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Posts Tagged ‘Suppe’

Mel von der Gourmetguerilla sucht Gute-Laune-Suppen. Und da muss ich Euch einfach noch mal mit meinem Gazpacho-Rezept beglücken. Denn Gazpacho ist und bleibt meine Lieblingssuppe!

gazpacho

Nicht, dass ich nicht eine indisch-scharfe Linsensuppe, eine wandlungsfähige Kartoffelsuppe oder eine sauer-scharfe China-Suppe zu schätzen wüsste. Es gibt ja sogar eine eigene Suppen-Kategorie hier im Blog, wo Ihr viele Rezepte für echte Gute-Laune-Suppen findet!

Aber mit Gazpacho verbinde ich einfach wunderschöne Sommertage, meine erste eigene Wohnung im geliebten Münchner Stadtteil Schwabing, laue Abende vorm “Centro Espanol” in Sendling und überhaupt ganz viele Erinnerungen an München. Mehr dazu könnt Ihr hier noch mal nachlesen.

Aber für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt es hier noch mal schnell DAS Rezept, das in jedem Sommer wieder und wieder verwendet wird. “Es is’ Sommer. Sommer in der Stadt…

Zutaten für 4 große Portionen:

3 Paprikaschoten (1 gelb, 2 rot – nicht grün, sonst wird die Suppe braun!)

2 Salatgurken, geschält
3 400ml Dosen Tomaten (im Sommer gerne frische, aromatische.)
3 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
1  Zwiebel, geschält und grob gehackt
1 scharfe, rote Chilischote, entkernt und gehackt (würzt lieber hinterher noch nach. Durch das Pürieren wird die Schote richtig scharf!)
4 Scheiben Weißbrot ohne Rinde vom Vortag (oder Toastbrot. Wer spontan “kochen” will lässt die Scheiben etwas im Umluftbackofen austrocknen)

Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Tabasco

3 EL Olivenöl

3 EL Rotweinessig

4-6 Eiswürfel

Beilagen: etwas gewürfelter Schinken, gewürfelte Gurken, gewürfelte Tomaten, Baguette – es geht aber auch ganz ohne!

Zubereitungszeit: 20 min plus Kühlzeit (mind. 1 Std.; schneller geht es, wenn das Obst schon gut gekühlt ist)

Zubehör: eine große Schüssel oder Topf, Pürierstab

So geht’s:

Das Gemüse schälen, entkernen und würfeln. Wer mag, hält von der Paprika und der Gurke je ein kleines Stück bzw. einige Würfel zurück. Das gibt dann die Einlage für die Suppe.

Das Gemüse, Zwiebeln, Chili, Knoblauch in eine große Schüssel geben und mit Rotweinessig, Olivenöl, Salz, Tabasco und Pfeffer würzen.
Das Brot einige Minuten in Wasser einweichen, das Wasser ausdrücken und in die Schüssel geben. Alles mit dem Pürierstab pürieren, die Eiswürfel dazugeben und für mindestens eine Stunde kalt stellen.

Vor dem Servieren noch mal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Die übrigen Gemüseteile fein hacken und als Deko dazugeben. 2 Eiswürfel in jeden Teller geben, einen EL Olivenöl darübergeben und mit Baguette servieren.
Fleischesser können auch rohe Schinkenwürfel in die kalte Suppe geben.

Ich freue mich auf viele tolle neue Gute-Laune-Suppen-Rezepte. Aber an meinem Gazpacho wird nicht gerüttelt!

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Das Stretching hat noch nicht so ganz gewirkt. Aber ich will auch endlich mal wieder frische Rezepte hier sehen – und nicht immer nur das Pause-Unlust-Rückblick-Dingens. Also deshalb:

HAPPY NEW YEAR!

Und los geht’s!

Nach all den herzlichen, aufmunternden, freundlichen, anstupsenden und unterstützenden Kommentaren sowie den Glückwünschen zu meinem 2. Platz beim “Blogger des Jahres 2013″ will ich Euch jetzt auch endlich mal wieder was auf den Teller geben und nicht nur die Ohren vollsülzen! Vielen Dank für Euren Support, Ihr Lieben!

Was wäre da als kleiner, schneller Einstieg besser geeignet als die Häppchen, die es bei uns an Silvester gab? Wir hatten nämlich einen tollen Start in das neue Jahr: mit lieben Freunden, gutem Essen, einem Rundumblick auf das Wiesbadener Feuerwerk und und und. 2014 wird gerockt! Und kulinarisch haben wir damit schon vor Mitternacht angefangen.

Los geht es mit einer kalten Gurken-Wasabi-Suppe, die der bEdW schnell als Begrüßungsschluck gemacht hat. Ich habe nämlich drauf bestanden, dass es schon zur Begrüßung was gibt, damit ich wir nicht so ausgehungert sind :)

Inspirieren ließ er sich von dem Heft “Lust auf Genuss – Köstlichkeiten fürs Buffet” (13/2013). Wir mögen die Reihe wirklich gerne. Eigentlich nehmen wir uns jeden Monat eines mit – außer wenn es um Süßkram geht – und kochen immer etwas daraus. Außerdem kann man die Hefte gut sammeln und immer mal wieder nachschlagen, weil sie nicht so viel Platz wegnehmen.

Gut kaltstellen lässt sich die Suppe in ausrangierten San-Bitter-Fläschchen, die zur Feier des Tages mit den süßen Sternen-Strohhalmen von Partyerien serviert wurden. Statt der empfohlenen Papadams gab’s die Gemüse-Chips von Tyrrell, weil die so hübsche Farben haben und lecker schmecken. Schon mal probiert?

Für 4 nicht ganz volle San-Bitter-Fläschchen braucht Ihr folgende (von uns leicht abgewandelte) Zutaten:

1/2 Salatgurke

400 gr Naturjoghurt (3,8%)

1/2 Bund Petersilie

1 TL Wasabi-Paste (Asia-Laden)

Weißweinessig

Salz

6 EL neutrales Pflanzenöl

Optional: Zum Garnieren sehen schwarze Sesamsamen auf der Suppe schön aus.

Zubereitungszeit: ca. 20 min (plus Kühlstellen)

Zubehör: Schüssel, Pürierstab oder Blender, vier Gläschen, Fläschchen oder Espressotassen zum Anrichten.

So geht’s:

Gurke (am besten aus dem Kühlschrank) waschen und mit Schale fein pürieren. 100 gr des Joghurts dazugeben. Petersilie (gewaschen und grob gehackt) sowie das Wasabi ebenfalls in den Blender geben und alles nochmals pürieren. Die Masse in einer Schüssel unter den restlichen Joghurt rühren. Mit Salz, Essig und ggf. noch etwas mehr Wasabi abschmecken. Zum Schluss alles durch ein feines Haarsieb streichen, in die Gläschen füllen und kühl stellen.

Gurke und Joghurt sind erfrischend, der Wasabi sorgt für den überraschenden Kick. Mit einem crunchy Gemüse-Chip dazu ein toller Start in einen wunderschönen Abend – und in ein hoffentlich für alle glückliches Jahr 2014.

Raclette oder Fondue? Buffet oder Gulaschkanone? Was gab’s bei Euch zu Silvester?

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Unser Weihnachtsmenü 2012 war erstmals komplett asiatisch ausgerichtet. Der Bruch mit der Tradition kam gut an, weshalb ich in loser Reihenfolge die Rezepte gerne mit Euch teile.

Trotz frühlingshafter Temperaturen wärmten wir die Familie erstmal mit einer Tom Kha Gung auf, bevor es den Yam Gai (Hühnchensalat) und einen vietnamesischen Oktopus-Salat zum Abkühlen gab.

Die Tom Kha Gung ist die etwas seltener auftauchende kleine Schwester der Tom Kha Gai, die es in teils absurden unterschiedlichen Qualitätsstufen heute in fast jedem Thai-Restaurant gibt. Dabei bin ich leider schon oft auf grauslige Kokos-Glutamat-Schleudern getroffen. Aber ich hatte auch das Glück, gegenüber von einer der besten Tom Kha Gais in ganz München (und darüber hinaus) zu wohnen.

Einen ersten Eigenversuch habe ich schon mal hier verbloggt. Allerdings erschien mir die Suppe damals fad und langweilig, aber keinesfalls eines Weihnachtsmenüs würdig!

Der bEdW und ich haben also das Internet durchforstet, gefühlte 3000 Rezepte gesichtet, vorgekocht und ausprobiert – und eine wirklich aromatische, schmackhafte Variante hinbekommen, die mittlerweile als absolut idiotensicher gelingsicher bezeichnet werden darf.

Für zwei Personen als Hauptgericht benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 Stengel Zitronengras

600 ml Hühner- oder Gemüsebrühe

400 ml Kokosmilch

4-6 Kaffirlimettenblätter

7-10 Scheiben Galgantwurzel

1 Schalotte, geschält und in Ringe geschnitten

200 gr rohe Bio-Garnelen (ohne Kopf aber mit Schale)1,5 TL rote Currypaste

4 Pilze (z.B. braune Champignons)

6-8 Babymaiskölbchen

Korianderblätter

einge Spritzer Limettensaft

Salz

Fischsauce

1 TL Palmzucker

Die Zubereitung geht so fix, dass man die Suppe auch abends noch nach der Arbeit kochen kann:

Garnelen falls nötig entdarmen und soweit pellen, dass nur noch das “Schwänzchen” hinten dranbleibt. Von den Zitronengrasstengeln trockene Teile abschneiden und das dicke Ende platt klopfen oder einritzen. Babymaiskölbchen mit heißem Wasser überbrühen und 1-2 Minuten ziehen lassen. Korianderblätter waschen und von den Stengeln zupfen.

Jetzt in einem ausreichend großen Topf die Brühe und die Kokosmilch aufkochen lassen. Schalotte, eine Prise Salz, Palmzucker, das Zitronengras, die Galgantscheiben und die Kaffirlimettenlätter bei reduzierter Hitze etwa 10 min köcheln lassen. Jetzt die Currypasste gut in der Suppe auflösen. Jetzt die Maiskölbchen und die Garnelen hinzugeben. Wenn die Garnelen schön rosig sind, Pilze in die Suppe geben und mit Fischsauce, Limettensaft und ggf. noch etwas Zucker abschmecken.

Die Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den Korianderblättern garniert servieren.

Achtung! Die Suppe wird zwar mit allem serviert. Galgant, Zitronengras und Kaffirlimettenblätter kann man aber nicht mitessen!

Ein herrlich scharfes und exotisches Süppchen, das wie gemacht ist für kalte Wintertage…

 

 

 

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“Meine Suppe ess’ ich nicht! Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!” Man, was hat mich der Suppenkaspar im “Struwwelpeter” genervt als Kind. Andere Figuren fand ich ja ziemlich spannend: Der fliegende Robert mit seinem Schirm (würde das auch bei mir klappen?), die zündelnde Pauline mit ihren Kätzchen (“Miau-Mioh, Miau-Mioh”) …

Auch das Daumenabschneiden fand ich dermaßen grotesk übertrieben, dass mir – ganz Kind der späten 70er – der autoritäre Erziehungsansatz des Frankfurter Arztes und Struwwelpeter-Autors Heinrich Hoffmann keine Angst machte. Eher fand ich die Mutter ein bissl strange: “Konrad, sagt die Frau Mama, ich geh’ aus und Du bleibst da!” Wie ist’n die drauf?

Gekippel auf dem Stuhl wie beim Zappelphilipp war eine zeitlang Volkssport bei meiner Schwester und mir. Fingernägel- und Haareschneiden fand ich sowieso doof. (Unser Dorffriseur Herr Kuhn hatte jedenfalls das kratzigste Kreppband für den Hals, das man sich vorstellen kann.) Volle Sympathie also für den Struwwelpeter!!

Später im Studium der Kinder- und Jugendbuchforschung (Wer hat da gerade “Orchideen” gesagt??) waren dann der Struwwelpeter und seine Adaptionen, die so genannten Struwwelpetriaden, immer wieder Thema. Ein Besuch im Frankfurter Struwwelpeter-Museum kann ich noch heute jedem empfehlen.

Einzig den Suppenkaspar fand ich immer schon komisch. Was hat der gegen Suppe? (Null Toleranz übrigens gegenüber Leuten, die von sich selbst sagen: “Ich bin ein richtiger Suppenkaspar!”. Leute, der Suppenkaspar mochte Suppe NICHT. Himmel!)H Hoffmann Struwwel 18

(Heinrich Hoffmann [Public domain], via Wikimedia Commons)

Ich jedenfalls war immer schon Suppenfan. Ob als Gemüsecremesuppe, klarer Erbensuppe mit Eierschwämmchen oder Linsensuppe mit Frankfurter Würstchen – in Suppenform nahm ich sogar Sachen zu mir, die ich sonst nie im Leben gegessen hätte (Außer Rosenkohl! Das bleibt bis heute so!).

Deswegen freue ich mich auch immer aus Suppen-Neuentdeckungen from all over the world. Denn Suppen gibt’s in fast jeder Kultur: Auf’s Feuer stellen, aus wenig viel machen, Resteverwertung, schmackhaft, mit Wasser strecken und noch ein paar Mäuler mehr füttern… Perfekt in allen Epochen, in allen Ecken der Welt. 

Für Zorras jährlichen Adventskalender, an dem ich die Freude habe teilnehmen zu dürfen, habe ich Euch einen orientalischen Eintopf ausgesucht, der sich fast von selbst macht, während Ihr Päckchen schnürt, den Tannenbaum schmückt oder letzte Geschenke sucht. Apropos Geschenke: Bei Zorra gibt es heuer jede Menge Geschenke zu gewinnen. Unbedingt reinschauen und mitmachen! Das lohnt sich echt!

Außerdem sorgen jede Menge herrliche Gewürze dafür, dass ordentlich aufgeräumt wird im Magen. Bei all dem fetten Essen im Advent nicht zu verachten!

Darf ich vorstellen: Harira, ein nordafrikanischer Lammeintopf mit Kichererbsen und Koriander.

Harira

Harira ist im Ramadan häufig das Erste, was Gläubige seit dem Sonnenaufgang zu sich nehmen. Kein Wunder also, dass der Eintopf ein richtiger Sattmacher ist. Aufwärmen und Einfrieren ist auch kein Problem. Die perfekte Suppe also für stressige Zeiten!

Ich habe aus den verschiedensten Harira-Rezepten und eigenen Vorlieben die für uns schmackhafteste Zusammenstellung gefunden. Ihr könnt aber natürlich variieren und beispielsweise Lamm durch Rind ersetzen, weniger Schärfe reingeben oder Koriander weglassen etc.

“Unsere” Zutaten für 4 Personen:

400 gr aus der Lammschulter, in mundgerechte Stücke geschnitten

2 Zwiebeln, fein gehackt

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

600 ml Rinderfond

800 gr Kichererbsen aus der Dose (getrocknete sonst am Abend vorher einweichen!)

2 EL Olivenöl

1 EL Harissa (scharfe Paprikawürzpaste, die es u.a. in türkischen Supermärkten gibt)

1 EL Pul Biber (getrocknete scharfe Paprikaflocken, ebenfalls in türkischen Läden erhältlich. Alternativ 1 TL  Cayennepfeffer)

1 TL Ingwer, fein gehackt oder gerieben

1 EL brauner Zucker

1/2 TL Garam Masala (Alternativ: Ras el Hanout oder notfalls weglassen)

2 TL Cumin (Kreuzkümmel, gemahlen)

2 TL Paprikapulver edelsüß

1/2 TL gemahlene Nelken

1 Lorbeerblatt

2 EL Tomatenmark

ca 700 gr stückige Tomaten aus der Dose

Salz, Pfeffer

Pro Person 1 EL schwarze Oliven ohne Stein, gehackt

Korianderbläter, fein gehackt, zum Garnieren

Joghurt, zum Garnieren

So geht’s:

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Tomatenmark darin anrösten. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer glasig andünsten. Dann Lammstücke portionsweise scharf anbraten und komplett in den Topf geben. Alle Gewürze, Lorbeerblatt und den Zucker zugeben, mit dem Fleisch und den Zwiebeln vermischen, bis es richtig heftig duftet in der Küche!

Rinderfond zugießen, umrühren und zum Kochen bringen. Kichererbsen und die Tomaten hineingeben, umrühren und alles zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 90 Minuten köcheln lassen. Zwischendrin immer mal umrühren, Duft einatmen und prüfen, ob das Fleisch schon zart ist. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die fertige Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den gehackten Oliven, einem Klecks Joghurt und den gehackten Korianderblättern servieren. Dazu passt natürlich herrlich türkisches Fladenbrot und – weniger authentisch – ein eiskaltes Bier!

Ich wünsche Euch und Euren Lieben eine friedliche Vorweihnachtszeit, kuschelige Feiertage und einen guten Rutsch in ein glückliches 2013.

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Vietnam muss ein Königreich für Suppen-Fans sein! Wir können jedenfalls kaum erwarten, einmal dorthin zu reisen, so begeistert sind wir von den Suppen, die wir bisher in unserem Lieblingsrestaurant “Jasmin” gegessen oder selber zubereitet haben. Eine großartige Rezept-Quelle ist übrigens das bereits häufig an dieser Stelle empfohlene GU-Kochbuch “Vietnam: Küche und Kultur”.

Eine interessante Suppenvariante ist Chao Bap Voi Tom Thit, eine Suppe mit Mais und Shrimps, die sehr schnell zubereitet werden kann (in weniger als einer halben Stunde!), voller Aromen steckt und richtig satt macht.

Wir haben zusätzlich zum Rezept noch etwas Schärfe und Säure hinzugegeben, weil der Mais die Suppe doch recht süß macht. Die Ergänzungen habe ich in der Zutatenliste kursiv hervorgehoben.

Zutaten für zwei große Suppenschalen als Hauptgericht:

1 l Hühnerbrühe

1 Dose Maiskörner (etwa 200gr, abgetropft)

200 gr geschälte, entdarmte Shrimps

4 Frühlingszwiebeln

1/2 Bund Koriander

Salz, Pfeffer

2 Eier (M oder L)

1-2 EL Limettensaft

1 TL Chilisauce

So geht’s:

Brühe in einem Topf zum Kochen bringen. Die Hälfte der Maiskörner hinzugeben und pürieren. Einige Minuten köcheln lassen. Korianderblätter hacken. Frühlingszwiebeln waschen und fein hacken. Die zweite Hälfte der Maiskörner, Shrimps und Zwiebeln in die Suppe geben und alles erhitzen. Salzen und pfeffern. Chilisauce unterrühren. 2 Eier verkleppern und unter Rühren vorsichtig in die Suppe laufen lassen. Mit dem Limettensaft abschmecken, in einer Schale anrichten und mit Koriandergrün garniert servieren.

Wer keine Chilisauce oder Chiliöl zu Hause hat, schneidet Vogelaugenchilis in hauchfeine Streifen. Aber Vorsicht! Das Zeug hat’s in sich.

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Ich könnte momentan meinen Kopf in frische Kräuter stecken. Jedesmal, wenn der Winter endlich, endlich vorbei ist, lechtzt alles in mir nach G-R-Ü-N. Vor allem in unsere eigenen Kräuter bin ich derzeit sehr verliebt (wir haben sie wegen der kalten Nächte in den kleinen Wintergarten geholt):

Rechts unten im Bild seht Ihr den Sauerampfer, der natürlich eine Hauptrolle in der Frankfurter Grie Soß spielt. Der kleine Kerl wächst und wächst und wächst. So oft können wir gar keine Grüne Soße machen… Außerdem ist Sauerampfer sehr gesund. Das wussten schon die Seefahrer, die ihn gegen Skorbut eingesetzt haben. Heute weiß man, dass er viel Vitamin C enthält. Perfekt also, um nach langen, zähen Wintern wieder ein bisschen fit zu werden. Deshalb hatte ich die Idee, ein Süppchen daraus zu machen. Um die gesunden Eigenschaften zu erhalten, sollte die Suppe sollte das Kraut nicht zu lange kochen. Das ist beim Sauerampfer aber kein Problem, da man ihn auch roh essen kann. Inspiration für eine herzhafte Einlage, nämlich Nordseekrabben und hartgekochtes Ei, fand ich bei Eatsmarter. Damit wird die Suppe gleich zur leichten Abendmahlzeit.

Für 2 Portionen benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 hartgekochtes Ei

Eine große Handvoll Sauerampfer (bekommt man derzeit auch schon auf dem Wochenmarkt. Testet aber mal, ob er zu sauer ist. Notfalls einen Teil mit jungem Spinat ersetzen. Wer ihn wild pflückt, sollte ihn auf nicht zu heftig gedüngten oder gar gespritzten Wiesen sammeln.)

1 kl Kartoffel (geschält und gewürfelt)

1 kl Zwiebel (gehackt)

400 ml Weißwein

200 ml Gemüsebrühe

1 EL Créme Fraiche oder etwas Sahne

Salz, frischgemahlener schwarzer Pfeffer

etwas Pflanzenöl

100 gr Nordseekrabben

So geht’s:

Zwiebel- und Kartoffelwürfel in etwas Öl kurz andünsten. Wein und Brühe zugießen und aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Währendessen den Sauerampfer waschen, trocknen und grob hacken und in den Topf geben. Die Hitze der Suppe reduzieren und alles mit dem Pürierstab pürieren. Créme fraiche unterheben und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe in Schälchen füllen und die Nordseekrabben, sowie das gehackte harte Ei hinzugeben. Fertig!

Durch die Kartoffel und die Créme Fraiche ist die Suppe schön sämig. Mit Krabben und Ei macht sie sogar richtig satt (Vegetarier können Croutons verwenden). Wir brauchten kein Brot dazu. Trotzdem ist sie durch die Säure des Sauerampfers frisch und leicht. Da der Sauerampfer so ein altbewährtes Heilmittel ist und bei aller Unscheinbarkeit ein feines Kraut, ist mein Süppchen der Beitrag für das Geburtstags-Blogevent von Shermin’s Magischem Kessel. Herzlichen Blog-Geburtstag, meine Liebe!

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Man könnte meinen, uns seien die Zähne ausgefallen, bei all den Dips und Suppen, die es zuletzt im Blog gab. Aber wenn man fröstelig auf der Couch sitzt, weil es draußen kalt ist, man kränkelt oder gerade eine Doku über Ernest Shackleton und die Odyssee der “Endurance” schaut, ist so eine heiße Suppe ja auch was Feines, oder etwa nicht?

Tom Yam Kung ist ein Klassiker der Thai-Küche und braucht frischeste Zutaten. Wenn Ihr also einen gutsortierten Asia-Laden um die Ecke habt, solltet Ihr diesen Lebensgeister-Wecker unbedingt mal ausprobieren!

Für 2 Personen benötigt Ihr folgende Zutaten:

200 gr rohe Garnelen

1 EL Öl

3 Stängel Zitronengras

3 Scheiben Galgant (Ingwer ist leider keine tolle Alternative)

0,5 l Hühnerbrühe (wenn möglich hausgemacht – für mehr Aroma)

0,5 l Wasser (wenn Ihr Instant-Hühnerbrühe nehmt, sollte das Verhältnis Brühe : Wasser besser 2:1 sein)

2 Vogelaugenchilies (oder mehr, wenn Ihr tapfer seid. 2 sind aber schon ausreichend für Feuer unterm A***)

5 Kaffirlimettenblätter

2 EL Fischsauce

1/2 TL Garnelenpaste

70 gr braune Champignons (besser: Strohpilze, die aber schwer zu bekommen sind)

2 Frühlingszwiebeln

3 EL Limonensaft

Koriander zum Garnieren

Und so geht’s:

Die Vorbereitungen gehen eigentlich recht flott: Dünne Haushaltshandschuhe anziehen, um die Vogelaugenchilies zu entkernen und in feinste Scheiben zu schneiden. (Wer es nicht ganz so scharf mag, klopft die Schoten einfach platt und schmeißt sie so in die Suppe.) Handschuhe ausziehen und sich zwischendrin bitte nicht an irgendwelche empfindlichen Stellen fassen! Vom Zitronengras das dicke weiße Ende verwenden und platt klopfen. Kaffirlimettenblätter in Stücke zupfen. Champignons vierteln, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.

In einem Topf (oder Wok) zwei Stängel Zitronengras, Galgant, die Brühe und das Wasser sowie die Garnelenpaste geben und etwa 10 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Durch ein Sieb seihen und wieder zurück in den Topf geben. Den übrigen Stängel Zitronengras ganz fein schneiden und in die Brühe geben. Ebenfalls Chilis, Limettenblätter, Fischsauce, Pilze und Frühlingszwiebeln hinzugeben. 2 Minuten köcheln lassen. Garnelen hinzufügen, bis sie gar und rosa sind. Vom Herd nehmen, in Suppenschalen füllen und den Limonensaft hinzugeben. Mit Korianderblättern garnieren und servieren.

PS: Dass ich das Blog demnächst in “German Suppenküche” umbenenne, ist übrigens nur ein Gerücht! ;-)

Weil diese Suppe in gut 20 Minuten fertig ist, wenn man beim Schnippeln auf Warp-Geschwindigkeit stellt, ist sie mein Februar-Beitrag zum Blog-Dauer-Event Cucina Rapida von Mankannsessen.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


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Obwohl der Winter 2011/12 deutlich milder ist als seine Vorgänger und wir im Rheingau auch nicht mit ganz so viel Schnee konfrontiert werden wie in unserer Münchner Dekade, frieren wir derzeit wie die Schneider. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass wir vor einer Woche noch bei 32 Grad am Strand von Kerala lagen und uns zwei Tage davor in Udaipur den ersten (leichten) Sonnenbrand des Jahres geholt haben.

Was gegen Kälte (gefühlte oder echte) immer hilft, ist eine heiße Suppe! Das haben wir auch in Rajasthan gemerkt, wo die Nächte – hier merkt man schon das Wüstenklima! – verdammt kalt sein können. Ein scharfes Daal oder eine heiße chinesische (!) Hühnerbrühe haben uns da oft gute Dienste geleistet. Zurück in heimischen Gefilden ist es dann aber doch eine Gulaschsuppe geworden:

Für 2 Personen (mit Rest für den nächsten Tag!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 300 gr Rindfleisch aus Keule oder Schulter

2 mittelgroße Zwiebeln

3 mittelgroße festkochende Kartoffeln (evtl noch 1/2 Kartoffel zum Binden der Suppe)

1 rote Paprikaschote

1 EL Tomatenmark

1 EL Paprikapulver (rosenscharf)

1 EL Weißweinessig

1 Liter Rinderbrühe

1 TL Kümmel

Abrieb einer Zitrone (unbehandelt)

1 große Knoblauchzehe

2 Zweige Majoran

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Chilipulver

einige Blätter Petersilie und einen Löffel Joghurt zum Garnieren

Salz, Pfeffer

Butterschmalz zum Anbraten

So geht’s:

3 Kartoffeln schälen und würfeln. Paprika putzen, entkernen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Majoran hacken. Rindfleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden. Fleisch im Butterschmalz von allen Seiten anbraten. Zwiebeln dazugeben und ebenfalls anbraten. Tomatenmark, Chili- und Paprikapulver darübergeben und kurz mit anrösten. Mit dem Fond ablöschen und zum Köcheln bringen. Essig sowie Kümmel, Zitronenabrieb, Lorbeerblätter, Knoblauch und Majoran dazugeben. Jetzt alles etwa 45 min zugedeckt leicht köcheln lassen.

Danach die Kartoffeln dazugeben und etwa 10 Minuten (bzw. bis die Würfel gar sind) mitköcheln lassen. Zuletzt die Paprika hinzugeben und mindestens 5 Minuten mitkochen. Mit Salz und Pfeffer, ggf. noch etwas Chilipulver, abschmecken.

Falls die Suppe zu wässrig ist, die 1/2 rohe Kartoffel zum Binden an die Suppe reiben.

Mit gehackter Petersilie und einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt dunkles Brot vom Vortag besonders gut – und ein kühles Bier!

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Ich liebe das Frankfurter Bahnhofsviertel. Nein, ICH LIEBE DAS FRANKFURTER BAHNHOFSVIERTEL! (Wem’s nur um’s Essen geht, muss bitte ein bisschen runter scrollen)

Ich mag den Mix aus leicht verwitterten Altbauten und Hochglanzfassaden:

Diesen Mix aus Bankern und Junkies, Starbucks und Dönerläden, Jugendherbergen und Designhotels, reich und arm.

Wo sonst wird man angequatscht und um “‘n bisschen Kleingeld für’s Frettchen!” gebeten. Ein Blick auf das Ding, das am anderen Ende der Leine hängt, erklärt die kuriose Bitte…

Was mir weniger gefällt, ist die auch hier galoppierende Gentrifizierung. So viele Jung-Dynamiker auf teuren Bikes und mit wehenden Sakko-Schößen, die auf dem Gepäckträger ihren Bio-Einkauf nach Hause radeln, hat man vor 5 Jahren hier noch nicht gesehen. Zwischen den abgebröselten Fassaden findet man auch mehr und mehr kernsanierte Super-Altbauten, deren gut getuchte Wohnklientel man schon daran erkennt, dass keine Satellitenschüsseln mehr an der Hauswand hängen und keine Wäsche vorm Fenster zum Trocknen aufgehängt ist.

Ich bin da immer sehr gespalten: Mit den Erfahrungen aus München, wo kaum noch ein Viertel verschont bleibt vor Investoren und darauffolgenden Mieterhöhungen, stehe ich der Erschließung “ärmlicher” Stadtteile durch das so genannte Bionade-Biedermeier skeptisch gegenüber. Andererseits: Kann ein Viertel nicht auch profitieren von frischem Wind, kaufkräftiger Klientel und neuen Gesichtern? Wird eine Gegend wie das Bahnhofsviertel nicht lebendiger, familienfreundlicher, bunter? Ich bezweifle es, ehrlich gesagt. Denn häufig sorgt der Zuzug der Besserverdienenden schlicht für höhere Preise, die sich das angestammte Publikum nicht mehr leisten kann und wegziehen muss. Die Viertel werden somit gleichförmig, eintönig und austauschbar. Der ursprüngliche Charme, der ursprünglich mal der Grund war, warum man so gerne z.B. nach Berlin Friedrichshain, Frankfurter Nordend oder München Sendling gezogen ist, geht häufig verloren.

Dabei war das Bahnhofsviertel schon bunt, lange bevor die Boogaboo-Kinderwagen kamen: Hier gab es Sex und Drogen, Multikulti, Stoff- (höhö) und Pelzhändler, Freimaurer und die Nitribitt – und, ja, auch Kriminalität und jede Menge sozialer Probleme. Ich bin ja kein Sozialromantiker. Eben alles, was eine Stadt ausmacht – nur auf engstem Raum.

(Eine ZDF-Dokureihe über die Menschen im Bahnhofsviertel gibt sehr liebevolle aber nicht romantisierende Einblicke. Und eine spannende ARD-Reportage hat mal die Geschichte der Kaiserstraße als Verbindung zwischen Bankenviertel und Hauptbahnhof aufgezeichnet. Selten habe ich gebannter vorm TV gesessen…)

Was ich am ursprünglichen Bahnhofsviertel so liebe, zeigt vielleicht diese itsy-bitsy Episode:

Auf Parkplatzsuche nach Feierabend, um meine Freundin M. im China-Restaurant “Jade” (ja, kommt gleich!) zu treffen, hat es mich in den etwas schäbigeren, schmuddeligeren Teil der Moselstraße verschlagen. Einzig freier Parkplatz: Direkt vor dem Eingang einer neonbeleuchteten Peep Show. Super! Nach unserem Abendessen (bitte noch etwas Geduld, es ist gleich soweit) und auf dem Weg zum Wagen, habe ich gesehen, dass sich ein Fahrer schwer tat, in die kleine Lücke hinter meinem Auto zu kommen. Gleich zwei etwas halbseiden wirkende Koberer halfen ihm durch Handzeichen und viel Tam-Tam.  Ich also schnell hin: “Moment, ich fahr’ doch eh weg, dann habt ihr’s leichter!”. Die drei schweren Jungs: beeindruckt und scheinbar nicht gewohnt, dass eine Frau aus einem offensichtlich anderen Gewerbe nicht einfach nur mit gesenktem Blick vorbei geht, sondern Hilfe anbietet. Zum Lohn wurde ich jetzt meinerseits mit viel Gestikuliere und Galanterie aus der Parklücke gewunken, der durchfahrende Verkehr theatralisch zurückgehalten, um mich rauszulassen. Und für einen Plausch reichte es auch noch. Koberer: “Kommst aus Minga?” (das Nummernschild entlarvt mich derzeit noch) Ich: “Jo, scho!” Darauf folgte ein netter Plausch über woher und wohin, wo gewohnt und warum weggezogen, München vs. Frankfurt - alles, während das Nachtleben im Rotlichtviertel weiterlief. Zum Abschied noch ein hinterher gewunkenes: “Komm gut heim!”, begleitet von einem “Gebt’s a Ruh!” zu den hupenden Wagen hinter mir.

Ich hoffe sehr, dass auch dieser weniger vorzeigbare und nicht in das Bankfurt-Image der Stadt passende Teil des Bahnhofsviertels nicht schon bald Tagescafés, Designer-Kinder-Boutiquen und Elektro-Bike-Shops weichen muss. Frankfurt wäre um mindestens eine Facette ärmer…

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He, das musste mal raus! Und wer jetzt neugierig geworden ist, der geht einfach selber mal hin. Gucken und staunen. Und setzt sich bei schönem Wetter auf die langen und wackligen, bunt gedeckten Tische (mit Kleenex-Box statt Servietten) aufm Bürgersteig vor das “Jade (Magic Wok)” (Moselstraße 25):

Nicht zu verwechseln mit dem Laden gegenüber, der dummerweise AUCH “Jade (Asian Food)” heißt:

Zu viel Kreativität bei der Namensfindung kann man den Betreibern jedenfalls nicht vorwerfen. Also: Das grüne Schild führt Euch aber zum RICHTIGEN Lokal.

Hier dann bitte auch die richtige Karte bestellen. Nicht das in Plastik gebundene Touristen-Teil, sondern einfach nach der “anderen Karte” fragen. Oder der “chinesischen Karte“. Die ist hellblau und aus dicker Pappe. Und darin befinden sich laut meiner Freundin M., der Weltreisenden, ECHTE chinesische Gerichte, die so schmecken wie in China oder zumindest in Chinatown in San Francisco. Dazu ordert man Jasmin Tee oder den herrlich erfrischenden hausgemachten Ice Tea.

Am besten verschiedenste Gerichte aussuchen und miteinander teilen. Hier kann man dann noch mal entscheiden zwischen kleineren und größeren Portionen. Je nachdem, ob einer alleine oder mehrere mitessen möchten. Wir hatten

Seetang-Suppe mit Tintenfischbällchen und Wan-Tans. Dampfend, würzig, fischig, unfassbar gut. Ein echter Gesundbrunnen. Außerdem:

Wasserspinat mit frittiertem Knoblauch, Chili und Bohnensauce. Knackig, frisch, wahnsinnig aromatisch.

Frittierte Tintenfisch-Tulpen mit Szechuan-Pfeffer und Chili. So knusprig (außen) und wunderbar zart (innen). Eines der leckersten Gerichte, das ich je gegessen habe. Ich bin süchtig!

Danach kommt auf Kosten des Hauses noch ein kleiner Nachtisch und etwas Obst. Trotzdem wollten wir noch nicht gehen. Es war warm, wir konnten Leute gucken und alte Geschichten austauschen, neue erzählen und über den Wandel des Viertels philosophieren, in dem wir damals gemeinsam bei meinem “ersten Inder” waren, als es noch anders aussah links und rechts der Kaiserstraße.

Und so viel Philosophie macht hungrig. Wer ständig Essensgerüche von den Nachbartischen in der Nase hat, bestellt sich halt nach dem Nachtisch noch einen Teller gebratene Nudeln mit Sea Food und verlässt satt, glücklich und mit einem wunderbar warmen “homecoming”-Gefühl das “Jade”. (Beim nächsten Mal folge ich noch mal M.s Tipp und probiere den chinesischen gedämpften Fisch, der zum Tagespreis frisch auf den Tisch kommt!)

Ach ja, für all das Essen und Trinken haben wir an dem Abend insgesamt etwa 45 Euro bezahlt. Wer weiß, wie lange man solche Perlen noch findet im heiß geliebten Bahnhofsviertel?

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Auch wenn ich der galoppierenden Übervermarktung von TV-Köchen kritisch gegenüberstehe und Jamie Oliver immer auf mich wirkt, als wäre er vom Bett direkt in die Küche gegangen (ohne Umweg über’s Bad), finde ich seine Rezepte doch meist sehr ansprechend und seine Kochweise irgendwie pragmatisch-sympathisch.

Deshalb habe ich auch nicht gezögert, als ich auf der Suche nach einem schnellen, spicy Essen auf das Rezept South Indian Rice and Seafood Soup  (englisch) auf der Jamie-Oliver-Website gestoßen bin.

Ich habe mich sogar ziemlich an’s Rezept gehalten und nur das Wasser sowie die Hälfte der Kokosmilch durch Gemüsebrühe ersetzt – sonst wäre es mir etwas zu ölig geworden. Als fischige Einlage gab’s Kabeljau und Shrimps, was wirklich toll geschmeckt hat. Beim nächsten Mal versuche ich, Krebsfleisch zu finden. Das gibt dann sicher noch mehr Aroma.

Die Suppe ist eigentlich eher ein breiiger Eintopf und macht richtig satt. Reste können auch am nächsten Tag noch gegessen werden – dann aber ruhig etwas Wasser oder Brühe unterrühren.

Ein Rezept, das ich unbedingt wieder machen werde! Zumal die Zubereitungszeit von rund 45 Minuten auch abends noch mal drinhängt…

Seid Ihr alle Jamie-Fans? Oder steht Ihr der 360°-Vermarktung auch etwas skeptisch gegenüber?

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