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Archive for the ‘Fisch & Meeresfrüchte’ Category

Es ist Freitag und die Spargelsaison neigt sich dem Ende zu. Also gibt’s zum heutigen Friday Night Dinner Date einen vielleicht letzten Spargelsalat – geht schnell, schmeckt köstlich! Also, ran an die Stangen!

Wenn der Johannistag näher kommt, sich die Saison für Spargel also dem Ende neigt, ziehen wir gerne Bilanz: Haben wir ausreichend Spargel gegessen, um bis zum nächsten Frühjahr durchzuhalten? Sollen wir einige Stangen einfrieren? Haben wir alle Gerichte ausprobiert, die wir machen wollten?

In diesem Jahr können wir eine positive Bilanz ziehen: Es gab mindestens einmal wöchentlich, manchmal auch mehrmals Spargel. Ich denke, ich kann mich bis zum nächsten April retten. Essen wir ihn anfangs noch ganz pur – also nur mit Kartoffeln, Schinken, etwas Butter – variieren wir mit zunehmendem Sättigungsgrad. Dann gibt es ihn als Suppe, überbacken oder als Belag auf Pizza und Flammkuchen.

Besonders beliebt in diesem Jahr war die Variante als Salat. Ob vegetarisch mit Rosmarinblüten oder lauwarm mit Jakobsmuscheln und Pilzen. Der Star der Saison hieß Spargelsalat!

Kabeljau_Spargelsalat

Dafür haben wir unseren Spargelsalat mit Flußkrebsen und Kräuterseitlingen einfach abgewandelt und stattdessen Nordseekrabben und kleine, frische Pfifferlinge verwendet, die es jetzt auf dem Markt schon gibt.

Dazu ein Kabeljaufilet leicht mit Mehl bestäuben, salzen und pfeffern und in ausreichend Butter anbraten.

Fertig ist ein leichtes, sommerlich frisches Gericht, zu dem ganz hervorragend ein Glas kalter Weißwein passt. Beispielsweise dieser Riesling von BattenfeldSpanier.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Wir lesen uns Mittwoch wieder mit einer neuen Folge meiner kleinen Reihe “So genießt Wiesbaden“!

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Unser Weber-Grill ist wie ein Familienmitglied und außerdem im Dauereinsatz. Mit einer Koriander-Limetten-Marinade für Fisch und Hühnchen sowie einer scharfe Tomaten-Marinade für Schwein und Huhn stelle ich Euch heute zwei Alleskönner für die BBQ-Saison vor.

“Nobody puts Baby in the corner!” – mit diesem Zitat hab ich Euch vor vier Jahren unseren Baby-Weber vorgestellt. Seitdem ist das gute Stück fester Bestandteil unserer Essensplanung. Ob Paella, gestopfter Fisch, klassisches Steak oder indischer Burger – gegrillt wird, was Spaß macht. Herzhafte Salate, scharfe Dips, fruchtige Chutneys und weitere Ideen rund um’s Grillen findet Ihr zahlreich im Blog. Surft doch einfach mal durch!

Damit Fleisch und Fisch nicht austrocknen bei der hohen Hitze, sind Marinaden eine gute Möglichkeit. Sie geben zudem noch zusätzlich Aroma und machen jede Grill-Session zu einer Geschmacksexplosion. Auf fertig mariniertes Fleisch verzichten wir dabei. Viel zu häufig wird herkömmlichen Marinaden Geschmacksverstärker zugesetzt. Dabei hat gutes Fleisch von bester Qualität das gar nicht nötig. Die gängigen Gewürze, frische Kräuter, Zitronensaft, Sojasauce, Ketchup, Tabasco, Olivenöl und Honig hat jeder im Haus. Also! Los geht’s!

Die erste Marinade aus Koriander und Limettensaft ist perfekt für Spieße mit Fischfilet, Tintenfisch oder auch Hühnchen.

Limettenmarinade

Zutaten:

1 Habanero-Schote (oder andere scharfe Chilisorte)

1/2 Bund frischer Koriander

125ml Olivenöl

4 Frühlingszwiebeln (weißer und hellgrüner Teil)

1 EL gehackten Ingwer

2 EL Muscovado-Zucker

einige Spritzer Limettensaft

Salz, Pfeffer

Zubehör: Mixer, Holzspieße

So geht’s: Die Chili entkernen. Alle Zutaten mit dem Mixer pürieren. Die in mundgerechte, nicht zu kleinen Stücke in einen Gefrierbeutel geben. Die Marinade hinzugeben und gut vermischen. Den Beutel zuknoten und im Kühlschrank einige Stunden ziehen lassen. Dann Holzspieße gut wässern und die Fleischstücke draufschieben. Auf direkter, hoher Hitze auf dem Grill in einigen Minuten gar grillen.

Die scharfe Tomatenpaste ist hervorragend als Marinade von Schwein und Huhn, aber außerdem auch ein toller Dip:

Tomatenmarinade

Zutaten:

2 fein gewürfelte Zwiebeln

3 EL Olivenöl

1 kleines Lorbeerblatt

400 gr stückige Tomaten aus der Dose

Chipotle-Salz (oder grobes Meersalz)

1 EL Sherry-Essig

100 ml Apfelsaft

2 TL Ancho-Chili-Pulver (oder anderes mildes, rauchiges Chilipulver)

1/2 TL getrockneter Oregano

1 TL Pul Biber (scharfe Paprikaflocken)

schwarzer Pfeffer

1 EL Muscovado-Zucker

Zubehör: mittelgroße, beschichtete Pfanne, Pürierstab

So geht’s:

Öl in der Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Lorbeerblatt anschwitzen und bei kleiner Hitze etwa 20 min weiterbraten, bis die Zwiebeln weich und leicht braun sind. Währendessen den Muscovadozucker dazugeben, um das Ganze leicht zu karamellisieren. Mit dem Sherryessig ablöschen und einköcheln lassen. Apfelsaft und Tomaten mit dem Saft hinzugeben und beides einreduzieren lassen. Währendessen alle weiteren Zutaten hinzugeben. Alles einige Minuten köcheln lassen. Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Sauce pürieren. Abkühlen lassen.

Das Fleisch, zum Beispiel Schweinekoteletts, einige Minuten grillen. Dann beide Seiten mit Hilfe eines Pinsels mit der Sauce bestreichen und weitergrillen, bis das Fleisch gar ist. Die restliche Sauce als Dip servieren.

Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)

Die Grill-Saison ist gerade erst gestartet. Viele laue, kurze Sommernächte warten noch auf uns. Und mit ihnen unzählige Rezepte rund um den schönsten sommerlichen Zeitvertreib. Deshalb ist das hier mein Beitrag zu Zorras 109. (!) Blog-Event, das sie zusammen mit Sandra, From Snugg’s Kitchen, ausrichtet.

Bis zum 15. Juni könnt Ihr ebenfalls Eure Rezepte einreichen – oder Euch danach auf eine Zusammenfassung mit den besten BBQ-Rezepten freuen!

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Ob zum Aperitif, im Picknick-Korb, auf getoastetem Brot zum Frühstück oder auf dem Abendbrot-Tisch: So eine feine Rillette aus Räucherforelle gehört ab sofort zu meinem Standard-Repertoire. Leicht, fluffig, würzig – wie ein Kurzurlaub in Frankreich!

Ich bin ein Forellen-Fan und liebe die Fische besonders hier aus der Region, beispielsweise aus der kalten, klaren Wisper. Mild geräuchert ist sie ebenso ein Genuss wie frisch vom Grill oder aus der Pfanne. Dazu brauche ich nicht viel an Beilage: Die Forelle ist der Star!

Dieses Internet inspiriert aber auch immer mal zu neuen Wegen. So las ich am 1. Mai-Feiertag bei Sandy vom wunderschönen Blog Confiture de vivre von einer Forellen-Rillette. (Sandy trinkt zu ihrer Rillette Chablis, was gleich noch mal umso inspirierender war.)

Also, nichts wie ran an die geräuchterten Forellenfilets, die wir eingeschweißt im Kühlschrank hatten. Da aber Feiertag war und ich nichts einkaufen konnte, brauchte ich neben Inspiration auch ein wenig Improvisation für meine Forellen-Rillette:

Rillette_Forelle

Zutaten für ein 300ml Schraubglas:

2 geräucherte Forellenfilets (mittlere Größe)

2 EL fein gewürfelte Karotte

1 Schalotte, fein gewürfelt

1 Stange Sellerie, in feine Scheiben geschnitten

1 EL Kapern

2 kleine Lorbeerblätter

150 ml trockener Weißwein

1 Spritzer Gin

100 ml mildes Olivenöl

Cayennepfeffer

Rosmarinsalz

Pfeffer aus der Mühle

2 EL Frischkäse oder Créme fraiche

einige Blätter Estragon und Thymian, fein gehackt

1 TL Zitronenabrieb

Zubehör: mittelgroße Pfanne, Schraubglas

Zubereitungszeit: 15min + Abkühlzeit

So geht’s: Öl in der Pfanne erhitzen und das Gemüse darin andünsten. Mit dem Weißwein ablöschen und sehr leise köcheln lassen. Die Forellenfilets in den Sud legen und darin warm werden lassen. Mit Gabel oder Holzlöffel zerzupfen. Kapern, Lorbeerblatt, Zitronenabrieb und Gewürze sowie den Spritzer Gin hinzugeben und etwas ziehen lassen. Abschließend die Pfanne vom Herd nehmen, die Kräuter hinzugeben und alles etwas abkühlen lassen. Frischkäse unterrühren.

Die gut vermischte Masse in ein Schraubglas füllen, abkühlen lassen und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Die Rillette hält sich im Kühlschrank einige Tage, sollte aber zügig aufgebraucht werden. (Für eine “echte” Rillette wird das Fleisch in Fett, z.B. Schmalz, gegart und heiß in Gläser gefüllt und verschlossen. So bleibt Rillette monatelang haltbar.)

Rillette_Apero

Mit dem bEdW auf der Terrasse sitzen bei einem Sprizz, an einem sonnigen Frühlingsabend, dazu diese Rillette auf ein paar Crackern – mehr brauchtes für mich nicht zum Glück!

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Ostern ist mein liebster Feiertag. Erstmal runterkommen an Karfreitag, dann shoppen am Samstag, “Extreme Schokoeier-Eating” am Sonntag und dann noch zur Krönung ein freier Tag am Montag. Und währendessen läuft stundenlang “Ben Hur” im TV. Das ist doch geiler als Weihnachten, oder? 

Außerdem ist das Essen irgendwie noch leckerer: Es gibt die ersten frischen Kräuter, junge Lämmer, dazu auf dem Esstisch hübsche Narzissen, Weidenkätzchen und bunte Eier. Ich liebe Ostern!

Aber was gibt’s zu essen? Mir ist an Feiertagen immer wichtig, dass die Essenszubereitung nicht in Stress ausartet. Wir alle haben Erholung nötig. Deshalb soll Kochen Spaß machen und nicht in Hektik ausarten.

KARFREITAG…

…gibt es natürlich Frankfurter Grie Soß! Das Rezept für diese vegetarische Köstlichkeit (klassisch zu halben hartgekochten Eiern und Bratkartoffeln) findet Ihr unter anderem hier. Wer jetzt noch nicht alle Kräuter bekommt (Borretsch, Pimpinelle, Sauerampfer, Petersilie, Schnittlauch, Kerbel – NIEMALS DILL!), lässt einfach weg, was noch nicht wächst. Die Grie Soß ist immer auch ein Gradmesser des Frühlings. Je wärmer es wird, desto reichhaltiger und satter wird die Grie Soß.

KARSAMSTAG…

…wird eingekauft. Und das artet an Feiertagswochenenden ja meist ziemlich aus. Da muss es in der Küche schnell gehen. Werden die nächsten zwei Tage fleischlastig, bietet sich ein leichtes Skrei-Filet auf gedünstetem Barba di Frate an:

Barba di Frate Mönchsbart German Abendbrot

Sieht das nicht zum Reinbeißen aus? Noch ein Grund Ostern zu lieben: Es gibt mehr Grün!

Barba di Frate ist nicht immer zu kriegen. Es hat vier Jahre gedauert, bis wir ihn in Wiesbaden erstmals bekommen haben. Tja, manchmal vermissen wir den Viktualienmarkt schon. Falls es keinen Mönchsbart gibt, habt Ihr vielleicht Lust auf ein friesisches Krabbenbrot?

OSTERSONNTAG…

…wird erstmal gemütlich im Schlafanzug gefrühstückt. Der Tag steht ganz im Zeichen des Küchen-Magiers Heston Blumenthal. Das fängt beim perfekten Frühstücksei nach Anleitung des Sternekochs an.

Aber die Krönung des Tages ist die unfassbar zarte und würzige Lammkeule, die sich fast von selbst macht und die ganze Wohnung zum Duften bringt:

Lammkeule_Blumenthal

OSTERMONTAG…

…wird gechillt. Und verdaut. Wer dennoch Lust zu Kochaktivitäten hat, backt jetzt einen österlichen Karotten-Walnuß-Kuchen nach Ottolenghi. Saftiger kann ein Kuchen nicht sein. Und, hey, Karotten sind Gemüse. Also ist das Ganze fast schon diätisch:

Schneller geht allerdings der Eierlikör nach Lea Linster, den ich Euch Sonntag schon vorgestellt habe. Aber Eierlikör kann man an Ostern gar nicht genug haben:

Eierlikör Tonkabohne German Abendbrot

Ach, und falls Ihr ein bisschen was Prickelndes im Glas haben wollt, was Euch preislich nicht gleich in den Schuldenturm bringt, schaut doch mal nach deutschem Winzersekt. Ein paar ganz hervorragende Flaschen habe ich hier empfohlen.

Ich wünsche Euch wunderschöne Osterfeiertage mit Narzissen, Weidenkätzchen, süßen und herzhaften Leckereien sowie viel Spaß bei der Eiersuche!

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Wenn das Konfetti am Boden matscht, die Krawatten abgeschnitten und die Luftschlangen zerrissen sind, weckt dieser Heringssalat neue Lebensgeister.

Der Februar ist so ein Monat… Obwohl ich im Februar Geburtstag habe, nervt er mich einfach nur tierisch. Längst haben wir Weihnachten und alle guten Vorsätze zum neuen Jahr hinter uns gelassen und trotzdem lässt der Frühling immer noch auf sich warten. Der Februar kommt als Zwitter daher mit deutlich längeren Tagen und singenden Amseln, und dennoch kann er kalt, nass und winterlich sein. Die Natur steht längst in den Startlöchern und will doch noch nicht so richtig aufwachen, denn es kann ja noch mal Schnee geben. Ach, Februar, Du nervst!

Nicht mal Karneval kann uns – trotz unserer Düsseldorf-Connection – aufmuntern. Und kulinarisch ist auch noch nicht viel los: Das letzte Sauerkraut wird aus den Fässern gekratzt, die Wintergemüse Grünkohl und Wirsing hängen uns zu den Ohren raus, aber weit und breit noch keine Frühlingskräuter für Grüne Sauce oder gar Spargel in Sicht. Ach, Februar, Du nervst!

Da kommt so ein pinker, frischer und Lebensgeister weckender Heringssalat gerade recht:

Processed with Rookie

Für 2 Personen benötigt Ihr:

2 Matjesfilets, nicht zu salzig

1/2 kleiner Apfel, geschält (z.B. Braeburn)

1 EL Apfelessig

2 kl Pellkartoffeln, geschält

Joghurt

saure Sahne oder Schmand

1 Knolle gekochte Rote Bete

1 kleine Schalotte

1 kleine Gewürzgurke

Pfeffer

Salz

Zucker

Cayennepfeffer

1/2 EL Butter

Zubehör: Gutes Messer, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: gute halbe Stunde plus Zeit zum Durchziehen

So geht’s:

Die Pellkartoffeln garen und schälen. Die Schalotte schälen, fein hacken und in der Butter andünsten. Abkühlen lassen.

Kartoffeln, Matjes, Rote Bete, Gewürzgurke und den Apfel in kleine Würfelchen schneiden.

Je nachdem, wie “flüssig” Ihr den Salat mögt, mit Joghurt und saurer Sahne gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Cayennepfeffer sowie dem Apfelessig würzen. Gut vermischen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.

Mit Brot oder Kartoffeln servieren. Dazu passt ein kaltes Bier!

Der pinke Heringssalat ist mein Beitrag zum Kebo Homing Blog-Event “Typisch für…”, das sich jeden Monat einem anderen Thema widmet. Im Februar geht es – natürlich! – um Faschind/Fastnacht/Karneval…

 regelmäßiger Blogevent bei Kebo Homing zum Thema Typisch für

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Ein schlotziges Risotto mit Meeresfrüchten ist genau richtig für den anstehenden Valentinstag.

Nicht, dass Menschen, die wie ich im Februar Geburtstag haben, jemals in den Genuss eines Valentintstag-Dates gekommen wären (meine Schwester hat sogar heute (!) Geburtstag und könnte Euch zu dem Thema Einiges erzählen…). Aber so ein Friday Night Dinner Date ist ja auch romantisch. Erst recht, wenn ich dem bEdW dabei zuschauen kann, wie er geduldig im Risotto rührt, Brühe zugießt, rührt, Wein zugießt, rührt, Parmesan hobelt, rührt… Es gibt kaum etwas Entspannenderes als anderen bei der Arbeit zuzuschauen!

Tintenfisch_Risotto

Für 2 verliebte Esser als Hauptgericht benötigt Ihr:

1 große Zwiebel, fein gehackt

1 EL Butter

1 Kaffeebecher Risotto-Reis

1 Schluck trockenen Weißwein

etwa 3/4 Liter (hausgemachte) Gemüsebrühe (die Menge kommt darauf an, wie stark der Reis die Flüssigkeit aufnimmt und wie “schlotzig” Ihr das Risotto mögt. Am besten habt Ihr noch etwas Brühe für den Notfall in der Hinterhand)

3-4 Cocktailtomaten fein gehackt

1 Schluck Tomantesaft

3 gehäufte EL Parmesan, gerieben

etwa 100 gr Tintenfisch, in mundgerechte Stücke zerteilt

Zum Abschmecken und Anrichten:

Salz

Pfeffer

1/2 TL Pul Biber (scharfes Paprikagewürz aus dem türkischen Supermarkt, alternativ eine Messerspitze Chiliflocken)

Olivenöl

Zitronensaft

Zubehör: Ein großer, schwerer Topf, separater Topf für die Brühe, kleine beschichtete Pfanne für den Pulpo

Zubereitungszeit: alles in allem etwa eine Stunde

Die Zubereitung geht ganz schnell und gelingt auch Ungeübten:

Butter im Topf erhitzen. Die feingehackten Zwiebeln anschwitzen. Parallel die Gemüsebrühe in einem separaten Topf erhitzen.

Jetzt den Reis zugeben und unter schnellem Rühren ausreichend heiß werden lassen. Er darf nicht anhängen, soll aber Hitze annehmen. Dann den Schluck Weißwein zugeben und  und unter Rühren “verdampfen” lassen.

Von der Gemüsebrühe jetzt eine Kelle an den Reis geben, rühren, die Flüssigkeit bei gleichmäßiger mittlerer Hitze vom Reis aufnehmen lassen und wieder eine Kelle drangeben, rühren, Flüssigkeit aufnehmen lassen… So lange wiederholen und immer mal den Reis probieren, ob er schon gar ist oder weiterköcheln muss. Ist er noch nicht gar, braucht es noch ein paar Wiederholungen von Kelle-Rühren-Flüssigkeitaufnehmen. Ist tatsächlich einfacher, als es klingt.

Wird das Risotto zu flüssig, gebt Ihr ihm nicht genug Zeit. Also in Ruhre rühren, Flüssigkeit verdampfen lassen, Kelle drangeben…

Ist das Risotto zu fest, Hitze etwas runternehmen, mehr Flüssigkeit drangeben und immer schön rühren… Sehr meditativ, das Ganze.

Zwischendrin könnt Ihr dann Tomaten, Tomatensaft, Salz und Pfeffer hinzugeben.

Zum Schluss wird der Parmesan untergehoben – auch wieder unter Rühren. Der Käse nimmt viel Flüssigkeit auf. Eventuell muss dann auch noch mal Brühe drangegeben werden. Risotto ist je nach Reissorte im Verhalten sehr unterschiedlich. Findet am besten selber heraus, wie “schlotzig” Ihr Euer Risotto mögt. Schmecken wird es auch, wenn es etwas zu flüssig oder fest ist, keine Sorge!

Jetzt die kleine Pfanne vorheizen und in etwas Olivenöl den Pulpo kurz anbraten. Unter das Risotto heben, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit etwas Pul Biber garnieren und heiß servieren.

Wer keinen Tintenfisch mag oder statt einer ganzen Tube lieber die kleinen Tintenfischchen mit Ärmchen mag, kann hier natürlich improvisieren. Köstlich schmecken auch Garnelen zum Risotto oder Muscheln oder Fleisch aus den Krebsscheren. Eurer Phantasie sind bei Risotto keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche Euch ein kuscheliges Valentinstagswochenende. Oder natürlich auch krachige Karnevalstage!

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In  dieseer Woche geht es einfach mal weiter mit meiner “reloaded” Reihe, weil es zuletzt viel zu heiß war, um Neues auszuprobieren.

In loser Reihenfolge verblogge ich also ab sofort immer mal wieder meine Lieblingsgerichte – mit neuem Foto oder auch leichtem Rezept-Update. Denn über die Jahre ergeben sich immer mal Verfeinerungen, die ich gerne mit Euch teile. (Aber keine Angst! Ich habe auch bald wieder Neues für Euch! Sogar aus der Kategorie “süß” und “gebacken”!)

Heute gibt’s mein allerliebstes Lieblingscurry! Das südindische, sauscharfe, genial köstliche Malabar Fisch Curry:

Processed with RookieDas Rezept muss ich eigentlich nicht wirklich aktualisieren, weil es sich seit Jahren bewährt. Es ist perfekt so wie es ist. Außer, dass ich heute nicht mehr auf Pangasius oder Tilapia zurückgreife, sondern weißen, festfleischigen Seefisch nehme, der gerade Saison hat oder der einfach guten Gewissens gekauft werden kann. Wenn kein solches festfleischiges Fischfilet erhältlich ist, könnt Ihr auch einen weniger “robusten” Fisch nehmen und die Stücke einfach nur ganz zum Schluss vorsichtig in der Sauce gar ziehen lassen.

Mittlerweile gebe ich sehr gerne gegarte Kartoffelstücke ins Curry. Gerade, wenn mehrere Personen mitessen oder Reste vom Vortag vorhanden sind, bietet sich das “Strecken” mit Kartoffeln an und ist in Indien nicht unüblich. Auch eine Handvoll Erbsen gebe ich gerne dazu. Ihre Süße nimmt etwas die Schärfe und Säure, falls etwas empfindlichere Gäste  mitessen. An den Zutaten für die Sauce wird aber nichts geändert. Sie bleibt eine grandiose Mischung aus vielen indischen Aromen, aus scharf, sauer und kokosnussig!

 

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