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Posts Tagged ‘Paprika’

Mel von der Gourmetguerilla sucht Gute-Laune-Suppen. Und da muss ich Euch einfach noch mal mit meinem Gazpacho-Rezept beglücken. Denn Gazpacho ist und bleibt meine Lieblingssuppe!

gazpacho

Nicht, dass ich nicht eine indisch-scharfe Linsensuppe, eine wandlungsfähige Kartoffelsuppe oder eine sauer-scharfe China-Suppe zu schätzen wüsste. Es gibt ja sogar eine eigene Suppen-Kategorie hier im Blog, wo Ihr viele Rezepte für echte Gute-Laune-Suppen findet!

Aber mit Gazpacho verbinde ich einfach wunderschöne Sommertage, meine erste eigene Wohnung im geliebten Münchner Stadtteil Schwabing, laue Abende vorm “Centro Espanol” in Sendling und überhaupt ganz viele Erinnerungen an München. Mehr dazu könnt Ihr hier noch mal nachlesen.

Aber für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt es hier noch mal schnell DAS Rezept, das in jedem Sommer wieder und wieder verwendet wird. “Es is’ Sommer. Sommer in der Stadt…

Zutaten für 4 große Portionen:

3 Paprikaschoten (1 gelb, 2 rot – nicht grün, sonst wird die Suppe braun!)

2 Salatgurken, geschält
3 400ml Dosen Tomaten (im Sommer gerne frische, aromatische.)
3 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
1  Zwiebel, geschält und grob gehackt
1 scharfe, rote Chilischote, entkernt und gehackt (würzt lieber hinterher noch nach. Durch das Pürieren wird die Schote richtig scharf!)
4 Scheiben Weißbrot ohne Rinde vom Vortag (oder Toastbrot. Wer spontan “kochen” will lässt die Scheiben etwas im Umluftbackofen austrocknen)

Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Tabasco

3 EL Olivenöl

3 EL Rotweinessig

4-6 Eiswürfel

Beilagen: etwas gewürfelter Schinken, gewürfelte Gurken, gewürfelte Tomaten, Baguette – es geht aber auch ganz ohne!

Zubereitungszeit: 20 min plus Kühlzeit (mind. 1 Std.; schneller geht es, wenn das Obst schon gut gekühlt ist)

Zubehör: eine große Schüssel oder Topf, Pürierstab

So geht’s:

Das Gemüse schälen, entkernen und würfeln. Wer mag, hält von der Paprika und der Gurke je ein kleines Stück bzw. einige Würfel zurück. Das gibt dann die Einlage für die Suppe.

Das Gemüse, Zwiebeln, Chili, Knoblauch in eine große Schüssel geben und mit Rotweinessig, Olivenöl, Salz, Tabasco und Pfeffer würzen.
Das Brot einige Minuten in Wasser einweichen, das Wasser ausdrücken und in die Schüssel geben. Alles mit dem Pürierstab pürieren, die Eiswürfel dazugeben und für mindestens eine Stunde kalt stellen.

Vor dem Servieren noch mal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Die übrigen Gemüseteile fein hacken und als Deko dazugeben. 2 Eiswürfel in jeden Teller geben, einen EL Olivenöl darübergeben und mit Baguette servieren.
Fleischesser können auch rohe Schinkenwürfel in die kalte Suppe geben.

Ich freue mich auf viele tolle neue Gute-Laune-Suppen-Rezepte. Aber an meinem Gazpacho wird nicht gerüttelt!

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So geht das bei mir manchmal: Kühlschrank auf. Kurzes “Reste”-Screening. Kühlschrank zu. Stirn an die Kühlschranktür knallen. Tief durchatmen. Kühlschrank auf. Tarte backen.

Herzhafte Mürbeteig-Kuchen – elegant Tarte genannt – sind eine super Möglichkeit, um “Reste” zu einer schmackhaften Mahlzeit zu verwandeln. (Reste kommen bei mir immer in Anführungsstrichen, weil Lebensmittel für mich kein Überbleibsel sind. Aber manchmal ist nur noch so wenig übrig, dass man einfach kein anderes Wort findet als “Reste”. Makes sense?)

Ein Mürbeteig ist unkompliziert, schnell gemacht und gelingt sogar mir mittlerweile blind. Eine gelingsichere Beschreibung findet Ihr hier.

Für den Belag bzw. die Füllung könnt Ihr kreativ werden und all das verwenden, was einzeln nicht mehr viel hergibt, aber in der Zusammenstellung mit Eiern, Frischkäse und Parmesan einfach herrlich nach Urlaub schmeckt.

Bei uns gab es diesmal eine Tarte mit Hühnchen, Paprika und Ziegenfrischkäse – dazu einen frischen bunten Salat:

Im Kühlschrank fanden sich folgende Zutaten, die eine herrliche Tarte ergaben:

1 Hühnerbrust

1/2 Glas geröstete, eingelegte Paprika (alternativ legt Ihr eine rote Paprikaschote unter den Grill, schält die Paprika und entkernt sie)

50 gr Ziegenfrischkäse (z.B. von Buko)

50 gr geriebener Parmesan

1 EL Feta, gehackt

3 Eier

3 getrocknete Tomaten, fein gehackt

2 Zweige Thymian, Blättchen abgezupft

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

1 TL Meersalz

1/2 TL Paprika edelsüß

1 TL Olivenöl

So geht der Belag:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Hühnchenfleisch würfeln, mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß einreiben und in einer Pfanne gar braten. Abkühlen lassen. Währendessen: Röstpaprika abtropfen lassen und im Blender mit allem außer Parmesan und Eiern vermixen. Die Eier mit einer Gabel gut verquirlen und in einer Schüssel mit der Masse aus dem Mixer vermischen. Parmesan unterheben. Hühnchenfleisch dazu geben. Alles auf dem abgekühlten Mürbeteigboden gut verteilen und bei 200 Grad ca. 25 min backen. Gut abkühlen lassen und anschließend mit einem frischen Salat servieren.

Schmeckt am nächsten Tag auch kalt oder kann Stück für Stück in einer beschichteten Pfanne bei niedriger Hitze aufgewärmt werden.

Und was macht Ihr mit “Resten”?

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Braucht Ihr noch ein Geschenk aus der Küche? Eines, das hervorragend zum Fleischfondue oder zu Raclette passt? Eines, das Ihr auf das Silvesterbuffet stellen könnt? Oder eines als Basis für herzhafte Sandwiches, wenn es zwischen den Jahren zum Schlittschuhlaufen geht?

Ich hab da mal was vorbereitet: Ein scharfes Paprika-Chutney “frei Schnauze”!

chutney

Leuchtet das nicht herrlich?

Diese feurige orangene Köstlichkeit macht sich – hübsch verpackt – super unterm Weihnachtsbaum und heizt ordentlich ein, wenn es draußen kalt ist.

Hier die Zutaten für ca. 6 Schraubgläser á 300 ml:

8 Paprika (gelb, orange, rot – bitte nicht grün! Notfalls gehen geschälte und eingelegte aus dem Glas)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

5 cm Ingwer, fein gehackt

1 Habanero Chili, fein gehackt und entkernt (wer es nicht so scharf mag, nimmt z.B. nur eine Vogelaugenchili)

3 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

1 mehliger Apfel, entkernt und in ca. 1 cm große Stücke gehackt (mit Schale!)

1 große Tomate, grob gehackt und entkernt (lternativ ein Schluck passierte Tomaten)

3 Lorbeerblätter

5 cm Zimtstange

1 gehäufter EL schwarze Zwiebelsamen

2 EL angestoßene Cumin-Samen

1 gestrichener EL Fenchel

5 getrocknete Curryblätter (Asialaden)

4 EL Muscovado Zucker

150 ml Apfelessig

Salz

Eines vorweg: Bei den Gewürzen und dem Zucker hilft nur Abschmecken! Die Mengenangaben sind eine Orientierung, können aber auch variiert werden!

So geht’s:

Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Rauten schneiden. Lorbeerblätter und Zimtstange mit Küchenkordel zusammenbinden oder in ein Teefilter-Säckchen geben und zuknoten. In einem großen Topf Ghee erhitzen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer, Chili darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Paprika und Apfel dazugeben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren ebenfalls andünsten. Alle weiteren Zutaten – inkl. dem Gewürzsäckchen – in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Immer mal rühren und ggf. schon mal abschmecken. Je nachdem, wie Paprika und Essig beschaffen sind, müsst Ihr noch Zucker drangeben. Oder etwas Gemüsebrühe, falls nicht genügend Flüssigkeit entsteht.

Jetzt das Gewürzsäckchen herausnehmen und die Masse so pürieren, dass noch ausreichend Stücke vorhanden sind, aber eine in sich homogene Masse entsteht. Jetzt abschmecken und ggf. noch Salz oder Zucker hinzugeben.

Wenn Euch das Chutney schmeckt, nehmt Ihr den Topf vom Herd und füllt die Masse heiß in saubere Schraubgläser. Verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Das Chutney hält im Kühlschrank mehrere Wochen – ist meist aber schon vorher weg ;-)

Und welche Geschenke aus der Küche gibt es bei Euch dieses Jahr?

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Ich weiß ja nicht, wie er das macht. Obwohl er ungewaschen aussieht und so offensichtlich eine riesige Marketingmaschinerie dreht, sitze ich immer wieder sabbernd vor den Kochsendungen von Jamie Oliver und nehme ihm sofort ab, dass er ganz entspannt für einen ganzen Stall voll Leute mal eben in den Garten springt und herrliche Gerichte in einer unbeschreiblichen Lässigkeit kocht.

Natürlich ist das Show. Hey, ich bin in der PR-Branche und weiß doch, wie das Oliver-Imperium funktioniert! Aber es ist verdammt gut gemacht. Und manchmal schalte ich meine berufliche Hirnhälfte einfach aus und lasse mich von meiner Foodie-Hirnhälfte mitreißen.

Dann sitze ich vor der Sendung, in der JO ein würziges Schweinegulasch mit vielen Paprika und Chilischoten kocht, und will das SOFORT haben. Denn endlich ist es kalt. Endlich haben wir mal Zeit, ein Gulasch stundenlang in der Röhre stehen zu haben. Dieser Duft in der ganzen Wohnung lässt uns vor der Backofentür knien und alle 5 Minuten auf die Uhr gucken: Wann können wir ENDLICH essen!

Wir haben uns sehr genau an die Rezeptvorlage gehalten, da wir selten Schweinefleisch essen und uns das Rezept auch extrem einleuchtend und lecker vorkam.

Statt Reis – wie im Originalrezept – haben wir Brot dazu gegessen. Denn es gibt jede Menge Sauce zum Auftunken. Das ist auch leider etwas das Problem: Es ist wahnsinnig wässrig. Zwar schmeckt die Sauce ausgezeichnet – zumal wir etwas stärker mit Cayennepfeffer gewürzt haben als angegeben. Aber auf dem Teller sieht das irgendwie nicht so wahnsinnig lecker aus…

Aus diesem Grund würden wir beim nächsten Mal die Sauce noch stärker einreduzieren lassen, während das Fleisch im Ofen warmgehalten wird. Denn dann hat man ein perfektes Winteressen auf dem Teller: superzartes Fleisch, das von selbst zerfällt, in einer würzig-fruchtigen Sauce, die so richtig schön nach einem langen Spaziergang die Lebensgeister wieder aufwärmt.

Fazit: Die Anregungen aus den Kochsendungen nehme ich auch weiterhin gerne mit in die eigene Küche. Aber wie häufig bei JO muss man sich daheim doch dann etwas mehr Zeit nehmen, mehr nachjustieren und dem eigenen Geschmack anpassen. So hopplahopp und “easypeasy” ist es dann halt doch nicht. Denn in der eigenen Küche gibt es keine Beleuchter, keine Schnitte, keine Wiederholung der Takes. Aber das Gericht kommt in jedem Fall noch mal in den Backofen. Dafür war es einfach im Ansatz zu lecker!

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Obwohl der Winter 2011/12 deutlich milder ist als seine Vorgänger und wir im Rheingau auch nicht mit ganz so viel Schnee konfrontiert werden wie in unserer Münchner Dekade, frieren wir derzeit wie die Schneider. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass wir vor einer Woche noch bei 32 Grad am Strand von Kerala lagen und uns zwei Tage davor in Udaipur den ersten (leichten) Sonnenbrand des Jahres geholt haben.

Was gegen Kälte (gefühlte oder echte) immer hilft, ist eine heiße Suppe! Das haben wir auch in Rajasthan gemerkt, wo die Nächte – hier merkt man schon das Wüstenklima! – verdammt kalt sein können. Ein scharfes Daal oder eine heiße chinesische (!) Hühnerbrühe haben uns da oft gute Dienste geleistet. Zurück in heimischen Gefilden ist es dann aber doch eine Gulaschsuppe geworden:

Für 2 Personen (mit Rest für den nächsten Tag!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 300 gr Rindfleisch aus Keule oder Schulter

2 mittelgroße Zwiebeln

3 mittelgroße festkochende Kartoffeln (evtl noch 1/2 Kartoffel zum Binden der Suppe)

1 rote Paprikaschote

1 EL Tomatenmark

1 EL Paprikapulver (rosenscharf)

1 EL Weißweinessig

1 Liter Rinderbrühe

1 TL Kümmel

Abrieb einer Zitrone (unbehandelt)

1 große Knoblauchzehe

2 Zweige Majoran

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Chilipulver

einige Blätter Petersilie und einen Löffel Joghurt zum Garnieren

Salz, Pfeffer

Butterschmalz zum Anbraten

So geht’s:

3 Kartoffeln schälen und würfeln. Paprika putzen, entkernen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Majoran hacken. Rindfleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden. Fleisch im Butterschmalz von allen Seiten anbraten. Zwiebeln dazugeben und ebenfalls anbraten. Tomatenmark, Chili- und Paprikapulver darübergeben und kurz mit anrösten. Mit dem Fond ablöschen und zum Köcheln bringen. Essig sowie Kümmel, Zitronenabrieb, Lorbeerblätter, Knoblauch und Majoran dazugeben. Jetzt alles etwa 45 min zugedeckt leicht köcheln lassen.

Danach die Kartoffeln dazugeben und etwa 10 Minuten (bzw. bis die Würfel gar sind) mitköcheln lassen. Zuletzt die Paprika hinzugeben und mindestens 5 Minuten mitkochen. Mit Salz und Pfeffer, ggf. noch etwas Chilipulver, abschmecken.

Falls die Suppe zu wässrig ist, die 1/2 rohe Kartoffel zum Binden an die Suppe reiben.

Mit gehackter Petersilie und einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt dunkles Brot vom Vortag besonders gut – und ein kühles Bier!

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Dieses Blog-Event von Astrid macht mich fertig.
Blog-Event LXXI - Rezepte mit N (Einsendeschluss 15. September 2011)

Wieso, bitteschön, ist es denn so f***ing schwer, Gerichte mit N zu finden? Und wenn man dann noch versucht, Nudeln und Nüsse zu vermeiden, weil das schon so viele andere gepostet haben, wird es richtig schwierig. Während ich so vor mich hin grübele und damit liebäugele, das Blog-Event einfach sausen zu lassen, schreibt Astrid auch noch “lass mich bloß nicht hängen”. Na, herzlichen Dank auch! Wer kann denn Arthurs Tochter schon was abschlagen?

Also: Keine Nudeln, keine Nüsse, keine Nocken, keine Nashi-Birne, kein Nasi-Goreng, …

Aber wofür hat man den besten Ehemann der Welt (aka bEdW)? Beim lecker Grill-Abendessen sitzend und mein Gejammer über das Blog-Event hörend, sagt er nur: Schau Dich doch mal um. Wo sitzen wir? Worauf gucken wir? Voilá: Der Wiesbadener Neroberg. NNNNNNNNNNNeroberg. Neroberg! Ätschi-Bätschi! (Guckst Du Pfeil auf die russische Kapelle. Und zum Beweis ist Baby, der Grill, mit fotografiert. Und wehe hier lacht irgendein Grafiker über meinen wackeligen MS-Paint-Pfeil!)

Und weil die Zutaten auch noch vom Wochenmarkt am Fuße des Nerobergs stammen und man auch noch lecker Wein vom Neroberg dazu trinken kann, habe ich nichtmal ein schlechtes Gewissen, dass ich ein klitzekleines bisschen schummeln muss bei diesem Blog-Event.

Here we go: Die Neroberg-Frittata (auch bekannt als: Noch-Eier-im-Kühlschrank,-die-wegmüssen-Frittata)

Wenn noch kleine Mengen Gemüse, einige Eier und vielleicht noch Kartoffeln vom Vortag übrig sind, eignen sich diese “Reste” bestens, um eine Frittata zu machen. Zusammen mit einem Salat ist das ein schönes, leichtes Abendessen oder auch eine schöne Beilage zu Gegrilltem.

Die Zusammenstellung kann man je nach Vorratsschrank variieren, da sich fast alle Gemüsesorten für eine Frittata anbieten. Zwingend notwendig ist natürlich der Blick auf den Wiesbadener Neroberg. Aber Ihr könnt Euch ja das Foto downloaden ;-)

Wir hatten (für 4 Personen als Beilage oder für 2 als Hauptgericht) folgende Zutaten:

4 Eier

50 ml Milch

4 gekochte mittelgroße Kartoffeln

1 kleine rote Paprikaschote

1 kleine Zucchini

2 Frühlingszwiebeln

fein gehackte Kräuter (Oregano, Rosmarin, Thymian – geht auch getrocknet)

Salz, Pfeffer, Olivenöl

Eier, Milch, Kräuter, Salz und Pfeffer verquirlen. Gemüse waschen, entkernen, in Scheiben oder Würfel hacken. Die Kartoffeln – falls sie nicht schon vorgekocht waren – kochen, abkühlen lassen und schälen. Frühlingszwiebeln hacken. In einer beschichteten, nicht zu großen Pfanne in etwas Öl die Zucchini und Paprika anschwitzen, kurz die Frühlingszwiebeln zugeben und mit anbraten, alles zur Seite stellen. In die gleiche Pfanne noch mal etwas Öl geben und Kartoffeln in Scheiben auf dem Boden verteilen. Salzen, pfeffern. Darüber dann das Gemüse geben und gleichmäßig in der Pfanne verteilen.

Jetzt die Eimasse über das Gemüse gießen und bei mittlerer (!) Hitze stocken lassen bei geschlossenem Pfannendeckel. Die Frittata ist gar, wenn das Ei komplett gestockt ist. Das dauert etwa 20 Minuten – kommt aber auf die Größe der Pfanne und die Höhe der Gemüsemasse an. Also unbedingt immer mal nachschauen.

Wenn die Frittata gestockt ist, den Pfannendeckel abnehmen und einen großen Teller auf die Pfanne stülpen. Die Pfanne samt Teller einmal umdrehen, so dass die Oberseite auf dem Teller liegt und die knusprige Kartoffelunterseite oben ist.

Der schön knusprige Kartoffeldeckel ist der Clou und zeichnet eine echte Neroberg-Frittata selbstverständlich aus, behaupte ich jetzt mal ;-). Wer mag, kann aber auch die Frittata aus der Pfanne heben und die fluffige Seite nach oben servieren. Schön ist auch, dass das Gericht kalt auch am nächsten Tag noch schmeckt. Sehr schön auch zum Mitnehmen für ein Picknick (z.B. auf dem Neroberg) oder den Biergarten (es gibt ja einen sehr schönen in Nymphenburg/München).

So, liebe Astrid, jetzt hast Du auch von mir ein N spendiert bekommen – mit den besten Grüßen aus Wiesbaden! Wohl bekomm’s :)

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Fattoush ist ein Brot-Salat aus dem östlichen Mittelmeerraum, den man in der syrischen, türkischen und arabischen Küche findet. Anders als der toskanische Brotsalat Panzanella kommt Fattoush mit viel Petersilie und natürlich orientalischen Gewürzen auf den Tisch.

Für heiße Tage und falls man nicht allzu viel Zeit hat, ist Fattoush zudem eine leichte, frische und sättigende Mahlzeit, die ein bisschen Orient in’s eigene Heim bringt. (Das Rezept stammt übrigens aus dem sehr empfehlenswerten GU-Kochbuch “Basic Orient“, aus dem ich zuletzt den Tabouleh-Salat gemacht habe)

Ihr braucht für 2 hungrige Esser folgende Zutaten:

1/2 Fladenbrot

1/2 Gurke

1 grüne Paprika

4 große Tomaten

1 Bund Petersilie

einige Blätter Minze – je nach Geschmack

1 TL Harissa (gibt es im Glas oder der Tube im Orient-Regal im Supermarkt. Kann man aber auch selber machen)

1 Knoblauchzehe

4 Frühlingszwiebeln

1 TL Sumach (säuerndes Gewürz – gibt es ebenfalls in türkischen Läden)

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl

eine Handvoll gemischter grüner Salat

optional: Feta-Käse

Fladenbrot quer durchschneiden und im Backofen knusprig backen. Abkühlen lassen und in mundgerechte Brocken brechen. Gemüse, Knoblauch und Kräuter hacken. Gewürze, Öl, Zitronensaft miteinander zu einem Dressing vermischen. Alles in eine Salatschüssel geben und etwa 30 min durchziehen lassen. Zum Schluss noch mal abschmecken und evtl. Feta unterheben. Man kann den Salat pur essen.

Besser schmeckt er aber, wenn man ihn vor dem Servieren mit frischem Pflücksalat mischt.

Als krönendes Häubchen zum Schluss noch einen Klecks Tsatsiki (oder nennen wir es passender: Gurken-Joghurt) obendrauf und fertig ist der schnelle Trip in den Orient.

Zum Essen passt natürlich ein eiskaltes Ayran, ein Pfefferminz-Tee oder ein gut gekühlter Weißwein.

Kochevent- Mediterrane Kräuter und Gewürze - SUMACH - TOBIAS KOCHT! vom 1.02.2012 bis 1.03.2012

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Lorenza de’ Medici ist als Köchin in Italien etwa so bekannt wie der Alfons bei uns. Nur gehört ihr nicht in Florenz das Platzl sonder eigentlich halb Florenz – denn sie entstammt nun mal einer der bekanntesten und wichtigsten Familien des Landes. Der Familiensitz war jahrelang die ehemalige Abtei “Badia a Coltibuono” im Chianti Classico Gebiet, von der ich hier schon mal geschwärmt habe.

Jedenfalls gibt ihr Kochbuch “Pasta” einen schönen Einblick in die Küche der Toskana und anderer Regionen Italiens. Die Rezepte sind größtenteils sehr einfach und bodenständig und bestehen aus wenigen Zutaten. Aber gerade das spiegelt die Philosophie der italienischen Küche so wunderbar wieder: einfachste, schlichte Rezepte aber mit allerbesten Produkten mit Rücksicht auf Saison und Anbaugebiet.

Wir haben daraus zwei Gerichte gemacht: Tagliatelle mit Rindfleisch und Rosmarin (“Tagliatelle con stracci al rosmarino”) und grüne Tagliatelle mit Paprika (im Original mit Fussilli “verdi ai peperoni”).

Für die Paprika-Pasta benötigt Ihr

frische Teigwaren (Tagliatelle waren super, Fussilli oder Eliche passen natürlich auch)

2 rote Paprikaschoten

100 ml natives Olivenöl

frisches Basilikum

Salz, frisch gemahlenen Pfeffer

Die Paprika waschen, halbieren und Kerne und Scheidewände entfernen. In den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen unter den Grill schieben. Wenn die Haut schwarz wird und Blasen wirft, herausholen und in einer Plastiktüte schwitzen lassen. Nach einigen Minuten lässt sich die Haut dann problemlos abziehen.

Eine der beiden Schoten nach dem Häuten, in Streifen schneiden und zur Seite stellen. Die andere häuten und mit Öl, Salz und Pfeffer pürieren. Das Püree in einem Topf sanft erwärmen. Währendessen die Pasta kochen, abtropfen lassen und mit dem Püree vermischen. Die Paprikastreifen und Basilikumblätter darüber geben. Sofort servieren.

Durch das Rösten schmeckt die Paprika ganz leicht süßlich. Das Olivenöl und der Pfeffer geben eine kräftige Note. Einige Späne Parmesan machen das Gericht noch herzhafter.

Für die Pasta mit Rindfleisch braucht es folgende Zutaten:

120 ml natives Olivenöl

4 frische Rosmarin-Zweige

4 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Saft von 1/2 Zitrone

300 gr Hüftsteak

So geht’s:

Das Hüftsteak kurz anfrieren und es dann in hauchdünne Scheiben schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und mit dem Rosmarin und dem Knoblauch aromatisieren. Während parallel die Pasta kocht, das Fleisch im Öl einige Minuten braten und nur einmal wenden. Mit Zitronensaft beträufeln, salzen und pfeffern. Die abgetropfte Pasta in die Pfanne geben und alles gut vermischen – sofort servieren.

Wegen der wenigen und sehr einfachen Zutaten empfiehlt sich, frische Pasta zu kaufen oder selbst herzustellen. Wir hatten zwei unterschiedliche Sorten aus dem Supermarkt-Kühlregal und waren sehr zufrieden. 

Dazu gab es einen Chianti Classico Riserva aus der Badia a Coltibuono, den wir bei unserem ersten Toskana-Aufenthalt gekauft hatten.

Damals war es schrecklich heiß und das Verkosten von Rotwein nicht wirklich spaßig. Zumal im Verkaufshäuschen am Fuß des Hügels der Wein in Plastikbechern angeboten wird. Das steigert nicht wirklich den Genuss.  

Aber der Wein aus 90% Sangiovese und 10% Canaiolo landete zum Glück trotzdem im Einkaufskörbchen. Hier gibt es mehr Infos zum Wein.

Die Badia a Coltibuono ist stark kommerzialisiert und hoch professionell aufgezogen – inklusive Bed&Breakfast, Restaurant, Weinproben, Führungen, Verkaufsmöglichkeiten usw.  Aber die Produkte sind tatsächlich großartig – besonders auch der Kastanienhonig und das Olivenöl. Und sind wir doch mal ehrlich: Auf der Chianti-Straße findet man ohnehin kaum noch echte Geheimtipps “direkt vom Winzer”. Da verlässt man besser das Classico-Gebiet und lässt sich auf den Seitenwegen überraschen von Produzenten, die noch nicht so vom ganzjährigen Touristenstrom verwöhnt sind…

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Saganaki ist eigentlich das Pfännchen, in dem in der griechischen Küche allerlei angebraten wird. Ob nun Feta oder Haloumi – immer wird das Wort Saganaki davor oder dahinter gesetzt.

Traditionell wird der Feta wie ein Schnitzel paniert und dann gebacken. Das war mir aber etwas zu mächtig. Deshalb habe ich alles in einem Teller angerichtet und im Ofen erhitzt.

Folgende Zutaten benötigt Ihr für das schnelle mediterrane Abendessen:

1 Scheibe griechischen Schafskäse (Light-Versionen schmecken hier leider nicht wirklich und schmelzen auch nicht so gut)

einige aromatische Tomaten

eingelegte grüne Peperoni aus dem Glas (oder wer es weniger scharf mag: hellgrüne Spitzpaprika)

Kalamata-Oliven

Oregano

optional: gehackte Petersilie

einen großen Schluck bestes Olivenöl (idealerweise natürlich griechisches – schmeckt aber auch mit italienischem)

einen Spritzer Zitronensaft

dazu passt leicht angeröstetes Pita- oder sonstiges Weißbrot

So geht’s:

Den Ofen auf volle Pulle vorheizen. Währendessen den Käse in Scheiben oder Stücke schneiden und in einen feuerfesten Teller geben. Tomaten und Peperoni in nicht zu winzige Stücke schneiden und um bzw. über den Käse geben. Oliven dazu geben und mit dem Olivenöl beträufeln.

Alles ab in den Backofen – auf mittlerer Schiene oder etwas höher (dann aber unbedingt beobachten!).

Es dauert ungefähr 20 Minuten, bis der Käse schön weich und das Gemüse leicht zerkocht ist. Wer den Käse fester möchte, prüft einfach mal zwischendurch, was sich so tut. Oft sieht er aber – wie auf dem Foto – noch fester aus, als er ist. Also unbedingt mit der Gabel mal kurz prüfen.

Kurz vor Schluss noch den Orgeno drüberrebeln und das Weißbrot einen Augenblick mit im Ofen rösten.

Vor dem Servieren noch gehackte Petersilie und den Spritzer Zitronensaft drübergeben. Mit dem Weißbrot servieren – fertig.

Das Gericht funktioniert auch super in der Mikrowelle (dann reichen etwa 2 Minuten auf 600 Watt!) und eignet sich dafür als Mittagspausen-Essen. Das warme Olivenöl und die Kräuter bringen dann einen Hauch Mittelmeer ins Büro!

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Ich habe ja schon öfter mal die GU-Kochbuch-Reihe zur Länderküchen erwähnt. Neben China, Vietnam oder Indien haben wir auch “Die echte italienische Küche” im Regal stehen – und in ständiger Benutzung.

Aus diesem Buch stammt ein feines Rezept für eine leckere Vorspeise, die beispielsweise grandios als Auftakt zu Spaghetti Bolognese passt: Marinierte Paprikaschoten. Natürlich kann man diese Vorspeise auch zum Glas Wein und frischem Brot an warmen Sommerabenden solo essen. Oder mit in den Biergarten nehmen…

Aber da der Sommer ja noch weit ist, kann man ja schon mal ein bissl von Bella Italia träumen und kulinarisch das Ganze beschleunigen.

Ihr benötigt folgende Zutaten:

Je eine rote, gelbe, grüne Paprikaschote

Saft einer kleinen Zitrone

2 Knoblauchzehen

1 kleine Schalotte

6 EL Olivenöl

Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Einige Blätter frisches Basilikum

Die Paprika vierteln, entkernen und in den vorgeheizten Ofen (Außenseite nach oben) unter den Grill legen. Wenn die Haut schwarz wird und zu platzen beginnt, die Paprika herausnehmen und in eine Plastiktüte packen oder mit einem feuchten Tuch abdecken. Anschließend kann man die Paprika wunderbar häuten. Den Saft der Paprika kann man auffangen, indem man ein Schälchen in den Backofen stellt. Den Saft mit dem Zitronensaft mischen. Knoblauch und Schalotte schälen und in hauchfeine Scheiben schneiden. Beides miteinander verrühren. Jetzt die Paprikaschoten in etwa 3 cm breite Streifen schneiden, auf eine Platte legen, salzen, pfeffern und mit der Sauce sowie dem Olivenöl gleichmäßig beträufeln. Mit Frischhaltefolie abdecken und gut durchziehen lassen. Vor dem Servieren mit gezupftem Basilikum garnieren.

Dazu passt geröstetes Weißbrot, etwas San Daniele Schinken, Kapernäpfel und und und… Natürlich ist auch ein Glas Weißwein nicht verkehrt als Begleitung ;-)

Falls (!) etwas übrig bleibt, kann man die Paprika auch einige Tage aufheben. Toll schmecken die Streifen dann auch auf Tramezzini oder anderen Sandwiches – etwa mit Schinken, etwas Frischkäse (z.B. Buko Toskana) und frischem Basilikum.

Freut Ihr Euch auch schon so auf den Sommer? Welche typischen Gerichte vermisst Ihr? Oder habt Ihr vielleicht schon “angegrillt”?

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