Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘indisch’

Wenn es heiß ist, isst man am besten kühlende Gerichte aus Ländern, die wissen, wie man mit Hitze umgehen muss. In Indien beispielsweise kann die Hitze mörderisch sein. Es gibt in der indischen Küche unzählige Dips, Salate, Gemüsebeilagen etc., die alle für sich genommen eine feine Zwischenmahlzeit ergeben – oder eben Bestandteil einer großen Tafel sein können. Das Schönste an indischem Essen ist nämlich, dass man ohne Ende verschiedene Gerichte “hochskalieren” kann: Je mehr auf dem Tisch steht, desto besser. Denn es gibt keine feste Menüfolge. Vielmehr werden alle Bestandteile gleichzeitig aufgetafelt. Herrlich für “Schnutentunker” wie mich, die am liebsten viele Schüsseln und Teller aufm Tisch haben.

Eine wunderbar leichte, gut vorzubereitende Beilage – oder kühlende Zwischenmahlzeit – ist der indische Möhren-Rote Bete-Salat, der auch zum BBQ Eindruck schindet:

Processed with Rookie

Zutaten:

2 Karotten

2 kleine oder 1 große Knolle Rote Bete (roh)

Rote Bete Blätter (wenn die Knollen mit Grünzeug verkauft werden!)

2 TL braune Senfkörner

1 EL Ghee

1 gehäufter TL Kreuzkümmel/Cumin

1/2 TL Chilipulver

Salz

Prise Zucker

200 gr Joghurt (3,8%)

Saft einer halben Zitrone

8 Blätter Minze, gehackt

1 rote Zwiebel, in Streifen geschnitten

Zubereitungszeit: 45 min

Zubehör: scharfes Messer, große beschichtete Pfanne, Salatschüssel

So geht’s:

Möhren und Rote Bete schälen und in feine Stifte schneiden. Rote Zwiebel in feine Streifen schneiden. Ghee in der Pfanne erhitzen, braune Senfkörner darin anbraten, bis sie beginnen zu springen. Cumin und Chilipulver hinzugeben und anrösten. Rote Zwiebeln anschwitzen. Salzen, zuckern. Möhren- und Betestifte hinzugeben, gut unterheben und mehrere Minuten bei mittlerer Hitze garen, bis alles bissfest gar ist. In eine Schüssel geben und abkühlen lassen.

Den Salat mit Zitronensaft würzen, ggf. mit Salz und etwas Zucker abrunden. Rote Bete blätter fein hacken und unterheben. Alles gut mischen. Vor dem Servieren den Joghurt unterheben.

Der Salat schmeckt auch am nächsten Tag noch gut, wenn er gekühlt aufbewahrt wird.

 

Read Full Post »

Auf dem Markt gibt es jetzt kleine, feine Rote Bete mit herrlich gemaserten Blättern, die ein wenig an Mangold erinnern. Zu schön, um sie einfach abzuschneiden. Stattdessen kommen sie auf mein Raita drauf.

Raita? Wer wie ich besessen ist von indischer Küche, kann ohne Raita nicht leben. Raita ist eine erfrischende, die Schärfe nehmende Beilage aus Joghurt und diversen Zutaten – etwa Tomaten oder Minze, gewürzt mit Cumin oder Zitronenzesten… Ganz klassisch ist das Gurken-Raita. Aber auch andere Variationen sind erlaubt und setzen der Phantasie keine Grenzen. Eine ganz besonders verführerische habe ich neulich zu unserem Malabar Fisch Curry gemacht:

Processed with Rookie

Zutaten:

250 gr Joghurt (3,8%)

2 EL saure Sahne

1 kleine Tomate, entkernt und gewürfelt

4 EL geschälte, entkernte, gehackte Salatgurke

8 Blätter Minze, fein gehackt

3 EL Rote Bete Blätter, gehackt

1 gehäufter TL Cumin (Kreuzkümmel)

1 Prise Salz

1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Joghurt und saure Sahne miteinander glatt verrühren. Cumin und Salz dazugeben und gut vermischen. Gurke, Tomate und Minzeblättchen unterheben, dabei etwa 1 EL beiseite lassen für die Garnitur. Diese dann mit den gehackten Rote Bete Blättern mischen und zum Servieren auf das Raita geben.

Raita passt natürlich zu scharfen indischen Gerichten. Der kühle Joghurt-Dip schmeckt aber auch klasse zu Gegrilltem, zu Fladenbrot und als Dip für Gemüse.

 

Read Full Post »

Die Suchbegriffe, über die Leser auf einem Blog landen, sind der kleine Lohn für all die Arbeit, das Herzblut, die Zeit, die wir Blogger in unsere Seiten stecken.

Denn eigentlich vergeht kein Tag, an dem ich nicht herzhaft lache oder zumindest schmunzelnd den Kopf schüttle über Suchbegriffe oder Suchbegriff-Kombinationen, die Leser auf meine kleine Fressseite bringen. Nicht selten stellt sich die Frage: Warum, bitte, landest Du mit diesen Suchbegriffen jetzt ausgerechnet bei mir??

Hier eine kuriose Auswahl aus den letzten 2 Wochen:

Was isst man zum Champagner? (Dieser Suchbegriff tahttp://germanabendbrot.wordpress.com/wp-admin/post-new.phpucht etwa 1 x im Monat auf, nicht nur vor Silvester. Meine Antwort auf diese Frage: Egal! Hauptsache Champagner!)

Eichhörnchen Sandwich Elvis Presley (Die Sage geht, dass Elvis auf dem Klo ein Bananen-Erdnussbutter-Sandwich aß, als er starb. Aber EICHHÖRNCHEN?)

Scharfe Schwiegermutter (Ok, ich habe mal über die “Schwiegermutter” geschrieben, eine scharfe Feta-Creme, die es auf dem Wiesbadener Wochenmarkt gibt. Aber ob der Leser das Gleiche meinte…)

In welchem Film kommt dauern das hmmm hmmm hmmm (War das vielleicht der Leser, der die scharfe Schwiegermutter gesucht hat? Oder was für ein Film soll das sein? Luis de Funes? Oder doch Doktor Schiwago?)

Aperitif nach der Gans (Hm, also eigentlich soll ein Aperitif ja den Appetit anregen und den Magen “öffnen”. Aber nach der Weihnachtsgans, die ICH so kenne, ist beides nicht wirklich nötig…)

Alkoholfreie Getränke zu Ossobuco (Ich verstehe ja, dass Kinder, Schwangere oder Kranke keinen Wein trinken mögen. Aber warum in Gottes Namen kommen die dann auf MEINE Seite?)

maggi würze zum abschmeken ist da alkohol drin (Wäre für mich dann der einzige Grund, um das Zeug zu nutzen. Oder man serviert es zum Ossobuco…)

Sherryessig in der Schwangerschaft (Hierzu fällt nichtmal mehr mir irgendwas ein… Kann man’s vieleicht auch übertreiben?)

Die Suchbegriffe geben aber auch Aufschluss darüber, welche Rezepte und Zutaten besonders interessant sind. In meinem Fall ist der All-time-Sieger mit fast 9.000 Treffern der Couscous-Salat Tabouleh. Aber auch auf der Suche nach hausgemachtem Paneer, dem indischen Frischkäse, kommen die Leser zum German Abendbrot.

Ich weiß auch immer genau, welche Folge aus Jamie Olivers diversen Kochshows gerade im TV gezeigt wurde: Die fünf Rezepte, die ich dem britischen Star-Koch nachgekocht habe, gehören zu den am häufigsten gesuchten Artikeln.

Blogger können also viel über ihre Leser erfahren, oder auch über Schlagworte, die viel Traffic auf ihre Seite ziehen. Das dachten sich Steffen und Sabrina, die Veranstalter des Blog-Events “Blogg den Suchbegriff” vom genialen Blog Feedmeupbeforeyougogo. Anlass ist der 2. Blog-Geburtstag!

Also erstmal: Herzlichen Glückwunsch, Ihr beiden!

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Verlängert bis zum 15. Januar 2014)

Da ich aber kein Eichhörnchen-Sandwich in Gedenken an den King machen wollte und die Suchbegriffe nach Champagner und Käsefondue halt doch arg mit dem zurückliegenden Silvester zu tun haben, kamen mir diese beiden Suchbegriffe gerade recht:

Ich mag kein (sic!) Kreuzkümmel! (Das Ausrufezeichen stammt nicht von mir!)

Was ist in einem Curry drin

Na, woran denken wir da? Genau! Ich rücke den Turban zurecht und mache ein Golden Lamb Curry, ein Kundan Kaliya aus Awadh, einem Teil des heutigen Uttar Pradesh und bekannt für seine reiche Küche der Moguln.

GoldenLambCurry

Das Gold beim Lamm-Curry kommt durch Blattgold, das ich mir gespart habe (es geht ja doch den Weg alles Irdischen. You know what I mean?). Aber auch ohne Blattgold ist das Lamm-Curry köstlich, cremig und sehr edel. Aber das Beste: Es kommt ohne Kreuzkümmel aus! (Ich liebe ihn ja, aber was tut man nicht alles für seine Leser?).

Das Rezept stammt aus Pushpesh Pants genialem Kochbuch “India”, aus dem ich zuletzt das Rote-Bete-Chutney gemacht habe. Ich habe es für uns halbiert und an einigen Stellen leicht abgewandelt. Hier ist meine Variante:

Zutaten für das Lamm-Curry als Hauptgericht für 2 hungrige Esser:

500 gr Lammschulter, in grobe Würfel geschnitten

einige Fäden Safran

1 TL Milch

3 große Zwiebeln, geschält und in feine Streifen geschnitten

4 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

2 TL gemörserte Koriander-Samen

2 TL Chilipulver

2 TL Kurkuma

4 Nelken

5 Grüne Kardamom Kapseln, leicht angedrückt

1/2 TL gemahlenes Macis (Muskatblüte)

1/2 TL gemahlene Pfefferkörner (bspw. Tellycherry Pepper)

1/2 Zimtstange

400ml fetter Joghurt (10%)

Salz

1 EL Ghee

optional: Blattgold zur Dekoration

Zubereitungszeit: zweieinhalb Stunden

Küchenzubehör: Schwere Pfanne mit Deckel, Pürierstab

So geht’s:

Safranfäden in der Milch auflösen und beiseite stellen.

Ghee in der Pfanne erhitzen und die Zwiebelstreifen anbraten, bis sie goldbraun sind. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

In der gleichen Pfanne das Lamm anbraten, herausnehmen, zur Seite stellen.

Anschließend die Zwiebeln mit 2 EL Joghurt sowie der Ingwer-Knoblauch-Paste vermischen. Zusammen mit dem Lamm wieder in die Pfanne geben und auf mittlerer Hitze 10 Minuten unter Rühren weitergaren, bis alles gut vermischt ist.

Den gemahlenen Koriander, CHilipulver und Kurkuma hinzugeben, gut verrühren. 200 ml Wasser sowie die restlichen Gewürze hinzugeben, zudecken und für mindestens eine Stunde sanft köcheln lassen. Oder solange, bis das Lamm schön zart ist. (Wer Angst hat, auf Nelken oder Kardamom zu beißen, kann beides in einen Teefilter geben, zuknoten und vor dem Servieren entfernen.

Nun die Lammbrocken aus der Sauce herausnehmen und beiseite stellen. Den Safran zur Sauce geben und mit dem Pürierstab etwas anpürieren. Die Sauce sollte sämig sein aber kann durchaus noch Zwiebel-Stückchen enthalten.

Das Lamm wieder hinzugeben und – bei mittlerer Hitze – den restlichen Joghurt unterrühren. Achtung: Damit der Joghurt nicht flockt, sollte die Sauce nicht mehr aufkochen! Mit Salz abschmecken und heiß servieren.

Dazu passt Reis oder Naan.

Ich freue mich schon auf die Zusammenfassung des Events, das bis zum 15.1. verlängert wurde. Denn was schon in den Kommentaren an irren Suchbegriffen gepostet wurde, hat mich mehrmals laut auflachen lassen.

Und dazu passt auch der jüngste Suchbegriff, der bei mir landete:

Worauf freust Du Dich 2014 am meisten?

Meine Antwort: Auf lautes Lachen, viel Zeit mit meinen Lieben und gutes Essen! In dieser Reihenfolge…

Read Full Post »

Rote Bete gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsgemüsen. Ob roh mit Dip, gebacken, im Salat oder als Suppe – ich LIEBE Rote Bete.

Umso schöner, wenn ich sie mit meiner Lieblingsküche kombinieren kann: der indischen!

Das Chutney stammt aus dem Kochbuch von Pushpesh Pant, aus dem ich hier und hier schon mal gekocht habe. Noch viel mehr Pant-Rezepte findet Ihr bei Foodina.

Das Rote Bete Chutney (Beetroot Thuviyal) passt aber nicht nur zu indischen Gerichten sondern auch zu Käse oder Gegrilltem, Raclette, Fondue sowie zu selbstgemachtem Döner.

Einziger Nachteil: Das Chutney hält sich nicht lange, da es anders als andere Chutneys nicht lange gekocht, sondern nur angeröstet wird. Ihr solltet also nur so viel machen, wie Ihr essen wollt.

Zutaten für etwa 400 Gramm:

2 mittelgroße rohe Rote Bete, geschält und geraspelt

2 EL fein gehackte Korianderblätter

1 EL Kokosnussraspeln

2 TL Tamarindensauce (aus dem Asialaden. Unsere ist sehr sauer, deshalb unbedingt vorher testen, damit Ihr nicht zu viel nehmt.)

1 grüne Chilischote, grob gehackt und entkernt

2 getrocknete rote Chilischoten

1/2 TL Asafötida

1 EL Urad Dal (das weiße Innere schwarzer Linsen, im Asialaden erhältlich)

1 EL rote Linsen (oder Chana Dal, schwarze Linsen, die man aber gut durch gelbe oder rote – in meinem Fall – ersetzen kann)

1 1/2 TL braune Senfsamen

2-3 EL Ghee

Salz

So geht’s:

Hälfte des Ghee in einer Pfanne erhitzen. Darin die Senfkörner, die Dals, Asafötida, getrocknete Chilis und die grüne Chili darin unter Rühren anrösten. Aus der Pfanne schütten und abkühlen lassen.

Restliches Ghee in der Pfanne erhitzen. Geraspelte Rote Bete darin etwa 5 min anbraten. Jetzt alle – auch die übrigen – Zutaten in einen Blender geben, salzen und mit 2 EL Wasser zu einer geschmeidigen Paste verarbeiten. Direkt servieren.

Chutneys sind klasse für Raclette-Abende oder Fondue-Essen. Die Saison geht ja jetzt gerade wieder los! Eine große Auswahl an Rezepten für süße, scharfe, herzhafte, exotische Chutneys findet Ihr hier im Blog.

Read Full Post »

Ihr versteht nur Bahnhof bei der Headline? Ich kann’s Euch nicht verdenken. Also, ich hole mal aus: Indien nannte man zur Zeit des British Empire auch das Juwel der Krone oder IN der Krone. Denn Indien war reich an Schätzen (im wahrsten Sinne des Wortes: Einige der größten Edelsteine stammen aus den Schatztruhen der Maharadschas). Und auch sonst war der Subkontinent sehr wertvoll für diese kleine Insel in der Nordsee, war er nicht?

Hier ließen es sich reiche Engländer und hochrangige Militärs jahrzehntelang auf Kosten der Bevölkerung durchaus gut gehen. Cricket, Rugby, Gin & Tonic – viele Spuren der englischen Kolonialherren finden sich auch heute noch in Indien. Und umgekehrt! Ich habe nur in Delhi besser indisch gegessen als in London oder Birmingham. Und so sind Chutney, Ketchup und natürlich das berühmte Chicken Tikka Masala längst fester Bestandteil der britischen Crossover-Küche.

Wer hier häufiger mitliest, erinnert sich vielleicht an meine Indien-Posts nach unserer Reise durch Delhi, Rajasthan und Kerala. In einer Shopping-Mall in Delhi hatte ich kurz vor unserem Rückflug (wir mussten die Zeit totschlagen, da die Flüge nach Europa erst nachts gehen) eines der leckersten Dosas EVER. Ein Dosa ist ein Snack, der sich auch häufig an britischen Imbiss-Läden findet. Vermutlich behaupten die Engländer sogar, sie hätten’s erfunden. Dosas sind gefüllte Fladen aus Kichererbsenmehl, die meist eine würzige Kartoffel-Gemüse-Füllung enthalten. Sehr nahrhaft, sehr lecker!

Ausreichend Grund also, die Dosas zum Beitrag für das Event Very British zu machen, mit dem Foodfreak die diesjährigen Last Night of the Proms feiert. Ihr kennt das doch, oder? Rotwangige Briten in Abendrobe schwenken den Union Jack und singen lauthals “Rule Britannia” und anderes traditionelles Liedgut wie “Jerusalem”. Das macht einfach so viel gute Laune, dass es mittlerweile unzählige Ableger gibt – auch in Deutschland. Aber den ungezwungenen, humorvollen Umgang mit Klassik bekommen eben doch nur die Briten hin. Vielleicht auch, weil sie beim vielstimmigen Absingen der Nationalhymne immer noch ein bisschen von ihrem Empire träumen.

Träumen wir einfach ein bisschen mit von Maharadschas, Juwelen, bemalten Elefanten und – Dosas!

Dosa-serviert(Ja, auf dem Foto wirft sich das Dosa selber Schatten. So ein Mist! Aber ich war sooo neugierig, wie mein allererstes homemade Dosa schmecken würde, dass ich nicht lange rumgehampelt habe. Damn!)

Zutaten für 4 Masala Dosas (also: würzige Dosas. Achtung, machen wirklich SEHR satt!):

Teig:

125 gr Kichererbsenmehl (Asia-Laden)

125 gr Weizenmehl

1/2 TL Backpulver

2 TL Senfsamen

Chicken Tikka für die Füllung:

300 gr Hühnerbrust ohne Haut, gewürfelt

2 EL passierte Tomaten aus der Dose

1 EL Olivenöl

2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

1 kl feingehackte Zwiebel

1 EL Kreuzkümmel

Samen von 5 Kardamomkapseln

2 cm Zimtrinde

1 Nelke

1 TL scharfes Chilipulver

10 Pfefferkörner (z.B. Tellycherrypepper)

Salz

Weitere Zutaten für die Füllung:

2 mittelgroße, mehligkochende Kartoffeln

1 frische rote Chilischote, fein in Ringe geschnitten

1 TL Senfsamen

1 TL Kurkuma

Saft einer halben Limette (restliche Limette fürs Servieren aufheben)

4 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

Außerdem:

einige Korianderblätter

Dazu passt beispielsweise Rhabarber-Chutney und Gurken-Raita (Joghurt, gewürfelte Gurke, einige Minzblättchen, 1/2 TL Kreuzkümmel, eine Prise Salz miteinander verrühren).

Zubehör: 1 beschichtete Pfanne, 1 Topf

Zubereitungszeit: ca. 45 min plus Zeit für’s Marinieren (mind. 4 Stunden)

So geht’s:

Wir starten mit der Marinade für das Chicken Tikka. Hierfür Kreuzkümmel, Kardamom, Zimt, Pfefferkörner und Nelke im Mörser fein mörsern. Die Gewürze mit der Tomate, dem Chilipulver, Zwiebel, Ingwer-Knoblauch-Paste und Öl in einem Mixer zu einer geschmeidigen Masse pürieren. Das Hähnenfleisch in 2x2cm große Brocken schneiden und in der Marinade wälzen bis alles schön überzogen ist. Mindestens 4 Stunden unter Frischhaltefolie kühl stellen.

Nach der Marinierzeit das Hühnchen abtropfen lassen und in einer Pfanne anbraten.

Währendessen die Kartoffeln schälen, würfeln und in ausreichend Wasser gar kochen. Anschließend mit einem Kartoffelstampfer grob zerstampfen. Jetzt alle übrigen Zutaten für die Füllung miteinander vermengen, Deckel drauf und zur Seite stellen.

Zutaten für den Teig vermischen und etwa 350 ml Wasser hinzugießen. Alles zu einem glatten Teig verrühren. Die Konsistenz sollte in etwa die von Crepes- oder Pfannkuchenteig haben, also ziemlich flüssig. Eventuell noch etwas Wasser dranrühren.

Die beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze erwärmen. Eine große Suppenkelle voll Teig in die Mitte gießen und mit dem Boden der Kelle gleichmäßig verteilen, so dass ein gleichdicker, ebenmäßiger runder Fladen entsteht:

Dosa-Teig

Wenn der Teig leichte Blasen wirft wie auf dem Foto, ist er auf dem richtigen Weg!

Sobald der Fladen gar ist (wenn er sich ohne Festkleben vom Pfannenrand löst und leicht gebräunt ist), einen Teil der Füllung darauf verteilen und einige Korianderblätter darübergeben:

Dosa-gefüllt

Anmerkung: Weniger Füllung erleichtert das Zusammenrollen :)

Dann den Fladen vorsichtig zuklappen oder zusammenrollen und mit Chutney, Raita und einer Limettenspalte servieren. Fertig!

Dosas sind ziemlich mächtig: Kichererbsenmehl, Weizenmehl, Kartoffeln – und in unserem Fall noch Hühnchen. Typisch für Indien, wo ein Großteil der Bevölkerung nicht weiß, wann die nächste Mahlzeit auf dem Tisch steht. Häufig werden sie auch mit einem Daal, einem würzigen Linsengericht, oder einfach nur mit Chutney serviert. Schlicht, aber sehr köstlich.

Dazu passt Bier (noch nahrhafter!) oder Ginger Ale. Eine gute Grundlage für die Last Night of the Proms, die in diesem Jahr auf den 7. September fällt. Meist übertragen die Regionalsender Teile des Abschlusskonzerts. Ihr schaut mit, tut Ihr nicht?

Read Full Post »

Indisch zu kochen muss nicht immer aufwendig sein. Auch an einem Werktag bekommt Ihr das Maharadscha-Gefühl ganz leicht in die eigenen vier Wände. Voraussetzung ist nur, dass Ihr morgens (oder am Vorabend) noch fix die Marinade für das Chicken Tikka anrührt. Ein Minimum von 2 Stunden Marinierzeit solltet Ihr Euch nämlich schon einrichten. Dafür bekommt Ihr aber auch saftig-würziges Hähnchenfleisch, das jeden Salat, jedes Sandwich aufpeppt.

Wollen wir loslegen?

Für den indischen Salat mit Chicken Tikka als Hauptgericht für 2 benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 große Portion gemischter Pflücksalat

2 große Knollen vorgekochte Rote Bete

2 EL Sonnenblumenkerne

Korianderblätter zum Garnieren

Für das Dressing (findet Ihr auch hier):

250 ml Naturjoghurt (3,5%)

1/4 TL Chilipulver

1 TL Koriandersamen

2 TL Kreuzkümmelsamen

Salz, Pfeffer

Spritzer Zitronensaft

Für das Chicken Tikka (eine Variante mit Joghurt findet Ihr hier):

2 Hühnerbrüste oder anderes Hühnerfleisch ohne Haut

2 EL passierte Tomaten aus der Dose

1 EL Olivenöl

2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

1 kl feingehackte Zwiebel

1 EL Kreuzkümmel

Samen von 5 Kardamomkapseln

2 cm Zimtrinde

1 Nelke

1 TL scharfes Chilipulver

10 Pfefferkörner (z.B. Tellycherrypepper)

Salz

Und so geht’s:

Wir starten mit der Marinade für das Chicken Tikka. Hierfür Kreuzkümmel, Kardamom, Zimt, Pfefferkörner und Nelke im Mörser fein mörsern. Die Gewürze mit der Tomate, dem Chilipulver, Zwiebel, Ingwer-Knoblauch-Paste und Öl in einem Mixer zu einer geschmeidigen Masse pürieren. Das Hähnenfleisch in 2x2cm große Brocken schneiden und in der Marinade wälzen bis alles schön überzogen ist. Mindestens 2 Stunden, besser 4 Stunden oder länger unter Frischhaltefolie kühl stellen.

Nach der Marinierzeit den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für das Dressing die Koriander- und Kreuzkümmelsamen mörsern. Alle Zutaten des Dressings miteinander vermischen. Rote Bete Knollen achteln, Salat putzen und trockenschleudern.

Die Hühnchenteile aus der Marinade nehmen, etwas abtropfen lassen und auf einen Grillrost (idealerweise über einer Auffangschale oder über einer Lage Alufolie) legen und auf die oberste Schiene des Backofens schieben. Ihr müsst je nach Größe der Stücke und nach Leistung Eures Backofens ca. 8 min zum Garen einrechnen. Danach kommen die Brocken noch mal 2 min unter den Grill. Die Zeitangaben variieren aber möglicherweise. Das Hühnchenfleisch sollte durch sein und eine leicht gebräunte Würzhülle haben. Wer es noch dunkler mag, legt die Teile gleich auf den Grill!

Salat auf einem großen Teller anrichten. Rote Bete dazugeben und mit dem Joghurtdressing benetzen. Ich mische den Salat nicht, weil das Dressing sonst rosa wird. Aber dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Zuletzt noch mit den Korianderblättern und den Sonnenblumenkernen garnieren. Chicken Tikka-Stücke dazugeben und mit etwas Naan-Brot servieren.

taj

Indien auf der Zunge – und fertig ist das Feierabend-Maharadscha-Gefühl!

PS: Das Hühnchen schmeckt auch kalt herrlich auf Sandwich mit etwas Chutney und Salatblättern. Wer es lieber saucig mag, wirft die Hühnchenteile in kochende gestückelte Tomaten aus der Dose, rührt etwas Joghurt unter (dann darf es nicht mehr kochen!), kocht Reis dazu und fertig ist Chicken Tikka Masala.

Read Full Post »

Vor einem Jahr waren wir in Indien. Manchmal erscheint mir unsere Reise Lichtjahre entfernt, manchmal “wie gestern”. Jedenfalls beschäftigt uns das Land noch immer.

Wenn es auch manchmal nur ein besonders gut platzierter Sonnenstrahl ist, der auf unsere indische Konsole mit einigen Erinnerungsstücken trifft:

Shiva

Für Europäer bleibt das Land vielleicht immer unverständlich in seiner Komplexität und Andersartigkeit. Wenn auch vor langer Zeit, hat E.M. Forster die Ambivalenz und das “aneinander vorbei reden” beider Kulturen unvergleichlich beschrieben in seinem Roman “Auf der Suche nach Indien“.

indien

Ein Buch, das ich nach unserer Reise ganz anders gelesen habe als davor. (Wer nicht lesen mag, kann sich auch die Verfilmung ansehen…)

Das passende Essen bei Indien-Fernweh fand ich jedenfalls wieder einmal bei Pushpesh Pant:

Chicken Xacuti, ein würziges Hühnchen in cremiger Sauce, und Dahiwale Aloo, Kartoffeln in würzigem Joghurt.

indisch

In den kleinen Schälchen im Vordergrund habe die Gewürzmischungen angerührt und Zettel darunter geklemmt, um nicht durcheinander zu kommen.

Huhn_indischIII

Für das Chicken Xacuti, übrigens ein Rezept aus Goa, benötigt Ihr folgende Zutaten:

Gewürzpaste:

5 getrocknete rote Chilischoten (im Original: 10)

1 EL Koriandersamen

1,5 EL Kreuzkümmel

1,5 EL Bockshornkleesamen

10 Körner Tellicherry Pfeffer (besonders aromatisch. Geht aber auch mit “normalem” Pfeffer)

3 TL Mohnsamen

2 EL Kokosraspel (im Original 1/2 cup geriebene frische Kokosnuss)

1 TL Kurkumapulver

1/2 TL grüner Kardamom

1/2 TL Nelken

2 cm Zimtstange

Für die Gewürzpaste weicht Ihr erstmal die Chilischoten in heißem Wasser ein für einige Minuten. Dann gießt Ihr das Wasser ab und drückt die Chilis etwas aus. Jetzt in einer großen, beschichteten Pfanne alle Gewürze – außer dem Kokosfleisch – etwa eine Minute anrösten. Danach die Gewürze im Mörser zerstoßen. In einem Mixer alle Zutaten (inkl. Kokos) und ggf. etwas Wasser zu einer Paste verarbeiten und beiseite stellen.

Weitere Zutaten:

2 EL Ghee

eine gehackte Zwiebel

4 TL Ingwer-Knoblauch-Paste

2 Hühnerbrüste, in mundgerechte Stücke geschnitten

2 EL Zitronensaft

Salz

Jetzt kann’s losgehen:

Ghee in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen. Die Zwiebel, die Gewürzpaste sowie die Ingwer-Knoblauch-Paste unter Rühren anbraten. Darin die Hühnerteile anbraten, salzen. Etwas Wasser zugießen (anfangs lieber etwas weniger, vielleicht 100 ml. Ist die Sauce zu dick, könnt Ihr noch mehr Wasser angießen) und bei niedriger Hitze zugedeckt garen, bis das Hühnchen gut ist. Mit Salz und Zitronensaft abrunden.

Wer mag, mit etwas grüner Chilischote oder einigen Korianderblättern garnieren und servieren!

Huhn_indischII

Als Beilage bieten sich Reis oder Naan an. Zu einem richtig indischen Essen gehört aber auch noch ein Schälchen Gemüse – in meinem Fall Kartoffeln mit Joghurt:

Kartoffeln_indischII

Zutaten für das Dahiwale Aloo (Mengenangaben leicht angepasst):

2 EL Ghee

1/4 TL Asafötida

1 TL Senfsaat

3 getrocknete rote Chilischoten

10 Curryblätter (getrocknet oder frisch)

4 mittelgroße, festkochende Kartoffeln, gewürfelt

1 TL gemörserter Koriander

1 TL gemörserter Kreuzkümmel

1 TL Chilipulver

1/2 TL Kurkumapulver

1 TL Garam Masala

400 ml Naturjoghurt

Salz

Die Zubereitung geht schnell:

Ghee in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen. Asafötida, Senfsaat und die getrockneten Chilis sowie die Curryblätter unter Rühren eine Minute darin anbraten. Kartoffelwürfel mit allen restlichen Gewürzen in die Pfanne geben. Alles gut vermischen, salzen und zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind. Eventuell etwas Wasser hinzugeben, damit die Kartoffeln nicht anhängen.

Wenn die Kartoffeln gut sind, Pfanne von der Platte nehmen und leicht abkühlen lassen. Jetzt den Joghurt unterheben und leicht erhitzen. Der Joghurt darf aber nicht mehr kochen, sonst flockt er.

Zusammen mit dem Hühnchen, etwas Reis oder Naan servieren.

Eine (kulinarische) Rückkehr nach Indien…

Read Full Post »

Braucht Ihr noch ein Geschenk aus der Küche? Eines, das hervorragend zum Fleischfondue oder zu Raclette passt? Eines, das Ihr auf das Silvesterbuffet stellen könnt? Oder eines als Basis für herzhafte Sandwiches, wenn es zwischen den Jahren zum Schlittschuhlaufen geht?

Ich hab da mal was vorbereitet: Ein scharfes Paprika-Chutney “frei Schnauze”!

chutney

Leuchtet das nicht herrlich?

Diese feurige orangene Köstlichkeit macht sich – hübsch verpackt – super unterm Weihnachtsbaum und heizt ordentlich ein, wenn es draußen kalt ist.

Hier die Zutaten für ca. 6 Schraubgläser á 300 ml:

8 Paprika (gelb, orange, rot – bitte nicht grün! Notfalls gehen geschälte und eingelegte aus dem Glas)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

5 cm Ingwer, fein gehackt

1 Habanero Chili, fein gehackt und entkernt (wer es nicht so scharf mag, nimmt z.B. nur eine Vogelaugenchili)

3 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

1 mehliger Apfel, entkernt und in ca. 1 cm große Stücke gehackt (mit Schale!)

1 große Tomate, grob gehackt und entkernt (lternativ ein Schluck passierte Tomaten)

3 Lorbeerblätter

5 cm Zimtstange

1 gehäufter EL schwarze Zwiebelsamen

2 EL angestoßene Cumin-Samen

1 gestrichener EL Fenchel

5 getrocknete Curryblätter (Asialaden)

4 EL Muscovado Zucker

150 ml Apfelessig

Salz

Eines vorweg: Bei den Gewürzen und dem Zucker hilft nur Abschmecken! Die Mengenangaben sind eine Orientierung, können aber auch variiert werden!

So geht’s:

Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Rauten schneiden. Lorbeerblätter und Zimtstange mit Küchenkordel zusammenbinden oder in ein Teefilter-Säckchen geben und zuknoten. In einem großen Topf Ghee erhitzen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer, Chili darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Paprika und Apfel dazugeben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren ebenfalls andünsten. Alle weiteren Zutaten – inkl. dem Gewürzsäckchen – in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Immer mal rühren und ggf. schon mal abschmecken. Je nachdem, wie Paprika und Essig beschaffen sind, müsst Ihr noch Zucker drangeben. Oder etwas Gemüsebrühe, falls nicht genügend Flüssigkeit entsteht.

Jetzt das Gewürzsäckchen herausnehmen und die Masse so pürieren, dass noch ausreichend Stücke vorhanden sind, aber eine in sich homogene Masse entsteht. Jetzt abschmecken und ggf. noch Salz oder Zucker hinzugeben.

Wenn Euch das Chutney schmeckt, nehmt Ihr den Topf vom Herd und füllt die Masse heiß in saubere Schraubgläser. Verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Das Chutney hält im Kühlschrank mehrere Wochen – ist meist aber schon vorher weg ;-)

Und welche Geschenke aus der Küche gibt es bei Euch dieses Jahr?

Read Full Post »

Die Koch- und Blog-Unlust der letzten Wochen scheint überwunden. Ein sicheres Zeichen dafür ist, wenn ich mir freitags Gedanken darüber mache, was ich mal wieder Indisches am Wochenende kochen kann. Die indische Küche ist ja meist etwas zeitaufwendiger mit all ihren Gewürzen und langen Schmorzeiten. Deshalb ergibt das Kochen mit Turban nur einen Sinn, wenn man WIRKLICH Lust darauf hat.

Ich hatte. Und das macht mich glücklich! Zumal es doch gilt, Zorras 8. Bloggeburtstag zu feiern. Den ACHTEN! Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen, Ihr (wir!) Blog-Küken.

Zur Feier der wiederentdeckten Kochlust und Zorras Blog-Geburtstag gab es also Gosht Narangi und Mattar Yakhni: Geschmortes Lammfleisch mit Orange und Zwiebeln sowie als Beilage Erbsen in einer Joghurt-Safran-Sauce.

Beide Grundrezepte stammen aus dem herrlichen Kochbuch „India in 6“, das ich aus Delhi importiert habe. Darin gibt es viele einfache indische Rezepte mit lauter Zutaten, die die indische Hausfrau angeblich in der Speisekammer hat. Naja. Das liegt im Auge des Betrachters. Aber trotzdem zählen die Rezepte zu einer etwas moderneren indische Küche, in der auch zunehmend berufstätige Frauen stehen.

Wie immer habe ich beide Rezepte aber leicht abgewandelt und ergänzt (kursiv). Sonst würde das ja alles keinen Spaß machen!

Also: Den Turban zurechtgerückt und los geht’s.

Für das Gosht Narangi benötigt Ihr für 2 Personen folgende Zutaten:

Etwa 400 gr Lamm aus der Schulter

2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

1 TL Kurkuma

1 TL Garam Masala

3 EL Ghee (statt Sonnenblumenöl)

2 Zwiebeln

1 Bio-Orange

Salz

Tellycherrypepper (oder anderen frisch gemahlenen schwarzen, aromatischen Pfeffer)

2 getrocknete scharfe Chilischoten

150 ml Wasser

So geht’s:

Die Zwiebeln sehr fein in Ringe schneiden. Das Fleisch in mundgerechte, gulasch-große Würfel würfeln. Die Orange schälen. Eine Hälfte auspressen und den Saft auffangen. Die andere Hälfte filetieren. Einige Zesten von der Schale reißen.

Die Lammwürfel mit der Ingwer-Knoblauch-Paste, Kurkuma und Garam Masala vermischen und nebenhin stellen.

Die Hälfte des Ghee in einer Schmorpfanne erhitzen und die Zwiebelringe darin so lange anbraten, bis sie weich und glasig sind. Herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Eine Hälfte der angebratenen Zwiebeln mit dem Wasser und den Chilis sowie etwas Salz in einem hohen Gefäß mit dem Pürierstab pürieren.

Jetzt den Rest des Ghee erhitzen und das Fleisch mit allen Gewürzen, die sich noch in der Schüssel befinden, scharf von allen Seiten anbraten. Dann die übrigen Zwiebelringe, das Zwiebel-Wasser, den Orangensaft, die Zesten und die Orangenfilets in die Schmorpfanne geben. Alles gut vermischen und zum Kochen bringen.

Salzen, pfeffern und Deckel drauf.

Bei mittlerer Hitze muss das Lamm jetzt mindestens eine Stunde – gerne länger! – vor sich hin schmurgeln.

Wir hatten wieder grandioses Lamm unseres Lieblingsmetzgers Jaddy, das nach 1,5 Stunden butterzart auf der Zunge zerging.

Als frische Beilage gab es sehr schnell zuzubereitende Erbsen mit Joghurt und Safran:

250 gr TK Erbsen

100 ml Joghurt (3,5%)

Einige Fäden Safran

Salz, Pfeffer

1 TL Fenchelsamen

1 TL grob gehackter Ingwer (statt Pulver)

½ TL Bockshornkleeblätter

½ TL Garam Masala

1 TL Ghee (statt Sonnenblumenöl)

So geht’s:

Die Erbsen auftauen und mit etwas Küchenpapier abtrocknen.

Fenchel, Garma Masala, Ingwer und Bockshornkleeblätter in einem kleinen Mixer zerkleinern und mischen.

Ghee in einem Topf erhitzen. Gewürze darin anbraten. Erbsen hinzugeben und gar kochen (dauert nur wenige Minuten). Salzen und pfeffern. Hitze herunter drehen, so dass die Erbsen nicht mehr kochen. Joghurt unterheben und Safranfäden hinein bröseln. Alles gut vermischen.

Dazu gab es außerdem eine Portion Basmati-Reis aus dem von Reishunger.de zur Verfügung gestellten Reispaket. Der Reis war herrlich fluffig, blendend weiß und mit sehr schöner Körnung. Wir haben 1-2 Safranfäden und ein kleines Lorbeer-Blatt an den Reis gegeben und nach herkömmlicher Dämpfmethode zubereitet, damit wir ihn mit bisher verwendeten Reissorten besser vergleichen konnten. Fazit: Der Geschmack war hervorragend, die Zubereitung gelingsicher und optisch ansprechend. Test bestanden!

Beim Gosht Narangi war ich skeptisch: Lamm und Orange passt. Lamm und Zwiebeln passt. Lamm, Orange UND Zwiebeln?? PASST! Es hat phantastisch geschmeckt! Durch das lange Köcheln tritt die Orangensäure sehr zurück, bleibt aber leicht fruchtig und herb immer noch schmeckbar. Die Zwiebeln geben durch das vorherige Anbraten eine würzige Süße ab. Und das Lamm war sowieso der Hammer (s.o.). Das müsst Ihr unbedingt mal probieren!

Das Mattar Yakhni passte deshalb so gut, weil die Erbsen zusammen mit dem Joghurt mild und süß sind zum sehr würzigen Lamm. Die Beilage passt aber ebenso gut zu Fisch oder Hühnchen. Oder ergibt einen kleinen Abend-Snack zu etwas Naan-Brot.

Herzlichen Glückwunsch, liebe Zorra, zu 8 Jahren Food-Bloggerei. Mögest Du noch viele Jahre Spaß daran haben und Deine Leser weiterhin so inspirieren wie bisher.

8 Jahre kochtopf Geburtstags-Blog-Event - Rezepte für Sieger und mehr! (Einsendeschluss 6. Oktober 2012)

Cheers!

Read Full Post »

Klatschmohn ist wunderschön, leuchtend rot und erinnert mich an Sommertage in der Toskana.

Blauer Mohn im Mohn-Zopf meiner Großmutter ergibt den saftigste, leckerste Kuchen, den Ihr Euch vorstellen könnt.

Und vielleicht hätte mich stärker irritieren sollen, als meine Mutter – angesprochen auf den seltsam aussehenden Mohn in ihrem Garten – haarklein erklärte, dass der ja gar nicht gefährlich sei, solange man nicht… (es folgte eine äußerst detaillierte Beschreibung über die einzelnen Schritte der Opium-Gewinnung)

Ich mag Mohn. Aber weil ich ja nun wirklich kein Zuckerbäcker bin, wurde für Gastgeberin Mels Event Papaver (Co-Gastgeberin ist die wunderbare Zorra) wieder einmal den Turban zurecht gerückt und was Indisches in die Schmorpfanne geschmissen – besser gesagt: der bEdW hat sich an seinem ersten indischen Gericht versucht!

Beide Rezepte stammen aus Pushpesh Pants “India Cookbook”, das Tina schon vielfach in ihrem Blog vorgestellt hat.

Hinten im Foto: Poha Pulao – Reis mit Gemüse (Rezept aus Maharashtra)

Vorne im Foto: Poshto Maachh – Fisch mit Mohnsamen (Rezept aus West-Bengalen)

Für den Fisch braucht Ihr folgende Zutaten für zwei Personen:

300 gr weißer, festfleischiger, möglichst flacher Fisch

1 TL Kurkuma-Pulver

4 EL Senföl (alternativ: Rapsöl mit Senfmehl vermischen)

3 getrocknete Chilis

10 Curryblätter

1 TL Koriandersamen

1,5 TL weiße Mohnsamen (gibt es ebenfalls im Asialaden)

1 TL Kreuzkümmelsamen

2 grüne Chilis

1 TL Zucker

Salz

Die Zubereitung dauert rund 45 Minuten.

Und so wird’s gemacht:

Den Fisch in mundgerechte Stücke schneiden und mit Kurkuma und Salz einreiben. Zur Seite stellen

Senföl in einer schweren Pfanne erhitzen. Rote Chilis und Curryblätter darin anbraten und anschließend abkühlen lassen. Das Öl nicht abschütten!

Sobald Chilis und Curryblätter abgekühlt sind, in einem Mixer zusammen mit den Koriandersamen, dem Mohn, Kreuzkümmel und den grünen Chilis sowie etwas Wasser zu einer Paste mixen.

Das Öl wieder erhitzen, die Paste darin anbraten (rühren!!) und ab und zu mit etwas Wasser ablöschen, damit sie nicht anbrennt. Abschließend mit etwa 75 ml Wasser verrühren, den Zucker zugeben, salzen und leicht einkochen lassen. Den Fisch dazu geben und simmern, bis die Stücke gar sind. Fertig!

Dazu passt wunderbar der Gemüsereis, der wegen längerer Zubereitungszeit vorher schon zubereitet werden sollte. Zutaten ebenfalls für 2 Personen (in einer etwas abgespeckten Beilagen-Variante. Im Original kommen noch Blumenkohl, grüne Bohnen und Paneer dazu):

Etwa ein Kaffeebecher voll Reis

75 gr Erbsen (TK oder frisch)

1 EL Ghee oder Pflanzenöl

1/2 TL braune Senfsamen

1/4 TL Kurkuma

1/2 TL Chilipulver (wer es nicht so scharf mag, nimmt weniger)

1/2 TL Garam Masala

1 normal große vorgegarte Kartoffel in 6-8 Stücke geschnitten

2 kleine Karotten, gewürfelt

2 Tomaten, gehackt und entkernt

1 TL Zucker

1 EL Zitronensaft

2 grüne Chilischoten

1 TL Knoblauch-Ingwer-Paste

frische Koriander-Blätter

So wird’s gemacht:

Den Reis waschen und etwa zehn Minuten in Wasser einweichen. Durch ein Sieb abgiessen. Zubereiten, so dass er noch etwas Biss hat. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Gewürze unter rühren darin anbraten. Den Reis hinzugeben und gleichmäßig flach klopfen. Deckel drauf und bei geringer Hitze für 1-2 Minuten anbraten lassen. Danach von der Platte nehmen.

Etwas Öl in einer zweiten Pfanne erhitzen und Knoblauch-Ingwer-Paste anbraten. Kartoffeln, Erbsen und Karotten hinzugeben und unter rühren anbraten. Zum Schluss die Tomaten hinzugeben und alles miteinander vermischen. Zucker, Zitronensaft, Chilies unterheben. Salzen.

Den Reis in einer Schale abwechselnd mit dem Gemüse schichten. Zum Schluss Korianderblätter darüber geben und servieren.

Der Gemüsereis ist mit weiterem Gemüse und – wer mag mit Paneer – auch für sich alleine eine feine vegetarische Mahlzeit. Die Gewüzre und vor allem die Chilis machen ihn ordentlich aromatisch und dank der Tomate sehr saftig.

Und der Fisch geht so schnell, dass man ihn auch abends noch zubereiten kann. Der weiße Mohn macht die Sauce sämig und gibt ein ganz eigenes nussiges Aroma ab, das durch das Senföl noch hervorgehoben wird.

Beide Gerichte waren unsere ersten aus dem Pushpesh Pant-Buch und wieder einmal eine Offenbarung neuer Aspekt der indischen Küche. Genau das Richtige für ein auf den letzten Drücker eingereichtes Event-Rezept für die reizende Mel.

Blog-Event LXXX - Papaver (Einsendeschluss 15. August 2012)

Read Full Post »

Older Posts »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 255 Followern an

%d Bloggern gefällt das: