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Archive for the ‘Fisch & Meeresfrüchte’ Category

Ostern ist mein liebster Feiertag. Erstmal runterkommen an Karfreitag, dann shoppen am Samstag, “Extreme Schokoeier-Eating” am Sonntag und dann noch zur Krönung ein freier Tag am Montag. Und währendessen läuft stundenlang “Ben Hur” im TV. Das ist doch geiler als Weihnachten, oder? 

Außerdem ist das Essen irgendwie noch leckerer: Es gibt die ersten frischen Kräuter, junge Lämmer, dazu auf dem Esstisch hübsche Narzissen, Weidenkätzchen und bunte Eier. Ich liebe Ostern!

Aber was gibt’s zu essen? Mir ist an Feiertagen immer wichtig, dass die Essenszubereitung nicht in Stress ausartet. Wir alle haben Erholung nötig. Deshalb soll Kochen Spaß machen und nicht in Hektik ausarten.

KARFREITAG…

…gibt es natürlich Frankfurter Grie Soß! Das Rezept für diese vegetarische Köstlichkeit (klassisch zu halben hartgekochten Eiern und Bratkartoffeln) findet Ihr unter anderem hier. Wer jetzt noch nicht alle Kräuter bekommt (Borretsch, Pimpinelle, Sauerampfer, Petersilie, Schnittlauch, Kerbel – NIEMALS DILL!), lässt einfach weg, was noch nicht wächst. Die Grie Soß ist immer auch ein Gradmesser des Frühlings. Je wärmer es wird, desto reichhaltiger und satter wird die Grie Soß.

KARSAMSTAG…

…wird eingekauft. Und das artet an Feiertagswochenenden ja meist ziemlich aus. Da muss es in der Küche schnell gehen. Werden die nächsten zwei Tage fleischlastig, bietet sich ein leichtes Skrei-Filet auf gedünstetem Barba di Frate an:

Barba di Frate Mönchsbart German Abendbrot

Sieht das nicht zum Reinbeißen aus? Noch ein Grund Ostern zu lieben: Es gibt mehr Grün!

Barba di Frate ist nicht immer zu kriegen. Es hat vier Jahre gedauert, bis wir ihn in Wiesbaden erstmals bekommen haben. Tja, manchmal vermissen wir den Viktualienmarkt schon. Falls es keinen Mönchsbart gibt, habt Ihr vielleicht Lust auf ein friesisches Krabbenbrot?

OSTERSONNTAG…

…wird erstmal gemütlich im Schlafanzug gefrühstückt. Der Tag steht ganz im Zeichen des Küchen-Magiers Heston Blumenthal. Das fängt beim perfekten Frühstücksei nach Anleitung des Sternekochs an.

Aber die Krönung des Tages ist die unfassbar zarte und würzige Lammkeule, die sich fast von selbst macht und die ganze Wohnung zum Duften bringt:

Lammkeule_Blumenthal

OSTERMONTAG…

…wird gechillt. Und verdaut. Wer dennoch Lust zu Kochaktivitäten hat, backt jetzt einen österlichen Karotten-Walnuß-Kuchen nach Ottolenghi. Saftiger kann ein Kuchen nicht sein. Und, hey, Karotten sind Gemüse. Also ist das Ganze fast schon diätisch:

Schneller geht allerdings der Eierlikör nach Lea Linster, den ich Euch Sonntag schon vorgestellt habe. Aber Eierlikör kann man an Ostern gar nicht genug haben:

Eierlikör Tonkabohne German Abendbrot

Ach, und falls Ihr ein bisschen was Prickelndes im Glas haben wollt, was Euch preislich nicht gleich in den Schuldenturm bringt, schaut doch mal nach deutschem Winzersekt. Ein paar ganz hervorragende Flaschen habe ich hier empfohlen.

Ich wünsche Euch wunderschöne Osterfeiertage mit Narzissen, Weidenkätzchen, süßen und herzhaften Leckereien sowie viel Spaß bei der Eiersuche!

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Wenn das Konfetti am Boden matscht, die Krawatten abgeschnitten und die Luftschlangen zerrissen sind, weckt dieser Heringssalat neue Lebensgeister.

Der Februar ist so ein Monat… Obwohl ich im Februar Geburtstag habe, nervt er mich einfach nur tierisch. Längst haben wir Weihnachten und alle guten Vorsätze zum neuen Jahr hinter uns gelassen und trotzdem lässt der Frühling immer noch auf sich warten. Der Februar kommt als Zwitter daher mit deutlich längeren Tagen und singenden Amseln, und dennoch kann er kalt, nass und winterlich sein. Die Natur steht längst in den Startlöchern und will doch noch nicht so richtig aufwachen, denn es kann ja noch mal Schnee geben. Ach, Februar, Du nervst!

Nicht mal Karneval kann uns – trotz unserer Düsseldorf-Connection – aufmuntern. Und kulinarisch ist auch noch nicht viel los: Das letzte Sauerkraut wird aus den Fässern gekratzt, die Wintergemüse Grünkohl und Wirsing hängen uns zu den Ohren raus, aber weit und breit noch keine Frühlingskräuter für Grüne Sauce oder gar Spargel in Sicht. Ach, Februar, Du nervst!

Da kommt so ein pinker, frischer und Lebensgeister weckender Heringssalat gerade recht:

Processed with Rookie

Für 2 Personen benötigt Ihr:

2 Matjesfilets, nicht zu salzig

1/2 kleiner Apfel, geschält (z.B. Braeburn)

1 EL Apfelessig

2 kl Pellkartoffeln, geschält

Joghurt

saure Sahne oder Schmand

1 Knolle gekochte Rote Bete

1 kleine Schalotte

1 kleine Gewürzgurke

Pfeffer

Salz

Zucker

Cayennepfeffer

1/2 EL Butter

Zubehör: Gutes Messer, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: gute halbe Stunde plus Zeit zum Durchziehen

So geht’s:

Die Pellkartoffeln garen und schälen. Die Schalotte schälen, fein hacken und in der Butter andünsten. Abkühlen lassen.

Kartoffeln, Matjes, Rote Bete, Gewürzgurke und den Apfel in kleine Würfelchen schneiden.

Je nachdem, wie “flüssig” Ihr den Salat mögt, mit Joghurt und saurer Sahne gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Cayennepfeffer sowie dem Apfelessig würzen. Gut vermischen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.

Mit Brot oder Kartoffeln servieren. Dazu passt ein kaltes Bier!

Der pinke Heringssalat ist mein Beitrag zum Kebo Homing Blog-Event “Typisch für…”, das sich jeden Monat einem anderen Thema widmet. Im Februar geht es – natürlich! – um Faschind/Fastnacht/Karneval…

 regelmäßiger Blogevent bei Kebo Homing zum Thema Typisch für

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Ein schlotziges Risotto mit Meeresfrüchten ist genau richtig für den anstehenden Valentinstag.

Nicht, dass Menschen, die wie ich im Februar Geburtstag haben, jemals in den Genuss eines Valentintstag-Dates gekommen wären (meine Schwester hat sogar heute (!) Geburtstag und könnte Euch zu dem Thema Einiges erzählen…). Aber so ein Friday Night Dinner Date ist ja auch romantisch. Erst recht, wenn ich dem bEdW dabei zuschauen kann, wie er geduldig im Risotto rührt, Brühe zugießt, rührt, Wein zugießt, rührt, Parmesan hobelt, rührt… Es gibt kaum etwas Entspannenderes als anderen bei der Arbeit zuzuschauen!

Tintenfisch_Risotto

Für 2 verliebte Esser als Hauptgericht benötigt Ihr:

1 große Zwiebel, fein gehackt

1 EL Butter

1 Kaffeebecher Risotto-Reis

1 Schluck trockenen Weißwein

etwa 3/4 Liter (hausgemachte) Gemüsebrühe (die Menge kommt darauf an, wie stark der Reis die Flüssigkeit aufnimmt und wie “schlotzig” Ihr das Risotto mögt. Am besten habt Ihr noch etwas Brühe für den Notfall in der Hinterhand)

3-4 Cocktailtomaten fein gehackt

1 Schluck Tomantesaft

3 gehäufte EL Parmesan, gerieben

etwa 100 gr Tintenfisch, in mundgerechte Stücke zerteilt

Zum Abschmecken und Anrichten:

Salz

Pfeffer

1/2 TL Pul Biber (scharfes Paprikagewürz aus dem türkischen Supermarkt, alternativ eine Messerspitze Chiliflocken)

Olivenöl

Zitronensaft

Zubehör: Ein großer, schwerer Topf, separater Topf für die Brühe, kleine beschichtete Pfanne für den Pulpo

Zubereitungszeit: alles in allem etwa eine Stunde

Die Zubereitung geht ganz schnell und gelingt auch Ungeübten:

Butter im Topf erhitzen. Die feingehackten Zwiebeln anschwitzen. Parallel die Gemüsebrühe in einem separaten Topf erhitzen.

Jetzt den Reis zugeben und unter schnellem Rühren ausreichend heiß werden lassen. Er darf nicht anhängen, soll aber Hitze annehmen. Dann den Schluck Weißwein zugeben und  und unter Rühren “verdampfen” lassen.

Von der Gemüsebrühe jetzt eine Kelle an den Reis geben, rühren, die Flüssigkeit bei gleichmäßiger mittlerer Hitze vom Reis aufnehmen lassen und wieder eine Kelle drangeben, rühren, Flüssigkeit aufnehmen lassen… So lange wiederholen und immer mal den Reis probieren, ob er schon gar ist oder weiterköcheln muss. Ist er noch nicht gar, braucht es noch ein paar Wiederholungen von Kelle-Rühren-Flüssigkeitaufnehmen. Ist tatsächlich einfacher, als es klingt.

Wird das Risotto zu flüssig, gebt Ihr ihm nicht genug Zeit. Also in Ruhre rühren, Flüssigkeit verdampfen lassen, Kelle drangeben…

Ist das Risotto zu fest, Hitze etwas runternehmen, mehr Flüssigkeit drangeben und immer schön rühren… Sehr meditativ, das Ganze.

Zwischendrin könnt Ihr dann Tomaten, Tomatensaft, Salz und Pfeffer hinzugeben.

Zum Schluss wird der Parmesan untergehoben – auch wieder unter Rühren. Der Käse nimmt viel Flüssigkeit auf. Eventuell muss dann auch noch mal Brühe drangegeben werden. Risotto ist je nach Reissorte im Verhalten sehr unterschiedlich. Findet am besten selber heraus, wie “schlotzig” Ihr Euer Risotto mögt. Schmecken wird es auch, wenn es etwas zu flüssig oder fest ist, keine Sorge!

Jetzt die kleine Pfanne vorheizen und in etwas Olivenöl den Pulpo kurz anbraten. Unter das Risotto heben, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit etwas Pul Biber garnieren und heiß servieren.

Wer keinen Tintenfisch mag oder statt einer ganzen Tube lieber die kleinen Tintenfischchen mit Ärmchen mag, kann hier natürlich improvisieren. Köstlich schmecken auch Garnelen zum Risotto oder Muscheln oder Fleisch aus den Krebsscheren. Eurer Phantasie sind bei Risotto keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche Euch ein kuscheliges Valentinstagswochenende. Oder natürlich auch krachige Karnevalstage!

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In  dieseer Woche geht es einfach mal weiter mit meiner “reloaded” Reihe, weil es zuletzt viel zu heiß war, um Neues auszuprobieren.

In loser Reihenfolge verblogge ich also ab sofort immer mal wieder meine Lieblingsgerichte – mit neuem Foto oder auch leichtem Rezept-Update. Denn über die Jahre ergeben sich immer mal Verfeinerungen, die ich gerne mit Euch teile. (Aber keine Angst! Ich habe auch bald wieder Neues für Euch! Sogar aus der Kategorie “süß” und “gebacken”!)

Heute gibt’s mein allerliebstes Lieblingscurry! Das südindische, sauscharfe, genial köstliche Malabar Fisch Curry:

Processed with RookieDas Rezept muss ich eigentlich nicht wirklich aktualisieren, weil es sich seit Jahren bewährt. Es ist perfekt so wie es ist. Außer, dass ich heute nicht mehr auf Pangasius oder Tilapia zurückgreife, sondern weißen, festfleischigen Seefisch nehme, der gerade Saison hat oder der einfach guten Gewissens gekauft werden kann. Wenn kein solches festfleischiges Fischfilet erhältlich ist, könnt Ihr auch einen weniger “robusten” Fisch nehmen und die Stücke einfach nur ganz zum Schluss vorsichtig in der Sauce gar ziehen lassen.

Mittlerweile gebe ich sehr gerne gegarte Kartoffelstücke ins Curry. Gerade, wenn mehrere Personen mitessen oder Reste vom Vortag vorhanden sind, bietet sich das “Strecken” mit Kartoffeln an und ist in Indien nicht unüblich. Auch eine Handvoll Erbsen gebe ich gerne dazu. Ihre Süße nimmt etwas die Schärfe und Säure, falls etwas empfindlichere Gäste  mitessen. An den Zutaten für die Sauce wird aber nichts geändert. Sie bleibt eine grandiose Mischung aus vielen indischen Aromen, aus scharf, sauer und kokosnussig!

 

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Die erste Fußball-WM, an die ich mich erinnern kann, war die in Spanien 1982. Seitdem bin ich infiziert. Die WM 1982: Das war die WM, bei der die Italiener in der Vorrunde zwar kein Spiel gewannen, aber später gegen Deutschland Weltmeister wurden. Ein Erfolg, den die Mannschaft erst 2006 wiederholen konnte. Das war die WM, bei der ein genialer kleiner Franzose namens Michel Platini Furore machte. Heute ist er umstrittener FIFA-Funktionär. Die WM, bei der Hitzkopf und Publikumsliebling Toni Schumacher zwar genial den Kasten verteidigte, aber leider auch ein grauenvolles Foul an dem Franzosen Battiston verübte. Sein Buch “Anpfiff” sorgte später noch für Aufruhr beim DFB. Die WM, bei der ein junger Franke names Lothar Matthäus und ein O-beiniger Berliner namens Pierre Littbarski ihr WM-Debüt gaben. Beide sollten 1990 in Italien Weltmeister werden. (Übrigens: Auch Diego Maradona gab 1982 sein WM-Debüt für Argentinien. Was für eine Generation!)

Was 1982 undenkbar war, war eine WM-Teilnahme der USA. Die konnten Football, Baseball, Basketball – aber Fußball?

Doch seit der WM in den USA 1994 zählen die Jungs feste zum Repertoire des Turniers. Erst recht, seit “unser” Jürgen Klinsmann (ebenfalls Weltmeister 1990 und Sommermärchen-Verursacher 2006) Trainer der US-Mannschaft ist.

Ein großes Glück für uns. Weniger fußballerisch als kulinarisch. Denn so kann ich einen USA-Beitrag für Peters WM-Event “Kick aus fernen Töpfen” posten! (Die Zusammenfassung findet “ongoing” statt und kann bereits jetzt hier eingesehen werden!)

Ich hätte natürlich Burger, Hot Dog oder Cream-Cheese-Bagels machen können. Aber, ätsch!, hab ich nicht!

Stattdessen gibt es eine hawaiianische ‘Ahi-Pasta. Oder: Spaghetti mit Thunfisch, Zitrone, Basilikum und getrockneten Tomaten.

Processed with Rookie

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

200 gr Thunfischfilet

6 getrocknete Tomaten, fein gehackt

4 EL Basilikum, fein gehackt

4 EL Petersilie, fein gehackt

4 Frühlingszwiebeln, fein gehackt

1 EL Zitronenzesten

Saft einer halben Zitrone

1 Knoblauchzehe, gequetscht

1/2 TL Chiliflocken

Salz

Pfeffer

eine Prise Zucker

250 gr Spaghetti (oder Linguine, Capellini…)

Zubehör: Pastatopf, Sieb, große Pfanne

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Pastateller bei ca 50 Grad im Backofen vorwärmen.

Thunfisch in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Alle Zutaten zu einer Marinade verrühren und den Thunfisch darin marinieren.

Währendessen Nudelwasser aufsetzen, zum Kochen bringen und die Pasta garen. Kurz, bevor die Nudeln gut sind, die Pfanne auf höchste Stufe stellen und den Fisch samt Marinade sehr kurz darin anbraten. Der Thunfisch sollte außen gar, innen aber noch roh sein.

Nudeln abschütten, in die Pfanne geben und der Fisch-Sauce vermischen. Anrichten und sofort servieren.

Pasta auf Hawaii?

Jawoll! Das Rezept stammt nämlich aus einem kleinen feinen Kochbuch, das mir meine liebe Kollegin O. aus Hawaii mitgebracht hat.

Hawaii

‘Ahi heißt Thunfisch und ist eine häufig verwendete Delikatesse auf Hawaii – sagt O., die von der Küche der Insel schwärmt.

Ich sollte mir das mal genauer vor Ort anschauen. Oder braucht Ihr außer diesem Foto von O. noch Argumente? (O. versichert, es gibt sogar Bier auf Hawaii!)

Hawaii

 

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Ja, an dieser Stelle traue ich mich, einen Superlativ zu benutzen. Denn es gibt keine Cocktailsauce, die mir jemals besser geschmeckt hätte. Und sie existiert in unserer Familie seit mindestens 40 Jahren. Oder mehr? Nuff said? Nuff said!

Jedenfalls mache ich sie nach dem Rezept meiner Mutter, habe sie vielleicht etwas justiert. Aber mich beschleicht ohnehin der Verdacht, dass ich als Fünfjährige nur deshalb völlig unerschrocken sämtliche Meeresfrüchte im Frankreich-Urlaub gegessen habe, um diese Cocktailsauce essen zu können. Löffelweise!

Sie passt wunderbar zu – eben! – sämtlichen Langusten, Scampis, Shrimps etc. Natürlich auch zu Grillgemüse, Ofenkartoffeln, Hühnchenfleisch oder Fisch. Mit geröstetem Baguette auf dem Tisch wurde sie bisher noch immer ratzeputze leer gegessen. Und rosa ist eh eine tolle Farbe:

cocktailsauce

Zutaten für eine (ohnehin niemals ausreichend große) Schüssel:

200 gr 10%-igen Joghurt

1 großer EL Creme fraiche

5 gr EL Ketchup (hausgemacht oder ein gutes Bio-Ketchup, etwa von Heinz)

einige Spritzer Worcester Sauce

einige Spritzer Tabasco

ein Schluck trockener Sherry

1 TL edelsüßen Paprika

Saft einer halben kleinen Zitrone

Salz

weißen Pfeffer frisch gemahlen

Prise Zucker

Die Mengenangaben sind Circa-Angaben. Ihr solltet alle Zutaten zum Abschmecken nutzen.

Zubehör: kleiner Schneebesen, Schüsselchen

Zubereitungszeit: 10 min (etwas Zeit zum Durchziehen schadet nicht)

So geht’s:

Logisch: Alle Zutaten miteinander vermischen und mit dem Schneebesen glattrühren, so dass keine Klümpchen drin sind. Abschmecken und kühl stellen. Vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur bringen. Gegebenenfalls noch mal abschmecken und nachwürzen.

Ihr werdet mit dem Abschmecken überhaupt nicht mehr aufhören können, versprochen.

Wozu wir die Cocktailsauce essen, wenn noch keine Grillsaison ist?

Zur Fischpfanne aus dem Ofen, angelehnt an ein Rezept von Jamie Oliver aus seinen “30 Minutes Meals” (Episode 22: Fish Tray Bake”):

Dazu den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Eine Ofenform mit Olivenöl fetten und etwa 6 in Salz eingelegte Sardellen auf den Boden legen. Fischfilets (beispielsweise Lachs, Zander, Kabeljau-Loins… ) und rohe, ungeschälte (aber entdarmte!) Shrimps, Cocktailtomaten, Knoblauchzehen, Thymianzweige dazugeben. Eine kleine Zitrone achteln und die Achtel zwischen den Fischstücken verteilen. Wer mag, kann auch noch Tintenfisch oder Muscheln ergänzen – je nachdem, was Euch beim Fischhändler anlacht! Alles pfeffern und salzen. Mit einigen Scheiben Pancetta “abdecken” und mit etwas Olivenöl besprenkeln.

Jetzt die Ofenform auf die mittlere Schiene des Backofens schieben. Je nach Dicke der Fischfilets dauert die Garzeit etwa 15 Minuten.

Natürlich könnt Ihr auch Zucchini, Frühlingszwiebeln oder andere Zutaten hinzugeben.

Der Pancetta, das Öl, der Fischsud, die Sardellen, die Kräuter, die Zitronen – das allers ergibt einen hervorragenden Sud auf dem Boden der Ofenform, die man herrlich mit Baguette aufstippen kann. Natürlich nur, wenn man nicht gerade bis zu den Ohren in der Cocktailsauce hängt, die zu allem, was aus dem Meer kommt, der Clou ist!

Lasst es Euch schmecken! Ihr habt jetzt das ultimative Cocktailsaucenrezept. Da geht nix mehr schief!

Update: Barbara von “Ein Topf Heimat” hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass sie aktuell ein schönes Blog-Event durchführt: “Kulinarisches Brandzeichen”! Hier sucht sie Rezepte, die uns kulinarisch geprägt haben und uns immer wieder in frühere Zeiten zurückbeamen. Da mache ich doch gerne mit! Und Ihr vielleicht auch?

 

 

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Die Mittagspause stellt Berufstätige wirklich vor eine Herausforderung! Wer will schon immer das ewig gleiche belegte Brötchen vom Bäcker essen, täglich viel Geld für den Mittagstisch ausgeben oder sich – noch schlimmer! – mit fragwürdigem Gebäck von der Tanke nebenan eindecken? Auch Kantinen sind nicht immer so verlockend, dass sie uns 5 Tage pro Woche glücklich machen. Und wer dann noch wissen will, was in seinem Essen drin ist, der kommt um mitgebrachtes Essen nicht herum. Nur: Nicht jedes Büro bietet Koch- und Aufwärmmöglichkeiten. Von Baustellen oder Ladengeschäften ganz zu schweigen! Und wer will die Kollegen schon mit stundenlang köchelnder Fischsuppe oder aufgewärmtem Wirsingeintopf quälen?

Alles ruft also nach dem Revival der guten alten Brotdose – neudeutsch: Lunchbox , noch schicker: Bentobox. Ich bleib bei Brotdose. Habe ich doch das Brot schon im Blognamen verewigt :)

Tina von Lunch for One jedenfalls sucht nach Rezepten für die Lunchbox und hat ein Gewinnspiel ausgelobt. Und da darf mein Lunch-Klassiker doch nicht fehlen: Tatatataaaaaa, la Tarte! La Forellen-Tarte, um genau zu sein:

Forellentarte

Tarte lässt sich perfekt am Vortag vorbereiten und schmeckt nach einer durchgezechten durchgezogenen Nacht sogar noch besser! Die Zutaten kann man gut im Vorratsschrank haben, am Wochenende frisch besorgen und etwas aufheben oder leicht auch noch schnell im Supermarkt besorgen, wenn erst spät aus der Arbeit kommt.

Wer mag kann zur Tarte noch etwas gewaschenen und trockengeschleuderten Salat in einer separaten Tupperbox mitnehmen (hält sich auch gut, wenn er am Vorabend eingetuppert und im Kühlschrank aufbewahrt wird), ein Glas mit einem abends angerührten Dressing passt auch noch in die Tasche. Die Tarte schmeckt aber auch ohne Salat sehr gut…

Zutaten für den Mürbeteig:

200 gr Mehl

1/2 TL Salz

100 gr Butter

1 Ei

Alles gut vermischen, bis ein geschmeidiger Teig daraus wird. Zu einer Kugel formen, in einen ausreichend großen Gefrierbeutel geben und darin schon mal leicht  ausrollen. Dann kühlt er schneller durch. Also: Beutel für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben.

Zutaten für die Forellen-Füllung:

400 gr Filets von der Räucherforelle

1 Bund Schnittlauch, fein gehackt

2 Eier

250 gr Creme fraiche

50 gr neutraler Frischkäse

2 Frühlingszwiebeln (nur das Weiße)

Salz

weißer Pfeffer

Abrieb einer halben Bio-Zitrone

etwas Butter für die Form und zum Anschwitzen

Zubehör: Rührschüssel, kleine Pfanne, Tarteform (28 cm) oder kleine Tartelette-Förmchen, Nudelholz, Pinzette oder Grätenzange, Stabmixer oder Blender, Frischhaltefolie

Zubereitungszeit: 15 min für den Teig, 20 min für die Füllung, Backzeit ca. 35 min

So geht’s:

Während der Teig durchkühlt, kümmern wir uns um die Füllung: Frühlingszwiebeln säubern, in feine Ringe schneiden und in etwas geschmolzener Butter in der kleinen Pfanne anschwitzen. Salzen, pfeffern, zur Seite stellen. Forellenfilets auf Gräten untersuchen und möglichst alle entfernen. Schnittlauch fein hacken. Jetzt alle Zutatenfür die Füllung – außer Schnittlauch und Zwiebeln – in eine Rührschüssel geben und mit dem Stabmixer grob pürieren. Es sollten noch Fischstückchen in der Masse sein! Zwiebeln und Schnittlauch unterheben und zur Seite stellen.

Teig aus der Kühlung nehmen, Gefrierbeutel an einer Seite aufschneiden. Teigkugel auf den Gefrierbeutel legen und mit einem Stück Frischhaltefolie abdecken. Jetzt den Teig zwischen den beiden Lagen mit dem Nudelholz ausrollen bis er die Größe der Tarteform hat.

Tarteform fetten. Teig in die gefettete Form geben und mit einer Gabel anpieksen. Das Blindbacken spare ich mir, wenn es schnell gehen muss. (Ansonsten jetzt mit Backpapier und Linsen oder anderen trockenen Hülsenfrüchten abdecken und 15 min mit Papier, 5 min ohne blind backen.) Die Füllung gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen und auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen schieben. Etwa 35 min backen, bis die Masse komplett gestockt ist!

Abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form heben (Das geht besonders gut, wenn man eine Tarteform mit losgelöstem Boden hat. Diese Anschaffung kann ich echt empfehlen!) oder aus den Tartelette-Förmchen stürzen.

Da die Forellen geräuchert waren und das Ei komplett durchgebacken, hebt sich die Tarte locker im Kühlschrank 2 Tage auf.

Ein herzhaftes Dressing für die Mittagspause mache ich übrigens aus 1/3 Weißweinessig, 2/3 Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1/2 TL Senf und einer halben kleinen gekochten Kartoffel.

Die Tarte schmeckt frisch aus dem Ofen und noch lauwarm natürlich am besten. Aber auch am nächsten Tag ist sie kalt ein wunderbares Mittagessen – oder auch für Picknick und Biergarten geeignet. Tartes sind meine Geheimwaffe fürs Büro, fürs Buffet oder wenn mal Reste im Kühlschrank auf ihre Weiterverwendung warten. Ich bin gespannt, was Tina und ihre Gäste sonst noch in die Lunchbox packen!
”Pimp

 

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