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Archiv für die Kategorie ‘Suppe’

Als wir unser thailändisches Weihnachtsmenü zusammengestellt haben, haben wir eine Suppe wieder verworfen: Gaeng Preowan Tao Hou aus “Stylish Thai in Minutes”. Die Suppe ist herrlich leicht, aromatisch und schnell zuzubereiten. Allerdings war sie zu dem säuerlichen Kaeng Phanaeng Neua dann doch zu sauer.

Als schnelles, leichtes Abendessen ist sie jedoch perfekt!

Im Original wird die Suppe mit 110 gr weichem weißen Tofu zubereitet. Wir hatten aber keinen mehr im Vorrat und hatten zudem Lust auf Garnelen, die wir noch im TK-Fach hatten. Ursprünglich ist die Suppe aber rein vegetarisch.

Für unsere Variante, die für 2 als leichtes Abendessen reicht oder für 4 in einem mehrgängigen Asia-Menü, benötigt Ihr folgende Zutaten:

500 ml hausgemachte Gemüsebrühe

2 TL Mehl

8 gegarte Garnelen ohne Kopf und Schale, entdarmt

4 EL in kurze Streifen geschnittene Bambuswurzel (Asialaden. Bitte nicht die eingelegten, geschnittenen verwenden)

1 rote Paprikaschote, entkernt und in kleine Rauten geschnitten

2 Frühlingszwiebeln, fein in Scheiben geschnitten

1 EL leichte Sojasauce

1 EL Reisessig

1 TL Palmzucker

1/2 TL weißer Pfeffer

etwa 25 gr eingelegter Kohl (“pickeled cabbage”, Asialaden), grob gehackt

So geht’s:

Brühe in einem Topf zum Kochen bringen und das Mehl einrühren, um sie etwas anzudicken. Alle weiteren Zutaten einrühren und erhitzen. In Suppenschalen servieren.

Das Ganze geht so schnell, dass man kaum zum Tischdecken kommt während der Zubereitung. Die Säure mag nicht jedermanns Sache sein, aber sie macht die Suppe herrlich erfrischend. Eine echte Bereicherung für unser Küchen-Repertoire.

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Unser Weihnachtsmenü 2012 war erstmals komplett asiatisch ausgerichtet. Der Bruch mit der Tradition kam gut an, weshalb ich in loser Reihenfolge die Rezepte gerne mit Euch teile.

Trotz frühlingshafter Temperaturen wärmten wir die Familie erstmal mit einer Tom Kha Gung auf, bevor es den Yam Gai (Hühnchensalat) und einen vietnamesischen Oktopus-Salat zum Abkühlen gab.

Die Tom Kha Gung ist die etwas seltener auftauchende kleine Schwester der Tom Kha Gai, die es in teils absurden unterschiedlichen Qualitätsstufen heute in fast jedem Thai-Restaurant gibt. Dabei bin ich leider schon oft auf grauslige Kokos-Glutamat-Schleudern getroffen. Aber ich hatte auch das Glück, gegenüber von einer der besten Tom Kha Gais in ganz München (und darüber hinaus) zu wohnen.

Einen ersten Eigenversuch habe ich schon mal hier verbloggt. Allerdings erschien mir die Suppe damals fad und langweilig, aber keinesfalls eines Weihnachtsmenüs würdig!

Der bEdW und ich haben also das Internet durchforstet, gefühlte 3000 Rezepte gesichtet, vorgekocht und ausprobiert – und eine wirklich aromatische, schmackhafte Variante hinbekommen, die mittlerweile als absolut idiotensicher gelingsicher bezeichnet werden darf.

Für zwei Personen als Hauptgericht benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Stengel Zitronengras

600 ml Hühner- oder Gemüsebrühe

400 ml Kokosmilch

4-6 Kaffirlimettenblätter

7-10 Scheiben Galgantwurzel

1 Schalotte, geschält und in Ringe geschnitten

200 gr rohe Bio-Garnelen (ohne Kopf aber mit Schale)1,5 TL rote Currypaste

4 Pilze (z.B. braune Champignons)

6-8 Babymaiskölbchen

Korianderblätter

einge Spritzer Limettensaft

Salz

Fischsauce

1 TL Palmzucker

Die Zubereitung geht so fix, dass man die Suppe auch abends noch nach der Arbeit kochen kann:

Garnelen falls nötig entdarmen und soweit pellen, dass nur noch das “Schwänzchen” hinten dranbleibt. Von den Zitronengrasstengeln trockene Teile abschneiden und das dicke Ende platt klopfen oder einritzen. Babymaiskölbchen mit heißem Wasser überbrühen und 1-2 Minuten ziehen lassen. Korianderblätter waschen und von den Stengeln zupfen.

Jetzt in einem ausreichend großen Topf die Brühe und die Kokosmilch aufkochen lassen. Schalotte, eine Prise Salz, Palmzucker, das Zitronengras, die Galgantscheiben und die Kaffirlimettenlätter bei reduzierter Hitze etwa 10 min köcheln lassen. Jetzt die Currypasste gut in der Suppe auflösen. Jetzt die Maiskölbchen und die Garnelen hinzugeben. Wenn die Garnelen schön rosig sind, Pilze in die Suppe geben und mit Fischsauce, Limettensaft und ggf. noch etwas Zucker abschmecken.

Die Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den Korianderblättern garniert servieren.

Achtung! Die Suppe wird zwar mit allem serviert. Galgant, Zitronengras und Kaffirlimettenblätter kann man aber nicht mitessen!

Ein herrlich scharfes und exotisches Süppchen, das wie gemacht ist für kalte Wintertage…

 

 

 

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Fröhliches neues Jahr, Ihr Lieben! Ich hoffe, Ihr seid gut  “reingerutscht”! Möget Ihr im neuen Jahr immer einen heißen Teller Suppe (ok, im Sommer lieber kalte!) zur Hand haben…

An einem knackig-kalten Herbstwochenende waren wir im Westerwald und haben uns im Hotel Röttger in Rennerod herzhafte Wild-Dauerwürstchen mitgenommen – die perfekte Einlage für einen winterlichen Wirsingeintopf.

Für einen großen Topf benötigt Ihr folgende Zutaten (Reste lassen sich prima einfrieren):

1 kleiner Wirsing

4 festkochende Kartoffeln, geschält und grob gehackt

150 gr gemischtes Hackfleisch

eine Scheibe Pancetta, kleingeschnitten

2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten

1 l Gemüsebrühe

1 EL Pflanzenöl

Salz, Pfeffer, Muskatnuß

optional: Wildknacker oder andere herzhafte Wurst-Einlage (Bratwurst, Salami, Landjäger…)

Zubereitung:

Öl in einem großen Topf erhitzen. Pancetta auslassen. Zwiebeln und Hackfleisch anbraten. Wirsing waschen, abtropfen und grob hacken. Zusammen mit den Kartoffeln in den Topf geben. Mit Gemüsebrühe aufgießen und mindestens 20 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Die Suppe ist fertig, sobald die Kartoffeln gar sind.

In großen Suppenschalen anrichten und die Wildknacker hineinschneiden.

Dazu passt eine dicke Scheibe Sauerteigbrot. Durch das Fleisch und die Kartoffeln benötigt der Eintopf aber keine Beilage.

Und womit wärmt Ihr Euch nach einem Winterspaziergang auf?

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Kulinarischer_Advents%0d%0a kalender_2012_-_Türc%0d%0a hen_12

“Meine Suppe ess’ ich nicht! Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!” Man, was hat mich der Suppenkaspar im “Struwwelpeter” genervt als Kind. Andere Figuren fand ich ja ziemlich spannend: Der fliegende Robert mit seinem Schirm (würde das auch bei mir klappen?), die zündelnde Pauline mit ihren Kätzchen (“Miau-Mioh, Miau-Mioh”) …

Auch das Daumenabschneiden fand ich dermaßen grotesk übertrieben, dass mir – ganz Kind der späten 70er – der autoritäre Erziehungsansatz des Frankfurter Arztes und Struwwelpeter-Autors Heinrich Hoffmann keine Angst machte. Eher fand ich die Mutter ein bissl strange: “Konrad, sagt die Frau Mama, ich geh’ aus und Du bleibst da!” Wie ist’n die drauf?

Gekippel auf dem Stuhl wie beim Zappelphilipp war eine zeitlang Volkssport bei meiner Schwester und mir. Fingernägel- und Haareschneiden fand ich sowieso doof. (Unser Dorffriseur Herr Kuhn hatte jedenfalls das kratzigste Kreppband für den Hals, das man sich vorstellen kann.) Volle Sympathie also für den Struwwelpeter!!

Später im Studium der Kinder- und Jugendbuchforschung (Wer hat da gerade “Orchideen” gesagt??) waren dann der Struwwelpeter und seine Adaptionen, die so genannten Struwwelpetriaden, immer wieder Thema. Ein Besuch im Frankfurter Struwwelpeter-Museum kann ich noch heute jedem empfehlen.

Einzig den Suppenkaspar fand ich immer schon komisch. Was hat der gegen Suppe? (Null Toleranz übrigens gegenüber Leuten, die von sich selbst sagen: “Ich bin ein richtiger Suppenkaspar!”. Leute, der Suppenkaspar mochte Suppe NICHT. Himmel!)H Hoffmann Struwwel 18

(Heinrich Hoffmann [Public domain], via Wikimedia Commons)

Ich jedenfalls war immer schon Suppenfan. Ob als Gemüsecremesuppe, klarer Erbensuppe mit Eierschwämmchen oder Linsensuppe mit Frankfurter Würstchen – in Suppenform nahm ich sogar Sachen zu mir, die ich sonst nie im Leben gegessen hätte (Außer Rosenkohl! Das bleibt bis heute so!).

Deswegen freue ich mich auch immer aus Suppen-Neuentdeckungen from all over the world. Denn Suppen gibt’s in fast jeder Kultur: Auf’s Feuer stellen, aus wenig viel machen, Resteverwertung, schmackhaft, mit Wasser strecken und noch ein paar Mäuler mehr füttern… Perfekt in allen Epochen, in allen Ecken der Welt. 

Für Zorras jährlichen Adventskalender, an dem ich die Freude habe teilnehmen zu dürfen, habe ich Euch einen orientalischen Eintopf ausgesucht, der sich fast von selbst macht, während Ihr Päckchen schnürt, den Tannenbaum schmückt oder letzte Geschenke sucht. Apropos Geschenke: Bei Zorra gibt es heuer jede Menge Geschenke zu gewinnen. Unbedingt reinschauen und mitmachen! Das lohnt sich echt!

Außerdem sorgen jede Menge herrliche Gewürze dafür, dass ordentlich aufgeräumt wird im Magen. Bei all dem fetten Essen im Advent nicht zu verachten!

Darf ich vorstellen: Harira, ein nordafrikanischer Lammeintopf mit Kichererbsen und Koriander.

Harira

Harira ist im Ramadan häufig das Erste, was Gläubige seit dem Sonnenaufgang zu sich nehmen. Kein Wunder also, dass der Eintopf ein richtiger Sattmacher ist. Aufwärmen und Einfrieren ist auch kein Problem. Die perfekte Suppe also für stressige Zeiten!

Ich habe aus den verschiedensten Harira-Rezepten und eigenen Vorlieben die für uns schmackhafteste Zusammenstellung gefunden. Ihr könnt aber natürlich variieren und beispielsweise Lamm durch Rind ersetzen, weniger Schärfe reingeben oder Koriander weglassen etc.

“Unsere” Zutaten für 4 Personen:

400 gr aus der Lammschulter, in mundgerechte Stücke geschnitten

2 Zwiebeln, fein gehackt

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

600 ml Rinderfond

800 gr Kichererbsen aus der Dose (getrocknete sonst am Abend vorher einweichen!)

2 EL Olivenöl

1 EL Harissa (scharfe Paprikawürzpaste, die es u.a. in türkischen Supermärkten gibt)

1 EL Pul Biber (getrocknete scharfe Paprikaflocken, ebenfalls in türkischen Läden erhältlich. Alternativ 1 TL  Cayennepfeffer)

1 TL Ingwer, fein gehackt oder gerieben

1 EL brauner Zucker

1/2 TL Garam Masala (Alternativ: Ras el Hanout oder notfalls weglassen)

2 TL Cumin (Kreuzkümmel, gemahlen)

2 TL Paprikapulver edelsüß

1/2 TL gemahlene Nelken

1 Lorbeerblatt

2 EL Tomatenmark

ca 700 gr stückige Tomaten aus der Dose

Salz, Pfeffer

Pro Person 1 EL schwarze Oliven ohne Stein, gehackt

Korianderbläter, fein gehackt, zum Garnieren

Joghurt, zum Garnieren

So geht’s:

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Tomatenmark darin anrösten. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer glasig andünsten. Dann Lammstücke portionsweise scharf anbraten und komplett in den Topf geben. Alle Gewürze, Lorbeerblatt und den Zucker zugeben, mit dem Fleisch und den Zwiebeln vermischen, bis es richtig heftig duftet in der Küche!

Rinderfond zugießen, umrühren und zum Kochen bringen. Kichererbsen und die Tomaten hineingeben, umrühren und alles zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 90 Minuten köcheln lassen. Zwischendrin immer mal umrühren, Duft einatmen und prüfen, ob das Fleisch schon zart ist. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die fertige Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den gehackten Oliven, einem Klecks Joghurt und den gehackten Korianderblättern servieren. Dazu passt natürlich herrlich türkisches Fladenbrot und – weniger authentisch – ein eiskaltes Bier!

Ich wünsche Euch und Euren Lieben eine friedliche Vorweihnachtszeit, kuschelige Feiertage und einen guten Rutsch in ein glückliches 2013.

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Vietnam muss ein Königreich für Suppen-Fans sein! Wir können jedenfalls kaum erwarten, einmal dorthin zu reisen, so begeistert sind wir von den Suppen, die wir bisher in unserem Lieblingsrestaurant “Jasmin” gegessen oder selber zubereitet haben. Eine großartige Rezept-Quelle ist übrigens das bereits häufig an dieser Stelle empfohlene GU-Kochbuch “Vietnam: Küche und Kultur”.

Eine interessante Suppenvariante ist Chao Bap Voi Tom Thit, eine Suppe mit Mais und Shrimps, die sehr schnell zubereitet werden kann (in weniger als einer halben Stunde!), voller Aromen steckt und richtig satt macht.

Wir haben zusätzlich zum Rezept noch etwas Schärfe und Säure hinzugegeben, weil der Mais die Suppe doch recht süß macht. Die Ergänzungen habe ich in der Zutatenliste kursiv hervorgehoben.

Zutaten für zwei große Suppenschalen als Hauptgericht:

1 l Hühnerbrühe

1 Dose Maiskörner (etwa 200gr, abgetropft)

200 gr geschälte, entdarmte Shrimps

4 Frühlingszwiebeln

1/2 Bund Koriander

Salz, Pfeffer

2 Eier (M oder L)

1-2 EL Limettensaft

1 TL Chilisauce

So geht’s:

Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hälfte der Maiskörner hinzugeben und pürieren. Einige Minuten köcheln lassen. Korianderblätter hacken. Frühlingszwiebeln waschen und fein hacken. Die zweite Hälfte der Maiskörner, Shrimps und Zwiebeln in die Suppe geben und alles erhitzen. Salzen und pfeffern. Chilisauce unterrühren. 2 Eier verkleppern und unter Rühren vorsichtig in die Suppe laufen lassen. Mit dem Limettensaft abschmecken, in einer Schale anrichten und mit Koriandergrün garniert servieren.

Wer keine Chilisauce oder Chiliöl zu Hause hat, schneidet Vogelaugenchilis in hauchfeine Streifen. Aber Vorsicht! Das Zeug hat’s in sich.

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Ich versuche jetzt mal, den Sommer herbeizukochen und herbeizuschreiben. Wer macht mit?

Bei mir gibt es jedenfalls die ultimative Geheimwaffe, das Sommeressen schlechthin: Gazpacho – die kalte Gemüsesuppe aus Spanien.

Die beste Variante habe ich häufig im Centro Espanol in der Münchner Daiserstraße gegessen. Im Sommer stehen einige Tische draußen vor der Kneipe, die einst spanischen Gastarbeitern erste Anlaufstelle in der fremden Stadt war. Die 4,50 konnte ich mir 2002 als Volontär gerade noch leisten und hatte trotzdem das Gefühl, ganz mondän im Straßencafé irgendwo in Andalusien zu sitzen – statt in Sendling in der Nähe von Schlachthof und Großmarkthalle… Außerdem habe ich dann – einige Zeit später – in dem Laden und im kalten November zum ersten Mal mit dem bEdW geknutscht. Ein legendärer Ort also, den Ihr unbedingt mal aufsuchen solltet, wenn Ihr in München seid.

Außerdem war Gazpacho das erste Essen, das ich in meiner ersten eigenen Münchner Wohnung in Schwabing gemacht habe – im heißen Sommer 2003, als es wochenlang nicht regnete und es eigentlich nur im Kellergewölbes des Altbaus auszuhalten war – oder in der wunderbar großen Wohnküche mit Fenster in den kühlen Hof mit hohen, schattigen Bäumen. Gazpacho bleibt also immer für mich verbunden mit großer Hitze und staubiger Stadtluft in München… Ungefähr so:

Für das spanische Gefühl auf Balkon oder Terrasse braucht Ihr für vier Portionen

folgen Zutaten:

3 Paprikaschoten (1 gelb, 2 rot – nicht grün, sonst wird die Suppe braun!)

2 Salatgurken, geschält
3 Dosen Tomaten (im Sommer gerne frische, aromatische.)
3 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
1  Zwiebel, geschält und grob gehackt
1 scharfe, rote Chilischote, entkernt und gehackt (würzt lieber hinterher noch nach. Durch das Pürieren wird die Schote richtig scharf!)
4 Scheiben Weißbrot ohne Rinde vom Vortag (oder Toastbrot. Wer spontan “kochen” will lässt die Scheiben etwas im Umluftbackofen austrocknen)
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Tabasco

3 EL Olivenöl

3 EL Rotweinessig

Und so geht’s:

Das Gemüse schälen, entkernen und würfeln. Von der Paprika und der Gurke je ein kleines Stück bzw. einige Würfel übrig behalten. Das gibt dann die Einlage für die Suppe.

Das Gemüse, Zwiebeln, Chili, Knoblauch in eine große Schüssel geben und mit Rotweinessig, Olivenöl, Salz und Pfeffer würzen.
Das Brot einige Minuten in Wasser einweichen, das Wasser ausdrücken und in die Schüssel geben. Alles mit dem Pürierstab pürieren, einige Eiswürfel dazugeben und für mindestens eine Stunde kalt stellen (je länger desto besser. Schneller geht’s, wenn man das Gemüse schon am Vortag kalt gelegt hat).

Vor dem Servieren noch mal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Die übrigen Gemüseteile fein hacken und als Deko dazugeben. 2 Eiswürfel in jeden Teller geben und dazu Ciabatta servieren.
Fleischesser können auch rohe Schinkenwürfel in die kalte Suppe geben.

Wir hatten noch in Piment d’Espilette und Olivenöl gebratene Garnelen und einen Klecks Chimichurri. Extrem lecker!

Ein herrliches Gericht für den dann doch hoffentlich mal beginnenden Sommer – würzig, kalt und sehr leicht. Davon könnt Ihr riesige Portionen essen oder die Zeit überbrücken, bis das Grillfleisch gar ist. 

Wenn jetzt nicht bald Sommer wird, muss ich weiterkochen: Salat Nicoise zum Beispiel? Was sind für Euch typische Sommergerichte?

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Ich könnte momentan meinen Kopf in frische Kräuter stecken. Jedesmal, wenn der Winter endlich, endlich vorbei ist, lechtzt alles in mir nach G-R-Ü-N. Vor allem in unsere eigenen Kräuter bin ich derzeit sehr verliebt (wir haben sie wegen der kalten Nächte in den kleinen Wintergarten geholt):

Rechts unten im Bild seht Ihr den Sauerampfer, der natürlich eine Hauptrolle in der Frankfurter Grie Soß spielt. Der kleine Kerl wächst und wächst und wächst. So oft können wir gar keine Grüne Soße machen… Außerdem ist Sauerampfer sehr gesund. Das wussten schon die Seefahrer, die ihn gegen Skorbut eingesetzt haben. Heute weiß man, dass er viel Vitamin C enthält. Perfekt also, um nach langen, zähen Wintern wieder ein bisschen fit zu werden. Deshalb hatte ich die Idee, ein Süppchen daraus zu machen. Um die gesunden Eigenschaften zu erhalten, sollte die Suppe sollte das Kraut nicht zu lange kochen. Das ist beim Sauerampfer aber kein Problem, da man ihn auch roh essen kann. Inspiration für eine herzhafte Einlage, nämlich Nordseekrabben und hartgekochtes Ei, fand ich bei Eatsmarter. Damit wird die Suppe gleich zur leichten Abendmahlzeit.

Für 2 Portionen benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 hartgekochtes Ei

Eine große Handvoll Sauerampfer (bekommt man derzeit auch schon auf dem Wochenmarkt. Testet aber mal, ob er zu sauer ist. Notfalls einen Teil mit jungem Spinat ersetzen. Wer ihn wild pflückt, sollte ihn auf nicht zu heftig gedüngten oder gar gespritzten Wiesen sammeln.)

1 kl Kartoffel (geschält und gewürfelt)

1 kl Zwiebel (gehackt)

400 ml Weißwein

200 ml Gemüsebrühe

1 EL Créme Fraiche oder etwas Sahne

Salz, frischgemahlener schwarzer Pfeffer

etwas Pflanzenöl

100 gr Nordseekrabben

So geht’s:

Zwiebel- und Kartoffelwürfel in etwas Öl kurz andünsten. Wein und Brühe zugießen und aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Währendessen den Sauerampfer waschen, trocknen und grob hacken und in den Topf geben. Die Hitze der Suppe reduzieren und alles mit dem Pürierstab pürieren. Créme fraiche unterheben und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe in Schälchen füllen und die Nordseekrabben, sowie das gehackte harte Ei hinzugeben. Fertig!

Durch die Kartoffel und die Créme Fraiche ist die Suppe schön sämig. Mit Krabben und Ei macht sie sogar richtig satt (Vegetarier können Croutons verwenden). Wir brauchten kein Brot dazu. Trotzdem ist sie durch die Säure des Sauerampfers frisch und leicht. Da der Sauerampfer so ein altbewährtes Heilmittel ist und bei aller Unscheinbarkeit ein feines Kraut, ist mein Süppchen der Beitrag für das Geburtstags-Blogevent von Shermin’s Magischem Kessel. Herzlichen Blog-Geburtstag, meine Liebe!

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Man könnte meinen, uns seien die Zähne ausgefallen, bei all den Dips und Suppen, die es zuletzt im Blog gab. Aber wenn man fröstelig auf der Couch sitzt, weil es draußen kalt ist, man kränkelt oder gerade eine Doku über Ernest Shackleton und die Odyssee der “Endurance” schaut, ist so eine heiße Suppe ja auch was Feines, oder etwa nicht?

Tom Yam Kung ist ein Klassiker der Thai-Küche und braucht frischeste Zutaten. Wenn Ihr also einen gutsortierten Asia-Laden um die Ecke habt, solltet Ihr diesen Lebensgeister-Wecker unbedingt mal ausprobieren!

Für 2 Personen benötigt Ihr folgende Zutaten:

200 gr rohe Garnelen

1 EL Öl

3 Stängel Zitronengras

3 Scheiben Galgant (Ingwer ist leider keine tolle Alternative)

0,5 l Hühnerbrühe (wenn möglich hausgemacht – für mehr Aroma)

0,5 l Wasser (wenn Ihr Instant-Hühnerbrühe nehmt, sollte das Verhältnis Brühe : Wasser besser 2:1 sein)

2 Vogelaugenchilies (oder mehr, wenn Ihr tapfer seid. 2 sind aber schon ausreichend für Feuer unterm A***)

5 Kaffirlimettenblätter

2 EL Fischsauce

1/2 TL Garnelenpaste

70 gr braune Champignons (besser: Strohpilze, die aber schwer zu bekommen sind)

2 Frühlingszwiebeln

3 EL Limonensaft

Koriander zum Garnieren

Und so geht’s:

Die Vorbereitungen gehen eigentlich recht flott: Dünne Haushaltshandschuhe anziehen, um die Vogelaugenchilies zu entkernen und in feinste Scheiben zu schneiden. (Wer es nicht ganz so scharf mag, klopft die Schoten einfach platt und schmeißt sie so in die Suppe.) Handschuhe ausziehen und sich zwischendrin bitte nicht an irgendwelche empfindlichen Stellen fassen! Vom Zitronengras das dicke weiße Ende verwenden und platt klopfen. Kaffirlimettenblätter in Stücke zupfen. Champignons vierteln, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.

In einem Topf (oder Wok) zwei Stängel Zitronengras, Galgant, die Brühe und das Wasser sowie die Garnelenpaste geben und etwa 10 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Durch ein Sieb seihen und wieder zurück in den Topf geben. Den übrigen Stängel Zitronengras ganz fein schneiden und in die Brühe geben. Ebenfalls Chilis, Limettenblätter, Fischsauce, Pilze und Frühlingszwiebeln hinzugeben. 2 Minuten köcheln lassen. Garnelen hinzufügen, bis sie gar und rosa sind. Vom Herd nehmen, in Suppenschalen füllen und den Limonensaft hinzugeben. Mit Korianderblättern garnieren und servieren.

PS: Dass ich das Blog demnächst in “German Suppenküche” umbenenne, ist übrigens nur ein Gerücht! ;-)

Weil diese Suppe in gut 20 Minuten fertig ist, wenn man beim Schnippeln auf Warp-Geschwindigkeit stellt, ist sie mein Februar-Beitrag zum Blog-Dauer-Event Cucina Rapida von Mankannsessen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


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Sorry, noch mal ein heißes Suppenrezept. Aber diese Kälte macht mich auch echt fertig. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, als ich Anfang Januar in den Urlaub geflogen bin. Ich hätte gedacht, dass der Winter so mild ausklingt, wie er angefangen hat und wir nach unserer Rückkehr schon bald in Frühlingslaune kommen würden… HAHA!

Stattdessen ist es klirrend kalt, die Nasenlöcher frieren zu, die Tagescreme bröckelt vom Gesicht (Ohne Mist! Ist mir in München bei -18 Grad passiert!) und der Sonntagsspaziergang ist nach 30 Minuten schon zu Ende.

Aber da muss der Hobbykoch halt die Gunst der Stunde nutzen und all das kochen, wofür November und Dezember zu mild waren – etwa den Fineeintopf” von Heike, der so heißt, weil Hund Fine mal einen ganzen Topf verschmaust hat. UND ICH KANN FINE VERSTEHEN!! Damn, war das lecker! Der Schafskäse gibt dabei unbedingt den Ausschlag. Die salzig-cremige Konsistenz zu Hackfleisch und knackigem Gemüse sind eine tolle Überraschung und machen das Gericht so richtig herzhaft und deftig. Nur gut, dass Fine nicht in unserer Küche war, sonst hätten wir zwei ganz schön miteinander gekämpft :)

Ich habe mich eng an Heikes Rezept gehalten. Allerdings mit folgenden Abweichungen:

  • In die Brühe kamen noch 3 Lorbeer-Blätter (bevor das arme Bäumchen erfriert!)
  • Zusätzlich zum Hackfleisch habe ich noch eine Merguez (würzige Bratwurst aus Marokko) kleingeschnitten und mitgekocht
  • Als Gemüse gab es bei uns: Sellerieknolle, 2 Karotten, Lauch, Kartoffeln, Stangensellerie, Petersilienwurzel, rote Paprika

Das Schöne am Fineeintopf ist aber, dass jedes Gemüse schmeckt – je nachdem, was Saison und Markt hergeben!

Dazu hatten wir zum Kochen einen Sauvignon Blanc – gut, aber für rund 8,- Euro (real) zu teuer.

Zum Essen gab’s dann einen Syrah aus der Pfalz - kräftig, erdig , perfekt zum Eintopf und schön wärmend.

 

Weil wir uns beim Einkauf des Gemüses auf dem Wochenmarkt Nasen und Finger blau gefroren haben und bei der Kälte der Wein ziemlich ins Blut steigt (also richtig blau waren wir nicht… eher so angeschickert… also quasi hellblau!), ist das mein augenzwinkernder Beitrag zum wirklich verflixt schwierigen Blog-Event “Hellblau” im Februar – in der Hoffnung, dass ich noch irgendwo ein bisschen Blue Curacao auftreibe und eine Jugend-Urlaubs-Erinnerung wiederbelebe: Den Eisbecher “Fjord” aus dem “Goldenen Anker” im Nordsee-Städtchen Tönning.
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

PS: Und am Freitag gibt’s mal keine Suppe, sondern ein hübsches Glückspaket zum Wochenende… :)

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Auch wenn ich der galoppierenden Übervermarktung von TV-Köchen kritisch gegenüberstehe und Jamie Oliver immer auf mich wirkt, als wäre er vom Bett direkt in die Küche gegangen (ohne Umweg über’s Bad), finde ich seine Rezepte doch meist sehr ansprechend und seine Kochweise irgendwie pragmatisch-sympathisch.

Deshalb habe ich auch nicht gezögert, als ich auf der Suche nach einem schnellen, spicy Essen auf das Rezept South Indian Rice and Seafood Soup  (englisch) auf der Jamie-Oliver-Website gestoßen bin.

Ich habe mich sogar ziemlich an’s Rezept gehalten und nur das Wasser sowie die Hälfte der Kokosmilch durch Gemüsebrühe ersetzt – sonst wäre es mir etwas zu ölig geworden. Als fischige Einlage gab’s Kabeljau und Shrimps, was wirklich toll geschmeckt hat. Beim nächsten Mal versuche ich, Krebsfleisch zu finden. Das gibt dann sicher noch mehr Aroma.

Die Suppe ist eigentlich eher ein breiiger Eintopf und macht richtig satt. Reste können auch am nächsten Tag noch gegessen werden – dann aber ruhig etwas Wasser oder Brühe unterrühren.

Ein Rezept, das ich unbedingt wieder machen werde! Zumal die Zubereitungszeit von rund 45 Minuten auch abends noch mal drinhängt…

Seid Ihr alle Jamie-Fans? Oder steht Ihr der 360°-Vermarktung auch etwas skeptisch gegenüber?

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