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Kaum ist der 1. Mai vorüber, naht schon der nächste bundesweite Feiertag! Bis dahin gibt es noch Einiges zu tun! Da ist so ein köstlicher Toast mit Guacamole und pochiertem Ei ein richtiger Energie-Lieferant!

Die Selbstständigkeit bringt so einige Veränderungen mit sich: Zwar brauche ich mich nicht mehr mit Kollegen um die so genannten Brückentage zu streiten, muss aber vermutlich dennoch das ein oder andere erledigen. Macht ja sonst keiner… So ganz arbeitsfrei wird mein Wochenende also eher nicht!

Gleichzeitig bin ich aber viel freier in meiner Zeiteinteilung. Ich versuche jedenfalls bis Mittwochabend alle dringenden Termin-Projekte zu erledigen und hoffe einfach mal, dass das lange Wochenende auch ein solches wird.

Einen der größten Vorteile habe ich aber gestern mal wieder bemerkt: Wenn Dir eine wunderbare Foodbloggerin den Mund wässrig macht mit pochiertem Ei auf Avocado, machste einfach Mittagspause und – genau! – bereitest Dir ein pochiertes Ei zu für Deinen Toast mit Guacamole! Ätsch!

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(Ich bin sicher, es gibt ganze Foodblogger-Foto-Workshops, die sich dem pochierten Ei widmen. Bei mir fließt es IMMER in die falsche Richtung!)

So ein herzhafter Mittags-Snack ist köstlich, gesund und transportiert Dich nicht gleich ins Food-Koma. Perfekt, um die kurze Woche voller Power durchzurocken!

Da ich ein großer Fan von altbackenem Brot bin, habe ich eine Scheibe eines nicht mehr ganz frisches Sauerteigbrots entrindet und getoastet. Das schmeckt köstlich säuerlich und knusprig!

Diese habe ich mit einer leicht scharfen, mit Zitronensaft, Salz und Cayennepfeffer abgeschmeckten und mit einer halben gehackten Chili vermischten Guacamole dick bestrichen.

Darauf lege ich ein pochiertes Ei und würze es noch etwas mit Cayennepfeffer und einem mit Zitronenabrieb verfeinerten Salz.

Das pochierte Ei ist überhaupt nicht schwierig zuzubereiten:

Ich bringe 1l Wasser zum Kochen und gebe 1 EL Weißweinessig hinein (Essig bringt das Eiweiß zum Gerinnen!). Dann schlage ich ein Ei in eine kleine Schale oder Suppenkelle. Mit einem Kochlöffel rühre ich jetzt einen Strudel ins Wasser und lasse das Ei hineingleiten. Die Hitze schalte ich so herunter, dass das Wasser nur noch siedet. Nach etwa 3 Minuten ist das Ei wunderbar soft und heiß. Wenn Du es jetzt anstichst, zerfließt es goldgelb. Wunderschön!

Vorher kannst Du dein wunderbares Toast-Brot aber erstmal im Ganzen servieren:

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Das wäre doch auch mal ein herzhaftes Frühstück für den Vatertag, oder?

Ich wünsche Dir ein wunderbares langes Wochenende mit verführerischen Genüssen und viel Sonne! 

Es gibt eine besonders charmante Art, um sich vor Arbeit in der Küche zu drücken: Lass die Gäste arbeiten! Das gilt gerade auch für Freitagabend! Dafür eignen sich Pizza, Fahita oder auch Croques!

Ich mag es, wenn es beim Essen kommunikativ zugeht. Deshalb sind wohl auch Raclette und Fondue so beliebte Zubereitungsarten für Familienfeiern und Silvesterfeten. Da stehen 1000 Schälchen auf dem Tisch, jeder nimmt sich, was er am liebsten mag, und das Ganze geht über Stunden. Perfekt!

Im 21. Jahrhundert hat sich der Geschmack aber ein bisschen gewandelt. Da sind zwar immer noch Gerichte beliebt, die sich jeder selbst zusammenstellen kann. Aber heute machen wir uns vielleicht lieber gemeinsam Taco-Shells, Wraps oder hausgemachte Pizza.

Ein Küchenutensil, mit dem Du auch ganz schnell Deinen Gästen einen kleinen, individuellen Snack zubereiten kannst (oder sie sich selbst), ist ein Croque- oder Sandwich-Maker.

Dafür eignen sich Toastbrot, helle Brötchen, etwas altbackenes Körnerbrot, flache Brötchen und vieles mehr. Belegt mit Schinken, Käse, frischen Kräutern, Tomaten und vielem mehr wird eine einfache Stulle zu einem herrlich dekadenten Croque aka Sandwich.

Croque Mozzarella

In meiner Mittagspause mache ich mir so ein Croque auch gerne mal, um etwas Warmes im Magen zu haben. Ich liebe belegte Brote! Aber unter dem Sandwich-Maker erhitzt, mit flüssigem Käse und diesem Duft gerösteten Brots wird das Ganze gleich zu einer richtigen kleinen Mahlzeit! Dazu noch etwas Salat und ich bin im 7. Croque-Himmel!

Croque

Auf Dein Croque darfst Du natürlich machen, was Du am liebsten magst. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Aber das französische Sandwich eignet sich auch hervorragend zur Resteverwertung: Noch ein Schnippelchen Käse übrig oder eine einzelne Scheibe Schinken? Voilà, c’est tout!

Besonders schön sind saisonale Croques. Im Herbst dürfen es schon mal Chutney, Birne und Roquefort-Käse sein. Im Sommer Reste vom Grill-Fleisch, Harissa und Sommer-Tomaten. Im Frühling mag ich natürlich Bärlauch in allen Variationen!

Aber wohin mit all dem gepflückten Zeug, wenn er doch nur so kurz Saison hat? Ok, ein Teil kommt dekorativ in die Vase:

Bärlauch

Deshalb lege ich mir immer ausreichend Bärlauch in Öl und etwas Salz ein. Dazu hacke ich gewaschenen und getrockneten Bärlauch sehr, sehr fein, gebe ihn in ein sterilisiertes Schraubglas, salze ihn und gieße mit einem milden Olivenöl auf. So hält sich der Bärlauch mindestens ein Jahr – bis es wieder frischen gibt!

(Die Blütenknospen kannst du ebenfalls einlegen. Wie Kapern! Nur noch köstlicher!)

Mein Bärlauch in Öl kommt an fast alle Gerichte, die ich sonst mit Olivenöl und Knoblauch zubereiten würden. Den den vertrage ich nicht mehr so gut und mag auch die Stinkerei am nächsten Tag nicht immer. Also rühre ich den Bärlauch in mein Tsatsiki, gebe ihn auf Pizza, hebe ihn unter Tabouleh oder nutze ihn für Börek (alle Rezepte findest Du über die Suche-Funktion hier im Blog).

Für mein Croque deluxe brauchst Du:

Ein nicht zu krosses helles Brötchen (oder zwei Scheiben Sandwich-Toast)

1 Scheibe Serrano-Schinken

Einige Würfelchen Mozzarella (oder Feta, Taleggio, Pecorino, wenn Du den lieber magst)

Eine kleine, in Scheiben geschnittene Tomate (alternativ: getrocknete in Öl)

1 TL Bärlauch in Öl

einige Chiliflocken

Du halbierst das Brötchen, bestreichst eine Seite mit dem Bärlauch in Öl, gibst Schinken und Käse sowie die Tomaten darauf, salzt eventuell ein klein bisschen nach, streust einige (!) Chiliflocken drauf und klappst das Brötchen zu.

Dann legst Du einen ausreichend großen Streifen Backpapier so in den Croque-Maker, dass Unter- und Oberseite bedeckt sind. Darein legst Du Dein Croque und grillst es, bis der Käse schön weich ist.

Das Backpapier verhindert, dass Fett und Käse auf die Heizplatten kommen. Die Sauerei bekommst Du nur schwer wieder los…

Brötchen noch mal durchschneiden und noch heiß servieren! (Achtung! Nicht die Lippen verbrennen!)

Bärlauch ist ein tolles Kraut, das nicht nur im Frühling schmeckt! Ich ersetze damit in zahlreichen Rezepten Knoblauch und habe durch das Haltbar-Machen mit Öl und Salz immer einen Vorrat im Kühlschrank, der fast das ganze Jahr hält!

Deshalb ist mein edles Croque mit Bärlauch in Öl auch mein schneller Beitrag für das wunderbare Event #Bärlauchliebe2016 von Sina:

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Sie fragt noch bis morgen nach unseren Lieblingsrezepten mit Bärlauch. Und so banal mein Bärlauch in Öl auf einem heißen Croque auch sein mag: Eine Zutat, die 365 Tage im Jahr nicht ausgehen darf, hat den Titel „Lieblingsrezept“ aber mal sowas von verdient!

Mach‘ doch auch mal eine Croque-Party!

Aber vor allem: Hab ein schönes Wochenende!

Die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ zum Welttag des Buches geht bei mir heute Abend in die Schlussphase!

Du kannst mir heute noch bis 19 Uhr unter dem hier verlinkten Artikel als Kommentar hinterlassen, welchen Krimi ich unbedingt lesen soll.

Und mit etwas Glück gewinnst Du einen spannenden Bordeaux-Krimi aus der Zeit Napoleons III!

Mehr dazu ebenfalls im oben verlinkten Beitrag.

Also: schnell rübergesurfen und in den Lostopf hüpfen!

Ich bin gespannt, welchen Krimi Du mir empfiehlst!

Bordeaux

Hurrah! Endlich Wochenende! Und endlich wieder Welttag des Buches!

Ich freu‘ mich, dass Du hergefunden hast und habe ein feines, kleines Buch für Dich, dass Du sicher noch nicht kennst, wetten? Aber erstmal Applaus für meinen Kumpel William Shakespeare, der heute seinen 452. Geburstag beziehungsweise 400. Todestag hätte. (PS: Mein Papa hat heute auch Geburstag! Dicken Geburtstagskuss, Papa!)

Und um die Lesefreude zu zelebrieren, verlose ich an einen von Euch heute ein Buch einer Autorin aus meiner Heimatstadt Wiesbaden:

Bordeaux

(Details zur Verlosung weiter unten)

Meine große Liebe für Big Will und warum er so zeitlos gut ist, habe ich im letzten Jahr schon mal ausgebreitet. Der TV-Sender arte hat sogar einen ganzen Schwerpunkt anlässlich des Geburts-/Todestages geplant (Details hier). Und der Verlag dtv verlost die DVD zur Macbeth-Neuverfilmung und einige Bücher des Shakespeare-Übersetzers Frank Günther in einem Gewinnspiel.

Aber es muss ja nicht immer Shakespeare sein! Manchmal liegt Lesefreude auch ganz nah! Geh‘ doch einfach mal in eine Buchhandlung in Deiner Stadt und frag‘ nach den nächsten Lesungen. Da kannst Du tolle Bücher entdecken, mit anderen Lesefans ins Gespräch kommen oder Autoren persönlich kennenlernen.

Ich musste für das Buch, das ich heute verlose, nicht mal in die Buchhandlung! Die wunderbare Christina vom chicen Design-Laden Stil Carrée  hat die Wiesbadener Autorin Kerstin Wolf-Mujkanovic zur Lesung in ihren wunderschönen Showroom gebeten:

StilCarree

Hier rechts seht Ihr auch andächtig lauschend die Wiesbadener Lifestyle-Bloggerin farbenfreundin. Lesungen sind also auch ganz tolle Treffpunkte!

Wie es sich für einen Foodblog gehört, muss es natürlich auch irgendwie um Genuss gehen. Und so spielt der Wein eine nicht allzu kleine Rolle in diesem spannenden Krimi, der im Frankreich des 19. Jahrhunderts spielt. Worum geht’s also?

In „Bordeaux Schuld und Vergessen“ bereitet Napoleon III die Weltausstellung Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris vor. Die Bewohner des Bordelais sind aufgeregt, anlässlich der Klassifizierungen ihrer Weine. Dann tauchen Moorleichen in den trocken gelegten Sümpfen auf. Als auch noch ein einheimischer Bewohner verhaftet wird, nimmt Pater Bontout die Ermittlungen auf und taucht ein in eine grauenhafte Welt voller Gier und Missgunst.

Die Autorin war so charmant mir ein Exemplar ihres Bordeaux-Krimis für die Verlosung zur Verfügung zu stellen. Eine Widmung gibt’s auch noch! Dankeschön!

Na, hast Du Lust mitzumachen und einen Krimi zu gewinnen, den Du garantiert noch nicht kennst?

UND SO MACHST DU MIT:

– Mitmachen kann jede(r), der mir einen Kommentar und seine/ihre Mailadresse hinterlässt. Minderjährige benötigen das Einverständnis ihrer Eltern.

– Ein Exemplar des oben vorgestellten Kriminalromans als Taschenbuch inkl. Widmung wird verlost und mit der Post an den/die GewinnerIn verschickt. Die Auslosung erfolgt am Dienstag, 26. April 2016, 20:00h. Der Versand findet bis zum 7. Mai 2016 statt, falls nicht anders vereinbart.

– Um im Lostopf zu landen, hinterlasse mir bis zum 26. April 2016, 19:00 Uhr, unter diesem Beitrag eine Antwort auf die Frage: Welchen Krimi sollte ich 2016 unbedingt lesen?

– Als Owner und Moderator dieses Blogs behalte ich mir vor, sexistische, rassistische oder sonstwie beleidigende oder unpassende Kommentare nicht zur Veröffentlichung freizugeben.

– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der/die GewinnerIn wird am 26. April 2016 per Los ermittelt und anschließend per Email benachrichtigt.

Hinterlasse also bitte Eure Email-Adresse!! Diese wird ausschließlich zum Zwecke der Auslosung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben!

– Mit der Teilnahme an der Verlosung erklärst Du Dich damit einverstanden, dass  ich – falls Du gewinnst – Deinen Vornamen in einem Blog-Post nenne.

– Wie auch im letzten und vorletzten und vorvorletzten Jahr bedingt sich der bEdW aus, auch solche Antworten zuzulassen, die auf folgende Frage antworten: Aber warum heißt es nicht Froderick Fronkenstein?” Wer also darauf eine Antwort weiß, wandert auch in den Lostopf (*insert Mega-Eyeroll here*).

Viel Glück!

Wenn Du hier öfter vorbei schaust, weißt Du ja vielleicht, dass ich für mein Leben gerne lese. Was gerade auf meinem Nachttisch liegt, siehst Du immer rechts in der Navigationsleiste. Was ich dort poste, kann ich Dir auch wirklich empfehlen. Alles andere landet nicht in dieser Rubrik. Und falls Du mehr zu einem Buch wissen willst, das ich gerade lese, kannst Du mir gerne einfach eine Email schreiben!

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Ganz viele weitere tolle Aktionen von Foodbloggern zum Welttag des Buches gibt es übrigens hier:

Dynamite Cakes: http://www.dynamitecakes.de/low-carb-jasmin-mengele/

Glasgeflüster: http://wp.me/p1SU6b-1QR

Feinschmeckerle: http://feinschmeckerle.de/2016/04/23/blogger-schenken-lesefreude-leberskaesjunkie-der-neue-bestseller-von-rita-falk

Bushcook’s Kitchen: http://www.bushcook.de/2016/04/blogger-schenken-lesefreude-am-welttag.html

Schnin’s Kitchen: http://schninskitchen.de/2016/04/23/selber-eingemacht-rezension/

Asien kulinarisch: http://asien-kulinarisch.de/

Eine Übersicht aller teilnehmenden Blogs findest Du hier.

Es waren mal zwei Schwestern: Frittata und Tortilla. Nach der Geburt wurde die eine nach Italien, die andere nach Spanien verschleppt.  Aber stets blieben sie verbunden: In ihrer Liebe zu Resten!

Über die Woche sammelt sich so einiges an, das zum Wegwerfen viel zu schade ist und doch keine eigene Mahlzeit mehr ergibt: eine gekochte Kartoffel, eine halbe Zucchini, ein Eigelb… Du kennst das sicher. Dann ruft die „Resteküche“.

Wenn Du sehr hungrig bist und es herzhaft magst, zauberst Du Dir aus Resten einen Kartoffelauflauf.

Willst du es aber etwas leichter, fluffiger, mit der Option auch noch kalt ein Häppchen zu essen oder kleine Portionen zum Aperitif zu reichen, erinnerst Du Dich an die Schwestern Frittata und Tortilla und machst Dir einfach das:

Frittata

Frittata und Tortilla sind nichts anderes als mit Gemüse gestockte Eier, die wie ein Omelette gebacken aber nicht geklappt werden. Hinein passt, was Dir schmeckt und schnell gart oder (im Fall von Kartoffeln) schon gegart ist.

Zutaten für meine schnelle Variante einer Frittata aka Tortilla:

4 Eier

2 EL Milch

2 gekochte Kartoffeln (mittelgroß, festkochend, geschält)

1/2 rote Paprika

1 Stange Sellerie

2 Frühlingszwiebeln (das Weiße)

1 EL Kräuterfrischkäse (oder Créme fraiche)

1 EL gehackte Petersilie

Salz

Pfeffer

Muskat

edelsüßer Paprika

1 EL Butter

1 EL Speck, gewürfelt (Vegetarier lassen es weg)

1 kleine weiße Zwiebel, gehackt

Beilage: Frischer grüner Salat

Zubehör: große Pfanne, idealerweise beschichtet. Teller, der so groß ist wie der Pfannenboden.

Zubereitungszeit: 20min

So geht’s:

Eier mit der Milch verkleppern, salzen und mit Pfeffer, Muskat und Paprika würzen.

Backofen auf 175 Grad Oberhitze vorheizen.

Das Gemüse würfeln. Die Butter in der Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, den Speck und die Zwiebeln darin anschwitzen. Das Gemüse – außer den Kartoffeln – hinzugeben und andünsten.

Kartoffelstücke hinzugeben und alles etwas salzen und pfeffern.

Eiermasse hinzugeben, durch Rütteln etwas verteilen und langsam stocken lassen (eventuell Hitze etwas reduzieren).

In den Ofen schieben und durchgaren lassen.

Pfanne aus dem Ofen holen (Achtung, heiß!) und Teller darauf legen. Stürzen und in „Kuchenstücke“ teilen oder in kleine Häppchen, wenn Du die Frittata zum Aperitif reichen willst.

Mit grünem Salat und garniert mit etwas Petersilie servieren.

Fertig ist ein herzhaftes, leichtes Abendessen, das Dir Dein Gemüsefach leer räumt, bevor es Samstag zum Markt geht. Natürlich kannst Du auch etwas Schafskäse hineinkrümeln. Oder eine scharfe Chorizo würfeln. Auch geviertelte Champignons schmecken gut dazu. Die Schwestern Frittata und Tortilla sind da sehr aufgeschlossen!

Habt ein schönes, romantisches Wochenende!

In unserem imaginären Ehevertrag ist festgehalten: Eine Portion der allerbesten Bolognese der Welt muss immer im Haus sein. Ja, wenn der bEdW das liest, sollte er sich bald wieder an den Herd begeben! 

Wer sich nicht gerade auf dem Schulhof kennen und lieben lernt, bekommt mit der Liebe des Lebens auch gleich ein Päckchen Geschichte(n) mitgeliefert. Manche verschweigt man besser, andere kommen erst nach 10 bis 15 Tequila auf den Tisch. Und wieder andere werden immer und immer wieder erzählt. So lange, bis die geneigte Ehefrau glaubt, sie sei selber dabei gewesen.

So geht es mir bei den Geschichten rund um Rainer und Danielle. Jenen Freunden aus Italien, die der beste Ehemann der Welt (bEdW) lange vor mir kannte. Und dank derer er als ganz junger Kerl ein bisschen große weite Welt in Italien schnuppern durfte.

Rainer und Danielle haben sich unsterblich in das Herz des bEdW eingebrannt und eine Liebe für guten Wein, lange Gespräche, italienische Lebensart, die einzig wahre Carbonara und eben jene Bolognese eingepflanzt, die bis heute blüht und grünt.

Lasagne

Von Rainer und Danielle ist immer dann die Rede, wenn die Bolognese in Topf und Teller kommt. Nie wird vergessen, sich an sie zu erinnern und leise „Danke!“ zu sagen für ein Rezept, das ganz ohne Chichi, ohne Sous Vide, ohne Edelschokolade auskommt.

Mögen andere ihre Bolognese nur rechtsherum 78 Stunden lang rühren und dabei buddhistische Mandalas in den Parmesan kratzen. Unser Rezept für die – natürlich! – allerbeste Bolognese der Welt kommt aus dem Herzen Italiens (und aus unserem) geht so:

(Disclaimer: Jeder, der sein eigenes Bolognese-Rezept hat, soll dieses hegen, pflegen und weitergeben. Aber unseres schmeckt uns genau so! Danke!)

Zutaten für einen großen Topf Bolognese für mindestens 6 hungrige Esser. Oder 2, die sich versprochen haben, dass immer mindestens eine Portion eingefroren im TK-Fach auf Tage wartet, die Soulfood dringend nötig machen:

1 kg Rinderhackfleisch

3 Scheiben Markknochen

3 frische Lorbeerblätter

500 gr klein gehackte Karotten

200 gr klein gehackter Knollensellerie

3 klein gehackte Knoblauchzehen

2 normalgroße ebenfalls gehackte Zwiebeln

0,5 l passierte Tomaten

2 Dosen (à 400gr) stückige Tomaten

1 Dose (á 800 gr) geschälte Tomaten

(In der Saison kannst Du natürlich auch geschälte frische Tomaten verwenden. Am besten weckst Du Dir schöne Sommertomaten selbst ein!)

1 EL Tomatenmark

1/2 Flasche trockener Rotwein (uns taugt hier immer gut ein Chianti)

2 getrocknete Peperoni

Salz, Pfeffer, Zucker, Prise Cayennepfeffer

Rosmarin, Oregano und/oder andere italienische Kräuter (sofern vorhanden frisch, ansonsten auch getrocknet möglich)

So geht’s:

Markknochen in einem großen Topf bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, bis sich das Mark rausquetschen lässt. Mark auslassen und die Knochen zur Seite stellen (werden später wieder mitgekocht). In dem Mark, das jetzt quasi als Öl fungiert, die gehackten Zwiebeln anschwitzen. Zuckern. Das Tomatenmark anrösten (so verliert es die penetrante Säure). Dann das Hackfleisch scharf anbraten. Jetzt den Wein zugießen und ebenfalls verkochen lassen, bis nur noch ganz wenig Flüssigkeit vorhanden ist.

Dann das gehackte Gemüse, die Lorbeerblätter, die Peperoni und die Tomaten zugeben. Auch die Markknochen können jetzt wieder rein. Alles zugedeckt mindestens zwei Stunden köcheln lassen.

Besser ist eine längere Kochzeit. Also 4-6 Stunden. Im Idealfall setzt Du  das Ragu  am Vortag an und wärmst es am nächsten Tag wieder auf, schmeckst es ab.

Denn: Je mehr Zeit Du dem Ragu schenkst, desto besser. (Dummerweise kann ich mich so lange nie gedulden und drängel den bEdW immer dazu, nur die Mindestkochzeit zu verwenden. Geduld wird aber belohnt. Glaub mir!)

Wenn das Ragu geköchelt hat, kommt das Abschmecken: Fleisch und Gemüse “schlucken” sehr viel Salz. Da kann man also schon mal ordentlich ins Salztöpfchen greifen. Zu scharf sollte das Ganze nicht werden, deshalb bei Pfeffer und Cayennepfeffer etwas zurückhaltender würzen. Zucker ist in erster Linie nötig, um die Säure der Tomaten und des Weins etwas zu neutralisieren. Da die Möhren aber auch süßlich sind, darf man es auch beim Zuckern nicht übertreiben.

Zum Servieren frische Kräuter unterheben. Auch wenn Puristen keinen Oregano ins Ragu geben. Das ist Deinem Gusto überlassen!

Mit geriebenem Parmesan heiß servieren und die Seele streicheln lassen!

Genial ist diese Bolognese mit Tagliatelle oder als Basis für eine herzhafte Lasagne.

Ariane vom wunderbaren Blog Tra dolce ed amaro hat das höchstrichterliche Ragu-Rezept der italienischen Handelskammer hier veröffentlicht. Sie räumt auch mit der Mär auf, ein Ragu müsse 12, 24 oder 48 Stunden köcheln. Diese Angabe stammt noch aus einer Zeit, als das Fleisch nicht immer ganz hygienisch gelagert werden konnte. Die italienische Mamma kann darüber nur schmunzeln…

Aber ich sitze weit entfernt von italienischer Gerichtsbarkeit und freue mich über das Rezept von Rainer und Danielle, das fest in unserem Herzen ist. Rezepte von Freunden eben. Für den ZEIT #kochtag.

Dieser Beitrag erscheint anlässlich des ZEIT Kochtags 2016, einem bundesweiten Aktionstag am 22. April, der Menschen dazu anregen soll, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen.

Ich halte mich für einen äußerst toleranten Esser. Aber bei zwei Gemüsen streike ich: Blumenkohl und Rosenkohl. Heute stelle ich mich zumindest dem ersten Feind: Mit einem scharfen Aloo Gobi!

Seit jeher hasse ich den Geruch von Blumenkohl. Und dieses komisch krümelige Gefühl auf der Zunge. Meist kommt er auch noch in Sahne ertränkt und mit Käse und Schinken überbacken als riesiger weißer Berg auf den Teller. Wer braucht sowas?

Während ich mich auch weiterhin weigere, die Existenz von Rosenkohl anzuerkennen, will ich dem Blumenkohl eine Chance geben. Schmeckt er mir doch immer dann, wenn er in Maßen einem indischen Curry beigegeben ist. Klassisch ist beispielsweise das Aloo Gobi. Klingt ja auch gleich viel schöner als „Kartoffeln und Blumenkohl“, oder?

Ich raffe also meine virtuellen Röcke und springe über meinen Schatten: Voila, meine persönliche Variante eines köstlich scharfen, knackigen Aloo Gobi:

Aloogobi

Zutaten für eine große Pfanne Aloo Gobi für mindestens 2 Personen:

1 kl. Blumenkohl, in mundgerechte Röschen zerteilt

2 mittelgroße, festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt

1 Karotte, gewürfelt

4 braune Champignons, gewürfelt

4 EL TK-Erbsen

20 frische Curryblätter

1 scharfe, rote Chili, gehackt

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder etwas Ingwer und Knoblauch frisch gehackt)

1 EL Ghee (vegan: Sonnenblumenöl)

1 Zwiebel

200 ml Tomatensaft (oder gleiche Menge stückige Tomaten aus der Dose)

200 ml Gemüsebrühe

1 TL Panch Phoran (bengalisches 5-Gewürze-Pulver aus braunen Senfsamen, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel (Cumin) und Bockshornkleesamen zu gleichen Teilen gemischt und gemörsert)

1 TL Chilipulver

1 TL frisch gemahlener Cumin

1 EL scharfes Curry (etwa Madras Curry nach diesem Rezept)

1 TL braune Senfsamen

Salz

brauner Zucker

2 EL Joghurt (10% Fett) (vegan: 3-4 EL Kokosmilch)

Beilagen: Naan-Brot und Gurken-Raita (Joghurt mit gewürfelter Salatgurke, etwas Salz und Cumin mischen, etwa 30 min ziehen lassen)

Zubehör: große Pfanne (gerne beschichtet) mit Rand und Deckel

Zubereitungszeit: Mit der ganzen Schnippelei rund 45 Minuten

So geht’s:

Das Gemüse vorbereiten, alle Gewürze bereitstellen. Pfanne erhitzen und Blumenkohlröschen darin anrösten. Beiseite stellen.

Ghee in der Pfanne erhitzen. Senfsamen anrösten, bis sie zu springen anfangen.

Zwiebeln, Chili und Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben, alles gut vermischen und anschwitzen.

Etwas zuckern, bis alles leicht karamelisiert.

Die Gewürze in die Pfanne geben, bis sich das Aroma duften ausbreitet.

Curryblätter hinzugeben und leicht mit andünsten.

Mit Tomatensaft und Gemüsebrühe ablöschen. Aufköcheln lassen und die Hitze reduzieren.

Karotten- und Kartoffelwürfel hinzugeben und bei geschlossenem Deckel mindestens 15 min dünsten.

Wenn Kartoffel und Karotte fast gar sind, Blumenkohl hinzugeben und ebenfalls unter geschlossenem Deckel etwa 10 min bei leichtem Köcheln gar dünsten. (Eventuell noch etwas Flüssigkeit hinzugeben)

Wenn der Blumenkohl gar ist, die Champignons und Erbsen hinzugeben und erhitzen. Alles mit Salz und noch etwas Zucker, eventuell auch Panch Phoran und Chilipulver, abschmecken.

Hitze ausstellen und den Joghurt unterziehen.

Mit Naan und Gurken-Raita servieren.

Fertig ist ein köstliches vegetarisches (oder veganes) Curry, in dem mir sogar der Blumenkohl schmeckt. Weiches Naan und das kühlende Raita neutralisieren die prickelnde Schärfe. Ich bin jetzt Fan!

Skeptiker nehmen einfach ein paar weniger Röschen für den Anfang. Ganz klassisch ist Aloo Gobi ein Curry nur aus Blumenkohl und Kartoffeln. Die Karotte, Champignons und Erbsen liefern aber noch zusätzliche Konsistenzen und etwas mehr Abwechslung im Mund. Probier‘ es doch mal aus!

Wen nicht stört, dass der Joghurt beim Aufwärmen leicht ausflockt, kann sich Reste am nächsten Tag noch mal prima aufwärmen und mit etwas Reis essen. Bringt Bollywood-Flair in die Büro-Küche!

 

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