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Archive for the ‘Ingwer’ Category

Wer sagt denn, dass es zu Ostern immer der Lammbraten sein muss? Das indische Lamm Vindaloo mit seiner säuerlichen Schärfe macht dem Osterhasen ordentlich Feuer unterm Hintern!

Ich bin ein großer Fan indischer Vindaloos. Woher die säuerlich scharfen Gerichte stammen und warum sie ein perfektes Beispiel sind für den kulinarischen Multi-Kulti-Austausch, könnt Ihr hier nachlesen.

Ob mit Schwein, Lamm oder Rind: Vindaloo zeichnet sich immer durch Säure (Essig!) und Schärfe (Chilis!) aus. Ein tolles Gericht, um im Frühjahr so richtig in die Gänge zu kommen. Dazu passen Naan-Brot, Gurken-Raita, Spinat-Curry (Baghare Bhaji) und natürlich Reis.

Lamm Vindaloo German Abendbrot

Inspiriert zum Lamm-Vindaloo hat mich das Rezept von Tina Foodina, die immer wieder eine wunderbare Quelle für authentische indische Gerichte ist. Hier ist meine abgewandelte Variante:

Zutaten für 2 als Hauptgericht (Spinat-Curry und Reis als Beilagen):

450 gr Lamm aus der Schulter (oder andere Stücke, die zum Schmoren geeignet sind)

8 Kaschmir-Chilis (getrocknet)

1 Knoblauchzehe

1 rote Zwiebel

1 kleine weiße Zwiebel

3 Nelken

1/2 TL Kurkuma

6 Pfefferkörner (Tellycherry-Pepper)

1 TL Tamarindenpaste

3 TL Apfelessig

5 cm Zimtstange

5 cm Ingwer

1 gehäufter EL Ghee

1 gestrichener TL Jaggery (Palmzucker)

10 frische Curryblätter

200ml Tomatensaft

Salz

Zubehör: Eine große Pfanne mit Deckel, Mixer

Zubereitungszeit: etwa 1,5 Stunden (je nach Beschaffenheit des Lammfleischs. Es muss lang genug köcheln, um schön zart zu sein.)

Die getrockneten Chilis in Wasser einweichen. Ingwer und Knoblauch schälen. Zwiebel schälen und fein hacken. Lamm parieren und in mundgerechte, nicht zu kleine Würfel schneiden. Jetzt alle Gewürze, die eingeweichten Chilis, Ingwer, Knoblauch, Tamarindenpaste und Essig in einen Mixer geben und mit etwas von dem Einweich-Wasser zu einer Paste pürieren. (Wer es nicht ganz so scharf mag, entkernt vorher die Chilis!)

Die Lammwürfel in eine Schüssel geben und mit der Paste marinieren. Für mindestens 15 Minuten kühl stellen (Ihr könnt das Fleisch auch länger marinieren).

Ghee in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten, bis sie glasig und weich sind. Den Jaggery dazugeben und karamellisieren lassen.

Jetzt die Fleischwürfel portionsweise anbraten und anschließend die restliche Marinade dazugießen. 200ml Tomatensaft zugeben, zum Köcheln bringen und mit Salz abschmecken.

Jetzt den Deckel auf die Pfanne geben und das Fleisch bei niedriger Temperatur langsam köchelnd etwa eine Stunde garen.

Wenn das Lamm zart ist, den Deckel abnehmen und gegebenenfalls die Sauce etwas einreduzieren lassen. Curryblätter hinzugeben und noch mal köcheln lassen.

Final mit Salz und ggf. Jaggery abschmecken.

Mit Reis und/oder den Beilagen servieren.

Ein Osterlamm der besonderen Art: Sauer, scharf, exotisch – Ein Vindaloo ist eine wärmende Gewürzorgie für alle Indien-Liebhaber!

Die Kaschmir-Chilis habe ich übrigens seinerzeit von unserer Reise durch Rajasthan und Kerala in Indien mitgebracht. Für das Vindaloo habe ich die letzten Schoten verwendet. Tellycherrypepper und Chai-Tee-Gewürzmischungen erinnern uns immer noch an die Wochen, die uns so nachhaltig geprägt haben.

Kaschmir Chilis

Die Gewürze waren seither immer wieder eine schöne Erinnerung an diese Reise. Deshalb ist das Lamm-Vindaloo auch mein Beitrag zum Blog-Event von Bushcook’s Kitchen!

4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Lamm-Vindaloo ist keine Option für Euer Oster-Menü? Dann schaut doch mal bei Arthurs Tochter rein. Sie hat viele Lamm-Rezepte zusammengestellt – nicht nur für Ostern.

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Kalte, neblige Wintertage haben den Vorteil, dass man stundenlang in der Küche stehen kann, ohne jede Angst etwas zu verpassen. Ein Gericht, das mindestens 2,5 Stunden Eurer Zeit in Anspruch nimmt, dabei aber genügend Spielraum lässt für Onlineshopping, Geschenke verpacken, “3 Haselnüsse für Aschenbrödel”-Schauen uvm. ist das scharf-würzige Kaschmir Lamm, Mirchi Korma:

Processed with Rookie

Keine Sorge, Korma-Gerichte sind nur bei den 08/15-Indern in Deutschland oder Großbritannien fette Sahnesaucen ohne jeden Geschmack. Ein Korma ist in Indien ein sämiges Schmorgericht, das nur manchmal mit gemahlenen Nüssen oder Sahne beziehungsweise Joghurt angereichert wird. An meinem Mirchi Korma waren lediglich 2 EL Sahne dran, um die Sauce etwas abzubinden. Wer darauf verzichten möchte, kann das ohne Probleme machen.

Zutaten für 2 hungrige Esser als Hauptgericht (inkl. Resteportion für’s Büro):

1 kg nicht zu mageres Fleisch aus der Lammschulter, in grobe Stücke gewürfelt (ca. 4×4 cm)

6 getrocknete Kaschmir Chilischoten (Asialaden, ersatzweise eine andere eher milde rote Chilischote), entkernt

2 frische rote Thaichilis, entkernt

Samen aus 4 grünen Kardamomkapseln, gemörsert

3 cm Zimtstange

1 EL Ghee oder pflanzliches Öl

1 TL Kreuzkümmel, gemörsert

5 Knoblauchzehen, fein gehackt

3 Lorbeerblätter

1/2 EL Tamarindenpaste

3 TL getrocknete Minze

1 TL Chilipulver

1 EL schwarze Pfefferkörner (z.B. Tellycherrypepper), gemörsert

Salz

1/2 Zwiebel, gehackt

3 EL Tomatenpüree

2 EL Sahne oder fetter Joghurt

insg. etwa 250 ml Wasser

Einige Blätter Minze zum Garnieren

Beilage: Reis oder Naan

Zubehör: Schmorpfanne oder großer Topf, kleine Pfanne, Mixer

Zubereitungszeit: mind. 2,5 Stunden – davon 2 x 1 Stunde Schmorzeit

So geht’s:

Wenn alles gehackt und gemörsert ist, nehmt ihr die große Schmorpfanne und röstet darin die getrockneten Kaschmir Chilis kurz an. Sobald sie aromatisch zu riechen beginnen, gebt ihr sie zusammen mit den frischen Chilis und etwa 50 ml Wasser in den Mixer.

Anschließend wandert die Chilisauce wieder zurück in die Schmorpfanne. Ihr gebt Pfeffer, Kardamom, Zimt und die Lammwürfel nun dazu. Alles wird mit ca. 200ml Wasser bedeckt und zum Kochen gebracht. Nun schließt Ihr den Deckel, dreht die Hitze auf mittlere Höhe und lasst das Lamm in der Sauce für etwa eine Stunde leise köcheln.

Nach einer Stunde sollte das Lamm zart sein. Falls nicht, gebt ihm noch mal eine halbe Stunde.

Dann in der kleinen Pfanne Kreuzkümmel, gehackten Knoblauch, Lorbeer und die halbe gehackte Zwiebel anschwitzen und für 3-4 min garen. Die Mischung dann zum Lamm in den großen Topf geben. Salzen und das Tomatenpüree hinzufügen. Tamarine, Minze und Chilipulver unterrühren. Alles gut verrühren und noch mal eine Stunde aufgedeckt köcheln lassen, damit die Brühe einreduziert.

Zum Schluss mit Salz und etwas Sahne abschmecken. Bei Bedarf noch etwas Chilipulver hinzufügen – je nachdem, wie scharf ihr es mögt!

Die Sauce sollte in der letzten Stunde richtig einreduzieren und schön sämig werden. Dafür sorgt das Fett am Lammfleisch, weshalb man keinesfalls alles abschnippeln sollte! Falls die Brühe noch zu wässrig ist, einfach noch etwas länger köcheln lassen oder mit einer halben roh geriebenen Kartoffel abbinden.

Mit frischer Minze garnieren und servieren.

Das Mirchi Korma ist ein sanft geschmortes, sehr würziges Lammgericht, das herrlich in die kalte Jahreszeit passt. Noch einmal aufgewärmt schmeckt es auch am nächsten Tag wieder köstlich.

Die Schärfe könnt ihr mit einem Gurken-Raita etwas abmildern (Joghurt, Gurkenwürfelchen, etwas Salz und gemahlenen Cumin vermischen).

Die Kaschmir Chilies habe ich mir aus Indien mitgebracht. Ein paar Eindrücke unserer Reise findet ihr hier. Die mitgebrachten Gewürze erinnern mich immer wieder an diese Zeit. Vielleicht sollte ich mal wieder in unserem Reise-Journal blättern…

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Inspiriert hat mich das Indien-Special der Saveur. Ihr findet das Originalrezept auch online. Ich habe es aber, wie immer, etwas abgewandelt. Mir erschienen 10 Knoblauchzehen zu viel. Außerdem machten die halbe Zwiebel und die Sahne die Sauce sämiger. Und die Tomate sorgte für etwas mehr Frische.

 

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Wenn man den Obst- und Gemüsehändlern auf dem Markt Glauben schenken darf, war die Erntesaison groß. Sie habe früh angefangen, die Pflanzen hätten sich völlig verausgabt und jetzt sei halt langsam Schluss, so zumindest sagt mein Tomaten-Dealer.

Dann also noch schnell Nektarinen kaufen. Noch gibt es herrlich orange-lila gesprenkelten Nektarinen. Ich mag sie besonders, wenn sie knackig und noch leicht säuerlich sind. Leider werden Nektarinen aber auch schnell schrumpelig oder die elenden Fruchtfliegen machen sich darüber her. Dann mache ich aus ihnen ein leuchtendes, wärmendes, fruchtig-scharfes Chutney für kalte Tage:

Chutney von Nektarinen und Paprika

Processed with Rookie

Für 3 Schraubgläser a 200ml (Circa-Angabe!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

3 reife Nektarinen

1 kleine rote Paprika

8-10 getrocknete Tomaten (trockene oder gut abgetropfte in Öl eingelegte)

0,2l Tomatensaft

1 große Zwiebel

1/2 Knoblauchzehe

1 cm³ Ingwer (also ein etwa frauendaumenkuppengroßes Stück)

2 kleine getrocknete Vogelaugen-Chilis

1/2 TL schwarze Zwiebelsamen

1 gehäufter EL Madras Curry (oder ein anderes scharfes Curry)

Apfelessig

Muscovadozucker

2 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

Zubehör: scharfes Messer, Schneidebrett, mittelgroßer Topf, sterile Schraubgläser

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Nektarinen entkernen und grob würfeln. Paprika entkernen und ebenfalls grob würfeln. Getrocknete Tomaten grob würfeln. Zwiebel schälen, fein würfeln. Chilischoten entkernen und fein hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Ghee oder Öl im Topf erhitzen. Die Zwiebeln glasig dünsten. Chilischote, Knoblauch, Ingwer hinzugeben und ebenfalls mitdünsten. Currymischung anrösten, bis das Aroma aufsteigt. Nektarinen, Tomaten, Paprika hinzugeben, gut mischen und andünsten. Zwiebelsamen und Tomatensaft hinzugeben, gut unterrühren. Topf zudecken und 5 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Jetzt sind die Früchte schon etwas weich und haben Saft gezogen. Nun mit dem Apfelessig und dem Muscovadozucker großzügig abschmecken. Das Chutney sollte ausgewogen süß, scharf und säuerlich zugleich sein. Da es hierbei stark auf die Süße der Früchte ankommt und Euren persönlichen Geschmack, ergeben genaue Mengenangaben keinen Sinn.

Zum Schluss noch etwas einköcheln lassen, bis die Masse noch stückig ist aber mit einer dicklichen Sauce. In die Gläser füllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen, beschriften und an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren.

Das Chutney hält sich locker mehrere Monate. Angebrochen hebt es sich im Kühlschrank noch mindestens 2 Wochen auf. Es schmeckt herrlich zu Gegrilltem, zu Käse oder zu indischen Gerichten, aber auch auf Sandwiches mit kaltem Hühnchen oder gekochtem Schinken.

 

 

 

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Die Pflaumen sind reif. Und wenn die Wespen uns noch etwas übrig lassen, schnappt Euch welche und macht backt Zwetschgenkuchen, esst sie pur oder kocht Euch ein dickes, mulmiges Pflaumenchutney!

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich ein Chutney-Fan bin und schon viele Varianten verbloggt habe! Das Letzte habe ich allerdings zur Rhabarber-Zeit gemacht, was schon wieder viel zu lange her ist. Denn Chutneys sind eine tolle Möglichkeit Früchte haltbar zu machen – auch wenn man KEIN Süßfrühstücker Marmeladen-Fan ist!

An’s Chutney-Kochen habe ich irgendwie die letzten Monate nicht gedacht. Zu viel um die Ohren!

Aber dann habe ich im grandiosen neuen Kochbuch “Das Küchentagebuch. Mit 250 Rezepten durch das Jahr” von Nigel Slater geschmökert. Dass ich ein Slater-Fan bin, wisst Ihr ja vielleicht. Im Blog gab’s schon so Einiges von ihm nachgekocht. Ich mag seine unprätentiöse Art, seine Bescheidenheit (“I’m not a Chef, I’m a Cook”) und viele seiner Rezepte. Im “Küchentagebuch” teilt er seine Aufzeichungen über’s Jahr (zusammengefasst aus vielen Jahren) mit seinen Lesern und will explizit inspirieren als belehren. Wie sympathisch! Wer gerne Rezepten einen eigenen Stempel aufdrückt und nicht sklavisch an Buchstaben klebt, dabei auch noch ein bisschen schmökern mag, dem sei das “Küchentagebuch” ans Herz gelegt.

Aber was hat das jetzt mit Chutney zu tun? Also: Besonders angetan hat’s mir unter dem Datum 30. August folgender Satz: “Meine bunt leuchtenden Einmachgläser entstammen nicht dem Bedarf, eine Überfülle haltbar zu machen oder schleifchenverzierte Geschenke für meine Freunde herzustellen, sondern dem Wunsch nach ein, zwei Löffeln hausgemachtem Relish zu einem Stück Käse und einem Brocken Brot.

“Schleifchenverzierte Geschenke” – I love it! Das dann im Buch folgende Chutney besteht zwar aus Feigen und ist völlig anders zubereitet als meines. Aber ein fruchtig, dunkles Chutney wollte ich auch haben. Also gab es eines aus Pflaumen und Cranberries:

Processed with Rookie

Für 2 Gläser a 250ml benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 10-15 reife Pflaumen, entsteint und grob gewürfelt

etwa 100 gr getrocknete Cranberries

1 rote Zwiebel, gehackt

1 Vogelaugenchili, gehackt

1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt oder gerieben

1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 EL Garam Masala (nach diesem Rezept oder aus dem Asia-Laden)

Muscovadozucker (etwa 3 EL – oder nach Geschmack)

Portwein (etwa 0,1l – oder nach Geschmack)

Rotweinessig (etwa 6 EL – oder nach Geschmack)

1 EL neutrales Pflanzenöl

2 gestrichene TL Salz

1 Sternanis

Zubehör: Großer Topf, 2 Schraubgläser

Zubereitungszeit: ca 30-45 min)

So geht’s:

Öl im Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili darin andünsten. 1 EL Muscovadozucker hinzugeben, umrühren, bis die Zwiebeln glasig werden. Garam Masala hinzugeben und andünsten, bis die Aromen in der Nase kitzeln. Pflaumen und Cranberries hinzugeben und leicht köcheln lassen, bis Saft austritt. Nun Port und Rotweinessig sowie den restlichen Zucker und das Salz unterrühren. Sternanis hinzugeben. Mit geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen. Dabei immer mal umrühren und abschmecken. Je nach Säure/Süße der Früchte müsst Ihr mit etwas Zucker oder Essig nachjustieren. Beim Chutney kommt es weniger auf strenge Mengenangaben an als auf Euren persönlichen Geschmack.

Wenn die Pflaumen schön zerkocht sind, Deckel abheben und gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit einreduzieren lassen. Final abschmecken und anschließend in sterile Schraubgläser geben. Voll befüllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen.

Abkühlen lassen und an einem dunklen Ort aufbewahren. Angebrochene Gläser halten im Kühlschrank noch etwa 14 Tage.

Das Pflaumenchutney schmeckt köstlich zu reifem Käse aber auch zu Braten, trockenen Lammcurries oder orientalischen Reisgerichten.

Kennt Ihr eigentlich Claudias Blog Geschmeidige Köstlichkeiten? Darin widmet sie ihre Rezepte Menschen, die beispielsweise wegen einer Krankheit nicht so selbstverständlich schlucken können wie gesunde Menschen. Sei es durch Schlaganfall, Zahn- oder Kieferprobleme oder Karzinome im Mund- und Rachenbereich. Da ich selbst mehrere Male in meinem Leben am Kieferknochen operiert wurde und tagelang nur Suppen, Joghurts und – im besten Fall – Kartoffelbrei zu mir nehmen konnte, unterstütze ich mit meinem Chutney gerne ihr Blog-Event “Smooth Food” als Gastgeberin bei Zorra.

Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)

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In  dieseer Woche geht es einfach mal weiter mit meiner “reloaded” Reihe, weil es zuletzt viel zu heiß war, um Neues auszuprobieren.

In loser Reihenfolge verblogge ich also ab sofort immer mal wieder meine Lieblingsgerichte – mit neuem Foto oder auch leichtem Rezept-Update. Denn über die Jahre ergeben sich immer mal Verfeinerungen, die ich gerne mit Euch teile. (Aber keine Angst! Ich habe auch bald wieder Neues für Euch! Sogar aus der Kategorie “süß” und “gebacken”!)

Heute gibt’s mein allerliebstes Lieblingscurry! Das südindische, sauscharfe, genial köstliche Malabar Fisch Curry:

Processed with RookieDas Rezept muss ich eigentlich nicht wirklich aktualisieren, weil es sich seit Jahren bewährt. Es ist perfekt so wie es ist. Außer, dass ich heute nicht mehr auf Pangasius oder Tilapia zurückgreife, sondern weißen, festfleischigen Seefisch nehme, der gerade Saison hat oder der einfach guten Gewissens gekauft werden kann. Wenn kein solches festfleischiges Fischfilet erhältlich ist, könnt Ihr auch einen weniger “robusten” Fisch nehmen und die Stücke einfach nur ganz zum Schluss vorsichtig in der Sauce gar ziehen lassen.

Mittlerweile gebe ich sehr gerne gegarte Kartoffelstücke ins Curry. Gerade, wenn mehrere Personen mitessen oder Reste vom Vortag vorhanden sind, bietet sich das “Strecken” mit Kartoffeln an und ist in Indien nicht unüblich. Auch eine Handvoll Erbsen gebe ich gerne dazu. Ihre Süße nimmt etwas die Schärfe und Säure, falls etwas empfindlichere Gäste  mitessen. An den Zutaten für die Sauce wird aber nichts geändert. Sie bleibt eine grandiose Mischung aus vielen indischen Aromen, aus scharf, sauer und kokosnussig!

 

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Ich liebe Spinat. Und ich liebe die indische Küche. Wie schön, dass beides wunderbar zusammenpasst und Spinat eine klassische Zutat meiner Lieblings-Länderküche ist.

Außerdem testet eine meiner Lieblingsbloggerinnen und Foodjournalistinnen, Katharina Seiser (www.esskultur.at), gerade für 21 Tage die vegane Lebensweise. Ihre Erkenntnisse und Rezepte sind auch für Nicht-Veganer interessant, ihre Texte ohnehin immer genial zu lesen. Ich freue mich schon auf den fertigen Artikel, der im Frühjahr in der österreichischen Frauenzeitschrift MAXIMA erscheinen wird. Denn ich traue ihr zu, dass sie weder dogmatisch noch plakativ wird, sondern ernsthaft, abwägend und erkenntnisreich von Ihren drei Wochen Veganertum berichten wird.

Obwohl ich weit davon entfernt bin, mich vegan ernähren zu wollen, freut es mich, dass eines meiner Gerichte für Katharinas Selbstversucht passend ist. Vielleicht ist es eine kleine Inspiration, wenn’s mal wieder langweilig oder schwierig wird mit den 21 Tagen…

Wir hatten nämlich neulich ein Baghare Bhaji aus Pushpesh Pants kongenialem Kochbuch “India” (Mehr dazu u.a. hier). Das Gericht stammt aus der Region Hyderabad im Südosten des Subkontinents. Die Küche der Region ist bekannt für seine zahlreichen Einflüsse unterschiedlichster Religionen und Kulturen sowie seine üppigen Dessert. Auch das Reisgericht Biryani kommt von hier. Aber auch zahlreiche vegetarische/vegane Rezepte stammen aus Hyderabad – beispielsweise das würzige Spinat-Curry Baghare Bhaji:

spinat

(Das Foto ist ein Alptraum. Ich hatte die Kamera verstellt, so dass kaum zu erkennen ist, was sich im Thali-Schälchen befindet. Ich bitte das zu entschuldigen!)

Das Schönste an dem Spinatgericht: Es geht für indische Verhältnisse schnell und kann somit auch abends als leichtes Abendessen zubereitet werden.

Zutaten für 2 Personen (leicht abgeändert gegenüber dem Original):

2 EL neutrales Pflanzenöl

350 gr Spinat, fein gehackt

1 TL Kreuzkümmel, gemörsert

2 Zwiebeln, grob gehackt

3 getrocknete Chilis

2 TL Ingwer-Knoblauch-Paste

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Koriandersamen, gemörsert

1/2 Bund frischer Koriander, fein gehackt

3 grüne Chilis, in Ringe geschnitten

Zum Würzen:

1 EL Pflanzenöl

1/2 TL Kreuzkümmelsamen

1 TL Senfsamen

8 frische Curryblätter (Danke, Tina!)

Zubereitungszeit: etwa 30 min

Zubehör: eine mittelgroße Pfanne oder Topf, eine kleine Pfanne.

So geht’s:

2 EL Öl bei mittlerer Hitze in der Pfanne erhitzen. Gemahlener Kreuzkümmel, getrocknete Chili (etwas zerdrücken) hinzugeben und anrösten. Die Zwiebeln hinzugeben und unter Rühren anschwitzen, bis sie goldfarben sind. Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben, Kukurma und den gemahlenen Koriander ebenso. Alles unter Rühren anbraten, bis es deutlich zu duften anfängt. Jetzt den gehackten frischen Koriander, den gehackten Spinat und die grünen Chilis unterrühren. Salzen und bei niedriger Hitze einige Minuten andünsten. Dabei mit einem Holzkochlöffel die Blätter noch etwas zerdrücken.

In der kleinen Pfanne nun den EL Öl erhitzen. Kreuzkümmel, Senfsamen und Curryblätter unter Rühren anbraten. Die Gewürzmischung über den Spinat geben und sofort servieren.

Dazu passt Naan oder Reis. Oder Ihr esst den köstlich-würzigen Spinat einfach so…

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Die Suchbegriffe, über die Leser auf einem Blog landen, sind der kleine Lohn für all die Arbeit, das Herzblut, die Zeit, die wir Blogger in unsere Seiten stecken.

Denn eigentlich vergeht kein Tag, an dem ich nicht herzhaft lache oder zumindest schmunzelnd den Kopf schüttle über Suchbegriffe oder Suchbegriff-Kombinationen, die Leser auf meine kleine Fressseite bringen. Nicht selten stellt sich die Frage: Warum, bitte, landest Du mit diesen Suchbegriffen jetzt ausgerechnet bei mir??

Hier eine kuriose Auswahl aus den letzten 2 Wochen:

Was isst man zum Champagner? (Dieser Suchbegriff tahttps://germanabendbrot.wordpress.com/wp-admin/post-new.phpucht etwa 1 x im Monat auf, nicht nur vor Silvester. Meine Antwort auf diese Frage: Egal! Hauptsache Champagner!)

Eichhörnchen Sandwich Elvis Presley (Die Sage geht, dass Elvis auf dem Klo ein Bananen-Erdnussbutter-Sandwich aß, als er starb. Aber EICHHÖRNCHEN?)

Scharfe Schwiegermutter (Ok, ich habe mal über die “Schwiegermutter” geschrieben, eine scharfe Feta-Creme, die es auf dem Wiesbadener Wochenmarkt gibt. Aber ob der Leser das Gleiche meinte…)

In welchem Film kommt dauern das hmmm hmmm hmmm (War das vielleicht der Leser, der die scharfe Schwiegermutter gesucht hat? Oder was für ein Film soll das sein? Luis de Funes? Oder doch Doktor Schiwago?)

Aperitif nach der Gans (Hm, also eigentlich soll ein Aperitif ja den Appetit anregen und den Magen “öffnen”. Aber nach der Weihnachtsgans, die ICH so kenne, ist beides nicht wirklich nötig…)

Alkoholfreie Getränke zu Ossobuco (Ich verstehe ja, dass Kinder, Schwangere oder Kranke keinen Wein trinken mögen. Aber warum in Gottes Namen kommen die dann auf MEINE Seite?)

maggi würze zum abschmeken ist da alkohol drin (Wäre für mich dann der einzige Grund, um das Zeug zu nutzen. Oder man serviert es zum Ossobuco…)

Sherryessig in der Schwangerschaft (Hierzu fällt nichtmal mehr mir irgendwas ein… Kann man’s vieleicht auch übertreiben?)

Die Suchbegriffe geben aber auch Aufschluss darüber, welche Rezepte und Zutaten besonders interessant sind. In meinem Fall ist der All-time-Sieger mit fast 9.000 Treffern der Couscous-Salat Tabouleh. Aber auch auf der Suche nach hausgemachtem Paneer, dem indischen Frischkäse, kommen die Leser zum German Abendbrot.

Ich weiß auch immer genau, welche Folge aus Jamie Olivers diversen Kochshows gerade im TV gezeigt wurde: Die fünf Rezepte, die ich dem britischen Star-Koch nachgekocht habe, gehören zu den am häufigsten gesuchten Artikeln.

Blogger können also viel über ihre Leser erfahren, oder auch über Schlagworte, die viel Traffic auf ihre Seite ziehen. Das dachten sich Steffen und Sabrina, die Veranstalter des Blog-Events “Blogg den Suchbegriff” vom genialen Blog Feedmeupbeforeyougogo. Anlass ist der 2. Blog-Geburtstag!

Also erstmal: Herzlichen Glückwunsch, Ihr beiden!

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff (Verlängert bis zum 15. Januar 2014)

Da ich aber kein Eichhörnchen-Sandwich in Gedenken an den King machen wollte und die Suchbegriffe nach Champagner und Käsefondue halt doch arg mit dem zurückliegenden Silvester zu tun haben, kamen mir diese beiden Suchbegriffe gerade recht:

Ich mag kein (sic!) Kreuzkümmel! (Das Ausrufezeichen stammt nicht von mir!)

Was ist in einem Curry drin

Na, woran denken wir da? Genau! Ich rücke den Turban zurecht und mache ein Golden Lamb Curry, ein Kundan Kaliya aus Awadh, einem Teil des heutigen Uttar Pradesh und bekannt für seine reiche Küche der Moguln.

GoldenLambCurry

Das Gold beim Lamm-Curry kommt durch Blattgold, das ich mir gespart habe (es geht ja doch den Weg alles Irdischen. You know what I mean?). Aber auch ohne Blattgold ist das Lamm-Curry köstlich, cremig und sehr edel. Aber das Beste: Es kommt ohne Kreuzkümmel aus! (Ich liebe ihn ja, aber was tut man nicht alles für seine Leser?).

Das Rezept stammt aus Pushpesh Pants genialem Kochbuch “India”, aus dem ich zuletzt das Rote-Bete-Chutney gemacht habe. Ich habe es für uns halbiert und an einigen Stellen leicht abgewandelt. Hier ist meine Variante:

Zutaten für das Lamm-Curry als Hauptgericht für 2 hungrige Esser:

500 gr Lammschulter, in grobe Würfel geschnitten

einige Fäden Safran

1 TL Milch

3 große Zwiebeln, geschält und in feine Streifen geschnitten

4 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

2 TL gemörserte Koriander-Samen

2 TL Chilipulver

2 TL Kurkuma

4 Nelken

5 Grüne Kardamom Kapseln, leicht angedrückt

1/2 TL gemahlenes Macis (Muskatblüte)

1/2 TL gemahlene Pfefferkörner (bspw. Tellycherry Pepper)

1/2 Zimtstange

400ml fetter Joghurt (10%)

Salz

1 EL Ghee

optional: Blattgold zur Dekoration

Zubereitungszeit: zweieinhalb Stunden

Küchenzubehör: Schwere Pfanne mit Deckel, Pürierstab

So geht’s:

Safranfäden in der Milch auflösen und beiseite stellen.

Ghee in der Pfanne erhitzen und die Zwiebelstreifen anbraten, bis sie goldbraun sind. Aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

In der gleichen Pfanne das Lamm anbraten, herausnehmen, zur Seite stellen.

Anschließend die Zwiebeln mit 2 EL Joghurt sowie der Ingwer-Knoblauch-Paste vermischen. Zusammen mit dem Lamm wieder in die Pfanne geben und auf mittlerer Hitze 10 Minuten unter Rühren weitergaren, bis alles gut vermischt ist.

Den gemahlenen Koriander, CHilipulver und Kurkuma hinzugeben, gut verrühren. 200 ml Wasser sowie die restlichen Gewürze hinzugeben, zudecken und für mindestens eine Stunde sanft köcheln lassen. Oder solange, bis das Lamm schön zart ist. (Wer Angst hat, auf Nelken oder Kardamom zu beißen, kann beides in einen Teefilter geben, zuknoten und vor dem Servieren entfernen.

Nun die Lammbrocken aus der Sauce herausnehmen und beiseite stellen. Den Safran zur Sauce geben und mit dem Pürierstab etwas anpürieren. Die Sauce sollte sämig sein aber kann durchaus noch Zwiebel-Stückchen enthalten.

Das Lamm wieder hinzugeben und – bei mittlerer Hitze – den restlichen Joghurt unterrühren. Achtung: Damit der Joghurt nicht flockt, sollte die Sauce nicht mehr aufkochen! Mit Salz abschmecken und heiß servieren.

Dazu passt Reis oder Naan.

Ich freue mich schon auf die Zusammenfassung des Events, das bis zum 15.1. verlängert wurde. Denn was schon in den Kommentaren an irren Suchbegriffen gepostet wurde, hat mich mehrmals laut auflachen lassen.

Und dazu passt auch der jüngste Suchbegriff, der bei mir landete:

Worauf freust Du Dich 2014 am meisten?

Meine Antwort: Auf lautes Lachen, viel Zeit mit meinen Lieben und gutes Essen! In dieser Reihenfolge…

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