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Mit ‘Möhren’ getaggte Artikel

Nudeln machen glücklich. Das kann ich nicht genug betonen. Vor allem nach einem 10-Kilometer-Lauf (besonders fein: mit Würstel-Grill-Dunst am Flaucher!) und gefühlten 2 Stunden am Bügelbrett.

Und weil wir beide sehr gerne Fisch essen, gab’s eine Art Bolognese-Sauce mit Fisch statt Fleisch. Die Anregung dazu kam über eatsmarter.de, die mich ja schon öfter mal inspiriert haben – eine echt gute Website, um Ideen zu bekommen oder auch mal gezielt nach Zutaten zu suchen, wenn man noch Überbleibsel im Kühlschrank hat.

Folgende Zutaten haben wir für das Ragu verwendet:

3 Stangen Sellerie

2 Möhren

2 Zweibeln

3 Knoblauchzehen

225 gr Fischfilet (wir hatten noch Scholle im Gefrierfach – ein anderer festfleischiger Fisch ohne Haut geht natürlich auch)

1 Dose Tomaten

etwa 0,2 l trockener Rotwein (z.B. Chianti)

2 EL Tomatenmark

2 Lorbeerblätter

2 Zweige Rosmarin

Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker. Optional: kleine getrocknete Chilischote mitkochen oder eine Prise Chilipulver an die Sauce geben.

2 EL gehackte Basilikumblätter

Möhren schälen, Sellerie waschen und die Fäden entfernen. Zwiebeln und Knobi schälen. Alles sehr fein hacken – eine Stange Sellerie habe ich allerdings nur in feine Scheiben geschnitten, weil ich die Konsistenz und die Form von Sellerie gerne mag.

Öl in einer Pfanne erhitzen und das Tomatenmark anrösten. Gesamtes Gemüse hinzugeben und anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind (optional: Chilischote mitkochen). Jetzt den Wein dazugeben und etwas einköcheln lassen. Salzen, pfeffern und eine Prise Zucker drangeben. Lorbeer und Rosmarin dazugeben, Tomaten mit Saft ebenfalls und alles auf kleiner Flamme köcheln lassen, während die Nudeln (wir hatten Linguine) nebenbei garen.

Die Fischfilets in etwa ein Zentimeter kleine Bröckchen schneiden und etwa 5 Minuten vor Ende der Nudel-Garzeit in die Sauce geben. Optional: mit Chili abschmecken.

Nudeln abgießen und zusammen mit dem Ragu sofort servieren. Basilikum und (wer mag) etwas Parmesan drüber: Fertig!  

Durch die Hackerei dauert die Zubereitung etwa eine Stunde. Aber es ist ein sehr leichtes, nicht belastendes Sommer-Gericht, das wunderbar auf den Balkon passt – und noch besser zu einem Glas Weißwein oder Rosé.

Übrigens: Der Rotwein im Ragu hat überraschend gut zum Fisch gepasst. Mit Weißwein wäre die Tomatensauce etwas zu säuerlich geworden. Und wer bei Schärfe empfindlich ist: Vorsicht beim Pfeffern und die Chili weglassen! Der Sellerie hat schon eine gewisse Schärfe – deshalb unbedingt vorher probieren und ggf. nur leicht pfeffern.

Dieses herrlich mediterrane Gericht gibt es diesen Sommer sicher noch öfter!

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Für ein Brunch-Buffet aber auch, falls man mal etwas zu einer Party mitbringen möchte, eignen sich feine Schmankerl, die man gut vorbereiten und einpacken kann. 

Das Rezept für die Lachs-Crépinette kennt Ihr vielleicht schon von den Biergarten-Tipps. Sie sind aber auch im Winter sehr fein – etwa für ein Silvester-Buffet. Die Crépes für die kleinen Röllchen kann man am Vortag machen

und auch die Rollen überstehen eine Nacht im Kühlschrank problemlos. Aufschneiden und garnieren kann man sie dann kurz bevor die Gäste kommen oder bevor man zur Party geht. Und für’s Auge sind sie auch was:

Ein schneller Klassiker ist die Räucherforellencrème, die zu herzhaftem Vollkornbrot ebenso passt wie zu frisch aufgebackenem Ciabatta. Selbst zu Weinproben haben wir sie schon gereicht (es dann aber mit dem Meerrettich nicht übertreiben!). Die Créme geht superschnell und hält sich einige Tage im Kühlschrank.

Ihr braucht:

250 gr Räucherforellenfilet

2 Stiele Dill

1/2 Bund Schnittlauch

2 EL Meerrettich oder Sahne-Meerrettich

150 gr Frischkäse

1 EL Senf (ABB-Mostert!)

Salz, Pfeffer, Ceyennepfeffer

1-2 TL Zitronensaft

Und in wenigen Minuten ist die Créme fertig:

Das Filet auf Gräten untersuchen und notfalls rauszupfen. Den Fisch dann zerpflücken und in eine Schale geben. Die Kräuter waschen, trocknen, klein hacken und zum Fisch geben. Meerrettich, Frischkäse, Senf gut verrühren und mit dem Fisch-Kräuter-Mix vermischen. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Cayennepfeffer und Zitronensaft abwürzen. Tipp: Wenn Ihr die Créme erst am nächsten Tag braucht, würzt lieber vorsichtig und schmeckt sie noch mal vor dem Servieren ab. Zum Garnieren etwas Dill hacken und über die Masse streuen. Fertig! Das geht in 5-10 Minuten und schmeckt wirklich rund ums Jahr!

In der November/Dezember-Ausgabe von ”Food & Travel”, das ich am Flughafen entdeckt hatte, gab es schöne Rezepte aus der orientalischen Küche.

Eines davon eignet sich super für Buffets: Tunesischer Möhren-Knoblauch-Dip.

Zutaten (habe es etwas schärfer und würziger gemacht als im Original):

400 gr Möhren

2 fein gehackte Knoblauchzehen

1 EL Harissa

1 EL ganz fein gehackter Ingwer

1 TL Zimtpulver

1 EL flüssiger Honig

2 EL Rotweinessig

3 EL Olivenöl

1/2 Bund glatte Petersilie

1 TL gemörserter Kreuzkümmel

Salz, Pfeffer, Zitronensaft

3 EL grüne Oliven

So geht’s: Möhren schälen, hacken und in kochendem Wasser blanchieren. Abkühlen lassen und im Blitzhacker oder mit dem Stabmixer pürieren. Knoblauch, Ingwer und die restlichen Zutaten zugeben und gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Die Petersilie hacken und größtenteils unterheben. Mit dem Rest garnieren und die Oliven draufsetzen. Ist herrlich zu warmem Pita-Brot oder Vollkornbrot.

Und Ihr so? Was sind Eure Klassiker oder “Geheimwaffen” für’s Buffet? Was müsst Ihr unbedingt zu jeder Party mitbringen

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Selbst aufgeschlossene Hobbyköche trauen sich häufig an die indische Küche nicht ran, weil sie entweder nicht in tausende Gewürze investieren wollen oder die Zubereitung schlicht für zu aufwändig halten. Außerdem gibt es mittlerweile ja wirklich phantastische indische Restaurants an jeder Ecke…

Aber Selberkochen macht viel mehr Spaß!

Deshalb hatten wir die Idee, gemeinsam mit unseren Kochstammtisch-Mitstreitern einfach mal bei uns eine Auswahl indischer Gerichte zu kochen und Gewürzmischungen anzusetzen – auch um zu demonstrieren, dass indisch zu kochen nicht immer stundenlanges Zubereiten bedeutet.

Wir haben bisher noch nie gemeinsam mit 5 weiteren Köchen in unserer eigenen Küche gekocht. Deshalb hatten wir uns im Vorfeld für Gerichte entschieden, die nicht ganz neu für uns waren, um nicht völlig ins Rotieren zu kommen.

Zur Vorspeise, und damit wir nicht völlig hungrig an den Herd gehen, gab es ein paar (gekaufte) Chapatis mit Tamarinden-Dattel-Dip und Minz-Joghurt-Chutney. Alles hatte ich in der Woche zuvor in meinem Lieblings-Indien-Lebensmittelladen Kohinoor in der Adolf-Kolping-Straße gekauft (wo es auch lecker Samosas to go gibt!). Die Dips wurden mir bei meinem Einkauf ans Herz gelegt, weil sie pur oder – im Fall der Minze – mit etwas Joghurt vermischt in jedem indischen Restaurant dazu gehören. Auch wenn das Selberkochen im Vordergrund stand an diesem Tag: Das war ein schneller und leckerer Appetizer, auf den man zur Begrüßung der Gäste ruhig mal zurückgreifen darf. 

Die erste Fingerübung war dann der indische Möhrensalat (hier in der Mitte), der von eatsmarter.de stammt und feste in unserem Repertoire ist, weil er einfach himmlich schmeckt und ohne großen Aufwand zuzubereiten ist.

Anschließend ging es dann gemeinsam an die Beilagen Gurken-Raita und Tomaten-Relish aus meinem Lieblingskochbuch “Fresh India”.

Dann machten wir uns endlich an die Hauptspeisen: Malabar-Fisch-Curry, Daal mit roten Linsen und Rogan Josh (Rezepte s.u.). Letzteres mit Rind statt – üblicherweise – mit Lamm.

Dazu gab es Naan (aus logistischen Gründen ebenfalls nicht frisch zubereitet. Das Rezept kennt Ihr aber schon aus dem Blog.) und Reis, der im Reiskocher (um keine weitere Herdplatte zu besetzen) allerdings nicht so wirklich schön wurde. Hmpf. Außerdem haben wir unsere Chutneys aus Paprika-Chili bzw. aus Stachelbeeren sowie ein (im Kohinoor empfohlenes) Mango-Chili-Pickle gereicht. 

Nach dem Essen haben wir zusammen Garam Masala und Currypulver nach Madras- sowie Ceylon-Art zusammengestellt. Alle drei niedlich in kleine Gläschen zum Mitnehmen verpackt. (Wie uns am nächsten Tag mitgeteilt wurde, kamen die Gläschen abends noch bei Freunden als Riechproben zum Einsatz).

Ein toller Tag und ein super Erlebnis, mit einer Handvoll interessierter Hobbyküche mal umfangreich indisch zu kochen (und zu essen, zu trinken, zu ratschen!). Mit tatkräftiger Unterstützung war auch die Küche schnell wieder in ansehnlichem Zustand. DANKE!! :)

Und weil wir bei der Menge an Essen einige Reste übrig hatten, konnten wir am nächsten Tag sogar noch mal Rogan Josh essen, das mit jedem Aufwärmen eigentlich nur besser wird.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Koch-Gäste für einen Tag in Indien an der Isar :)  

Zutaten für Rogan Josh (reicht normalerweise als Hauptgericht für 4 Personen):

1 kg Rinderschulter (wir hatten Bio-Rind vom Ismaninger Karlshof. Danke an Peter für’s Mitbringen!)

1 EL Ghee

2 Zwiebeln (gehackt)

3 Knoblauchzehen (gehackt)

2 EL frischer Ingwer (klein gehackt)

2 Dosentomaten

125 gr Joghurt

1 TL Chilipulver

1 EL Koriandersamen (gemörsert)

2 TL Kreuzkümmel (gemörsert)

1 TL Kardamomsamen (gemörsert)

1/2 TL Gewürznelken (gemörsert)

1 TL Kurkuma (gemahlen)

Salz

3 TL Garam Masala

zum Dekorieren: 30 gr Mandelsplitter (geröstet), frische Korianderblätter (grob gehackt)

Das Ganze braucht etwas Zeit. Und so wird’s gemacht:

Das Fleisch in knapp 3 cm große Würfel schneiden.

Ghee in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer darin anbraten. Alle Gewürze außer dem Garam Masala dazugeben, vermischen und ebenfalls kurz mit anbraten. Salz und die Dosentomaten dazugeben und alles offen einige Minute köcheln lassen. Jetzt das Fleisch zugeben und vermischen, bis die Sauce das Fleisch überzogen hat. Zudecken und bei niedriger Hitze mind. 1 Stunde (besser: 90 Minuten) köcheln lassen. Den Deckel immer mal lüpfen und Dampf entweichen lassen, damit die Sauce nicht zu flüssig wird. Zum Schluss die Hitze komplett reduzieren, so dass das Gericht nicht mehr kocht. Jetzt Garam Masala unterrühren und Joghurt unterheben (beides sollte nicht mehr mitkochen!). Mit den gerösteten Mandeln und dem Koriander garnieren und gleich servieren.

Das Gericht kann wunderbar aufgewärmt werden, das das Fleisch immer zarter wird.

Daal aus roten Linsen (reicht als Beilage für mind. 4 Personen):

300 gr rote Linsen (gibt es im Asialaden)

2 EL Ghee

1/2 TL Kurkuma

1/4 TL Chilipulver

1/2 TL Paprikapulver

1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel

1 TL Garam Masala

1 Lorbeerblatt

Salz

1 l Gemüsebrühe (Bio und ohne Glutamat)

So geht’s:

Die Linsen waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Ghee in einem Topf erwärmen und die Gewürze (außer das Garam Masala) anbraten. Linsen zugeben und umrühren, bis sie vom Ghee schön glänzen. Die Brühe dazugeben und zugedeckt bei kleiner Hitze rund 20 min köcheln lassen. Evtl. noch etwas Wasser oder Brühe zugeben, falls das Daal zu trocken ist. Abschließend salzen und mit Garam Masala final abschmecken.

Das Gericht schmeckt auch als vegetarisches Hauptgericht mit etwas Naan oder – etwas flüssiger – als dicke Suppe. Dazu mit etwas gehackten Tomaten und frischen Korianderblättern servieren. Dazu schmeckt ein kaltes, herbes Bier!

Und hier noch der Star des Tages. Ich bitte um Applaus für: DEN MÖRSER!

Hab’ ich was vergessen? Irgendwas nicht verlinkt? Wollt Ihr auch mal in der Gruppe indisch kochen? Lasst es mich wissen!

PS: Ihr habt vielleicht gemerkt, dass es ein kleines Update des Textes gab. Der bEdW hat nämlich zu bedenken gegeben, dass es eigentlich ja nicht ganz ok sei, über gekaufte Produkte zu schreiben. Deshalb habe ich noch mal erklärt, warum es als Appetizer die fertigen Dips gab. Findet Ihr das auch? Oder ist es legitim, wenn man darauf hinweist, dass an einem Tag mit viel Selberkochen auch auf ein paar fertige Add-ons zurückgegriffen wurde (solange die Hauptspeisen und Beilagen selbstgemacht sind)?

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