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Archive for the ‘Fisch & Meeresfrüchte’ Category

Es gibt kaum ein Gericht, das schneller auf den Tisch kommt als gedämpfte Miesmuscheln. Neben der französischen Variante und der rheinischen Art will ich Dich heute nach Schottland entführen für Miesmuscheln mit Whisky und Sahne!

Wer bei Whisky und Sahne sofort an pappigen, irischen Likör denkt, verpasst etwas! Denn die schottischen Miesmuscheln sind ein köstliches Wintergericht, das eine ganz spezielle Note an die hübschen Muscheln bringt.

Muscheln Miesmuscheln Whisky Sahne German Abendbrot Foodblog

Als wir neulich mit unserem Besuch bei rheinischen Muscheln zusammensaßen, hatten wir vorher etwa 1 kg abgezwackt, um die schottische Variante auszuprobieren. Wir waren alle etwas skeptisch und hinterher absolut positiv überrascht. Es muss also nicht immer Weißwein sein!

Wichtig ist ein milder, nicht zu torfiger Whisky aus Schottland (oder Whiskey aus Irland), der sein Aroma mitbringt, aber die Muscheln nicht erschlägt! Wir haben einen Schluck eines 12jährigen Glen Elgin verwendet, der sehr mild und nussig schmeckt. Aber auch ein irischer Jameson, der gute alte Dimple oder ein junger Laphroig könnten gut passen.

Mittlerweile gibt es in vielen Getränkeabteilungen auch kleine Whisky-Fläschchen, die prima zum Backen oder Kochen geeignet sind, falls Du keine komplette Whisky-Flasche kaufen magst.

Aber die Anschaffung eines guten Whiskys lohnt sich meiner Meinung nach. Und falls Du ihn nicht zum Trinken oder Mixen verwenden willst: Ein paar Whisky-Rezepte findest Du bei mir im Blog jedenfalls hier.

Aber zurück zu unseren schottischen Miesmuscheln:

Zutaten für schottische Miesmuscheln in Whisky und Sahne für 2 Personen:

2 kg Miesmuscheln

250 ml süße Sahne

8 cl Whisky

1-2 mittelgroße Karotten, geschrubbt und fein gewürfelt

je 2 EL von fein gewürfeltem Lauch, weißer Zwiebel, Sellerieknolle

(Alternativ: fertig geschnippeltes TK-Suppengrün und davon etwa 6 EL)

Rapsöl oder anderes neutrales Pflanzenöl

Optional: Etwas gehackte glatte Petersilie

Dazu: Weißbrot zum Stippen

Zubehör: Großer Topf mit Deckel

Zubereitungszeit: Reine Vorbereitungs- und Kochzeit etwa 20 min (nur 10 min, wenn das Schnippeln entfällt), etwa 15 min zum Durchschauen und Säubern der Muscheln

So geht’s:

Zuerst lässt Du kaltes Wasser in die Spüle laufen und gibst Deine Miesmuscheln hinein. Jetzt untersuchst Du sie penibelst! Das heißt: Muscheln mit kaputter Schale unbedingt sofort aussoriteren. Auch offene Muscheln, die sich nicht schließen, sobald Du sie anstippst oder zusammendrückst, sofort raus!

Etwas Öl in Deinem großen Muscheltopf erhitzen und das Gemüse darin anschwitzen. Whisky hinzugeben und einmal kurz aufkochen lassen.

Alle fest verschlossenen Muscheln in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel und bei gelegentlichem Umrühren etwa 10 min garen. Die Muscheln trocknen aber in ihrem Dampf nicht aus oder übergaren nicht. Solange Du den Deckel zu lässt, kannst Du sie auch warm halten und etwas später essen. Sie bleiben heiß und zart.

Zum Schluss die Hitze reduzieren und die Sahne unterrühren. Sie sollte nicht noch mal aufkochen, aber natürlich richtig heiß werden.

Salz und Pfeffer brauchst Du übrigens nicht! Die Meeresbewohner bringen etwas Salz im Geschmack mit und statt Pfeffer hast Du das köstliche Whisky-Aroma. Die fette Sahne hebt alle Komponenten noch. Köstlich!

Zum Servieren mit einer großen Suppenkelle Muscheln und Sud portionsweise auf tiefe Teller geben. Dazu einen tiefen Teller oder eine große Schüssel für die Schalen bereitstellen.

Mit Petersilie garniert zum Weißbrot servieren!

ACHTUNG: Muscheln, die nach dem Garen noch zu sind, bitte aussortieren!
(Mach‘ hier bitte keine Experimente. Muscheln können Dir wirklich übel aufstoßen (und nicht nur das!), wenn sie nicht einwandfrei sind. 1 kg pro Person reicht auch mit aussortierten Muscheln locker!)

Falls Du und Deine Gäste Muscheln und Sud übrig lassen, löse das Muschelfleisch einfach aus und friere alles zusammen ein. Das gibt eine herrliche Muschelsuppe oder – etwas eingekocht – eine köstliche Pastasauce!

Ein richtiges Muschelfest gibt es, wenn Du viele Freunde einlädst und kleinere Portionen mit verschiedenen Varianten anbietest. Dann kann jeder beim Schnippel helfen (die Basis Zwiebeln, Karotten, Lauch, Sellerie brauchst Du ja fast immer…) und hinterher seine Lieblingsvariante selbst herausfinden!

Aber auch zu zweit hast Du mit den köstlichen schottischen Miesmuscheln ein cremig-feines Abendessen, das Lust auf die Planung für den nächsten Seeurlaub macht. Vielleicht geht’s ja nach Schottland?

Guten Appetit und schönes Wochenende!

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Heute: Vom Glück mit einem Düsseldorfer verheiratet zu sein. Denn Dank des besten Ehemannes der Welt habe ich schon viele Köstlichkeiten wie Mostert und natürlich Altbier kennengelernt. Und wunderbare Menschen! Zwei davon waren zu Gast und haben mit uns Muscheln rheinische Art zubereitet.

Als kleines Mädchen in endlos erscheinenden Sommern an der französischen Atlantikküste habe ich mein Herz verloren an alles, was aus dem Meer kommt: Fisch, Langusten, Muscheln, Austern, Wassermänner, Meerjungfrauen… Vor Hitze knisternde Pinienbäume, salzige Meeresluft und der Duft gegrillter Meeresbewohner sind für mich untrennbar mit meiner frühen Kindheit verbunden. Noch heute können mir Berge gestohlen bleiben, wenn ich an’s Meer kann!

Wunderbar blau-schwarz schimmernde Miesmuscheln aus dem Topf, die so herrlich klackern, wenn man an ihm rüttelt, haben mich immer besonders fasziniert: Erst fest verschlossen, öffnen sie sich bei Hitze und geben ihr strahlend gelbes Fleisch (und manchmal einen minikleinen Krebs!) preis. Der Sud schmeckt nach Meer, Kräutern und Gemüse und lässt sich so wunderbar mit frischem Baguette aufstippen. Kannst Du die Muscheln auch schon riechen?

Bisher kannte ich also die französische Variante mit Knoblauch, Rosmarin, ein paar Tomaten und – natürlich! – französischem Weißwein! Das Rezept meiner Mutter für Miesmuscheln sowie für eine ei-freie Aioli habe ich hier schon mal verbloggt.

Aber mein Herz ist groß und weit und hat jede Menge Platz für andere wunderbare Flecken der Erde und ihre Menschen. Deswegen wohnt da drin auch ganz viel Düsseldorf mit seinem dunklen, herben Bier, den herzlich-hemdsärmeligen Menschen, diesem weichen Zungenschlag, der aus Gemüse „Jemöös“ macht und aus einem Pfirsich „ne Plüschprumm“, tuckernden Rheinschiffen und seiner bodenständigen Küche.

Entgegen meiner Annahme, dass die Rheinbewohner von ihren holländischen Nachbarn und weitgereisten Rheinschiffern mit den Miesmuscheln angefixt wurden, haben scheinbar Napoleons Truppen die Muschel an den Rhein gebracht. Wer weiß? Vielleicht stimmt beides ein bisschen…

Und wie schön, wenn zwei Lieben miteinander vereinbar sind: Muscheln UND das Rheinland! Als liebe Düsseldorfer Freunde zu Besuch waren, gab es deshalb auch Muscheln rheinische Art:

Muscheln Miesmuscheln rheinische Art Foodblog German Abendbrot

Zutaten für Muscheln rheinische Art für 4 Personen:

4kg Miesmuscheln (also etwa 1kg pro Person)

4 Karotten

1 mittelgroße Stange Lauch, in feine Streifen geschnitten

etwa 4 EL fein gehackter Sellerie von der Knolle

4 weiße Zwiebeln, geschält und fein gehackt

4 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt

etwa 300ml trockener Weißwein, z.B. ein Riesling aus dem Rheingau😉

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

2 EL Rapsöl oder anderes neutrales Pflanzenöl

Dazu: Petersilie, frisch gehackt, dunkles Brot oder Pumpernickel, ordentlich gute Butter!

Zubehör: großer Topf mit Deckel, große Suppenkelle

Zubereitungszeit: 15min Kochzeit für das Gemüse und die Muscheln, 15min Vorbereitung und etwas Zeit, um die Muscheln ordentlich zu belesen und zu putzen!

So geht’s:

Das Öl in dem großen Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Sellerie, Karotten und Lauch hinzugeben. Ordentlich pfeffern! Weißwein hinzugeben und zum Kochen bringen.

In der Zwischenzeit kaltes Wasser in die Spüle laufen lassen, die Muscheln hineingeben und penibelst untersuchen: Beschädigte Muscheln unbedingt sofort aussoriteren. Auch offene Muscheln, die sich nicht schließen, sobald Du sie anstippst oder zusammendrückst, sofort raus!

Alle fest verschlossenen Muscheln in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel und unter gelegentlichem Umrühren oder Schütteln mindestens 10min garen. Bei geschlossenem Deckel bleiben die Muscheln aber auch länger heiß und zart.

Zum Servieren mit einer großen Suppenkelle Muscheln und Sud portionsweise auf tiefe Teller geben. Dazu einen tiefen Teller oder eine große Schüssel für die Schalen bereitstellen.

Mit Petersilie garniert und zu gebuttertem Schwarzbrot servieren!

ACHTUNG: Muscheln, die nach dem Garen noch zu sind, bitte aussortieren!
(Mach‘ hier bitte keine Experimente. Muscheln können Dir wirklich übel aufstoßen (und nicht nur das!), wenn sie nicht einwandfrei sind. 1kg pro Person reicht auch mit aussortierten Muscheln locker!)

Zu unseren Muscheln haben wir natürlich Düsseldorfer Altbier aus einem kleinen 5l-Fässchen getrunken. Solche Mitbringsel sind uns immer die liebsten!

Und falls Du noch Muscheln und Sud übrig hast: Löse einfach das Fleisch aus und friere alles zusammen ein. Das gibt – gestreckt mit etwas Brühe oder Weißwein – eine herrliche Muschelsuppe oder – etwas eingekocht – eine köstliche Pastasauce!

Guten Appetit!

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Es kann und darf gerne exotisch zugehen in meiner Küche. Manchmal begeistere ich mich aber auch für die Klassiker der heimischen Küche:  Frische Matjes mit einer Sauce nach Hausfrauenart und dazu neue Kartoffeln!

Was haben Müllerinnen, Jäger, Bierkutscher, Braumeister und Hausfrauen gemeinsam? Richtig: Sie alle stehen Pate für Zubereitungsarten.

Während „Jägersauce“ bei uns oft eine Zubereitung mit Pilzen bedeutet, steht das italienische „Cacciatore“ eher für das vom Jäger geschossene Wildgeflügel wie Fasan oder Rebhuhn. Die Bierkutscher mögen’s gerne deftig und mit einem Schuss Bier, was auch für die Braumeister gilt. Die Forelle kommt blau (sanft in Salzwasser gegart) oder eben nach Art der Müllerin daher (gebraten und mit brauner Mandelbutter serviert). Die Küche kennt noch viele weitere Garnitur-Varianten von A wie Admiral bis Z bis (zum politisch unkorrekten) Zigeuner.  Eine hübsche, nicht vollständige Liste bietet natürlich die Wikipedia.

Aber was ist eigentlich mit der Hausfrau?

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Sind nicht alle Gerichte, sofern sie nicht von Profi-Küchen zubereitet wurden, irgendwann mal in der Küche der Hausfrau entstanden? War die Müllerin nicht auch Hausfrau? Hat der Jäger sein Schnitzel selbst mit Pilzsauce zubereitet oder das der Jägersfrau überlassen? Und was ist mit den modernen Berufen: Wie sähe etwa eine Dorade a la PR-Beraterin oder eine Rumpsteak nach Art des Journalisten aus?

Der Verdacht liegt nahe, dass die Hausfrau für eine einfache Alltagsküche steht. Vielleicht auch für geschickte Resteverwertung? Jedenfalls konnte mir auch die kluge Astrid nicht weiterhelfen, auf deren Rezept für Matjes Hausfrauenart ich bei meiner Recherche gestoßen bin…

Aber genug der Theorie: Lass uns essen!

Jetzt ist Matjes-Saison und schräg gegenüber gibt es einen Fischladen. Noch Fragen? Matjes Hausfrauenart ist ein so herrlich unkompliziertes Gericht, das wenig Vorbereitung benötigt, nicht die Welt kostet und auch am nächsten Tag noch schmeckt. Viele Rezepte sagen, man solle den Matjes in der Sauce einige Stunden oder einen Tag ziehen lassen. Kann man, muss man aber nicht machen. Ich mag es frisch und ohne lange Wartezeit!

Vielleicht ist auch deshalb diese Matjes-Variante eine, die ich ungerne im Restaurant esse: Zu mayonnaisig, zu undefinierbar, zu sehr „verstecken wir’s doch im Matjes Hausfrauenart!“ You know what I mean?

Und was dazu?

Köstlich zum Matjes sind neue Kartoffeln (z.B. Annabelle von unserem Lieblingsstand auf dem Wochenmarkt), kleine Gewürzgürkchen und etwas Dill:

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Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

4 einzelne Majtes-Filets (oder 2 Doppelte)

1 Filet für die Sauce

250 gr Naturjoghurt, 3,5%

250 gr saure Sahne

2-4 EL süße Sahne (alternativ: Milch)

1 frischer, säuerlicher Apfel (z.B. Granny Smith)

3 kleine Schalotten

1/2 weiße Zwiebel

2 EL Apfelessig

Salz

Weißer Pfeffer aus der Mühle

Muskat

Zum Garnieren: Etwas Dill, kleine Gewürzgurken

Für die Kartoffeln: Etwas Butter, optional: Prise brauner Zucker

Zubehör: Große Schüssel, scharfes Messer, Kochtopf und Pfanne für die Kartoffeln

Zubereitungszeit: 20min, plus Zeit zum Ziehenlassen (wenn gewünscht)

So geht’s:

Das kleine Doppelfilet in ca 2 cm große Stücke schneiden. Den Apfel waschen und in Würfelchen schneiden. Schalotten in Ringe schneiden und kurz in kochendem Wasser blanchieren. Herausnehmen und Abtropfen lassen. Die halbe Zwiebel ebenfalls in feine Ringe schneiden. Alles in eine große Schüssel geben. Mit Joghurt und saurer Sahne vermischen. Damit die Sauce etwas homogener wird, die süße Sahne unterrühren. Nun mit Salz und Pfeffer, etwas Muskat und dem Apfelessig würzen und abschmecken. Achtung: Je salziger der kleingeschnittene Matjes, desto vorsichtiger mit dem Salz hantieren!

Die Sauce kalt stellen und ziehen lassen. Sie wird immer intensiver! (Wir haben ja ein kleines Filet in die Sauce geschnitten. Wenn Du das nicht machst, ist die Sauce natürlich viel milder!)

Jetzt die nur sauber geschrubbten Kartoffeln kochen und anschließend in der Pfanne mit etwas Butter und einer Prise Zucker anbraten. Zu den leicht gesüßten Kartoffeln hat mich Astrids Rezept inspiriert. Mir waren sie aber fast einen Ticken zu süß. Köstlich und mild sind die neuen Kartoffeln auch so. Wer mag, kann also auch Salzkartoffeln oder klassische Pellkartoffeln zum Matjes servieren.

Dazu haben wir ein eiskaltes norddeutsches Pils getrunken – und hinterher hätten wir sonstwas gegeben für einen Schnaps aus einer auf Eis liegenden Flasche Aquavit! Eben wie man sie im Norden bekommt. Denn der Fisch und die Sauce sind mächtig und kein leichtes „Komm, wir essen mal etwas Fisch für die schlanke Line“-Gericht!

Matjes_Hausfrauenart

Matjes Hausfrauenart ist für mich ein köstliches Traditionsgericht!

Was ist für Dich ein typischer Klassiker der deutschen Küche?

(Als nächstes steht bei mir Labskaus auf meiner langen „Was ich unbedingt mal machen will“-Liste!)

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Los, los! In drei Wochen ist die Spargelsaison schon wieder vorbei! Aber braune Butter, Schinken und Kartoffeln locken Dich nicht mehr? Dann probier‘ doch mal Nordseekrabben, Wachteleier und ein fruchtiges Dressing!

Machst Du vielleicht gerade Urlaub an der Nordsee? Oder kennst einen lieben Menschen, der Dir eine Handvoll Krabben als Souvenir mitbringt? Möglicherweise lebst Du beneidenswerter Mensch aber auch einfach im Norden und kannst Nordseekrabben verwenden wie wir hier Handkäs? Glückwunsch! Falls nicht, ersetzt Du die Krabben einfach mit gekochtem Schinken oder etwas leicht geräuchertem Fisch!

In jedem Fall machen Krabben, Wachteleier, Kartoffeln und ein fruchtiges, sämiges Dressing meinen Spargelsalat zu einem köstlichen Friday Night Dinner Date, der Dich den Alltag vergessen lässt. Denn der Clou ist das Dressing, das weich und cremig aber auch sehr aromatisch ist. Da lässt Du jede Hollandaise stehen!

Spargelsalat

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

4 Wachteleier, hart gekocht

(1/2 Ei für das Dressing)

4 festkochende, mittelgroße Kartoffeln, geschält und gekocht

(1/4 Kartoffel für das Dressing)

80 gr Nordseekrabben, gepult

500 gr weißer Spargel, geschält und bissfest gekocht

Dressing:

1 hartgekochtes Hühnerei

1 Sardelle

1 TL gesalzene Kapern

1 Spritzer Zitronensaft

2 EL Weißweinessig

1/2 TL Orangenmarmelade

1/2 TL mittelscharfer Senf

Prise Zucker

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

etwa 50 ml mildes Olivenöl

4 EL Gemüsebrühe

(und die 1/2 Kartoffel sowie das 1/2 Wachtelei)

Zubehör: Stabmixer, hohes Gefäß

Zubereitungszeit: ca. 30 min

So geht’s:

Kartoffeln, Eier und Spargel vorbereiten und kochen. Eier schälen und halbieren. Die Zutaten müssen nicht mehr heiß, können aber gerne noch lauwarm sein. Ganz kalt schmeckt der Salat auch. Ich mag ihn aber gerne mit einer kleinen „Restwärme“.

Für das Dressing Sardelle, Essig, Kapern, Senf, Gemüsebrühe und Orangenmarmelade in ein hohes Gefäß geben und pürieren. Jetzt ist das Dressing vermutlich recht wässrig. Also das Stückchen Kartoffel und das 1/2 Ei ebenfalls mitpürieren. (Falls es jetzt zu dick ist, gib einfach noch etwas Brühe oder Wasser dran). Mit Zitronensaft und Pfeffer, eventuell etwas Salz abschmecken. Jetzt den Stabmixer in das Gefäß halten, anschalten und das Olivenöl langsam hinzugeben. Dadurch emulgiert das Dressing und wird schön sämig.

Kartoffeln und Spargel in Stücke schneiden und vermischen. Auf einer großen Platte einen Spiegel aus einem Teil des Dressings anrichten. Kartoffel-Spargel-Mischung daraufgeben und wieder etwas Dressing darüberträufeln. Krabben (oder Schinken) und Wachteleier-Hälften auf den Salat drapieren und mit dem Rest des Dressings garnieren.

Wer mag, kann noch etwas frischgemahlenen Pfeffer oder etwas fein gehackte Kräuter (z.B. Dill oder milde Petersilie) darüberstreuen. Dazu passt leicht getoastetes Weißbrot.

Das sämige, würzige Dressing ist auch ein köstlicher Dip zu Gegrilltem. Mach‘ also ruhig ausreichend davon!

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Herumeiern, Ei der Daus, das Ei des Kolumbus, „Wir brauchen Eier!“ – Das gute Ei ist in unserer Sprache allgegenwärtig. Zu Ostern spielt es sogar eine Star-Rolle. Deshalb habe ich heute viele Eier-Rezepte für Euch!

Wie konnte ich diese drei weiteren Rezepte denn vergessen bei meiner Ostereier-Parade? Oh man. Also hier noch mehr Eierei:

Eierpfannkuchen – oder Palatschinken – müssen nicht zwingend süß gegessen werden. Es gibt auch eine herrliche herzhafte Variante mit Boeuf Stroganoff:

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Das Rezept für Palatschinken Stroganoff gibt es hier.

Wann immer wir Eier und Speck im Kühlschrank haben, schaue ich den bEdW mit großen Augen und flehendem Blick an. Dann weiß er: Es ist Spaghetti Carbonara Time!

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Das Rezept für italienische Carbonara findest Du hier.

Seit einiger Zeit mag ich Spiegeleier. Ganz besonders auf knusprig gebratenen Nordseekrabben und dunklem Brot: Friesischem Krabbenbrot eben.

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Wie ein friesisches Krabbenbrot geht, erfährst Du hier.

Das fluffigste aller Frühstückseier kommt aus dem Backofen, macht auf dem Oster-Frühstückstisch viel her und ist kinderlicht zuzubereiten:

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Zum Rezept für’s Eierwölkchen bitte hier entlang.

Überhaupt Frühstückseier. Sie gehören für mich ebenso zum perfekten Morgenritual wie ein langer Lauf durch die Frühlingsluft. Das perfekte weichgekochte Ei hat Heston Blumenthal für uns:

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Zum Rezept für das Blumenthalsche Ei bitte hier entlang.

Ungleich edler und perfekt für Gäste sind die Eier aus dem Jenaer Glas, die zugleich eine kleine historische Tour in Richtung Bauhaus und „Form follows Function“ geben. Oeufs en cocotte klingt auch gleich viel hübscher:

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Rezepte für Oeufs en cocotte findest Du hier und hier.

An Ostern hast Du aber vermutlich auch jede Menge hart gekochter Eier übrig. Daraus lässt sich ein sehr frischer, gar nicht spießiger Eiersalat zubereiten:

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Das Rezept für Eiersalat und was Elvis damit zu tun hat, erfährst Du hier.

Natürlich darf in Hessen die Mutter aller Eier-Verwertungs-Gerichte nicht fehlen: Die Frankfurter Grie Soß! Ein echtes „how it all began“-Gericht aus den Blog-Anfängen:

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Das Rezept für Grie Soß findest Du gleich mehrfach im Blog. Zuletzt hier.

Aber wie sagen wir Hessen: Des bissi, das mir esse, könne mer auch trinke! Also nichts wie ran an den Eierlikör:

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Zum Rezept für Eierlikör mit Tonkabohne bitte hier entlang.

Ach, es gibt so viele köstliche Gerichte mit Eiern!

Was ist Dein Lieblings-Ei-Rezept?

Also auf zum Wochenmarkt und frische Eier aus der Region gekauft, die von glücklichen Hühner stammen. Dann schmeckt jedes Eiergericht noch mal so gut!

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Trübe Tage erfordern Farbe: ein Strauß Tulpen, ein knalliger Lippenstift, Konfetti… Ein echter Farbklecks auf dem Teller ist mein orientalischer Salat aus Karotten, Orangen und Granatapfelkernen. Köstlich zu Skrei und Risotto!

Süß-sauer-fruchtig: Das sind die Aromen des hübschen Salats, der ganz phantastisch zu einem Skrei-Filet und etwas Risotto passt, wie ich es hier schon mal gekocht habe.

Noch weniger Aufwand gefällig? Dann genieß‘ ihn einfach zu einem schnell in der Pfanne gebratenen Steak und etwas Baguette oder als Teil einer Mezze-Platte oder um den Döner zu pimpen, den Du Dir heißhungrig auf dem Heimweg gekauft hast.

Wenn Du richtig hungrig bist, fällt Dir dann leider auch nicht mehr auf, dass Du irgendwas an Deiner Kamera verstellt hast…

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Das Foto wird dem wunderbar orangen Salat mit seinen knallroten Granatapfelkernen jedenfalls nicht gerecht. Besser wird es auch nicht, wenn man den Fisch stattdessen anpeilt *augenroll*

Skrei_Salat_GermanAbendbrot_Risotto

Lasst Euch von den Fotos nicht abschrecken: Der Salat schmeckt wie 1001 Nacht und ist einfach wunderbar frisch und fruchtig mit Gute-Laune-Faktor durch seine hübsche Farbe. Während ich mich noch mal eingehend mit meiner Kamera beschäftige, hier die…

Zutaten für den orientalischen Karotten-Orangen-Salat mit Granatapfelkernen:

2 Karotten, gewaschen, geschabt und in feine Ringe geschnitten

1 Orange, geschält, geviertelt und ebenfalls in feine Scheiben geschnitten

1 Schalotte, geschält und fein gehackt

Kerne eines halben Granatapfels (die restlichen Kerne über’s Müsli am nächsten Tag streuen)

Für das Dressing:

1 gestrichener TL Kurkuma

1 Prise Sumach (säuerliches Gewürz, gibt es im türkischen Supermarkt)

1 Prise Chayennepfeffer

Salz

frisch gemahlener weißer Pfeffer

Zucker

Weißweinessig

mildes Olivenöl

Zubehör: Ein kleiner Topf, Salatschale

Zubereitungszeit: 20 Minuten

So geht’s:

Die Zutaten für das Dressing verrühren. Die Möhren in einem Topf voll leicht gesalzenem Wasser die Möhren 2-3 Minuten blanchieren und abgießen. In die Salatschale geben und abkühlen lassen.

Währendessen alle anderen Zutaten vorbereiten und abschließend in die Salatschale geben. Gut vermischen und mit dem Dressing anmachen. Alles einige Minuten ziehen lassen und servieren!

Ich wünsche Euch ein farbenfrohes, genussvolles Wochenende!

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Da jauchzt die Mariachi Band! Heute gibt’s köstliche Tortilla-Wraps mit würzigen Füllungen! Let’s roll!

Teigfladen mit Füllung oder Auflage sind einfach nicht wegzudenken aus meiner Küche. Es gibt sie ja ohnehin in fast jeder Kultur: Ob mediterrane Focaccia aus Italien, würziges indisches Dosa, Pan Catalan aus Spanien oder das gute deutsche Butterbrot. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen – etwa mit vietnamesischen Sommerrollen, japanischen Baozi uvm.

Aber mein Herz gehört eben heute mal der TexMex-Küche, die ich noch aus Schulzeiten liebe. Es gab nämlich in den Kasernen der US Army in Hanau ein TexMex-Restaurant, in das man nur mit US-Pass, guten Kontakten oder viel Augengeklimper hineinkam. Dieses Restaurant war für uns so etwas wie das Tor zu einer anderen Welt: Riesige Pitcher mit süßer Strawberry-Margherita, körbeweise ofenwarme Tacos zu sündhaft-scharfer Salsa, GIs mit Sombrero-Hüten, unglaublich riesigen Portionen und einer Rechnung in US-Dollar.

Es war ein Glücksspiel, ob man als Nicht-US-Amerikaner überhaupt hineinkam in das Restaurant. Wenn gerade irgendwo Krise war (Golfkrieg & Co.), hatte man auch schon mal den Lauf eines Maschinengewehrs vor der Nase, während Spürhunde den klapprigen Opel Corsa abschnüffelten… Aber wenn wir dann reindurften, dann gehörte der Mariachi-Abend uns!

Seither sind Chimichangas, Burritos, Enchiladas und Tortillas meine Buddies. Klar, TexMex hat nicht unbedingt was mit Mexikanischer Küche zu tun. Aber sie macht Spaß und ist hausgemacht definitiv besser als das Zeug, das Du in dubiosen Restaurants bekommst, wo aber auch wirklich alles Convenience ist.

Taco_Sides

Die köstlichen Bestandteile, die jeden Wrap individuell machen, sind das A und O eines Tortilla-Wraps:

Ganz wichtig ist eine köstliche, cremige Guacamole. Etwas gemischter grüner Salat. Geriebener Cheddar-Käse. Und ein Joghurt-Dip, den ich aus Naturjoghurt, etwas Salz, einer Prise Cumin/Kreuzkümmel sowie einigen Spritzern Tabasco (oder etwas scharfem Chilipulver) schnell angerührt habe.

Für einen scharfen Frische-Kick hatten wir uns außerdem von einer Santa Maria-Salsa aus dem Kochbuch „California“ aus dem kosmos-Verlag inspirieren lassen (im obigen Foto rechts vorne):

4 EL gewürfelte Tomaten, 2 EL kleingeschnittener Stangensellerie, 1 kl. gewürfelte Schalotte, 1 kl. fein gehackte grüne Chilischote, einige Stengel Koriander fein gehackt, Limettensaft, Chili-Limetten-Salz. Alles gut vermischen und etwas durchziehen lassen. Abschließend noch mal abschmecken und ggf. mit etwas Zucker gegen die Säure arbeiten.

Für die Wraps kannst Du Weizen-Tortillas natürlich selbst machen. Ganz einfach nach diesem Rezept hier. Oder Du kaufst welche, die möglichst ohne Zusatzstoffe auskommen. Ich finde beides legitim. Da uns unsere Tortilla-Party großen Spaß gemacht hat, backe ich nächstes Mal wohl selber. Diesmal waren es fertig gekaufte Wraps…

Taco_Huhn_fertig

In meinen ersten Wrap kam eine gut verteilte Schicht Guacamole, Cheddar, Salsa, Joghurt und köstliches Hühnchen mit Paprika, das in der Pfanne angebrutzelt wurde:

Taco_Huhn

Für die Hühnchen-Füllung benötigst Du:

200 gr Hühnerbrust, in Streifen geschnitten

1 rote Paprikaschote, in Streifen geschnitten

1 weiße Zwiebel, in Streifen geschnitten

1/2 TL Ancho Chilipulver

Salz und Pfeffer

1 rote scharfe Chilischote, fein gehackt

etwas Öl zum Anbraten

etwas Limettensaft zum Abschmecken.

Das Hühnchen in einer Eisenpfanne scharf anbraten und alle Zutaten hinzugeben, bis sich ein unglaubliches Aroma ausbreitet. Warm stellen, bis es ans Rollen der Wraps geht!

Aber auch die Variante mit Beef war köstlich:

Taco_Rind

Für das scharf gewürzte angebratene Beef habe ich folgende Zutaten verwendet:

1 kleines Rinderhüftsteak, in Streifen geschnitten

1 scharfe grüne Chilischote, in feine Streifen geschnitten

Prise rosenscharfes Paprikapulver

1/2 TL Cajun-Gewürzmischung (zu gleichen Teilen: Pfefferkörner (zerstoßen), Cumin, Senfkörner,  Paprikapulver, Chayennepfeffer, Oregano (getrocknet), Thymian (getrocknet))

Salz

Das Rind in der Pfanne scharf anbraten und würzen. Warm stellen, bis es gebraucht wird.

Natürlich sind Deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt: Du kannst auch anderes Gemüse stifteln oder kurz anbraten. Statt Fleisch sind auch Shrimps oder festfleischiger Fisch eine schöne Füllung.

Wie Du die Wraps so faltest und rollst, dass nicht die Hälfte herausfällt oder über die Finger läuft, siehst Du in einer idiotensicheren Anleitung aus frühen Blogtagen hier.

Lasst es Euch schmecken!

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