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Archive for the ‘Pasta’ Category

Pasta geht auch bei Hitze. Oder findet Ihr nicht? Eine herrliche Resteverwertung ist Penne mit Rucola und schimmelig-würzigem Roquefort. Geht blitzschnell und streichelt die Seele.

Bei Käse kann ich mich nur schwer zurückhalten. Und Käsehändler finde es auch nicht witzig, wenn man Minimalstmengen kauft. Deshalb habe ich oft ein Käserestchen rumliegen, mit dem ich dann irgendwas anfangen muss. Pasta ist da immer eine gute Möglichkeit, um den Kühlschrank ein bisschen aufzuräumen.

Und, hey, wenn Resteverwertung SO aussieht:

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Zutaten für zwei Personen:

250 gr Penne

2 EL Frischkäse oder Creme fraiche

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

2 EL Olivenöl

85 gr Roquefort

1 Hand voll Rucola, grob gehackt

etwas trockener Weißwein zum Ablöschen

Salz und Pfeffer

Muskat

Etwas Abrieb und Saft einer Zitrone

Zubereitungszeit: 10 min

Zubehör: Pastatopf, große beschichtete Pfanne

So geht’s:

Gesalzenes Wasser im Pastatopf zum Kochen bringen.

Währendessen Öl in der Pfanne erhitzen und Zwiebeln anschwitzen. Mit etwas Wein ablöschen. Den Käse hineinbröckeln und bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Mit dem Frischkäse binden. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitrone würzen.

Wenn die Pasta gut ist, Rucola in die Pfanne geben. Pasta abgießen aber nicht abtropfen lassen. Penne mit daran haftendem Pastawasser in die Pfanne schütten und alles gut vermischen. Sofort servieren.

Leicht bitterer Schimmelkäse, grüner Rucola, vollmundige Penne – gibt es einen besseren Start ins Wochenende?

Ich wünsche Euch jedenfalls ein Wochenende mit erträglicher Hitze, funktionierenden Ventilatoren, ausreichend Eiswürfeln im Gefrierschrank und viel, viel Wasser!

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Pasta ist das “Schnell, schnell, ich brauch’ jetzt sofort Kohlehydrate!!”-Notfall-Gericht.  Aber wenn Du entschleunigen und genießen willst, dann mach’ Dir eine langsam geschmorte Lammschulter zu Deiner Pasta, nimm Dir ein Glas Chianti, lehn’ Dich zurück und freue Dich darüber, dass ein Portiönchen für morgen übrig bleibt.

Sämtliche Food-Blogs sind voll mit Pulled Pork-Rezepten. Da werden ganze Schweineherden gegrillt, geschmort, im Sous Vide gegart oder zerpflückt, auf Buns, Brötchen, Brote gelegt, zu Pommes gereicht, fotografiert und ins Netz gestellt – eines köstlicher als das andere.

Wer wie ich aber schnell genervt ist von Trends und sich dann trotzig in die Ecke verzieht und aus Prinzip schon nicht den 1001. Pulled Pork-Burger-Craft Beer-Wurstkurs-Post online stellt, der lehnt sich einfach tiefenentspannt zurück und lässt die Lammschulter langsam vor sich hin garen. So drei Stunden brauchst Du dafür nämlich schon. Ausreichend Zeit, um einen guten Sangiovese atmen und die Köchin tief durchschnaufen zu lassen…

Lamm_Pasta

Zutaten für 6 Personen (oder mit ausreichend “Resten” zum Einfrieren):

Etwa 1,5 kg Lammschulter mit Knochen

4 große, weiße Zwiebeln

4 Stengel frischer Thymian

Salz, Pfeffer

5-6 EL Olivenöl

2 große Karotten

4 Stengel Staudensellerie

2 rote Paprikaschoten

1/2 Kohlrabi-Knolle

1 scharfe Chilischote

1 TL Harissa (scharfe Chili-Paste)

2 Dosen Tomaten (á 400 gr)

1 Zweig Rosmarin

2 kleine Lorbeerblätter

Parmesan-Käse

Zucker

Basilikumblätter zum Garnieren

1 Flasche guter, trockener Rotwein zum Ablöschen (und Trinken!), z.B. Sangiovese

Pro Person etwa 125 gr Nudeln. Am besten etwas dickere Pasta wie Penne, Tagliatelle, Spirelli, Farfalle, Rigatoni…

Zubehör: Bräter, großer Topf für den Sugo, großer Pasta-Topf, grobes Sieb

Zubereitungszeit: mindestens 3,5 Stunden

So geht’s:

2 der Zwiebeln schälen und grob hacken. Thymian waschen und trockentupfen. Backofen auf 160 Grad vorheizen. Lammschulter – falls nötig – parieren, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. 1-2 EL Öl in einen großen Bräter geben, erhitzen und die Lammschulter darin von allen Seiten anbraten. Zwiebeln, Thymian dazugeben und ebenfalls mit anbraten. Mit etwa 200 ml Rotwein ablöschen und den Bräter mit dem Deckel verschließen.

Bräter auf die untere Schiene des Backofens geben und mindestens 1 Stunde schmoren.

Danach den Deckel abnehmen und weiterschmoren lassen. (Den Backofen möglichst geschlossen halten und nicht zu oft öffnen, damit der Dampf drin bleibt. Ansonsten den Deckel drauflassen…)

Während die Lammschulter vor sich hin schmort, der Wein atmet, Du total entspannt bist, setzt Du jetzt den Sugo auf:

Die restlichen Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Auch das andere Gemüse waschen, ggf. schälen und würfeln. Die Würfel brauchen nicht zu klein sein! Nur die Chilischote solltest Du fein hacken. Oder Du ritzt sie mit dem Messer ein, gibst sie im Ganzen dazu und fischst sie vor dem Servieren raus. Dann ist das Sugo weniger würzig…

Olivenöl in dem großen Topf erhitzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze schön andünsten, während Du immer mal umrührst. Harissa, Rosmarin und Lorbeer dazugeben und ebenfalls mit anrösten.

Tomaten aus der Dose hinzugeben. Dosen mit etwas Wasser füllen, schwenken und den Tomatensaft ebenfalls ans Sugo geben. Salzen, pfeffern, etwas zuckern und offen bei niedriger Hitze etwa eine Dreiviertelstunde köcheln lassen.

Lammschulter aus dem Ofen nehmen (Achtung! Der Bräter ist höllisch heiß!). Das Fleisch auf ein Brett legen, den Fleischsaft und das Gemüse durch das Sieb direkt in den Sugo streichen.

Jetzt das Fleisch vom Knochen lösen und zerzupfen. Falls irgendwo Knorpel oder größere Fettstücke auftauchen, einfach entfernen.

Jetzt im zweiten großen Topf die Nudeln in Salzwasser kochen und Pastateller im noch warmen Ofen anwärmen.

Währendessen das Lammfleisch in den Sugo geben, gut umrühren.

Wenn die Nudeln gar sind, durch ein Sieb abgießen und sofort wieder in den Topf geben. Mit einer Schöpfkelle oder einem großen Löffel Sugo samt Fleisch in Topf zur Pasta geben und alles gut vermischen.

In die vorgewärmten Pastateller (Achtung! Heiß!) geben, Parmesan darüberreiben und mit Basilikumblätter garniert servieren!

So, und jetzt setz’ Dich hin, nimm Dir ein Glas Wein und genieße diese entschleunigte Lamm-Gemüse-Pasta und freu’ Dich, dass Du jetzt noch Sugo übrig hast, falls Du mal hungrig bist und schnell eine ordentliche Portion Pasta benötigst. Denn der Sugo wird immer, immer besser mit jedem Aufwärmen!

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Spaghetti Carbonara ist DAS Soulfood für mich! Sättigende Nudeln, schlotzige Ei-Parmesan-Sauce, würziger Speck und dazu ein Glas Chianti – was will die arme Seele mehr? Naja, vielleicht ab und zu eine kleine Variation meiner Lieblingspasta! Nicht wirklich “light” aber deutlich leichter…

In meinem (Berufs-)Leben geht’s gerade ziemlich drunter und drüber. 2015 wird jedenfalls alles andere als langweilig. Da bleibt aktuell leider wenig Zeit, um Neues auszuprobieren oder stundenlang Rezepte, Blogs und Kochbücher zu wälzen. Schnelle Glücklichmacher sind gefragt. Bewährte Rezepte, die blind gelingen, wenig Aufwand erfordern und einfach gut tun. Dazu gehört unbedingt die Carbonara des besten Ehemannes der Welt (aka bEdW):

Carbonara

Was daran “light” ist, fragt Ihr? Statt der 250 gr Bauchspeck-Würfel im Ursprungsrezept anzubraten, lasst Ihr etwa sechs dünne Bacon-Streifen in einer beschichteten Pfanne knusprig aus und anschließend auf einem Küchenkrepp abtropfen. Die Pfanne wischt Ihr grob mit einem Küchenkrepp aus. Das ist nicht nur ein Bruchteil der Speckmenge, sondern auch deutlich weniger Öl!

Während der Speck abkühlt und abtropft, kocht Ihr die Pasta. Außerdem verkleppert Ihr zwei Eier und ein Eigelb mit einer Handvoll frisch geriebenen Parmesan, würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat. Dann erhitzt Ihr etwas (!) Olivenöl in der Pfanne, gebt die gar gekochte Pasta hinein und hebt die Ei-Parmesan-Masse unter.

Zum Abschluss hackt Ihr die Bacon-Streifen klein und hebt einen Teil davon unter die Pasta. Den Rest streut Ihr über die Portion für einen herzhaften, speckig-köstlichen Crunch!

Eine klasse Gericht für Resteverwertung, schnellen Genuss und köstliches Italien-Feeling. Dazu einen leicht gekühlten Sangiovese-Wein und die Seele wird gestreichelt…

Apropos: Wenn Ihr Euch fragt, welchen Rotwein Ihr gut im Sommer trinken könnt, dann schaut doch Ende nächster Woche mal bei 180 Grad vorbei. Im Rahmen der Weinrallye werden diesmal Blogger ihre Tipps für sommerliche Rotweine zusammentragen. Ich bin auch wieder dabei!

Welches Gericht streichelt Euch nie Seele in Zeiten von Unsicherheit, Selbstzweifel und Grübelei?

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Seit einigen Jahren geistert die Belper Knolle durch die Food-Blogs. Nachdem ich mich lange gegen den Trend gewehrt habe, entdeckte ich sie in meinem Lieblingskäseladen, der Bergkäsestation in Wiesbaden. Und mag sie seither nicht mehr missen! Das schnellste Friday Night Dinner Date aller Zeiten: Pasta mit Belper Knolle!

Die Belper Knolle (vorne rechts links im Bild) sieht von außen durch den Pfeffermantel fast aus wie ein Trüffel, ist hart und trocken und hält sich ewig, wenn sie nicht vorher weggehobelt wird.

Processed with Rookie

Denn das pfeffrig-käsige Aroma ist der ideale Begleiter für Nudelgerichte, Aufläufe, auf getoastetem Brot mit Butter oder zu gegrilltem Gemüse.

Viele Details und Wissenswertes rund um die Herstellung hat übrigens Robert hier veröffentlicht.

Lasst uns aber jetzt erstmal was kochen:

Pasta, Belper Knolle, German Abendbrot

Für zwei Personen zu Eurem Friday Night Dinner Date benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 600 gr frische Tagliatelle (oder knapp 250 gr getrocknete Pasta)

4 große, braune Champignons, gewürfelt

8 Cocktailtomaten, gewürfelt

4 Zweige Petersilie, fein gehackt

Abrieb von der Belper Knolle (je nach Geschmack)

Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Olivenöl

Zubehör: Pastatopf, große, beschichtete Pfanne, vorgewärmte Pastateller

Zubereitungszeit: mit frischer Pasta 10 min, mit getrockneter entsprechend der Kochzeit

So geht’s:

Nudelwasser salzen und zum Kochen bringen. Darin die frische Pasta garen.

Währendessen in der Pfanne Olivenöl erhitzen. Salzen, pfeffern und die Tomaten sowie die Pilze darin anschwitzen.

Die Pasta nicht abgießen, sondern nur leicht abtropfen und in die Pfanne geben, damit das Pastawasser sich mit den Zutaten vermischt. Alles gut unterheben und sofort in die warmen Teller geben.

Belper Knolle darüber hobeln und mit der Petersilie garniert sofort servieren.

Schneller, günstiger und einfacher – aber auch köstlicher! – kann man nach einer heftigen Woche sein Friday Night Dinner Date wohl kaum zubereiten!

Apropos: Die Belper Knolle kostet in der Bergkäse Station etwa 8,50€. Da Ihr aber nur wenige Späne pro Portion benötigt und sie sich im Musselin-Säckchen ewig hält, ist das eine gute Investition. Betrachtet die kleine Käseknolle einfach als Gewürz.

Und für alle Wiesbadener: Ihr könnt Euch Käse von Till jetzt auch liefern lassen vom Kiezkaufhaus. Aber dazu bald mehr!

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Wenn es schnell, köstlich und besonders sein soll: Dann habt Ihr ein Friday Night Dinner Date!

Hä? Ihr versteht jetzt gerade gar nicht, wovon ich rede? Vor vielen Jahren haben eine befreundete US-Kollegin und ich festgestellt, dass wir beide mit unseren Männern jeweils eine schöne Tradition pflegen: Freitags gönnen wir uns ein gemeinsames Dinner, um mit der Woche abzuschließen, um runterzukommen, um Pläne für’s Wochenende zu machen, um entspannt in den Samstag zu grooven…

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Dabei kann so ein Dinner Date auch mit Freunden stattfinden. Oder natürlich auch für einen alleine! Wichtig dabei ist jedoch: Es soll Euch entspannen! Deshalb gibt es idealerweise keine aufwendige Kocherei, sondern lecker Unkompliziertes. Dazu natürlich einen guten Wein! Oder auch einfach nur einen Drink und ein Häppchen, bevor es ins Lieblingsrestaurant geht oder in diesen neuen Griechen/Japaner/Italiener, den Ihr schon ewig ausprobieren wolltet, oder ins Kino oder zu Freunden.

Hauptsache Ihr haltet mal kurz inne. Atmet tief ein und wieder aus und freut Euch, dass die Woche hinter Euch liegt. Das ist das Friday Night Dinner Date! Kommt, setzt Euch mit an den Tisch. Bei uns ist immer noch ein Plätzchen frei.

Und deshalb stelle ich Euch hier am Freitagmorgen künftig Ideen für ein unkompliziertes aber köstliches Friday Night Dinner Date vor. Die Zutaten habt Ihr entweder daheim oder könnt sie schnell in der Mittagspause oder auf dem Nachhauseweg besorgen. Oder Ihr schickt den Link einfach an Eure Freunde, den Liebsten, die Nachbarin, bittet um Einkauf und serviert zum Dank abends ein schönes Essen. Deal?

Auftakt machen die vegetarischen Walnuss-Tagliatelle nach Yotam Ottolenghi:

Ottolenghi_Walnuss_PastaFür 2 hungrige Esser als Hauptmahlzeit benötigt Ihr folgende Zutaten:

400 gr frische Tagliatelle

50 gr Walnusskerne, grob gehackt und in der Pfanne kurz angeröstet

1 EL Butter

10-12 Salbeiblätter, in Streifen geschnitten (Ich hatte noch welche vom Sommer eingefroren. Bei frischen würde ich etwas weniger nehmen, da sie doch sehr intensiv sind!)

Abrieb einer mittelgroßen Bio-Zitrone

Saft einer halben Zitrone

50ml Sahne

1/4 Bund Petersilie, fein gehackt

Salz, schwarzer Pfeffer

Parmesan

Zubehör: Großer Pasta-Topf, große beschichtete Pfanne

Zubereitungszeit: Etwa 15 Minuten

So geht’s:

Butter in der Pfanne erhitzen. Wasser im Pastatopf langsam zum Kochen bringen. Salbeistreifen in der Butter anbräunen, bis er einen feinen Duft verbreitet. Dann Zitronenabrieb und Sahne hinzugeben. Salzen und pfeffern.

Währendessen die frische Pasta garen (geht bei frischer sehr schnell, etwa 3-4 Minuten).

Kurz bevor die Pasta fertig ist, den Zitronensaft, die Walnüsse und die Petersilie unter die Sauce geben. Pasta aus dem Wasser holen, etwas aber nicht komplett abtropfen lassen und in die große Pfanne zur Sauce geben. Alles sehr gut vermischen und auf vorgewärmten Tellern anrichten. Abschließend den Parmesan in Spänen darüberhobeln. Sofort servieren!

Dazu passt ein Chardonnay ebenso wie ein leicht gekühlter Spätburgunder.

Das Rezept stammt aus dem Kochbuch “Vegetarische Köstlichkeiten” von Yotam Ottolenghi, das wir von lieben Freunden zu Weihnachten bekamen und das ich Euch nur wärmstens ans Herz legen kann!

Ein Ottolenghi-Fan bin ich ja seit den Anfangstagen des Blogs. Schön, dass er jetzt auch unser Friday Night Dinner Date bereichert hat!

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Habt Ihr auch solche Gerichte, die Ihr nur für Euch alleine macht? Was ist Euer Strohwitwen-/-witwer-Essen? Was macht Ihr Euch zu essen, wenn kein Partner und keine Kinder mitreden?

Bei mir sind das Nudeln mit einer mediterran-tomatigen Sauce, die entfernt an meine geliebte Pasta Puttanesca erinnert:

Strohwitwenpasta

Ich muss glücklicherweise ja nur selten auf den bEdW verzichten. Meist bin ich diejenige, die unterwegs ist und viel zu viele Abende in mittelprächtigen Hotelzimmern verbringt. Aber falls ich mal abends alleine daheim bin, schaue ich, ob irgendwo alte Folgen “Sex and the City” laufen und mache mir dieses schnelle Nudelgericht!

Zutaten für einen hungrigen Esser, aka “Die guilty pleasure Portion”:

125 gr Rigatoni oder Penne rigate

400 gr stückige Tomaten aus der Dose

10 grüne oder schwarze Oliven, grob gehackt

150 gr Feta

3 eingelegte Sardellen (in Öl oder in Salzlake – letztere kurz abspülen)

1 kl Schalotte, fein gehackt

1 kleine scharfe Chili, entkernt

1 EL Öl

Salz, Pfeffer, kräftige Prise Zucker

Salz für das Nudelwasser

Zubehör: 1 großer, 1 kleiner Topf, 1 Sieb zum Abschütten

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Während das Nudelwasser zum Kochen kommt und die Pasta gar kocht, das Öl im kleinen Topf erhitzen. Die gehackten Zwiebeln und die Peperoni anschwitzen. Sardellen und Oliven hinzugeben und ebenfalls erhitzen. Eine kräftige Prise Zucker darübergeben. Tomaten in den Topf geben, gut verrühren und einige Minuten köcheln lassen, bis die Nudeln gar sind. Zuletzt die Hälfte des Feta unterrühren, bis er zart geschmolzen ist. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Die Peperoni entfernen.

Nudeln abgießen, gut abtropfen und in die Sauce geben. Alles gut vermischen. In einer tiefen Schale anrichten und mit dem restlichen Feta garniert servieren.

Die Nudeln sind sehr fruchtig und tomatig mit einer kräftigen Würze durch die Sardellen und den Feta. Ich liebe sie auf diese Art. Dem bEdW rollen sich die Fußnägel nach oben. Also sind sie für mich DAS Strohwitwen-Essen!

Dazu passt der Wein, der noch offen ist und weg muss. In jedem Fall aber ein kräftiger Chianti! (Was bei uns in etwa auf’s Gleiche hinausläuft…)

Weinglas und Nudel-Schale mit zur Couch nehmen, Fernseher anmachen und den Strohwitwen-Status solange genießen, bis die Sehnsucht zu groß wird (dauert bei mir etwa 2-3 Folgen “Sex and the City” lang…).

 

 

 

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Ich freue mich immer wieder, wenn die einfachen Gerichte hier im Blog besonders positiv aufgenommen werden und viel Zuspruch erfahren. Das sehe ich beispielsweise immer mal wieder bei den belegten Broten oder einfachen Pasta-Gerichten.

Deshalb unterstelle ich mal, dass Ihr, meine lieben Leser, einfache Genüsse ebenso zu schätzen wisst wie ich: Einfache Zutaten, unkomplizierte Zubereitung, leichtes Gelingen – höchster Genuss!

Dann hab’ ich doch noch was für Euch arme Feierabend-Kocher, Zwischendurch-Esser, Nicht-zum-Einkaufen-Kommer und Aus-dem-Vorrat-Zusammensteller:

Tagliatelle con acciughe – Schmale Bandnudeln mit Sardellen! (vorne im Bild – dahinter gab’s noch mal Pasta mit einem Rest der allerbesten Bolognese!)

PastaAcciughe

Das Rezept stammt von der großen Lorenza de Medici, die eine große Verfechterin der einfachen, bäuerlichen Küche der Toskana war (eben der Cucina povera). Ihr leider vergriffenes Kochbuch “Pasta” ist uns immer mal wieder Inspiration und Anleitung – etwa für gefüllte Pasta, Aufbewahrung frischer Pasta oder eben für unzählige Rezepte mit einfachen Zutaten.

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

250 gr getrocknete Tagliatelle oder die entsprechende Menge frische Pasta (bei selbstgemachtem Nudelteig rechnet man 100gr Mehl + 1 Ei pro Person)

100 gr frische Weißbrotkrumen (alternativ: grobe Semmelbrösel)

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

4 Sardellenfilets (in Salzlake, abgetropft)

schwarzer Pfeffer

Salz

4 EL Olivenöl

1 EL fein gehackte Petersilie

Zubehör: 1 beschichtete Pfanne, 1 großer Topf

Zubereitungszeit: Kochdauer der Nudeln – also 8-10 min

So geht’s:

Ein Topf voll Wasser für die Nudeln aufsetzen, salzen und zum Kochen bringen.

Währendessen das Öl in der Pfanne erhitzen, Weißbrot und Knoblauch sowie die Sardellen hinzugeben, rühren und leicht anbräunen lassen.

Wenn die Nudeln gar sind, aus dem Wasser holen, nicht zu stark abtropfen lassen und in die Pfanne geben. Alle gut miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einem vorgewärmten Teller anrichten und mit der Petersilie bestreurt servieren!

Das Gericht strotzt natürlich vor Kohlehydraten und ist das ideale Essen, wenn man gerade im Garten gearbeitet hat oder die Balkonpflanzen umtopfen musste, mit dem Hausputz fertig ist, einfach nur viel Sport gemacht hat oder von einer langen Wanderung hungrig nach Hause kommt.

Die salzigen Sardellen verbinden sich herrlich mit dem Öl. Alles wird dann von den Brotkrumen aufgesaugt und ergibt eine warme, würzige Masse, die sich um die Nudeln legt. Köstlich!

Und weil man Sardellen immer, immer, immer im Haus haben sollte – ebenso Semmelbrösel oder ein paar eingefrorene und schnell aufgetaute Weißbrotscheiben – ist das ein Beitrag zum Dauerevent “Schatzsuche im Vorratsschrank” vom Magentratzerl!

Was für eine schöne Idee: In meiner Speisekammer verbirgt sich so vieles, was schnell zu einer kleinen Köstlichkeit werden kann. So macht Schatzsuche richtig Spaß!

Schatzsuche im Vorratsschrank – Dauerevent

 

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