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Auf dem Markt gibt es jetzt kleine, feine Rote Bete mit herrlich gemaserten Blättern, die ein wenig an Mangold erinnern. Zu schön, um sie einfach abzuschneiden. Stattdessen kommen sie auf mein Raita drauf.

Raita? Wer wie ich besessen ist von indischer Küche, kann ohne Raita nicht leben. Raita ist eine erfrischende, die Schärfe nehmende Beilage aus Joghurt und diversen Zutaten – etwa Tomaten oder Minze, gewürzt mit Cumin oder Zitronenzesten… Ganz klassisch ist das Gurken-Raita. Aber auch andere Variationen sind erlaubt und setzen der Phantasie keine Grenzen. Eine ganz besonders verführerische habe ich neulich zu unserem Malabar Fisch Curry gemacht:

Processed with Rookie

Zutaten:

250 gr Joghurt (3,8%)

2 EL saure Sahne

1 kleine Tomate, entkernt und gewürfelt

4 EL geschälte, entkernte, gehackte Salatgurke

8 Blätter Minze, fein gehackt

3 EL Rote Bete Blätter, gehackt

1 gehäufter TL Cumin (Kreuzkümmel)

1 Prise Salz

1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Joghurt und saure Sahne miteinander glatt verrühren. Cumin und Salz dazugeben und gut vermischen. Gurke, Tomate und Minzeblättchen unterheben, dabei etwa 1 EL beiseite lassen für die Garnitur. Diese dann mit den gehackten Rote Bete Blättern mischen und zum Servieren auf das Raita geben.

Raita passt natürlich zu scharfen indischen Gerichten. Der kühle Joghurt-Dip schmeckt aber auch klasse zu Gegrilltem, zu Fladenbrot und als Dip für Gemüse.

 

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Ja, an dieser Stelle traue ich mich, einen Superlativ zu benutzen. Denn es gibt keine Cocktailsauce, die mir jemals besser geschmeckt hätte. Und sie existiert in unserer Familie seit mindestens 40 Jahren. Oder mehr? Nuff said? Nuff said!

Jedenfalls mache ich sie nach dem Rezept meiner Mutter, habe sie vielleicht etwas justiert. Aber mich beschleicht ohnehin der Verdacht, dass ich als Fünfjährige nur deshalb völlig unerschrocken sämtliche Meeresfrüchte im Frankreich-Urlaub gegessen habe, um diese Cocktailsauce essen zu können. Löffelweise!

Sie passt wunderbar zu – eben! – sämtlichen Langusten, Scampis, Shrimps etc. Natürlich auch zu Grillgemüse, Ofenkartoffeln, Hühnchenfleisch oder Fisch. Mit geröstetem Baguette auf dem Tisch wurde sie bisher noch immer ratzeputze leer gegessen. Und rosa ist eh eine tolle Farbe:

cocktailsauce

Zutaten für eine (ohnehin niemals ausreichend große) Schüssel:

200 gr 10%-igen Joghurt

1 großer EL Creme fraiche

5 gr EL Ketchup (hausgemacht oder ein gutes Bio-Ketchup, etwa von Heinz)

einige Spritzer Worcester Sauce

einige Spritzer Tabasco

ein Schluck trockener Sherry

1 TL edelsüßen Paprika

Saft einer halben kleinen Zitrone

Salz

weißen Pfeffer frisch gemahlen

Prise Zucker

Die Mengenangaben sind Circa-Angaben. Ihr solltet alle Zutaten zum Abschmecken nutzen.

Zubehör: kleiner Schneebesen, Schüsselchen

Zubereitungszeit: 10 min (etwas Zeit zum Durchziehen schadet nicht)

So geht’s:

Logisch: Alle Zutaten miteinander vermischen und mit dem Schneebesen glattrühren, so dass keine Klümpchen drin sind. Abschmecken und kühl stellen. Vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur bringen. Gegebenenfalls noch mal abschmecken und nachwürzen.

Ihr werdet mit dem Abschmecken überhaupt nicht mehr aufhören können, versprochen.

Wozu wir die Cocktailsauce essen, wenn noch keine Grillsaison ist?

Zur Fischpfanne aus dem Ofen, angelehnt an ein Rezept von Jamie Oliver aus seinen “30 Minutes Meals” (Episode 22: Fish Tray Bake”):

Dazu den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Eine Ofenform mit Olivenöl fetten und etwa 6 in Salz eingelegte Sardellen auf den Boden legen. Fischfilets (beispielsweise Lachs, Zander, Kabeljau-Loins… ) und rohe, ungeschälte (aber entdarmte!) Shrimps, Cocktailtomaten, Knoblauchzehen, Thymianzweige dazugeben. Eine kleine Zitrone achteln und die Achtel zwischen den Fischstücken verteilen. Wer mag, kann auch noch Tintenfisch oder Muscheln ergänzen – je nachdem, was Euch beim Fischhändler anlacht! Alles pfeffern und salzen. Mit einigen Scheiben Pancetta “abdecken” und mit etwas Olivenöl besprenkeln.

Jetzt die Ofenform auf die mittlere Schiene des Backofens schieben. Je nach Dicke der Fischfilets dauert die Garzeit etwa 15 Minuten.

Natürlich könnt Ihr auch Zucchini, Frühlingszwiebeln oder andere Zutaten hinzugeben.

Der Pancetta, das Öl, der Fischsud, die Sardellen, die Kräuter, die Zitronen – das allers ergibt einen hervorragenden Sud auf dem Boden der Ofenform, die man herrlich mit Baguette aufstippen kann. Natürlich nur, wenn man nicht gerade bis zu den Ohren in der Cocktailsauce hängt, die zu allem, was aus dem Meer kommt, der Clou ist!

Lasst es Euch schmecken! Ihr habt jetzt das ultimative Cocktailsaucenrezept. Da geht nix mehr schief!

Update: Barbara von “Ein Topf Heimat” hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass sie aktuell ein schönes Blog-Event durchführt: “Kulinarisches Brandzeichen”! Hier sucht sie Rezepte, die uns kulinarisch geprägt haben und uns immer wieder in frühere Zeiten zurückbeamen. Da mache ich doch gerne mit! Und Ihr vielleicht auch?

 

 

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Was für ein Oktober! Letzten Samstag zeigte sich der Herbst noch einmal von seiner schönsten Seite: strahlend blauer Himmel, milde 18 Grad, bunte Blätter auf den Bäumen. Da wir noch einige Stücke Grillgut eingefroren hatten von vergangenen BBQs – etwa Salsiccia, einen Hühnerschenkel, zwei Steaks, Langusten – kam uns spontan die Idee zum “Abgrillen”. Natürlich kann man auch an schönen Wintertagen grillen. Aber das ist dann eher ein Luxus, für den wir nicht extra Fleisch im Tiefkühlfach vorhalten.

Zum offiziellen Abgrillen gab es neben dem etwas zusammengewürfelten Grillgut und Resten von Grillsaucen, die auch besser vorm Winter leer gemacht werden, einen frischen grünen Salat und knuspriges Weißbrot vom Italiener um die Ecke.

Unser lieber Freund Sch. war zufällig an diesem strahlenden Samstag zu Besuch. Und weil er nicht nur wunderbar Paella zubereiten kann, sondern auch sonst viel vom Genießen versteht, gab’s als Krönung für die Langusten und zum Stippen für das Weißbrot eine schneeweiße Aioli, die er schnell selbst gemacht hat:

aioli

Dafür braucht Ihr nichts anderes als folgende Zutaten:

50ml Milch

etwa 100-150ml neutrales Pflanzenöl, z.B. Raps- oder Erdnußöl

1 große Knoblauchzehe

etwas Salz

1 EL Olivenöl

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Ihr braucht dazu nur noch einen Stabmixer und ein hohes Gefäß zum Mixen.

Die Zubereitungszeit dauert keine zehn Minuten!

So geht’s: Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Milch in das Gefäß geben. Knoblauch dazu. Jetzt mit dem Stabmixer die Milch mixen und währendessen langsam das neutrale Pflanzenöl zugießen. Genau so viel, dass die Milch cremig wird. Zum Schluss noch das Olivenöl untermixen – für das Aroma. Salz und Pfeffer können abschließend einfach untergerührt werden.

Ergebnis ist eine blütenweiße Aioli, die leichter schmeckt als die Varianten mit Ei. Die Knoblauchzehe reicht völlig aus, um ein feines, nicht zu vordringliches Aroma zu haben. Eine tolle Idee! Danke, Sch.!!

Die Aioli hat unseren Freund aber gleich noch auf die nächste Idee gebracht: Pan Catalan!

Dazu einfach pro Person eine Scheibe Weißbrot im Backofen oder auf dem Grill anrösten. Dünn die Aioli auf das Brot streichen. Dann mit selbstgemachtem Tomatensugo (den hatten wir noch übrig) oder zerquetschten Tomaten bestreichen. Zum Schluss jeweils eine Scheibe Schinken darauf und mit grobem Pfeffer würzen. Olé!

Wer mit rohen Eiern sowieso lieber vorsichtig ist, findet eine Ei-freie Mayonnaise übrigens bei Zorra.

UPDATE: Ach, und dann sehe ich (fast) zu spät, dass Nele von Küchendelikte auch zu spanischen Wochen aufgerufen hat in einem Blog-Event, das von Zorra (s.o.) gehostet wird. Da passt meine Aioli, die Sch. aus Spanien zu uns importiert hat, doch wie A*** auf Eimer! :)

Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)

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Versprochen ist versprochen. Hier kommt der nächste und vorerst letzte Star für Euer BBQ (aka Grillfest):

Madras Curry-Dip:

Der Curry-Dip bildet zusammen mit Kasundi, dem scharfen indischen Tomaten-Relish, und dem Hot Chili Salsa das Dreigestirn der diesjährigen Grillsaison.

Anders als die beiden tomatig-fruchtigen Saucen kommt der Madras Curry-Dip etwas milder und cremiger daher. Aber nur vordergründig. Denn der Schlingel hat es trotz allem in sich und kann ganz schön reinhauen – abhängig davon, wie lange Ihr ihn ziehen lasst.

Er passt mit seiner fruchtig-scharfen Exotik prima zu gegrillter Hähnchenbrust, Scampi vom Grill, geröstetem Weißbrot, Ofenkartoffel, Grillgemüse oder als Klecks auf Tabouleh und Fattousch. Auch als Rohkostdip oder als Sandwich-Spread kam er schon zum Einsatz…

Das größte Lob kam von V.: “Ich könnte den ganzen Abend einfach nur mit Brot und Euren Dips bestreiten!” Können Gäste was Schöneres sagen? Glücklicherweise hat das der Grillmeister nicht gehört. Und zu Fleisch schmecken die Dipps natürlich erst recht!

Die Zutaten habe ich ziemlich frei Schnauze zusammengemixt und so lange abgeschmeckt, bis der Dip auch in der 3. und 4. Wiederholung perfekt war:

250 gr Naturjoghurt (3,5%)

2 EL Creme fraiche oder Saure Sahne

1 gehäuften TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder entsprechend Ingwer und Knoblauch sehr fein hacken)

Salz

Prise Zucker

1 Spritzer Zitronensaft

1 EL Olivenöl

2 EL Gin

1 gehäufter EL Madras Currypulver (alternativ: anderes scharfes Currypulver)

1 EL Rhabarberkompott (alternativ: pürierte Mango oder Ingwermarmelade)

für mehr Gelbstich: Extra-Prise Kurkuma

Alle Zutaten miteinander vermischen, abschmecken und ggf. noch etwas nachwürzen. Aber Achtung: Der Dip wird intensiver, wenn Ihr in längere Zeit ziehen lasst.

In ein Schraubglas geben und im Kühlschrank aufbewahren. Im Kühlschrank hält er sich mind. eine Woche, Ihr könnt ihn aber auch gleich essen :)

Grillsaison 2013: Was sind Eure Lieblinge?

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Was ist denn das mit mir und Frankreich? Wenn ich auf vergangene Posts zurückschaue, komme ich mir vor wie ein Frankreich-Groupie! Ob Monsieur Cherie, der Teenie-Urlaub an der Cote d’Azur, meine Vorliebe für Sauvignon Blanc, die Kindheitserinnerungen von Pagnol oder der deftige Paris-Roman Zolas – es geht hier ständig um Frankreich. Pourquoi?

Und auch diese Woche geht es französisch weiter.

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Nach den Maigret-Krimis am Mittwoch und „Dem Bauch von Paris“ am Montag stelle ich Euch aber auch endlich mal ein Kochbuch vor: Die Landküche der Provence. (Kosmos-Verlag, 14,95€. Autor: Reinhardt Hess. Fotos: Manuela Rüther)

Klingt das nicht schon wie Urlaub? Lavendelfelder, Honig, kühler Weißwein, Ziegenkäse, Boule spielende Männer in weißen Leinenhemden unter Platanen, Strohhüte, Baguettes unterm Arm geklemmt… Fehlt nur noch was Gescheites zu essen. Und dabei hilft uns das Kochbuch glücklicherweise.

Vorgestellt werden vornehmlich kleinere, unkomplizierte und gut zu kombinierende Gerichte. Vieles fand Eingang in die typisch französische Bistro-Küche, da sich Salate, überbackenes Gemüse oder Pasten für geröstete Brote perfekt als Kleinigkeit zum Glas Wein servieren lassen. Aber auch die bäuerlichen Schmortöpfe mit Kaninchen oder Huhn finden sich wieder. Nur ist es mir zum Nachkochen von Schmorgerichten aktuell viel zu heiß. Ich bitte um Verständnis.

Neben hübschen, stimmungsvollen Landschaftsfotos (Lavendelfelder!) sind auch viele Gerichte appetitlich abgebildet. Außerdem erzählt uns der Autor noch einiges über Land und Leute, den Wein, Essensgewohnheiten und die kulinarische Geschichte der Provence. Besonders interessant fand ich, dass die Provence früher als arm und karg galt. Ist sie doch heute danke des Tourismus alles andere als ärmlich. Aber früher bezog sich das eben auf die Landwirtschaft und nicht auf Oberstudienräte a.D. und Aquarellmalkurse…

Steinige Böden, sengende Sonne, wenig Wald – das spiegelt die Küche noch heute wieder. Man findet deshalb kaum Rindfleischgerichte in der provenzalischen Küche, da einfach die Wiesen für das Weidevieh fehlen. Überhaupt spielt Fleisch eine untergeordnete Rolle. Hühner (im Hof oder Stall) und Kaninchen (hohe Population) sind deshalb logischerweise Teil der Speisekarte. Wo die Provence ans Meer grenzt, gibt es zudem Fisch und Meeresfrüchte. Das alles klingt für uns heute überhaupt nicht mehr ärmlich, sondern eher wie das kulinarische Paradies: Sonnenverwöhntes Obst und aromatisches Gemüse, wenig Fleisch, frischer Fisch – dazu ein mineralischer Weißwein oder Rosé. Herz & Magen, was wollt Ihr mehr?

Einfache, leicht nachzukochende Gerichte aus Zutaten, die auch hierzulande leicht erhältlich sind, machen das Kochbuch perfekt für Einsteiger – oder auch aktuell faule Foodblogger, die sich nicht lange in der Küche aufhalten wollen.

Den wunderbar nussig-aromatischen Salat aus Puy-Linsen habe ich Euch hier schon vorgestellt.

Ausprobiert habe ich auch die fruchtige Paprika-Paste, die Ihr auf geröstetes Weißbrot, als Marinade für Grillgut oder einfach zum Dippen verwenden könnt. Mit sonnengereiften Paprika ein Genuss.

Und auch eine Oliven-Tapanade gehört in jeden Kühlschrank. Ob als Brotaufstrich oder für das Dressing des klassischen Salade nicoise ist die schnell zubereitete und lange haltbare Tapanade ein Renner.

Dass die Paprikapaste (vorne) etwas Flüssigkeit gezogen hat, war meine Schuld, da ich – faul, wie ich aktuell bin – Paprika aus dem Glas genommen habe und nicht extra den Backofen anschalten wollte (die Hitze!). Die Aus-dem-Glas-Paprika sind in Flüssigkeit eingelegt und somit trotz Abtropfen einfach nasser.

Last but not least habe ich die Grilltomaten mit Zwiebeln und Ziegenkäse ausprobiert.

Provence

Optisch wahrlich kein Highlight (auch im Buch findest sich keine Abbildung – ein Schelm, wer Böses dabei denkt), aber durch die Aromen ein Anwärter auf’s Sommerlieblingsgericht  (falls man den Backofen anschalten will). Süßliche Tomaten, karamellige Zwiebeln, würziger Käse, Thymian und Olivenöl – das Ganze dann mitten auf den Tisch stellen und mit Baguette drin herum stippen. Heaven!

Hier noch die Bewertung im Überblick:

Das Konzept: Die Macher sind auf der sicheren Seite: Wo Provence draufsteht, ist in diesem Fall Provence drin. Wohl dosierte Zusatzinformationen zu Küche und Kultur halten sich im Rahmen, sind aber gerade für Einsteiger interessant und passen ins Buch. Sympathisch sind die Weintipps zu jedem Rezept – wenn auch etwas redundant. Ja, ein Rosé aus der Provence schmeckt zu fast allem. Das kann ich nach jahrelangem Selbstversuch guten Gewissens bestätigen ;-) Abzug gibt es für den Low-Brainer im Titel: „LANDküche der Provence“. Da springt der Verlag auf LANDlust, LANDliebe und all die anderen gruseligen Erfolgstitel im Zeitschriftenregal auf. Die Provence besteht ja fast nur aus ländlichen Gebieten. Wie sollte denn die STADTküche der Provence aussehen? So ein Buch würde mich brennend interessieren… Insgesamt für ein rundes Konzept mit Augenroll-Titel 2 von 3 möglichen Pluspunkten.

Was gibt’s für’s Geld? Einfache, gut beschriebene Rezepte mit leicht zu organisierenden Zutaten, Hinweise auf den Schwierigkeitsgrad, Zubereitungsdauer, benötigte Utensilien, die passenden Weine (s.o.) und Tipps zur Abwandlung. Dazu liebevolle Fotos, ein aufgeräumtes Layout und ein Autor, der angenehm im Hintergrund bleibt. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für alle, die ein nicht zu teures Geschenk oder eine kleine Belohnung für sich selbst suchen. Volle Punktzahl: 3 Pluspunkte

Die Rezepte Von den 4 nachgekochten Rezepten haben alle bestens funktioniert. Kleine Anpassungen sind dem Eigengeschmack geschuldet und erlaubt. Die Auswahl der Rezepte bietet leider keine wirkliche Überraschung. Es sind größtenteils Standards, die man so auch in anderen Frankreich- oder Bistro-Kochbüchern findet. Trotzdem gerade für Frankreich-Einsteiger oder Koch-Anfänger ein hübsches Buch, um die Klassiker aus dem Urlaub auf einen Blick zu haben. Funktioniert alles (soweit getestet!), schmeckt, keine Ausreißer – aber leider auch keine Überraschung. 2 von 3 Pluspunkten.

Gesamt-Ergebnis: 7 von 9 möglichen Pluspunkten.

Meine Empfehlung: Einsteiger und Hobbyköche, die unkomplizierte Gerichte für den Grillabend oder die Kleinigkeit nach Feierabend suchen, machen nichts verkehrt. Wer Fernweh hat oder sich ein bisschen Urlaubsfeeling auf den Balkon holen will, ist mit dem Kochbuch gut beraten. Provence- und Frankreich-Experten erfahren aber vermutlich nichts Neues. Da der Einband weich und das Kochbuch nicht zu dick ist, passt es sogar in den Marktkorb. Ich werde es mir wohl unter den Arm klemmen, auf dem Wiesbadener Wochenmarkt am Weinstand kurz halt machen, mich vor Ort inspirieren lassen und nach passenden Rezepten suchen. Kein umfassendes Standard-Werk und nicht unbedingt horizonterweiternd aber hübsch und solide gemacht. Durch den vernünftigen Preis und die Aufmachung ein schönes Geschenk für Freunde und Gastgeber.

Eine weitere Rezension des Kochbuchs findet Ihr übrigens im Gourmet-Büdchen.

Astrid aktualisiert die Liste der eingehenden Beiträge unserer Themenwoche regelmäßig. Zuletzt hier.

Weil das leider nötig ist, hier noch ein Hinweis in eigener Sache: Das oben beschrieben Kochbuch wurde mir als Rezensionsexemplar unentgeltlich und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt. Die dargestellte Meinung ist meine eigene und dient ausschließlich der Information meiner Leser. Ich verfolge mit der Rezension keinerlei finanzielle Interessen und nehme auch an keinen Affiliate-Programmen teil.

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Bushcook’s Kitchen, eines meiner Lieblings-Food-Blogs wird zwei Jahre alt (unglaublich, was Dorothée aka Bushi in dieser Zeit alles geschafft geschaffen hat!). Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe! Mögest Du noch viele Jahre Spaß am Bloggen haben – vor allem aber auch am Kochen und Essen! Wie schön, dass wir an Deinen kulinarischen Entdeckungen teilhaben dürfen :)

Ich durfte Dorothée ja schon bei der Weinrallye #59 mit einer Flasche Wein be”wichtel”n. Jetzt reiche ich ihr etwas nach für ihr Geburtstagsmenü. Anfang April wird nämlich weiter gefeiert: in einem offenen Haus dürfen die Gäste kommen und gehen, bleiben, essen, trinken, auf das Geburtstagskind anstoßen und feiern! Was für eine schöne Idee.

Dafür wünscht sie sich die passenden Rezepte: also gut vorzubereiten und auch noch hübsch anzusehen, wenn der Teller schon etwas auf dem Buffet gestanden hat.

Ich hab da was für Dich, Dorothée: Mit würzigem 7-Meere-Curry marinierte Hähnchenschenkel und ein fruchtiger Limetten-Dip.

(Also, lange stehen die nicht! Aber theoretisch schmecken sie warm und kalt und auch noch am nächsten Tag. Falls nicht vorher einer an den Kühlschrank geht und heimlich nascht!)

Der Clou ist die Marinade. Dafür brauchen wir erstmal ein 7-Meere-Curry*. Das heißt so, weil Gewürze früher über alle sieben Weltmeere transportiert und teilweise wertvoller als Gold waren. Wer an dem Curry riecht, wird wissen, warum. So exotisch riecht es sonst auf Basaren und anderen exotischen Märkten. Oder eben in Dorothées Küche, wenn sie fleißig mörsert.

Liebe Bushi, das Curry kannst Du wirklich schon Wochen vorher ansetzen, in einem Glas verschließen und dunkel lagern. Dann geht die weitere Zubereitung ganz schnell!

Für das Currypulver brauchst Du:

6-8 Kapseln weißer Kardamom (das ist gebleichter grüner Kardamom, der etwas milder schmeckt. Alternativ geht grüner)

6 EL Koriandersamen

3 EL Cuminsamen

1,5 EL Selleriesamen (teilweise ersetzbar durch Selleriesalz)

1 Zimtstange

6-8 Nelken

1 EL Chilipulver

So geht’s: Alle Gewürze außer dem Chilipulver in einer trockenen Pfanne ohne Öl anrösten und anschließend im Mörser fein zerreiben. Anschließend das Chilipulver unterheben.

Das Currypulver passt herrlich zu Lammgerichten, Gegrilltem, im Hackfleisch für würzige Burger-Frikadellen oder für Gyros hausgemacht. Auch eine Prise über Kartoffeln gibt einen tollen Kick. Aber jetzt machen wir erstmal weiter mit den Hähnchenschenkeln!

Zutaten:

1 EL 7-Meere-Curry

8 Hähnchenunterschenkel (oder Flügel oder Hühnchenbrust in Streifen geschnitten oder…)

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (alternativ: 1/2 Knoblauchzehe, 1/2 cm Ingwer geschält, beides feinstmöglich gehackt)

ordentliche Prise Salz

250 gr Naturjoghurt (3,5% Fett)

Saft von 1/2 kleinen Zitrone

So geht’s: Die Hähnchenschenkel von der Haut befreien und nebeneinander in eine Glas- oder Porzellanschale legen. Die Marinade darübergießen und schön in das Fleisch massieren. Das Fleisch sollte von allen Seiten gut mit dem Joghurt bedeckt sein. Jetzt mit einer Frischhaltefolie abdecken und mindestens 6 Stunden marinieren lassen – besser über Nacht!

Nach der Marinier-Zeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Blech mit Alufolie auslegen und auf die unterste Schiene schieben. Die Hähnchenteile gut abstreifen und auf einen Grillrost legen und auf der mittleren Schiene in den Backofen schieben. Je nach Größe der Fleischstücke etwa 40 Minuten garen. Zum Schluss noch mal 5 Minuten unter den Grill schieben. Dunkle Flecken sind Tandoori-Style und gewollt!

Während der Garzeit schnell den Limetten-Dip anrühren:

250 gr Naturjoghurt

Saft 1/2 Limette

Limettenabrieb

Salz

Chiliflocken

Joghurt, Limettensaft und Salz gut verrühren. Abrieb und Chiliflocken zum Schluss auf den Joghurt geben.

Der Dip ist schön frisch und fruchtig zu den würzigen Hähnchenteilen.

Dazu passt außerdem Naan, Pitabrot oder natürlich auch türkisches Fladenbrot. Und falls doch was übrig bleibt, ist das Hähnchenfleisch am nächsten Tag auch sehr lecker auf einem Sandwich mit etwas Chutney und einem Blatt Salat. Hmmm…

Weil zu so richtig scharfen indischen Hähnchenteilen kein Wein passt, sondern bestenfalls Bier, bringe ich zur Open-Door-Party übrigens noch eine Flasche Spicy Ginger Ale mit:

Das Zeug stammt aus Berlin und wird z.B. bei Karstadt Perfetto vertrieben. Es ist so scharf und so ingwer-ig, dass man schon ein ziemlicher Ginger-Ale-Fan sein muss, um es zu mögen. Weicheier probieren vielleicht erstmal das würzig-süße “normale” Ginger-Ale von Thomas Henry (der übrigens die geniale Kombination Kohlensäure & Wasser erfand!).

Alles Liebe zum (Blog)-Geburtstag und viel Spaß bei Deiner Open-Door-Party, liebe Dorothée. Ich hoffe, Deinen Gästen schmecken die würzig-exotischen Hähnchenschenkel mit fruchtigem Limetten-Dip!

* Das 7-Meere-Curry hat uns meine Ma geschenkt! Die haben wir nämlich infiziert mit der ganzen Gewürzmischungs-Geschichte. Einen ordentlichen Mörser hat sie natürlich auch. Das Rezept stammt aus dem Buch “Das Handbuch der Gewürze: Würzkunst, Warenkunde und 100 Rezepte” von Sally Morris und Lesley Mackley. Meine Ma ist so begeistert von den Rezepten, dass wir uns das Buch unbedingt besorgen wollen.

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Braucht Ihr noch ein Geschenk aus der Küche? Eines, das hervorragend zum Fleischfondue oder zu Raclette passt? Eines, das Ihr auf das Silvesterbuffet stellen könnt? Oder eines als Basis für herzhafte Sandwiches, wenn es zwischen den Jahren zum Schlittschuhlaufen geht?

Ich hab da mal was vorbereitet: Ein scharfes Paprika-Chutney “frei Schnauze”!

chutney

Leuchtet das nicht herrlich?

Diese feurige orangene Köstlichkeit macht sich – hübsch verpackt – super unterm Weihnachtsbaum und heizt ordentlich ein, wenn es draußen kalt ist.

Hier die Zutaten für ca. 6 Schraubgläser á 300 ml:

8 Paprika (gelb, orange, rot – bitte nicht grün! Notfalls gehen geschälte und eingelegte aus dem Glas)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

5 cm Ingwer, fein gehackt

1 Habanero Chili, fein gehackt und entkernt (wer es nicht so scharf mag, nimmt z.B. nur eine Vogelaugenchili)

3 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

1 mehliger Apfel, entkernt und in ca. 1 cm große Stücke gehackt (mit Schale!)

1 große Tomate, grob gehackt und entkernt (lternativ ein Schluck passierte Tomaten)

3 Lorbeerblätter

5 cm Zimtstange

1 gehäufter EL schwarze Zwiebelsamen

2 EL angestoßene Cumin-Samen

1 gestrichener EL Fenchel

5 getrocknete Curryblätter (Asialaden)

4 EL Muscovado Zucker

150 ml Apfelessig

Salz

Eines vorweg: Bei den Gewürzen und dem Zucker hilft nur Abschmecken! Die Mengenangaben sind eine Orientierung, können aber auch variiert werden!

So geht’s:

Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Rauten schneiden. Lorbeerblätter und Zimtstange mit Küchenkordel zusammenbinden oder in ein Teefilter-Säckchen geben und zuknoten. In einem großen Topf Ghee erhitzen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer, Chili darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Paprika und Apfel dazugeben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren ebenfalls andünsten. Alle weiteren Zutaten – inkl. dem Gewürzsäckchen – in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Immer mal rühren und ggf. schon mal abschmecken. Je nachdem, wie Paprika und Essig beschaffen sind, müsst Ihr noch Zucker drangeben. Oder etwas Gemüsebrühe, falls nicht genügend Flüssigkeit entsteht.

Jetzt das Gewürzsäckchen herausnehmen und die Masse so pürieren, dass noch ausreichend Stücke vorhanden sind, aber eine in sich homogene Masse entsteht. Jetzt abschmecken und ggf. noch Salz oder Zucker hinzugeben.

Wenn Euch das Chutney schmeckt, nehmt Ihr den Topf vom Herd und füllt die Masse heiß in saubere Schraubgläser. Verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Das Chutney hält im Kühlschrank mehrere Wochen – ist meist aber schon vorher weg ;-)

Und welche Geschenke aus der Küche gibt es bei Euch dieses Jahr?

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Erinnert Ihr Euch an Baby, unseren Grill? Auch in dieser Saison ist Baby ein liebes Familienmitglied, dem wir so viel Aufmerksamkeit wie möglich zukommen lassen. Und wenn dieser ARSCH von Sommer nicht bald mal anfängt, müssen wir Baby wahrscheinlich in Therapie geben. Menno!

Aber Sonntag könnte vielleicht Grillwetter sein. Dann kaufen wir das Fleisch wieder bei unserem Lieblingsmetzger Jaddy, der uns mit Rind- und Lammfeinheiten geködert hat. Wenn Ihr mal richtig würzige Merguez essen wollt: Kommt nach Wiesbaden!

Gut gegrilltes Fleisch (Kinners, der bEdW kann grillen!! Ein Naturtalent!) braucht aber auch ein feines Grillsößchen.

Auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz kommen die Currywurstsauce a la Ulrike sowie das hausgemachte Tomatenketchup.

Neu im Repertoire: Chimichurri!

Chimichurri kennt man vielleicht aus Maredo-Restaurants, wo ein Töpfchen immer auf dem Tisch steht. Es ist eine Knoblauch-lastige, grüne, ölige Sauce, die perfekt zu scharf gegrilltem Steak passt.

Sie eignet sich aber auch perfekt zum Dippen mit aufgebackenem Brot oder als herzhafte Sour Cream Variante zu Ofenkartoffeln, wenn man sie mit etwas Joghurt beziehungsweise saurer Sahne streckt.

Zutaten für etwa 200 ml Sauce:

1 kleiner Bund Petersilie

4 Lauchzwiebeln

4 Knoblauchzehen

1 TL Orgeno (getrocknet)

1 getrocknete Chilischote (idealerweise scharf und grün)

3 EL Rotweinessig

8 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

So geht’s:

Petersilie von dem harten, unteren Teil der Stängel trennen und grob hacken. Lauchzwiebeln grob würfeln. Knoblauch schälen und vierteln. Jetzt alle Zutaten in einer Küchenmaschine zu einer Paste vermixen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Extratipp für (Rhein)Hessen: Beim Gewürz Müller (Mühlgasse 9, WI) gibt es ein Pulver aus geräucherter grüner Jalapeno-Chili, das perfekt für mehr Schärfe beim Chimichurri sorgt. Alternativ könnt Ihr auch grüne Tabasco-Sauce nehmen oder einige Scheiben eingelegter Jalapenos, die es im Tex-Mex-Regal im Supermarkt gibt, falls Ihr Eure Chimichurri etwas “pimpen” wollt. Diese Jalapeno-Varianten haben aber auch immer ein wenig Säure. Mir gefiel das rauchig-scharfe Jalapeno-Aroma deutlich besser.

Was sind Eure Lieblinsdips zu Gegrilltem?

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Noch bis heute darf gedippt, gestippt, getunkt werden, um bei Heikes Blog-Event mitzumachen. Ich mag Gemüse am liebsten knackig, roh – und mit Dip. Für eine schöne Rohkostplatte, als Snack zum Fußball-Gucken oder für ein Brunch-Buffet ist das Walnuss-Chutney aus Monisha Bharadwajs Buch “Indian in 6″ eine leckere Abwechslung. Zumal wir die Zutaten dafür eigentlich fast immer im Haus haben. Natürlich passt das Chutney auch zu Naan, Reisgerichten, indischen Tandoori-Gerichten, Gegrilltem usw. Das ist ja das schöne an Dips!

Ihr braucht für eine kleine Dip-Schale folgende Zutaten:

3 EL Walnüsse

2 TL frische Minzblätter

1/2 TL scharfes Chilipulver

1/2 TL Salz

8 TL Naturjoghurt (1,5% oder fetter)

Die Zubereitung dauert etwa 10 Minuten, wobei das Nüsseknacken am längsten dauert :)

Walnüsse knacken und grob hacken, Minzblätter grob hacken. Beides zusammen mit Salz und Chilipulver in einen Mixbehälter geben und mit dem Pürierstab zerkleinern (ein kleiner Foodprocessor tut’s natürlich auch). Die Hälfte des Joghurts dazugeben und noch mal aufpürieren, damit nicht alles am Messer klebt. In eine Dipschale geben und mit dem restlichen Joghurt verrühren.

Hält sich im Kühlschrank 1-2 Tage.

Ich freue mich schon auf Heikes Zusammenfassung des Events und viele, viele Tunk-Stipp-Dipp-Rezepte.

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

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Heike lässt tunken. Und wenn diese Grande Dame der Food-Blogger-Welt ruft, tunken alle mit! Dabei finde ich das Wort “tunken” ganz schrecklich. Mich erinnert das an große Schwestern, die einen unter Wasser tunken. Oder an die abschätzig gemeinte hessische Phrase “Der dunkt gern sein Schnawwel” (“Der tunkt gerne seinen Schnabel”), womit Leute gemeint sind, die gerne gut essen – am liebsten bei anderen und umsonst. Oder an eine sehr leckere selbergemachte Cocktailsauce, die in unserer Familie jahrelang “rosa Tunke” genannt wurde, was ich erst mit den Jahren als ziemlich despektierlich empfunden habe (die unwiederstehliche Mischung: Ketchup, saure Sahne, ein Schluck Sherry, etwas Zitronensaft, ein Spritzer Tabasco, Salz!). Aber da ich selber für mein Leben gerne tunke, stippe, dippe, blicke ich über den Namen des Blog-Events mal großzügig hinweg ;-)

Nachdem wir nach unserer Rückkehr aus Indien eine kleine Pause eingelegt hatten, was indisches Essen anbelangt, ist Heikes Aufruf natürlich die perfekte Ausrede, um endlich mal wieder den Turban zurecht zu rücken und indisch zu kochen. Fündig geworden bin ich in Monisha Bharadwajs Kochbuch “Indian in 6. 100 irresistible repices that use 6 ingredients or less”, das ich mir aus Indien mitgebracht habe (im Bild rechts). Man darf das mit den 6 Zutaten aber nicht zu genau nehmen. Das beschränkt sich nur auf die Dinge, die man frisch kaufen muss. Die anderen 35 Gewürze hat die indische Hausfrau einfach im Schrank.

Kasundi (scharfes Tomaten Relish) ist ein Rezept aus Gujarat und vereint süß, scharf und sauer miteinander – eine typisch asiatische Kombination, die ich sehr gerne mag.

In das Relish kann man wunderbar Cracker, Naan oder Grissini dippen, Bratwürstchen oder Chicken Wings tunken oder mit dem Finger reinstippen und ablecken. Natürlich ist es auch super, um einem Hamburger, Sandwich oder Wrap einen spicy Touch zu geben. Oder man leckt einfach die Schüssel aus. Das Zeug kann nämlich süchtig machen. Ich hab’ Euch gewarnt!

Leicht abgewandelte Zutaten (Original in Klammern):

1 EL Ghee (statt 2 EL Öl)

1/2 TL braune Senfsamen

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste

1 Dose gehackte Tomaten (statt 3 große, reife Tomaten)

2 frische grüne Chillies

1 EL brauner Zucker (statt 1 TL)

1 EL Weißweinessig

Die Zubereitung dauert etwa 20 Minuten, geht also blitzschnell:

Chillies entkernen und fein hacken. Ghee in einer Pfanne erhitzen und die Senfsamen darin anbraten, bis sie zu springen beginnen. Dann die Hitze etwas reduzieren und die Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben. Unter Rühren anbraten – etwa eine Minute – und aufpassen, dass der Knoblauch nicht schwarz wird. Jetzt Tomaten und Chillies hinzugeben und bei hoher Hitze einköcheln lassen. Währendessen Salz, Zucker und Weißweinessig unterrühen, bis die Konsistenz des Relish schön marmeladig ist.

Von der Flamme nehmen, in ein steriles Glas füllen und auskühlen lassen.

Theoretisch hält das Relish im Kühlschrank einige Wochen. In der Praxis ist es am gleichen Abend weggedippt…

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

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