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Archive for the ‘Fisch & Meeresfrüchte’ Category

Es kann und darf gerne exotisch zugehen in meiner Küche. Manchmal begeistere ich mich aber auch für die Klassiker der heimischen Küche:  Frische Matjes mit einer Sauce nach Hausfrauenart und dazu neue Kartoffeln!

Was haben Müllerinnen, Jäger, Bierkutscher, Braumeister und Hausfrauen gemeinsam? Richtig: Sie alle stehen Pate für Zubereitungsarten.

Während „Jägersauce“ bei uns oft eine Zubereitung mit Pilzen bedeutet, steht das italienische „Cacciatore“ eher für das vom Jäger geschossene Wildgeflügel wie Fasan oder Rebhuhn. Die Bierkutscher mögen’s gerne deftig und mit einem Schuss Bier, was auch für die Braumeister gilt. Die Forelle kommt blau (sanft in Salzwasser gegart) oder eben nach Art der Müllerin daher (gebraten und mit brauner Mandelbutter serviert). Die Küche kennt noch viele weitere Garnitur-Varianten von A wie Admiral bis Z bis (zum politisch unkorrekten) Zigeuner.  Eine hübsche, nicht vollständige Liste bietet natürlich die Wikipedia.

Aber was ist eigentlich mit der Hausfrau?

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Sind nicht alle Gerichte, sofern sie nicht von Profi-Küchen zubereitet wurden, irgendwann mal in der Küche der Hausfrau entstanden? War die Müllerin nicht auch Hausfrau? Hat der Jäger sein Schnitzel selbst mit Pilzsauce zubereitet oder das der Jägersfrau überlassen? Und was ist mit den modernen Berufen: Wie sähe etwa eine Dorade a la PR-Beraterin oder eine Rumpsteak nach Art des Journalisten aus?

Der Verdacht liegt nahe, dass die Hausfrau für eine einfache Alltagsküche steht. Vielleicht auch für geschickte Resteverwertung? Jedenfalls konnte mir auch die kluge Astrid nicht weiterhelfen, auf deren Rezept für Matjes Hausfrauenart ich bei meiner Recherche gestoßen bin…

Aber genug der Theorie: Lass uns essen!

Jetzt ist Matjes-Saison und schräg gegenüber gibt es einen Fischladen. Noch Fragen? Matjes Hausfrauenart ist ein so herrlich unkompliziertes Gericht, das wenig Vorbereitung benötigt, nicht die Welt kostet und auch am nächsten Tag noch schmeckt. Viele Rezepte sagen, man solle den Matjes in der Sauce einige Stunden oder einen Tag ziehen lassen. Kann man, muss man aber nicht machen. Ich mag es frisch und ohne lange Wartezeit!

Vielleicht ist auch deshalb diese Matjes-Variante eine, die ich ungerne im Restaurant esse: Zu mayonnaisig, zu undefinierbar, zu sehr „verstecken wir’s doch im Matjes Hausfrauenart!“ You know what I mean?

Und was dazu?

Köstlich zum Matjes sind neue Kartoffeln (z.B. Annabelle von unserem Lieblingsstand auf dem Wochenmarkt), kleine Gewürzgürkchen und etwas Dill:

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Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

4 einzelne Majtes-Filets (oder 2 Doppelte)

1 Filet für die Sauce

250 gr Naturjoghurt, 3,5%

250 gr saure Sahne

2-4 EL süße Sahne (alternativ: Milch)

1 frischer, säuerlicher Apfel (z.B. Granny Smith)

3 kleine Schalotten

1/2 weiße Zwiebel

2 EL Apfelessig

Salz

Weißer Pfeffer aus der Mühle

Muskat

Zum Garnieren: Etwas Dill, kleine Gewürzgurken

Für die Kartoffeln: Etwas Butter, optional: Prise brauner Zucker

Zubehör: Große Schüssel, scharfes Messer, Kochtopf und Pfanne für die Kartoffeln

Zubereitungszeit: 20min, plus Zeit zum Ziehenlassen (wenn gewünscht)

So geht’s:

Das kleine Doppelfilet in ca 2 cm große Stücke schneiden. Den Apfel waschen und in Würfelchen schneiden. Schalotten in Ringe schneiden und kurz in kochendem Wasser blanchieren. Herausnehmen und Abtropfen lassen. Die halbe Zwiebel ebenfalls in feine Ringe schneiden. Alles in eine große Schüssel geben. Mit Joghurt und saurer Sahne vermischen. Damit die Sauce etwas homogener wird, die süße Sahne unterrühren. Nun mit Salz und Pfeffer, etwas Muskat und dem Apfelessig würzen und abschmecken. Achtung: Je salziger der kleingeschnittene Matjes, desto vorsichtiger mit dem Salz hantieren!

Die Sauce kalt stellen und ziehen lassen. Sie wird immer intensiver! (Wir haben ja ein kleines Filet in die Sauce geschnitten. Wenn Du das nicht machst, ist die Sauce natürlich viel milder!)

Jetzt die nur sauber geschrubbten Kartoffeln kochen und anschließend in der Pfanne mit etwas Butter und einer Prise Zucker anbraten. Zu den leicht gesüßten Kartoffeln hat mich Astrids Rezept inspiriert. Mir waren sie aber fast einen Ticken zu süß. Köstlich und mild sind die neuen Kartoffeln auch so. Wer mag, kann also auch Salzkartoffeln oder klassische Pellkartoffeln zum Matjes servieren.

Dazu haben wir ein eiskaltes norddeutsches Pils getrunken – und hinterher hätten wir sonstwas gegeben für einen Schnaps aus einer auf Eis liegenden Flasche Aquavit! Eben wie man sie im Norden bekommt. Denn der Fisch und die Sauce sind mächtig und kein leichtes „Komm, wir essen mal etwas Fisch für die schlanke Line“-Gericht!

Matjes_Hausfrauenart

Matjes Hausfrauenart ist für mich ein köstliches Traditionsgericht!

Was ist für Dich ein typischer Klassiker der deutschen Küche?

(Als nächstes steht bei mir Labskaus auf meiner langen „Was ich unbedingt mal machen will“-Liste!)

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Los, los! In drei Wochen ist die Spargelsaison schon wieder vorbei! Aber braune Butter, Schinken und Kartoffeln locken Dich nicht mehr? Dann probier‘ doch mal Nordseekrabben, Wachteleier und ein fruchtiges Dressing!

Machst Du vielleicht gerade Urlaub an der Nordsee? Oder kennst einen lieben Menschen, der Dir eine Handvoll Krabben als Souvenir mitbringt? Möglicherweise lebst Du beneidenswerter Mensch aber auch einfach im Norden und kannst Nordseekrabben verwenden wie wir hier Handkäs? Glückwunsch! Falls nicht, ersetzt Du die Krabben einfach mit gekochtem Schinken oder etwas leicht geräuchertem Fisch!

In jedem Fall machen Krabben, Wachteleier, Kartoffeln und ein fruchtiges, sämiges Dressing meinen Spargelsalat zu einem köstlichen Friday Night Dinner Date, der Dich den Alltag vergessen lässt. Denn der Clou ist das Dressing, das weich und cremig aber auch sehr aromatisch ist. Da lässt Du jede Hollandaise stehen!

Spargelsalat

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

4 Wachteleier, hart gekocht

(1/2 Ei für das Dressing)

4 festkochende, mittelgroße Kartoffeln, geschält und gekocht

(1/4 Kartoffel für das Dressing)

80 gr Nordseekrabben, gepult

500 gr weißer Spargel, geschält und bissfest gekocht

Dressing:

1 hartgekochtes Hühnerei

1 Sardelle

1 TL gesalzene Kapern

1 Spritzer Zitronensaft

2 EL Weißweinessig

1/2 TL Orangenmarmelade

1/2 TL mittelscharfer Senf

Prise Zucker

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

etwa 50 ml mildes Olivenöl

4 EL Gemüsebrühe

(und die 1/2 Kartoffel sowie das 1/2 Wachtelei)

Zubehör: Stabmixer, hohes Gefäß

Zubereitungszeit: ca. 30 min

So geht’s:

Kartoffeln, Eier und Spargel vorbereiten und kochen. Eier schälen und halbieren. Die Zutaten müssen nicht mehr heiß, können aber gerne noch lauwarm sein. Ganz kalt schmeckt der Salat auch. Ich mag ihn aber gerne mit einer kleinen „Restwärme“.

Für das Dressing Sardelle, Essig, Kapern, Senf, Gemüsebrühe und Orangenmarmelade in ein hohes Gefäß geben und pürieren. Jetzt ist das Dressing vermutlich recht wässrig. Also das Stückchen Kartoffel und das 1/2 Ei ebenfalls mitpürieren. (Falls es jetzt zu dick ist, gib einfach noch etwas Brühe oder Wasser dran). Mit Zitronensaft und Pfeffer, eventuell etwas Salz abschmecken. Jetzt den Stabmixer in das Gefäß halten, anschalten und das Olivenöl langsam hinzugeben. Dadurch emulgiert das Dressing und wird schön sämig.

Kartoffeln und Spargel in Stücke schneiden und vermischen. Auf einer großen Platte einen Spiegel aus einem Teil des Dressings anrichten. Kartoffel-Spargel-Mischung daraufgeben und wieder etwas Dressing darüberträufeln. Krabben (oder Schinken) und Wachteleier-Hälften auf den Salat drapieren und mit dem Rest des Dressings garnieren.

Wer mag, kann noch etwas frischgemahlenen Pfeffer oder etwas fein gehackte Kräuter (z.B. Dill oder milde Petersilie) darüberstreuen. Dazu passt leicht getoastetes Weißbrot.

Das sämige, würzige Dressing ist auch ein köstlicher Dip zu Gegrilltem. Mach‘ also ruhig ausreichend davon!

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Herumeiern, Ei der Daus, das Ei des Kolumbus, „Wir brauchen Eier!“ – Das gute Ei ist in unserer Sprache allgegenwärtig. Zu Ostern spielt es sogar eine Star-Rolle. Deshalb habe ich heute viele Eier-Rezepte für Euch!

Wie konnte ich diese drei weiteren Rezepte denn vergessen bei meiner Ostereier-Parade? Oh man. Also hier noch mehr Eierei:

Eierpfannkuchen – oder Palatschinken – müssen nicht zwingend süß gegessen werden. Es gibt auch eine herrliche herzhafte Variante mit Boeuf Stroganoff:

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Das Rezept für Palatschinken Stroganoff gibt es hier.

Wann immer wir Eier und Speck im Kühlschrank haben, schaue ich den bEdW mit großen Augen und flehendem Blick an. Dann weiß er: Es ist Spaghetti Carbonara Time!

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Das Rezept für italienische Carbonara findest Du hier.

Seit einiger Zeit mag ich Spiegeleier. Ganz besonders auf knusprig gebratenen Nordseekrabben und dunklem Brot: Friesischem Krabbenbrot eben.

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Wie ein friesisches Krabbenbrot geht, erfährst Du hier.

Das fluffigste aller Frühstückseier kommt aus dem Backofen, macht auf dem Oster-Frühstückstisch viel her und ist kinderlicht zuzubereiten:

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Zum Rezept für’s Eierwölkchen bitte hier entlang.

Überhaupt Frühstückseier. Sie gehören für mich ebenso zum perfekten Morgenritual wie ein langer Lauf durch die Frühlingsluft. Das perfekte weichgekochte Ei hat Heston Blumenthal für uns:

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Zum Rezept für das Blumenthalsche Ei bitte hier entlang.

Ungleich edler und perfekt für Gäste sind die Eier aus dem Jenaer Glas, die zugleich eine kleine historische Tour in Richtung Bauhaus und „Form follows Function“ geben. Oeufs en cocotte klingt auch gleich viel hübscher:

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Rezepte für Oeufs en cocotte findest Du hier und hier.

An Ostern hast Du aber vermutlich auch jede Menge hart gekochter Eier übrig. Daraus lässt sich ein sehr frischer, gar nicht spießiger Eiersalat zubereiten:

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Das Rezept für Eiersalat und was Elvis damit zu tun hat, erfährst Du hier.

Natürlich darf in Hessen die Mutter aller Eier-Verwertungs-Gerichte nicht fehlen: Die Frankfurter Grie Soß! Ein echtes „how it all began“-Gericht aus den Blog-Anfängen:

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Das Rezept für Grie Soß findest Du gleich mehrfach im Blog. Zuletzt hier.

Aber wie sagen wir Hessen: Des bissi, das mir esse, könne mer auch trinke! Also nichts wie ran an den Eierlikör:

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Zum Rezept für Eierlikör mit Tonkabohne bitte hier entlang.

Ach, es gibt so viele köstliche Gerichte mit Eiern!

Was ist Dein Lieblings-Ei-Rezept?

Also auf zum Wochenmarkt und frische Eier aus der Region gekauft, die von glücklichen Hühner stammen. Dann schmeckt jedes Eiergericht noch mal so gut!

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Trübe Tage erfordern Farbe: ein Strauß Tulpen, ein knalliger Lippenstift, Konfetti… Ein echter Farbklecks auf dem Teller ist mein orientalischer Salat aus Karotten, Orangen und Granatapfelkernen. Köstlich zu Skrei und Risotto!

Süß-sauer-fruchtig: Das sind die Aromen des hübschen Salats, der ganz phantastisch zu einem Skrei-Filet und etwas Risotto passt, wie ich es hier schon mal gekocht habe.

Noch weniger Aufwand gefällig? Dann genieß‘ ihn einfach zu einem schnell in der Pfanne gebratenen Steak und etwas Baguette oder als Teil einer Mezze-Platte oder um den Döner zu pimpen, den Du Dir heißhungrig auf dem Heimweg gekauft hast.

Wenn Du richtig hungrig bist, fällt Dir dann leider auch nicht mehr auf, dass Du irgendwas an Deiner Kamera verstellt hast…

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Das Foto wird dem wunderbar orangen Salat mit seinen knallroten Granatapfelkernen jedenfalls nicht gerecht. Besser wird es auch nicht, wenn man den Fisch stattdessen anpeilt *augenroll*

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Lasst Euch von den Fotos nicht abschrecken: Der Salat schmeckt wie 1001 Nacht und ist einfach wunderbar frisch und fruchtig mit Gute-Laune-Faktor durch seine hübsche Farbe. Während ich mich noch mal eingehend mit meiner Kamera beschäftige, hier die…

Zutaten für den orientalischen Karotten-Orangen-Salat mit Granatapfelkernen:

2 Karotten, gewaschen, geschabt und in feine Ringe geschnitten

1 Orange, geschält, geviertelt und ebenfalls in feine Scheiben geschnitten

1 Schalotte, geschält und fein gehackt

Kerne eines halben Granatapfels (die restlichen Kerne über’s Müsli am nächsten Tag streuen)

Für das Dressing:

1 gestrichener TL Kurkuma

1 Prise Sumach (säuerliches Gewürz, gibt es im türkischen Supermarkt)

1 Prise Chayennepfeffer

Salz

frisch gemahlener weißer Pfeffer

Zucker

Weißweinessig

mildes Olivenöl

Zubehör: Ein kleiner Topf, Salatschale

Zubereitungszeit: 20 Minuten

So geht’s:

Die Zutaten für das Dressing verrühren. Die Möhren in einem Topf voll leicht gesalzenem Wasser die Möhren 2-3 Minuten blanchieren und abgießen. In die Salatschale geben und abkühlen lassen.

Währendessen alle anderen Zutaten vorbereiten und abschließend in die Salatschale geben. Gut vermischen und mit dem Dressing anmachen. Alles einige Minuten ziehen lassen und servieren!

Ich wünsche Euch ein farbenfrohes, genussvolles Wochenende!

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Da jauchzt die Mariachi Band! Heute gibt’s köstliche Tortilla-Wraps mit würzigen Füllungen! Let’s roll!

Teigfladen mit Füllung oder Auflage sind einfach nicht wegzudenken aus meiner Küche. Es gibt sie ja ohnehin in fast jeder Kultur: Ob mediterrane Focaccia aus Italien, würziges indisches Dosa, Pan Catalan aus Spanien oder das gute deutsche Butterbrot. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen – etwa mit vietnamesischen Sommerrollen, japanischen Baozi uvm.

Aber mein Herz gehört eben heute mal der TexMex-Küche, die ich noch aus Schulzeiten liebe. Es gab nämlich in den Kasernen der US Army in Hanau ein TexMex-Restaurant, in das man nur mit US-Pass, guten Kontakten oder viel Augengeklimper hineinkam. Dieses Restaurant war für uns so etwas wie das Tor zu einer anderen Welt: Riesige Pitcher mit süßer Strawberry-Margherita, körbeweise ofenwarme Tacos zu sündhaft-scharfer Salsa, GIs mit Sombrero-Hüten, unglaublich riesigen Portionen und einer Rechnung in US-Dollar.

Es war ein Glücksspiel, ob man als Nicht-US-Amerikaner überhaupt hineinkam in das Restaurant. Wenn gerade irgendwo Krise war (Golfkrieg & Co.), hatte man auch schon mal den Lauf eines Maschinengewehrs vor der Nase, während Spürhunde den klapprigen Opel Corsa abschnüffelten… Aber wenn wir dann reindurften, dann gehörte der Mariachi-Abend uns!

Seither sind Chimichangas, Burritos, Enchiladas und Tortillas meine Buddies. Klar, TexMex hat nicht unbedingt was mit Mexikanischer Küche zu tun. Aber sie macht Spaß und ist hausgemacht definitiv besser als das Zeug, das Du in dubiosen Restaurants bekommst, wo aber auch wirklich alles Convenience ist.

Taco_Sides

Die köstlichen Bestandteile, die jeden Wrap individuell machen, sind das A und O eines Tortilla-Wraps:

Ganz wichtig ist eine köstliche, cremige Guacamole. Etwas gemischter grüner Salat. Geriebener Cheddar-Käse. Und ein Joghurt-Dip, den ich aus Naturjoghurt, etwas Salz, einer Prise Cumin/Kreuzkümmel sowie einigen Spritzern Tabasco (oder etwas scharfem Chilipulver) schnell angerührt habe.

Für einen scharfen Frische-Kick hatten wir uns außerdem von einer Santa Maria-Salsa aus dem Kochbuch „California“ aus dem kosmos-Verlag inspirieren lassen (im obigen Foto rechts vorne):

4 EL gewürfelte Tomaten, 2 EL kleingeschnittener Stangensellerie, 1 kl. gewürfelte Schalotte, 1 kl. fein gehackte grüne Chilischote, einige Stengel Koriander fein gehackt, Limettensaft, Chili-Limetten-Salz. Alles gut vermischen und etwas durchziehen lassen. Abschließend noch mal abschmecken und ggf. mit etwas Zucker gegen die Säure arbeiten.

Für die Wraps kannst Du Weizen-Tortillas natürlich selbst machen. Ganz einfach nach diesem Rezept hier. Oder Du kaufst welche, die möglichst ohne Zusatzstoffe auskommen. Ich finde beides legitim. Da uns unsere Tortilla-Party großen Spaß gemacht hat, backe ich nächstes Mal wohl selber. Diesmal waren es fertig gekaufte Wraps…

Taco_Huhn_fertig

In meinen ersten Wrap kam eine gut verteilte Schicht Guacamole, Cheddar, Salsa, Joghurt und köstliches Hühnchen mit Paprika, das in der Pfanne angebrutzelt wurde:

Taco_Huhn

Für die Hühnchen-Füllung benötigst Du:

200 gr Hühnerbrust, in Streifen geschnitten

1 rote Paprikaschote, in Streifen geschnitten

1 weiße Zwiebel, in Streifen geschnitten

1/2 TL Ancho Chilipulver

Salz und Pfeffer

1 rote scharfe Chilischote, fein gehackt

etwas Öl zum Anbraten

etwas Limettensaft zum Abschmecken.

Das Hühnchen in einer Eisenpfanne scharf anbraten und alle Zutaten hinzugeben, bis sich ein unglaubliches Aroma ausbreitet. Warm stellen, bis es ans Rollen der Wraps geht!

Aber auch die Variante mit Beef war köstlich:

Taco_Rind

Für das scharf gewürzte angebratene Beef habe ich folgende Zutaten verwendet:

1 kleines Rinderhüftsteak, in Streifen geschnitten

1 scharfe grüne Chilischote, in feine Streifen geschnitten

Prise rosenscharfes Paprikapulver

1/2 TL Cajun-Gewürzmischung (zu gleichen Teilen: Pfefferkörner (zerstoßen), Cumin, Senfkörner,  Paprikapulver, Chayennepfeffer, Oregano (getrocknet), Thymian (getrocknet))

Salz

Das Rind in der Pfanne scharf anbraten und würzen. Warm stellen, bis es gebraucht wird.

Natürlich sind Deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt: Du kannst auch anderes Gemüse stifteln oder kurz anbraten. Statt Fleisch sind auch Shrimps oder festfleischiger Fisch eine schöne Füllung.

Wie Du die Wraps so faltest und rollst, dass nicht die Hälfte herausfällt oder über die Finger läuft, siehst Du in einer idiotensicheren Anleitung aus frühen Blogtagen hier.

Lasst es Euch schmecken!

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Ich liebe dieses Internet. Warum? Weil Du hier Leute entdeckst, die Du sonst nie treffen würdest! Etwa im Fernweh weckenden Blog Die See kocht. Essen aus der Kombüse quasi – auch für Landratten!

„Wenn ich die See seh‘, brauch‘ ich kein Meer mehr!“

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Seit ich denken kann, haben wir Urlaub am Meer gemacht: Atlantik und Nordsee mit ihren rauhen Wellen und kalten Winden haben uns dabei mehr begeistert als die flache Ostsee und das gemütliche Mittelmeer. Dabei habe ich heute auch gegen den badewannenwarmen Indischen Ozean so gar nichts einzuwenden. Ein erhabenes Gefühl war es, als wir in Südafrika an der Spitze standen, an der – so sagt man – Indischer Ozean und Atlantik ineinander fließen. Nix Badewanne! Arschkalt war’s!

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Wer also das Meer liebt, beneidet zwangsläufig Menschen auf Booten. Auch wenn wir persönlich das alles zu eng wäre, träume ich gerne mit, wenn andere auf große Fahrt gehen. Und wenn sie dann noch köstlich kochen und hübsche Fotos machen… *seuftz*

Deshalb: Lest unbedingt mal auf Die See kocht herum. Wer da keine Se(e)hnsucht bekommt?! Dabei geht es nicht nur um’s Essen, sondern auch um’s Segeln und Reisen. Was da aber in der winzigen Kombüse so gezaubert wird: Chapeau! Wenig Materialien, clevere Vorbereitung, gute Vorratshaltung – genau mein Ding. Also, stecken wir in See!

Nachgekocht haben wir deshalb auch gleich ein Gericht aus der Blog-Kombüse:

Steinbeißerfilet mit Spitzkohl!

Spitzkohl

Wir sind ja große Spitzkohlfans. Und Fisch essen wir eh beide extrem gerne. Was für eine tolle Kombi! Allerdings könnte ich mir auch gut einen weniger edlen, panierten Fisch dazu vorstellen.

Das Rezept findet Ihr im Blog.

Wir haben beim Kohl die Möhre weggelassen und beim Fisch die Sahne. Und dazu passt was? Natürlich!

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Also, Smutjes, ran an die Töpfe und zaubert Euch ein köstliches Friday Night Dinner für Euer Date unterm Sternenhimmel, der gerade auf dem Meer berauschend sein kann…

Und wer noch die richtige Lektüre für’s See-Feeling braucht, schnappt sich einfach mal DAS Buch für alle Meer-See-Schiffs-Verrückten: Die Schatzinsel!

„Dublonen! Dublonen!“ und Guten Appetit!

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Hier sind wir nun. 2016. Wie ein unbeschriebenes weißes Blatt Papier liegt das Jahr vor uns. Was werden wir wohl in zwölf Monaten von diesem 2016 halten? Wird es uns als Segen oder als Fluch in Erinnerung bleiben? Werden wir Neues freudig willkommen heißen oder uns von Liebgewonnenem verabschieden müssen? 2016, bist Du Freund oder Arschloch?

Oder wie es der großartige Erich Kästner auf den Punkt gebracht hat:

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege. /Man steht am Fenster und wird langsam alt.

(alle kursiven Stellen aus: Januar von Erich Kästner)

Wir können den Lauf der Welt nicht beeinflussen. Aber wir können uns darum bemühen, dass wir in unserem unmittelbaren Umfeld keinen Schaden anrichten. Wenn ich am Ende eines Jahres zurückblicken und sagen kann: „War schon ok, was Du gemacht hast! Hast nix verbrochen, keine Wunden gerissen, kein schlechtes Karma aufgebaut“, dann ist das besser, als das, was beispielsweise Donald Trump von sich behaupten kann.

Es heißt, die Tage würden wieder länger./Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.

Wir können natürlich auch konkret Gutes tun. Selbst im Klitzekleinen. Zum Beispiel: Wählen gehen. Die Presse- und Meinungsfreiheit verteidigen. Trotzdem und gerade deshalb den Mund aufmachen, wenn mal wieder jemand sagt: „Ich hab nix gegen XYZ, aber…“. Weniger Fleisch essen. Den kleinen Einzelhändler um die Ecke unterstützen. Dem Kellner im Restaurant sagen, dass er wirklich sehr freundlich war und man deshalb gerne ein ordentliches Trinkgeld gibt. Mehr zu Fuß gehen, weniger fliegen. Das Licht ausknipsen. Dem Straßenmusiker eine Münze geben und lächeln. Überhaupt: Mehr lächeln. Anderen die Tür aufhalten. So einkaufen, dass man nicht ständig Zeug wegwirft. Was noch?

Die Amseln frieren./Und die Krähen darben./Und auch der Mensch hat seine liebe Not. /Die leeren Felder sehnen sich nach Garben./Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben./Und wär so gerne gelb und blau und rot.

Überhaupt: Einkaufen. Ich bin so ein täglicher Einkäufer und Spontan-Kocher. Pläne liegen mir nicht, wenn es um’s Essen geht. Natürlich schaue ich häufig erstmal in meine Regale, das Gemüsefach, den Kühlschrank, bevor ich mir überlege, was es zu essen gibt. Aber ebenso häufig gehe ich los und kaufe ein, worauf ich gerade Lust und Appetit habe. Ende vom Lied: Es bleiben einfach zu häufig Reste übrig. Deshalb mein Vorsatz 2016: Klüger, rücksichtsvoller einkaufen, weniger wegwerfen, besser planen.

Silvester hörte man’s auf allen Sendern,/dass sich auch unterm Himmel manches ändern/und, außer uns, viel besser werden soll.

Machen wir uns also an die „Reste“ von den Feiertagen. Vielleicht hast Du auch noch etwas Lachs übrig oder einen anderen Fisch? Vielleicht weißt Du nicht wohin mit dem angebrochenen Glas Kapern oder dem schon etwas schlappen Stengel Dill, der da im Wasserglas steht? Und vermutlich hast Du so wie ich immer, aber auch wirklich IMMER eine angeschnittene Salatgurke im Gemüsefach? (Wo kommen die immer her?). Dann kann ich Dir nur die köstlichen Lachs-Fritters nach Nigel Slater empfehlen, der überhaupt der König der einfachen Küche ist und dessen Küchentagebuch ich quasi ständig in den Fingern habe.

Lachsfritters

Diese kleinen, herzhaften Häppchen kannst Du natürlich auch zum Aperitif reichen oder als Beilage zu einem Salat. Wir haben uns einfach auf die Fritters gestürzt und dazu einen leichten Gurkensalat gemacht.

Zutaten für 2 Personen als Hauptmahlzeit:

300 gr Lachsteak, fein gewürfelt (ohne Haut, Gräten notfalls mit der Pinzette entfernen)

2 Männerhände voll grober Semmelbrösel

2 EL fein gehackter Dill

Butter zum Braten

Salz

weißer Pfeffer

(Im Original kommen noch 2 TL Kapern an die Küchlein. Die haben wir aber weggelassen, weil der bEdW kein Fan von ihnen ist. Alternativ passt auch eine sehr fein gehackte Gewürzgurke dazu.)

Zubehör: Schüssel, beschichtete Pfanne

Zubereitungszeit: 20 Minuten

So geht’s:

Lachwürfelchen mit den Semmelbröseln in der Schüssel vermischen. Dill und etwas Salz sowie Pfeffern hinzugeben und alles gut mit den Händen mischen.

Butter in der Pfanne erhitzen, so dass der Boden nur leicht gebuttert ist, aber das Fett nicht in der Pfanne steht!

Aus der Lachsmasse kleine Bällchen formen und flach drücken – so groß wie eine gängige Frikadelle. Wenn Du die Fritters zum Aperitif reichst, mach‘ sie etwas kleiner.

In die leicht brutzelnde Butter die Fritters hineinlegen und etwa zwei Minuten braten. Wenden und von der anderen Seite ebenfalls 2-3 Minuten braten.

Zusammen mit dem Gurkensalat servieren und möglichst frisch aus der Pfanne genießen.

Du kannst die Küchlein auch am nächsten Tag kalt in der Mittagspause genießen oder noch mal in der Pfanne vorsichtig erwärmen. Frisch haben sie uns aber am besten geschmeckt!

Dazu passt ein Glas gut gekühler Chardonnay oder Auxerrois.

Und welche Vorsätze hast Du?

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege./Und ist doch hunderttausend Jahre alt./Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?/Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege./Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

Guten Appetit!

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