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Posts Tagged ‘Chutney’

Die Pflaumen sind reif. Und wenn die Wespen uns noch etwas übrig lassen, schnappt Euch welche und macht backt Zwetschgenkuchen, esst sie pur oder kocht Euch ein dickes, mulmiges Pflaumenchutney!

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich ein Chutney-Fan bin und schon viele Varianten verbloggt habe! Das Letzte habe ich allerdings zur Rhabarber-Zeit gemacht, was schon wieder viel zu lange her ist. Denn Chutneys sind eine tolle Möglichkeit Früchte haltbar zu machen – auch wenn man KEIN Süßfrühstücker Marmeladen-Fan ist!

An’s Chutney-Kochen habe ich irgendwie die letzten Monate nicht gedacht. Zu viel um die Ohren!

Aber dann habe ich im grandiosen neuen Kochbuch “Das Küchentagebuch. Mit 250 Rezepten durch das Jahr” von Nigel Slater geschmökert. Dass ich ein Slater-Fan bin, wisst Ihr ja vielleicht. Im Blog gab’s schon so Einiges von ihm nachgekocht. Ich mag seine unprätentiöse Art, seine Bescheidenheit (“I’m not a Chef, I’m a Cook”) und viele seiner Rezepte. Im “Küchentagebuch” teilt er seine Aufzeichungen über’s Jahr (zusammengefasst aus vielen Jahren) mit seinen Lesern und will explizit inspirieren als belehren. Wie sympathisch! Wer gerne Rezepten einen eigenen Stempel aufdrückt und nicht sklavisch an Buchstaben klebt, dabei auch noch ein bisschen schmökern mag, dem sei das “Küchentagebuch” ans Herz gelegt.

Aber was hat das jetzt mit Chutney zu tun? Also: Besonders angetan hat’s mir unter dem Datum 30. August folgender Satz: “Meine bunt leuchtenden Einmachgläser entstammen nicht dem Bedarf, eine Überfülle haltbar zu machen oder schleifchenverzierte Geschenke für meine Freunde herzustellen, sondern dem Wunsch nach ein, zwei Löffeln hausgemachtem Relish zu einem Stück Käse und einem Brocken Brot.

“Schleifchenverzierte Geschenke” – I love it! Das dann im Buch folgende Chutney besteht zwar aus Feigen und ist völlig anders zubereitet als meines. Aber ein fruchtig, dunkles Chutney wollte ich auch haben. Also gab es eines aus Pflaumen und Cranberries:

Processed with Rookie

Für 2 Gläser a 250ml benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 10-15 reife Pflaumen, entsteint und grob gewürfelt

etwa 100 gr getrocknete Cranberries

1 rote Zwiebel, gehackt

1 Vogelaugenchili, gehackt

1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt oder gerieben

1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 EL Garam Masala (nach diesem Rezept oder aus dem Asia-Laden)

Muscovadozucker (etwa 3 EL – oder nach Geschmack)

Portwein (etwa 0,1l – oder nach Geschmack)

Rotweinessig (etwa 6 EL – oder nach Geschmack)

1 EL neutrales Pflanzenöl

2 gestrichene TL Salz

1 Sternanis

Zubehör: Großer Topf, 2 Schraubgläser

Zubereitungszeit: ca 30-45 min)

So geht’s:

Öl im Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili darin andünsten. 1 EL Muscovadozucker hinzugeben, umrühren, bis die Zwiebeln glasig werden. Garam Masala hinzugeben und andünsten, bis die Aromen in der Nase kitzeln. Pflaumen und Cranberries hinzugeben und leicht köcheln lassen, bis Saft austritt. Nun Port und Rotweinessig sowie den restlichen Zucker und das Salz unterrühren. Sternanis hinzugeben. Mit geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen. Dabei immer mal umrühren und abschmecken. Je nach Säure/Süße der Früchte müsst Ihr mit etwas Zucker oder Essig nachjustieren. Beim Chutney kommt es weniger auf strenge Mengenangaben an als auf Euren persönlichen Geschmack.

Wenn die Pflaumen schön zerkocht sind, Deckel abheben und gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit einreduzieren lassen. Final abschmecken und anschließend in sterile Schraubgläser geben. Voll befüllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen.

Abkühlen lassen und an einem dunklen Ort aufbewahren. Angebrochene Gläser halten im Kühlschrank noch etwa 14 Tage.

Das Pflaumenchutney schmeckt köstlich zu reifem Käse aber auch zu Braten, trockenen Lammcurries oder orientalischen Reisgerichten.

Kennt Ihr eigentlich Claudias Blog Geschmeidige Köstlichkeiten? Darin widmet sie ihre Rezepte Menschen, die beispielsweise wegen einer Krankheit nicht so selbstverständlich schlucken können wie gesunde Menschen. Sei es durch Schlaganfall, Zahn- oder Kieferprobleme oder Karzinome im Mund- und Rachenbereich. Da ich selbst mehrere Male in meinem Leben am Kieferknochen operiert wurde und tagelang nur Suppen, Joghurts und – im besten Fall – Kartoffelbrei zu mir nehmen konnte, unterstütze ich mit meinem Chutney gerne ihr Blog-Event “Smooth Food” als Gastgeberin bei Zorra.

Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)

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Rote Bete gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsgemüsen. Ob roh mit Dip, gebacken, im Salat oder als Suppe – ich LIEBE Rote Bete.

Umso schöner, wenn ich sie mit meiner Lieblingsküche kombinieren kann: der indischen!

Das Chutney stammt aus dem Kochbuch von Pushpesh Pant, aus dem ich hier und hier schon mal gekocht habe. Noch viel mehr Pant-Rezepte findet Ihr bei Foodina.

Das Rote Bete Chutney (Beetroot Thuviyal) passt aber nicht nur zu indischen Gerichten sondern auch zu Käse oder Gegrilltem, Raclette, Fondue sowie zu selbstgemachtem Döner.

Einziger Nachteil: Das Chutney hält sich nicht lange, da es anders als andere Chutneys nicht lange gekocht, sondern nur angeröstet wird. Ihr solltet also nur so viel machen, wie Ihr essen wollt.

Zutaten für etwa 400 Gramm:

2 mittelgroße rohe Rote Bete, geschält und geraspelt

2 EL fein gehackte Korianderblätter

1 EL Kokosnussraspeln

2 TL Tamarindensauce (aus dem Asialaden. Unsere ist sehr sauer, deshalb unbedingt vorher testen, damit Ihr nicht zu viel nehmt.)

1 grüne Chilischote, grob gehackt und entkernt

2 getrocknete rote Chilischoten

1/2 TL Asafötida

1 EL Urad Dal (das weiße Innere schwarzer Linsen, im Asialaden erhältlich)

1 EL rote Linsen (oder Chana Dal, schwarze Linsen, die man aber gut durch gelbe oder rote – in meinem Fall – ersetzen kann)

1 1/2 TL braune Senfsamen

2-3 EL Ghee

Salz

So geht’s:

Hälfte des Ghee in einer Pfanne erhitzen. Darin die Senfkörner, die Dals, Asafötida, getrocknete Chilis und die grüne Chili darin unter Rühren anrösten. Aus der Pfanne schütten und abkühlen lassen.

Restliches Ghee in der Pfanne erhitzen. Geraspelte Rote Bete darin etwa 5 min anbraten. Jetzt alle – auch die übrigen – Zutaten in einen Blender geben, salzen und mit 2 EL Wasser zu einer geschmeidigen Paste verarbeiten. Direkt servieren.

Chutneys sind klasse für Raclette-Abende oder Fondue-Essen. Die Saison geht ja jetzt gerade wieder los! Eine große Auswahl an Rezepten für süße, scharfe, herzhafte, exotische Chutneys findet Ihr hier im Blog.

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Bevor der mir freundlich gesonnene Admin wieder den eigenen Schrebergarten plündert, und ich gläserweise Rhabarber-Chutney machen oder Omas Streuselkuchen backen darf, musste ich schnell noch zwei herrliche Flug-Mangos vom Wochenmarkt verarbeiten.

In der Hoffnung, dass jetzt endlich mal die Grillsaison losgeht, habe ich mich für ein fruchtig-scharfes Mango-Chutney entschieden. Bei meiner Passion für Chutney fehlte dieser Klassiker der indischen Küche bisher in meinem Repertoire.

Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Aber ganz im Sinne des Admins: “Never change a running system”. Und so habe ich einfach wieder “gefreestylt”. Das Ergebnis ist leuchtend gelb und höllisch scharf!

MangoII

Ich bin leider völlig unfähig darin, Mengen richtig abzuschätzen. Deswegen kann ich Euch nur sagen, dass ich 3 mittelgroße Schraubgläser und ein ganz kleines ehemaliges Kapern-Glas vollbekommen habe.

Dafür benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 reife Flug-Mangos (gute Qualität bzw. guter Geschmack zahlen sich hier wirklich aus!)

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 daumengroßes Stück Ingwer

2 rote Habanero Chilischoten (alternativ 2 Vogelaugenchilis. Wer empfindlich ist, nimmt weniger scharfe Schoten)

1 TL braune Senfkörner

1 EL Cumin/Kreuzkümmel (gemahlen)

150 ml Apfelessig

1 EL Ghee (oder pflanzliches Öl)

1 EL Salz

4 EL Zucker

Zesten von 1 Zitrone

Saft von 1 Zitrone

1 TL Madras Curry

Küchengerät: 1 großer Topf, sterile Schraubgläser (besser nicht zu große, da das Chutney – einmal angebrochen – nicht ewig hält)

Zubereitungszeit: ca. 1 Std. für Vorbereitung und einkochen

So geht’s:

Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer schälen und fein hacken. Chilis entkernen und hacken. Ghee in einem Topf erwärmen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer und Chilis bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis die Zwiebeln schön weich sind. Währendessen die Mango vom Kern schneiden, von der Schale runterschneiden und würfeln. Senfkörner in einer kleinen Pfanne anrösten, bis sie zu springen anfangen. Dann in den Topf geben.

Cumin und Curry hinzugeben, alles gut vermischen und warten, bis die Aromen der Gewürze aufsteigen. Jetzt die Mango hinzugeben und gut unterheben. Alle weiteren Zutaten unterheben und jetzt in Ruhe köcheln lassen, bis die Masse marmeladenartig wird (ca. 20 min oder mehr). Stücke sollten allerdings noch erhalten bleiben bei einem klassischen Chutney.

(Falls Ihr unbedingt pürieren wollt: Achtung! Pürierte Chilis werden noch um ein Vielfaches schärfer! Deshalb in dem Fall die Chilis besser nach dem Pürieren hinzugeben…)

Zum Schluss abschmecken, ob noch Salz, Säure oder Süße fehlen (Schärfe solltet Ihr mit meinem Rezept genug haben ;-))

Herdplatte ausstellen und Chutney in die Gläser füllen, zuschrauben, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Das Chutney hält sich im Kühlschrank viele Monate bis zu einem Jahr. Angebrochenes Chutney solltet Ihr innerhalb von etwa zwei Wochen aufbrauchen.

Mein allererstes Mango-Chutney ist wirklich scharf, sehr fruchtig und fein würzig. Ich mag es so und glaube, dass es perfekt zu Gegrilltem und natürlich zu indischen Gerichten passt. Aber auch als Spread unter ein Chicken-Sandwich. Hmmm… Ich glaube, das erste Glas muss schon dran glauben!

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Braucht Ihr noch ein Geschenk aus der Küche? Eines, das hervorragend zum Fleischfondue oder zu Raclette passt? Eines, das Ihr auf das Silvesterbuffet stellen könnt? Oder eines als Basis für herzhafte Sandwiches, wenn es zwischen den Jahren zum Schlittschuhlaufen geht?

Ich hab da mal was vorbereitet: Ein scharfes Paprika-Chutney “frei Schnauze”!

chutney

Leuchtet das nicht herrlich?

Diese feurige orangene Köstlichkeit macht sich – hübsch verpackt – super unterm Weihnachtsbaum und heizt ordentlich ein, wenn es draußen kalt ist.

Hier die Zutaten für ca. 6 Schraubgläser á 300 ml:

8 Paprika (gelb, orange, rot – bitte nicht grün! Notfalls gehen geschälte und eingelegte aus dem Glas)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

5 cm Ingwer, fein gehackt

1 Habanero Chili, fein gehackt und entkernt (wer es nicht so scharf mag, nimmt z.B. nur eine Vogelaugenchili)

3 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

1 mehliger Apfel, entkernt und in ca. 1 cm große Stücke gehackt (mit Schale!)

1 große Tomate, grob gehackt und entkernt (lternativ ein Schluck passierte Tomaten)

3 Lorbeerblätter

5 cm Zimtstange

1 gehäufter EL schwarze Zwiebelsamen

2 EL angestoßene Cumin-Samen

1 gestrichener EL Fenchel

5 getrocknete Curryblätter (Asialaden)

4 EL Muscovado Zucker

150 ml Apfelessig

Salz

Eines vorweg: Bei den Gewürzen und dem Zucker hilft nur Abschmecken! Die Mengenangaben sind eine Orientierung, können aber auch variiert werden!

So geht’s:

Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Rauten schneiden. Lorbeerblätter und Zimtstange mit Küchenkordel zusammenbinden oder in ein Teefilter-Säckchen geben und zuknoten. In einem großen Topf Ghee erhitzen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer, Chili darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Paprika und Apfel dazugeben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren ebenfalls andünsten. Alle weiteren Zutaten – inkl. dem Gewürzsäckchen – in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Immer mal rühren und ggf. schon mal abschmecken. Je nachdem, wie Paprika und Essig beschaffen sind, müsst Ihr noch Zucker drangeben. Oder etwas Gemüsebrühe, falls nicht genügend Flüssigkeit entsteht.

Jetzt das Gewürzsäckchen herausnehmen und die Masse so pürieren, dass noch ausreichend Stücke vorhanden sind, aber eine in sich homogene Masse entsteht. Jetzt abschmecken und ggf. noch Salz oder Zucker hinzugeben.

Wenn Euch das Chutney schmeckt, nehmt Ihr den Topf vom Herd und füllt die Masse heiß in saubere Schraubgläser. Verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Das Chutney hält im Kühlschrank mehrere Wochen – ist meist aber schon vorher weg ;-)

Und welche Geschenke aus der Küche gibt es bei Euch dieses Jahr?

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Dieses Rezept will ich seit zwei Monaten verbloggen. Aber ich kann ja nichts posten, was ich selber noch nicht probiert habe. Das ist nämlich mal wieder ein Freestyle-Rezept, das auf meiner Chutney-Erfahrung basiert, aber weniger indisch als mediterran daherkommt. Endlich ist das eingelegte mediterrane Gemüse lange genug durchgezogen – und es schmeckt himmlisch!

Die Anregung mediterranes Gemüse wie ein Chutney zuzubereiten (allerdings ohne Ingwer, Hammer-Indien-Gewürze usw.) und mehrere Wochen ziehen zu lassen, stammt aus Katherine Atkinsons Buch “Pickles, Relishes & Chutneys”, das ich mir aus England mitgebracht habe.

Also, wer in milderen Regionen lebt, bekommt jetzt noch herrliches Gemüse, das sich bestens zum Einlegen eignet. Nichts wie auf den Markt, Leute. Natürlich könnt Ihr auch Kürbis oder anderes Saisongemüse ergänzen.

Weil das Chutney etwa sechs Wochen ziehen muss, wäre das jetzt doch das perfekte Weihnachtsgeschenk, um unter dem Tannenbaum ein paar Erinnerungen an goldene Erntetage zu wecken.

Ich habe zwei 0,5l Gläser und ein 1,5l Glas mit folgenden Zutaten gefüllt:

6 Schalotten, gehackt

einen kleinen grünen Zucchino, gewürfelt

einen kleinen gelben Zucchino, gewürfelt

2 400gr Dosen Tomaten (hier lohnt eine gute Qualität. Wer noch reife Gartentomaten hat, kann natürlich diese nehmen)

je 1 gelbe und rote Paprikaschote, in Rauten geschnitten

3 fein gehackte Knoblauchzehen

1 Zweig Rosmarin

1 Zweig Thymian

2 Lorbeerblätter

1 Chilischote, fein gehackt (ich hatte 2, fand das aber etwas zu scharf. 1 reicht!)

1 EL Meersalz

1 EL Paprikpulver edelsüß

200 ml Apfelessig

100 ml weißer Balsamicoessig

400 gr Zucker

1 EL Olivenöl

1 EL Tomatenmark

So geht’s:

Zwiebeln, Chili und Knoblauch in einem Topf in Olivenöl anbraten, Tomatenmark dazugeben und ebenfalls mit anrösten. Tomaten, Zucchini, Paprikaschoten dazugeben und bei niedriger Hitze zugedeckt etwa 15 Minuten köcheln lassen. Rosmarin, Thymian und die Lorbeerblätter mit einer Küchenschnur zusammenbinden und ins Gemüse geben. Salz, Paprikapulver und die Hälfte der Essigmenge hinzugeben und bei geringer Hitze aufgedeckt etwa 20 min simmern lassen, bis das Gemüse weich und die Flüssigkeit reduziert ist – kann auch länger dauern, wenn das Gemüse viel Wasser enthält.

Restlichen Essig und den Zucker hinzugeben, gut unterheben, bis der Zucker sich aufgelöst hat und eine weitere halbe Stunde köcheln lassen, während man immer mal wieder umrührt.

Sobald das Gemüse eine homogene Masse ergeben hat (notfalls die Flüssigkeit noch etwas einköcheln lassen), das Kräutersträußchen entfernen und das Gemüse in saubere Schraubgläser füllen. Offen auskühlen lassen und mit Essig-festen Schraubverschlüssen verschließen.

Nach 6 Wochen ist das Gemüse durchgezogen und schmeckt herrlich süß-sauer mit einer leichten Schärfe. Der Duft nach Rosmarin und Thymian erinnert an den Sommerurlaub und Grillabende aus scheinbar längst vergangenen Zeiten.

Geschlossen halten sich die Gläser viele Monate. Angebrochen solltet Ihr sie im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einiger Tage verzehren.

Wäre das nicht eine Idee für ein schönes Geschenk aus der Küche? Seid Ihr auch schon am Weihnachtsgeschenke vorbereiten? Heuer gibt es jedenfalls wieder eine selbstgemachte Kleinigkeit. Aber das mediterrane Gemüse essen wir selber!

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Ich bin ein Fan von belegten Broten. Der Blog-Name ist ja kein Zufall! Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen: Julia sitzt mit Strumpfhose und Nicki-Pullover vor der “Muppets-Show”, in einer Hand ein Glas Kakao, in der anderen Hand ein Käse-Brot. Das Brot  belegt mit Camenbert, einer halbierten Gewürzgurke und garniert mit etwas Ketchup. Lacht nicht! Das waren die späten Siebziger und ich habe es geliebt!

Etwas älter haben wir beim Spielen und Rollschuh-Laufen nur kurz daheim Halt gemacht, um uns ein “Arbeiter-Brot” zu holen: eine große Scheibe Brot, halbiert, mit Teewurst bestrichen und zusammengeklappt. Schwupp-diwupp waren wir wieder draußen. Richtig gelesen: Fette, undefinierbare Teewurst! Es waren die Achtziger, kein Mensch hat sich um Zusatzstoffe oder Fettgehalt gekümmert und es gab nur einen einzigen Allergiker pro Schulklasse!

Am Gymnasium gab es dann für 50 Pfennige ein Schokokuss-Brötchen, das damals noch – wir sprechen von den späten Achtzigern/frühen Neunzigern – einen deutlich weniger politisch korrekten Namen hatte.

Als Studenten entdeckten wir dann mit Lachs und Frischkäse belegte Bagels oder Ciabatta mit Parmaschinken und Rucola – das Millennium rückte näher, jeder fürchtete sich vor Y2K, da wollten wir wenigstens etwas “große, weite Welt” essen, bevor alles in die Luft fliegt!

Das Millennium ist schon in der Pubertät und weder fliegen wir mit Flügel-Autos zur Arbeit, noch sind Aliens auf der Erde gelandet (sicher?!). Sicher ist nur: Zwischenzeitlich gehen mir belegte Brötchen schon mal auf den Nerv. Etwa dann, wenn ich viel unterwegs bin und mich an Bahnhöfen oder Flughäfen schnell mit Kohlehydraten versorgen muss. Zudem sind die meisten Varianten entweder völlig überteuert oder beschissen belegt – ich sage nur labberiger Salat und Matschtomate auf Klebschinken und Styropor-Käse.

Dabei ist ein schön belegtes Sandwich immer noch ein Hochgenuss – ob zum Frühstück, als schneller Lunch oder für’s Picknick beziehungsweise den Biergarten. Am besten schmeckt es mir dann, wenn ich die Zutaten selber aussuchen (oder herstellen) kann und weiß, dass ich keinen Schrott esse. Das sind halt die Zehner-Jahre: regional, saisonal, Food-gebloggt!

Mein jüngstes Highlight:


Dazu habe ich auf eine Mehrkorn-Semmel erstmal eine gute Schicht Rhabarber-Ingwer-Chutney gestrichen. Ein würziges Mango-Chutney aus dem Asia-Laden tut es aber auch, wenn man kein eigenes zur Hand hat.

Dann einige Blätter (selbst gezogener!) Kopfsalat. Darauf zwei Scheiben Pastrami (bekommt man beispielsweise bei Karstadt Perfetto), eine Scheibe Allgäuer Bergkäse und zwei Scheiben Tomate. Auf den Deckel kommen noch ein paar Spritzer Tabasco – und fertig ist das Super-Deluxe-Sandwich 2012!

Was kommt bei Euch auf’s Brot? Backt Ihr sogar Eure Semmeln selber?

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Ich beneide Menschen mit Garten. Auch wenn sie oft stöhnen über die viele Arbeit, das Wasserschleppen, das Unkraut, die Schnecken und die Gemüse- und Obstschwemme von Frühsommer bis in den Herbst – mein Mitleid kennt Grenzen.

Dabei verstehe ich natürlich die Sorgen und Nöte von Gartenbesitzern, die neben Fulltime-Job und Familie noch Land beackern müssen dürfen. Ich hatte selbst das Glück, als Kind in einem Haus mit Garten aufzuwachsen und mehrere Gartengrundstücke zum Austoben, Äpfelpflücken und Kirschenklauen zu haben. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an die Schaf-Story? Gerade deshalb weiß ich aber auch, wie viel Arbeit so ein Stück Land macht. Ganz zu schweigen von dem Problem, wer sich wohl darum kümmert, wenn Kind & Kegel in den Urlaub wollen und der Garten nach drei Wochen aussieht wie ein verwildertes Dornröschen Refugium.

Dennoch: Die eigene Ernte kann so befriedigend und glückverheißend sein, dass ich Menschen mit Garten doch auch immer ein bissl beneide. Dann hege ich meine Balkon-Kräutlein, pflücke meinen Salat, feuere die Bienchen an, die im Lavendel Nektar finden, und genieße, dass sich das Wasserschleppen bei uns in Grenzen hält…

Umso mehr freue ich mich, wenn dann die lieben Garten-Menschen uns Stadtbewohner an ihrer Ernte teilhaben lassen. Das war vor zwei Jahren zum Beispiel meine Kollegin O., die mir Stachelbeeren mitgebracht hat. Das ist in diesem Jahr Kollege Ch. gewesen, der mich mit Rhabarber beglückte. Ein ganzes Kilo! Frisch geerntet! Danke!

Daraus habe ich ein ziemliches Freestyle-Chutney gemacht, das ich hoffentlich noch richtig rekonstruieren kann.

Aber erlaubt ist, was gefällt. Das Prinzip von Chutney ist ganz einfach: Zwiebeln in etwas Öl anschwitzen, mit viel Zucker karamellisieren, das Obst/Gemüse darin kochen, ordentlich und ganz nach Geschmack würzen, Essig zugeben, eindicken lassen, in Gläser füllen – fertig!

Rhabarber ist sauer. Das ergab der Test am rohen Stengel. Also habe ich mich für viel Zucker, wenig Essig und – der Clou! – kandierten Ingwer entschieden. Gott, schmeckt das Chutney lecker!

Aber der Reihe nach. Hier die Zutaten (ergaben bei mir 4 mittelgroße Schraubgläser) – wobei ich auf exakte Mengenangaben verzichte, da Rhabarber unterschiedlich sauer sein kann. Probiert selber aus! Also:

Ein kg Rhabarber, ohne Fäden und gehackt

brauner Zucker

5-6 Bröckchen kandierten Ingwer, gehackt

1 nicht zu saurer Apfel, entkernt und gehackt

1 großes Stück Ingwer, geschält und gehackt

2 Schalotten, geschält und gehackt

1 Knoblauchzehe, geschält und gehackt

100 ml Kirschsaft (alternativ: Apfelsaft oder ein milder Fruchtessig)

etwa 1 TL Fenchelsamen

etwa 1/2 TL schwarzer Zwiebelsamen

Prise Salz

1 TL Cumin (Kreuzkümmel)

1/2 TL scharfes Chilipulver

1 TL Madras Curry (oder vergleichbar scharfes Currypulver)

1/2 TL Garam Masala

Wasser

etwas Pflanzenöl

So geht’s: Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Die Schalotten, den frischen Ingwer und den Knoblauch darin anschwitzen. Die Gewürze ebenfalls anrösten, bis das Aroma aufsteigt. Zucker zugeben und alles leicht karamellisieren lassen. Rhabarber und den Apfel zugeben und alles gut vermischen. Den Kirschsaft zugießen, alles zum Kochen bringen. Je nachdem, wie viel Wasser der Rhabarber zieht, kann man jetzt noch etwas Wasser zugeben. Das Chutney sollte aber sämig und nicht zu wässrig sein.

Wenn alles schön homogen vor sich hinschmurgelt, die Masse noch mal abschmecken und vielleicht etwas mehr Zucker, Schärfe oder einen Spritzer Zitrone hinzugeben.

Das Chutney heiß in saubere Schraubgläser füllen, zudrehen, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Die Gläser halten sich ungeöffnet viele Monate. Angebrochen kann man sie immer noch einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren. So lange halten sie meist aber nicht ;-)

Perfekt schmeckt das sauer-scharf-süße Chutney zu Shrimps, die in einer Marinade aus Honig und Chili gewälzt und anschließend gegrillt werden. Hmmmm….

Übrigens: Das Wort “Chutney” ist eine englische Verballhornung des Hindi-Wortes “Catni”. Und mit all seinen Gewürzen bringt es jeden Maharaja (und jede Maharani) zum Schmatzen. Deshalb ist das Rhabarber-Ingwer-Chutney mein erster Beitrag zu Tinas Blog-Event. Ihr indischer Rezepte-Index ist mir immer wieder Inspiration. Danke, Tina, für 100 wunderbare indische Rezepte und Glückwunsch zum Jubiläum!

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