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Archive for the ‘Ingwer’ Category

Vielleicht habt Ihr am heutigen Brückentag ja frei? Dann versteht Ihr sicher, warum es heute kein Friday Night Dinner Date gibt. Stattdessen möchte ich Euch die Rhabarber-Barbara vorstellen. Sowie köstlichen Sirup, knusprigen Kuchen und feuriges Chutney – alles aus Rhabarber, natürlich!

Meine liebe Freundin S. aus Amerika freut sich immer darüber, wie verrückt die deutsche Sprache ist. Gerade die typisch deutschen aber nur schwer zu übersetzenden Worte wie “Frühjahrsmüdigkeit” oder “Feierabend” haben es ihr angetan. Und natürlich die ellenlangen Satzkonstruktionen und zusammengesetzten Hauptworte – wie eben dieses hier:

Schon Mark Twain hatte sich ja amüsiert darüber, dass eine Karotte einen weiblichen Artikel habe, ein deutsche Fräulein dagegen nur einen sächlichen.

Über Rhabarber hat er, soviel ich weiß, nie etwas geschrieben. Dabei gäbe es so viel zu Rhabarber zu sagen: Er ist so sauer, dass sein Verzehr frisch aus dem Garten immer eine Mutprobe unter uns Kindern war. Geschält und in Zucker gestippt war er besser als jede gekaufte Süßigkeit. Seine Farben, grün und rot, bedeuten den Sommer für mich. Der alte Schlager “Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber – das ist kein ägyptischer Gott…” schwirrt mir immer im Kopf herum, wenn ich ihn zubereite. Sein Aroma einzufangen – in Chutney, Sirup oder Saft – ist, als würde ich die Erinnerung an Sonnenstrahlen, Marienkäfer und Barfußlaufen auf warmem Gras einfangen.

Ich habe also gestern Abend bis 23 Uhr in der Küche gestanden und den Sommer eingefangen:

Rhabarber Sirup Vanille German Abendbrot

Hier gibt es das Rezept zum Rhabarber-Sirup mit Vanille.

Und hier das für Rhabarber-Sirup mit Ingwer.

Beides eignet sich natürlich zum Aromatisieren von Mineralwasser. Richtig heißer Scheiß ist der Sirup aber in selbst ausgedachten Cocktails.

Rhabarber Ingwer Chutney German Abendbrot

Kein Sommer ohne Extreme Chutney Cooking Sessions. Denn Chutneys sind nicht nur als Beilage zu indischen Gerichten genial. Sie passen auch klasse zu Chicken oder Roastbeef Sandwiches! Wie dieses feurig-säuerliche Rhabarber Ingwer Chutney.

Rhabarber Streusel Kuchen German Abendbrot

Bereits letzte Woche gab es den Rhabarber Streusel Kuchen nach dem Rezept meiner Großmutter. Was der wiederum mit tanzenden Bären zu tun hat, erfahrt Ihr hier.

Und falls Ihr so wie ich heute doch arbeiten müsst, dann guckt einfach mal unter Friday Night Dinner Date. Da findet Ihr sicherlich ein schnelles, leicht zuzubereitendes Gericht für heute Abend!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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Wer sagt denn, dass es zu Ostern immer der Lammbraten sein muss? Das indische Lamm Vindaloo mit seiner säuerlichen Schärfe macht dem Osterhasen ordentlich Feuer unterm Hintern!

Ich bin ein großer Fan indischer Vindaloos. Woher die säuerlich scharfen Gerichte stammen und warum sie ein perfektes Beispiel sind für den kulinarischen Multi-Kulti-Austausch, könnt Ihr hier nachlesen.

Ob mit Schwein, Lamm oder Rind: Vindaloo zeichnet sich immer durch Säure (Essig!) und Schärfe (Chilis!) aus. Ein tolles Gericht, um im Frühjahr so richtig in die Gänge zu kommen. Dazu passen Naan-Brot, Gurken-Raita, Spinat-Curry (Baghare Bhaji) und natürlich Reis.

Lamm Vindaloo German Abendbrot

Inspiriert zum Lamm-Vindaloo hat mich das Rezept von Tina Foodina, die immer wieder eine wunderbare Quelle für authentische indische Gerichte ist. Hier ist meine abgewandelte Variante:

Zutaten für 2 als Hauptgericht (Spinat-Curry und Reis als Beilagen):

450 gr Lamm aus der Schulter (oder andere Stücke, die zum Schmoren geeignet sind)

8 Kaschmir-Chilis (getrocknet)

1 Knoblauchzehe

1 rote Zwiebel

1 kleine weiße Zwiebel

3 Nelken

1/2 TL Kurkuma

6 Pfefferkörner (Tellycherry-Pepper)

1 TL Tamarindenpaste

3 TL Apfelessig

5 cm Zimtstange

5 cm Ingwer

1 gehäufter EL Ghee

1 gestrichener TL Jaggery (Palmzucker)

10 frische Curryblätter

200ml Tomatensaft

Salz

Zubehör: Eine große Pfanne mit Deckel, Mixer

Zubereitungszeit: etwa 1,5 Stunden (je nach Beschaffenheit des Lammfleischs. Es muss lang genug köcheln, um schön zart zu sein.)

Die getrockneten Chilis in Wasser einweichen. Ingwer und Knoblauch schälen. Zwiebel schälen und fein hacken. Lamm parieren und in mundgerechte, nicht zu kleine Würfel schneiden. Jetzt alle Gewürze, die eingeweichten Chilis, Ingwer, Knoblauch, Tamarindenpaste und Essig in einen Mixer geben und mit etwas von dem Einweich-Wasser zu einer Paste pürieren. (Wer es nicht ganz so scharf mag, entkernt vorher die Chilis!)

Die Lammwürfel in eine Schüssel geben und mit der Paste marinieren. Für mindestens 15 Minuten kühl stellen (Ihr könnt das Fleisch auch länger marinieren).

Ghee in der Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin andünsten, bis sie glasig und weich sind. Den Jaggery dazugeben und karamellisieren lassen.

Jetzt die Fleischwürfel portionsweise anbraten und anschließend die restliche Marinade dazugießen. 200ml Tomatensaft zugeben, zum Köcheln bringen und mit Salz abschmecken.

Jetzt den Deckel auf die Pfanne geben und das Fleisch bei niedriger Temperatur langsam köchelnd etwa eine Stunde garen.

Wenn das Lamm zart ist, den Deckel abnehmen und gegebenenfalls die Sauce etwas einreduzieren lassen. Curryblätter hinzugeben und noch mal köcheln lassen.

Final mit Salz und ggf. Jaggery abschmecken.

Mit Reis und/oder den Beilagen servieren.

Ein Osterlamm der besonderen Art: Sauer, scharf, exotisch – Ein Vindaloo ist eine wärmende Gewürzorgie für alle Indien-Liebhaber!

Die Kaschmir-Chilis habe ich übrigens seinerzeit von unserer Reise durch Rajasthan und Kerala in Indien mitgebracht. Für das Vindaloo habe ich die letzten Schoten verwendet. Tellycherrypepper und Chai-Tee-Gewürzmischungen erinnern uns immer noch an die Wochen, die uns so nachhaltig geprägt haben.

Kaschmir Chilis

Die Gewürze waren seither immer wieder eine schöne Erinnerung an diese Reise. Deshalb ist das Lamm-Vindaloo auch mein Beitrag zum Blog-Event von Bushcook’s Kitchen!

4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Lamm-Vindaloo ist keine Option für Euer Oster-Menü? Dann schaut doch mal bei Arthurs Tochter rein. Sie hat viele Lamm-Rezepte zusammengestellt – nicht nur für Ostern.

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Kalte, neblige Wintertage haben den Vorteil, dass man stundenlang in der Küche stehen kann, ohne jede Angst etwas zu verpassen. Ein Gericht, das mindestens 2,5 Stunden Eurer Zeit in Anspruch nimmt, dabei aber genügend Spielraum lässt für Onlineshopping, Geschenke verpacken, “3 Haselnüsse für Aschenbrödel”-Schauen uvm. ist das scharf-würzige Kaschmir Lamm, Mirchi Korma:

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Keine Sorge, Korma-Gerichte sind nur bei den 08/15-Indern in Deutschland oder Großbritannien fette Sahnesaucen ohne jeden Geschmack. Ein Korma ist in Indien ein sämiges Schmorgericht, das nur manchmal mit gemahlenen Nüssen oder Sahne beziehungsweise Joghurt angereichert wird. An meinem Mirchi Korma waren lediglich 2 EL Sahne dran, um die Sauce etwas abzubinden. Wer darauf verzichten möchte, kann das ohne Probleme machen.

Zutaten für 2 hungrige Esser als Hauptgericht (inkl. Resteportion für’s Büro):

1 kg nicht zu mageres Fleisch aus der Lammschulter, in grobe Stücke gewürfelt (ca. 4×4 cm)

6 getrocknete Kaschmir Chilischoten (Asialaden, ersatzweise eine andere eher milde rote Chilischote), entkernt

2 frische rote Thaichilis, entkernt

Samen aus 4 grünen Kardamomkapseln, gemörsert

3 cm Zimtstange

1 EL Ghee oder pflanzliches Öl

1 TL Kreuzkümmel, gemörsert

5 Knoblauchzehen, fein gehackt

3 Lorbeerblätter

1/2 EL Tamarindenpaste

3 TL getrocknete Minze

1 TL Chilipulver

1 EL schwarze Pfefferkörner (z.B. Tellycherrypepper), gemörsert

Salz

1/2 Zwiebel, gehackt

3 EL Tomatenpüree

2 EL Sahne oder fetter Joghurt

insg. etwa 250 ml Wasser

Einige Blätter Minze zum Garnieren

Beilage: Reis oder Naan

Zubehör: Schmorpfanne oder großer Topf, kleine Pfanne, Mixer

Zubereitungszeit: mind. 2,5 Stunden – davon 2 x 1 Stunde Schmorzeit

So geht’s:

Wenn alles gehackt und gemörsert ist, nehmt ihr die große Schmorpfanne und röstet darin die getrockneten Kaschmir Chilis kurz an. Sobald sie aromatisch zu riechen beginnen, gebt ihr sie zusammen mit den frischen Chilis und etwa 50 ml Wasser in den Mixer.

Anschließend wandert die Chilisauce wieder zurück in die Schmorpfanne. Ihr gebt Pfeffer, Kardamom, Zimt und die Lammwürfel nun dazu. Alles wird mit ca. 200ml Wasser bedeckt und zum Kochen gebracht. Nun schließt Ihr den Deckel, dreht die Hitze auf mittlere Höhe und lasst das Lamm in der Sauce für etwa eine Stunde leise köcheln.

Nach einer Stunde sollte das Lamm zart sein. Falls nicht, gebt ihm noch mal eine halbe Stunde.

Dann in der kleinen Pfanne Kreuzkümmel, gehackten Knoblauch, Lorbeer und die halbe gehackte Zwiebel anschwitzen und für 3-4 min garen. Die Mischung dann zum Lamm in den großen Topf geben. Salzen und das Tomatenpüree hinzufügen. Tamarine, Minze und Chilipulver unterrühren. Alles gut verrühren und noch mal eine Stunde aufgedeckt köcheln lassen, damit die Brühe einreduziert.

Zum Schluss mit Salz und etwas Sahne abschmecken. Bei Bedarf noch etwas Chilipulver hinzufügen – je nachdem, wie scharf ihr es mögt!

Die Sauce sollte in der letzten Stunde richtig einreduzieren und schön sämig werden. Dafür sorgt das Fett am Lammfleisch, weshalb man keinesfalls alles abschnippeln sollte! Falls die Brühe noch zu wässrig ist, einfach noch etwas länger köcheln lassen oder mit einer halben roh geriebenen Kartoffel abbinden.

Mit frischer Minze garnieren und servieren.

Das Mirchi Korma ist ein sanft geschmortes, sehr würziges Lammgericht, das herrlich in die kalte Jahreszeit passt. Noch einmal aufgewärmt schmeckt es auch am nächsten Tag wieder köstlich.

Die Schärfe könnt ihr mit einem Gurken-Raita etwas abmildern (Joghurt, Gurkenwürfelchen, etwas Salz und gemahlenen Cumin vermischen).

Die Kaschmir Chilies habe ich mir aus Indien mitgebracht. Ein paar Eindrücke unserer Reise findet ihr hier. Die mitgebrachten Gewürze erinnern mich immer wieder an diese Zeit. Vielleicht sollte ich mal wieder in unserem Reise-Journal blättern…

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Inspiriert hat mich das Indien-Special der Saveur. Ihr findet das Originalrezept auch online. Ich habe es aber, wie immer, etwas abgewandelt. Mir erschienen 10 Knoblauchzehen zu viel. Außerdem machten die halbe Zwiebel und die Sahne die Sauce sämiger. Und die Tomate sorgte für etwas mehr Frische.

 

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Wenn man den Obst- und Gemüsehändlern auf dem Markt Glauben schenken darf, war die Erntesaison groß. Sie habe früh angefangen, die Pflanzen hätten sich völlig verausgabt und jetzt sei halt langsam Schluss, so zumindest sagt mein Tomaten-Dealer.

Dann also noch schnell Nektarinen kaufen. Noch gibt es herrlich orange-lila gesprenkelten Nektarinen. Ich mag sie besonders, wenn sie knackig und noch leicht säuerlich sind. Leider werden Nektarinen aber auch schnell schrumpelig oder die elenden Fruchtfliegen machen sich darüber her. Dann mache ich aus ihnen ein leuchtendes, wärmendes, fruchtig-scharfes Chutney für kalte Tage:

Chutney von Nektarinen und Paprika

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Für 3 Schraubgläser a 200ml (Circa-Angabe!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

3 reife Nektarinen

1 kleine rote Paprika

8-10 getrocknete Tomaten (trockene oder gut abgetropfte in Öl eingelegte)

0,2l Tomatensaft

1 große Zwiebel

1/2 Knoblauchzehe

1 cm³ Ingwer (also ein etwa frauendaumenkuppengroßes Stück)

2 kleine getrocknete Vogelaugen-Chilis

1/2 TL schwarze Zwiebelsamen

1 gehäufter EL Madras Curry (oder ein anderes scharfes Curry)

Apfelessig

Muscovadozucker

2 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

Zubehör: scharfes Messer, Schneidebrett, mittelgroßer Topf, sterile Schraubgläser

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Nektarinen entkernen und grob würfeln. Paprika entkernen und ebenfalls grob würfeln. Getrocknete Tomaten grob würfeln. Zwiebel schälen, fein würfeln. Chilischoten entkernen und fein hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Ghee oder Öl im Topf erhitzen. Die Zwiebeln glasig dünsten. Chilischote, Knoblauch, Ingwer hinzugeben und ebenfalls mitdünsten. Currymischung anrösten, bis das Aroma aufsteigt. Nektarinen, Tomaten, Paprika hinzugeben, gut mischen und andünsten. Zwiebelsamen und Tomatensaft hinzugeben, gut unterrühren. Topf zudecken und 5 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Jetzt sind die Früchte schon etwas weich und haben Saft gezogen. Nun mit dem Apfelessig und dem Muscovadozucker großzügig abschmecken. Das Chutney sollte ausgewogen süß, scharf und säuerlich zugleich sein. Da es hierbei stark auf die Süße der Früchte ankommt und Euren persönlichen Geschmack, ergeben genaue Mengenangaben keinen Sinn.

Zum Schluss noch etwas einköcheln lassen, bis die Masse noch stückig ist aber mit einer dicklichen Sauce. In die Gläser füllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen, beschriften und an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren.

Das Chutney hält sich locker mehrere Monate. Angebrochen hebt es sich im Kühlschrank noch mindestens 2 Wochen auf. Es schmeckt herrlich zu Gegrilltem, zu Käse oder zu indischen Gerichten, aber auch auf Sandwiches mit kaltem Hühnchen oder gekochtem Schinken.

 

 

 

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Die Pflaumen sind reif. Und wenn die Wespen uns noch etwas übrig lassen, schnappt Euch welche und macht backt Zwetschgenkuchen, esst sie pur oder kocht Euch ein dickes, mulmiges Pflaumenchutney!

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich ein Chutney-Fan bin und schon viele Varianten verbloggt habe! Das Letzte habe ich allerdings zur Rhabarber-Zeit gemacht, was schon wieder viel zu lange her ist. Denn Chutneys sind eine tolle Möglichkeit Früchte haltbar zu machen – auch wenn man KEIN Süßfrühstücker Marmeladen-Fan ist!

An’s Chutney-Kochen habe ich irgendwie die letzten Monate nicht gedacht. Zu viel um die Ohren!

Aber dann habe ich im grandiosen neuen Kochbuch “Das Küchentagebuch. Mit 250 Rezepten durch das Jahr” von Nigel Slater geschmökert. Dass ich ein Slater-Fan bin, wisst Ihr ja vielleicht. Im Blog gab’s schon so Einiges von ihm nachgekocht. Ich mag seine unprätentiöse Art, seine Bescheidenheit (“I’m not a Chef, I’m a Cook”) und viele seiner Rezepte. Im “Küchentagebuch” teilt er seine Aufzeichungen über’s Jahr (zusammengefasst aus vielen Jahren) mit seinen Lesern und will explizit inspirieren als belehren. Wie sympathisch! Wer gerne Rezepten einen eigenen Stempel aufdrückt und nicht sklavisch an Buchstaben klebt, dabei auch noch ein bisschen schmökern mag, dem sei das “Küchentagebuch” ans Herz gelegt.

Aber was hat das jetzt mit Chutney zu tun? Also: Besonders angetan hat’s mir unter dem Datum 30. August folgender Satz: “Meine bunt leuchtenden Einmachgläser entstammen nicht dem Bedarf, eine Überfülle haltbar zu machen oder schleifchenverzierte Geschenke für meine Freunde herzustellen, sondern dem Wunsch nach ein, zwei Löffeln hausgemachtem Relish zu einem Stück Käse und einem Brocken Brot.

“Schleifchenverzierte Geschenke” – I love it! Das dann im Buch folgende Chutney besteht zwar aus Feigen und ist völlig anders zubereitet als meines. Aber ein fruchtig, dunkles Chutney wollte ich auch haben. Also gab es eines aus Pflaumen und Cranberries:

Processed with Rookie

Für 2 Gläser a 250ml benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 10-15 reife Pflaumen, entsteint und grob gewürfelt

etwa 100 gr getrocknete Cranberries

1 rote Zwiebel, gehackt

1 Vogelaugenchili, gehackt

1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt oder gerieben

1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 EL Garam Masala (nach diesem Rezept oder aus dem Asia-Laden)

Muscovadozucker (etwa 3 EL – oder nach Geschmack)

Portwein (etwa 0,1l – oder nach Geschmack)

Rotweinessig (etwa 6 EL – oder nach Geschmack)

1 EL neutrales Pflanzenöl

2 gestrichene TL Salz

1 Sternanis

Zubehör: Großer Topf, 2 Schraubgläser

Zubereitungszeit: ca 30-45 min)

So geht’s:

Öl im Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili darin andünsten. 1 EL Muscovadozucker hinzugeben, umrühren, bis die Zwiebeln glasig werden. Garam Masala hinzugeben und andünsten, bis die Aromen in der Nase kitzeln. Pflaumen und Cranberries hinzugeben und leicht köcheln lassen, bis Saft austritt. Nun Port und Rotweinessig sowie den restlichen Zucker und das Salz unterrühren. Sternanis hinzugeben. Mit geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen. Dabei immer mal umrühren und abschmecken. Je nach Säure/Süße der Früchte müsst Ihr mit etwas Zucker oder Essig nachjustieren. Beim Chutney kommt es weniger auf strenge Mengenangaben an als auf Euren persönlichen Geschmack.

Wenn die Pflaumen schön zerkocht sind, Deckel abheben und gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit einreduzieren lassen. Final abschmecken und anschließend in sterile Schraubgläser geben. Voll befüllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen.

Abkühlen lassen und an einem dunklen Ort aufbewahren. Angebrochene Gläser halten im Kühlschrank noch etwa 14 Tage.

Das Pflaumenchutney schmeckt köstlich zu reifem Käse aber auch zu Braten, trockenen Lammcurries oder orientalischen Reisgerichten.

Kennt Ihr eigentlich Claudias Blog Geschmeidige Köstlichkeiten? Darin widmet sie ihre Rezepte Menschen, die beispielsweise wegen einer Krankheit nicht so selbstverständlich schlucken können wie gesunde Menschen. Sei es durch Schlaganfall, Zahn- oder Kieferprobleme oder Karzinome im Mund- und Rachenbereich. Da ich selbst mehrere Male in meinem Leben am Kieferknochen operiert wurde und tagelang nur Suppen, Joghurts und – im besten Fall – Kartoffelbrei zu mir nehmen konnte, unterstütze ich mit meinem Chutney gerne ihr Blog-Event “Smooth Food” als Gastgeberin bei Zorra.

Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)

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In  dieseer Woche geht es einfach mal weiter mit meiner “reloaded” Reihe, weil es zuletzt viel zu heiß war, um Neues auszuprobieren.

In loser Reihenfolge verblogge ich also ab sofort immer mal wieder meine Lieblingsgerichte – mit neuem Foto oder auch leichtem Rezept-Update. Denn über die Jahre ergeben sich immer mal Verfeinerungen, die ich gerne mit Euch teile. (Aber keine Angst! Ich habe auch bald wieder Neues für Euch! Sogar aus der Kategorie “süß” und “gebacken”!)

Heute gibt’s mein allerliebstes Lieblingscurry! Das südindische, sauscharfe, genial köstliche Malabar Fisch Curry:

Processed with RookieDas Rezept muss ich eigentlich nicht wirklich aktualisieren, weil es sich seit Jahren bewährt. Es ist perfekt so wie es ist. Außer, dass ich heute nicht mehr auf Pangasius oder Tilapia zurückgreife, sondern weißen, festfleischigen Seefisch nehme, der gerade Saison hat oder der einfach guten Gewissens gekauft werden kann. Wenn kein solches festfleischiges Fischfilet erhältlich ist, könnt Ihr auch einen weniger “robusten” Fisch nehmen und die Stücke einfach nur ganz zum Schluss vorsichtig in der Sauce gar ziehen lassen.

Mittlerweile gebe ich sehr gerne gegarte Kartoffelstücke ins Curry. Gerade, wenn mehrere Personen mitessen oder Reste vom Vortag vorhanden sind, bietet sich das “Strecken” mit Kartoffeln an und ist in Indien nicht unüblich. Auch eine Handvoll Erbsen gebe ich gerne dazu. Ihre Süße nimmt etwas die Schärfe und Säure, falls etwas empfindlichere Gäste  mitessen. An den Zutaten für die Sauce wird aber nichts geändert. Sie bleibt eine grandiose Mischung aus vielen indischen Aromen, aus scharf, sauer und kokosnussig!

 

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Ich liebe Spinat. Und ich liebe die indische Küche. Wie schön, dass beides wunderbar zusammenpasst und Spinat eine klassische Zutat meiner Lieblings-Länderküche ist.

Außerdem testet eine meiner Lieblingsbloggerinnen und Foodjournalistinnen, Katharina Seiser (www.esskultur.at), gerade für 21 Tage die vegane Lebensweise. Ihre Erkenntnisse und Rezepte sind auch für Nicht-Veganer interessant, ihre Texte ohnehin immer genial zu lesen. Ich freue mich schon auf den fertigen Artikel, der im Frühjahr in der österreichischen Frauenzeitschrift MAXIMA erscheinen wird. Denn ich traue ihr zu, dass sie weder dogmatisch noch plakativ wird, sondern ernsthaft, abwägend und erkenntnisreich von Ihren drei Wochen Veganertum berichten wird.

Obwohl ich weit davon entfernt bin, mich vegan ernähren zu wollen, freut es mich, dass eines meiner Gerichte für Katharinas Selbstversucht passend ist. Vielleicht ist es eine kleine Inspiration, wenn’s mal wieder langweilig oder schwierig wird mit den 21 Tagen…

Wir hatten nämlich neulich ein Baghare Bhaji aus Pushpesh Pants kongenialem Kochbuch “India” (Mehr dazu u.a. hier). Das Gericht stammt aus der Region Hyderabad im Südosten des Subkontinents. Die Küche der Region ist bekannt für seine zahlreichen Einflüsse unterschiedlichster Religionen und Kulturen sowie seine üppigen Dessert. Auch das Reisgericht Biryani kommt von hier. Aber auch zahlreiche vegetarische/vegane Rezepte stammen aus Hyderabad – beispielsweise das würzige Spinat-Curry Baghare Bhaji:

spinat

(Das Foto ist ein Alptraum. Ich hatte die Kamera verstellt, so dass kaum zu erkennen ist, was sich im Thali-Schälchen befindet. Ich bitte das zu entschuldigen!)

Das Schönste an dem Spinatgericht: Es geht für indische Verhältnisse schnell und kann somit auch abends als leichtes Abendessen zubereitet werden.

Zutaten für 2 Personen (leicht abgeändert gegenüber dem Original):

2 EL neutrales Pflanzenöl

350 gr Spinat, fein gehackt

1 TL Kreuzkümmel, gemörsert

2 Zwiebeln, grob gehackt

3 getrocknete Chilis

2 TL Ingwer-Knoblauch-Paste

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Koriandersamen, gemörsert

1/2 Bund frischer Koriander, fein gehackt

3 grüne Chilis, in Ringe geschnitten

Zum Würzen:

1 EL Pflanzenöl

1/2 TL Kreuzkümmelsamen

1 TL Senfsamen

8 frische Curryblätter (Danke, Tina!)

Zubereitungszeit: etwa 30 min

Zubehör: eine mittelgroße Pfanne oder Topf, eine kleine Pfanne.

So geht’s:

2 EL Öl bei mittlerer Hitze in der Pfanne erhitzen. Gemahlener Kreuzkümmel, getrocknete Chili (etwas zerdrücken) hinzugeben und anrösten. Die Zwiebeln hinzugeben und unter Rühren anschwitzen, bis sie goldfarben sind. Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben, Kukurma und den gemahlenen Koriander ebenso. Alles unter Rühren anbraten, bis es deutlich zu duften anfängt. Jetzt den gehackten frischen Koriander, den gehackten Spinat und die grünen Chilis unterrühren. Salzen und bei niedriger Hitze einige Minuten andünsten. Dabei mit einem Holzkochlöffel die Blätter noch etwas zerdrücken.

In der kleinen Pfanne nun den EL Öl erhitzen. Kreuzkümmel, Senfsamen und Curryblätter unter Rühren anbraten. Die Gewürzmischung über den Spinat geben und sofort servieren.

Dazu passt Naan oder Reis. Oder Ihr esst den köstlich-würzigen Spinat einfach so…

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