Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Vietnamesisch’ Category

Heute ist Nikolaustag. Deshalb stecke ich Euch in Eure virtuellen Stiefelchen ein ganzes exotisches Menü!

Im letzten Jahr haben wir mit der jahrzehntelangen Tradition “Kalte Leckereien aus der Frankfurter Kleinmarkthalle” gebrochen und an Heiligabend für die Familie thailändisch und vietnamesisch gekocht. Herausgekommen ist ein 5-Gang-Menü plus Aperitif, das in Teilen gut vorzubereiten ist und ein bisschen Exotik unter den Weihnachtsbaum zaubert. Außerdem regt es zu Diskussionen, vielen Fragen und jeder Menge Interaktion an. Vielleicht ist das ja eine kleine Inspiration für Euch…

Oder steht Euer Weihnachts-Menü-Plan schon? Was gibt es bei Euch zu Weihnachten?

Der Aperitif: Singapore Sling

singapore-sling-e1358504644207

Nach der Negroni-Orgie 2011 ist es fast schon eine Tradition in der Casa German Abendbrot, am 4. Advent so lange die richtige Zusammensetzung des Weihnachts-Aperitifs zu suchen, bis wir rotzbesoffen angeschickert auf der Couch liegen. Der Singapore Sling ist ein Bar-Klassiker, der mit einer ganz leicht herben Note die Geschmacksknospen öffnet. Yummy! (Das Foto ist nicht von ungefähr unscharf… Kinners, ich sag’ Euch…)

Leider immer noch unverbloggt: Der Appetizer: Mit Schweinehack und Gemüse gefüllte, gedämpfte Wan Tans mit zwei verschiedenen Dips.

Die Suppe: Tom Kha Gung

tomkhagung-e1358091215428

Die säuerlich-scharfe Suppe wärmt schön auf und macht Lust auf noch mehr Exotik. Hausgemacht schmeckt der Thai-Imbiss-Klassiker herrlich aromatisch und abwechslungsreich. Besser bekommt man sie nur im Jasmin in München.

Der Salat: Yam Gai

thaisalat-e1357246781942

Der thailändische Hühnchensalat ist erfrischend und belastet nicht, wenn schon ein erstes Sättigungsgefühl einsetzt. Außerdem lässt er sich prima vorbereiten. Fazit: Macht viel her aber keinen Stress. Perfekt für ein entspanntes Heiligabend-Menü.

Der Salat II: Octopussy

octopussyii

Ok, das ist natürlich nicht der offizielle Name. Der heißt laut Kochbuch lapidar “Tintenfischsalat mit Sesam”. Aber wie langweilig ist DAS denn bitte? Für Octopussy muss man ziemlich schnippeln. Aber auch hier lässt sich alles gut vorbereiten. Und die Frische gepaart mit dem feinen Sesamaroma ist eine echte Offenbarung. Mehr zur Namensherkunft dieses Salates erfahrt Ihr übrigens unter dem o.g. Link ;-)

Endlich! Das Hauptgericht: Kaeng Phanaeng Neua mit Gurkenrelish

curry-paenang-e1358505513595

Diese säuerlich-scharfe Curry ist optisch etwas ungewöhnlich, aber eine wahre Aromaexplosion, die mit dem süßlichen Gurken-Relish wirklich das Highlight des Menüs war. Es ist absolut nichts übrig geblieben. Könnte es ein besseres Zeichen dafür geben, dass es allen geschmeckt hat?

Das Dessert: Zartbitter-Schoko-Fondue mit frischen Früchten (unfotografiert, unverbloggt)

Es muss nicht immer die gute deutsche Tradition “Würstchen mit Kartoffelsalat” sein. Manchmal darf man auch unterm Tannenbaum von fernen Ländern träumen…

Read Full Post »

Vietnam muss ein Königreich für Suppen-Fans sein! Wir können jedenfalls kaum erwarten, einmal dorthin zu reisen, so begeistert sind wir von den Suppen, die wir bisher in unserem Lieblingsrestaurant “Jasmin” gegessen oder selber zubereitet haben. Eine großartige Rezept-Quelle ist übrigens das bereits häufig an dieser Stelle empfohlene GU-Kochbuch “Vietnam: Küche und Kultur”.

Eine interessante Suppenvariante ist Chao Bap Voi Tom Thit, eine Suppe mit Mais und Shrimps, die sehr schnell zubereitet werden kann (in weniger als einer halben Stunde!), voller Aromen steckt und richtig satt macht.

Wir haben zusätzlich zum Rezept noch etwas Schärfe und Säure hinzugegeben, weil der Mais die Suppe doch recht süß macht. Die Ergänzungen habe ich in der Zutatenliste kursiv hervorgehoben.

Zutaten für zwei große Suppenschalen als Hauptgericht:

1 l Hühnerbrühe

1 Dose Maiskörner (etwa 200gr, abgetropft)

200 gr geschälte, entdarmte Shrimps

4 Frühlingszwiebeln

1/2 Bund Koriander

Salz, Pfeffer

2 Eier (M oder L)

1-2 EL Limettensaft

1 TL Chilisauce

So geht’s:

Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hälfte der Maiskörner hinzugeben und pürieren. Einige Minuten köcheln lassen. Korianderblätter hacken. Frühlingszwiebeln waschen und fein hacken. Die zweite Hälfte der Maiskörner, Shrimps und Zwiebeln in die Suppe geben und alles erhitzen. Salzen und pfeffern. Chilisauce unterrühren. 2 Eier verkleppern und unter Rühren vorsichtig in die Suppe laufen lassen. Mit dem Limettensaft abschmecken, in einer Schale anrichten und mit Koriandergrün garniert servieren.

Wer keine Chilisauce oder Chiliöl zu Hause hat, schneidet Vogelaugenchilis in hauchfeine Streifen. Aber Vorsicht! Das Zeug hat’s in sich.

Read Full Post »

So, und jetzt 3 x schnell hintereinander: Khao Phat Kung Naam Phrik Phao!

Klappt nicht? Don’t worry. Schmeckt auch, wenn man es einfach scharfen Garnelenreis nennt :) Ein Klassiker der Vietnam-Küche, den es in vielen Varianten gibt.

Das Gericht eignet sich besonders gut, wenn man noch Reis vom Vortag übrig hat. Ansonsten muss man ihn erstmal ansetzen und über Nacht ziehen lassen bzw. morgens machen und abends verwerten. Ein bisschen Planung braucht’s also schon – oder eben Reste von gestern.

Aber von vorne. Hier die Zutaten für zwei Personen:

200 gr rohe Garnelen

3 EL Pflanzenöl

4 Knoblauchzehen

1 Schalotte

400 gr gekochter Reis

1 EL helle Sojasauce

etwas Palmzucker

1 große rote Chili

2 Frühlingszwiebeln

2 TL Chilisauce (s.u.)

Für die Chilisauce (Naam Jim Phrik):

100 ml Öl

2 Schalotten, klein gehackt

2 Knoblauchzehen, zerdrückt

20 gr getrocknete Chiliflocken

1 TL Palmzucker

Prise Salz

Das Öl in einem Topf erhitzen und Schalotten und Knoblauch anbraten. Chilis und Zucker unterrühren und mit dem Salz abrunden (abschmecken wollt Ihr nicht wirklich! Glaubt’s mir bitte!) In ein Glas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich einige Wochen und kann für viele asiatische Gerichte verwendet werden.

Weiter geht’s mit dem Garnelenreis:

Knoblauch hacken. Schalotte und Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Chili entkernen und ebenfalls in feine Ringe schneiden. Garnelen schälen, am Rücken aufschlitzen und den Darm rausholen – nicht komplett durchschneiden! Öl im Wok erhitzen und Knoblauch sowie die Schalottenringe nicht zu heiß anbraten. Die Chilisauce (etwa 2 TL – mehr kann man dann immer noch dazunehmen. Vorsicht, das Zeug ist SCHARF!) zufügen und unter Rühren anbraten, bis sich die Aromen freisetzen. Die Hitze hochschalten und die Garnelen anbraten, bis sie rosa sind. Jetzt den gekochten Reis, die Sojasauce und den Zucker hinzufügen. Rote Chiliringe und Frühlingszwiebeln unterheben und alles gut mischen.

Gegebenenfalls noch mit Chilisauce abstimmen und sofort heiß servieren.

Wer Reis übrig und die Sauce im Kühlschrank hat, kann das Gericht blitzschnell zubereiten – dauert etwa 20 Minuten mit all der Schnibbelei. Deshalb lohnt es sich, mal etwas mehr Reis am Wochenende zu kochen, um unter der Woche ein schnelles, gesundes Abendessen zu haben.

Read Full Post »

Manchmal lehne ich mich sehr gerne zurück und lasse mich vom bEdW bekochen. Dann habe ich Zeit für andere sinnvolle Dinge wie Wintermäntel im Keller suchen, Weihnachtsdeko hochschleppen, bügeln oder Fingernägel lackieren. Wie schön, wenn man dann trotzdem was Feines aufm Tisch hat (ich meine jetzt das Essen, nicht den bEdW :-))

Als leichte Zwischenmahlzeit gab es den Tintenfischsalat vietnamesischer Art. Weil das an sich schon recht aufwendig ist, habe ich generös einer schnelleren Hauptmahlzeit zugestimmt.

Es gab asiatische Chili-Nudeln mit Rinderhüfte und Koriander – ein Wahnsinnsaroma- und geschmackserlebnis:

Zutaten:

Etwa 200 gr Chili-Nudeln (Asialaden – wer es weniger scharf mag, nimmt normale Reisnudeln oder Bandnudeln)

4 Knoblauchzehen

4 Schalotten

jeweils 2 rote und grüne Chilischoten (sollten schon ein bisschen “Rumms” haben – wer es scharf mag, nimmt insgesamt 2 Vogelaugenchilis)

Koriander

250 gr Rinderhüfte

ein daumengroßes Stück Ingwer

4 EL neutrales Pflanzenöl (Raps oder Sonnenblume)

2 EL Austernsauce

2 EL Fischsauce

1 EL Zucker

1 EL Reisessig

1 TL gekörnte Brühe

So wird’s gemacht:

Die Reisnudeln nach Packungsangabe zubereiten und zur Seite stellen (sollten noch Biss haben). Knoblauch, Schalotten und Ingwer schälen und fein hacken. Chilischoten entkernen und fein hacken. Alles zusammen im Mörser zerreiben oder in der Küchenmaschine zu einem Brei zerkleinern. Koriander waschen, abtupfen, Blätter abzupfen und grob hacken. Das Fleisch trockentupfen und in Scheiben schneiden.

Das Öl im Wok erhitzen und die Knoblauch-Zwiebel-Chili-Ingwer-Paste unter Rühren anbraten, bis es merklich duftet. Das Fleisch unt etwas Salz dazugeben und unter Rühren anbraten.

Die Reisnudeln untermischen und mit den übrigen Zutaten (außer dem Koriander!) würzen. Alles gut unterrühren und abschließend mit dem Koriander mischen. Sofort servieren.

Schmeckt übrigens auch mit Thai-Basilikum!

Ein leichtes und sehr leckeres, wärmendes Essen, das auch abends schnell zubereitet ist.

Oder wie ein chinesisches Sprichwort sagt: Ein scharfes Essen stillt dreifachen Hunger.

Read Full Post »

Wenn schon Octopussy, dann richtig. Nach dem letzten Tintenfisch-Rezept will ich Euch auch den 2. Teil des Abends nicht vorenthalten:

Das warme Gericht ist eine herrlich leichte Mahlzeit für warme Tage oder wenn es auch einfach nur mal schnell gehen muss. Dabei sind Gemüse und Fisch sehr gesund, ohne zu belasten. Passt also auch abends mal gut ins Programm.

Zutaten für 2 Personen (ohne Vorspeise):

400 gr runde Reisnudeln (bun)

400 gr Tintenfischtuben

200 gr Radieschen oder Rettich

6-8 Frühlingszwiebeln (idealerweise die dünnen asiatischen, es gehen aber auch die normalen)

1 Bund Koriander

4 EL Öl

1 EL Pfefferkörner, Salz

1-2 EL Fischsauce

4 EL Gemüsebrühe oder Wasser

So geht’s:

Nudeln nach Packungsangabe garen (meist heißt das, dass sie einige Minuten eingeweicht werden. Das variiert aber stark!). Tintenfisch waschen, Tuben längs aufschneiden, so dass man eine flache Fläche hat und mit einem scharfen Messer ein Rautenmuster einritzen. In mundgerechte Stücke schneiden. Radieschen in feine dünne Stifte schneiden. Frühlingszwiebeln in etwa 5 cm große Stücke schneiden. Korianderblätter abzupfen. Pfefferkörner im Mörser anstoßen und mit einer Prise Salz vermischen. Tintenfisch mit der Pfeffer-Salz-Mischung einreiben. Öl in einem Wok stark erhitzen und den Tintenfisch darin kurz anbraten. Radieschen und Zwiebeln kurz mit anbraten. Fischsauce und Brühe zugeben. Nudeln abgießen, etwas abtropfen lassen und in den Wok dazu geben. Alles noch mal mischen, anrichten und mit Koriander bestreuen.

Das Rezept stammt aus dem extrem empfehlenswerten – und auch schon einige Male erwähnten – GU-Kochbuch “Vietnam. Küche & Kultur“.

Read Full Post »

Der bEdW und ich sind große James-Bond-Fans. Ehrlich! Alleine das Bond-Theme lässt uns schon vor Begeisterung quietschen. Und es gibt wenig Entspannenderes als einen gemütlichen Couch-Abend mit lecker Knabberzeug, hochprozentigen Getränken und sinnlosem Bond-Plot. Natürlich müssen wir an dieser Stelle nicht ernsthaft über meinen Lieblings-Bond diskutieren (warum, denkt Ihr wohl, war ich im Kloster Eberbach ;-) ). Aber besonders schön sinnbefreit sind die Filme mit Roger Moore als 007. Und Octopussy ist ganz große Bond-Ware!

Octopussy hat nicht nur einen der absurdesten Namen eines Bondgirls (ok, Pussy Galore ist auch großartig!), sondern auch Szenen in Indien, Tiger, fiese Bösewichte, indische Kampfamazonen und eine Prügelszene in einem Zirkus-Zug-Waggon, die später herrlich in “Indiana Jones 3″ (mit River Phoenix als jungem Indy und – na wer weiß es? – Sean Connery!) persifliert wurde.

Aber allem voran: DIE KRAKE!! (Der Krake?) Vergesst mir Paul, den WM-Tip-Tintenfisch. Ich liebe Octopussy.

Und wenn es bei uns Tintenfisch, Calamar, Octopus oder Squid gibt, heißt es: “Heute gibt’s Octopussy!” Weil diesmal der bEdW mit Kochen dran war, blieb mir Zeit, die ganze Zeit an der Kochinsel zu stehen und das James-Bond-Theme zu “singen”. Natürlich mit besonderer Dramatik, wenn der Tintenfisch im Wok landet!

Was es zu essen gab? Ach ja, da war noch was…

Also: Der bEdW hat einen feinen Octopussy-Salat mit Sesam und vielen Kräutern gemacht aus dem Kochbuch “Köstlich fernöstlich!”

Weil ich sehr hungrig und außerdem ja mit der Singerei beschäftigt war, ist das Foto nicht so appetitlich wie das Essen selber. Aber es wurde sofort in unser Repertoire aufgenommen, weil es uns beide echt umgehauen hat, so frisch und lecker war das!

Hier die Zutatenliste für 2 Personen:

1 rote Chilischote

1/2 grüne Paprikaschote

50 gr Kenia-Bohnen

50 gr Zuckerschoten

2 Rotkohlblätter

2 Chinakohlblätter

1 Nori-Blatt

einige Minze- und Korianderblätter

1/4 Stängel Zitronengras

1 EL Sesamöl

2 EL Fischsauce

1 EL Limettensaft

1/4 l Reisessig

250 gr Tintenfisch (Tuben – gerne mit Ärmchen)

2 TL Rapsöl

2 EL Erdnüsse (wir hatten alternativ Cashew-Nüsse)

1 EL Sesamsamen

Salz, Zucker

Eine ziemlich lange Liste. Zumal man dann da steht mit einem angebrochenen Chinakohl und einem Kopf Rotkohl. Also am besten schon mal darüber nachdenken, was mit den “Resten” angefangen werden kann. Der Einkauf lohnt sich aber, weil es sooo lecker war.

Und so geht’s:

Bohnen, Rotkohlblätter und Zuckerschoten blanchieren. Dieses sowie das Nori-Blatt, Chilischote , Chinakohlblätter und Paprikaschote in sehr feine Streifen schneiden. Minze und Koriander fein hacken. Dann habt Ihr schon mal die schlimmste Arbeit hinter Euch und einen Berg frischester Knack-Zutaten vor Euch:

Dieser Geruch und die Farben sind die Schnippelei schon wert. Jetzt geht’s an die Sauce: Dafür das Zitronengras sehr fein hacken. Mit Sesamöl, Fischsauce, Limettensaft, Essig, etwas Zucker verrühren. Alles über das Streifen-Gemüse geben und ziehen lassen.

Währendessen den Tintenfisch-Tuben in mundgerechte Stücke schneiden und kreuzweise leicht einritzen. Falls Ihr Ärmchen habt, zerteilt Ihr die einfach auch in mundgerechte Stücke. Öl im Wok stark erhitzen und die Tintenfischstücke kurz anbraten. Parallel die gehackten Erd- oder Cashewnüsse anrösten, zur Seite stellen und schnell noch die Sesamsamen anrösten. Den Salat anrichten, den Tintenfisch darüber verteilen und mit Nüssen und Sesam bestreut servieren!

Das Gericht ist sehr leicht und eine schöne Vorspeise oder Teil eines asiatischen Menüs. Wenn man nicht allzu viel Hunger hat, reicht es auch als leichtes Abendessen.

Read Full Post »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 286 Followern an

%d Bloggern gefällt das: