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Für drei kulinarische Dinge ist Frankfurt berühmt: Grie Soß, Handkäs mit Musik und Ebbelwoi. Genial, wenn man alle drei miteinander kombinieren kann!

Manche Reize entfalten sich erst auf den zweiten Blick. Aber dann mit Karacho! Das bestätigen mir nicht-hessische Gäste immer dann, wenn sie sich in Handkäs mit Musik verlieben, der Grie Soß verfallen, Ebbelwoi als 1a-Durstlöscher entdecken…

Ebbelwoi

…und zum Schluss sagen: „Frankfurt hat ja doch auch schöne Ecken!“ Jahaaaaaa, wir sind eben nicht ganz so laut wie andere Städte, deren Tourismus-Marketing einem permanent entgegenbrüllt, wie hip/urig/historisch man doch ist.

Dabei gibt's zahlreiche urige, historische, hippe Ecken. Etwa im Bahnhofsviertel!

Dabei gibt’s zahlreiche urige, historische, hippe Ecken. Etwa im Bahnhofsviertel!

Nö, der Frankfurter ist da eher entspannt und sagt sich: „Lass die nur komme. Irschendwann liebe se uns aaach!“ Bis dahin darf man auch ungestraft Kritik an den weniger schönen Plätzen der Stadt üben, denn der Frankfurter ist auch nicht immer so ganz überzeugt von seiner Stadt. Und von Fußball reden wir an der Stelle mal lieber erst gar nicht!

Was die Diva vom Main mir schon "Koppweh" bereitet hat!

Was die Diva vom Main mir schon „Koppweh“ bereitet hat!

Ich könnte Euch jetzt noch ein bisschen vorschwärmen davon, wie wunderbar grün Frankfurt ist…

Eschborn

…ja, richtig gehört: GRÜN!

 

Zum Beispiel von unserem Hausberg "Lohrberg" aus betrachtet.

Zum Beispiel von unserem Hausberg „Lohrberg“ aus betrachtet.

Oder welche genialen Kabarettisten wir hervorgebracht haben (nein, ich rede weder von Heinz Schenk noch von Lisel Christ!)

Beltz

Oder davon, wie cool unser neues Uni-Gelände im ehemaligen IG-Farben-Haus geworden ist:

Uni

Ich könnte Euch auch von Büro-Ausblicken vorschwärmen, die so schön sind, dass man manchmal vom Arbeiten abgehalten wird:

Wiesenhüttenplatz

Oder davon, wie wunderbar der Main mittlerweile in das Stadtleben integriert ist und zu einer echten Oase für die Frankfurter wurde:

Main

Dabei hätte ich die Börse und den Finanzplatz Frankfurt ebensowenig erwähnt…

Börse

…wie die Bedeutung des Verkehrsknotenpunktes Rhein-Main:

Hbf

Und würde immer noch nicht müde, weitere Skyline-Bilder zu posten, die sich zuuuufällig auf meinem Handy befinden:

Processed with Rookie

Ja, das könnte ich tun. Aber hier soll’s ja um’s Essen gehen! (Während ich mich über meine leichte Skyline-Obsession wundere, finden sich doch noch zahlreiche Skyline-Fotos auf meinem Handy!)

Deswegen gibt es heute das geniale Frankfurter Handkäs-Brot, das als Seckbacher Handkäs-Brot in der urigen Ebbelwoi-Kneipe „Zum Rad“ angeboten wird – allerdings mit Quark!

Mein Frankfurter Handkäs-Brot is „e klaa bissi anners“ und vereint – versprochen ist versprochen! – das Dreigestirn Handkäs-Grie Soß-Ebbelwoi miteinander. Außerdem ist es eine prima Resteverwertung! Und sowas mag ich ja besonders!

Handkäsbrot

Ihr benötigt für 2 Personen folgende Zutaten:

2 Scheiben Sauerteigbrot – gerne vom Vortag

1-2 Handkäs

Für die „Musik“:

1 kleine rote Zwiebel oder Schalotte, in feine Ringe geschnitten

2 EL Weinbranntweinessig

2 EL Ebbelwoi

3 EL Pflanzenöl

Kümmel

weißen Pfeffer

Außerdem:

2-3 EL Grie Soß , ebenfalls gerne vom Vortag (Alternative: siehe unten)

So geht’s:

Die „Musik“ miteinander verrühren und über den in Scheiben geschnittenen Handkäs geben. Einige Minuten ziehen lassen. Währendessen die Brotscheiben mit Grie Soß bestreichen. Handkässcheiben obenauf legen und die Musik drübergeben.

(Wenn Du keine Grie Soß vom Vortag übrig hast, nimmst Du etwas Schnittlauch, Kerbel, Petersilie, Pimpinelle, Kresse, Borretsch und Sauerampfer (NIEMALS Dill!), hackst alles sehr fein und verrührst die Kräuter mit Quark oder Frischkäse. Das schmeckt himmlisch auf’s Brot!)

Dazu passt ausschließlich Ebbelwoi. Sauer gespritzt. Ned süß. Wir sind hier ned in der Cocktailbar!

Ich hoffe, meine kleine Frankfurter Liebeserklärung hat Euch Spaß gemacht. Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende!

Euer: 

Frankfurter

 

 

An die klassische Pasta Carbonara reicht kaum etwas heran. Etwas sommerlicher, leichter und abwechslungreicher ist diese Variante mit Zucchini und kleinen, feinen Chili-Ringen.

Ein richtiger Seelenstreichler ist die Pasta Carbonara: Cremig, würzig, seidig und mit jeder Menge Aromen von Käse und Speck. Gibt es etwas Köstlicheres? Oft servieren wir einen Salat dazu, damit wenigsten ein bisschen Vitamine auf dem Tisch stehen. Die cremige, speckige Sauce legt sich aber so über die Zunge, dass ein säuerlich angemachter Salat nicht mehr so recht passt und nur noch bitter schmeckt. Da siegt also meist die Vernunft über den Geschmack…

Wie schön, wenn man die ersten reifen Zucchini bekommt und einfach mit gesundem Gemüse der Lieblingspasta ein frühlingshaftes Kleidchen anzieht!

Zucchini Carbonara

Feingeschnittene Chilischoten bringen zudem noch etwas Pepp in die Sauce und sorgen für noch mehr Farbe auf dem Teller!

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

1 Zucchino

1 scharfe rote Chilischote

2 Eier (komplett)

3 Eigelb

ca. 150 gr geräucherter Bauchspeck

4 gehäufte EL frisch geriebener Parmesan

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Salz

Muskatnuss

Olivenöl

optional: frische Petersilie, gehackt

Zubehör: Pfanne, Topf, Sieb, Schneebesen

Zubereitungszeit: unter 30 Minuten

Schwarte vom Bauchspeck entfernen und in kleine Würfelchen schneiden. Eier verkleppern, mit Parmesan und den Gewürzen zu einer homogenen, nicht zu flüssigen Masse verrühren. Falls es sehr flüssig ist, noch etwas Parmesan zugeben. Ist sie eher breiig, kannst Du sie ausnahmsweise mit einem Schluck Sahne verdünnen. (Keine Sorge vor den Besserwissern: Auch italienische Mamas nehmen manchmal Sahne!)

Zucchino waschen und halbieren. Die Hälften in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Chilischote in feine Scheiben schneiden. Petersilie waschen, trockentupfen und hacken.

Speckwürfel in einem Spritzer Olivenöl langsam aber kross ausbraten. Die Würfel sollen richtig knusprig aber nicht hart sein. Nudeln (hier: Fussili) in der Zwischenzeit al dente kochen. Zucchini und Chili zum Speck in die Pfanne geben und kurz heiß werden lassen. Die Zucchini-Scheiben sollten noch Biss haben!

Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen (etwas Wasser darf noch übrig bleiben. Die Nudeln also nicht zu stark abschütteln) und zurück in den Topf geben. Dann die Speck-Zucchini-Chili-Mischung hinzugeben und gut vermischen. Abschließend die Ei-Käse-Masse unterrühren. Sofort auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit der Petersilie garniert sofort servieren.

Fertig ist ein köstliches, schnelles Pastagericht, das etwas Abwechslung in den Klassiker Carbonara bringt. Guten Appetit!

Wer wie ich von Erbsen nie genug bekommt, mischt einfach Kichererbsen und grüne Erbsen zu einem schnellen, gesunden und würzigen Chana Matar Masala!

Die Ayurvedische Küche liebt Kichererbsen (Chana) und grüne Erbsen (Matar) vor allem wegen ihrer Protein-Power. Hiermit können sich nicht nur Vegetarier und Veganer ihre Extraladung Protein abholen. Aber auch wer sich nicht fleischlos ernährt, tut sich was Gutes: Die Kichererbse steckt voller Magnesium, Calcium und Eisen, die grüne Erbse bringt außerdem noch Vitamin A und C mit. Lauter gute Gründe, um sich zusammen mit köstlichen indischen Gewürzen ein kraftvolles Chana Matar Masala zuzubereiten:

kichererbsencurry

Dieses schnell zubereitete indische Gericht sieht nicht nur wunderhübsch aus, sondern ist auch schnell fertig. Zudem macht es richtig ordentlich satt. Und am nächsten Tag schmeckt es aufgewärmt mindestens noch mal so gut! Wer öfter indisch kocht, hat vermutlich sogar alle Zutaten im Haus. Perfekte Voraussetzungen, um in die Kategorie „Friday Night Dinner Date“ zu rutschen, oder?

Zutaten für 2 Personen:

1 EL Rapsöl (Nicht-Veganer: Ghee)

1 TL braune Senfsamen

1 kl Zwiebel, fein gehackt

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die entsprechenden Zutaten sehr fein gehackt)

1 TL scharfes Chilipulver

1 TL Kurkuma

1 TL brauner Zucker

400 gr Kichererbsen aus der Dose, abgetropft und leicht abgespült

200 ml Tomatensaft

1 EL Garam Masala

1/2 TL Tamarindenpaste

1 EL getrocknete Bockshornkleeblätter

4 EL TK-Erbsen, aufgetaut (oder je nach Saison frische Erbsen)

1 Stange Staudensellerie, in Scheiben geschnitten

Salz

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel

Zubereitungszeit: 20-30 Minuten

Beilagen: Naan und Gurken-Raita (Joghurt, fein geraspelte Salatgurke, Salz und Cumin mischen. Veganer ersetzen den Joghurt entsprechend.)

So geht’s:

Das Rapsöl in der Pfanne erhitzen. Braune Senfsamen hinzugeben und warten, bis sie zu springen anfangen. Hitze etwas herunterstellen. Zwiebeln und Ingwer-Knoblauch-Paste andünsten. Braunen Zucker hinzugeben, bis die Zwiebeln leicht karamellisiert sind. Chilipulver und Kurkuma hinzugeben und ebenfalls anrösten.

Mit Tomatensaft ablöschen. Eventuell noch etwas Wasser hinzugeben. Jetzt die Kichererbsen und den Staudensellerie in die Sauce geben und mit geschlossenem Deckel auf mittlerer Hitze gar köcheln lassen.

Deckel öffnen und die Tamarindenpaste unterrühren. Grüne Erbsen ebenfalls unterrühren und gar ziehen lassen. Bockshornkleeblätter und Garam Masala sowie zum Abschmecken Salz hinzugeben und alles noch mal heiß werden lassen.

Mit Naan und Raita servieren!

Power-Food für’s lange Pfingstwochenende! Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und viel Spaß beim Genießen!

Nein, der gute alte Julius* hat nichts mit dem Caesar’s Salad zu tun. Klassiker sind aber beide. Wurde Zeit, dass ich einen meiner Lieblingssalate endlich mal für Euch zubereite!

Mit mir kann man prima essen gehen. Ich bin garantiert keine dieser Frauen, die an einem kleinen Beilagensalat („Dressing by side, bitte!“) rumzutzeln oder die Servicekraft mit Fragen nach Kalorien und Kohlehydraten in den Wahnsinn treiben. Auch vom Brotkörbchen lasse ich garantiert niemals die Finger (hey, manche Restaurants besuche ich alleine wegen ihres Brötkörbchens ein zweite Mal!). Aber herzhaften Salaten, die eine sättigende Hauptmahlzeit ergeben, wie etwa der Salade nicoise, haben meine volle Aufmerksamkeit.

Das gilt auch für den Caesar’s Salad, der mit Croutons, Parmesan und – bei der Hauptmahlzeit-Variante – gegrillter Hähnchenbrust nun wirklich auch hungrige Damen sättigt. Damen? Ja, beim Essengehen denke ich immer gerne an Frank „Ol‘ Blue Eyes“ Sinatra: „She get’s far too hungry before Dinner at eight (…) This lady is a tramp!“ C’est moi!

Neben Croutons, Parmesan und Hühnchen sorgt auch eine herzhafte Vinaigrette mit Ei und Sardellen für ausreichend Sättigung. Sieht das nicht köstlich aus?

Caesarssalad

Die allwissende Müllhalde (aka Wikipedia) weiß natürlich auch, dass der Caesar’s Salad nichts mit Julius Caesar oder anderen Caesaren zu tun hat, sondern zu Zeiten der Prohibition kurz hinter der mexikanischen Grenze im Caesar’s Palace erfunden wurde (der Alkoholausschank in Mexiko war weiterhin legal und machte das Grenzstädtchen Tijuana plötzlich äußerst beliebt!). Der Ansturm der erzwungenen Abstinenzler war so groß, dass Chef Cesare Cardini kaum noch hinterher kam. Die Zutaten für den Caesar’s Salad waren wohl die, die er noch zusammenkramen konnte. Naja, wie Legenden halt so gestrickt werden…

Mein Caesar’s Salad ist jedenfalls eine Anlehnung an das Original-Rezept, das mittlerweile auch – wie jeder gute Klassiker – hunderte Varianten kennt.

Zutaten für 2 Portionen Caesar’s Salad als Hauptgericht:

2 Hähnchenbrüste ohne Haut

2 Scheiben Weißbrot vom Vortrag (oder frisches im Umluftofen leicht trocknen)

2 EL Butter

2 Romana-Salatherzen

Optional: eine große Handvoll gemischter Pflücksalat

1 Eigelb

1 EL mittelscharfer Senf

1 EL gesalzene Kapern

3 Sardellenfilets in Öl

6 EL Sherryessig

Zitronensaft zum Abschmecken

100ml Rapsöl o. anderes neutrales Pflanzenöl

50ml Gemüsebrühe

4 EL Parmesan, frisch gerieben

Einige Späne Parmesan zum Garnieren

Optional: Etwas frische Kresse

Salz

weißer Pfeffer, frisch gemahlen

Prise Zucker

Prise Cayennepfeffer

Zubehör: große Salatschüssel, Mörser, Schneebesen, Grillpfanne, beschichtete Pfanne

Zubereitungszeit: 40min

So geht’s:

Backofen auf 50 Grad einstellen.

Romana Salat in Streifen schneiden. Zusammen mit dem Pflücksalat waschen und trockenschleudern.

Parmesan reiben. Die Sardellenfilets sehr, sehr fein hacken oder im Mörser zerstoßen. Kapern fein hacken.

Weißbrotscheiben in Würfel schneiden. Wer mag, kann die Rinde abtrennen.

Hähnchenbrust mit Salz und Pfeffer würzen.

Grillpfanne auf mittlere bis hohe (nicht zu hohe!) Hitze erhitzen. Hähnchenbrüste darin von beiden Seiten anbraten. Dabei das Fleisch nicht zu oft wenden, damit es schöne Grillstreifen bekommt. Je nach Größe der Bruststücke dauert das um die zehn Minuten (Hähnchenfleisch immer durchgaren!). Wenn das Fleisch gar ist, im leicht warmen Backofen warm halten.

In der beschichteten Pfanne die Butter erhitzen und darin die Croutons bei hoher Hitze knusprig braten. Herausnehmen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Wer die Croutons lauwarm mag, ebenfalls im Backofen warm halten.

Das Eigelb in die Salatschüssel geben. Mit Salz (Vorsicht! Sardellen und Kapern sind auch salzig!), Pfeffer, einer Prise Zucker und der Prise Cayennepfeffer würzen. Senf und Essig hinzugeben und alles mit dem Schneebesen glatt rühren. Sardellen und Kapern ebenfalls unterrühren. Jetzt langsam das Öl einrühren, bis das Dressing leicht mayonnaise-artig wird. Damit es aber nicht zu dickflüssig wird, mit der Gemüsebrühe auflockern, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Parmesan unterheben und mit Zitronensaft abschmecken. Eventuell mit Salz, Pfeffer und Zucker noch etwas nachjustieren.

Jetzt den Salat in die Schüssel geben und gut vermischen. Einen Teil der Croutons ebenfalls unterheben.

Den Salat in zwei tiefe Teller geben. Restliche Croutons, Kresse und Parmesanspäne darübergeben. Hähnchenbrust in Streifen schneiden und auf dem Salat anrichten.

Meine Tipps zum Caesar’s Salad:

  • Ich verzichte bei meinem Dressing auf Knoblauch, weil ich ihn zu dominant finde und roh schlecht vertrage. Wer es klassisch mag, rührt aber einfach noch eine gequetschte Zehe in das Dressing.
  • „Härtere“ Salatsorten wie Eisberg, Endivie oder eben Romana halten dem schweren Dressing eher Stand als beispielsweise Kopfsalat. Einige Salatblätter kannst Du aber untermischen.
  • Da das Dressing cremig und etwas schwer ist, passt ein frischer, säurebetonter Wein dazu, beispielsweise ein Kerner, Grüner Veltliner oder Riesling.

*Ein echter Klassiker, der gute Caeasar’s Salad. Ich stelle mir trotzdem gerne vor, dass Julius Caesar und Brutus im Restaurant saßen. Ersterer bestellte den göttlichen Salat und fragte: „Et tu, Brute?“ Voraufhin Brutus natürlich gleichzog und ebenfalls einen Caesar’s Salad bestellte. Jaja, was könnte die Weltgeschichte friedlich ablaufen, wenn man essen statt kämpfen würde!

Kaum ist der 1. Mai vorüber, naht schon der nächste bundesweite Feiertag! Bis dahin gibt es noch Einiges zu tun! Da ist so ein köstlicher Toast mit Guacamole und pochiertem Ei ein richtiger Energie-Lieferant!

Die Selbstständigkeit bringt so einige Veränderungen mit sich: Zwar brauche ich mich nicht mehr mit Kollegen um die so genannten Brückentage zu streiten, muss aber vermutlich dennoch das ein oder andere erledigen. Macht ja sonst keiner… So ganz arbeitsfrei wird mein Wochenende also eher nicht!

Gleichzeitig bin ich aber viel freier in meiner Zeiteinteilung. Ich versuche jedenfalls bis Mittwochabend alle dringenden Termin-Projekte zu erledigen und hoffe einfach mal, dass das lange Wochenende auch ein solches wird.

Einen der größten Vorteile habe ich aber gestern mal wieder bemerkt: Wenn Dir eine wunderbare Foodbloggerin den Mund wässrig macht mit pochiertem Ei auf Avocado, machste einfach Mittagspause und – genau! – bereitest Dir ein pochiertes Ei zu für Deinen Toast mit Guacamole! Ätsch!

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(Ich bin sicher, es gibt ganze Foodblogger-Foto-Workshops, die sich dem pochierten Ei widmen. Bei mir fließt es IMMER in die falsche Richtung!)

So ein herzhafter Mittags-Snack ist köstlich, gesund und transportiert Dich nicht gleich ins Food-Koma. Perfekt, um die kurze Woche voller Power durchzurocken!

Da ich ein großer Fan von altbackenem Brot bin, habe ich eine Scheibe eines nicht mehr ganz frisches Sauerteigbrots entrindet und getoastet. Das schmeckt köstlich säuerlich und knusprig!

Diese habe ich mit einer leicht scharfen, mit Zitronensaft, Salz und Cayennepfeffer abgeschmeckten und mit einer halben gehackten Chili vermischten Guacamole dick bestrichen.

Darauf lege ich ein pochiertes Ei und würze es noch etwas mit Cayennepfeffer und einem mit Zitronenabrieb verfeinerten Salz.

Das pochierte Ei ist überhaupt nicht schwierig zuzubereiten:

Ich bringe 1l Wasser zum Kochen und gebe 1 EL Weißweinessig hinein (Essig bringt das Eiweiß zum Gerinnen!). Dann schlage ich ein Ei in eine kleine Schale oder Suppenkelle. Mit einem Kochlöffel rühre ich jetzt einen Strudel ins Wasser und lasse das Ei hineingleiten. Die Hitze schalte ich so herunter, dass das Wasser nur noch siedet. Nach etwa 3 Minuten ist das Ei wunderbar soft und heiß. Wenn Du es jetzt anstichst, zerfließt es goldgelb. Wunderschön!

Vorher kannst Du dein wunderbares Toast-Brot aber erstmal im Ganzen servieren:

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Das wäre doch auch mal ein herzhaftes Frühstück für den Vatertag, oder?

Ich wünsche Dir ein wunderbares langes Wochenende mit verführerischen Genüssen und viel Sonne! 

Es gibt eine besonders charmante Art, um sich vor Arbeit in der Küche zu drücken: Lass die Gäste arbeiten! Das gilt gerade auch für Freitagabend! Dafür eignen sich Pizza, Fahita oder auch Croques!

Ich mag es, wenn es beim Essen kommunikativ zugeht. Deshalb sind wohl auch Raclette und Fondue so beliebte Zubereitungsarten für Familienfeiern und Silvesterfeten. Da stehen 1000 Schälchen auf dem Tisch, jeder nimmt sich, was er am liebsten mag, und das Ganze geht über Stunden. Perfekt!

Im 21. Jahrhundert hat sich der Geschmack aber ein bisschen gewandelt. Da sind zwar immer noch Gerichte beliebt, die sich jeder selbst zusammenstellen kann. Aber heute machen wir uns vielleicht lieber gemeinsam Taco-Shells, Wraps oder hausgemachte Pizza.

Ein Küchenutensil, mit dem Du auch ganz schnell Deinen Gästen einen kleinen, individuellen Snack zubereiten kannst (oder sie sich selbst), ist ein Croque- oder Sandwich-Maker.

Dafür eignen sich Toastbrot, helle Brötchen, etwas altbackenes Körnerbrot, flache Brötchen und vieles mehr. Belegt mit Schinken, Käse, frischen Kräutern, Tomaten und vielem mehr wird eine einfache Stulle zu einem herrlich dekadenten Croque aka Sandwich.

Croque Mozzarella

In meiner Mittagspause mache ich mir so ein Croque auch gerne mal, um etwas Warmes im Magen zu haben. Ich liebe belegte Brote! Aber unter dem Sandwich-Maker erhitzt, mit flüssigem Käse und diesem Duft gerösteten Brots wird das Ganze gleich zu einer richtigen kleinen Mahlzeit! Dazu noch etwas Salat und ich bin im 7. Croque-Himmel!

Croque

Auf Dein Croque darfst Du natürlich machen, was Du am liebsten magst. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber das französische Sandwich eignet sich auch hervorragend zur Resteverwertung: Noch ein Schnippelchen Käse übrig oder eine einzelne Scheibe Schinken? Voilà, c’est tout!

Besonders schön sind saisonale Croques. Im Herbst dürfen es schon mal Chutney, Birne und Roquefort-Käse sein. Im Sommer Reste vom Grill-Fleisch, Harissa und Sommer-Tomaten. Im Frühling mag ich natürlich Bärlauch in allen Variationen!

Aber wohin mit all dem gepflückten Zeug, wenn er doch nur so kurz Saison hat? Ok, ein Teil kommt dekorativ in die Vase:

Bärlauch

Deshalb lege ich mir immer ausreichend Bärlauch in Öl und etwas Salz ein. Dazu hacke ich gewaschenen und getrockneten Bärlauch sehr, sehr fein, gebe ihn in ein sterilisiertes Schraubglas, salze ihn und gieße mit einem milden Olivenöl auf. So hält sich der Bärlauch mindestens ein Jahr – bis es wieder frischen gibt!

(Die Blütenknospen kannst du ebenfalls einlegen. Wie Kapern! Nur noch köstlicher!)

Mein Bärlauch in Öl kommt an fast alle Gerichte, die ich sonst mit Olivenöl und Knoblauch zubereiten würden. Den den vertrage ich nicht mehr so gut und mag auch die Stinkerei am nächsten Tag nicht immer. Also rühre ich den Bärlauch in mein Tsatsiki, gebe ihn auf Pizza, hebe ihn unter Tabouleh oder nutze ihn für Börek (alle Rezepte findest Du über die Suche-Funktion hier im Blog).

Für mein Croque deluxe brauchst Du:

Ein nicht zu krosses helles Brötchen (oder zwei Scheiben Sandwich-Toast)

1 Scheibe Serrano-Schinken

Einige Würfelchen Mozzarella (oder Feta, Taleggio, Pecorino, wenn Du den lieber magst)

Eine kleine, in Scheiben geschnittene Tomate (alternativ: getrocknete in Öl)

1 TL Bärlauch in Öl

einige Chiliflocken

Du halbierst das Brötchen, bestreichst eine Seite mit dem Bärlauch in Öl, gibst Schinken und Käse sowie die Tomaten darauf, salzt eventuell ein klein bisschen nach, streust einige (!) Chiliflocken drauf und klappst das Brötchen zu.

Dann legst Du einen ausreichend großen Streifen Backpapier so in den Croque-Maker, dass Unter- und Oberseite bedeckt sind. Darein legst Du Dein Croque und grillst es, bis der Käse schön weich ist.

Das Backpapier verhindert, dass Fett und Käse auf die Heizplatten kommen. Die Sauerei bekommst Du nur schwer wieder los…

Brötchen noch mal durchschneiden und noch heiß servieren! (Achtung! Nicht die Lippen verbrennen!)

Bärlauch ist ein tolles Kraut, das nicht nur im Frühling schmeckt! Ich ersetze damit in zahlreichen Rezepten Knoblauch und habe durch das Haltbar-Machen mit Öl und Salz immer einen Vorrat im Kühlschrank, der fast das ganze Jahr hält!

Deshalb ist mein edles Croque mit Bärlauch in Öl auch mein schneller Beitrag für das wunderbare Event #Bärlauchliebe2016 von Sina:

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Sie fragt noch bis morgen nach unseren Lieblingsrezepten mit Bärlauch. Und so banal mein Bärlauch in Öl auf einem heißen Croque auch sein mag: Eine Zutat, die 365 Tage im Jahr nicht ausgehen darf, hat den Titel „Lieblingsrezept“ aber mal sowas von verdient!

Mach‘ doch auch mal eine Croque-Party!

Aber vor allem: Hab ein schönes Wochenende!

Die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ zum Welttag des Buches geht bei mir heute Abend in die Schlussphase!

Du kannst mir heute noch bis 19 Uhr unter dem hier verlinkten Artikel als Kommentar hinterlassen, welchen Krimi ich unbedingt lesen soll.

Und mit etwas Glück gewinnst Du einen spannenden Bordeaux-Krimi aus der Zeit Napoleons III!

Mehr dazu ebenfalls im oben verlinkten Beitrag.

Also: schnell rübergesurfen und in den Lostopf hüpfen!

Ich bin gespannt, welchen Krimi Du mir empfiehlst!

Bordeaux

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