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Dass eine Portion Pasta nicht nur den Hunger stillen, sondern auch die Seele wärmen kann – geschenkt! Wer würde einem schlotzigen Teller Nudeln seine heilsame Wirkung je absprechen wollen?

Gleiches gilt aber meiner Meinung nach auch für ein scharfes, knackiges Curry. Eine heiß-dampfige Schale mit zartem Fleisch, bissfestem Gemüse und einer chilischarfen Sauce macht mich mindestens genauso glücklich wie eine Portion Pasta.

Doch während die Pasta eher eine gemütlich-kuschelige Wirkung hat, tritt mir das Curry mal so richtig in den Po! Statt es sich mit Nudeln und Wein heimelig zu machen, weckt das Curry die Lebensgeister und ruft: “Komm, faule Socke, Hintern hoch und los geht’s!”. Wer also weniger Entspannung als vielmehr Antrieb braucht, kann mit einem schön scharfen Curry alles richtig machen.

So eine Wunderwaffe ist das Nua Pad Prik Phauw aus der thailändischen Küche:

Nua Pad Prik Phauw

Ihr müsst Euch nicht sklavisch an die Zutaten halten. Manchmal gibt es keine Thai-Auberginen im Asialaden. Oder es sind noch Gemüsereste übrig, die dringend verarbeitet werden wollen. Schön ist ein einheitlich grünes oder rotes Curry. Ebenso belebend wirkt aber auch eine bunte Mischung aus roter Chili, gelben Baby-Maiskölbchen und grünen Schlangenbohnen. Anything goes, solange Ihr bereit seid, Euch vom Curry mal so richtig in den Hintern treten zu lassen! Los geht’s!

Zutaten für 2 ordentliche Hauptgerichtsportionen:

300 gr Rinderhüfte

100 gr kleine grüne Thai-Auberginen

4-5 Stengel Thai-Basilikum

200 gr asiatische Schlangenbohnen (alternativ: Prinzessbohnen)

1 grüne Paprika

250 ml Kokosmilch

2 EL rote Currypaste (wenn die Paste sehr frisch ist und Ihr etwas empfindlich, startet lieber mit weniger!)

1 Prise Zucker

etwas Salz zum Abschmecken

Basmati-Reis als Beilage

Zubehör: Idealerweise bereitet Ihr das Curry im Wok zu, Schneebesen.

Zubereitungszeit: 30-45 min

So geht’s:

Die Auberginen waschen. Basilikum waschen und Blätter vom Stiel zupfen. Stengel klein hacken. Bohnen waschen und in etwa 10 cm lange Stücke schneiden. Paprika waschen, entkernen und in Rauten schneiden. Rindfleisch in schmale Streifen schneiden.

Währendessen den Reis garen.

Kokosmilch und Currypaste gut miteinander vermischen (funktioniert gut mit dem Schneebesen!) und im Wok aufkochen. Das Fleisch bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten garen lassen. Fleisch aus der Flüssigkeit nehmen, abtropfen lassen und zur Seite stellen. Auberginen hinzugeben und etwa 10 min köcheln lassen. Bohnen und Paprika hinzugeben und etwa 5 min garen lassen. Fleisch und Basilikumblätter sowie die kleingehackten Stengel hinzugeben und alles gut miteinander verrühren.

Reis in eine Schüssel geben und das Curry darauf anrichten. Sofort heiß servieren!

Wenn Ihr also schlapp und müde von der Arbeit kommt, aber noch mal die Lebensgeister wecken wollt: Dann macht Euch ein Kick-Ass-Curry!

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In  dieseer Woche geht es einfach mal weiter mit meiner “reloaded” Reihe, weil es zuletzt viel zu heiß war, um Neues auszuprobieren.

In loser Reihenfolge verblogge ich also ab sofort immer mal wieder meine Lieblingsgerichte – mit neuem Foto oder auch leichtem Rezept-Update. Denn über die Jahre ergeben sich immer mal Verfeinerungen, die ich gerne mit Euch teile. (Aber keine Angst! Ich habe auch bald wieder Neues für Euch! Sogar aus der Kategorie “süß” und “gebacken”!)

Heute gibt’s mein allerliebstes Lieblingscurry! Das südindische, sauscharfe, genial köstliche Malabar Fisch Curry:

Processed with RookieDas Rezept muss ich eigentlich nicht wirklich aktualisieren, weil es sich seit Jahren bewährt. Es ist perfekt so wie es ist. Außer, dass ich heute nicht mehr auf Pangasius oder Tilapia zurückgreife, sondern weißen, festfleischigen Seefisch nehme, der gerade Saison hat oder der einfach guten Gewissens gekauft werden kann. Wenn kein solches festfleischiges Fischfilet erhältlich ist, könnt Ihr auch einen weniger “robusten” Fisch nehmen und die Stücke einfach nur ganz zum Schluss vorsichtig in der Sauce gar ziehen lassen.

Mittlerweile gebe ich sehr gerne gegarte Kartoffelstücke ins Curry. Gerade, wenn mehrere Personen mitessen oder Reste vom Vortag vorhanden sind, bietet sich das “Strecken” mit Kartoffeln an und ist in Indien nicht unüblich. Auch eine Handvoll Erbsen gebe ich gerne dazu. Ihre Süße nimmt etwas die Schärfe und Säure, falls etwas empfindlichere Gäste  mitessen. An den Zutaten für die Sauce wird aber nichts geändert. Sie bleibt eine grandiose Mischung aus vielen indischen Aromen, aus scharf, sauer und kokosnussig!

 

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Braucht Ihr noch ein Geschenk aus der Küche? Eines, das hervorragend zum Fleischfondue oder zu Raclette passt? Eines, das Ihr auf das Silvesterbuffet stellen könnt? Oder eines als Basis für herzhafte Sandwiches, wenn es zwischen den Jahren zum Schlittschuhlaufen geht?

Ich hab da mal was vorbereitet: Ein scharfes Paprika-Chutney “frei Schnauze”!

chutney

Leuchtet das nicht herrlich?

Diese feurige orangene Köstlichkeit macht sich – hübsch verpackt – super unterm Weihnachtsbaum und heizt ordentlich ein, wenn es draußen kalt ist.

Hier die Zutaten für ca. 6 Schraubgläser á 300 ml:

8 Paprika (gelb, orange, rot – bitte nicht grün! Notfalls gehen geschälte und eingelegte aus dem Glas)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

5 cm Ingwer, fein gehackt

1 Habanero Chili, fein gehackt und entkernt (wer es nicht so scharf mag, nimmt z.B. nur eine Vogelaugenchili)

3 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

1 mehliger Apfel, entkernt und in ca. 1 cm große Stücke gehackt (mit Schale!)

1 große Tomate, grob gehackt und entkernt (lternativ ein Schluck passierte Tomaten)

3 Lorbeerblätter

5 cm Zimtstange

1 gehäufter EL schwarze Zwiebelsamen

2 EL angestoßene Cumin-Samen

1 gestrichener EL Fenchel

5 getrocknete Curryblätter (Asialaden)

4 EL Muscovado Zucker

150 ml Apfelessig

Salz

Eines vorweg: Bei den Gewürzen und dem Zucker hilft nur Abschmecken! Die Mengenangaben sind eine Orientierung, können aber auch variiert werden!

So geht’s:

Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Rauten schneiden. Lorbeerblätter und Zimtstange mit Küchenkordel zusammenbinden oder in ein Teefilter-Säckchen geben und zuknoten. In einem großen Topf Ghee erhitzen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer, Chili darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Paprika und Apfel dazugeben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren ebenfalls andünsten. Alle weiteren Zutaten – inkl. dem Gewürzsäckchen – in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Immer mal rühren und ggf. schon mal abschmecken. Je nachdem, wie Paprika und Essig beschaffen sind, müsst Ihr noch Zucker drangeben. Oder etwas Gemüsebrühe, falls nicht genügend Flüssigkeit entsteht.

Jetzt das Gewürzsäckchen herausnehmen und die Masse so pürieren, dass noch ausreichend Stücke vorhanden sind, aber eine in sich homogene Masse entsteht. Jetzt abschmecken und ggf. noch Salz oder Zucker hinzugeben.

Wenn Euch das Chutney schmeckt, nehmt Ihr den Topf vom Herd und füllt die Masse heiß in saubere Schraubgläser. Verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Das Chutney hält im Kühlschrank mehrere Wochen – ist meist aber schon vorher weg ;-)

Und welche Geschenke aus der Küche gibt es bei Euch dieses Jahr?

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Jamie Oliver sieht ja immer ‘n bisschen aus, als sei er ausm Bett gefallen und direkt in die Küche gegangen, ohne sich vorher zu waschen. Ich schaue ihm aber einfach gerne zu und mag seine unprätentiöse Art. Trotzdem besaß ich bis zum letzten Wochenende kein einziges JO-Kochbuch.  Das liegt vielleicht auch daran, dass sehr viele Rezepte auf der wirklich guten Website zu finden sind. Außerdem kommen aktuell die 30-Minutes-Menues-Folgen auf RTL Living (!). Weil uns da einige Rezept-Ideen nachkochenswert vorkamen, haben wir uns das 30-Minutes-Kochbuch aber jetzt endlich mal gekauft.

Über die 30-Minuten-Menüs haben sich ja schon einige Blogger geäußert, etwa Juliane in ihrem Alltagstest. Allgemeiner Tenor allerorten: In 30 Minuten geht’s einfach nicht. Und da muss ich zustimmen. Wer alles von einer Kochmannschaft vorbereitet und hingestellt bekommt, kann es sicher schaffen – zumal, wenn’s ein Profi ist. Aber für den normalen Hobbykoch sind die Menüs in einer halben Stunde (zumindest beim ersten Versuch) doch arg ambitioniert. Und warum der Stress?

Befreit man sich aber mal vom Druck der Uhr, bleiben ein paar leckere Rezeptideen, die sich ohne allzu großen Aufwand umsetzen lassen. Mut zur Abwandlung sollte man auch haben, denn Kochbücher sind ja nicht die Bibel – das seh’ ich recht entspannt. Also hab’ ich mich mal in meinen eigenen Test gestürzt:

Besonders angemacht hat uns das Jamaika-Hähnchen mit Reis & Bohnen. Gespart haben wir die zum Menü gehörenden Maiskolben, weil die immer so wahnsinnig satt machen und uns für abends einfach zu mächtig schienen. Statt dem Salat mit Chicoree und Romana hatten wir noch einen einfachen Pflücksalat – allerdings mit dem JO Dressing aus Olivenöl, Limettensaft, roter geriebener Zwiebel, Salz und Pfeffer. Dazu ein Joghurt-Dip mit gehacktem Koriander und Limettensaft.

Beim nächsten Mal würde ich einige Kleinigkeiten abändern, da mir die Sauce nicht scharf genug war und das Salz fehlte. Der große Löffel Honig war außerdem too much. Rohrzucker hätte hier m.E. besser – und vielleicht auch jamaikanischer? – geschmeckt. Zudem fand ich 6 EL Essig viel zu viel. Das habe ich bei der nachstehenden Zusammenstellung der Zutaten und Zubereitung gleich schon mal beachtet (in der Klammer findet Ihr die Originalangaben).

Für 2 Personen benötigt Ihr:

etwa 350 gr Hähnchenbrust mit Haut und ohne Knochen

Salz, Pfeffer, Olivenöl

Für die Jamaica-Sauce:

6 grob gehackte Frühlingszwiebeln inkl. Grün (im Original: 4)

1 kl. Bund Thymian

3 frische Lorbeerblätter

3 gemahlene Gewürznelken

Prise gemahlene Muskatnuss

Prise gemahlener Piment

6 EL brauner Rum

3 EL Weißweinessig (im Original: 6)

großer Spritzer Limettensaft (nicht im Original)

1 gestrichener EL brauner Zucker (im Original: flüssiger Honig)

1 scharfe Chilischote (ich hatte Habanero, JO nimmt Scotch Bonnet)

Einige Spritzer Tabasco (nicht im Original)

4 Knoblauchzehen

Reis & Bohnen:

2 Frühlingszwiebeln

1 Zimtstange

125 gr Langkornreis

150 ml Geflügelbrühe

150 ml Wasser (im Original: 300 ml Geflügelbrühe – war mir aber zu salzig)

1 Dose schwarze Bohnen in Salzwasser (gibt es im Asia-Laden)

Joghurt

125 gr Naturjoghurt

Abrieb einer Bio-Limette

Saft einer halben Bio Limette

Koriandergrün

So geht’s:

Joghurt mit Abrieb einer Limette und dem Saft vermischen. Koriandergrün hacken und darüberstreuen (nicht unterheben, sonst matscht es!). Salat waschen und trockenschleudern. Dressing anrühren. Backofen auf 220 Grad vorheizen. Hühnchenbrust am dicken Ende einschneiden, damit das dünne Ende nicht trocken wird, bevor der Rest gar ist. Mit Olivenöl, Salz und Pfeffer einreiben auf beiden Seiten.

Grillpfanne vorheizen und Hühnchenbrust auf der Haut knusprig anbraten, bis die Haut schön braun aber noch nicht zu stark gegrillt ist. Währendessen die Sauce zubereiten, indem alle Zutaten im Standmixer miteinander zu einer cremigen Masse vermixt werden. Mit etwas Olivenöl wird es sämiger. Salzen nicht vergessen! Im Original-Rezept hat mir das Salz an der Stelle gefehlt. Wenn die Hähnchenhaut knusprig ist, das Fleisch wenden und auf der Seite ohne Haut noch etwas anbraten – das Hähnchenfleisch muss nicht komplett durch sein.

Jamaica-Sauce in eine ofenfeste, nicht zu große Form füllen und die Hähnchenteile mit der Hautseite nach oben in die Sauce legen. Die Haut sollte nicht bedeckt werden, damit sie knusprig bleibt. In die mittlere (Original: obere) Schiene schieben.

Währendessen schwarze Bohnen in ein Sieb abgießen und vorsichtig waschen. Abtropfen lassen. Öl in einem breiten Topf erwärmen, Zimtstange und gehackte Frühlingszwiebeln darin anschwitzen. Reis, Wasser und Geflügelbrühe dazugeben und aufkochen lassen. Bohnen hinzu geben. Alles bei geringer Hitze aufkochen lassen, zudecken und je nach Reissorte gar köcheln lassen.

Unser Reis war nach etwa 20 min gar (Feuchtigkeit verdampft). Das Hühnchen war schon früher fertig, was aber nicht schlimm war. Ich habe den Backofen ausgeschaltet und es noch etwas heiß stehen lassen. Das Fleisch bleibt dank der Sauce sehr zart und saftig.

Den Salat anmachen.

Reis & Bohnen auf einen Teller geben. Die Hühnchenteile ebenfalls zusammen mit der Jamaica-Sauce anrichten. Mit dem Salat und dem Joghurt servieren. (Im Original wird noch mal Honig über das Hühnchen gegeben – das war mir definitiv zu viel. Ich habe es gleich weggelassen)

Das Gericht ist leicht und lecker mit vielen unterschiedlichen Aromen, wobei der Rum angenehm im Hintergrund bleibt. Reis und Hähnchen nehmen einem nicht übel, wenn man noch 2 min für das Tischdecken benötigt, da beides heiß und saftig bleibt. Der bEdW fand die schwarzen Bohnen im Reis unnötig. Mir haben sie aber genau das karibische Feeling geliefert, das mich an dem Rezept so gereizt hat.

Fazit: In 30 Minuten schaffe ich das vielleicht beim 3., 4. oder 5. Nachkochen, allerdings nicht beim ersten Mal. Wer die 30-Minuten-Angabe aber nicht ganz so ernst nimmt, findet im Kochbuch viele Anregungen für schnelle Gerichte, die auch einzeln und keinesfalls immer im Menü zubereitet werden können. Was mir weniger gefällt, sind die vielen Fertigzutaten wie Fertigteig oder die ganzen indischen Saucen aus dem Glas. Ich nutze die zwar auch mal, wenn es schnell gehen muss. In einem Kochbuch haben die aber m.E. nichts zu suchen. Trotzdem werde ich auf jeden Fall noch einige Rezepte ausprobieren…

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Küchenplausch hat zum Blog-Event 1001 Nacht aufgerufen

Und nachdem ich im letzten Jahr Geschmack am Orient gefunden habe (Rezepte findet Ihr hier), möchte ich unbedingt auch eine Kleinigkeit mitbringen zur virtuellen Geschichten-Nacht der Blogger-Szene: Muhammara

Das Rezept für diese scharfe Nusspaste stammt aus dem Libanon und heißt übersetzt “geröstet” oder “gerötet”, was ja beides irgendwie passt.

Für ein mittelgroßes Schälchen, das perfekt auf die Mezze-Platte passt, benötigt Ihr folgende Zutaten:

100 gr geschälte Pistazien

100 gr geschälte Walnüsse

1 TL Granatapfelsirup

1 EL Zitronensaft

6-8 EL Olivenöl

Salz

1 TL Chilipulver

50 gr Feta

4 EL Tomatenmark

1 TL Cumin

1 Knoblauchzehe

Die Zubereitung geht blitzschnell: Ihr mixt einfach alle Zutaten im Mixer, bis die Masse schön cremig ist. Ist sie zu fest, gebt etwas mehr Olivenöl dazu oder einen Löffel Frischkäse.

Muhammara passt prima zu Fladenbrot, zu gegrilltem Lamm und Gemüse oder als Aufstrich für ein orientalisches Sandwich. Im Kühlschrank hält es sich einige Tage. Wir hatten es zum Anlass unseres Angrillens 2012, also zu Lamb Chops, Steak, Merguez und – im Foto im Hintergrund – zu Tabouleh.

Gefunden habe ich das Rezept im wunderschönen Kochbuch “Kulinarisches Arabien”, das wir vor Jahren von einem lieben Freund geschenkt bekommen haben und leider viel zu selten nutzen.

Das Kochbuch ist ein sehr schöner Bildband mit Geschichten über Kultur, Landschaft und Philosphie des Orients. Neben traditionellen Rezepten finden sich auch modernisierte Abwandlungen führender Köche aus der Region, die der Küche ihrer Heimat einen neuen Twist geben.

Besonders lustig ist die Doppelseite am Schluss “Unmögliche Gerichte”: Hier werden traditionelle Rezepte vorgestellt, die wohl für den durchschnittlichen europäischen Hobbykoch nicht zu realisieren sind. Bei den Zutaten steht beispielsweise “ein ansehenliches Lamm“. Unter Zubereitungszeit: “10 Tage” und bei der Personenangabe: “viele”. Wenn auch nicht nachkochbar, sind diese Rezepte sehr interessant zu lesen und um in die Welt des Orients einzutauchen. Perfekt für ein Blog-Event zum Geschichtenerzählen mit vielen anderen Koch-Begeisterten.

Und weil das Buch so lange stiefmütterlich im Regal stand, möchte ich das Rezept gleich noch beim Dauer-Event DKduW (Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen) von Foodfreak einstellen.

Eine etwas frischere und nicht ganz so nussig-schwere Variante der Paste findet Ihr übrigens hier.

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Schwein bekommt man in weiten Teilen Indiens eher selten serviert. Nicht nur Moslems, auch Hindus halten nicht viel vom Schwein als Essensquelle. Lange Zeit galten die Tiere als Nahrung der Kastenlosen und waren entsprechend geächtet. Allerdings gilt dies nicht in Regionen, in denen die portugiesischen oder andere europäische Kolonialherren ihre (christlichen) Spuren hinterlassen haben.

Deshalb hat es mich auch nicht gewundert, dass das Rezept für Schweine-Curry aus dem Buch “Indian in 6” von Monisha Bharadwaj, aus dem ich neulich schon zwei leckere Dips für Heikes Blog-Event gemacht habe, nach einem Rezept aus Goa zubereitet wird.

Für zwei gute Esser benötigt Ihr folgende Zutaten:

500 gr Schweinefilet

1 große Zwiebel

2 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die entsprechende Menge beider Zutaten, sehr fein gehackt)

1 TL Kurkuma

6 rote Chillies (das Rezept spricht von 10 Chillies. Ich fand aber 6 scharfe mehr als ausreichend – Empfindliche nehmen noch weniger!)

1 TL Garam Masala

75 ml Wein-Branntweinessig

3 TL Ghee oder Sonnenblumenöl

So wird’s gemacht:

Das Fleisch in etwa Gulasch-große Stücke schneiden und mit dem Kurkuma vermischen. Zur Seite stellen und etwas ziehen lassen. Zwiebeln, Ingwer-Knoblauch-Paste, Chillies, Garam Masala und Essig in einem Mixer zu einer Paste pürieren. Das Ghee in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Schweinewürfel scharf anbraten, aber nicht komplett durchgaren. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen. Die Paste in der Pfanne unter Rühren anbraten. Abschmecken und salzen.

Etwas Wasser hinzugeben, so dass die Flüssigkeit eine saucen-artige Konsistenz annimmt (lieber erstmal zu wenig und etwas nachgießen!). Die Fleischwürfel hinzugeben und zugedeckt sanft köcheln lassen, bis das Schwein gar ist (dauert bei Filet-Fleisch nur wenige Minuten). Wem das Essen zu scharf ist, der kann mit etwas Kokosmilch oder Joghurt (Achtung, sollte nicht mehr kochen!) gegensteuern. Sofort servieren.

Dazu passt zwar eigentlich Reis, den man in Goa zu allem isst. Wir hatten aber am Vortag Reis und haben deshalb die Bombay-Kartoffeln gemacht (im Foto im Hintergrund), die ich hier schon mal vorgestellt habe. Diesmal allerdings ohne Tomaten, da das Curry saucig genug ist.

Ein schnelles, unkompliziertes Gericht (Ingwer-Knoblauch-Paste und Garam Masala sollten sowieso IMMER im Haus sein!), das ziemlich scharf und leicht säuerlich ist. Herrlich indisch!

Und da es – ohne die Kartoffeln – wirklich vergleichsweise schnell zubereitet ist, da Schwein nicht ewig schmoren muss (anders als bei Lamm- oder Rindercurry), ist Chiristas Ghassi mein März-Beitrag für das Dauer-Blog-Event Cucina Rapida von man kann’s essen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

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Man könnte meinen, uns seien die Zähne ausgefallen, bei all den Dips und Suppen, die es zuletzt im Blog gab. Aber wenn man fröstelig auf der Couch sitzt, weil es draußen kalt ist, man kränkelt oder gerade eine Doku über Ernest Shackleton und die Odyssee der “Endurance” schaut, ist so eine heiße Suppe ja auch was Feines, oder etwa nicht?

Tom Yam Kung ist ein Klassiker der Thai-Küche und braucht frischeste Zutaten. Wenn Ihr also einen gutsortierten Asia-Laden um die Ecke habt, solltet Ihr diesen Lebensgeister-Wecker unbedingt mal ausprobieren!

Für 2 Personen benötigt Ihr folgende Zutaten:

200 gr rohe Garnelen

1 EL Öl

3 Stängel Zitronengras

3 Scheiben Galgant (Ingwer ist leider keine tolle Alternative)

0,5 l Hühnerbrühe (wenn möglich hausgemacht – für mehr Aroma)

0,5 l Wasser (wenn Ihr Instant-Hühnerbrühe nehmt, sollte das Verhältnis Brühe : Wasser besser 2:1 sein)

2 Vogelaugenchilies (oder mehr, wenn Ihr tapfer seid. 2 sind aber schon ausreichend für Feuer unterm A***)

5 Kaffirlimettenblätter

2 EL Fischsauce

1/2 TL Garnelenpaste

70 gr braune Champignons (besser: Strohpilze, die aber schwer zu bekommen sind)

2 Frühlingszwiebeln

3 EL Limonensaft

Koriander zum Garnieren

Und so geht’s:

Die Vorbereitungen gehen eigentlich recht flott: Dünne Haushaltshandschuhe anziehen, um die Vogelaugenchilies zu entkernen und in feinste Scheiben zu schneiden. (Wer es nicht ganz so scharf mag, klopft die Schoten einfach platt und schmeißt sie so in die Suppe.) Handschuhe ausziehen und sich zwischendrin bitte nicht an irgendwelche empfindlichen Stellen fassen! Vom Zitronengras das dicke weiße Ende verwenden und platt klopfen. Kaffirlimettenblätter in Stücke zupfen. Champignons vierteln, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.

In einem Topf (oder Wok) zwei Stängel Zitronengras, Galgant, die Brühe und das Wasser sowie die Garnelenpaste geben und etwa 10 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Durch ein Sieb seihen und wieder zurück in den Topf geben. Den übrigen Stängel Zitronengras ganz fein schneiden und in die Brühe geben. Ebenfalls Chilis, Limettenblätter, Fischsauce, Pilze und Frühlingszwiebeln hinzugeben. 2 Minuten köcheln lassen. Garnelen hinzufügen, bis sie gar und rosa sind. Vom Herd nehmen, in Suppenschalen füllen und den Limonensaft hinzugeben. Mit Korianderblättern garnieren und servieren.

PS: Dass ich das Blog demnächst in “German Suppenküche” umbenenne, ist übrigens nur ein Gerücht! ;-)

Weil diese Suppe in gut 20 Minuten fertig ist, wenn man beim Schnippeln auf Warp-Geschwindigkeit stellt, ist sie mein Februar-Beitrag zum Blog-Dauer-Event Cucina Rapida von Mankannsessen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


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