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Archiv für die Kategorie ‘vegetarisch’

Mein Käsedealer auf dem Wochenmarkt hat eine scharfe Schafskäsepaste im Portfolio, die inoffiziell nur “Die Schwiegermutter” heißt. Sowas von lecker: cremig, scharf, salzig – aber von allem nicht zu viel. Perfekt als Dip, Brotaufstrich oder zum Heimlich-aus-dem-Schälchen-Löffeln…

Nun kenne ich die Schwiegermutter meines Käsedealers nicht. Aber sie muss eine sehr appetitliche, unwiderstehliche und rattenscharfe Dame sein. Anders kann ich mir die Namensgebung nicht erklären… *hüstel*…

Dumm nur, wenn man aus dem Urlaub kommt, der Kühlschrank leer ist und es noch Tage dauert, bis wieder Markt ist. Aber ganz leer ist der Kühlschrank glücklicherweise nie: Feta, ein Rest Harissa von der Döner-Session, Joghurt, Tomatenmark, Gewürze – alles da, um sich eine ganz eigene “Schwiegermutter” zusammenzurühren!

Folgende Zutaten hatte ich noch im Haus:

1 Packung Schafskäse (ca. 200gr, ich mag den bulgarischen Käse, da er so cremig ist)

1 EL Harissa

1 EL Naturjoghurt

1/2 TL Pul Biber (getrocknete Paprikaflocken, scharf!)

2 EL Olivenöl

1 EL Tomatenmark

Zubehör: Küchenmixer, Schraubglas

Zubereitungszeit: 10 min

Alle Zutaten in den Mixer geben und zu einer Paste vermixen. Wenn die Paste zu fest ist, einfach etwas von der Salzlake, in dem der Feta liegt, unterrühren. In ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Schmeckt tatsächlich fast exakt wie beim Käsedealer und ist ein herrlicher Genuss auf frischem Brot, als Dip zu Gemüse  oder als blitzschnelle Pasta-Sauce: einfach zusammen mit etwas Rucola und gewürfelten Tomaten unter die noch heißen Nudeln mischen.

Aber was war das jetzt mit der Geheimzutat aus der Headline?

Ich bin schrecklich schlecht bei allem, was mit “Augenmaß” zu tun hat. Also war mein Schraubglas natürlich zu groß für die Menge an hausgemachter  “Schwiegermutter”. Was tun? Ich hatte noch den gewürzten Kräuter-Schafskäse vom Türken im Kühlschrank:

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Das ist milder Schafskäse, der ganz krümelig und trocken ist. Gewürzt ist er mit Knoblauch, Schnittlauch, Bärlauch – aber sehr dezent. Einige Flocken davon habe ich unter die Paste gemischt, was dem Ganzen noch den letzten Kick gegeben hat! (Und nebenbei auch das Schraubglas vollmachte…)

Die würzigen Käsekrümel schmecken auch aufs Brot (ganz dünn Harissa drunter streichen), in Frikadellen geknetet, zusammen mit Spinat als Nudelsauce, für Aufläufe, als schnelle Saganaki-Variante und und und…

Ein Hoch auf die Schwiegermütter!

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Im Zusammenhang mit dem Welttag des Buches, hat mir der GU-Verlag nicht nur das Verlosungs-Kochbuch “Indien. Küche & Kultur” zur Verfügung gestellt. Sie haben mir auch ein weiteres Kochbuch, das neu im Programm ist, zum Testen geschickt: “Country Basics” von Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut (für 15 € im Buchhandel erhältlich).

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Aus der Reihe kannte ich bisher nur den Band “Oriental Basics”, der einen schönen, leichten und sehr pragmatischen Einstieg in die orientalische Küche bietet. Deswegen war ich gespannt, was sich hinter Country Basics verbirgt.

Ich habe das Buch untersucht mit Blick auf die Idee, die Stringenz des Konzepts, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Nachkochbarkeit der Rezepte. Pro Kategorie gibt es maximal 3 Pluspunkte zu holen. Die führen dann zum Gesamt-Eindruck und der Endnote.

Die Idee: Hier steht ganz die saisonale und regionale Küche im Vordergrund. (Wenn regional hier auch sehr stark mit bayerisch gleichgesetzt zu sein scheint. Oktoberfest, Biergarten, Pflanzerl, Brezn, Datschis finden sich zahlreich wieder, ganz im Gegenteil zu hessischem Handkäs, norddeutschem Labskaus, Dresdner Eierschecke oder rheinischem Sauerbraten.) Unterteilt ist der Band in die vier Jahreszeiten mit vielen Tips zu Gemüse- und Obstsorten, die in der jeweiligen Zeit besonders gut schmecken und ohne weite Transportwege erhältlich sind. Gerade Neueinsteiger oder reine Stadtpflanzen finden die Übersichten zu den “Top 10″ in Frühling, Sommer, Herbst und Winter sicherlich hilfreich. Das Wissen um die Erntezeit von neuen Kartoffeln, Wirsing oder Tomaten ist in Zeiten der ständigen Verfügbarkeit ja leider nicht mehr vorauszusetzen. Hier bekommt “Country Basics” die vollen 3 Pluspunkte.

Quasi als 5. Jahreszeit finden sich am Ende des Buches dann noch Tipps und zahlreiche Rezepte zum Einmachen und Einkochen, um die Genüsse der Jahreszeiten auch länger haltbar zu machen. Etwas nervig sind – nicht nur an dieser Stelle – die ständigen Hinweise darauf, wer sich wann so richtig “country” fühlen kann, etwa dann, wenn man selbst räuchert. *augenroll*

Das Konzept: Aber was ist eigentlich dieses “Country”-Gefühl? Hier werfen die Autoren bio, regional, saisonal, selber machen bunt durcheinander. Mit der Bildsprache (karierte Blusen, Bauernhofidylle, blühende Obstbäume, grüne Wiesen, …) orientiert sich das Buch für meinen Geschmack etwas zu sehr an “Landlust” & Co., also all jenen Magazinen, die Städtern das angebliche Landleben näher bringen wollen. Wer aber wie ich auf dem Dorf groß geworden ist, weiß, dass es “auf dem Land” längst weniger romantisch zugeht, als man das in Berlin Mitte, dem Frankfurter Nordend oder in München Neuhausen gerne hätte: Statt Bio-Hofläden gibt es Supermarkt-Ghettos am Ortsrand, statt jede Kuh mit Namen zu kennen, kämpfen Bauern täglich um’s Überleben, EU-Subventionen und Milchpreis-Dumping. 

Dass sie mit ihrer Apfelbaumidylle auf den Fotos doch etwas zu dick auftragen, haben die Autoren wohl selbst gemerkt und versuchen deshalb, das Ganze ironisch zu brechen – etwa im Vorwort: “Die Vorstellung von ländlicher Idylle spukt wohl hauptsächlich in den Köpfen von Stadtbewohnern herum (…)”. Allerdings nicht, ohne dann doch wieder zu “be country” zu animieren. Durch die häufigen Übertreibungen und das gleichzeitige Zurücknehmen, weil man dann wohl doch gemerkt hat, dass das ganze Country-Konzept zu weit hergeholt ist, wirkt das Kochbuch  unentschieden. Als trauten sich die Autoren selbst nicht zu, das “Country”-Konzept glaubwürdig und ernsthaft zu vermitteln. Übrig bleibt 1 Pluspunkt für die Ironie.

Was gibt’s für’s Geld? Wer weniger kritisch rangeht, erhält viele appetitliche Rezepte und umfangreiche Tipps und Informationen zu einem fairen Preis. Denn das Kochbuch hat nunmal einen wirklich sympathischen Ansatz: saisonale Gerichte – von der leckeren Kleinigkeit zum aufwendigen Hauptgericht – mit einfachen Zutaten, die es auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt gibt. Die Rezepte eignen sich vor allem für Einsteiger, bieten aber auch erfahreneren Köchen schöne Anregungen. Für das Preis-Leistungs-Verhältnis (variantenreiche Rezepte, fairer Preis) gibt es die vollen 3 Pluspunkte.

Die Rezepte: Mit GU-Büchern habe ich bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich habe insgesamt vier Rezepte ausgewählt, die relativ Saison-unabhängig sind: Pilzragout, Breznknödel, Zwiebelbrot mit Ziegenkäse und Laugenbrezn.

Mein Rezepte-Fazit im Detail:

Das Pilzragout war kinderleicht und hat absolut perfekt geschmeckt – nicht so sahnig und schwer, wie man es oft in bayerischen Gaststätten bekommt, sondern leicht und frisch. Ein absoluter Wirtshaus-Klassiker, den es jetzt sicher öfter geben wird. Dieses Rezept hat zu 100% funktioniert.

Die Breznknödel – meine allerersten Knödel überhaupt und deshalb ein echter Härtetest! – waren fluffig und haben extrem gut geschmeckt. Allerdings hätte im Rezept stehen müssen, dass die Breznstücke von altbackenen Laugenbrezn kleingehackt werden sollten. Stattdessen hieß es “in Scheiben schneiden”. Dann sind die Brocken aber zu groß und machen die Knödel sehr unebenmäßig, was wiederum dazu führen kann, dass sie auseinander fallen.

Die Laugenbrezn habe ich unbedingt backen wollen, weil es in ganz Hessen keine Brezn gibt, die auch nur annähernd an die Münchner Varianten herankommen. Ich hatte also Visionen von knusprig, fluffigen Brezn. Das hat aber leider nicht so ganz hingehauen. Das Ergebnis fand ich enttäuschen, obwohl ich mich wirklich 100% an das Rezept gehalten habe: Die Brezn hatten eine wellige Oberfläche, keine schön dunkelbraun glänzende. Außerdem waren sie innerhalb von 2 Stunden zäh. Nachdem ich mir Rat in Backforen geholt habe, liegt der Verdacht nahe, dass der Teig nochmal gut durchgekühlt werden muss, bevor er in der Lauge getaucht wird. Das stand aber so nicht im Rezept. Ob es allerdings wirklich an der Temperatur lag, muss ich noch mal ausprobieren. Geschmacklich waren die Brezn allerdings ok. Ich werde sie auf jeden Fall noch öfter backen, bis ich endlich originale Biergarten-Brezn habe!

Das Zwiebelbrot mit Ziegenkäse habe ich nicht fotografiert. Deshalb darf ich das Foto aus dem Kochbuch abbilden:

Ein sehr leckerer, schnell zuzubereitender Abend-Snack mit einer tollen Mischung aus Zwiebel-Marmelade und Ziegenkäse. Nach dem Rezept waren mir die Zwiebeln noch zu herb, weshalb ich mehr Zucker und etwas mehr Traubensaft mit einkochen ließ. Die Mischung ist auf jeden Fall mein Ding und kommt öfter auf den Tisch.

Das Rezepte-Fazit in der Zusammenfassung: Ein Rezept gelang perfekt, ein weiteres musste für meinen Geschmack etwas nachjustiert werden, die Knödel und die Brezn haben nicht 100% hingehauen. Wer wenig Erfahrung hat, verzweifelt möglicherweise schnell an der knappen und manchmal uneindeutigen Rezeptebeschreibung: Mal ist Butter in Gramm, mal in Löffel-Maß angegeben, Mehl bleibt ohne Typen-Angabe. Die Zubereitungszeit ist realistisch. Positiv aufgefallen ist mir, dass bei den Rezepten für die “5. Jahreszeit” immer auch die Haltbarkeit angegeben ist. Das hilft bei der Planung. Hier steht es unentschieden. Dafür gibt es 1,5 Pluspunkte.

Mein Kochbuch-Gesamt-Eindruck: Wer wirklich tief in die Materie “saisonales Kochen” einsteigen will, der wird in “Country Basic” einige Ungereimtheiten finden und es wohl eher für zu oberflächlich halten. Das Bemühte “be country” geht etwas auf die Nerven. Die ironische Distanz der Autoren wirkt eher hasenfüßig als sympathisch – nicht Fisch nicht Fleisch. Die Schlagseite Richtung Bayern nervt eventuell nur mich nach meinen zehn Jahren München. Mehr Variantenreichtum wäre schön gewesen, stört aber nicht wirklich. Für Einsteiger, als praktische Übersicht und als Anregung für das Kochen nach Jahreszeiten erhält man aber ein schön bebildertes, mit vielen Infos und Tipps sowie leckeren Rezepten versehenes Kochbuch. Ich habe noch mind. zehn Rezepte auf die Nachkochliste gesetzt. Wie immer bei der Basics-Reihe gefallen mir Layout, Bildsprache und Übersichtlichkeit. Daraus ergibt sich…

…das Gesamt-Ergebnis: 8,5 von 12 möglichen Pluspunkten.

Meine Empfehlung: Ich kann mir “Country Basics” als passendes Geschenk vorstellen für junge Leute, die in die erste eigene Wohnung ziehen. Sie bekommen einfache, unkomplizierte Rezepte, mit denen sie sich – von leicht bis anspruchsvoll – für sich selbst und für Gäste, für den WG-Brunch oder für ihr erstes Eltern-sind-zu-Besuch-Dinner ans Kochen herantasten. Auch für junge Eltern mit nicht mehr ganz kleinen Kindern, die dem Nachwuchs das Bewusstsein für saisonale Zutaten und regionale Herkunft beibringen wollen, ist das Buch eine tolle Idee.

Kennt Ihr das Buch und wie hat es Euch gefallen? Habt Ihr andere Quellen für saisonale Rezepte?

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Einige meiner frühesten Erinnerungen stammen aus einem Familienurlaub in Dänemark. Es war 1979 und wir waren mit Sack und Pack – also mit Eltern, 2 Kindern und Großeltern – für drei Wochen in einem Ferienhaus an der dänischen Küste einquartiert.

Ich erinnere mich dunkel daran, dass mein Opa die ultimative Dänen-Nachspeise “Rødgrød med fløde” (also Rote Grütze mit Sahne) gegessen hat. In den Farben des Dannebrog, der dänischen Flagge, ist der Name der Nachspeise auch noch der ultimative Test für alle Dänisch-Schüler. Die Aussprache ist nämlich gar nicht so einfach. Das sollte ich aber erst viiiieeele Jahre später mitbekommen, als ich in Frankfurt Skandinavistik studierte, die Dänisch-Kommilitonen fluchten und die Rote Grütze längst fester Bestandteil der Familientradition war…

Opa aß also seine Grütze und die ganze Familie durfte probieren. Seitdem sind wir allesamt der fruchtig-säuerlich-süßen Grütze verfallen. Meine Großmutter bereitet sie seit Jahrzehnten traditionell als Nachspeise zur Weihnachtsgans zu und nutzt dafür die im Sommer geernteten und eingefroreren Früchte aus dem Garten. Mittlerweile 90jährig lässt sie sich das glücklicherweise nicht nehmen und freut sich darüber, dass auch Neu-Familienmitglieder wie der bEdW der Roten Grütze verfallen – nicht nur zu Weihnachten, sondern dankenswerterweise auch zum Muttertag!

Nur echt ist die Original-Oma-Grütze aus diesem uralten Emaille-Töpfchen, das witzigerweise nur für die Grütze verwendet wird:

Sie ist leuchtend rot und wird mit kühlschrankkalter Milch oder Sahne serviert – an Weihnachten auch mit Vanillesauce!

Für den ultimativen Rote-Grütze-Genuss braucht Ihr folgende Zutaten:

1 kg reife rote Früchte (Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, entsteinte (!!) Sauerkirschen – von letzteren aber lieber wenig – ggf. tiefgekühlte Früchte verwenden)

200 gr Zucker

1 EL Speisestärke zum Binden

Zubehör: Ein ausreichend großer Topf

Zubereitungszeit: ca. 30 min

So geht’s:

Früchte waschen, große Früchte ggf. durchschneiden, von faulen Stellen oder Stielen befreien und ohne zusätzliches Wasser in einen großen Topf geben. Die Früchte langsam und bei höchstens mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Konsistenz leicht marmeladig ist.

Normalerweise benötigt Ihr kein zusätzliches Wasser, da die Früchte genügend Saft abgeben. Falls Euch die Fruchtmasse aber zu “trocken” erscheint, könnt Ihr etwas Wasser hinzugeben. Unbedingt aufpassen, dass nichts anbrennt!. Zucker zufügen und kräftig umrühren, bis er sich auflöst. Topf von der Platte nehmen und Speisestärke (in etwas Wasser oder Fruchtsaft aufgelöst) unter die Grütze rühren. Jetzt wieder auf die Platte stellen und noch mal aufkochen lassen.

Schließlich die Grütze in einen Krug oder eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. Die Haut, die sich bildet, kann später gut untergerührt werden und stört nicht weiter (nicht wie eklige Puddinghaut!).

Falls Ihr merkt, dass die Grütze zu sauer ist (hängt sehr von den Früchten ab!), könnt Ihr noch vor dem Servieren etwas Zucker unterrühren.

Die Rote Grütze ist im Original nicht so dickflüssig und gelatinehaltig wie sie manchmal als Fertigdessert serviert wird. In Dänemark war sie eher wie eine dicke, sämige Suppe – eine richtige Grütze eben!

Mit kalter Milch, Sahne oder Vanillesauce servieren und an schöne Strände, freundliche Menschen, Birkenwälder und die lustige Sprache erinnern – ein herrlich erfrischendes Sommeressen!

(Unnötig zu sagen, dass ich das Foto unter erschwerten Bedingungen und blitzschnell aufnehmen musste: Wer sich nicht sofort auf seine Portion stürzt, läuft Gefahr, keine mehr zu bekommen!)

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Da trifft man sich mit einem Rudel Food-Blogger bei der hochverehrten Astrid und hat keine bessere Idee, als erstmal eine Ladung Ugly Food in die Tupper-Dose zu hauen. Super!

Eigentlich war die Idee ja: Mus aus weißen Bohnen, das ist mediterran, einfach, gut vorzubereiten, vegetarisch und schmeckt jedem. ABER ANS AUSSEHEN HAB ICH NICHT GEDACHT!

Eine weiße Masse in weißer Plastikdose sieht einfach nicht appetitlich aus! (Börek und Obazda gab’s übrigens auch noch. Ein richtig typische “German Abendbrot” Mischung aus exotisch, mediterran und heimisch ;-) )

Dankenswerterweise habe ich es ja mit Gleichverrücktengesinnten zu tun, die alles probieren, überzeugend “hmmmmm” sagen und bei der Präsentation auch mal beide Augen zudrücken können.

Zu meiner Ehrenrettung habe ich dann aber abends zu Hause noch ein Restchen arrangiert, fotografiert und meinen Food-Blogger-Kollegen geschickt:

Immer noch kein Highlight – aber, hey, Ihr hättet es mal in der Tupperdose sehen sollen!

Keinen Abbruch tut das Aussehen übrigens dem Geschmack. Jawoll. Kommen wir mal zum Wesentlichen!

Die einfache italienische Bauernküche, die Cucina povera, macht aus einfachsten, billigsten Zutaten einfach himmliche Gerichte. Das weiße Bohnenmus – klingt Fagioli nicht sowieso gleich besser? – schmeckt herrlich cremig auf leicht geröstetem Weißbrot oder einem Cracker. Etwas Olivenöl darüber und Du bist im Himmel, versprochen!

Dabei kosten die Zutaten für eine große Portion Mus nur Pfennige:

250 gr getrocknete weiße Bohnen (Fagioli)

2 Stengel Salbei

1 Bio-Zitrone

Meersalz

Weißer Pfeffer, frisch gemahlen

1 kl Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Olivenöl

Zubereitungszeit:

10 min Zubereitung (+ 1,5h kochen + Einweichen über Nacht)

Equipment:

Küchenmixer, 1 großer Topf

So geht’s:

Bohnen in viel Wasser und einer großen Schüssel (Bohnen quellen auf!) über Nacht einweichen. Am nächsten Tag abgießen und in viel (frischem!) Wasser zusammen mit dem Salbei lange köcheln lassen, bis die Bohnen gar sind (Das kann dauern). Währendessen Knoblauch und Zwiebel hacken und in Olivenöl anschwitzen. Bohnen abschütten, Salbei entfernen und in einem ausreichend großen Mixer zusammen mit Zwiebeln, Knoblauch, dem Abrieb der Biozitrone und dem Saft der halbierten Zitrone im Mixer zu einem Mus verarbeiten. Salzen und pfeffern, abschmecken. Fertig!

Auf geröstetem Weißbrot mit etwas Olivenöl servieren, zu Gemüse als Dip reichen oder einfach reinsetzen.

Ugly aber sooooo lecker!

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Hurrah! Die Fastenzeit ist vorbei und ich muss nicht länger “Brot” nennen, was ziemlich süß und kuchenartig daherkommt.

Durch Zitronenzesten, gehackte Walnüsse und die (TK-)Blaubeeren ist der Kuchen das Brot herrlich saftig und herzhaft. Meine Variante mit Muscovado-Zucker macht es zudem malzig-karamellig. Sogar der bEdW, sonst eher nicht so mit süßem Zahn ausgestattet, war so begeistert, dass er mich um baldige Wiederholung bat.

Das Originalrezept für eine handelsübliche Kastenform findet Ihr auf dieser Seite.

Ich habe in meiner Variante die Hälfte des Zuckers mit Muscovado-Zucker ersetzt und auch nur rund 100 gr Blaubeeren verwendet. Außerdem habe ich mir den Zuckerguss gespart, weil ich den Laib noch transportieren musste, was einem Guss meist nicht so gut bekommt, wenn man keine professionelle Transportbox für Kastenkuchen hat. Ansonsten habe ich mich erfolgreich ans Rezept gehalten und bin wirklich verliebt in diesen Kuchen dieses Brot.

Ich habe das “Brot” zu Ostern gebacken, um das Fasten zu brechen. Denn jetzt darf ich es auch endlich wieder Kuchen nennen ;-)

Ich wünsche Euch allen noch wunderschöne und erholsame, genussvolle und fröhliche Osterfeiertage!

 

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Willensstärke…58.000 nicht gerauchte Zigaretten...Jahr des Brotbackens und so… Weisste Bescheid, Schätzelein!

Das Buch “Brot” von Bernd Armbrust ist eine wahre Fundgrube für blutige Brotbackanfänger wie mich.

Zudem ruft Zorra zum Bread Baking Day #57 auf. Und erstmals fühle ich mich (back-)fit genug, um Ihr für Ihre Blogwarming-Party etwas Selbstgebackenes zum “Einzug” in das neue Blog-Zuhause mitzubringen. (Wer noch mitmachen möchte, kann das bis einschließlich 1. April tun!)

Besonders gut hat mir bei Bernd Armbrust das “Einfache Vollkornbrot” gefallen, das sich wirklich unkompliziert zubereiten lässt und viele Tage hält, ohne trocken oder fad zu werden. Im Gegenteil: längeres Lagern macht es noch aromatischer!

Einige kleine Abwandlungen habe ich aber natürlich – wie bei jedem Rezept – vorgenommen. Hier der Vollständigkeit halber meine Abweichungen:

Als Brotgewürz, das man auch für Sauerteigbrote und alle anderen herzhaften Brote verwenden kann, habe ich je 1/2 TL Fenchel- und Koriandersamen sowie Kümmelsamen und 1/2 Anisstern gemörsert. Ihr könnt aber auch Pfeffer oder Chili nehmen. Oder jedes andere Gewürz, das Ihr mögt – beispielsweise Kardamom.

Ich habe bei Bernd Armbrusts Brot die empfohlenen 100 gr Alfalfa- oder Linsensprossen weggelassen. Und auch die 90 gr Zuckerrübensirup fand ich am Ende too much. Hier würde ich beim nächsten Mal höchstens 60 gr nehmen. Roggen- und Weizenschrot habe ich komplett durch Weizenschrot ersetzt. Hiervon hatten wir noch so viel von unserem fluffigen Walnussbrot, dass ich mir nicht noch weiteres Schrot ins Haus holen wollte.

Hier also das Rezept in meiner minimal abgewandelten Form für eine ca. 35 cm Kastenform:

500 ml Buttermilch

60 gr Zuckerrübensirup

1,5 Würfel Hefe (entspricht etwa 60 gr)

250 gr Weizenschrot

250 gr Dinkelmehl (Type 630)

50 gr Leinsamen

50 gr Sesamsamen

75 gr Sonnenblumenkerne

2 TL Salz

1 TL Brotgewürz

1 TL Butter zum Einfetten

2 EL Haferflocken

Für die Zubereitung benötigt Ihr insgesamt etwa 3 Stunden Zeit. (Das gilt als schnell! Es gibt auch Brote, bei denen muss der Teig 15 Std. gehen)

So geht’s:

Buttermilch und Zuckerrübensirup lauwarm erwärmen und die Hefe darin auflösen. Schrot, Mehl, Leinsamen, Sesamsamen und Sonnenblumenkerne in einer großen Schüssel vermischen. Buttermilch-Zuckerrüben-Hefe-Mischung unterrühren. Salz und Brotgewürz hinzugeben. Alles gut verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur für mindestens eine Stunde gehen lassen.

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Dabei ein Backblech mit Wasser benetzen und ebenfalls mit erhitzen. Dadurch entsteht Wasserdampf, der dem Brot eine schöne Kruste gibt. Wer lieber mit der Sprühflasche Wassernebel in den Ofen sprüht, kann das natürlich auch tun.

Kastenform mit Butter fetten und mit den Haferflocken auskleiden. Das funktioniert am besten, indem man die Haferflocken in die gefettete Form gibt und dann hin und her rüttelt, bis die Seitenwände bedeckt sind.

Das Blech mit dem Wasser aus dem Ofen nehmen und die Kastenform auf das Rost auf mittlerer Schiene ca. 15 min backen. Dann auf 200 Grad herunterdrehen und etwa 1 Std und 15 min backen. Wird das Brot zu dunkel, mit Backpapier abdecken. Nach der Garzeit gut auskühlen lassen.

Das Brot schmeckt am besten, wenn man es einen Tag ziehen lässt. Es riecht aber so herrlich, dass das wirklich schwer fällt!

Laut Armbruster kann man es auch wunderbar einfrieren. Dafür nach dem Auftauen bei Zimmertemperatur einfach noch einmal für 10 min bei 180 Grad aufbacken. Wäre doch perfekt für das lange Osterwochenende, oder nicht?

Das Einfrieren lohnt sich, da die 1,25 kgr Brot sehr kompakt und sättigend sind. Wir haben locker eine Woche davon gegessen. Letzte Reste können auch für das “Besoffenes Eichhörnchen”-Dessert verwendet werden.

Bread Baking Day #57 - Blogwarming Party - please bring Bread! (Last day of submission April 1st, 2013)

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Als wir unser thailändisches Weihnachtsmenü zusammengestellt haben, haben wir eine Suppe wieder verworfen: Gaeng Preowan Tao Hou aus “Stylish Thai in Minutes”. Die Suppe ist herrlich leicht, aromatisch und schnell zuzubereiten. Allerdings war sie zu dem säuerlichen Kaeng Phanaeng Neua dann doch zu sauer.

Als schnelles, leichtes Abendessen ist sie jedoch perfekt!

Im Original wird die Suppe mit 110 gr weichem weißen Tofu zubereitet. Wir hatten aber keinen mehr im Vorrat und hatten zudem Lust auf Garnelen, die wir noch im TK-Fach hatten. Ursprünglich ist die Suppe aber rein vegetarisch.

Für unsere Variante, die für 2 als leichtes Abendessen reicht oder für 4 in einem mehrgängigen Asia-Menü, benötigt Ihr folgende Zutaten:

500 ml hausgemachte Gemüsebrühe

2 TL Mehl

8 gegarte Garnelen ohne Kopf und Schale, entdarmt

4 EL in kurze Streifen geschnittene Bambuswurzel (Asialaden. Bitte nicht die eingelegten, geschnittenen verwenden)

1 rote Paprikaschote, entkernt und in kleine Rauten geschnitten

2 Frühlingszwiebeln, fein in Scheiben geschnitten

1 EL leichte Sojasauce

1 EL Reisessig

1 TL Palmzucker

1/2 TL weißer Pfeffer

etwa 25 gr eingelegter Kohl (“pickeled cabbage”, Asialaden), grob gehackt

So geht’s:

Brühe in einem Topf zum Kochen bringen und das Mehl einrühren, um sie etwas anzudicken. Alle weiteren Zutaten einrühren und erhitzen. In Suppenschalen servieren.

Das Ganze geht so schnell, dass man kaum zum Tischdecken kommt während der Zubereitung. Die Säure mag nicht jedermanns Sache sein, aber sie macht die Suppe herrlich erfrischend. Eine echte Bereicherung für unser Küchen-Repertoire.

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Keine Angst, ich stimme nicht schon wieder mein Liebeslied mit dem Titel “Oh, Tarte, mon amour” an. Obwohl ich durchaus Lust dazu hätte!

Kein Gebäck geht mir mittlerweile schneller von der Hand. Bei keinem bin ich sicher genug, um auch mal freestylen zu können.

Sonntagabends wollte ich neulich schnell und unkompliziert eine vegetarische Tarte für meine Kollegen backen, um ihnen den Montagmorgen zu verschönern (und als Dankeschön für das obligatorische Geburtstagsständchen).

Schnell. Unkompliziert. Vegetarisch. Damit kann ich arbeiten. Also, mittlerweile.

Am Rand muss ich noch etwas arbeiten. Der ist gebröselt. Aber sonst fand ich sie ganz hübsch:

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Der Mürbeteig für den Boden ist schnell gemacht aus Butter, Mehl, Ei und etwas Salz. Das Rezept findet Ihr hier.

Für den Belag habe ich verwendet:

etwa 200 gr TK-Spinat (auftauen lassen und ausdrücken)

80 gr geriebener Parmesan

100 gr Ziegenkäse von der Rolle

2 EL Creme Fraiche

3 Eier

Muskatnuss, gerieben

Salz

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Wenn der Mürbeteig auskühlt, alle Zutaten in einer Schüssel sehr gut miteinander vermischen. Währendessen den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Masse auf den ausgekühlten Boden geben und glatt streichen. Auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen.

Die Tarte schmeckt lauwarm oder auch am nächsten Morgen kalt. Sie war zumindest ratzfatz aufgegessen! :)

Und jetzt alle: “I LOVE VEGGIE TARTE” *sing*

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Manchmal wache ich schweißgebadet nachts auf und fürchte, dass Gruner + Jahr die Website ihres Magazins Brigitte abgeschaltet haben könnte.

Nicht, dass ich dort ständig vorbeisurfen würde. Ich habe sogar nach vielen Jahren mein Abo gekündigt, da sich die Stories, Rezepte und Einrichtungstipps doch schrecklich wiederholen… Aber es gibt da dieses eine Rezept, das bitte NIEMALS offline gehen darf.

Ich habe den Link dazu selbst hier schon mal verbloggt. Das Original findet Ihr (noch!!!) auf der Brigitte-Website.

Natürlich habe ich es mir auch ausgedruckt. Aber Zettel können verbrennen, sich in Wasser auflösen, gestohlen werden, hinter die Heizung rutschen oder einfach verschwinden!

Und jetzt kommt mir nicht mit “Merk’ es Dir doch einfach!”. Ich bin froh, wenn ich überhaupt etwas Gescheites aus dem Backofen ziehe. Da merke ich mir nicht noch Backrezepte!

Deshalb – und weil meine kleine Fressseite mein persönliches Rezeptebuch ist – poste ich jetzt hier mein (minimal abgewandeltes) Rezept der phänomenalen, süchtig machenden, hervorragend zu Wein passenden würzigen Cookies mit Ras el Hanout. Danke, Brigitte!

Zutaten:

250 gr weihe Butter

2 Eier

375 gr Mehl (ich nehme Type 550)

1 TL Backpulver

2 TL Ras el Hanout

kräftige Prise frisch gemahlener Tellycherrypepper

1 gestrichenen TL Salz

90 gr geriebenen Parmesan

60 gr getrocknete Tomaten, sehr klein geschnitten (Update: Keinesfalls die in Öl eingelegten getrockneten Tomaten verwenden, sondern die ganz trockenen getrockneten!!)

120 gr milde Walnusskerne, grob gehackt

Blättchen von 6 Stengeln Thymian

So geht’s:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver, Ras el Hanout, Pfeffer, Salz und Parmesan vermischen. Die weiche Butter mit dem Handquirl aufschlagen und die Eier unterrühren. Mehl-Mischung unterrühren. Tomaten und Walnüsse sowie den Thymian in den Teig kneten.

Etwa eine Walnuss-große Menge Teig in den Händen kugeln und auf ein Backblech mit Backpapier setzen. Platt drücken und den nächsten Teigklumpen in einiger Entfernung daneben platzieren. Volles Blech auf mittlerer Hitze etwa 10 min backen. Die Kekse anschließend gut auskühlen lassen und in einem Glas oder in einer Keksdose aufheben.

Jetzt hoffe ich nur, dass WordPress niemals seine Website abschaltet. AAAAAAAAHHHHHHH!!!!!

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Stullen-Report

Meine Liebe zu Brot kennt der geneigte Leser mittlerweile. Und weil wir die freie Woche aktuell für ein paar Schönheitsarbeiten in der Wohnung nutzen, bleibt auch mal die Küche kalt.

Dann gibt es eine leckere Stulle mit hausgemachtem Paprika Chutney, gehobeltem jungen Manchego-Käse und einigen Salatblättern.

Geht auch mal…

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