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Archive for the ‘Süßes’ Category

Wie ist eigentlich der Plural von Gugelhupf? Gugelhupfe? Gugelhüpfe? Gugelhupfs? Egal! Mehr als ein Gugelhupf geht auch ohne korrekte Grammatik. Denn selbstgemacht gibt es sie in 1001 Varianten. 

Wir retten mal wieder! Nach Pizza, Kartoffelgerichten und Palatschinken (Link zu den Rezepten) geht es in diesem Monat um meinen liebsten kleinen Kuchen:

Den Gugelhupf!

Anlass ist der 2. Geburtstag unserer Rettungsaktion „Wir retten, was zu retten ist“, mit der wir Anregungen und Ideen liefern wollen gegen die galoppierende Verbreitung von Convenience-Produkten, die nun wirklich kein Mensch braucht. Denn Suppen, Basisteig, Saucen, Eintöpfe, Kuchen, Pfannkuchen, Grillmarinaden usw. kannst Du wirklich einfach und günstig selbst herstellen.

Wir retten Logo 2 Geburtstag

Nun also der Gugelhupf. Das passt so gut. Denn seit Jahren liebe ich meine kleine 18cm-Durchmesser-Gugelhupf-Form heiß und innig! Ich habe sie im Set für kleines Geld zusammen mit dem Kochbuch „Kleiner Gugelhupf“ (Oda Tietz, Verlag Bassermann) gekauft. Ein echter Glücksgriff für Backlegastheniker wie mich!

Die Rezepte haben mir eine erste Idee davon gegeben, wie ich so einen Gugelhupf zusammensetze. Und weil noch wirklich jedes Rezept aus dem Buch bestens funktioniert hat, hab ich angefangen zu experimentieren und variieren! Das kannst Du auch!

Das Basis-Rezept für die 18cm-Form ist denkbar einfach:

125 gr weiche Butter

125 gr Zucker

2 Eier

125 gr Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

Etwas Butter zum Fetten der Form

Du brauchst: eine Gugelhupf-Form, eine Rührschüssel, ein Handrührgerät oder die Küchenmaschine, idealerweise einen Teigschaber und ein Holzstäbchen, um zu prüfen, ob der Kuchen fertig ist (wenn beim Reinpieksen noch Teig am Stäbchen klebt, muss der Kuchen noch etwas backen!)

Jetzt heizt Du den Backofen auf 200 gr vor und fettest die Form.

Anschließend schlägst Du mit einem Handrührgerät die Butter und den Zucker schaumig, gibst Eier, Salz und Mehl sowie das Backpulver hinzu. Fertig ist Dein Teig!

Rein in die Form und ab in den Ofen. Nach 35-40 Minuten (Stäbchenprobe nicht vergessen!) ist der Hupf fertig. Abkühlen lassen und anschneiden! Hmmm….

Aber so ein einfacher Teig ist auch ein bisschen langweilig.

Deshalb hast Du unzählige Möglichkeiten Deinen Gugelhupf zu variieren. Ob mit Zitronenabrieb oder Alkohol (Amaretto! Rum! Whiskey!) im Teig, ob mit Schokoguss oder Puderzucker, mit Marzipanherzchen oder Rosinen – anything goes!

Hier meine Lieblings-Gugelhupfs der letzten Jahre:

gugelhupf

SchoMaRetto: Ein schokoladiger Gugelhupf mit Amaretto und Mandeln. Sehr saftig!

Gugelhupf

Zimt-Orangen-Gugel: Ein würzig, fruchtiger Gugelhupf, der nicht nur Weihnachtszeit köstlich schmeckt!

gugelhupf

Der Herzhafte: Ein Walnuss-Gugelhupf, der nicht zu süß daherkommt!

gugelhupf

Der Forrest Gump: Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach‘ diesen Klassiker!

gugelhupf

Easter Bunny: Mit Eierlikör und Vanille ist dieser Gugelhupf DER Oster-Star!

Mit der Verziererei hab ich’s nicht so. Ein Zuckerguss und ein paar Zesten sind für mich das Höchste der Gefühle. Aber natürlich kannst Du Marzipanröschen basteln oder Kerzen auf einen Geburtstags-Gugelhupf stecken. Ich werde sicherlich noch viele weitere Varianten backen, weil dieser kleine hübsche Kaffee-Begleiter mir wirklich an’s Herz gewachsen ist!

Weitere Gugelhupf-Rezepte findest Du in meiner Kategorie „Süßes“.

Es gibt sowieso noch endlose Möglichkeiten, den Klassiker zu variieren. Viele davon – auch herzhafte! – findest Du in den Links der „Retter“, die sich an dieser Aktion beteiligen:

giftigeblonde – Apfel Walnuss Gugelhupf

Food for Angels and Devils – Eierlikör-Schoggi-Kuchen mit Loch 

Fliederbaum – Kaisergugelhupf 

Anna Antonia – Mississippi Mud Cake

LanisLeckerEcke – Schokogugl mit Käsekuchenfüllung

auchwas – „Frankfurter Kranz“ meine Art 

 Cuisine Violette – Orangen-Nuss-Gugel

multikulinarischesJubiläums-Gugl mit Sanddorn 

Summsis Hobbyküche – Aprikosen-Gugelhupf

Feinschmeckerle – Marmorgugelhupf mit Kirschen     

brotbackliebeundmehr – Baileys-Marmor-Gugelhupf

Kochen mit Herzchen – Durstiger Geburtstags-Guglhupf

Obers trifft Sahne – Frankfurter Kränzchen  

kebo homing – Orangengugl

Unser Meating – Erdnussgugl mit Karamellkruste

Prostmahlzeit – Schoko-Mandel-Gugelhupf

Sakriköstlich – Rotweinkuchen

Aus meinem Kochtopf – Nürnberger Gewürz-Gugelhupf

Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Knödelgugel

Barbaras Spielwiese – Omas Frankfurter Kranz, etwas modernisiert 

Pane-Bistecca – Deftig gefuellter Kartoffelgugelhopf

1x umrühren bitte aka kochtopf – Kuchen mit Loch oder wir gugeln uns zum Geburtstag!

Was du nicht kennst… – Kokosnussguglhupf 

Küchenliebelei – Klassischer Marmorgugelhupf

Sandra´s TortenträumereienBananen Erdnuss Gugel

widmatt- aus meiner Schweizer KücheOster- Höpfli (Mini Gugelhöpfli)

Genial lecker – Brezenknödelgugelhupf

thecookingknitter – Sauerkrautgugl mit Speck

Dynamite Cakes – Saftiger Zitronen-Gugelhupf

Das Mädel vom Land – Schlagobers-Gugelhupf

verbotengut! – Saftige Orangen ~ Gugl

Jankes*Soulfood – Möhren-Gugelhupf mit Frischkäse-Swirl

our food creations – zweierlei Mini-Gugl

Unter dem Hashtag #wirrettenwaszurettenist findest Du auf Twitter, Instagram usw. auch Fotos und direkte Links zu den Posts!

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Unser süßer Zahn ist ein ganz kleines Zähnchen. Deshalb bringen uns Desserts immer ziemlich in Verlegenheit. Da kommt diese herrlich vegane Schokoladenmousse aus Seidentofu, auf die uns unsere liebe Freundin K. gebracht hat, gerade recht!

Wann immer wir Gästen ein Dessert anbieten wollen, ist ein Trifle aus Früchten, Crunch und Mascarpone oder Sahne eine sichere Bank. So ein Trifle lässt sich endlos variieren, gut vorbereiten und sieht auch noch hübsch aus. Witzige Namen wie  „besoffenes Eichhörnchen“ oder „Raspberry Beret“ lenken dann auch davon ab, dass das Dessert zu köstlich ist, um sich lange mit Foto-Sets aufzuhalten!

Schokomousse

Noch geschickter ist es, wenn man gegen die Lichtquelle fotografiert. Aber wie das halt so ist: Bis Du beim Dessert anlangst, hast Du schon das ein oder andere Gläschen intus, die Gäste wollen endlich loslöffeln und – klick – ist von der Schokomousse nicht soooo viel zu sehen. (Hey, es war mein Geburtstag und ich war angeschickert!)

Die Schokoladenmousse aus Seidentofu ist jedenfalls eine fluffige, locker-leichte Créme, die perfekt für Veganer und Laktose-Intolerante sowie alle Schleckermäulchen gedacht ist, die einfach einen etwas leichteren Nachtisch suchen. Und das Beste: Dieses Dessert ist viel schneller fertig als jede herkömmliche Mousse!

Für 4 Gläser (à 200ml) benötigst Du folgende Zutaten:

400 gr Seidentofu (Asialaden oder Reformhaus)

100 gr dunkle Schokolade (für Veganer: vegane Schokolade!)

100-150 gr gemischte TK-Beeren – oder im Sommer natürlich frische Beeren

8 Cantuccini (ein veganes Rezept gibt es hier)

1 TL Zucker

1 EL Puderzucker

Optional: 1 EL Amaretto

Zubehör: Pürierstab, Bain Marie (Topf mit Wasser und einer Schale zum Schokoladeschmelzen)

Zubereitungszeit: 15 Minuten

So geht’s:

Beeren leicht antauen lassen und mit Puderzucker verrühren. Wenn Du magst, gibst Du noch etwas Amaretto dran!

Den Seidentofu aus der Lake herausnehmen und zu einer cremigen Masse pürieren.

Im Wasserbad die Schokolade schmelzen und mit dem Seidentofu gut vermischen. Bei Bedarf zuckern. Danach kaltstellen.

Während die Mousse abkühlt und wieder fest wird (Wunderwelt Tofu!), zerhackst Du die Cantuccini und schichtest eine erste Lage in das Glas, in dem Du das Dessert servieren magst. Wenn es sich um eine lustige Tischrunde handelt, kannst Du auch hier schon ein paar Tropfen Amaretto darübersprenkeln.

Jetzt kann geschichtet werden: Cantuccini-Crunch, Schokomousse, Früchte, Cantuccini-Crunch, Schokomousse, Früchte… und zum Schluss ein kleines Häubchen aus knusprigen Cantuccini, ein Minzblatt zur Deko oder ein paar Schokoraspeln.

Fertig ist ein blitzschnelles Schokoladenmousse, das völlig problemlos seine Form behält und auch noch köstlich schmeckt. Der Seidentofu hat keinerlei Eigengeschmack, so dass unser Dessert überhaupt nicht als vegan erkennbar war. Natürlich fehlen etwas die Luftblasen einer schaumigen Sahnemousse. Aber dafür hampelst Du auch nicht stundenlang vor dem Kühlschrank rum, ob die Mousse endlich fest ist!

Seit K. uns mit der veganen Schokoladenmousse angefixt hat, ist der Absatz an Seidentofu in unserem Asia-Laden jedenfalls rapide gestiegen.

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Wenn das Leben Dir keine Zitronen gibt, nimm halt Orangen!

Service-Hinweis: Es hilft ungemein, wenn Du Dir freitags schon überlegst, welchen Kuchen Du am Wochenende essen möchtest. Dann kannst Du nämlich Butter, Mandeln und Schokolade einkaufen und hast einen feinen Schokoladen-Gugelhupf!

Und jetzt wird es intellektuell: In der Literatur gibt es die Technik des „Stream of Consciousness“ (aka Bewusstseinsstrom). Dabei wird der Leser in die Gedankenwelt und Assoziationsketten des jeweiligen Charakters hineingesogen. Als Leser hörst Du quasi, was der Mensch im Buch da gerade denkt. Besonders gelungen findest Du das in James Joyes „Ulysses“. Aber auch in Virginia Woolfes „Mrs Dalloways“ oder Knut Hamsuns „Hunger“ ist diese Technik meisterhaft zu Papier gebracht.

Als weiteren Schritt im Modul I unseres kleinen Literaturkurses heute: Das Praxisbeispiel! Oder: Julia will backen!

Aaaaah, Sonntag! Der bEdW schläft noch? Die Sonne scheint tatsächlich? Dann geh ich mal laufen… Erstmal in’s Badezimmer… Ach, da liegen ja sogar schon die Laufklamotten bereit. Wie klug von mir. Gucke gerade mal aufs Handy, was es so Neues gibt. Hmm. Hmmm.. Überall Winterbilder? Naja, hier im milden Wiesbaden natürlich wieder mal nix zu sehen, oder? HUCH! Ist ja alles weiß draußen. Wie kann das denn liegenbleiben? Na, was sagt die App? MINUS 6 GRAD???? Ich kann jetzt keinesfalls krank werden. Ich bin selbständig. Nix da! Ich bleib drin. Erstmal Tee machen. Ach, zu so einem Tee wäre ein schokoladiger, saftiger Gugelhupf nett. Da kann ich jetzt die Zeit nutzen. Wer will schon bei minus 6 Grad laufen gehen? Oh, keine gemahlenen Mandeln mehr da. Verdammt! Dann muss es halt ein Zitronengugelhupf werden. Der braucht keine Mandeln. Verdammt! Auch keine Zitronen mehr im Haus. Wie kann sowas passieren? Wo wir doch so gerne Sprizz trinken… Naa, nimmste halt Orangen. Yeah! Tolle Idee. Ich bin so ein Fuchs! 

Guglhupf

So, was brauche ich noch? Ah, ja. Eier, Butter… Verdammt! Keine Butter im Haus. I werd narrisch!! Was mach‘ ich jetzt? Thank God für die Food-Community und dieses Internet. Aha, man kann das Ganze durch Öl ersetzen. Gramm oder Millilieter? Tja. Gibt ungefähr 100 Umrechnungstabellen. Naja, ich probier das mal aus… Dumdidum…“

Lieber Leser, so geht „Stream of Consciousness“!

Und so geht mein zimtiger Orangengugelhupf:

Zutaten für eine kleine (16cm) Guglhupf- oder Napfkuchen-Form:

125 gr weiche Butter 100 gr Rapsöl

100 gr Muscovado-Zucker

20 gr Vanillezucker

2 Eier (M)

2 EL Triple Sec oder anderen Orangenlikör

eine Prise Salz

eine gute Prise Zimt

Abrieb von einer halben Bio-Orange

125 gr Mehl Type 405

30 gr Speisestärke

1 EL Backpulver

1 EL Orangensaft

Für den Guss:

60 gr Puderzucker

1 kleine Prise Zimt

Orangensaft

Zesten von einer halben Orange

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Backform mit etwas Butter Öl einfetten. Öl und beide Zucker mit dem Handquirl verrühren. Dann Eier, eine Prise Salz, Prise Zimt hinzugeben und alles gut vermischen. Dann Mehl, Stärke und Backpulver miteinander vermischen und Esslöffel-weise unterrühren. Zum Schluss noch den Triple Sec und Orangensaft unterrühren und alles noch mal gut miteinander vermischen. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und auf der mittleren Schiene etwa 45 min backen (mein Backofen ist etwas “langsamer” als andere. Vielleicht reichen bei Euch schon 35-40 min. In jedem Fall ist die Pieks-Probe mit einem Holzspießchen ratsam).

Nach der Backzeit den Kuchen herausnehmen und gut abkühlen lassen. Aus der Form kippen und aus Puderzucker, Zimt und dem Orangensaft einen Guss anrühren. Über den Kuchen geben und abschließend mit den Zesten garnieren.

Seid nächste Woche wieder dabei, wenn es heißt:“Der Zauberberg“ – Was will uns der Autor damit sagen?

Habt ein schönes kuscheliges Wochenende!

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In zweieinhalb Wochen ist Weihnachten. ZWEI EINHALB WOCHEN! Waaaaaaaah! Höchste Zeit köstliche Bethmännchen anzusetzen. Denn die Frankfurter Spezialität schmeckt mit jedem Tag besser und sollte etwas durchziehen.

Sicherlich hast Du auch so eine ganz traditionelle regionale Weihnachtsköstlichkeit, auf die Du keinesfalls verzichten willst. Aachener Printen vielleicht? Oder ein Vogtländer Stollen? Oder irgendeine andere Spezialität aus dem Norden, dem Rheinland, Bayern oder Schwaben?

Bei mir sind es die Frankfurter Bethmännchen, die nicht nur zur Weihnachtszeit gut schmecken. Die kleinen Marzipan-Hütchen mit Mandeln sind immer etwas Besonderes und kosten in Frankfurter Konditoreien ein kleines Vermögen. Dabei sind sie leicht selbst herzustellen. Und wenn ICH das sage, dann ist es wirklich so!

bethmaennchen

Das Rezept findest Du hier im Blog. Je länger die Bethmännchen Zeit zum Ziehen haben, umso besser. Denn das Rosenwasser schmeckst Du erst richtig nach ein paar Tagen. In einer hübschen Dose oder etwas Seidenpapier verpackt, werden sie nicht hart sondern immer, immer besser.

Wenn Du dieses Jahr also etwas ganz Besonderes aus Hessen verschenken möchtest, dann mach‘ doch mal ein paar Bethmännchen!

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Huhu, ich bin’s nochmal! Ganz außer der Reihe poste ich heute ein „Outtake“ aus meiner Küche: Ein schaurig-schönes Kuchen-Monster, das zwar grandios geschmeckt hat, aber sowas von hässlich war! Liebe Eltern, haltet Euren Kids die Augen zu: Hier kommt Frankenstein Halloween-Guglhupf!

Halloweengugl

Was war passiert? Die viel gerühmte, oft gepriesene Guglhupf-Form stellte sich als wahre Bitch heraus und wollte meinen Guglhupf einfach nicht hergeben! Also hab ich Gewalt angewendet und hatte dann: 2 Guglhupf-Hälften statt eines kompletten Kuchens!

Ich hab geflucht, geschimpft, aufgestampft! Aber hilft ja alles nix! Also: Beide Teile zusammengesetzt, mit ordentlich Sirup aus Bitterorangen-Konfitüre und Ingwerlikör getränkt und genossen. Motto: Augen zu und durch!

Was ich falsch gemacht habe? Ich glaube, die Form war nicht genug gefettet für den feuchten Teig. Was sonst immer flutscht, hat sich diesmal als hartnäckiges kleines Luder herausgestellt.

Trotzdem kann ich den Kuchen nur jedem empfehlen: Ingwer, Chai Masala Gewürze und die Bitterorange haben das kleine Monster unwiderstehlich und sogar etwas indisch gemacht. Solange keiner so genau hinschaute…

Für eine kleine Guglhupf-Form, die ich hier und hier schon so oft geprisen habe, benötigst Du folgende Zutaten:

2 Eier

80 gr Butter

80 gr Muscovado-Zucker

1 Prise Salz

125 gr Mehl

1 EL Speisestärke

1 TL Backpulver

50 gr gemahlene Mandeln

2 EL fein gehackter kandierter Ingwer

1 EL Kakaopulver

1 EL Ingwerlikör

1 TL gemahlene Chai Masala Gewürzmischung (kommt in indische Tees und besteht häufig aus Zimt, Anis, Nelke, Kardamom. Wer mag, gibt noch Pfeffer und Muskat hinzu. Meine Mischung stammt aus Indien. Ich habe sie aber (s. Link) auch schon selbst gemacht! Ein Chai wärmt wunderbar und aromatisiert Schwarztee, der dann mit Milch und Zucker genossen wird.)

Für den Sirup:

100 ml Bitterorangenkonfitüre

3 EL Ingwerlikör

brauner Zucker

Zubehör: Guglhupf-Form, Teigschüssel, Handmixer, kleiner Topf für den Sirup

Zubereitungszeit: 45-50 min, je nach Backzeit

So geht’s:

Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. In den Kühlschrank stellen. Dotter aufheben!

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Butter und Zucker schaumig rühren. Ingwerlikör, Salz, Kakao- und Chai-Pulver hinzugeben. Eigelb ebenfalls unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen, fein sieben und unter die Mischung geben. Mandeln und kandierten Ingwer unterheben. Zum Schluss den Eischnee unterheben.

Guglhupfform fetten (!!) und den Teig einfüllen. Glattstreichen und etwa 40 Minuten backen.

Während der Kuchen backt, die Zutaten für den Sirup ansetzen und aufkochen lassen.

Den Kuchen nach gelungener Stäbchenprobe (kein Teig hängt mehr am reingepieksten Holzstäbchen!) herausnehmen und gut abkühlen lassen. Aus der Form stürzen (haha!) und mit dem Sirup überziehen.

Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Nachbacken! Die Gewürze und der Ingwer machen den Kuchen zu einem echten Genuss zu Tee oder Kaffee. Ein kleiner indischer Schlingel, der in meiner Variante leider verunglückt ist. Hat aber am Geschmack nix geändert:)

Habt noch ein schönes Wochenende!

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Hab ich was nicht mitbekommen? Ist schon November und ich hab zwei Monate in einem Zeit-Raum-Kontinuum verbracht? Nee. Leider ist der September derzeit nur besonders usselig. Dagegen helfen ein gemütlicher Abend und etwas verführerisch Süßes: Ein Schoko-Minz Gug(e)lhupf!

Wir haben ja beide keinen süßen Zahn. Aber dieser kleine, kernige Gug(e)lhupf mit dunkler Schokolade, einem Hauch Minze und knackigen Mandelstückchen war ruckzuck weg.

Also: Innerhalb von vier Tagen. So lange brauchen wir in unserem Zwei-Personen-Haushalt für so ein kleines Küchlein. Es hindert Dich aber auch niemand daran, Dir das gute Stück alleine und auf einmal reinzupfeifen. Denn frisch ist er besonders saftig und sündig.

Guglhupf

Ich schreibe übrigens mal Guglhupf und mal Gugelhupf. Das ist mir gerade aufgefallen bei der Suche nach Rezepten, die ich schon mit meiner kleinen Lieblingsbackform verbloggt habe. Der bEdW bewies seine Back-Kompetenz übrigens dadurch, dass er meinte, das schreibe sich bestimmt „Googlehupf„. Ja, nee, is klar…

Wie auch immer Du das kleine Ding schreibst. Es schmeckt super, wenn Du folgende Zutaten nimmst:

100 gr weiche Butter

80 gr Muscovado-Minz Zucker (alternativ: Muscovado- oder brauner Zucker, dazu ein paar fein gehackte Minzeblättchen. Aber der Minz-Zucker ist super, wenn Deine Minze auf dem Balkon außer Rand und Band wächst!)

2 Eier (M)

eine Prise Salz

1 gestrichener TL Backpulver

1 EL feines, dunkles Kakaopulver (Ich hatte 75%-iges Schokopulver aus Madagascar vom Lieblingsschokoladen)

100 geschälte Mandeln (im Mixer so gehackt, dass noch kleine Stückchen übrig bleiben, notfalls: gemahlene Mandeln)

50 gr Vollmilchschokolade in Stücke gehackt (oder Schokodrops oder Du nimmst irgendwelche Schokoreste, die daheim rumfliegen)

3 EL Minzlikör (nimm nicht so ein Zahnpasta-Zeug. Besser: Zoladkowa Gorzka Mint aus Polen, alternativ: Amaretto (passt zu den Mandeln) oder weglassen!)

Puderzucker

Zubehör: Rührschüssel, Sieb, beschichtete kleine Gugelhupfform (18cm), Handmixer

Zubereitungszeit: 45 min

So geht’s:

Backofen auf 200 gr vorheizen. Butter schaumig schlagen. Zucker, Eier und Salz hinzugeben und unterrühren. Mehl, Backpulver und Kakao durch das Sieb in den Teig sieben. Die grob gemahlenen Mandeln und die kleingehackte Vollmilchschokolade ebenfalls unterheben. 3 EL Likör unterrühren.

Ggf. die Backform einfetten.

Auf der mittleren Schiene für 35 Minuten backen. Nach erfolgreicher Stäbchenprobe (an einem dünnen Holzstäbchen darf beim Reinpieksen in den Kuchen kein Teig mehr hängenbleiben) Kuchen herausholen und gut abkühlen lassen.

Gugelhupf aus der Form stürzen und – wenn er kalt ist! – mit Puderzucker bestäuben.

Guglhupf_angeschnitten

Die Mandeln und die geschmolzenen Schokostückchen halten den Kuchen schön saftig. Wenn Du die Mandeln nicht komplett zu Mehl zermahlst, ist er auch noch crunchy. Dunkler Kakao und die sehr dezente Minznote machen ihn zu einem sehr erwachsenen, edlen Küchlein, das nicht zu süß ist.

Hab ein wunderbar kuscheliges Wochenende!

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Kennst Du das wunderbar verschwenderische Dessert Eton Mess? Darin werden Erdbeeren von knusprigen Baisers und schaumiger Schlagsahne geküsst. Aber, hey, in Wiesbaden haben Stachelbeeren Saison. Welcome to the Wiesbaden Mess!

Der Wochenmarkt macht mich fertig! Ich weiß gar nicht, was ich zuerst kaufen soll: sonnenreife, pralle Tomaten? Pinkige Himbeeren? Knackige Kirschen? Babyzarte Aprikosen? Ach, Quatsch! Ich habe mein Herz an Stachelbeeren verloren!

Sind sie richtig reif, dann sind sie nicht mehr sauer, haarig und dick-schalig wie die Beeren, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere. Nein, sie sind fruchtig-süß und ganz besonders! Stachelbeeren sind ein bißchen die Außenseiter unter den Beeren. Als „Wiesbaden Mess“ werden sie zuckersüß und köstlich!

Wiesbaden_Mess

Für 2 Portionen brauchst Du folgende Zutaten:

200 ml Schlagsahne

1 Handteller großes Baiser

300 gr Stachelbeeren

2 EL Amaretto

2 EL brauner Zucker

Zubehör: kleine, beschichtete Pfanne, Schneebesen oder Handmixer, 2 Dessertgläser

Zubereitungszeit: 15min

So geht’s:

Baiser zerbröseln in unterschiedlich große Stücke. Sahne steif schlagen und kühl stellen.

Stachelbeeren waschen. Etwa die Hälfte davon halbieren. In der beschichteten Pfanne Zucker und Amaretto erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist. Stachelbeeren darin anschwitzen und etwas abkühlen lassen.

Jetzt die Schlagsahne aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig mit dem Baiser vermischen.

Wiesbaden_Mess_Top

Anschließend in zwei Gläser abwechselnd die Stachelbeeren und die Sahne-Baiser-Mischung schichten. Dass die Stachelbeeren einsinken, ist gewollt, um den „messy“ Eindruck zu geben.

Füße hochlegen und genießen!

Und wer Stachelbeeren lieber herzhaft mag, macht sich ein würziges Stachelbeer-Chutney.

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