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Archive for the ‘Schnell&lecker’ Category

Wie? Guacamole gibt’s noch nicht im Blog? Höchstens mal in Nebensätzen. Aber so richtig als Star im Rampenlicht stand sie bisher noch nicht. Dabei ist sie doch so hübsch!

Guacamole

Meine Guacamole-Erweckung hatte ich Dank meiner Cousine, die uns vor etwa – moment, ich muss rechnen – 25 Jahren (oh Gott!) mal zum Grillen mit einer hausgemachten Guacamole beglückt hat. Ich hatte vorher nie etwas Vergleichbares gegessen. Dieser absolut einzigartige Geschmack. Dazu die Konsistenz. Zusammen mit leicht geröstetem Weißbrot oder natürlich mit Nacho-Chips (gab es die schon vor 25 Jahren?) macht sie mich einfach sehr, sehr glücklich!

Sie passt auch herrlich zum Chili con Carne oder zu Gegrilltem.

Wie mache ich die Guacamole?

2 reife Avocado

1 gestrichener TL Salz

1/2 TL scharfes Chilipulver

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel

1/2 TL scharfes Paprikapulver

2-3 EL Zitronensaft

1/2 Zehe Knoblauch, gequetscht

Einige Spritzer Tabasco

Die Mengenangaben sind Circa-Angaben. Wer es weniger scharf mag, lässt den Tabasco weg. Wer es salziger mag, nimmt mehr Salz usw. Klaro, oder?

Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch aus der Schale kratzen. Alle Zutaten in einen hohen Becher füllen und pürieren. Oder, wenn Ihr es stückiger mögt, mit einer stabilen Gabel alles zusammen in einer flachen Schüssel zerquetschen. Wer mag, würfelt noch eine Tomate darunter.

Guacamole mag längst zum Standard-Repertoire auf jedem Party-Buffet gehören. Aber mich erinnert sie immer an dieses aller erste Mal. Und wenn ich so ein sanftes, grünes Schälchen vor mir habe (der bEdW HASST Avocados!), muss ich es einfach wegessen! Wie gut, dass die Avocado auch noch gesund ist ;-)

PS: Vergesst den Schmarrn mit dem Kern. Das hilft NULL gegen das Verfärben. Zumindest bei mir. Am besten vor dem Servieren noch mal gut umrühren oder gleich nach Zubereitung essen. Ansonsten wird die G. halt einfach etwas bräunlich. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch!

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Meine kleine Reihe mit “neu”-verbloggten Klassikern geht weiter. Die wunderbare Spaghetti Carbonara, die mir der bEdW immer dann zubereiten muss, wenn mein Tag mal ganz besonders sch***e war oder der Himmel grau, das Wetter eklig, die Heizung kaputt ist. Deswegen habe ich die ultimative Carbonara natürlich vor gefühlten 100 Jahren verbloggt. Ein aktuelles Foto tut also Not:

Carbonara

Das Rezept stammt von Rainer und Danielle, einem befreundeten italienischen Paar, das in grauer Vorzeit dem bEdW in die Geheimnisse der “echten” Carbonara eingeweiht hat. Zu unserer Ehrenrettung sei gesagt: Nein, wir machen keine Sahne an die Carbonara. Aber wem die Sauce dann nicht schlotzig genug ist. Oder wer einfach den Geschmack von Sahne mag. Oder wer noch etwas Sahne im Kühlschrank hat und Reste verwerten will, der sollte sich auch nicht gleich Asche aufs Haupt streuen und geißeln müssen, bloß weil er Sahne dran macht.

Schöner ist aber so:

2 Eier (komplett)

3 Eigelb

ca. 250 gr geräucherter Bauchspeck

geriebener Parmesan (eine Männerhand voll – tolle Mengenangabe, ich weiß. Aber der bEdW wiegt halt nie irgendwas und kocht frei Schnauze)

Muskatnuss, Salz, Pfeffer, Spritzer Olivenöl

Schwarte vom Bauchspeck entfernen und in kleine Bröckchen würfeln. Eier verkleppern, mit Parmesan, Gewürzen zu einer homogenen, nicht zu flüssigen Masse verrühren. Falls es sehr flüssig ist, noch etwas Parmesan zugeben. Ist sie eher breiig, kann (!) man mit einem Schluck Sahne (ich ruf schon mal meinen Anwalt an! Oder doch besser Amnesty International?) verdünnen.

Speckwürfel in einem Spritzer Olivenöl langsam aber kross ausbraten. Die Würfel sollen richtig knusprig aber nicht zu hart sein.  Spaghetti in der Zwischenzeit al dente kochen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. Jetzt die Ei-Käse-Masse drübergießen und sofort unterheben. Speckwürfel dazu und noch mal alles mischen. Sofort (!) servieren!

Dazu schmeckt Chianti – oder ein eisgekühltes Bier!

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Die Pflaumen sind reif. Und wenn die Wespen uns noch etwas übrig lassen, schnappt Euch welche und macht backt Zwetschgenkuchen, esst sie pur oder kocht Euch ein dickes, mulmiges Pflaumenchutney!

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich ein Chutney-Fan bin und schon viele Varianten verbloggt habe! Das Letzte habe ich allerdings zur Rhabarber-Zeit gemacht, was schon wieder viel zu lange her ist. Denn Chutneys sind eine tolle Möglichkeit Früchte haltbar zu machen – auch wenn man KEIN Süßfrühstücker Marmeladen-Fan ist!

An’s Chutney-Kochen habe ich irgendwie die letzten Monate nicht gedacht. Zu viel um die Ohren!

Aber dann habe ich im grandiosen neuen Kochbuch “Das Küchentagebuch. Mit 250 Rezepten durch das Jahr” von Nigel Slater geschmökert. Dass ich ein Slater-Fan bin, wisst Ihr ja vielleicht. Im Blog gab’s schon so Einiges von ihm nachgekocht. Ich mag seine unprätentiöse Art, seine Bescheidenheit (“I’m not a Chef, I’m a Cook”) und viele seiner Rezepte. Im “Küchentagebuch” teilt er seine Aufzeichungen über’s Jahr (zusammengefasst aus vielen Jahren) mit seinen Lesern und will explizit inspirieren als belehren. Wie sympathisch! Wer gerne Rezepten einen eigenen Stempel aufdrückt und nicht sklavisch an Buchstaben klebt, dabei auch noch ein bisschen schmökern mag, dem sei das “Küchentagebuch” ans Herz gelegt.

Aber was hat das jetzt mit Chutney zu tun? Also: Besonders angetan hat’s mir unter dem Datum 30. August folgender Satz: “Meine bunt leuchtenden Einmachgläser entstammen nicht dem Bedarf, eine Überfülle haltbar zu machen oder schleifchenverzierte Geschenke für meine Freunde herzustellen, sondern dem Wunsch nach ein, zwei Löffeln hausgemachtem Relish zu einem Stück Käse und einem Brocken Brot.

“Schleifchenverzierte Geschenke” – I love it! Das dann im Buch folgende Chutney besteht zwar aus Feigen und ist völlig anders zubereitet als meines. Aber ein fruchtig, dunkles Chutney wollte ich auch haben. Also gab es eines aus Pflaumen und Cranberries:

Processed with Rookie

Für 2 Gläser a 250ml benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 10-15 reife Pflaumen, entsteint und grob gewürfelt

etwa 100 gr getrocknete Cranberries

1 rote Zwiebel, gehackt

1 Vogelaugenchili, gehackt

1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt oder gerieben

1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 EL Garam Masala (nach diesem Rezept oder aus dem Asia-Laden)

Muscovadozucker (etwa 3 EL – oder nach Geschmack)

Portwein (etwa 0,1l – oder nach Geschmack)

Rotweinessig (etwa 6 EL – oder nach Geschmack)

1 EL neutrales Pflanzenöl

2 gestrichene TL Salz

1 Sternanis

Zubehör: Großer Topf, 2 Schraubgläser

Zubereitungszeit: ca 30-45 min)

So geht’s:

Öl im Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili darin andünsten. 1 EL Muscovadozucker hinzugeben, umrühren, bis die Zwiebeln glasig werden. Garam Masala hinzugeben und andünsten, bis die Aromen in der Nase kitzeln. Pflaumen und Cranberries hinzugeben und leicht köcheln lassen, bis Saft austritt. Nun Port und Rotweinessig sowie den restlichen Zucker und das Salz unterrühren. Sternanis hinzugeben. Mit geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen. Dabei immer mal umrühren und abschmecken. Je nach Säure/Süße der Früchte müsst Ihr mit etwas Zucker oder Essig nachjustieren. Beim Chutney kommt es weniger auf strenge Mengenangaben an als auf Euren persönlichen Geschmack.

Wenn die Pflaumen schön zerkocht sind, Deckel abheben und gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit einreduzieren lassen. Final abschmecken und anschließend in sterile Schraubgläser geben. Voll befüllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen.

Abkühlen lassen und an einem dunklen Ort aufbewahren. Angebrochene Gläser halten im Kühlschrank noch etwa 14 Tage.

Das Pflaumenchutney schmeckt köstlich zu reifem Käse aber auch zu Braten, trockenen Lammcurries oder orientalischen Reisgerichten.

Kennt Ihr eigentlich Claudias Blog Geschmeidige Köstlichkeiten? Darin widmet sie ihre Rezepte Menschen, die beispielsweise wegen einer Krankheit nicht so selbstverständlich schlucken können wie gesunde Menschen. Sei es durch Schlaganfall, Zahn- oder Kieferprobleme oder Karzinome im Mund- und Rachenbereich. Da ich selbst mehrere Male in meinem Leben am Kieferknochen operiert wurde und tagelang nur Suppen, Joghurts und – im besten Fall – Kartoffelbrei zu mir nehmen konnte, unterstütze ich mit meinem Chutney gerne ihr Blog-Event “Smooth Food” als Gastgeberin bei Zorra.

Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)

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Die besonders hübschen Food-Blogs Moment in a Jelly Jar und Cook ‘n’ Roll wollen Rezepte aus den 50ern.  Und sofort denken wir an Elvis, Petticoats, Polkadots, Buddy Holly und Milkshakes.

Dabei ist unser Bild geprägt von amerikanischen Filmen und der Musik der Zeit. Aber wie sahen die 50er eigentlich hier bei uns aus? In einem zerbombten Land, in dem Trümmerfrauen nicht nur den Schutt wegräumen, sondern auch die Familie ernähren und den Vater ersetzen mussten, der gefallen war. Viele hatten auch gar keine Gewissheit über den Verbleib ihrer Lieben. Ausgemergelte Männer kamen noch bis weit in die 50er aus der Gefangenschaft zurück – oft zu traumatisiert oder versehrt, um im Alltag wieder mit anpacken zu können.

Auch das häufig zitierte “Wirtschaftswunder” setzte erst Ende des Jahrzehnts ein. Anfangs waren Lebensmittel noch rationiert. Zwar gab es wieder Auslagen in den Geschäften. Doch durch die neue Währung war häufig kein Geld vorhanden, um die Waren auch zu kaufen. Wer auf dem Land lebte, hatte vielleicht noch etwas mehr Glück: Hühner, Schweine, Gemüsebeete halfen dabei, den täglichen Bedarf zu decken. Das höre ich zumindest immer wieder heraus, wenn meine Familie von dieser Zeit erzählt. Aber einfach war es nicht. Und in Saus und Braus lebte kaum jemand. Wenn ich alte Familienfotos aus dieser Zeit sehe, waren die Menschen schmal, abgearbeitet, froh am Leben zu sein nach den grauenvollen Kriegsjahren. Aber Cognacschwenker, Fernseher, Petticoats – das kannten die Menschen in meinem Heimatdorf eher aus dem Kino als aus dem echten Leben.

Nur eines stimmt an meiner Aufzählung oben: Elvis! Denn der King kam 1958 nach Hessen! Im Rahmen seines Militärdienstes war er in Bad Nauheim stationiert und brachte junge Hessinnen in Wallungen. Eine Stele erinnert dort heute an den berühmtesten GI der Welt, auf Stadtführungen können Fans die einzelnen Stationen abgehen und das European Elvis Festival sorgt für Rock ‘n’ Roll-Stimmung in der kleinen hessischen Kurstadt! Wer mehr darüber erfahren möchte, klickt einfach mal hier rein.

elvis

Der Beweis: Elvis war in Wiesbaden!

Was aber die wenigsten wissen: Angeblich hat Elvis in meiner jetzigen Heimatstadt Wiesbaden seine große Liebe Priscilla kennengelernt! Hammer! Glaubt Ihr nicht? Angeblich wohnte die Gute mit ihren Eltern im Hotel Helene an der Sonnenberger Straße. Das klingt doch ganz glaubwürdig, oder? Mehr zu Mondscheinsparziergängen im Kurpark (meine Laufstrecke!) auf der offiziellen Website der Stadt.

Aber zurück zu den kulinarischen 50ern! Das Jahrzehnt startete einfach, bescheiden, ohne Überfluss oder gar große Exotik. Wer Eier hatte, Butter, Obst zum Einkochen und ab und an vielleicht sogar etwas Fleisch, konnte sich glücklich schätzen. Geschlachtet wurde im Hof und man verwendete alles (!) vom Tier. Schwarzbrüh, eine Suppe mit Schweineblut, war nichts Ekliges sondern ein Festmahl. Gleichzeitig eröffneten die Alliierten neue Welten: Meine Eltern schwärmen heute noch von Kaugummis und Schokolade, die ihnen von GIs zugesteckt wurden.

Hosen aus alten Soldatenmänteln statt Blue Jeans, Selbstgenähte oder -gestrickte Unterwäsche statt schwingender Petticoats, Butterbrot statt Schweinsbraten – so sah es in den 50ern wohl häufig aus.

Und deshalb gibt es bei mir auch keine glitzernden Cupcakes oder Süßkram mit Polkadots sondern eine Reminiszens an die Menschen dieser Zeit, die erst langsam wieder in die Normalität zurückfanden: Eiersalat!

Tartar_Ei_RadieschenErinnert Ihr Euch noch an Eiersalat? Der stand in meiner Kindheit gerne mayonnaisig und schon leicht angetrocknet auf Buffets. Manchmal enthielt er Mandarinen-Scheiben aus der Dose oder ähnlich perverses Zeug. Er schmeckte eigentlich genauso absurd wie Hühnchen-Salat (mit Mandarinen und Mayo) oder Nudelsalat (mit Mandarinen, Erbsen und Mayo) oder Krabbensalat (mit Mandarinen, Mayo und einem extravaganten Spritzer Sherry!).

Mit Eiersalat kann man mich also jagen. Eigentlich. Aber heute kommen Mandarinen nicht mehr aus der Dose. Ebensowenig wie Champignon-Köpfe oder grüner Spargel! (Die “Gnade der späten Geburt” bekommt da plötzlich eine ganz neue Bedeutung). Der Eiersalat des 21. Jahrhunderts kommt viel leichter und frischer daher. Und weil er so lecker ist, steht er nicht lang rum und trocknet nicht an!

Zutaten für den Eiersalat des 21. Jahrhunderts:

2 hartgekochte Eier

4 große Radieschen

etwas Radieschenblattgrün

1 EL Pimpinelle-Blättchen

4 Blätter Borretsch

100 gr Joghurt

1 TL Honig

1 TL mittelscharfer Senf

Salz

weißer Pfeffer

Prise Zucker

Zutaten: Scharfes Messer, kleiner Topf zum Eierkochen, Küchenbrett, eine mittelgroße sowie eine kleine Schale.

Zubereitungszeit: 8 min für die Eier, 15 min Zubereitung. Ggf. 30 min Zeit zum Durchziehen.

So geht’s:

Eier hartkochen, Radieschen waschen und fein würfeln, Pimpinelleblättchen vom Stengel zupfen, Borretsch fein hacken.

Eier schälen, abkühlen lassen und fein würfeln. Alles in die mittelgroße Schale geben.

Joghurt, Senf, Honig und Gewürze in der kleinen Schale glatt rühren und über den Salat geben.

Gut vermischen, etwas durchziehen lassen (dabei kühl stellen).

Vor dem Servieren Salat aus dem Kühlschrank nehmen.

Dazu passen gut Roggenbrötchen. Diese halbieren und antoasten, Eier-Radieschen-Tartar darauf verteilen und servieren.

Processed with RookieEinfache Zutaten, ein klassisches Rezept und ein bisschen moderne Frische – fertig ist mein köstliches 50er-Jahre-Rezept!

Und damit Ihr mal seht, dass die 50er in Wiesbaden immer noch gelebt werden, habe ich einen weiteren Klassiker fotografiert. Also quasi zwei Klassiker: Käsewürfel auf einem original Nierentischchen!

50er

 Herzlichen Dank für das tolle Blog-Event an die beiden Ausrichterinnen! Die kleine Zeitreise und die Recherche über meine Heimat haben mir viel Spaß gemacht!

 

 

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I love Butterbrot

…Stulle, Bemme, Bütterken, Arbeiterbrot. Ich hab schon oft das Hohelied auf das belegte Brot gesunden. Je einfacher, desto köstlicher. Ausgewählte gute Zutaten machen jedes “Butterbrot” zu einem Hochgenuss. Und schön aussehen tut es auch:

butterbrot

Was gibt’s hier zu sehen:

Vorne:

1 Scheibe Sauerteigbrot

Frischkäse (z.B. von Buko (ohne Zusatzstoffe und deshalb sehr sympathisch)

Reife, gelbe Tomate in Scheiben

kleine, orange Paprika in Scheiben

Feta-Bröckchen

kleinblättriges Basilikum

Bärlauch in Öl (Bärlauch im April gehackt und mit etwas Salz und Olivenöl haltbar gemacht)

grobes Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Hinten:

1 Scheibe Sauerteigbrot

Salzbutter

gelbe Tomate in Scheiben

orange Paprika in Scheiben

Basilikumblättchen

Prise scharfes Paprikapulver

Mehr brauche ich zum Glücklichsein nicht!

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Dass eine Portion Pasta nicht nur den Hunger stillen, sondern auch die Seele wärmen kann – geschenkt! Wer würde einem schlotzigen Teller Nudeln seine heilsame Wirkung je absprechen wollen?

Gleiches gilt aber meiner Meinung nach auch für ein scharfes, knackiges Curry. Eine heiß-dampfige Schale mit zartem Fleisch, bissfestem Gemüse und einer chilischarfen Sauce macht mich mindestens genauso glücklich wie eine Portion Pasta.

Doch während die Pasta eher eine gemütlich-kuschelige Wirkung hat, tritt mir das Curry mal so richtig in den Po! Statt es sich mit Nudeln und Wein heimelig zu machen, weckt das Curry die Lebensgeister und ruft: “Komm, faule Socke, Hintern hoch und los geht’s!”. Wer also weniger Entspannung als vielmehr Antrieb braucht, kann mit einem schön scharfen Curry alles richtig machen.

So eine Wunderwaffe ist das Nua Pad Prik Phauw aus der thailändischen Küche:

Nua Pad Prik Phauw

Ihr müsst Euch nicht sklavisch an die Zutaten halten. Manchmal gibt es keine Thai-Auberginen im Asialaden. Oder es sind noch Gemüsereste übrig, die dringend verarbeitet werden wollen. Schön ist ein einheitlich grünes oder rotes Curry. Ebenso belebend wirkt aber auch eine bunte Mischung aus roter Chili, gelben Baby-Maiskölbchen und grünen Schlangenbohnen. Anything goes, solange Ihr bereit seid, Euch vom Curry mal so richtig in den Hintern treten zu lassen! Los geht’s!

Zutaten für 2 ordentliche Hauptgerichtsportionen:

300 gr Rinderhüfte

100 gr kleine grüne Thai-Auberginen

4-5 Stengel Thai-Basilikum

200 gr asiatische Schlangenbohnen (alternativ: Prinzessbohnen)

1 grüne Paprika

250 ml Kokosmilch

2 EL rote Currypaste (wenn die Paste sehr frisch ist und Ihr etwas empfindlich, startet lieber mit weniger!)

1 Prise Zucker

etwas Salz zum Abschmecken

Basmati-Reis als Beilage

Zubehör: Idealerweise bereitet Ihr das Curry im Wok zu, Schneebesen.

Zubereitungszeit: 30-45 min

So geht’s:

Die Auberginen waschen. Basilikum waschen und Blätter vom Stiel zupfen. Stengel klein hacken. Bohnen waschen und in etwa 10 cm lange Stücke schneiden. Paprika waschen, entkernen und in Rauten schneiden. Rindfleisch in schmale Streifen schneiden.

Währendessen den Reis garen.

Kokosmilch und Currypaste gut miteinander vermischen (funktioniert gut mit dem Schneebesen!) und im Wok aufkochen. Das Fleisch bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten garen lassen. Fleisch aus der Flüssigkeit nehmen, abtropfen lassen und zur Seite stellen. Auberginen hinzugeben und etwa 10 min köcheln lassen. Bohnen und Paprika hinzugeben und etwa 5 min garen lassen. Fleisch und Basilikumblätter sowie die kleingehackten Stengel hinzugeben und alles gut miteinander verrühren.

Reis in eine Schüssel geben und das Curry darauf anrichten. Sofort heiß servieren!

Wenn Ihr also schlapp und müde von der Arbeit kommt, aber noch mal die Lebensgeister wecken wollt: Dann macht Euch ein Kick-Ass-Curry!

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Es gibt Gerichte, die sind feste in unserem Küchen-Repertoire. Aus diesem Grund habe ich sie auch in den Anfangstagen des German Abendbrot bereits verbloggt, seitdem hunderte Male wieder gekocht aber natürlich nie mehr gepostet.

Schluss damit! Ich gönne nach und nach in unregelmäßigen Abständen einigen Lieblingsgerichten mal ein neues Foto, ein Update.

Zu meinen allerliebsten Lieblingsgerichten seit Studententagen gehören Spaghetti Puttanesca – die Nudeln nach Hurenart, die auf keiner italienischen Speisekarte fehlen dürfen.

Processed with Rookie

Warum heißt die Pasta “nach Art der Nutten”? Aus welchem krassen 90er Jahre Kochbuch habe ich das Ursprungsrezept? Seit wann koche ich das Ganze? Und wie sah das Foto im alten Post aus?

Fragen über Fragen, die Ihr hier beantwortet findet. Aber wichtig ist ja, wie es schmeckt: fruchtig durch die Tomaten, herb durch die Oliven, säuerlich durch die Kapern, würzig durch die Sardellen! Eine Pasta-Sauce, die keine Wünsche offen lässt. Und deshalb gibt es hier jetzt auch endlich das Rezept:

Zutaten für 2 Personen (leicht optioniert seit 2010):

250 gr Spaghetti

500 gr sonnengereifte frische Tomaten (im Sommer) oder 1 Dose gestückelte Tomaten

2 gehäufte EL Kapern

2-3 Sardellenfilets (die in Salzlake eingelegten)

4-6 EL schwarze Oliven ohne Stein, grob gehackt oder in Scheiben geschnitten (Am besten nimmt man recht milde ohne Stein. Aber bitte nicht die geschwärzten, die machen nur die Sauce grau)

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

1 Peperoncini

Olivenöl, Salz, Pfeffer

Schluck Rotwein

Kräftige Prise Zucker (hängt von Süße/Säure der Tomaten ab!)

Basilikumblätter, Parmesan (beides nach Belieben)

Zubereitungszeit: rund 30 min

Zubehör: Große, flache Pfanne für das Sugo, Spaghettitopf, Sieb

So geht’s:

Zwiebeln, Knoblauch, Peperoncini, Kapern klein hacken. Sardellen gut abspülen und ebenfalls hacken. Oliven hacken. In etwas Olivenöl zuerst Zwiebeln, Knoblauch, Peperoni anschwitzen. Mit einer Prise Zucker bestäuben. Kapern und Sardellen zugeben und mit anbraten. Alles mit einem Schluck Rotwein ablöschen und ca 1-2 Minuten einköcheln. Oliven und Tomaten zugeben und alles bei mittlerer Hitze ohne Deckel rund 10 Minuten einköcheln lassen. Abschließend mit Salz und Pfeffer sowie etwas Zucker abschmecken. Aber Vorsicht: Kapern und Sardellen sind sehr salzig – also erstmal wenig Salz nehmen!

Jetzt die Spaghetti etwas weniger als al dente kochen, abtropfen lassen und in die Sauce geben. In der Pfanne/im Topf alles gut vermischen und mit gehacktem Basilikum und Parmesan garniert servieren.

Die wunderbar würzigen “Nutten-Spaghetti” verdienen eigentlich wöchentliche Erinnerungs-Posts. Probiert sie doch mal aus und sagt mir, wie sie Euch schmecken!

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