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Archive for the ‘Pasta’ Category

Ja, es gibt nochmal Vorräte. Nach Runde I und II jetzt eben zum Dritten. Die spätsommerliche Sonne verwöhnt uns mit superreifen Tomaten. Ein köstliches veganes Tomatensugo schmeckt herrlich zu frischer Pasta und hält sich in Gläsern über Winter!

Wenn ich derzeit mittwochs und samstags auf den Markt gehe, kann ich nicht an den herrlichen Tomaten vorbei, die in allen möglichen Formen und Schattierungen auf großen Haufen liegen und prall und saftig aussehen. Ob knubbelige Ochsenherzen, langgezogene Flaschentomaten, gelb, grün, dunkelrot, fast schwarz, gestreift oder glänzend glatt – ich nehm‘ immer etwa ein Kilo einmal querbeet durch das Tomatenangebot. Dann gibt es köstlichen Tomatensalat mit etwas Balsamico, Olivenöl, fein gehackter Schalotte, grobem Meersalz und etwas Pfeffer. Auch auf einem frischen Sauerteigbrot mit Salzbutter und etwas Schnittlauch mag ich die sonnenreifen Tomaten so sehr!

Pasta Puttanesca

Spaghetti Puttanesca – mit Tomatensugo, Oliven, Kapern und Sardellen. Köstlich!

Aber unterm Ladentisch steht die eigentliche Kiste meines Begehrens: Die Quetschtomaten! Da landen alle Tomaten, die nicht mehr so hübsch aussehen oder überreif und weich sind. Aus dieser Kiste hole ich mir 2kg zu einem kleinen Preis und koche köstlich tomatiges Sugo daraus. Eine Portion Pasta dazu und ich bin im 7. Tomatenhimmel!

Den Rest fülle ich – noch heiß! – in sterilisierte Schraubgläser, die ich dann wie einen Schatz in meiner Vorratskammer horte. Wenn es dann draußen stürmt und schneit, nicht richtig hell wird und viel zu früh dunkel, öffne ich eines davon mit einem Klacken, erhitze es, gebe noch etwas getrocknete, vom Balkon geerntete Kräuter hinein und träume von heißen Sommertagen, vom Barfußlaufen und Sonnenuntergängen auf der Terrasse…

Tomaten Tomatensoße hausgemacht Sugo eingekocht Foodblog German Abendbrot

Ich belasse mein Tomatensugo meist möglichst natürlich. So kann ich es erst beim Weiterverwenden würzen und anpassen. Etwa besonders würzig als Basis für eine herrlich krosse Pizza oder natürlich für ein langsam geschmortes Ossobuco oder mit etwas Schärfe für meine geliebten Strohwitwennudeln

Tomaten Tomatensoße hausgemacht Sugo eingekocht Foodblog German Abendbrot

In jedem Fall aber wird parallel zum großen Topf ein kleinerer für die Pasta aufgesetzt. Denn irgendwie bleibt immer ein Rest, der nicht mehr ins Glas passt. Also schnell Nudeln gekocht, Parmesan gerieben, eine Flasche Wein aufgemacht, den Liebsten geschnappt und herrlich leicht und sommerlich ins Wochenende gestartet!

Zutaten für vier Schraubgläser a 250ml (Circa-Angaben):

2 kg vollreife Tomaten

1 große, weiße Zwiebel, geschält und fein gehackt

1 Knoblauchzehe, gequetscht

1 gehäufter EL Zucker (Muscovado-Zucker gibt eine feine karamellige Süße)

1 EL Salz

1 EL Olivenöl

Optional: 1 Lorbeerblatt oder 1 Rosmarinzweig oder 1 Chilischote…

Zubehör: Großer Topf mit Deckel, große Schüssel oder 2. Topf, bei Bedarf Pürierstab, sterilisierte Schraubgläser

Zubereitungszeit: 30min

So geht’s:

Tomatenhaut einritzen und Tomaten in die große Schüssel legen. Mit kochendem Wasser überbrühen und etwas abwarten. Währendessen die Zwiebel hacken und das Öl im Topf erhitzen.

Während Du jetzt die Zwiebeln anschwitzt und mit etwas Zucker karamellisierst, kannst Du die Tomaten abgießen und die Haut ganz leicht abschälen.

Ich HASSE Tomatenhaut im Sugo. Wenn sie Dich nicht stört, kannst Du Dir diesen Arbeitsschritt sparen oder du passierst die Sauce nachher durch ein Sieb.

Tomaten grob Hacken und zusammen mit dem Knoblauch in den Topf geben. Gut umrühren, Deckel schließen und bei kleiner Flamme etwa 15 min köcheln lassen. (Wenn Du magst, kannst Du jetzt Kräuter oder Chili dazugeben und mitkochen lassen.)

Salzen und pfeffern oder das Sugo ganz natürlich lassen – das kommt darauf an, wofür Du es später noch verwenden willst.

Kommt Dir das Sugo zu wässrig vor? Dann lass es noch etwas bei offenem Deckel kochen oder püriere es leicht an (Chilis oder Lorbeerblätter bitte vorher entfernen!).

Nudeln aufsetzen und gar kochen.

Bis auf einen Rest den Sugo in die Schraubgläser füllen bis unter den Rand. Sofort verschließen und abkühlen lassen.

Sind die Nudeln gar? Dann jetzt in den Topf mit dem Sugo-Rest geben, alles gut vermischen, etwas Käse darüber reiben und mit Deinem Friday Night Dinner Date genießen!

Blitzschnell Vorräte anlegen UND ein köstliches, leichtes Friday Night Dinner Date genießen! Kann man mehr wollen für den Start in ein entspanntes Wochenende?

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Keine Sorge! Ich werde jetzt nicht zu so einer missionierenden Foodtrend-Trulla. Aber manche Rezepte machen mich neugierig. So auch diese Vegetarische (oder sogar vegane!) Spaghetti Bolognese nach TV-Koch Jamie Oliver.

Es gibt für mich gar keinen Grund, an der „allerallerallerbesten“ Bolognese-Sauce des bEdW irgendetwas zu verändern. Ich bin so überzeugt von diesem Ragu, dass ich sie sogar meiner Lieblingszeitung DIE ZEIT auf dem Präsentiertellerchen serviert habe. Diese Version ist für mich persönlich über jeden Zweifel erhaben. Diskussionen um „das richtige Ragu Bologneser Art“ lassen mich ebenso kalt. Milch rein oder nicht? Hackfleisch oder ganze Stücke? Karotten, Sellerie – ja oder nein? All das ficht mich nicht an. Oder wie mir mal eine Gemüsetandlerin auf dem Viktualienmarkt aphorismengleich sagte: „A jeda wia er moag!“.

Aber wenn Jamie Oliver, dessen Gerichte ich immer mal nachkoche, ein kurzes, kleines Rezept-Video auf Facebook postet, das eine vegetarische Sauce a la Bolognese verspricht (ohne Käse sogar vegan) und äußerst appetitlich aussieht, ist einfach meine Neugierde geweckt.

Linsen statt Hackfleisch? Geschmacksache!

Linsen als Hackfleisch-Ersatz für ausreichend Proteine und Biss im Gericht schrecken mich nicht. Ihr Aroma und ihre Konsistenz sind aber recht dominant. Wenn Du Linsen oder generell Hülsenfrüchte nicht magst, wirst Du mit diesem Rezept nicht sonderlich glücklich. Ich aber mag sie gerne: Pluspunkt! Für die rein vegetarische Variante sind die Zutaten außerdem unfassbar günstig im Vergleich zur Fleisch-Version und fast immer im Haus. Ein weiterer Pluspunkt. Und da Linsen ohnehin ein Hammer sind als Mineralstofflieferant (Zink, Eisen, Kalium, Magnesium…) hast Du mit diesem Rezept auch jede Menge gesunder Komponenten auf dem Teller. Schon der 3. Pluspunkt.

Vegetarische vegane Bolognese nach Jamie Oliver Foodblog German Abendbrot

Eine Bolognese ist eine Bolognese ist eine…

Du kannst mit mir streiten, ob eine solche Rezept-Variante sich überhaupt Bolognese nennen darf. Ich mache mich davon frei und sehe sie eher als vegetarische Pastasauce. Warum auf Namen herumreiten? Und Gemüse-Linsen-Sauce oder tomatiges Linsen-Ragu klingen irgendwie nicht so prickelnd. Unter Bolognese kannst Du Dir sicher besser etwas vorstellen und ahnst schon, wohin die Reise geht.

Hier kommt jedenfalls das Rezept. Und wenn Du auch so neugierig bist wie ich, probier es doch einfach mal aus!

Zutaten für meine vegetarische Bolognese nach Jamie Oliver für 4 Personen:

2 Karotten, gewürfelt

2 Stangen Sellerie, in feine Scheiben oder Würfel geschnitten

1 Dose (400 gr) braune Linsen (getrocknete Linsen müssen über Nacht einweichen)

1 Zweig Rosmarin

2 rote Zwiebeln, fein gewürfelt

1 Blatt Lorbeer

150 ml trockener Rotwein

20 gr getrocknete Steinpilze

1 große Dose (800 ml) Tomaten

4 Stengel Petersilie

eine Handvoll Parmesan-Käse (oder eine vegane Variante)

Salz

Pfeffer

1/2 Chilischote, fein gehackt

1 TL Tomatenmark

1 Stück Parmesanrinde (optional, Veganer lassen sie weg)

1 Prise Zucker

Spritzer Olivenöl

500 gr Vollkorn-Spaghetti

Zubehör: 1 Topf für Nudeln, 1 große Pfanne mit Deckel für das Ragu, Sieb

Zubereitungszeit: etwa 1 1/4 Stunde

So geht’s:

Gemüse vorbereiten: waschen, würfeln, bereitstellen. Linsen in ein Sieb gießen und kurz abtropfen lassen. Pilze in etwas Wasser einweichen (so, dass sie gerade bedeckt sind).

Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Sellerie, Karotte, Zwiebeln und die Chilischote anschwitzen. Tomatenmark unterheben und ebenfalls kurz erhitzen. Lorbeerblatt und Rosmarinzweig hinein, Deckel schließen und das Ganze etwa 15 min garen.

Den Wein hinzugeben und einköcheln lassen. Parmesanrinde in die Sauce legen (gibt Geschmack!). Pilze aus dem Wasser nehmen (nicht wegschütten!), klein hacken und in die Sauce geben. Das Pilzwasser vorsichtig hinzugeben (unten bildet sich immer etwas Satz). Tomaten hinzugeben, die Dose mit etwas Wasser ausspülen und ebenfalls in die Sauce gießen (das Tomaten-Wasser, nicht die Dose!). Die abgetropften Linsen nun ebenfalls in die Pfanne geben. Mit Salz und Pfeffer sowie der Prise Zucker würzen. Deckel schließen und rund 30 min sanft köcheln lassen.

Nudelwasser mit ausreichend Salz erhitzen und die Pasta gar kochen (Vollkorn-Spaghetti behalten mehr Biss als die herkömmliche Sorte; dafür eignen sie sich aber auch gut zum Aufwärmen am nächsten Tag!*).

Die Nudeln abgießen und etwas von dem Wasser auffangen. Nudeln zurück in den Pastatopf geben und jetzt 3-4 Kellen des Ragus unterheben. Parmesan ebenfalls untermengen und mit etwas von dem aufgegangenen Nudelwasser sämig machen.

Auf einem Teller geben und mit gehackter Petersilie garniert servieren.

Ein herzhaftes, günstiges und wirklich schmackhaftes Veggie-Ragu, das ich mir auch ganz köstlich mit einem Fladenbrot statt Nudeln vorstellen kann!

*Wir haben das restliche Ragu außerdem noch heiß in sterilisierte Gläser gefüllt und sofort verschlossen. So haben wir jetzt noch eine schnelle, gesunde Pastasauce für Tage, an denen wir nicht zum Kochen kommen! 

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Was für eine Woche! Seit letztem Freitag war ich viel unterwegs, habe beruflich einige interessante Gespräche geführt. Aber leider musste ich auch eine Trauerfeier für einen lieben Kollegen besuchen. Kräftezehrend. Heute muss es Comfort Food sein: Nudelauflauf mit Zucchini, Hack, Feta!

Nichts beruhigt die Nerven so sehr wie ein Teller Pasta oder geschmolzener Käse. Warum oder? Geht ja auch beides… Andere mögen Schokolade lutschen oder sich einen Cognac einschenken. Mich holt ein Nudelgericht immer wieder auf den Boden zurück, erdet mich sozusagen, tröstet mich. Dabei ist mir nicht so wichtig, ob es schön aussieht oder irgendwelchen Gastro-Trends entspricht. A bowl full of happiness einfach. Kennst Du doch, oder?

Spiralige Fusili, knackige Zucchini, leuchten rote Paprika, bitzelnde Chili, herzhaftes Rindfleisch und salziger Schafskäse sowie ein extra Löffelchen saure Sahne machen meinen Auflauf zu genau dem, was ich heute Abend brauche: Trost, Aufbau, Seelenstreicheln! Ein Glas kräftigen Rotweins dazu schadet natürlich auch nicht. Uns hat dieser mallorquinische Wein sehr gut dazu geschmeckt. Und so ein Gläschen sorgt – zumindest bei mir – für einen tiefen Schlaf. Den habe ich mindestens ebenso nötig…

Zucchiniauflauf

Mein Freitagabend-Trost-Auflauf ist sicher kein Highlight der Küchenkunst, sondern ein einfaches, saisonales Gericht. Aber es ist genau das Richtige, falls Deine Woche auch emotional aufwühlend, anstrengend oder einfach irre intensiv war. Denn bei aller Traurigkeit gab es auch wunderschöne, lustige Momente mit Freunden, viel Fußball, tollen berufliche Aussichten und natürlich dem größten Glück von allem: dem bEdW.

Zutaten für 2 Personen mit ordentlich Kohldampf:

200 gr Fusili

200 gr Rinderhackfleisch

100 gr Feta oder anderen Schafskäse

1/2 Zucchino

1/2 gelbe oder rote Paprika

2 EL saure Sahne

1 Zwiebel, geschält und fein gehackt

1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt

1 TL scharfe Chiliflocken

1 EL Tomatenmark

2 EL Olivenöl

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Prise Zucker

Prise getrockneter Oregano

Zubehör: Pastatopf, Pfanne, Auflaufform

Zubereitungszeit: 45min (davon allerdings 15-20min im Ofen und somit noch innerhalb der üblichen Friday-Night-Dinner-Date-halben-Stunde!)

So geht’s:

Rinderhackfleisch aus dem Kühlschrank nehmen.

Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Auflaufform mit einem der beiden EL Olivenöl fetten und im Backofen mit vorheizen.

Fusili gar kochen und abschütten.

Den zweiten EL Olivenöl in der Pfanne erhitzen.

Zwiebel und Knoblauch auf mittlerer Hitze anschwitzen. Zucchini halbieren und in etwa einen halben Zentimeter breite Halbmonde schneiden. Die rote Paprika ebenfalls in ca. 1 cm große Stücke schneiden.

Tomatenmark in die Pfanne geben und anrösten. Zucker hinzugeben, damit die Säure des Tomatenmarks gebrochen wird. Jetzt das Rinderhackfleisch anbraten. Gemüse hinzugeben und gut vermischen. Chiliflocken, Salz, Pfeffer, Oregano unterheben und abschmecken. Es kann ruhig etwas „überwürzt“ schmecken. Die Nudeln fangen das wieder auf.

Jetzt die Nudeln in die Pfanne geben und alles miteinander vermischen. Die Sahne unterrühren.

Die Auflaufform aus dem Backofen holen (Vorsicht: heiß!) und die Masse hineinfüllen.

Feta darüberbröckeln und auf der oberen Schiene im Backofen überbacken.

Ich mag es, wenn der Käse an einigen Stellen leicht gebräunt und insgesamt etwas verlaufen ist, aber noch nicht komplett zerläuft oder gar hart wird. Feta verhält sich anders als Gouda oder gar Mozzarella, die einen anderen Schmelzpunkt haben.

Habt ein kuscheliges Wochenende und vergesst nicht Euren Liebsten zu sagen, wie schön es ist, dass es sie gibt!

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An die klassische Pasta Carbonara reicht kaum etwas heran. Etwas sommerlicher, leichter und abwechslungreicher ist diese Variante mit Zucchini und kleinen, feinen Chili-Ringen.

Ein richtiger Seelenstreichler ist die Pasta Carbonara: Cremig, würzig, seidig und mit jeder Menge Aromen von Käse und Speck. Gibt es etwas Köstlicheres? Oft servieren wir einen Salat dazu, damit wenigsten ein bisschen Vitamine auf dem Tisch stehen. Die cremige, speckige Sauce legt sich aber so über die Zunge, dass ein säuerlich angemachter Salat nicht mehr so recht passt und nur noch bitter schmeckt. Da siegt also meist die Vernunft über den Geschmack…

Wie schön, wenn man die ersten reifen Zucchini bekommt und einfach mit gesundem Gemüse der Lieblingspasta ein frühlingshaftes Kleidchen anzieht!

Zucchini Carbonara

Feingeschnittene Chilischoten bringen zudem noch etwas Pepp in die Sauce und sorgen für noch mehr Farbe auf dem Teller!

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

1 Zucchino

1 scharfe rote Chilischote

2 Eier (komplett)

3 Eigelb

ca. 150 gr geräucherter Bauchspeck

4 gehäufte EL frisch geriebener Parmesan

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Salz

Muskatnuss

Olivenöl

optional: frische Petersilie, gehackt

Zubehör: Pfanne, Topf, Sieb, Schneebesen

Zubereitungszeit: unter 30 Minuten

Schwarte vom Bauchspeck entfernen und in kleine Würfelchen schneiden. Eier verkleppern, mit Parmesan und den Gewürzen zu einer homogenen, nicht zu flüssigen Masse verrühren. Falls es sehr flüssig ist, noch etwas Parmesan zugeben. Ist sie eher breiig, kannst Du sie ausnahmsweise mit einem Schluck Sahne verdünnen. (Keine Sorge vor den Besserwissern: Auch italienische Mamas nehmen manchmal Sahne!)

Zucchino waschen und halbieren. Die Hälften in etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Chilischote in feine Scheiben schneiden. Petersilie waschen, trockentupfen und hacken.

Speckwürfel in einem Spritzer Olivenöl langsam aber kross ausbraten. Die Würfel sollen richtig knusprig aber nicht hart sein. Nudeln (hier: Fussili) in der Zwischenzeit al dente kochen. Zucchini und Chili zum Speck in die Pfanne geben und kurz heiß werden lassen. Die Zucchini-Scheiben sollten noch Biss haben!

Wenn die Nudeln fertig sind, abgießen (etwas Wasser darf noch übrig bleiben. Die Nudeln also nicht zu stark abschütteln) und zurück in den Topf geben. Dann die Speck-Zucchini-Chili-Mischung hinzugeben und gut vermischen. Abschließend die Ei-Käse-Masse unterrühren. Sofort auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit der Petersilie garniert sofort servieren.

Fertig ist ein köstliches, schnelles Pastagericht, das etwas Abwechslung in den Klassiker Carbonara bringt. Guten Appetit!

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In unserem imaginären Ehevertrag ist festgehalten: Eine Portion der allerbesten Bolognese der Welt muss immer im Haus sein. Ja, wenn der bEdW das liest, sollte er sich bald wieder an den Herd begeben! 

Wer sich nicht gerade auf dem Schulhof kennen und lieben lernt, bekommt mit der Liebe des Lebens auch gleich ein Päckchen Geschichte(n) mitgeliefert. Manche verschweigt man besser, andere kommen erst nach 10 bis 15 Tequila auf den Tisch. Und wieder andere werden immer und immer wieder erzählt. So lange, bis die geneigte Ehefrau glaubt, sie sei selber dabei gewesen.

So geht es mir bei den Geschichten rund um Rainer und Danielle. Jenen Freunden aus Italien, die der beste Ehemann der Welt (bEdW) lange vor mir kannte. Und dank derer er als ganz junger Kerl ein bisschen große weite Welt in Italien schnuppern durfte.

Rainer und Danielle haben sich unsterblich in das Herz des bEdW eingebrannt und eine Liebe für guten Wein, lange Gespräche, italienische Lebensart, die einzig wahre Carbonara und eben jene Bolognese eingepflanzt, die bis heute blüht und grünt.

Lasagne

Von Rainer und Danielle ist immer dann die Rede, wenn die Bolognese in Topf und Teller kommt. Nie wird vergessen, sich an sie zu erinnern und leise „Danke!“ zu sagen für ein Rezept, das ganz ohne Chichi, ohne Sous Vide, ohne Edelschokolade auskommt.

Mögen andere ihre Bolognese nur rechtsherum 78 Stunden lang rühren und dabei buddhistische Mandalas in den Parmesan kratzen. Unser Rezept für die – natürlich! – allerbeste Bolognese der Welt kommt aus dem Herzen Italiens (und aus unserem) geht so:

(Disclaimer: Jeder, der sein eigenes Bolognese-Rezept hat, soll dieses hegen, pflegen und weitergeben. Aber unseres schmeckt uns genau so! Danke!)

Zutaten für einen großen Topf Bolognese für mindestens 6 hungrige Esser. Oder 2, die sich versprochen haben, dass immer mindestens eine Portion eingefroren im TK-Fach auf Tage wartet, die Soulfood dringend nötig machen:

1 kg Rinderhackfleisch

3 Scheiben Markknochen

3 frische Lorbeerblätter

500 gr klein gehackte Karotten

200 gr klein gehackter Knollensellerie

3 klein gehackte Knoblauchzehen

2 normalgroße ebenfalls gehackte Zwiebeln

0,5 l passierte Tomaten

2 Dosen (à 400gr) stückige Tomaten

1 Dose (á 800 gr) geschälte Tomaten

(In der Saison kannst Du natürlich auch geschälte frische Tomaten verwenden. Am besten weckst Du Dir schöne Sommertomaten selbst ein!)

1 EL Tomatenmark

1/2 Flasche trockener Rotwein (uns taugt hier immer gut ein Chianti)

2 getrocknete Peperoni

Salz, Pfeffer, Zucker, Prise Cayennepfeffer

Rosmarin, Oregano und/oder andere italienische Kräuter (sofern vorhanden frisch, ansonsten auch getrocknet möglich)

So geht’s:

Markknochen in einem großen Topf bei mittlerer Hitze heiß werden lassen, bis sich das Mark rausquetschen lässt. Mark auslassen und die Knochen zur Seite stellen (werden später wieder mitgekocht). In dem Mark, das jetzt quasi als Öl fungiert, die gehackten Zwiebeln anschwitzen. Zuckern. Das Tomatenmark anrösten (so verliert es die penetrante Säure). Dann das Hackfleisch scharf anbraten. Jetzt den Wein zugießen und ebenfalls verkochen lassen, bis nur noch ganz wenig Flüssigkeit vorhanden ist.

Dann das gehackte Gemüse, die Lorbeerblätter, die Peperoni und die Tomaten zugeben. Auch die Markknochen können jetzt wieder rein. Alles zugedeckt mindestens zwei Stunden köcheln lassen.

Besser ist eine längere Kochzeit. Also 4-6 Stunden. Im Idealfall setzt Du  das Ragu  am Vortag an und wärmst es am nächsten Tag wieder auf, schmeckst es ab.

Denn: Je mehr Zeit Du dem Ragu schenkst, desto besser. (Dummerweise kann ich mich so lange nie gedulden und drängel den bEdW immer dazu, nur die Mindestkochzeit zu verwenden. Geduld wird aber belohnt. Glaub mir!)

Wenn das Ragu geköchelt hat, kommt das Abschmecken: Fleisch und Gemüse “schlucken” sehr viel Salz. Da kann man also schon mal ordentlich ins Salztöpfchen greifen. Zu scharf sollte das Ganze nicht werden, deshalb bei Pfeffer und Cayennepfeffer etwas zurückhaltender würzen. Zucker ist in erster Linie nötig, um die Säure der Tomaten und des Weins etwas zu neutralisieren. Da die Möhren aber auch süßlich sind, darf man es auch beim Zuckern nicht übertreiben.

Zum Servieren frische Kräuter unterheben. Auch wenn Puristen keinen Oregano ins Ragu geben. Das ist Deinem Gusto überlassen!

Mit geriebenem Parmesan heiß servieren und die Seele streicheln lassen!

Genial ist diese Bolognese mit Tagliatelle oder als Basis für eine herzhafte Lasagne.

Ariane vom wunderbaren Blog Tra dolce ed amaro hat das höchstrichterliche Ragu-Rezept der italienischen Handelskammer hier veröffentlicht. Sie räumt auch mit der Mär auf, ein Ragu müsse 12, 24 oder 48 Stunden köcheln. Diese Angabe stammt noch aus einer Zeit, als das Fleisch nicht immer ganz hygienisch gelagert werden konnte. Die italienische Mamma kann darüber nur schmunzeln…

Aber ich sitze weit entfernt von italienischer Gerichtsbarkeit und freue mich über das Rezept von Rainer und Danielle, das fest in unserem Herzen ist. Rezepte von Freunden eben. Für den ZEIT #kochtag.

Dieser Beitrag erscheint anlässlich des ZEIT Kochtags 2016, einem bundesweiten Aktionstag am 22. April, der Menschen dazu anregen soll, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen.

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Herumeiern, Ei der Daus, das Ei des Kolumbus, „Wir brauchen Eier!“ – Das gute Ei ist in unserer Sprache allgegenwärtig. Zu Ostern spielt es sogar eine Star-Rolle. Deshalb habe ich heute viele Eier-Rezepte für Euch!

Wie konnte ich diese drei weiteren Rezepte denn vergessen bei meiner Ostereier-Parade? Oh man. Also hier noch mehr Eierei:

Eierpfannkuchen – oder Palatschinken – müssen nicht zwingend süß gegessen werden. Es gibt auch eine herrliche herzhafte Variante mit Boeuf Stroganoff:

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Das Rezept für Palatschinken Stroganoff gibt es hier.

Wann immer wir Eier und Speck im Kühlschrank haben, schaue ich den bEdW mit großen Augen und flehendem Blick an. Dann weiß er: Es ist Spaghetti Carbonara Time!

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Das Rezept für italienische Carbonara findest Du hier.

Seit einiger Zeit mag ich Spiegeleier. Ganz besonders auf knusprig gebratenen Nordseekrabben und dunklem Brot: Friesischem Krabbenbrot eben.

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Wie ein friesisches Krabbenbrot geht, erfährst Du hier.

Das fluffigste aller Frühstückseier kommt aus dem Backofen, macht auf dem Oster-Frühstückstisch viel her und ist kinderlicht zuzubereiten:

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Zum Rezept für’s Eierwölkchen bitte hier entlang.

Überhaupt Frühstückseier. Sie gehören für mich ebenso zum perfekten Morgenritual wie ein langer Lauf durch die Frühlingsluft. Das perfekte weichgekochte Ei hat Heston Blumenthal für uns:

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Zum Rezept für das Blumenthalsche Ei bitte hier entlang.

Ungleich edler und perfekt für Gäste sind die Eier aus dem Jenaer Glas, die zugleich eine kleine historische Tour in Richtung Bauhaus und „Form follows Function“ geben. Oeufs en cocotte klingt auch gleich viel hübscher:

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Rezepte für Oeufs en cocotte findest Du hier und hier.

An Ostern hast Du aber vermutlich auch jede Menge hart gekochter Eier übrig. Daraus lässt sich ein sehr frischer, gar nicht spießiger Eiersalat zubereiten:

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Das Rezept für Eiersalat und was Elvis damit zu tun hat, erfährst Du hier.

Natürlich darf in Hessen die Mutter aller Eier-Verwertungs-Gerichte nicht fehlen: Die Frankfurter Grie Soß! Ein echtes „how it all began“-Gericht aus den Blog-Anfängen:

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Das Rezept für Grie Soß findest Du gleich mehrfach im Blog. Zuletzt hier.

Aber wie sagen wir Hessen: Des bissi, das mir esse, könne mer auch trinke! Also nichts wie ran an den Eierlikör:

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Zum Rezept für Eierlikör mit Tonkabohne bitte hier entlang.

Ach, es gibt so viele köstliche Gerichte mit Eiern!

Was ist Dein Lieblings-Ei-Rezept?

Also auf zum Wochenmarkt und frische Eier aus der Region gekauft, die von glücklichen Hühner stammen. Dann schmeckt jedes Eiergericht noch mal so gut!

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Nach Mac’n’Cheese das amerikanische Nudelgericht schlechthin: Spaghetti mit Fleischbällchen in Tomatensauce. Kein Mafia-Film und keine Parodie kommen ohne aus! Warum auch?

Als Einstimmung auf einige Tage Sizilien in diesem Jahr wurde der bEdW von mir dazu verdonnert noch mal alle drei Teil von „Der Pate“ zu schauen. Oder sollte ich sagen: Ich machte ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte?

Spaghetti_Meatballs

„Der Pate“ ist nicht nur die brillante Verfilmung des Romans von Mario Puzo. Er ist auch Prototyp aller Mafia-Filme überhaupt mit zahlreichen ikonographischen Szenen:

Marlon Brando im Gegenlicht der heruntergelassenen Jalousie…

Al Pacino nach dem Generationenwechsel, vor dem sich langsam die Tür schließt, während seine gewollt ahnungslose Frau (Diane Keaton) draußen bleibt…

Der Bruderkuss an den verräterischen Fredo…

Der Pferdekopf im Bett… (geniale Parodie bei den Simpsons!)

und natürlich die vielen Anspielungen auf Frank Sinatras Karriere…

Jede Filmminute ein Genuss. Dank großartigem, bis in die Nebenrollen brillant besetztem Cast, einer spannenden Story, der ergreifenden Musik von Nino Rota (dieser langsame Walzer!) und unvergesslichen Kameraeinstellungen. Die Trilogie zählt zu Recht als cineastisches Meisterwerk. Und das, obwohl im ersten Teil über weite Strecken nur italienisch gesprochen wird. Untertitel gelten gemeinhin im amerikanischen Kino als Todesurteil!

Zudem gilt Der Pate II als einzige Fortsetzung in der Filmgeschichte, die besser ist als der erste Teil. Eat this, Transformers! Hier tritt nun auch endlich Robert De Niro als junger Vito Corleone auf!

Aber warum erzähl‘ ich das alles? Klaro! Weil Peter Clemenza dem jungen Michael Corleone in einer genialen Szene erklärt, wie Nudeln mit einer Hackbällchen-Sauce zubereitet werden:

Falls auch Ihr mal in die Verlegenheit kommt, für 20 Mafiosi zu kochen, die in Eurer Küche sitzen, hab‘ ich was für Euch: Spaghetti and Meatballs!

Wer könnte dieses Angebot ablehnen?

Wenn Du einen guten italienischen Metzger kennst, kauf‘ ein paar Salsiccia-Würste und mach‘ die Hackbällchen aus dem Brät. Wenn nicht, halte Dich einfach an mein Rezept. Uns hat es köstlich geschmeckt. Capiche?

Zutaten für 4 hungrige (nicht 20!) Personen:

Für die Hackbällchen:

400 gr gemischtes Hackfleisch (ideal: Kalb, Rind und Schwein)

2 Eier (M)

2 EL fein gehackte Petersilie

5 gehäufte EL Semmelbrösel

1 EL frisch geriebener Parmesan

Salz und frisch gemahlener schwarzer Peffer

Für die Sauce:

400 ml ganze, geschälte Tomaten aus der Dose

400 ml gestückelte Tomaten aus der Dose

1 große weiße Zwiebel, geschält und gehackt

2 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt oder gequetscht

1 kleine frische Chilischote, fein gehackt

Zucker, Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Olivenöl

getrockneter Oregano

optional: alte Parmesanrinde

Zum Servieren:

frischer, fein gehackter Schnittlauch

Parmesan

Dazu: Spaghetti!

Zubehör: breite, flache Pfanne, Pastatopf, Sieb, Schüssel, Küchenkrepp

Zubereitungszeit: 45-60 min (etwas länger als das übliche Friday Night Dinner Date. Aber „Der Pate“ dauert ja auch länger…)

So geht’s:

Alle Zutaten für die Fleischbällchen in eine Schüssel geben und gut mit den Händen vermischen. Dann daraus kleine, mundgerechte Fleischbällchen rollen, auf einen Teller setzen und 15-20 min kalt stellen.

Meatballs

Währendessen den Tisch decken, den Wein entkorken, den Film schon mal aus der Mediathek suchen oder die DVD einlegen, noch mal die Zitate-Liste durchschauen und ein bisschen Frank Sinatra auflegen.

Jetzt die Pfanne auf den Herd stellen und etwas Olivenöl erhitzen. Die Fleischbällchen portionsweise bei mittlerer Hitze anbraten. Herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Zwiebel, Knoblauch und Chili in dem in der Pfanne befindlichen Öl andünsten. Mit einer Prise Zucker würzen.

Tomaten aus der Dose hinzugeben und mit (falls vorhanden) der Parmesanrinde, Salz, Pfeffer, Oregano würzen. (Die Parmesanrinde gibt Geschmack ab und macht die Sauce etwas sämiger. Ich habe immer ein paar Endstücke eingefroren. Es geht aber auch ohne!)

Die Sauce sanft einköcheln lassen, während Du das gesalzene Spaghettiwasser zum Kochen bringst und die Nudeln garst. (Die Sauce wartet auf die Pasta, nicht umgekehrt!)

Kurz vor Ende der Nudelgarzeit die Hackfleischbällchen in die Sauce setzen

Meatballs_Sauce

und vorsichtig (!) umrühren, damit sie mit Sauce bedeckt sind. Final abschmecken und bei Bedarf mit gehacktem Schnittlauch und etwas geriebenem Parmesan garniert servieren.

Spaghetti_Meatballs

Jetzt kannst Du es Dir mit einem Glas Rotwein und einem Teller köstlicher Pasta auf der Couch bequem machen und einen der besten Filme aller Zeiten schauen. Oder gleich alle drei!

Ich bin sicher, dass Du dieses Angebot nicht ablehnen wirst!😉

Falls es tatsächlich Reste geben sollte bei dieser genialen Sauce, kannst Du diese prima einfrieren. Oder Du machst am nächsten Tag mit kurzen Maccheroni und viel Käse einen herzhaften Auflauf. Amerikaner essen Hackbällchen in Tomatensauce übrigens auch gerne auf einem Sandwich! Aber am besten isst Du einfach alles auf…

Und falls Du auf den Geschmack gekommen bist: Auf dieser Seite findest Du ALLE Rezept aus „The Godfather I-III“!

 

 

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