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Archive for the ‘Italien’ Category

Die fluffigen Gnocchi mit Ricotta und Parmesan sind blitzschnell zubereitet, so dass es sich hier um ein echtes Friday Night Dinner Date handelt. Denn Du weißt ja: Freitags soll es schnell und entspannt zugehen, damit Du mit Deinen Liebsten ins Wochenende cruisen kannst.

Aber Achtung! Don’t call it Knotschi! (Sprich mir nach: Njocki!)

Ich bin wirklich entspannt, was Pasta anbelangt. Nur wenn ich wirklich Bock, Zeit und Muße habe, mache ich Nudelteig selbst. Zwar sind die dann auch wirklich köstlich. Aber, hey, Du musst Dir das Leben nicht schwer machen.

Trotzdem kann eine fast schon zen-artige Entspannung einsetzen, wenn Du Gnocchi oder andere Teigwaren selbst herstellst. Und da letzte Woche der Dalai Lama zu Gast in meiner Heimatstadt Wiesbaden war, ist ein bisschen demütig machende Zen-Nudel-Beschäftigung genau das Richtige für das kommende Wochenende. (Geht super und vor allem schneller, wenn Du das gemeinsam mit Deiner Dinner-Begleitung und einem Glas Wein machst!)

Gnocchi Teig Ricotta

Ich und Teig, Du weißt… Also, ich hab mich an ein Rezept von Nicky Stich gehalten und von ihr inspirieren lassen. Sie ist ein Urgestein der Bloggosphäre, Autorin mehrerer Kochbücher und überhaupt eine ganz tolle Person! So jemand kann auch Gnocchi!

Aber Gnocchi pur schmecken ja irgendwie… naja… langweilig. Also musste der Salbei auf unserer Terrasse dran glauben, der wächst und wächst und wächst.

Deswegen gab’s den Klassiker: Gnocchi mit Salbeibutter und Parma-Schinken!

Gnocchi_ohne

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

Für die Gnocchi:

250 gr Ricotta

1 Eigelb (M)

1 gehäufter TL Salz (Nicky hat weniger genommen)

etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (lässt Nicky weg)

30 gr frisch geriebener Parmesan (Nicky nimmt alternativ auch mal Pecorino)

75 gr Hartweizengrieß (Im Originalrezept: Weizenmehl)

Zusätzlich Hartweizengrieß für die Arbeitsfläche. Und zwar nicht zu wenig!

Für die Sauce:

15-20 kleine Salbeiblätter (je jünger, desto milder! Die großen Blätter sind oft strenger im Geschmack.)

4 große EL Butter

Etwas Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

3 Scheiben Parma-Schinken

Zubehör: Teigschüssel, mittelgroße, beschichtete Pfanne, großes Küchenbrett, Pastatopf, Schaumlöffel

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Die Flüssigkeit vom Ricotta abgießen. In die Teigschüssel geben. Mit Eigelb, Parmesan, Salz und Pfeffer gut vermischen. Das geht am besten mit einem Kochlöffel. Jetzt langsam peu a peu den Grieß dazugeben und immer gut unterrühren. Dabei brauchst Du mit zunehmendem Grieß-Anteil mehr Kraft!

Achtung! Der Teig ist ziemlich klebrig. Aber das ist ok. Das muss so!

Jetzt die Arbeitsfläche mit Hartweizengrieß bestreuen und auch das Küchenbrett gut mit Hartweizengrieß bedecken (siehe Foto oben). Jetzt nimmst Du immer einen großen Esslöffel voll Teig, machst Dir Grieß auf die Finger und rollst den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer etwa daumendicken Wurst. Von dieser Wurst trennst Du mit einem Messer ein etwa Fingerkuppen-großes Stück Teig ab und rollst das zu einem kleinen Klößchen. Dabei ruhig ausreichend Hartweizengrieß verwenden. Sonst klebst Du fest!

Jetzt entweder das Klößchen über die Zinken einer umgedrehten Gabel abrollen oder auf das Brett setzen und mit der Gabel etwas andrücken. So bekommst Du die typischen Rillen auf die Gnocchi. Das ist super, damit die Sauce schön hängen bleibt!

Das Ganze wiederholst Du, bist der gesamte Teig als Gnocchi auf dem Brett liegt. Zen, Baby!

Jetzt setzt Du das Pastawasser auf – mit ausreichend Salz im Wasser!

In der Pfanne lässt Du den Schinken aus, bis die Scheiben schön knusprig sind. Auf einem Küchenpapier kannst Du ihn abtropfen lassen.

In der gleichen Pfanne erhitzt Du die Butter. Sie nimmt wunderbar den Schinkengeschmack an. In der heißen Butter brätst Du die Salbeiblätter knusprig. Mit wenig Salz (der Schinken ist salzig!) und schwarzem Pfeffer würzen.

Währendessen sollte das Wasser für die Gnocchi kochen. Hitze herunterschalten und darauf achten, dass keine Kochbläschen mehr aufsteigen. Jetzt vorsichtig die Gnocchi ins keinesfalls mehr kochende (!) Wasser gleiten lassen. Vorsichtig mit einem Kochlöffel umrühren, damit sie nicht am Boden kleben bleiben. Nach wenigen Sekunden steigen die Nudeln auf. Dann kannst Du sie mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser fischen.

Entweder auf einen Teller legen und die Salbei-Butter sowie den Schinken darübergeben (guckst Du oben) oder die Gnocchi in die Pfanne geben und alles gut vermischen – das ist mit persönlich die liebere Variante:

Gnocchi_Salbei_Butter

Meine allerersten Gnocchi! Ich hatte absolute Panik, dass sie sich im Wasser auflösen. Man hört ja so Horrorstories… War aber alles easy. Sie waren wunderbar fluffig und schön leicht zum würzigen Salbei und dem Schinken (den Vegetarier natürlich einfach weglassen können!).

Sina vom Blog Giftige Blonde hat sich in dieser Woche ziemlich über Fertiggerichte und Gnocchis aus dem Kühlregal aufgeregt. Deshalb hat sie unter #homemadegnocchis auf Facebook Rezepte zum Selbermachen gesammelt. Schau doch mal rein, falls Du noch mehr Ideen für Deine hausgemachten Gnocchi brauchst!

 Schönes Wochenende!

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Pasta geht auch bei Hitze. Oder findet Ihr nicht? Eine herrliche Resteverwertung ist Penne mit Rucola und schimmelig-würzigem Roquefort. Geht blitzschnell und streichelt die Seele.

Bei Käse kann ich mich nur schwer zurückhalten. Und Käsehändler finde es auch nicht witzig, wenn man Minimalstmengen kauft. Deshalb habe ich oft ein Käserestchen rumliegen, mit dem ich dann irgendwas anfangen muss. Pasta ist da immer eine gute Möglichkeit, um den Kühlschrank ein bisschen aufzuräumen.

Und, hey, wenn Resteverwertung SO aussieht:

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Zutaten für zwei Personen:

250 gr Penne

2 EL Frischkäse oder Creme fraiche

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

2 EL Olivenöl

85 gr Roquefort

1 Hand voll Rucola, grob gehackt

etwas trockener Weißwein zum Ablöschen

Salz und Pfeffer

Muskat

Etwas Abrieb und Saft einer Zitrone

Zubereitungszeit: 10 min

Zubehör: Pastatopf, große beschichtete Pfanne

So geht’s:

Gesalzenes Wasser im Pastatopf zum Kochen bringen.

Währendessen Öl in der Pfanne erhitzen und Zwiebeln anschwitzen. Mit etwas Wein ablöschen. Den Käse hineinbröckeln und bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Mit dem Frischkäse binden. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitrone würzen.

Wenn die Pasta gut ist, Rucola in die Pfanne geben. Pasta abgießen aber nicht abtropfen lassen. Penne mit daran haftendem Pastawasser in die Pfanne schütten und alles gut vermischen. Sofort servieren.

Leicht bitterer Schimmelkäse, grüner Rucola, vollmundige Penne – gibt es einen besseren Start ins Wochenende?

Ich wünsche Euch jedenfalls ein Wochenende mit erträglicher Hitze, funktionierenden Ventilatoren, ausreichend Eiswürfeln im Gefrierschrank und viel, viel Wasser!

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Pasta ist das “Schnell, schnell, ich brauch’ jetzt sofort Kohlehydrate!!”-Notfall-Gericht.  Aber wenn Du entschleunigen und genießen willst, dann mach’ Dir eine langsam geschmorte Lammschulter zu Deiner Pasta, nimm Dir ein Glas Chianti, lehn’ Dich zurück und freue Dich darüber, dass ein Portiönchen für morgen übrig bleibt.

Sämtliche Food-Blogs sind voll mit Pulled Pork-Rezepten. Da werden ganze Schweineherden gegrillt, geschmort, im Sous Vide gegart oder zerpflückt, auf Buns, Brötchen, Brote gelegt, zu Pommes gereicht, fotografiert und ins Netz gestellt – eines köstlicher als das andere.

Wer wie ich aber schnell genervt ist von Trends und sich dann trotzig in die Ecke verzieht und aus Prinzip schon nicht den 1001. Pulled Pork-Burger-Craft Beer-Wurstkurs-Post online stellt, der lehnt sich einfach tiefenentspannt zurück und lässt die Lammschulter langsam vor sich hin garen. So drei Stunden brauchst Du dafür nämlich schon. Ausreichend Zeit, um einen guten Sangiovese atmen und die Köchin tief durchschnaufen zu lassen…

Lamm_Pasta

Zutaten für 6 Personen (oder mit ausreichend “Resten” zum Einfrieren):

Etwa 1,5 kg Lammschulter mit Knochen

4 große, weiße Zwiebeln

4 Stengel frischer Thymian

Salz, Pfeffer

5-6 EL Olivenöl

2 große Karotten

4 Stengel Staudensellerie

2 rote Paprikaschoten

1/2 Kohlrabi-Knolle

1 scharfe Chilischote

1 TL Harissa (scharfe Chili-Paste)

2 Dosen Tomaten (á 400 gr)

1 Zweig Rosmarin

2 kleine Lorbeerblätter

Parmesan-Käse

Zucker

Basilikumblätter zum Garnieren

1 Flasche guter, trockener Rotwein zum Ablöschen (und Trinken!), z.B. Sangiovese

Pro Person etwa 125 gr Nudeln. Am besten etwas dickere Pasta wie Penne, Tagliatelle, Spirelli, Farfalle, Rigatoni…

Zubehör: Bräter, großer Topf für den Sugo, großer Pasta-Topf, grobes Sieb

Zubereitungszeit: mindestens 3,5 Stunden

So geht’s:

2 der Zwiebeln schälen und grob hacken. Thymian waschen und trockentupfen. Backofen auf 160 Grad vorheizen. Lammschulter – falls nötig – parieren, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. 1-2 EL Öl in einen großen Bräter geben, erhitzen und die Lammschulter darin von allen Seiten anbraten. Zwiebeln, Thymian dazugeben und ebenfalls mit anbraten. Mit etwa 200 ml Rotwein ablöschen und den Bräter mit dem Deckel verschließen.

Bräter auf die untere Schiene des Backofens geben und mindestens 1 Stunde schmoren.

Danach den Deckel abnehmen und weiterschmoren lassen. (Den Backofen möglichst geschlossen halten und nicht zu oft öffnen, damit der Dampf drin bleibt. Ansonsten den Deckel drauflassen…)

Während die Lammschulter vor sich hin schmort, der Wein atmet, Du total entspannt bist, setzt Du jetzt den Sugo auf:

Die restlichen Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Auch das andere Gemüse waschen, ggf. schälen und würfeln. Die Würfel brauchen nicht zu klein sein! Nur die Chilischote solltest Du fein hacken. Oder Du ritzt sie mit dem Messer ein, gibst sie im Ganzen dazu und fischst sie vor dem Servieren raus. Dann ist das Sugo weniger würzig…

Olivenöl in dem großen Topf erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze schön andünsten, während Du immer mal umrührst. Harissa, Rosmarin und Lorbeer dazugeben und ebenfalls mit anrösten.

Tomaten aus der Dose hinzugeben. Dosen mit etwas Wasser füllen, schwenken und den Tomatensaft ebenfalls ans Sugo geben. Salzen, pfeffern, etwas zuckern und offen bei niedriger Hitze etwa eine Dreiviertelstunde köcheln lassen.

Lammschulter aus dem Ofen nehmen (Achtung! Der Bräter ist höllisch heiß!). Das Fleisch auf ein Brett legen, den Fleischsaft und das Gemüse durch das Sieb direkt in den Sugo streichen.

Jetzt das Fleisch vom Knochen lösen und zerzupfen. Falls irgendwo Knorpel oder größere Fettstücke auftauchen, einfach entfernen.

Jetzt im zweiten großen Topf die Nudeln in Salzwasser kochen und Pastateller im noch warmen Ofen anwärmen.

Währendessen das Lammfleisch in den Sugo geben, gut umrühren.

Wenn die Nudeln gar sind, durch ein Sieb abgießen und sofort wieder in den Topf geben. Mit einer Schöpfkelle oder einem großen Löffel Sugo samt Fleisch in Topf zur Pasta geben und alles gut vermischen.

In die vorgewärmten Pastateller (Achtung! Heiß!) geben, Parmesan darüberreiben und mit Basilikumblätter garniert servieren!

So, und jetzt setz’ Dich hin, nimm Dir ein Glas Wein und genieße diese entschleunigte Lamm-Gemüse-Pasta und freu’ Dich, dass Du jetzt noch Sugo übrig hast, falls Du mal hungrig bist und schnell eine ordentliche Portion Pasta benötigst. Denn der Sugo wird immer, immer besser mit jedem Aufwärmen!

Lamm_Pasta_Spirelli

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Heut gibt’s zum Friday Night Dinner Date ein lecker Weinchen :)

Ich geb’s ja zu: Auch wir trinken in den warmen Monaten am liebsten gut gekühlte Weißweine oder Rosé. Mit einem beschlagenen Glas auf der Terrasse den Grillduft einatmen – das ist Sommer! Aber auch Rotwein-Liebhaber müssen nicht auf den Herbst warten, um ein Glas zu genießen. Auf geht’s zur Weinrallye!

Was also macht einen Rotwein zu einem geeigneten Sommerwein, einem Rotwein für heiße Tage? Sicherlich könnte man die Frage wissenschaftlich betrachten, mit Oechsle, Restsüße und Alkoholgehalt argumentieren. Für mich als Laie steht aber fest:

Ein im Sommer trinkbarer Rotwein muss a) eine leichte Kühlung vertragen, darf b) keinen schweren Kopf machen und muss c) auch zwei bis drei Tage geöffnet überstehen. Denn an einem Sommerabend reicht ja auch ein einzelnes Glas!

Warum tun wir uns aber im Sommer so schwer mit Rotwein? Ich denke, während wir in Herbst und Winter aus der Kälte nach drinnen in die Wärme kommen und uns mit einem Glas Rotwein ein bisschen einheizen wollen, sind die Tage im Sommer heiß genug. Im Sommer sehnen wir uns nach der Kühle der Abend- und Nachtstunden. Jaja, ich weiß, was Ihr jetzt sagt: “Die Beduinen trinken Tee gegen die Gluthitze und keine Kaltgetränke.” Aber erstens gibt’s keine Kühlschränke im Wüstenzelt und zweitens verzichten sie auch aus gutem Grund auf Alkohol. Beides scheint irgendwie nicht zusammenzugehen. Also: Entweder kühl und alkoholisch oder heiß und ohne Alk?

Im Klartext: Kühlung – Sommer – Rotwein! Geht das? Kein Widerspruch! In unserer Dachgeschosswohnung wird es im Sommer schnell mal 28 Grad und mehr. Auch der Keller ist nicht wirklich kühl. Da ich aber keinen Teebeutel in meinen Rotwein hängen will, kühle ich die ausgewählte Flasche gerne auf eine angenehme Trinktemperatur herunter – so etwa 12 bis maximal 16 Grad. Das verzeiht aber nicht jeder Rotwein, bilde ich mir ein.

Auch sind sehr „schwere“, alkohollastige Rote nicht geeignet, um auf der Terrasse zu erfrischen. Wer will nach einem heißen Tag schon gleich schläfrig und schwer werden? Am Abend erwachen im Sommer doch eher die Lebensgeister. Für die aktuelle Weinrallye habe ich also mal überlegt, wann und wo ich im Sommer Rotwein getrunken habe, ohne es zu bereuen. Klar! In Italien! Auch die Italiener trinken ihren Roten zum (späten) Abendessen. Und als absoluter Toskana-Fan habe ich mir gleich mal einen Sangiovese ins Kühlfach gelegt.

Sangiovese_Weinrallye_Front

Sangiovese_Weinrallye

Ok, der Gran Sasso Sangiovese 2013 stammt aus den Abruzzen und nicht aus der Toskana. Aber die Rebsorte ist eben auch in meiner Lieblingsregion allgegenwärtig. Es gibt selbstverständlich schwere, reife Sangiovese-Weine. Aber dieser junge, fruchtige und trockene Kerl verzeiht auch eine leichte Kühlung. Mit 12,5 Prozent Alkohol gehört er zu den leichteren Vertretern unter den aktuellen Rotweinen. Sein Kirscharoma passt perfekt in den Sommer, in dem die prallen roten Früchte Hochsaison haben! Zwar kann er zu Gegrilltem nicht ganz mithalten. Zu einer kalten Platte mit Aufschnitt und Weißbrot ist er aber ein perfekter Begleiter.

Mit 6,70€/Flasche ist der Gran Sasso ein vertretbares Mitbringsel zur Gartenparty. Und das Beste: Er schmeckt auch geöffnet noch am dritten und vierten Tag. Sicher kein Highlight-Wein, der dekantiert und zelebriert gehört. Aber allemal ein sommerlicher Begleiter für laue Abende!

Auch wenn Weiß- und Roséweine weiterhin im Sommer meine Favoriten bleiben. Ab und zu ein Gläschen Rotwein bringt Abwechslung und sorgt für ausreichend rote Blutkörperchen. Das freut dann auch den Sanitäter beim Blutspenden :) (wir trinken hier ja nicht zum Spaß, gell?)

Wer weitere Tipps zu Sommer-Rotweinen braucht, folgt einfach der Weinrallye auf Facebook und Twitter oder liest die Zusammenfassung des Events auf dem Blog 180 Grad, der in diesem Monat die Rallye ausrichtet.

Mehr Weinrallye-Beiträge von mir findet Ihr übrigens hier.

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Spaghetti Carbonara ist DAS Soulfood für mich! Sättigende Nudeln, schlotzige Ei-Parmesan-Sauce, würziger Speck und dazu ein Glas Chianti – was will die arme Seele mehr? Naja, vielleicht ab und zu eine kleine Variation meiner Lieblingspasta! Nicht wirklich “light” aber deutlich leichter…

In meinem (Berufs-)Leben geht’s gerade ziemlich drunter und drüber. 2015 wird jedenfalls alles andere als langweilig. Da bleibt aktuell leider wenig Zeit, um Neues auszuprobieren oder stundenlang Rezepte, Blogs und Kochbücher zu wälzen. Schnelle Glücklichmacher sind gefragt. Bewährte Rezepte, die blind gelingen, wenig Aufwand erfordern und einfach gut tun. Dazu gehört unbedingt die Carbonara des besten Ehemannes der Welt (aka bEdW):

Carbonara

Was daran “light” ist, fragt Ihr? Statt der 250 gr Bauchspeck-Würfel im Ursprungsrezept anzubraten, lasst Ihr etwa sechs dünne Bacon-Streifen in einer beschichteten Pfanne knusprig aus und anschließend auf einem Küchenkrepp abtropfen. Die Pfanne wischt Ihr grob mit einem Küchenkrepp aus. Das ist nicht nur ein Bruchteil der Speckmenge, sondern auch deutlich weniger Öl!

Während der Speck abkühlt und abtropft, kocht Ihr die Pasta. Außerdem verkleppert Ihr zwei Eier und ein Eigelb mit einer Handvoll frisch geriebenen Parmesan, würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat. Dann erhitzt Ihr etwas (!) Olivenöl in der Pfanne, gebt die gar gekochte Pasta hinein und hebt die Ei-Parmesan-Masse unter.

Zum Abschluss hackt Ihr die Bacon-Streifen klein und hebt einen Teil davon unter die Pasta. Den Rest streut Ihr über die Portion für einen herzhaften, speckig-köstlichen Crunch!

Eine klasse Gericht für Resteverwertung, schnellen Genuss und köstliches Italien-Feeling. Dazu einen leicht gekühlten Sangiovese-Wein und die Seele wird gestreichelt…

Apropos: Wenn Ihr Euch fragt, welchen Rotwein Ihr gut im Sommer trinken könnt, dann schaut doch Ende nächster Woche mal bei 180 Grad vorbei. Im Rahmen der Weinrallye werden diesmal Blogger ihre Tipps für sommerliche Rotweine zusammentragen. Ich bin auch wieder dabei!

Welches Gericht streichelt Euch nie Seele in Zeiten von Unsicherheit, Selbstzweifel und Grübelei?

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Ein schlotziges Risotto mit Meeresfrüchten ist genau richtig für den anstehenden Valentinstag.

Nicht, dass Menschen, die wie ich im Februar Geburtstag haben, jemals in den Genuss eines Valentintstag-Dates gekommen wären (meine Schwester hat sogar heute (!) Geburtstag und könnte Euch zu dem Thema Einiges erzählen…). Aber so ein Friday Night Dinner Date ist ja auch romantisch. Erst recht, wenn ich dem bEdW dabei zuschauen kann, wie er geduldig im Risotto rührt, Brühe zugießt, rührt, Wein zugießt, rührt, Parmesan hobelt, rührt… Es gibt kaum etwas Entspannenderes als anderen bei der Arbeit zuzuschauen!

Tintenfisch_Risotto

Für 2 verliebte Esser als Hauptgericht benötigt Ihr:

1 große Zwiebel, fein gehackt

1 EL Butter

1 Kaffeebecher Risotto-Reis

1 Schluck trockenen Weißwein

etwa 3/4 Liter (hausgemachte) Gemüsebrühe (die Menge kommt darauf an, wie stark der Reis die Flüssigkeit aufnimmt und wie “schlotzig” Ihr das Risotto mögt. Am besten habt Ihr noch etwas Brühe für den Notfall in der Hinterhand)

3-4 Cocktailtomaten fein gehackt

1 Schluck Tomantesaft

3 gehäufte EL Parmesan, gerieben

etwa 100 gr Tintenfisch, in mundgerechte Stücke zerteilt

Zum Abschmecken und Anrichten:

Salz

Pfeffer

1/2 TL Pul Biber (scharfes Paprikagewürz aus dem türkischen Supermarkt, alternativ eine Messerspitze Chiliflocken)

Olivenöl

Zitronensaft

Zubehör: Ein großer, schwerer Topf, separater Topf für die Brühe, kleine beschichtete Pfanne für den Pulpo

Zubereitungszeit: alles in allem etwa eine Stunde

Die Zubereitung geht ganz schnell und gelingt auch Ungeübten:

Butter im Topf erhitzen. Die feingehackten Zwiebeln anschwitzen. Parallel die Gemüsebrühe in einem separaten Topf erhitzen.

Jetzt den Reis zugeben und unter schnellem Rühren ausreichend heiß werden lassen. Er darf nicht anhängen, soll aber Hitze annehmen. Dann den Schluck Weißwein zugeben und  und unter Rühren “verdampfen” lassen.

Von der Gemüsebrühe jetzt eine Kelle an den Reis geben, rühren, die Flüssigkeit bei gleichmäßiger mittlerer Hitze vom Reis aufnehmen lassen und wieder eine Kelle drangeben, rühren, Flüssigkeit aufnehmen lassen… So lange wiederholen und immer mal den Reis probieren, ob er schon gar ist oder weiterköcheln muss. Ist er noch nicht gar, braucht es noch ein paar Wiederholungen von Kelle-Rühren-Flüssigkeitaufnehmen. Ist tatsächlich einfacher, als es klingt.

Wird das Risotto zu flüssig, gebt Ihr ihm nicht genug Zeit. Also in Ruhre rühren, Flüssigkeit verdampfen lassen, Kelle drangeben…

Ist das Risotto zu fest, Hitze etwas runternehmen, mehr Flüssigkeit drangeben und immer schön rühren… Sehr meditativ, das Ganze.

Zwischendrin könnt Ihr dann Tomaten, Tomatensaft, Salz und Pfeffer hinzugeben.

Zum Schluss wird der Parmesan untergehoben – auch wieder unter Rühren. Der Käse nimmt viel Flüssigkeit auf. Eventuell muss dann auch noch mal Brühe drangegeben werden. Risotto ist je nach Reissorte im Verhalten sehr unterschiedlich. Findet am besten selber heraus, wie “schlotzig” Ihr Euer Risotto mögt. Schmecken wird es auch, wenn es etwas zu flüssig oder fest ist, keine Sorge!

Jetzt die kleine Pfanne vorheizen und in etwas Olivenöl den Pulpo kurz anbraten. Unter das Risotto heben, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit etwas Pul Biber garnieren und heiß servieren.

Wer keinen Tintenfisch mag oder statt einer ganzen Tube lieber die kleinen Tintenfischchen mit Ärmchen mag, kann hier natürlich improvisieren. Köstlich schmecken auch Garnelen zum Risotto oder Muscheln oder Fleisch aus den Krebsscheren. Eurer Phantasie sind bei Risotto keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche Euch ein kuscheliges Valentinstagswochenende. Oder natürlich auch krachige Karnevalstage!

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Habt Ihr auch solche Gerichte, die Ihr nur für Euch alleine macht? Was ist Euer Strohwitwen-/-witwer-Essen? Was macht Ihr Euch zu essen, wenn kein Partner und keine Kinder mitreden?

Bei mir sind das Nudeln mit einer mediterran-tomatigen Sauce, die entfernt an meine geliebte Pasta Puttanesca erinnert:

Strohwitwenpasta

Ich muss glücklicherweise ja nur selten auf den bEdW verzichten. Meist bin ich diejenige, die unterwegs ist und viel zu viele Abende in mittelprächtigen Hotelzimmern verbringt. Aber falls ich mal abends alleine daheim bin, schaue ich, ob irgendwo alte Folgen “Sex and the City” laufen und mache mir dieses schnelle Nudelgericht!

Zutaten für einen hungrigen Esser, aka “Die guilty pleasure Portion”:

125 gr Rigatoni oder Penne rigate

400 gr stückige Tomaten aus der Dose

10 grüne oder schwarze Oliven, grob gehackt

150 gr Feta

3 eingelegte Sardellen (in Öl oder in Salzlake – letztere kurz abspülen)

1 kl Schalotte, fein gehackt

1 kleine scharfe Chili, entkernt

1 EL Öl

Salz, Pfeffer, kräftige Prise Zucker

Salz für das Nudelwasser

Zubehör: 1 großer, 1 kleiner Topf, 1 Sieb zum Abschütten

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Während das Nudelwasser zum Kochen kommt und die Pasta gar kocht, das Öl im kleinen Topf erhitzen. Die gehackten Zwiebeln und die Peperoni anschwitzen. Sardellen und Oliven hinzugeben und ebenfalls erhitzen. Eine kräftige Prise Zucker darübergeben. Tomaten in den Topf geben, gut verrühren und einige Minuten köcheln lassen, bis die Nudeln gar sind. Zuletzt die Hälfte des Feta unterrühren, bis er zart geschmolzen ist. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Die Peperoni entfernen.

Nudeln abgießen, gut abtropfen und in die Sauce geben. Alles gut vermischen. In einer tiefen Schale anrichten und mit dem restlichen Feta garniert servieren.

Die Nudeln sind sehr fruchtig und tomatig mit einer kräftigen Würze durch die Sardellen und den Feta. Ich liebe sie auf diese Art. Dem bEdW rollen sich die Fußnägel nach oben. Also sind sie für mich DAS Strohwitwen-Essen!

Dazu passt der Wein, der noch offen ist und weg muss. In jedem Fall aber ein kräftiger Chianti! (Was bei uns in etwa auf’s Gleiche hinausläuft…)

Weinglas und Nudel-Schale mit zur Couch nehmen, Fernseher anmachen und den Strohwitwen-Status solange genießen, bis die Sehnsucht zu groß wird (dauert bei mir etwa 2-3 Folgen “Sex and the City” lang…).

 

 

 

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