alten Damen (und Herren), die in uns die Lust aufs Essen und Kochen geweckt oder wiedererweckt haben!

Jetzt geht’s aber los mit der Zusammenfassung wunderbarer wiederbelebter, abgewandelter, aufgehübschter, entschlackter – kurzum: entstaubter! – Klassiker!

(PS: Die Gewinner der Preise wurden schriftlich verständig und der Vollständigkeit halber gaaaaanz unten noch mal erwähnt.)

Ein Clubzimmer schreit ja förmlich nach leckeren Häppchen zu starken Drinks. Deshalb gab es von diesem Blog auch Reibeplätzchen mit Lachs. Darauf einen Old Fashioned, im knarzenden Clubsessel genossen, Mad Men einschalten. Life is good!

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Damit aber nicht genug! Im Clubzimmer steht auch noch ein Glas mit Soleiern rum. Wisst Ihr eigentlich, wie lecker die sind?! Hab ich neulich wiederentdeckt. Könnt ich mich reinsetzen! Soleier rocken!

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Die Turbohausfrau hat tatsächlich einen meiner Kindheitsklassiker entstaubt: Gebackene Apfelscheiben. Gab’s bei uns auch. Dabei habe ich süße Mittagessen ja immer gehasst… Aber so als Nachtisch oder zum Kaffee? Hmmm!

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Bei dem Blognamen Dental Food zucke ich ja immer erstmal zusammen. Aber vor Doc Eva und ihren köstlichen Brickteigtörtchen mit Pflaumen muss man keine Angst haben…

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Lotta kocht mit Leidenschaft. Beispielsweise den rheinischen Klassiker Himmel un Erd. Da geht auch dem bEdW gleich das Herz auf. Dass der Klassiker auch mal anders geht, zeigt sie in ihrem Blogpost.

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Wer in der Ferne lebt wie Foodzeit, der weiß, dass Heimweh mit Essen gestillt werden kann. Das Rezept für die Königsberger Klopse stammt aus China! Damit geht der Preis für die weiteste Reise definitiv an Foodzeit.

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Heimweh stillt Foodzeit aber auch mit DEM Klassiker von Julia Childs: Boeuf Bourguignon!

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Da isse, die Omma! Und zwar Oma Anni. Beim Tellerschubser gab es Omas Gulasch. Aber bei aller Liebe zur Omma kräftig entstaubt und ins 21. Jahrhundert geholt. Sieht doch köstlich aus, oder?

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Wenn et Tring kocht, wärd es sowatt von lääcker! Etwa beim rheinischen Döppekooche. Da geht mir schon sprachlich das Herz auf…

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Wo geht’s zum Gemüseregal? fragt Franzi. Und wir wissen jetzt auch wieso: weil sie ihr Ragout Fin, den Klassiker unter den Klassikern, kräftig durchgewedelt und “veganisiert” hat.

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Der schöne Blog In a Jelly Jar bringt uns eine Patenkind-Tradition aus Österreich mit: Allerheiligenstriezl wurden traditionell durch die Paten überreicht. Eine schöne Idee…

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Astrid und Friederike halten gerne mal Küchentratsch. Was dabei herauskommt? Eine entstaubte Version von Reiberdatschi (aka Riivkooche aka Kartoffelpuffer aka…) – hier mit Portulak.

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Die beiden vom Küchentratsch haben auch gleich noch einen vorweihnachtlichen Dampfpudding gemacht. Davon habe ich noch nie gehört. Aber vielleicht inspiriert es ja den ein oder anderen noch so kurz vorm Fest!

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Rio ist ein kleiner Kater. Und weil Katzen sehr reinlich sind, ist ja kein Wunder, dass In Rios Küche ein Klassiker entstaubt wurde – nämlich Linsen mit Spätzle!

Eva ist nicht nur eine Kochpoetin, sondern auch eine Zauberin in der Küche. Ihre Torten lassen mir regelmäßig den Atem stocken. Aber auch ihre Sauerkrautgratin-Lasagne hat es mir (Hessin! Sauerkraut! Weisste Bescheid!) angetan.

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Nicht nur in der indischen Küche, auch im Elsaß ist die verdauungsfördernde Wirkung von Fenchel bekannt. Deshalb fügt ihn die Straßburgerin Mange-Tout auch ihrem Zwiebelkuchen hinzu. Wohl bekomm’s!

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Sogar Heston Blumenthal, der Küchenmagier und 3-Sterne-Koch, gesteht, dass er an “Prawn Cocktails” nicht vorbeigehen kann. Wie schön, dass uns Mange-Tout noch einen entstaubten Krabbencocktail mitgebracht hat. Den würde sicher auch Heston essen!

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Ein Klassiker unter den Foodblogs ist das Kochbuch für Max & Moritz. Und wer die Kochbücher von Margit bei GU kennt, den wundert nicht, dass ihr Himmel un Erd einen andalusischen Touch hat!

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Schön, wenn man nicht nur kochen sondern auch stricken kann. Beides vereint nämlich Julia, The Cooking Knitter, die ich im Sommer kennenlernen durfte. Etwas handwerkliches Geschickt benötigt man natürlich auch bei Kohlrouladen. Aber Garn hat Julia ja immer im Haus ;-)

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Wieder steht eine Oma Patin bei einem Gericht von Verboten gut: Kartoffelnudeln in brauner Butter mit Bergkäse. Hier wird das Kindheitsgericht deutlich entspeckt, ohne dass dabei geliebte Erinnerungen verloren gingen. Hach!

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Über den Beitrag vom Feinschmeckerle habe ich mich sooooo gefreut. Ist doch Cordon Bleu eines der am häufigsten verhunzten Wirtshausklassiker. Aber nicht, wenn es mit feinem Käse, gutem Schinken und fettarmen Ofenpommes daherkommt!

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Natürlich war klar, dass das Blog-Event nicht ohne Hinweis auf “Deutschland vegetarisch”, das grandiose Kochbuch, auskommt. Bei Kraut & Rüben gab es deshalb Blumenkohl mit Flädle. Kann man mich persönlich ja mit jagen. Aber auf das Buch macht es trotzdem Lust ;-)

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Ein Hoch auf die Mütter? Das wird auch die Tochter von Astrid anstimmen, wenn ihr von Muttern gefüllte Paprikaschoten kredenzt werden. Auf ausdrücklichen Wunsch natürlich. Und wie immer, wenn Arthurs Tochter kocht, ist das Ganze ein Lesegenuss und sicherlich sowas von gut!

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Tafelspitz kennt jeder. Aber HIRSCH-Tafelspitz? Hallöchen! Das klingt entzückend, was Our Food Creations da gemacht hat. Ich setz’ mich schon mal hin, Serviette aufm Schoß. Ich wär’ dann soweit!

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Und außerdem hat Our Food Creations noch Flammkuchen entstaubt. Noch so ein Klassiker, den es schrecklich oder seeeehr köstlich geben kann!

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Auch bei lumi kuke kocht die Oma gedanklich mit. Etwa, wenn es Markklößchen gibt. Die gehören in eine gute Samstagssuppe nämlich hinein! Mit so einer Einlage ist der entschuldigende Satz “Bei uns gibt’s awwer heut nur Supp!” gar nicht nötig!

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Bei Peter von Aus meinem Kochtopf bin ich seinerzeit auf die Idee zum Boeuf Stroganoff gestoßen, das mich zu diesem Event inspiriert hat. Wie schön, dass er mir ein Filet Wellington entstaubt hat. Das ist nämlich der nächste Klassiker, der auf meiner Liste steht :)

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Und dann macht Peter (Aus meinem Kochtopf) auch noch mein Lieblingsgemüse: Rote Bete an Orangenduft. Leute, Ihr verwöhnt mich bei diesem Event echt!

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So kurz vor Weihnachten gibt es bei Genial Lecker Gänsekeule. Und zwar mit lecker Orangenblaukraut. Hach, was freu ich mich auf die Weihnachtsgans! Ein Klassiker, an dem für mich NICHTS entstaubt werden darf…

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Graupen sind ja nicht so meins. Aber sie gehören natürlich in die klassische Küche rein. Das wissen wir vermutlich alle noch aus unserer Kindheit. Und so passt die Graupensuppe aus Brittas Kochtopf perfekt zum Thema.

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Ein echtes happy plate, also ein glücklicher Teller, ist, wer die lecker Möhrensuppe mit karamelisierten Erbsen servieren darf. Und noch glücklicher ist der, der die Suppe dann auslöffelt!

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Home is where the tummy is! Deshalb spricht der Blogname Ein Topf Heimat auch Bände… Und dann gibt es auch noch Bratäpfel mit Dulce de Membrillo. So lässt sich Heimweh kurieren!

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Peggy will ein bisschen kürzer treten. Aber glücklicherweise gibt sie das Bloggen in ihrem Blog Multikulinarisch nicht ganz auf. Sonst würden wir Gerichte wie dieses Gulasch mit Hagebutte und Fenchel vermissen!

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Zweierlei Fleischküchle (aka Frikadellen aka Buletten aka Fleischpflanzerl aka…) hat die Giftmischerin zubereitet. In jedes würde ich sofort reinbeißen. Vor allem in das mit Sauerkraut. Dazu dann noch Waldbeeren-Pfeffer-Rosmarin-Marmelade. Hmm…

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Sandra from Snuggs’ Kitchen kennt Ihr ja schon. Sie backt wunderbare Kekse und Kuchen und Brote. Aber sie kocht auch entstaubte Klassiker wie ein Kotelett mit Paprikasoße und Kartoffel-Apfel-Pü. Aber danach ging’s bestimmt sofort wieder an die Kekse!

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Dorothée aus Bushcook’s Kitchen hat sich virtuell den alten Genießer Gerard Depardieu eingeladen und gleich mal glasierte Kalbshaxe mit Kartoffelpü und Pilzen gezaubert. Monsieur Depardieu, Sie dürfen auch gerne mal zu mir kommen. Aber bringen Sie bitte gleich von Ihrem Wein mit!

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Aus Bushcook’s Kitchen gab’s dann aber auch gleich noch ein echtes, richtiges Tiramisu. Herr Depardieu hat ja bekanntlich großen Hunger!

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Als der Beitrag aus der Küche von Frau Kampi eintrudelte, hatte ich eine kleine Rührungsträne im Augenwinkel. Sie erinnert sich und uns an die verrückte Zeit nach dem Mauerfall 1989 und wie sich da und danach ihr Essensstil änderte. Aber lest bitte selbst von gebackenem Käse und so vielem mehr.

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Samichlaus heißt der Nikolaus in der Schweiz. Von dort kommt das Blog Widmatt und versorgt uns mit schweizer Rezepten und Traditionen. Wie diesem Brotgratin für den Samichlaus. Sachen gibt’s. Ich bin begeistert über so viele neue Klassiker!

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Kannten Ihr Rosenseitlinge? Eben. Wieder was gelernt. Also ich zumindest. Bei diesem wunderschönen Gericht aus Kohlrouladen mit rotem Spitzkohl und – eben – Rosenseitlingen von S-Küche.

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Endlich wird’s wieder süß. Und dann auch noch rosa! Wir sind halt auch nur Mädchen. Süß-schnuckelige, herzallerliebste Himbeer-Schoko-Spiralen kamen da angerollt aus dem Blog Meine süße Werkstatt.

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Ein Magentratzerl ist ein Gaumenkitzler. Soviel habe ich in meiner Münchner Zeit gelernt. Wie schön, dass hier ein weiteres Rezept aus der Kindheit aufgegriffen, ordentlich durchgeschüttelt, mit dem Teppichklopfer ausgestaubt und gepostet wurde: Schinkennudeln mit Schmortomaten.

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Den Namen My tasty little beauties könnte man ja schon ein bisschen sehr selbstbewusst finden. Aber wer sich in dem Blog umschaut, wird sehen, dass es wirklich kleine Schönheiten sind, die da gepostet werden. Etwa die Stollen a la Schwarzwälder Kirsch.

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Und noch eine kleine Schönheit von My tasty little beauties: eine Lebkuchentorte. Wow!

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Es gibt sicherlich zwei Milliarden Chili con Carne-Rezepte. Eines findet sich ja auch hier im Blog. Das von Ninivepisces hat gleich 4 C, kommt ohne Mais aus, dafür aber mit Hackfleisch UND Wadenfleisch. Neugierig, dann guckt hier.

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Gibt es etwas Herrlicheres als eine Kartoffelsuppe an diesen grauen, usseligen Wintertagen, an denen es nicht richtig hell wird? Ja! Eine, die kräftig entstaubt und mit Kürbis gleich ein bissl eingefärbt wurde. Von Wos zum Essn beispielsweise.

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“Babo” ist das Jugendwort des Jahres. Keine Ahnung, was das sein soll? Erklärt Euch Schwarzthoughts. Denn er hat Babo-Wickel gemacht. Damit nicht genug: Es gibt dazu noch Kochbuch-, Musik-, Beilagen- und Weintipps. Das nenne ich mal Engagement. Wüllst an Wickel, Babo! Ja, I wüll!

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Wer auf Twitter verfolgt, was Sabine aka Siktwin so mal eben an Brötchen und Broten backt, den wundert auch nicht, dass sie wunderschöne Donaukugeln macht. Und fotografiert. Und twittert. Und verlinkt. Und überhaupt. Donauwellen als Cakepop. Kinners!

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Gefüllte Paprika sind nicht nur ein Klassiker, den die Kinder der 70er und 80er zur Genüge kannten. Das Gericht ist auch auf dem Umschlag meiner Ausgabe des Dr Oetker Schulkochbuchs aus den 90ern (!) zu sehen. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass nach Astrid auch Barbara vom Blog Schlecktüre sich dieses Klassikers angenommen hat :)

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Quasi mit quietschenden Reifen und in allerletzter Minute hat es Katharina noch geschafft, am Event teilzunehmen. Oben habe ich schon erwähnt, wie das Telefonat mit ihrer Oma mich an meine Oma erinnert hat. Was für ein wunderschönes Schlusswort von Katharina kocht. Diesmal: Mecklenburger Götterspeise. Auch bekannt als verschleiertes oder errötendes Mädchen. Und das gibt es vielleicht bei uns an Heiligabend :)

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Ich danke von Herzen jedem Teilnehmer und wünsche den Gewinnern der Preise viel Spaß!

Aus meinem Kochtopf hat das große Paket von Ninetyninebottles gewonnen.

Ninivepisces bekommt das mittlere Paket von Ninetyninebottles.

Bushcook’s Kitchen erhält das kleine Paket von Ninetyninebottles.

In a jelly jar hat die Trinkschokolade von Rausch gewonnen.

Wo geht’s zum Gemüseregal darf sich über den stylishen Sparschäler von Bleywaren.de freuen.

Siktwin wurde ausgelost für das Buch von Gitta Saxx, erschienen im Verlag edition a.

Ich danke den Firmen ninetyninebottles, Rausch, Bleywaren und dem Verlag edition a sowie deren Agenturen für die freundliche Unterstützung.

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Wenn uns der Lieblingsmetzger vor Ostern anbietet eine Milchlammkeule zurückzulegen, sagen wir natürlich nicht nein. Der weiß schon, wie er uns ködert…

Ostersonntag war sah das Ganze dann so aus:

So ein feiner Sonntagsbraten braucht natürlich etwas Zeit. Insgesamt 2,5 Stunden solltet Ihr Euch nehmen.

So geht’s: Etwa 1kg schwer Milchlammkeule einreiben mit

Olivenöl

Ras el Hanout

Prise Zimt

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Prise Piment

Prise Kreuzkümmel

Salz

Dann in einem großen Bräter die Keule von allen Seiten anbraten und anschließend herausnehmen. Im gleichen Bräter nun Gemüse (grob gehackt) anbraten:

1 Karotte

1 Petersilienwurzel

2 Stangen Sellerie

vier kleine Tomaten

1 Zwiebel

4 Knoblauchzehen

Dann ca 1 EL Tomatenmark hinzugeben und ebenfalls mit anrösten. Jetzt ablöschen mit

400 ml Rinder- oder Lammfond (idealerweise selbstgemacht)

300 ml Rotwein (wir hatten einen kräftigen Chianti)

Keule wieder in den Bräter zum Gemüse legen. Mit Kräutern würzen:

Rosmarin

2 Lorbeerblätter

Thymian

Deckel auf den Bräter geben und bei 180 Grad Umluft zugedeckt mindestens eine Stunde garen. Anschließend noch mal eine halbe Stunde ohne Deckel unterm Grill braten. (Zeitangaben variieren sehr stark nach Dicke der Keule, Ofen usw.)

Währendessen das Grillgemüse vorbereiten:

10 kl Drilling-Kartoffeln (halbiert)

1 gelbe Paprika in Spalten geschnitten

1 Karotte in dicke Scheiben geschnitten

1 Zucchino ebenfalls in dicken Scheiben

10 braune Champignons

Zuerst die Kartoffeln auf ein Ofenblech legen und würzen mit:

Olivenöl

Thymian

Rosmarin

Meersalz

Pfeffer, frisch gemahlen.

Kartoffeln in den Backofen schieben und mind. 20 min garen. Anschließend das andere Gemüse – je nach Garzeit – hinzugeben (Karotten, Zucchino, Paprika, zum Schluss Champignons)

Wenn die Keule gar ist, aus dem Bräter heben, in Alufolie packen und ruhen lassen.

Währendessen die Sauce und das Gemüse aus dem Bräter durch ein Sieb drücken und in einem kleinen Topf auffangen. Die Sauce leise köchelnd einreduzieren lassen, abschmecken und gegebenenfalls noch etwas mit kalter Butter binden.

Fertig ist ein feines Sonntagsessen:

Die Lammkeule war butterzart, das Gemüse schön aromatisch – aber der Star war die Sauce! Gute Zutaten (Fond, Wein!) zahlen sich hier wirklich aus. Wir mussten die Sauce kaum noch würzen, sie kam fast perfekt aus dem Bräter!

Testen zu unserem Osteressen durften wir einen fränkischen Silvaner, nämlich den 2011 “Eigenart” von Max Müller I*:

Das feine Milchlamm war zart genug, um einen Weißwein nicht zu “übertünchen”. Dazu trugen aber auch die kräftigen Aromen des Silvaners bei: Neben getrockneten Aprikosen, einer feinen Holznote und einem Geruch nach trockenem Heu habe ich – tatsächlich?! – reife Bananen geschmeckt. Die Säure war zurückhaltend (damit habe ich es ja eh nicht so), dabei aber – dank der Muschelkalkböden des Anbaugebiets – sehr mineralisch und “krachig” trocken.

Auch wenn ich sonst Weißwein am liebsten richtig, richtig kalt trinke, lohnt es sich, den Silvaner atmen zu lassen und rechtzeitig (ca. 30 min vor dem Essen) aus dem Kühlschrank zu holen. Dann belohnt er mit intensivem Aroma und einem langen Nachhall.

Ein Wein, der uns zu unserem Lamm sehr gut geschmeckt hat. Vorstellen können wir ihn uns aber auch gut zu gegrilltem Huhn oder Fisch.

*Der “Eigenart” ist u.a. hier für 14,60€/Fl. erhältlich. Er wurde uns vom Weinversand www.weine.de zur Verfügung gestellt.

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Es gibt Tage, an denen möchte ich mich ins Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen. Meist entsteht dieser Zustand, wenn ich zu lange und zu viel gearbeitet, nicht genügend oder nur ungesundes Zeug gegessen habe und zudem noch etwas am Kränkeln bin.

Statt mit Decke ins Bett lege ich mich lieber auf die allerschönste Lieblingscouch und gucke dem bEdW beim Kochen zu. Dass Liebe durch den Magen geht, ist ein langweiliger Allgemeinplatz. Aber Essen kann ein Seelentröster sein. Und Menschen, die genau wissen, wann wir was zu essen brauchen, um getröstet zu werden, sind einfach die wunderbarsten Wesen, denen wir ganz stark dankbar sein müssen!

Das können Mamas sein, die Hühnersuppe kochen. Oder Freundinnen, die Cookies vorbeibringen. Oder Kolleginnen, die einen mit einer Tüte Walnüsse oder einem Joghurt über ein Nachmittagstief retten.

Am liebsten aber natürlich der bEdW, der Gulasch kocht und Kartoffelpü dazu macht.

Unsterblich in sein Kartoffelpü habe ich mich nach einer Zahn-OP verliebt, das mir wie das köstlichste Essen der Welt vorkam.

Die  Geheimnisse des Kartoffelpüs sind gute, aromatische, mehlig kochende Kartoffeln aus der Region. Und Butter. Und Milch. Und viel Muskatnuss. Und Liebe. (Aber das eigentliche Geheimnis: Butter und Milch unbedingt erwärmen, bevor Ihr es zu den zerstampften Kartoffeln gebt!)

Für eine ordentliche Portion Gulasch, die locker für 4 Personen reicht, benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 kg Rindfleisch aus der Schuler oder der Hüfte, in große (!) Stücke schneiden (alternativ: aus der Wade, dann erhöht sich die Kochzeit aber auf mindestens eine weitere Stunde)

1 kg Zwiebeln, geschält und gehackt

3 EL Rapsöl

0,5 l trockener Rotwein (z.B. Chianti)

0,5l Rinderbrühe

2 TL Paprika edelsüß

1 TL Paprikapulver scharf

1 EL Tomatenmark

1 EL Zitronenabrieb

2 Lorbeerblätter

einige Zweige Thymian

1 Zehe Knoblauch

1 Peperoni

Petersilienblätter zum Garnieren

Für die Zubereitung solltet Ihr Euch locker 3 Stunden Zeit nehmen, da Gulasch besser wird, je länger es köchelt.

So geht’s:

Das Fleisch in große Stücke schneiden. Keiner mag kleine Brösel-Stückchen Fleisch im Gulasch. Zwiebeln schälen und hacken. In einem großen schweren Schmortopf (wir lieben unseren Le Creuset!) 2 EL Rapsöl erhitzen und das Fleisch in mehreren Portionen rundherum anbraten. Das Fleisch zur Seite stellen. Den restlichen EL Rapsöl im gleichen Topf erhitzen und die Zwiebeln anbraten. Dabei das edelsüße Paprikapulver und das Tomatenmark mit unterrühren und alles mindestens 10 min schön weich dünsten.

Jetzt die Brühe und den Rotwein angießen und aufkochen lassen. Dann das Fleisch wieder hinein geben und bei kleiner Hitze mindestens 1,5 Std. köcheln lassen. Dabei salzen, pfeffern. Zum Köcheln auch 2 Lorbeerblätter und den Thymian sowie eine Knoblauchzehe und den Zitronenabrieb hinzugeben und mitgaren.

Nach anderthalb Stunden abschmecken und ggf. noch etwas salzen und pfeffern. Jetzt die Peperoni hinzugeben und eine weitere Stunde mitköcheln lassen. Zum Schluss eine rohe Kartoffel an das Gulasch reiben, um die Sauce etwas anzudicken. Mit dem scharfen Paprikapulver abrunden und zusammen mit Kartoffelpü und Petersilie servieren.

Ein Teller davon – oder zwei – und es geht Dir wieder besser. Versprochen!

Kein Gulasch-Fan? Dann guckt doch mal hier, was es sonst noch an Soulfood im Blog gibt.

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Helau! Heute gibt’s ein klassische Fassenachts-Essen aus Hessen!

Hessen kulinarisch bedeutet für mich Grie Soß, Handkäs, Äppelwoi, Sauerkraut! (Natürlich nicht in dieser Zusammenstellung!).  Im Münchner Exil habe ich oft von richtig saurem, knackigen Sauerkraut geträumt. Die bayerische Variante ist lecker – für meine hessische Seele aber zu verkocht und nicht sauer genug. (Leute, das heißt doch nicht ohne Grund SAUERkraut!). Auch die Varianten mit Champagner oder Wein sind delikat. Awwer halt kaan hessisches Sauerkraut!

Sauerkraut muss Dir das Hemd in die Hose ziehen - und hat zusammen mit Äppelwoi eine verheerende Wirkung auf die Verdauung. Ungeübte und Zugereiste sollten sich unbedingt in der Nähe einer (schalldichten!) Toilette befinden, wenn sie die Klassiker der hessischen Küche erstmals und unvorbereitet gemeinsam genießen.

Klassisch kommt das hessische Sauerkraut natürlich mit Rippchen auf den Teller. Auch werden gerne kleine Leber- oder Blutwürste auf dem Kraut liegend gegart. Sehr köstlich! Ich mag’s aber auch gerne mal etwas einfacher: Mit Kartoffelpüree und Frankfurter Würstchen!

Glücklich, wer noch eine Oma hat, die das Sauerkraut selber einschneidet und im kühlen Keller reifen lässt. Meine kann dies seit einigen Jahren leider nicht mehr. Und für immer kleiner werdende Haushalte lohnt sich der Aufwand auch kaum. Zudem stinkt das vergärende Kraut wirklich haarsträubend. Aber nach Wochen des Reifens das erste Sauerkraut der Saison zu testen, war immer ein Erlebnis. Wer also einen kühlen Keller mit einer gut schließenden Tür hat, sollte das Selbereinschneiden unbedingt mal ausprobieren!

Unser Kraut kaufen wir jedenfalls lose auf dem Wochenmarkt. Aber auch viele Metzger bieten es an. Auch aus der Dose (z.B. Sonnen Bassermann oder – empfohlen aber nicht selbst getestet – Manufactum) kann es schmecken, wenn es anschließend originalgetreu zubereitet wird.

Zutaten für das Kraut als Beilage für 2 Personen:

500 gr Sauerkraut

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

1 EL Butter

4 Wacholderbeeren

2 Lorbeerblätter

2 TL Kümmelsamen

ca. 125 ml Apfelwein

So geht die denkbar einfache Zubereitung:

Die Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig anbraten. Nun das Sauerkraut hinzugeben und mit dem Apfelwein angießen. (Achtung: Lieber erstmal weniger Flüssigkeit nehmen, da Kraut manchmal noch viel Wasser zieht. Lieber später noch etwas zugießen. Falls Apfelwein übrigbleibt: Einfach selber trinken :)) Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Kümmel in das Kraut mischen, Deckel drauf und bei kleiner Hitze etwa 45 min leise köchelnd garen.

Währendessen könnt Ihr 4 mittelgroße, mehlig kochende Kartoffeln schälen, würfeln und gar kochen. Wasser abgießen, Milch und Butter hinzugeben und Kartoffeln zerstampfen. Mit Salz und Muskat abschmecken.

Frankfurter etwa 15 min in heißem aber nicht kochendem Wasser gar ziehen lassen.

Übrigens: Wer kein Kartoffelpü mag, serviert Sauerkraut und Frankfurter klassisch mit einer Scheibe Brot.

Alles mit dem weltbesten Senf servieren, ein Glas Äppelwoi ausm Gerippten dazu und den Weg zur Toilette möglichst freihalten.

Warum Fassenachts-Essen? Ich denke, weil die Zubereitung nebenher läuft und man sich ganz auf die Feierei konzentrieren kann. Außerdem vertreibt das saure und vitaminreiche Sauerkraut jeden Kater.

En Guude!

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Schwein bekommt man in weiten Teilen Indiens eher selten serviert. Nicht nur Moslems, auch Hindus halten nicht viel vom Schwein als Essensquelle. Lange Zeit galten die Tiere als Nahrung der Kastenlosen und waren entsprechend geächtet. Allerdings gilt dies nicht in Regionen, in denen die portugiesischen oder andere europäische Kolonialherren ihre (christlichen) Spuren hinterlassen haben.

Deshalb hat es mich auch nicht gewundert, dass das Rezept für Schweine-Curry aus dem Buch “Indian in 6” von Monisha Bharadwaj, aus dem ich neulich schon zwei leckere Dips für Heikes Blog-Event gemacht habe, nach einem Rezept aus Goa zubereitet wird.

Für zwei gute Esser benötigt Ihr folgende Zutaten:

500 gr Schweinefilet

1 große Zwiebel

2 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die entsprechende Menge beider Zutaten, sehr fein gehackt)

1 TL Kurkuma

6 rote Chillies (das Rezept spricht von 10 Chillies. Ich fand aber 6 scharfe mehr als ausreichend – Empfindliche nehmen noch weniger!)

1 TL Garam Masala

75 ml Wein-Branntweinessig

3 TL Ghee oder Sonnenblumenöl

So wird’s gemacht:

Das Fleisch in etwa Gulasch-große Stücke schneiden und mit dem Kurkuma vermischen. Zur Seite stellen und etwas ziehen lassen. Zwiebeln, Ingwer-Knoblauch-Paste, Chillies, Garam Masala und Essig in einem Mixer zu einer Paste pürieren. Das Ghee in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Schweinewürfel scharf anbraten, aber nicht komplett durchgaren. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Die Paste in der Pfanne unter Rühren anbraten. Abschmecken und salzen.

Etwas Wasser hinzugeben, so dass die Flüssigkeit eine saucen-artige Konsistenz annimmt (lieber erstmal zu wenig und etwas nachgießen!). Die Fleischwürfel hinzugeben und zugedeckt sanft köcheln lassen, bis das Schwein gar ist (dauert bei Filet-Fleisch nur wenige Minuten). Wem das Essen zu scharf ist, der kann mit etwas Kokosmilch oder Joghurt (Achtung, sollte nicht mehr kochen!) gegensteuern. Sofort servieren.

Dazu passt zwar eigentlich Reis, den man in Goa zu allem isst. Wir hatten aber am Vortag Reis und haben deshalb die Bombay-Kartoffeln gemacht (im Foto im Hintergrund), die ich hier schon mal vorgestellt habe. Diesmal allerdings ohne Tomaten, da das Curry saucig genug ist.

Ein schnelles, unkompliziertes Gericht (Ingwer-Knoblauch-Paste und Garam Masala sollten sowieso IMMER im Haus sein!), das ziemlich scharf und leicht säuerlich ist. Herrlich indisch!

Und da es – ohne die Kartoffeln – wirklich vergleichsweise schnell zubereitet ist, da Schwein nicht ewig schmoren muss (anders als bei Lamm- oder Rindercurry), ist Chiristas Ghassi mein März-Beitrag für das Dauer-Blog-Event Cucina Rapida von man kann’s essen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

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Obwohl der Winter 2011/12 deutlich milder ist als seine Vorgänger und wir im Rheingau auch nicht mit ganz so viel Schnee konfrontiert werden wie in unserer Münchner Dekade, frieren wir derzeit wie die Schneider. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass wir vor einer Woche noch bei 32 Grad am Strand von Kerala lagen und uns zwei Tage davor in Udaipur den ersten (leichten) Sonnenbrand des Jahres geholt haben.

Was gegen Kälte (gefühlte oder echte) immer hilft, ist eine heiße Suppe! Das haben wir auch in Rajasthan gemerkt, wo die Nächte – hier merkt man schon das Wüstenklima! – verdammt kalt sein können. Ein scharfes Daal oder eine heiße chinesische (!) Hühnerbrühe haben uns da oft gute Dienste geleistet. Zurück in heimischen Gefilden ist es dann aber doch eine Gulaschsuppe geworden:

Für 2 Personen (mit Rest für den nächsten Tag!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 300 gr Rindfleisch aus Keule oder Schulter

2 mittelgroße Zwiebeln

3 mittelgroße festkochende Kartoffeln (evtl noch 1/2 Kartoffel zum Binden der Suppe)

1 rote Paprikaschote

1 EL Tomatenmark

1 EL Paprikapulver (rosenscharf)

1 EL Weißweinessig

1 Liter Rinderbrühe

1 TL Kümmel

Abrieb einer Zitrone (unbehandelt)

1 große Knoblauchzehe

2 Zweige Majoran

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Chilipulver

einige Blätter Petersilie und einen Löffel Joghurt zum Garnieren

Salz, Pfeffer

Butterschmalz zum Anbraten

So geht’s:

3 Kartoffeln schälen und würfeln. Paprika putzen, entkernen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Majoran hacken. Rindfleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden. Fleisch im Butterschmalz von allen Seiten anbraten. Zwiebeln dazugeben und ebenfalls anbraten. Tomatenmark, Chili- und Paprikapulver darübergeben und kurz mit anrösten. Mit dem Fond ablöschen und zum Köcheln bringen. Essig sowie Kümmel, Zitronenabrieb, Lorbeerblätter, Knoblauch und Majoran dazugeben. Jetzt alles etwa 45 min zugedeckt leicht köcheln lassen.

Danach die Kartoffeln dazugeben und etwa 10 Minuten (bzw. bis die Würfel gar sind) mitköcheln lassen. Zuletzt die Paprika hinzugeben und mindestens 5 Minuten mitkochen. Mit Salz und Pfeffer, ggf. noch etwas Chilipulver, abschmecken.

Falls die Suppe zu wässrig ist, die 1/2 rohe Kartoffel zum Binden an die Suppe reiben.

Mit gehackter Petersilie und einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt dunkles Brot vom Vortag besonders gut – und ein kühles Bier!

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Heikes Blog-Event hat mich schon irgendwie kalt erwischt. Bratkartoffeln gehen nämlich irgendwie gar nicht. Wir machen sie aber vielleicht auch einfach nur zu selten. Und verwöhnt bin ich auch: meine Mutter macht großartige Bratkartoffeln und in guten (!) Frankfurter Äppelwoi-Kneipen gibt es auch häufig richtig gute, krosse Exemplare zur Grie Soß – zum Beispiel im “Rad” im Stadtteil Seckbach.

Außerdem hatten wir am Wochenende geplant, das schnelle indische Spinat-Hühnchen zu machen, das Ihr vielleicht hier schon mal gesehen habt.

Aber da die ich die indische Küche ja so sehr wegen ihrer Vielseitigkeit liebe, war mir ziemlich schnell klar, dass es da auch ein paar tolle Knollen geben muss, die nicht nur zum Huhn sondern auch zu Heikes Blog-Event passen würden. Eine Variante wären zum Beispiel die frittierten Kartoffeln, die es hier schon mal zu einem indischen Lamm mit Spinat gab.

Aber Heike ‘ne Olle Knolle andrehen? Nö! Also weitergesucht in den unendlichen Weiten des Internets und auf ca. eine Million Rezepte für Bombay Kartoffeln gestoßen. Wir haben uns aus verschiedenen Rezepten wieder rausgepickt, was uns am besten gefiel und waren echt begeistert! Die Kartoffeln gehen schnell, riechen phantastisch nach allen möglichen Gewürzen und passen nicht nur zu Curries, sondern auch zu gegrilltem Lamm oder Steak. Schon in der Pfanne sieht’s lecker aus:

Mit (in diesem Fall vietnamesischem) Koriander und Tomaten sind die Bombay Kartoffeln nicht nur ein Hingucker, sondern ergeben auch ein schnelles vegetarisches Gericht, wenn abends mal  nicht viel Zeit zum Kochen bleibt:

(Mit Spinat-Hühnchen im Hintergrund).

Aber Heike will ja wissen, wie sie Bratkartoffeln zubereiten soll. Also, here we go:

Zutaten (für 2 Personen als üppige Beilage zu einem Curry):

1 EL Sonnenblumenöl

1 TL Senfsamen (braun)

1 TL gemahlener Kreuzkümmel

1 TL Kurkuma

1 TL gemahlener Koriander

1/2 TL Garam Masala (am besten frisch selber hergestellt)

1/2 TL Chilipulver (oder gerne mehr, wenn Ihr es scharf mögt)

Ein etwa Daumennagel-großes Stück Ingwer, geschält und fein gehackt

2 EL Butter oder Ghee

4 große Kartoffeln (festkochend)

eine handvoll Cocktailtomaten, halbiert (oder große Tomaten, dann aber ohne Kerne und ohne das “Flüssige”)

Etwas Koriander, gehackt (wir hatten auf dem Balkon noch vietnamesischen, ansonsten auch “normalen”)

So geht’s:

Kartoffeln schälen, würfeln und gar kochen. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und alle gemahlenen Gewürze (außer dem Koriander und dem Garam Masala!) anrösten, bis es herrlich duftet. Jetzt die Butter hinzu geben und warten, bis sie geschmolzen ist. Dann die Kartoffeln hinzu geben und in der Pfanne schubsen, bis sie von allen Seiten mit der Gewürzmischung komplett bedeckt sind. Zum Schluss Koriander und Tomaten hinzugeben, abschmecken mit etwas Salz und dem  Garam Masala und sofort servieren.

Dazu hat uns hervorragend ein kräftiger Rosé geschmeckt, den wir eigentlich zu Gegrilltem trinken wollten, ihn dann aber irgendwie vergessen hatten. Zum Spinat-Huhn und dem Kartoffeln passte er hervorragend:

Den Tavel gibt es bei Jacques’ Weindepot für rund 9 Euro. Die kräftigen Trauben Cinsault, Grenache und Syrah machen den Rosé geschmacklich fast zu einem leichten Rotwein, der es locker mit Gewürzen und Gebratenem aufnehmen kann.

Liebe Heike, ich hoffe, dass Dir die indische Bratkartoffel-Variante schmeckt. Ansonsten hältst Du Dich einfach an den Wein! :)


Bratkartoffeln für Heike

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Bei aller Begeisterung für indische oder vietnamesische Küche: Ab und an muss es mal herzhafte Hausmannskost sein. Vor allem, wenn es draußen kalt wird, können die Gerichte aus unserer Kindheit Magen und Seele wärmen. Zudem ist Wintergemüse gesund und günstig. Auf Wirsing hat mich Anette vom Lebenslustiger-Blog gebracht, als sie im letzten Glückspaket zum Wochenende mein Rote Bete-Rezept kommentiert hat. Wer saisonal einkauft und kocht, tut nicht nur was für die Nachhaltigkeit und seinem Körper was Gutes, sondern kann auch Geld sparen. Aber was noch viel wichtiger ist: Wirsing ist einfach lecker! Und er wächst bei den Bauern jetzt direkt vor unserer Haustür.

Wir hatten ihn zusammen mit herrlich würzigen Bratwürsten der Metzgerei Kropp aus Schöneck. Sie verkauft Fleisch und Wurst der selbst gezogenen und nur mit selbst angebautem Futter gefütterten Tiere direkt im Hofladen. Zu Wirsing und Wurst gab es noch herrlich aromatische Kartoffeln vom Wiesbadener Wochenmarkt. Ein rundum regionales, saisonales und genial leckeres Winteressen!

Für den Wirsing habe ich folgende Zutaten verwendet:

1 mittlerer Kopf Wirsing

1 Zwiebel

1 EL Butter

100 ml Gemüsebrühe

ein Schluck trockener Weißwein (z.B. Riesling)

1 TL Senf (z.B. ABB Mostert)

Salz, Pfeffer

eine Prise Zucker

ein Schluck Sahne oder Sahneersatz

eine Prise Muskatnuss

So geht’s:

Die äußeren Blätter des Wirsings wegnehmen. Den Strunk am Boden großzügig abschneiden und den Wirsingkopf achteln. Die Achtel gut waschen und abtropfen lassen. Aus den Achteln den dicken, harten Strunk herausschneiden. Die Achtel anschließend in feine Streifen schneiden.

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Butter in einer großen Pfanne mit hohem Rand oder einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel darin anschwitzen. Anschließend den Wirsing nach und nach zugeben und unter Rühren ebenfalls andünsten. Gemüsebrühe hinzugeben, salzen, pfeffern und zugedeckt etwa 20 Minuten bei kleiner Flamme garen. Deckel abnehmen und mit Wein, Sahne sowie Muskat abschmecken. Zum Schluss den TL Senf einrühren.

So gibt es keine prampige Mehlschwitze, trotzdem ein bisschen Sauce und der Wirsing hat noch knackigen Biss.

Während der Wirsing gart, können die Kartoffeln schon kochen. Eine mittel-dicke Bratwurst braucht auch etwa 15 Minuten insgesamt.

Übrigens: Den Wirsing-Gestank bekommt man mit lüften, frisch aufgebrühtem Kaffee oder etwas aufgekochtem Essig ganz gut in den Griff.

Saisonal, regional, genial! Was ist Euer Lieblingsgemüse?

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Dieses Blog-Event von Astrid macht mich fertig.
Blog-Event LXXI - Rezepte mit N (Einsendeschluss 15. September 2011)

Wieso, bitteschön, ist es denn so f***ing schwer, Gerichte mit N zu finden? Und wenn man dann noch versucht, Nudeln und Nüsse zu vermeiden, weil das schon so viele andere gepostet haben, wird es richtig schwierig. Während ich so vor mich hin grübele und damit liebäugele, das Blog-Event einfach sausen zu lassen, schreibt Astrid auch noch “lass mich bloß nicht hängen”. Na, herzlichen Dank auch! Wer kann denn Arthurs Tochter schon was abschlagen?

Also: Keine Nudeln, keine Nüsse, keine Nocken, keine Nashi-Birne, kein Nasi-Goreng, …

Aber wofür hat man den besten Ehemann der Welt (aka bEdW)? Beim lecker Grill-Abendessen sitzend und mein Gejammer über das Blog-Event hörend, sagt er nur: Schau Dich doch mal um. Wo sitzen wir? Worauf gucken wir? Voilá: Der Wiesbadener Neroberg. NNNNNNNNNNNeroberg. Neroberg! Ätschi-Bätschi! (Guckst Du Pfeil auf die russische Kapelle. Und zum Beweis ist Baby, der Grill, mit fotografiert. Und wehe hier lacht irgendein Grafiker über meinen wackeligen MS-Paint-Pfeil!)

Und weil die Zutaten auch noch vom Wochenmarkt am Fuße des Nerobergs stammen und man auch noch lecker Wein vom Neroberg dazu trinken kann, habe ich nichtmal ein schlechtes Gewissen, dass ich ein klitzekleines bisschen schummeln muss bei diesem Blog-Event.

Here we go: Die Neroberg-Frittata (auch bekannt als: Noch-Eier-im-Kühlschrank,-die-wegmüssen-Frittata)

Wenn noch kleine Mengen Gemüse, einige Eier und vielleicht noch Kartoffeln vom Vortag übrig sind, eignen sich diese “Reste” bestens, um eine Frittata zu machen. Zusammen mit einem Salat ist das ein schönes, leichtes Abendessen oder auch eine schöne Beilage zu Gegrilltem.

Die Zusammenstellung kann man je nach Vorratsschrank variieren, da sich fast alle Gemüsesorten für eine Frittata anbieten. Zwingend notwendig ist natürlich der Blick auf den Wiesbadener Neroberg. Aber Ihr könnt Euch ja das Foto downloaden ;-)

Wir hatten (für 4 Personen als Beilage oder für 2 als Hauptgericht) folgende Zutaten:

4 Eier

50 ml Milch

4 gekochte mittelgroße Kartoffeln

1 kleine rote Paprikaschote

1 kleine Zucchini

2 Frühlingszwiebeln

fein gehackte Kräuter (Oregano, Rosmarin, Thymian – geht auch getrocknet)

Salz, Pfeffer, Olivenöl

Eier, Milch, Kräuter, Salz und Pfeffer verquirlen. Gemüse waschen, entkernen, in Scheiben oder Würfel hacken. Die Kartoffeln – falls sie nicht schon vorgekocht waren – kochen, abkühlen lassen und schälen. Frühlingszwiebeln hacken. In einer beschichteten, nicht zu großen Pfanne in etwas Öl die Zucchini und Paprika anschwitzen, kurz die Frühlingszwiebeln zugeben und mit anbraten, alles zur Seite stellen. In die gleiche Pfanne noch mal etwas Öl geben und Kartoffeln in Scheiben auf dem Boden verteilen. Salzen, pfeffern. Darüber dann das Gemüse geben und gleichmäßig in der Pfanne verteilen.

Jetzt die Eimasse über das Gemüse gießen und bei mittlerer (!) Hitze stocken lassen bei geschlossenem Pfannendeckel. Die Frittata ist gar, wenn das Ei komplett gestockt ist. Das dauert etwa 20 Minuten – kommt aber auf die Größe der Pfanne und die Höhe der Gemüsemasse an. Also unbedingt immer mal nachschauen.

Wenn die Frittata gestockt ist, den Pfannendeckel abnehmen und einen großen Teller auf die Pfanne stülpen. Die Pfanne samt Teller einmal umdrehen, so dass die Oberseite auf dem Teller liegt und die knusprige Kartoffelunterseite oben ist.

Der schön knusprige Kartoffeldeckel ist der Clou und zeichnet eine echte Neroberg-Frittata selbstverständlich aus, behaupte ich jetzt mal ;-). Wer mag, kann aber auch die Frittata aus der Pfanne heben und die fluffige Seite nach oben servieren. Schön ist auch, dass das Gericht kalt auch am nächsten Tag noch schmeckt. Sehr schön auch zum Mitnehmen für ein Picknick (z.B. auf dem Neroberg) oder den Biergarten (es gibt ja einen sehr schönen in Nymphenburg/München).

So, liebe Astrid, jetzt hast Du auch von mir ein N spendiert bekommen – mit den besten Grüßen aus Wiesbaden! Wohl bekomm’s :)

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