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Archive for the ‘unterwegs’ Category

Ich bin ja nicht so der Dessert- und Kuchenesser. Aber gute Schokolade macht auch mich richtig glücklich. Ein zart schmelzendes Stück Vollmilch, sahnige Weiße oder würzige dunkle Schokolade zu einer Tasse Kaffee runden ein gutes Essen für mich ab. Besonderheiten aus aller Welt gibt es im xocoatl im Wiesbadener Altstadt-Schiffchen. Verführerische Nachbarschaft!

Meine kleine Reihe “So genießt Wiesbaden!” geht in die dritte Runde. Im ersten Teil hatte ich Euch das Kiezkaufhaus vorgestellt, ein Lieferdienst für lokale Wiesbadener Einzelhändler. Einer dieser Einzelhändler ist das Schokoladen-Geschäft “xocoatl” von Katrin Flietner, quasi meine Nachbarin. (Kann man bessere Nachbarn haben als Schokoladenhändler??)

Xocoatl_Front

Dank Klimaanlage auch im Sommer immer wohltemperiert: xocoatl in der Wiesbadener Grabenstraße.

Natürlich habe ich schon gleich nach unserem Umzug nach Wiesbaden bei Katrin reingeschaut. Aber richtig “kennengelernt” haben wir, als sie via Facebook mitteilte, die Schokoküsse müssten jetzt langsam mal weg. Und da mein guilty pleasure jene Schokoküsse sind, deren Schaummasse sich schon ein gaaaaaanz wenig zieht, stand ich natürlich sofort im Laden und habe mich als Restposten-Verwerter angeboten. Uneigennützig wie ich bin…

Katrin, Du hast bis zu 600 Schokoladen-Produkte in Deinem Laden. Außerdem Pralinen von zehn Herstellern aus fünf Ländern! Ein großer Renner sind aber auch Deine Schokoküsse.

Die kommen aus Bremen von der Firma Mayer. Angeblich hat der uralte Herr Mayer die Schokoküsse sogar erfunden. Das Rezept ist seit Urzeiten in Familienbesitz und der Betrieb ist ganz, ganz klein. Da ist nicht mal Gelatine drin, ganz zu schweigen von anderen Zusatzstoffen. Deshalb sind die jetzt auch in der Sommerpause. Ab Ende August, Anfang September müssten sie eigentlich wieder liefern.

Schon im Schaufenster fällt auf: Du hast gerade zehnten Geburtstag gefeiert. Was hast Du denn vorher gemacht?

Ich war 26 Jahre lang Banker. Zuletzt als Prokuristin bei einer deutschen Großbank. Dann habe ich unsere Tochter bekommen und war dreieinhalb Jahre zuhause. Danach ging ich wieder in die Bank und musste feststellen: Die Bank hatte sich verändert, meinen Job gab es so nicht mehr und ich hatte mich verändert. Ich wurde also immer unzufriedener und hab dann die Reißleine gezogen.

Xocoatl_Taza

xocoatl-Inhaberin Katrin Flietner erklärt mir, was an der “stone ground” Schokolade von Taza besonders ist.

Das Gefühl kennen sicher viele. Aber wie kam es dann zum eigenen Schokoladen-Geschäft?

Durch Zufall habe ich den Verein “Berufswege für Frauen” entdeckt und dann dort ein Coaching gemacht. Das hat mir geholfen, den Blick weit zu machen und mich darauf zu konzentrieren, was ich will und was ich kann. Und dann saß ich mal an meinem Esstisch, habe die “Essen & Trinken” durchgeblättert und bin auf einen Artikel über eine Frau in der Lüneburger Heide gestoßen, die ein Pralinen-Haus aufgemacht hat. Da machte es dann “Pling!” und von da an wusste ich, was ich machen will.

Und wie hast Du den Laden hier gegenüber vom Landtag gefunden?

Der Laden in der Grabenstraße stand leer. Ich fand ihn anfangs viel zu klein. Aber als wir dann das Geschäft betreten haben , hatte ich einen Kloß im Hals. Ich glaube, der Laden hat mich gefunden. Mit einer Innenarchitektin zusammen haben wir dann die Ausstattung umgesetzt.

Im Sommer gibt's auch immer mal ein ausgewähltes Produkt ohne Schokolade - wie diese Gelee-Pralinen.

Im Sommer gibt’s auch immer mal ein ausgewähltes Produkt ohne Schokolade – wie diese Gelee-Pralinen.

Das war ja aber auch ein Risiko, oder?

Glücklicherweise lief der Laden sehr schnell sehr gut. Ich weiß noch, dass ich vor zehn Jahren am 16. April von drinnen aus meinem Schaufenster auf den Landtag – damals noch Baustelle – geschaut habe und dachte: Das ist, als hätte ich nie etwas anderes gemacht! Und so fühlt sich das immer noch an. Ich will nichts anderes mehr machen.

Was mir an Dir und dem xocoatl so gefällt, ist die sehr fundierte Beratung. Wie hast Du Dir – als ehemaliger Banker – denn Dein Expertenwissen angeeignet?

Ich habe viel recherchiert, Schokolade verkostet, viel gelesen und das Gelesene auf meine Zunge übersetzt. Viele Produzenten habe ich aber auch persönlich besucht oder auf Messen getroffen. Das Lernen hört da nie auf.

Wonach entscheidest Du, wer in’s Sortiment kommt?

Ich gucke immer erst danach, wer macht was: Kauft der Hersteller die Kakaobohnen direkt und verarbeitet sie – das nennt man dann “Bean to Bar” – oder verwendet er Kuvertüre. Woher kommt dann die Kuvertüre? Wer hier als Vertreter reinkommt und antwortet: “Feinste belgische Kuvertüre”, der kann gleich wieder gehen. Ich kenne mich mittlerweile gut genug aus, um zu wissen, wer seine Kakaobauern anständig bezahlt. Das ist mir ganz wichtig.

Ich kann hier also mit gutem Gewissen einkaufen?

Ja, hier kann man mit gutem Gewissen einkaufen, weil die Wege nachvollziehbar sind. Aber das ist es ja nicht alleine: Auch die Qualität muss stimmen. Deswegen sortiere ich jetzt einen Händler aus, der statt meiner geliebten Schweizer Kuvertüre jetzt eigene herstellt, aber qualitativ noch nicht auf dem Level ist, das ich verkaufen möchte.

Hohe Qualität und fairer Handel sind im xocoatl wichtig.

Hohe Qualität und fairer Handel sind im xocoatl wichtig.

Zehn Jahre muss man als Einzelhändler erst mal durchhalten. Wer kauft denn bei Dir ein?

Das ist bunt gemischt. Es kommen auch Leute her, die nicht viel Geld haben aber dann eben nur wenig, dafür etwas Besonderes kaufen. Die sagen mir immer: Gute Schokolade hält auch viel länger und macht viel mehr Spaß. Weil man halt nicht die halbe Tafel auf einmal isst. Viele Kunden sagen mir: Du hast uns für gewöhnliche Schokolade versaut. Da entgegne ich immer: Andersherum! Die Industrieware versaut Euch für das wirklich Gute!

Kommen denn viele Touristen zu Dir in die Grabenstraße? Ich höre immer, dass die Straße nicht so stark frequentiert ist.

Ja, das ist schade, denn ich finde die Straße so, so schön. Hier herrscht eine fast schon mediterrane Stimmung mit all den Tischen draußen und den Bänken vorm Landtag, den Bäumen. Die Wiesbadener fragen mich auch nach zehn Jahren noch: “Ach, Sie sind neu hier, oder?” Guck Dir mal die Langgasse an. Die ist im Vergleich doch grauenhaft!

Gibt es Trends in der Schokoladen-Community?

Was super läuft aktuell sind gefüllte Schokoladen. Diese aufgestreuten, bunten Schokoladen dagegen sind nicht mehr so der Renner. Das bestätigt auch die Manufaktur Clement, bei der ich neulich mal zwei Tage mitarbeiten durfte. So ein Blick hinter die Kulissen ist für mich ja auch interessant. Und die sagen auch: An Schokoladen mit Aufgestreutem haben sich die Leute irgendwie sattgegessen. Jetzt kommen die Gefüllten. Von Clement habe ich hier eine mit Mango und mit Minze-Mascarpone, die sind beide extrem geil. Außen sind sie knackig und innen wird es weich. Das hat sowas Tröstendes. Also, wenn jemand Liebeskummer hat, ist das die richtige Schokolade.

Xocoatl_Pralinen

Auch Pralinen-Fans kommen im xocoatl auf ihre Kosten.

Was ist denn das Besondere am xocoatl im Vergleich zu anderen?

Wir wissen was über die Schokolade und können viel darüber erzählen. Ich versuche alle Chocolatiers persönlich zu treffen. Von denen erfahre ich Geschichten, die ich gerne mit meinen Kunden teile. Aber ganz wichtig sind auch die Inhaltsstoffe und dass ich was zu den Unterschieden der einzelnen Schokoladen sagen kann. Das bringe ich auch meinen Mitarbeiterinnen hier im Laden bei.

Was sind Deine Pläne für das xocoatl?

Ich bin gerade dabei einen neuen Online-Shop zu bauen. Das wir dann hoffentlich zum Ende des Jahres was werden. Aber den habe ich in erster Linie für die Kunden, die weiter weg wohnen und ihre Lieblingsschokolade sonst nicht bekommen. Und ich habe bald einen neuen Hersteller im Sortiment. Die englische Pump Street Bakery aus Suffolk.

Gibt es denn Bestseller bei Dir im Laden?

Naja, die Tartuffo di Alba gehen natürlich immer. Aber ansonsten sage ich immer: Bestseller kann man nur machen, wenn man den Kunden etwas aufzwingt. Wir beraten aber ganz individuell, deswegen gibt es bei uns nicht DEN Bestseller. Neu habe ich die Taza Schokoladen aus den USA. Die sind “stonegrounded” und bekommen den Zucker erst zum Schluss zugegeben. Deshalb schmeckt und fühlt man die einzelnen Kristalle. Das ist ganz spannend. Außerdem sind sie vegan und laktosefrei weil ohne Milch hergestellt.

 

Sag ich doch!

Sag ich doch!

 Der Einzelhandel ist spannend und vielseitig. Aber er überlebt nur, wenn wir ihn unterstützen. Also, schnappt Euch Euren Einkaufskorb und zieht los. Es gibt viel zu entdecken!

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In einer losen Reihenfolge werde ich Euch fortan am letzten Mittwoch des Monats Genussvolles aus meiner Heimatstadt Wiesbaden und dem Rheingau vorstellen. Den Anfang macht der lokale Online-Händler Kiezkaufhaus.

Seit etwa zwei Jahren vermeide ich das Online-Shopping wo ich nur kann. Ich möchte mich nicht beteiligen an überfüllten Straßen, ausgebeuteten Paketzulieferern und Logistikarbeitern, Einzelhandelssterben und verwaisten Innenstädten. Wie seht Ihr das?

Jedenfalls versuche ich im Buchladen um die Ecke, im Klamotten-Shop zwei Straßen weiter, dem Schuhgeschäft nebenan, im Tee-Haus den Berg hoch, der Stadt-Apotheke zwei Häuser weiter, dem Drogeriemarkt gegenüber, dem türkischen Supermarkt über die Kreuzung, dem Asia-Laden in der Parallelstraße, dem Weinladen-Nachbarn einzukaufen. Denn wer nicht lokal einkauft, braucht sich nicht zu beschweren über leerstehende Läden, zugeklebte Schaufenster, tote Seitenstraßen.

Frisches Obst, Käse und Gemüse hole ich auf dem Markt, Fleisch beim Metzger meines Vertrauens, Brot bei einem echten (!) Bäcker, 2 min von hier. Dabei ist mir bewusst, wie privilegiert meine zentrale Wohnlage für’s Einkaufen ist: Sämtliche Geschäfte befinden sich in Fußnähe und ermöglichen auch mir als Berufstätiger – zumindest samstags – bequem Auswahl, Beratung und Einkauf. Als Kind vom Dorf weiß ich aber nur zu gut, dass das auf dem Land ganz ohne Auto so nicht ginge. Dennoch: Über die Online-Bestelleritis der Nachbarn und Kollegen kann ich nur den Kopf schütteln. Nicht selten gleicht der Empfang im Büro einem Warenlager – schön aufgeteilt nach Eingang und Retouren – ganz zu schweigen von den Extra-Wegen zu Post und Paket-Box, wenn doch mal wieder keiner daheim war. (Ein paar (nicht überprüfte Zahlen) zu Online-Bestellungen findet Ihr hier.)

Wie klasse fand ich das, als ich erfuhr, dass man in Wiesbaden nun mit dem Kiezkaufhaus auch beides haben kann: Online-Shoppen mit Vor-die-Tür-Lieferung plus Unterstützung des lokalen Einzelhandels.

Im Rahmen ihrer  Bachelor-Arbeit  an der Hochschule RheinMain haben Gloria Kison und Tobias  Heinemann bei Scholz & Volkmer  die Idee für das Kiezkaufhaus ausgearbeitet. Die Arbeit wurde tatsächlich umgesetzt und ein  Pilotprojekt  ins Leben gerufen: Wiesbadener Einzelhändler präsentieren ihre Waren auf einer gemeinsamen Website, von der man sich dann seinen Warenkob zusammenstellen und liefern lassen kann. Der Clou: Zusammengestellt und geliefert wird von fleißigen Radlern mit E-Bikes – also ganz ohne Abgase und Verkehrsverstopfung.

Natürlich hab ich das gleich mal ausprobieren wollen, zumal einige meiner Lieblingsgeschäfte dort vertreten sind! Ganz nach dem Motto: Support your local dealer!

Das Angebot geht von Kaffee und Brot über Gemüse und Obst bis hin zu Käse und Wein. Auch Non-Food wie Schreibwaren oder Bücher werden bis zur Wohnungstür geliefert. Online konnte ich ganz einfach die Lebensmittelkategorie meiner Wahl aufrufen und dann mit der Maus über das bildlich angezeigte Warensortiment fahren. Preise und Mengenangaben werden eingeblendet und landen mit einem Klick im virtuellen Warenkorb. Die Preise entsprechen – soweit ich das im Kopf habe – den Ladenpreisen. Ab einem Wert von 50 Euro fällt zudem die gestaffelte Liefergebühr von drei oder fünf Euro weg.

Meine Testbestellung verlief reibungslos, pünktlich und vollkommen zufriedenstellend:

Kiezkaufhaus

Service-Extras wie „Darf es etwas mehr sein“ bei frisch abgewogener Ware wie etwa Käse und der nach entsprechendem Feedback eingeführten Auswahl der Lieferzeit (zwischen 17 – 18:30h oder 18:30 – 20:30h kann gewählt werden) gehen weiter als viele herkömmliche Online-Shops. Bestellungen bis 14 Uhr werden noch am gleichen Abend geliefert. Da hat der lokale Lieferdienst deutlich die Nase vorn vor Amazon & Co.

Wer das Sortiment „seiner“ Einzelhändler gut kennt, aber nicht im Online-Angebot findet, kann eine entsprechende Nachricht hinterlassen und entsprechende Wünsche äußern. Bei ganz verzwickten Bestellungen sind die Betreiber zudem schnell erreichbar. Robert, mein radelnder Lieferant, war nicht nur superpünktlich, sondern auch freundlich! So viel Spaß an der Arbeit haben die Fahrer der üblichen Paketdienste vermutlich nicht.

Bei meiner Bestellung konnte allerdings ein Käse nicht geliefert werden. Schade, aber nicht dramatisch. Hätte ich ihn feste eingeplant für’s Abendessen, wäre es natürlich ärgerlich gewesen… Dafür habe ich einen feinen leckeren Riesling aus einem für mich neuen Weinladen entdeckt! Sämtliche Artikel finden sich in einer wiederverwendbaren Jute-Tasche, die bei jeder nächsten Bestellung wieder als Pfand eingesetzt werden kann – oder jetzt (wie bei mir) mit auf den Markt wandert. Aktuell werden nur die innerstädtischen Stadtteile beliefert, da die Radwege sonst vermutlich zu lang werden.

Das ist auch der einzige „Hinkefuß“ am Kiezkaufhaus. Denn: Wer wie ich in der Innenstadt wohnt, kann ja theoretisch selbst schnell zum Gewürzhaus, dem Hofladen, dem Wein-Shop. Noch spannender wäre eine lokale Online-Alternative eher für Menschen außerhalb der City. Aber das wäre dann wohl wieder nur mit Auto machbar… Trotzdem habe ich die Vor-die-Tür-Lieferung meiner Lebensmittel sehr genossen. Das hat mir dann samstags einen Gang zum Markt gespart!

Apropos Markt: Hier hatte sich das Kiezkaufhaus gleich noch etwas ausgedacht in der letzten Woche! Wer seinen Einkauf auf dem Wiesbadener Wochenmarkt nicht schleppen will, kann ihn sich nach Hause liefern lassen. Eine Service-Station steht bereit:

Kiezkaufhaus_2

Noch befindet sich das Kiezkaufhaus Wiesbaden in der Testphase. Ob und wie es nach den ersten drei Monaten weitergehen wird, lassen die Initiatoren noch offen. Ich finde die Idee jedenfalls klasse: Den Einzelhandel unterstützen, alle Vorteile des Internets nutzen aber keinen zusätzlichen Autoverkehr auf die Straße bringen! Das ist Shopping 2.0 wie es mir gefällt. Jetzt brauchen wir nur noch eine ähnlich pfiffige Idee für all die Online-Shopper in den Vorstädten und auf den Dörfern…

Disclaimer: Meine Testbestellung habe ich selbst bezahlt. Auch wurde ich sonst in keiner Weise vom Kiezkaufhaus finanziell unterstützt. Die hier vertretene Meinung beruht ausschließlich auf meiner persönlichen Erfahrung.

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Tolle Blogpause! Ständig melde ich mich zurück. Aber ich kann einfach nicht anders :) Denn das neue Jahr startet mit einem schönen Highlight, das ich Euch nicht vorenthalten will:

HR1 überträgt ab 19h am Stück (bis ca. 23h) das neu aufgenommene Hörspiel nach Robert L. Stevensons “Die Schatzinsel”.

Dabei sind viele bekannte Sprecher wie Thomas Fritsch als Billy Bones, Tatort-Komissar Udo Wachtveitl, die High-Level-Schauspieler Ulrich Noethen und Ulrich Pleitgen sowie Matthias Habich, den ich ja liebe, seit er in dem 80er-Weihnachts-Vierteiler “Jack Holborn” schon einen Kapitän gespielt hat. Hach, ich hab’s mit der Seefahrt… Mehr Infos zum Hörspiel und den Button zum Livestream gibt’s hier.

Wer hier öfter mitliest weiß vielleicht, dass die Schatzinsel eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist. Ich habe es hier mal genauer vorgestellt und erklärt, warum es so genial ist!

Also. Fernseher aus, Radio an und Kopfkino laufen lassen. Ich wünsche Euch allen einen entspannten Start in ein glückliches neues Jahr mit viel Käse, Dublonen und jeder Menge (literarischen) Schätzen.

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Heute werden die Geschenke verpackt. Alle Lieferungen kamen rechtzeitig an, der lokale Einzelhandel hat auch seinen Teil vom Umsatz abbekommen. Ein Gläschen Rheingau-Sekt dazu, Musik an und den bEdW aus dem Zimmer geworfen…  Jetzt geht’s ans Einpacken.

Dafür habe ich mir in diesem Jahr hübsche Papierbögen aus dem Fairtradeshop Contigo besorgt, in dem wir auch unseren Kaffee kaufen:

Processed with Rookie

Die Papiere stammen aus Nepal und werden aus Seidelbast hergestellt. Vom Seidelbast wird immer nur die äußere Rinde verwendet, so dass der Rohstoff nachwassen kann. Außerdem sind die Papiere gut abbaubar. Das wichtigste aber: Sind sie nicht hübsch?

Schleifen mache ich aus Bast, Geschenkanhänger sind ebenfalls aus Papier und mit den Namen oder Initialen bestempelt. Das Beste aber: Die Papiere sind schön weich und lassen sich gut wiederverwenden!

Was zu groß für die Bögen ist, wird in Seidenpapier eingeschlagen und verziert mit Stempeln, Aufklebern und anderem Gedöns. Auch das sieht hübsch aus, kostet nicht viel und belastet die Umwelt weniger als die hochglänzenden Lackpapiere, die es – in Folie eingeschweißt! – sonst noch so gibt.

Wie verpackt Ihr Eure Weihnachtsgeschenke?

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Pssst, kommt mal näher. Näher an die Knospen ran. Hört mal genau hin. Hört Ihr das? Sie schnarchen ganz leise vor sich hin. Und träumen vom Frühling…

Magnolien

Lassen wir sie noch ein bisschen schlafen und träumen wir mit.

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Heute ist Samstag! Heute geh’ ich shoppen! Hurrah! Und zwar im Wiesbadener Einzelhandel UND online. (Männers, nicht aufhören zu lesen. Es gibt gaaaaanz unten noch einen tollen Tipp für Euch! ;-))

Wie auch im letzten Jahr werde ich versuchen, meine Weihnachtsgeschenke, Deko, Goodies und Karten zum Großteil beim lokalen Einzelhandel zu beziehen. Denn irgendwie fahren eh viel zu viel Paketautos durch die Städte, um jedem Käufer seinen Kram vor die Tür zu liefern. Und außerdem sehe ich als Innenstadtbewohner permanent, wo wieder ein Laden zumachen muss. Das ist traurig, killt Arbeitsplätze und macht die Innenstädte nur trostloser. Also: Support your local dealer! 

In Wiesbaden gibt es glücklicherweise viele hübsche kleine inhabergeführte Läden, die ich regelmäßig ansteuere. Einige findet Ihr auch auf meiner Seite “Über’n Ladentisch” hier im Blog. Ob Schokolade, Marmelade oder Käse-Abonnements, da findet Ihr schon was! Oder schaut doch mal in Eurer Stadt nach einem Buchladen, einem Weinkontor, einer Boutique, einer Papeterie oder einem Fair-Trade-Shop – ich bin sicher, es gibt viel zu entdecken!

Aber natürlich wohnt nicht jeder in der Fußgängerzone oder will sich samstags ins Getümmel schmeißen.

Deshalb kommen hier meine Top 5 Lieblings-Online-Shops, auf denen ich immer hübsche Geschenkideen finde!

Ahoi Marie: Wunderhübscher, gar nicht kitschiger Kram für  Seebären, Wasserraten, Meerjungfrauen, Nordlichter und all jene, die bei der Zeile “Ich will wieder an die Nordsee…” zuerst an Die Ärzte denken und dann an Amrum. Oder Sylt. Oder Juist. Oder Norderney. Oder oder oder! Übrigens: Mein Urgroßvater hatte schon einen Anker aufm Unterarm tätowiert. Leider hat er nie rausgerückt, woher die Tätowierung kam. Zur See ist er jedenfalls nie gefahren. Aber vielleicht hatte er auch ein bisschen Nordsee-Sehnsucht.

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Hessen-Shop: Hier gibt es viele hübsche, lustige, manchmal kitschige Gadgets rund um das coolste aller Bundesländer. Für Hessen, Neu-Hessen, Exil-Hessen oder alle, die folgende Textzeile erkennen: “Unser David Bowie heißt Heinz Schenk!” ;-)

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Giacami: Jede Frau kennt die verzweifelte Suche nach der richtigen Handtasche. Ziemlich nah kommt man bei diesem Online-Shop, in dem frau sich ihre eigene Tasche zusammenstellen kann, je nach Größe, Farbe, Lederart, Henkel oder Schulterriemen, Innenfutter und und und. Gefertigt wird in einer hessischen Manufaktur und die Qualität ist bombig! Meine Lieblingstasche sieht ungefähr so aus:

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Not on the High Street: Ok, kein Geheimtipp. Aber hier gibt es trotzdem viele hübsche Dinge für jeden Geldbeutel – oder für einen selbst. Dabei gibt’s hier nicht einfach irgendeinen Kram, den man auch in jedem anderen Shop bekommt, sondern individuelle Produkte von deutschen Kreativunternehmern. Also ein bisschen Dawanda – nur aufgeräumter!

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Milchmädchen: Internationaler geht’s beim Milchmädchen zu. Aber auch hier wieder: Stylishes, Schnuckliges, Großes oder Kleines und vor allem viele individuelle Schmuckstücke sowie Geschenkideen sortiert nach Preiskategorie. Hach! Ich mag das Milchmädchen einfach…

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Und wo shoppt Ihr für Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenke?

PS: Für alle mitlesenden Männer noch ein heißer Tipp: Tiffany & Co haben auch einen Online-Shop ;-) “Diamonds are a girl’s best friend…” *träller*

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2. Dezember: Ein Tag im Museum

Wer nach Paris fährt, geht auch in den Louvre oder das Centre Pompidou. Und natürlich war ich in London im British Museum und der Tate Gallery. Uffizien in Florenz? Städel in Frankfurt? Pinakotheken in München? Vatikanmuseen in Rom? Been there, done that!

Aber ich musste dreieinhalb Jahre in Wiesbaden leben, um endlich mal ins hiesige Museum zu kommen!

Processed with Rookie

Dabei ist das Gebäude schon ein Hingucker mit vielen architektonischen Hinguckern. Und erst die Ausstellungen! Natürlich alles etwas kleiner als in anderen Städten. Aber alleine die farbliche Anordnung der Exponate im naturhistorischen Teil ist wirklich sehenswert und war sogar der ZEIT einen Artikel wert!

Muscheln

Die Sonderausstellung “Sand” ist noch bis April zu bestaunen. Sand? Langweilig? Keineswegs. Was hier aussieht wie mein Gewürzregal ist Sand aus aller Herren Länder – in unterschiedlichsten Körnungen, Farben, Beschaffenheiten. Jedes Röhrchen ist genau mit dem Fundort bezeichnet, so dass man sich einfach den feinsten und weißesten Sand aussuchen und sofort ins Reisebüro gehen kann!

sand

Es gibt sicherlich auch bei Euch ein Museum, das Ihr noch nicht besucht habt! Geht doch mal los und schaut, was es dort alles zu entdecken gibt!

Eine tolle Sache ist auch das “Museumslotto” der ZDF-Kultursendung “aspekte”. Hier werden regelmäßig kleine Museen vorgestellt. Vorschläge nimmt die Redaktion gerne entgegen. Und die bisherigen Vorstellungen gibt’s natürlich online zu sehen.

Viel Spaß beim Entdecken!

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