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Blogpause

So, Ihr Lieben. Es wird ernst!

Das Blog zieht hinter den Kulissen bereits auf seine eigenen Domain und in sein hübsches neues Theme um und benötigt jetzt viel Aufmerksamkeit und Liebe. Es ist unglaublich, was sich in 6,5 Jahren an Beiträgen, Fotos und Links ansammelt. Die sollen natürlich auch alle eingepackt und mitgenommen werden, um Euch weiterhin zum Stöbern und Nachkochen anzuregen. Uff!

All das geht aber natürlich nicht, wenn auf dieser Seite hier ständig neuer Content gepostet wird. Denn jeden neuen Beitrag müsste ich dann wieder ex- und importieren.

Aus diesem Grund gibt es hier eine (hoffentlich kurze!) Zeit lang keine frischen Beiträge. Stattdessen könnt Ihr nach Herzenslust in fast 900 „alten“ Beiträgen wühlen! Schaut doch mal gezielt nach Rezepten aus dem Februar vor einem, zwei oder fünf Jahren! Oder sucht Euch ein feines China-Rezept heraus. Oder kocht freitags ein Friday Night Dinner Date und denkt an mich, während ich vor mich hin werkele…

Ich stehe hier nämlich bildlich gesprochen im Blaumann, ölverschmiert und mit einem riesigen Werkzeugkoffer im Maschinenraum des Blogs. Mit dabei mein netter Webdesigner, der, glaube ich, jetzt schon bereut, sich jemals auf die kleine Fressseite eingelassen zu haben 😉

Viel Spaß beim Stöbern, bleibt mir treu und drückt die Daumen, dass alles klappt. Ich glaube, das frisch polierte German Abendbrot wird wirklich hübsch!!

Ich hab’s versprochen: Heute kommt die hausgemachte Hoisin-Sauce zum Einsatz. Mit diesem schnellen Wok-Gericht mit zartem Huhn, frischem Thai-Basilikum und crunchy Erdnüssen!

Huhn Wok Thaibasilikum Hoisinsauce Rezept Foodblog Germanabendbrot

Willst Du endlich die köstliche hausgemachte Hoisin-Sauce einsetzen? Dann findest Du hier ein blitzschnelles Rezept (und weiter unten noch zwei weitere). Los geht’s!

Zutaten für Hühnchen mit Thai-Basilikum und Hoisin-Sauce:

350 gr Hühnerbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten

1 Bund (etwa 10 Stengel) frisches Thai-Basilikum (Asia-Laden)

100 gr Thai-Schalotten (Asia-Laden; alternativ: europäische Schalotten), in feine Streifen geschnitten

100 gr ungesalzene Erdnüsse, grob gehackt

3 EL Hoisin-Sauce

1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt (oder gerieben)

1 Knoblauchzehe, gepresst

1 Vogelaugenchili, in feine Ringe geschnitten oder fein gehackt

4 EL Erdnussöl

einige Spritzer Limettensaft

einige Tropfen Sesamöl

Dazu: Reis

Zubehör: Wok oder Pfanne, Schüssel oder tiefer Teller zum Marinieren, kleine Pfanne für die Erdnüsse

Zubereitungszeit: 30 min (Das Fleisch kannst Du auch länger marinieren. 20 min sind aber Minimum!)

So geht’s:

Erdnüsse in der kleinen Pfanne kurz anrösten, hacken, zur Seite stellen.

Alle weiteren Zutaten vorbereiten und bereitstellen.

Reis aufsetzen und zubereiten.

In der Schüssel Knoblauch, Ingwer, Chili und der Hoisin-Sauce sowie 3-4 EL Wasser gut vermischen. Die Fleischstücke mit der Sauce einmassieren und zugedeckt 20 min oder gerne auch länger marinieren.

2 EL Erdnussöl im Wok erhitzen und das abgetropfte Fleisch (Marinade aufheben!!) darin scharf anbraten. Aus dem Wok nehmen und zur Seite stellen.

2 EL Erdnussöl in den Wok geben, erhitzen. Schalotten einige Minuten darin anbraten. Die Marinade hinzugeben und gut vermischen.

3/4 des Thai-Basilikums hinzugeben und unterrühren. Den Rest für die Garnitur aufheben.

Fleisch hinzugeben und ebenfalls gut vermischen.

Mit Limettensaft und – je nachdem wie intensiv Deine Hoisin-Sauce ist – einer Prise Salz abschmecken.

Reis in tiefe Teller oder asiatische Schalen geben, das Wok-Huhn darauf anrichten und mit Erdnüssen garniert servieren.

Zum Finish noch einige Tropfen (!) Sesamöl über das Gericht träufeln.

Ein schnelles, einfaches Gericht für den entspannten Groove in’s Wochenende! Lass es Dir schmecken!

Weitere Rezepte mit leckerer Hoisin-Sauce findest Du übrigens bei Florian im Blog Asien kulinarisch, den ich Dir längst schon mal empfehlen wollte. Zum Beispiel die Rippchen mit Hoisin-Sauce oder das chinesische Rinder-Gulasch.

Schönes Wochenende!!

PS: Inspiriert wurde ich zu dem Gericht durch die aktuelle Ausgabe „Lust auf Genuss: Vielseitige Asia-Küche“ (3/17), die ich auch Asia-Anfängern wärmstens empfehlen kann.

Zugegeben: Für die asiatische Küche brauchst Du einige Basic-Zutaten. Die meisten bekommst Du im Asia-Laden. Aber es lohnt sich auch, das ein oder andere selbst zu machen. Deshalb gibt es heute mein Rezept für köstliche Hoisin-Sauce, die vielen asiatischen Gerichten erst den richtigen Kick gibt.

Ob auf den kleinen Pfannkuchen zur Peking-Ente, als Fleisch-Marinade oder für den finalen Kick Deines Wok-Gerichts: Hoisin-Sauce hat ein fruchtig-herbes, süß-saures Aroma, das nur ganz schwer mit anderen Produkten zu ersetzen ist. Es gibt sie natürlich im Asia-Laden für relativ kleines Geld zu kaufen. Das ist dann das gleiche Produkt, das auch beim China-Imbiß auf dem Tisch steht. Aber wenn wir mal kurz einen Blick auf die Zutatenliste werfen wollen:

Wasser, Zucker, Sojabohnenpaste 12% (Sojabohnen, Weizenmehl, Salz, Wasser, Zucker, Geschmacksverstärker: Mononatriumglutamat E621, Konservierungsstoff: Natriumbenzoat E211), Salz, Branntweinessig, Maismehl, Knoblauch, Farbstoff: Zuckerkulör E150, Sesamöl, Sternanis, Konservierungsstoff: Kaliumsorbat E202

Ich vermeide Mononatriumglutamat so gut ich kann. Denn mir leuchtet nicht ein, warum ich ein Gericht aus guten Produkten (Bio-Gemüse, Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren usw.) mit Geschmacksverstärker pimpen soll. Zumal jeder Mensch anders auf Glutamat reagiert und ich meine Gäste keinesfalls in eine missliche Lage bringen will.

Hoisin Sauce selbstgemacht Rezept Foodblog German Abendbrot

Deswegen habe ich meine Hoisin-Sauce selbst hergestellt. Das ging verblüffend einfach und Du kannst selbst entscheiden, wie intensiv oder wie scharf Du sie haben möchtest. Das Gute dabei: Du weißt genau, was drin ist!

Rezept und Zutaten für etwa 300ml hausgemachte Hoisin-Sauce:

180 gr fermentierte, gesalzene schwarze Bohnen (Asia-Laden)

1 Knoblauchzehe

1 EL Sesamöl

1 scharfe, rote Chili-Schote (Vogelaugenchili), entkernt

3 EL Pflaumenmus (im Spätsommer kannst Du auch frische Pflaumen nehmen. Dann brauchst Du aber mehr Zucker!)

2 EL Reisessig

2 EL Sojasauce

6 EL brauner Zucker

4 EL Wasser (oder ggf. etwas mehr)

Zubehör: Wok oder Topf, Sieb, Pürierstab, Gefäß zum Pürieren, sterilisiertes Schraubglas

Zubereitungszeit: 20 min

So geht’s:

Fermentierte Bohnen in ein Sieb geben und unter Wasser abspülen.

In das Pürier-Gefäß geben und vermischt mit etwas Wasser zu einer Paste pürieren. Die Konsistenz kann ruhig etwas flüssiger sein.

Knoblauch und Chili fein hacken.

Das Sesamöl im Wok erhitzen. Knoblauch und Chili darin anbraten.

Bohnenpaste dazugeben und aufkochen lassen.

Jetzt die restlichen Zutaten in die Sauce geben und einköcheln lassen, bis die Hoisin-Sauce sämig ist wie Ketchup.

Falls Du magst, pürierst Du am Ende noch mal alles, damit auch Knoblauch und Chilischote fein zerkleinert sind.

Abschmecken nicht vergessen! Möchtest Du noch etwas Schärfe? Lieber weniger Säure? Oder mehr Süße? Dann kannst Du mit Chilipulver, Reisessig oder braunem Zucker nachjustieren.

Hier noch ein paar kleine Tipps:

  • Gutes Pflaumenmus ist wirklich wichtig! Die herbe Fruchtigkeit gehört unbedingt zur Hoisin-Sauce. In der Saison kannst Du natürlich auch frische Pflaumen verwenden. Bedenke aber, dass die wässriger sind und mehr Zucker benötigen.
  • Mach‘ die Hoisin-Sauce nicht zu scharf! Wenn Du unsicher bist, lass die Vogelaugenchili weg und arbeite beim Abschmecken vorsichtig mit Chilipulver. Wenn die Sauce zu scharf ist, bekommst Du das nur schwer wieder weg.
  • Hoisin-Sauce schmeckt kalt anders als heiß. Deshalb gib für das Abschmecken einen Klecks Sauce auf eine kalte Untertasse.
  • Füll Deine Sauce noch heiß in ein sterilisiertes Schraubglas bis unter den Rand. Dreh‘ es zu und lass es abkühlen, bevor Du es in den Kühlschrank stellst.
  • Dank‘ des Zuckers hält sich die Sauce einige Zeit. Aber da die Konservierungsstoffe fehlen, solltest Du sie zügig aufbrauchen.
  • Hoisin-Sauce kannst Du für viele Wok-Gerichte aber auch als Basis für eine BBQ-Marinade verwenden.
  • Ein Klassiker ist Chicken Kung Pao, das in den USA zu einem typischen China-Imbiss-Gericht geworden ist und mit ordentlich Hoisin-Sauce daher kommt. Meine Variante Gong Bao Ji Ding, die mehr Szechuan-Style ist, findest Du hier.

Am Freitag gibt es dann hier noch ein weiteres schnelles Gericht aus dem Wok, für das Du Deine hausgemachte Hoisin-Sauce verwenden kannst!

Im Maschinenraum des Blogs knirscht es gerade ganz gewaltig. Der Umzug auf die eigene Domain und alle damit verbundenen Anpassungen werden noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb stelle ich aktuell auch etwas weniger neue Beiträge online, da diese sonst alle noch einzeln umziehen müssten… frag‘ nicht!

Aber ich will Euch nicht ohne FNDD ins Wochenende entlassen! Deshalb gibt es heute the one and only German Abendbrot!


Dazu gehört für mich unbedingt frisches Laugengebäck und ein pikanter Käsedip. Natürlich hausgemacht! (Rezept siehe unten!)

Außerdem gibt es bei mir zum Abendbrot:

Sauerteigbrot

Salzbutter

Aufschnitt vom Wochenmarkt-Metzger

Verschiedene Käsesorten (cremiger Camembert, Schweizer Bergkäse…)

Gürkchen und Silberzwiebeln

Frisches Gemüse, fein aufgeschnitten (aktuell Karotten, Rote Bete…)

Was darf bei Dir nie fehlen beim klassischen „German Abendbrot „?

Der Käsedip ist schnell gemacht:

150 gr Feta

2 EL Quark

4 getrocknete Tomaten

1 TL Harissa

1 gegrillte, eingelegte Rote Paprikaschote

Etwas Olivenöl

Alles in der Küchenmaschine zu einer cremigen Paste vermixen! Fertig!

Ach, ja! Schöne Papierservietten sind natürlich Pflicht:


Schönes Wochenende!! 


Boah, was geht mir der Februar auf den Sack! Von klein auf sind der „Feb“ und ich in einer Hassliebe verbunden. Völlig ignorieren kann ich ihn nämlich nicht. Denn ich hab im Februar Geburtstag, ich Fisch! Apropos: Heute gibt’s lecker Friday Night Dinner Date mit Fisch, cremigem Spinat und pochiertem Ei. Geht doch!

Hast Du auch so einen Monat im Jahr, den Du hasst? Ich kann mich mit allen Monaten echt arrangieren. Aber der Februar, ey… Hier der Beweis:

März: Hurrah, es wird langsam alles grün und freundlich!

April: Spargelsaison startet und Ostern bringt Frankfurter Grie Soß und lecker Schokoeier!

Mai: Ständig Feiertage und super Wetter!

Juni: Der Sommer beginnt und ist noch nicht so heiß. Schön!

Juli: Die Tage sind nach Mittsommer wunderbar lang. Endlose Grillabende auf der Terrasse!

August: Sternschnuppen-Alarm, jede Menge Tomaten und das Wiesbadener Weinfest!

September: Es ist nicht mehr zu heiß, aber noch schön warm.

Oktober: Goldener Herbst, bunte Blätter und lecker Gemüse zum Ernten. Und Wein.

November: Jetzt wird’s kuschelig, die Zugvögel verlassen das Land.

Dezember: Weihnachten! Silvester! Es wird gefeiert und geschlemmt, Baby!

Januar: Frisch auf in’s neue Jahr. Pläne machen!

Februar: ….

Überzeugt? February sucks!

Vielleicht sehen Karneval- und Faschings-Fans das anders. Aber ich fand als Kind schon blöd, dass man nie raus konnte, weil alles nass und dunkel war. Keiner hatte mehr Lust auf das Drinnenhocken, weil der Winter schon EWIG dauert. Was habe ich Mai- oder September-Kinder beneidet mit ihren Gartenfesten und Lampions und Grillwürsten. Bei mir gab es immer Kreppel (= Berliner) zum Kaffee, weil ja Fasching war. Toll!

Als wir dann an meinem 30. Geburtstag dem entfliehen wollten, war da nix mit Mandelblüte auf Mallorca. Nein, es war der kälteste Februar seit Wetteraufzeichnung. Herzlichen Dank auch. (Dafür gab’s den Heiratsantrag vom bEdW. Ok, das hat mich schon sehr versöhnt *herzchenindenaugen*)

Am Wochenende rund um meinen 40. Geburtstag waren wir dann in Rom.

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Bei 20 Grad hatten wir am Tag vorher und am Tag danach Campari Sprizz am Campo di Fiori in schönstem Sonnenschein. An meinem Geburtstag selbst haben wir den Regentag (!) genutzt, um die Sixtinische Kapelle anzuschauen. Typisch, oder? An diesem Wochenende fing der Plan an zu reifen mich selbstständig zu machen. Ok, auch das hat mich ein bisschen versöhnt mit dem Februar. Vielleicht wird das doch noch was mit dem ollen Feb und mir…

Also gibt’s zur Feier von Wassermännern und Fischen heute Fisch! (Um mal wieder auf’s Essen zurückzukommen!)

Ein köstliches Essen, das fast ein bisschen an den Kindheitsklassiker Rahmspinat mit Fischstäbchen und Spiegelei erinnert, kam neulich auf unseren Tisch:

Geräucherte Forelle mit cremigem Blattspinat und pochiertem Ei! 

Rahmspinat pochiertes Ei Kabeljau Foodblog German Abendbrot

Zutaten für zwei Personen:

2 geräucherte Forellenfilets

300 gr gewaschener, fein gehackter Blattspinat

2 frische Eier

4 festkochende Kartoffeln, geschält

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Muskat

1 Lorbeerblatt

300 ml Milch

1/2 weiße Zwiebel (geschält aber nicht gehackt)

25 gr Butter

25 Mehl

1 EL Weißweinessig

Zubehör: 1 Topf für die Kartoffeln, 1 Topf für den Rahmspinat, 1 Topf für die Béchamelsauce,  Schneebesen, 2 kleine Schälchen oder Suppenkelle für die Eier, 1 Topf für die pochierten Eier

Zubereitungszeit: 30 min zzgl. dem Bewältigen des Küchen-Chaos hinterher…

So geht’s:

Kartoffeln aufsetzen und gar kochen.

Backofen auf etwa 60 Grad erhitzen. Die Forellenfilets auf einen Teller legen und leicht im Backofen erwärmen. Idealerweise auch die Servierteller schon vorwärmen.

Spinat waschen, hacken und noch nass in einen Topf geben. Darin einige Minuten bei mittlerer Hitze dämpfen, bis er zusammengefallen ist.

Milch in einen Topf geben, Lorbeer, die halbe Zwiebel, Pfeffer und Muskat dazugeben und einmal aufkochen lassen. Lorbeerblatt und Zwiebel herausnehmen und bei mittlerer Hitze Mehl und Butter mit dem Schneebesen zu einer glatten Béchamel verrühren. Ist sie zu dünn: Etwas einköcheln lassen. Ist sie zu dick: Noch etwas Milch unterrühren.

Jetzt die Béchamel über den Spinat im Topf gießen, gut vermischen, etwas salzen und und lediglich etwas warm halten.

Zum Schluss die Eier pochieren. Dafür bringe ich  1 l Wasser zum Kochen und gebe 1 EL Weißweinessig hinein. Dann schlage ich je ein Ei in eine kleine Schale oder Suppenkelle. Mit einem Kochlöffel rühre ich jetzt einen Strudel ins Wasser und reduziere die Hitze so, dass das Wasser nur noch siedet. Dann lasse ich das Ei hineingleiten. Nach etwa 2-3 Minuten ist das Ei wunderbar soft und heiß. Beim zweiten Ei genauso verfahren. (Eine ebenfalls gelingsichere Zubereitungsmethode findest Du bei Robert)

Jetzt die Forellenfilets aus dem Backofen nehmen und zusammen mit den Kartoffeln, dem Spinat und dem pochierten Ei servieren.

Fertig ist ein köstliches, sehr softes und verwöhnendes Gericht, mit dem Du dem Februar eine lange Nase drehst!

(Und am besten schaust Du jetzt nicht, wie sich das benutzte Geschirr in der Küche stapelt. Der Genuss ist es wert!)

Schönes Wochenende!

Neues Jahr, neue Tarte. Oder Quiche. Wie Du das köstlich herzhafte Mürbegebäck nennst, ist doch wurscht. Hauptsache, sie gelingt gut, schmeckt köstlich und macht Dich ein paar Tage lang glücklich, oder?

Heute ist bereits der letzte Tag im Januar und es gab noch keine Tarte 2017?? Unmöglich! Da muss ich doch gleich nachlegen. Ich liebe Tartes, wie Du vielleicht weißt (viele Rezepte für vegetarische, fleischhaltige, fischige, klassische oder ungewöhnliche Tartes findest Du hier.). Sie lassen sich so wunderbar vorbereiten, nehmen willig „Reste“ auf und schmecken auch am 2. Tag noch köstlich – egal ob kalt oder lauwarm! Weil wir beim Projekt „Speisekammer Detox“ festgestellt hatten, dass noch ein großer Sack geschnittener Lauch im TK-Fach schlummert, war klar: Eine herzhafte Tarte mit Lauch, Speck und Käse muss her! Voilà:

 Tarte mit Lauch und Speck Rezept Foodblog German Abendbrot

Ein weiterer Grund, die Tarte zu lieben: Mürbeteig gelingt (fast) immer! Dummerweise hatte ich die Hälfte des Weizenmehls durch Roggenvollkornmehl ersetzt (Speisekammer detox, you know?!). Aber das ging leider schief. Der Rand bröselte bei der leisesten Berührung und ließ sich nicht vom Rand lösen – trotz Einfettens. Keine Ahnung, was da schief lief. Halte Dich also unbedingt an mein bewährtes (!) Rezept. Dann klappt das mit dem Mürbeteig.

Rezept für meine Lauch-Speck-Pecorino-Tarte (26cm Springform)

Zutaten für den Mürbeteig:

200 gr Mehl (Weizenmehl 405)

1/2 TL Salz

100 gr weiche Butter

1 Ei

Alle Zutaten gut vermischen, bis ein geschmeidiger Teig daraus wird. Ich mache das mit den Händen.

Zu einer Kugel formen und in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben. Darin schon mal leicht ausrollen. Dann kühlt er schneller durch.

Beutel für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

Zutaten für die Füllung:

2 EL Speckwürfel

250 in Ringe geschnittener Lauch

2 Eier

2 EL Creme fraiche

2 EL neutraler Frischkäse

75 gr Pecorino, gerieben

50 gr Parmesan, gerieben

Salz

weißer Pfeffer

etwas Butter für die Form und zum Anschwitzen

Zubehör: Rührschüssel, Pfanne, Tarteform (26 cm), Nudelholz, Frischhaltefolie

Zubereitungszeit: 15 min für den Teig, 20 min für die Füllung, Backzeit ca. 35 min

So geht’s:

Während der Teig durchkühlt, bereitest Du die Füllung zu: Etwas Butter in der Pfanne anschwitzen. Speck darin anbraten. Lauchringe hinzugeben. Salzen, pfeffern, zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

Den Pfanneninhalt in eine Rührschüssel geben und mit dem geriebenen Käse sowie Creme fraiche und Frischkässe gut verrühren.

Zum Schluss die Eier unterheben. (Ist die Masse noch zu warm, gibt’s Rührei! Deshalb ist die Reihenfolge wie beschrieben sinnvoll!)

Backofen auf 190 Grad vorheizen.

Teig aus der Kühlung nehmen, Gefrierbeutel an einer Seite aufschneiden. Teigkugel auf den Gefrierbeutel legen und mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken. Jetzt den Teig zwischen den beiden Lagen mit dem Nudelholz ausrollen bis er die Größe der Tarteform hat.

Tarteform mit dem Rest Butter oder der Butterverpackung einfetten. Teig in die gefettete Form geben und mit einer Gabel anpieksen. Das Blindbacken spare ich mir, wenn es schnell gehen muss. (Ansonsten jetzt mit Backpapier und Linsen oder anderen trockenen Hülsenfrüchten abdecken und 15 min mit Papier, 5 min ohne blind backen.)

Die Füllung gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen und auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben.

Tarte etwa 35 min backen, bis die Masse komplett gestockt ist!

Abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form heben (Das geht besonders gut, wenn man eine Tarteform mit losgelöstem Boden hat. Diese Anschaffung kann ich echt empfehlen!).

Die Tarte hebt sich locker 2 Tage auf. Sie bleibt auch saftig, wenn sie nicht zugedeckt wird. Vorsicht vor Frischhaltefolie! Darunter schwitzt sie und fängt an zu schimmeln!

Die Tarte schmeckt frisch aus dem Ofen und noch lauwarm natürlich am besten. Aber auch am nächsten Tag ist sie kalt ein wunderbares Mittagessen oder zusammen mit etwas Salat ein vollständiges Abendesse. Natürlich kannst Du sie (bei besserem Wetter!) auch zum Picknick oder in den Biergarten mitnehmen.

So, mal sehen, was als Nächstes wegmuss….

Klar kannst Du Weizentortillas kaufen, ein Tütchen Chili-Fix ans Hackfleisch machen und Dich fragen, was am Kochen so viel Spaß machen soll. Ich erklär’s Dir: selbermachen! Und das auch noch günstig und lecker!

Ok, ich muss was gestehen: Eigentlich sollte hier heute ein anderes Rezept stehen. Aber es ist Donnerstagabend, ich sitze noch ein paar Stunden am Rechner, fliege morgen früh nach Berlin und komme gerade zu nix. Das andere Rezept wird also geschoben (es war echt lecker!) und dafür gibt es heute ein bisschen was Improvisiertes:

Weizentortilla Wrap Chili con Carne Foodblog German Abendbrot

Weizentortilla mit Chili con Carne, Sour Cream, Cheddar und Peperoni! Aye Caramba!

Natürlich hast Du nicht immer das Glück, dass Du etwas Chili con Carne im Tiefkühlfach oder vom Wochenende übrig hast. Aber wie Du mit etwas Hackfleisch und meiner genialen Chili-Gewürzmischung schnell etwas anrührst, was dem seeeeehr nahe kommt, liest Du hier. Einfach noch etwas Mais und Kidneybohnen daruntergeben und es ist FAST wie Chili con Carne. Mein Original-Rezept, das zum Bundesliga-Start aber auch zum Ende der BuLi-Winterpause traditionell gekocht wird, findest Du hier.

Wenn ich Reste übrig hatte, habe ich meist Tortillawraps gekauft und damit mein Chili gegessen. Shame on me! Denn so ein Packen Fladen kostet aktuell bei Rewe etwa 3,29€. Dafür bekommst Du aber sage und schreibe 9 (neun!) E-Nummern-Zutaten und ein bisschen Palmöl. Just fair, oder?

Ach nö! Ich mache Weizentortillas jetzt easypeasy selber. Und das sagt die Frau, die mit Teig nicht kann. Aber ich habe ja meine BFF (Best-Foodblog-Friend) Caro mit ihrem wunderschönen Blog Caro in the Kitchen, den ich Euch schon drölfzig mal vorgestellt habe. Natürlich hat Caro auch ein Rezept für Weizentortillas im Blog. Und das ist dermaßen gelingsicher, dass es mir schon beim ersten Mal gelungen ist und tausendmal besser geschmeckt hat. Denn: Weizenmehl, Olivenöl, Salz, Backpuler, Wasser. That’s it!

Mein Chili habe ich noch mit etwas Joghurt, geriebenem Cheddar und eingelegten grünen Peperoni gepimpt und fertig war ein Mega-Wrap, der Dir auch an einem Freitagabend super schmecken und sehr schnell gut gelingen wird. Wetten? Denn während der Teig etwas ruht, machst Du Dein Blitz-Chili (oder wärmst Deinen Chili-Vorrat auf), die Wraps sind dann jeweils in 45 sek gar und dann geht’s ab ans Belegen. Dazu schmeckt ein eiskaltes Bier herrlich. Wetten?

Waaaas? Das ist Dir noch nicht schnell genug? Dann mach‘ Dir halt einfach einen Wrap mit Salat, etwas Harissa, Feta, Salami und eingelegter Paprika. Oder mit gekochtem Schinken, einer Scheibe Gouda, Krautsalat und gehackten Nüssen. Oder getrockneten Tomaten, Pecorino, Rucola und etwas Olivenöl. Oder…

wrap

PS: Die Fladen schmecken – wenn Du sie gut in Alufolie verpackst – auch am nächsten Tag noch gut!

Und einen kleinen Hinweis darauf, wer heute Abend spielt, wenn ich hoffentlich wieder gut gelandet bin, gebe ich Dir auch noch. (Mit einem uralten Foto aus dem Original-Chili-Post vom September 2010!):

Heimatgefühle: Hessischer Kartoffelsalat

Schönes Wochenende!!!!!!!!

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