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Es gibt Gerichte, die sind feste in unserem Küchen-Repertoire. Aus diesem Grund habe ich sie auch in den Anfangstagen des German Abendbrot bereits verbloggt, seitdem hunderte Male wieder gekocht aber natürlich nie mehr gepostet.

Schluss damit! Ich gönne nach und nach in unregelmäßigen Abständen einigen Lieblingsgerichten mal ein neues Foto, ein Update.

Zu meinen allerliebsten Lieblingsgerichten seit Studententagen gehören Spaghetti Puttanesca – die Nudeln nach Hurenart, die auf keiner italienischen Speisekarte fehlen dürfen.

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Warum heißt die Pasta “nach Art der Nutten”? Aus welchem krassen 90er Jahre Kochbuch habe ich das Ursprungsrezept? Seit wann koche ich das Ganze? Und wie sah das Foto im alten Post aus?

Fragen über Fragen, die Ihr hier beantwortet findet. Aber wichtig ist ja, wie es schmeckt: fruchtig durch die Tomaten, herb durch die Oliven, säuerlich durch die Kapern, würzig durch die Sardellen! Eine Pasta-Sauce, die keine Wünsche offen lässt. Und deshalb gibt es hier jetzt auch endlich das Rezept:

Zutaten für 2 Personen (leicht optioniert seit 2010):

250 gr Spaghetti

500 gr sonnengereifte frische Tomaten (im Sommer) oder 1 Dose gestückelte Tomaten

2 gehäufte EL Kapern

2-3 Sardellenfilets (die in Salzlake eingelegten)

4-6 EL schwarze Oliven ohne Stein, grob gehackt oder in Scheiben geschnitten (Am besten nimmt man recht milde ohne Stein. Aber bitte nicht die geschwärzten, die machen nur die Sauce grau)

1 Knoblauchzehe

1 Schalotte

1 Peperoncini

Olivenöl, Salz, Pfeffer

Schluck Rotwein

Kräftige Prise Zucker (hängt von Süße/Säure der Tomaten ab!)

Basilikumblätter, Parmesan (beides nach Belieben)

Zubereitungszeit: rund 30 min

Zubehör: Große, flache Pfanne für das Sugo, Spaghettitopf, Sieb

So geht’s:

Zwiebeln, Knoblauch, Peperoncini, Kapern klein hacken. Sardellen gut abspülen und ebenfalls hacken. Oliven hacken. In etwas Olivenöl zuerst Zwiebeln, Knoblauch, Peperoni anschwitzen. Mit einer Prise Zucker bestäuben. Kapern und Sardellen zugeben und mit anbraten. Alles mit einem Schluck Rotwein ablöschen und ca 1-2 Minuten einköcheln. Oliven und Tomaten zugeben und alles bei mittlerer Hitze ohne Deckel rund 10 Minuten einköcheln lassen. Abschließend mit Salz und Pfeffer sowie etwas Zucker abschmecken. Aber Vorsicht: Kapern und Sardellen sind sehr salzig – also erstmal wenig Salz nehmen!

Jetzt die Spaghetti etwas weniger als al dente kochen, abtropfen lassen und in die Sauce geben. In der Pfanne/im Topf alles gut vermischen und mit gehacktem Basilikum und Parmesan garniert servieren.

Die wunderbar würzigen “Nutten-Spaghetti” verdienen eigentlich wöchentliche Erinnerungs-Posts. Probiert sie doch mal aus und sagt mir, wie sie Euch schmecken!

Die Tomaten sind reif! Was für ein Hochgenuss, sie einfach auf einem guten Sauerteigbrot zu essen. Mit etwas angemachten Zwiebelchen – quasi der “Musik” – ist es NOCH köstlicher.

Tomatenbrot

Zutaten:

1 Scheibe Sauerteigbrot, dick geschnitten

Salzbutter

1 große San Marzano Tomate (oder andere reife Tomatensorte)

1 kleine Schalotte

1 TL kleinblättriges Basilikum

1 EL Olivenöl

1 TL Sherryessig

eine Prise Zucker

eine Prise Salz

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Dafür braucht Ihr keine Anleitung:

Brot großzügig mit Butter schmieren, Tomatenscheiben auflegen und alle weiteren Zutaten zu einer Marinade mixen. Über das Tomatenbrot geben und servieren.

 

Vor rund einem Jahr habe ich mal alle Rezepte in einem Post zusammengefasst, die sich gut für heiße Tage eignen: kühlend, schnell zubereitet, leicht.

Jetzt hat der Sommer wieder so ein paar (schwül-) heiße Tage für uns parat, weshalb ich unbedingt meinen liebsten Nudelsalat machen musste. Denn dafür muss man nur einmal Nudeln kochen, kann aber – bei ausreichender Menge – mindestens 3 x davon essen! (Und wer statt Nudelsalat lieber Kartoffelsalat mag, sucht sich einfach eine dieser 70 Varianten aus!)

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Zutaten für 6 Portionen:

400 gr Rigatoni oder Penne

10 bunte Cocktailtomaten, halbiert

1 gehäufter EL Basilikum-Pesto

1 gehäufter EL Tomatensugo (alternativ: passierte Tomaten etwas würzen)

4 getrocknete Tomaten, fein gehackt

frische Kräuter: Basilikum, Oregano, Thymian (gehackt)

2 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

Spritzer Zitronensaft

optional: geröstete Pinienkerne

Zum Servieren: einige Späne Parmesan

Zubehör: Eine große Salatschüssel, Pastatopf, Sieb

Zubereitungszeit: 20 min

So geht’s:

Nudelwasser aufsetzen, salzen, zum Kochen bringen. Penne garen, abgießen und sofort das Sieb über den Topf hängen, damit noch etwas Nudelwasser aufgefangen wird.

Alle Zutaten während des Kochens vorbereiten, in die Schüssel geben und darin mit den noch warmen Nudeln sehr gut vermischen. Ordentlich salzen und pfeffern. Gegebenenfalls noch 1-2 EL Nudelwasser dazu geben.

Entweder gleich mit etwas Parmesan garniert lauwarm genießen oder abkühlen lassen und dann innerhalb von 2-3 Tagen aufbrauchen (kühl stellen).

Übrigens schmeckt der Nudelsalat auch mit Feta:

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Wan Tans sind kleine Teigtäschchen aus der chinesischen Küche, die mit ganz unterschiedlicher Füllung – häufig aber mit Schweinefleisch und Gemüse – gedämpt und serviert werden. Häufig findet man sie auch in Wan Tan Suppe oder auch frittiert.

Auswärts bin ich immer etwas skeptisch, was sich so alles in der Füllung versteckt, deswegen machen wir Wan Tans häufig selbst. Für Gäste ist das eine hübsche Kleinigkeit zur Begrüßung oder ein schöner Auftakt für ein asiatisches Menü.

Keine Angst vor der Zubereitung. Mit etwas Übung gelingen die Wan Tans auch Anfängern gut. Und ein Körbchen oder eine Platte mit gedämpften Wan Tans machen immer viel her!

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Bei der Füllung sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Eine einfache Variante ist diese hier:

Zutaten für etwa 16 Wan Tans:

16 Wan Tan Blätter (TK im Asia-Laden, einzeln entnehmen, Rest wieder einfrieren)

2 Frühlingszwiebeln, in feine Scheiben geschnitten

100 gr Schweinehack

2 Mu Err Pilze, eingeweicht und fein gehackt

1 EL Sojasauce

1 EL gehackter Koriander

1-2 TL Fischsauce

1 EL Mungbohnensprossen, gehackt

1 Eiweiß

etwas neutrales Pflanzenöl

Zubereitungszeit: je nach Übung 30-45 min

Zubehör: Pfanne, Dampfkörbchen oder Dämpfeinsatz, Wok oder ausreichend großer Topf, 2 feuchte Handtücher

So geht’s:

Wan Tan Blätter in ein feuchtes Handtuch schlagen. Hackfleisch in der Pfanne anbraten und mit dem Gemüse und den Kräutern vermischen. Masse mit Fisch- und Sojasauce abschmecken. Etwas abkühlen lassen.

Jetzt ein Wan Tan Blatt nehmen, etwa 1 TL Füllung in die Mitte geben. Die Ränder mit Eiweiß einstreichen, zu einem Säckchen formen und die Enden gut aneinander fest drücken. (Wer mag, kann noch einen Stengel Schnittlauch um das Säckchen binden!)

Die Wan Tans auf einen gefetteten Teller mit ausreichend Abstand zueinander setzen (sonst kleben sie an!) und mit einem feuchten Tuch abdecken.

Wiederholen, bis alle Wan Tans gefüllt und verschlossen sind.

Jetzt in einem großen Topf oder dem Wok Wasser erhitzen. Das Dampfkörbchen bzw. den Dämpfeinsatz ebenfalls leicht fetten und in den Topf/Wok setzen. Wan Tans mit Abstand zu Rand und zueinander setzen und etwa 10 min garen.

Meist sind die Einsätze nicht große genug für alle Wan Tans. Deshalb am besten die Säckchen in Etappen garen.

Vorsichtig aus dem Dämpfeinsatz nehmen oder im Dämpfkörbchen servieren.

Dazu passen unterschiedliche Dips:

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Ganz unten die klassische süße Chili-Sauce aus dem Asialaden (gibt es mittlerweile auch ohne Glutamat).

Links oben eine Variante mit Ingwer, Frühlingszwiebeln, Soja- und Fischsauce sowie etwas Zucker.

Rechts oben Soja- und Fischsauce, Frühlingszwiebeln, Vogelaugenchili, Zucker.

Also, keine Scheu mehr vor aufwendigen Wan Tans. Mit etwas Übung findet jeder den Dreh heraus und entdeckt seine Lieblingsfüllung – für Vegetarier beispielsweise mit Kokosflocken und Karottenhobeln. Guten Appetit!

 

Wenn es heiß ist, isst man am besten kühlende Gerichte aus Ländern, die wissen, wie man mit Hitze umgehen muss. In Indien beispielsweise kann die Hitze mörderisch sein. Es gibt in der indischen Küche unzählige Dips, Salate, Gemüsebeilagen etc., die alle für sich genommen eine feine Zwischenmahlzeit ergeben – oder eben Bestandteil einer großen Tafel sein können. Das Schönste an indischem Essen ist nämlich, dass man ohne Ende verschiedene Gerichte “hochskalieren” kann: Je mehr auf dem Tisch steht, desto besser. Denn es gibt keine feste Menüfolge. Vielmehr werden alle Bestandteile gleichzeitig aufgetafelt. Herrlich für “Schnutentunker” wie mich, die am liebsten viele Schüsseln und Teller aufm Tisch haben.

Eine wunderbar leichte, gut vorzubereitende Beilage – oder kühlende Zwischenmahlzeit – ist der indische Möhren-Rote Bete-Salat, der auch zum BBQ Eindruck schindet:

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Zutaten:

2 Karotten

2 kleine oder 1 große Knolle Rote Bete (roh)

Rote Bete Blätter (wenn die Knollen mit Grünzeug verkauft werden!)

2 TL braune Senfkörner

1 EL Ghee

1 gehäufter TL Kreuzkümmel/Cumin

1/2 TL Chilipulver

Salz

Prise Zucker

200 gr Joghurt (3,8%)

Saft einer halben Zitrone

8 Blätter Minze, gehackt

1 rote Zwiebel, in Streifen geschnitten

Zubereitungszeit: 45 min

Zubehör: scharfes Messer, große beschichtete Pfanne, Salatschüssel

So geht’s:

Möhren und Rote Bete schälen und in feine Stifte schneiden. Rote Zwiebel in feine Streifen schneiden. Ghee in der Pfanne erhitzen, braune Senfkörner darin anbraten, bis sie beginnen zu springen. Cumin und Chilipulver hinzugeben und anrösten. Rote Zwiebeln anschwitzen. Salzen, zuckern. Möhren- und Betestifte hinzugeben, gut unterheben und mehrere Minuten bei mittlerer Hitze garen, bis alles bissfest gar ist. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen.

Den Salat mit Zitronensaft würzen, ggf. mit Salz und etwas Zucker abrunden. Rote Bete blätter fein hacken und unterheben. Alles gut mischen. Vor dem Servieren den Joghurt unterheben.

Der Salat schmeckt auch am nächsten Tag noch gut, wenn er gekühlt aufbewahrt wird.

 

Auf dem Markt gibt es jetzt kleine, feine Rote Bete mit herrlich gemaserten Blättern, die ein wenig an Mangold erinnern. Zu schön, um sie einfach abzuschneiden. Stattdessen kommen sie auf mein Raita drauf.

Raita? Wer wie ich besessen ist von indischer Küche, kann ohne Raita nicht leben. Raita ist eine erfrischende, die Schärfe nehmende Beilage aus Joghurt und diversen Zutaten – etwa Tomaten oder Minze, gewürzt mit Cumin oder Zitronenzesten… Ganz klassisch ist das Gurken-Raita. Aber auch andere Variationen sind erlaubt und setzen der Phantasie keine Grenzen. Eine ganz besonders verführerische habe ich neulich zu unserem Malabar Fisch Curry gemacht:

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Zutaten:

250 gr Joghurt (3,8%)

2 EL saure Sahne

1 kleine Tomate, entkernt und gewürfelt

4 EL geschälte, entkernte, gehackte Salatgurke

8 Blätter Minze, fein gehackt

3 EL Rote Bete Blätter, gehackt

1 gehäufter TL Cumin (Kreuzkümmel)

1 Prise Salz

1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Joghurt und saure Sahne miteinander glatt verrühren. Cumin und Salz dazugeben und gut vermischen. Gurke, Tomate und Minzeblättchen unterheben, dabei etwa 1 EL beiseite lassen für die Garnitur. Diese dann mit den gehackten Rote Bete Blättern mischen und zum Servieren auf das Raita geben.

Raita passt natürlich zu scharfen indischen Gerichten. Der kühle Joghurt-Dip schmeckt aber auch klasse zu Gegrilltem, zu Fladenbrot und als Dip für Gemüse.

 

Heute werden es in Rhein-Main 37 Grad. Unterm Dach gefühlte 45!
Wie gut, wenn da ein scharfer Gazpacho kalt steht! Und weil Wochenende ist, gibts zum Klassiker-Rezept noch einen Spritzer Sherry rein.

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Was sind Eure Tipps gegen die Hitze?

Ich wünsche Euch jedenfalls kühle Bücher wie “In eisigen Höhen” aufm Nachttisch, “Fräulein Smillas Gespür für Schnee” im DVD-Player, ausreichend Eiswürfel, funktionierende Klimaanlagen, schattige Plätzchen und ein erholsames Wochenende!

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