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Archiv für die Kategorie ‘Pasta’

Es gibt auch 2014 diese Tage, …

…die einem den letzten Nerv rauben.

…die einen am Verstand der Menschheit zweifeln lassen.

…die anfangen, bevor um 7:00 Uhr der Wochenmarkt seine Stände öffnet.

…die erst aufhören, wenn sogar der Spät-Supermarkt um’s Eck schon zu hat.

…die keine Zeit für den Einkauf frischer Produkte lassen.

…die keine langen Überlegungen und Diskussionen zulassen, was es denn abends zu essen geben könnte.

…die einfach schon sehr viel Kraft gekostet haben.

…die förmlich danach schreien, dass man sie mit Soulfood und einem Glas Wein abschließt.

…die ohne einen Teller Pasta einfach nur Sch***e wären.

Aber glücklicherweise gibt es Pasta! Und Wein! Und Produkte, die zwar “ready to use” aber trotzdem nicht schlecht sind. Was für ein Glück für berufstätige Menschen, die zu nix kommen, aber trotzdem gut essen möchten… Ganz ohne schlechtes Gewissen!

Dabei mache ich ja sonst gerne so viel wie möglich selbst, will wissen “was drin ist”. Deshalb war ich auch skeptisch, als mir Ppura eine Créme aus weißen Trüffeln und ein Tomatenpesto zum Test anbot.

Andererseits fand ich’s auch mutig. Hatte ich ihre feuergeröstete Pasta doch ziemlich verrissen. Der Deal: Ich teste die Produkte natürlich wie immer völlig unverbindlich und gebe so schonungslos Feedback wie beim Pasta-Post. Sie wollten einfach noch eine Chance haben und mich mit guten Produkten überzeugen. Das fand ich dann doch irgendwie erfrischend.

Danach standen die Gläschen erstmal wochenlang im Vorratsschrank und wurden vergessen. Bis zu einem dieser Tage, die… (siehe oben).

Was mich dann doch davon überzeugt hat, die frische Pasta ins kochende Wasser zu werfen: Trüffelcréme und Pesto kommen ganz ohne Zusatzstoffe und mit Zutaten aus biologischem Anbau aus. Kein Geschmacksverstärker, keine künstlichen Aromen. Parmesan, Olivenöl, Tomaten, Knoblauch (im Pesto) alles aus biologischem Anbau. Pilze, Butter, Walnüsse, Sahne, Trüffel, Knoblauch (in der Créme) ebenfalls aus biologischem Anbau.

Und was soll ich lange drumherum reden? Guckt selbst:

(Nicht mal genug Disziplin, um ein Foto VORM Essen zu machen. An Tagen wie diesen, die… (siehe oben))

Die Trüffelcréme war angenehm dezent, kein bisschen “muffig” oder überparfümiert wie künstlich aromatisierte Trüffelprodukte. Wer ein bisschen mehr Hintergrund dazu möchte, liest bei Stevan Paul weiter. Einfach über frisch gekochte, nur leicht abgetropfte Pasta geben, gut vermischen, mit schwarzem Pfeffer würzen. That’s it!

Und das Tomatenpesto? Andere Fertigprodukte dieser Art sind mir oft zu salzig, zu penetrant, zu “künstlich”, als dass ich sie der hausgemachten Variante vorziehen würde. Aber das Pesto von Ppura war überraschend authentisch, mit Tomatenkernen und einem Gefühl im Mund wie frisch aus dem Mörser. Laut Hersteller wird “Ein Kilo Tomaten pro Glas” verwendet – ich bilde mir ein, dass man das schmeckt… Für mich jedenfalls eine Überraschung und eine Alternative, wenn es mal schnell gehen muss. An Tagen wie diesen, die… (siehe oben).

Mein Fazit: Ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich mal Convenience Produkte verwende – wenn sie gute Zutaten enthalten, respektvoll mit der Natur umgehen und kein Fleisch enthalten. Denn bei Letzterem wäre ich immer noch zu skeptisch bei industrieller Verarbeitung. Manchmal muss es eben schnell gehen. An Tagen wie diesen, die… (siehe oben).

Update: Hinweis auf Katharina Seisers “Tierfreitag” gelöscht – hier hatte ich sie wohl falsch verstanden…

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Ja, wir Foodblogger kochen alle nur mit Wasser. Was dabei schief gehen kann, habt Ihr jüngst in den Outtakes gesehen, zu denen Zorra und Mel aufgerufen hatte. Da war nicht nur ich mit Murks vertreten, sondern auch viele andere :)

Ungleich schöner und appetitlicher ist allerdings die Kooperation von Uwe und Staatlich Fachinger, die leichte Sommergerichte suchen und für jedes Rezept 10€ an Viva con Agua spenden, eine Organisation, die Menschen u.a. in Afrika Zugang zu sauberem Wasser verschaffen will.

Was für uns eine Selbstverständlichkeit ist – Hahn auf, zapfen, Hahn zu – ist eben für den Großteil der Menschen auf dieser Erde ein echtes Privileg.

Deshalb unterstütze ich die Aktion gerne mit einer Auswahl meiner liebsten Sommergerichte aus den letzten drei Jahren Bloggerei. Sie sind alle leicht, belasten nicht, schmecken herrlich bei einem Glas Wasser (hüstel) auf Balkon oder Terrasse, können für Picknick oder Biergarten eingepackt werden und sind auch noch einfach zuzubereiten.

Meine Sommer-Top-5:

Tomaten-Vanille-Feta-Salat: Erinnert Ihr Euch? Der Drogen-Post ist einer der am häufigsten geklickten meines Blogs. Und wer einmal vom Salat genascht hat, wird ihn NIE wieder vergessen! Der veredelt jeden Grillabend.

Pacific Palisades Shrimps Pasta: Dieses herrlich leichte Pasta-Gericht ist schnell gemacht. Mich erinnert es an (meine Vorstellung von) Kalifornien und lässt das Meer rauschen. Auch wenn ich bei der Entwicklung des Rezepts näher an den Alpen als an der See war… Aber vielleicht war gerade das der Auslöser für diesen Sehnsucht-Post.

Gazpacho: A bisserl Spider Murphy Gang gehört für mich zu jedem Sommer, Sommer in der Stad… Das und natürlich der Klassiker der andalusischen Küche.

Melone-Feta-Salat: Die Urban Legend unter den Foodblogger-Gerichten. Wer sich an den Verschwörungstheorien beteiligen will, sollte diesen köstlich leichten, saftigen Salat mal probieren.

Tarte “Bonne Soirée”: Eine Tarte darf in meiner Liste der leichten Sommergerichte nicht fehlen. Kaum etwas geht einfacher und ist ökonomisch sinnvoller – denn Reste lassen sich wunderbar verarbeiten.

Übrigens: Die Veranstalter deckeln die Spendensumme erst bei 2.000€. Das heißt: Uwe braucht 200 Rezepte. Teilnehmen können auch Nicht-Blogger. Das schaffen wir doch, oder??

HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser

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Es waren 37 Grad am Samstag. SIEBENUNDDREISSIG. Dem bEdW macht das scheinbar gar nichts aus. Denn warum sonst kommt er auf die Idee ein Tomatensugo zu kochen. Zu KOCHEN!

Ich dagegen hing nur noch  japsend vorm Ventilator und wartete auf den erlösenden Regenschauer.

Aber an den köstlichen Tomaten von der Gärtnerei Stoll, bei der wir am Markttag immer unser Gemüse kaufen, konnte er einfach nicht vorbeigehen.

Also hielt ich mich möglichst weit entfernt vom Herd auf und wartete auf den erlösenden Regenschauer.

Das Sugo steht und fällt natürlich mit dem Aroma der Tomaten. Momentan gibt es sie in allen Farben und Formen direkt vor unserer Haustür. Sie sind saftig, süß und voller Tomatengeschmack. Außerdem sind sie jetzt auch so günstig wie nie.

Wer das Glück hat, reife, süße Tomaten zu bekommen (1kg ergeben etwa 400 ml Sugo), hackt Zwiebeln und Knoblauch fein, schwitzt beides in Olivenöl an, gibt die gewürfelten Tomaten dazu und lässt alles 1-2 Stunden auf kleiner Hitze und bei leicht gekipptem Deckel vor sich hin köcheln. Zwischendrin immer mal umrühren! Während des Kochens salzen, pfeffern und auch etwas Zucker hinzugeben.

Zum Schluss püriert Ihr das Sugo mit dem Pürierstab noch etwas an oder streicht die Tomaten durch ein Sieb. Abgefüllt in sterilen Flaschen oder Gläsern hält es sich einige Monate – oder bis zum nächsten Tag:

Denn endlich kam der erlösende Regenschauer. Kühlere Temperaturen wecken in mir sofort das Bedürfnis nach warmem Essen (nach all den Salaten, Melonen und belegten Broten der letzten Wochen). Zu heiß sollte es aber nicht sein.

Also haben wir etwas Sugo in einer großen Pfanne leicht erhitzt, Fusilli gekocht (da bleibt die Sauce so schön dran hängen!), Strauch-Basilikum vom Balkon gepflückt, Büffelmozzarella gewürfelt und eine weitere der Wundertomaten kleingehackt.

Fusilli abschütten, wenn sie gar sind, und nicht zu stark abtropfen lassen. Anschließend die Nudeln in die Pfanne geben, mit der Sauce vermischen und vor dem Servieren Mozzarella und Basilikum darübergeben. Wer mag, träufelt noch etwas Olivenöl über die Pasta.

Das warme Nudelgericht kühlt sich durch den Mozzarella und die gehackte Tomate etwas ab. Das ist perfekt für warme Sommertage, belastet den Organismus nicht, versorgt Euch mit wichtigen Kohlehydraten und schmeckt auch noch herrlich sommerlich.

Wie gut, dass am Mittwoch wieder Markttag ist…

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Pasta ist Soulfood. Da lasse ich nicht mit mir diskutieren. Und wenn ich gleich zwei Lieblingssorten auf dem Teller habe, fühle ich mich wie der König der Welt.

Völlig ohne Stress und Aufwand ging das Ganze vonstatten, weil wir uns komplett aus dem Vorrat beziehungsweise mit “Resten” ausgeholfen haben.

Im Hintergrund die beste Bolognese der Welt vom besten Ehemann der Welt (aka bEdW), von der immer eine Portion im TK-Fach liegen muss. So will es der inoffizielle Ehevertrag.

Im Vordergrund eine schnelle Pastasauce aus Spargel, Rucola und Lachsfilet, das vom Vortag übrig war.

Am Vortag gab es nämlich die blitzschnelle Fischpfanne: Fisch essen wir beide eigentlich am liebsten pur. Dazu legen wir Filets, Shrimps, Tintenfischtuben und/oder Muscheln in eine backofenfeste Form, geben Zitronen-Achtel, Cocktailtomaten, Olivenöl, etwas Meersalz, Pfeffer und ein paar Kräuter der Provence dazu. Dann decken wir alles mit einigen dünnen Scheiben Pancetta ab und schieben es bei 175 Grad in den vorgeheizten Backofen. Je nach Größe der Filets dauert das Ganze etwa 15 Minuten.

Der Fisch, die Zitronen, der Pancetta, die Tomaten geben zusammen mit dem Öl einen feinen Sud ab, den man wunderbar einfach aus der Form mit etwas Baguette stippen kann. Der Fisch bleibt schön saftig und gart schonend vor sich hin.

Aber jetzt zur Pasta:

Zutaten:

4 Stangen Spargel, geschält und in 3-4 cm lange Stücke geschnitten

einige Blätter Rucola-Salat

ca 100 gr Lachsfilet, gegart

1 Schluck trockener Weißwein

2 EL Sahne

1 kleine Schalotte, fein gehackt

1 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

Zubehör: Pfanne

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Nudeln in ausreichend gesalzenem Wasser garen. Öl in der Pfanne erhitzen und die Schalottenwürfelchen darin glasig garen. Den Spargel dazu geben und kurz anbraten. Mit Weißwein und Sahne ablöschen, würzen. Zum Schluss das Filet zerpflücken und unterheben. Die Pasta mit einer Zange aus dem Nudelwasser nehmen, etwas abtropfen lassen und in die Pfanne mit der Sauce geben. Alles gut vermischen, Rucola unterheben und auf vorgewärmten Tellern servieren.

Nebenbei wird die Bolognese erwärmt und auf dem gleichen Teller angerichtet.

Dazu Parmesan und ein Glas Rosé – fertig ist das Seelenstreicher-Abendessen!

Ein Wort zum Fisch: Das Lachsfilet war aus einem Testpaket der Deutschen See. Obwohl der Fisch sehr aromatisch, wunderbar frisch und grätenfrei war, mussten wir leider noch ein ordentliches Stück der tranigen braunen Mitte abschneiden, das den Lachs ungenießbar macht, wenn man es mitbrät. Bei kleinen Filet-Portionen ist das ärgerlich.

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Wer die hausgemachten Nudelträume von Robert kennt oder gar selber regelmäßig seine Pasta selbermacht, findet vielleicht nichts dabei.

Aber wer mit Teig auf Kriegsfuß steht und tausendmal lieber Sträflingsarbeiten wie Garnelenentdarmen oder Granatapfelkernepulen übernimmt als Eier, Mehl und Gedöns zusammenzurühren, für den ist eine hausgemachte Nudel ein Wunder! Ein Geschenk des Küchengottes! Ein Grund zum Innehalten und Freudestrahlen.

Denn: WIR HABEN NUDELN GEMACHT!

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An meiner unbändigen Freude über gelungenen Teig hat sich auch seit dem Juni 2011 nichts geändert.

Aber viel größer ist die Freude dann, wenn auch hier wieder “with a little help of my friends” gewerkelt wurde. Schuld daran ist diese verrückte Internet, das ich so liebe. Dieses Ding, das einen oft zur Verzweiflung bringt, dem man viel zu viel Zeit widmet – und in dem man tatsächlich wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kinde zur Nudelmaschine kommt.

Dieses Schätzchen stammt nämlich von der wunderbaren Sandra from Snuggs Kitchen. Die hat sie mir geschenkt und auch noch zugeschickt. Einfach so. Weil sie auf Facebook gelesen hat, dass ich keine Nudelmaschine habe. Und gerne eine hätte. Und ihre doch unbenutzt im Keller steht. Einfach so. Ist das nicht toll??

Ich bin immer noch gerührt und freue mich riesig über diese Unkompliziertheit. Ich weiß gar nicht, wie ich mich revanchieren kann. Außer mit einem ganz lauten DANKESCHÖN, das quer durch Süd-Hessen hoffentlich doppelt und dreifach verstärkt bei ihr ankommt! (Ein kleines Packerl gab’s natürlich auch. Aber das war ja nur ein klitzekleines Dankeschön…)

Jedenfalls: Die Nudeln! Das war so kinderleicht! Easypeasy! Kinkyeinfach!

Ok, die Längen sind noch etwas arg unterschiedlich. Aber das tat dem Geschmack natürlich keinen Abbruch.

Den Nudelteig habe ich ganz klassisch nach Lorenza de’ Medici gemacht:

200 gr Mehl

2 Eier

Pasta! Basta!

Dank der super Nudelmaschine (Atlas – der Klassiker aus Italien, der in fast jedem italienischen Haushalt steht) und dem Tagliatelle-Aufsatz kamen dünne, lange, perfekt gleichmäßige Bandnudeln heraus, die natürlich möglichst pur genossen werden wollten. Die Premiere gab es mit etwas Tomate, Olivenöl, Basilikum, Salz und Pfeffer. Alles zusammen kurz in einer Pfanne angeschwitzt, abgeschmeckt und mit den Nudeln vermischt.

Das wird – glaube ich – der Beginn einer wunderbaren Nudelliebe. Als nächstes sind Lasagneblätter dran. Und Ravioli mit Steinpilzfüllung und Tagliatelle mit Kräuter und Spinatnudeln und…

Perfetto! Mille Grazie, Sandra!

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Ich gestehe: Hollywood hat mich im Sack bei Heul-Schmachtfetzen. Denn ich fange garantiert an der Heul-Stelle an zu heulen. Darauf können sich Filmemacher verlassen. Ich wäre Regisseurs Liebling bei jeder Testvorführung. Denn: Wenn das Publikum heulen soll, heule ich. Wie sich das gehört! (Erinnert sich noch jemand an “Club der toten Dichter” und die “Captain, mein Captain”-Szene? Rotz und Wasser, sag ich Euch!)

Auf die gleiche leicht zu beeinflussende und völlig berechenbare Art bin ich anfällig für gute Marketing-Ideen. Wer seine Sachen clever verkauft, ein gewisses Lebensgefühl transportiert oder einfach “Schönes” vorgaukelt, hat mich im Sack!

Deshalb bin ich auch sofort zu Karstadt gerannt, als ich bei Stevan Paul von der feuergerösteten Pasta zweier attraktiver Italiener gehört habe, die sich ganz dem traditionellen Pastamachen verschrieben haben.

Eine schöne Geschichte über Bauern, die ihre gerösteten Weizenkeime zu Pasta verarbeiteten, fasst Herr Paul treffend zusammen:

“…im Süditalien des 19. Jahrhunderts erlaubten die Großgrundbesitzer ihren Bauern, die nach der Ernte auf dem Feld verbliebenen Weizenkörner für den Eigenbedarf zu sammeln. Dies geschah jedoch erst nach der reinigenden und düngenden Verbrennung der Felder. Die anschließend gesammelten Körner waren geröste, wurden zu Mehl verrieben und zu einer dunklen, nussig schmeckenden Pasta verarbeitet.”

Dazu noch eine hübsch-rustikale Verpackung, ein Bio-Stempel und der Hinweis auf der Pappschachtel, dass schon alleine deshalb nur Hochwertiges produziert wird, weil die Mamas den Jungs sonst die Ohren lang ziehen würden – und schon bin ich Feuer und Flamme.

Außerdem habe ich heute seit gefühlten Ewigkeiten mal wieder Lust zu kochen und will schon seit Monaten was ausprobieren: Nämlich eine Variante der Penne alla Vodka a la Sopranos, über die ich in diversen US-Foodblogs und zuletzt bei Katharina gestolpert bin.

Schnell bei Herrn Paul gecheckt, ob meine Idee einer Tomaten-Wodka-Ziegenfrischkäse-Sauce zu den feuergerösteten Nudeln passen könnte:

Freigabe quasi erhalten und ran an die Töpfe! Here it comes: PPURA-Fettuccine alla Vodka!

(Wann schaffe ich es wohl jemals, Nudelgerichte appetitlich zu fotografieren?)

Bei aller Bescheidenheit muss ich das Fazit ziehen: Sauce hui, Nudeln… naja…

Das Röstaroma der Nudeln, das Rauchig-Holzige ist… interessant. Mit Olivenöl, Chili, etwas Parmesan… joooah… Aber was mich doch stört: Ich hab’ zu viel Teig im Mund. Die Konsistenz taugt mir nicht. “Jaaa”, sagt Ihr jetzt, “dann nimm halt weniger auf die Gabel!” Aber: Selbst bei nur einer aufgewickelten Nudel habe ich das Gefühl eines massigen Teigklumpens im Mund. Not. My. Style.

Geschmacklich wirklich eine Bereicherung und ein spannendes Produkt. Die Jungs wirken sympathisch. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg. Aber für Liebhaber filigraner Nudeln (wobei ich auch Rigatoni oder Penne Rigate zur passenden Sauce sehr mag!) einfach zu massig. Kein Wunder, dass wir nach einer überschaubaren Portion schrecklich gestopft satt waren.

Für die Sauce alla Vodka, die auch herrlich zu ganz banalen Spaghetti passt, braucht Ihr für zwei Hauptgang-Portionen folgende Zutaten:

1 EL Olivenöl

1 kleine Zwiebel, fein gehckt

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

eine kleine oder eine halbe Chilischote ohne Kerne – fein gehackt

Salz

Pfeffer, schwarz und frisch gemahlen

Zucker

1 TL Tomatenmark

300 ml passierte Tomaten

3 cl Wodka

150 ml Gemüsefond

1 gehäufter EL Ziegenfrischkäse

6-8 Shrimps

Einige Zweige Rucola, fein gehackt

Für die Zubereitung braucht es etwas Zeit:

Öl in einer hohen Pfanne erhitzen. Fein gehackte Zwiebel darin glasig braten. Knoblauch und Chili dazugeben und ebenfalls anbraten. Tomatenmark anbraten und mit Vodka ablöschen. Etwa 2-3 Minuten köcheln lassen. Salzen, pfeffern und Gemüsebrühe hinzugeben. Einköcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf etwa die Hälfte reduziert ist.

Passierte Tomaten dazugeben, leicht zuckern (hebt das Aroma und nimmt die Säure etwas zurück) und wieder einköcheln lassen, bis die Sauce schön homogen ist.

Die Shrimps hinzugeben und bei kleiner Hitze garen lassen.

Zum Schluss den Ziegenfrischkäse unterrühren und final abschmecken, während die Nudeln gar kochen (Achtung! Die PPURA haben EWIG gebraucht. Jedenfalls deutlich länger als die angegebenen 7-9 Minuten). Zum Schluss mit Rucola garnieren und servieren.

Die Sauce ist schön scharf-säuerlich mit einem leichten Wodka-Geschmack, der aber nicht zu penetrant im Vordergrund steht. Ich mag diese Sauce sehr und kann kaum erwarten, sie noch mal mit selbst gemachten 08/15-Nudeln zuzubereiten.

Wer noch eine weitere Meinung nachlesen will: Die Küchenschabe hat die PPURA auch getestet.

Und für Selber-Tester gibt es ein Händlerverzeichnis auf der Website, damit Ihr den nächsten PPURA-Händler finden könnt.

Habt Ihr die feuergeröstete Pasta schon ausprobiert?

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Pasta kann ein Lebensretter sein. Ein Teller Nudeln macht mich einfach glücklich. Nach richtig besch***enen Tagen ist ein Teller Spaghetti mit der besten Bolognese der Welt vom bEdW echtes Soulfood.

Manchmal ist mir aber auch nach asiatischen gebratenen Nudeln. Manchmal kann ich mich einfach nicht entscheiden, wenn vom bEdW die SMS kommt “asiatisch oder italienisch?”. Und manchmal muss ein Teller Pasta einen Extra-Pfiff haben.

In einem der letzten Hefte “Lust auf Genuss” habe ich ein Rezept mit Spinat, Scampi und Curry entdeckt und konnte mir die Zusammenstellung erst nicht so toll vorstellen. Aber das Ergebnis macht süchtig! Wir haben das Gericht – leicht abgewandelt – jetzt schon mehrfach mit Freunden oder zu zweit gegessen und sind wirklich begeistert!

Das Foto wird dem leckeren Gericht nicht gerecht. Aber ich war zu gierig, um lange mit der Kamera rumzuhampeln:

Für 2 Personen als Hauptgericht benötigt Ihr folgende Zutaten:

10-12 kleine Shrimps, bereits vorgegart und ohne Schale

eine große Handvoll TK-Spinat (ich koch’ das immer “frei Schnauze”, deshalb sorry für die Mengenangaben!)

1 rote Chilischote

1 gehäuften TL Madras Currypulver (wer sich Curry nicht selber herstellen mag, sollte zumindest eine würzig-scharfe Mischung verwenden)

100 gr Creme fraiche

125 ml Gemüsefond

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die gleiche Menge Ingwer und Knoblauch geschält und sehr fein gehackt)

1 EL Ghee (oder neutrales Pflanzenöl)

Salz, Pfeffer

Spaghetti oder Tagliatelle

So geht’s:

Spinat auftauen lassen und möglichst viel Flüssigkeit ausdrücken. Spaghetti-Wasser aufsetzen.

Ghee oder Öl in einer beschichteten Pfanne oder einem Wok erhitzen. Die Chilischote sehr fein in Ringe schneiden und im heißen Ghee kurz frittieren. Herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Jetzt im restlichen Öl die Ingwer-Knobi-Paste anbraten. Das Currypulver dazugeben und ebenfalls anrösten, bis die Aromen in der Nase kitzeln.

Je nach Kochdauer der Nudeln sollten sie jetzt schon im Wasser sein, denn der Rest geht relativ schnell!

Spinat in die Pfanne/den Wok geben und mit allen bisherigen Zutaten gut vermischen. Den Gemüsefond hinzugeben, gut vermischen, Hitze reduzieren, Deckel drauf und einige Minuten garen lassen.

Wenn die Pasta fast fertig ist, Creme fraiche unter den nicht mehr kochenden Spinat rühren und – falls noch zu flüssig – das Ganze bei offenem Deckel etwas reduzieren lassen. Pasta aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen und unter den Spinat heben. Shrimps dazu geben und alles gut vermischen.

In tiefen Tellern anrichten und mit den frittierten Chili-Ringen servieren!

Die Zubereitung dauert maximal 30 Minuten und ist kinderleicht!

Was ist Eure liebste Spaghetti-Variante? Darf’s auch mal exotisch sein oder mögt Ihr lieber die Klassiker?

 

 

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Ich mag die relativ unpretentiöse Art von Tim Mälzer. Manche mögen ihn “Grobkoch” nennen oder über seine schnodderige Hamburger Art die Nase rümpfen – ich find’ ihn in seiner leicht unbedarften Art sympathish, seine Kochsendungen authentisch.

In einer der endlosen Wiederholungen von “Schmeckt’s nicht, gibt’s nicht” auf irgendeinem der Spartensender, über die ich langsam den Überblick verliere, ist uns sein “Bolognese-Ragout” aufgefallen. Die aller, aller, allerbeste Bolognese macht ja ohnehin der bEdW. Daran ist auch weiterhin nicht zu rütteln. Darüber diskutiere ich nicht. Nuff said.

Aaaaaber man kann ja durchaus mal seinen Horizont erweitern. Was uns beiden gut gefiel an Tim Mälzers Ragu war die Tatsache, dass er mit ganzen Fleischstücken arbeitet und nicht mit Hackfleisch. Als große Fleischfans war das Nachkochen also Pflicht! Voilá:

Das Ergebnis hat uns sehr gut geschmeckt. Besonders das Lammfleisch gibt ein schönes Fleischaroma ab und macht die Sauce herzhafter. Wir sind schon seit einiger Zeit dazu übergegangen, auch bei der Hackfleisch-Variante mit Lamm- und Rinderhack zu hantieren. Ich kann das nur jedem empfehlen…

Allerdings braucht die Zubereitung viel Zeit. So wie auch die herkömmliche Bolognese-Sauce mit jeder Stunde Köcheln besser wird. 3-4 Stunden sollte man sich schon Zeit nehmen. Das Abfummeln des Fleischs vom Knochen ging bei uns auch nicht ganz so locker flockig vonstatten wie bei Tim. Aber, hey, wir sind ja auch keine Profis. Außerdem haben wir Rotwein statt Weißwein an die Sauce getan, was das Ganze kerniger gemacht hat. Mehr Gewürze wurden auch noch während des Abschmeckens rangegeben.

Beim Aufwärmen einige Tage später schmeckte das Ragu noch mal besser!

Auch wenn ich beim bEdW schon um die nächste “normale” Bolognese gebettelt habe: Die Variante von Tim Mälzer ist eine schöne Alternative, die sich auch prima einfrieren und portionsweise zubereiten lässt, wenn mal wieder Soulfood Not tut.

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Geht es nur mir so, dass ich nach dem Winter immer nach GRÜN lechze? Letztes Jahr habe ich Anfang März über den Mönchsbart (Barba di frate) geschrieben, der mich auf dem Markt angesprungen hat, weil mein Auge automatisch auf der Suche nach was Grünem war. Heute war es Spinat. Und weil ich außerdem (Eisenmangel?) auf dem Rindfleischtrip bin, musste einfach BEIDES in die Pasta:

Weil Pasta schnell kalt wird und das Rindfleisch auch am besten warm schmeckt, ist das Foto kein Brüller. Aber das Grün ist wenigstens deutlich zu erkennen :)

Zutaten für 2 Personen mit Kohldampf:

250 gr Hüftsteak vom Rind

300 gr frische Tagliatelle (oder 250 gr getrocknete Pasta)

etwa 300 gr junger Spinat

2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer

Parmesankäse

Olivenöl

1 EL Butter

1 EL Sahne

5 Walnüsse

Erstmal geht’s ans Pesto:

Dafür die Walnüsse knacken und grob hacken. Mit etwa 100 gr Spinat, einem großen Schuss Olivenöl und etwa 1 EL geriebenem Parmesan pürieren. Mit Salz abschmecken und zur Seite stellen.

Für die Pasta (die auch ohne Pesto funktioniert, falls Ihr Allergiker seid oder so):

Einen großen Topf Wasser erhitzen, salzen. Das Hüfsteak in Streifen schneiden. Etwas Olivenöl und die Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und das Fleisch darin anbraten. Am besten funktioniert das, wenn man erst eine Hälfte anbrät, aus der Pfanne nimmt und dann die zweite Ladung anbrät. Fleisch komplett aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Den EL Sahne an den Bratensatz rühren, mit Salz und Pfeffer würzen und etwas einreduzieren lassen. Jetzt die frische Pasta kochen (Achtung! Getrocknete braucht natürlich länger!) Den restlichen Spinat in die Pfanne geben (junger Spinat ist kleinblättrig. Wenn Ihr große Blätter habt, etwas zerzupfen oder grob hacken), und etwa 1 Minute andünsten.

Pasta abgießen und eine halbe Schöpfkelle Pastawasser auffangen. Die fertige Pasta mit Pastawasser in die Pfanne geben, gut vermischen. Etwa 2 EL des Pestos mit unterheben. Rindfleisch dazugeben, evtl. mit Pesto garnieren und sofort servieren.

Pasta ist immer der beste Rat, wenn es schnell gehen muss. Mit etwas Olivenöl, Knoblauch und Peperoncini sowie ein paar Hobeln Parmesan hat man innerhalb weniger Minuten ein göttliches Gericht, das einen direkt nach Italien beamt. Denn Pasta ist nicht nur schnell, sondern auch ein echter Seelentröster. Das habe ich vor allem im letzten Jahr gemerkt, als ich häufig abends alleine war und mir noch schnell aus Resten ein Pasta-Gericht gemacht habe – dazu den Lieblingswein und schon sieht alles nicht mehr ganz so trüb und grau aus. So ist auch meine Rubrik “schnell&lecker” entstanden. Schaut doch mal, wie viele Rezepte sich hinter dem Tag verbergen. Da findet sich viel, was auch abends noch schnell zubereitet werden kann – meist sogar mit wenigen Zutaten!

Die Rindfleisch-Spinat-Pasta mit Spinatpesto gehört in jedem Fall in diese Kategorie. Und das Pesto schmeckt herrlich auch auf Sandwich, Bruschetta, im Risotto oder als Dip. Ihr habt also gleich noch etwas Leckeres für den nächsten Tag oder die Mittagspause im Office! Denn, merke: Wer schon Stress im Job hat, muss nicht auch noch in der Küche verzweifeln :)

Deshalb passt mein Gericht auch so hervorragend zum Blog-Event von Alex, mein i-tüpfelchen, für das die wunderbare Zorra wiedermal die Gastgeberin ist. Ich bin auf viele weitere Blitz-Rezepte gespannt, die man auch im Alltag noch schnell aus der Hüfte schießen kann! Und natürlich Danke an Alex, die sich das ganze ausgedacht hat!

Blog-Event LXXV - Speed-Cooking (Einsendeschluss 15. März 2012)

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Da schaut man hungrig in seine Twitter-Timeline und sieht plötzlich ein derart appetitliches Foto, dass man am liebsten reinbeißen würde: Ulrike von Küchenlatein hatte ihren Jungs Currywurst mit Pommes gemacht – wie immer natürlich ganz ohne Tütchen. Das hätte ich am liebsten SOFORT nachgekocht. Weil uns aber eher nach Grill-Session war und ich mir die Currywurstsauce auch zu Steak gut vorstellen konnte, ging es erstmal zu unserem Lieblingsfleischer Jaddy in Wiesbaden (in der Passage zwischen Schlossplatz und Neugasse), den ich via Kommentar bei Astrid schon weiterempfohlen habe und dem ich bereits zufriedene Neukunden zuschanzen konnte. Ein kleiner, appetitlicher Laden mit hervorragend abgehangenem Fleisch, einer Superauswahl an Rind, Kalb, Lamm, Wild und Geflügel und unheimlich freundliche Inhaber!  Wir haben uns  eingedeckt mit herrlichem Rumpsteak, Lammhack-Frikadelle, Kalbsbratwurst und Lammkotelett.

Dafür wurde die Sauce angesetzt. Wir haben sie etwas schärfer gemacht als im Originalrezept. Wahnsinnig lecker zu knusprigem Grillfleisch. Hmmm…

Für unsere Variante kamen folgende Zutaten in den Topf:

1 große Schalotte

1 große Knoblauchzehe

1 rote Paprika

Olivenöl

1 EL Tomatenmark

1 TL Harissa

1 EL Currypulver (hausgemacht)

1/2 TL Chilipulver

einige Spritzer Tabasco

150 ml Gemüsebrühe

50 ml trockener Weißwein

Salz, Zucker

Die Zubereitung lief genauso ab wie bei Ulrike und geht wirklich blitzschnell. Die Sauce schmeckt warm aber auch kalt und kann – wenn die Grillzeit vorbei ist – auch als Basis für Pasta-Saucen hergenommen werden. Ein wirklich toller Tip. Vor allem auch für solche Currywurst-Fans wie mich :)

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