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Die Sonne brennt auf Wiesbaden herunter und wärmt unsere Dachgeschosswohnung hübsch auf. Aber ich will nicht jammern. Denn: Die liebe Sonne lässt auch die Tomaten reifen. Wunderbar vielfältig liegen sie derzeit an den Marktständen: Dick und rot, gelb, gestreift, grün oder fast braun. Klein und groß, in Flaschen-, Dattel- oder Erbsenform. Tomaten sind einfach zu schön! Und daraus kochen wir uns jetzt was Feines: Tomatensuppe mit Basilikumschaum und Bärlauch-Crostini!

Tomatensuppe

Für die Suppe benötigt Ihr:

1kg sonnengereifte Tomaten, am besten unterschiedliche Sorten

1 Lorbeerblatt

Olivenöl

1/2 l Gemüsebrühe oder Wasser

1 Schluck Gin

1 Zwiebel, grob gehackt

1 EL Muscovado-Zucker

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

1 kl Vogelaugenchili

Für den Basilikumschaum:

0,1l Milch

1 Stengel Basilikum (ganz)

Für die Crostini:

2 Scheiben Weißbrot

Bärlauch-Pesto (Bärlauch, Parmesan, Walnüsse, Olivenöl, Salz – alternativ: Basilikumpesto)

Zubehör: großer Topf, Sieb, mittlerer Topf, kleiner Topf, großer Kochlöffel oder Stampfer, Schneebesen, Toaster

Zubereitungszeit: Für die Suppe ca. 1 Stunde, der Rest geht schnell :)

So geht’s:

Im großen Topf Olivenöl erhitzen, Zwiebel, Chili und Lorbeerblatt anschwitzen.

Tomaten waschen, halbieren oder vierteln und in den Topf geben. Zum Kochen bringen. Mit dem Stampfer die Tomaten zerquetschen. Den Zucker hinzugeben, gut unterrühren. Brühe oder Wasser hinzugeben und alles mit Deckel etwa 15 min köcheln lassen.

Lorbeerblatt und Chili rausfischen. Jetzt die Tomaten durch das Sieb in den kleineren Topf passieren. Diese Suppe jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken, einen Schluck Gin hinzugeben.

Im kleinen Topf die Milch mit dem Basilikum aufsetzen und einmal kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Tomatensuppe in Gläser füllen. Weißbrot toasten und mit dem Pesto bestreichen. Basilikum aus der Milch fischen und diese mit dem Schneebesen schaumig schlagen. Auf die Suppe geben und sofort servieren!

Die Tomatensuppe ist purer Sommer im Glas und schmeckt auch wunderbar lauwarm oder kalt. Ihr könnt sie auch einfrieren und Euch im Winter die Sonne auf die Zunge zurückholen!

Guten Appetit!

Pasta geht auch bei Hitze. Oder findet Ihr nicht? Eine herrliche Resteverwertung ist Penne mit Rucola und schimmelig-würzigem Roquefort. Geht blitzschnell und streichelt die Seele.

Bei Käse kann ich mich nur schwer zurückhalten. Und Käsehändler finde es auch nicht witzig, wenn man Minimalstmengen kauft. Deshalb habe ich oft ein Käserestchen rumliegen, mit dem ich dann irgendwas anfangen muss. Pasta ist da immer eine gute Möglichkeit, um den Kühlschrank ein bisschen aufzuräumen.

Und, hey, wenn Resteverwertung SO aussieht:

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Zutaten für zwei Personen:

250 gr Penne

2 EL Frischkäse oder Creme fraiche

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

2 EL Olivenöl

85 gr Roquefort

1 Hand voll Rucola, grob gehackt

etwas trockener Weißwein zum Ablöschen

Salz und Pfeffer

Muskat

Etwas Abrieb und Saft einer Zitrone

Zubereitungszeit: 10 min

Zubehör: Pastatopf, große beschichtete Pfanne

So geht’s:

Gesalzenes Wasser im Pastatopf zum Kochen bringen.

Währendessen Öl in der Pfanne erhitzen und Zwiebeln anschwitzen. Mit etwas Wein ablöschen. Den Käse hineinbröckeln und bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Mit dem Frischkäse binden. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitrone würzen.

Wenn die Pasta gut ist, Rucola in die Pfanne geben. Pasta abgießen aber nicht abtropfen lassen. Penne mit daran haftendem Pastawasser in die Pfanne schütten und alles gut vermischen. Sofort servieren.

Leicht bitterer Schimmelkäse, grüner Rucola, vollmundige Penne – gibt es einen besseren Start ins Wochenende?

Ich wünsche Euch jedenfalls ein Wochenende mit erträglicher Hitze, funktionierenden Ventilatoren, ausreichend Eiswürfeln im Gefrierschrank und viel, viel Wasser!

Zu den Highlights kindlicher Nordsee-Urlaube gehörte auch immer die Fahrt über die Grenze nach Dänemark. Nicht etwa wegen der Landschaft, der freundlichen Leute oder der knuffigen Architektur. Unser Ziel hieß Pølser! Jene skandinavischen Hot Dogs, die es heute beim schwedischen Möbelhaus als liebloses Billiggericht gibt. Also: Ran an die Hot Dogs und selber machen!

In Dänemark gab es kurz hinter der Grenze im Örtchen Tønder einen Imbißwagen, der von einer älterne Dame geführt wurde. Sie servierte ausschließlich Pølser, jene signalfarbenen Würstchen mit Remoulade, Ketchup und Senf sowie süßen Gurken und Röstzwiebeln in fluffigen Brötchen, die man gemeinhin auch Hot Dog nennt. Besonders bewundernswert dabei war, dass trotz rekordverdächtiger Zubereitung kein einziger Krümel auf die Arbeitsfläche fiel. Der Pølser-Wagen war der sauberste Imbiß, den ich je gesehen habe. Wie eklig dagegen ist die Selbstbedienungsfläche beim gelb-blauen Möbeltandler?

Da Dänemark aber weit weg und die Imbiß-Dame vermutlich längst in Rente ist, muss manchmal der Möbel-Hot Dog herhalten für Kindheitserinnerungen. Wirklich glücklich macht er nicht.

Deshalb hab ich die Ärmel hochgekrempelt und meinen Hot Dog selber zusammengestellt. Aber nicht mit den schwammigen Brötchen aus dem Supermarkt. Da kann ich auch gleich zu I***A.

Nein, ich habe das Rezept aus Stevan Pauls Kochbuch “Auf die Hand” ausprobiert. Den so genannten Wunderteig, der auch für Hamburger Brötchen und Toastbrote funktioniert. Und siehe da, der Teig-DAU hat herrliche Brötchen gebacken:

HotDogRolls

Ich habe aus der angegebenen Teigmenge acht riesige Brötchen gebacken. Gereicht hätte der Teig auch für zehn oder zwölf. Da sie sich prima einfrieren und auftauen lassen, könnt Ihr also ruhig eine größere Menge zubereiten.

Das Rezept habe ich nur minimal abgewandelt, da mir die Masse etwas zu süß erschien.

Zutaten für zehn Hot Dog Brötchen (don’t call it rolls!):

450 gr Mehl Type 405

50 gr Maisgrieß

150 ml Wasser

50 ml Milch

30 gr Zucker

1/2 Würfel frische Hefe

2 zimmerwarme Eier (M)

80 gr weiche Butter

1 TL Salz

1 Eigelb

1 EL Sahne

Optional: schwarze und weiße Sesamkörner

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden inklusive Gehzeit

Zubehör: Teigschüssel, Sieb, kleiner Topf, Backblech mit Backpapier ausgelegt, Teigpinsel

So geht’s:

Mehl in die Teigschüssel sieben und mit dem Grieß vermischen. In dem kleinen Topf Wasser und Milch auf Handwärme erwärmen und die Hefe darin auflösen. Zucker hinzugeben. Alles gut vermischen. Eine Mulde in die Mehl-Grieß-Menge drücken und die Milch-Wasser-Hefe-Zucker-Mischung in diese Mulde gießen. Jetzt von den Seiten her mit der Hand etwas von dem Mehl-Grieß mit der Mischung vermischen. Zudecken und zur Seite stellen (etwas im Backofen bei angeschaltetem Licht (aber ohne Temperatur!)), etwa 30 Minuten gehen lassen.

Den Vorteig hervorholen, Eier, Butter und Salz hinzugeben. Jetzt alles miteinander vermischen. Das geht für mich am besten mit der Hand, da ich dann ein Gefühl für den Teig bekomme. Ihr könnt aber auch den Knethaken vom Handmixer nehmen. Hände und Arbeitsfläche etwas bemehlen und auf der Arbeitsfläche die Kugel zu einem glatten Teig formen. Etwas Mehl in die Teigschüssel geben, die Kugel hineinsetzen, abdecken und wieder 30 Minuten gehenlassen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Abschließend wieder die Hände bemehlen und die Kugel aus der Schüssel nehmen. Teig in zehn gleich große Teile schneiden. Jedes einzelne Teil mit den Händen in ovale Brötchen formen und auf das Backpapier-Blech legen. Eigelb und Sahne verkleppern und mit dem Pinsel auf den Brötchen verstreichen. Wer mag, kann etwas weißen und schwarzen Sesam darüberstreuen. Ich mag das Aroma sehr gerne!

Brötchen auf der mittleren Schiene in ca 20-25 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen, in der Mitte auf- aber nicht ganz durchschneiden. Belegen. Fertig!

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Ich hatte als Belag ein original Frankfurter Würstchen (klaro!) aus der Traditionsmetzgerei Gräf-Völsing. Dazu KetchupMayonnaise und Senf. Nicht selbst gemacht sondern gekauft: Süß eingelegte Gurken und Röstzwiebeln. Beides gibt es ohne Zusatzstoffe in vertretbarer Qualität beim Lebensmittelhändler.

Bei mir hat der Teig einwandfrei funktioniert, obwohl ich vorher gewarnt wurde, dass die Rezepte im Kochbuch nicht immer stimmig seien. Die Brötchen gerieten aber super fluffig, saftig und sehr, sehr köstlich. Die pappigen Brötchen aus dem Supermarkt oder dem Möbelladen kommen mir jedenfalls nicht mehr in den Mund. Lieber nehme ich den Weg nach Tønder auf mich…

Ok, die Headline ist plumpe SEO-Masche, die vermutlich auch Emanuelle oder ihre zärtlichen Cousinen nicht besser hinbekommen hätten, während sie in der Blauen Lagune Eis am Stil essen. 

Aber, hey, manchmal hab ich solche Gelüste: Dann muss es einfach geschmolzener Käse sein!! 

Ihr kennt das doch sicher: Nichts ist so tröstlich, nichts so (kulinarisch) befriedigend wie weicher, zerlaufener Käse! 

  
Für mein perverse Gelüste befriedigendes Sandwich habe ich eine Scheibe Vollkorn-Sandwich-Toast mit Bärlauch-Pesto bestrichen (Basilikum-Pesto ist natürlich noch authentischerer Caprese-Style). Dann habe ich zwei Scheiben Büffelmozzarella auf den Toast gelegt und mit Tomatenscheiben komplett gemacht. Pfeffer und salzen mit grobem Meersalz – fertig!

Zum Schluss gab es noch einen Deckel aus Vollkorn-Toast, bevor es in den Sandwich-Maker ging (Pfanne geht auch!)

Voilà! In wenigen Minuten ist der Käse geschmolzen, tränkt das Pesto den Toast, vermischt sich alles mit saftigen Tomaten – und befriedigt als Caprese-Sandwich so manch perverse Gelüste!

Habt ein schönes Wochenende!! 

Wer Bücher und Essen so liebt wie ich, für den ist ein Buchladen, der nur aus Kochbüchern besteht, der Himmel auf Erden. Ich will zwar mal als Maus in einem Käseladen wiedergeboren werden – in einer Welt ohne Katzen – aber bis dahin ist der Kochbuch-Laden Buchgenuss in der Wiesbadener Wörthstraße schon mal ganz nahe dran an meiner Vorstellung vom Paradies.

Willkommen zur zweiten Folge meiner kleinen Reihe “So genießt Wiesbaden”.

Zwar haben viele Buchläden mittlerweile eine stattliche Auswahl an Kochbüchern im Programm. Aber immer wieder ärgere ich mich über Fehlkäufe, falsche Beschreibungen, fehlerhafte Rezepte. Was fehlt, ist jemand, der Licht ins Dunkel der Neuerscheinungen und Klassiker bringt, beraten kann, sich auskennt. Warum also nicht eine Spezialisierung auf Kochbücher?
Das dachte sich wohl auch Katrin Wetzel, als sie im August 2013 ihren Kochbuch-Laden Buchgenuss öffnete. Über 700 Kochbücher hat sie ständig auf Lager. Bestellen kann sie jedes lieferbare Buch wie alle Buchhandlungen über Nacht. Aber das Beste: Sie kennt die Bücher, die sie verkauft. Und außerdem kann sie viele Geschichten zu Köchen, Verlagen und Trends erzählen. Eat this, Amazon!
Ich sag‘ Euch ja immer: Support your local dealer! Aber gerade lokale Buchläden haben’s in Zeiten des Online-Versandhandels verdammt schwer. Warum eine Quereinsteigerin trotzdem mitten im 21. Jahrhundert den Mut aufbringt, sich mit einem Kochbuch-Laden selbständig zu machen, darüber hab ich mich mit Katrin in ihrem Laden mal unterhalten. Hereinspaziert!

Buchgenuss_Eingang

Katrin Wetzel in ihrem Laden Buchgenuss

Katrin, Du bist ja keine Buchhändlerin. Wie kamst Du auf die Idee einen Kochbuchladen aufzumachen?

Die Kochbuchliebe besteht bei mir seit über 20 Jahren. Ich kann ein Kochbuch lesen wie einen Roman und entspanne mich wunderbar dabei. Ich bin ein neugieriger Esser,koche leidenschaftlich gern, stets auf der Suche nach neuen Ideen und Inspirationen. und gucke gerne anderen Menschen und anderen Ländern in den Kochtopf.

Aber die Liebe zu gutem Essen und schönen Büchern bringt ja nicht alle von uns dazu einen eigenen Laden aufzumachen…

Daheim lebe ich mit Mann und 35 laufenden Metern Kochbüchern. Mein Mann hat irgendwann zu mir gesagt: „Mach‘ endlich Deinen Laden auf, wir haben keinen Platz mehr!“ Aber ernsthaft: Ein eigener, spezialisierter Kochbuchladen war schon lange eine Idee von mir. Nach einer gesundheitlich bedingten Auszeit in meinem alten Job hatte ich den Mut, ins kalte Wasser zu springen, um meinen Traum zu realisieren. In der Kombination mit Veranstaltungen wie unseren Autorenlesungen oder Weinproben, Teeseminaren und Improtheater verbinden wir Kultur und Kulinarik . Es gibt bereits konkrete Pläne, unser Angebot zu erweitern, aber da müsst ihr euch noch ein paar Wochen gedulden.

Muss sich der Einzelhandel solche Zusatzangebote überlegen, um gegen den großen Online-Handel bestehen zu können?

Ich denke schon. Das Wichtigste, was so ein kleiner Laden gegenüber den großen Ketten bieten kann, ist eine eigene Seele. Und man muss neugierig bleiben, sich mit seinen Kunden weiterentwickeln, das Ohr am Markt haben. Daraus entstehen dann wunderbare Begegnungen und Gespräche. Das schönste Lob ist immer, wenn Kunden sagen: „Du kennst die Bücher ja alle, die Du hier verkaufst!“ Denn bei mir wird jeder nach seinen Vorlieben und Fertigkeiten beraten. Das können die großen Ketten nicht bieten, der Online-Handel schon gar nicht! Und natürlich freut mich jede Rückmeldung, wenn die Buch-Empfehlung oder das Geschenk die passende Wahl war.

Was sind denn Deine eigenen Vorlieben bei Kochbüchern?

Geprägt durch meine alte Heimat Berlin und viele Reisen, bin ich kulinarisch auf der ganzen Welt zu Hause. Mein Mann und ich ernähren uns weitestgehend vegetarisch, Fleisch spielt in unserem Alltag kaum noch eine Rolle. Deshalb gibt es auch bei uns im Laden eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Kochbüchern Aber ich bin kein Missionar! Trotzdem freue ich mich, wenn ein skeptischer Nicht-Vegetarierin den Laden kommt und dann doch noch mit einem Veggie-Buch hier rausgeht. Er kann sich dann ja immer noch ein Stück Fleisch dazu braten (lacht).

Und welche Kochbücher nutzt Du selbst am liebsten?

Ich liebe die indische und die orientalische Küche. Gerade in unserer Kreuzberger Zeit haben wir viele kleine familiengeführte Restaurants aus diesen Regionen kennengelernt. Aber auch die mediterrane und die amerikanische Küche mag ich sehr.

Buchgenuss_Tisch

Hier kann man in Ruhe stöbern…

Du hast Deinen Laden vor fast zwei Jahren eröffnet. Wie hat denn das Wiesbadener Publikum bisher auf Dich reagiert?

Wir haben uns einen kleinen, feinen und sehr treuen Kundenstamm erarbeitet. Unsere Kunden schätzen die gute und intensive Beratung und empfehlen uns auch gern weiter. Tatsächlich lassen sich viele Kunden aus der Nachbarschaft ihre Bücher zu mir liefern. Nur Amazon-Pakete nehmen wir nicht an! (lacht) Ansonsten scheinen die Wiesbadener ein bisschen zögerlich darin, neue Ideen aufzugreifen und brauchen längere Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Da muss man als unabhängiger Einzelhändler schon einen langen Atem haben. Ein bisschen mehr Neugier würde ich mir da schon manchmal wünschen.

Wie findest Du denn die Lage Eures Geschäfts hier in einer Seitenstraße der Dotzheimer Straße?

Die Lage ist schon auch ein Punkt. Da gibt es die Innenstadt, die ich mir als kleiner Einzelhändler nicht leisten kann. Stichwort: langer Atem! Aber für unser Konzept ist der Laden ideal geschnitten und liegt am Rand der Innenstadt. Mit unserem Nischensortiment und weil sich die gute Beratung herumspricht, funktioniert das bisher ganz gut. Und wer doch nicht hierher laufen möchte, kann ja unseren Online-Shop nutzen.

Was sind denn Deiner Meinung nach die Trends im Kochbuchmarkt?

Bei den Neuerscheinungen setzen sich die aktuellen Trends fort: Streetfood, vegane Küche, Blogger als Kochbuchautoren. Die generelle Achtsamkeit und das Bewusstsein gegenüber der eigenen Gesundheit, aber auch beim Umgang mit Nahrungsmitteln findet weiterhin statt. Insgesamt wird die Küche wieder einfacher und bodenständiger auf der Basis frischer regionaler Produkte in bestmöglicher Qualität. Traditionelle Rezepte und Zutaten sind gefragt und werden für die heutigen Ansprüche modernisiert und an die jeweilige Ernährungsform angepasst, ob Paleo, Low Carb, gluten- und laktosefrei, vegan oder vegetarisch. Die vegane Küche kommt heute eher undogmatisch und alltagstauglich daher. Das finde ich richtig gut!

Buchgenuss_Kasse

Jetzt im Sommer locken viele bonbonbunte Eis-Bücher.

Hast Du einen Lieblingskochbuchautor?

Da gibt es so viele! Ich habe eine große Schwäche für britische Köche – Yotam Ottolenghi, Hugh Fearnley-Whittingstall sowie Nigel Slater. Denn keiner kann so sinnlich über Essen schreiben wie er. Auch das Konzept seiner Kochbücher mag ich. Da steht dann kein genaues Rezept, sondern eine grobe Anleitung mit dem Hinweis: „Nimm, was Dir schmeckt, trau Dich!“ Da sind die deutschen Autoren etwas anders. Die Schweizer Spitzenköchin Tanja Grandits, weil sie so eine fröhlich-elegante kulinarische Handschrift hat und es schafft, ihr hohes Kochniveau  für Hobbyköche darzustellen. Das hat bisher immer gut geklappt und uns und unseren Gästen ausgezeichnet geschmeckt.

Hast Du noch einen kulinarischen Tipp für die Wiesbadener?

Ich liebe den Wiesbadener Wochenmarkt. Ich empfehle meinen Kunden auch gern den Yun Fa Asia-Laden in der Dostojewski- Ecke Waldstraße, der viele frische Produkte hat. Obst, Gemüse, Kräuter und Hülsenfrüchte hole ich gerne in den zahlreichen türkischen Geschäften rund um die Wellritzstraße. Nirgends ist das Preis-Leistungs-Verhältnis so gut.

 Neugierig geworden? Dann schaut doch mal wieder bei Eurem Buchhändler um die Ecke rein, was der so alles anbietet und erzählen kann. Jedenfalls mehr als der Internet-Händler! Wetten?

Kebo Homing fragt jeden Monat nach etwas Typischem. Im Juni ist das natürlich “Typisch für den Urlaub“.

Sie hat uns mitgenommen auf einen sehnsuchtsfördernden Trip in die Toskana. Hach, da werden Erinnerungen wach!

Bei uns steht diesen Sommer eine Woche Nordsee-Urlaub an. Ich liebe die Weite, das Möwenkreischen, den Wind… Und der BEdW weiß einfach, dass ich in Situationen, in denen ich einen klaren Kopf brauche, einfach ein paar Tage Nordsee-Luft schnuppern muss. Noch ein Grund für das B in BEdW :)

Typisch für JEDEN Urlaub ist aber, dass ich jede Menge Bücher mitnehme. Das war immer eine Schlepperei! Aber nicht seit es eBook-Reader gibt!

  

Ich liebe immer noch Bücher aus Papier. Aber auf Reisen oder zum Lesen auf der Terrasse nach Sonnenuntergang sind eReader einfach genial! 

Also lade ich mir ein paar Bücher herunter und stecke sämtlichen Lesestoff in die Handtasche!

Aber das ALLERBESTE kommt erst noch! Egal, wo ich bin: Sobald ich WLAN-Zugang habe, kann ich mir überall auf der Welt neue Bücher downloaden. Früher musste man in Bahnhofsbuchhandlungen gehen und auf fremdsprachige Bücher hoffen. Oder man stöberte verzweifelt in den zurückgelassenen Schnulzen der Vormieter.

Also: Typisch für meinen Urlaub sind massenhaft Bücher – ohne jede Beschränkung dank meines eReaders. Hurrah!

Was ist mit Euch: Lest Ihr im Urlaub? Lieber auf Papier oder habt Ihr auch einen eReader? 

Es ist Freitag und die Spargelsaison neigt sich dem Ende zu. Also gibt’s zum heutigen Friday Night Dinner Date einen vielleicht letzten Spargelsalat – geht schnell, schmeckt köstlich! Also, ran an die Stangen!

Wenn der Johannistag näher kommt, sich die Saison für Spargel also dem Ende neigt, ziehen wir gerne Bilanz: Haben wir ausreichend Spargel gegessen, um bis zum nächsten Frühjahr durchzuhalten? Sollen wir einige Stangen einfrieren? Haben wir alle Gerichte ausprobiert, die wir machen wollten?

In diesem Jahr können wir eine positive Bilanz ziehen: Es gab mindestens einmal wöchentlich, manchmal auch mehrmals Spargel. Ich denke, ich kann mich bis zum nächsten April retten. Essen wir ihn anfangs noch ganz pur – also nur mit Kartoffeln, Schinken, etwas Butter – variieren wir mit zunehmendem Sättigungsgrad. Dann gibt es ihn als Suppe, überbacken oder als Belag auf Pizza und Flammkuchen.

Besonders beliebt in diesem Jahr war die Variante als Salat. Ob vegetarisch mit Rosmarinblüten oder lauwarm mit Jakobsmuscheln und Pilzen. Der Star der Saison hieß Spargelsalat!

Kabeljau_Spargelsalat

Dafür haben wir unseren Spargelsalat mit Flußkrebsen und Kräuterseitlingen einfach abgewandelt und stattdessen Nordseekrabben und kleine, frische Pfifferlinge verwendet, die es jetzt auf dem Markt schon gibt.

Dazu ein Kabeljaufilet leicht mit Mehl bestäuben, salzen und pfeffern und in ausreichend Butter anbraten.

Fertig ist ein leichtes, sommerlich frisches Gericht, zu dem ganz hervorragend ein Glas kalter Weißwein passt. Beispielsweise dieser Riesling von BattenfeldSpanier.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Wir lesen uns Mittwoch wieder mit einer neuen Folge meiner kleinen Reihe “So genießt Wiesbaden“!

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