Feeds:
Beiträge
Kommentare

Ein letztes, heißes Aufbäumen des Sommers. Dann kommt schon der Herbst (ich rieche ihn schon morgens beim Laufen, Du auch?). Deshalb bleibt die Küche kalt, die Getränke gut gekühlt und die Stimmung entspannt. Was hältst Du von ein paar köstlichen Dips oder einem kühlen Tomatenjelly?

Erich Kästner hat in seinem Gedicht „August“ geschrieben:

(…) Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht’s nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle …
(…)

Siehst Du auch die Hitze und hörst die Stille? Wenn quasi alles knistert und die Sonne auf der Haut britzelt? Dann mag ich nicht kochen, sondern bereite schnell etwas Tomatensalat (rote Zwiebel, 2 EL Rotweinessig, 4 EL Olivenöl, grobes Meersalz) zu, hole ein Baguette vom Bäcker und mache es mir mit etwas gut gekühlter Melone, Schinken und 2-3 feinen Dips entspannt.

Créme Paste Schafskäse mediterran Gewürze Foodblog German Abendbrot Rezept

Mit einem Pürierstab machst Du blitzschnell Deine Lieblings-Créme – und die ist meistens deutlich günstiger als die Pasten, die Du an den Wochenmarktständen kaufen kannst.

Für meine mediterrane Schafskäsecréme brauchst Du:

150 gr Schafskäse

80 gr Frischkäse (natur)

2 EL gehackte getrocknete Tomaten in Öl (abgetropft)

1 EL gehackte Kapern

1 TL Harissa (scharfe Paprikapaste, gibt es im türkischen Supermarkt)

etwas Olivenöl

optional: fein gehackte, entsteinte schwarze Oliven

Zubehör: Pürierstab oder Mixer

Zubereitungszeit: 10 min

So geht’s:

Alle Zutaten außer den Oliven im Mixer pürieren. Abschmecken und kühl stellen. Vor dem Servieren die fein gehackten Oliven obenauf geben.

Wenn Du magst, kannst Du sie auch gleich unterheben. Aber der bEdW besteht darauf, dass er sie notfalls auch weglassen kann…

Dips, Pasten, Crémes: Unzählige Varianten

Natürlich kannst Du mit Deinem Pürierstab noch andere Köstlichkeiten zubereiten! Die Rezepte findest Du hinter den Links.

Wie wäre es mit Hummus, dem Kichererbsen-Sesam-Püree aus dem Orient?

Oder brauchst Du dringend eine Verwertung für Deine Zucchini? Dann wäre dieser Dip etwas für Dich!

Ach, bei Dir sind die Tomaten reif? Dann probier‘ doch dieses herrlich indische Relish mal!

Immer noch Tomaten übrig? Ganz wunderbar kühl und köstlich ist mein Tomatenjelly mit Wodka und Basilikum:

Nicht nur zur Tex-Mex-Küche ist auch eine Guacamole einfach köstlich!

Ein Fisch-Fan wie ich fängt sich auch gerne mal ein geräuchertes Forellchen und macht daraus einen herzhaften Räucherforellen-Dip!

Creme Räucherforelle Pumpernickel Foodblog German Abendbrot Aperitif

Oder doch lieber herzhafter mit blauschimmeligem Stilton-Käse und Créme fraîche?

Creme aus englischem Stilton Kaese und Creme fraiche Pumpernickel German Abendbrot

Ach, Du findest sicher noch viel mehr Varianten! Welche magst Du denn besonders gerne?

 

„Brot mit was druff“ gibt es in fast allen Kulturen. Eine besonders köstliche und erfrischende Variante ist mein vietnamesisches Bánh mì mit Schweinefilet vom Grill, süß-sauer eingelegtem Gemüse und einer cremigen Curry-Mayonnaise.

Bánh mì Sandwich aus Vietnam süß-sauer eingelegtes Gemüse Foodblog German Abendbrot Rezept

Diese Woche soll es noch mal heiß werden, bevor der Spätsommer langsam einem – hoffentlich – goldenen Herbst Platz macht. Temperaturen um die 30 Grad und zwölf Stunden Sonnenscheindauer laden zu den vielleicht letzten Grillabenden in T-Shirt und kurzen Hosen ein.

Dafür räumen wir so langsam mal das Tiefkühlfach aus, um Platz für Neues zu schaffen, das wir im Herbst ernten und einfrieren wollen (Chilischoten, Kräuter in Olivenöl, Tomatensugo, Pilze…).

Den Weg aus unserem Tiefkühlfach fand auch ein Schweinefilet (ca. 400 gr), das wir in vier gleich große Medaillons geschnitten, etwas flach gedrückt und mit Salz, Pfeffer und Olivenöl eingerieben haben.

Bánh mì – Erbe der französischen Kolonialherren

Daraus wurde dann dieses köstliche Bánh mì – ein vietnamesisches Sandwich, das noch an die französischen Kolonialherren erinnert. Asiatische Kräuter und Gewürze bilden mit dem Baguette zusammen herrliche Fusionküche.

Im Original ist das verwendete Brot etwas fluffiger und weniger kross. Da wir aber noch köstliche Baguette-Brötchen von unserem Bäcker übrig hatten, waren wir auch mit dieser Variante sehr zufrieden!

Zutaten für 2 Bánh mì mit eingelegtem Gemüse und Currymayonnaise:

400 gr Schweinefilet

Salz

Pfeffer

Olivenöl

2 Baguette-Brötchen

Hausgemachte eifreie Currymayonnaise (nach diesem Rezept mit einer Prise Madras Curry verfeinert)

1 rote Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten

20 cm einer Salatgurke, geschält, entkern und mit dem Schäler in dünne Streifen geschnitten

1 Möhre, gewaschen und mit dem Schäler in dünne Streifen geschnitten

1 scharfe rote Chilischote (z.B. Habanero oder Scotch Bonnet), entkernt und sehr fein gehackt

1 gehäufter TL brauner Zucker

1 TL Fischsauce

4 EL Reisweinessig

2 EL Erdnussöl

optional: Spritzer Limettensaft

optional: Spritzer Sesamöl

einige Blätter Minze

einige Blätter Koriander

Zubereitungszeit: Schweinefilet ca. 6 min grillen, Baguett-Brötchen ebenfalls kurz anrösten, Gemüse-Zubereitung: 10 min plus Zeit zum Durchziehen, Mayonnaise: 5 min

Zubehör: Grill oder Grillpfanne, Gemüseschäler oder Hobel

So geht’s:

Schweinefilet wie oben beschrieben in Medaillons schneiden, würzen und zum Grillen bereitstellen.

Gemüse mit dem braunen Zucker, Erdnussöl, Fischsauce, Reisweinessig und Chilischote gut vermischen und zur Seite stellen. Vor dem Servieren mit etwas Sesamöl und Limettensaft abschmecken. Eventuell mit Fischsauce noch etwas „nachsalzen“. Das Gemüse soll schön süß-sauer und scharf sein.

Die Mayonnaise wie hier beschrieben zubereiten und mit etwas Curry verfeinern. Da sie ohne Ei zubereitet wird, musst Du sie nicht bis zum Servieren kalt stellen – kannst Du aber!

Koriander- und Minze pflücken und eventuell grob hacken.

Schweinefilet unter mehrmaligem Wenden einige Minuten grillen, bis sie schön Farbe angenommen haben, innen gar aber innen noch ganz leicht (!) rosa sind.

Währendessen das Brot ebenfalls kurz anrösten.

Baguette vom Grill nehmen und mit der Curry-Mayonnaise bestreichen. Das Gemüse abtropfen und ebenfalls auf das Baguette legen. Zwei der Schweinefilet-Medaillons hinzugeben und mit den Kräutern garnieren. Zuklappen und genießen!

Das frische, eingelegte Gemüse macht diesen klassischen Grill-Genuss wunderbar exotisch und schön würzig. Eine tolle Idee, um das herkömmliche Braten-Brötchen ein bisschen zu pimpen!

Wie jedes Jahr im August feiert Wiesbaden die Rheingauer Winzer, den Riesling und auch ein bisschen sich selbst…

Und weil die Rheingauer Weinwoche mit ihren über 100 Ständen wie jedes Jahr im August vor unserer Haustür stattfindet (das ist wörtlich zu verstehen!), sind die zehn Tage ideal, um sich dort mit Freunden zu verabreden, (Wein-)Vorräte anzulegen, allerlei Entdeckungen zu machen (wie hier oder hier), auch mal berufliche Termine an bestimmte Weinstände zu verlegen („Treffen wir uns einfach erstmal beim Schönleber…“) und auch ein bisschen abzuschalten.

Rheingauer Weinwoche Wiesbaden

Gekocht wird in dieser Zeit wie jedes Jahr im August eher wenig, denn Bratwurst-Dunst und Flammkuchen-Duft ziehen bis in unser Dachgeschoss und machen Lust auf einen Snack zum Wein „uff de Gass“. Höchstens der selbstgemachte Kochkäs kommt zum „Winzerknorze“ zum Einsatz, weil der auf dem Fest servierte Spundekäs ja doch immer aus dem gleichen Plastikeimer kommt (wie einfach er doch eigentlich zuzubereiten wäre, weiß Astrid zu berichten).

Deshalb klinke ich mich wie jedes Jahr im August für ein paar Tage aus, sammle ein paar frische Eindrücke und neue Weine und freue mich darauf, wenn es hier ab dem 23. August wieder weitergeht…

Keine Angst, Du verhungerst schon nicht! Surf‘ doch einfach mal durch die über 750 Rezepte hier im Blog und such‘ Dir was Feines aus…

*Die Postkarte und viele weitere hübsche Motive sowie geschmackvolle (!) Souvenirs rund um Wiesbaden gibt es im „Stadtstück“.

 

 

 

Trends machen mich immer etwas kribbelig. Und so genannte Food-Trends erst recht. Bei mir heißt der Foodtruck nach wie vor Imbisswagen, das Hot Dog Roll einfach Brötchen und langsam Geschmortes muss nicht unbedingt „pulled irgendwas“ sein. Aber gegen einen hausgemachten Burger ist deshalb noch lange nichts einzuwenden…

Als Dorfkind der späten 70er und 80er bin ich auch ohne McDonald’s und Burger King großgeworden. In der nächst größeren Stadt gab es ein Lokal der Kette „Wendy’s“. Da war ich aber nie drin. Burger wurden nämlich im Hause German Abendbrot schon immer selbst gemacht. Lange, bevor es dieses Internet oder gar Food-Trucks und Gedöns gab. Ok, die Brötchen waren vom Bäcker des Vertrauens (andere gab’s ja gar nicht!) gekauft. Aber die Frikadellen (ey, das nannten wir nicht Patties!) waren homemade hausgemacht, Gurken, Tomaten und Salatblätter kamen gerne mal aus Omas Garten und über den Zuckergehalt von Ketchup sprach damals sowieso kein Mensch. Überlebt hab ich’s trotzdem.

Auch heute noch liebe ich Hackfleisch-Buletten Fleischpflanzerl Frikadellen und gut belegte saftige Brötchen. Dank des Wunderteig-Rezepts von Stevan Paul lassen sich nicht nur köstliche Hot-Dog-Brötchen (Rolls, my ass!) und Sandwich-Toast machen, sondern auch gigantische Burger-Brötchen (Wer hat da gerade Buns gesagt??):

Burger Brötchen Buns hausgemacht Foodblog German Abendbrot

Die Brötchen sind wunderbar knusprig, innen fluffig und sowas von gelingsicher, dass sogar ich Teig-DAU mit ihnen zurechtkomme. Alleine dafür möchte ich Stevan Paul knutschen!

Aber so ein Burger ist ja nur so gut wie die Summe seiner Einzelteile. Und weil es sich für 2 Leute kaum lohnt, wurde im elterlichen Garten gegrillt – es gab also ordentlich was druff auf’s Brötchen.

Das Schöne: Ganz viele der Bestandteile findest Du schon hier im Blog und kannst gleich loslegen. Na, wie klingt das?

Burger hausgemacht German Abendbrot

Meine Damen und Herren, Sie sehen The Oriental Meatpacker: Hausgemachtes und knusprig angeröstetes Burger Bun Brötchen (!), asiatisch eingelegter Choi Sum, saftiges Patty Frikadelle vom Rind, eifreie Mayonnaise mit Curry verfeinert, Johannisbeerchutney statt Ketchup, eine Scheibe Raclette-Käse sowie karamellisierte Zwiebeln. Ein herrliches Teamwork von 4 begeisterten Hamburger-Hausgemacht-Essern!

Na, wie klingt das? Ich finde, das ist ein super feiner Burger!

Für die Brötchen, den Choi Sum, die Mayonnaise und das Chutney habe ich Dir die Rezepte schon verlinkt. Sie machen unseren Meatpacker so richtig schön orientalisch-exotisch!

Das Hackfleisch (reines Rind mit Fettanteil von 20%, damit es nicht trocken wird oder gar auf dem Grill zerfällt!) habe ich mit Salz, Tellycherry Pepper, getrocknetem Oregano, 1 kleinen feingehackten Zwiebel und einer Prise Chiliflocken gewürzt. Wir hatten für 4 Personen 1 kg Fleisch auf insgesamt 8 Buns. Die Patties waren medium gegrillt, so dass sie innen noch schön rosa waren. Achtung! Der Grill muss richtig heiß sein, damit die Fleischpflanzerl sich gut vom Rost lösen lassen. Lass ihnen Zeit. Sie brauchen von jeder Seite – je nach Größe und Hitze – 2-4 Minuten.

Die Zwiebeln schneidest Du einfach in feine Ringe und gibst sie mit etwas Butter in die Pfanne. Dazu dann brauner Zucker und so lange auf mittlerer Hitze garen, bis sie weich, braun und klebrig sind. Achtung! Die sind höllisch heiß und neigen dazu anzubrennen. Also dabei bleiben!

Der Käse war ein Raclette-Käse meines Lieblingskäsehändlers, der Bergkäse-Station in Wiesbaden. Er kam noch auf dem Grill auf das fast gare Patty, damit er schön verlaufen konnte. Dann sofort servieren!

Weitere Beilagen: sonnengereifte Gartentomaten, Salatgurke in Scheiben und Kopfsalat-Blätter für ein bisschen Frische.

Was micht an hausgemachten Burgern einfach umhaut, sind die verschiedenen Konsistenzen gepaart mit dem guten Gewissen, dass man keinen Convenience-Mist zu sich nimmt!

Zugegeben, etwas aufwendiger als der Gang ins Burger-Restaurant. Aber im Team macht die Vorbereitung doppelt Spaß und wo gibt es sonst eine so geniale Kombi aus cremiger Mayonnaise (hausgemacht schlägt hier einfach JEDE Tube!), dem säuerlich-fruchtigen Johannisbeerchutney und scharfem Choi Sum. Dazu ein perfekt gegrilltes, saftiges Frikadellchen und die knusprigen Brötchen getoppt von klebrig-süßen Zwiebeln – gegen so einen Trend lässt sich nichts sagen!

Guten Appetit!

Wenn das Leben 1.0 Dich ordentlich am Schlafittchen hat, brauchst Du Inspiration, um was Gutes in den Magen zu bekommen. Ich surfe dann gerne rüber zu Tina und finde eigentlich immer was! Etwa Yam Nuea Yang aka Salat mit gegrilltem Rind.

Whooooaaaaah! Der Montag startete schon ziemlich crazy. Dienstag und Mittwoch nahmen dann immer mehr an Fahrt auf. Dazu noch das Auf und Ab beim Wetter und fertig war eine vogelwuide Woche. In solchen Zeiten bin ich froh, wenn ich überhaupt dazu komme, etwas einzukaufen, zu kochen und zu essen.

Leichte, schnelle Gerichte sind dann Trumpf. Viele finden sich hier im Blog, aus denen ich mir immer mal wieder was aussuche. Aber manchmal will ich auch was Neues machen.

Absolut immer fündig werde ich in einem meiner Lieblingsblogs: Foodina. Tina kocht nicht nur ebenso gerne indisch wie ich. Sie mag’s auch gerne mal unkompliziert und sorgt mit ihrem Saison-Kalender auch noch für ein gutes Gewissen. BÄM!

Schwestern im Geiste quasi.

Ein köstliches, schnelles und auch noch gesundes Abendessen ist der Yam Nuea Yang, ein asiatisch gewürzter Salat mit Rindfleischstriefen, den ich leicht abgewandelt nachgemacht habe:

Thai Salat Asia Dressing Steak Streifen gegrillt Foodblog German Abendbrot

Statt das Steak im Ganzen zu grillen und aufzuschneiden, haben wir es roh in Streifen geschnitten und gebraten. So hast Du mehr Röstaromen, musst aber auch höllisch aufpassen, dass es nicht zu durch gerät. Außerdem habe ich Knoblauch weggelassen und einige Sprossen hinzugefügt für noch mehr Knackigkeit.

Ein insgesamt herrlich erfrischender, schön scharfer und ausgewogener Salat mit ordentlich Biss. Dazu gab es bei uns einen Rest Reis: Den haben wir angebraten, mit einem verklepperten Ei vermischt, Frühlingszwiebeln untergehoben und mit Fischsauce abgeschmeckt. Ganz schnell gemacht…

Danke, Tina, für all die vielen köstlichen Anregungen, die Du so lieferst! :-*

Und welche Foodblogs inspirieren Dich?

Wo muss ich unbedingt mal vorbeischauen?

Habt ein schönes Wochenende!

Andrea, die mit Ihrer Honig-Zimt-Kardamom-Butter für Zimtschnecken-Gefühle im Mund sorgt und

Katja von katinka kocht, die ihren Honig am liebsten mit Croissant und Butter ist. Sonst nix!

Herzlichen Glückwunsch, Ihr beiden! Ihr seid per Mail benachrichtigt und erhaltet von unserer Hobbyimkerin Antje Annika Singer von honigschlecken je ein Honig-Töpfchen Nymphenburger Frühjahrsblüte.

Allen Lesern, Teilnehmern, Kommentatoren (und *innen) danke ich von Herzen für die vielen Glückwünsche zum 6. Bloggeburtstag! Auf ein neues Jahr mit Rezepten, Tipps, Weinempfehlungen und lecker Essen!

 

Mein persönliches Samosa Highlight hatte ich in Old Delhi. Knusprig, fluffig, würzig – besser geht’s nicht. Hier zuhause mache ich mir meine eigene Variante: mit Lammfleisch, Erbsen und Kartoffeln! Also, Turban auf und los geht’s!

Old Delhi ist noch enger, voller und lauter als der Rest der Stadt. Die verwinkelten Gassen mit ihren unzähligen Straßenhändlern. Dazwischen jede Menge Affen und Straßenköter. Alles wimmelt vor Menschen und noch mehr Menschen. Die meisten gaffen, weil wir diesmal die Exoten sind. Mit unserer hellen Haut, den europäischen Klamotten. Dieser  Geruch. Der Lärm. Der Müll. Faszinierend, fremdartig und verzaubernd exotisch. Ich halte mich bis heute für entweder extrem mutig oder unfassbar dumm, dass ich an einem Straßenstand in diesem wuseligen, hygienisch allerdings äußerst fragwürdigen Umfeld ein Samosa gegessen habe.

Aber diese Erfahrung will ich nicht missen: Es war das knusprigste, fluffigste, beste Samosa EVER. Krachend heiß frittiert (tötet auch alles ab, was so rumschwirrt!), innen saftig, mit gewürzten Erbsen und Kartoffeln gefüllt und mit einer scharfen Currysauce serviert. Alles für umgerechnet ein paar Cent. Und ich hab’s überlebt! Aber Indien ist weit. Also, was tun?

Ich mach‘ mir mein Samosa selbst!

 Samosa indisch Foodblog German Abendbrot

Weil ich aber zuhause nicht gerne frittiere und lieber etwas weniger Öl verwende, sind meine Samosas aus Yufka-Teig. Innen gibt es eine saftige Füllung aus Lammfleisch, Erbsen und Kartoffeln, die ich schön indisch gewürzt habe. Dazu ein Salat und fertig ist der (fast) perfekte Samosa-Genuss! Etwas aufwendiger für ein Friday Night Dinner Date. Aber falls Ihr zu zweit seid und Lust auf’s Kochen habt, jeden Handgriff wert!

Indisches Samosa mit Salat German Abendbrot

Für etwa 10 Samosas benötigst Du folgende Zutaten:

Yufka-Teig-Blätter (Türkischer Supermarkt, Asia-Laden); idealerweise rechteckig, länglich

4-6 EL Reste vom Lammbraten (alternativ: scharf angebratenes Lammhackfleisch), fein gehackt

2 mittelgroße Kartoffeln, gekocht

3 EL Erbsen (TK oder frisch)

1 Stückchen Ingwer, fein gehackt

10 Blätter von der Minze, fein gehackt

1 TL Chiliflocken

1 EL Madras Curry

Salz

2 EL Joghurt

Ghee

Zum Bestreichen der Teigblätter:

2 EL Joghurt

1 Ei

1 Eiweiß

etwas Butter

Beilage: Salat mit Joghurtdressing, Chutney

Zubehör: Pfanne, Backblech mit Backpapier, Backpinsel

Zubereitungszeit: Im Teamwork 30-45 min, alleine etwas länger

So geht’s:

Wenn Du alles fein gehackt und vorbereitet hast, erhitzt Du etwas Ghee in der Pfanne und röstest darin den Ingwer und die Gewürze an. Jetzt gibst Du das Fleisch, Erbsen und Kartoffeln sowie die Minze hinzu und vermischst alles gut miteinander. Da ja schon alles gegart ist und noch mal in den Backofen kommt, dauert das nicht lange!

Pfanne zur Seite stellen, damit die Masse abkühlen kann. 2 EL Joghurt unterheben, salzen und abschmecken.

Heize jetzt den Backofen auf 200 Grad vor und lege ein Blatt Backpapier auf Dein Blech. Jetzt geht es an das Füllen und Falten der Yufkablätter!

Verkleppere 2 EL Joghurt mit einem Ei und pinsele ein Yufkateigblatt ein.

Bevor ich Dir lange erkläre, wie Du Samosas faltest, damit sie gut verschlossen und dreieckig sind, guck‘ Dir am besten dieses Video an. Darauf verlinkt auch ungefähr jeder zweite indische Foodblog. Aber es hat mir sehr geholfen!

Du legst also etwas Masse (etwa 1 EL) auf ein (eventuell zugeschnittenes) Teigblatt und faltest wie im Video. Zum Verschließen kannst Du etwas Eiweiß verwenden, wenn Du magst.

Dann legst Du Dein Samosa auf das Backpapier und pinselst es für etwas mehr Farbe mit Butter ein. Die Samosas werden aber auch so leicht braun.

Diesen Vorgang wiederholst Du bis die gesamte Masse aufgebraucht ist und schiebst das Blech in den Ofen. Die Samosas benötigen je nach Größe und Dicke der Füllung 15 Minuten bis sie schön knusprig sind. Gar ist der Inhalt ja bereits!

Samosas selbstgemacht wie beim Inder German Abendbrot Foodblog

Währendessen kannst Du einen Salat mir einem leichten Joghurtdressing zubereiten und etwas Chutney bereitstellen.

Samosa Lammfüllung Erbsen Kartoffeln indisch German Abendbrot Foodblog

Der Yufkateig ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Mürbeteig-artigen Original-Samosa. Aber dafür müssen die kleinen Teigtaschen auch nicht in Öl frittiert werden. Und Yufkablätter habe ich immer im Tiefkühler parat für Börek und andere Köstlichkeiten.

Lust auf ein bisschen Indien zuhause?

Dann schau doch auch mal meine anderen rund 80 Rezepte hier im Blog an. Dazu ein eiskaltes Kingfisher-Bier und ein Bollywoodfilm! Perfekt, oder?

Ich wünsch‘ Dir ein exotisch-würziges Wochenende!

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 483 Followern an

%d Bloggern gefällt das: