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Archive for the ‘Backen’ Category

Zu den Highlights kindlicher Nordsee-Urlaube gehörte auch immer die Fahrt über die Grenze nach Dänemark. Nicht etwa wegen der Landschaft, der freundlichen Leute oder der knuffigen Architektur. Unser Ziel hieß Pølser! Jene skandinavischen Hot Dogs, die es heute beim schwedischen Möbelhaus als liebloses Billiggericht gibt. Also: Ran an die Hot Dogs und selber machen!

In Dänemark gab es kurz hinter der Grenze im Örtchen Tønder einen Imbißwagen, der von einer älterne Dame geführt wurde. Sie servierte ausschließlich Pølser, jene signalfarbenen Würstchen mit Remoulade, Ketchup und Senf sowie süßen Gurken und Röstzwiebeln in fluffigen Brötchen, die man gemeinhin auch Hot Dog nennt. Besonders bewundernswert dabei war, dass trotz rekordverdächtiger Zubereitung kein einziger Krümel auf die Arbeitsfläche fiel. Der Pølser-Wagen war der sauberste Imbiß, den ich je gesehen habe. Wie eklig dagegen ist die Selbstbedienungsfläche beim gelb-blauen Möbeltandler?

Da Dänemark aber weit weg und die Imbiß-Dame vermutlich längst in Rente ist, muss manchmal der Möbel-Hot Dog herhalten für Kindheitserinnerungen. Wirklich glücklich macht er nicht.

Deshalb hab ich die Ärmel hochgekrempelt und meinen Hot Dog selber zusammengestellt. Aber nicht mit den schwammigen Brötchen aus dem Supermarkt. Da kann ich auch gleich zu I***A.

Nein, ich habe das Rezept aus Stevan Pauls Kochbuch “Auf die Hand” ausprobiert. Den so genannten Wunderteig, der auch für Hamburger Brötchen und Toastbrote funktioniert. Und siehe da, der Teig-DAU hat herrliche Brötchen gebacken:

HotDogRolls

Ich habe aus der angegebenen Teigmenge acht riesige Brötchen gebacken. Gereicht hätte der Teig auch für zehn oder zwölf. Da sie sich prima einfrieren und auftauen lassen, könnt Ihr also ruhig eine größere Menge zubereiten.

Das Rezept habe ich nur minimal abgewandelt, da mir die Masse etwas zu süß erschien.

Zutaten für zehn Hot Dog Brötchen (don’t call it rolls!):

450 gr Mehl Type 405

50 gr Maisgrieß

150 ml Wasser

50 ml Milch

30 gr Zucker

1/2 Würfel frische Hefe

2 zimmerwarme Eier (M)

80 gr weiche Butter

1 TL Salz

1 Eigelb

1 EL Sahne

Optional: schwarze und weiße Sesamkörner

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden inklusive Gehzeit

Zubehör: Teigschüssel, Sieb, kleiner Topf, Backblech mit Backpapier ausgelegt, Teigpinsel

So geht’s:

Mehl in die Teigschüssel sieben und mit dem Grieß vermischen. In dem kleinen Topf Wasser und Milch auf Handwärme erwärmen und die Hefe darin auflösen. Zucker hinzugeben. Alles gut vermischen. Eine Mulde in die Mehl-Grieß-Menge drücken und die Milch-Wasser-Hefe-Zucker-Mischung in diese Mulde gießen. Jetzt von den Seiten her mit der Hand etwas von dem Mehl-Grieß mit der Mischung vermischen. Zudecken und zur Seite stellen (etwas im Backofen bei angeschaltetem Licht (aber ohne Temperatur!)), etwa 30 Minuten gehen lassen.

Den Vorteig hervorholen, Eier, Butter und Salz hinzugeben. Jetzt alles miteinander vermischen. Das geht für mich am besten mit der Hand, da ich dann ein Gefühl für den Teig bekomme. Ihr könnt aber auch den Knethaken vom Handmixer nehmen. Hände und Arbeitsfläche etwas bemehlen und auf der Arbeitsfläche die Kugel zu einem glatten Teig formen. Etwas Mehl in die Teigschüssel geben, die Kugel hineinsetzen, abdecken und wieder 30 Minuten gehenlassen.

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Abschließend wieder die Hände bemehlen und die Kugel aus der Schüssel nehmen. Teig in zehn gleich große Teile schneiden. Jedes einzelne Teil mit den Händen in ovale Brötchen formen und auf das Backpapier-Blech legen. Eigelb und Sahne verkleppern und mit dem Pinsel auf den Brötchen verstreichen. Wer mag, kann etwas weißen und schwarzen Sesam darüberstreuen. Ich mag das Aroma sehr gerne!

Brötchen auf der mittleren Schiene in ca 20-25 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen, in der Mitte auf- aber nicht ganz durchschneiden. Belegen. Fertig!

IMG_2187

Ich hatte als Belag ein original Frankfurter Würstchen (klaro!) aus der Traditionsmetzgerei Gräf-Völsing. Dazu KetchupMayonnaise und Senf. Nicht selbst gemacht sondern gekauft: Süß eingelegte Gurken und Röstzwiebeln. Beides gibt es ohne Zusatzstoffe in vertretbarer Qualität beim Lebensmittelhändler.

Bei mir hat der Teig einwandfrei funktioniert, obwohl ich vorher gewarnt wurde, dass die Rezepte im Kochbuch nicht immer stimmig seien. Die Brötchen gerieten aber super fluffig, saftig und sehr, sehr köstlich. Die pappigen Brötchen aus dem Supermarkt oder dem Möbelladen kommen mir jedenfalls nicht mehr in den Mund. Lieber nehme ich den Weg nach Tønder auf mich…

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Vielleicht habt Ihr am heutigen Brückentag ja frei? Dann versteht Ihr sicher, warum es heute kein Friday Night Dinner Date gibt. Stattdessen möchte ich Euch die Rhabarber-Barbara vorstellen. Sowie köstlichen Sirup, knusprigen Kuchen und feuriges Chutney – alles aus Rhabarber, natürlich!

Meine liebe Freundin S. aus Amerika freut sich immer darüber, wie verrückt die deutsche Sprache ist. Gerade die typisch deutschen aber nur schwer zu übersetzenden Worte wie “Frühjahrsmüdigkeit” oder “Feierabend” haben es ihr angetan. Und natürlich die ellenlangen Satzkonstruktionen und zusammengesetzten Hauptworte – wie eben dieses hier:

Schon Mark Twain hatte sich ja amüsiert darüber, dass eine Karotte einen weiblichen Artikel habe, ein deutsche Fräulein dagegen nur einen sächlichen.

Über Rhabarber hat er, soviel ich weiß, nie etwas geschrieben. Dabei gäbe es so viel zu Rhabarber zu sagen: Er ist so sauer, dass sein Verzehr frisch aus dem Garten immer eine Mutprobe unter uns Kindern war. Geschält und in Zucker gestippt war er besser als jede gekaufte Süßigkeit. Seine Farben, grün und rot, bedeuten den Sommer für mich. Der alte Schlager “Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber – das ist kein ägyptischer Gott…” schwirrt mir immer im Kopf herum, wenn ich ihn zubereite. Sein Aroma einzufangen – in Chutney, Sirup oder Saft – ist, als würde ich die Erinnerung an Sonnenstrahlen, Marienkäfer und Barfußlaufen auf warmem Gras einfangen.

Ich habe also gestern Abend bis 23 Uhr in der Küche gestanden und den Sommer eingefangen:

Rhabarber Sirup Vanille German Abendbrot

Hier gibt es das Rezept zum Rhabarber-Sirup mit Vanille.

Und hier das für Rhabarber-Sirup mit Ingwer.

Beides eignet sich natürlich zum Aromatisieren von Mineralwasser. Richtig heißer Scheiß ist der Sirup aber in selbst ausgedachten Cocktails.

Rhabarber Ingwer Chutney German Abendbrot

Kein Sommer ohne Extreme Chutney Cooking Sessions. Denn Chutneys sind nicht nur als Beilage zu indischen Gerichten genial. Sie passen auch klasse zu Chicken oder Roastbeef Sandwiches! Wie dieses feurig-säuerliche Rhabarber Ingwer Chutney.

Rhabarber Streusel Kuchen German Abendbrot

Bereits letzte Woche gab es den Rhabarber Streusel Kuchen nach dem Rezept meiner Großmutter. Was der wiederum mit tanzenden Bären zu tun hat, erfahrt Ihr hier.

Und falls Ihr so wie ich heute doch arbeiten müsst, dann guckt einfach mal unter Friday Night Dinner Date. Da findet Ihr sicherlich ein schnelles, leicht zuzubereitendes Gericht für heute Abend!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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Hurrah, ein langes Wochenende steht vor der Tür! Vielleicht habt Ihr ja Lust noch mal auf die Suche nach Bärlauch zu gehen? Blitzschnell und köstlich ist eine schnelle Tarte mit Bärlauch und Feta!

Ein Friday Night Dinner Date kann man auch an einem Donnerstagabend durchführen, wenn am nächsten Tag ohnehin schon Wochenende ist. Also nehmt Euch Eure(n) Liebste(n), Eure beste Freundin, liebe Nachbarn, zuckersüße Töchter und Söhne oder einfach ein paar Kollegen und stoßt auf das Wochenende an!

Bärlauch_Quiche

Übrigens: Entgegen der “Urban Legend” an darf auch den blühenden Bärlauch noch essen! (Sehen die Blüten nicht wunderhübsch aus?!) Keine Sorge. Generell gilt, dass blühende Pflanzen nicht gepflückt werden sollten, damit die Bienen noch ihren Bestäubungs-Job machen und die Pflanzen sich vermehren können. Aber wer – wie wir! – liebe Freunde hat, bei denen Bärlauch im Garten wächst, darf auch den blühenden pflücken, da der Bestand gesichert ist…

Zutaten für eine 26 cm Tarte-Form:

Für den Teig:

140 gr Weizenmehl

65 gr Butter

1/2 TL Salz

50 ml Wasser

(Mit der Innenseite der Butterverpackung die Tarte-Form auswischen; etwas Mehl für die Arbeitsfläche aufheben)

Für den Belag:

2 Eier (M)

100 gr fetten Joghurt (10%)

100 gr Feta, zerkrümelt

2 EL gewürfelten Speck (Vegetarier lassen ihn einfach weg!)

etwa 20 Blätter Bärlauch, grob gehackt

schwarzer Pfeffer

Salz (Achtung! Feta und Speck sind schon salzig!)

Zubehör: Rührschüssel, 26 cm Tarte- oder Springform, Nudelholz oder Weinflasche zum Teigausrollen, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: 20 min plus 30 min Backzeit

So geht’s:

Alle Zutaten für den Teig gut verkneten. Ich kann das am besten per Hand. Ihr könnt aber auch die Küchenmaschine verwenden. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und kaltstellen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den gewürfelten Speck in der Pfanne auslassen und abkühlen lassen. Bärlauch hacken und mit dem Feta, dem Joghurt, den Eiern und dem Speck in einer Schüssel verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Die Tarte-Form fetten und den Teig hineingeben, an den Rändern gleichmäßig andrücken.

Nun die Bärlauch-Masse gut auf der Tarte verteilen und in den Ofen schieben. Auf mittlerer Stufe etwa 20 bis 30 min backen. Die Masse sollte gestockt und goldgelb sein.

Etwas abkühlen lassen und am besten lauwarm mit einem Glas Wein genießen!

Die Tarte schmeckt auch am nächsten Tag noch wunderbar. Wer mag, kann ein Stück einfach in einer Pfanne von unten erwärmen oder kurz in den Umluft-Ofen geben.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 1. Mai!

Ich bin ja eh ein großer Tarte-Fan. Es gibt kaum eine bessere Art, um Reste zu verarbeiten und auch für den nächsten Tag noch einen köstlichen Lunch zu haben. Mehr Tarte-Rezepte – von herzhaft bis vegetarisch, von fischig bis mediterran – findet Ihr hier.

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Backen treibt mich zwar immer wieder in den Wahnsinn. Aber ein Glas voll köstlicher Cookies im Haus zu haben, mit schmelzigen zartbitteren Schokodrops und herzhaften Haferflocken – diese Aussicht bringt sogar mich an die Teigschüssel!

Natürlich komme ich nicht im Traum darauf mir Rezepte für Cookies auszudenken. Dafür gibt es einfach deutlich qualifiziertere Blogger als mich. Meine Geheimwaffe ist Sandra vom Blog From Snugg’s Kitchen. Wenn jemand backen kann, dann Sandra. Ob Brot oder Cookies: Ihr Blog ist für mich eine bessere Quelle als jedes Backbuch.

Deshalb hab ich auch nicht lange gezögert, als ich ihr Rezept für die Chocolate Chip Cookies mit Haferflocken gesehen habe.

Ein bisschen abgewandelt habe ich das Rezept gegenüber Sandras Original: Ich habe ausschließlich Zartbitter-Schokotropfen (75%) verwendet und Weizen- statt Dinkelmehl. Außerdem statt Dinkel- eben Haferflocken. Aber ganz so hübsch wie ihre sind nicht geworden:

Cookies Nierentisch

Die Cookies sind wunderbar kernig durch die Haferflocken. Mit hochwertigen Zartbitter-Drops schmecken sie zudem richtig edel und nicht zu süß. In einem Glas oder einer Keksdose halten sie sich mehrere Wochen – falls man sie nicht vorher alle aufisst. Denn zu einer Tasse Tee oder einem Kaffee sind die Cookies eine köstliche kleine Zwischenmahlzeit.

Und falls Euch auch mal die Backlust überkommt, schaut doch einfach mal bei Sandra rein! Mach’ ich ja auch ;-)

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Ostern ist mein liebster Feiertag. Erstmal runterkommen an Karfreitag, dann shoppen am Samstag, “Extreme Schokoeier-Eating” am Sonntag und dann noch zur Krönung ein freier Tag am Montag. Und währendessen läuft stundenlang “Ben Hur” im TV. Das ist doch geiler als Weihnachten, oder? 

Außerdem ist das Essen irgendwie noch leckerer: Es gibt die ersten frischen Kräuter, junge Lämmer, dazu auf dem Esstisch hübsche Narzissen, Weidenkätzchen und bunte Eier. Ich liebe Ostern!

Aber was gibt’s zu essen? Mir ist an Feiertagen immer wichtig, dass die Essenszubereitung nicht in Stress ausartet. Wir alle haben Erholung nötig. Deshalb soll Kochen Spaß machen und nicht in Hektik ausarten.

KARFREITAG…

…gibt es natürlich Frankfurter Grie Soß! Das Rezept für diese vegetarische Köstlichkeit (klassisch zu halben hartgekochten Eiern und Bratkartoffeln) findet Ihr unter anderem hier. Wer jetzt noch nicht alle Kräuter bekommt (Borretsch, Pimpinelle, Sauerampfer, Petersilie, Schnittlauch, Kerbel – NIEMALS DILL!), lässt einfach weg, was noch nicht wächst. Die Grie Soß ist immer auch ein Gradmesser des Frühlings. Je wärmer es wird, desto reichhaltiger und satter wird die Grie Soß.

KARSAMSTAG…

…wird eingekauft. Und das artet an Feiertagswochenenden ja meist ziemlich aus. Da muss es in der Küche schnell gehen. Werden die nächsten zwei Tage fleischlastig, bietet sich ein leichtes Skrei-Filet auf gedünstetem Barba di Frate an:

Barba di Frate Mönchsbart German Abendbrot

Sieht das nicht zum Reinbeißen aus? Noch ein Grund Ostern zu lieben: Es gibt mehr Grün!

Barba di Frate ist nicht immer zu kriegen. Es hat vier Jahre gedauert, bis wir ihn in Wiesbaden erstmals bekommen haben. Tja, manchmal vermissen wir den Viktualienmarkt schon. Falls es keinen Mönchsbart gibt, habt Ihr vielleicht Lust auf ein friesisches Krabbenbrot?

OSTERSONNTAG…

…wird erstmal gemütlich im Schlafanzug gefrühstückt. Der Tag steht ganz im Zeichen des Küchen-Magiers Heston Blumenthal. Das fängt beim perfekten Frühstücksei nach Anleitung des Sternekochs an.

Aber die Krönung des Tages ist die unfassbar zarte und würzige Lammkeule, die sich fast von selbst macht und die ganze Wohnung zum Duften bringt:

Lammkeule_Blumenthal

OSTERMONTAG…

…wird gechillt. Und verdaut. Wer dennoch Lust zu Kochaktivitäten hat, backt jetzt einen österlichen Karotten-Walnuß-Kuchen nach Ottolenghi. Saftiger kann ein Kuchen nicht sein. Und, hey, Karotten sind Gemüse. Also ist das Ganze fast schon diätisch:

Schneller geht allerdings der Eierlikör nach Lea Linster, den ich Euch Sonntag schon vorgestellt habe. Aber Eierlikör kann man an Ostern gar nicht genug haben:

Eierlikör Tonkabohne German Abendbrot

Ach, und falls Ihr ein bisschen was Prickelndes im Glas haben wollt, was Euch preislich nicht gleich in den Schuldenturm bringt, schaut doch mal nach deutschem Winzersekt. Ein paar ganz hervorragende Flaschen habe ich hier empfohlen.

Ich wünsche Euch wunderschöne Osterfeiertage mit Narzissen, Weidenkätzchen, süßen und herzhaften Leckereien sowie viel Spaß bei der Eiersuche!

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Die Schoko-Tropfen und der Amaretto machen diesen hübschen kleinen Gugelhupf richtig saftig.

Während ich das hier blogge, liege ich schniefend und röchelnd auf der Couch, weil mich eine blöde Erkältung fest im Griff hat. Und was wäre besser geeignet, um geschundene Schnupfennasen aufzuheitern als ein schöner, kleiner, runder Gugelhupf mit saftigen Schokotropfen und einem Hauch von Amaretto? Zumal ich Mandeln, Schokotropfen und die restlichen Zutaten im Haus hatte und nicht mal vor die Tür musst! Ich kann mir wenig Besseres vorstellen:

Gugelhupf

Ich mag meine kleine 16-cm-Gugelhupf-Form mit ihrer Monster-Beschichtung wahnsinnig gerne. Für uns reicht der Kuchen locker eine Woche und er sieht sooooo hübsch aus!

Der Hammer sind allerdings die Schoko-Tropfen, die den Kuchen zu einer geheimnisvollen kleinen Sünde machen. Auch der Frosch auf meinem Frühstücksbrettchen ist begeistert:

Gugelhupf_Frosch

Jetzt geht’s aber an’s Backen:

Für eine 16-cm-Gugelhupf-Form benötigt Ihr folgende Zutaten:

100 gr weiche Butter (und ggf. etwas zum Fetten der Form)

80 gr Muscovado-Zucker (oder anderen braunen Zucker)

2 Eier (M)

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

100 gr Weizenmehl

1 TL Backpulver

1 EL Kakaopulver

100 gr gemahlene Mandeln

50 gr Schokotropfen (72%)

3 EL Amaretto

Puderzucker zum Bestäuben

Zubehör: Handmixer oder Küchenmaschine, Gugelhupf- oder Napfkuchenform (16cm), Teigschüssel, Sieb

Zubereitungszeit: 20 min Vorbereitung + 40 min Backzeit

So geht’s:

Die Form bei Bedarf fetten. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die weiche Butter mit dem Handmixer in einer Teigschüssel schaumig schlagen. Zucker, Eier, Salz und Zimt untermischen. Mehl, Kakao und Backpulver vermischen und in den Teig sieben. Mandeln und Schokotropfen gut unterrühren. 3 EL Amaretto hinzugeben und ebenfalls gut vermischen.

Den Teig in die Form geben. Ein paar Mal auf die Arbeitsfläche stoßen und gegebenenfalls die Oberfläche etwas glätten. Den Gugelhupf auf der mittleren Schiene im Backofen für etwa 40 min backen. Hängt bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Holz, ist der Kuchen gut.

Form herausnehmen und abkühlen lassen. Aus der Form stürzen und den kalten (!) Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

Und womit verwöhnt Ihr Euch, wenn Ihr krank und lustlos seid?

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Ein Icing aus heller Schokolade, Bier und Walnüssen ist die Krönung dieses saftigen Schokokuchens!

Dieser dunkelgraue Januar zieht sich. Er zieht sich wie die Dialogszenen in einem Ingmar-Bergman-Film, den man in OmU-Version in einem überheizten Programmkino mit unbequemen Stühlen schaut. Während man Kopfschmerzen hat. Und Hunger. So ungefähr fühlt sich dieser Januar an…

Viel besser hat das – wie jeden Monat! – Erich Kästner ausgedrückt in seinem Januar-Gedicht:

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

Zeit also für ein bisschen Seelenstreicheln mit einem saftigen, dunklen schokoladigen Kuchen:

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Der besondere Clou ist der großzügige Schluck Ale, der an Teig und Glasur für einen etwas herben, malzigen Geschmack sorgen.

Für eine 26cm Springform benötigt Ihr folgende Zutaten:

Für den Teig:

150ml dunkles Bier (wer kein englisches Ale bekommt, nimmt ein deutsches!)

75gr dunkle Schokolade (ich habe diverse Schokoreste von Weihnachten gemischt. Je dunkler, desto besser)

100gr Butter + Butter zum fetten der Form

245gr Muscovadozucker (alternativ: brauner Rohrzucker)

2 Eier Größe M

180gr Mehl

1 EL Backpulver

1 TL Natron

eine Prise Zimt

Für die Glasur:

100gr helle Schokolade (ich hatte einen Schokonikolaus übrig)

50gr Butter

2 EL Bier

100gr Puderzucker

eine Handvoll grob gehackter Walnüsse

Zubehör: 26cm Springform, Rührschüssel, Handmixer oder Küchenmaschine, Topf und passende Metallschüssel für das Wasserbad, feines Sieb, Teigschieber

Zubereitungszeit: 20min + 45 Backzeit

So geht’s:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform gut fetten.

Die dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen und das Bier unterrühren. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. In der Teigschüssel Butter und Zucker miteinander zu einer homogenen Masse verquirlen. Eier hinzugeben und wieder gut vermixen. Die Bier-Schoko-Masse ebenfalls unterziehen. Mehl, Backpulver, Zimt und Natron gut miteinander vermischen und zusammen unter den Teig rühren.

Den fertigen Teig in die Springform geben und in der Mitte des Backofens etwa 45 min backen. Der Kuchen ist sehr saftig und je nach Backofen braucht er eventuell länger. Gerade in der Mitte blieb mein Teig noch lange feucht. Macht also unbedingt die Probe mit einem Holzstäbchen: Wenn kein Teig mehr hängen bleibt, ist der Kuchen fertig.

Kuchen aus dem Ofen nehmen und gut abkühlen lassen.

Währendessen in einem Wasserbad die helle Schokolade, Butter und Bier erwärmen und gut vermischen. (Achtung, die Masse muss langsam schmelzen und sollte nicht zu heiß werden oder gar kochen!) Währendessen die Walnüsse hacken.

Die Masse etwas abkühlen lassen, bevor Ihr den Puderzucker hineinsiebt und gut vermischt.

Nun die Glasur mit dem Teigschieber auf dem Kuchen verteilen. Ich habe nur die Oberseite bestrichen. Wer mag, kann auch die Ränder noch bestreichen. Abschließend die Walnusskerne verteilen.

Jetzt – endlich! – könnt Ihr den Kuchen anschneiden und Euch die schokoladige Saftigkeit auf der Zunge zergehen lassen.

Processed with Rookie

Und dann ist auch irgendwann dieser Januar vorbei…

Inspiriert hat mich Angela Hartnett mit ihrer Sendung zum “Great British Food Revival”. Ihr Kuchen ist höher, süßer, ohne Zimt und mit Haselnüssen. Ich habe den Zucker deutlich reduziert und mag die herberen Walnüsse lieber als Kontrast zur Schokolade. Haselnüsse sind mir zu süß.

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