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Archiv für die Kategorie ‘unterwegs’

Das neue Jahr ist schon vier Tage alt, die erste (kurze) Arbeitswoche liegt hinter uns – Zeit für einen Drink!

Oder wie ich es nenne: Old Fashioned o’clock!

Der Old Fashioned ist so ungefähr das Gegenteil von bunten Mädchendrinks wie Pina Colada, Swimmingpool oder Flying Kangaroo, die mich immer an die Dorfdiscos der frühen 90er erinnern (aka Stadtdiscos der späten 80er).

Der Old Fashioned hat nämlich Stil. Er braucht kein Cocktailschirmchen, keinen Shaker, keine bunten Liköre. Er ist quasi der Manschettenknopf unter den Drinks…

Obwohl schon über 100 Jahre alt, verbinde ich den Old Fashioned mit dem Stil der 50er und 60er Jahre. So wie Gregory Peck auf dem Umschlag dieses neuen Buches hier:

peck

Apropos Stil: So wie Sean Connery so ungefähr in jedem Film:

connery

Der Old Fashioned jedenfalls stammt aus einer Zeit, in der Männer noch Hüte trugen, Frauen Handschuhe und Kinder “Sir” und “Ma’m” sagten. Ach ja, damals…

Old Fashioned

Seit dem Siegeszug der Serie Mad Men ist der zwischenzeitlich in Vergessenheit geratene Old Fashioned jedenfalls wieder “in”, trinkt Don Draper doch zu jeder Tageszeit gerne mal einen… (Ich denke ernsthaft darüber nach, ob ich mir so eine Bar nicht auch im Büro einrichten sollte. Aber das käme vielleicht nicht ganz so gut an…)

madmenII
Photo Credit: Frank Ockenfels 3/AMC

Weitere Einblicke in das Arbeiten in einer Agentur die Serie gibt es hier. (Ein Brüller ist übrigens die Büro-Runde auf dem John Deere-Rasenmäher (Namedropping gehört zu Mad Men wie der Angostura zum Old Fashioned!). Nix für zartbesaitete Gemüter sage ich Euch!)

Wer richtig in das Mad Men-Gefühl eintauchen will, kann sich auf der Seite MadMenYourself übrigens auch gleich selbst zu einer Figur aus den 60ern machen:

MadMen

…oder einfach mal eine zeitlang in einer PR-/Werbeagentur arbeiten. Meine Kollegin O. jedenfalls fühlt sich bei einigen Meetingszenen ebenso an Real-Life-Erfahrungen erinnert wie ich ;-)

Wie? Ihr habt immer noch nix im Glas?

Also, ich mag den Old Fashioned klassich und ganz ohne Gedöns (sprich: ohne Cocktailkirsche, Orangenschnitz, Sodawasser und ähnlichen Kram):

4 cl Whisky (Original ist Rye Whisky, es geht aber auch mit einem Bourbon oder einem milden Scotch)

2 ordentliche Spritzer Angostura

1 Würfelzucker (alternativ: 1 EL Zuckersirup oder 1 TL brauner Rohrzucker)

1 TL Wasser (um den Zucker aufzulösen. Wer Sirup nimmt, benötigt kein Wasser)

1 großer Schnitz Schale von der Bio-Zitrone

optional: 1 kleiner Spritzer Zitronensaft

Eiswürfel

Geht ohne viel Aufwand und ohne Shaker:

In einem kleinen Whisky-Glas, das man auch Old Fashioned-Glas nennt, löst Ihr den Zucker im Wasser auf (bei Sirup entfällt das Ganze!) und gebt die Angostura-Spritzer dazu. Eiswürfel dazu und Whisky drübergießen. Mit einem Barlöffel ordentlich umrühren und ggf. mit dem Zitronensaft abrunden. Mit der Zitronenschale garnieren und inklusive Löffel servieren!

Cheers!

Einen richtig guten Old Fashioned gibt es übrigens in der Bar manoamano auf der Taunusstraße in Wiesbaden.

Nett gemeint und recht amüsant war folgender Dialog bei meiner Bestellung eines Old Fashioned:

Barkeeper: “Echt jetzt? Haben Sie den schon mal getrunken?”

Ich: “Ja, schon. Und ich mag ihn sehr????”

Barkeeper: “Achso, naja, ich frage nur. Weil, ist ja eher nicht so der Ladies’ Drink!”.

Wer mich persönlich kennt, weiß jetzt, wo ungefähr sich meine rechte Augenbraue befand. Ich behaupte mal: Kurz vorm Haaransatz.

Aber die Bar ist klasse: Dunkel, chillige Musik, flotter Service und ordentlich gemixte Klassiker aus hochwertigen Zutaten sowie eine schöne Auswahl von extravaganteren Cocktails. Perfekt für den Ausklang eines harten Arbeitstages in der Agentur – auch ohne Don Draper!

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Erinnert Ihr Euch noch an den Sehnsuchts-Post ausm Mai? Dieses unbestimmte Gefühl, dass das Leben jenseits der Alpen ein bisschen leichter, luftiger, sonniger ist?

Im Oktober haben wir dieser Sehnsucht wieder nachgegeben und haben eine Woche in unserem Lieblingsweingut Poderi del Paradiso in der Toskana verbracht. Dort gibt es nicht nur den herrlichen Paterno II (und andere Köstlichkeiten), sondern auch ganz reizende Appartements, die perfekt geeignet sind für Selbstversorger, Gernekocher, Bistecca-Griller…

…Leseratten, Ruhesucher, Ausblickgenießer, Langschläfer, Weintrinker, Käseshopper, Weingut-Stopper, Romantische-Toskana-Örtchen-Spotter wie uns.

Im Herbst ist die Toskana ganz besonders herzergreifend schön. Vor allem, wenn die Tagestouristen wieder in ihren Bussen sitzen und San Gimignano fast ganz uns gehört.

Zwischen den Hügeln wabert morgens Dunst…

und abends der Nebel,…

…während tagsüber die Sonne noch mit voller Kraft auf letzte Trauben…

…und Oliven brennt, die im November geerntet und zu goldig-grünem Olivenöl verarbeitet werden.

Eine Silhouette und noch ein paar Motive, von denen ich nie genug bekomme:

Die Geschlechtertürme San Gimignanos im Dunst.

Da lohnt sich das frühe Aufstehen, wenn der Blick auf neblige Hügel trifft.

Hagebutten als hübsche rote Pünktchen in all dem Grün.

Romantik pur.

Zypressenalleen – so kitschig und so wunderschön…

Aber wir sind ja nicht nur zum Spaß in der Toskana! Der “Weinkeller” will befüllt werden, nachdem uns monatelang überhaupt nicht nach Rotwein war und der Bestand vor dem Umzug im letzten Jahr sowieso stark reduziert werden musste *hüstel*.

Neben einem umfangreichen Einkauf im Poderi del Paradiso haben wir beim Cruisen durch Weindörfchen und entlang der Chianti-Classico-Straße noch zwei für uns neue Weingüter entdeckt, die ehrlichen Wein (und hervorragende Öle!) herstellen und (noch) zu fairen Preisen verkaufen.

Die Fattoria “La Torre” (San Gimignano (Siena), Località “La Villa”) ist schon alleine deshalb einen Besuch wert, weil man über Schotterpisten durch Kieferwälder an Weinbergen entlang auf einen Hügel fährt, von dem aus man einen herrlichen Ausblick hat. Den Turm aus dem 10. Jahrhundert sieht man schon aus der Ferne. Das Weingut liegt wirklich weit ab vom Schuss und ist ohne Auto schwer erreichbar – aber man will ja die Weinkisten auch nicht nach Hause TRAGEN, oder?

Im Kellergewölbe aus Feldsteinen kann man alle Weine sowie das Olivenöl verkosten. Es gibt von Vernaccia über Chianti Colli Senesi bis hin zu Grappa viel zu probieren. Der einfachste Rotwein kostet 3,50€/Flasche, der Liter Olivenöl 12€.

Zwischen Castellina in Chianti und Poggibonsi liegt das Weingut La Croce der Fratelli Zari (einfach nur Brüder, keine Mönche!), das wir wirklich aus Zufall entdeckt haben. Denn hinter jeder Kurve steht quasi ein “Vendita diretta”-Schild, das einen dann über abenteuerliche Wege zu kleinsten oder großen Weingütern bringt.

In diesem Fall sahen wir das Schild nur noch im Rückspiegel, waren längst dran vorbeigefahren, legten einen abenteuerlichen U-Turn hin und fuhren einen steilen Feldweg hinunter. Draußen dann unromantisch Stahltanks und landwirtschaftliches Gerät – aber sowas hält den “Profi” ja nicht ab. Zumal schon allerhand Italiener mit Plastikkanistern und großen Korbflaschen (!) ihren Einkauf erledigten – ein absolutes Gütezeichen. Denn die heimische Bevölkerung kauft keinen Mistwein. Wer mir nicht glaubt, muss mal bei Mellini drauf warten, bis ein “echter” Italiener vorbeikommt…

Also: Rein in den Verkaufsraum, Weine getestet, mit gebrochenem Italienisch klar gemacht: Wir sind im Himmel! Dazu noch ein richtig grasig-scharfes Olivenöl und wir waren glücklich! Der einfache IGT Rosso kostet 3€/Flasche, der Chianti DOCG 3,50€/Fl. und der Chianti Classico DOCG Riserva “Fondamento” 8€/Fl.

Einen “Supertuscan” gibt es auch – blöd sind sie ja nicht, die Chianti-Classico-Weingüter. Der “Il Doccione” IGT Rosso (9€/Fl.) aus Sangiovese, Merlot und Cabernet reift 15  Monate im Barrique und schmeckt deutlich komplexer als die einfacheren Roten. Aber ein “Supertuscan” ist das deshalb noch lange nicht… Egal. Wein soll schmecken. Tut er. Und wenn er dann auch noch “entdeckt” wird und nicht in jedem Supermarkt im Regal steht, kommt er mit nach Deutschland.

Um die Kisten dann heil nach Hause zu bekommen, spielt der bEdW sein Lieblingsspiel: Weinkisten-Tetris. Natürlich nur echt mit der vom Smartphone abgespielten Musik. :)

Apropos Panta Rhei: Wer hätte je behauptet, es handele sich immer nur um Wasser, wenn von “alles fließt” die Rede ist?

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“Nun hebt das Jahr die Sense hoch
und mäht die Sommertage wie ein Bauer.
Wer sät, muß mähen.
Und wer mäht, muß säen.
Nichts bleibt, mein Herz. Und alles ist von Dauer.”

So schreibt Erich Kästner in seinem Monatsgedicht “August”, an das ich mich in diesem heißen, faulen, taumeligen Monat oft erinnert habe. Und wie das Jahr die Sommertage gemäht hat! Mit Temperaturen bis zu 40 Grad hat die Jahreszeit noch mal versucht, ihre Ehre wieder herzustellen, nachdem Juni und Juli ja eher so lala waren.

In den August fällt auch die Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden, das wir nun schon zum zweiten Mal in unserem Vorgaten quasi vor unserer Haustür miterleben durften. Ein gut gekühlter Weißwein im beschlagenen Glas, im Schatten sitzen und Freunde treffen – es hätte uns an unfreundlichere Orte verschlagen können, als wir vor einem Jahr umgezogen sind…

Hier präsentieren rund 100 Winzer aus der Weinregion Rheingau zehn Tage lang ihre Tropfen. Das Ganze findet friedlich, ohne viel Getöse und Ablenkung statt. Es gibt Live-Musik in verträglichem Rahmen, zum Essen unpretentiöse Klassiker wie Bratwurst, Spundekäs und Flammkuchen, aber weder Zuckerwatte noch Karussell oder Autoscooter.

Im letzten Jahr habe ich meinen bis heute favorisierten “Haussekt” kennengelernt: Einen wunderbar trockenen Riesling-Sekt vom Weingut Schönleber, der leider wegen alberner Urheberrechtsgeschichten nicht mehr “Hardliner” heißen darf, sondern jetzt als “2009 Riesling Extra Brut” daher kommt. Die krachige Frische bei gleichzeitig sehr angenehmer Säure ist aber auch unter neuem Namen der Hammer. Mehr dazu findet Ihr im Beitrag vom letzten Jahr.

Aber abgesehen vom Schönleber-Sekt bin ich bisher nicht so richtig warm geworden mit Riesling. Zu viel Säure, zu wenig ausgewogen – einfach nicht meins.

Umso besser, wenn man sich bei Winzerfesten aller Vorurteile entledigen kann, indem man die unfassbare Vielfalt der Region in kleinen Probierschlucken kennenlernt und somit den Horizont erweitert.

Nur so konnte ich nämlich auf den Riesling stoßen, den ich Euch im Rahmen der Weinrallye vorstellen möchte:

Der 2011er Riesling SCHIEFER “Projekt Terroir Hessen”, Lorcher Pfaffenwies (8,50€/Flasche) stammt vom Weingut Ottes aus Lorch am Rhein – also strenggenommen Mittelrheintal, einem Ausläufer des Rheingaus.

Dieser kleine aber nicht unwichtige Unterschied macht sich dann eben auch bemerkbar, wenn es um das Terroir geht. Im Mittelrheintal, vor allem aber in Lorch, sind die Weinberge sehr steil, der Boden besteht zu großen Teilen aus Schiefer. Beides sorgt für Sonneneinstrahlung am Tag und Wärmeabgabe in der Nacht. Auch ist hier der Rhein breit und behäbig, sorgt für Feuchtigkeit und gibt die gespeicherte Wärme ab.

Außerdem sorgt der Schiefer für einen deutlichen mineralischen Geschmack, den ich persönlich bei Weißweinen unwahrscheinlich mag, und der mir bei manchem Riesling oft fehlt. Zudem ist der “Pfaffenwies” weniger säurelastig und krachig zitronig.

Das Projekt Terroir Hessen ist eine Initiative der hessischen Weinbauverbände unter Leitung der Rheingauer Weinwerbung sowie der Forschungsanstalt Geisenheim. Angeschlossen sind zudem weitere Partner aus dem Gebiet Rheingau und Hessische Bergstraße. Mit der Initiative will man sich von dem globalisierten Massenwaren-Geschmack absetzen und die Eigenheiten der Region wieder stärker hervorheben. Ein Probiertpaket mit unterschiedlichen Weinen von verschiedenen Terroirs kann ebenfalls über die Website bestellt werden.

Zurück zu meinem Tipp: Die Qualität der Weine sorgt dafür, dass Ottes längst kein Geheimtipp mehr ist. “Feinschmecker” und “Gault Millau” haben längst ihre Empfehlungen ausgesprochen…

Laut Weingut werden 85% der produzierten Weine direkt an den Endverbraucher verkauft – ohne Umwege über den Handel. Wer möchte, muss sich also schon selbst auf den Weg nach Lorch machen. Dafür wird er dann aber auch belohnt mit einem herrlichen Blick auf den großen europäischen Strom, der sich durch das Unesco Welterbe Mittelrheintal nach Norden schiebt und währendessen dafür sorgt, dass so wunderbare Weine wachsen wie der Riesling von der Pfaffenwies.

Die Gutsschänke ist im Herbst 2012 übrigens vom 8.9.-28.10. geöffnet freitags ab 17 Uhr und Sa/So/Feiertag ab 15 Uhr.

Bis dahin genießt noch die letzten Augusttage – vielleicht mit einem gut gekühlten Riesling und etwas Erich Kästner?

Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht’s nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle …

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Recall the face of the poorest and weakest man you have seen, and ask yourself if this step you contemplate is going to be any use to him.” – Mahatma Gandhi

Eines der beeindruckendsten Erlebnisse während unserer Indien-Reise war der Besuch des Hauses, in dem Mahatma Gandhi die letzten Tage vor seiner Ermordung verbracht hat. Seine letzten Schritte sind heute auf dem Weg verewigt, den er gegangen ist, bevor er umgebracht wurde. Inmitten dem hektischen Delhi ist dieses Haus, der gepflegte Park und die friedliche Atmosphäre der Anlage ein Ort des Innehaltens und der Einkehr.

Im Haus befindet sich ein kleines Museum, das den Lebensweg, vor allem aber auch das Wirken von Gandhi nachzeichnet. Unter anderem fand ich dort das oben stehende Zitat, das mich seitdem nicht mehr los lässt.

Wie unwichtig wird das, worüber ich mich täglich so aufrege, von dem ich genervt bin oder was mir unüberwindbar scheint, sobald ich es in diese Relation setze.

Ich wünsche Euch allen einen schönen, erholsamen Feiertag beziehungsweise ein fantastisches langes Wochenende, falls Ihr Freitag auch frei habt. Vielleicht habt Ihr ja ein bisschen Muße zum Nachdenken, Abschalten, Lesen, Ins-Kino-Gehen, für Museumsbesuche oder durchquatschte Abende mit Freunden. Denn: Auch geistige Nahrung ist Nahrung.

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Our journey to India started and ended in Delhi (foggy as always).

This mega city in Uttar Pradesh was the first and last we saw from the country that impressed us so much. Entering and leaving India via Delhi was like completing a circle – a symbol we were facing many times during our trip. Once I had started to understand the Hindu circle of life (as in “being born, living, dying and being re-born”) I found it easier to understand at least a tiny part of a country that is so different from any other country I’ve ever been to before.

To give you an example: In Europe it is part of the social responsibility of a country to renovate ancient buildings such as castles or palaces and preserve them for our descendants. Think of Neuschwanstein Castle: the Federal State of Bavaria spends tons of Euros every year to preserve a castle that was built by a mad king and that is of no use except for entertaining crowds of Japanese tourists.

In India everything seems to rise, exist for a time and fall before it is being “born” again. Many buildings are surrounded by this morbid charm that captivated me in an instant. Some of the most beautiful things I’ve seen were hidden behind trees and bushes or tiny details the visitor didn’t realize on first sight:

But the circle wouldn’t be complete if there wasn’t today’s Delhi – loud, overcrowded, always busy and with the most incredible traffic jams I’ve ever been stuck in. The scenes in the streets were so new to me that I wanted to make thousands of photos every single minute. On the other hand I just wanted to watch and listen and see and feel without having a lense between me and the streets of Delhi.

After more than three weeks in India (we visited parts of Uttar Pradesh, Rajasthan and Kerala before we returned to Delhi) and millions of unforgettable impressions and encounters, re-entering Delhi was a sort of homecoming. The streets and places of interest seemed kind of familiar to us as we recognized some of the corners we had been to before – not an easy thing in such a huge city!

However, we felt differently about it compared to the first time there. Every second sentence between us started with “Oh, do you remember how we’ve been here for the first time?” Although it was only about three weeks ago it felt like ages! Those weeks were so full of new experiences that we looked upon our “old” selves like scenes from our childhood.

On our last day – which started incredibly early and lasted until we arrived in Frankfurt the next morning (7am, minus 15 degrees Celsius!) – we had the pleasure to have dinner with one of the hubby’s colleagues who we first met in person at the IAA trade show in Germany in September last year (and who is the reason why I write this post in English). It was a wonderful and lovely evening with one of the nicest and most polite persons I’ve ever met. So nice and friendly, that he didn’t show the slightest sign of tiredness after a long and busy day and even after having listened to our stories for what must have been hours. Thank you D. for being such a lovely host!

By the way: If you ever come to Delhi, don’t miss dinner at the Restaurant “Drift” at epicentre in Gurgaon – we had some of the best Indian food EVER! I’ll never forget those aromas and spices combined with most delicate ingredients and creative presentation.

Last but not least, D. remembered my enthusiasm for the Indian cuisine and gave to us a cookbook by chef Hemant Oberoi, one of the brightest stars in India’s gastronomy. What a surprise! And what a lovely gift!

The book is full of beautiful mouth-watering recipes which are for advanced cooks rather than for newbies who aren’t familiar with Indian spices and the ways of preparation.

To start with one of the “easier” dishes we made Hare Pyaz ka Jheenga – Prawns cooked with spring onions (and spinach). Absolutely delicious and not too difficult to prepare:

The prawns are served with tomatoes (which I seasoned with a pinch of Tellycherry Pepper, sea salt, some drops of lemon juice and vegetable oil).

As an appetizer for two you need the following ingredients (I made some tiny adjustments):

10 large raw prawns (without skin, deveined)

3 spring onions

a handful of spinach

50 ml vegetable oil

1 tsp Cumin seeds

2 tsp of Ginger-Garlic-paste (you find a good recipe in English here)

1 tsp Green chillies, chopped

1 tsp Tumeric powder

1 tsp Fenugreek seeds

1 tsp butter

For the tomatoes:

4 tasty tomatoes

a pinch of sea salt, black pepper, lemone juice and vegetable oil

Preparation:

Ground the Cumin seeds and mix with the Tumeric powder. Put aside. Ground the Fenugreek seeds. Chop the spring onions and seperate the white from the green parts. Chop the green chillie in tiny pieces. Blend the spinach in a mixer to get a smooth purée. Quarter the tomatoes and add the salt-pepper-lemon juice-oil mixture.

Now heat the oil in a pan and fry the garlic-ginger paste. Add the cumin seeds and tumeric powder and stir. Add the chopped chillies and the white parts of the spring onions and sauté. Add the prawns and cook them on one side until they turn pink. Then turn them to the other side and also allow them to turn pink. Add salt and the spinach. Cook on low heat and cover the pan. This takes just a couple of minutes – not too long! Otherwise the prawns get too dry.

Then add the onion greens and the fenugreek powder and stir everything. Add the butter to finish the dish and serve everything on a plate.

It’s a yummy little appetizer and easy to prepare – even for those who are new to the Indian way of cooking.

And it reminds us to Delhi and that lovely evening with D. – which completed our Indian circle.

PS: Since some people asked me about it: We planned and organised our trip with Shanti Travel who I can definitely recommend for trips through India.

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Worauf ich mich dieses Wochenende freue? Natürlich auf die Weihnachtsfeiertage. Und darauf, die ganzen Glückspakete der anderen Blogger zu lesen, die sicherlich auch von Weihnachten handeln.

Aber Weihnachten fängt bei mir ja nicht erst am 24.12. an, sondern spätestens einen Tag vorher. Aus Tradition geht es da nämlich in die Frankfurter Kleinmarkthalle zum Einkaufen. An Heiligabend gibt es nämlich bei uns keine Gans (die gibt’s am 25.12.), keine Würstchen mit Kartoffelsalat und kein 4-Gänge-Menü, sondern kalte Leckereien aus aller Welt. Auf diesen Einkauf freue ich mich immer wie ein kleines Kind – vor allem, weil mich seit Jahren der bEdW begleitet :)

Los geht es mit einer heißen Rindswurst von Gräf-Völsing. Denn einkaufen mit Hunger geht gar nicht! Dann holen wir die Basics wie Brot, Tomaten… Weiter geht’s mit Wurst, u.a. bei der Metzgerei Dey. Dann zum Griechen, der fantastisch milden, cremigen Schafskäse hat, Oliven, Kapernäpfelchen, Taramas uvm. Bei den vielen sehr guten italienischen Feinkostanbietern dann noch San Daniele Schinken? Parmesan? Eingelegte Tomaten? Beim Iraner an der Ecke vielleicht ein paar Datteln für meine Mutter und ein bisschen kandierter Ingwer für mich? Danach unbedingt (!) zu meinem Lieblingsstand: Käse Thomas! Oh Gott, hier könnte ich mich einmal von links nach rechts und wieder zurück durch die Auslage essen. Unbedingt haben müssen wir einen stinkigen Ziegenkäse, einen bröckeligen alten Gouda, einen reifen Brie und dann noch irgendeine schöne Empfehlung des Personals. Zum Abschluss vielleicht im ersten Stock noch mal nach Meeresfrüchten geschaut oder beim Italiener nach Grissini suchen? Und wenn man schon mal oben ist, vielleicht ein Gläschen Wein auf der Terrasse? Die Kleinmarkthalle ist einfach wie ein Urlaub im Schnelldurchlauf. Egal, wie voll es dort an den Tagen vor Weihnachten ist. Leckereien für den Heiligabend geshoppt, viele fröhliche “Frohe Feiertage”-Rufe und die Vorfreude auf Weihnachten gehören für mich vor dem großen Fest unbedingt dazu!

Was ist Eure Heiligabend-Essens-Tradition?

Zurück zum Auto, die vielen Tüten ablegen und zur Entspannung noch ein Käffchen bei Wackers Kaffee.

Aber schon vorher kribbelt die Vorfreude. Nämlich beim Geschenkeverpacken.

Ich überlege mir jedes Jahr eine andere Verpackung und mag es, wenn es einen roten Faden gibt. Vor einigen Jahren war alles kalt und weiß verpackt mit Schneeflocken-Deko und Eisbären in Glaskugeln als Geschenkanhängern… Manchmal sind es einfach nur Naturmaterialien, die das Thema der Verpackung bilden. Oder mir ist nach bunt und witzig mit Zuckerstangen, Weihnachtsmännern und viel Bling-Bling.

In diesem Jahr hatte ich eine Idee von Schwarz und Silber.

Alles sollte klassisch-edel aussehen, ohne dabei zu übertrieben zu wirken. Also habe ich schwarzes Seidenpapier geshoppt, einen Schneeflockenstempel und ein Silber-Stempelkissen. Dazu Spiegelbuchstaben mit den Initialen der Beschenkten. Sonst weiß man ja gar nicht mehr, was was ist.

Toll dazu gepasst haben auch die schwarz-weißen Weihnachtsanhänger, die Nicky von Delicious Days ihren Lesern zu Weihnachten geschenkt hat.

Statt viel Tüll und aufwendigen Bändern habe ich diesmal mit Silberdraht und langen Kugelketten die Geschenke umwickelt. Letzteres sieht vor allem bei kleinen Päckchen hübsch aus (die nicht viel Platz für Deko bieten), wenn man die Enden zu einem dicken Knäuel zusammenknoten.

Für die Cracker aus der heimischen Produktion (Pssst… Die kann ich hier noch nicht verraten!) habe ich einen Verpackungstip aus Nickys Buch “Geschenkideen aus der Küche” aufgegriffen:

Einfach die Cracker in ein Plastiktütchen (gibt es im Drogeriemarkt) geben und aus einer Sandwich-Tüte (ebenfalls Drogerie) ein “Guckfenster” ausschneiden, die Tüten ineinander stellen, so dass man die Cracker sehen kann, die Butterbrottüte aber vor Fettflecken geschützt ist. Jetzt die Öffnung oben umschlagen und mit einem gefalzten und zugeschnittenen Stück Geschenkpapier “verbergen”. Besonders hübsch, wenn man eine Zackenschere für’s Schneiden nimmt… Jetzt noch schnell an beide Seiten ein einzelnes Loch lochern und mit Silberdraht je eine Öse schlingen. An eine der Ösen noch den Geschenkanhänger gehängt – Fertig!

Und natürlich gibt’s auch was für den alten Kater:

Damit das Auspacken richtig Spaß macht, hat sein Päckchen noch Engelsflügel angeklebt. Denn der Kerl steht auf alles aus Papier und erst recht auf alles mit Federn (tot oder lebendig!). Da er selbst schwarz-weiß ist, wird man ihn wahrscheinlich kaum finden zwischen den Päckchen.

Wie verpackt Ihr Eure Geschenke? Alle individuell für jeden anders? Oder mit “rotem Faden”? Recycelt Ihr Dekos aus dem Vorjahr oder lasst Ihr vielleicht sogar verpacken?

Ich wünsche Euch und Euren Lieben erholsame, friedliche, kulinarisch aufregende, lustige, fröhliche, besinnliche Feiertage!

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Bei aller Begeisterung für indische oder vietnamesische Küche: Ab und an muss es mal herzhafte Hausmannskost sein. Vor allem, wenn es draußen kalt wird, können die Gerichte aus unserer Kindheit Magen und Seele wärmen. Zudem ist Wintergemüse gesund und günstig. Auf Wirsing hat mich Anette vom Lebenslustiger-Blog gebracht, als sie im letzten Glückspaket zum Wochenende mein Rote Bete-Rezept kommentiert hat. Wer saisonal einkauft und kocht, tut nicht nur was für die Nachhaltigkeit und seinem Körper was Gutes, sondern kann auch Geld sparen. Aber was noch viel wichtiger ist: Wirsing ist einfach lecker! Und er wächst bei den Bauern jetzt direkt vor unserer Haustür.

Wir hatten ihn zusammen mit herrlich würzigen Bratwürsten der Metzgerei Kropp aus Schöneck. Sie verkauft Fleisch und Wurst der selbst gezogenen und nur mit selbst angebautem Futter gefütterten Tiere direkt im Hofladen. Zu Wirsing und Wurst gab es noch herrlich aromatische Kartoffeln vom Wiesbadener Wochenmarkt. Ein rundum regionales, saisonales und genial leckeres Winteressen!

Für den Wirsing habe ich folgende Zutaten verwendet:

1 mittlerer Kopf Wirsing

1 Zwiebel

1 EL Butter

100 ml Gemüsebrühe

ein Schluck trockener Weißwein (z.B. Riesling)

1 TL Senf (z.B. ABB Mostert)

Salz, Pfeffer

eine Prise Zucker

ein Schluck Sahne oder Sahneersatz

eine Prise Muskatnuss

So geht’s:

Die äußeren Blätter des Wirsings wegnehmen. Den Strunk am Boden großzügig abschneiden und den Wirsingkopf achteln. Die Achtel gut waschen und abtropfen lassen. Aus den Achteln den dicken, harten Strunk herausschneiden. Die Achtel anschließend in feine Streifen schneiden.

Die Zwiebel schälen und fein hacken. Butter in einer großen Pfanne mit hohem Rand oder einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel darin anschwitzen. Anschließend den Wirsing nach und nach zugeben und unter Rühren ebenfalls andünsten. Gemüsebrühe hinzugeben, salzen, pfeffern und zugedeckt etwa 20 Minuten bei kleiner Flamme garen. Deckel abnehmen und mit Wein, Sahne sowie Muskat abschmecken. Zum Schluss den TL Senf einrühren.

So gibt es keine prampige Mehlschwitze, trotzdem ein bisschen Sauce und der Wirsing hat noch knackigen Biss.

Während der Wirsing gart, können die Kartoffeln schon kochen. Eine mittel-dicke Bratwurst braucht auch etwa 15 Minuten insgesamt.

Übrigens: Den Wirsing-Gestank bekommt man mit lüften, frisch aufgebrühtem Kaffee oder etwas aufgekochtem Essig ganz gut in den Griff.

Saisonal, regional, genial! Was ist Euer Lieblingsgemüse?

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Manche mögen Papier, Druckertinte und Buchrückenleim als “einsnullig” empfinden. Ich liebe Bücher. Bin ein Buch-Junkie. Nicht umsonst gibt es die Rubrik “Aufm Nachttisch” in der rechten Sidebar. Jedenfalls macht es mich glücklich, wenn ich in Büchern blättere. Und erst recht, wenn ich so was Virtuelles wie das German Abendbrot schwarz auf weiß in die Tasche stecken kann.

Witzig finde ich nach wie vor die Idee von Scheisse, was koche ich heute?”, die ziemlich pragmatisch mit der ganzen Food-Bloggerei umgehen und damit die Szene in Befürworter und Kopfschüttler spalten. Jedenfalls habe ich den Leuten mein Pacific Palisades Shrimp Pasta Rezept zur Verfügung gestellt und bekam zum Dank drei Exemplare geschenkt – inklusive Zufallsgenerator. Und das Beste: Ich habe noch jede Menge neuer Blogs entdeckt!

Wollt Ihr mal reinschauen? Zwei Bücher habe ich noch und verschenke sie gerne. Hinterlasst einfach einen Kommentar und schreibt mir, welches Buch ich Eurer Meinung nach unbedingt als nächstes auf den Nachttisch legen sollte. Wenn es mehr als 2 Tipps gibt, würfelt der Zufallsgenerator aus, wer die 2 Gewinner sind. Ich bin gespannt auf Eure Tipps!

Im Internet bin ich auch aufmerksam geworden auf das Projekt Liebenswert Rhein-Main, in dem individuelle Wohnungen aus der Region und ihre Bewohner vorgestellt werden. Tolle Bilder! Wer gerne mal durch Fenster lugt, kann sich hier austoben. Aus den Geschichten wurde jetzt ein Buch gemacht – gespickt mit Zitaten von Leser darüber, was Rhein-Main l(i)ebenswert macht. Überraschung! Ich bin dabei! Und freu’ mich wie Bolle!

Ein schönes Coffeetable-Book, auf das ich mich richtig freue!

Aber immer nur Papier ist ja auch langweilig. Deshalb hier noch ein Tipp zu einer ungewöhnlichen und wunderschönen App (kostenlos im AppStore), die mich neulich bei elend langer Wartezeit am Münchner Flughafen ein klein bisschen glücklich gemacht hat: “Famous Books – Schätze der Bayerischen Staatsbibliothek“. Darin kann man in Inkunabeln und anderen wunderschönen und raren Büchern blättern, rein zoomen und Details erfahren. Näher kommt man diesen Schätzchen nie.

Apropos Schätzchen: Wer Bücher liebt, sollte unbedingt mal im British Museum die King’s Library besuchen. Hier werden Originalmanuskripte von Schriftstellern, Komponisten und anderen Berühmtheiten ausgestellt. Kleine Kostprobe? Eine Partitur von Mozart (ich hör’ Dich mosern, Anke!), das Manuskript von “Der Zauberberg” von Thomas Mann, der erste Wurf von “Yesterday” von Lennon und McCartney, ein Bibliotheksausweis von Lenin, Liebesbriefe von Queen Victoria und ihrem Mann Albert, die Magna Charta, das Gebetsbüchlein von Lady Jane Grey und vieles mehr. Als Literaturfan wollte ich einfach nur heulend vor Demut auf den Knien von Ausstellungsstück zu Ausstellungsstück rutschen…

Bei einem London-Trip mit einer Studienfreundin vor vielen Jahren (die Spice Girls kamen gerade ganz groß raus, die Teletubbies liefen im UK-TV und Notting Hill war noch nicht überlaufen) habe ich mir ein Poster mit einer Abbildung aus dem Original-Skript von “Alice in Wonderland” gekauft.

Das steht in der mittlerweile 5. Wohnung und wird NIEMALS in den Keller wandern. Denn es macht mich glücklich und erinnert mich an einen tollen Urlaub und die unglaublichen Dinge, die ich in der King’s Library sehen durfte.

Und welche Buch-Tipps (1.0 oder 2.0) habt Ihr so?

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Ihr habt vielleicht schon bei Alice gelesen, dass wir zusammen beim Krustentier-Workshop der Deutschen See waren. (Unbedingt den Ton anstellen, wenn Ihr die Webseite besucht. Meer-Fans wie ich bekommen dann sofort Sehnsucht!)

Im Gegensatz zu Alice liebe ich alles, was im Meer lebt und sich zum Essen eignet, ob Nordseekrabben, Muscheln, Austern, Seeigelrogen – if it swims, I eat it!

Deswegen habe ich mich über die Einladung zum Kochworkshop auch richtig gefreut. Zum Einstieg gab’s ein bissl Theorie, was wirklich interessant war. Wer beispielsweise wissen will, was sich hinter den Kürzeln auf den TK-Packungen verbirgt, kann hier nachschauen.  Auch ein Meeresfrüchte-Fan wie ich konnte da noch jede Menge lernen! Kleine Kostprobe? (Vegetarier lesen jetzt vielleicht besser nicht weiter!)

  • Die dicken Taschenkrebse, die wirklich imposant aussehen und sogar ziemlich schwer sind, werden in nur zehn Minuten gar. Oder wie es die Profi-Köche ausdrücken: “Durch die Augen geht das schnell!” (Ok, lieber nicht drüber nachdenken…)

  • Flusskrebse werden am Durch-die-Küche-Krabbeln gehindert, indem man das Licht ausmacht (blöd, wenn man das Essen vorbereiten muss) oder einfach eine Schüssel über die kleinen Kerle stülpt.

  • Jakobsmuscheln, die aus Norwegen stammen, haben einen Clip an der Schale und zeichnen sich dadurch aus, dass sie von Tauchern “gepflückt” werden. Dadurch sind sie eben nicht voller Sand wie die Muscheln aus anderen Regionen. Diese werden nämlich mit Schleppnetzen vom Meeresboden abgegrast. Da die Muschel sich festhalten bzw. fliehen will, öffnet sie die Schale und lädt somit jede Menge Sand ein – das ist nicht nur umständlich beim Säubern, sondern sorgt auch dafür, dass man mehr zahlt. Denn Sand ist ja schwer, gell?!   

  • Die knallroten Carabinieri sind die aromatischsten kleinen Scheißer, die ich je in Garnelenform zu mir genommen habe. Einfach nur in Öl und Knoblauch geschwenkt waren sie zum Niederknien. Dummerweise kosten sie etwa 70 Euro das Kilogramm. Vielleicht mal was für das Sylvester-Buffet mit gaaaanz lieben Freunden.

  • Hummer wird schon bald nicht mehr lebend angeboten werden, da die Aufbewahrungsbedingungen nicht artgerecht sind. Vorgekochter und tiefgekühlter Hummer ist aber oft keine Alternative, weil das Fleisch bei der Weiterverarbeitung schnell trocken oder faserig wird. Profi-Köche meiden deshalb oft den Hummer, da sie weder das Tier töten noch mit mittelmäßigem Fleisch arbeiten wollen. Eine Alternative könnte der so genannte “High Pressure Lobster” werden. Dabei wird bei einem Hummer direkt nach dem Fang in einer speziellen Kammer durch Unterdruck das Zellsystem lahmgelegt und das Tier in Sekunden getötet, anschließend tiefgefroren. Gleichzeitig sorgt der Unterdruck dafür, dass sich das Fleisch von der Schale löst, so dass die Zubereitung deutlich einfacher und das Ergebnis ebenso zart wird wie beim lebend ins Wasser geschmissenen Hummer. Mit Unterdruck getöteter, roher und entschälter Hummer sieht dann so aus (die Zubereitung bleibt natürlich trotzdem eine Gewissensfrage, die jeder für sich selbst beantworten muss): 

  • Auch selbstbewusste Männer stellen sich mitunter etwas deppert an, wenn sie zum ersten Mal eine Auster öffnen sollen. Manchmal ist es einfach toll, ein Mädchen zu sein! :)

Aber natürlich wurde auch gekocht! Besonders schön war, dass man auch alles mal roh und pur probieren konnte. So bekam man ein bisschen mehr Ahnung vom jeweiligen Eigengeschmack und den feinen Unterschieden der Krustentiere. Absolut gigantisch war natürlich der Monster-Hummer-Fonds aus all den Carcassen, die so angefallen sind.

Den Fonds hätte ich am liebsten pur getrunken.

Bei all dem Eiweiß tat es gut, dass es zwischendruch etwas “Neutralisierendes” als Beilage zu essen. Wirklich gigantisch lecker war der Artischockensalat, bei dem ich mitmachen durfte. Das Rezept wurde mir netterweise nachträglich noch von der Agentur zur Verfügung gestellt (Danke!).

Ihr braucht für etwa 4 Portionen:

3 große frische Artischocken (fertige Artischockenböden sind der halbe Spaß!)

100 g Rote-Zwiebel-Würfel

150 ml Olivenöl
80 ml alter Balsamico-Essig

Zitronensaft

Frische Kräuter nach Geschmack

Kresse (viel Kresse!)

Salz

Pfeffer

Zucker

Optional: Garnelen, Thymian, Knoblauch

Und so geht’s:

Um an die Böden der Artischocken zu gelangen, etwa 3 bis 4 Lagen der äußeren Blätter abbrechen, danach mit einem scharfen Messer den Boden von den Blütenblättern trennen. Der Schnitt sollte etwa 4 bis 5 Zentimeter vom Stielansatz erfolgen. Mit einem Löffel die holzigen Fasern, das sogenannte Heu, abschaben, bis das Fruchtfleisch freiliegt. Anschließend den Rand, der durch das Abbrechen der Blätter uneben geworden ist, mithilfe eines Gemüseschälers in Form bringen.

Die rohen Artischockenböden von beiden Seiten auf einem Grill ca. 8 bis 9 Minuten garen (alternativ: Grillpfanne). Währenddessen die Marinade vorbereiten.

Dazu die Zwiebelwürfel mit 100 ml Olivenöl, dem Balsamico-Essig und einem Schuss Wasser in einer Schüssel verrühren und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Zucker würzen. Danach die gegarten Artischockenböden sehr dünn aufschneiden und in die Marinade legen.

Anschließend noch frische Kräuter und Kresse dazugeben und vorsichtig vermengen. Bei Bedarf noch einmal mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Zucker abschmecken.

Wer mag, kann dazu Garnelen in einer Pfanne mit dem restlichen Olivenöl, Salz, Pfeffer, Thymian und Knoblauch 3 bis 4 Minuten garen.  

Zum Schluss den Salat auf Tellern anrichten. Dazu passt Baguette.

Übrigens: Falls Ihr gerne schwimmt, passt gut auf! Es könnte sein, dass ich blitzschnell zubeiße :)

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Was Steffi vom sagenhaften Ohh…Mhh…Blog hier angefangen hat, zieht mittlerweile  unter dem Stichwort “Glückspaket zum Wockenende” in der Blogosphäre so seine Kreise. Ich hab’ die Posts mal zum Anlaß genommen, einen Tag lang überhaupt erstmal zu sammeln, was mich an einem Wochenende eigentlich glücklich macht. Also habe ich die Augen aufgesperrt und bin über Dinge gestolpert, die mir den Winterblues vertreiben sollen, wenn ich an sie denke.  Kommt doch mal mit…

Der perfekte Tag fängt für mich mit einem Morgenlauf durch kalte, klare Luft an (idealerweise nach genügend Schlaf – deshalb ist der perfekte Tag auch ein Sonntag!). Der Morgenlauf war in diesem Fall sehr steil, sehr anstrengend – hat mich aber entschädigt mit diesem Blick auf die russische Kapelle (der Himmel ist NICHT gephotoshopt!):

…und dem Blick ins Tal:

Auf dem Rückweg dann frische Maulwurfshaufen im Park entdeckt und an den Großvater gedacht, den alten Wühlmaus- und Maulwurfsjäger. Genauer: VIELE frische Maulwurfshaufen! Und schon hab’ ich mich diebisch gefreut über so a bisserl Anarchie im Vorgarten der Haute Volaute:

Anschließend um eine Art-Deco-Lampe herum scharwenzelt, die ich soooo schön finde (und die an anderer Stelle ja viiiieeeel besser aussehen würde ;-)):

Nach einer heißen Dusche gibt es dann das vielleicht letzte Freilicht-Frühstück – natürlich dick in die Lieblingsstrickjacke eingemummelt. Aber auf jeden Fall mit der Lieblingstasse, die ich mir vor 10 Jahren in einem Buchladen in Schwabing gekauft habe, weil ich das Buch von Virginia Woolf “A room of one’s own” so toll finde. Die Tasse fand ich damals als Volontär so schrecklich teuer, dass sie mich immer an meine Berufsanfängerjahre erinnert:

Nach der eins-nulligen Zeitungslektüre in Lemon Bars a la Anna von Küchenzeilen geschwelgt, die nach Annas Rezept schnell gelungen sind und hervorragend geklappt haben und sogar den bEdW zum Kuchenfan machen (das Rezept heißt nicht umsonst “gegen den Winterblues”!):

 

Auch wenn es momentan noch goldig-herbstlich ist: Der Winter kommt bestimmt. Dann freue ich mich so sehr über die sonnengelbe Orchidee, die uns zudem noch an einen superschönen Samstagabendbesuch erinnert und die so herrlich zu Marilyn und ihrem genialen Zitat passt:

Wenn es dann richtig eklig draußen ist, schmeiße ich mir mein Lieblingsteil von Lush ins Badewasser:

und höre die super entspannende Musik von Rumer, die einen mit ihrer Stimme schon fast so kuschlig einhüllt wie die Lieblingsstrickjacke:

Und was schnürt Ihr so in Euer Glückspaket?

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