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Archive for the ‘Friday Night Dinner Date’ Category

Ich hab’s versprochen: Heute kommt die hausgemachte Hoisin-Sauce zum Einsatz. Mit diesem schnellen Wok-Gericht mit zartem Huhn, frischem Thai-Basilikum und crunchy Erdnüssen!

Huhn Wok Thaibasilikum Hoisinsauce Rezept Foodblog Germanabendbrot

Willst Du endlich die köstliche hausgemachte Hoisin-Sauce einsetzen? Dann findest Du hier ein blitzschnelles Rezept (und weiter unten noch zwei weitere). Los geht’s!

Zutaten für Hühnchen mit Thai-Basilikum und Hoisin-Sauce:

350 gr Hühnerbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten

1 Bund (etwa 10 Stengel) frisches Thai-Basilikum (Asia-Laden)

100 gr Thai-Schalotten (Asia-Laden; alternativ: europäische Schalotten), in feine Streifen geschnitten

100 gr ungesalzene Erdnüsse, grob gehackt

3 EL Hoisin-Sauce

1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt (oder gerieben)

1 Knoblauchzehe, gepresst

1 Vogelaugenchili, in feine Ringe geschnitten oder fein gehackt

4 EL Erdnussöl

einige Spritzer Limettensaft

einige Tropfen Sesamöl

Dazu: Reis

Zubehör: Wok oder Pfanne, Schüssel oder tiefer Teller zum Marinieren, kleine Pfanne für die Erdnüsse

Zubereitungszeit: 30 min (Das Fleisch kannst Du auch länger marinieren. 20 min sind aber Minimum!)

So geht’s:

Erdnüsse in der kleinen Pfanne kurz anrösten, hacken, zur Seite stellen.

Alle weiteren Zutaten vorbereiten und bereitstellen.

Reis aufsetzen und zubereiten.

In der Schüssel Knoblauch, Ingwer, Chili und der Hoisin-Sauce sowie 3-4 EL Wasser gut vermischen. Die Fleischstücke mit der Sauce einmassieren und zugedeckt 20 min oder gerne auch länger marinieren.

2 EL Erdnussöl im Wok erhitzen und das abgetropfte Fleisch (Marinade aufheben!!) darin scharf anbraten. Aus dem Wok nehmen und zur Seite stellen.

2 EL Erdnussöl in den Wok geben, erhitzen. Schalotten einige Minuten darin anbraten. Die Marinade hinzugeben und gut vermischen.

3/4 des Thai-Basilikums hinzugeben und unterrühren. Den Rest für die Garnitur aufheben.

Fleisch hinzugeben und ebenfalls gut vermischen.

Mit Limettensaft und – je nachdem wie intensiv Deine Hoisin-Sauce ist – einer Prise Salz abschmecken.

Reis in tiefe Teller oder asiatische Schalen geben, das Wok-Huhn darauf anrichten und mit Erdnüssen garniert servieren.

Zum Finish noch einige Tropfen (!) Sesamöl über das Gericht träufeln.

Ein schnelles, einfaches Gericht für den entspannten Groove in’s Wochenende! Lass es Dir schmecken!

Weitere Rezepte mit leckerer Hoisin-Sauce findest Du übrigens bei Florian im Blog Asien kulinarisch, den ich Dir längst schon mal empfehlen wollte. Zum Beispiel die Rippchen mit Hoisin-Sauce oder das chinesische Rinder-Gulasch.

Schönes Wochenende!!

PS: Inspiriert wurde ich zu dem Gericht durch die aktuelle Ausgabe „Lust auf Genuss: Vielseitige Asia-Küche“ (3/17), die ich auch Asia-Anfängern wärmstens empfehlen kann.

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Boah, was geht mir der Februar auf den Sack! Von klein auf sind der „Feb“ und ich in einer Hassliebe verbunden. Völlig ignorieren kann ich ihn nämlich nicht. Denn ich hab im Februar Geburtstag, ich Fisch! Apropos: Heute gibt’s lecker Friday Night Dinner Date mit Fisch, cremigem Spinat und pochiertem Ei. Geht doch!

Hast Du auch so einen Monat im Jahr, den Du hasst? Ich kann mich mit allen Monaten echt arrangieren. Aber der Februar, ey… Hier der Beweis:

März: Hurrah, es wird langsam alles grün und freundlich!

April: Spargelsaison startet und Ostern bringt Frankfurter Grie Soß und lecker Schokoeier!

Mai: Ständig Feiertage und super Wetter!

Juni: Der Sommer beginnt und ist noch nicht so heiß. Schön!

Juli: Die Tage sind nach Mittsommer wunderbar lang. Endlose Grillabende auf der Terrasse!

August: Sternschnuppen-Alarm, jede Menge Tomaten und das Wiesbadener Weinfest!

September: Es ist nicht mehr zu heiß, aber noch schön warm.

Oktober: Goldener Herbst, bunte Blätter und lecker Gemüse zum Ernten. Und Wein.

November: Jetzt wird’s kuschelig, die Zugvögel verlassen das Land.

Dezember: Weihnachten! Silvester! Es wird gefeiert und geschlemmt, Baby!

Januar: Frisch auf in’s neue Jahr. Pläne machen!

Februar: ….

Überzeugt? February sucks!

Vielleicht sehen Karneval- und Faschings-Fans das anders. Aber ich fand als Kind schon blöd, dass man nie raus konnte, weil alles nass und dunkel war. Keiner hatte mehr Lust auf das Drinnenhocken, weil der Winter schon EWIG dauert. Was habe ich Mai- oder September-Kinder beneidet mit ihren Gartenfesten und Lampions und Grillwürsten. Bei mir gab es immer Kreppel (= Berliner) zum Kaffee, weil ja Fasching war. Toll!

Als wir dann an meinem 30. Geburtstag dem entfliehen wollten, war da nix mit Mandelblüte auf Mallorca. Nein, es war der kälteste Februar seit Wetteraufzeichnung. Herzlichen Dank auch. (Dafür gab’s den Heiratsantrag vom bEdW. Ok, das hat mich schon sehr versöhnt *herzchenindenaugen*)

Am Wochenende rund um meinen 40. Geburtstag waren wir dann in Rom.

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Bei 20 Grad hatten wir am Tag vorher und am Tag danach Campari Sprizz am Campo di Fiori in schönstem Sonnenschein. An meinem Geburtstag selbst haben wir den Regentag (!) genutzt, um die Sixtinische Kapelle anzuschauen. Typisch, oder? An diesem Wochenende fing der Plan an zu reifen mich selbstständig zu machen. Ok, auch das hat mich ein bisschen versöhnt mit dem Februar. Vielleicht wird das doch noch was mit dem ollen Feb und mir…

Also gibt’s zur Feier von Wassermännern und Fischen heute Fisch! (Um mal wieder auf’s Essen zurückzukommen!)

Ein köstliches Essen, das fast ein bisschen an den Kindheitsklassiker Rahmspinat mit Fischstäbchen und Spiegelei erinnert, kam neulich auf unseren Tisch:

Geräucherte Forelle mit cremigem Blattspinat und pochiertem Ei! 

Rahmspinat pochiertes Ei Kabeljau Foodblog German Abendbrot

Zutaten für zwei Personen:

2 geräucherte Forellenfilets

300 gr gewaschener, fein gehackter Blattspinat

2 frische Eier

4 festkochende Kartoffeln, geschält

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Muskat

1 Lorbeerblatt

300 ml Milch

1/2 weiße Zwiebel (geschält aber nicht gehackt)

25 gr Butter

25 Mehl

1 EL Weißweinessig

Zubehör: 1 Topf für die Kartoffeln, 1 Topf für den Rahmspinat, 1 Topf für die Béchamelsauce,  Schneebesen, 2 kleine Schälchen oder Suppenkelle für die Eier, 1 Topf für die pochierten Eier

Zubereitungszeit: 30 min zzgl. dem Bewältigen des Küchen-Chaos hinterher…

So geht’s:

Kartoffeln aufsetzen und gar kochen.

Backofen auf etwa 60 Grad erhitzen. Die Forellenfilets auf einen Teller legen und leicht im Backofen erwärmen. Idealerweise auch die Servierteller schon vorwärmen.

Spinat waschen, hacken und noch nass in einen Topf geben. Darin einige Minuten bei mittlerer Hitze dämpfen, bis er zusammengefallen ist.

Milch in einen Topf geben, Lorbeer, die halbe Zwiebel, Pfeffer und Muskat dazugeben und einmal aufkochen lassen. Lorbeerblatt und Zwiebel herausnehmen und bei mittlerer Hitze Mehl und Butter mit dem Schneebesen zu einer glatten Béchamel verrühren. Ist sie zu dünn: Etwas einköcheln lassen. Ist sie zu dick: Noch etwas Milch unterrühren.

Jetzt die Béchamel über den Spinat im Topf gießen, gut vermischen, etwas salzen und und lediglich etwas warm halten.

Zum Schluss die Eier pochieren. Dafür bringe ich  1 l Wasser zum Kochen und gebe 1 EL Weißweinessig hinein. Dann schlage ich je ein Ei in eine kleine Schale oder Suppenkelle. Mit einem Kochlöffel rühre ich jetzt einen Strudel ins Wasser und reduziere die Hitze so, dass das Wasser nur noch siedet. Dann lasse ich das Ei hineingleiten. Nach etwa 2-3 Minuten ist das Ei wunderbar soft und heiß. Beim zweiten Ei genauso verfahren. (Eine ebenfalls gelingsichere Zubereitungsmethode findest Du bei Robert)

Jetzt die Forellenfilets aus dem Backofen nehmen und zusammen mit den Kartoffeln, dem Spinat und dem pochierten Ei servieren.

Fertig ist ein köstliches, sehr softes und verwöhnendes Gericht, mit dem Du dem Februar eine lange Nase drehst!

(Und am besten schaust Du jetzt nicht, wie sich das benutzte Geschirr in der Küche stapelt. Der Genuss ist es wert!)

Schönes Wochenende!

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Klar kannst Du Weizentortillas kaufen, ein Tütchen Chili-Fix ans Hackfleisch machen und Dich fragen, was am Kochen so viel Spaß machen soll. Ich erklär’s Dir: selbermachen! Und das auch noch günstig und lecker!

Ok, ich muss was gestehen: Eigentlich sollte hier heute ein anderes Rezept stehen. Aber es ist Donnerstagabend, ich sitze noch ein paar Stunden am Rechner, fliege morgen früh nach Berlin und komme gerade zu nix. Das andere Rezept wird also geschoben (es war echt lecker!) und dafür gibt es heute ein bisschen was Improvisiertes:

Weizentortilla Wrap Chili con Carne Foodblog German Abendbrot

Weizentortilla mit Chili con Carne, Sour Cream, Cheddar und Peperoni! Aye Caramba!

Natürlich hast Du nicht immer das Glück, dass Du etwas Chili con Carne im Tiefkühlfach oder vom Wochenende übrig hast. Aber wie Du mit etwas Hackfleisch und meiner genialen Chili-Gewürzmischung schnell etwas anrührst, was dem seeeeehr nahe kommt, liest Du hier. Einfach noch etwas Mais und Kidneybohnen daruntergeben und es ist FAST wie Chili con Carne. Mein Original-Rezept, das zum Bundesliga-Start aber auch zum Ende der BuLi-Winterpause traditionell gekocht wird, findest Du hier.

Wenn ich Reste übrig hatte, habe ich meist Tortillawraps gekauft und damit mein Chili gegessen. Shame on me! Denn so ein Packen Fladen kostet aktuell bei Rewe etwa 3,29€. Dafür bekommst Du aber sage und schreibe 9 (neun!) E-Nummern-Zutaten und ein bisschen Palmöl. Just fair, oder?

Ach nö! Ich mache Weizentortillas jetzt easypeasy selber. Und das sagt die Frau, die mit Teig nicht kann. Aber ich habe ja meine BFF (Best-Foodblog-Friend) Caro mit ihrem wunderschönen Blog Caro in the Kitchen, den ich Euch schon drölfzig mal vorgestellt habe. Natürlich hat Caro auch ein Rezept für Weizentortillas im Blog. Und das ist dermaßen gelingsicher, dass es mir schon beim ersten Mal gelungen ist und tausendmal besser geschmeckt hat. Denn: Weizenmehl, Olivenöl, Salz, Backpuler, Wasser. That’s it!

Mein Chili habe ich noch mit etwas Joghurt, geriebenem Cheddar und eingelegten grünen Peperoni gepimpt und fertig war ein Mega-Wrap, der Dir auch an einem Freitagabend super schmecken und sehr schnell gut gelingen wird. Wetten? Denn während der Teig etwas ruht, machst Du Dein Blitz-Chili (oder wärmst Deinen Chili-Vorrat auf), die Wraps sind dann jeweils in 45 sek gar und dann geht’s ab ans Belegen. Dazu schmeckt ein eiskaltes Bier herrlich. Wetten?

Waaaas? Das ist Dir noch nicht schnell genug? Dann mach‘ Dir halt einfach einen Wrap mit Salat, etwas Harissa, Feta, Salami und eingelegter Paprika. Oder mit gekochtem Schinken, einer Scheibe Gouda, Krautsalat und gehackten Nüssen. Oder getrockneten Tomaten, Pecorino, Rucola und etwas Olivenöl. Oder…

wrap

PS: Die Fladen schmecken – wenn Du sie gut in Alufolie verpackst – auch am nächsten Tag noch gut!

Und einen kleinen Hinweis darauf, wer heute Abend spielt, wenn ich hoffentlich wieder gut gelandet bin, gebe ich Dir auch noch. (Mit einem uralten Foto aus dem Original-Chili-Post vom September 2010!):

Heimatgefühle: Hessischer Kartoffelsalat

Schönes Wochenende!!!!!!!!

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Hereinspaziert und Platz genommen für das erste Friday Night Dinner Date im neuen Jahr. Kennste nich? Jeden Freitag stelle ich im Blog Rezepte für 2 Personen vor, deren Zutaten schnell besorgt sind und die in unter 30 Minuten auf den Tisch kommen. Damit Du mit Deinem/Deiner Liebsten, der besten Freundin oder einem anderen lieben Gast entspannt ins Wochenende grooven kannst. Heute gibt es Spaghetti mit hausgemachtem Tomatensugo und Calamaretti!

Mein Speisekammer-Detox-Projekt hat Zutaten zutage gefördert, die ich fast vergessen hatte. So schlummerten einige winzig kleine Tintenfischchen im Tiefkühlfach. Und im Regal standen mehrere Gläser unserer im Sommer eingekochten Tomatensauce. Naja, und Pasta haben wir ohnehin in rauhen Mengen in der Vorratskammer…

Pasta Spaghettini Tomatensugo Calamaretti hausgemacht Rezept Foodblog German Abendbrot

Mehr braucht es nicht, um mich glücklich zu machen. Ehrlich! Das Tomatensugo hat so sehr nach Sommer, Sonne und aromatischen Tomaten vom Markt geschmeckt – Hammer! Aber keine Sorge, falls Du keine Sauce eingekocht hast: Mit einer Dose gestückelter Tomaten, einer angeschwitzten Zwiebel, Olivenöl, Salz, einer Prise Zucker und etwas Pfeffer oder Chili bekommst Du ebenfalls eine gute Pasta-Grundlage hin. Das Rezept für ein sehr herzhaftes Sugo, das auch als Basis für die Pizza dient, findest Du beispielsweise hier.

Die kleinen Calamari bekommst Du beim Fischhändler oder tiefgefroren in vielen Supermärkten. Du kannst sie vielfältig einsetzen – auch für asiatische Wok-Gerichte oder Curries. Köstlich schmecken Sie auch als Crostini:

Dazu in der Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, die aufgetauten Calamaretti anbraten, mit Zitronenzesten würzen und auf geröstetem Weißbrot mit etwas weißem Bohnenmus servieren.

Aber hier jetzt erstmal das Rezept für 2 Personen für Spaghetti mit Tomatensugo und Calamaretti. Zutaten:

250 gr Spaghetti oder Spaghettini

400ml Tomatensugo (oder – wie oben beschrieben – schnell gemachte Tomatensauce mit stückigen Tomaten aus der Dose!)

eine Handvoll Calamaretti

etwas Petersilie, gehackt

optional: 1 kleine Chilischote, gehackt

Olivenöl

Salz

Pfeffer

einige Spritzer Zitronensaft und/oder Zitronenabrieb

Zubehör: Pasta-Topf, Sieb zum Abschütten, große Pfanne oder breiter Topf, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: 20 min; wenn Du erst noch Sauce kochst, etwa 30 min

So geht’s:

Pasta-Topf mit Wasser und etwas Salz aufsetzen und zum Kochen bringen. Pasta darin nach Packungsanweisung gar kochen.

Das Sugo in der großen Pfanne oder dem Topf ebenfalls erhitzen bzw. Tomatensauce zubereiten.

Etwas Olivenöl in der kleinen Pfanne erhitzen und – sobald die Nudeln fast gar sind! – die Calamaretti scharf anbraten. Das geht blitzschnell, also unbedingt dabei bleiben!

Mit etwas Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb oder einigen Spritzern Saft sowie (optional) mit der gehackten Chilischote würzen. Fertig! Zur Seite stellen…

(Natürlich kannst Du auch die Calamaretti in der Tomatensauce mitgaren lassen. Die leichten Röstaromen und die Würze gefallen mir persönlich aber besser! Do as you like…)

Pasta abschütten und zurück in den Nudeltopf geben. Tomatensauce hinzufügen und gut vermischen. Auf Tellern anrichten und die Calamaretti sowie die gehackte Petersilie darübergeben. Fertig!

Schneller kann man sich kaum an die italienische Küste beamen an einem eisigen Januar-Abend, oder?

Guten Appetit und schönes Wochenende. Vielleicht hast Du ja auch Lust bekommen, etwas aus Deinen Vorräten zu kochen?

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Schnell, leicht, herzhaft – das ist die Devise für die vorweihnachtliche Küche. Dann kann Dir der ganze Stress nämlich nichts anhaben. Reicht doch, wenn im Job oder in den Kaufhäusern alle durchdrehen. Meine Küche bleibt entspannt!

Deshalb – und weil ich Feldsalat / Vogerlsalat / Rapunzel einfach liebe! – gibt es im Winter regelmäßig Feldsalat bei uns. Eine riesige Schüssel voll und immer mit herzhaften Zutaten, die den köstlichen Salat noch besser machen: Walnüsse, Rote Bete, Granatapfelkerne, Räucherforelle… Es gibt unzählige Möglichkeiten! Etwa mit herzhaften Croutons aus altem Sauerteigbrot und einem würzigen Dressing mit Meerrettich und etwas Orangenmarmelade:

Feldsalat Rapunzel Vogerlsalat Croutons Foodblog German Abendbrot

Der kleine Schlawiner ist aber nicht nur wunderbar schmackhaft, sondern trotzt auch dem Frost, weshalb es eines der wenigen frischen Wintergemüse ist, das mal nicht nach Kohl oder Wurzel schmeckt. Außerdem ist er voller Vitamin C und Provitamin A. Auch Eisen und Magnesium liefern uns die kleinen grünen Blättchen. Hurrah!

Was mir neu war: Der Feldsalat wird erst seit etwa 100 Jahren angebaut. Vorher war er nur wild zu finden. Das erklärt auch, warum Rapunzels Mutter den Pakt mit der bösen Nachbarin einging, um an den Rapunzelsalat zu kommen, der auf der anderen Seite der Mauer wuchs. Erinnerst Du Dich?

Zutaten für 2 Portionen Feldsalat mit Croutons und Meerrettich-Dressing:

2 große Männer-Hände voll Feldsalat, belesen und gewaschen

Für die Croutons:

2 Scheiben altbackenes Sauerteigbrot, ohne Kruste und gewürfelt

Olivenöl

Für das Dressing:

1 Messerspitze frischen, geriebenene Meerrettich (Kren)

1 EL Joghurt oder Quark

1 TL grobkörniger, mittelscharfer Senf

1 TL Orangenmarmelade

2 EL Weißweinessig

4 EL Olivenöl

Prise Salz

Prise Zucker

Zubehör: Schneebesen, Pfanne für die Croutons, Salatschüssel

Zubereitungszeit: 15min

So geht’s:

Den gewaschenen Salat ggf. trockenschleudern.

In der großen Salatschüssel die Zutaten für das Dressing mit dem Schneebesen glattrühren.

Währendessen etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Sauerteigcroutons darin kross braten.

Salat in die Schüssel geben und gut mit dem Dressing vermischen. Auf Salatteller geben und mit den Croutons anrichten.

Sofort servieren. Schmeckt als Beilage oder als Hauptgericht!

Das leicht scharfe, trotzdem fruchtige Dressing passt wunderbar zum herzhaften Feldsalat. Die knackigen Croutons geben den nötigen Crunch und machen schön satt! Ein leichtes, schnelles Abendessen – nicht nur für stressige Adventswochen!

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Es gibt kaum ein Gericht, das schneller auf den Tisch kommt als gedämpfte Miesmuscheln. Neben der französischen Variante und der rheinischen Art will ich Dich heute nach Schottland entführen für Miesmuscheln mit Whisky und Sahne!

Wer bei Whisky und Sahne sofort an pappigen, irischen Likör denkt, verpasst etwas! Denn die schottischen Miesmuscheln sind ein köstliches Wintergericht, das eine ganz spezielle Note an die hübschen Muscheln bringt.

Muscheln Miesmuscheln Whisky Sahne German Abendbrot Foodblog

Als wir neulich mit unserem Besuch bei rheinischen Muscheln zusammensaßen, hatten wir vorher etwa 1 kg abgezwackt, um die schottische Variante auszuprobieren. Wir waren alle etwas skeptisch und hinterher absolut positiv überrascht. Es muss also nicht immer Weißwein sein!

Wichtig ist ein milder, nicht zu torfiger Whisky aus Schottland (oder Whiskey aus Irland), der sein Aroma mitbringt, aber die Muscheln nicht erschlägt! Wir haben einen Schluck eines 12jährigen Glen Elgin verwendet, der sehr mild und nussig schmeckt. Aber auch ein irischer Jameson, der gute alte Dimple oder ein junger Laphroig könnten gut passen.

Mittlerweile gibt es in vielen Getränkeabteilungen auch kleine Whisky-Fläschchen, die prima zum Backen oder Kochen geeignet sind, falls Du keine komplette Whisky-Flasche kaufen magst.

Aber die Anschaffung eines guten Whiskys lohnt sich meiner Meinung nach. Und falls Du ihn nicht zum Trinken oder Mixen verwenden willst: Ein paar Whisky-Rezepte findest Du bei mir im Blog jedenfalls hier.

Aber zurück zu unseren schottischen Miesmuscheln:

Zutaten für schottische Miesmuscheln in Whisky und Sahne für 2 Personen:

2 kg Miesmuscheln

250 ml süße Sahne

8 cl Whisky

1-2 mittelgroße Karotten, geschrubbt und fein gewürfelt

je 2 EL von fein gewürfeltem Lauch, weißer Zwiebel, Sellerieknolle

(Alternativ: fertig geschnippeltes TK-Suppengrün und davon etwa 6 EL)

Rapsöl oder anderes neutrales Pflanzenöl

Optional: Etwas gehackte glatte Petersilie

Dazu: Weißbrot zum Stippen

Zubehör: Großer Topf mit Deckel

Zubereitungszeit: Reine Vorbereitungs- und Kochzeit etwa 20 min (nur 10 min, wenn das Schnippeln entfällt), etwa 15 min zum Durchschauen und Säubern der Muscheln

So geht’s:

Zuerst lässt Du kaltes Wasser in die Spüle laufen und gibst Deine Miesmuscheln hinein. Jetzt untersuchst Du sie penibelst! Das heißt: Muscheln mit kaputter Schale unbedingt sofort aussoriteren. Auch offene Muscheln, die sich nicht schließen, sobald Du sie anstippst oder zusammendrückst, sofort raus!

Etwas Öl in Deinem großen Muscheltopf erhitzen und das Gemüse darin anschwitzen. Whisky hinzugeben und einmal kurz aufkochen lassen.

Alle fest verschlossenen Muscheln in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel und bei gelegentlichem Umrühren etwa 10 min garen. Die Muscheln trocknen aber in ihrem Dampf nicht aus oder übergaren nicht. Solange Du den Deckel zu lässt, kannst Du sie auch warm halten und etwas später essen. Sie bleiben heiß und zart.

Zum Schluss die Hitze reduzieren und die Sahne unterrühren. Sie sollte nicht noch mal aufkochen, aber natürlich richtig heiß werden.

Salz und Pfeffer brauchst Du übrigens nicht! Die Meeresbewohner bringen etwas Salz im Geschmack mit und statt Pfeffer hast Du das köstliche Whisky-Aroma. Die fette Sahne hebt alle Komponenten noch. Köstlich!

Zum Servieren mit einer großen Suppenkelle Muscheln und Sud portionsweise auf tiefe Teller geben. Dazu einen tiefen Teller oder eine große Schüssel für die Schalen bereitstellen.

Mit Petersilie garniert zum Weißbrot servieren!

ACHTUNG: Muscheln, die nach dem Garen noch zu sind, bitte aussortieren!
(Mach‘ hier bitte keine Experimente. Muscheln können Dir wirklich übel aufstoßen (und nicht nur das!), wenn sie nicht einwandfrei sind. 1 kg pro Person reicht auch mit aussortierten Muscheln locker!)

Falls Du und Deine Gäste Muscheln und Sud übrig lassen, löse das Muschelfleisch einfach aus und friere alles zusammen ein. Das gibt eine herrliche Muschelsuppe oder – etwas eingekocht – eine köstliche Pastasauce!

Ein richtiges Muschelfest gibt es, wenn Du viele Freunde einlädst und kleinere Portionen mit verschiedenen Varianten anbietest. Dann kann jeder beim Schnippel helfen (die Basis Zwiebeln, Karotten, Lauch, Sellerie brauchst Du ja fast immer…) und hinterher seine Lieblingsvariante selbst herausfinden!

Aber auch zu zweit hast Du mit den köstlichen schottischen Miesmuscheln ein cremig-feines Abendessen, das Lust auf die Planung für den nächsten Seeurlaub macht. Vielleicht geht’s ja nach Schottland?

Guten Appetit und schönes Wochenende!

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Möhre, Karotte, Mohrrübchen oder Gelbe Rübe? Was immer Du zu ihr sagst: Nimm Dir ein Kilogramm dieser herrlich orangenen Wurzeln und mach‘ Dir daraus eine wärmende, gesunde, bunte Suppe gegen das triste Novembergrau da draußen!

Wie wir die knackigen, süßlichen, orangenen Wurzeln nenne, kommt darauf an, wo wir leben oder aufgewachsen sind. In meinem Teil Hessens heißen sie beispielsweise „geele Räubsche“ (gelbe Rübchen). Aber da der Großteil der Bevölkerung sein Gemüse ja leider nur noch in großen Supermarktketten kauft, haben sich die offiziellen Namen Karotte und Möhre durchgesetzt. Das Thema hat die wunderbare Wochenzeitung DIE ZEIT mal für eine ihrer Grafiken aufbereitet:

Grafik und Begleittext findet Ihr unter http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016/05/moehren-karotte-bezeichnung-wort-supermarkt

Grafik und Begleittext findet Ihr auf ZEIT ONLINE hier.

Aber egal wie Du sie nennst: Die Karotte strotzt nur so vor Carotin, Vitamin C, Kalium und Eisen. Außerdem wird sie gekocht oder gedämpft gerne Kleinkindern gefüttert, weil sie gut verträglich und  leicht stopfend ist. Deswegen haben kleine Babys ja auch oft so ein kleines, orangenes Karottennäschen. Denn wer viele dieser Wurzeln isst, sieht im Gesicht schnell aus wie Donald Trump. Also Obacht!

Aber jetzt endlich zum Süppchen! Oftmals hat eine Karottensuppe etwas von Babybrei. Sie schmeckt süßlich, cremig und irgendwie nach Kinderessen. Ich habe mit ein paar feinen Zutaten eine „erwachsene“ Variante der Karottensuppe gekocht, die auch Menschen schmeckt, die älter als drei Jahre als sind!

Karottensuppe Möhrensuppe vegan Foodblog Germanabendbrot

Zutaten für einen großen Topf Suppe, der sich prima aufwärmen lässt:

1 kg Karotten (Möhren, geele Rübsche, Mohrüben…), geschält und geraspelt

1 große, weiße Zwiebel, geschält und gehackt

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder gleiche Menge fein gehackter Knoblauch u. Ingwer)

2 frische, scharfe Chilischoten, entkernt und gehackt

1 El scharfes Curry (z.B. mein Madras Curry)

1 l Gemüsebrühe (gerne hausgemacht!)

1/2 TL Tamarindenpaste (Asia-Shop)

1 EL Kokosraspeln

Spritzer Limettensaft

Salz

1 EL Olivenöl

Optional: Kokosmilch oder Sahne(ersatz) zum Binden

Zum Servieren: Etwas Paprikapulver

Zubehör: Großer Topf mit Deckel, Pürierstab, ggf. Küchenmaschine zum Raspeln der Karotten, sterilisierte Schraubgläser für das Einmachen der Reste

Zubereitungszeit: Gut 30 min (das Raspeln mit der Küchenmaschine hilft ungemein beim Zeitsparen!)

So geht’s:

Öl im Topf erhitzen. Zwiebel, Ingwer-Knoblauch-Paste, Kokosraspeln und Chilis anschwitzen.

Curry hinzugeben und ebenfalls erhitzen.

Geraspelte Möhren hinzugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen.

Zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 15 min kochen lassen.

Topf vom Herd nehmen und das Gemüse fein pürieren.

Ist Dir die Suppe zu dickflüssig, gib noch etwas Brühe oder Wasser dran. Ist sie zu dünn, kannst Du sie etwas einkochen lassen oder z.B. mit einer Messerspitze Tapiokamehl binden.

Mit Salz, Limette und Tamarinde abschmecken.

In eine tiefe Suppenschale geben und mit etwas Paprikapuler und einigen Tropfen Olivenöl garniert servieren!

Übrigens: Karotten (besonders rohe!) sind mit etwas Fett viel besser verträglich. Deshalb immer mit etwas Öl, Butter oder einem fetthaltigen Dip essen.

Habt ein wunderbares Wochenende und lasst es Euch schmecken!

 

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