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Wir sind seit Jahren Stammgast im “Jasmin” in München/Sendling und können einfach nicht aufhören zu schwärmen.

Egal ob zum Friday Night Dinner Date, zum schnellen Lunch oder am Wochenende mit Gästen: Das “Jasmin” steht regelmäßig auf unserer Agenda. Und nicht nur, weil die servierte Asia Cuisine hervorragend ist, sondern auch, weil die Betreiber des Lokals für eine immer freundliche, warme Wohlfühlatmosphäre sorgen. All das zu einem vernünftigen Preis/Leistungs-Verhältnis findet man in München so leider nicht mehr oft.

Zur Atmosphäre im “Jasmin” trägt auch bei, dass die Inhaber das Lokal immer wieder verschönern – etwa mit Lounge-artiger Einrichtung statt Asia-Kitsch -, die Speisekarte regelmäßig aktualisieren und immer wieder ihren Gästen neue Spezialitäten aus Vietnam präsentieren.

Als wir gesehen haben, dass neuerdings auch Hot Pot angeboten wird – also eine Art asiatisches Fondue – wollten wir das unbedingt ausprobieren und hatten einen ganz besonders schönen Abend in unserem Lieblings-Asia-Restaurant.

Den Hot Pot gibt es auf Vorbestellung von mind. einem Tag, da alle Zutaten selbstverständlich frisch eingekauft und vorbereitet werden. Für 25 Euro pro Person hat man stundenlang Spaß an dem leichten, geschmackvollen, gesunden und einfach wahnsinnig leckeren Gericht.

Der Hot Pot ist ein mit Gemüsebrühe gefüllter Topf (ich habe heute meine Liebe zu Strohpilzen entdeckt – wunderbar aromatisch!), der auf einer Gasplatte in der Mitte des Tischs vor sich hin schmurgelt, während man all die leckeren Zutaten ganz nach Belieben mitgaren oder auch nur kurz einstippen kann: Rindfleisch, Scampi, Miesmuscheln, Tintenfisch, Austernpilze, Champignons, Sellerie, Pak Choy, Broccoli, Koriander…

Dazu leckere Dips – mal mehr mal weniger scharf, die auch die Brühe noch verfeinern können. Brühe, Zutaten und – wenn man mag – vorgegarte Nudeln kommen alle zusammen in ein Schälchen, aus dem man dann sein ganz individuelles Hot Pot-Erlebnis löffeln kann. 

 

Wie immer im “Jasmin” sind alle Zutaten von hervorragender Qualität und superfrisch: Kein Glutamat, keine 08/15-Saucen. Ich schwärme immer noch… 

Auch wenn der Abend heute ganz besonders schön war, lohnt sich aber auch ein Besuch “auf die Schnelle” und mit Gerichten von der Standardkarte. Unsere Favourites sind u.a. der scharfe Rindfleischsalat, die beste Tom Kha Gai Münchens, kleine gefüllte Betelblatt-Päckchen, die knusprigen Hühnchen- und Enten-Gerichte oder auch (von der Spezialitätenkarte) das scharfe Rindfleisch mit roten Zwiebeln. Die Hauptgerichte kosten  ca. zwischen 7 und 13 Euro und sind nicht nur von einfach super Qualität sondern auch mengenmäßig mehr als ausreichend. Mittags gibt es eine günstigere Lunch-Karte.

Das Getränkeangebot umfasst u.a. Augustiner und die gängigen Softdrinks (inkl. Bionade), verschiedene Tees aber auch Weine. So hatte ich heute einen sehr guten Lugana zum Hot Pot.

Damit Ihr seht, dass wir nicht alleine sind mit unserer Meinung: Schaut Euch mal die durchweg positiven Bewertungen auf Qype an. Die und die vielen Stammgäste, die immer wieder kommen, sind eigentlich Beweis genug, dass sich auf der tristen Lindwurmstraße eine echte Perle asiatischer Küche versteckt.

Testet “Jasmin” unbedingt mal aus – und grüßt schön von Julia.  :)

Fotos 1 und 6: Jasmin

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Spätestens seit den Böllerschüssen um 12 Uhr ist klar: In den nächsten zweieinhalb Wochen herrscht um uns herum wieder der Wahnsinn. Dabei ist mir auch nach fast zehn Jahren München immer noch nicht klar, warum ich plötzlich für etwas rund 50% mehr bezahlen soll, was es sonst das ganze Jahr über auch gibt (die (mitunter schlecht eingeschenkte!) Maß kostet in diesem Jahr rund 9 Euro!). Denn mal ganz ehrlich: Es ist ja nicht so, als gäbe es in den restlichen 50 Wochen kein Bier in München… *hochgezogene Augenbraue*

Aber natürlich will ich den Reiz gar nicht schlecht reden, den das Oktoberfest für die mehr als sechs Millionen Besucher hat, die jährlich in diesen zwei Wochen München heimbesuchen. Wer aber zwischen all dem Bierdunst, den Körperflüssigkeiten, dem Rumgegröhle und den zerschmetterten Bierkrügen bayerische Genüsse und ein bisschen Ruhe finden will, dem kann selbst im unmittelbaren Umkreis der Wiesn fündig werden:

BIER, HAXN und SCHNITZEL:

Etwa 700 m Fußweg von der Wiesn entfernt liegt der “Sendlinger Augustiner” in der Alramstraße 24 (U3/U6 Haltestelle Implerstraße). Eine urige Stadtteil-Kneipe mit typischen Wirtshausstandards und saisonaler Tageskarte. Samstag ist hier Schnitzeltag mit verschiedenen Variationen für 6,66 Euro. Meiner Meinung nach gehören die Schnitzel und Pommes hier zu den besten der Stadt. Da der Augustiner eine Eckkneipe ist, finden sich bei schönem Wetter immer einige Sonnenplätzchen an der ruhigen Straßenkreuzung mitten in einem der traditionellsten Stadtviertel. Hier treffen sich Familien, Künstler, Alteingesessene und Touris. Besonders gelobt von Anne wurde auch der sonntägliche Brunch (10.30-14.00 Uhr für 10,50€ inklusive aller Heißgetränke!), den ich aber selbst noch nie mitgemacht habe.

Ähnlich nah an der Wiesn aber in Hackerbrücke aber immer noch zu Fuß erreichbar liegt die “Augustiner Bräustubn” in der Landsbergerstraße 19. Die große Halle und der Geräuschpegel erinnern schon ein bisschen eher an die Bierzelte. Dafür ist das Preis-/Leistungsverhältnis hier gigantisch gut! Gleich neben an ist die Augustiner-Brauerei in alten Backsteingebäuden untergebracht. Da die Bierfässer für die Wiesn-Zelte immer noch per Pferdewagen transportiert werden, stehen hier in den nächsten zwei Wochen die riesigen Braurösser und können vom Wirtsraum aus sogar betrachtet werden. Sehr urig, sehr bayerisch und vielleicht nicht jedermans Geschmack. Günstiger kann man aber kaum noch in so einer zentralen Lage essen. Die Vliesshaxe mit Speckkrautsalat und Kartoffelknödel gibt es am heutigen Samstag beispielsweise für 7,95€. Vergleicht das mal mit der Wiesn ;-)

HENDL:

Nichtmal 150m von der Theresienwiese entfernt gibt’s die leckersten Hendl ganz Münchens. Das “Lindwurmstüberl” an der Lindwurm-/Ecke Herzog-Heinrich-Straße (U3/U6 Haltestelle Goetheplatz) hat während des Oktoberfests sieben Tage die Woche geöffnet. Da es große Fenster hat und an einer Kreuzung liegt, kann man mit einem Fensterplatz herrlich die Wiesn-Besucher beobachten, über die in Fernost gefertigten Dirndl lästern und auch sonst allerlei Merkwürdigkeiten beobachten (unglaublich, was für Kopfbedeckungen manche Leute tragen, wenn sie betrunken sind). Einrichtung und Flair haben auch nach der Renovierung immer noch den Charme der 50er bis 70er Jahre. Aber das super knusprige, mit Kräutern gestopfte, saftig-fleischige Hendl ist einfach immer wieder ein Kracher. Dazu gibt’s Augustiner-Bier, hausgemachten (angeblich täglich frisch!) Kartoffelsalat und die typisch ruppigen Bedienungen. Besser geht’s nicht. (Die Klamotten riechen hinterher sogar, als hätte man in einem Bierzelt gesessen ;-) )

WEISSWÜRSTE:

Also mich kann man damit ja jagen. Alleine süßer Senf ist für mich schon Blasphemie (und das war es schon, bevor ich einen Düsseldorfer geheiratet habe!). Aber zu einem München-Besuch gehört ein Weißwurst-Frühstück einfach dazu. Deshalb hier mein Tipp für die angeblich besten der Stadt und in Wiesn-Nähe: Die “Gaststätte Großmarkthalle” liegt in der Kochelseestraße 13 (U3/U6 Haltestelle Implerstraße) und ist ca. 1,5 km von der Wiesn entfernt.  Wenn der Viktualienmarkt das Herz Münchens ist und die Theresienwiese der besoffene Kopf, dann ist das Areal rund um die Großmarkthalle – das so genannte Schlachthofviertel – der Bauch der Stadt. Da die Gaststätte natürlich auch für die Arbeiter der Großmarkthalle da sein soll, öffnet man schon um 7 Uhr in der Früh und macht entsprechend werktags um 17 Uhr, am Samstag um 13 Uhr zu. Sonn- und Feiertags ist zu. Dafür trifft man aber auch “echte” Münchner und sitzt mit dem Schlachter, dem Lkw-Fahrer und dem Rentner an einem Tisch. Mittagsmenüse gibt es ab 5,50 Euro, die Kartoffelsuppe kostet 2,15 Euro (wo gibt’s das noch in München??) und ausgeschenkt wird Paulaner. Zum Wohl!

KAISERSCHMARRN:

Für die kleinen Süßschnuten unter Euch gibt’s auch einen Tipp. Denn nach so viel Bier, Brezn und Fleisch gelüstet es einen ja auch mal nach Zucker.

Den wirklich allerbesten Kaiserschmarrn Münchens gibt es etwas von der Wiesn entfernt in Schwabing. Dort sollte man ja aber eh mal hinfahren, wenn man in der Stadt ist. Mit der Tram 27 geht’s zum Kurfürstenplatz oder mit der U2 zum Hohenzollernplatz und ab in’s “Scheidegger” (Isabella-/Ecke Bauerstraße). Wieder eine Augustiner-Stadtteil-Gasstätte mit sehr viel Charme, täglich wechselnder saisonaler Karte, wunderbar freundlichen Bedienungen und einer wirklich ausgezeichneten Küche. Die blanken Holztische sind urig gemütlich, das Publikum bunt gemischt und Schwabing-typisch auch recht jung und kinderfreundlich. (Wir haben hier übrigens nicht zufällig unsere Hochzeit gefeiert ;-) ) Auf den Kaiserschmarrn wartet man – wie überall, wo er frisch gemacht wird – mindestens 20 Minuten. Dafür werden aber auch mindestens zwei Leute davon satt. Und bisher hat noch jeder davon geschwärmt. Überhaupt muss ich Euch das Scheidegger demnächst mal näher vorstellen. Den Schweinsbraten mit Semmelknödel und Dunkelbiersauce für 8,80€ am Sonntag, die grandiosen Salate mit hausgemachten Dressings, die Kirchweihgans und und und sind nämlich auch immer einen Besuch wert!

SOUVENIRS:

Soll’s noch was für die Daheim-Gebliebenen sein? Bitte Finger weg von Bierkrug-Hüten, Billig-T-Shirts und sonstigem Schmarrn. Wirklich schöne, geschmackvolle und besondere München-Souvenirs gibt’s bei “Servus Heimat” im Hackenviertel (Brunnstr. 3 Nähe Sendlinger Tor) und im Stadtmuseum (zwischen Synagoge und Viktualienmarkt – also eh einen Besuch wert!). Hier gibt es witzige, verrückte, schöne Sachen von günstig bis teuer. Kostprobe gefällig? Seehofer- und Stoiber-Hampelmann-Figuren, Armbänder mit Bambi-Anhänger, Plätzchenausstecher “Frauenkirche”, T-Shirts mit Brezn-Aufdruck, Filz-Untersetzer mit Dackelmotiv, Frühstücksbrettchen mit München-Stadtplan – und im Winter dann Christbaumschmuck in Sissi-, LudwigII-, Brezen-, Radi- oder Bierkrug-Optik. Hier findet man immer was und kann “zur Not” auch einfach die DVDs von “Kir Royal” oder “Monaco Franze” mitnehmen. Denn: A bissl was gaht ollewei, gell, Spatzl?

RUHE:

Wem nach dem Wiesn-Besuch der Kopf schwirrt, sucht rund um die Theresienwiese natürlich vergeblich Ruhe und Einsamkeit. Die 6 Millionen Besucher müssen ja irgendwo unterkommen. Aber es gibt ganz in der Nähe des Festgeländes trotzdem eine Oase, die gerade bei schönem Wetter zum Durchatmen, Nachdenken und Krafttanken einlädt: Der Münchner Westpark ist nicht nur einen Katzensprung von der Theresienhöhe entfernt, sondern auch der neben dem großen Bruder “Englischer Garten” immer ein bisschen vernachlässigt. Wie ich finde, ganz zu Unrecht. Neben Grünflächen, Rad- und Spazierwegen, Seen (mit Schildkröten!) und natürlich auch zwei Biergärten (Hopfengarten (Hacker-Pschorr) und Rosengarten (Paulaner)) gibt es eine thailändische Sala, eine nepalesische Pagode, einen japanisch und einen chinesisch angelegten Garten sowie Kunstwerke, Spielpläzte, Grillstätten und ein echtes Alpenhäuschen.

PS: Hier kann man auch prima joggen, da auf meiner Hausstrecke es jetzt eher zum Hindernislauf würde.

Ich hoffe, für Euren nächsten München-Besuch (aber vielleicht auch für Münchner selber) waren ein paar spannende Tipps dabei. Lasst mich doch mal wissen, was so Eure “Geheimtipps” sind oder was Ihr entdeckt habt.

Bleibt mir noch, allen eine hoffentlich friedliche Wiesn zu wünschen. Und um’s mit dem Kaiser zu sagen: Jetzt geht’s raus und spielt’s Fußball!!

Fotos: Sendlinger Augustiner, Augustiner Bräustuben, Lindwurmstüberl, Gaststätte Großmarkthalle, Servus-Heimat, Wikipedia

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