Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Wasserspinat’

Noch mal “Stylish Thai in Minutes” noch mal Wasserspinat. Den hatten wir nämlich noch übrig vom Ba Mee Pad Prik Gaeng.

Deshalb haben wir den auch reingeschmuggelt in das Gueyteow Pad Nua. Und es hat herrlich geschmeckt!

Thai

Die Zubereitung geht wie immer blitzschnell. Das in feine Streifen geschnittene Rind, der nur leicht “spinatige” Wasserspinat und die Chilis machen aus dem Gericht eine richtig runde Sache, die ein gesundes, sehr leckeres After-Work-Essen ergibt.

Zutaten für 2 Personen (leicht adaptiert):

150 gr mageres Rindfleisch, z.B. Hüftsteak

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste

einige Stengel Wasserspinat, in ca. 2 cm große Stücke gehackt (Im Originalrezept: Sellerie)

2 TL neutrales Pflanzenöl, z.B. Rapsöl

1 große getrocknete Chilischote, gehackt (oder 1 Vogelaugenchili)

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

1 TL Fisch-Sauce

1 TL Helle Sojasauce

eine Prise Zucker

1 Ei

ca. 100 gr chinesische Eiernudeln (aus dem Asialaden)

So geht’s:

Die Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten und beiseite stellen.

Öl im Wok erhitzen. Ingwer-Knoblauch-Paste anbraten. Chili hinzugeben und rühren. Fleisch darin scharf anbraten und rühren, bis es gar ist.

Ei in den Wok geben und sofort schnell unterrühren. Zwiebel hinzugeben, rühren. Fisch- und Sojasauce sowie den Zucker in den Wok geben, rühren. Nudeln in den Wok geben, unterheben und etwa 1 Minute erhitzen. Wasserspinat unterheben.

Alles in einer Schale anrichten und servieren.

Die Thaiküche haut uns immer wieder um. Schnell, gesund, aromatisch – darüber freuen sich besonders Berufstätige!

Read Full Post »

Was macht man an einem total verregneten Samstag in Birmingham? Genau: Erst Pub-Hopping mit der großen Schwester und anschließend Extreme-Book-Shopping im Lieblingsbuchladen Waterstones. Dort dann dem bEdW ein neues Thai-Kochbuch ergattern: Stylish Thai in Minutes. Das klingt doch vielversprechend für spätes After-Work-Kochen, oder?

Am Dienstag war es mal wieder schon spät, als überhaupt an die Essenszubereitung zu denken war. Da kommt ein Rezept mit der Angabe “Preparation Time: 3 minutes Cooking Time: 5 minutes” gerade recht. Ba Mee Pad Prik Gaeng klang jedenfalls genau richtig für ein schnelles, leichtes, scharfes Abendessen für hungrige Thai-Liebhaber wie uns!

Allerdings haben wir einige kleine Änderungen am Rezept vorgenommen. Die Originalangaben findet Ihr kursiv in Klammern.

Ihr braucht für 2 hungrige Esser folgende Zutaten:

150 gr Hühnerfleisch, in mundgerechte Stücke geschnitten

2 EL neutrales Pflanzenöl

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (statt 2 kleingehackten Knoblauchzehen)

1 EL rote Currypaste

1 Nest Eiernudeln (gibt es “fast-cooking” im Asialaden. Die Menge hängt von Eurem Hunger ab)

1 EL Helle Sojasauce

1 EL Dunkle Sojasauce

(1 TL Zucker)

1 Karotte, geschält und gestiftelt

50 gr Bohnensprossen

100 gr Wasserspinat mit Stielen, gehackt  (heißt auch Morning Glory, gibt es im Asialaden. Im Original 50 gr Broccoliröschen)

Korianderblätter zum Garnieren

Zubereitung:

Nudeln je nach Packungsangabe garen, abtropfen und zur Seite stellen (dauert etwa 3 min bei herkömmlichen Eiernudeln aus dem Asialaden).

Öl in Pfanne oder Wok erhitzen.

Ingwer-Knoblauchpaste sowie die Rote Currypaste zugeben und unter Rühren anbraten. Karotten in den Wok geben und rührend braten. Hühnchen und alle weiteren Zutaten, also restliches Gemüse, Nudeln und Sojasauce (aber ohne Koriander), in den Wok geben und alles unter Rühren braten.

Auf Tellern anrichten und mit Koriander garnieren.

Fertig!

3 Minuten für die Vorbereitung finde ich etwas arg knapp bemessen. Aber wenn man das Gemüse gestiftelt hat, geht wirklich alles sehr schnell. Ein phantastisch scharf-knackiges und leichtes Asia-Essen für hungrige Berufstätige, die keine Lust auf große Kocherei am Abend aber Lust auf gesundes Selbstgemachtes haben.

Kochen muss wirklich nicht aufwendig sein. Und aus “Stylish Thai in Minutes” kochen wir jetzt sicher regelmäßig.

 

 

 

Read Full Post »

Ich liebe das Frankfurter Bahnhofsviertel. Nein, ICH LIEBE DAS FRANKFURTER BAHNHOFSVIERTEL! (Wem’s nur um’s Essen geht, muss bitte ein bisschen runter scrollen)

Ich mag den Mix aus leicht verwitterten Altbauten und Hochglanzfassaden:

Diesen Mix aus Bankern und Junkies, Starbucks und Dönerläden, Jugendherbergen und Designhotels, reich und arm.

Wo sonst wird man angequatscht und um “‘n bisschen Kleingeld für’s Frettchen!” gebeten. Ein Blick auf das Ding, das am anderen Ende der Leine hängt, erklärt die kuriose Bitte…

Was mir weniger gefällt, ist die auch hier galoppierende Gentrifizierung. So viele Jung-Dynamiker auf teuren Bikes und mit wehenden Sakko-Schößen, die auf dem Gepäckträger ihren Bio-Einkauf nach Hause radeln, hat man vor 5 Jahren hier noch nicht gesehen. Zwischen den abgebröselten Fassaden findet man auch mehr und mehr kernsanierte Super-Altbauten, deren gut getuchte Wohnklientel man schon daran erkennt, dass keine Satellitenschüsseln mehr an der Hauswand hängen und keine Wäsche vorm Fenster zum Trocknen aufgehängt ist.

Ich bin da immer sehr gespalten: Mit den Erfahrungen aus München, wo kaum noch ein Viertel verschont bleibt vor Investoren und darauffolgenden Mieterhöhungen, stehe ich der Erschließung “ärmlicher” Stadtteile durch das so genannte Bionade-Biedermeier skeptisch gegenüber. Andererseits: Kann ein Viertel nicht auch profitieren von frischem Wind, kaufkräftiger Klientel und neuen Gesichtern? Wird eine Gegend wie das Bahnhofsviertel nicht lebendiger, familienfreundlicher, bunter? Ich bezweifle es, ehrlich gesagt. Denn häufig sorgt der Zuzug der Besserverdienenden schlicht für höhere Preise, die sich das angestammte Publikum nicht mehr leisten kann und wegziehen muss. Die Viertel werden somit gleichförmig, eintönig und austauschbar. Der ursprüngliche Charme, der ursprünglich mal der Grund war, warum man so gerne z.B. nach Berlin Friedrichshain, Frankfurter Nordend oder München Sendling gezogen ist, geht häufig verloren.

Dabei war das Bahnhofsviertel schon bunt, lange bevor die Boogaboo-Kinderwagen kamen: Hier gab es Sex und Drogen, Multikulti, Stoff- (höhö) und Pelzhändler, Freimaurer und die Nitribitt – und, ja, auch Kriminalität und jede Menge sozialer Probleme. Ich bin ja kein Sozialromantiker. Eben alles, was eine Stadt ausmacht – nur auf engstem Raum.

(Eine ZDF-Dokureihe über die Menschen im Bahnhofsviertel gibt sehr liebevolle aber nicht romantisierende Einblicke. Und eine spannende ARD-Reportage hat mal die Geschichte der Kaiserstraße als Verbindung zwischen Bankenviertel und Hauptbahnhof aufgezeichnet. Selten habe ich gebannter vorm TV gesessen…)

Was ich am ursprünglichen Bahnhofsviertel so liebe, zeigt vielleicht diese itsy-bitsy Episode:

Auf Parkplatzsuche nach Feierabend, um meine Freundin M. im China-Restaurant “Jade” (ja, kommt gleich!) zu treffen, hat es mich in den etwas schäbigeren, schmuddeligeren Teil der Moselstraße verschlagen. Einzig freier Parkplatz: Direkt vor dem Eingang einer neonbeleuchteten Peep Show. Super! Nach unserem Abendessen (bitte noch etwas Geduld, es ist gleich soweit) und auf dem Weg zum Wagen, habe ich gesehen, dass sich ein Fahrer schwer tat, in die kleine Lücke hinter meinem Auto zu kommen. Gleich zwei etwas halbseiden wirkende Koberer halfen ihm durch Handzeichen und viel Tam-Tam.  Ich also schnell hin: “Moment, ich fahr’ doch eh weg, dann habt ihr’s leichter!”. Die drei schweren Jungs: beeindruckt und scheinbar nicht gewohnt, dass eine Frau aus einem offensichtlich anderen Gewerbe nicht einfach nur mit gesenktem Blick vorbei geht, sondern Hilfe anbietet. Zum Lohn wurde ich jetzt meinerseits mit viel Gestikuliere und Galanterie aus der Parklücke gewunken, der durchfahrende Verkehr theatralisch zurückgehalten, um mich rauszulassen. Und für einen Plausch reichte es auch noch. Koberer: “Kommst aus Minga?” (das Nummernschild entlarvt mich derzeit noch) Ich: “Jo, scho!” Darauf folgte ein netter Plausch über woher und wohin, wo gewohnt und warum weggezogen, München vs. Frankfurt – alles, während das Nachtleben im Rotlichtviertel weiterlief. Zum Abschied noch ein hinterher gewunkenes: “Komm gut heim!”, begleitet von einem “Gebt’s a Ruh!” zu den hupenden Wagen hinter mir.

Ich hoffe sehr, dass auch dieser weniger vorzeigbare und nicht in das Bankfurt-Image der Stadt passende Teil des Bahnhofsviertels nicht schon bald Tagescafés, Designer-Kinder-Boutiquen und Elektro-Bike-Shops weichen muss. Frankfurt wäre um mindestens eine Facette ärmer…

***********

He, das musste mal raus! Und wer jetzt neugierig geworden ist, der geht einfach selber mal hin. Gucken und staunen. Und setzt sich bei schönem Wetter auf die langen und wackligen, bunt gedeckten Tische (mit Kleenex-Box statt Servietten) aufm Bürgersteig vor das “Jade (Magic Wok)” (Moselstraße 25):

Nicht zu verwechseln mit dem Laden gegenüber, der dummerweise AUCH “Jade (Asian Food)” heißt:

Zu viel Kreativität bei der Namensfindung kann man den Betreibern jedenfalls nicht vorwerfen. Also: Das grüne Schild führt Euch aber zum RICHTIGEN Lokal.

Hier dann bitte auch die richtige Karte bestellen. Nicht das in Plastik gebundene Touristen-Teil, sondern einfach nach der “anderen Karte” fragen. Oder der “chinesischen Karte“. Die ist hellblau und aus dicker Pappe. Und darin befinden sich laut meiner Freundin M., der Weltreisenden, ECHTE chinesische Gerichte, die so schmecken wie in China oder zumindest in Chinatown in San Francisco. Dazu ordert man Jasmin Tee oder den herrlich erfrischenden hausgemachten Ice Tea.

Am besten verschiedenste Gerichte aussuchen und miteinander teilen. Hier kann man dann noch mal entscheiden zwischen kleineren und größeren Portionen. Je nachdem, ob einer alleine oder mehrere mitessen möchten. Wir hatten

Seetang-Suppe mit Tintenfischbällchen und Wan-Tans. Dampfend, würzig, fischig, unfassbar gut. Ein echter Gesundbrunnen. Außerdem:

Wasserspinat mit frittiertem Knoblauch, Chili und Bohnensauce. Knackig, frisch, wahnsinnig aromatisch.

Frittierte Tintenfisch-Tulpen mit Szechuan-Pfeffer und Chili. So knusprig (außen) und wunderbar zart (innen). Eines der leckersten Gerichte, das ich je gegessen habe. Ich bin süchtig!

Danach kommt auf Kosten des Hauses noch ein kleiner Nachtisch und etwas Obst. Trotzdem wollten wir noch nicht gehen. Es war warm, wir konnten Leute gucken und alte Geschichten austauschen, neue erzählen und über den Wandel des Viertels philosophieren, in dem wir damals gemeinsam bei meinem “ersten Inder” waren, als es noch anders aussah links und rechts der Kaiserstraße.

Und so viel Philosophie macht hungrig. Wer ständig Essensgerüche von den Nachbartischen in der Nase hat, bestellt sich halt nach dem Nachtisch noch einen Teller gebratene Nudeln mit Sea Food und verlässt satt, glücklich und mit einem wunderbar warmen “homecoming”-Gefühl das “Jade”. (Beim nächsten Mal folge ich noch mal M.s Tipp und probiere den chinesischen gedämpften Fisch, der zum Tagespreis frisch auf den Tisch kommt!)

Ach ja, für all das Essen und Trinken haben wir an dem Abend insgesamt etwa 45 Euro bezahlt. Wer weiß, wie lange man solche Perlen noch findet im heiß geliebten Bahnhofsviertel?

Read Full Post »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 288 Followern an

%d Bloggern gefällt das: