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Archive for the ‘Süßes’ Category

Die Schoko-Tropfen und der Amaretto machen diesen hübschen kleinen Gugelhupf richtig saftig.

Während ich das hier blogge, liege ich schniefend und röchelnd auf der Couch, weil mich eine blöde Erkältung fest im Griff hat. Und was wäre besser geeignet, um geschundene Schnupfennasen aufzuheitern als ein schöner, kleiner, runder Gugelhupf mit saftigen Schokotropfen und einem Hauch von Amaretto? Zumal ich Mandeln, Schokotropfen und die restlichen Zutaten im Haus hatte und nicht mal vor die Tür musst! Ich kann mir wenig Besseres vorstellen:

Gugelhupf

Ich mag meine kleine 16-cm-Gugelhupf-Form mit ihrer Monster-Beschichtung wahnsinnig gerne. Für uns reicht der Kuchen locker eine Woche und er sieht sooooo hübsch aus!

Der Hammer sind allerdings die Schoko-Tropfen, die den Kuchen zu einer geheimnisvollen kleinen Sünde machen. Auch der Frosch auf meinem Frühstücksbrettchen ist begeistert:

Gugelhupf_Frosch

Jetzt geht’s aber an’s Backen:

Für eine 16-cm-Gugelhupf-Form benötigt Ihr folgende Zutaten:

100 gr weiche Butter (und ggf. etwas zum Fetten der Form)

80 gr Muscovado-Zucker (oder anderen braunen Zucker)

2 Eier (M)

1 Prise Salz

1 Prise Zimt

100 gr Weizenmehl

1 TL Backpulver

1 EL Kakaopulver

100 gr gemahlene Mandeln

50 gr Schokotropfen (72%)

3 EL Amaretto

Puderzucker zum Bestäuben

Zubehör: Handmixer oder Küchenmaschine, Gugelhupf- oder Napfkuchenform (16cm), Teigschüssel, Sieb

Zubereitungszeit: 20 min Vorbereitung + 40 min Backzeit

So geht’s:

Die Form bei Bedarf fetten. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die weiche Butter mit dem Handmixer in einer Teigschüssel schaumig schlagen. Zucker, Eier, Salz und Zimt untermischen. Mehl, Kakao und Backpulver vermischen und in den Teig sieben. Mandeln und Schokotropfen gut unterrühren. 3 EL Amaretto hinzugeben und ebenfalls gut vermischen.

Den Teig in die Form geben. Ein paar Mal auf die Arbeitsfläche stoßen und gegebenenfalls die Oberfläche etwas glätten. Den Gugelhupf auf der mittleren Schiene im Backofen für etwa 40 min backen. Hängt bei der Stäbchenprobe kein Teig mehr am Holz, ist der Kuchen gut.

Form herausnehmen und abkühlen lassen. Aus der Form stürzen und den kalten (!) Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

Und womit verwöhnt Ihr Euch, wenn Ihr krank und lustlos seid?

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Ein Icing aus heller Schokolade, Bier und Walnüssen ist die Krönung dieses saftigen Schokokuchens!

Dieser dunkelgraue Januar zieht sich. Er zieht sich wie die Dialogszenen in einem Ingmar-Bergman-Film, den man in OmU-Version in einem überheizten Programmkino mit unbequemen Stühlen schaut. Während man Kopfschmerzen hat. Und Hunger. So ungefähr fühlt sich dieser Januar an…

Viel besser hat das – wie jeden Monat! – Erich Kästner ausgedrückt in seinem Januar-Gedicht:

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.

Zeit also für ein bisschen Seelenstreicheln mit einem saftigen, dunklen schokoladigen Kuchen:

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Der besondere Clou ist der großzügige Schluck Ale, der an Teig und Glasur für einen etwas herben, malzigen Geschmack sorgen.

Für eine 26cm Springform benötigt Ihr folgende Zutaten:

Für den Teig:

150ml dunkles Bier (wer kein englisches Ale bekommt, nimmt ein deutsches!)

75gr dunkle Schokolade (ich habe diverse Schokoreste von Weihnachten gemischt. Je dunkler, desto besser)

100gr Butter + Butter zum fetten der Form

245gr Muscovadozucker (alternativ: brauner Rohrzucker)

2 Eier Größe M

180gr Mehl

1 EL Backpulver

1 TL Natron

eine Prise Zimt

Für die Glasur:

100gr helle Schokolade (ich hatte einen Schokonikolaus übrig)

50gr Butter

2 EL Bier

100gr Puderzucker

eine Handvoll grob gehackter Walnüsse

Zubehör: 26cm Springform, Rührschüssel, Handmixer oder Küchenmaschine, Topf und passende Metallschüssel für das Wasserbad, feines Sieb, Teigschieber

Zubereitungszeit: 20min + 45 Backzeit

So geht’s:

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Springform gut fetten.

Die dunkle Schokolade im Wasserbad schmelzen und das Bier unterrühren. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. In der Teigschüssel Butter und Zucker miteinander zu einer homogenen Masse verquirlen. Eier hinzugeben und wieder gut vermixen. Die Bier-Schoko-Masse ebenfalls unterziehen. Mehl, Backpulver, Zimt und Natron gut miteinander vermischen und zusammen unter den Teig rühren.

Den fertigen Teig in die Springform geben und in der Mitte des Backofens etwa 45 min backen. Der Kuchen ist sehr saftig und je nach Backofen braucht er eventuell länger. Gerade in der Mitte blieb mein Teig noch lange feucht. Macht also unbedingt die Probe mit einem Holzstäbchen: Wenn kein Teig mehr hängen bleibt, ist der Kuchen fertig.

Kuchen aus dem Ofen nehmen und gut abkühlen lassen.

Währendessen in einem Wasserbad die helle Schokolade, Butter und Bier erwärmen und gut vermischen. (Achtung, die Masse muss langsam schmelzen und sollte nicht zu heiß werden oder gar kochen!) Währendessen die Walnüsse hacken.

Die Masse etwas abkühlen lassen, bevor Ihr den Puderzucker hineinsiebt und gut vermischt.

Nun die Glasur mit dem Teigschieber auf dem Kuchen verteilen. Ich habe nur die Oberseite bestrichen. Wer mag, kann auch die Ränder noch bestreichen. Abschließend die Walnusskerne verteilen.

Jetzt – endlich! – könnt Ihr den Kuchen anschneiden und Euch die schokoladige Saftigkeit auf der Zunge zergehen lassen.

Processed with Rookie

Und dann ist auch irgendwann dieser Januar vorbei…

Inspiriert hat mich Angela Hartnett mit ihrer Sendung zum “Great British Food Revival”. Ihr Kuchen ist höher, süßer, ohne Zimt und mit Haselnüssen. Ich habe den Zucker deutlich reduziert und mag die herberen Walnüsse lieber als Kontrast zur Schokolade. Haselnüsse sind mir zu süß.

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Der September war schon als Kind einer meiner Lieblingsmonate: Wir sind durch die Felder gestreift und haben  Pflaumen und Äpfel geklaut gepflückt, die Luft war noch warm, die Tage lang genug, um bis zum Abendessen draußen sein zu können und das neue Schuljahr war noch jung genug, um noch keinen Schrecken zu haben.

Ach, September. Auch heute liebe ich Dich noch! Warum? Erich Kästner hat es in seinem Gedicht “September” so herrlich zusammengefasst:

“(…) Das ist ein Abschied mit Gerüchen
aus einer fast vergessenen Welt.
Mus und Gelee kocht in den Küchen.
Kartoffelfeuer qualmt im Feld. (…)”

September heißt für mich: Zwetschgen Pflaumen Quetschekuchen! Was es mit dem besten Pflaumenkuchen der Welt auf sich hat und warum die Rechnung heißt “Oma: 3750 vs. Julia: 10″ lest Ihr hier.

Aber was wäre ein Klassiker, wenn man ihn nicht ab und an abwandeln würde?

Deshalb gab es ihn zur Feier der Pflaumen-, Kastanien- und Apfelsaison bei herrlichstem Spätsommerwetter mit gehackten Mandeln und Whisky-Sahne:

Processed with Rookie

Den Pflaumenkuchen habe ich wie immer gebacken (Rezept hier) und etwa 10 min vor Schluss einige grob gehackte Mandeln auf den Kuchen gegeben.

Für die Whisky-Sahne etwa 200ml Sahne, 1TL Puderzucker, 1 Prise Salz und 1cl Whisky mit dem Handquirl steif schlagen.

Am besten die Sahne zum noch lauwarmen Kuchen servieren!

Lauwarmer Pflaumenkuchen vom Blech, serviert in der Wohnküche meiner Oma, dazu Kaffee aus dem Blümchengeschirr – das ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen.

Und nach denen fragte Sandra From Snugg’s Kitchen in ihrem Blog-Event “Kindheitserinnerungen”. Danke, Sandra, für den “Reminder”! Ich freue mich schon auf die Zusammenfassung des Events. Denn ich lese für mein Leben gern über Essen aus Kindertagen, das viele Foodblogger erst zum Kochen und Genießen (und Bloggen) gebracht hat! (So kam auch mein Kartoffelsalat-Event zustande!)

Kindheitserinnerungen

 

 

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Die englische Teekultur ist ja etwas unübersichtlich. Was wir manchmal als 5-Uhr-Tee bezeichnen, ist der eigentliche Afternoon oder Low Tea. Es gibt hierzu natürlich Tee, leichte Sandwiches und Scones. Der Light Tea besteht einfach nur aus Scones und Tee. Dagegen wird der Cream Tea nicht nur mit Scones sondern auch mit Clotted Cream und Erdbeerkonfitüre serviert. Zum Royal Tea werden außerdem noch Sherry oder Champagner serviert. Und der High Tea? Der ist wiederum Gästen und hohem Besuch vorbehalten. Ihn nimmt man häufig auch später ein und macht ihn so zu einer Mischung aus Tee und Abendbrot. Hier stehen dann klassischerweise auch herzhafte kalte Speisen wie Bratenaufschnitt, Salate oder auch Kuchen auf dem Esstisch. Wird Zeit, dass sich das German Abendbrot mit dieser britischen Variante des Abendbrots mal beschäftigt!

Ein ideales Gebäck für einen High Tea, mit dem Ihr Euche Gäste nicht nur beeindrucken sondern auch satt machen könnt, sind meine Zitronen Cookies mit Thymian:

Processed with Rookie

Auf die Idee kam ich durch ein Rezept im Sweet Paul Magazine. Allerdings habe ich es nach meinem Geschmack abgewandelt. Here we go:

Zutaten für 12 große Cookies:

Für den Teig:

100 gr weiche Butter

180 gr braunen Zucker

2 Eigelb (Eier Größe M)

1/2 TL Backpulver

240 gr Weizenmehl

1/4 TL weißer Pfeffer

eine kräftige Prise Salz

1 EL Thymianblättchen oder Zitronenthymian

Zesten von 1 Zitrone

Für den Sirup:

Saft einer mittelgroßen Zitrone (etwa 60 ml)

50 gr weißer Zucker

Für die Glasur:

200 gr Puderzucker

Saft einer halben Zitrone (etwa 30 ml)

Zubehör: Kleiner Topf, Backblech, Backpapier, Küchenmaschine oder Handmixer, Rührschüssel, Eiskugelportionierer

Zubereitungszeit: 45 min (davon ca 15 min Backzeit)

So geht’s:

Für den Sirup den Zitronensaft und den Zucker miteinander mischen und aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Backofen auf 190 Grad vorheizen. Backpapier auf das Backblech legen. Butter und braunen Zucker in der Küchenmaschine für etwa 2 min gut vermischen. Eigelb hinzugeben und ebenfalls sehr gut vermischen. Sirup zufügen und gut untermischen. Mehl, Thymian, Zitronenzesten, Pfeffer, Salz und Backpulver vermischen und zu der Teigmasse hinzugeben. Alles noch mal gut eine halbe Minute vermischen.

Den Eisportionierer mit kaltem Wasser abspülen und Kugeln aus dem Teig stechen. Jede Kugel auf dem Backpapier absetzen – mit ausreichend Abstand zueinander! Leicht flach drücken und auf mittlerer Schiene in den Backofen schieben. Für 12-15 Minuten (je nach Dicke der Cookies) backen.

Gut abkühlen lassen. Puderzucker und Zitronensaft vermischen und die Cookies damit beträufeln oder mit einem Pinsel einstreichen. Glasur fest werden lassen.

So sieht es übrigens aus, wenn ich backe. Leicht unorganisiert, irgendwie…

Backen

In einem Keksglas halten die saftigen Kekse wochenlang (in der Theorie!).

Mit einer Tasse kräftigen Assam-Tees, der mit etwas Milch oder Sahne serviert wird, sind die sauer-süßen Kekse die idealen Begleiter zum High Tea!

 

 

 

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Es gibt diese Kindheitsrezepte, die einfach nicht verändert werden dürfen. Ja, man kann unter Apfelmus Vanille mischen. Oder Ingwer. Das Ganze wird auch raffinierter mit ein paar Birnenstückchen oder Quitte. Und überhaupt: Jetzt ist gar keine Saison für Äpfel. Man bedenke den CO2-Ausstoß der Kühlhäuser, die seit dem Herbst heimische Äpfel aufbewahren! Und die Transportwege aus Südafrika erst! Außerdem gab es schon in einer Million anderer Blogs Apfelmus-Rezepte. Ganz sicher!

Joah. Ganz sicher. Also, los geht’s:

Apfelmus

Für zwei Schraubgläser a 300 ml benötigt Ihr folgende Zutaten:

4 säuerliche Äpfel (Braeburn beispielsweise)

2 mehlige Äpfel

100 ml Apfelwein

3 EL braunen Zucker

Saft von einer Zitrone

Zubehör: ausreichend großer Topf, Schälmesser, 2 Schraubgläser a 300 ml, Kartoffelstampfer

Zubereitungszeit: 40 min

So geht’s:

Äpfel dünn schälen, achteln, Kerngehäuse entfernen, in ungleichmäßig große Stücke schneiden.

Alle Zutaten in den Topf geben und zugedeckt etwa 10 min köcheln lassen. Währendessen 1-2 mal umrühren.

Wenn viel Flüssigkeit ausgetreten ist, jetzt noch mal bei offenem Deckel 5 min. köcheln lassen. (Je älter die Äpfel, desto weniger Flüssigkeit… Notfalls noch etwas Apfelwein zugießen).

Wenn die Apfelstücke weich sind, mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken. Ich mag das Apfelmus, wenn noch einige Stücke darin sind. Ansonsten mit dem Pürierstab arbeiten.

Am Schluss noch etwas abschmecken. Fehlt Zucker? Oder lieber doch noch ein Spritzer Zitronensaft?

Das Mus heiß in sterile Schraubgläser füllen, gut zuschrauben und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und kühl stellen.

Das Apfelmus hält sich mehrere Wochen im Glas.

 

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Deja vu, anyone? Klar! Das Buch “Früchte: süß – saftig – köstlich” gab’s bei mir zum Welttag des Buches bei der Aktion “Blogger schenken Lesefreude” zu gewinnen.

9783440131329

Ich fand es so schade, das Buch aus der Hand geben zu müssen, obwohl ich mich sehr für Rosa Luftballon gefreut habe. Ausgerechnet jetzt, wo die ersten süßen heimischen Früchte auf dem Markt erhältlich sind. Wie sehr hab ich mich also gefreut, als mir der Kosmos-Verlag doch noch ein eigenes Exemplar zur Verfügung gestellt hat!

Verlagsinfos zum Buch findet Ihr hier.

Die Idee: Vom Rhabarber im Mai bis zu den späten Quitten im Oktober können wir in den warmen Monaten so viele saftig-süßes, säuerliches und vielfältiges Obst ernten. Irgendwann ist aber der einhundertste Obstkuchen gebacken und der Rumtopf angesetzt. Was dann tun mit der Ernteschwemme aus dem Garten? Wie den Sommer einfangen, um auch im Herbst und Winter in den Genuss heimischer Früchte zu kommen?

Die Umsetzung: “Früchte” liefert viele neue raffinierte Rezepte zum Sofortgenießen und zahlreiche Anregungen fürs Einkochen, Einwecken, Haltbarmachen: vom Apfel-Kürbis-Chutney über süßes Risotto bis Fischpasteten mit Johannisbeerdip. Wie immer in der Kosmos-Kochbuch-Reihe, aus der ich Euch schon einiges vorstellen konnte, werden die Rezepte durch Tipps (“Was wirklich wichtig ist!”) ergänzt, die Zubereitungsmethoden erklären und noch mal genau unter die Lupe nehmen. Da wird etwa erklärt, wie man Garnelen entdarmt oder Einmachgläser sterilisiert. Zudem gibt es einen Saisonkalender, der auf einen Blick zeigt, wann welche Früchte geerntet werden. Eine schöne Idee, um noch mal ins Gedächtnis zu rufen, dass nicht immer alles gleichzeitig zur Verfügung sein muss. Konsequenterweise ist dann auch der Rezeptindex nach Früchten sortiert, sowie nach Fleisch, Fisch & Meeresfrüchten, Gebäck, Getränken, Gefrorenes. So findet man “sein” Gericht schnell wieder.

Was gibt’s für’s Geld? Wie immer in dieser Reihe kostet auch der Band “Früchte” 14,95 €. Der halbfeste Umschlag ist abwaschbar (super für klebriges Früchtekochen!), sorgt aber leider auch dafür, dass das Buch nicht aufgeklappt liegen bleibt (nervig!). Gleichzeitig ist es aber so leicht, dass es noch in die Einkaufstasche passt. Nicht alle Rezepte werden mit Foto abgebildet. Dafür gibt es aber Pannenhilfen, Variations-Vorschläge und ausführliche Anleitungen.

Die Rezepte: Ich bin ja nicht sooooo die Süße. Deshalb hätte ich mir ein paar mehr herzhafte Gerichte gewünscht. So kann man beispiele Tartes wunderbar mit Früchten und Käse kombinieren. Auch zum Leberwurstbrot schmecken Relishes. Aber die Chutneys versöhnen mich natürlich sofort. Und richtig freuen tu ich mich auf die “getrockneten Erdbeeren”. Dazu warte ich noch ein bisschen, damit die Erdbeeren richtig aromatisch sind. Das Rezept werde ich dann verbloggen. Versprochen! Und im Spätsommer gibt’s dann “Schokoladenkuchen mit Kirschen”. OMG!

Meine Empfehlung: Wir stehen in den Startlöchern zum Sommer. Bald kommen zu Erdbeeren und Rhabarber noch Kirschen, Johannisbeeren, Stachelbeeren, später dann Pflaumen oder Quitten. Wer einen eigenen Garten hat und irgendwann keine Marmelade mehr einkochen möchte oder wer auf dem Markt in den Kaufflash verfällt, aber dann nicht weiß, was er mit Früchten anfangen soll, der ist hier richtig. Viele neue Ideen (“Kirsch-Bier-Tiramisu”, “Beerengelee mit grünem Pfeffer”, “Birnen-Gurken-Chutney”!) machen Lust aufs Ausprobieren. “Früchte” ist kein Basis-Einweck-Buch, sondern gibt Anregungen für Neues.

“Früchte” ist mein 4. Beitrag zur Themenwoche “Jeden Tag ein Buch”:

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Weil das leider nötig ist, hier noch ein Hinweis in eigener Sache: Das oben beschrieben Kochbuch wurde mir als Rezensionsexemplar unentgeltlich und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt. Die dargestellte Meinung ist meine eigene und dient ausschließlich der Information meiner Leser. Ich verfolge mit der Rezension keinerlei finanzielle Interessen und nehme auch an keinen Affiliate-Programmen teil.

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Kennt Ihr “Alice in Wonderland” von Lewis Carroll?

alice_penguin

Ich gebe ja zu: Wenn ich an “Alice im Wunderland” denke, sehe ich zuerst mal mich vorm Fernseher. Nicht lesend sondern – wie es sich für ein Kind der 70er gehört – vor dem TV. Ich sehe mich als kleines Mädchen, in einen roten Frottee-Bademantel mit blauem Saum und Kapuze gekuschelt, wie ich vor der Muppets-Show sitze. Es gibt nämlich eine Folge, in der die göttliche Brooke Shields mit den Muppets auftritt und eine Nummer als Alice im Wunderland aufführt. Kennt Ihr die Folge?

Damals dachte ich, Brooke Shields sei das vielleicht schönste Mädchen, das ich je gesehen hatte. (Eigentlich denke ich das heute immer noch.)

Außerdem hatte meine Schwester eine Schallplatten (!)-Version des Disney-Films von “Alice im Wunderland”. Und wir konnten uns stundenlang beömmeln über die lispelnde Aussprache der “faaalschen Suuuuuupenschildkröte”.

Später habe ich dann “Alice in Wonderland” auf Englisch gelesen und erstmals viele der merkwürdigen Wortspiele verstanden, wo doch die deutsche Übersetzung etwas holpert. Etwa, wenn die Maus erzählt, “der Schwanz meiner Geschichte ist ein sehr langer“. Die Verwechslung von “tale” (Geschichte) und “tail” (Schwanz) ergibt sich nur im Original. Oder die Raupe, die immer ein Ypsilon (englisch gesprochen “Why”) aus ihrer Opiumpfeife bläst… “To grin like a Cheshire Cat” ist ein Sprichwort, von dem die Cheshire Cat, die Grinsekatze, ihren Namen hat. Und nur, wer das Sprichwort “Mad as a March Hare“, verrückt wie ein März-Hase, kennt, versteht, warum der Hase bei Carroll im Mai nicht so verrückt ist wie im März. Hier ergibt die Übersetzung eigentlich überhaupt keinen Sinn mehr.  Es gibt unzählige weitere Beispiele.

Noch später besuchte ich die King’s Library im British Museum, wo unzählige Original Manuskripte liegen – von Mozart über Thomas Mann bis James Joyce. Und eben auch das Original, das Lewis Carroll seinerzeit von “Alice in Wonderland” angefertigt hat. Ein Faksimile einer Seite begleitet mich seitdem durch sämtliche Wohnungen:

Alice

Hier trifft Alice zum ersten Mal den Hasen auf seinem Weg zur Teeparty.

Am schönsten fand ich aber immer die Episode, in der Alice aus einem Fläschchen trinkt, auf dem “Drink me!” steht:

Alice drink me

Wie wunderbar abenteuerlustig Alice war!! Wer würde jemals aus einem Fläschchen trinken, dessen Inhalt man nicht kennt? Würden einen Eltern nicht genau davor warnen? Aufgeregtes Kribbeln breitet sich beim Lesen im Bauch aus: Was passiert wohl mit Alice, wenn sie aus dem Fläschchen trinkt?

Vergesst also bitte alle Verfilmungen. LEST! DAS! BUCH! Idealerweise auf Englisch. Ich verspreche Euch, dass Ihr es nicht bereuen werdet.

Lange Rede, kurzer Sinn? Genau. Neben Büchern geht’s hier ja angeblich  immer mal wieder ums Essen. Und was könnte zu Alice und ihrem “Drink me!”-Fläschchen besser passen als herb-schokoladige Kekse mit Fleur de Sel, die “Eat me!” rufen:

schokokekse

“Alice in Wonderland” ist ein Genußbuch für jeden Menschen, der sich für Sprache begeistert, der kribbelig wird bei Flaschen, auf denen “Drink me!” steht und der gerne mal in ein Kaninchenloch fallen möchte…

“Genußbuch?” fragt Ihr? Natürlich! Denn “Alice im Wunderland” ist mein erster Beitrag zur Lese-, Buch- und Blog-Woche “Jeden Tag ein Buch” von Arthurs Tochter. Die Aktion geht diese Woche in die 3. Runde und ich freue mich schon auf all die vielen Bücher und Leseempfehlung, die in dieser Woche zusammenkommen. Achtet doch mal auf dieses Logo:

jtebMit dem Hashtag #jteb findet Ihr die vielen Beiträge auch leicht auf Twitter und Facebook. Nach der Woche gibt es zudem eine Zusammenfassung von Astrid auf ihrem Blog. Viel Spaß beim Lesen!

PS: Meine “alten” Beiträge rund um den Genuß mit und in Büchern findet Ihr hier.

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