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Posts Tagged ‘weinrallye’

Ich muss schnell machen. Keine Zeit für viele Worte. Fühle mich ein bisschen, wie das weiße Kaninchen bei “Alice im Wunderland“. Aber wenn das Motto der Weinrallye “Rosé” lautet, KANN ich einfach nicht zusehen, ohne nicht zumindest ein paar Empfehlungen abzugeben. Danke an Culinarypixel für’s Ausrichten der Weinrallye #77!

Denn:

weinwocheIII

Meine ganz frisch geweckte Liebe zu Südafrika und – natürlich! – seine Weine habe ich bei Anja schon mal hier beschreiben dürfen. Da findet Ihr auch gleich ein Foto vom Rosé “Rosebud” des Weinguts Gabrielskloof, den ich Euch ans Herz legen möchte. Hier der Beweis, dass er nicht nur auf südafrikanischen Terrassen, sondern auch auf den heimischen köstlich schmeckt.

Ein beschlagenes Glas kühlen Rosés, Abendsonne – das ist für mich Sommerglück!

Gabrielskloof

Der Rosebud von Gabrielskloof ist eine Cuvee aus Viognier und Shiraz – beides sehr typische Rebsorten im Walker Bay District. Schon die Farbe erinnert an Rosenknospen (daher der Name!). Aber auch die Nase ist blumig-fruchtig. Dabei ist er knackig, trocken und gut gekühlt auch mittags schon der perfekte Begleiter zu beispielsweise einem Hühnchensandwich, gegrilltem Fisch oder auch einem nicht überwürzten Steak. Ich hatte auf dem Weingut einen unfassbar guten Schweinenacken-Burger mit Senfmayonnaise. DAS ist der Himmel auf Erden! Den Wein hat glücklicherweise unser Haus-und-Hof-Weinladen von schräg gegenüber, der eigene südafrikanische Weine aber eben auch die von Gabrielskloof verkauft. Haben wir ein Glück!

Man muss aber nicht immer so weit reisen, um köstlichen Rosé zu trinken! Wir wohnen ja quasi im gelobten Land: Dem Rheingau. Und während die meisten den Rheingau noch mit Riesling in Verbindung bringen, gibt es mittlerweile so viel mehr hier zu entdecken. Am besten geht das auf der Rheingauer Weinwoche! Gleich mal den Termin für 2015 vormerken:

Weinwoche

Ich bin das Ganze diesmal strategisch angegangen: Winzer checken, Angebot screenen, Plan erstellen und dann jeden Tag ein  (!) kleines (!!) Gläschen Rosé verkosten. Das sah bei mir dann so aus:

weinwocheII

In diesem Jahr gab es (gefühlt) mehr Winzer, die Rosé-Weine im Angebot hatten. Häufig handelt es sich dabei um Rosé aus Spätburgunder-Trauben, der feinherb ausgebaut wird. Ganz ehrlich: Nicht so richtig mein Ding. Zumal der Begriff “feinherb” nicht geschützt oder in irgendeiner Form festgelegt ist. Was bei einem Winzer einfach nur trocken mit etwas weniger Säure bedeutet, ist beim anderen mitunter schon hart an der Grenze zum lieblichen Wein. NICHT mein Ding!

Umso angenehmer überrascht waren wir von einem Spätburgunder-Rosé, den wir noch nicht kannten:

Trenz

Natürlich ist das Weingut Trenz keine wirkliche Entdeckung. Aber WIR kannten es bisher nicht. Dabei produziert die Familie seit über 340 Jahren Weine in Johannisberg. Über Weine aus dem Rheingau und das Terroir habe ich an dieser Stelle schon öfter mal geschrieben. Auf dem Johannisberg besteht der Boden aus Lehm und Sand. Die Nähe zum Rhein sorgen für warme Temperaturen und ausreichend Feuchtigkeit.

Mich verblüfft aber gerade bei der Querverkostung auf der Weinwoche immer wieder, wie unglaublich unterschiedliche Weine schmecken können, die doch alle mehr oder weniger unter ähnlichen Bedingungen wachsen. Mir macht das Riechen, Schmecken, Suchen, Finden und Entdecken in jedem Jahr auf’s Neue großen Spaß!

Der 2013 Trenz Rosé (0,75l/6,50€) ist kräftig in der Farbe und riecht nach dunkelroten Beeren, wie etwa Johannisbeere. Aber auch etwas Kirsche. Obwohl Familie Trenz sich ebenfalls dafür entschied, den Rosé unter dem Label “feinherb” laufen zu lassen, habe ich ihn als rund aber trocken und kräftig empfunden. Perfekt beispielsweise auch zu Gegrilltem.

Egal ob vom einen oder dem anderen Ende der Welt: Rosé ist keinesfalls ein Wein für Leute, die keinen Wein mögen. Er kann ebenso vielseitig und vielschichtig sein wie seine weißen und roten Geschwister. Und direkt vor unserer Haustür liegen viele spannende Weingüter, die nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden.

Kleiner Treppenwitz am Rande: Das Weingut Trenz bewirtschaftet auch eine Anbaufläche in Stellenbosch/Südafrika. Wir sind dort quasi vorbeigefahren während unseres Urlaubs. Eine rote Cuvee sowie einen Sauvignon Blanc von dort durften wir ebenfalls auf der Weinwoche probieren. Ein Grund noch mal hinzufahren – nach Johannisberg. Oder Stellenbosch. Oder einfach beidem.

Sonnenblume

 

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Für die Februar-Weinrallye durfte ich diesmal Gastgeber sein. Mein Thema hieß “wiederentdeckt”. Damit habe ich Wein- und sonstige Blogger dazu aufgerufen, sich mal wieder einen Wein einzuschenken, den sie früher häufig getrunken, aber seit einiger Zeit ein bisschen vernachlässigt haben.

weinrallye_300

Da ich nicht gerne dogmatisch bin bei Dingen, die mit Genuss und Spaß zu tun haben (und auch sonst nicht, hoffe ich doch…), hielt ich das Thema bewusst weit gefasst. Und so kamen spannende Geschichten, Erinnerungen, Wiederentdeckungen zusammen, die ich Euch hier noch mal gesammelt vorstellen möchte. Die Beiträge sind jeweils verlinkt:

Peter vom Institute of Drinks-Blog ist mit seinen 23 Jahren noch so jung, dass er nicht wirklich weit in die Vergangenheit schweifen kann, was seine Weinerfahrung anbelangt. Er hat sich einem Klassiker zugewandt: Chianti in der Korbflasche! Genau: Die, auf der immer die Tropfkerzen steckten. Früher.  Zum Schluss fragt er uns: Was trinken wohl künftige Generationen?

Christian von Schiller-Wine hat gleiche eine ganze WeinSTUBE wiederentdeckt: Das Weinhaus Bluhm in Mainz. Hurrah, das ist gar nicht weit von mir! Christians Beschreibung macht richtig Lust, dort mal vorbeizuschauen. Seit seinem ersten Besuch haben die Besitzer gewechselt. Heute ist das Weinhaus Bluhm eine berühmte Adresse unter Mainzern mit vielen Einheimischen, guten bodenständigen Gerichten und Weinen aus der Region, die es nicht überall gibt.

Thorsten, das T hinter T’s Weinblog, lässt uns daran teilhaben, wie er sich in Riesling verliebt hat. Seine Beschreibung macht richtig Lust auf’s Entkorken. Schade, dass das Weingut ihm nicht auf seine Frage geantwortet hat. Eine Erfahrung, die ich auch schon häufiger gemacht habe. Hier können Winzer wirklich noch ein bisschen was dazulernen. So rein marketingmäßig…

Eva, die Kochpoetin unter den Foodbloggern, hat “ihren” Wein auf einer Weltreise entdeckt! In Argentinien machte sie sich (erfolgreich!) auf die Suche nach einem Wein, den sie bereits in Deutschland entdeckt hatte. Mittlerweile in Hamburg angesiedelt, musste sie lange suchen, um den Malbec von Alta Vista noch mal zu bekommen. Und hat sofort Lust, wieder nach Argentinien zu reisen!

Torsten ist angeblich nicht sehr netzaffin. An der Weinrallye hat er aber glücklicherweise doch mitgemacht. Sonst wäre uns doch glatt sein wunderschöner Gänsehaut-Post durch die Lappen gegangen. Torsten nimmt uns mit auf eine Erinnerungsreise mit einem Bordeaux von 1993, einem eher schwachen Jahrgang. Lest einfach selbst diesen herrlichen Post. Das Wort “Riechtraum” nehme ich in jedem Fall in meinen Wortschatz auf :)

Cordula, die Super-Schoppen-Shopperin, ist nicht nur Wein- sondern auch Kinofan. Ihr Beitrag zur Weinrallye ist eine persönliche Variante von Will Smiths Action-Kracher “I am Legend”: Die Traube, die heute Uva del Fentini heißt, ist ein Nachkomme eines allerletzten Rebstocks, der die schreckliche Reblaus-Epidemie überlebt hat und fast 100 Jahre darauf warten musste “wiederentdeckt” zu werden. Ja, Weingeschichten können echte Thriller sein!

Thomas hat im Wein-Reich-Blog nicht nur einen Wein sondern gleich einen ganzen WeinBERG wiederentdeckt! In St. Goar, an der wild-romantischen Rheinschleife, war der Weinbau fast zum Erliegen gekommen. Drei Weingüter und ein Hobbywinzer haben es sich zur Aufgabe gemacht, die alten Weinberge wieder zu kultivieren. Wieviel harte Arbeit bar jeder Romantik dahinter steckt, lassen Thomas’ Fotos bestenfalls erahnen.

Nochmal Bordeaux. Diesmal von Peter. Er vergleicht seine Weinliebe mit einem ersten Kuss. Ist das nicht romantisch? Und dann erzählt er uns auch noch, dass er – fast vergessen! – noch einige Flaschen “seines” 96ers im Keller hat. Der Glückspilz! Längst liegen bedeutendere Namen in den Regalen. Aber beim “wiederentdeckt”-Event hat er sich noch mal eine Flasche aufgemacht und sich an den ersten Bordeaux-Kuss erinnert. Großartig.

Auch Susa von 180° wurde es romantisch um’s Herz. Nahm sie doch die Weinrallye zum Anlass, uns von ihrer ersten großen Liebe zu berichten! In den Elsass ging es. Zu Sauerkraut und Speckguglhupf tranken die zwei Turteltäubchen Edelzwicker. Wie der Mann, so verschwand auch der Edelzwicker aus ihrem Leben und sollte jetzt zur Weinrallye wiederentdeckt werden. Aber so einfach ist das nicht! Weit und breit kein Edelzwicker. Dafür ein Gewürztraminer aus Südtirol. Ich hoffe trotzdem sehr, liebe Susa, dass Du noch einen Edelzwicker findest. Ich würde gerne darüber lesen ;-)

Update:

Fast übersehen hätte ich den Beitrag von Bottles in a Box. Hier wurde tatsächlich der Klassiker Asti Spumante verkostet. Genau, das Zeug, das wir wohl alle als klebrig-süße Plörre aus den 80ern im Gedächtnis haben. Der Beitrag zeigt allerdings, dass auch jüngere Weintrinker noch den Asti im Kopf haben – in diesem Fall zur Party-Mucke aus den 90ern. Eine kleine Ehrenrettung ist gleich auch noch dabei: gut gekühlt im Sommer genossen, kann der Asti durchaus eine Daseinsberechtigung haben. Cheers!

Mein Beitrag handelte übrigens von südaustralischem Shiraz, den ich wiederentdeckt habe, der mich auch ein bissl wehmütig zurückblicken lässt und der jetzt wieder häufiger im Glas landen wird.

Ich danke noch mal allen Teilnehmern, dass sie ihre Geschichten mit uns geteilt haben. Ich habe jedenfalls sehr gerne jeden einzelnen Beitrag gelesen!

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Wenn man seinen Mund einfach nicht halten und unbedingt seinen Senf zu allem geben muss, kommt man zu einer Weinrallye-Gastgeberschaft wie die Jungfrau zum Kinde!

Für den Februar, der immerhin schon 3 Tage alt und insgesamt nur 28 Tage kurz ist, fehlte noch ein Weinrallye-Thema. Und mir kam spontan die Idee: “wiederentdeckt!”.

Was ich mir dabei gedacht habe? Das frage ich mich auch gerade. Also:

Es geht sicher nicht nur mir so: Ich hatte vor zehn oder fünf oder drei Jahren andere Weine im Glas als heute. Das liegt vielleicht an einem sich ändernden Geschmack, an neuen Bezugsquellen, erweitertem Weinwissen, an neuen Lieblingsgerichten, die neue Weine erfordern und so weiter. Auch kann ich mir heute eine andere Flasche Wein leisten als noch während des Studiums. Weinseminare, Urlaube, Winzerbekanntschaften, der Umzug in die Weinregion Rheingau haben meinen Horizont erweitert und dazu beigetragen, dass ich heute anders und anderes trinke als vor zehn oder fünf oder drei Jahren.

Aber deshalb war der Wein, den ich damals im Glas hatte, ja nicht schlecht. Ich habe ihn nur lange nicht getrunken oder einfach im Keller vergessen.

Ihr kennt das doch sicher: War der Retsina beim Griechen nicht vielleicht doch besser als sein Ruf? Was ist eigentlich mit dem Merlot, den Ihr so gerne im Frankreich-Urlaub getrunken habt, als die Kinder klein waren? Tun wir süßen Moselweinen Unrecht, wenn wir sie immer mit Bleikristallgläsern und Eiche-rustikal-Schrankwänden assoziieren? Wann habe ich eigentlich aufgehört Chardonnay zu mögen und warum?

Kramt für die Weinrallye #60 in der Vergangenheit – vielleicht wird ja ein Ex-Lieblingswein “wiederentdeckt”! Wäre das nicht schön?

Ihr fragt mich “Was, bitte, ist die Weinrallye und wie nehme ich teil?

Dann antworte ich Euch:

Die Weinrallye ist ein derzeit monatlich stattfindendes Blogevent. Jeweils ein anderes Blog bestimmt ein Thema und ruft die Blogosphäre dazu auf, zu diesem Thema einen Artikel zu verfassen. Sinn und Zweck einer Weinrallye ist einzig und alleine der Spass und die Motivation schöne Themen aufzuarbeiten.

Allgemeine Informationen und Logos findet man leicht auf den entsprechenden Seiten von Thomas Lippert beim Winzerblog .

Und so nehmt Ihr an der Weinrallye #60 teil:

- Verkostet einen Wein, der zum oben beschriebenen Thema passt.

- Verfasst einen Beitrag dazu in Eurem Blog. Ihr müsst dafür keine Weinexperten sein oder klug daher reden. Mitmachen kann wirklich jeder, der gerne Wein trinkt und sich zum Thema “wiederentdeckt” äußern möchte. Das geht ganz unpretentiös. Ältere Beiträge von mir zu vergangenen Weinrallyes findet Ihr übrigens hier.

- Veröffentlicht Euren Blog-Beitrag direkt und nur am 28. Februar bis spätestens Mitternacht (Nachzügler werden schon auch noch beachtet! Aber bitte nicht früher posten!).

- Hinterlasst den Link zu Eurem Blogbeitrag als Kommentar in meinem Blog (z.B. unter diesem Artikel hier) und verlinkt in Eurem Blogpost auf diesen Beitrag. Ihr könnt mir – falls Ihr Euren Beitrag vorschreibt und den Veröffentlichungstermin automatisiert – Euren Link auch gerne schon früher mailen (s. Impressum). Ich werde ihn in jedem Fall berücksichtigen.

- Ihr könnt zusätzlich auch der Facebook-Gruppe Weinrallye beitreten und dort Euren Beitrag posten.

- Auf Twitter könnt Ihr dem Hashtag #weinrallye folgen oder ihn selbst für Euren Tweet nutzen.

- Wenn Ihr kein eigenes Blog habt, schreibt mir einen Kommentar oder eine Email (s. Impressum). Dann finden wir einen Weg, Euren Beitrag zu veröffentlichen. Vielleicht auf einer separaten Seite, die ich in meinem Blog einrichte. Don’t worry.

- Die Zusammenfassung aller pünktlich eingereichten Beiträge stelle ich dann Anfang März in meinem Blog online, damit Ihr alles noch mal nachlesen könnt.

- Auch das Logo zur Weinrallye könnt Ihr in Euren Post einbinden. Das ist aber keine Bedingung. Die Logos findet Ihr u.a. hier.

- Das Thema taugt Euch nicht und Ihr möchtet lieber an einer späteren Weinrallye teilnehmen? Dann schaut doch mal unter http://weinrallye.mixxt.de/

Ich freue mich darauf, was Ihr  Euren Erinnerungen und Euren Weinkellern zu Tage fördert!

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