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Archiv für die Kategorie ‘Schnell&lecker’

Mein Käsedealer auf dem Wochenmarkt hat eine scharfe Schafskäsepaste im Portfolio, die inoffiziell nur “Die Schwiegermutter” heißt. Sowas von lecker: cremig, scharf, salzig – aber von allem nicht zu viel. Perfekt als Dip, Brotaufstrich oder zum Heimlich-aus-dem-Schälchen-Löffeln…

Nun kenne ich die Schwiegermutter meines Käsedealers nicht. Aber sie muss eine sehr appetitliche, unwiderstehliche und rattenscharfe Dame sein. Anders kann ich mir die Namensgebung nicht erklären… *hüstel*…

Dumm nur, wenn man aus dem Urlaub kommt, der Kühlschrank leer ist und es noch Tage dauert, bis wieder Markt ist. Aber ganz leer ist der Kühlschrank glücklicherweise nie: Feta, ein Rest Harissa von der Döner-Session, Joghurt, Tomatenmark, Gewürze – alles da, um sich eine ganz eigene “Schwiegermutter” zusammenzurühren!

Folgende Zutaten hatte ich noch im Haus:

1 Packung Schafskäse (ca. 200gr, ich mag den bulgarischen Käse, da er so cremig ist)

1 EL Harissa

1 EL Naturjoghurt

1/2 TL Pul Biber (getrocknete Paprikaflocken, scharf!)

2 EL Olivenöl

1 EL Tomatenmark

Zubehör: Küchenmixer, Schraubglas

Zubereitungszeit: 10 min

Alle Zutaten in den Mixer geben und zu einer Paste vermixen. Wenn die Paste zu fest ist, einfach etwas von der Salzlake, in dem der Feta liegt, unterrühren. In ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Schmeckt tatsächlich fast exakt wie beim Käsedealer und ist ein herrlicher Genuss auf frischem Brot, als Dip zu Gemüse  oder als blitzschnelle Pasta-Sauce: einfach zusammen mit etwas Rucola und gewürfelten Tomaten unter die noch heißen Nudeln mischen.

Aber was war das jetzt mit der Geheimzutat aus der Headline?

Ich bin schrecklich schlecht bei allem, was mit “Augenmaß” zu tun hat. Also war mein Schraubglas natürlich zu groß für die Menge an hausgemachter  “Schwiegermutter”. Was tun? Ich hatte noch den gewürzten Kräuter-Schafskäse vom Türken im Kühlschrank:

Schwiegermutter3

Das ist milder Schafskäse, der ganz krümelig und trocken ist. Gewürzt ist er mit Knoblauch, Schnittlauch, Bärlauch – aber sehr dezent. Einige Flocken davon habe ich unter die Paste gemischt, was dem Ganzen noch den letzten Kick gegeben hat! (Und nebenbei auch das Schraubglas vollmachte…)

Die würzigen Käsekrümel schmecken auch aufs Brot (ganz dünn Harissa drunter streichen), in Frikadellen geknetet, zusammen mit Spinat als Nudelsauce, für Aufläufe, als schnelle Saganaki-Variante und und und…

Ein Hoch auf die Schwiegermütter!

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Im Zusammenhang mit dem Welttag des Buches, hat mir der GU-Verlag nicht nur das Verlosungs-Kochbuch “Indien. Küche & Kultur” zur Verfügung gestellt. Sie haben mir auch ein weiteres Kochbuch, das neu im Programm ist, zum Testen geschickt: “Country Basics” von Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut (für 15 € im Buchhandel erhältlich).

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Aus der Reihe kannte ich bisher nur den Band “Oriental Basics”, der einen schönen, leichten und sehr pragmatischen Einstieg in die orientalische Küche bietet. Deswegen war ich gespannt, was sich hinter Country Basics verbirgt.

Ich habe das Buch untersucht mit Blick auf die Idee, die Stringenz des Konzepts, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Nachkochbarkeit der Rezepte. Pro Kategorie gibt es maximal 3 Pluspunkte zu holen. Die führen dann zum Gesamt-Eindruck und der Endnote.

Die Idee: Hier steht ganz die saisonale und regionale Küche im Vordergrund. (Wenn regional hier auch sehr stark mit bayerisch gleichgesetzt zu sein scheint. Oktoberfest, Biergarten, Pflanzerl, Brezn, Datschis finden sich zahlreich wieder, ganz im Gegenteil zu hessischem Handkäs, norddeutschem Labskaus, Dresdner Eierschecke oder rheinischem Sauerbraten.) Unterteilt ist der Band in die vier Jahreszeiten mit vielen Tips zu Gemüse- und Obstsorten, die in der jeweiligen Zeit besonders gut schmecken und ohne weite Transportwege erhältlich sind. Gerade Neueinsteiger oder reine Stadtpflanzen finden die Übersichten zu den “Top 10″ in Frühling, Sommer, Herbst und Winter sicherlich hilfreich. Das Wissen um die Erntezeit von neuen Kartoffeln, Wirsing oder Tomaten ist in Zeiten der ständigen Verfügbarkeit ja leider nicht mehr vorauszusetzen. Hier bekommt “Country Basics” die vollen 3 Pluspunkte.

Quasi als 5. Jahreszeit finden sich am Ende des Buches dann noch Tipps und zahlreiche Rezepte zum Einmachen und Einkochen, um die Genüsse der Jahreszeiten auch länger haltbar zu machen. Etwas nervig sind – nicht nur an dieser Stelle – die ständigen Hinweise darauf, wer sich wann so richtig “country” fühlen kann, etwa dann, wenn man selbst räuchert. *augenroll*

Das Konzept: Aber was ist eigentlich dieses “Country”-Gefühl? Hier werfen die Autoren bio, regional, saisonal, selber machen bunt durcheinander. Mit der Bildsprache (karierte Blusen, Bauernhofidylle, blühende Obstbäume, grüne Wiesen, …) orientiert sich das Buch für meinen Geschmack etwas zu sehr an “Landlust” & Co., also all jenen Magazinen, die Städtern das angebliche Landleben näher bringen wollen. Wer aber wie ich auf dem Dorf groß geworden ist, weiß, dass es “auf dem Land” längst weniger romantisch zugeht, als man das in Berlin Mitte, dem Frankfurter Nordend oder in München Neuhausen gerne hätte: Statt Bio-Hofläden gibt es Supermarkt-Ghettos am Ortsrand, statt jede Kuh mit Namen zu kennen, kämpfen Bauern täglich um’s Überleben, EU-Subventionen und Milchpreis-Dumping. 

Dass sie mit ihrer Apfelbaumidylle auf den Fotos doch etwas zu dick auftragen, haben die Autoren wohl selbst gemerkt und versuchen deshalb, das Ganze ironisch zu brechen – etwa im Vorwort: “Die Vorstellung von ländlicher Idylle spukt wohl hauptsächlich in den Köpfen von Stadtbewohnern herum (…)”. Allerdings nicht, ohne dann doch wieder zu “be country” zu animieren. Durch die häufigen Übertreibungen und das gleichzeitige Zurücknehmen, weil man dann wohl doch gemerkt hat, dass das ganze Country-Konzept zu weit hergeholt ist, wirkt das Kochbuch  unentschieden. Als trauten sich die Autoren selbst nicht zu, das “Country”-Konzept glaubwürdig und ernsthaft zu vermitteln. Übrig bleibt 1 Pluspunkt für die Ironie.

Was gibt’s für’s Geld? Wer weniger kritisch rangeht, erhält viele appetitliche Rezepte und umfangreiche Tipps und Informationen zu einem fairen Preis. Denn das Kochbuch hat nunmal einen wirklich sympathischen Ansatz: saisonale Gerichte – von der leckeren Kleinigkeit zum aufwendigen Hauptgericht – mit einfachen Zutaten, die es auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt gibt. Die Rezepte eignen sich vor allem für Einsteiger, bieten aber auch erfahreneren Köchen schöne Anregungen. Für das Preis-Leistungs-Verhältnis (variantenreiche Rezepte, fairer Preis) gibt es die vollen 3 Pluspunkte.

Die Rezepte: Mit GU-Büchern habe ich bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich habe insgesamt vier Rezepte ausgewählt, die relativ Saison-unabhängig sind: Pilzragout, Breznknödel, Zwiebelbrot mit Ziegenkäse und Laugenbrezn.

Mein Rezepte-Fazit im Detail:

Das Pilzragout war kinderleicht und hat absolut perfekt geschmeckt – nicht so sahnig und schwer, wie man es oft in bayerischen Gaststätten bekommt, sondern leicht und frisch. Ein absoluter Wirtshaus-Klassiker, den es jetzt sicher öfter geben wird. Dieses Rezept hat zu 100% funktioniert.

Die Breznknödel – meine allerersten Knödel überhaupt und deshalb ein echter Härtetest! – waren fluffig und haben extrem gut geschmeckt. Allerdings hätte im Rezept stehen müssen, dass die Breznstücke von altbackenen Laugenbrezn kleingehackt werden sollten. Stattdessen hieß es “in Scheiben schneiden”. Dann sind die Brocken aber zu groß und machen die Knödel sehr unebenmäßig, was wiederum dazu führen kann, dass sie auseinander fallen.

Die Laugenbrezn habe ich unbedingt backen wollen, weil es in ganz Hessen keine Brezn gibt, die auch nur annähernd an die Münchner Varianten herankommen. Ich hatte also Visionen von knusprig, fluffigen Brezn. Das hat aber leider nicht so ganz hingehauen. Das Ergebnis fand ich enttäuschen, obwohl ich mich wirklich 100% an das Rezept gehalten habe: Die Brezn hatten eine wellige Oberfläche, keine schön dunkelbraun glänzende. Außerdem waren sie innerhalb von 2 Stunden zäh. Nachdem ich mir Rat in Backforen geholt habe, liegt der Verdacht nahe, dass der Teig nochmal gut durchgekühlt werden muss, bevor er in der Lauge getaucht wird. Das stand aber so nicht im Rezept. Ob es allerdings wirklich an der Temperatur lag, muss ich noch mal ausprobieren. Geschmacklich waren die Brezn allerdings ok. Ich werde sie auf jeden Fall noch öfter backen, bis ich endlich originale Biergarten-Brezn habe!

Das Zwiebelbrot mit Ziegenkäse habe ich nicht fotografiert. Deshalb darf ich das Foto aus dem Kochbuch abbilden:

Ein sehr leckerer, schnell zuzubereitender Abend-Snack mit einer tollen Mischung aus Zwiebel-Marmelade und Ziegenkäse. Nach dem Rezept waren mir die Zwiebeln noch zu herb, weshalb ich mehr Zucker und etwas mehr Traubensaft mit einkochen ließ. Die Mischung ist auf jeden Fall mein Ding und kommt öfter auf den Tisch.

Das Rezepte-Fazit in der Zusammenfassung: Ein Rezept gelang perfekt, ein weiteres musste für meinen Geschmack etwas nachjustiert werden, die Knödel und die Brezn haben nicht 100% hingehauen. Wer wenig Erfahrung hat, verzweifelt möglicherweise schnell an der knappen und manchmal uneindeutigen Rezeptebeschreibung: Mal ist Butter in Gramm, mal in Löffel-Maß angegeben, Mehl bleibt ohne Typen-Angabe. Die Zubereitungszeit ist realistisch. Positiv aufgefallen ist mir, dass bei den Rezepten für die “5. Jahreszeit” immer auch die Haltbarkeit angegeben ist. Das hilft bei der Planung. Hier steht es unentschieden. Dafür gibt es 1,5 Pluspunkte.

Mein Kochbuch-Gesamt-Eindruck: Wer wirklich tief in die Materie “saisonales Kochen” einsteigen will, der wird in “Country Basic” einige Ungereimtheiten finden und es wohl eher für zu oberflächlich halten. Das Bemühte “be country” geht etwas auf die Nerven. Die ironische Distanz der Autoren wirkt eher hasenfüßig als sympathisch – nicht Fisch nicht Fleisch. Die Schlagseite Richtung Bayern nervt eventuell nur mich nach meinen zehn Jahren München. Mehr Variantenreichtum wäre schön gewesen, stört aber nicht wirklich. Für Einsteiger, als praktische Übersicht und als Anregung für das Kochen nach Jahreszeiten erhält man aber ein schön bebildertes, mit vielen Infos und Tipps sowie leckeren Rezepten versehenes Kochbuch. Ich habe noch mind. zehn Rezepte auf die Nachkochliste gesetzt. Wie immer bei der Basics-Reihe gefallen mir Layout, Bildsprache und Übersichtlichkeit. Daraus ergibt sich…

…das Gesamt-Ergebnis: 8,5 von 12 möglichen Pluspunkten.

Meine Empfehlung: Ich kann mir “Country Basics” als passendes Geschenk vorstellen für junge Leute, die in die erste eigene Wohnung ziehen. Sie bekommen einfache, unkomplizierte Rezepte, mit denen sie sich – von leicht bis anspruchsvoll – für sich selbst und für Gäste, für den WG-Brunch oder für ihr erstes Eltern-sind-zu-Besuch-Dinner ans Kochen herantasten. Auch für junge Eltern mit nicht mehr ganz kleinen Kindern, die dem Nachwuchs das Bewusstsein für saisonale Zutaten und regionale Herkunft beibringen wollen, ist das Buch eine tolle Idee.

Kennt Ihr das Buch und wie hat es Euch gefallen? Habt Ihr andere Quellen für saisonale Rezepte?

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Da bringt einem die wunderbare Ka. selbstgepflückten Bärlauch mit. Und die nicht minder wunderbare Luna lädt auch noch zum Event “We love Pizza” bei der wunderbarsten aller Zorras ein. Kinners, Ihr macht mich fertig.

Ich LIEBE doch Pizza und ich brauche DRINGEND FRÜHLING!

Also kombiniere ich beides miteinander und mache uns eine herrliche Bärlauch-Ziegenkäse-Pizza mit Parmaschinken:

Dazu habe ich am Vorabend einen ganz einfachen Hefeteig gemacht:

150 gr Weizenmehl 550

50 gr Roggenmehl 1370

10 gr frische Hefe

Prise Salz

Prise Zucker

175 ml lauwarmes Wasser

1,5 EL Olivenöl

Die Hefe im Wasser auflösen, zuckern. Mehl und Salz miteinander vermischen und in der Mitte eine Mulde bilden. Hefe-Wasser zugießen und nach und nach per Hand mit dem Mehl vermischen. Währendessen Öl unterheben. Zu einem glatten Teig verarbeiten und in einer verschlossenen Schüssel im Kühlschrank über Nacht gehen lassen.

Für den Bärlauch-Part:

15 Blätter Bärlauch

100 gr Ziegenfrischkäse (z.B. Buko)

100 gr Ricotta

Abrieb einer halben Bio-Zitrone

Pfeffer, frisch gemahlen

Meersalz

Olivenöl

Zitronensaft

Bärlauch fein hacken und mit den übrigen Zutaten vermischen. Im Idealfall auch über Nacht durchziehen lassen.

Außerdem:

Parmaschinken – 7 Scheiben für 2 Pizzen

Backofen inkl. Pizzastein auf 250 Grad Pizzastufe (Heißluft + Grill + Unterhitze) vorheizen. Gegangenen Teig aus dem Kühlschrank holen, halbieren und sehr dünn ausrollen. 2 EL Bärlauchpaste gut verteilen, Schinken obenauf legen.

Wenn der Backofen volle Lotte vorgeheizt ist, die Pizza in 4 min knusprig backen, aus dem Ofen holen und heiß servieren!

Der kalt gegangene Teig ist herrlich knusprig, ohne zu bröseln. Ich liebe einfach dünne, knusprige Pizzen.

Dazu hat uns ein leichter, nicht zu buttriger Chardonnay geschmeckt:

Diesen sehr frischen und gut gegen den knoblauchigen Bärlauch mithaltenden Wein haben wir in “unserem” Südafrikanischen Weinladen in der Wiesbadener Grabenstraße entdeckt. Ein schöner kleiner Nachbarschaftsladen, der uns bisher schon viele herrliche Südafrikaner empfohlen hat – gute Beratung, ein freundliches Wort und samstags die Gelegenheit zum Verkosten inklusive!

Do you love Pizza? We love Pizza!

Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)

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Indisch zu kochen muss nicht immer aufwendig sein. Auch an einem Werktag bekommt Ihr das Maharadscha-Gefühl ganz leicht in die eigenen vier Wände. Voraussetzung ist nur, dass Ihr morgens (oder am Vorabend) noch fix die Marinade für das Chicken Tikka anrührt. Ein Minimum von 2 Stunden Marinierzeit solltet Ihr Euch nämlich schon einrichten. Dafür bekommt Ihr aber auch saftig-würziges Hähnchenfleisch, das jeden Salat, jedes Sandwich aufpeppt.

Wollen wir loslegen?

Für den indischen Salat mit Chicken Tikka als Hauptgericht für 2 benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 große Portion gemischter Pflücksalat

2 große Knollen vorgekochte Rote Bete

2 EL Sonnenblumenkerne

Korianderblätter zum Garnieren

Für das Dressing (findet Ihr auch hier):

250 ml Naturjoghurt (3,5%)

1/4 TL Chilipulver

1 TL Koriandersamen

2 TL Kreuzkümmelsamen

Salz, Pfeffer

Spritzer Zitronensaft

Für das Chicken Tikka (eine Variante mit Joghurt findet Ihr hier):

2 Hühnerbrüste oder anderes Hühnerfleisch ohne Haut

2 EL passierte Tomaten aus der Dose

1 EL Olivenöl

2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

1 kl feingehackte Zwiebel

1 EL Kreuzkümmel

Samen von 5 Kardamomkapseln

2 cm Zimtrinde

1 Nelke

1 TL scharfes Chilipulver

10 Pfefferkörner (z.B. Tellycherrypepper)

Salz

Und so geht’s:

Wir starten mit der Marinade für das Chicken Tikka. Hierfür Kreuzkümmel, Kardamom, Zimt, Pfefferkörner und Nelke im Mörser fein mörsern. Die Gewürze mit der Tomate, dem Chilipulver, Zwiebel, Ingwer-Knoblauch-Paste und Öl in einem Mixer zu einer geschmeidigen Masse pürieren. Das Hähnenfleisch in 2x2cm große Brocken schneiden und in der Marinade wälzen bis alles schön überzogen ist. Mindestens 2 Stunden, besser 4 Stunden oder länger unter Frischhaltefolie kühl stellen.

Nach der Marinierzeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für das Dressing die Koriander- und Kreuzkümmelsamen mörsern. Alle Zutaten des Dressings miteinander vermischen. Rote Bete Knollen achteln, Salat putzen und trockenschleudern.

Die Hühnchenteile aus der Marinade nehmen, etwas abtropfen lassen und auf einen Grillrost (idealerweise über einer Auffangschale oder über einer Lage Alufolie) legen und auf die oberste Schiene des Backofens schieben. Ihr müsst je nach Größe der Stücke und nach Leistung Eures Backofens ca. 8 min zum Garen einrechnen. Danach kommen die Brocken noch mal 2 min unter den Grill. Die Zeitangaben variieren aber möglicherweise. Das Hühnchenfleisch sollte durch sein und eine leicht gebräunte Würzhülle haben. Wer es noch dunkler mag, legt die Teile gleich auf den Grill!

Salat auf einem großen Teller anrichten. Rote Bete dazugeben und mit dem Joghurtdressing benetzen. Ich mische den Salat nicht, weil das Dressing sonst rosa wird. Aber dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Zuletzt noch mit den Korianderblättern und den Sonnenblumenkernen garnieren. Chicken Tikka-Stücke dazugeben und mit etwas Naan-Brot servieren.

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Indien auf der Zunge – und fertig ist das Feierabend-Maharadscha-Gefühl!

PS: Das Hühnchen schmeckt auch kalt herrlich auf Sandwich mit etwas Chutney und Salatblättern. Wer es lieber saucig mag, wirft die Hühnchenteile in kochende gestückelte Tomaten aus der Dose, rührt etwas Joghurt unter (dann darf es nicht mehr kochen!), kocht Reis dazu und fertig ist Chicken Tikka Masala.

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Als wir unser thailändisches Weihnachtsmenü zusammengestellt haben, haben wir eine Suppe wieder verworfen: Gaeng Preowan Tao Hou aus “Stylish Thai in Minutes”. Die Suppe ist herrlich leicht, aromatisch und schnell zuzubereiten. Allerdings war sie zu dem säuerlichen Kaeng Phanaeng Neua dann doch zu sauer.

Als schnelles, leichtes Abendessen ist sie jedoch perfekt!

Im Original wird die Suppe mit 110 gr weichem weißen Tofu zubereitet. Wir hatten aber keinen mehr im Vorrat und hatten zudem Lust auf Garnelen, die wir noch im TK-Fach hatten. Ursprünglich ist die Suppe aber rein vegetarisch.

Für unsere Variante, die für 2 als leichtes Abendessen reicht oder für 4 in einem mehrgängigen Asia-Menü, benötigt Ihr folgende Zutaten:

500 ml hausgemachte Gemüsebrühe

2 TL Mehl

8 gegarte Garnelen ohne Kopf und Schale, entdarmt

4 EL in kurze Streifen geschnittene Bambuswurzel (Asialaden. Bitte nicht die eingelegten, geschnittenen verwenden)

1 rote Paprikaschote, entkernt und in kleine Rauten geschnitten

2 Frühlingszwiebeln, fein in Scheiben geschnitten

1 EL leichte Sojasauce

1 EL Reisessig

1 TL Palmzucker

1/2 TL weißer Pfeffer

etwa 25 gr eingelegter Kohl (“pickeled cabbage”, Asialaden), grob gehackt

So geht’s:

Brühe in einem Topf zum Kochen bringen und das Mehl einrühren, um sie etwas anzudicken. Alle weiteren Zutaten einrühren und erhitzen. In Suppenschalen servieren.

Das Ganze geht so schnell, dass man kaum zum Tischdecken kommt während der Zubereitung. Die Säure mag nicht jedermanns Sache sein, aber sie macht die Suppe herrlich erfrischend. Eine echte Bereicherung für unser Küchen-Repertoire.

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Das Wetter ist doch echt zum Verzweifeln. Nichts als Schnee, Regen und Kälte. Angeblich sind sogar die Zugvögel schon wieder umgedreht, weil es ihnen zu kalt ist. Auch heimische Tiere, die sich für den Winter Vorräte angelegt hatten, die nun langsam zur Neige gehen, warten wahrscheinlich sehnlichst auf den Frühling – genau wie ich!

Aber was machen, wenn es draußen immer noch nach Advent aussieht statt nach Ostern?

Ein von der Winterruhe genervtes Eichhörnchen könnte sich die Wartezeit beispielsweise versüßen, indem es seine Reste zusammenkramt und einen ordentlichen Schuss drüber gibt. Dann schaut es in der Tiefkühltruhe noch nach ein paar gefrorenen Früchten und holt ein Glas Lemon Curd aus dem Regal – fertig ist ein feiner Nachtisch!

Falls Ihr Euch jetzt fragt, ob ich vielleicht selbst ein bisschen zuviel “Schuss” ins Essen gegeben habe: Mein selbst ausgedachter Trifle hatte es durchaus in sich :)

Für 3 Altbier-Gläser (0,2l) benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Scheiben nicht mehr ganz frisches Vollkornbrot

30 gr Walnusskerne

3 EL Muscovado-Zucker (alternativ: anderer brauner Zucker)

6 EL milder (!) Whisky (er sollte eher malzig statt torfig schmecken. Als süße Alternative passt Amaretto)

300 gr Naturjoghurt

100 gr Blaubeeren (TK)

100 gr Himbeeren (TK)

3 EL Lemon Curd (selbstgemacht oder z.B. von Wilkin & Sons Ltd.)

Die Zubereitung geht blitzschnell:

Vollkornbrot, Walnusskerne und Zucker im Mixer zerkleinern. Jeweils 2 gehäufte EL der Masse pro Glas einfüllen und mit je 2 EL Whisky tränken. Blaubeeren und Joghurt verrühren und auf die 3 Gläser aufteilen. Nochmal 1 gehäuften EL der Nuss-Vollkorn-Masse auf den Joghurt schichten (jetzt den Whisky weglassen), Himbeeren obenauf schichten und mit einem EL Lemon Curd pro Glas krönen. Mit einer finalen Blaubeere garnieren.

Am besten lässt man den Trifle etwas ziehen, bevor man ihn serviert. Er schmeckt aber auch direkt nach der Zubereitung schon gut.

Der Vollkorn-Trifle mit Whisky ist ein nicht zu süßer Nachtisch, der hübsch aussieht und schnell zubereitet ist. Perfekt, um die triste Zeit bis zum Frühlingsanfang zu überbrücken!

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Die Szechuan Küche ist immer wieder eine Quelle für scheinbar einfache aber sehr aromatische Gerichte. Das Gong Bao Ji Ding aka Chicken Kung Pao aka Szechuan Hühnchen ist ein absoluter Klassiker und in unzähligen Varianten nicht nur in ganz China verbreiten. Auch in den USA und in Europa gibt es – verwestlichte – Varianten des Gerichts.

Das Original kommt recht scharf  – eben mit ordentlich Szechuan Pfefferkörnern – daher, die US-/Europa-Variante eher mit viel Hoisin-Sauce. Es gibt Rezepte mit Cashew-Nüssen, mit langer Marinier-Zeit, mit Gemüse, mit Frittieren oder ohne… Also sind wir mal wieder durch’s Internet und unsere China-Kochbücher gecrawlt und haben unser eigenes Rezept zusammengestellt. Frischer Spinat war nämlich auch noch da und wollte verwendet werden. Außerdem schadet ein bisschen Grün nicht:

Zutaten für 2 Personen:

250 gr Hühnerbrust, in etwa 1 cm große Würfel geschnitten

1 Eiweiß

2 TL Speisestärke

100 ml hoch erhitzbares Pflanzenöl

4 getrocknete scharfe Chilischoten

80 gr geschälte Erdnüsse

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

3 gehackte Frühlingszwiebeln (nur das Weiße)

2 EL Shaoxing-Reiswein (Asialaden)

2 EL dunkle Sojasauce

2 TL scharfe Bohnensauce

2 TL Reisessig (Asialaden)

Prise Zucker

Salz

1 TL Szechuan Pfefferkörner, im Mörser grob zerstoßen

1 Handvoll junge Spinatblätter (alternativ und authentischer: Pak Choy aus dem Asialaden)

einige Tropfen Sesamöl

Die Zubereitung geht nach der Schnippelarbeit relativ flott:

Ggf. Reis aufsetzen. Hühnchenwürfel, Eiweiß, eine Prise Salz und die Speisestärke vermischen und abgedeckt für ca. eine Viertelstunde in den Kühlschrank stellen. Den Wok erhitzen und 1 EL Öl hinzugeben. Hitze senken und das Hühnchen hineingeben. Unter Rühren anbraten, bis das Fleisch weiß ist. Herausnehmen und zur Seite stellen. Hitze wieder etwas erhöhen und im Wok die zerbröselten Chilischoten zusammen mit den Erdnüssen unter Rühren rösten. Das geht blitzschnell! Unbedingt darauf achten, dass die Erdnüsse nicht schwarz werden. Ggf. die Hitze reduzieren. Jetzt die Ingwer-Chili-Paste und die Frühlingszwiebeln hinzugeben und vermischen. Etwa eine Minute anbraten. Jetzt das Hühnchen wieder dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Reiswein, Sojasauce, Scharfe Bohnensauce, Essig hinzugeben, gut umrühren. Spinat unterheben und kurz mitgaren. Pfefferkörner ebenfalls untermischen. Auf Reis servieren und mit einigen Spritzern Sesamöl vollenden.

Ein herrlich saftig-knuspriges Gericht, das von dem Aroma des sehr eigen schmeckenden Shaoxing-Weines lebt, den Ihr wirklich nur notfalls durch Sherry ersetzen solltet.

Eine weitere interessante und etwas weniger scharfe Variante – diesmal mit Wasserkastanien – gibt es im kleinen Kuriositätenladen. Ein toller Klassiker mit unendlichen Abwandlungsmöglichkeiten…

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Stullen-Report

Meine Liebe zu Brot kennt der geneigte Leser mittlerweile. Und weil wir die freie Woche aktuell für ein paar Schönheitsarbeiten in der Wohnung nutzen, bleibt auch mal die Küche kalt.

Dann gibt es eine leckere Stulle mit hausgemachtem Paprika Chutney, gehobeltem jungen Manchego-Käse und einigen Salatblättern.

Geht auch mal…

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Unser Weihnachtsmenü 2012 war erstmals komplett asiatisch ausgerichtet. Der Bruch mit der Tradition kam gut an, weshalb ich in loser Reihenfolge die Rezepte gerne mit Euch teile.

Trotz frühlingshafter Temperaturen wärmten wir die Familie erstmal mit einer Tom Kha Gung auf, bevor es den Yam Gai (Hühnchensalat) und einen vietnamesischen Oktopus-Salat zum Abkühlen gab.

Die Tom Kha Gung ist die etwas seltener auftauchende kleine Schwester der Tom Kha Gai, die es in teils absurden unterschiedlichen Qualitätsstufen heute in fast jedem Thai-Restaurant gibt. Dabei bin ich leider schon oft auf grauslige Kokos-Glutamat-Schleudern getroffen. Aber ich hatte auch das Glück, gegenüber von einer der besten Tom Kha Gais in ganz München (und darüber hinaus) zu wohnen.

Einen ersten Eigenversuch habe ich schon mal hier verbloggt. Allerdings erschien mir die Suppe damals fad und langweilig, aber keinesfalls eines Weihnachtsmenüs würdig!

Der bEdW und ich haben also das Internet durchforstet, gefühlte 3000 Rezepte gesichtet, vorgekocht und ausprobiert – und eine wirklich aromatische, schmackhafte Variante hinbekommen, die mittlerweile als absolut idiotensicher gelingsicher bezeichnet werden darf.

Für zwei Personen als Hauptgericht benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Stengel Zitronengras

600 ml Hühner- oder Gemüsebrühe

400 ml Kokosmilch

4-6 Kaffirlimettenblätter

7-10 Scheiben Galgantwurzel

1 Schalotte, geschält und in Ringe geschnitten

200 gr rohe Bio-Garnelen (ohne Kopf aber mit Schale)1,5 TL rote Currypaste

4 Pilze (z.B. braune Champignons)

6-8 Babymaiskölbchen

Korianderblätter

einge Spritzer Limettensaft

Salz

Fischsauce

1 TL Palmzucker

Die Zubereitung geht so fix, dass man die Suppe auch abends noch nach der Arbeit kochen kann:

Garnelen falls nötig entdarmen und soweit pellen, dass nur noch das “Schwänzchen” hinten dranbleibt. Von den Zitronengrasstengeln trockene Teile abschneiden und das dicke Ende platt klopfen oder einritzen. Babymaiskölbchen mit heißem Wasser überbrühen und 1-2 Minuten ziehen lassen. Korianderblätter waschen und von den Stengeln zupfen.

Jetzt in einem ausreichend großen Topf die Brühe und die Kokosmilch aufkochen lassen. Schalotte, eine Prise Salz, Palmzucker, das Zitronengras, die Galgantscheiben und die Kaffirlimettenlätter bei reduzierter Hitze etwa 10 min köcheln lassen. Jetzt die Currypasste gut in der Suppe auflösen. Jetzt die Maiskölbchen und die Garnelen hinzugeben. Wenn die Garnelen schön rosig sind, Pilze in die Suppe geben und mit Fischsauce, Limettensaft und ggf. noch etwas Zucker abschmecken.

Die Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den Korianderblättern garniert servieren.

Achtung! Die Suppe wird zwar mit allem serviert. Galgant, Zitronengras und Kaffirlimettenblätter kann man aber nicht mitessen!

Ein herrlich scharfes und exotisches Süppchen, das wie gemacht ist für kalte Wintertage…

 

 

 

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An Heiligabend haben wir mal mit der Tradition gebrochen und umfangreich thailändisch gekocht. Ein Gang, den wir vorher natürlich schon mal zur Probe zubereitet haben war Yam Gai, ein erfrischender Hühnchensalat mit Minze und Erdnüssen.

Thaisalat

Das Basisrezept stammt – natürlich! – aus “Stylish Thai in minutes”, das ich aus UK mitgebracht habe und das uns seit Wochen begeistert.

Wir haben es ein klein wenig für unseren Geschmack optimiert. (Originalangaben in Klammern)

Zutaten für zwei als Hauptgericht oder für 4 Vorspeisenportionen:

200 gr gekochtes Hühnerfleisch ohne Haut

75 gr Sojabohnensprossen

1 Salatgurke, entkernt und gestiftelt (75 gr lt. Originalrezept)

2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt (75 gr Zwiebeln, fein gehackt lt. Originalrezept)

2 EL Fischsauce

2 EL Limettensaft

1/2 Vogelaugenchili, fein gehackt (3 kleine rote Chilis, gehackt lt. Originalrezept)

1 EL gehackte Minzeblätter

2 EL geröstete Erdnüsse, gehackt

2 EL geröstete Sesamsaat

eine Prise Zucker (nicht im Originalrezept)

einige Spritzer Sojasauce (nicht im Originalrezept)

Die Zubereitung geht wirklich schnell:

Hühnchenfleisch mit den Fingern zerpflücken und in eine Schüssel geben (wer Hühnchenfleisch erst noch kochen muss, lässt das Fleisch vor der Weiterverarbeitung abkühlen). Alle Zutaten – außer dem Sesam – gut vermischen und einige Minuten ziehen lassen. Eventuell noch mit etwas mehr Fischsauce und Limettensaft abrunden. Anrichten und mit den Sesamsamen bestreut servieren.

Ein toller Abendsnack, wenn noch Hühnchen vom Vortag übrig ist. Und natürlich ein herrlicher Auftakt für ein exotisches Weihnachtsmenü…

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