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…wenn der kleine pinke Luftballon im Bach liegt.

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Ich liebe es Gewürzmischungen frisch herzustellen. Wenn ich mir den Turban zurechtrücke und in meiner imaginären Maharadscha-Küche eine kulinarische Reise nach Indien antrete, ist der Mörser permanent im Einsatz, um frische oder getrocknete Gewürze – angeröstet oder nicht – zu einer geschmacksexplosionsartigen Mischung oder einer Paste zu mischen.

Manchmal muss es aber auch bei mir ein bisschen schneller gehen. Dann greife ich gerne auf meine hausgemachten Gewürzmischungen zurück, die sich in einem dunklen Glas auch so gut einige Wochen halten, ohne an Aroma zu verlieren. So habe ich beispielsweise immer zur Hand das scharfe Madras Curry, das rauchigere Ceylon Curry oder das warme Garam Masala.

Seit einigen Wochen habe ich mir aber noch eine weitere Gewürzmischung zusammengestellt:

Die hausgemachte Chili-Gewürzmischung für alle Fälle!

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Für etwa 75 gr dieser scharf-heißen Gewürzmischung benötigt Ihr:

Scharfes Chilipulver

Salz

getrockneten Oregano

Kreuzkümmel

getrocknete Knoblauchflocken

Zwiebelsamen (schwarz)

rosenscharfes Paprikapulver

Salz, Chili und Kreuzkümmel sollten den Hauptanteil liefern. Alle anderen Zutaten könnt Ihr je nach Gusto dosieren. Bloß nicht zu dogmatisch sein!

Und jetzt? Alle Zutaten in einem Mixer (oder dem Mörser) zermahlen, bis sie gut miteinander vermischt sind.

Wozu passt es? Ich nehme die Gewürzmischung natürlich für mein Chili con Carne. Ihr könnt zusammen mit etwas Olivenöl daraus aber auch ein Rub für Grillfleisch machen. Oder eine Prise über Bratkartoffeln geben. Oder einem Frischkäse einen ordentlichen Kick geben. Oder einem Pizzasugo ordentlich einheizen. Oder…

Obers trifft Sahne wollte wissen “Und wie würzt Du?” Deshalb ist das hier mein Beitrag zum gleichnamigen Blogevent.

 

 

I love Frankfurt

… und lass die Woche auf Frankfurts Hausberg Lohrberg ausklingen. #bliss

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Kartoffelsalat reloaded

Hach, es gab lange keinen Kartoffelsalat auf meiner kleinen Fressseite (höhö, kleiner Scherz!). Weil aber immer wieder in diversen Facebook-Food-Gruppen ein kleiner Glaubenskrieg wütet rund um den “richtigen” Kartoffelsalat, muss ich jetzt mal wieder den hessischen hervorkramen. Den original hessischen Kartoffelsalat nach Rezept meiner Mutter und Großmutter natürlich. Das ist mir immer noch der aller, aller liebste! Ihn hatte ich ganz in den allerersten Anfangstagen des Blogs vor über vier Jahren verbloggt. Ein neues Foto, eine leichte Abwandlung – damit setze ich meine kleine Reloaded-Reihe fort:

Kartoffelsalat

Das Originalrezept gibt es hier.

Daran muss gar nichts verbessert werden.

Aber diesmal gab es ein paar frische, gehackte Balkonkräuter dazu (Pimpinelle, Borretsch, Sauerampfer, Petersilie) sowie ein Löffelchen Senf in die Brühe. Der bEdW wollte den Kartoffelsalat etwas schlotziger. Also wurde mehr Brühe zugegeben, immer wieder umgerührt und ziehen gelassen.

Ich LIEBE ihn einfach (den Kartoffelsalat UND den bEdW)! Und wer nach Varianten sucht (vom Kartoffelsalat!), weiß ja, wo er fündig wird ;-) (siehe oben)

Bembel

Wie? Guacamole gibt’s noch nicht im Blog? Höchstens mal in Nebensätzen. Aber so richtig als Star im Rampenlicht stand sie bisher noch nicht. Dabei ist sie doch so hübsch!

Guacamole

Meine Guacamole-Erweckung hatte ich Dank meiner Cousine, die uns vor etwa – moment, ich muss rechnen – 25 Jahren (oh Gott!) mal zum Grillen mit einer hausgemachten Guacamole beglückt hat. Ich hatte vorher nie etwas Vergleichbares gegessen. Dieser absolut einzigartige Geschmack. Dazu die Konsistenz. Zusammen mit leicht geröstetem Weißbrot oder natürlich mit Nacho-Chips (gab es die schon vor 25 Jahren?) macht sie mich einfach sehr, sehr glücklich!

Sie passt auch herrlich zum Chili con Carne oder zu Gegrilltem.

Wie mache ich die Guacamole?

2 reife Avocado

1 gestrichener TL Salz

1/2 TL scharfes Chilipulver

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel

1/2 TL scharfes Paprikapulver

2-3 EL Zitronensaft

1/2 Zehe Knoblauch, gequetscht

Einige Spritzer Tabasco

Die Mengenangaben sind Circa-Angaben. Wer es weniger scharf mag, lässt den Tabasco weg. Wer es salziger mag, nimmt mehr Salz usw. Klaro, oder?

Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch aus der Schale kratzen. Alle Zutaten in einen hohen Becher füllen und pürieren. Oder, wenn Ihr es stückiger mögt, mit einer stabilen Gabel alles zusammen in einer flachen Schüssel zerquetschen. Wer mag, würfelt noch eine Tomate darunter.

Guacamole mag längst zum Standard-Repertoire auf jedem Party-Buffet gehören. Aber mich erinnert sie immer an dieses aller erste Mal. Und wenn ich so ein sanftes, grünes Schälchen vor mir habe (der bEdW HASST Avocados!), muss ich es einfach wegessen! Wie gut, dass die Avocado auch noch gesund ist ;-)

PS: Vergesst den Schmarrn mit dem Kern. Das hilft NULL gegen das Verfärben. Zumindest bei mir. Am besten vor dem Servieren noch mal gut umrühren oder gleich nach Zubereitung essen. Ansonsten wird die G. halt einfach etwas bräunlich. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch!

Meine kleine Reihe mit “neu”-verbloggten Klassikern geht weiter. Die wunderbare Spaghetti Carbonara, die mir der bEdW immer dann zubereiten muss, wenn mein Tag mal ganz besonders sch***e war oder der Himmel grau, das Wetter eklig, die Heizung kaputt ist. Deswegen habe ich die ultimative Carbonara natürlich vor gefühlten 100 Jahren verbloggt. Ein aktuelles Foto tut also Not:

Carbonara

Das Rezept stammt von Rainer und Danielle, einem befreundeten italienischen Paar, das in grauer Vorzeit dem bEdW in die Geheimnisse der “echten” Carbonara eingeweiht hat. Zu unserer Ehrenrettung sei gesagt: Nein, wir machen keine Sahne an die Carbonara. Aber wem die Sauce dann nicht schlotzig genug ist. Oder wer einfach den Geschmack von Sahne mag. Oder wer noch etwas Sahne im Kühlschrank hat und Reste verwerten will, der sollte sich auch nicht gleich Asche aufs Haupt streuen und geißeln müssen, bloß weil er Sahne dran macht.

Schöner ist aber so:

2 Eier (komplett)

3 Eigelb

ca. 250 gr geräucherter Bauchspeck

geriebener Parmesan (eine Männerhand voll – tolle Mengenangabe, ich weiß. Aber der bEdW wiegt halt nie irgendwas und kocht frei Schnauze)

Muskatnuss, Salz, Pfeffer, Spritzer Olivenöl

Schwarte vom Bauchspeck entfernen und in kleine Bröckchen würfeln. Eier verkleppern, mit Parmesan, Gewürzen zu einer homogenen, nicht zu flüssigen Masse verrühren. Falls es sehr flüssig ist, noch etwas Parmesan zugeben. Ist sie eher breiig, kann (!) man mit einem Schluck Sahne (ich ruf schon mal meinen Anwalt an! Oder doch besser Amnesty International?) verdünnen.

Speckwürfel in einem Spritzer Olivenöl langsam aber kross ausbraten. Die Würfel sollen richtig knusprig aber nicht zu hart sein.  Spaghetti in der Zwischenzeit al dente kochen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. Jetzt die Ei-Käse-Masse drübergießen und sofort unterheben. Speckwürfel dazu und noch mal alles mischen. Sofort (!) servieren!

Dazu schmeckt Chianti – oder ein eisgekühltes Bier!

Der September war schon als Kind einer meiner Lieblingsmonate: Wir sind durch die Felder gestreift und haben  Pflaumen und Äpfel geklaut gepflückt, die Luft war noch warm, die Tage lang genug, um bis zum Abendessen draußen sein zu können und das neue Schuljahr war noch jung genug, um noch keinen Schrecken zu haben.

Ach, September. Auch heute liebe ich Dich noch! Warum? Erich Kästner hat es in seinem Gedicht “September” so herrlich zusammengefasst:

“(…) Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld. (…)”

September heißt für mich: Zwetschgen Pflaumen Quetschekuchen! Was es mit dem besten Pflaumenkuchen der Welt auf sich hat und warum die Rechnung heißt “Oma: 3750 vs. Julia: 10″ lest Ihr hier.

Aber was wäre ein Klassiker, wenn man ihn nicht ab und an abwandeln würde?

Deshalb gab es ihn zur Feier der Pflaumen-, Kastanien- und Apfelsaison bei herrlichstem Spätsommerwetter mit gehackten Mandeln und Whisky-Sahne:

Processed with Rookie

Den Pflaumenkuchen habe ich wie immer gebacken (Rezept hier) und etwa 10 min vor Schluss einige grob gehackte Mandeln auf den Kuchen gegeben.

Für die Whisky-Sahne etwa 200ml Sahne, 1TL Puderzucker, 1 Prise Salz und 1cl Whisky mit dem Handquirl steif schlagen.

Am besten die Sahne zum noch lauwarmen Kuchen servieren!

Lauwarmer Pflaumenkuchen vom Blech, serviert in der Wohnküche meiner Oma, dazu Kaffee aus dem Blümchengeschirr – das ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen.

Und nach denen fragte Sandra From Snugg’s Kitchen in ihrem Blog-Event “Kindheitserinnerungen”. Danke, Sandra, für den “Reminder”! Ich freue mich schon auf die Zusammenfassung des Events. Denn ich lese für mein Leben gern über Essen aus Kindertagen, das viele Foodblogger erst zum Kochen und Genießen (und Bloggen) gebracht hat! (So kam auch mein Kartoffelsalat-Event zustande!)

Kindheitserinnerungen

 

 

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