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Mit ‘Curry’ getaggte Artikel

Bushcook’s Kitchen, eines meiner Lieblings-Food-Blogs wird zwei Jahre alt (unglaublich, was Dorothée aka Bushi in dieser Zeit alles geschafft geschaffen hat!). Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe! Mögest Du noch viele Jahre Spaß am Bloggen haben – vor allem aber auch am Kochen und Essen! Wie schön, dass wir an Deinen kulinarischen Entdeckungen teilhaben dürfen :)

Ich durfte Dorothée ja schon bei der Weinrallye #59 mit einer Flasche Wein be”wichtel”n. Jetzt reiche ich ihr etwas nach für ihr Geburtstagsmenü. Anfang April wird nämlich weiter gefeiert: in einem offenen Haus dürfen die Gäste kommen und gehen, bleiben, essen, trinken, auf das Geburtstagskind anstoßen und feiern! Was für eine schöne Idee.

Dafür wünscht sie sich die passenden Rezepte: also gut vorzubereiten und auch noch hübsch anzusehen, wenn der Teller schon etwas auf dem Buffet gestanden hat.

Ich hab da was für Dich, Dorothée: Mit würzigem 7-Meere-Curry marinierte Hähnchenschenkel und ein fruchtiger Limetten-Dip.

(Also, lange stehen die nicht! Aber theoretisch schmecken sie warm und kalt und auch noch am nächsten Tag. Falls nicht vorher einer an den Kühlschrank geht und heimlich nascht!)

Der Clou ist die Marinade. Dafür brauchen wir erstmal ein 7-Meere-Curry*. Das heißt so, weil Gewürze früher über alle sieben Weltmeere transportiert und teilweise wertvoller als Gold waren. Wer an dem Curry riecht, wird wissen, warum. So exotisch riecht es sonst auf Basaren und anderen exotischen Märkten. Oder eben in Dorothées Küche, wenn sie fleißig mörsert.

Liebe Bushi, das Curry kannst Du wirklich schon Wochen vorher ansetzen, in einem Glas verschließen und dunkel lagern. Dann geht die weitere Zubereitung ganz schnell!

Für das Currypulver brauchst Du:

6-8 Kapseln weißer Kardamom (das ist gebleichter grüner Kardamom, der etwas milder schmeckt. Alternativ geht grüner)

6 EL Koriandersamen

3 EL Cuminsamen

1,5 EL Selleriesamen (teilweise ersetzbar durch Selleriesalz)

1 Zimtstange

6-8 Nelken

1 EL Chilipulver

So geht’s: Alle Gewürze außer dem Chilipulver in einer trockenen Pfanne ohne Öl anrösten und anschließend im Mörser fein zerreiben. Anschließend das Chilipulver unterheben.

Das Currypulver passt herrlich zu Lammgerichten, Gegrilltem, im Hackfleisch für würzige Burger-Frikadellen oder für Gyros hausgemacht. Auch eine Prise über Kartoffeln gibt einen tollen Kick. Aber jetzt machen wir erstmal weiter mit den Hähnchenschenkeln!

Zutaten:

1 EL 7-Meere-Curry

8 Hähnchenunterschenkel (oder Flügel oder Hühnchenbrust in Streifen geschnitten oder…)

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (alternativ: 1/2 Knoblauchzehe, 1/2 cm Ingwer geschält, beides feinstmöglich gehackt)

ordentliche Prise Salz

250 gr Naturjoghurt (3,5% Fett)

Saft von 1/2 kleinen Zitrone

So geht’s: Die Hähnchenschenkel von der Haut befreien und nebeneinander in eine Glas- oder Porzellanschale legen. Die Marinade darübergießen und schön in das Fleisch massieren. Das Fleisch sollte von allen Seiten gut mit dem Joghurt bedeckt sein. Jetzt mit einer Frischhaltefolie abdecken und mindestens 6 Stunden marinieren lassen – besser über Nacht!

Nach der Marinier-Zeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Blech mit Alufolie auslegen und auf die unterste Schiene schieben. Die Hähnchenteile gut abstreifen und auf einen Grillrost legen und auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben. Je nach Größe der Fleischstücke etwa 40 Minuten garen. Zum Schluss noch mal 5 Minuten unter den Grill schieben. Dunkle Flecken sind Tandoori-Style und gewollt!

Während der Garzeit schnell den Limetten-Dip anrühren:

250 gr Naturjoghurt

Saft 1/2 Limette

Limettenabrieb

Salz

Chiliflocken

Joghurt, Limettensaft und Salz gut verrühren. Abrieb und Chiliflocken zum Schluss auf den Joghurt geben.

Der Dip ist schön frisch und fruchtig zu den würzigen Hähnchenteilen.

Dazu passt außerdem Naan, Pitabrot oder natürlich auch türkisches Fladenbrot. Und falls doch was übrig bleibt, ist das Hähnchenfleisch am nächsten Tag auch sehr lecker auf einem Sandwich mit etwas Chutney und einem Blatt Salat. Hmmm…

Weil zu so richtig scharfen indischen Hähnchenteilen kein Wein passt, sondern bestenfalls Bier, bringe ich zur Open-Door-Party übrigens noch eine Flasche Spicy Ginger Ale mit:

Das Zeug stammt aus Berlin und wird z.B. bei Karstadt Perfetto vertrieben. Es ist so scharf und so ingwer-ig, dass man schon ein ziemlicher Ginger-Ale-Fan sein muss, um es zu mögen. Weicheier probieren vielleicht erstmal das würzig-süße “normale” Ginger-Ale von Thomas Henry (der übrigens die geniale Kombination Kohlensäure & Wasser erfand!).

Alles Liebe zum (Blog)-Geburtstag und viel Spaß bei Deiner Open-Door-Party, liebe Dorothée. Ich hoffe, Deinen Gästen schmecken die würzig-exotischen Hähnchenschenkel mit fruchtigem Limetten-Dip!

* Das 7-Meere-Curry hat uns meine Ma geschenkt! Die haben wir nämlich infiziert mit der ganzen Gewürzmischungs-Geschichte. Einen ordentlichen Mörser hat sie natürlich auch. Das Rezept stammt aus dem Buch “Das Handbuch der Gewürze: Würzkunst, Warenkunde und 100 Rezepte” von Sally Morris und Lesley Mackley. Meine Ma ist so begeistert von den Rezepten, dass wir uns das Buch unbedingt besorgen wollen.

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Ihr kennt bereits den Aperitif, die Suppe und die Salate. (Dummerweise nicht fotografiert, weil ich fest davon überzeugt war, dass ich sie bereits längst verbloggt hatte, haben wir die hausgemachten Wan Tans mit Dips, die den Auftakt des Menüs bildeten. Aber Wan Tans gibt es immer mal wieder bei uns. Die müssen also noch etwas warten…)

Nach Schwein (in den Wan Tans), Garnelen (Suppe), Hühnchen und Tintenfisch (Salate) sollte der Hauptgang Rindfleisch enthalten, außerdem nicht zu scharf sein und nicht zu schwer. Denn wir hatten bis dahin ja schon einiges im Magen.

Kaeng Phanaeng Neua – oder Curry Panaeng – ist ein Klassiker der Thailändischen Küche und zählt zu den so genannten trockenen Curries. Das bedeutet nicht, dass das Curry gar keine Sauce hat. Aber es schwimmt eben nicht in Kokosmilch und wird zudem mit einer trockenen Paste angesetzt. Dazu reicht man traditionell ein frisches Gurken-Relish mit Erdnüssen und natürlich Reis.

Das Curry schmeckt leicht säuerlich und sehr herzhaft aber trotzdem leicht. Für die Säure sorgt Tamarindenpaste, die man im Asialaden erhält und die man unbedingt vorher mal pur (Messerspitze reicht!) probieren sollte. Denn alle Marken sind unterschiedlich sauer und das Gericht wird schnell zu penetrant säuerlich, wenn man zu grob würzt. Also Vorsicht!

Auch für das Panaeng Curry gibt es natürlich unendlich viele Rezepte. Wir haben ja alle Gerichte des Menüs probegekocht und auf unseren Geschmack abgerundet, so dass wir “unsere” Variante herausgefunden haben. Aber Ihr könnt Schärfegrad, Säure usw. natürlich selber bestimmen…

Die Zubereitung benötigt etwas Zeit, weil die trockene Currypaste angesetzt werden muss. Die hält sich aber ca. 2 Wochen im Kühlschrank, so dass Ihr dann noch mal eine schnellere Variante zubereiten könnt.

Für die Paste (Khreuang Kaeng Phanaeng) benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 getrocknete lange rote Chilis

den weißen Teil von 2 Stengenl Zitronengras

2,5 cm Galgant

3 Knoblauchzehen, geschält

3 Schalotten, geschält

5 Korianderwurzeln (hängen oft am Koriander noch dran, den man im Asialaden bekommt)

1 TL Garnelenpaste

1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)

2 EL ungesalzene Erdnüsse

Zubereitung:

Da die Zubereitung schnell geht, sobald die Paste angerührt ist, könnt Ihr schon gleich den Reis aufsetzen. Dann Chilis in Wasser einweichen, aufschneiden und Kerne entfernen. Chilis, Zitronengras, Galgant in der Küchenmaschine zu einer Paste vermischen und nach und nach alle anderen Zutaten hinzugeben, bis alles glatt püriert ist. Ggf. mit etwas Öl die Paste geschmeidiger machen.

Für das Curry (2 hungrige Esser oder 4 Personen mit Vorspeisen im Bauch) benötigt Ihr diese Zutaten:

2 EL neutrales Pflanzenöl (Raps, Sonnenblume…)

2 EL der Currypaste (s.o.)

400-500 gr Rinderhüfte, in Streifen geschnitten

100 ml Kokosmilch (wer es milder mag, kann noch etwas mehr Kokosmilch hinzugeben)

1 EL Fischsauce

1 EL Palmzucker

1 TL Tamarindenpaste (unsere war SEHR sauer. Auch hier gilt: Erstmal vorsichtig ausprobieren und lieber “nachlegen”)

2 Kaffirlimettenblätter, in feine Streifen geschnitten

1 frische lange Chili, in dünne Ringe geschnitten

Zubereitung:

Öl in einem Wok erhitzen und die Currypaste bei geringer Hitze unter Rühren anbraten. Fleisch nun darin ebenfalls unter Rühren anbraten. Kokosmilch, Fischsauce, Zucker und Tamarinde hinzugeben und bei weiterhin geringer Hitze köcheln lassen. Jetzt mal abschmecken und ggf. mit der salzigen Fischsauce, der säuerlichen Tamarinde oder der mildernden Kokosmilch abrunden. Ist das Curry dünnflüssig, lasst es noch etwas einköcheln. Es sollte nicht komplett saucenfrei sein aber auch nicht “suppig”. Wenn es Euch zu trocken erscheint, könnt Ihr etwas (!) Wasser hinzugeben und noch mal alles gut umrühren.

Curry auf Reis servieren und mit den Limettenblättern und den Chiliringen garnieren.

Dazu passt das süßlich-frische Gurkenrelish (Ajat). Zutaten:

4 EL Reisessig

80 gr Palmzucker

1 Vogelaugenchili ohne Kerne, fein gehackt

1 TL Fischsauce

40 gr geröstete Erdnüsse

1 ganze Gurke, ungeschält aber ohne Kerne.

So geht’s: Gurke grob würfeln. Essig und Zucker in einem Topf mit ca 100 ml Wasser aufkochen und einige Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen und Chili, Fischsauce, Erdnüsse und Gurke dazugeben. Alles gut vermischen und separat servieren.

Eine tolle Aromaexplosion von süß, sauer, scharf… Schon beim Probekochen waren wir begeistert. Das Curry gehört unbedingt ins Repertoire!

Ach ja, der Nachtisch. Damit haben wir es ja nicht so. Und asiatische Desserts sind oft klebrig süß und gar nicht unser Ding. Deshalb gab es nach getaner Arbeit (inklusive der Vorbereitungen am Vortag und vormittags standen wir insgesamt etwa 8 Std. in der Küche…) ein edles, dunkles Schokofondue mit Obst und Edelbitter-Schokolinsen aus dem herrlichen Wiesbadener Schokolädchen “Xocoatl”.

Unser asiatisches Weihnachtsmenü war vielleicht der Beginn einer neuen Tradition…

Apropos: Sandra vom wunderbaren Blog From Snugg’s Kitchen sucht aktuell bei Zorras Blogevent “Ran an den Wok” Rezepte für ihren Wok, da sie sich mit der asiatischen Küche noch nicht so auskennt und sich endlich mal ranwagen will. Mit diesem Curry kann man super in die thailändische Aromaküche einsteigen, weil man nicht zu viele Zutaten braucht und die Currypaste prima vorbereiten kann.Viel Spaß beim Woken, liebe Sandra!

Vielleicht habt Ihr ja auch noch ein Rezept für Sandra? Hier geht’s lang:
Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)

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Lammcurry a la C.

Meine Freundin M. kenne ich seit mittlerweile fast 20 Jahren. Auch wenn wir uns in dieser Zeit manchmal  lange nicht gesehen haben, ist es beim Wiedersehen doch immer, als hätten wir uns gerade letzte Woche das letzte Mal getroffen – so nahtlos können wir an alte Geschichten, neue Ereignisse und unseren gemeinsamen Weg anknüpfen.

M. war Foodie lange bevor es diesen Begriff gab. Sie hat mir türkische Gemüsehändler und den Hanauer Wochenmarkt ans Herz gelegt, hat stets für Freunde gekocht und mich zu meinem ersten indischen Restaurant geführt (mein Erweckungserlebnis!). Auch die Entdeckung des Lieblingschinesen „Jade Magic Wok“ geht auf ihr Konto.

M. hat laotische Wurzeln und ist Globetrotterin. Außerdem ist sie seit Ewigkeiten mit C. befreundet, indischstämmige Malayin, wenn ich den Stammbaum noch richtig zusammenbekomme. Aber wen interessiert das schon in einer globalen und cosmopolitischen Zeit wie der unseren? Mich interessiert es jedenfalls dann, wenn es um’s Kochen geht. Und den Befehl: „Kommt zu uns. C. macht Curry und wir gucken zu!“ muss man mir jedenfalls nicht zweimal sagen. (M. spricht manchmal in Befehlen zu ihren Freunden. Das muss man wissen!)

Also standen M. und ich in der Küche (die Männer hatten sich mit einer Flasche Wein zur „Gartenbesichtigung“ verdrückt) und schauten C. in die Töpfe.

Kinners, was für ein Duft. Was für ein Anblick. Und wie viel Spaß! Auch wenn C. etwas ungehalten war über neugierige Nachfragen…

Weil ein Rezept-Aufschreiben während der Kocherei völlig unmöglich war, habe ich M. im Nachhinein gebeten, das Rezept von C. zu besorgen. Aber C. kocht nicht nach Rezept. Überhaupt ist das alles albern. Kochen ist Lebenseinstellung, Tradition, Routine, Gefühl – nicht Rezept. Auf meine Fragen „Wie viel hiervon? Wann kommt das rein? Wie viel davon?“ lautete die Antwort immer nur „Kannst Du machen wie Du willst.“

Aha.

M. – die ich unter anderem wegen ihres Humors liebe – hat dann jedenfalls doch noch das Rezept weitergegeben. Ich kann mir genau vorstellen, wie das Gespräch zwischen den beiden ablief.

Hört mal zu. Ich gebe das unredigiert wieder:

C. hat ca. 2 kg Lammfleisch von der Schulter gekauft. Das Fleisch hat sie sich vom Metzger entbeinen und den Knochen klein schneiden lassen. Da sie kein “gutes Lammfleisch” in Deutschland findet, sondern das tiefgefrorene Fleisch aus Australien bevorzugt (“das ist viiiiiieeel besser”) kann das Durry auch nicht gut schmecken…

Alle Angaben sind jetzt reine Beobachtungen und stummes Schweigen, denn genaues Zuhören verwirrt noch mehr, falls man Kopfschmerzen hat, nehmen diese jetzt zu.

Rote Zwiebeln in Scheiben schneiden, ca. 2 Zwiebeln, bitte nicht zu kleine Zwiebeln!, eine Knolle Knoblauch, ein
ganzer Ingwer (???), alles schälen und in Scheiben schneiden, 3 ganze Tomaten schälen und ausdrücken, natürlich alles in die Schale mit dem Fleisch und den Gewürzen. Ein Bund Koriander grob schneiden und dazugeben.

Und nun kommen die Gewürze: Salz, 4-5 Nelken, 2 Zimtstangen, 4 Kardamonkapseln, ein TL Fenchelsamen und dann kommen noch getrocknete Curryblätter hinzu.

Alles in einen Topf geben und nun kommt das Supercurrypulver hinzu, das vorher mit Wasser vermischt und einer nicht zu dicken Pampe angerührt wird.

Dann schön verreiben und wenn man es schärfer haben möchte, dann kann man noch getrocknete Chillis hinzugeben. C. würzst zum Schluss noch mal mit Salz und einem Schuss Zitrone. Manchmal macht sie es auch nicht.

Und dann erzählt sie von dem Muttoncurry, das aus dem Fleischsaft seine Flüssigkeit und seinen Geschmack enthält und an das man kein Wasser mehr geben darf und manchmal sagt sie auch, dass die Frauen in Indien die Gewürze alle vorher rösten und dann zermahlen und dann erzählt sie….

Ach ja, heißes Öl in eine große Pfanne geben und dann alles rein damit. Bitte immer schön rühren, auf niedgrister Stufe kochen lassen, ca. 4 Stunden. Mindestens.

Man kann es aber auch reduzieren auf 2 Stunden, falls es Gäste gibt die nicht so spät essen wollen oder einfach nur hektisch Hunger haben und alles vorher schon aufessen oder man kann einfach Lust auf zähes fleisch entwickeln und sich an einem Curry erfreuen, das noch nicht zart und saftig ist!

Falls der Boden anbrennt, dann hat Mann oder Frau vergessen, regelmäßig zu rühren, die Flamme nicht auf niedrig gedreht und vergessen den deckel drauf zu machen. Wenn das Curry dann nach 4 Stunden fertig ist und man den ersten Bissen zu sich genommen hat, dann möchte man nicht mehr aufstehen und es hat sich gelohnt Endlossätze über sich ergehen zu lassen.

Aber eigentlich könnt Ihr das sowieso machen wie Ihr wollt, sagt C.

Wichtige Zutat ist jedenfalls das Supercurrypulver, das ich mir wohl im Internet oder bei meinem nächsten Schwester-Besuch in Birmingham organisieren muss. (Unnötig zu sagen, dass selbst hergestelltes Currypulver bei C. auf hochgezogene Augenbrauen stieß: „Wieso? Das hier ist viel besser!“)

Die Zutaten lesen sich wie folgt (falls Ihr es doch selber ansetzen wollt):

Ich fürchte aber, die „geheime Zutat“ verbirgt sich hinter „other spices“.

Das Lammcurry a la C. war jedenfalls eines der besten, das ich je gegessen habe. Auch wenn es angeblich nicht lange genug gekocht hat, das Lamm falsch war, M. und ich nur gestört haben… Ich fand es „fingerlickin‘“ genial! Würzig, scharf, mürbe. Heaven!

Dazu eine grandios entspannte, sehr witzige Tischgesellschaft, die wunderbaren Gastgeber, eine doch ziemlich geschmeichelte C. – der perfekte Abend!

Natürlich gab es auch noch ein Fischcurry. Und frittierte Auberginen. Und Reis. Und einen Maniok-Nachtisch mit viel Kokosmilch. Aber wagt Euch nicht, C. nach Rezepten zu fragen. Ihr wisst dann ja, was kommt: „Kannst Du machen wie Du willst!“.

Bei diesem ganz besonderen Curry-Erlebnis musste ich natürlich an Tina Foodina denken. Deshalb ist dieses Hammer-Lammcurry auch mein Beitrag zum Blog-Event!

Curry - köstlich asiatisch


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Pasta kann ein Lebensretter sein. Ein Teller Nudeln macht mich einfach glücklich. Nach richtig besch***enen Tagen ist ein Teller Spaghetti mit der besten Bolognese der Welt vom bEdW echtes Soulfood.

Manchmal ist mir aber auch nach asiatischen gebratenen Nudeln. Manchmal kann ich mich einfach nicht entscheiden, wenn vom bEdW die SMS kommt “asiatisch oder italienisch?”. Und manchmal muss ein Teller Pasta einen Extra-Pfiff haben.

In einem der letzten Hefte “Lust auf Genuss” habe ich ein Rezept mit Spinat, Scampi und Curry entdeckt und konnte mir die Zusammenstellung erst nicht so toll vorstellen. Aber das Ergebnis macht süchtig! Wir haben das Gericht – leicht abgewandelt – jetzt schon mehrfach mit Freunden oder zu zweit gegessen und sind wirklich begeistert!

Das Foto wird dem leckeren Gericht nicht gerecht. Aber ich war zu gierig, um lange mit der Kamera rumzuhampeln:

Für 2 Personen als Hauptgericht benötigt Ihr folgende Zutaten:

10-12 kleine Shrimps, bereits vorgegart und ohne Schale

eine große Handvoll TK-Spinat (ich koch’ das immer “frei Schnauze”, deshalb sorry für die Mengenangaben!)

1 rote Chilischote

1 gehäuften TL Madras Currypulver (wer sich Curry nicht selber herstellen mag, sollte zumindest eine würzig-scharfe Mischung verwenden)

100 gr Creme fraiche

125 ml Gemüsefond

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die gleiche Menge Ingwer und Knoblauch geschält und sehr fein gehackt)

1 EL Ghee (oder neutrales Pflanzenöl)

Salz, Pfeffer

Spaghetti oder Tagliatelle

So geht’s:

Spinat auftauen lassen und möglichst viel Flüssigkeit ausdrücken. Spaghetti-Wasser aufsetzen.

Ghee oder Öl in einer beschichteten Pfanne oder einem Wok erhitzen. Die Chilischote sehr fein in Ringe schneiden und im heißen Ghee kurz frittieren. Herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Jetzt im restlichen Öl die Ingwer-Knobi-Paste anbraten. Das Currypulver dazugeben und ebenfalls anrösten, bis die Aromen in der Nase kitzeln.

Je nach Kochdauer der Nudeln sollten sie jetzt schon im Wasser sein, denn der Rest geht relativ schnell!

Spinat in die Pfanne/den Wok geben und mit allen bisherigen Zutaten gut vermischen. Den Gemüsefond hinzugeben, gut vermischen, Hitze reduzieren, Deckel drauf und einige Minuten garen lassen.

Wenn die Pasta fast fertig ist, Creme fraiche unter den nicht mehr kochenden Spinat rühren und – falls noch zu flüssig – das Ganze bei offenem Deckel etwas reduzieren lassen. Pasta aus dem Topf nehmen, abtropfen lassen und unter den Spinat heben. Shrimps dazu geben und alles gut vermischen.

In tiefen Tellern anrichten und mit den frittierten Chili-Ringen servieren!

Die Zubereitung dauert maximal 30 Minuten und ist kinderleicht!

Was ist Eure liebste Spaghetti-Variante? Darf’s auch mal exotisch sein oder mögt Ihr lieber die Klassiker?

 

 

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Schwein bekommt man in weiten Teilen Indiens eher selten serviert. Nicht nur Moslems, auch Hindus halten nicht viel vom Schwein als Essensquelle. Lange Zeit galten die Tiere als Nahrung der Kastenlosen und waren entsprechend geächtet. Allerdings gilt dies nicht in Regionen, in denen die portugiesischen oder andere europäische Kolonialherren ihre (christlichen) Spuren hinterlassen haben.

Deshalb hat es mich auch nicht gewundert, dass das Rezept für Schweine-Curry aus dem Buch “Indian in 6” von Monisha Bharadwaj, aus dem ich neulich schon zwei leckere Dips für Heikes Blog-Event gemacht habe, nach einem Rezept aus Goa zubereitet wird.

Für zwei gute Esser benötigt Ihr folgende Zutaten:

500 gr Schweinefilet

1 große Zwiebel

2 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die entsprechende Menge beider Zutaten, sehr fein gehackt)

1 TL Kurkuma

6 rote Chillies (das Rezept spricht von 10 Chillies. Ich fand aber 6 scharfe mehr als ausreichend – Empfindliche nehmen noch weniger!)

1 TL Garam Masala

75 ml Wein-Branntweinessig

3 TL Ghee oder Sonnenblumenöl

So wird’s gemacht:

Das Fleisch in etwa Gulasch-große Stücke schneiden und mit dem Kurkuma vermischen. Zur Seite stellen und etwas ziehen lassen. Zwiebeln, Ingwer-Knoblauch-Paste, Chillies, Garam Masala und Essig in einem Mixer zu einer Paste pürieren. Das Ghee in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Schweinewürfel scharf anbraten, aber nicht komplett durchgaren. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Die Paste in der Pfanne unter Rühren anbraten. Abschmecken und salzen.

Etwas Wasser hinzugeben, so dass die Flüssigkeit eine saucen-artige Konsistenz annimmt (lieber erstmal zu wenig und etwas nachgießen!). Die Fleischwürfel hinzugeben und zugedeckt sanft köcheln lassen, bis das Schwein gar ist (dauert bei Filet-Fleisch nur wenige Minuten). Wem das Essen zu scharf ist, der kann mit etwas Kokosmilch oder Joghurt (Achtung, sollte nicht mehr kochen!) gegensteuern. Sofort servieren.

Dazu passt zwar eigentlich Reis, den man in Goa zu allem isst. Wir hatten aber am Vortag Reis und haben deshalb die Bombay-Kartoffeln gemacht (im Foto im Hintergrund), die ich hier schon mal vorgestellt habe. Diesmal allerdings ohne Tomaten, da das Curry saucig genug ist.

Ein schnelles, unkompliziertes Gericht (Ingwer-Knoblauch-Paste und Garam Masala sollten sowieso IMMER im Haus sein!), das ziemlich scharf und leicht säuerlich ist. Herrlich indisch!

Und da es – ohne die Kartoffeln – wirklich vergleichsweise schnell zubereitet ist, da Schwein nicht ewig schmoren muss (anders als bei Lamm- oder Rindercurry), ist Chiristas Ghassi mein März-Beitrag für das Dauer-Blog-Event Cucina Rapida von man kann’s essen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

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Es gibt Tage, an denen will ich einfach nur schnell ein bisschen Pasta machen. An anderen reicht mir ein Butterbrot mit frischen Tomaten, Meersalz und Basilikum oder Schnittlauch. Und manchmal habe ich einen absoluten Koch-Flash. Dann macht es mir wahnsinnig Spaß stundenlang in der Küche zu stehen, alle Herdplatten inklusive Backofen im Einsatz zu haben und zu mörsern, was das Zeug hält.

Um so einen Flash zu befriedigen, sind indische Rezepte immer wieder eine gute Wahl (Im Uhrzeigersinn von links oben: Reis, Peas Masala, Gurken-Raita, Chettinad Mutton Curry).

Hier müssen erstmal Pasten und Gewürzmischungen angerührt werden, bevor die eigentliche Kocherei losgeht, die dann meistens auch noch mal ganz schön dauert… Herrlich! Man kann aber auch alle Bestandteile einzeln zubereitet essen. Dann ist das Erbsencurry (s.u.) mit etwas Reis ein ganz schnelles, leichtes und vegetarisches Abendessen.

Wenn ich in Tinas Blog mal nicht fündig werde, schaue ich für Rezepte gerne bei spicytasty vorbei. Die drei Autoren posten Gerichte aus fast allen Teilen Indiens – von kleinen Snacks bis zu aufwendigen Fleischgerichten. Dazu gibt es immer eine kleine Herkunftsgeschichte, eine gut nachkochbare Anleitung sowie appetitanregende Fotos. Man kann sich kaum entscheiden. Also: Turban zurechtgerückt und los geht’s!

Die Wahl fiel diesmal auf Chettinad Mutton Curry von Shriya. Chettinad ist eine Region im Süden Indiens sowie die Bezeichnung einer Kaste, die sich auf die Zubereitung der Speisen aus dieser Region spezialisiert hat. Im Süden Indiens sind die Curries (vegetarisch oder mit Fleisch) mittlerweile sehr beliebt.

Ich habe mich stark an Shriyas Rezept für das Chettinad Mutton Curry gehalten. Allerdings habe ich für uns beide die Fleischmenge auf insgesamt 500 gr Lammschulter reduziert, was mehr als ausreichend war. (Das Fleisch hatte ich natürlich von unserem Stammmetzger Jaddy’s Fleischwaren, was wieder eine gute Wahl war: sehr zart und aromatisch, so mürbe, dass es fast von selbst zerfiel.)

Die Menge der Gewürze habe ich allerdings nicht halbiert, sondern nur leicht reduziert. Nelken, Zimt und Sternanis habe ich zudem in ein Teefilter-Säckchen gepackt und mitgekocht. Dann besteht nicht die Gefahr, dass man auf eine Nelke beißt, was ich extrem unangenehm finde. Die anderen trockenen Gewürze habe ich gemörsert und wie im Rezept beschrieben angeröstet. Statt mit dem Schnellkochtopf habe ich das Curry in einer normalen Schmorpfanne zubereitet. Damit die Lammschulter schön mürbe wird, sollte man sich mindestens eine Stunde Zeit für das Schmoren nehmen.

Zum Schluss habe ich noch etwas Joghurt untergerüht, weil ich die Konsistenz ein bisschen zu “trocken” fand. Da reichen 1-2 EL. Wichtig: Dann nicht mehr aufkochen, sonst flockt der Joghurt!

Das Curry hat Schärfe und eine leichte Säure. Durch den Fenchelsamen und den Kreuzkümmel ist es aber sehr gut bekömmlich und war sicherlich nicht zum letzten Mal aufm Tisch!

In der Zeit, in der das Curry schmurgelt, kann man wunderbar Reis kochen und das Naan vorbereiten und backen. Wie das geht, steht hier. Selbstgemachtes Naan schmeckt besser als das aus dem Supermarkt oder Asialaden. Natürlich geht das aber als Beilage ebenso gut. Unser Naan ist ein bisschen arg aufgegangen und erinnerte eher an Brötchen:

Wer sie “authentischer” aussehend haben möchte, muss einfach nur noch mal in den Teig stechen, bevor es ab geht in den Ofen. Aber der Geschmack ändert sich natürlich nicht. Und zum Auftunken der Sauce ist ein fluffiges “Brötchen” ebenso geeignet.

Gut vorbereiten lässt sich auch Gurken-Raita, das ein bissl die Schärfe vom Curry nimmt: Einfach 1/2 Salatgurke schälen, entkernen und in kleine Würfel hacken. Mit Joghurt vermengen und mit Salz sowie etwas gemahlenem Cumin (Kreuzkümmel) abschmecken. Wer mag, kann noch einige Minzeblättchen dazugeben.

Als 2. Curry gab es Peas Masala – also ein Curry mit Erbsen.


Auch hier hat das Rezept gut funktioniert. Allerdings habe ich TK-Erbsen genommen. Die Einweichzeit entfällt damit. Und natürlich reduziert sich auch die Kochzeit ein bisschen. Sind die Erbsen mal in dem Gewürzsud, reichen 15 Minuten leichtes köcheln bei mittlerer Hitze. Ist das Ganze zu wässrig, kann man das Curry bei offenem Deckel noch etwas einreduzieren. Wird es zu trocken, hilft ein Schluck Gemüsebrühe oder etwas Joghurt.

Die süßlichen Erbsen passen toll zum säuerlichen Chettinad Mutton! Und wie schon erwähnt, auch als Solo (mit Reis oder Naan) sehr lecker und flott zubereitet. Deshalb ist das Peas Masala auch mein Oktober-Beitrag für die Cucina Rapida von “Man kann’s essen”.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Für alle Bestandteile des indischen Koch-Flashs habe ich insgesamt über 3 Stunden in der Küche gestanden. Mir hat das wieder wahnsinnig Spaß gemacht. Und wenn man dann ganz hinten im Ohr den Maharadscha schmatzen hört, ist man geschafft … und sehr glücklich!

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Wenn ich mal wieder richtig Bock auf indische Kocherei habe – so richtig mit Gewürz- und Mörserorgie – lasse ich mich immer gerne von Tinas Blog inspirieren. Hier finden sich zahlreiche authentische, sehr gut beschriebene und nachkochbare Gerichte aus allen Regionen Indiens. Es gibt zwar auch unzählige englischsprachige Blogs zur indischen Küche, die einem tatsächlich das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Aber bei Tina gibt’s kurz und knackig mit appetitlichen Bildern auch noch Infos zum Einkauf, zur Herkunft des Rezepts sowie viele Tipps, die ich einfach nicht missen will. Bisher ist mir jedenfalls noch alles gelungen, was ich nachgekocht habe – und geschmeckt hat es auch!

Jedenfalls war mir neulich wieder danach, den Turban aufzusetzen, das Thali-Geschirr hervorzuholen, gefühlte 85 Gewürze zu mörsern und loszulegen.

Es gab Chicken Rizzala

und ein Kichererbsencurry (komplett vegetarisch).

Das Chicken Rizzala war wegen der vielen Kräuter (Minze, Koriander) sehr frisch und leicht mit zahlreichen Aromen, die auf der Zunge tanzen. Am liebsten möchte ich, dass dieser Geschmack gar nicht mehr aufhört… Auch wenn Tina es als “Sommer”-Curry bezeichnet, könnte ich mich da auch im Herbst und Winter hineinknien :) . Kichererbsencurry gab es immer schon mal bei uns. Es ist – wenn man die Einweichzeit nicht berücksichtigt bzw. auf Dosen-Kichererbsen zurückgreift – auch mal ein schnelles After-work-Curry, das sich abends zubereiten lässt, wärmt, sättigt und auch Vegetarier-Gäste begeistert!

Wer eine Beilage benötigt, kann Reis oder Naan reichen. Die Kichererbsen machen aber schon ganz schön satt, so dass eigentlich eine kleine Menge reicht. Um möglichst viel Sauce auftunken zu können, haben wir Reis gemacht.

Insgesamt habe ich mich eng an die Rezepte bei Tina gehalten, weil ich ihr da mittlerweile blind vertraue. Da ich mich aber relativ spontan dazu entschlossen hatte, indisch zu kochen, habe ich die jeweils schnellere Variante gewählt. Das heißt: Dosen-Kichererbsen für das Kichererbsencurry (da entfällt die Einweichzeit über Nacht und auch die Kochzeit verringert sich!) und fertige Röstzwiebeln (waren noch von einer Hot-Dog-Sause übrig) für die Gewürzpaste für das Rizzala. Beide Gerichte haben uns sehr gut geschmeckt – es kann aber durchaus sein, dass eingeweichte Kichererbsen und “echte” Röstzwiebeln noch den entsprechenden Kick geben. Beim nächsten Mal probiere ich also die zeitintensivere Variante mal aus und werde testen.

Außerdem habe ich bei beiden Rezepten etwas mehr Schärfe zugegeben. Und gekocht wird bei mir mit Ghee und nicht mit Butter. Wer häufiger indisch kocht, kann sich eine Dose Ghee im Asialaden kaufen. Für Nur-mal-ab-und-zu-indisch-Kocher tut es aber auch Butter oder Pflanzenöl.

An dieser Stelle ziehe ich den Turban, verbeuge mich tief und sage “Dankeschön” an Tina Foodina, die unser Thali-Geschirr immer mal wieder zum Klappern bringt :)

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Es gibt irgendeinen albernen Film mit Liselotte Pulver, in dem sie “Whiskey Soda – ohne Soda” bestellt. Als Kinder konnten meine Schwester und ich uns darüber stundenlang beömmeln – ohne die leiseste Idee zu haben, was Whiskey Soda sein könnte. Aber witzig war’s trotzdem.

Bei dem Gericht Beef Shatkora ist natürlich Shatkora eine der Hauptzutaten: eine in Bangladesch heimische Frucht mit einer säuerlich-bitteren Note, die ich mir als Mischung aus Quitte und Grapefruit vorstelle. Dummerweise gibt es Shatkora nicht einfach so beim Edeka. Und auch nicht in der “Fruitique” oder dem Exoten-Handel auf dem Viktualienmarkt, die sonst eigentlich immer alles haben.

Aber da schon der BBC-Koch und -Traveller Rick Stein, über dessen Programm ich das Rezept kennengelernt habe, eine pinke Grapefruit als Alternative empfahl, hab ich es eben in dieser Abwandlung ausprobiert.

Das Original-Rezept findet Ihr hier. Daran habe ich mich sehr eng gehalten (außer dem Shatkora-Part natürlich). Das Ergebnis ist ein sehr würziges, vielschichtiges Curry mit einer leicht fruchtig-bitteren Note, die sehr exotisch und spannend schmeckt.

 

Serviert haben wir es mit Reis und Naan sowie einem Minz-Joghurt und Chutneys. Wir hatten nämlich überraschend lieben Besuch bekommen und wollten das Gericht noch ein bisschen pimpen. Allen 3 Essern hat es sehr gut geschmeckt, weshalb wir das Curry unbedingt noch mal machen wollen. Vielleicht finden wir dann auch irgendwo eine Shatkora… (Für 3 Esser mit entsprechenden Beilagen reicht etwas ein Drittel der Zutaten!)

Rick Steins Reisen (etwa durch Asien oder rund ums Mittelmeer) gehören zu den besseren Sendungen auf Bon Gusto, dem Kanal, wo auch Nigel Slaters Simple Suppers oder Anjum Anands “Einfach indisch!” ausgestrahlt werden. Wenn wir mal etwas Freizeit haben und nicht selber kochen, schauen wir immer mal wieder bei Bon Gusto rein. Dort gibt es leider viel Mist (alte “Kerner kocht”-Folgen oder endlose Backsendungen) aber auch ein paar Highlights, die hauptsächlich von der BBC zugeliefert werden. Ebenfalls empfehlenswert ist die Sendung “100 Miles” über ein Projekt in den USA, in denen mehrere Familien 100 Tage lang nur essen durften, was im Umkreis von 100 Meilen angebaut wird. Sehr interessant zu sehen, welche Ausreden sich die Protagonisten einfallen lassen, um an Kaffee zu kommen :)

Rick Stein, der für die BBC durch die Welt reist und exotische Gerichte aufspürt, hat leider ein bisschen eine Kolonial-Herren Attitüde, die dem nicht-englischen Zuschauer doch hin und wieder sauer aufstößt, wenn er sich beispielsweise freut, dass Kinder aus Bangladesh so fleißig Cricket spielen oder er mehrmals betont, dass es ohne die Engländer keinen Tee in Indien gäbe etc. Seine Neugierde auf fremde Genüsse ist aber sehr mitreißend und macht einfach Lust aufs Kochen.

Zum Glück hat die BBC auch ein umfangreiches Rezepte-Portal, wo man die Gerichte der einzelnen Sendungen leicht finden kann. Sie sind sowohl über die Zutatenschlagworte als auch über die Namen der Sendungen oder der Köche zu finden. Eine tolle Quelle für Rezept-Ideen, Anregungen und Dinge, die man unbedingt mal ausprobieren muss…

Und wo sucht Ihr so nach Rezepten? Welche Fernseh-Köche schaut Ihr am Liebsten? Oder ist im TV das Zuschauen viel spannender als das Nachkochen?

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Nach all den Pasta-Reste-Orgien der letzten Wochen hatte ich SOLCHEN BOCK auf “was Indisches”, dass ich schon nachmittags zu überlegen anfing, was ich mir nach der Arbeit relativ schnell und unaufwendig zubereiten könnte. Es sollte schön scharf sein, machbar für eine Person und nicht stundenlang dauern… Gar nicht so einfach, da alleine die Gewürzzubereitungen für indische Gerichte oft etwa eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Wenn man dann noch Rind oder Lamm köchelt, muss man häufig noch mal eine Stunde einplanen. Zuzüglich vorherigem Einkauf hätte ich dann etwa gegen 21:30h essen können. Zu spät für ein gehaltvolles Abendessen.

Erste Zeitspar-Möglichkeit: Hühnchen statt rotem Fleisch, da es schneller gart und nicht erst langwierig pariert werden muss.

Zweite Zeitspar-Möglichkeit: Zutaten aus dem Supermarkt verwenden. In meinem Fall neben Hühnchen noch Kartoffeln und TK-Erbsen.

Dritte Zeitspar-Möglichkeit: AUSNAHMSWEISE mal auf eine Fertig-Gewürz-Mischung zurückgreifen. Einzige Vorgabe: Kein Geschmacksverstärker!

Die Auswahl im Asia-Laden hat dann doch einige Zeit in Anspruch genommen, da ich die Zutatenliste genau studiert habe. Das Ganze war aber auch sehr aufschlussreich.

Ich habe mich für Hot Curry Paste von Rajah entschieden (ca. 3,50 Euro für 285 gr – reicht locker für 3-4 x Kochen).

In Asia-Läden oder größeren Supermärkten gibt es viele verschiedene Würz-Pasten von Korma über Tikka Masala und Tandoori bis Hot oder Mild Curry. Wichtig für die Auswahl war mir in erster Linie die Zutatenliste. Während manche Anbieter lediglich neben Öl, Essig und Salz noch kryptisch von “Gewürzen” sprechen, hat die Hot Curry Paste von Rajah die komplette (?!) Zutatenliste auf dem Etikett:

Wasser, Salz, Pflanzliches Öl (Rapsöl, Baumwollsamenöl), Koriander, Chilipulver, Kreuzkümmel Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Linsen, Säuerungsmittel Essigsäure, Anissamen, Bockshornklee, Nelken, Zimt, Lorbeerblatt.

Das sind eigentlich auch ziemlich genau die Dinge, die ich so in eine Curry-Mischung mache, weshalb mir das Risiko nicht allzu groß erschien. Außerdem ganz wichtig: Kein Geschmacksverstärker! Mehr kann man von einer Fertig-Paste meines Erachtens nicht erwarten.

Die Zubereitungsangabe auf dem Glas ist nur auf englisch vorhanden und auch nicht sehr hilfreich, wenn man nicht hin und wieder indisch kocht: “Ideal with all meats and vegetables. Recommended usage is 1 generous tbsp. for every 250 g of ingredients. Ensure fully cooked before serving.”

Aha! Ist ja schön, dass 1 TL reicht pro 250 gr. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass unerfahrenere Hobbyköche nicht so genau wissen, wann sie die Paste dazugeben sollen. Pur oder aufgelöst? Am Ende oder gleich mit anbraten?

Ich hab die Paste verwendet wie ich auch mit meinen eigenen Gewürzmischungen umgehen würde. Und finde, dass das Ergebnis sehr appetitlich aussah, oder?

Aber hier erstmal die Zutatenliste für einen sehr hungrigen Esser (plus Left-overs für die Mittagspause am Tag danach) oder für zwei Personen:

Ein großes Hühnerbrustfilet

2 mittelgroße Kartoffeln 

eine Handvoll TK-Erbsen

1 Dose gehackte Tomaten

1 EL Ghee oder Rapsöl

frischer Koriander

Einen Schuss Joghurt, Kokosmilch oder Sahneersatz 

Eine kräftige Prise Zucker

Alternativ kann man das Curry auch ohne Fleisch und mit einer breiteren Gemüseauswahl zubereiten. Super ist zum Beispiel eine Mischung aus Kartoffeln, Blumenkohl und Karotten.

So habe ich es gemacht:

Kartoffeln schälen, würfeln und fast gar kochen. TK-Erbsen auftauen. Hühnerbrust in mundgerechte Stücke würfeln. Ghee in einer großen Pfanne erhitzen und 1 großen Esslöffel Curry-Paste anbraten bis es duftet, aber nicht qualmt. Jetzt die Hühnerwürfel anbraten, bis sie innen noch roh sind, aber außen schön Farbe haben. Mit der Dose Tomaten ablöschen und bei mittlerer Hitze und offener Pfanne einköcheln lassen. Nebenbei den Reis oder – wenn man mag – Naan Brot zubereiten. (Keine Angst, wenn man sich ein bisschen unsicher mit der Zeiteinteilung ist: Das Curry verzeiht auch, wenn man es 5 min länger köchelt. Notfalls die Platte ausstellen, Deckel auf die Pfanne und nur noch ziehen lassen, bis Reis oder Naan fertig sind). Kurz bevor der Reis/das Naan fertig ist, die Kartoffeln und die aufgetauten Erbsen dazugeben und alles noch mal ordentlich heiß werden lassen.

Da ich die Paste sehr salzig fand, habe ich mit etwas Kokosmilch abgemildert, sonst wäre mir der Geschmack zu penetrant gewesen. Das ist aber Geschmacksache – zumal ich beim nächsten Mal vielleicht einfach weniger Paste nehmen würde. Auch Joghurt oder Sahne(ersatz) mildern den Salzgeschmack und natürlich auch die Schärfe.

Wenn alle Zutaten fertig sind, frischen Koriander grob hacken und über den angerichteten Teller geben. Etwas Gurken-Raita oder – wenn man momentan vielleicht lieber auf rohe Gurken verzichten mag – Minz-Joghurt kühlen das heiße und scharfe Gericht zusätzlich. Die Zubereitung hat etwa 35-40 Minuten gedauert und gehört sicher nicht ganz in die Kategorie “schnell&lecker”, ist aber deutlich fixer als ein “handgemachtes” Curry.

Mein Fazit: Die Gewürzpaste riecht und schmeckt sehr authentisch und enthält (wenn man dem Etikett glauben kann) keine anderen Zutaten als eine hausgemachte Paste. Für kleinere Ein-Mann/Frau-Portionen oder als schnelle Alternative aus dem Vorratschrank eignet sie sich tadellos. Einmal angebrochen, solltet Ihr sie aber im Kühlschrank aufbewahren und möglichst innerhalb weniger Wochen verzehren, weil sie sonst etwas ihr Aroma verliert. Wer nicht stundenlang mörsern und Gewürze anrösten mag, kann meiner Meinung nach gut und gerne mal auf Rajah Hot Curry Paste zurückgreifen.

Apropos: Hot heißt wirklich Hot! Wer also nicht so gerne scharf isst, sollte mit der Mild Curry Paste einsteigen oder gleich eine Korma-Sauce aussuchen. Diese sind meist sehr mild und für Einsteiger in die indische Küche bestens geeignet.

Wer hinterher trotzdem die Geschmacksknospen kühlen möchte, kann sich zum Nachtisch den Bollywood Smoothie gönnen.

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Weil es oft recht zeitaufwendig ist, koche ich meist am Wochenende indisch. Manchmal muss es aber auch einfach mal abends unter der Woche sein. Umso besser, wenn man dann das ein oder andere “schnellere” Rezept in petto hat. Mein Lieblingskochbuch “Fresh Indian” ist da eine super Quelle – vor allem, weil die Rezepte weniger schwer und damit erst recht für ein nicht ganz so heftiges Abendessen geeignet sind.

Zuerst gab es eine leckere Vorspeise mit meinem neuen Lieblingsgemüse Rote Bete: Rote Bete Salat mit Joghurt und Koriander, den ich Euch hier schon mal vorgestellt habe.

Von dem Joghurt am besten noch etwas zurückhalten für das Hauptgericht (ansonsten kann man ihn auch schnell ansetzen oder puren Joghurt nehmen): Tomaten-Eier-Curry

Zutaten für 2 Personen:

1 Zwiebel – geschält und fein gehackt

3 hartgekochte Eier

ein kleines Stück Ingwer – geschält und fein gehackt

2 Knoblauchzehen – geschält und ebenfalls fein gehackt

2 gehäufte TL Madras Currypulver (Rezept gibt es hier - oder ein anderes scharfes Currypulver verwenden)

1 Dose ganze Tomaten

1 TL Zucker

1 EL Ghee oder Pflanzenöl

Salz, Joghurt (von der Vorspeise oder puren Joghurt ggf. mit etwas Kreuzkümmel und Salz abschmecken)

gehackte Korianderblätter zum Garnieren

So geht’s: Ghee oder Öl in einer nicht haftenden Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin anbraten. Mit dem Zucker bestreuen und einige Minuten karamellisieren lassen. Ingwer, Knoblauch und Currypulver zugeben – alles unter Rühren etwa eine Minute anbraten. Tomaten zugeben, zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten einkochen lassen – Rühren nicht vergessen. Jetzt die Eier halbieren und die Hälften vorsichtig in das Curry setzen, bis sie wieder etwas warm sind. Tipp: Wenn man die Eier parallel kocht und nicht gleich schält, sind sie noch warm genug, um nicht extra erwärmt zu werden. Das Curry und die Eier in eine Schale geben. Jetzt den Joghurt drübergeben und die gehackten Korianderblätter zum Garnieren über das Essen streuen.

Wir hatten dazu keine “Sättigungsbeilage”, weil ein Verzicht auf Kohlehydrate auch mal ganz gut tut. Außerdem sättigen die Rote Bete von der Vorspeise und die gekochten Eier genug für ein Abendessen. Passend dazu ist allerdings Naan-Brot oder natürlich Reis. Ein Rezept für selbst gemachtes Naan gibt’s hier. Aber auch fertiges Naan aus dem Supermarkt oder dem India-Store ist lecker.

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