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Archive for the ‘Süßes’ Category

Kennst Du das wunderbar verschwenderische Dessert Eton Mess? Darin werden Erdbeeren von knusprigen Baisers und schaumiger Schlagsahne geküsst. Aber, hey, in Wiesbaden haben Stachelbeeren Saison. Welcome to the Wiesbaden Mess!

Der Wochenmarkt macht mich fertig! Ich weiß gar nicht, was ich zuerst kaufen soll: sonnenreife, pralle Tomaten? Pinkige Himbeeren? Knackige Kirschen? Babyzarte Aprikosen? Ach, Quatsch! Ich habe mein Herz an Stachelbeeren verloren!

Sind sie richtig reif, dann sind sie nicht mehr sauer, haarig und dick-schalig wie die Beeren, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere. Nein, sie sind fruchtig-süß und ganz besonders! Stachelbeeren sind ein bißchen die Außenseiter unter den Beeren. Als “Wiesbaden Mess” werden sie zuckersüß und köstlich!

Wiesbaden_Mess

Für 2 Portionen brauchst Du folgende Zutaten:

200 ml Schlagsahne

1 Handteller großes Baiser

300 gr Stachelbeeren

2 EL Amaretto

2 EL brauner Zucker

Zubehör: kleine, beschichtete Pfanne, Schneebesen oder Handmixer, 2 Dessertgläser

Zubereitungszeit: 15min

So geht’s:

Baiser zerbröseln in unterschiedlich große Stücke. Sahne steif schlagen und kühl stellen.

Stachelbeeren waschen. Etwa die Hälfte davon halbieren. In der beschichteten Pfanne Zucker und Amaretto erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist. Stachelbeeren darin anschwitzen und etwas abkühlen lassen.

Jetzt die Schlagsahne aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig mit dem Baiser vermischen.

Wiesbaden_Mess_Top

Anschließend in zwei Gläser abwechselnd die Stachelbeeren und die Sahne-Baiser-Mischung schichten. Dass die Stachelbeeren einsinken, ist gewollt, um den “messy” Eindruck zu geben.

Füße hochlegen und genießen!

Und wer Stachelbeeren lieber herzhaft mag, macht sich ein würziges Stachelbeer-Chutney.

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Ich bin ja nicht so der Dessert- und Kuchenesser. Aber gute Schokolade macht auch mich richtig glücklich. Ein zart schmelzendes Stück Vollmilch, sahnige Weiße oder würzige dunkle Schokolade zu einer Tasse Kaffee runden ein gutes Essen für mich ab. Besonderheiten aus aller Welt gibt es im xocoatl im Wiesbadener Altstadt-Schiffchen. Verführerische Nachbarschaft!

Meine kleine Reihe “So genießt Wiesbaden!” geht in die dritte Runde. Im ersten Teil hatte ich Euch das Kiezkaufhaus vorgestellt, ein Lieferdienst für lokale Wiesbadener Einzelhändler. Einer dieser Einzelhändler ist das Schokoladen-Geschäft “xocoatl” von Katrin Flietner, quasi meine Nachbarin. (Kann man bessere Nachbarn haben als Schokoladenhändler??)

Xocoatl_Front

Dank Klimaanlage auch im Sommer immer wohltemperiert: xocoatl in der Wiesbadener Grabenstraße.

Natürlich habe ich schon gleich nach unserem Umzug nach Wiesbaden bei Katrin reingeschaut. Aber richtig “kennengelernt” haben wir, als sie via Facebook mitteilte, die Schokoküsse müssten jetzt langsam mal weg. Und da mein guilty pleasure jene Schokoküsse sind, deren Schaummasse sich schon ein gaaaaaanz wenig zieht, stand ich natürlich sofort im Laden und habe mich als Restposten-Verwerter angeboten. Uneigennützig wie ich bin…

Katrin, Du hast bis zu 600 Schokoladen-Produkte in Deinem Laden. Außerdem Pralinen von zehn Herstellern aus fünf Ländern! Ein großer Renner sind aber auch Deine Schokoküsse.

Die kommen aus Bremen von der Firma Mayer. Angeblich hat der uralte Herr Mayer die Schokoküsse sogar erfunden. Das Rezept ist seit Urzeiten in Familienbesitz und der Betrieb ist ganz, ganz klein. Da ist nicht mal Gelatine drin, ganz zu schweigen von anderen Zusatzstoffen. Deshalb sind die jetzt auch in der Sommerpause. Ab Ende August, Anfang September müssten sie eigentlich wieder liefern.

Schon im Schaufenster fällt auf: Du hast gerade zehnten Geburtstag gefeiert. Was hast Du denn vorher gemacht?

Ich war 26 Jahre lang Banker. Zuletzt als Prokuristin bei einer deutschen Großbank. Dann habe ich unsere Tochter bekommen und war dreieinhalb Jahre zuhause. Danach ging ich wieder in die Bank und musste feststellen: Die Bank hatte sich verändert, meinen Job gab es so nicht mehr und ich hatte mich verändert. Ich wurde also immer unzufriedener und hab dann die Reißleine gezogen.

Xocoatl_Taza

xocoatl-Inhaberin Katrin Flietner erklärt mir, was an der “stone ground” Schokolade von Taza besonders ist.

Das Gefühl kennen sicher viele. Aber wie kam es dann zum eigenen Schokoladen-Geschäft?

Durch Zufall habe ich den Verein “Berufswege für Frauen” entdeckt und dann dort ein Coaching gemacht. Das hat mir geholfen, den Blick weit zu machen und mich darauf zu konzentrieren, was ich will und was ich kann. Und dann saß ich mal an meinem Esstisch, habe die “Essen & Trinken” durchgeblättert und bin auf einen Artikel über eine Frau in der Lüneburger Heide gestoßen, die ein Pralinen-Haus aufgemacht hat. Da machte es dann “Pling!” und von da an wusste ich, was ich machen will.

Und wie hast Du den Laden hier gegenüber vom Landtag gefunden?

Der Laden in der Grabenstraße stand leer. Ich fand ihn anfangs viel zu klein. Aber als wir dann das Geschäft betreten haben , hatte ich einen Kloß im Hals. Ich glaube, der Laden hat mich gefunden. Mit einer Innenarchitektin zusammen haben wir dann die Ausstattung umgesetzt.

Im Sommer gibt's auch immer mal ein ausgewähltes Produkt ohne Schokolade - wie diese Gelee-Pralinen.

Im Sommer gibt’s auch immer mal ein ausgewähltes Produkt ohne Schokolade – wie diese Gelee-Pralinen.

Das war ja aber auch ein Risiko, oder?

Glücklicherweise lief der Laden sehr schnell sehr gut. Ich weiß noch, dass ich vor zehn Jahren am 16. April von drinnen aus meinem Schaufenster auf den Landtag – damals noch Baustelle – geschaut habe und dachte: Das ist, als hätte ich nie etwas anderes gemacht! Und so fühlt sich das immer noch an. Ich will nichts anderes mehr machen.

Was mir an Dir und dem xocoatl so gefällt, ist die sehr fundierte Beratung. Wie hast Du Dir – als ehemaliger Banker – denn Dein Expertenwissen angeeignet?

Ich habe viel recherchiert, Schokolade verkostet, viel gelesen und das Gelesene auf meine Zunge übersetzt. Viele Produzenten habe ich aber auch persönlich besucht oder auf Messen getroffen. Das Lernen hört da nie auf.

Wonach entscheidest Du, wer in’s Sortiment kommt?

Ich gucke immer erst danach, wer macht was: Kauft der Hersteller die Kakaobohnen direkt und verarbeitet sie – das nennt man dann “Bean to Bar” – oder verwendet er Kuvertüre. Woher kommt dann die Kuvertüre? Wer hier als Vertreter reinkommt und antwortet: “Feinste belgische Kuvertüre”, der kann gleich wieder gehen. Ich kenne mich mittlerweile gut genug aus, um zu wissen, wer seine Kakaobauern anständig bezahlt. Das ist mir ganz wichtig.

Ich kann hier also mit gutem Gewissen einkaufen?

Ja, hier kann man mit gutem Gewissen einkaufen, weil die Wege nachvollziehbar sind. Aber das ist es ja nicht alleine: Auch die Qualität muss stimmen. Deswegen sortiere ich jetzt einen Händler aus, der statt meiner geliebten Schweizer Kuvertüre jetzt eigene herstellt, aber qualitativ noch nicht auf dem Level ist, das ich verkaufen möchte.

Hohe Qualität und fairer Handel sind im xocoatl wichtig.

Hohe Qualität und fairer Handel sind im xocoatl wichtig.

Zehn Jahre muss man als Einzelhändler erst mal durchhalten. Wer kauft denn bei Dir ein?

Das ist bunt gemischt. Es kommen auch Leute her, die nicht viel Geld haben aber dann eben nur wenig, dafür etwas Besonderes kaufen. Die sagen mir immer: Gute Schokolade hält auch viel länger und macht viel mehr Spaß. Weil man halt nicht die halbe Tafel auf einmal isst. Viele Kunden sagen mir: Du hast uns für gewöhnliche Schokolade versaut. Da entgegne ich immer: Andersherum! Die Industrieware versaut Euch für das wirklich Gute!

Kommen denn viele Touristen zu Dir in die Grabenstraße? Ich höre immer, dass die Straße nicht so stark frequentiert ist.

Ja, das ist schade, denn ich finde die Straße so, so schön. Hier herrscht eine fast schon mediterrane Stimmung mit all den Tischen draußen und den Bänken vorm Landtag, den Bäumen. Die Wiesbadener fragen mich auch nach zehn Jahren noch: “Ach, Sie sind neu hier, oder?” Guck Dir mal die Langgasse an. Die ist im Vergleich doch grauenhaft!

Gibt es Trends in der Schokoladen-Community?

Was super läuft aktuell sind gefüllte Schokoladen. Diese aufgestreuten, bunten Schokoladen dagegen sind nicht mehr so der Renner. Das bestätigt auch die Manufaktur Clement, bei der ich neulich mal zwei Tage mitarbeiten durfte. So ein Blick hinter die Kulissen ist für mich ja auch interessant. Und die sagen auch: An Schokoladen mit Aufgestreutem haben sich die Leute irgendwie sattgegessen. Jetzt kommen die Gefüllten. Von Clement habe ich hier eine mit Mango und mit Minze-Mascarpone, die sind beide extrem geil. Außen sind sie knackig und innen wird es weich. Das hat sowas Tröstendes. Also, wenn jemand Liebeskummer hat, ist das die richtige Schokolade.

Xocoatl_Pralinen

Auch Pralinen-Fans kommen im xocoatl auf ihre Kosten.

Was ist denn das Besondere am xocoatl im Vergleich zu anderen?

Wir wissen was über die Schokolade und können viel darüber erzählen. Ich versuche alle Chocolatiers persönlich zu treffen. Von denen erfahre ich Geschichten, die ich gerne mit meinen Kunden teile. Aber ganz wichtig sind auch die Inhaltsstoffe und dass ich was zu den Unterschieden der einzelnen Schokoladen sagen kann. Das bringe ich auch meinen Mitarbeiterinnen hier im Laden bei.

Was sind Deine Pläne für das xocoatl?

Ich bin gerade dabei einen neuen Online-Shop zu bauen. Das wir dann hoffentlich zum Ende des Jahres was werden. Aber den habe ich in erster Linie für die Kunden, die weiter weg wohnen und ihre Lieblingsschokolade sonst nicht bekommen. Und ich habe bald einen neuen Hersteller im Sortiment. Die englische Pump Street Bakery aus Suffolk.

Gibt es denn Bestseller bei Dir im Laden?

Naja, die Tartuffo di Alba gehen natürlich immer. Aber ansonsten sage ich immer: Bestseller kann man nur machen, wenn man den Kunden etwas aufzwingt. Wir beraten aber ganz individuell, deswegen gibt es bei uns nicht DEN Bestseller. Neu habe ich die Taza Schokoladen aus den USA. Die sind “stonegrounded” und bekommen den Zucker erst zum Schluss zugegeben. Deshalb schmeckt und fühlt man die einzelnen Kristalle. Das ist ganz spannend. Außerdem sind sie vegan und laktosefrei weil ohne Milch hergestellt.

 

Sag ich doch!

Sag ich doch!

 Der Einzelhandel ist spannend und vielseitig. Aber er überlebt nur, wenn wir ihn unterstützen. Also, schnappt Euch Euren Einkaufskorb und zieht los. Es gibt viel zu entdecken!

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Backen treibt mich zwar immer wieder in den Wahnsinn. Aber ein Glas voll köstlicher Cookies im Haus zu haben, mit schmelzigen zartbitteren Schokodrops und herzhaften Haferflocken – diese Aussicht bringt sogar mich an die Teigschüssel!

Natürlich komme ich nicht im Traum darauf mir Rezepte für Cookies auszudenken. Dafür gibt es einfach deutlich qualifiziertere Blogger als mich. Meine Geheimwaffe ist Sandra vom Blog From Snugg’s Kitchen. Wenn jemand backen kann, dann Sandra. Ob Brot oder Cookies: Ihr Blog ist für mich eine bessere Quelle als jedes Backbuch.

Deshalb hab ich auch nicht lange gezögert, als ich ihr Rezept für die Chocolate Chip Cookies mit Haferflocken gesehen habe.

Ein bisschen abgewandelt habe ich das Rezept gegenüber Sandras Original: Ich habe ausschließlich Zartbitter-Schokotropfen (75%) verwendet und Weizen- statt Dinkelmehl. Außerdem statt Dinkel- eben Haferflocken. Aber ganz so hübsch wie ihre sind nicht geworden:

Cookies Nierentisch

Die Cookies sind wunderbar kernig durch die Haferflocken. Mit hochwertigen Zartbitter-Drops schmecken sie zudem richtig edel und nicht zu süß. In einem Glas oder einer Keksdose halten sie sich mehrere Wochen – falls man sie nicht vorher alle aufisst. Denn zu einer Tasse Tee oder einem Kaffee sind die Cookies eine köstliche kleine Zwischenmahlzeit.

Und falls Euch auch mal die Backlust überkommt, schaut doch einfach mal bei Sandra rein! Mach’ ich ja auch ;-)

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Die Schoko-Tropfen und der Amaretto machen diesen hübschen kleinen Gugelhupf richtig saftig.

Während ich das hier blogge, liege ich schniefend und röchelnd auf der Couch, weil mich eine blöde Erkältung fest im Griff hat. Und was wäre besser geeignet, um geschundene Schnupfennasen aufzuheitern als ein schöner, kleiner, runder Gugelhupf mit saftigen Schokotropfen und einem Hauch von Amaretto? Zumal ich Mandeln, Schokotropfen und die restlichen Zutaten im Haus hatte und nicht mal vor die Tür musst! Ich kann mir wenig Besseres vorstellen:

Gugelhupf

Ich mag meine kleine 16-cm-Gugelhupf-Form mit ihrer Monster-Beschichtung wahnsinnig gerne. Für uns reicht der Kuchen locker eine Woche und er sieht sooooo hübsch aus!

Der Hammer sind allerdings die Schoko-Tropfen, die den Kuchen zu einer geheimnisvollen kleinen Sünde machen. Auch der Frosch auf meinem Frühstücksbrettchen ist begeistert:

Gugelhupf_Frosch

Jetzt geht’s aber an’s Backen:

Für eine 16-cm-Gugelhupf-Form benötigt Ihr folgende Zutaten:

100 gr weiche Butter (und ggf. etwas zum Fetten der Form)

80 gr Muscovado-Zucker (oder anderen braunen Zucker)

2 Eier (M)

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

100 gr Weizenmehl

1 TL Backpulver

1 EL Kakaopulver

100 gr gemahlene Mandeln

50 gr Schokotropfen (72%)

3 EL Amaretto

Puderzucker zum Bestäuben

Zubehör: Handmixer oder Küchenmaschine, Gugelhupf- oder Napfkuchenform (16cm), Teigschüssel, Sieb

Zubereitungszeit: 20 min Vorbereitung + 40 min Backzeit

So geht’s:

Die Form bei Bedarf fetten. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die weiche Butter mit dem Handmixer in einer Teigschüssel schaumig schlagen. Zucker, Eier, Salz und Zimt untermischen. Mehl, Kakao und Backpulver vermischen und in den Teig sieben. Mandeln und Schokotropfen gut unterrühren. 3 EL Amaretto hinzugeben und ebenfalls gut vermischen.

Den Teig in die Form geben. Ein paar Mal auf die Arbeitsfläche stoßen und gegebenenfalls die Oberfläche etwas glätten. Den Gugelhupf auf der mittleren Schiene im Backofen für etwa 40 min backen. Hängt bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Holz, ist der Kuchen gut.

Form herausnehmen und abkühlen lassen. Aus der Form stürzen und den kalten (!) Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

Und womit verwöhnt Ihr Euch, wenn Ihr krank und lustlos seid?

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Ein Icing aus heller Schokolade, Bier und Walnüssen ist die Krönung dieses saftigen Schokokuchens!

Dieser dunkelgraue Januar zieht sich. Er zieht sich wie die Dialogszenen in einem Ingmar-Bergman-Film, den man in OmU-Version in einem überheizten Programmkino mit unbequemen Stühlen schaut. Während man Kopfschmerzen hat. Und Hunger. So ungefähr fühlt sich dieser Januar an…

Viel besser hat das – wie jeden Monat! – Erich Kästner ausgedrückt in seinem Januar-Gedicht:

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

Zeit also für ein bisschen Seelenstreicheln mit einem saftigen, dunklen schokoladigen Kuchen:

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Der besondere Clou ist der großzügige Schluck Ale, der an Teig und Glasur für einen etwas herben, malzigen Geschmack sorgen.

Für eine 26cm Springform benötigt Ihr folgende Zutaten:

Für den Teig:

150ml dunkles Bier (wer kein englisches Ale bekommt, nimmt ein deutsches!)

75gr dunkle Schokolade (ich habe diverse Schokoreste von Weihnachten gemischt. Je dunkler, desto besser)

100gr Butter + Butter zum fetten der Form

245gr Muscovadozucker (alternativ: brauner Rohrzucker)

2 Eier Größe M

180gr Mehl

1 EL Backpulver

1 TL Natron

eine Prise Zimt

Für die Glasur:

100gr helle Schokolade (ich hatte einen Schokonikolaus übrig)

50gr Butter

2 EL Bier

100gr Puderzucker

eine Handvoll grob gehackter Walnüsse

Zubehör: 26cm Springform, Rührschüssel, Handmixer oder Küchenmaschine, Topf und passende Metallschüssel für das Wasserbad, feines Sieb, Teigschieber

Zubereitungszeit: 20min + 45 Backzeit

So geht’s:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform gut fetten.

Die dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen und das Bier unterrühren. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. In der Teigschüssel Butter und Zucker miteinander zu einer homogenen Masse verquirlen. Eier hinzugeben und wieder gut vermixen. Die Bier-Schoko-Masse ebenfalls unterziehen. Mehl, Backpulver, Zimt und Natron gut miteinander vermischen und zusammen unter den Teig rühren.

Den fertigen Teig in die Springform geben und in der Mitte des Backofens etwa 45 min backen. Der Kuchen ist sehr saftig und je nach Backofen braucht er eventuell länger. Gerade in der Mitte blieb mein Teig noch lange feucht. Macht also unbedingt die Probe mit einem Holzstäbchen: Wenn kein Teig mehr hängen bleibt, ist der Kuchen fertig.

Kuchen aus dem Ofen nehmen und gut abkühlen lassen.

Währendessen in einem Wasserbad die helle Schokolade, Butter und Bier erwärmen und gut vermischen. (Achtung, die Masse muss langsam schmelzen und sollte nicht zu heiß werden oder gar kochen!) Währendessen die Walnüsse hacken.

Die Masse etwas abkühlen lassen, bevor Ihr den Puderzucker hineinsiebt und gut vermischt.

Nun die Glasur mit dem Teigschieber auf dem Kuchen verteilen. Ich habe nur die Oberseite bestrichen. Wer mag, kann auch die Ränder noch bestreichen. Abschließend die Walnusskerne verteilen.

Jetzt – endlich! – könnt Ihr den Kuchen anschneiden und Euch die schokoladige Saftigkeit auf der Zunge zergehen lassen.

Processed with Rookie

Und dann ist auch irgendwann dieser Januar vorbei…

Inspiriert hat mich Angela Hartnett mit ihrer Sendung zum “Great British Food Revival”. Ihr Kuchen ist höher, süßer, ohne Zimt und mit Haselnüssen. Ich habe den Zucker deutlich reduziert und mag die herberen Walnüsse lieber als Kontrast zur Schokolade. Haselnüsse sind mir zu süß.

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Der September war schon als Kind einer meiner Lieblingsmonate: Wir sind durch die Felder gestreift und haben  Pflaumen und Äpfel geklaut gepflückt, die Luft war noch warm, die Tage lang genug, um bis zum Abendessen draußen sein zu können und das neue Schuljahr war noch jung genug, um noch keinen Schrecken zu haben.

Ach, September. Auch heute liebe ich Dich noch! Warum? Erich Kästner hat es in seinem Gedicht “September” so herrlich zusammengefasst:

“(…) Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld. (…)”

September heißt für mich: Zwetschgen Pflaumen Quetschekuchen! Was es mit dem besten Pflaumenkuchen der Welt auf sich hat und warum die Rechnung heißt “Oma: 3750 vs. Julia: 10″ lest Ihr hier.

Aber was wäre ein Klassiker, wenn man ihn nicht ab und an abwandeln würde?

Deshalb gab es ihn zur Feier der Pflaumen-, Kastanien- und Apfelsaison bei herrlichstem Spätsommerwetter mit gehackten Mandeln und Whisky-Sahne:

Processed with Rookie

Den Pflaumenkuchen habe ich wie immer gebacken (Rezept hier) und etwa 10 min vor Schluss einige grob gehackte Mandeln auf den Kuchen gegeben.

Für die Whisky-Sahne etwa 200ml Sahne, 1TL Puderzucker, 1 Prise Salz und 1cl Whisky mit dem Handquirl steif schlagen.

Am besten die Sahne zum noch lauwarmen Kuchen servieren!

Lauwarmer Pflaumenkuchen vom Blech, serviert in der Wohnküche meiner Oma, dazu Kaffee aus dem Blümchengeschirr – das ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen.

Und nach denen fragte Sandra From Snugg’s Kitchen in ihrem Blog-Event “Kindheitserinnerungen”. Danke, Sandra, für den “Reminder”! Ich freue mich schon auf die Zusammenfassung des Events. Denn ich lese für mein Leben gern über Essen aus Kindertagen, das viele Foodblogger erst zum Kochen und Genießen (und Bloggen) gebracht hat! (So kam auch mein Kartoffelsalat-Event zustande!)

Kindheitserinnerungen

 

 

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Die englische Teekultur ist ja etwas unübersichtlich. Was wir manchmal als 5-Uhr-Tee bezeichnen, ist der eigentliche Afternoon oder Low Tea. Es gibt hierzu natürlich Tee, leichte Sandwiches und Scones. Der Light Tea besteht einfach nur aus Scones und Tee. Dagegen wird der Cream Tea nicht nur mit Scones sondern auch mit Clotted Cream und Erdbeerkonfitüre serviert. Zum Royal Tea werden außerdem noch Sherry oder Champagner serviert. Und der High Tea? Der ist wiederum Gästen und hohem Besuch vorbehalten. Ihn nimmt man häufig auch später ein und macht ihn so zu einer Mischung aus Tee und Abendbrot. Hier stehen dann klassischerweise auch herzhafte kalte Speisen wie Bratenaufschnitt, Salate oder auch Kuchen auf dem Esstisch. Wird Zeit, dass sich das German Abendbrot mit dieser britischen Variante des Abendbrots mal beschäftigt!

Ein ideales Gebäck für einen High Tea, mit dem Ihr Euche Gäste nicht nur beeindrucken sondern auch satt machen könnt, sind meine Zitronen Cookies mit Thymian:

Processed with Rookie

Auf die Idee kam ich durch ein Rezept im Sweet Paul Magazine. Allerdings habe ich es nach meinem Geschmack abgewandelt. Here we go:

Zutaten für 12 große Cookies:

Für den Teig:

100 gr weiche Butter

180 gr braunen Zucker

2 Eigelb (Eier Größe M)

1/2 TL Backpulver

240 gr Weizenmehl

1/4 TL weißer Pfeffer

eine kräftige Prise Salz

1 EL Thymianblättchen oder Zitronenthymian

Zesten von 1 Zitrone

Für den Sirup:

Saft einer mittelgroßen Zitrone (etwa 60 ml)

50 gr weißer Zucker

Für die Glasur:

200 gr Puderzucker

Saft einer halben Zitrone (etwa 30 ml)

Zubehör: Kleiner Topf, Backblech, Backpapier, Küchenmaschine oder Handmixer, Rührschüssel, Eiskugelportionierer

Zubereitungszeit: 45 min (davon ca 15 min Backzeit)

So geht’s:

Für den Sirup den Zitronensaft und den Zucker miteinander mischen und aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Backofen auf 190 Grad vorheizen. Backpapier auf das Backblech legen. Butter und braunen Zucker in der Küchenmaschine für etwa 2 min gut vermischen. Eigelb hinzugeben und ebenfalls sehr gut vermischen. Sirup zufügen und gut untermischen. Mehl, Thymian, Zitronenzesten, Pfeffer, Salz und Backpulver vermischen und zu der Teigmasse hinzugeben. Alles noch mal gut eine halbe Minute vermischen.

Den Eisportionierer mit kaltem Wasser abspülen und Kugeln aus dem Teig stechen. Jede Kugel auf dem Backpapier absetzen – mit ausreichend Abstand zueinander! Leicht flach drücken und auf mittlerer Schiene in den Backofen schieben. Für 12-15 Minuten (je nach Dicke der Cookies) backen.

Gut abkühlen lassen. Puderzucker und Zitronensaft vermischen und die Cookies damit beträufeln oder mit einem Pinsel einstreichen. Glasur fest werden lassen.

So sieht es übrigens aus, wenn ich backe. Leicht unorganisiert, irgendwie…

Backen

In einem Keksglas halten die saftigen Kekse wochenlang (in der Theorie!).

Mit einer Tasse kräftigen Assam-Tees, der mit etwas Milch oder Sahne serviert wird, sind die sauer-süßen Kekse die idealen Begleiter zum High Tea!

 

 

 

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