Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Indisch’ Category

„Keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit!“ Wie der Hase in „Alice im Wunderland“ renne ich durch den Advent und komme zu nichts. Wie gut, dass ich ein paar schnelle indische Rezepte habe und einen prima Link zum perfekten Naan! So wird’s doch noch was mit dem Friday Night Dinner Date!

Die indische Küche schmeckt und tut gut. All die feinen Gewürze kommen ja auch in vielen Weihnachtsleckereien vor: Kardamom, Ingwer, Nelken… Die guten Schmorgerichte beduften die Wohnung stundenlang mit ihrem Aroma. Aber auch wenn es schnell gehen musst, kannst Du indisch genießen!

Hier kommen meine Top 3 Gerichte für den schnellen indischen Genuss:

Chanar Matar Masala – veganes Curry mit Erbsen und Kichererbsen!

Ein günstiges, schnelles Essen, das viele wertvolle Inhaltsstoffe liefert.

Chana Matar Masala indisches Curry Kichererbsen gruene Erbsen Blog German Abendbrot Foodblog

Indischer Gemüsereis mit Vadouvan

Prima für die Resteverwertung, falls vom Vortrag noch Reis übrig ist!

Indischer Gemüsereis

Hausgemachte Samosas

Aus der Kategorie: Wissen, was drin ist!

Samosa Lammfüllung Erbsen Kartoffeln indisch German Abendbrot Foodblog

Richtig köstlich wird ein indisches Essen aber erst mit einem fluffigen Naan dazu:

Naan Brot indisch Foodblog German Abendbrot

Der Teig lässt sich prima vorbereiten, so dass das Backen in der Pfanne dann ganz schnell geht. Das Brot gelingt sogar mir, denn ich habe ein prima Rezept!

Das stammt vom großartigen Blog Caro in the Kitchen und ist absolut gelingsicher! Das Rezept für Caros Naan findest Du hinter diesem Link. Ich habe lediglich noch ein paar gemörserte Gewürze in den Teig gegeben: Fenchel, Koriander und Cumin.

Ihr solltet Caros Blog aber nicht nur wegen des Naans besuchen. Sie hat viele tolle Rezepte, eine schöne Schreibe und wunderhübsche Fotos. Also schnell mal rübersurfen und einen Gruß von mir hinterlassen, ja?

Apropos wunderhübsche Fotos. Ich habe Euch ja versprochen, dass es KEINE bemehlten Patschehändchen bei mir gibt. Aber wenigsten einmal wollte ich auch so ein Foto posten! Voilà!

naan

Habt einen schönen Freitagabend! Wir lesen uns morgen wieder🙂

Read Full Post »

Langsam in indischen Gewürzen geschmortes Lamm – gibt es etwas Köstlicheres an einem grauen Oktoberabend? Ich kann mir nicht viel vorstellen. Mir hat das Rezept von Hari Ghotra so gut gefallen, dass ich ihr gleich ein paar Fragen gestellt habe.

Wie gut mir die Seite der indischstämmigen Köchin, Kochlehrerin und Bloggerin Hari Ghotra gefällt, habe ich Dir ja schon mal erzählt, als ich Dir das Rezept für ihr köstliches Chettinad Chicken vorgestellt habe. Hari hat viele ihrer Familienrezepte aufgeschrieben, Kochkurse gegeben und als Köchin in den Tamarind-Restaurants gearbeitet. (Das Tamarind of Mayfair war das erste indische Restaurant, das jemals einen Michelin-Stern erhalten hat! Mehr zu Haris Werdegang findest Du hier.)

Heute teilt sie Ihre vielen Rezepte über ihren Blog und vertreibt die dazugehörigen Gewürzmischungen über einen Webshop. Ich mörsere ja lieber selbst. Aber an den Reaktionen beispielsweise auf Twitter kann man gut sehen, wie diese kleinen Starthilfen viele Koch-Neulinge dazu bringen, sich selbst an die indische Küche zu wagen. Und auf Youtube kannst Du ihr über die Schulter schauen beim Kochen. Es gibt also keine Ausreden mehr!

Hari Ghotra

Hari Ghotra (Quelle: http://www.harighotra.co.uk)

Mir gefällt auf der Seite vor allem die Möglichkeit, nach vielen verschiedenen Kategorisierungen das richtige Gericht zu finden. Soll es vegetarisch, glutenfrei oder mit Lamm sein? Scharf oder mild? In unter 30 Minuten fertig? Für Kinder geeignet oder vielleicht im Slow Cooker zubereitet?

Ich habe ein köstliches, feuriges und wärmendes Lamm-Gericht nach ihrem Rezept gemacht und wirklich nur leicht abgewandelt, da Haris Rezepte super funktionieren und uns sehr gut schmecken. Aber bevor es hier ans Kochen geht, habe ich Hari erstmal ein bisschen gelöchert:

Was bedeutet Kochen und Essen für Dich?

Kochen und Essen ist nicht nur dazu da, den Körper zu ernähren. Es geht dabei auch um die Familie, um Freunde. Mit Essen fütterst Du die Seele, bist kreativ und gibst den Menschen um Dich herum etwas. Das ist eine ganz universelle Sprache.

Welches Rezept empfiehlst Du Menschen, die sich an die indische Küche heranwagen wollen und noch nicht so viel Erfahrung haben?

Mein Nariyal Chicken ist ein schnelles, einfach zuzubereitendes Gericht voller Aromen. Perfekt für ein Abendessen an einem Werktag. Noch authentischer ist das Wala Chicken, mein Basis-Curry mit einfachen aber köstlichen Zutaten. In der indischen Küche geht es um Aromen und Geschmacksrichtungen, weniger um reine Schärfe.

Welches nicht-indische Gericht magst Du am liebsten?

Ich liebe die großen Thai-Suppen-Schalen. Und ein Sonntagsbraten oder ein Gulasch sind auch phantastisch!

Genug von Hari geschwärmt! Jetzt kommt Ihr Rezept für das Sooka Masala Lamm, das ich nur ganz leicht adjustiert habe.

Sooka Masala Lamm Hari Ghotra German Abendbrot Foodblog indisches Rezept

Eine echte Empfehlung von mir! Es ist scharf, sanft und wärmend. Wenn Du es weniger scharf magst, reduziere einfach die Anzahl der Chilis. Aber die verschiedenen Aromen verbinden sich köstlich und kommen trotz der Schärfe noch wunderbar durch. Aufgewärmt schmeckt es übrigens mindestens genauso! Mach‘ also ruhig eine größere Menge und friere den Rest ein oder nimm ihn Dir mit ins Büro.

Zutaten für 4 Personen (oder für 2 mit wunderbaren Resten zum Aufwärmen!)

800 gr Lammfleisch ohne Knochen (z.B. von der Schulter), pariert und in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke zerteilt

Gewürze zum Anrösten:

2 TL Cumin/Kreuzkümmelsamen

4 TL Koriandersamen

3 getrocknete rote Chilis, scharf

3 cm Zimt-Stange

4 Kapseln vom grünen Kardamom

3 Nelken

Für die Sauce:

4 TL Ghee oder Pflanzenöl

2 Kapseln brauner Kardamom

2 große weiße Zwiebeln, geschält und fein gehackt

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder beides frisch fein gehackt)

1 400ml Dose Tomaten

1 TL Kurkuma

1 gestrichener EL brauner Zucker

1/2 TL Chilipulver

Salz

Einige Blätter gehackten frischen Koriander

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel, Mixer

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden

So geht’s:

Die Gewürze zum Anrösten in der Pfanne ohne Öl anbraten, bis sie zu duften beginnen. Abkühlen lassen und im Mixer zu Pulver mahlen.

Die Fleischstücke mit dem Gewürzepulver einreiben und zur Seite stellen.

Ghee oder Öl in der Pfanne erhitzen, die Zwiebeln, den braunen Kardamom sowie die Ingwer-Knoblauch-Paste darin anbraten, bis die Zwiebeln weich und goldbraun sind. Mit Zucker karamellisieren.

Kurkuma, Chilipulver und Tomaten hinzugeben und gut vermischen, bis alle Zutaten miteinander verbunden sind und eine dickflüssige Sauce ergeben.

Jetzt das Fleisch hinzugeben, unterheben und für etwa fünf Minuten köcheln.

Die Hitze reduzieren, Deckel auf die Pfanne setzen und alles für rund 45min köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist.

Zum Schluss den Deckel öffnen und alles noch mal fünf Minuten bei hoher Hitze einköcheln lassen, bis die Sauce dick ist und am Fleisch haftet.

Mit Reis auf einem tiefen Teller anrichten und mit dem Koriander garniert servieren.

Dazu passen ein Gurken-Raita (Joghurt mit fein gehackter Gurke, Kreuzkümmel und Salz) sowie Naan oder Reis.

Außerdem haben wir dazu indisch gewürzte grüne Bohnen serviert:

Dazu etwas Kreuzkümmel und Fenchelsamen in einer Pfanne anrösten. Gehackte Zwiebel und Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben und einige Minuten unter Rühren köcheln lassen.

Grüne Bohnen hinzugeben und mit Salz, rotem Chilipulver und etwas Amchoor (getrocknetes Mangopulver) sowie 2 kleingewürfelte Tomaten hinzugeben. Alles gut verrühren und servieren.

Hast Du auch Lust auf indisches Essen? Dann schau doch mal hier in meine über 80 Rezepte aus der Kategorie „indisch“ oder auf Hari Ghotras Seite. Da findest Du sicher Dein ganz persönliches Lieblingsgericht!

Read Full Post »

Schon lange folge ich Hari Ghotra auf Twitter. Ich mag ihre authentisch indische Küche, die appetitlichen Fotos und ihre übersichtliche Website. Weil ich am Wochenende mal wieder Lust auf eine indische Kochorgie hatte, habe ich mich zu Chettinad Chicken und Falia di Sabjee inspirieren lassen, indisch gewürzten Prinzessböhnchen!

Zum indischen Kochen muss ich richtig Bock haben. Das geht nicht mal so locker aus der Hüfte. Das braucht Zeit. Lust. Muße. Ich muss also Bock haben auf das Mörsern und Anrösten von Gewürzen. Auf sorgfältig gegarten Reis. Auf langsam geschmorte Saucen. Denn all das macht die indische Küche, die ich so liebe, für mich aus. (Viele indische Rezepte findest Du hier im Blog)

Chettinad ist eine Region im Süden Indiens sowie die Bezeichnung einer Kaste, die sich auf die Zubereitung der Speisen aus dieser Region spezialisiert hat. Im Süden Indiens sind die Curries (vegetarisch oder mit Fleisch) mittlerweile sehr beliebt. (Ein Chettinad Curry mit Lamm hatte ich hier schon mal gepostet.)

Chettinad Chicken indisches Hühnchen scharf Hari Ghotra Foodblog German Abendbrot

Chettinad Chicken nach Hari Ghotra

Dazu gab es köstlich knackige grüne Prinzessböhnchen, die indisch gewürzt ein ganz neues Gemüseerlebnis ergeben: Falia di Sabjee. (Im Originalrezept mit Stangenbohnen)

Falia di Sabjee ebenfalls nach Hari Ghotra - hier mit Prinzessböhnchen statt Stangenbohnen

Falia di Sabjee ebenfalls nach Hari Ghotra – hier mit Prinzessböhnchen statt Stangenbohnen

Die Zubereitung beider Gerichte benötigt etwa eine gute Stunde Deiner Zeit. Aber das Ergebnis lohnt sich wirklich! Denn die knackigen Bohnen ergänzen das scharfe, saucige Hühnchen wunderbar. Dazu etwas Reis und ein kühlendes Gurken-Raita (dazu Naturjoghurt, klein geschnittene, geschälte Salatgurke, etwas Salz und etwas Kreuzkümmel vermischen) und fertig ist ein indisches Festmahl!

Ich habe beide Rezepte leicht abgewandelt. Die Originalrezepte (englisch) findest Du hier und hier auf der Website von Hari Ghotra.

Zubereitung für Chettinad Chicken und Falia di Sabjee nach Hari Ghotra:

Für das Chettinad Chicken:

350 gr Hühnerbrust (im Original nimmt sie Schenkel, die aber noch länger garen müssen)

1 EL brauner Zucker oder Jaggery (indischer Palmzucker)

1 EL weißer Mohnsamen

1 TL Koriandersamen

1 TL Cumin (Kreuzkümmelsamen)

1 TL Fenchelsamen

3 getrocknete, scharfe Chilis (ich habe chinesische Chilischoten genommen)

ein kleines Stück Zimtrinde

3 Nelken

2 EL Kokosflocken (macht die Sauce schön sämig. Im Original 50 gr – das war mir zu viel!)

2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

1 EL Ghee oder pflanzliches Öl

10 getrocknete Curryblätter

1 große, rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten

1/2 Sternanis

1 Dose gestückelte Tomaten (ca. 400ml)

1 TL Kurkuma

1 TL Kaschmir-Chilipulver (oder ein anderes, scharfes Chilipulver)

Saft 1/2 Limette

Salz zum Abschmecken

5 Stengel frischer Koriander, gehackt

Für die Bohnen:

300 gr Prinzessbohnen

1 TL braune Senfsamen

1 TL Ghee

2 TL Kreuzkümmelsamen, gemörsert

Salz

1 TL Kurkuma

1/2 TL Kaschmir-Chilipulver (oder ein anderes scharfes Chilipulver)

Zubehör: Schmortopf oder Pfanne mit Deckel für das Chicken, kleine Pfanne mit Deckel oder Topf für die Bohne, Mixer/Blender

Zubereitungszeit: Chettinad Chicken: 45min, Bohnen: 10min

So geht’s:

Alle Gewürze und Zutaten zusammensuchen und bereitstellen.

Zwiebeln in feine Ringe schneiden.

In der kleinen Pfanne für das Chettinad Chicken folgende Gewürze einige Minuten anrösten, bis ein herrliches Aroma aufsteigt: Mohn, Koriander, Kreuzkümmel, Fenchel, getrocknete Chilis, Zimt, Nelken und Kokosnuss.

Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Währendessen das Hühnchen in mundgerechte Stücke schneiden.

Jetzt die abgekühlten Gewürze im Mixer zu einem Pulver mahlen.

In der großen Pfanne das Ghee für das Hühnchen erhitzen. Darin die Curryblätter, die Zwiebeln und die Ingwer-Knoblauch-Paste anschwitzen. Den Zucker hinzugeben und umrühren, so dass eine homogene Masse entsteht.

Die gemahlenen Gewürze hinzugeben und gut vermischen.

Tomaten und etwas Wasser sowie Kurkuma, Salz und Chilipulver hinzugeben. Die Sauce sollte leicht köcheln und alle Bestandteile gut verbinden.

Jetzt die Hähnchenstücke unterheben, den Deckel schließen und bei kleiner Hitze rund 20 min garen lassen.

Während das Hühnchen gart, bereitest Du den Reis und die Bohnen zu.

Dafür erhitzt Du in einer Pfanne das Ghee und gibst die Senfsamen hinzu. Wenn sie anfangen zu springen, gibst Du den gemörserten Cumin/Kreuzkümmel hinzu.

Jetzt die Bohnen in die Pfanne geben, mit den Gewürzen verrühren. Kurkuma, Salz und Chilipulver hinzugeben, 2 EL Wasser ergänzen und Deckel schließen.

Die Bohnen benötigen jetzt 5-6 min bis sie gar sind. Sie sollen knackig und nicht weichgekocht sein!

Jetzt ist Dein indisches Essen fast fertig!

An das Chettinad Chicken gibst Du jetzt noch den Limettensaft und schmeckst abschließend mit Salz, Zucker und Chilipulver ab.

Wenn der Reis auch gar ist und das Raita auf dem Tisch steht, servierst Du das Hühnchen und die Bohnen separat in Schalen oder kleinen Karahis, den typischen Schälchen, die ich auch auf dem Foto verwende.

Guten Appetit und lass Dir das indische Festmahl schmecken!

 

 

Read Full Post »

Mein persönliches Samosa Highlight hatte ich in Old Delhi. Knusprig, fluffig, würzig – besser geht’s nicht. Hier zuhause mache ich mir meine eigene Variante: mit Lammfleisch, Erbsen und Kartoffeln! Also, Turban auf und los geht’s!

Old Delhi ist noch enger, voller und lauter als der Rest der Stadt. Die verwinkelten Gassen mit ihren unzähligen Straßenhändlern. Dazwischen jede Menge Affen und Straßenköter. Alles wimmelt vor Menschen und noch mehr Menschen. Die meisten gaffen, weil wir diesmal die Exoten sind. Mit unserer hellen Haut, den europäischen Klamotten. Dieser  Geruch. Der Lärm. Der Müll. Faszinierend, fremdartig und verzaubernd exotisch. Ich halte mich bis heute für entweder extrem mutig oder unfassbar dumm, dass ich an einem Straßenstand in diesem wuseligen, hygienisch allerdings äußerst fragwürdigen Umfeld ein Samosa gegessen habe.

Aber diese Erfahrung will ich nicht missen: Es war das knusprigste, fluffigste, beste Samosa EVER. Krachend heiß frittiert (tötet auch alles ab, was so rumschwirrt!), innen saftig, mit gewürzten Erbsen und Kartoffeln gefüllt und mit einer scharfen Currysauce serviert. Alles für umgerechnet ein paar Cent. Und ich hab’s überlebt! Aber Indien ist weit. Also, was tun?

Ich mach‘ mir mein Samosa selbst!

 Samosa indisch Foodblog German Abendbrot

Weil ich aber zuhause nicht gerne frittiere und lieber etwas weniger Öl verwende, sind meine Samosas aus Yufka-Teig. Innen gibt es eine saftige Füllung aus Lammfleisch, Erbsen und Kartoffeln, die ich schön indisch gewürzt habe. Dazu ein Salat und fertig ist der (fast) perfekte Samosa-Genuss! Etwas aufwendiger für ein Friday Night Dinner Date. Aber falls Ihr zu zweit seid und Lust auf’s Kochen habt, jeden Handgriff wert!

Indisches Samosa mit Salat German Abendbrot

Für etwa 10 Samosas benötigst Du folgende Zutaten:

Yufka-Teig-Blätter (Türkischer Supermarkt, Asia-Laden); idealerweise rechteckig, länglich

4-6 EL Reste vom Lammbraten (alternativ: scharf angebratenes Lammhackfleisch), fein gehackt

2 mittelgroße Kartoffeln, gekocht

3 EL Erbsen (TK oder frisch)

1 Stückchen Ingwer, fein gehackt

10 Blätter von der Minze, fein gehackt

1 TL Chiliflocken

1 EL Madras Curry

Salz

2 EL Joghurt

Ghee

Zum Bestreichen der Teigblätter:

2 EL Joghurt

1 Ei

1 Eiweiß

etwas Butter

Beilage: Salat mit Joghurtdressing, Chutney

Zubehör: Pfanne, Backblech mit Backpapier, Backpinsel

Zubereitungszeit: Im Teamwork 30-45 min, alleine etwas länger

So geht’s:

Wenn Du alles fein gehackt und vorbereitet hast, erhitzt Du etwas Ghee in der Pfanne und röstest darin den Ingwer und die Gewürze an. Jetzt gibst Du das Fleisch, Erbsen und Kartoffeln sowie die Minze hinzu und vermischst alles gut miteinander. Da ja schon alles gegart ist und noch mal in den Backofen kommt, dauert das nicht lange!

Pfanne zur Seite stellen, damit die Masse abkühlen kann. 2 EL Joghurt unterheben, salzen und abschmecken.

Heize jetzt den Backofen auf 200 Grad vor und lege ein Blatt Backpapier auf Dein Blech. Jetzt geht es an das Füllen und Falten der Yufkablätter!

Verkleppere 2 EL Joghurt mit einem Ei und pinsele ein Yufkateigblatt ein.

Bevor ich Dir lange erkläre, wie Du Samosas faltest, damit sie gut verschlossen und dreieckig sind, guck‘ Dir am besten dieses Video an. Darauf verlinkt auch ungefähr jeder zweite indische Foodblog. Aber es hat mir sehr geholfen!

Du legst also etwas Masse (etwa 1 EL) auf ein (eventuell zugeschnittenes) Teigblatt und faltest wie im Video. Zum Verschließen kannst Du etwas Eiweiß verwenden, wenn Du magst.

Dann legst Du Dein Samosa auf das Backpapier und pinselst es für etwas mehr Farbe mit Butter ein. Die Samosas werden aber auch so leicht braun.

Diesen Vorgang wiederholst Du bis die gesamte Masse aufgebraucht ist und schiebst das Blech in den Ofen. Die Samosas benötigen je nach Größe und Dicke der Füllung 15 Minuten bis sie schön knusprig sind. Gar ist der Inhalt ja bereits!

Samosas selbstgemacht wie beim Inder German Abendbrot Foodblog

Währendessen kannst Du einen Salat mir einem leichten Joghurtdressing zubereiten und etwas Chutney bereitstellen.

Samosa Lammfüllung Erbsen Kartoffeln indisch German Abendbrot Foodblog

Der Yufkateig ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Mürbeteig-artigen Original-Samosa. Aber dafür müssen die kleinen Teigtaschen auch nicht in Öl frittiert werden. Und Yufkablätter habe ich immer im Tiefkühler parat für Börek und andere Köstlichkeiten.

Lust auf ein bisschen Indien zuhause?

Dann schau doch auch mal meine anderen rund 80 Rezepte hier im Blog an. Dazu ein eiskaltes Kingfisher-Bier und ein Bollywoodfilm! Perfekt, oder?

Ich wünsch‘ Dir ein exotisch-würziges Wochenende!

Read Full Post »

Der Rettungstrupp ist wieder unterwegs! Im Juli, wenn sich die Stände der Wochenmärkte nur so biegen unter Obst und Gemüse aus regionalem Anbau, zeigen wir Foodblogger Dir, wie Du Marmeladen und Chutneys machen kannst, ohne industrielles Fertigzeugs.

Wir retten was zu retten ist Foodblogger German Abendbrot

Du weißt ja, dass ich kein Süßfrühstücker bin. Gib mir ein Käsebrot und mein Tag kann starten! Aber an herrlich reifem Obst kann auch ich nicht vorbeigehen. Am liebsten esse ich Himbeeren, Kirschen oder Pflaumen gleich so aus der Hand. Nur ist die Zeit üppiger Obsternten nicht von Dauer.

Johannisbeeren frisch vom Markt saisonal kochen Johannisbeerchutney Foodblog German Abendbrot

Spätestens wenn die Quitten (Quittenkompott!) reif sind, ist der Herbst schon ganz nahe. Deshalb koche ich für mein Leben gerne Chutneys: Sie passen köstlich zu Käse, indischen Gerichten oder Gegrilltem und fangen den Sommer ein!

Für unsere Rettungsaktion habe ich ein köstliches Johannisbeerchutney für Dich!

Johannisbeeren Chutney hausgemacht indisch Foodblog German Abendbrot

Das Prinzip beim Chutney-Kochen ist denkbar einfach:

Du benötigst wie für eine gute Sauce Zwiebeln und Gewürze. Die süß-saure Mischung, die gleichzeitig für die Haltbarkeit Deines Chutneys sorgt, erhältst Du mit Essig und Zucker. Chilis, Ingwer, Pfeffer, Curry oder Garam Masala machen dann Dein Chutney richtig indisch! Wenn Du alles schön köcheln lässt, bis es sämig wird (ein Äpfelchen hilft beim Binden!), hast Du schon Dein Chutney! So easy!

Zutaten für mindestens 500ml Chutney aus Johannisbeeren:

250 gr rote Johannisbeeren, gewaschen, trockengetupft und entstielt

1 EL Ghee oder Rapsöl

1/2 Stange Zimt

1 Lorbeerblatt

1/2 rote Zwiebel, fein gehackt

1 daumennagelgroßes Stück Ingwer, geschält und fein gehackt

1 mehliger Apfel, fein gehackt

1 scharfe, rote Chili, fein gehackt

3 TL weiße Mohnsamen

Apfelessig (Menge je nach Belieben, mindestens aber 4 EL)

brauner Zucker (dito – schmeck‘ ab, wie es Dir am besten gefällt. Ich hatte ebenfalls 4 EL)

Prise Chayennepfeffer

Prise Salz

Zubereitungszeit: 45min

Zubehör: Großer Topf mit Deckel, sterilisierte Schraubgläser

So geht’s:

Alle Zutaten vorbereiten. Topf aufstellen und das Öl darin erhitzen. Zwiebeln anschwitzen und mit Zucker karamellisieren. Lorbeerblatt, Ingwer, Chili, Zimt und Mohnsamen anschwitzen, bis ein aromatischer Duft aus dem Topf steigt.

Jetzt die Johannisbeeren, den Essig und den Apfel hinzugeben. Alles gut umrühren und mit dem Kochlöffel einige Beeren zerquetschen, damit Saft austritt. Mit Chayennepfeffer und Salz abschmecken. Den Topf schließen und ca. 15 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Hat das Chutney die Konsistenz, die Du magst? Sonst gib noch etwas Essig hinzu oder eine kleine (!) Menge Wasser. Auch ein Schluck Apfelsaft passt gut… Schmeck‘ Dein Chutney ab: Fehlt Zucker? Oder Schärfe?

Lass das Ganze noch etwas mit geöffnetem Deckel köcheln, bis die Masse schön mulmig und marmeladig wird. Dann füll‘ sie in die sauberen Gläser bis zum Rand und verschließe sie gut. Lass‘ sie abkühlen und stell‘ sie an einen dunklen Ort. Dann hast Du monatelang Freude an Deinem Chutney.

Das Johannisbeerchutney ist köstlich zu Käse und zu gegrilltem Rindfleisch. Ich bin aber auch schon gespannt, wie es zu Wild schmeckt!

Viele weitere Chutney-Rezepte – aus Tomaten, Nektarinen, Pflaumen, Mango, Stachelbeeren, Cranberries, Rote Bete, Rhabarber uvm. – findest Du hier im Blog.

Der Rettungstrupp hat aber noch jede Menge Rezepte gesammelt. Schau‘ doch mal, was die Bloggerkollegen für Dich haben und schwing‘ den Marmeladenlöffel!

Pane-Bistecca – Apfel-Pfirsich Chutney
Genial Lecker – Kirsch-Erdbeermarmelade 
Barbaras Spielwiese – Apfel-Lavendel-Gelee 
multikulinarisches – Aprikosen-Vogelbeer-Marmelade
Anna Antonia- Omas Apfelgelee
Brittas Kochbuch – Mango-Chutney klassisch 
Auchwas -Beeren treffen auf Tropen “Jo-Hi-Ma-Va-Gelee
Sakriköstlich – Zwiebel-Kirsch-Chutney
Unser Meating – Kiba-Marmelade
Was du nicht kennst… – Bacon Jam 
Leberkassemmel und mehr – Zwiebelmarmelade
Brotwein – Paprikamarmelade

Read Full Post »

Das klassische indische Gericht Rogan Josh hat seinen Ursprung in Persien. Von dort gelangte es nach Kaschmir, wo sich die indischen Moguln gerne während der heißen Sommermonate aufhielten.

Traditionell besteht das Rogan Josh aus Lammfleisch und Kaschmir Chilis. Vielen Kaschmir Chilies. Sehr vielen Kaschmir Chilis. Aber wenn Du es lieber etwas milder magst, kannst Du Dir das Schmorgericht auch sanfter würzen. Das ist ja das Schöne am Selberkochen!

Aus der Mogul-Küche:

 rogan josh

Zutaten für 4 Personen (lässt sich prima aufheben, einfrieren, aufwärmen!):

1 kg Lammschulter

1 EL Ghee

2 Zwiebeln (gewürfelt)

2 frische, rote scharfe Chilischoten (fein gehackt)

2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

2 Dosen gestückelte Tomaten (insg. etwa 800 gr)

125 gr Joghurt

1 EL Chilipulver (ideal: Kaschmir-Chili-Pulver, ausgewählte Indien-/Asien-Shops)

1 EL Koriandersamen (im Mörser zerstoßen)

2 TL Kreuzkümmel (im Mörser zerstoßen)

1 TL Samen aus Kardamomkapseln (im Mörser zerstoßen)

3 Gewürznelken (im Mörser zerstoßen)

1 TL Kurkuma (gemahlen)

3 TL Garam Masala

10 Körner Tellycherry-Pepper (alternativ: anderer schwarzer Pfeffer), leicht angestoßen

Salz

brauner Zucker

Zum Anrichten (optional): 30 gr angeröstete Mandelsplitter oder gehackter frischer Koriander

Zubehör: Schwere Schmorpfanne mit Deckel (backofenfest), Mörser, große Schüssel

Zubereitungszeit: 2,5-3 Stunden zzgl. Zeit für’s Marinieren (über Nacht oder mindestens 4 Stunden)

So geht’s:

Vorbereitung: Das Fleisch in knapp 3 cm große Würfel schneiden. Ingwer-Knoblauchpaste, Kurkurma, Joghurt und Pfefferkörner vermischen und das Lamm darin marinieren – idealerweise über Nacht im Kühlschrank, mindestens aber 4 Stunden.

Zubereitung: Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen.

Ofen auf 170 Grad vorheizen.

Ghee in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Chilis darin andünsten. Mit dem braunen Zucker zuckern und karamellisieren lassen.

Alle übrigen Gewürze (außer dem Garam Masala!!!) mörsern, miteinander vermischen und  ebenfalls kurz mit anbraten.

Dosentomaten hinzugeben. Dosen mit Wasser füllen und das „tomatige“ Wasser ebenfalls zur Pfanne geben. Mit Salz und eventuell etwas Zucker abschmecken.

Jetzt das Fleisch aus der Marinade nehmen und ebenfalls in die Pfanne legen. Gut vermischen und alles bei offenem Deckel einige Minute köcheln lassen.

Zudecken und im Ofen mindestens 2 Stunden garen lassen.

Zum Schluss die Pfanne wieder auf den Herd stellen, Deckel öffnen und bei mittlerer Hitze die Flüssigkeit noch etwas reduzieren lassen. Jetzt das Garam Masala einrühren und final abschmecken.

Mit den gerösteten Mandeln und/oder dem Koriander garnieren und zu Reis und Naan servieren.

roganjosh

Zu scharf? Mein Tipp:

Falls Dir das Rogan Josh zu scharf ist, gib noch etwas Joghurt hinein. Dann darf es aber nicht mehr kochen!

Rogan Josh ist ein köstliches Gericht für Gäste. Es lässt sich prima vorbereiten und macht warm, satt und glücklich!

Read Full Post »

We call it a Klassiker! (Verzeih‘ mir zum Start der Fußball-EM bitte die Allegorien!) Palak Paneer, indischer Spinat mit festem Frischkäse, IST aber auch ein Klassiker. Und sehr leicht selbst zu machen. 

Grün wie der Rasen von Wembley ist so ein Palak (i.e. Spinat). Und weiß wie die Trikots unserer Jungs der wunderbare Paneer (i.e. Frischkäse). Zusammen also ein würdiges Gericht, um es sich mit einem eisgekühlten Bier vor dem Fernseher bequem zu machen. Oder wie ein großer deutsche Philosoph mal sagte: „Geht’s raus und spuits Fußball!“

Palak Paneer ist ein feines vegetarisches Hauptgericht oder neutralisiert wunderbar etwas schärfere, kräftigere Gerichte wie Lamm-Vindaloo oder Mirchi Korma (scharfes Kaschmiri-Lamm).

Ausnahmsweise muss das Eckige ins Runde: Palak Paneer!

Ausnahmsweise muss das Eckige ins Runde: Palak Paneer!

Für ein schnelles, unkompliziertes Friday Night Dinner Date kannst Du den Paneer natürlich im gut sortierten Asia-Shop oder einem indischen Supermarkt kaufen. Notfalls geht auch ein schnittfester Tofu. Oder ganz zur Not auch festkochende Kartoffeln. Sogar mit Haloumi wurde Palak Paneer schon gemacht. Und den gibt es nun wirklich mittlerweile überall…

Paneer hausgemacht

Falls Du aber den Paneer selbermachen möchtest, geht das auch relativ flott. Idealerweise am Vorabend oder am Morgen. Wir haben Paneer aber auch schon gemacht, während unsere Gäste schon am Tisch saßen. Mehr als eine gute Stunde braucht der Käse nicht. Hier findest Du ein Rezept inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung aus meiner alten Münchner Küche zur Paneer-Herstellung.

Wenn das Paneer-Thema befriedigend gelöst ist, widmest Du Dich dem Spinat. Und das geht wirklich ratzifatzi!

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht oder für 4 als Teil einer indischen Tafel:

Paneer aus 2l Milch (oder etwa 400gr gekaufter Paneer)

Zum Anbraten: Etwas Ghee, Kurkuma, Cumin und Salz.

Für das Palak:

600 gr frischer Blattspinat (oder etwas weniger TK-Spinat, gut abgetropft)

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 daumennagelgroßes Stück Ingwer

je 1/2 TL Koriandersamen, Kurkuma, Kreuzkümmel/Cumin und Chilipulver

1 EL Ghee

Salz

Prise Zucker

200 gr nicht zu magerer Joghurt (mind. 3,5%)

200 ml Gemüsebrühe (evtl. etwas weniger, falls der Spinat TK oder sehr feucht ist)

Zubehör: Große Pfanne oder Topf mit Deckel

Zubereitungszeit: 20min (ohne Paneer)

So geht’s:

Frischen Blattspinat waschen und gut abtropfen lassen. Fein hacken. Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer schälen und fein hacken.

Um den Paneer anzubraten, erhitzt Du die Pfanne und gibst etwas Ghee so wie die o.g. Gewürze hinein, bis sie anfangen zu duften. Dann brätst Du den in Würfel geschnittenen Paneer von allen Seiten etwas an und stellst ihn beiseite.

In der Pfanne erhitzt Du nun 1 EL Ghee. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer anschwitzen. Gewürze hinzugeben, vermischen und alles gut erhitzen, bis die Gewürze aromatisch duften.

Nun den Spinat hinzugeben und unter Rühren andünsten, bis er zusammenfällt. Einen Teil der Gemüsebrühe hinzugeben, aufköcheln lassen. Mit geschlossenem Deckel bei geringer Hitze einige Minute garziehen lassen. Bei Bedarf noch etwas Brühe nachgießen oder bei offenem Deckel die Flüssigkeit reduzieren lassen.

Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Wer mag, kann den Spinat jetzt leicht anpürieren. Ich mag es, wenn der Spinat weniger nach Babybrei aussieht…

Nun die Paneer-Würfel hineingeben, vorsichtig unterheben und heiß werden lassen.

Hitze ausschalten und zum Schluss den Joghurt unterrühren (der Spinat darf nicht mehr kochen, sonst flockt der Joghurt. Generell gilt: Je fetter der Joghurt, desto weniger Flocken-Risiko).

Mit Reis oder Naan servieren.

Voilà, fertig ist ein köstliches, hausgemachtes Palak Paneer, das Du Dir nicht für teuer Geld von rosa Radlern durch die halbe Stadt liefern lassen musst. Schmeckt mindestens so gut wie beim Inder, ist deutlich günstiger und sehr einfach gemacht. (Ich habe immer auch etwas TK-Blattspinat im Gefrierer. So lässt sich das Gericht auch einfach aus Vorräten zubereiten.)

Und jetzt: GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL!!!!!  (und ein schönes Wochenende!)

 

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: