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Mit ‘Rindfleisch’ getaggte Artikel

Es gibt Tage, an denen möchte ich mich ins Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen. Meist entsteht dieser Zustand, wenn ich zu lange und zu viel gearbeitet, nicht genügend oder nur ungesundes Zeug gegessen habe und zudem noch etwas am Kränkeln bin.

Statt mit Decke ins Bett lege ich mich lieber auf die allerschönste Lieblingscouch und gucke dem bEdW beim Kochen zu. Dass Liebe durch den Magen geht, ist ein langweiliger Allgemeinplatz. Aber Essen kann ein Seelentröster sein. Und Menschen, die genau wissen, wann wir was zu essen brauchen, um getröstet zu werden, sind einfach die wunderbarsten Wesen, denen wir ganz stark dankbar sein müssen!

Das können Mamas sein, die Hühnersuppe kochen. Oder Freundinnen, die Cookies vorbeibringen. Oder Kolleginnen, die einen mit einer Tüte Walnüsse oder einem Joghurt über ein Nachmittagstief retten.

Am liebsten aber natürlich der bEdW, der Gulasch kocht und Kartoffelpü dazu macht.

Unsterblich in sein Kartoffelpü habe ich mich nach einer Zahn-OP verliebt, das mir wie das köstlichste Essen der Welt vorkam.

Die  Geheimnisse des Kartoffelpüs sind gute, aromatische, mehlig kochende Kartoffeln aus der Region. Und Butter. Und Milch. Und viel Muskatnuss. Und Liebe. (Aber das eigentliche Geheimnis: Butter und Milch unbedingt erwärmen, bevor Ihr es zu den zerstampften Kartoffeln gebt!)

Für eine ordentliche Portion Gulasch, die locker für 4 Personen reicht, benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 kg Rindfleisch aus der Schuler oder der Hüfte, in große (!) Stücke schneiden (alternativ: aus der Wade, dann erhöht sich die Kochzeit aber auf mindestens eine weitere Stunde)

1 kg Zwiebeln, geschält und gehackt

3 EL Rapsöl

0,5 l trockener Rotwein (z.B. Chianti)

0,5l Rinderbrühe

2 TL Paprika edelsüß

1 TL Paprikapulver scharf

1 EL Tomatenmark

1 EL Zitronenabrieb

2 Lorbeerblätter

einige Zweige Thymian

1 Zehe Knoblauch

1 Peperoni

Petersilienblätter zum Garnieren

Für die Zubereitung solltet Ihr Euch locker 3 Stunden Zeit nehmen, da Gulasch besser wird, je länger es köchelt.

So geht’s:

Das Fleisch in große Stücke schneiden. Keiner mag kleine Brösel-Stückchen Fleisch im Gulasch. Zwiebeln schälen und hacken. In einem großen schweren Schmortopf (wir lieben unseren Le Creuset!) 2 EL Rapsöl erhitzen und das Fleisch in mehreren Portionen rundherum anbraten. Das Fleisch zur Seite stellen. Den restlichen EL Rapsöl im gleichen Topf erhitzen und die Zwiebeln anbraten. Dabei das edelsüße Paprikapulver und das Tomatenmark mit unterrühren und alles mindestens 10 min schön weich dünsten.

Jetzt die Brühe und den Rotwein angießen und aufkochen lassen. Dann das Fleisch wieder hinein geben und bei kleiner Hitze mindestens 1,5 Std. köcheln lassen. Dabei salzen, pfeffern. Zum Köcheln auch 2 Lorbeerblätter und den Thymian sowie eine Knoblauchzehe und den Zitronenabrieb hinzugeben und mitgaren.

Nach anderthalb Stunden abschmecken und ggf. noch etwas salzen und pfeffern. Jetzt die Peperoni hinzugeben und eine weitere Stunde mitköcheln lassen. Zum Schluss eine rohe Kartoffel an das Gulasch reiben, um die Sauce etwas anzudicken. Mit dem scharfen Paprikapulver abrunden und zusammen mit Kartoffelpü und Petersilie servieren.

Ein Teller davon – oder zwei – und es geht Dir wieder besser. Versprochen!

Kein Gulasch-Fan? Dann guckt doch mal hier, was es sonst noch an Soulfood im Blog gibt.

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Ihr kennt bereits den Aperitif, die Suppe und die Salate. (Dummerweise nicht fotografiert, weil ich fest davon überzeugt war, dass ich sie bereits längst verbloggt hatte, haben wir die hausgemachten Wan Tans mit Dips, die den Auftakt des Menüs bildeten. Aber Wan Tans gibt es immer mal wieder bei uns. Die müssen also noch etwas warten…)

Nach Schwein (in den Wan Tans), Garnelen (Suppe), Hühnchen und Tintenfisch (Salate) sollte der Hauptgang Rindfleisch enthalten, außerdem nicht zu scharf sein und nicht zu schwer. Denn wir hatten bis dahin ja schon einiges im Magen.

Kaeng Phanaeng Neua – oder Curry Panaeng – ist ein Klassiker der Thailändischen Küche und zählt zu den so genannten trockenen Curries. Das bedeutet nicht, dass das Curry gar keine Sauce hat. Aber es schwimmt eben nicht in Kokosmilch und wird zudem mit einer trockenen Paste angesetzt. Dazu reicht man traditionell ein frisches Gurken-Relish mit Erdnüssen und natürlich Reis.

Das Curry schmeckt leicht säuerlich und sehr herzhaft aber trotzdem leicht. Für die Säure sorgt Tamarindenpaste, die man im Asialaden erhält und die man unbedingt vorher mal pur (Messerspitze reicht!) probieren sollte. Denn alle Marken sind unterschiedlich sauer und das Gericht wird schnell zu penetrant säuerlich, wenn man zu grob würzt. Also Vorsicht!

Auch für das Panaeng Curry gibt es natürlich unendlich viele Rezepte. Wir haben ja alle Gerichte des Menüs probegekocht und auf unseren Geschmack abgerundet, so dass wir “unsere” Variante herausgefunden haben. Aber Ihr könnt Schärfegrad, Säure usw. natürlich selber bestimmen…

Die Zubereitung benötigt etwas Zeit, weil die trockene Currypaste angesetzt werden muss. Die hält sich aber ca. 2 Wochen im Kühlschrank, so dass Ihr dann noch mal eine schnellere Variante zubereiten könnt.

Für die Paste (Khreuang Kaeng Phanaeng) benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 getrocknete lange rote Chilis

den weißen Teil von 2 Stengenl Zitronengras

2,5 cm Galgant

3 Knoblauchzehen, geschält

3 Schalotten, geschält

5 Korianderwurzeln (hängen oft am Koriander noch dran, den man im Asialaden bekommt)

1 TL Garnelenpaste

1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)

2 EL ungesalzene Erdnüsse

Zubereitung:

Da die Zubereitung schnell geht, sobald die Paste angerührt ist, könnt Ihr schon gleich den Reis aufsetzen. Dann Chilis in Wasser einweichen, aufschneiden und Kerne entfernen. Chilis, Zitronengras, Galgant in der Küchenmaschine zu einer Paste vermischen und nach und nach alle anderen Zutaten hinzugeben, bis alles glatt püriert ist. Ggf. mit etwas Öl die Paste geschmeidiger machen.

Für das Curry (2 hungrige Esser oder 4 Personen mit Vorspeisen im Bauch) benötigt Ihr diese Zutaten:

2 EL neutrales Pflanzenöl (Raps, Sonnenblume…)

2 EL der Currypaste (s.o.)

400-500 gr Rinderhüfte, in Streifen geschnitten

100 ml Kokosmilch (wer es milder mag, kann noch etwas mehr Kokosmilch hinzugeben)

1 EL Fischsauce

1 EL Palmzucker

1 TL Tamarindenpaste (unsere war SEHR sauer. Auch hier gilt: Erstmal vorsichtig ausprobieren und lieber “nachlegen”)

2 Kaffirlimettenblätter, in feine Streifen geschnitten

1 frische lange Chili, in dünne Ringe geschnitten

Zubereitung:

Öl in einem Wok erhitzen und die Currypaste bei geringer Hitze unter Rühren anbraten. Fleisch nun darin ebenfalls unter Rühren anbraten. Kokosmilch, Fischsauce, Zucker und Tamarinde hinzugeben und bei weiterhin geringer Hitze köcheln lassen. Jetzt mal abschmecken und ggf. mit der salzigen Fischsauce, der säuerlichen Tamarinde oder der mildernden Kokosmilch abrunden. Ist das Curry dünnflüssig, lasst es noch etwas einköcheln. Es sollte nicht komplett saucenfrei sein aber auch nicht “suppig”. Wenn es Euch zu trocken erscheint, könnt Ihr etwas (!) Wasser hinzugeben und noch mal alles gut umrühren.

Curry auf Reis servieren und mit den Limettenblättern und den Chiliringen garnieren.

Dazu passt das süßlich-frische Gurkenrelish (Ajat). Zutaten:

4 EL Reisessig

80 gr Palmzucker

1 Vogelaugenchili ohne Kerne, fein gehackt

1 TL Fischsauce

40 gr geröstete Erdnüsse

1 ganze Gurke, ungeschält aber ohne Kerne.

So geht’s: Gurke grob würfeln. Essig und Zucker in einem Topf mit ca 100 ml Wasser aufkochen und einige Minuten köcheln lassen. Abkühlen lassen und Chili, Fischsauce, Erdnüsse und Gurke dazugeben. Alles gut vermischen und separat servieren.

Eine tolle Aromaexplosion von süß, sauer, scharf… Schon beim Probekochen waren wir begeistert. Das Curry gehört unbedingt ins Repertoire!

Ach ja, der Nachtisch. Damit haben wir es ja nicht so. Und asiatische Desserts sind oft klebrig süß und gar nicht unser Ding. Deshalb gab es nach getaner Arbeit (inklusive der Vorbereitungen am Vortag und vormittags standen wir insgesamt etwa 8 Std. in der Küche…) ein edles, dunkles Schokofondue mit Obst und Edelbitter-Schokolinsen aus dem herrlichen Wiesbadener Schokolädchen “Xocoatl”.

Unser asiatisches Weihnachtsmenü war vielleicht der Beginn einer neuen Tradition…

Apropos: Sandra vom wunderbaren Blog From Snugg’s Kitchen sucht aktuell bei Zorras Blogevent “Ran an den Wok” Rezepte für ihren Wok, da sie sich mit der asiatischen Küche noch nicht so auskennt und sich endlich mal ranwagen will. Mit diesem Curry kann man super in die thailändische Aromaküche einsteigen, weil man nicht zu viele Zutaten braucht und die Currypaste prima vorbereiten kann.Viel Spaß beim Woken, liebe Sandra!

Vielleicht habt Ihr ja auch noch ein Rezept für Sandra? Hier geht’s lang:
Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)

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Der geneigte Leser könnte meinen, der bEdW und ich seien aktuell etwas unter Zeitdruck. So oft, wie es hier Gerichte aus Stylish Thai in Minutes gibt oder Eintöpfe, die sich fast von selbst machen.

Der geneigte Leser hat damit nicht ganz unrecht. Das Jahrsende ist in unseren Branchen (wie wahrscheinlich auch in allen anderen) immer noch mal ein richtiger Endspurt. Alles muss UNBEDINGT noch vor den Feiertagen fertig sein, Rechnungen gestellt und Absprachen getroffen werden, die Planung für 2013 braucht’s auch noch… Jedes Jahr im Dezember das Gleiche: Wir hecheln mit hängender Zunge dem Weihnachtsfest entgegen, um dann erschöpft unterm Tannenbaum zu sitzen, den Kopf alles andere als frei für die besinnlichen Feiertage.

Geht das nur mir so oder fühlt Ihr Euch auch im Dezember “getrieben” von äußeren Umständen? Zumindest wenn ich den verwandten Post aus dem letzten Winter lese, scheint sich die Geschichte immer zu wiederholen…

Deshalb dürfen wir uns nicht auch noch mit der Kocherei unter Druck setzen. Bevor mir aber eine Tiefkühlpizza ins Haus kommt, machen wir lieber etwas knackig-gesundes aus dem Wok mit vielen Aromen und köstlichem Rindfleisch unseres Vertrauensmetzgers Jaddy.

Nua Pad Nam Man Hoy wird eigentlich mit grünem Thai-Spargel zubereitet. Wir hatten allerdings noch grüne Paprika, Chinakohl und Kaiserschoten im Gemüsefach. Und da es im Rezept explizit heißt, man dürfe den Spargel auch durch anderes knackiges Gemüse ersetzen, gab’s eben unsere Variante!

Thai

Ihr benötigt für 2 Personen folgende Zutaten:

180 gr Rindfleisch aus der Hüfte, in Streifen geschnitten

1 EL neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

Je nach Gusto: knackiges, grünes Gemüse, grob gehackt, zu gleichen Teilen (z.B. Paprika, Brokkoli, Stengel vom Wasserspinat usw.)

2 EL Austernsauce (Asialaden)

1 EL Fischsauce (Asialaden)

1/2 TL braunen Zucker

1/2 TL zerstoßene weiße Pfefferkörner

Beilage: Reis

So geht’s:

Das Öl in einem Wok erhitzen und den Knoblauch nicht zu heiß anbraten, bis er “golden” ist. (Ist das Öl zu heiß, verbrennt er und wird bitter). Jetzt das Rindfleisch zugeben und unter Rühren garen. Gemüse dazugeben und ebenfalls unter Rühren garen. Würzen. Fertig! Mit Reis servieren.

Ist tatsächlich in 15 Minuten fertig und schmeckt dank der Austernsauce und ohne Chilis sehr fein und mild. Perfekt also für Leute, die sonst immer ängstlich sind, was die Schärfe von Thai-Gerichten betrifft.

Der Dezember-Stress hat also definitiv nichts zu tun mit der Kocherei ;-)

 

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Noch mal “Stylish Thai in Minutes” noch mal Wasserspinat. Den hatten wir nämlich noch übrig vom Ba Mee Pad Prik Gaeng.

Deshalb haben wir den auch reingeschmuggelt in das Gueyteow Pad Nua. Und es hat herrlich geschmeckt!

Thai

Die Zubereitung geht wie immer blitzschnell. Das in feine Streifen geschnittene Rind, der nur leicht “spinatige” Wasserspinat und die Chilis machen aus dem Gericht eine richtig runde Sache, die ein gesundes, sehr leckeres After-Work-Essen ergibt.

Zutaten für 2 Personen (leicht adaptiert):

150 gr mageres Rindfleisch, z.B. Hüftsteak

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste

einige Stengel Wasserspinat, in ca. 2 cm große Stücke gehackt (Im Originalrezept: Sellerie)

2 TL neutrales Pflanzenöl, z.B. Rapsöl

1 große getrocknete Chilischote, gehackt (oder 1 Vogelaugenchili)

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

1 TL Fisch-Sauce

1 TL Helle Sojasauce

eine Prise Zucker

1 Ei

ca. 100 gr chinesische Eiernudeln (aus dem Asialaden)

So geht’s:

Die Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten und beiseite stellen.

Öl im Wok erhitzen. Ingwer-Knoblauch-Paste anbraten. Chili hinzugeben und rühren. Fleisch darin scharf anbraten und rühren, bis es gar ist.

Ei in den Wok geben und sofort schnell unterrühren. Zwiebel hinzugeben, rühren. Fisch- und Sojasauce sowie den Zucker in den Wok geben, rühren. Nudeln in den Wok geben, unterheben und etwa 1 Minute erhitzen. Wasserspinat unterheben.

Alles in einer Schale anrichten und servieren.

Die Thaiküche haut uns immer wieder um. Schnell, gesund, aromatisch – darüber freuen sich besonders Berufstätige!

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Geht es nur mir so, dass ich nach dem Winter immer nach GRÜN lechze? Letztes Jahr habe ich Anfang März über den Mönchsbart (Barba di frate) geschrieben, der mich auf dem Markt angesprungen hat, weil mein Auge automatisch auf der Suche nach was Grünem war. Heute war es Spinat. Und weil ich außerdem (Eisenmangel?) auf dem Rindfleischtrip bin, musste einfach BEIDES in die Pasta:

Weil Pasta schnell kalt wird und das Rindfleisch auch am besten warm schmeckt, ist das Foto kein Brüller. Aber das Grün ist wenigstens deutlich zu erkennen :)

Zutaten für 2 Personen mit Kohldampf:

250 gr Hüftsteak vom Rind

300 gr frische Tagliatelle (oder 250 gr getrocknete Pasta)

etwa 300 gr junger Spinat

2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer

Parmesankäse

Olivenöl

1 EL Butter

1 EL Sahne

5 Walnüsse

Erstmal geht’s ans Pesto:

Dafür die Walnüsse knacken und grob hacken. Mit etwa 100 gr Spinat, einem großen Schuss Olivenöl und etwa 1 EL geriebenem Parmesan pürieren. Mit Salz abschmecken und zur Seite stellen.

Für die Pasta (die auch ohne Pesto funktioniert, falls Ihr Allergiker seid oder so):

Einen großen Topf Wasser erhitzen, salzen. Das Hüfsteak in Streifen schneiden. Etwas Olivenöl und die Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen und das Fleisch darin anbraten. Am besten funktioniert das, wenn man erst eine Hälfte anbrät, aus der Pfanne nimmt und dann die zweite Ladung anbrät. Fleisch komplett aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Den EL Sahne an den Bratensatz rühren, mit Salz und Pfeffer würzen und etwas einreduzieren lassen. Jetzt die frische Pasta kochen (Achtung! Getrocknete braucht natürlich länger!) Den restlichen Spinat in die Pfanne geben (junger Spinat ist kleinblättrig. Wenn Ihr große Blätter habt, etwas zerzupfen oder grob hacken), und etwa 1 Minute andünsten.

Pasta abgießen und eine halbe Schöpfkelle Pastawasser auffangen. Die fertige Pasta mit Pastawasser in die Pfanne geben, gut vermischen. Etwa 2 EL des Pestos mit unterheben. Rindfleisch dazugeben, evtl. mit Pesto garnieren und sofort servieren.

Pasta ist immer der beste Rat, wenn es schnell gehen muss. Mit etwas Olivenöl, Knoblauch und Peperoncini sowie ein paar Hobeln Parmesan hat man innerhalb weniger Minuten ein göttliches Gericht, das einen direkt nach Italien beamt. Denn Pasta ist nicht nur schnell, sondern auch ein echter Seelentröster. Das habe ich vor allem im letzten Jahr gemerkt, als ich häufig abends alleine war und mir noch schnell aus Resten ein Pasta-Gericht gemacht habe – dazu den Lieblingswein und schon sieht alles nicht mehr ganz so trüb und grau aus. So ist auch meine Rubrik “schnell&lecker” entstanden. Schaut doch mal, wie viele Rezepte sich hinter dem Tag verbergen. Da findet sich viel, was auch abends noch schnell zubereitet werden kann – meist sogar mit wenigen Zutaten!

Die Rindfleisch-Spinat-Pasta mit Spinatpesto gehört in jedem Fall in diese Kategorie. Und das Pesto schmeckt herrlich auch auf Sandwich, Bruschetta, im Risotto oder als Dip. Ihr habt also gleich noch etwas Leckeres für den nächsten Tag oder die Mittagspause im Office! Denn, merke: Wer schon Stress im Job hat, muss nicht auch noch in der Küche verzweifeln :)

Deshalb passt mein Gericht auch so hervorragend zum Blog-Event von Alex, mein i-tüpfelchen, für das die wunderbare Zorra wiedermal die Gastgeberin ist. Ich bin auf viele weitere Blitz-Rezepte gespannt, die man auch im Alltag noch schnell aus der Hüfte schießen kann! Und natürlich Danke an Alex, die sich das ganze ausgedacht hat!

Blog-Event LXXV - Speed-Cooking (Einsendeschluss 15. März 2012)

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Manchmal lehne ich mich sehr gerne zurück und lasse mich vom bEdW bekochen. Dann habe ich Zeit für andere sinnvolle Dinge wie Wintermäntel im Keller suchen, Weihnachtsdeko hochschleppen, bügeln oder Fingernägel lackieren. Wie schön, wenn man dann trotzdem was Feines aufm Tisch hat (ich meine jetzt das Essen, nicht den bEdW :-) )

Als leichte Zwischenmahlzeit gab es den Tintenfischsalat vietnamesischer Art. Weil das an sich schon recht aufwendig ist, habe ich generös einer schnelleren Hauptmahlzeit zugestimmt.

Es gab asiatische Chili-Nudeln mit Rinderhüfte und Koriander – ein Wahnsinnsaroma- und geschmackserlebnis:

Zutaten:

Etwa 200 gr Chili-Nudeln (Asialaden – wer es weniger scharf mag, nimmt normale Reisnudeln oder Bandnudeln)

4 Knoblauchzehen

4 Schalotten

jeweils 2 rote und grüne Chilischoten (sollten schon ein bisschen “Rumms” haben – wer es scharf mag, nimmt insgesamt 2 Vogelaugenchilis)

Koriander

250 gr Rinderhüfte

ein daumengroßes Stück Ingwer

4 EL neutrales Pflanzenöl (Raps oder Sonnenblume)

2 EL Austernsauce

2 EL Fischsauce

1 EL Zucker

1 EL Reisessig

1 TL gekörnte Brühe

So wird’s gemacht:

Die Reisnudeln nach Packungsangabe zubereiten und zur Seite stellen (sollten noch Biss haben). Knoblauch, Schalotten und Ingwer schälen und fein hacken. Chilischoten entkernen und fein hacken. Alles zusammen im Mörser zerreiben oder in der Küchenmaschine zu einem Brei zerkleinern. Koriander waschen, abtupfen, Blätter abzupfen und grob hacken. Das Fleisch trockentupfen und in Scheiben schneiden.

Das Öl im Wok erhitzen und die Knoblauch-Zwiebel-Chili-Ingwer-Paste unter Rühren anbraten, bis es merklich duftet. Das Fleisch unt etwas Salz dazugeben und unter Rühren anbraten.

Die Reisnudeln untermischen und mit den übrigen Zutaten (außer dem Koriander!) würzen. Alles gut unterrühren und abschließend mit dem Koriander mischen. Sofort servieren.

Schmeckt übrigens auch mit Thai-Basilikum!

Ein leichtes und sehr leckeres, wärmendes Essen, das auch abends schnell zubereitet ist.

Oder wie ein chinesisches Sprichwort sagt: Ein scharfes Essen stillt dreifachen Hunger.

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Es gibt irgendeinen albernen Film mit Liselotte Pulver, in dem sie “Whiskey Soda – ohne Soda” bestellt. Als Kinder konnten meine Schwester und ich uns darüber stundenlang beömmeln – ohne die leiseste Idee zu haben, was Whiskey Soda sein könnte. Aber witzig war’s trotzdem.

Bei dem Gericht Beef Shatkora ist natürlich Shatkora eine der Hauptzutaten: eine in Bangladesch heimische Frucht mit einer säuerlich-bitteren Note, die ich mir als Mischung aus Quitte und Grapefruit vorstelle. Dummerweise gibt es Shatkora nicht einfach so beim Edeka. Und auch nicht in der “Fruitique” oder dem Exoten-Handel auf dem Viktualienmarkt, die sonst eigentlich immer alles haben.

Aber da schon der BBC-Koch und -Traveller Rick Stein, über dessen Programm ich das Rezept kennengelernt habe, eine pinke Grapefruit als Alternative empfahl, hab ich es eben in dieser Abwandlung ausprobiert.

Das Original-Rezept findet Ihr hier. Daran habe ich mich sehr eng gehalten (außer dem Shatkora-Part natürlich). Das Ergebnis ist ein sehr würziges, vielschichtiges Curry mit einer leicht fruchtig-bitteren Note, die sehr exotisch und spannend schmeckt.

 

Serviert haben wir es mit Reis und Naan sowie einem Minz-Joghurt und Chutneys. Wir hatten nämlich überraschend lieben Besuch bekommen und wollten das Gericht noch ein bisschen pimpen. Allen 3 Essern hat es sehr gut geschmeckt, weshalb wir das Curry unbedingt noch mal machen wollen. Vielleicht finden wir dann auch irgendwo eine Shatkora… (Für 3 Esser mit entsprechenden Beilagen reicht etwas ein Drittel der Zutaten!)

Rick Steins Reisen (etwa durch Asien oder rund ums Mittelmeer) gehören zu den besseren Sendungen auf Bon Gusto, dem Kanal, wo auch Nigel Slaters Simple Suppers oder Anjum Anands “Einfach indisch!” ausgestrahlt werden. Wenn wir mal etwas Freizeit haben und nicht selber kochen, schauen wir immer mal wieder bei Bon Gusto rein. Dort gibt es leider viel Mist (alte “Kerner kocht”-Folgen oder endlose Backsendungen) aber auch ein paar Highlights, die hauptsächlich von der BBC zugeliefert werden. Ebenfalls empfehlenswert ist die Sendung “100 Miles” über ein Projekt in den USA, in denen mehrere Familien 100 Tage lang nur essen durften, was im Umkreis von 100 Meilen angebaut wird. Sehr interessant zu sehen, welche Ausreden sich die Protagonisten einfallen lassen, um an Kaffee zu kommen :)

Rick Stein, der für die BBC durch die Welt reist und exotische Gerichte aufspürt, hat leider ein bisschen eine Kolonial-Herren Attitüde, die dem nicht-englischen Zuschauer doch hin und wieder sauer aufstößt, wenn er sich beispielsweise freut, dass Kinder aus Bangladesh so fleißig Cricket spielen oder er mehrmals betont, dass es ohne die Engländer keinen Tee in Indien gäbe etc. Seine Neugierde auf fremde Genüsse ist aber sehr mitreißend und macht einfach Lust aufs Kochen.

Zum Glück hat die BBC auch ein umfangreiches Rezepte-Portal, wo man die Gerichte der einzelnen Sendungen leicht finden kann. Sie sind sowohl über die Zutatenschlagworte als auch über die Namen der Sendungen oder der Köche zu finden. Eine tolle Quelle für Rezept-Ideen, Anregungen und Dinge, die man unbedingt mal ausprobieren muss…

Und wo sucht Ihr so nach Rezepten? Welche Fernseh-Köche schaut Ihr am Liebsten? Oder ist im TV das Zuschauen viel spannender als das Nachkochen?

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Lorenza de’ Medici ist als Köchin in Italien etwa so bekannt wie der Alfons bei uns. Nur gehört ihr nicht in Florenz das Platzl sonder eigentlich halb Florenz – denn sie entstammt nun mal einer der bekanntesten und wichtigsten Familien des Landes. Der Familiensitz war jahrelang die ehemalige Abtei “Badia a Coltibuono” im Chianti Classico Gebiet, von der ich hier schon mal geschwärmt habe.

Jedenfalls gibt ihr Kochbuch “Pasta” einen schönen Einblick in die Küche der Toskana und anderer Regionen Italiens. Die Rezepte sind größtenteils sehr einfach und bodenständig und bestehen aus wenigen Zutaten. Aber gerade das spiegelt die Philosophie der italienischen Küche so wunderbar wieder: einfachste, schlichte Rezepte aber mit allerbesten Produkten mit Rücksicht auf Saison und Anbaugebiet.

Wir haben daraus zwei Gerichte gemacht: Tagliatelle mit Rindfleisch und Rosmarin (“Tagliatelle con stracci al rosmarino”) und grüne Tagliatelle mit Paprika (im Original mit Fussilli “verdi ai peperoni”).

Für die Paprika-Pasta benötigt Ihr

frische Teigwaren (Tagliatelle waren super, Fussilli oder Eliche passen natürlich auch)

2 rote Paprikaschoten

100 ml natives Olivenöl

frisches Basilikum

Salz, frisch gemahlenen Pfeffer

Die Paprika waschen, halbieren und Kerne und Scheidewände entfernen. In den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen unter den Grill schieben. Wenn die Haut schwarz wird und Blasen wirft, herausholen und in einer Plastiktüte schwitzen lassen. Nach einigen Minuten lässt sich die Haut dann problemlos abziehen.

Eine der beiden Schoten nach dem Häuten, in Streifen schneiden und zur Seite stellen. Die andere häuten und mit Öl, Salz und Pfeffer pürieren. Das Püree in einem Topf sanft erwärmen. Währendessen die Pasta kochen, abtropfen lassen und mit dem Püree vermischen. Die Paprikastreifen und Basilikumblätter darüber geben. Sofort servieren.

Durch das Rösten schmeckt die Paprika ganz leicht süßlich. Das Olivenöl und der Pfeffer geben eine kräftige Note. Einige Späne Parmesan machen das Gericht noch herzhafter.

Für die Pasta mit Rindfleisch braucht es folgende Zutaten:

120 ml natives Olivenöl

4 frische Rosmarin-Zweige

4 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Saft von 1/2 Zitrone

300 gr Hüftsteak

So geht’s:

Das Hüftsteak kurz anfrieren und es dann in hauchdünne Scheiben schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und mit dem Rosmarin und dem Knoblauch aromatisieren. Während parallel die Pasta kocht, das Fleisch im Öl einige Minuten braten und nur einmal wenden. Mit Zitronensaft beträufeln, salzen und pfeffern. Die abgetropfte Pasta in die Pfanne geben und alles gut vermischen – sofort servieren.

Wegen der wenigen und sehr einfachen Zutaten empfiehlt sich, frische Pasta zu kaufen oder selbst herzustellen. Wir hatten zwei unterschiedliche Sorten aus dem Supermarkt-Kühlregal und waren sehr zufrieden. 

Dazu gab es einen Chianti Classico Riserva aus der Badia a Coltibuono, den wir bei unserem ersten Toskana-Aufenthalt gekauft hatten.

Damals war es schrecklich heiß und das Verkosten von Rotwein nicht wirklich spaßig. Zumal im Verkaufshäuschen am Fuß des Hügels der Wein in Plastikbechern angeboten wird. Das steigert nicht wirklich den Genuss.  

Aber der Wein aus 90% Sangiovese und 10% Canaiolo landete zum Glück trotzdem im Einkaufskörbchen. Hier gibt es mehr Infos zum Wein.

Die Badia a Coltibuono ist stark kommerzialisiert und hoch professionell aufgezogen – inklusive Bed&Breakfast, Restaurant, Weinproben, Führungen, Verkaufsmöglichkeiten usw.  Aber die Produkte sind tatsächlich großartig – besonders auch der Kastanienhonig und das Olivenöl. Und sind wir doch mal ehrlich: Auf der Chianti-Straße findet man ohnehin kaum noch echte Geheimtipps “direkt vom Winzer”. Da verlässt man besser das Classico-Gebiet und lässt sich auf den Seitenwegen überraschen von Produzenten, die noch nicht so vom ganzjährigen Touristenstrom verwöhnt sind…

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Dieses Gericht ist eine Variante von Shui Zhu Niu Rou, des gebrühten Rindfleischs mit Spinat, das ich hier schon mal vorgestellt habe.

Es ist ebenfalls relativ flott zuzubereiten und braucht nicht zu viele exotische Zutaten. Insgesamt benötigt Ihr für 4 Personen:

500 gr Rinderhüftsteak

2 EL Reiswein

1 EL Maismehl

4 EL Sojasauce

3 EL Erdnußöl

250 gr Wasserspinat (“Morning Glory” gibt es in manchen Asialäden) – alternativ: Pok Choy, jungen Blattspinat und/oder Chinakohl

2 EL gesalzene schwarze Bohnen oder schwarze Bohnensauce (Asialaden) Wer es schärfer mag, nimmt die Scharfe Bohnensauce oder Chili Bohnensauce, die es ebenfalls im Asialaden gibt

2 TL frisch gehackter Ingwer

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

optional: 1 grüne und eine rote Chilischote, in feine Streifen geschnitten

1 EL Sesamöl

1 EL Sesamsamen

1 TL Zucker

2 TL Erdnußöl (zusätzlich zu s.o.)

So geht’s:

Das Fleisch parieren und gegen die Faser in schmale Streifen schneiden. Reiswein, Maismehl und 2 EL der Sojasauce mit 1 EL Erdnußöl in einem tiefen Teller verrühren und das Fleisch zugeben. Gut mit der Marinade vermischen und zugedeckt etwa 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Den Spinat waschen, trockentupfen, von Wurzeln befreien und die Blätter von dem Strunk trennen. Beide Teile des Spinats benötigen nämlich unterschiedliche Garzeiten. Falls Ihr Pok Choy und Chinakohl benutzt, solltet Ihr ebenfalls Blatt und Strunk separat voneinander verwenden.

Schwarze Bohnen unter kaltem Wasser abspülen, abtropfen lassen und mit einem Löffelrücken zerdrücken. Wenn Ihr Bohnensauce nehmt, könnt Ihr die Bohnen untermischen oder ausschließlich die Sauce verwenden. Fleisch aus dem Kühlschrank holen, abtropfen lassen und die Marinade weggießen.

Jetzt 1 EL Erdnußöl in einem Wok erhitzen und das Fleisch darin bei starker Hitze in mehreren Portionen schnell anbräunen aber nicht durchgaren lassen. Aus dem Wok nehmen und zur Seite stellen.

Jetzt das restliche Erdnußöl in den Wok geben und Ingwer, Knoblauch, Chillies und den schwarzen Bohnen (Bohnensauce) darin ein bis zwei Minuten andünsten. Fleisch, Zucker und die restliche Sojasauce zugeben und kurz dünsten, bis das Fleisch durch ist. Alles aus dem Wok in eine Schale gießen und abgedeckt warm stellen (etwa in einem leicht vorgeheizten Ofen).

Jetzt den Wok mit Küchenpapier auswischen und die zusätzlichen 2 TL Erdnußöl erhitzen.Spinatstengel und etwa 1 EL Wasser für eine knappe Minute dünsten. Jetzt die Blätter zugeben und rühren, bis sie in sich zusammenfallen. Auf einen Teller geben und mit dem Rindfleisch anrichten.

Etwas Sesamöl und einige Sesamkörner über das angerichtete Gericht geben – sofort servieren.

Klingt kompliziert – aber wenn man alle Zutaten vorbereitet, parat stellt und sich die einzelnen Schritte gut einplant, geht das Gericht schnell und ist wahnsinnig lecker.

Ich bin kein Fan von Kitsch-Dekos (ok, manchmal schon!) und reduziere gerade beim Essen die Deko lieber auf einige wenige Stücke. Aber die schöne Silberplatte, die meine Eltern uns geschenkt haben, stelle ich gerne mit ein paar Lichtern und (Achtung, jetzt kommt der Kitsch!) einer Lotusblüte sowie dem kleinen dicken Buddha aus Holz auf den Tisch. “Too much!” oder “Geht grad noch so!”?  

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Also man kann ja über Vieles motzen als “Zug’roaster” in München. Aber diese eine Sache, für die ich die Münchner wirklich liebe ist die: Obwohl es -5 Grad kalt ist, werden die Biergärten geöffnet, sobald die Sonne scheint. Hurrah!

Auf meinem letzten Sonntagslauf Richtung Tierpark Hellabrunn habe ich an der Schinderbrücke jedenfalls nicht schlecht gestaunt, als mir plötzlich Würstl-Duft in die Läufernase stieg. Das ist echt fies, wenn man noch 8 Kilometer vor sich hat! Dafür ist es aber auch meine absolute Lieblingsstrecke. Wo sonst kann man durch den Schnee laufen, während im Hintergrund Elefanten tröten?

Jedenfalls hat man die restlichen Kilometer lang Zeit sich zu überlegen, was es denn dann später so zu essen gibt. Und sonntags haben wir oft viele “Reste” übrig, die zu schade sind, um sie wegzuwerfen.

Die Allzweckwaffe in dieser Situation ist ein Kartoffelauflauf, der an die vorhandenen Zutaten super angepasst werden kann.

Heute hatten wir folgende Zutaten zur Verfügung (reicht für 3 als Hauptspeise oder für 4 mit Salat dazu):

500 gr Rinderhackfleisch

6 festkochende Kartoffeln

1/2 Zucchino

2 Karotten

4 braune Champignons

5 Wirsingblätter

1/2 Stange Lauch

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 Peperoni

2 Lorbeerblätter

150 gr Käse (Gouda oder Gratin-Käse)

1 TL Kreuzkümmel gemahlen

1 TL scharfes Paprikapulver

Salz, Pfeffer, Muskat

1 EL Öl

1 EL Tomatenmark

großer Schluck Weißwein

ca. eine Tasse Sahne/Sahneersatz

So geht’s:

Die Kartoffeln gar kochen. Zwiebeln, Knobi und Peperoni fein hacken. Wirsingblätter blanchieren, Strunk entfernen, in Streifen schneiden. Gemüse in Scheiben schneiden. Lauch in feine Streifen schneiden.

Zwiebeln, Knoblauch, Peperoni und Tomatenmark in Öl anbraten. Fleisch dazugeben und scharf anbraten. Mit Wein und Sahne(ersatz) ablöschen. Würzen und Gemüse zugeben. Alles zugedeckt einige Minute gar ziehen lassen. Währendessen eine Auflaufform mit etwas Öl einfetten und den Backofen auf ca. 180 Grad vorheizen.  

Jetzt die Kartoffeln in Scheiben schneiden. Mit einem Teil den Boden der Auflaufform bedecken. Anschließend die Fleisch-Gemüse-Masse auf die Kartoffeln schichten, die nächste Schicht Kartoffeln ansetzen, wieder Fleisch-Gemüse-Zeug obendrauf und so weiter, bis alle Zutaten in der Auflaufform sind. Käse drüberstreuen und in den Backofen schieben. Fertig!

Der Wirsing gibt dem Ganzen einen winterlichen Touch. Natürlich schmeckt es aber auch mit roter Paprika statt Wirsing oder ohne Pilze oder ohne Fleisch oder mit Schafskäse statt Reibekäse… Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Fleisch-Gemüse-Masse gut gewürzt ist, weil die Kartoffeln viel “schlucken”. Der Auflauf ist immer ein feines “Resteessen” und schmeckt keinesfalls wie eine Notlösung.

Dazu passt übrigens hervorragend ein kräftiger Rotwein oder ein kaltes, herbes Bier.

Was macht Ihr mit den “Resten” vom Wochenende. Schnell eine Quiche? Oder ein Omelette? Oder kauft Ihr immer so geschickt ein, dass es nie Reste gibt??

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