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Archive for the ‘Indisch’ Category

Mein persönliches Samosa Highlight hatte ich in Old Delhi. Knusprig, fluffig, würzig – besser geht’s nicht. Hier zuhause mache ich mir meine eigene Variante: mit Lammfleisch, Erbsen und Kartoffeln! Also, Turban auf und los geht’s!

Old Delhi ist noch enger, voller und lauter als der Rest der Stadt. Die verwinkelten Gassen mit ihren unzähligen Straßenhändlern. Dazwischen jede Menge Affen und Straßenköter. Alles wimmelt vor Menschen und noch mehr Menschen. Die meisten gaffen, weil wir diesmal die Exoten sind. Mit unserer hellen Haut, den europäischen Klamotten. Dieser  Geruch. Der Lärm. Der Müll. Faszinierend, fremdartig und verzaubernd exotisch. Ich halte mich bis heute für entweder extrem mutig oder unfassbar dumm, dass ich an einem Straßenstand in diesem wuseligen, hygienisch allerdings äußerst fragwürdigen Umfeld ein Samosa gegessen habe.

Aber diese Erfahrung will ich nicht missen: Es war das knusprigste, fluffigste, beste Samosa EVER. Krachend heiß frittiert (tötet auch alles ab, was so rumschwirrt!), innen saftig, mit gewürzten Erbsen und Kartoffeln gefüllt und mit einer scharfen Currysauce serviert. Alles für umgerechnet ein paar Cent. Und ich hab’s überlebt! Aber Indien ist weit. Also, was tun?

Ich mach‘ mir mein Samosa selbst!

 Samosa indisch Foodblog German Abendbrot

Weil ich aber zuhause nicht gerne frittiere und lieber etwas weniger Öl verwende, sind meine Samosas aus Yufka-Teig. Innen gibt es eine saftige Füllung aus Lammfleisch, Erbsen und Kartoffeln, die ich schön indisch gewürzt habe. Dazu ein Salat und fertig ist der (fast) perfekte Samosa-Genuss! Etwas aufwendiger für ein Friday Night Dinner Date. Aber falls Ihr zu zweit seid und Lust auf’s Kochen habt, jeden Handgriff wert!

Indisches Samosa mit Salat German Abendbrot

Für etwa 10 Samosas benötigst Du folgende Zutaten:

Yufka-Teig-Blätter (Türkischer Supermarkt, Asia-Laden); idealerweise rechteckig, länglich

4-6 EL Reste vom Lammbraten (alternativ: scharf angebratenes Lammhackfleisch), fein gehackt

2 mittelgroße Kartoffeln, gekocht

3 EL Erbsen (TK oder frisch)

1 Stückchen Ingwer, fein gehackt

10 Blätter von der Minze, fein gehackt

1 TL Chiliflocken

1 EL Madras Curry

Salz

2 EL Joghurt

Ghee

Zum Bestreichen der Teigblätter:

2 EL Joghurt

1 Ei

1 Eiweiß

etwas Butter

Beilage: Salat mit Joghurtdressing, Chutney

Zubehör: Pfanne, Backblech mit Backpapier, Backpinsel

Zubereitungszeit: Im Teamwork 30-45 min, alleine etwas länger

So geht’s:

Wenn Du alles fein gehackt und vorbereitet hast, erhitzt Du etwas Ghee in der Pfanne und röstest darin den Ingwer und die Gewürze an. Jetzt gibst Du das Fleisch, Erbsen und Kartoffeln sowie die Minze hinzu und vermischst alles gut miteinander. Da ja schon alles gegart ist und noch mal in den Backofen kommt, dauert das nicht lange!

Pfanne zur Seite stellen, damit die Masse abkühlen kann. 2 EL Joghurt unterheben, salzen und abschmecken.

Heize jetzt den Backofen auf 200 Grad vor und lege ein Blatt Backpapier auf Dein Blech. Jetzt geht es an das Füllen und Falten der Yufkablätter!

Verkleppere 2 EL Joghurt mit einem Ei und pinsele ein Yufkateigblatt ein.

Bevor ich Dir lange erkläre, wie Du Samosas faltest, damit sie gut verschlossen und dreieckig sind, guck‘ Dir am besten dieses Video an. Darauf verlinkt auch ungefähr jeder zweite indische Foodblog. Aber es hat mir sehr geholfen!

Du legst also etwas Masse (etwa 1 EL) auf ein (eventuell zugeschnittenes) Teigblatt und faltest wie im Video. Zum Verschließen kannst Du etwas Eiweiß verwenden, wenn Du magst.

Dann legst Du Dein Samosa auf das Backpapier und pinselst es für etwas mehr Farbe mit Butter ein. Die Samosas werden aber auch so leicht braun.

Diesen Vorgang wiederholst Du bis die gesamte Masse aufgebraucht ist und schiebst das Blech in den Ofen. Die Samosas benötigen je nach Größe und Dicke der Füllung 15 Minuten bis sie schön knusprig sind. Gar ist der Inhalt ja bereits!

Samosas selbstgemacht wie beim Inder German Abendbrot Foodblog

Währendessen kannst Du einen Salat mir einem leichten Joghurtdressing zubereiten und etwas Chutney bereitstellen.

Samosa Lammfüllung Erbsen Kartoffeln indisch German Abendbrot Foodblog

Der Yufkateig ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Mürbeteig-artigen Original-Samosa. Aber dafür müssen die kleinen Teigtaschen auch nicht in Öl frittiert werden. Und Yufkablätter habe ich immer im Tiefkühler parat für Börek und andere Köstlichkeiten.

Lust auf ein bisschen Indien zuhause?

Dann schau doch auch mal meine anderen rund 80 Rezepte hier im Blog an. Dazu ein eiskaltes Kingfisher-Bier und ein Bollywoodfilm! Perfekt, oder?

Ich wünsch‘ Dir ein exotisch-würziges Wochenende!

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Der Rettungstrupp ist wieder unterwegs! Im Juli, wenn sich die Stände der Wochenmärkte nur so biegen unter Obst und Gemüse aus regionalem Anbau, zeigen wir Foodblogger Dir, wie Du Marmeladen und Chutneys machen kannst, ohne industrielles Fertigzeugs.

Wir retten was zu retten ist Foodblogger German Abendbrot

Du weißt ja, dass ich kein Süßfrühstücker bin. Gib mir ein Käsebrot und mein Tag kann starten! Aber an herrlich reifem Obst kann auch ich nicht vorbeigehen. Am liebsten esse ich Himbeeren, Kirschen oder Pflaumen gleich so aus der Hand. Nur ist die Zeit üppiger Obsternten nicht von Dauer.

Johannisbeeren frisch vom Markt saisonal kochen Johannisbeerchutney Foodblog German Abendbrot

Spätestens wenn die Quitten (Quittenkompott!) reif sind, ist der Herbst schon ganz nahe. Deshalb koche ich für mein Leben gerne Chutneys: Sie passen köstlich zu Käse, indischen Gerichten oder Gegrilltem und fangen den Sommer ein!

Für unsere Rettungsaktion habe ich ein köstliches Johannisbeerchutney für Dich!

Johannisbeeren Chutney hausgemacht indisch Foodblog German Abendbrot

Das Prinzip beim Chutney-Kochen ist denkbar einfach:

Du benötigst wie für eine gute Sauce Zwiebeln und Gewürze. Die süß-saure Mischung, die gleichzeitig für die Haltbarkeit Deines Chutneys sorgt, erhältst Du mit Essig und Zucker. Chilis, Ingwer, Pfeffer, Curry oder Garam Masala machen dann Dein Chutney richtig indisch! Wenn Du alles schön köcheln lässt, bis es sämig wird (ein Äpfelchen hilft beim Binden!), hast Du schon Dein Chutney! So easy!

Zutaten für mindestens 500ml Chutney aus Johannisbeeren:

250 gr rote Johannisbeeren, gewaschen, trockengetupft und entstielt

1 EL Ghee oder Rapsöl

1/2 Stange Zimt

1 Lorbeerblatt

1/2 rote Zwiebel, fein gehackt

1 daumennagelgroßes Stück Ingwer, geschält und fein gehackt

1 mehliger Apfel, fein gehackt

1 scharfe, rote Chili, fein gehackt

3 TL weiße Mohnsamen

Apfelessig (Menge je nach Belieben, mindestens aber 4 EL)

brauner Zucker (dito – schmeck‘ ab, wie es Dir am besten gefällt. Ich hatte ebenfalls 4 EL)

Prise Chayennepfeffer

Prise Salz

Zubereitungszeit: 45min

Zubehör: Großer Topf mit Deckel, sterilisierte Schraubgläser

So geht’s:

Alle Zutaten vorbereiten. Topf aufstellen und das Öl darin erhitzen. Zwiebeln anschwitzen und mit Zucker karamellisieren. Lorbeerblatt, Ingwer, Chili, Zimt und Mohnsamen anschwitzen, bis ein aromatischer Duft aus dem Topf steigt.

Jetzt die Johannisbeeren, den Essig und den Apfel hinzugeben. Alles gut umrühren und mit dem Kochlöffel einige Beeren zerquetschen, damit Saft austritt. Mit Chayennepfeffer und Salz abschmecken. Den Topf schließen und ca. 15 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Hat das Chutney die Konsistenz, die Du magst? Sonst gib noch etwas Essig hinzu oder eine kleine (!) Menge Wasser. Auch ein Schluck Apfelsaft passt gut… Schmeck‘ Dein Chutney ab: Fehlt Zucker? Oder Schärfe?

Lass das Ganze noch etwas mit geöffnetem Deckel köcheln, bis die Masse schön mulmig und marmeladig wird. Dann füll‘ sie in die sauberen Gläser bis zum Rand und verschließe sie gut. Lass‘ sie abkühlen und stell‘ sie an einen dunklen Ort. Dann hast Du monatelang Freude an Deinem Chutney.

Das Johannisbeerchutney ist köstlich zu Käse und zu gegrilltem Rindfleisch. Ich bin aber auch schon gespannt, wie es zu Wild schmeckt!

Viele weitere Chutney-Rezepte – aus Tomaten, Nektarinen, Pflaumen, Mango, Stachelbeeren, Cranberries, Rote Bete, Rhabarber uvm. – findest Du hier im Blog.

Der Rettungstrupp hat aber noch jede Menge Rezepte gesammelt. Schau‘ doch mal, was die Bloggerkollegen für Dich haben und schwing‘ den Marmeladenlöffel!

Pane-Bistecca – Apfel-Pfirsich Chutney
Genial Lecker – Kirsch-Erdbeermarmelade 
Barbaras Spielwiese – Apfel-Lavendel-Gelee 
multikulinarisches – Aprikosen-Vogelbeer-Marmelade
Anna Antonia- Omas Apfelgelee
Brittas Kochbuch – Mango-Chutney klassisch 
Auchwas -Beeren treffen auf Tropen “Jo-Hi-Ma-Va-Gelee
Sakriköstlich – Zwiebel-Kirsch-Chutney
Unser Meating – Kiba-Marmelade
Was du nicht kennst… – Bacon Jam 
Leberkassemmel und mehr – Zwiebelmarmelade
Brotwein – Paprikamarmelade

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Das klassische indische Gericht Rogan Josh hat seinen Ursprung in Persien. Von dort gelangte es nach Kaschmir, wo sich die indischen Moguln gerne während der heißen Sommermonate aufhielten.

Traditionell besteht das Rogan Josh aus Lammfleisch und Kaschmir Chilis. Vielen Kaschmir Chilies. Sehr vielen Kaschmir Chilis. Aber wenn Du es lieber etwas milder magst, kannst Du Dir das Schmorgericht auch sanfter würzen. Das ist ja das Schöne am Selberkochen!

Aus der Mogul-Küche:

 rogan josh

Zutaten für 4 Personen (lässt sich prima aufheben, einfrieren, aufwärmen!):

1 kg Lammschulter

1 EL Ghee

2 Zwiebeln (gewürfelt)

2 frische, rote scharfe Chilischoten (fein gehackt)

2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

2 Dosen gestückelte Tomaten (insg. etwa 800 gr)

125 gr Joghurt

1 EL Chilipulver (ideal: Kaschmir-Chili-Pulver, ausgewählte Indien-/Asien-Shops)

1 EL Koriandersamen (im Mörser zerstoßen)

2 TL Kreuzkümmel (im Mörser zerstoßen)

1 TL Samen aus Kardamomkapseln (im Mörser zerstoßen)

3 Gewürznelken (im Mörser zerstoßen)

1 TL Kurkuma (gemahlen)

3 TL Garam Masala

10 Körner Tellycherry-Pepper (alternativ: anderer schwarzer Pfeffer), leicht angestoßen

Salz

brauner Zucker

Zum Anrichten (optional): 30 gr angeröstete Mandelsplitter oder gehackter frischer Koriander

Zubehör: Schwere Schmorpfanne mit Deckel (backofenfest), Mörser, große Schüssel

Zubereitungszeit: 2,5-3 Stunden zzgl. Zeit für’s Marinieren (über Nacht oder mindestens 4 Stunden)

So geht’s:

Vorbereitung: Das Fleisch in knapp 3 cm große Würfel schneiden. Ingwer-Knoblauchpaste, Kurkurma, Joghurt und Pfefferkörner vermischen und das Lamm darin marinieren – idealerweise über Nacht im Kühlschrank, mindestens aber 4 Stunden.

Zubereitung: Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen.

Ofen auf 170 Grad vorheizen.

Ghee in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Chilis darin andünsten. Mit dem braunen Zucker zuckern und karamellisieren lassen.

Alle übrigen Gewürze (außer dem Garam Masala!!!) mörsern, miteinander vermischen und  ebenfalls kurz mit anbraten.

Dosentomaten hinzugeben. Dosen mit Wasser füllen und das „tomatige“ Wasser ebenfalls zur Pfanne geben. Mit Salz und eventuell etwas Zucker abschmecken.

Jetzt das Fleisch aus der Marinade nehmen und ebenfalls in die Pfanne legen. Gut vermischen und alles bei offenem Deckel einige Minute köcheln lassen.

Zudecken und im Ofen mindestens 2 Stunden garen lassen.

Zum Schluss die Pfanne wieder auf den Herd stellen, Deckel öffnen und bei mittlerer Hitze die Flüssigkeit noch etwas reduzieren lassen. Jetzt das Garam Masala einrühren und final abschmecken.

Mit den gerösteten Mandeln und/oder dem Koriander garnieren und zu Reis und Naan servieren.

roganjosh

Zu scharf? Mein Tipp:

Falls Dir das Rogan Josh zu scharf ist, gib noch etwas Joghurt hinein. Dann darf es aber nicht mehr kochen!

Rogan Josh ist ein köstliches Gericht für Gäste. Es lässt sich prima vorbereiten und macht warm, satt und glücklich!

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We call it a Klassiker! (Verzeih‘ mir zum Start der Fußball-EM bitte die Allegorien!) Palak Paneer, indischer Spinat mit festem Frischkäse, IST aber auch ein Klassiker. Und sehr leicht selbst zu machen. 

Grün wie der Rasen von Wembley ist so ein Palak (i.e. Spinat). Und weiß wie die Trikots unserer Jungs der wunderbare Paneer (i.e. Frischkäse). Zusammen also ein würdiges Gericht, um es sich mit einem eisgekühlten Bier vor dem Fernseher bequem zu machen. Oder wie ein großer deutsche Philosoph mal sagte: „Geht’s raus und spuits Fußball!“

Palak Paneer ist ein feines vegetarisches Hauptgericht oder neutralisiert wunderbar etwas schärfere, kräftigere Gerichte wie Lamm-Vindaloo oder Mirchi Korma (scharfes Kaschmiri-Lamm).

Ausnahmsweise muss das Eckige ins Runde: Palak Paneer!

Ausnahmsweise muss das Eckige ins Runde: Palak Paneer!

Für ein schnelles, unkompliziertes Friday Night Dinner Date kannst Du den Paneer natürlich im gut sortierten Asia-Shop oder einem indischen Supermarkt kaufen. Notfalls geht auch ein schnittfester Tofu. Oder ganz zur Not auch festkochende Kartoffeln. Sogar mit Haloumi wurde Palak Paneer schon gemacht. Und den gibt es nun wirklich mittlerweile überall…

Paneer hausgemacht

Falls Du aber den Paneer selbermachen möchtest, geht das auch relativ flott. Idealerweise am Vorabend oder am Morgen. Wir haben Paneer aber auch schon gemacht, während unsere Gäste schon am Tisch saßen. Mehr als eine gute Stunde braucht der Käse nicht. Hier findest Du ein Rezept inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung aus meiner alten Münchner Küche zur Paneer-Herstellung.

Wenn das Paneer-Thema befriedigend gelöst ist, widmest Du Dich dem Spinat. Und das geht wirklich ratzifatzi!

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht oder für 4 als Teil einer indischen Tafel:

Paneer aus 2l Milch (oder etwa 400gr gekaufter Paneer)

Zum Anbraten: Etwas Ghee, Kurkuma, Cumin und Salz.

Für das Palak:

600 gr frischer Blattspinat (oder etwas weniger TK-Spinat, gut abgetropft)

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 daumennagelgroßes Stück Ingwer

je 1/2 TL Koriandersamen, Kurkuma, Kreuzkümmel/Cumin und Chilipulver

1 EL Ghee

Salz

Prise Zucker

200 gr nicht zu magerer Joghurt (mind. 3,5%)

200 ml Gemüsebrühe (evtl. etwas weniger, falls der Spinat TK oder sehr feucht ist)

Zubehör: Große Pfanne oder Topf mit Deckel

Zubereitungszeit: 20min (ohne Paneer)

So geht’s:

Frischen Blattspinat waschen und gut abtropfen lassen. Fein hacken. Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer schälen und fein hacken.

Um den Paneer anzubraten, erhitzt Du die Pfanne und gibst etwas Ghee so wie die o.g. Gewürze hinein, bis sie anfangen zu duften. Dann brätst Du den in Würfel geschnittenen Paneer von allen Seiten etwas an und stellst ihn beiseite.

In der Pfanne erhitzt Du nun 1 EL Ghee. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer anschwitzen. Gewürze hinzugeben, vermischen und alles gut erhitzen, bis die Gewürze aromatisch duften.

Nun den Spinat hinzugeben und unter Rühren andünsten, bis er zusammenfällt. Einen Teil der Gemüsebrühe hinzugeben, aufköcheln lassen. Mit geschlossenem Deckel bei geringer Hitze einige Minute garziehen lassen. Bei Bedarf noch etwas Brühe nachgießen oder bei offenem Deckel die Flüssigkeit reduzieren lassen.

Mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Wer mag, kann den Spinat jetzt leicht anpürieren. Ich mag es, wenn der Spinat weniger nach Babybrei aussieht…

Nun die Paneer-Würfel hineingeben, vorsichtig unterheben und heiß werden lassen.

Hitze ausschalten und zum Schluss den Joghurt unterrühren (der Spinat darf nicht mehr kochen, sonst flockt der Joghurt. Generell gilt: Je fetter der Joghurt, desto weniger Flocken-Risiko).

Mit Reis oder Naan servieren.

Voilà, fertig ist ein köstliches, hausgemachtes Palak Paneer, das Du Dir nicht für teuer Geld von rosa Radlern durch die halbe Stadt liefern lassen musst. Schmeckt mindestens so gut wie beim Inder, ist deutlich günstiger und sehr einfach gemacht. (Ich habe immer auch etwas TK-Blattspinat im Gefrierer. So lässt sich das Gericht auch einfach aus Vorräten zubereiten.)

Und jetzt: GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL!!!!!  (und ein schönes Wochenende!)

 

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Wer wie ich von Erbsen nie genug bekommt, mischt einfach Kichererbsen und grüne Erbsen zu einem schnellen, gesunden und würzigen Chana Matar Masala!

Die Ayurvedische Küche liebt Kichererbsen (Chana) und grüne Erbsen (Matar) vor allem wegen ihrer Protein-Power. Hiermit können sich nicht nur Vegetarier und Veganer ihre Extraladung Protein abholen. Aber auch wer sich nicht fleischlos ernährt, tut sich was Gutes: Die Kichererbse steckt voller Magnesium, Calcium und Eisen, die grüne Erbse bringt außerdem noch Vitamin A und C mit. Lauter gute Gründe, um sich zusammen mit köstlichen indischen Gewürzen ein kraftvolles Chana Matar Masala zuzubereiten:

kichererbsencurry

Dieses schnell zubereitete indische Gericht sieht nicht nur wunderhübsch aus, sondern ist auch schnell fertig. Zudem macht es richtig ordentlich satt. Und am nächsten Tag schmeckt es aufgewärmt mindestens noch mal so gut! Wer öfter indisch kocht, hat vermutlich sogar alle Zutaten im Haus. Perfekte Voraussetzungen, um in die Kategorie „Friday Night Dinner Date“ zu rutschen, oder?

Zutaten für 2 Personen:

1 EL Rapsöl (Nicht-Veganer: Ghee)

1 TL braune Senfsamen

1 kl Zwiebel, fein gehackt

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die entsprechenden Zutaten sehr fein gehackt)

1 TL scharfes Chilipulver

1 TL Kurkuma

1 TL brauner Zucker

400 gr Kichererbsen aus der Dose, abgetropft und leicht abgespült

200 ml Tomatensaft

1 EL Garam Masala

1/2 TL Tamarindenpaste

1 EL getrocknete Bockshornkleeblätter

4 EL TK-Erbsen, aufgetaut (oder je nach Saison frische Erbsen)

1 Stange Staudensellerie, in Scheiben geschnitten

Salz

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel

Zubereitungszeit: 20-30 Minuten

Beilagen: Naan und Gurken-Raita (Joghurt, fein geraspelte Salatgurke, Salz und Cumin mischen. Veganer ersetzen den Joghurt entsprechend.)

So geht’s:

Das Rapsöl in der Pfanne erhitzen. Braune Senfsamen hinzugeben und warten, bis sie zu springen anfangen. Hitze etwas herunterstellen. Zwiebeln und Ingwer-Knoblauch-Paste andünsten. Braunen Zucker hinzugeben, bis die Zwiebeln leicht karamellisiert sind. Chilipulver und Kurkuma hinzugeben und ebenfalls anrösten.

Mit Tomatensaft ablöschen. Eventuell noch etwas Wasser hinzugeben. Jetzt die Kichererbsen und den Staudensellerie in die Sauce geben und mit geschlossenem Deckel auf mittlerer Hitze gar köcheln lassen.

Deckel öffnen und die Tamarindenpaste unterrühren. Grüne Erbsen ebenfalls unterrühren und gar ziehen lassen. Bockshornkleeblätter und Garam Masala sowie zum Abschmecken Salz hinzugeben und alles noch mal heiß werden lassen.

Mit Naan und Raita servieren!

Power-Food für’s lange Pfingstwochenende! Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und viel Spaß beim Genießen!

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Ich halte mich für einen äußerst toleranten Esser. Aber bei zwei Gemüsen streike ich: Blumenkohl und Rosenkohl. Heute stelle ich mich zumindest dem ersten Feind: Mit einem scharfen Aloo Gobi!

Seit jeher hasse ich den Geruch von Blumenkohl. Und dieses komisch krümelige Gefühl auf der Zunge. Meist kommt er auch noch in Sahne ertränkt und mit Käse und Schinken überbacken als riesiger weißer Berg auf den Teller. Wer braucht sowas?

Während ich mich auch weiterhin weigere, die Existenz von Rosenkohl anzuerkennen, will ich dem Blumenkohl eine Chance geben. Schmeckt er mir doch immer dann, wenn er in Maßen einem indischen Curry beigegeben ist. Klassisch ist beispielsweise das Aloo Gobi. Klingt ja auch gleich viel schöner als „Kartoffeln und Blumenkohl“, oder?

Ich raffe also meine virtuellen Röcke und springe über meinen Schatten: Voila, meine persönliche Variante eines köstlich scharfen, knackigen Aloo Gobi:

Aloogobi

Zutaten für eine große Pfanne Aloo Gobi für mindestens 2 Personen:

1 kl. Blumenkohl, in mundgerechte Röschen zerteilt

2 mittelgroße, festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt

1 Karotte, gewürfelt

4 braune Champignons, gewürfelt

4 EL TK-Erbsen

20 frische Curryblätter

1 scharfe, rote Chili, gehackt

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder etwas Ingwer und Knoblauch frisch gehackt)

1 EL Ghee (vegan: Sonnenblumenöl)

1 Zwiebel

200 ml Tomatensaft (oder gleiche Menge stückige Tomaten aus der Dose)

200 ml Gemüsebrühe

1 TL Panch Phoran (bengalisches 5-Gewürze-Pulver aus braunen Senfsamen, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel (Cumin) und Bockshornkleesamen zu gleichen Teilen gemischt und gemörsert)

1 TL Chilipulver

1 TL frisch gemahlener Cumin

1 EL scharfes Curry (etwa Madras Curry nach diesem Rezept)

1 TL braune Senfsamen

Salz

brauner Zucker

2 EL Joghurt (10% Fett) (vegan: 3-4 EL Kokosmilch)

Beilagen: Naan-Brot und Gurken-Raita (Joghurt mit gewürfelter Salatgurke, etwas Salz und Cumin mischen, etwa 30 min ziehen lassen)

Zubehör: große Pfanne (gerne beschichtet) mit Rand und Deckel

Zubereitungszeit: Mit der ganzen Schnippelei rund 45 Minuten

So geht’s:

Das Gemüse vorbereiten, alle Gewürze bereitstellen. Pfanne erhitzen und Blumenkohlröschen darin anrösten. Beiseite stellen.

Ghee in der Pfanne erhitzen. Senfsamen anrösten, bis sie zu springen anfangen.

Zwiebeln, Chili und Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben, alles gut vermischen und anschwitzen.

Etwas zuckern, bis alles leicht karamelisiert.

Die Gewürze in die Pfanne geben, bis sich das Aroma duften ausbreitet.

Curryblätter hinzugeben und leicht mit andünsten.

Mit Tomatensaft und Gemüsebrühe ablöschen. Aufköcheln lassen und die Hitze reduzieren.

Karotten- und Kartoffelwürfel hinzugeben und bei geschlossenem Deckel mindestens 15 min dünsten.

Wenn Kartoffel und Karotte fast gar sind, Blumenkohl hinzugeben und ebenfalls unter geschlossenem Deckel etwa 10 min bei leichtem Köcheln gar dünsten. (Eventuell noch etwas Flüssigkeit hinzugeben)

Wenn der Blumenkohl gar ist, die Champignons und Erbsen hinzugeben und erhitzen. Alles mit Salz und noch etwas Zucker, eventuell auch Panch Phoran und Chilipulver, abschmecken.

Hitze ausstellen und den Joghurt unterziehen.

Mit Naan und Gurken-Raita servieren.

Fertig ist ein köstliches vegetarisches (oder veganes) Curry, in dem mir sogar der Blumenkohl schmeckt. Weiches Naan und das kühlende Raita neutralisieren die prickelnde Schärfe. Ich bin jetzt Fan!

Skeptiker nehmen einfach ein paar weniger Röschen für den Anfang. Ganz klassisch ist Aloo Gobi ein Curry nur aus Blumenkohl und Kartoffeln. Die Karotte, Champignons und Erbsen liefern aber noch zusätzliche Konsistenzen und etwas mehr Abwechslung im Mund. Probier‘ es doch mal aus!

Wen nicht stört, dass der Joghurt beim Aufwärmen leicht ausflockt, kann sich Reste am nächsten Tag noch mal prima aufwärmen und mit etwas Reis essen. Bringt Bollywood-Flair in die Büro-Küche!

 

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Wenn ich mich bei IRGENDWAS mengenmäßig immer verschätze, ist das Reis. Ich mache IMMER zu viel. Wie gut, wenn man den dann aufhebt und einen exotischen indischen Gemüsereis daraus macht!

Mein Faible für die indische Küche dürfte hinlänglich bekannt sein. Nicht umsonst hat meine Lieblingsküche eine eigene Kategorie hier im Blog. Fasziniert bin ich von den vielen Aromen und den zahlreichen Einflüssen. Einflüsse in beide Richtungen:  Von Indien in die Welt (etwa im englischen Chicken Tikka) oder von den Kolonialherren nach Indien (etwa beim Vindaloo).

Und nicht vergessen: Ohne die englischen Kolonialherren in Indien, Malaria und Durchfall gäbe es keinen Gin Tonic (Gin und Chinin sollen gegen beide Malaisen helfen. Ich hab in Indien feste dran geglaubt und mir nix eingefangen! Cheers!).

So eine wechselseitige Einflussnahme ist auch das Vadouvan-Gewürz (oder Vadavam). Die Franzosen haben diese Gewürzmischung aus indischen Gewürzen zusammengestellt. Meist beinhaltet sie Knoblauch, Zwiebeln, Bockshornkleesamen, Senfsaat und Kreuzkümmel. Alles wird in Öl angeröstet und trocknen gelassen. So bleibt es schön haltbar.

Ich habe Vadouvan doch tatsächlich erst kennengelernt, als mir die großartige Astrid eine Mischung von Ingo Holland geschenkt hat. Dabei weiß Astrid doch ganz genau, wie man mit Vadouvan aromatisierten Reis selbst herstellen kann – zeigt sie uns nämlich hier.

Die Gewürzmischung kommt aber dennoch bei uns zum regelmäßigen Einsatz, parfümiert sie Reis doch aufs zauberhafteste. Dazu einfach 1 TL der Mischung im Reiswasser mitkochen, den aufsteigenden Duft tief einatmen und genießen.

Wer so einen Reis übrig hat, kann sich am nächsten Tag total unkompliziert, günstig und bunt eine köstliche indische Reispfanne machen:

Indischer Gemüsereis

Zutaten für 2 hungrige Personen als vegetarisches Abendessen:

2 Portionen Vadouvan-aromatisierter Reis (idealerweise vom Vortag)

1 Stengel Sellerie, in feine Scheiben geschnitten

1 Karotte, in feine Streifen geschnitten

frischer Koriander, gehackt

1 TL Currypulver (hausgemacht)

1 kleine rote, scharfe Chili, in feine Streifen geschnitten

1 grüne Paprika, gewürfelt

2 Eier

Salz

optional: etwas Ghee

Zubehör: Große Pfanne

Zubereitungszeit (wenn Du den Reis noch vom Vortrag übrig hast): 20 min

So geht’s:

Die Eier verkleppern und mit Salz abschmecken. Die Pfanne erhitzen und – falls nicht beschichtet – etwas Ghee darin schmelzen. Die Eier zu einem dünnen Omlett braten und zur Seite stellen. Abkühlen lassen und in Streifen schneiden.

Gemüse sowie das Curry anrösten, salzen und den Reis portionsweise hinzugeben. Alles unter Rühren erhitzen. Zum Schluss die Omelettestreifen hinzugeben und sofort servieren.

Dazu passt ein eiskaltes King Fisher-Bier!

Da die vielen Gewürze angeblich auch aphrodisierende Wirkung haben (das Kamasutra kommt nicht ohne Grund aus Indien!), wünsche ich Euch einen ganz besonders romantischen Freitagabend ;-))

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