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Archive for the ‘Kartoffeln’ Category

“Kraut” oder “Kartoffel” gilt ja gemeinhin als nicht sehr feine Bezeichnung für Deutsche. Aber ganz ehrlich: Was ist an einer Kartoffel verkehrt? Ich LIEBE Kartoffeln und habe heute ein Best of…Kartoffeln für Dich!

Die Kartoffel hat eine eigene Kategorie bei mir im Blog. Ebenso der Kartoffelsalat. Daraus ließe sich schon eine leise Tendenz erkennen. Noch deutlicher wird es, wenn ich mich mal mehrere Wochen im “kartoffelfreien” Ausland befinde. Bei aller Liebe für die asiatische Küche: Nach drei Wochen ohne, ruft mein wundes Herz sehnsüchtig nach Kartoffeln.

Dabei ist die Knolle nicht nur köstlich und unglaublich vielseitig. Nein, sie ist auch so gesund, dass wir uns – laut Wissenschaft – ausschließlich von ihr ernähren könnten, ohne je an einer Mangelerscheinung zu leiden. Genial, oder?

Annabelle, ach, Annabelle…

Ok, ausschließlich von Kartoffeln möchte ich nicht leben. Aber ob Linda, Hörnchen oder Annabelle – ich liebe sie alle. Ach, apropos Annabelle. Ohrwurm gefällig?

Den Ohrwurm habe ich immer, wenn ich die gute Annabelle auf dem Wochenmarkt sehe. Dort kaufe ich nämlich meine Kartoffeln bei 2-3 verschiedenen Gemüsehändlern, die uns aus der Region versorgen. Denn, mal ehrlich, wer braucht denn schon Kartoffeln vom A*** der Welt?

Die Liebe zur Kartoffel verbunden mit zunehmender Unlust in deutschen Küchen (allen Koch-Shows zum Trotz!) treibt mitunter verrückte Blüten. Deshalb gibt es in Supermärkten geschälte Kartoffeln im Glas oder im TK-Beutel, fertig portionierte und gewürzte Bratkartoffeln in der Plastikhülle, Kartoffelflocken für Püree (samt Gewürzextrakt, Emulgator und Stabilisator), Kartoffelknödel mit Hefeextraxt und Palmöl, Kartoffelpuffer mit Soja und Verdickungsmitteln…

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Es wird Zeit für die nächste Rettungsaktion! Also schnell das Superman-Cape umgeschlungen und die Kartoffel gerettet! Denn kaum ein Gemüse ist so vielseitig, so günstig, so einfach zu verwenden, so wunderbar unkompliziert. Das können wir doch auch selber, Kinners!

Also, Sack Kartoffeln gekauft und los geht’s!

Bei mir gibt es heute den Klassiker, den viele nur noch als pappige Fensterkitt-Masse aus der Tüte kenne: Kartoffelpüree!

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Der bEdW macht ein hervorragendes Püree. Dabei ist es wirklich keine Kunst und muss nicht aus der Tüte stammen:

Mein Kartoffelpüree

Für 2 Personen als Beilage 4 mittelgroße, mehlig kochende Kartoffeln schälen, würfeln und gar kochen. Wasser abgießen, Milch und Butter hinzugeben und Kartoffeln zerstampfen (niemals mit dem Pürierstab! Davon werden die Kartoffeln schleimig!). Mit Salz und ordentlich Muskat abschmecken. Fertig!

Und das Geheimnis?

Aber es gibt schon auch ein Geheimnis für ein gelungenes Kartoffelpüree: Gute, aromatische, mehlig kochende Kartoffeln aus der Region. Und Butter. Und Milch. Und viel Muskatnuss. Aber in Wirklichkeit kommt es darauf an, dass Du die Butter und die Milch erwärmst in einem extra Töpfchen. Sonst werden die Kartoffeln zu schnell kalt.

Ein Extra-Tipp meiner Mutter: Heb’ ein bisschen von dem Kartoffelkochwasser auf und gib es zusammen mit (weniger) Milch an das Püree. Das Wasser ist unheimlich aromatisch und macht das Püree noch kartoffeliger.

Das ist so schnell, so einfach, so günstig, so ohne Zusatzstoffe. Das kann wirklich jeder!

Pimp my Kartoffelpüree

Und gepimpt wird der Kartoffelbrei mit gehackten Schnittlauch-Röllchen hübsch bunt, mit Trüffel edel, mit Paprika fruchtig, mit Röstzwiebeln krachig…

Die köstliche Bratwurst mit einer herzhaften schlotzigen Zwiebelsauce (s. oben) entstammt übrigens einem Rezept von Nigel Slater, das ich bei Malte im Blog entdeckt habe. So ein köstliches, einfaches Essen!

Best of…Kartoffel!

Ich habe Euch ja aber noch ein paar feine Kartoffelrezepte versprochen. Meine All-time-favourites, quasi.

Besonders liebe ich frische aus der Pfanne kommende Kartoffelpuffer. Kein Vergleich zu den überfetteten, im Magen liegenden Fettbuletten vom Weihnachtsmarkt:

Kartoffelpuffer

Eine großartige Idee ist auch ein Risotto aus Kartoffeln. Ein Pattato also. Dazu feine Steinpilze und ein Glas Weißwein und Du bist direkt im Himmel!

Magst Du auch Kartoffelsalat? Magst Du ihn wie ich: Schlotzig und mit Brühe statt Mayonnaise? Vielleicht sogar zu einem Wiener Schnitzel? Ich sehe, wir verstehen uns! (Und bitte, bitte nicht den Ekelkram aus dem Eimer!)

Du magst Deinen Kartoffelsalat lieber anders? Dann habe ich noch rund 70 andere Kartoffelsalat-Rezepte für Dich. Aus allen Himmelsrichtungen!

Hast Du noch etwas Kartoffelbrei vom Vortrag übrig? Dann mach’ doch ein köstliches Kartoffelplätzchen aus dem Rest…

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Auch Bratkartoffeln gibt es mittlerweile fertig aus der Tüte. Aber wer braucht sowas? Wie Du köstliche, indisch gewürzte Bratkartoffeln machen kannst, siehst Du hier.

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Auch für eine herzhafte, sättigende, wärmende Kartoffelsuppe benötigst Du keine Dose. Und Du kannst sie von einfach bis festlich auf unzählige Arten variieren.

Und dann gibt es da noch Pommes, Wedges, Chips, Kartoffeltartes, Kartoffelgratin oder Kartoffelauflauf…

Wenn da nicht auch für Dich etwas dabei ist?! Wie magst Du die Knolle am liebsten?

Dieser Beitrag ist Teil der losen Reihe #wirrettenwaszurettenist, in der sich Foodblogger zusammenschließen gegen die galoppierende Fertig-Tüten-TK-Unsitte unserer Zeit. Selbermachen ist einfach, kostet wenig und schmeckt besser!

Weitere “Retter-Rezepte” findest Du hier:

Barbaras Spielwiese – Kartoffelpuffer

Obers trifft Sahne – Kartoffelchips

Feinschmeckerle.de – Das perfekte Kartoffelgratin (für mich)

giftigeblonde – Erdäpfel-Speck Rösti

kebo homing – Kartoffelblattlen

Küchenliebelei – Kartoffelpuffer

Cuisine Violette – Kartoffelstampf

Sakriköstlich – Country Potatoes

magentratzerl – Ofenkartoffeln mit Guacamole und Kichererbsencreme

Food for Angels and Devils – Kartoffelknödel aus gekochten Kartoffeln

lecker macht laune – Smashed Potatoes & more

LanisLeckerEcke – selbstgemachte Schupfnudeln

Kochen mit Herzchen – einfache Kartoffelsuppe

Aus meinem Kochtopf – Tartiflette mit Reblochon. Ein Kartoffelauflauf

Prostmahlzeit – Erdäpfelknödel mit Fleischfülle

Genial lecker – Kartoffelsalat mit Saurer Sahne

Jankes*Soulfood – Selbstgemachte Kroketten

Friederike vom Fliederbaum – Mohnstrudel aus Erdäpfelteig

http://fliederbaum.blogspot.com/2016/01/wir-retten-was-zu-retten-ist-sue.html

Kerstin von Verboten gut ! – Grumbeer ~ Stupperte

Nadine von SweetPie – Pastinaken Gnocchi

Kleine Chaosküche – Kartoffelwaffeln

widmatt- aus meiner Schweizer Küche – Ofenrösti mit Rüebli

Anna Antonia – Bratkartoffeln

Paprika meets Kardamom – Simples und vielfältiges Kartoffelgratin

Ingrid von “auchwas” und Spitzbuwe:

multikulinarisches – Schupfnudeln mit geröstetem Fenchelsamen

Das Mädel vom Land – Vollkorn-Erdäpfelbutterteig-Krapferl

1x umrühren bitte aka kochtopf – Kartoffelwedges

Sandra von from-snuggs-kitchen – Kartoffelpuffer aus dem Waffeleisen

Sabine von Bonjour Alsace – Kartoffelauflauf mit Sauerkraut

 

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Zum Glücklichsein braucht es nicht viel: Eine große Pfanne voll mit gerösteten Kartoffeln, feurigen Gewürzen, zartem Tintenfisch und dazu ein feiner Joghurt-Dip. So kannst Du entspannt ins Wochenende starten!

Meine Kochbücher nehme ich meist nur als Inspirationsquelle zur Hand. Selten koche ich ein Rezept sklavisch nach. Außer vielleicht bei Kuchenrezepten. Weil, ich und Teig? Weißte Bescheid! Aber bei allem, was nicht mit Backen zu tun hat, hole ich mir eine Idee, spinne ein Rezept weiter, ergänze oder lasse weg – ganz wie es unserem Gaumen am besten taugt.

Ein Rezept, das mich gleich angelacht hat, ist “Kalmar, Kartoffel, Chili” aus Hugh Fearnley-Whittingstalls genialem Kochbuch “Drei gute Dinge“. Wie in der korrespondierenden TV-Sendung stellt er für jedes Gericht immer nur drei Hauptzutaten zusammen, um zu demonstrieren, wie gut einfache Küche sein kann. Der beste Beweis: Tomate, Mozzarella, Basilikum. Oder auch Bacon, Sandwichbrot, Tomate.

Kalmar, Kartoffel, Chili – das klingt nach einem Gericht nach unserem Geschmack. Schnell zubereitet ist es außerdem. Und mit ein paar Abwandlungen wird es noch köstlicher!

(Wenn etwas SO duftet, bleibt keine Zeit mehr für tolle Fotografiererei!)

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Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

400 gr festkochende Kartoffeln, gewaschen und gebürstet (am besten kleine, ungeschälte)

Olivenöl

etwas Mehl

250 gr Kalmar oder Tintenfischtuben, in mundgerechte Stücke geschnitten

1 große, nicht zu scharfe Chilischote, in Ringe geschnitten

grobes Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Rosenscharfes Paprikapulver

Zitronenspalten

Für den Dip:

250 gr Naturjoghurt

2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

1 EL in Olivenöl eingelegter Basilikum (alternativ: einige Blätter Basilikum, fein gehackt, und etwas Olivenöl)

Salz, Pfeffer

Zubehör: Große, beschichtete Pfanne, mittelgroßer Topf

Zubereitungszeit: 30-45 Minuten

So geht’s:

Kartoffeln grob würfeln und im Topf garen. Währendessen die Zutaten für den Dip zusammenrühren und beiseite stellen.

Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen und etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die Kartoffelwürfel in der Pfanne anrösten. Chilis und Gewürze hinzugeben und auf mittlerer Hitze gut vermischen und erhitzen. Tintenfischstücke hinzugeben und unter Wenden einige Minuten mit anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit einem großen Servier- oder Schaumlöffel die Zutaten portionsweise aus der Pfanne heben und mit den Zitronenspalten anrichten. Dazu den Joghurtdip servieren.

Schnell, einfach, köstlich! So liebe ich unsere Friday Night Dinner Dates!

Da bleibt genügend Zeit zum Weintrinken und Ratschen; die Teller kommen in die Spülmaschine und die Pfanne ist schnell geputzt.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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Nicht schön, aber köstlich und prima, um Reste zu verwerten: Die griechisch angehauchte Hackfleischpfanne mit Kartoffeln, Feta, Spinat und einer großen Prise Ras el Hanout!

Ich rege mich immer ein bisschen auf, wenn Leute nicht kochen, weil das ja so wahnsinnig teuer sei. Dabei ist jede selbstgemachte Pizza, jede Kartoffelsuppe, jedes saisonal eingekaufte Gemüse (im Winter zum Beispiel Wirsing, Sauerkraut, Grünkohl…) häufig günstiger als der Eintopf aus der Dose oder die TK-Fertigpizza.

Das heißt aber nicht, dass man auf gute Zutaten verzichten muss. Einkaufen nach Saison, kleinere Mengen Fleisch – dafür von guter Qualität, Reste verwerten statt wegwerfen usw. Das sind alles kleine Schritte, die insgesamt aber nicht nur Geld sparen, sondern einen weiteren großen Vorteil haben: Man weiß, was man isst. Denn wer mal die Zutatenliste einer Fertigpizza gelesen hat, wird die einfache Mischung von Hefe, Wasser und Mehl zu schätzen wissen. Ganz zu schweigen von Salami- oder Schinkenbelag aus fragwürdiger Herkunft.

Das Thema Resteverwertung treibt uns immer wieder um. Unter der Woche sammelt sich viel im Kühlschrank an, weil wir unregelmäßig einkaufen, teilweise nacheinander oder gar nicht essen, immer irgendwie zu viel kaufen, zu viel kochen, viel zu selten Reste zum Mittagessen mit ins Büro nehmen. Lange im Voraus planen können wir unsere Abendessen auch nicht, da die Termine garantiert wieder einen Strich durch die Essensplanung machen… Also machen wir freitags gerne Platz im Kühlschrank, bevor es Samstag wieder frische Sachen vom Markt gibt!

Neulich hat uns ganz wunderbar eine griechisch angehauchte Hackfleischpfanne geschmeckt, die aus den Vorräten zusammengekramt wurde. Nicht schön, aber wirklich schmackhaft, schnell und mit gutem Gewissen:

Hackfleischpfanne

An den großen Kartoffeln und den grob gewürfelten Fetastücken erkennt Ihr gut, wie groß der Hunger war. Schnell, schnell an die Töpfe und an den Tisch gesetzt. HUNGER!!

Zutaten für 2 hungrige Freitagabendesser benötigt Ihr:

200 gr frischen Spinat (oder die entsprechende Menge TK-Spinat)

180 gr Rinder- oder Lammhack

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Scheibe Ingwer

1 TL Ras el Hanout

1 TL Pul Biber

4 kleine festkochende Kartoffeln

150 gr Feta

1 EL Saure Sahne

Salz und Pfeffer

1 EL Olivenöl

Zubehör: 1 Topf für die Kartoffeln, 1 große Pfanne

Zubereitungszeit: ca. 40 min

So geht’s:

Kartoffel schälen, vierteln und kochen, bis sie fast gar sind.

Währendessen Spinat waschen und grob hacken. Zwiebel und Knoblauch jeweils schälen und fein hacken. Das Öl in der Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und die Ingwer-Scheibe andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Hackfleisch anbraten. Spinat hinzugeben und unterrühren. Mit Pul Biber und Ras el Hanout würzen. Salzen und etwas pfeffern. Die garen Kartoffeln abschütten und unter die Pfanne mischen. Mit dem EL Saure Sahne binden. Den Feta würfeln und vor dem Servieren hinzugeben.

Ein köstliches “Resteessen” mit vielen Aromen, das so richtig Seele und Magen satt macht!

Schneller und einfacher kann man hungrige Münder kaum stopfen. Dabei kann man natürlich seine Phantasie spielen lassen und die vorhandenen Vorräte berücksichtigen. Wer die Gewürze nicht im Haus hat, muss sie nicht kaufen. Etwas Kreuzkümmel, Chilipulver, einen halben Anisstern, eine Nelke finden sich vielleicht doch noch im Gewürzregal. Das Pul Biber kann durch scharfes Paprikapulver ersetzt werden…

Also, ran an die Töpfe, die Vorratsregale und die hintersten Ecken im Kühlschrank. Was ist Euer Lieblings-Resteessen? Eintopf, Omelette, Auflauf? 

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Indien, das Juwel in der Krone, stand Pate für dieses köstlich-würzige Brathähnchen, mit dem Jamie Oliver das British Empire feiert.

Ich kann einfach nicht verhehlen, dass ich England irgendwie mag. Ob Literatur, Rock-Musik, Humor, Landschaft oder Essen: Ich mag England sogar sehr.  (Wie heißt es in Alice in Wonderland: “Folge dem Link!” Äh, nicht ganz. Aber schaut doch trotzdem mal rein, wohin die Links Euch führen, wenn Ihr auch England-Fans seid…)

Zurück zu Jamie O. Man kann über den omnipräsenten TV-Koch-Superstar sicher sagen, was man will. Aber er hat viele Menschen zum Kochen inspiriert. Auch hier im Blog gab es schon das ein oder andere Gericht, das ich mir von ihm abgeschaut habe. Nicht alles ist immer gleich gut gelungen, muss ich leider sagen…

Das Empire Roast Chicken stammt aus seiner TV-Serie “Zu Gast bei Jamie Oliver”, in der er sich mit einem alten Wohnwagen auf den Weg quer durch’s Königreich macht – immer auf der Suche nach den Einflüssen, die frühe oder spätere Einwanderer hinterlassen haben. (Zur Serie gibt es selbstverständlich auch ein Kochbuch!) Natürlich geht so eine Reise nicht ohne Curries und Gewürze indischer und pakistanischer Einwander ab. Deshalb ist das Empire-Hühnchen auch eine Ode an die indische Küche. England UND Indien! Ihr könnt Euch denken, was das für einen Jubel bei mir auslöst!

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Wir haben uns ausnahmsweise sehr eng an das Rezept gehalten, das Ihr hier online findet. Das Hühnchen muss mehrere Stunden marinieren in seinem köstlichen Bad aus Joghurt und Gewürzen. Albern ist natürlich die Empfehlung, dass man beim Einmassieren der Marinade Gummihandschuhe tragen soll. Wer in der Küche zimperlich ist, soll sich eine 5-Minuten-Terrine in der Mikrowelle warm machen! Und Hygiene versteht sich im Umgang mit Fleisch (und auch sonst!) natürlich von selbst!

Wir hatten übrigens ein fast 2 kg schweres Loué-Huhn aus Frankreich. Sicherlich kein ganz günstiges Essen, aber jede Mark wert, wenn einem Aufzucht und Herkunft eines Tieres nicht ganz egal sind. Außerdem liefert so ein Huhn noch genügend “Überreste” für ein feines Sandwich am nächsten Tag. Es lohnt sich also!

Serviert wird das Empire Roast Chicken bei Jamie Oliver mit einer herzhaften Sauce – auch hier ist die Zubereitung wieder etwas aufwendiger. Sie fängt aber all die guten Säfte aus dem marinierten Huhn auf. Und dafür lohnt sich wirklich jeder Schritt: Ich hätte in diesem Huhn versinken können!

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(Die dunklen Stellen stammen von dem Joghurt. Sie werden vor dem Servieren einfach mit einem Messer abgekratzt)

Genial ist auch der Tipp von Jamie Oliver eine Zitrone in Wasser zu kochen, einzustechen und in das Huhn zu schieben. Die Hitze und die Zitronenaromen breiten sich also quasi von innen in dem Huhn aus. Hat was von Gynäkologe, nutzt aber dem Aroma!

Serviert wird das Ganze mit Bombay Kartoffeln, die zwingend notwendig sind, um die köstliche Sauce aufzutunken. Ihr könnt aber auch einfach ein Baguette zum Hühnchen reichen. Die Joghurt-Marinade macht das Huhn unfassbar zart. Die Gewürze verströmen ihre Aromen in der gesamten Küche. Und jeder Bissen lässt einen neidisch auf die Insel und ihr einstiges Empire schielen. Wie gut, dass der Kulturtransfer auch über den Ärmelkanal hinweg funktioniert!

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Wir müssen Jamie Oliver nicht lieben und auch nicht blind folgen. Wir müssen auch nicht alles toll finden, was sich seine Marketing-Manager zwecks Geldvermehrung so ausdenken. Aber alleine für dieses Hühnchenrezept werde ich ihm ewig dankbar sein. Probiert es aus! Wer nicht sofort “Rule Britannia!” anstimmt, hat sicher irgendein Gewürz vergessen…

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Wenn das Konfetti am Boden matscht, die Krawatten abgeschnitten und die Luftschlangen zerrissen sind, weckt dieser Heringssalat neue Lebensgeister.

Der Februar ist so ein Monat… Obwohl ich im Februar Geburtstag habe, nervt er mich einfach nur tierisch. Längst haben wir Weihnachten und alle guten Vorsätze zum neuen Jahr hinter uns gelassen und trotzdem lässt der Frühling immer noch auf sich warten. Der Februar kommt als Zwitter daher mit deutlich längeren Tagen und singenden Amseln, und dennoch kann er kalt, nass und winterlich sein. Die Natur steht längst in den Startlöchern und will doch noch nicht so richtig aufwachen, denn es kann ja noch mal Schnee geben. Ach, Februar, Du nervst!

Nicht mal Karneval kann uns – trotz unserer Düsseldorf-Connection – aufmuntern. Und kulinarisch ist auch noch nicht viel los: Das letzte Sauerkraut wird aus den Fässern gekratzt, die Wintergemüse Grünkohl und Wirsing hängen uns zu den Ohren raus, aber weit und breit noch keine Frühlingskräuter für Grüne Sauce oder gar Spargel in Sicht. Ach, Februar, Du nervst!

Da kommt so ein pinker, frischer und Lebensgeister weckender Heringssalat gerade recht:

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Für 2 Personen benötigt Ihr:

2 Matjesfilets, nicht zu salzig

1/2 kleiner Apfel, geschält (z.B. Braeburn)

1 EL Apfelessig

2 kl Pellkartoffeln, geschält

Joghurt

saure Sahne oder Schmand

1 Knolle gekochte Rote Bete

1 kleine Schalotte

1 kleine Gewürzgurke

Pfeffer

Salz

Zucker

Cayennepfeffer

1/2 EL Butter

Zubehör: Gutes Messer, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: gute halbe Stunde plus Zeit zum Durchziehen

So geht’s:

Die Pellkartoffeln garen und schälen. Die Schalotte schälen, fein hacken und in der Butter andünsten. Abkühlen lassen.

Kartoffeln, Matjes, Rote Bete, Gewürzgurke und den Apfel in kleine Würfelchen schneiden.

Je nachdem, wie “flüssig” Ihr den Salat mögt, mit Joghurt und saurer Sahne gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Cayennepfeffer sowie dem Apfelessig würzen. Gut vermischen und mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.

Mit Brot oder Kartoffeln servieren. Dazu passt ein kaltes Bier!

Der pinke Heringssalat ist mein Beitrag zum Kebo Homing Blog-Event “Typisch für…”, das sich jeden Monat einem anderen Thema widmet. Im Februar geht es – natürlich! – um Faschind/Fastnacht/Karneval…

 regelmäßiger Blogevent bei Kebo Homing zum Thema Typisch für

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Indisches Essen muss nicht immer so aufwendig sein wie das Mirchi Korma von letzter Woche. Ein schnelles Feierabendgericht ist Aloo Masala – gewürzte Kartoffeln mit Erbsen:

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Die Zubereitung dauert etwa eine halbe Stunde und schmeckt köstlich mit Gurken-Raita (Joghurt, Gurkenwürfel, Cumin und Salz zu einem Dip vermischen).

Zutaten für 2 Personen als kleines Hauptgericht:

500 gr festkochende Kartoffeln, geschält und geachtelt

1 TL Ghee (oder pflanzliches Öl für die vegane Variante)

1/2 TL brauner Senfsamen

1/2 TL Asafötida (Asialaden)

1/2 TL Bockshornkleesamen

10 frische Curryblätter (alternativ: getrocknete, Asialaden)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

2 grüne Thaichilis, entkernt und in feine Scheiben geschnitten

1/2 Zwiebel, fein gehackt

2 cm Ingwer, geschält und fein gehackt

4 EL TK-Erbsen

1 EL Koriandersamen, gemörsert

1 TL Kurkuma

Salz

Blätter von etwa 10 Stengeln frischem Koriander, grob gehackt

Zubehör: Kleiner Topf, beschichtete Pfanne mit Deckel, Kartoffelstampfer

Zubereitungszeit: etwa 30 min

So geht’s:

Kartoffeln im kleinen Topf mit reichlich Wasser und etwa 2 TL Salz gar kochen. Abgießen und mit den Erbsen vermischen.

In der beschichteten Pfanne Ghee erhitzen. Die Senfsamen darin erhitzen, bis sie beginnen aus der Pfanne zu springen. Asafötida, Bockshornkleesamen und Curryblätter hinzugeben und anrösten. Knoblauch, Chilis, Zwiebeln und Ingwer unterrühren und andünsten.

Kartoffeln und Erbsen sowie Koriandersamen, Kurkuma, Salz und 3-4 EL Wasser in die Pfanne geben. Alles gut vermischen. Den Deckel schließen und bei kleiner Hitze etwa 10 min weitergaren.

Zum Schluss die Kartoffeln leicht zerdrücken, die Korianderblätter unterheben und gleich servieren.

Die Aloo Masala sind ein schnelles, gesundes und mit Pflanzenöl sogar veganes Gericht, das sich wunderbar auch nach Feierabend zubereiten lässt. Geschmeckt hat es uns aber auch als Beilage zum Mirchi Korma.

Auch dieses Gericht wurde durch die Indien-Ausgabe der Saveur inspiriert. Den Ingwer habe ich früher hinzugegeben und mit angeschwitzt. Zudem habe ich das Gericht an 2 Personen angepasst. Als Hauptgericht für 4 Personen verdoppelt ihr einfach alle Zutaten.

 

 

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So, der erste Hunger ist schon mal gestillt! Zum Begrüßungssekt gab es ein herbstliches Carpaccio mit Pilzen und zum Magenwärmen eine vielseitige Kartoffelsuppe. Jetzt können Köchin und Gäste erstmal durchatmen. Anwesende Kinder dürfen eine Spielpause, Raucher eine Zigarettenpause einlegen. Der Rest steht mit einem Gläschen Wein rund um den Küchenblock und applaudiert dem Star des dritten Gangs unseres festlichen Menüs. Darf ich vorstellen: Die Hochrippe aka Côte de bœuf!

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Während die Jungs jetzt also auf die Terrasse geschickt werden (bei mildem Herbstwetter mit einem kalten Bier, bei winterlicher Kälte mit einem heißen Ebbelwoi – wir sind ja immerhin in Hessen!), um den Grill anzuschmeißen, kann sich die tiefenentspannte Köchin einigen wenigen Vorbereitungen widmen.

Für unser festliches Menü Teil 3 müsst Ihr lediglich Kartoffeln putzen und gar kochen, einen schnellen Curry-Dip anrühren und den Salat anmachen. Voilà!

Aber der Reihe nach:

Die oben abgebildete Hochrippe hat inklusive Knochen knapp ein Kilo und reicht als Teil eines Menüs für 4 Personen.

Zur Vorbereitung das Fleisch etwa eine Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Eine Mischung aus Olivenöl, Rosmarinzweigen, Salz und Pfeffer einmassieren. Auf einen Teller legen und gut abdecken oder in einen großen Gefrierbeutel geben und verschließen.

Jetzt den Grill anwerfen und das Fleisch gar grillen. Ideal ist, wenn das Fleisch am Knochen (ein Fleischthermometer ist hier wirklich ein guter Helfer!!) etwa 57 Grad hat. Vom Grill nehmen, in Alufolie packen und einige Minuten ruhen lassen.

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Während das Fleisch also in Alufolie ruht, werden schnell die gar gekochten Kartoffeln finalisiert:

Eine Eisenpfanne erhitzen und etwas Olivenöl und Rosmarinsalz hineingeben. Die Kartoffeln halbieren und mit dem Gesicht auf den Pfannenboden legen. Bei mittlerer Hitze leicht bräunen.

Der Curry-Dip geht ebenfalls ruckzuck. Das kann auch gerne einer der Gäste übernehmen:

250gr Joghurt verrühren mit etwas Olivenöl, einem Spritzer Zitrone, einer Prise Zucker, Salz und weißem Pfeffer aus der Mühle. Ein Schlückchen Gin dazu und natürlich 1 EL Madras Curry. Richtig fein und exotisch wird der Dip, wenn Ihr noch 1 EL Nektarinen-Chutney (oder ein anderes fruchtig-scharfes Chutney) unterrührt!

Der Salat sollte schon gewaschen und trockengeschleudert sein. In einer Tupperbox hält der sich im Kühlschrank auch ein paar Stunden (natürlich OHNE Dressing!). Den kann man also schon gut vorbereiten. Dazu ein schnelles Dressing (ebenfalls gut vorzubereiten!) mit 1 EL Joghurt, 3 EL Olivenöl, 1 TL Weißweinessig, Salz, Pfeffer, Zucker. Anmachen und servieren!

Dann das Fleisch mit einem scharfen Messer in breite Streifen schneiden.

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Das Beste an so einer Hochrippe: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei! Wer es lieber durchgebraten mag, bekommt die Randstücke. Wer sein Steak gerne blutig isst, nimmt sich das Teil am Knochen. (So fällt der Stress weg, den man hat, wenn man 4 Steaks mit unterschiedlichem Garzustand gleichzeitig auf den Tisch bringen will!) Und falls doch etwas übrig bleibt: Das Fleisch schmeckt am nächsten Tag auf einem Steak-Sandwich nochmal so gut!

Jetzt kann sich jeder vom aufgeschnittenen Steak bedienen, Kartoffeln und Dip dazu, Salat steht schon auf dem Tisch! Guten und vor allem ENTSPANNTEN Appetit!

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HAAAAAAAAALT!

Das geht doch so nicht!

Hier fehlt doch noch etwas GANZ Entscheidendes!

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Uff, gerade noch dran gedacht! Eine schöne runde Rotweincuvee aus den Rebsorten Rebsorten Shiraz, Merlot, Malbec und Petit Verdot, ausgebaut im Barrique. Die Weine vom Weingut Trenz haben wir auf der Wiesbadener Weinwoche entdeckt. Neben den heimischen Weinen aus dem Rheingau baut die Familie Trenz aber auch in Stellenbosch in Südafrika Wein an. Nach unserem diesjährigen Urlaub in den Winelands der Kapregion der perfekte Wein, um das Jahr langsam bei einem festlichen Menü ausklingen zu lassen!

So, jetzt fehlt nur noch ein Dessert zu unserem festlichen Menü. Stay tuned!

KüchenAtlas-Blogparade: Festliches Menü

 

 

 

 

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