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Posts Tagged ‘Gurke’

Auf dem Markt gibt es jetzt kleine, feine Rote Bete mit herrlich gemaserten Blättern, die ein wenig an Mangold erinnern. Zu schön, um sie einfach abzuschneiden. Stattdessen kommen sie auf mein Raita drauf.

Raita? Wer wie ich besessen ist von indischer Küche, kann ohne Raita nicht leben. Raita ist eine erfrischende, die Schärfe nehmende Beilage aus Joghurt und diversen Zutaten – etwa Tomaten oder Minze, gewürzt mit Cumin oder Zitronenzesten… Ganz klassisch ist das Gurken-Raita. Aber auch andere Variationen sind erlaubt und setzen der Phantasie keine Grenzen. Eine ganz besonders verführerische habe ich neulich zu unserem Malabar Fisch Curry gemacht:

Processed with Rookie

Zutaten:

250 gr Joghurt (3,8%)

2 EL saure Sahne

1 kleine Tomate, entkernt und gewürfelt

4 EL geschälte, entkernte, gehackte Salatgurke

8 Blätter Minze, fein gehackt

3 EL Rote Bete Blätter, gehackt

1 gehäufter TL Cumin (Kreuzkümmel)

1 Prise Salz

1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Joghurt und saure Sahne miteinander glatt verrühren. Cumin und Salz dazugeben und gut vermischen. Gurke, Tomate und Minzeblättchen unterheben, dabei etwa 1 EL beiseite lassen für die Garnitur. Diese dann mit den gehackten Rote Bete Blättern mischen und zum Servieren auf das Raita geben.

Raita passt natürlich zu scharfen indischen Gerichten. Der kühle Joghurt-Dip schmeckt aber auch klasse zu Gegrilltem, zu Fladenbrot und als Dip für Gemüse.

 

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Das Stretching hat noch nicht so ganz gewirkt. Aber ich will auch endlich mal wieder frische Rezepte hier sehen – und nicht immer nur das Pause-Unlust-Rückblick-Dingens. Also deshalb:

HAPPY NEW YEAR!

Und los geht’s!

Nach all den herzlichen, aufmunternden, freundlichen, anstupsenden und unterstützenden Kommentaren sowie den Glückwünschen zu meinem 2. Platz beim “Blogger des Jahres 2013″ will ich Euch jetzt auch endlich mal wieder was auf den Teller geben und nicht nur die Ohren vollsülzen! Vielen Dank für Euren Support, Ihr Lieben!

Was wäre da als kleiner, schneller Einstieg besser geeignet als die Häppchen, die es bei uns an Silvester gab? Wir hatten nämlich einen tollen Start in das neue Jahr: mit lieben Freunden, gutem Essen, einem Rundumblick auf das Wiesbadener Feuerwerk und und und. 2014 wird gerockt! Und kulinarisch haben wir damit schon vor Mitternacht angefangen.

Los geht es mit einer kalten Gurken-Wasabi-Suppe, die der bEdW schnell als Begrüßungsschluck gemacht hat. Ich habe nämlich drauf bestanden, dass es schon zur Begrüßung was gibt, damit ich wir nicht so ausgehungert sind :)

Inspirieren ließ er sich von dem Heft “Lust auf Genuss – Köstlichkeiten fürs Buffet” (13/2013). Wir mögen die Reihe wirklich gerne. Eigentlich nehmen wir uns jeden Monat eines mit – außer wenn es um Süßkram geht – und kochen immer etwas daraus. Außerdem kann man die Hefte gut sammeln und immer mal wieder nachschlagen, weil sie nicht so viel Platz wegnehmen.

Gut kaltstellen lässt sich die Suppe in ausrangierten San-Bitter-Fläschchen, die zur Feier des Tages mit den süßen Sternen-Strohhalmen von Partyerien serviert wurden. Statt der empfohlenen Papadams gab’s die Gemüse-Chips von Tyrrell, weil die so hübsche Farben haben und lecker schmecken. Schon mal probiert?

Für 4 nicht ganz volle San-Bitter-Fläschchen braucht Ihr folgende (von uns leicht abgewandelte) Zutaten:

1/2 Salatgurke

400 gr Naturjoghurt (3,8%)

1/2 Bund Petersilie

1 TL Wasabi-Paste (Asia-Laden)

Weißweinessig

Salz

6 EL neutrales Pflanzenöl

Optional: Zum Garnieren sehen schwarze Sesamsamen auf der Suppe schön aus.

Zubereitungszeit: ca. 20 min (plus Kühlstellen)

Zubehör: Schüssel, Pürierstab oder Blender, vier Gläschen, Fläschchen oder Espressotassen zum Anrichten.

So geht’s:

Gurke (am besten aus dem Kühlschrank) waschen und mit Schale fein pürieren. 100 gr des Joghurts dazugeben. Petersilie (gewaschen und grob gehackt) sowie das Wasabi ebenfalls in den Blender geben und alles nochmals pürieren. Die Masse in einer Schüssel unter den restlichen Joghurt rühren. Mit Salz, Essig und ggf. noch etwas mehr Wasabi abschmecken. Zum Schluss alles durch ein feines Haarsieb streichen, in die Gläschen füllen und kühl stellen.

Gurke und Joghurt sind erfrischend, der Wasabi sorgt für den überraschenden Kick. Mit einem crunchy Gemüse-Chip dazu ein toller Start in einen wunderschönen Abend – und in ein hoffentlich für alle glückliches Jahr 2014.

Raclette oder Fondue? Buffet oder Gulaschkanone? Was gab’s bei Euch zu Silvester?

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Ihr kennt bereits den Aperitif, die Suppe und die Salate. (Dummerweise nicht fotografiert, weil ich fest davon überzeugt war, dass ich sie bereits längst verbloggt hatte, haben wir die hausgemachten Wan Tans mit Dips, die den Auftakt des Menüs bildeten. Aber Wan Tans gibt es immer mal wieder bei uns. Die müssen also noch etwas warten…)

Nach Schwein (in den Wan Tans), Garnelen (Suppe), Hühnchen und Tintenfisch (Salate) sollte der Hauptgang Rindfleisch enthalten, außerdem nicht zu scharf sein und nicht zu schwer. Denn wir hatten bis dahin ja schon einiges im Magen.

Kaeng Phanaeng Neua – oder Curry Panaeng – ist ein Klassiker der Thailändischen Küche und zählt zu den so genannten trockenen Curries. Das bedeutet nicht, dass das Curry gar keine Sauce hat. Aber es schwimmt eben nicht in Kokosmilch und wird zudem mit einer trockenen Paste angesetzt. Dazu reicht man traditionell ein frisches Gurken-Relish mit Erdnüssen und natürlich Reis.

Das Curry schmeckt leicht säuerlich und sehr herzhaft aber trotzdem leicht. Für die Säure sorgt Tamarindenpaste, die man im Asialaden erhält und die man unbedingt vorher mal pur (Messerspitze reicht!) probieren sollte. Denn alle Marken sind unterschiedlich sauer und das Gericht wird schnell zu penetrant säuerlich, wenn man zu grob würzt. Also Vorsicht!

Auch für das Panaeng Curry gibt es natürlich unendlich viele Rezepte. Wir haben ja alle Gerichte des Menüs probegekocht und auf unseren Geschmack abgerundet, so dass wir “unsere” Variante herausgefunden haben. Aber Ihr könnt Schärfegrad, Säure usw. natürlich selber bestimmen…

Die Zubereitung benötigt etwas Zeit, weil die trockene Currypaste angesetzt werden muss. Die hält sich aber ca. 2 Wochen im Kühlschrank, so dass Ihr dann noch mal eine schnellere Variante zubereiten könnt.

Für die Paste (Khreuang Kaeng Phanaeng) benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 getrocknete lange rote Chilis

den weißen Teil von 2 Stengenl Zitronengras

2,5 cm Galgant

3 Knoblauchzehen, geschält

3 Schalotten, geschält

5 Korianderwurzeln (hängen oft am Koriander noch dran, den man im Asialaden bekommt)

1 TL Garnelenpaste

1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)

2 EL ungesalzene Erdnüsse

Zubereitung:

Da die Zubereitung schnell geht, sobald die Paste angerührt ist, könnt Ihr schon gleich den Reis aufsetzen. Dann Chilis in Wasser einweichen, aufschneiden und Kerne entfernen. Chilis, Zitronengras, Galgant in der Küchenmaschine zu einer Paste vermischen und nach und nach alle anderen Zutaten hinzugeben, bis alles glatt püriert ist. Ggf. mit etwas Öl die Paste geschmeidiger machen.

Für das Curry (2 hungrige Esser oder 4 Personen mit Vorspeisen im Bauch) benötigt Ihr diese Zutaten:

2 EL neutrales Pflanzenöl (Raps, Sonnenblume…)

2 EL der Currypaste (s.o.)

400-500 gr Rinderhüfte, in Streifen geschnitten

100 ml Kokosmilch (wer es milder mag, kann noch etwas mehr Kokosmilch hinzugeben)

1 EL Fischsauce

1 EL Palmzucker

1 TL Tamarindenpaste (unsere war SEHR sauer. Auch hier gilt: Erstmal vorsichtig ausprobieren und lieber “nachlegen”)

2 Kaffirlimettenblätter, in feine Streifen geschnitten

1 frische lange Chili, in dünne Ringe geschnitten

Zubereitung:

Öl in einem Wok erhitzen und die Currypaste bei geringer Hitze unter Rühren anbraten. Fleisch nun darin ebenfalls unter Rühren anbraten. Kokosmilch, Fischsauce, Zucker und Tamarinde hinzugeben und bei weiterhin geringer Hitze köcheln lassen. Jetzt mal abschmecken und ggf. mit der salzigen Fischsauce, der säuerlichen Tamarinde oder der mildernden Kokosmilch abrunden. Ist das Curry dünnflüssig, lasst es noch etwas einköcheln. Es sollte nicht komplett saucenfrei sein aber auch nicht “suppig”. Wenn es Euch zu trocken erscheint, könnt Ihr etwas (!) Wasser hinzugeben und noch mal alles gut umrühren.

Curry auf Reis servieren und mit den Limettenblättern und den Chiliringen garnieren.

Dazu passt das süßlich-frische Gurkenrelish (Ajat). Zutaten:

4 EL Reisessig

80 gr Palmzucker

1 Vogelaugenchili ohne Kerne, fein gehackt

1 TL Fischsauce

40 gr geröstete Erdnüsse

1 ganze Gurke, ungeschält aber ohne Kerne.

So geht’s: Gurke grob würfeln. Essig und Zucker in einem Topf mit ca 100 ml Wasser aufkochen und einige Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen und Chili, Fischsauce, Erdnüsse und Gurke dazugeben. Alles gut vermischen und separat servieren.

Eine tolle Aromaexplosion von süß, sauer, scharf… Schon beim Probekochen waren wir begeistert. Das Curry gehört unbedingt ins Repertoire!

Ach ja, der Nachtisch. Damit haben wir es ja nicht so. Und asiatische Desserts sind oft klebrig süß und gar nicht unser Ding. Deshalb gab es nach getaner Arbeit (inklusive der Vorbereitungen am Vortag und vormittags standen wir insgesamt etwa 8 Std. in der Küche…) ein edles, dunkles Schokofondue mit Obst und Edelbitter-Schokolinsen aus dem herrlichen Wiesbadener Schokolädchen “Xocoatl”.

Unser asiatisches Weihnachtsmenü war vielleicht der Beginn einer neuen Tradition…

Apropos: Sandra vom wunderbaren Blog From Snugg’s Kitchen sucht aktuell bei Zorras Blogevent “Ran an den Wok” Rezepte für ihren Wok, da sie sich mit der asiatischen Küche noch nicht so auskennt und sich endlich mal ranwagen will. Mit diesem Curry kann man super in die thailändische Aromaküche einsteigen, weil man nicht zu viele Zutaten braucht und die Currypaste prima vorbereiten kann.Viel Spaß beim Woken, liebe Sandra!

Vielleicht habt Ihr ja auch noch ein Rezept für Sandra? Hier geht’s lang:
Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)

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An Heiligabend haben wir mal mit der Tradition gebrochen und umfangreich thailändisch gekocht. Ein Gang, den wir vorher natürlich schon mal zur Probe zubereitet haben war Yam Gai, ein erfrischender Hühnchensalat mit Minze und Erdnüssen.

Thaisalat

Das Basisrezept stammt – natürlich! – aus “Stylish Thai in minutes”, das ich aus UK mitgebracht habe und das uns seit Wochen begeistert.

Wir haben es ein klein wenig für unseren Geschmack optimiert. (Originalangaben in Klammern)

Zutaten für zwei als Hauptgericht oder für 4 Vorspeisenportionen:

200 gr gekochtes Hühnerfleisch ohne Haut

75 gr Sojabohnensprossen

1 Salatgurke, entkernt und gestiftelt (75 gr lt. Originalrezept)

2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt (75 gr Zwiebeln, fein gehackt lt. Originalrezept)

2 EL Fischsauce

2 EL Limettensaft

1/2 Vogelaugenchili, fein gehackt (3 kleine rote Chilis, gehackt lt. Originalrezept)

1 EL gehackte Minzeblätter

2 EL geröstete Erdnüsse, gehackt

2 EL geröstete Sesamsaat

eine Prise Zucker (nicht im Originalrezept)

einige Spritzer Sojasauce (nicht im Originalrezept)

Die Zubereitung geht wirklich schnell:

Hühnchenfleisch mit den Fingern zerpflücken und in eine Schüssel geben (wer Hühnchenfleisch erst noch kochen muss, lässt das Fleisch vor der Weiterverarbeitung abkühlen). Alle Zutaten – außer dem Sesam – gut vermischen und einige Minuten ziehen lassen. Eventuell noch mit etwas mehr Fischsauce und Limettensaft abrunden. Anrichten und mit den Sesamsamen bestreut servieren.

Ein toller Abendsnack, wenn noch Hühnchen vom Vortag übrig ist. Und natürlich ein herrlicher Auftakt für ein exotisches Weihnachtsmenü…

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Diese Hitze! Da wird nicht lange rumgekocht, sondern auf kühlende Klassiker zurückgegriffen.

Zum Standardrepertoire einer “guten Hausfrau” gehört neben Kartoffelsalat natürlich auch der gute alte Gurkensalat.

Eine Frikadelle mit Gurkensalat war früher in traditionellen Wirtshäusern häufig als Stammessen ausgezeichnet und findet sich auch heute noch auf mancher Mittagskarte. Deshalb ist diese Kombi auch für mich oft in der Mittagspause eine etwas leichtere Alternative zu Pasta oder Burger!

Natürlich passt der Klassiker auch herrlich zu Gegrilltem. Schön gekühlt und erst vor dem Servieren aus dem Kühlschrank geholt, ist er das perfekte Sommergericht.

Ein Klassiker braucht keine exotischen Zutaten:

1 große, gekühlte Salatgurke

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

1 EL frischer Dill, fein gehackt

2 EL Wein-Branntweinessig

2 EL Pflanzenöl

3 EL Joghurt

Salz, Pfeffer

Prise Zucker

So geht’s:

Die Gurke schälen, einmal längs und einmal quer halbieren und die Kerne herauskratzen. Gurken-Teile auf einem Hobel in dünne Scheiben hobeln. Übrige Zutaten zu einem geschmeidigen Dressing verrühren. Es sollte säuerlich schmecken und nicht zu dünnflüssig sein, da die Gurken noch etwas Wasser abgeben.

Gurken und Dressing gut miteinander vermischen und kalt stellen bis zum Servieren.

Wer mag, kann dem Klassiker einen japanischen Touch geben, indem er etwas Wasabipaste unter das Dressing rührt – Wasabi und Gurke sind ja auch beim Sushi häufig ein Traumpaar und passen bestens zusammen.

Ich mag ihn aber am allerliebsten so unmodern und traditionell wie oben beschrieben… Kennt Ihr noch andere Gurkensalatvarianten?

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Die China-Restaurants der 70er und 80er Jahre haben uns ziemlich versaut. All die Lotus-Goldener Drache-Peking House-Great Wall-Rote Laternen-Butzen, die uns mit Glutamat vollgepumpt haben. Wer heute sagt, er esse gerne chinesisch, wird von dem Gros der Leute mitleidig angeschaut. Fastenspeise der Buddhisten, 8 Köstlichkeiten und Schweinefleisch süß-sauer lassen jedem halbwegs normalen Mensch kalte Schauer über den Rücken laufen. Zumindest dann, wenn man nicht das Glück hat, ein halbwegs authentisches China-Restaurant zu kennen, wie beispielsweise das Jade im Frankfurter Bahnhofsviertel. Denn dort gibt es glücklicherweise keine der o.g. Speisen – zumindest nicht auf der “echt chinesischen” Karte.

Ähnlich naserümpfend reagierte der bEdW, als ich eben jenes verpönte Schweinefleisch süß-sauer für ein Friday-Night-Home-Dinner-Date vorschlug. Dabei ist Gu Lao Rou, wie es im Süden Chinas heißt, ein ganz traditionelles Gericht. Süße und Säure im Ursprungs-Rezept sind sehr fein und leicht, nur durch Zucker und Essig hervorgerufen. Wir haben wieder einmal aus dem Buch “Die echte chinesische Küche” ein Rezept verwendet und leicht abgewandelt.

Zutaten für zwei Personen:

350 gr Schweinefilet

1 Möhre

3 Frühlingszwiebeln

halbe Salatgurke

1 Ei

1 EL Maisstärke

1 TL und 5 EL Reiswein

1 Vogelaugenchili

1/2 milde rote Peperoni

1 Stück Ingwer (1/2 Daumenlänge)

2 Knoblauchzehen

(alternativ: 1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste)

1 EL Zucker

1 TL Essig

100 ml Pflanzenöl

2 EL Tomatenmark

Salz

Beilage: Reis

Und so geht’s: Das Schweinefleisch in dünne Scheiben und anschließend in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Das Ei mit Salz und 1 TL Reiswein verkleppern und mit dem Fleisch vermischen. Zur Seite stellen. Gurke und Möhre in rautenförmige Stücke schneiden. Frühlingszwiebeln in nicht zu feine Ringe schneiden. Peperoni hacken. Vogelaugenchili sehr fein hacken. Ingwer und Knoblauch schälen und sehr fein hacken – oder alternativ Ingwer-Knoblauch-Paste verwenden. Zucker mit Essig, Salz, 5 EL Reiswein, 1 EL Speisestärke und 1 EL Wasser gründlich mischen. Den Wok erhitzen und das Pflanzenöl zufügen. Abgetropftes Schweinefleisch bei hoher Hitze frittieren, bis es goldbraun ist. Aus dem Wok nehmen und zur Seite stellen. Öl bis auf einen dünnen Film aus dem Wok gießen. Tomatenmark, Chili und Peperoni sowie Frühlingszwiebeln, Ingwer und Knoblauch kurz unter Rühren anbraten. Gurke und Möhre hinzufügen und ebenfalls kurz anbraten. Die Sauce dazugeben und alles aufkochen lassen, bis sie etwas eindickt. Das Fleisch wieder zugeben und noch mal heiß werden lassen. Zusammen mit dem Reis servieren.

Ein vielfach unterschätztes Gericht, das bei Eigenherstellung leicht, lecker und deutlich besser schmeckt als die Nummer 34b beim Chinesen um die Ecke. Habt Ihr auch schon mal einen Fast-Food-Klassiker oder ein Oh-mein-Gott,das-geht-ja-gar-nicht-Gericht zu Hause selber gemacht und aus der Schmuddelecke geholt?

Dazu hat uns übrigens ganz hervorragend eine Neuentdeckung geschmeckt:

Der Helderberg Sauvignon Blanc aus dem südafrikanischen Anbaugebiet Stellenbosch ist Teil des Probierpakets, das mir Hawesko zur Verfügung gestellt hat. Nach einer ersten Enttäuschung (s. Post vom Montag) hat uns der Helderberg tatsächlich umgehauen. Mit seiner hellgelben Farbe und einer deutlichen Grapefruit-Gras-Nase ist er ein richtig waschechter Sauvignon Blanc. Das typische Stachelbeer-Aroma breitet sich dann ebenso im Mund aus wie grüne Paprika- und Unreifer-Pfirsich-Aromen. Dabei hat er angenehm wenig Säure. Unbedingt gut gekühlt trinken. Mit 8,90 Euro/Flasche kein ganz billiges Vergnügen, aber mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Aus der Heimat des bEdW hatten wir am Wochenende lieben Besuch, der sich auf den Weg den Rhein hoch gemacht hat, um die neue Wohnung in Augenschein zu nehmen und ein paar längst fällige gemeinsame Stunden zu verbringen.

Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr ein bisschen näher an Freunde und Familie herangerückt sind und die Wege zueinander kürzer und unkomplizierter werden – auch wenn wir jetzt unsere Münchner Freunde vermissen. Aber man kann wohl nie alles haben…

Unkompliziert war jedenfalls auch der Essenswunsch unserer Gäste: Indisch!

Was könnte mir lieber sein? Also den Turban zurechtgerückt und los geht’s!

Wenn man Gäste hat, die gerne indisch aber zum Beispiel unterschiedlich scharf essen oder einer davon Vegetarier ist, bietet sich an, zwei unterschiedliche Gerichte zuzubereiten und ein paar kleine Beilagen dazu zu stellen. Das klingt nach viel Aufwand, ist aber ganz entspannt, wenn man alle Zutaten gut vorbereitet und sich dann auch von den Gästen ein bisschen helfen lässt. Da kommt es natürlich immer ein bisschen auf die Gegebenheiten in der Küche an. Aber am wichtigsten ist doch, dass einem die Essenszubereitung Spaß macht – dann kommt auch meist was Leckeres bei rum!

Ich genieße beispielsweise besonders, dass wir in der neuen Wohnung einen offenen Wohn-, Koch- und Essbereich haben mit einem großen Küchenblock in der Mitte, an dem sich alle treffen, mithelfen, schnacken, probieren, einem über die Schulter gucken, die Weinflasche öffnen, Urlaubsgeschichten erzählen usw. Und der Koch mittendrin und eben nicht hinter verschlossenen Türen oder stets mit dem Rücken zum Geschehen. Das ist sooooo schön und hat mir dieses Wochenende mal wieder gezeigt, wie richtig unsere Entscheidung war. Hurrah.

Im Vorfeld vorbereiten sollte man aber am besten schon mal alle Gewürze, die man dann bei der Zubereitung braucht – und das sind bei indischen Gerichten ja ein paar ;-)

Ebenfalls gut vorzubereiten ist die Gurken-Minz-Raita: 1/2 Salatgurke schälen, entkernen und klein schneiden. Einige Blätter Minze waschen, abzupfen und fein hacken. 1 gehäuften TL Cumin (Kreuzkümmel) zermörsern und alles zusammen mit einer Prise Salz und etwa 400 gr Joghurt (3,5%) verrühren. Mindestens 30 min im Kühlschrank ziehen lassen und  vor dem Servieren noch mal umrühren und auf Zimmertemperatur bringen.

Aber auch das Naan kann man schon mal auf den Weg bringen. Wie das geht, lest Ihr hier. Den Teig kann man ein bisschen länger im Backofen bei 50 Grad gehen lassen oder die fertigen Fladen auch im ausgeschalteten Ofen noch etwas aufheben. So hat man keinen Stress, falls das Curry noch nicht fertig ist.

Warum mein Naan immer diese Bömbchen-Form hat, weiß ich nicht. Vielleicht, weil ich immer vergesse, in die Teigfladen mit der Gabel zu stechen, damit sie nicht so aufgehen. Aber dem Geschmack tut das natürlich keinen Abbruch.

Sowohl Raita als auch Naan sind gut, um die Schärfe des Lamm Vindaloo etwas zu neutralisieren. Beim Rezept habe ich mich – wie so oft – von Tina Foodina inspirieren lassen. Da wir aber keine Kaschmiri-Chili hatten, habe ich auf “normale” getrocknete Schoten zurückgegriffen und für die Farbe einen Schluck Tomatensaft sowie einen TL Tomatenmark an die Sauce gerührt.

Außerdem habe ich – wie Tina auch empfohlen hat – insgesamt weniger Wasser verwendet und braunen Zucker statt Jaggery genommen. Insgesamt hat das Rezept aber super funktioniert! Ordentlich scharf war es auch und damit ein toller Begleiter zum Palak Paneer:

Palak Paneer ist ja ein Klassiker in jedem indischen Lokal. Meist hat das Gericht aber was von einem Alete-Gläschen. Ein bisschen “erwachsener” sieht das Essen aus, wenn man den Spinat möglichst klein schneidet, aber ansonsten ganz lässt (ein herzliches Dankeschön an V., die den Spinat in mühevoller Handarbeit perfekt gehackt hat!). Den Paneer – also den indischen Frischkäse – kann man supereinfach selber machen, falls man kein indisches Geschäft in der Nähe hat. Wie das geht, sowie das Rezept für Palak Paneer, habe ich hier schon mal Step by Step gezeigt. (Schadet natürlich nicht, wenn man sich von kräftigen Männerhänden beim Auswringen helfen lässt. Danke an den bEdW).

Zu allen Gerichten gab es noch Reis, den V. perfekt im Reiskocher zubereitet hat. Dankeschön, meine Liebe!

Ein Reiskocher ist perfekt, wenn sowieso alle Herdplatten belegt sind oder wenn man einfach die Beilage “ausm Kopp” haben will. Der Reis ist meist etwas klebriger, als man das vielleicht aus dem Topf kennt. Aber so bekommt man ihn in Asien ja auch häufig serviert – jedenfalls eher als den “Uncle Ben’s Parboiled”, den ich so aus Kindertagen kenne. Jedenfalls gibt es Reiskocher für kleines Geld im Asia-Laden. Sie eignen sich dank eines Dämpfeinsatzes, der meist mitgeliefert wird, auch für das Dämpfen von Wan Tans oder Gemüse etc. Da der Reis im Kocher warmgehalten wird, kann man auch ihn super vorbereiten und muss nicht alle Gerichte ständig zeitlich aufeinander abstimmen.

Auch der Palak Paneer und das Vindaloo können ruhig einige Minuten zugedeckt warmgehalten werden, ohne Schaden zu nehmen. Deshalb ist es nicht schwierig, alle Gerichte gleichzeitig auf den Tisch zu bringen.

Hier noch mal die Tipps für ein entspanntes indisches Mahl auf einen Blick:

- Gegensätzliche Gerichte und Beilagen zusammenstellen: Fleisch/vegetarisch, scharf/mild, nordindisch/südindisch…

- Gewürze und Gewürzmischungen vorbereiten und bereitstellen (ein Post-It am Schälchen verhindert, dass die Vindaloo-Gewürze im Spinat landen und umgekehrt :)) – auch Teig, geschnippeltes Gemüse oder pariertes Fleisch kann man vorbereiten…

- Die Gäste um Mithilfe bitten und sich ein bisschen unter die Arme greifen lassen.

- Freude dabei haben und sich über die Gerüche, den interessierten Besuch und das “Full House” freuen

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Kochen – egal ob indisch oder nicht! Denn Spaß am Kochen ist das ALLERWICHTIGSTE!!

 

 

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Zehn Jahre München haben mich ziemlich skeptisch gegenüber dem allgegenwärtigen Sprizz gemacht. Oft kommt er mir zu süßlich daher und nicht selten ist es eine Verlegenheitslösung, für Leute, nicht so genau wissen, was sie sich bestellen sollen. Den üblichen Aperol-Prosecco-Mix oder gar Fertigmischungen aus der Flasche fand ich bisher wenig überzeugend. Aber wie schön, dass der bEdW auch den bSdW macht (ok, ich bin da nicht ganz objektiv): nicht so süßlich, sondern herb und erfrischend.

In ein Weißweinglas kommen

etwa zur Hälfte trockener sehr gut gekühlter Weißwein (Sauvignon Blanc eignet sich perfekt)

1/3 kaltes Sprudelwasser

und ein großer Spritzer Campari (nicht Campari-Soda, sondern das pure Zeug!)

Dann noch ein oder zwei große Eiswürfel rein und fertig ist ein herrlich erfrischender, nicht zu stark in den Kopf steigender Sprizz. (Der bEdW lässt ausrichten, dass bei der Qualität des Weins nicht gepfuscht werden sollte, sonst gibt’s Schädelweh. Also, Ihr habt’s gehört!)

Etwas aufwendiger, aber ebenfalls herrlich erfrischend und auch super als auflockernder Zwischengang bei einem umfangreichen Sommermenü geeignet ist der Gin Tonic Cucumber Scratch, den ich in der Effilee (Ausgabe #17) entdeckt habe.

Für 4 Gläser habe ich folgende Zutatenmengen verwendet:

eine halbe große Salatgurke (oder eine ganze kleinere – wichtig ist, dass sie aromatisch ist und nach Gurke schmeckt, was schon an sich eine Herausforderung darstellt)

50 ml Gin

50 gr Zucker

600 ml Tonic Water

Die Gurke nicht schälen, sondern lediglich waschen und grob würfeln. Falls sie extrem viele Kerne hat, kann man die Kerne noch rauskratzen. Bei weniger Kernen, können sie drinbleiben. Gurke zusammen mit 400 ml Tonic , dem Gin und dem Zucker fein pürieren. Alles in eine flache, breite Tupperbox oder auf ein Tablett mit Rand gießen und in das Gefrierfach stellen (eine Tupperbox fand ich etwas praktikabler, da sonst das Zeug schon über den Rand schwappen kann – oder sind Eure Gefrierfächer so leer, dass ein Tablett ganz gerade darin Platz hat?).

Die Gläser, die Ihr später verwenden wollt, ebenfalls einfrieren.

Die Masse etwa alle 20 Minuten mit einer Gabel oder einem kleinen Schneebesen durchziehen, damit sie nicht als Ganzes gefriert. Nach etwa 20 Stunden ist der Scratch fertig.

Jetzt die geeisten Gläser nehmen, mit 2 großen EL des Granités füllen und vorsichtig am Rand mit dem restlichen Tonic Water aufgießen. Sofort mit einem Tee- oder Cocktaillöffel servieren!

Etwas stärker, aber trotzdem garantiert ohne Schädelweh, kommt der Whiskey Smash daher, zu dem uns die Myself (!) in ihrem Sommer-Sonderheft in der August-Ausgabe angeregt hat. Wir haben ihn etwas abgewandelt.

Pro Drink benötigt Ihr:

5 cl Whiskey (ich habe Johnnie Walker Green Label im Haus – es darf aber auch ein anderer Whisk(e)y sein)

2 cl Zitronensaft

2 cl Läuterzucker (flüssiger Zucker bzw. Zuckersirup – gibt’s im Supermarkt im Getränkeregal)

10 Blätter Minze (und ein Blättchen zum Garnieren)

1 Zweig Rosmarin (und ggf. einer zum Garnieren)

Eis

Alle Zutaten ohne Eis in den Cocktail-Mixer geben und leicht die Kräuter andrücken (z.B. mit dem Mörser-Stößel). Dann mit Eis auffüllen und kräftig schütteln. In ein breites Glas abseihen und mit einem Rosmarin-Zweig garnieren.

Zum Wohl, Ihr Lieben!

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Fattoush ist ein Brot-Salat aus dem östlichen Mittelmeerraum, den man in der syrischen, türkischen und arabischen Küche findet. Anders als der toskanische Brotsalat Panzanella kommt Fattoush mit viel Petersilie und natürlich orientalischen Gewürzen auf den Tisch.

Für heiße Tage und falls man nicht allzu viel Zeit hat, ist Fattoush zudem eine leichte, frische und sättigende Mahlzeit, die ein bisschen Orient in’s eigene Heim bringt. (Das Rezept stammt übrigens aus dem sehr empfehlenswerten GU-Kochbuch “Basic Orient“, aus dem ich zuletzt den Tabouleh-Salat gemacht habe)

Ihr braucht für 2 hungrige Esser folgende Zutaten:

1/2 Fladenbrot

1/2 Gurke

1 grüne Paprika

4 große Tomaten

1 Bund Petersilie

einige Blätter Minze – je nach Geschmack

1 TL Harissa (gibt es im Glas oder der Tube im Orient-Regal im Supermarkt. Kann man aber auch selber machen)

1 Knoblauchzehe

4 Frühlingszwiebeln

1 TL Sumach (säuerndes Gewürz – gibt es ebenfalls in türkischen Läden)

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl

eine Handvoll gemischter grüner Salat

optional: Feta-Käse

Fladenbrot quer durchschneiden und im Backofen knusprig backen. Abkühlen lassen und in mundgerechte Brocken brechen. Gemüse, Knoblauch und Kräuter hacken. Gewürze, Öl, Zitronensaft miteinander zu einem Dressing vermischen. Alles in eine Salatschüssel geben und etwa 30 min durchziehen lassen. Zum Schluss noch mal abschmecken und evtl. Feta unterheben. Man kann den Salat pur essen.

Besser schmeckt er aber, wenn man ihn vor dem Servieren mit frischem Pflücksalat mischt.

Als krönendes Häubchen zum Schluss noch einen Klecks Tsatsiki (oder nennen wir es passender: Gurken-Joghurt) obendrauf und fertig ist der schnelle Trip in den Orient.

Zum Essen passt natürlich ein eiskaltes Ayran, ein Pfefferminz-Tee oder ein gut gekühlter Weißwein.

Kochevent- Mediterrane Kräuter und Gewürze - SUMACH - TOBIAS KOCHT! vom 1.02.2012 bis 1.03.2012

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Eine leckere, gesunde, nicht zu zeitaufwendige Kleinigkeit gefällig? Mit einem ganz speziellen Kick? Und vegetarisch? Wie wäre es mit DEM orientalischen Klassiker schlechthin: Tabouleh!

Der Salat besteht aus Couscous oder Bulgur sowie Gemüse, Kräutern und Gewürzen. Ich wusste lange nicht, wo der Unterschied zwischen B. und C. liegt. Eine gute Erklärung findet sich hier. Für Tabouleh ist es egal, was von beidem Ihr verwendet. Couscous muss aber meist weniger lang quellen und ist somit für ein schnelles Abendessen die bessere Variante.

Das Grundrezept stammt aus dem wirklich sehr empfehlenswerten GU Basic Orient Kochbuch, das wie die ganze Basic-Reihe sehr übersichtlich, informativ und ansprechend gemacht ist.

Aber natürlich habe ich es etwas abgewandelt. Hier meine Zutatenliste für 1 große Abendportion und einen Rest für die Mittagspause am nächsten Tag. Die Menge reicht aber auch als Beilage zu Lammkotelettes oder anderem Grillgut sowie für 2 Personen als leichte Abendmahlzeit.

ca. 150 gr Couscous

6 große Tomaten

1/2 Salatgurke

je eine rote und grüne Chilischote

2 Frühlingszwiebeln

3 EL Olivenöl

1/2 Bund Minze

1 großer Bund glatte Petersilie

1 TL Sumach (säuerliches orientalisches Gewürz – kann man auch mit einem Extra-Spritzer Zitrone ausgleichen)

Saft einer Zitrone

1/2 TL Kreuzkümmel

1 TL scharfes Paprikapulver

2 EL Naturjoghurt

Den Couscous nach Packungsangabe zubereiten (der von “Al Amier” aus dem Supermarkt muss nur 5 min quellen, wenn man ihn mit gekochtem Wasser bedeckt), Gemüse entkernen und wie auch die Kräuter klein hacken. In eine separate Schüssel geben. Mit Olivenöl, Zitronensaft und den Gewürzen anmachen. Couscous abkühlen lassen und unterheben. (Wenn noch Wasser in der Couscous-Schüssel ist, alles in einem Sieb abtropfen lassen.)

Alles gut mischen und durchziehen lassen. Anrichten, mit 2 EL Joghurt und einigen Blättchen Minze servieren.

Dazu passt Ayran oder auch ein Glas gut gekühlter kräftiger Rosé.

Das Herrliche an dem Salat ist die Mischung aus scharf, säuerlich, minzig. Wunderbar orientalisch und vielfältig einsetzbar.

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