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Heimkommen, Kühlschrank scannen, loslegen, sich vom Duft betören lassen, reinknien, genießen, glücklich sein. So geht mein herzhafter Kartoffelauflauf. Du musst eventuell vorher noch schnell einkaufen.

Meine Liebe zur Kartoffel habe ich ja schon oft verbloggt. Richtig euphorisch werde ich aber, wenn wir unseren hauseigenen Kartoffelauflauf zubereiten. Denn da kombiniert sich mein Kartoffelliebling mit anderem Lieblingsgemüse, Hackfleisch und der Königin aller Genüsse: geschmolzenem Käse!

Dazu braucht es weder ein “Fix für Kartoffelauflauf” oder sonstigen Schmarrn aus der Werbung. Alles, was Du benötigst, findest Du sicherlich in Deinem Kühlschrank oder eben in jedem Lebensmittelgeschäft. Dazu etwas Phantasie und fertig ist die Laube… äh… der Auflauf!

Kartoffelauflauf

Wir machen den Auflauf immer dann, wenn wir Gemüsereste im Kühlschrank haben. Extra dafür einzukaufen würde uns nie einfallen. Deshalb ist der Auflauf auch die perfekte, köstliche Resteverwertung. Und falls Du Vegetarier bist, schmeckt das Ganze auch ohne Hackfleisch. Versprochen!

Natürlich gibt es für so einen bunt gewürfelten Resteverwertungskartoffelauflauf kein Rezept. Denn es kommen ja jedesmal unterschiedliche Zutaten rein. Aber vom Prinzip her geht es so:

Zutaten für Kartoffelauflauf für 2 Personen (inkl. Reste für die Mittagspause):

200 gr Rinderhackfleisch

5 mittelgroße festkochende Kartoffeln (gerne vorgekochte vom Vortag!)

1 Karotte, geschält und in Scheiben oder Würfel geschnitten

1/2 gelbe Paprikaschote, entkernt und in Rauten geschnitten

4 braune Champignons, halbiert oder geviertelt (je nach Größe)

1/2 Stange Lauch, den weißen und hellgrünen Teil in Streifen geschnitten

Strünke von 4 Blättern Chinakohl, in grobe Streifen geschnitten

1 weiße Zwiebel, fein gehackt

80-100 gr Cheddar-Käse oder einen anderen, gut schmelzenden Käse, gerieben

1 EL Chili-Gewürz (Rezept hier)

1 TL hausgemachtes Gemüsebrühepulver (Rezept hier)

etwas Weißwein und etwas Sahne zum Ablöschen

1 Lorbeerblatt

1 EL Butter

Salz und frisch gemahlener Pfeffer

1 TL Tomatenmark

Prise Zucker

Muskatnuss, frisch gerieben

Zubehör: Pfanne, Topf, Auflaufform

Zubereitungszeit: 20min Vorbereitungszeit, 30-45min Garzeit im Ofen (je nach Größe der Form)

So geht’s:

Backofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Auflaufform in den Ofen stellen und ebenfalls erhitzen.

Butter in der Pfanne erhitzen. Topf mit gesalzenem Wasser für die Kartoffeln aufsetzen. Kartoffeln im kochendem Wasser gar kochen. (Dieser Schritt entfällt natürlich, wenn Du Kartoffeln vom Vortag verwendest!)

Zwiebeln in der heißen Butter andünsten. Lorbeerblatt hinzugeben. Tomatenmark anrösten und mit etwas Zucker karamellisieren (nimmt die intensive Säure des Tomatenmarks). Hackfleisch in der Pfanne scharf anbraten. Gemüse hinzugeben und gut unterheben.

Mit einem Schluck Weißwein ablöschen und mit der Sahne etwas binden. Mit dem Chili-Gewürz und dem Gemüsebrühenpulver würzen. Salzen und pfeffern.

Achtung: Die Fleisch-Gemüse-Mischung darf gerne etwas “überwürzt” sein. Denn im Auflauf mit den Kartoffeln zusammen verliert sie schnell etwas. Also lieber etwas mehr “Schmackes” als zu wenig…

Kartoffeln abgießen, schälen.

Auflaufform aus dem Ofen nehmen (ACHTUNG HEISS!!).

Zuerst eine Schicht Fleisch-Gemüse-Mischung hineingeben. Jetzt Kartoffeln in Scheiben schneiden und die erste Lage mit einer Schicht Kartoffelscheiben bedecken. Etwas Muskat darüberreiben.

Nächste Schicht Fleisch-Gemüse-Mischung. Kartoffelscheiben. Muskat… Und so weiter, bis alles aufgebraucht ist. Ob die letzte Schicht Fleisch oder Kartoffeln sein soll, liegt an Dir und Deinem Geschmack. Ich mag zum Abschluss lieber Fleisch-Gemüse. Dann darüber den geriebenen Käse geben.

Den Auflauf jetzt in den Ofen schieben und noch mal richtig durchbacken lassen.

Tipp: Wenn die Fleisch-Gemüse-Mischung und die Kartoffeln noch richtig heiß sind, dauert das nicht lange. Mit kalten Kartoffeln vom Vortag schon etwas länger. Und falls Deine Auflaufform nicht mit vorgeheizt wurde, braucht das Gericht natürlich noch länger…

Sollte zwischenzeitlich der Käse zu dunkel werden, deck’ die Form mit etwas Alufolie ab!

Fertig ist ein heißer, köstlicher Auflauf aus lauter guten Zutaten, die sonst vielleicht im Müll gelandet wären.

Gab es jemals ein schönes Foto eines Auflaufs??

Gab es jemals ein schönes Foto eines Auflaufs??

Erlaubt ist natürlich, was Dir gerade in die Hände fällt. Das Rezept oben ist nur ein Anhaltspunkt und soll Dich ein bisschen inspirieren für Deine Resteverwertung.

Es ist auch nicht nötig, dass Du jetzt extra das Gemüsebrühepulver oder die Chili-Gewürzmischung ansetzt. Denn dann wäre es kein entspanntes Friday Night Dinner Date mehr! (Aber beides lohnt sich wirklich!)

Wichtige Regeln für einen köstlichen Auflauf:

  • Ordentlich würzen, damit es der Auflauf mit den Kartoffeln aufnehmen kann!
  • Nicht zu geizig sein mit Wein oder Sahne. Keiner mag einen trockenen Auflauf!
  • Gut schmelzenden Käse wie Cheddar, Gouda, Mozzarella oder auch Gorgonzola nehmen, denn: harte, bröckelige Käsekruste ist doch nicht lecker, oder?
  • Sei kreativ mit Deinen “Resten”. Hast Du noch ein paar Rosenkohlröschen übrig? Eine halbe Karotte? Eine angebrochene Dose Tomaten? Dann schau doch mal, ob Du etwas davon für einen Auflauf verwenden kann!
  • Ein richtiges Friday Night Dinner Date ist entspannt: Also nutze die Zeit für das Garen im Ofen, um die Küche wieder sauberzumachen, Dir ein Glas Wein einzuschenken, die Kerzen anzuzünden und die Füße hochzulegen. Den Rest erledigt der Ofen!

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!

PS: Sonntag ist Valentinstag! Statt überteuerter Blumen oder Pralinen kannst Du doch einfach mal ein Dinner Date verschenken!

Da wollten wir seit Jahren erstmals gemeinsam den Rosenmontagsumzug in Düsseldorf am Fernseher verfolgen – und dann macht uns Sturmtief Ruzica einen Strich durch die Rechnung! Gibt’s halt Rheinische Schnippelbohnen zum Trost…

Der bEdW ist trotz Düsseldorfer DNA kein Karnevalsjeck. Früher “floh” er aus der Stadt, sobald es 11:11 Uhr schlug. Seit unserer Abstecher nach München und Wiesbaden betrachtet er das närrische Treiben kopfschüttelnd aus der Ferne.

Aber so richtig kann ein Rheinländer, glaube ich, seine DNA nicht verleugnen. Denn: “Wenn et Trömmelsche jeht…”. Altbier war eingekauft, die Kreppel standen parat: Zumindest also vor dem Fernseher wollten wir uns ein bisschen die bunten Wagen anschauen, die in Düsseldorf ja immer besonders politisch und scharfzüngig daherkommen.

Aber Ruzica, die olle Bitch, hat uns und allen Narren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unser Mitgefühl gilt deshalb allen Aktiven, die ein Jahr lang auf diesen Tag hinarbeiten, ihre Freizeit in Wagen und Choreographie stecken, ihre Kostüme, Uniformen und Narrenkappen liebevoll pflegen und jede Menge Arbeit investieren.

Euch allen ein dreifach donnerndes HELAU!

(Dass WordPress diesen Beitrag – wie mir gerade angezeigt wird – um 11:11:46 zwischengespeichert hat, ist sicher auch ein Zeichen für irgendwas…)

Dann muss die rheinische Frohnatur halt ohne Umzug geweckt werden! Also bekommt der bEdW jede Menge Bützje, darf mit mir den Stippeföttchen-Tanz tanzen und wenn er will, werf’ ich auch ein paar Kamelle. Eine größere Begeisterung rufen allerdings Rheinische Schnippelbohnen hervor:

Schnippelbohnen

Wie das hessische Sauerkraut sind auch die Rheinischen Schnippelbohnen ein ideales Gericht für verkaterte Narren: Säure und Vitamin C verscheuchen den Schwellkopp. Die Haltbarmachung durch Milchsäure hat sich über Jahrhunderte bewährt und manchen Matrosen vor Skorbut bewahrt. Denn mit dieser Methode bleiben die Vitamine im Gemüse erhalten. Aber vielleicht ist so ein herzhaftes Gericht einfach nur eine gute Grundlage, um weiterzufeiern oder sich vor der Fastenzeit, die am Aschermittwoch beginnt, noch mal die Wampe vollzuschlagen.

Auf der Suche nach einer Zubereitungsart stießen wir auf das Rezept von Arthurs Tochter. Und auch wenn wir Astrid sonst blind vertrauen: Nach dem Lesen dieses Rezepts musste ich den bEdW erstmal wiederbeleben. Birnen? In die Bohnen? Biste jeck, Mädsche???

Näääää, wat ne lecker Schnippelbohne sein will, verzichtet auf Jedöns und Obst und geht wie folgt vor:

Zutaten für Rheinische Schnippelbohnen:

500 gr Schnippelbohnen, milchsauer vergoren (gibt es beim Metzger oder auch in gut sortierten Supermärkten. Wir hatten welche der Marke “Neußer Stolz” aus Merzenich. Merzenich bei Kölle! Und wieder musste ich den bEdW wiederbeleben!)

2 EL gewürfelter Bauchspeck

1 gewürfelte weiße Zwiebel

Beilage: Kartoffeln

Fäddich!

Zubehör: Mittelgroßer Topf

Zubereitungszeit: 15-20 Minuten

So jeht et: Während extrem empfindliche Menschen, die ohne milchsauer Vergorenes groß geworden sind, die Bohnen unter fließendem Wasser in einem Sieb abgießen, essen Rheinländer und Hessen die Bohnen so, wie sie aus der Verpackung kommen. Et kütt wie et kütt!

Denn die Bohnen sollen ja sauer schmecken! Das ist doch der Sinn der Sache, Kinners…

Also: Speck im Topf auslassen und die Zwiebel anschließend glasig braten. Bohnen hinzugeben, alles gut vermischen und bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze garziehen lassen.

Währendessen kannst Du Salzkartoffeln zubereiten, die Du entweder “by side” servierst oder unter die Bohnen mischst.

Das kannst Du dann einfach so als sehr festen, deftigen Eintopf essen. Oder Du machst dazu Kasseler (aka Rippchen in Hessen!), Mettwürstchen, Bratwurst oder auch eine Scheibe Schweinebraten. Hauptsache deftig. Hauptsache herzhaft!

Jetzt sagst Du vielleicht: Aber die Schnippelbohnen kann man doch auch selber einmachen! Klar, kannste machen. Aber ich schneide auch mein Sauerkraut nicht selber ein. Denn das ist viel Arbeit, stinkt wie Hölle (Vergärung!) und ist deshalb nur ratsam mit einem kühlen, dunklen Keller, der eine sehr gut schließende Tür zu den Wohnräumen hat. Also am besten, wenn Du im 10 km entfernten Schrebergarten einen Bunker unter der Erde hast! Glaub’s mir. Denn meine Großmutter hat jahrzehntelang für uns Sauerkraut eingeschnitten. Der Geruch, wenn der Deckel hochgehoben wurde, … unbeschreiblich! Also: Sauerkraut und Schnippelbohnen von qualifizierten Herstellern enthalten nichts, was nicht auch die Oma in den Topf gemacht hätte. Da kannste ruhig mal zum Convenience-Produkt greifen.

Und für den nächsten Rosenmontagumzug am 27. Februar 2017 wünschen wir uns und allen Aktiven Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen und völlige Windstille.

Et hätt noch immer joot jejange!

Trübe Tage erfordern Farbe: ein Strauß Tulpen, ein knalliger Lippenstift, Konfetti… Ein echter Farbklecks auf dem Teller ist mein orientalischer Salat aus Karotten, Orangen und Granatapfelkernen. Köstlich zu Skrei und Risotto!

Süß-sauer-fruchtig: Das sind die Aromen des hübschen Salats, der ganz phantastisch zu einem Skrei-Filet und etwas Risotto passt, wie ich es hier schon mal gekocht habe.

Noch weniger Aufwand gefällig? Dann genieß’ ihn einfach zu einem schnell in der Pfanne gebratenen Steak und etwas Baguette oder als Teil einer Mezze-Platte oder um den Döner zu pimpen, den Du Dir heißhungrig auf dem Heimweg gekauft hast.

Wenn Du richtig hungrig bist, fällt Dir dann leider auch nicht mehr auf, dass Du irgendwas an Deiner Kamera verstellt hast…

Skrei_Salat_GermanAbendbrot

Das Foto wird dem wunderbar orangen Salat mit seinen knallroten Granatapfelkernen jedenfalls nicht gerecht. Besser wird es auch nicht, wenn man den Fisch stattdessen anpeilt *augenroll*

Skrei_Salat_GermanAbendbrot_Risotto

Lasst Euch von den Fotos nicht abschrecken: Der Salat schmeckt wie 1001 Nacht und ist einfach wunderbar frisch und fruchtig mit Gute-Laune-Faktor durch seine hübsche Farbe. Während ich mich noch mal eingehend mit meiner Kamera beschäftige, hier die…

Zutaten für den orientalischen Karotten-Orangen-Salat mit Granatapfelkernen:

2 Karotten, gewaschen, geschabt und in feine Ringe geschnitten

1 Orange, geschält, geviertelt und ebenfalls in feine Scheiben geschnitten

1 Schalotte, geschält und fein gehackt

Kerne eines halben Granatapfels (die restlichen Kerne über’s Müsli am nächsten Tag streuen)

Für das Dressing:

1 gestrichener TL Kurkuma

1 Prise Sumach (säuerliches Gewürz, gibt es im türkischen Supermarkt)

1 Prise Chayennepfeffer

Salz

frisch gemahlener weißer Pfeffer

Zucker

Weißweinessig

mildes Olivenöl

Zubehör: Ein kleiner Topf, Salatschale

Zubereitungszeit: 20 Minuten

So geht’s:

Die Zutaten für das Dressing verrühren. Die Möhren in einem Topf voll leicht gesalzenem Wasser die Möhren 2-3 Minuten blanchieren und abgießen. In die Salatschale geben und abkühlen lassen.

Währendessen alle anderen Zutaten vorbereiten und abschließend in die Salatschale geben. Gut vermischen und mit dem Dressing anmachen. Alles einige Minuten ziehen lassen und servieren!

Ich wünsche Euch ein farbenfrohes, genussvolles Wochenende!

Solltest Du gerade unter einer Erkältung leiden, mach’ Dir Ma Po Dou Fu. Dann sind Deine Atemwege wieder frei. Versprochen! Tofu, Hackfleisch und jede Menge scharfer Bohnensauce – dazu Szechuanpfeffer. Noch Fragen?

Es gibt so Gerichte, die begleiten mich seit einigen Jahren und schaffen es doch nicht so richtig in mein Herz. Aber statt sie ad acta zu legen, setzen sie sich in meinem Kopf fest und lassen mich nicht los. Immer wieder begegnet mir der “Tofu der pockennarbigen Großmutter” – was sich als Ma Po Dou Fu viel netter anhört.

Keine Szechuan-Küchen-Doku ohne den Klassiker. Keine China-Restaurant ohne ihn. Kaum ein Foodblog ohne… Jaja, Du hast verstanden. Was micht begeistert ist die Schärfe in Verbindung mit der Samtigkeit des Tofu und dem fast schon zum Gewürz genutzten Hackfleisch. Getoppt von dem die Zunge betäubenden Szechuan-Pfeffer. Was für ein Gericht!

Warum also hat mir das Gericht bei der ersten Selbstzubereitung nicht geschmeckt? Beim zweiten Mal war’s dann ok. Aber eben nur ok. Seither (und das sind immerhin über 5 Jahre!) habe ich es nicht mehr selber gekocht. Dabei lieben wir die scharfe Szechuan-Küche sehr. Etwa dieses scharfe Huhn, diesen Hühnchen-Salat, dieses scharfe Schweinefilet, dieser Hühner-Klassiker und auch dieses gebrühte Rindfleisch wird durch Szechuan-Pfeffer erst richtig köstlich!

Also war endlich die Zeit gekommen für Ma Po Dou Fu (reloaded). Und was soll ich sagen: HAMMER! Ich glaube, ich habe Dank Tina und Ken Hom und meinem eigenen Gaumen endlich meine Version gefunden!

MaPoDouFu

Serviert haben wir das Gericht mit Jiao Wai Cai Yuan – schnell gewoktem grünen Gemüse (ebenfalls nach Altmeister Ken Hom).

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Zutaten Ma Po Dou Fu für 2 hungrige Esser zu Reis und leichtem Gemüse:

400 gr (Abtropfgewicht) schnittfester Tofu

130 gr Schweinehackfleisch

2 chinesische getrocknete Chilischoten, fein gehackt

2 EL neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)

200 ml hausgemachte Hühnerbrühe

2 gehäufte Esslöffel Toban Djan (= scharfe schwarze Bohnensauce (Asia-Laden))

2 cm Ingwer, fein gehackt

4 EL Shaoxing-Reiswein (Asia-Laden)

2 EL helle Sojasauce (Light Soya Sauce – Asia-Laden)

2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

Salz (je nach Salzigkeit von Hühnerbrühe und Toban Djan-Sauce)

Prise Zucker

1 TL Tapiokamehl – in Wasser aufgelöst zum Binden (alternativ: Maisstärke)

1 EL zerstoßener Szechuan-Pfeffer

Dazu: Reis und/oder gedämpftes Gemüse (etwa Sellerie, grüne Paprika, Pak Choi…)

Zubehör: Wok oder hohe Pfanne, Küchenpapier, Sieb

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Alle Zutaten vorbereiten und bereitstellen. Die Zubereitung im Wok geht schnell. Es bleibt also keine Zeit, um mit der Schnippelei anzufangen, wenn das Öl schon heiß ist…

Reis aufsetzen.

Tofu in Würfel schneiden und in einem mit Küchenpapier ausgelegten Sieb einige Minuten abtropfen lassen. Währendessen Ingwer, Frühlingszwiebeln und Chilis hacken. Hackfleisch aus dem Kühlschrank nehmen. Soßen und Hühnerbrühe sowie das angerührte Tapiokamehl bereitstellen.

Öl im Wok erhitzen. Ingwer, Frühlingszwiebeln und Chilis unter ständigem darin anrösten. Das Hackfleisch jetzt portionsweise scharf anbraten.

Toban Djan hinzugeben und alles gut vermischen. Tofu vorsichtig in den Wok geben und behutsam mit dem Inhalt vermengen. Hühnerbrühe hinzugießen und auf mittlerer Flamme köcheln lassen:

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Die Sauce sollte etwas einreduzieren. Währendessen die Sojasauce und den Shaoxing-Wein hinzugeben. Mit Salz und etwas Zucker abschmecken. Zum Schluss mit dem Tapiokamehl binden.

(Tapiokamehl wurde mir von der Dame in unserem Asia-Laden empfohlen. Es hat sich sehr bewährt. Achtung: Du benötigst deutlich weniger Tapiokamehl zum Binden als etwa Maisstärke und das Binden geht auch sehr viel schneller…)

Reis in eine tiefe Schale geben und das Ma Po Dou Fu darauf anrichten. Mit etwas Szechuan-Pfeffer bestreuen und servieren. Das gedämpfte Gemüse passt sehr gut dazu, weil es etwas Knackiges ohne Schärfe als Kontrast bietet.

Das Gericht bläst Dir ziemlich die Atemwege frei, da Chili, scharfe Bohnensauce und Szechuan-Pfeffer alle Körperflüssigkeiten zum Fließen bringen. Perfekt, um sich an kalten Abenden einzuheizen oder lästige Erkältungsviren zu torpedieren.

Ich bin jedenfalls ein großer Fan von Ma Po Dou Fu und werde es jetzt öfter machen. Versprochen!

Hallo Februar!

Mein Geburtstagmonat bricht an. Oder FAB-ruary, wie ich ihn heimlich nenne (super-heimlich, so ein Blog!). Aber melancholisch macht er mich auch immer ein wenig…

Letztes Jahr wurde ich 40. Das war nicht einfach nur irgendein runder Geburtstag, sondern ein ziemlicher Einschnitt. Denn mit dem bEdW in Rom in der Sonne (!) sitzend und an einem Sprizz nippend entschied ich, dass ich beruflich etwas ändern muss.Und deshalb war 2015 auch echt emotional und aufwühlend.

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Diesen Monat jährt sich dieses Wochenende also. Und auch 41 zu werden fühlt sich dank einer richtungsweisenden Entscheidung vor einem Jahr und der lückenlosen, tatkräftigen, 150prozentigen Unterstützung des bEdW immer noch gut – ach, was: großartig! – an! Danke!

Danke an den bEdW und an die vielen anderen Mutmacher, Unterstützer, Auftraggeber…

Warum also dann diese Melancholie im Februar?

Vielleicht, weil ich mit Karneval so gar nix am Hut habe und ich nasses, vermatschtes Konfetti auf der Straße immer so traurig finde.

Vielleicht weil in den Februar auch ein Geburtstag fällt, der leider nicht mehr gefeiert werden kann…

Vielleicht weil ich im Arschlochjahr 2013 im Februar gleich zweimal auf einem eisigen Friedhof stand.

Vielleicht weil ich keinen Valentinstag brauche, um dem bEdW zu sagen, dass er genau das ist: Der BESTE Ehemann der Welt!

Vielleicht weil mir die Dunkelheit und Nässe jetzt aber auch wirklich, wirklich auf den Zeiger geht.

Vielleicht weil ich im Februar immer noch nicht so genau weiß, wie sich das Jahr so insgesamt gestalten wird (der Januar mit seinen prominenten Todesfällen und anderen Grausamkeiten war schon mal ein riesiges A***loch!).

Aber eigentlich hat es schon einer vor mir viel besser formuliert:

Nordwind bläst. Und Südwind weht.
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes die Zeit vergeht
bleibt ja doch nur eins: die Zeit.

Pünktlich holt sie aus der Truhe
falschen Bart und goldnen Kram.
Pünktlich sperrt sie in die Truhe
Sorgenkleid und falsche Scham. (…)

(Erich Kästner, Februar)

Ich wünsche Euch und mir trotz oder vielleicht gerade wegen der Melancholie einen zauberhaften FAB-ruary, friedliche  Faschingsfeiern, bissig-boshafte Karnevalsumzüge, jede Menge köstlich gefüllter Kreppel/Berliner/Krapfen und einen schnell sich nähernden Frühling!

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Was ist köstlicher als eine Kartoffelsuppe? Eine Kartoffel-Lauch-Suppe! Und was kann eine Kartoffel-Lauch-Suppe noch toppen? Klaro: KÄSE!!

So eine schöne heiße, wärmende Suppe ist auch bei milden Temperaturen immer noch ein Hochgenuss. Ideal, wenn man seine Lieblingszutaten ganz easy kombinieren kann: Kartoffeln, Lauch, Käse. Nuff said? Nuff said!

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Nach einer arbeitsreichen Woche genau das richtige Rezept, um mit frischen Zutaten ein köstliches Süppchen zu kochen, das auch nach einer Runde durch die Tiefkühltruhe noch hinreißend schmeckt und so manch eine Mittagspause verzaubert.

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht inklusive “Rest” für’s Büro:

4 große festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt

2 Stangen Lauch, gewaschen und in Ringe geschnitten (weißer und hellgrüner Teil)

1 kleine weiße Zwiebel, geschält und gewürfelt

800 ml Gemüsebrühe (hausgemacht)

2 große EL Frischkäse

100 gr Cheddar-Käse, gerieben

Salz und Pfeffer

Prise Muskatnuss

Prise Chayennepfeffer

1 Lorbeerblatt

Einige Spalten Parmesan (ich hatte nur noch einen Rest Cheddar, deshalb zum Garnieren der Parmesan – Du kannst aber auch noch etwas Cheddar als Topping nehmen)

4 EL eines guten, nicht zu dominanten Olivenöls, z.B von Ppura

Zubehör: Ein großer Topf, Mixstab

Zubereitungszeit: 30 Minuten

So geht’s:

Einfacher geht’s nicht: Zwiebel und Lorbeerblatt in 2 EL des Olivenöls anschwitzen. Lauchringe hinzugeben und andünsten. Kartoffelwürfel dazugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Etwa 15-20 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.

Lorbeerblatt hinausnehmen und mit dem Mixstab pürieren. Den Frischkäse sowie den geriebenen Cheddar unterheben und die Suppe mit Salz, Pfeffer, Muskat und Chayennepfeffer abschmecken.

In Suppenschalen servieren und mit Käse, etwas frisch gemahlenem Pfeffer und dem restlichen Ölivenöl garnieren.

Für den bEdW hätte ich noch etwas Hackfleisch in einer Pfanne anbraten können. Denn das Einzige, was eine Kartoffel-Lauch-Käse-Suppe noch köstlicher macht, wäre etwas scharf angebratenes Rinderhackfleisch.

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!

  

  

“Feierabend” ist für mich als Freiberufler etwas anders besetzt als früher als Angestellte. Mir ist der Feierabend weniger wichtig, weil ich insgesamt meinen Tag viel freier organisieren kann. Richtig Feierabend ist, wenn der BEdW und ich am Küchenblock stehen…

Aber heldenhaft dürfen sich alle fühlen, die für andere da sind – ob in der Familie, als Freunde oder eben nach Büroschluss.

Meine heutigen Alltagshelden sind die Marktleute, die ab 7h in der Kälte stehen, schon lange auf sind und trotzdem gute Laune versprühen. Danke!!

Und wer ist Dein Alltagsheld? 

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