Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Italien’ Category

An die klassische Pasta Carbonara reicht kaum etwas heran. Etwas sommerlicher, leichter und abwechslungreicher ist diese Variante mit Zucchini und kleinen, feinen Chili-Ringen.

Ein richtiger Seelenstreichler ist die Pasta Carbonara: Cremig, würzig, seidig und mit jeder Menge Aromen von Käse und Speck. Gibt es etwas Köstlicheres? Oft servieren wir einen Salat dazu, damit wenigsten ein bisschen Vitamine auf dem Tisch stehen. Die cremige, speckige Sauce legt sich aber so über die Zunge, dass ein säuerlich angemachter Salat nicht mehr so recht passt und nur noch bitter schmeckt. Da siegt also meist die Vernunft über den Geschmack…

Wie schön, wenn man die ersten reifen Zucchini bekommt und einfach mit gesundem Gemüse der Lieblingspasta ein frühlingshaftes Kleidchen anzieht!

Zucchini Carbonara

Feingeschnittene Chilischoten bringen zudem noch etwas Pepp in die Sauce und sorgen für noch mehr Farbe auf dem Teller!

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

1 Zucchino

1 scharfe rote Chilischote

2 Eier (komplett)

3 Eigelb

ca. 150 gr geräucherter Bauchspeck

4 gehäufte EL frisch geriebener Parmesan

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Salz

Muskatnuss

Olivenöl

optional: frische Petersilie, gehackt

Zubehör: Pfanne, Topf, Sieb, Schneebesen

Zubereitungszeit: unter 30 Minuten

Schwarte vom Bauchspeck entfernen und in kleine Würfelchen schneiden. Eier verkleppern, mit Parmesan und den Gewürzen zu einer homogenen, nicht zu flüssigen Masse verrühren. Falls es sehr flüssig ist, noch etwas Parmesan zugeben. Ist sie eher breiig, kannst Du sie ausnahmsweise mit einem Schluck Sahne verdünnen. (Keine Sorge vor den Besserwissern: Auch italienische Mamas nehmen manchmal Sahne!)

Zucchino waschen und halbieren. Die Hälften in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Chilischote in feine Scheiben schneiden. Petersilie waschen, trockentupfen und hacken.

Speckwürfel in einem Spritzer Olivenöl langsam aber kross ausbraten. Die Würfel sollen richtig knusprig aber nicht hart sein. Nudeln (hier: Fussili) in der Zwischenzeit al dente kochen. Zucchini und Chili zum Speck in die Pfanne geben und kurz heiß werden lassen. Die Zucchini-Scheiben sollten noch Biss haben!

Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen (etwas Wasser darf noch übrig bleiben. Die Nudeln also nicht zu stark abschütteln) und zurück in den Topf geben. Dann die Speck-Zucchini-Chili-Mischung hinzugeben und gut vermischen. Abschließend die Ei-Käse-Masse unterrühren. Sofort auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit der Petersilie garniert sofort servieren.

Fertig ist ein köstliches, schnelles Pastagericht, das etwas Abwechslung in den Klassiker Carbonara bringt. Guten Appetit!

Read Full Post »

In unserem imaginären Ehevertrag ist festgehalten: Eine Portion der allerbesten Bolognese der Welt muss immer im Haus sein. Ja, wenn der bEdW das liest, sollte er sich bald wieder an den Herd begeben! 

Wer sich nicht gerade auf dem Schulhof kennen und lieben lernt, bekommt mit der Liebe des Lebens auch gleich ein Päckchen Geschichte(n) mitgeliefert. Manche verschweigt man besser, andere kommen erst nach 10 bis 15 Tequila auf den Tisch. Und wieder andere werden immer und immer wieder erzählt. So lange, bis die geneigte Ehefrau glaubt, sie sei selber dabei gewesen.

So geht es mir bei den Geschichten rund um Rainer und Danielle. Jenen Freunden aus Italien, die der beste Ehemann der Welt (bEdW) lange vor mir kannte. Und dank derer er als ganz junger Kerl ein bisschen große weite Welt in Italien schnuppern durfte.

Rainer und Danielle haben sich unsterblich in das Herz des bEdW eingebrannt und eine Liebe für guten Wein, lange Gespräche, italienische Lebensart, die einzig wahre Carbonara und eben jene Bolognese eingepflanzt, die bis heute blüht und grünt.

Lasagne

Von Rainer und Danielle ist immer dann die Rede, wenn die Bolognese in Topf und Teller kommt. Nie wird vergessen, sich an sie zu erinnern und leise „Danke!“ zu sagen für ein Rezept, das ganz ohne Chichi, ohne Sous Vide, ohne Edelschokolade auskommt.

Mögen andere ihre Bolognese nur rechtsherum 78 Stunden lang rühren und dabei buddhistische Mandalas in den Parmesan kratzen. Unser Rezept für die – natürlich! – allerbeste Bolognese der Welt kommt aus dem Herzen Italiens (und aus unserem) geht so:

(Disclaimer: Jeder, der sein eigenes Bolognese-Rezept hat, soll dieses hegen, pflegen und weitergeben. Aber unseres schmeckt uns genau so! Danke!)

Zutaten für einen großen Topf Bolognese für mindestens 6 hungrige Esser. Oder 2, die sich versprochen haben, dass immer mindestens eine Portion eingefroren im TK-Fach auf Tage wartet, die Soulfood dringend nötig machen:

1 kg Rinderhackfleisch

3 Scheiben Markknochen

3 frische Lorbeerblätter

500 gr klein gehackte Karotten

200 gr klein gehackter Knollensellerie

3 klein gehackte Knoblauchzehen

2 normalgroße ebenfalls gehackte Zwiebeln

0,5 l passierte Tomaten

2 Dosen (à 400gr) stückige Tomaten

1 Dose (á 800 gr) geschälte Tomaten

(In der Saison kannst Du natürlich auch geschälte frische Tomaten verwenden. Am besten weckst Du Dir schöne Sommertomaten selbst ein!)

1 EL Tomatenmark

1/2 Flasche trockener Rotwein (uns taugt hier immer gut ein Chianti)

2 getrocknete Peperoni

Salz, Pfeffer, Zucker, Prise Cayennepfeffer

Rosmarin, Oregano und/oder andere italienische Kräuter (sofern vorhanden frisch, ansonsten auch getrocknet möglich)

So geht’s:

Markknochen in einem großen Topf bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, bis sich das Mark rausquetschen lässt. Mark auslassen und die Knochen zur Seite stellen (werden später wieder mitgekocht). In dem Mark, das jetzt quasi als Öl fungiert, die gehackten Zwiebeln anschwitzen. Zuckern. Das Tomatenmark anrösten (so verliert es die penetrante Säure). Dann das Hackfleisch scharf anbraten. Jetzt den Wein zugießen und ebenfalls verkochen lassen, bis nur noch ganz wenig Flüssigkeit vorhanden ist.

Dann das gehackte Gemüse, die Lorbeerblätter, die Peperoni und die Tomaten zugeben. Auch die Markknochen können jetzt wieder rein. Alles zugedeckt mindestens zwei Stunden köcheln lassen.

Besser ist eine längere Kochzeit. Also 4-6 Stunden. Im Idealfall setzt Du  das Ragu  am Vortag an und wärmst es am nächsten Tag wieder auf, schmeckst es ab.

Denn: Je mehr Zeit Du dem Ragu schenkst, desto besser. (Dummerweise kann ich mich so lange nie gedulden und drängel den bEdW immer dazu, nur die Mindestkochzeit zu verwenden. Geduld wird aber belohnt. Glaub mir!)

Wenn das Ragu geköchelt hat, kommt das Abschmecken: Fleisch und Gemüse “schlucken” sehr viel Salz. Da kann man also schon mal ordentlich ins Salztöpfchen greifen. Zu scharf sollte das Ganze nicht werden, deshalb bei Pfeffer und Cayennepfeffer etwas zurückhaltender würzen. Zucker ist in erster Linie nötig, um die Säure der Tomaten und des Weins etwas zu neutralisieren. Da die Möhren aber auch süßlich sind, darf man es auch beim Zuckern nicht übertreiben.

Zum Servieren frische Kräuter unterheben. Auch wenn Puristen keinen Oregano ins Ragu geben. Das ist Deinem Gusto überlassen!

Mit geriebenem Parmesan heiß servieren und die Seele streicheln lassen!

Genial ist diese Bolognese mit Tagliatelle oder als Basis für eine herzhafte Lasagne.

Ariane vom wunderbaren Blog Tra dolce ed amaro hat das höchstrichterliche Ragu-Rezept der italienischen Handelskammer hier veröffentlicht. Sie räumt auch mit der Mär auf, ein Ragu müsse 12, 24 oder 48 Stunden köcheln. Diese Angabe stammt noch aus einer Zeit, als das Fleisch nicht immer ganz hygienisch gelagert werden konnte. Die italienische Mamma kann darüber nur schmunzeln…

Aber ich sitze weit entfernt von italienischer Gerichtsbarkeit und freue mich über das Rezept von Rainer und Danielle, das fest in unserem Herzen ist. Rezepte von Freunden eben. Für den ZEIT #kochtag.

Dieser Beitrag erscheint anlässlich des ZEIT Kochtags 2016, einem bundesweiten Aktionstag am 22. April, der Menschen dazu anregen soll, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen.

Read Full Post »

Herumeiern, Ei der Daus, das Ei des Kolumbus, „Wir brauchen Eier!“ – Das gute Ei ist in unserer Sprache allgegenwärtig. Zu Ostern spielt es sogar eine Star-Rolle. Deshalb habe ich heute viele Eier-Rezepte für Euch!

Wie konnte ich diese drei weiteren Rezepte denn vergessen bei meiner Ostereier-Parade? Oh man. Also hier noch mehr Eierei:

Eierpfannkuchen – oder Palatschinken – müssen nicht zwingend süß gegessen werden. Es gibt auch eine herrliche herzhafte Variante mit Boeuf Stroganoff:

Palatschinken_Stroganoff

Das Rezept für Palatschinken Stroganoff gibt es hier.

Wann immer wir Eier und Speck im Kühlschrank haben, schaue ich den bEdW mit großen Augen und flehendem Blick an. Dann weiß er: Es ist Spaghetti Carbonara Time!

carbonara

Das Rezept für italienische Carbonara findest Du hier.

Seit einiger Zeit mag ich Spiegeleier. Ganz besonders auf knusprig gebratenen Nordseekrabben und dunklem Brot: Friesischem Krabbenbrot eben.

krabbenbrot

Wie ein friesisches Krabbenbrot geht, erfährst Du hier.

Das fluffigste aller Frühstückseier kommt aus dem Backofen, macht auf dem Oster-Frühstückstisch viel her und ist kinderlicht zuzubereiten:

Ei

Zum Rezept für’s Eierwölkchen bitte hier entlang.

Überhaupt Frühstückseier. Sie gehören für mich ebenso zum perfekten Morgenritual wie ein langer Lauf durch die Frühlingsluft. Das perfekte weichgekochte Ei hat Heston Blumenthal für uns:

ei-e1382894795381

Zum Rezept für das Blumenthalsche Ei bitte hier entlang.

Ungleich edler und perfekt für Gäste sind die Eier aus dem Jenaer Glas, die zugleich eine kleine historische Tour in Richtung Bauhaus und „Form follows Function“ geben. Oeufs en cocotte klingt auch gleich viel hübscher:

oeuf

Rezepte für Oeufs en cocotte findest Du hier und hier.

An Ostern hast Du aber vermutlich auch jede Menge hart gekochter Eier übrig. Daraus lässt sich ein sehr frischer, gar nicht spießiger Eiersalat zubereiten:

Processed with Rookie

Das Rezept für Eiersalat und was Elvis damit zu tun hat, erfährst Du hier.

Natürlich darf in Hessen die Mutter aller Eier-Verwertungs-Gerichte nicht fehlen: Die Frankfurter Grie Soß! Ein echtes „how it all began“-Gericht aus den Blog-Anfängen:

grie-soc39f

Das Rezept für Grie Soß findest Du gleich mehrfach im Blog. Zuletzt hier.

Aber wie sagen wir Hessen: Des bissi, das mir esse, könne mer auch trinke! Also nichts wie ran an den Eierlikör:

eierlikör

Zum Rezept für Eierlikör mit Tonkabohne bitte hier entlang.

Ach, es gibt so viele köstliche Gerichte mit Eiern!

Was ist Dein Lieblings-Ei-Rezept?

Also auf zum Wochenmarkt und frische Eier aus der Region gekauft, die von glücklichen Hühner stammen. Dann schmeckt jedes Eiergericht noch mal so gut!

Read Full Post »

Nach Mac’n’Cheese das amerikanische Nudelgericht schlechthin: Spaghetti mit Fleischbällchen in Tomatensauce. Kein Mafia-Film und keine Parodie kommen ohne aus! Warum auch?

Als Einstimmung auf einige Tage Sizilien in diesem Jahr wurde der bEdW von mir dazu verdonnert noch mal alle drei Teil von „Der Pate“ zu schauen. Oder sollte ich sagen: Ich machte ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte?

Spaghetti_Meatballs

„Der Pate“ ist nicht nur die brillante Verfilmung des Romans von Mario Puzo. Er ist auch Prototyp aller Mafia-Filme überhaupt mit zahlreichen ikonographischen Szenen:

Marlon Brando im Gegenlicht der heruntergelassenen Jalousie…

Al Pacino nach dem Generationenwechsel, vor dem sich langsam die Tür schließt, während seine gewollt ahnungslose Frau (Diane Keaton) draußen bleibt…

Der Bruderkuss an den verräterischen Fredo…

Der Pferdekopf im Bett… (geniale Parodie bei den Simpsons!)

und natürlich die vielen Anspielungen auf Frank Sinatras Karriere…

Jede Filmminute ein Genuss. Dank großartigem, bis in die Nebenrollen brillant besetztem Cast, einer spannenden Story, der ergreifenden Musik von Nino Rota (dieser langsame Walzer!) und unvergesslichen Kameraeinstellungen. Die Trilogie zählt zu Recht als cineastisches Meisterwerk. Und das, obwohl im ersten Teil über weite Strecken nur italienisch gesprochen wird. Untertitel gelten gemeinhin im amerikanischen Kino als Todesurteil!

Zudem gilt Der Pate II als einzige Fortsetzung in der Filmgeschichte, die besser ist als der erste Teil. Eat this, Transformers! Hier tritt nun auch endlich Robert De Niro als junger Vito Corleone auf!

Aber warum erzähl‘ ich das alles? Klaro! Weil Peter Clemenza dem jungen Michael Corleone in einer genialen Szene erklärt, wie Nudeln mit einer Hackbällchen-Sauce zubereitet werden:

Falls auch Ihr mal in die Verlegenheit kommt, für 20 Mafiosi zu kochen, die in Eurer Küche sitzen, hab‘ ich was für Euch: Spaghetti and Meatballs!

Wer könnte dieses Angebot ablehnen?

Wenn Du einen guten italienischen Metzger kennst, kauf‘ ein paar Salsiccia-Würste und mach‘ die Hackbällchen aus dem Brät. Wenn nicht, halte Dich einfach an mein Rezept. Uns hat es köstlich geschmeckt. Capiche?

Zutaten für 4 hungrige (nicht 20!) Personen:

Für die Hackbällchen:

400 gr gemischtes Hackfleisch (ideal: Kalb, Rind und Schwein)

2 Eier (M)

2 EL fein gehackte Petersilie

5 gehäufte EL Semmelbrösel

1 EL frisch geriebener Parmesan

Salz und frisch gemahlener schwarzer Peffer

Für die Sauce:

400 ml ganze, geschälte Tomaten aus der Dose

400 ml gestückelte Tomaten aus der Dose

1 große weiße Zwiebel, geschält und gehackt

2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt oder gequetscht

1 kleine frische Chilischote, fein gehackt

Zucker, Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Olivenöl

getrockneter Oregano

optional: alte Parmesanrinde

Zum Servieren:

frischer, fein gehackter Schnittlauch

Parmesan

Dazu: Spaghetti!

Zubehör: breite, flache Pfanne, Pastatopf, Sieb, Schüssel, Küchenkrepp

Zubereitungszeit: 45-60 min (etwas länger als das übliche Friday Night Dinner Date. Aber „Der Pate“ dauert ja auch länger…)

So geht’s:

Alle Zutaten für die Fleischbällchen in eine Schüssel geben und gut mit den Händen vermischen. Dann daraus kleine, mundgerechte Fleischbällchen rollen, auf einen Teller setzen und 15-20 min kalt stellen.

Meatballs

Währendessen den Tisch decken, den Wein entkorken, den Film schon mal aus der Mediathek suchen oder die DVD einlegen, noch mal die Zitate-Liste durchschauen und ein bisschen Frank Sinatra auflegen.

Jetzt die Pfanne auf den Herd stellen und etwas Olivenöl erhitzen. Die Fleischbällchen portionsweise bei mittlerer Hitze anbraten. Herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zwiebel, Knoblauch und Chili in dem in der Pfanne befindlichen Öl andünsten. Mit einer Prise Zucker würzen.

Tomaten aus der Dose hinzugeben und mit (falls vorhanden) der Parmesanrinde, Salz, Pfeffer, Oregano würzen. (Die Parmesanrinde gibt Geschmack ab und macht die Sauce etwas sämiger. Ich habe immer ein paar Endstücke eingefroren. Es geht aber auch ohne!)

Die Sauce sanft einköcheln lassen, während Du das gesalzene Spaghettiwasser zum Kochen bringst und die Nudeln garst. (Die Sauce wartet auf die Pasta, nicht umgekehrt!)

Kurz vor Ende der Nudelgarzeit die Hackfleischbällchen in die Sauce setzen

Meatballs_Sauce

und vorsichtig (!) umrühren, damit sie mit Sauce bedeckt sind. Final abschmecken und bei Bedarf mit gehacktem Schnittlauch und etwas geriebenem Parmesan garniert servieren.

Spaghetti_Meatballs

Jetzt kannst Du es Dir mit einem Glas Rotwein und einem Teller köstlicher Pasta auf der Couch bequem machen und einen der besten Filme aller Zeiten schauen. Oder gleich alle drei!

Ich bin sicher, dass Du dieses Angebot nicht ablehnen wirst!😉

Falls es tatsächlich Reste geben sollte bei dieser genialen Sauce, kannst Du diese prima einfrieren. Oder Du machst am nächsten Tag mit kurzen Maccheroni und viel Käse einen herzhaften Auflauf. Amerikaner essen Hackbällchen in Tomatensauce übrigens auch gerne auf einem Sandwich! Aber am besten isst Du einfach alles auf…

Und falls Du auf den Geschmack gekommen bist: Auf dieser Seite findest Du ALLE Rezept aus „The Godfather I-III“!

 

 

Read Full Post »

„Retten? Wieso denn Pizza retten?“, fragst Du vielleicht. Tja, dann guck‘ doch mal in eine durchschnittliche deutsche Fußgängerzone, in denen schon Kleinkindern fragwürdige „Pizzazungen“ vom Discount-Bäcker in die Patschehändchen gedrückt werden. Ganz zu schweigen von all den Fertig-Teigen und ihren Zutatenlisten. Dabei ist kaum etwas einfacher zuzubereiten als eine hausgemachte Pizza, ein knuspriger Flammkuchen oder eine herzhafte Quiche!

14032_1587554494807988_8376197270099437244_n

Nach Döner gehört die Pizza zum Lieblingsessen der Deutschen. Dagegen ist auch gar nichts zu sagen. Eine frische Pizza aus dem Steinofen ist eine Köstlichkeit, die viele italienische Restaurants am Leben hält. Auch gegen ein Stück auf die Hand ist wenig einzuwenden.

Außer vielleicht: Warum muss immer alles schnell und im Gehen gegessen werden? Befriedigt nicht, schadet der Essenskultur und macht nachweislich dick. Denn was wir im Vorbeigehen essen, bleibt in unserem Hirn nicht als Nahrungsaufnahme hängen. Kannste Dir also sparen!

Viel schöner ist es doch, sich hinzusetzen, ein Glas Wein zu trinken, das Essen zu genießen!

Pizza

Was mich nervt, sind die Fertig- und TK-Pizzen voller Analogkäse und Formschinken. Als Kompromiss zwischen Fertiggericht und Selbermachen gilt vielen das eigenhändige Belegen von Fertig-Teig aus dem Kühlregal. Ist ja irgendwie selbstgemacht, aber man spart sich die Arbeit mit dem Hefeteig.

Oh, wie gut ich das verstehen kann. Hefeteig und ich sind nicht sooo die Best Buddies! Aber wenn ich schon den Backofen anwerfe, warum dann nicht auch gleich einen Hefeteig ansetzen? Das ist weniger schlimm, als Du denkst. Sogar für einen Back-Legastheniker wie mich.

Du brauchst noch ein Argument? Guck mal:

400 Gramm Blech-Pizzateig der Marke Tante Fanny, die im Supermarkt erhältlich ist, kosten rund 2€ und enthalten folgende Zutaten:

Weizenmehl, Wasser, Olivenöl (2 %), pflanzliche Fette gehärtet, Backmittel (Backtriebmittel: Diphosphate, Natriumcarbonat, Magermilchpulver), Stabilisator: Guarkernmehrl, Emulgator: Sojalecithin, Salz, Ethylalkohol, Weinessig, Hefe.

(Preise und Zutaten sind bei anderen Anbietern ähnlich. „Tante Fanny“ suggeriert aber natürlich, dass ein liebes altes Tantchen in der Küche steht und den Teig knetet. So wie Landliebe-Joghurt suggeriert,… Ach, lassen wir das…)

Mein Pizzateig reicht für vier durchschnittlich große Pizzen und besteht aus Weizenmehl (Type 00), Hartweizengrieß, Trockenhefe, Salz, Zucker und Wasser. Die Zutaten kosten rund 90 Cent.

Pizza2

Da sage ich glatt: German Abendbrot 1, Tante Fanny 0! Oder wie siehst Du das?

„Wissen, was drin ist!“ – Das ist mir als Verbraucher wichtig. Ohne Missionseifer, ohne Hysterie. Aber ich will einfach keine Füllstoffe, Glattmacher, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel usw. zu mir nehmen, wenn ich es vermeiden kann.

Ich muss mir aber auch nicht unnötig Arbeit machen. Das German Abendbrot steht nicht umsonst für unkomplizierte Küche, die auch für Berufstätige taugt und nach Feierabend funktioniert.

Also bekommst Du jetzt von mir ein Pizzateig-Grundrezept, das nicht nur funktioniert. Du kannst den Teig auch portionsweise einfrieren, morgens aus dem Tiefkühler nehmen, tagsüber auftauen und hast abends ein blitzschnelles hausgemachtes Abendessen ohne nervige Zusatzstoffe!  

Kleine Vorwarnung: Wir mögen den Teig dünn und knusprig. Also quasi römische Art. Wenn Du lieber den dicken Rand und fluffige Unterlagen magst, findest Du bessere Rezepte. Mir meinem wird der Teig dünn, knusprig, krachig!

Zutaten für 4 Pizzen:

400 gr Weizenmehl (Type 00 – also Pizzamehl, oder 550)

100 gr Hartweizengrieß

1 Tütchen Trockenhefe (ca. 6 gr)

1 TL Zucker

1 TL Salz

ca 300 ml lauwarmes (nicht zu warmes!) Wasser

Zum Pizza-Belag kommen wir später🙂

Siebe das Mehl und das Grieß durch ein feines Sieb in eine Schüssel. Gib die Trockenhefe dazu und vermische alles gut miteinander. Salz und Zucker hinzugeben und ebenfalls gut vermischen.

Jetzt das Wasser vorsichtig hinzugießen und mit der Hand (so habe ich das beste Gefühl für den Teig) Mehl und Wasser vermischen. Immer etwas mehr Wasser hinzugeben, bis alles miteinander eine homogene Masse ergibt. Ist der Teig zu trocken, gibst Du noch etwas Wasser dran. Ist er zu nass, nimm noch eine Prise Mehl dazu.

Jetzt den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und etwa 10 min gut durchkneten. Etwas Mehl in Deine Schüssel geben, den Teig hineinsetzen und zugedeckt etwa eine Stunde gehen lassen. (Ich stelle den Teig in den Backofen und mache das Licht an aber keine Temperatur!)

Natürlich kannst Du Dich verrückt machen lassen wegen „kalter Teigführung“ und „Über-Nacht-Gare“. Aber wir wollen uns das Leben ja nicht unnötig kompliziert machen. Wenn Du tiefer in die Materie einsteigen magst, tu das gerne auf den vielen versierten Back-Blogs. Hier gibt’s die Alltags-Lösung!

Das ist wirklich einfach und geht schnell. Wenn der Teig gegangen ist, hat er etwa das doppelte Volumen oder mehr. Du nimmst ihn jetzt raus, legst ihn wieder auf die bemehlte Fläche, schlägst ihn zusammen und viertelst den Teigklumpen.

Ich backe immer drei Pizzen: Eine für mich, eine für den besten Ehemann der Welt (bEdW) und eine für den nächsten Tag. Kalte Pizza ist nämlich mein Guilty Pleasure!

Ein Viertel friere ich aber immer direkt ein. Dann hab ich abends oder am Wochenende mal schnell eine Pizza! Das Einfrieren schadet dem Teig nicht. Du lässt ihn einfach langsam in seinem Gefrierbeutel oder Tupperdöschen im Kühlschrank auftauen, nimmst ihn anschließend heraus und lässt ihn in einer bemehlten Schüssel zugedeckt Zimmertemperatur annehmen:

Pizza3

Die Anschaffung eines Pizzasteins lohnt sich übrigens wirklich – auch für Obstböden oder Brot. Die Hitze kommt so richtig gut an den Boden und macht ihn knusprig. Oft bekommst Du in einer Pizzeria ein Riesenteil mit einer matschien Mitte. Das mag keiner, oder?

Den Backofen kannst Du also mit Pizzastein volle Pulle vorheizen (mein Ofen schafft 250 Grad. Wenn Deiner 280 kann, tu es!). Am besten schiebst Du den Stein auf die 1. oder 2. Stufe von unten, damit der Belag nicht so dicht an der oberen Heinzschlange ist.

Du rollst ein Teig-Viertel mit dem Nudelholz auf einer bemehlten Fläche dünn aus, belegst Deine Pizza nach Wahl und Geschmack und backst sie etwa 10 Minuten – je nachdem, wie kross Du sie magst. Je heißer der Ofen ist, desto kürzer die Garzeit. Klar, oder? Bei der dritten Pizza reichen oft schon 5 Minuten weil der Ofen und der Stein knalleheiß sind!

Ein paar Worte zum Belag: Hier geht, was gefällt. Magst Du Pizza Hawaii mit Ananasscheiben und Cocktailkirsche? Just do it!

Ich liebe aber folgende Variante:

Ich koche mir einen Tomatensud aus 1/2 feingehackten Zwiebel, 2 Sardellen, 1 Knoblauchzehe, einem Lorbeerblatt und einer Dose geschälten Tomaten. Zum Würzen gebe ich Salz, Zucker und 1/2 Chilischote dran und lasse alles richtig schön einköcheln. Der Tomatensud soll pur zu heftig schmecken. Dann kommt er auf der Pizza richtig gut.

Dieser Sud reicht für 3-4 Pizzen. Ich gebe den Sud dünn auf die Pizza bis zum Rand. Wenn Du lieber einen dickeren Rand magst, spare einen Zentimeter aus, damit er schön aufgehen kann.

Für 2 Pizzen teile ich eine Kugel Mozzarella und zerpflücke sie über dem Sud. Dann gebe ich drauf, was vielleicht noch im Kühlschrank ist oder gut zum Wein schmeckt: Etwas San Daniele Schinken, ein paar schwarze Oliven, ein paar Kapern, Ringe einer roten Paprika, einen braunen Champignon in dünne Scheiben geschnitten… Weniger ist mehr!

Die heiße Pizza garniere ich noch mit gerebeltem oder frischem Oregano und ein paar Tropfen Olivenöl. Dazu gibt es ein Glas Sangiovese Wein.

Haaaaaalt! Ich hatte Dir ja noch einen Tipp für Pizza in Rom versprochen!

Wenn Du die Pizza dünn, knusprig, dünn belegt und sehr, sehr köstlich magst, dann geh zu Ai Balestrari am Campo di Fiori. Seit 1862 macht die Familie nichts anderes als Pizza und Pasta und andere Köstlichkeiten. Ohne Reseriverung geht hier nichts, denn auch die Römer essen hier gerne mit Kind und Kegel. Wir hatten im Februar das Glück direkt obendrüber zu wohnen. Da lasse sogar ich das mit der hausgemachten Pizza sein…

Dieser Beitrag ist Teil der losen Reihe #wirrettenwaszurettenist, in der sich Foodblogger zusammenschließen gegen die galoppierende Fertig-Tüten-TK-Unsitte unserer Zeit. Selbermachen ist einfach, kostet wenig und schmeckt besser!

Weitere „Retter-Rezepte“ findest Du hier:

Aus meinem Kochtopf – Fränkischer Zwiebelkuchen mit Speck (Quark-Öl-Teig)

Prostmahlzeit – Flammkuchen mit Steinpilzen und Schinken

giftigeblondeFlammkuchen mit geräuchertem Meersalz und Tarte mit Ziegenkäse

magentratzerl – Schwäbischer Salzkuchen mit Tomaten und Basilikum

Cuisine Violette – Flammkuchen mit Pfifferlingen

Obers trifft SahnePizza mit Kürbis+Schafskäse und Flammkuchen mit Camembert+Trauben 

Feinschmeckerle – Flammkuchen ohne Hefe mit Ziegenkäse und Birne

Katha kocht! – Süßer Flammkuchen mit Apfel und Zimt

lieberlecker – Käseküchlein

Küchenliebelei – Klassischer Zwiebelkuchen

Rike von Genial Lecker Flammkuchen mit Spinat

Sweet Pie – Zwiebelkuchen

Jankes*Soulfood – Rotkohl-Quiche

thecookingknitter – Rettungsaktion für eine Quiche mit Ziegenfrischkäse

Paprika meets Kardamom – Schnelle, einfache Flammkuchen

auchwas: Quiche  Apfel-Handkäse-Zwiebel 

Rohstoffverarbeitender BetriebTarte a l’orange

kebo homing – Flammkuchen mit Champignons, Gorgonzola und noch viel mehr…

Read Full Post »

Boah, heiß! Da tut man’s eher den Südländern nach und isst spät. Lange in der Küche rumwerkeln ist nicht drin. Deshalb gibt es heute einen schnellen, leichten Pasta-Teller mit gebratenen Jakobsmuscheln, würziger Chorizo und knackig-süßen Erbsen!

Vorausgesagt sind für heute 39 Grad. Ich hoffe, dass es nicht ganz dazu kommt. Die gestrigen 34 Grad reichen ja auch schon. Tagsüber genügt mir da Kaltes – wie ein belegtes Brot, Obst, Salat, Joghurt und viel, viel Wasser.

Aber irgendwann kommt dann halt doch der Appetit. Meist so gegen 22 Uhr, wenn es etwas kühler wird, die Sterne über uns blinzeln und ein laues Lüftchen über die Terrasse weht.

Jetzt muss es schnell gehen! Kühlschrank auf, kurz die Kühle genießen, Kühlschrank zu, Topf und Pfanne zurechtgeruckelt, überflüssige Klamotten vom Körper reißen, eiskalten Weißwein ins Glas und los geht’s!

In wenigen Minuten ist die Pasta mit gebratenen Jakobsmuscheln, Chorizo und Erbsen fertig. Dazu noch einen eisgekühlten Rosé, der einem auch keinen Eiswürfel nachträgt, hoch auf die Terrasse und genießen. Um 22h schlafen nämlich auch die Wespen endlich! Cheers!

Pasta_Jakobsmuschel

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

4 Jakobsmuscheln

2 EL Chili-Olivenöl oder normales Olivenöl

6 Frühlingszwiebeln (nur das Weiße)

2 gehäufte EL klein gehackte Chorizo

ein Schluck Weißwein zum Ablöschen

2 Zweige Estragon

4 gehäufte EL Erbsen (TK – dann hast Du einen Grund, den Tiefkühler aufzumachen u. kurz die Kühle zu genießen!)

2 EL Butter

Piment d’Espilette

Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: 20-30min

Zubehör: Pastatopf, kleine und große beschichtete Pfanne

So geht’s:

Pastatopf mit Wasser und Salz aufsetzen und zum Kochen bringen. Pasta darin gar kochen.

Währendessen Öl in der großen Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden. Chorizowürfel und Zwiebeln im Öl anschwitzen. Estragon dazugeben. Salzen, pfeffern. Hitze reduzieren, die Erbsen dazugeben und ziehen lassen.

In der kleinen Pfanne Butter erhitzen und Jakobsmuscheln darin anbraten. Mit etwas Weißwein ablöschen.

Estragon aus der großen Pfanne fischen. Die fertig gekochte Pasta aus dem Wasser nehmen, etwas abtropfen lassen und in die große Pfanne geben. Gut mit Zwiebeln, Erbsen, Chorizo vermischen. Die Butter aus der kleinen Pfanne über die Pasta geben und alles gut vermengen. Pasta in zwei Tellern anrichten.

Die Jakobsmuscheln mit Piment d’Espilette würzen und auf den Pastatellern anrichten. Fertig!

Süße Erbsen, scharfe Chorizo, frische Muscheln und die Seele streichelnde Pasta! Alles Glück auf einem einzigen Teller. Jetzt kannst Du Dich in den Liegestuhl setzen und die Sterne beobachten… Da! Ich hab‘ eine Sternschnuppe gesehen!

Read Full Post »

Die fluffigen Gnocchi mit Ricotta und Parmesan sind blitzschnell zubereitet, so dass es sich hier um ein echtes Friday Night Dinner Date handelt. Denn Du weißt ja: Freitags soll es schnell und entspannt zugehen, damit Du mit Deinen Liebsten ins Wochenende cruisen kannst.

Aber Achtung! Don’t call it Knotschi! (Sprich mir nach: Njocki!)

Ich bin wirklich entspannt, was Pasta anbelangt. Nur wenn ich wirklich Bock, Zeit und Muße habe, mache ich Nudelteig selbst. Zwar sind die dann auch wirklich köstlich. Aber, hey, Du musst Dir das Leben nicht schwer machen.

Trotzdem kann eine fast schon zen-artige Entspannung einsetzen, wenn Du Gnocchi oder andere Teigwaren selbst herstellst. Und da letzte Woche der Dalai Lama zu Gast in meiner Heimatstadt Wiesbaden war, ist ein bisschen demütig machende Zen-Nudel-Beschäftigung genau das Richtige für das kommende Wochenende. (Geht super und vor allem schneller, wenn Du das gemeinsam mit Deiner Dinner-Begleitung und einem Glas Wein machst!)

Gnocchi Teig Ricotta

Ich und Teig, Du weißt… Also, ich hab mich an ein Rezept von Nicky Stich gehalten und von ihr inspirieren lassen. Sie ist ein Urgestein der Bloggosphäre, Autorin mehrerer Kochbücher und überhaupt eine ganz tolle Person! So jemand kann auch Gnocchi!

Aber Gnocchi pur schmecken ja irgendwie… naja… langweilig. Also musste der Salbei auf unserer Terrasse dran glauben, der wächst und wächst und wächst.

Deswegen gab’s den Klassiker: Gnocchi mit Salbeibutter und Parma-Schinken!

Gnocchi_ohne

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

Für die Gnocchi:

250 gr Ricotta

1 Eigelb (M)

1 gehäufter TL Salz (Nicky hat weniger genommen)

etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (lässt Nicky weg)

30 gr frisch geriebener Parmesan (Nicky nimmt alternativ auch mal Pecorino)

75 gr Hartweizengrieß (Im Originalrezept: Weizenmehl)

Zusätzlich Hartweizengrieß für die Arbeitsfläche. Und zwar nicht zu wenig!

Für die Sauce:

15-20 kleine Salbeiblätter (je jünger, desto milder! Die großen Blätter sind oft strenger im Geschmack.)

4 große EL Butter

Etwas Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

3 Scheiben Parma-Schinken

Zubehör: Teigschüssel, mittelgroße, beschichtete Pfanne, großes Küchenbrett, Pastatopf, Schaumlöffel

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Die Flüssigkeit vom Ricotta abgießen. In die Teigschüssel geben. Mit Eigelb, Parmesan, Salz und Pfeffer gut vermischen. Das geht am besten mit einem Kochlöffel. Jetzt langsam peu a peu den Grieß dazugeben und immer gut unterrühren. Dabei brauchst Du mit zunehmendem Grieß-Anteil mehr Kraft!

Achtung! Der Teig ist ziemlich klebrig. Aber das ist ok. Das muss so!

Jetzt die Arbeitsfläche mit Hartweizengrieß bestreuen und auch das Küchenbrett gut mit Hartweizengrieß bedecken (siehe Foto oben). Jetzt nimmst Du immer einen großen Esslöffel voll Teig, machst Dir Grieß auf die Finger und rollst den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer etwa daumendicken Wurst. Von dieser Wurst trennst Du mit einem Messer ein etwa Fingerkuppen-großes Stück Teig ab und rollst das zu einem kleinen Klößchen. Dabei ruhig ausreichend Hartweizengrieß verwenden. Sonst klebst Du fest!

Jetzt entweder das Klößchen über die Zinken einer umgedrehten Gabel abrollen oder auf das Brett setzen und mit der Gabel etwas andrücken. So bekommst Du die typischen Rillen auf die Gnocchi. Das ist super, damit die Sauce schön hängen bleibt!

Das Ganze wiederholst Du, bist der gesamte Teig als Gnocchi auf dem Brett liegt. Zen, Baby!

Jetzt setzt Du das Pastawasser auf – mit ausreichend Salz im Wasser!

In der Pfanne lässt Du den Schinken aus, bis die Scheiben schön knusprig sind. Auf einem Küchenpapier kannst Du ihn abtropfen lassen.

In der gleichen Pfanne erhitzt Du die Butter. Sie nimmt wunderbar den Schinkengeschmack an. In der heißen Butter brätst Du die Salbeiblätter knusprig. Mit wenig Salz (der Schinken ist salzig!) und schwarzem Pfeffer würzen.

Währendessen sollte das Wasser für die Gnocchi kochen. Hitze herunterschalten und darauf achten, dass keine Kochbläschen mehr aufsteigen. Jetzt vorsichtig die Gnocchi ins keinesfalls mehr kochende (!) Wasser gleiten lassen. Vorsichtig mit einem Kochlöffel umrühren, damit sie nicht am Boden kleben bleiben. Nach wenigen Sekunden steigen die Nudeln auf. Dann kannst Du sie mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser fischen.

Entweder auf einen Teller legen und die Salbei-Butter sowie den Schinken darübergeben (guckst Du oben) oder die Gnocchi in die Pfanne geben und alles gut vermischen – das ist mit persönlich die liebere Variante:

Gnocchi_Salbei_Butter

Meine allerersten Gnocchi! Ich hatte absolute Panik, dass sie sich im Wasser auflösen. Man hört ja so Horrorstories… War aber alles easy. Sie waren wunderbar fluffig und schön leicht zum würzigen Salbei und dem Schinken (den Vegetarier natürlich einfach weglassen können!).

Sina vom Blog Giftige Blonde hat sich in dieser Woche ziemlich über Fertiggerichte und Gnocchis aus dem Kühlregal aufgeregt. Deshalb hat sie unter #homemadegnocchis auf Facebook Rezepte zum Selbermachen gesammelt. Schau doch mal rein, falls Du noch mehr Ideen für Deine hausgemachten Gnocchi brauchst!

 Schönes Wochenende!

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: