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Archive for the ‘vegetarisch’ Category

Der Rettungstrupp ist wieder unterwegs! Im Juli, wenn sich die Stände der Wochenmärkte nur so biegen unter Obst und Gemüse aus regionalem Anbau, zeigen wir Foodblogger Dir, wie Du Marmeladen und Chutneys machen kannst, ohne industrielles Fertigzeugs.

Wir retten was zu retten ist Foodblogger German Abendbrot

Du weißt ja, dass ich kein Süßfrühstücker bin. Gib mir ein Käsebrot und mein Tag kann starten! Aber an herrlich reifem Obst kann auch ich nicht vorbeigehen. Am liebsten esse ich Himbeeren, Kirschen oder Pflaumen gleich so aus der Hand. Nur ist die Zeit üppiger Obsternten nicht von Dauer.

Johannisbeeren frisch vom Markt saisonal kochen Johannisbeerchutney Foodblog German Abendbrot

Spätestens wenn die Quitten (Quittenkompott!) reif sind, ist der Herbst schon ganz nahe. Deshalb koche ich für mein Leben gerne Chutneys: Sie passen köstlich zu Käse, indischen Gerichten oder Gegrilltem und fangen den Sommer ein!

Für unsere Rettungsaktion habe ich ein köstliches Johannisbeerchutney für Dich!

Johannisbeeren Chutney hausgemacht indisch Foodblog German Abendbrot

Das Prinzip beim Chutney-Kochen ist denkbar einfach:

Du benötigst wie für eine gute Sauce Zwiebeln und Gewürze. Die süß-saure Mischung, die gleichzeitig für die Haltbarkeit Deines Chutneys sorgt, erhältst Du mit Essig und Zucker. Chilis, Ingwer, Pfeffer, Curry oder Garam Masala machen dann Dein Chutney richtig indisch! Wenn Du alles schön köcheln lässt, bis es sämig wird (ein Äpfelchen hilft beim Binden!), hast Du schon Dein Chutney! So easy!

Zutaten für mindestens 500ml Chutney aus Johannisbeeren:

250 gr rote Johannisbeeren, gewaschen, trockengetupft und entstielt

1 EL Ghee oder Rapsöl

1/2 Stange Zimt

1 Lorbeerblatt

1/2 rote Zwiebel, fein gehackt

1 daumennagelgroßes Stück Ingwer, geschält und fein gehackt

1 mehliger Apfel, fein gehackt

1 scharfe, rote Chili, fein gehackt

3 TL weiße Mohnsamen

Apfelessig (Menge je nach Belieben, mindestens aber 4 EL)

brauner Zucker (dito – schmeck‘ ab, wie es Dir am besten gefällt. Ich hatte ebenfalls 4 EL)

Prise Chayennepfeffer

Prise Salz

Zubereitungszeit: 45min

Zubehör: Großer Topf mit Deckel, sterilisierte Schraubgläser

So geht’s:

Alle Zutaten vorbereiten. Topf aufstellen und das Öl darin erhitzen. Zwiebeln anschwitzen und mit Zucker karamellisieren. Lorbeerblatt, Ingwer, Chili, Zimt und Mohnsamen anschwitzen, bis ein aromatischer Duft aus dem Topf steigt.

Jetzt die Johannisbeeren, den Essig und den Apfel hinzugeben. Alles gut umrühren und mit dem Kochlöffel einige Beeren zerquetschen, damit Saft austritt. Mit Chayennepfeffer und Salz abschmecken. Den Topf schließen und ca. 15 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Hat das Chutney die Konsistenz, die Du magst? Sonst gib noch etwas Essig hinzu oder eine kleine (!) Menge Wasser. Auch ein Schluck Apfelsaft passt gut… Schmeck‘ Dein Chutney ab: Fehlt Zucker? Oder Schärfe?

Lass das Ganze noch etwas mit geöffnetem Deckel köcheln, bis die Masse schön mulmig und marmeladig wird. Dann füll‘ sie in die sauberen Gläser bis zum Rand und verschließe sie gut. Lass‘ sie abkühlen und stell‘ sie an einen dunklen Ort. Dann hast Du monatelang Freude an Deinem Chutney.

Das Johannisbeerchutney ist köstlich zu Käse und zu gegrilltem Rindfleisch. Ich bin aber auch schon gespannt, wie es zu Wild schmeckt!

Viele weitere Chutney-Rezepte – aus Tomaten, Nektarinen, Pflaumen, Mango, Stachelbeeren, Cranberries, Rote Bete, Rhabarber uvm. – findest Du hier im Blog.

Der Rettungstrupp hat aber noch jede Menge Rezepte gesammelt. Schau‘ doch mal, was die Bloggerkollegen für Dich haben und schwing‘ den Marmeladenlöffel!

Pane-Bistecca – Apfel-Pfirsich Chutney
Genial Lecker – Kirsch-Erdbeermarmelade 
Barbaras Spielwiese – Apfel-Lavendel-Gelee 
multikulinarisches – Aprikosen-Vogelbeer-Marmelade
Anna Antonia- Omas Apfelgelee
Brittas Kochbuch – Mango-Chutney klassisch 
Auchwas -Beeren treffen auf Tropen “Jo-Hi-Ma-Va-Gelee
Sakriköstlich – Zwiebel-Kirsch-Chutney
Unser Meating – Kiba-Marmelade
Was du nicht kennst… – Bacon Jam 
Leberkassemmel und mehr – Zwiebelmarmelade
Brotwein – Paprikamarmelade

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Ich bin ein großer Fan kleiner Häppchen zum Aperitif. Gerade an heißen Tagen will ich nicht kochen, sondern einfach nur eine Kleinigkeit zum eisgekühlten Wein genießen. Perfekt ist deshalb meine Créme von der Räucherforelle!

Als der bEdW einen runden Geburtstag zu feiern hatte, habe ich ihn mit einer Flasche Riesling aus seinem Jahrgang und von einem Weingut überrascht, das wir beide gut kennen und sehr mögen: Trenz in Johannisberg. Eine wirklich schöne Geschenkidee! Dabei muss es nicht immer der Jahrgangschampagner sein oder eine uralte Flasche Bordeaux. Einen Wein aus der Region mit Bezug zu unserer Wahlheimat war viel passender!

Riesling Spätlese Weingut Trenz 1966 Rheingau German Abendbrot Geschenkidee

Mit ordentlich Patina und einem alten Etikett ist der Rüdesheimer Klosterberg ein schöner Hingucker! (Und Anlass für viele Kalauer rund um das Geburtstagskind…)

Glücklicherweise war auch der Wein noch in wunderbarem Zustand: dunkelgelb, fast schon cremig, fruchtig-saftig und fast wie flüssiger Honig. Gut gekühlt eine echte und zum Anlass ganz besondere Köstlichkeit.

Riesling Spätlese Weingut Trenz 1966

Dazu wollte ich natürlich nicht irgendwas reichen!

Neben der Stilton-Créme nach Heston Blumenthal

Creme aus englischem Stilton Kaese und Creme fraiche Pumpernickel German Abendbrot

…und einer Mortadella-Créme nach Ariane...

Mortadella Creme Foodblog German Abendbrot

… gab es noch eine wunderbar frische Créme von der geräucherten Forelle, die nicht weit von hier durch die Wisper schwimmt:

Creme Räucherforelle Pumpernickel Foodblog German Abendbrot Aperitif

Zutaten:

250 gr Räucherforellenfilet

Einige Stengel Dill

1 TL frisch geriebener Meerrettich

150 gr Frischkäse

1 flach gestrichener EL Senf

Salz, Pfeffer, Cheyennepfeffer

Abrieb einer halben Zitrone

Zubehör: Pürierstab oder Blender

Zubereitungszeit: 15 min

Das Filet von eventuell vorhandenen Gräten befreien, zerpflücken und in ein hohes Gefäß geben. Dill waschen, trockentupfen und grob gehackt zur Forelle geben. Meerrettich, Frischkäse, Senf ebenfalls in den Mixbecher geben. Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Chayennepfeffer würzen. Alles mit dem Pürierstab vermixen und abschmecken. Zum Schluß den Zitronenabrieb unterheben.

Die Créme bis zum Verzehr kühl stellen. Sie steht noch etwas durch und wird intensiver. Also besser nicht zu heftig würzen. Auf Pumpernickel, Crackern oder geröstetem Weißbrot servieren!

Räucherforelle Creme Pumpernickel Aperitif German Abendbrot

Es muss nicht immer der alte Jahrgang sein, zu dem Ihr die Créme von der Räucherforelle serviert. Besonders köstlich schmeckt sie auch zu einem feinherben, sehr gut gekühlten Riesling (z.B. der „Erntebringer“, ebenfalls vom Weingut Trenz).

Und jetzt wünsche ich Euch ein genussvolles Sommerwochenende!

Was kommt bei Euch auf die Teller?

PS: Weitere feine Köstlichkeiten für das Friday Night Dinner Date von vielen Foodbloggern gibt es auf der Pinterest-Pinwand „Thank God it’s Friday„!

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32 Grad, es wird noch heißer… Kann mich gar nicht schrecken nach der Mega-Hitzewelle letzten Sommer! Und damit Du einen kühlen Kopf bewahrst, kommen hier meine Top 10 Gerichte für heiße Tage!

Unterm Dach und mit vielen Fenstern wirst Du ganz schnell kreativ, wenn’s heiß ist. Da kriegen mich keine zehn Pferde in die Küche. Aber immer nur Salat ist ja auch irgendwie nervig… Also bereite ich kühle Gerichte für heiße Tage zu, die wenig Zeit beanspruchen, kühlende Zutaten vereinen, ohne Herplatten oder Backofen auskommen und schlimmstenfalls spätabends zubereitet werden können für den nächsten Tag. Dann nämlich – also spätabends – kann ich herrlich alles aufreißen, den Vollmond anhimmeln und ordentlich Durchzug machen. DAS sind die Vorteile vom Dachgeschoss! Der Durchzug kühlt dann die ganze Nacht, bis ich morgens so gegen 5 Uhr auf leisen Sohlen wieder alle Schotten dicht mache… Und was machst Du bei Hitze?

Heiß, heiß, Baby! Meine Top 10 der kühlen(den) Gerichte für heiße Tage:

Zur besseren Orientierung dient mein Hitzefaktor von * (ohne jeden Schweißtropfen) bis *** (ok, da musst Du jetzt ganz schnell durch!)

Nummer 10: Eine Tapas Party für 2 oder mehr Personen ist schnell gemacht, lädt zum Verquatschen ein und schmeckt noch besser mit einem eisgekühlten Wein! Hitzefaktor: **

Tapas Albondigas Foodblog German Abendbrot

Nummer 9: Börek und Pide mit Hackfleischfüllung! Easy am Abend vorzubereiten (Backofen!) und himmlisch beim Picknick am nächsten Tag zu genießen. Hitzefaktor: ***

Börek Pide hausgemacht Hackfleischfüllung German Abendbrot

Nummer 8: Pasta mit schneller Tomatensauce mit Oliven und Feta. Jetzt sind sie sowas von reif, die Gartentomaten auf dem Markt! Hitzefaktor: **

Pasta schnelle Tomatensauce Oliven Feta German Abendbrot

Nummer 7: Natürlich darf hier nichts Indisches fehlen! Dieser Salat aus Rote Bete und Karotten mit kühlendem Joghurt ist perfekt! Hitzefaktor: **

Salat indisch Rote Bete Möhren Joghurt German Abendbrot

Nummer 6: Ein Eiersalat wie aus den 50ern – nur für’s 21. Jahrhundert zurecht gemacht. Der hätte sogar Elvis geschmeckt! Hitzefaktor: *

Eiersalat Tatar vom Ei 50er Jahre frisch mit Radieschen German Abendbrot

Nummer 5: Der Melonensalat mit Feta und Schinken ist ein Klassiker – im Blog und unter Genießern. Hitzefaktor: *

Salat Melone Feta Schinken Melonensalat German Abendbrot

Nummer 4: Bulette, Frikadelle, Fleischpflanzerl – you name it! Eine große Portion in der Pfanne gebraten, hast Du von diesen kleinen Kerlen tagelang etwas. Super für’s Büro! Hitzefaktor: **

Frikadellen Buletten Fleischpflanzerl mit Kartoffelsalat German Abendbrot

Nummer 3: Und? Was passt am besten zur Bulette? Richtig: Kartoffelsalat! Ebenfalls gut vorzubreiten! Ich hab‘ da übrigens hinter dem Link über 70 (!!) Rezepte versteckt! Hitzefaktor: *

Kartoffelsalat German Abendbrot

Nummer 2: Für Süßschnäbel habe ich ein herrliches „Wiesbaden Mess“ mit Stachelbeeren, Baiser und Sahne! Hitzefaktor: *

Stachelbeeren Baiser Sahne Wiesbaden Mess Eton Mess German Abendbrot

Trommelwirbel für die Nummer 1: Das beste, kühlendste und seit dem Jahrtausendsommer 2003 immer wieder abgewandelte Lieblingsgericht für heiße Tage: Gazpacho!

Gazpacho Sherry kalte Suppe German Abendbrot

Immer noch nichts dabei? Dann schau doch mal, was ich Dir 2013 zusammengestellt habe… Viel Spaß beim Genießen!

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Obwohl ich nicht so der Süß-Esser bin, kann eine zuckrige Verführung wie mein Apfelpfannkuchen manchmal genau das Richtige sein. Ob als kleines Zwischengericht oder als Start in ein gemütliches Wochenende. 

Bisher gab es Pfannkuchen bei uns eher in der herzhaften Variante, etwa als Palatschinken mit deftiger Boeuf Stroganoff-Füllung. Mit einem kleinen Twist machst Du aber aus (fast) dem gleichen Teig ein herrliches Dessert für Zwei: Einen Apfelpfannkuchen mit Pflaumenmus!

Apfelpfannkuchen

Dieser herrlich dünne Teig ist weich und luftig. Die hauchdünnen Apfelscheiben leicht säuerlich und das Pflaumenmus wunderbar mulmig und soft. Dazu etwas Zimt – denn was könnte besser passen als Zimt zu Äpfeln? – und fertig ist eine schnelle, kleine Köstlichkeit zum Kaffee oder Tee!

Zutaten für 4 hauchdünne oder 2 dickere Apfelpfannkuchen:

2 Eier

200 ml Milch

100 gr Mehl

1 gehäuften TL Zucker

einen Schluck Mineralwasser (alternativ: Messerspitze Natron)

Butter für die Pfanne

1 säuerlicher Apfel (z.B. Braeburn)

eine Prise Zimt

etwas brauner Zucker

Pflaumenmus (idealerweise selbstgemacht, außerhalb der Saison geht aber auch gekauftes…)

Zubehör: Schneebesen, Schöpflöffel, beschichtete Pfanne, großer Teller

Zubereitungszeit: 10 min plus 20-30min Zeit zum Ruhen

So geht’s:

Du verrührst alle Zutaten für den Teig (also alles außer Butter, braunem Zucker und Apfel! Auch das Pflaumenmus bitte erst zum fertigen Pfannkuchen servieren!)) in einer Schüssel und stellst sie zur Seite, damit der Teig ruhen kann. Jetzt viertelst Du den Apfel, entfernst das Kerngehäuse und schneidest ihn in feine Scheiben.

In der Zeit schenkst Du Dir und Deinem Schatz ein Gläschen guten Rheingauer Sekt ein, schmeißt die High Heels von Dir und legst schöne Musik auf.

Und schwupps! geht’s weiter…

Butter in der Pfanne auf mittlerer Hitze schmelzen, eine Kelle Teig in die Mitte der Pfanne geben und gleichmäßig verstreichen. Jetzt einige Scheiben Apfel in den Teig geben, bevor er richtig stockt. Nach zwei Minuten schubberst Du den Pfannkuchen etwas hin und her. Bewegt er sich, kannst Du ihn wenden. Das geht am besten, indem Du einen Teller mit der Oberseite nach unten auf den Pfannkuchen legst und die Pfanne umdrehst. Den Pfannkuchen jetzt vom Teller wieder in die Pfanne gleiten lassen. Die ehemalige Unterseite liegt jetzt oben!

Nach einer weiteren Minute ist der Pfannkuchen fertig, wird wieder gewendet (so dass die Äpfel oben liegen) und mit braunem Zucker und etwas Zimt bestreut. Einen Klecks Pflaumenmus in die Mitte und fertig!

Wenn die Zwetschgen reif sind, verrate ich Euch auch mein Rezept für Pflaumenmus oder Latwerge, wie wir das hier nennen!

Habt ein süßes Wochenende und nicht vergessen: Nächsten Dienstag feiere ich 6. Blog-Geburtstag!:)

 

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In der chinesischen Küche sollen alle Komponenten gleichzeitig auf die Zunge: süß, sauer und scharf. Das passt hervorragend zu den Aromen von gegrilltem Steak: Eingelegter Choi sum!

Endlich Grillwetter! Da habe ich mich sehr gefreut, dass ich vor einigen Wochen in weiser Voraussicht ein süß-sauer-scharf eingelegtes Gläschen Choi sum, also chinesischen Blattkohl, vorbereitet habe. Von dem hatte ich nach einer Asia-Wok-Kochorgie noch so viel übrig, dass ich die Reste nicht wegwerfen wollte.

Also, wohin mit meinen Choi sum Resten?

Senfkohl asiatisch süß-sauer eingelegt

Hier hat mir wieder einmal Stevan Paul weitergeholfen, dessen Buch „Auf die Hand“ immer wieder herrliche Inspiration liefert. Sein Blog Nutriculinary glänzt übrigens seit kurzem in neuem Glanz. Guckt unbedingt mal rein!

Sein Rezept für eingelegten Senfkohl (Pak Choi) hat mich also dazu inspiriert, den Choi sum weiterzuverwenden. Was für eine tolle Idee, mit Gemüseresten noch etwas Gutes zu schaffen!

Das ursprüngliche Rezept habt ich etwas saurer und vor allem mit Chiliflocken scharf gemacht! Knoblauch lasse ich weg, denn ich vertrage ihn immer weniger gut…

Zutaten für 2 Gläser (jeweils etwa 250 ml) eingelegter Choi sum:

Rund 300 gr Choi sum (oder andere Kohlsorte)

2 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten

100 ml Wasser

60 ml Reisessig

30 gr Zucker

1 TL Salz

1 TL Chiliflocken

Zubereitungszeit: 15 min plus 2-3 Tage gehen lassen. Bei mir zog er mehrere Wochen, bevor er zum Einsatz kam.

Zubehör: Kochtopf, sterilisierte Einmachgläser

So geht’s:

Choi sum kleinschneiden. Wenn Du einen feststiligen Kohl verwendest, die Strünke entweder sehr fein schneiden oder entfernen.

Alle weiteren Zutaten in einem Topf aufkochen lassen und schon mal abschmecken: Fehlt Süße, Säure, Schärfe? Alle drei Komponenten sollten gleichberechtigt auftauchen.

Jetzt den Choi sum dazugeben und alles zusammen einige Minuten kochen lassen.

Noch heiß bis an den Rand in die Gläser füllen, zuschrauben und auskühlen lassen.

Der süß-sauer-scharfe eingelegter Choi sum mit passt köstlich zu gegrilltem Fleisch oder auch zu einem herzhaften Käse-Sandwich oder Hot Dogs!

Der Kohl hält sich bei mir (im geschlossenen Glas) bereits mehrere Wochen. Geöffnet würde ich ihn innerhalb weniger Tage verbrauchen. Aber er ist ja eh so köstlich!!

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Ein Gläschen Wein, ein paar Oliven, etwas Baguette – heute wird nicht groß gekocht. Ich teile lieber mit Euch meine Entdeckung: Tiroler Graukäse aus Österreich!

Graukäse

Mein Traumurlaub ist eine Tour de fromage durch Europa: Beginnend mit den cremigen Frischkäsen aus Dänemark und dem sahnigen Gräddost aus Schweden würde ich mich dann zu den Britischen Inseln vorarbeiten zu Stinky Bishop, Stilton, Cheddar und Wensleydale. Dann wäre ich schon wieder auf dem Festland, um riesige Gouda-Laibe durch die putzigen Städtchen der Niederlande zu rollen. So ein bisschen Sport wäre auch nicht schlecht. Denn schon naht der Höhepunkt meiner imaginären Käsereise: Frankreich!  Mit seinen vieltausendfachen Käsegenüssen sicher eine Station, auf der ich etwas länger verweilen möchte…

Aber immer weiter geht’s! Köstlicher Manchego wartet in Spanien, herzhafter Pecorino und Parmesan in Italien, würziger Bergkäse von karamellbonbonfarbenen Kühen in der Schweiz und dann noch cremig-salzige Ziegen- und Schafskäse in Griechenland und der Türkei. Ich werd‘ narrisch!

Apropos narrisch: Und was ist mit Österreich?

Österreich kam bisher auf meiner Europa-Käse-Rundreise bisher noch nicht weiter vor. Was für eine Schande! Denn Berge, saftige Wiesen, Kühe und damit köstliche Milch gibt’s doch dort auch! Und Wein! Und herzige Menschen mit charmanter Sprache… Alles Grundvoraussetzungen für guten Käse!

Vielleicht liegt meine Ignoranz darin begründet, dass ich als Kind schon Richtung Meer geprägt wurde. Gewandert wurde mehr im Watt als in den Bergen. Meine höchsten Hügel waren Dünen und wer mir den Blick auf den Horizont verbaut, hat’s eh schon schwer.

Österreich-Urlauber, Jausenstation-Begeher und Berg-Fans allgemein mögen den Tiroler Graukäse kennen. Mir war er neu!

Graukäse_Öl_II

Erstmals gekostet habe ich ihn auf einer Käsedugastion der „Agrarmarkt Austria“*, wo ich auch die charmante Molkereifachfrau und Käsemeisterin Ginevra Sanders kennengelernt habe. Der Graukäse wurde erst ganz zum Schluss angeboten. Und er teilt „the boys from the men“, kann ich Euch sagen! Oder wie Ginevra Sanders es formulierte: „Dieser Käse macht sehr einsam…„!

Ich bin bei solchen Ankündigungen ja eher unerschrocken. Bei Käse gleich doppelt und dreifach abenteuerlustig. Aber endgültig gekriegt hat die Expertin mich, als sie sagte, er gleiche angeblich dem Frankfurter Handkäs, von dem sie schon gehört habe. Denn auch hier gibt es den typisch quarkigen Kern, reift der Käse 6 bis 12 Wochen und hat so gut wie kein Fett (2%!!).

Whaaaaaat?! Die Ösis können Handkäs? Genial!

Ist ja wohl klar, dass ich das gute, krümelige Stück probieren musste. Der Graukäse entsteht aus Sauermilch und ist also sowas von fettarm. Richtig genial wird er aber erst mit dem, was der Frankfurter „Musik“ nennt, nämlich einer Marinade aus Essig und Öl sowie feingehackten Zwiebeln. Oder man isst ihn mit viiiieeel Butter. Wie auch den Handkäs übrigens! (Und vorbei ist’s mit dem wenigen Fett. Aber wen interessiert das schon?!)

Käse verbindet: Von der Bankenmetropole bis zu den Almwiesen!

Anders als beim Handkäs kommt beim Graukäse noch ein grün-blauer Edelschimmel dazu. Für Käseliebhaberein echter Genuss. Für Käse-Gegner vermutlich die Höchststrafe!

"Dieser Käse macht sehr einsam..."

Ginevra Sanders: „Dieser Käse macht sehr einsam…“

Wunderbar auch die Aussage einer ebenfalls anwesenden Leiterin einer Käsetheke: „Der Graukäse hat’s ein bissl schwer bei uns. Den kann man ja schlecht der Kundschaft einfach so zum Probieren geben!“

Für Liebhaber eben. Und deshwegen befolgte ich gerne den Tipp, den Käse mit einem milden Olivenöl zu marinieren, etwas Baguette dazu zu essen und die würzige Schärfe so richtig zu genießen. (Ich finde auch Pumpernickel genial dazu, weil der mit seiner Süße ein wenig die Schärfe vom Graukäse nimmt…)

Und ob Ihr’s glaubt oder nicht: Ein hessischer Ebbelwoi passt ganz ausgezeichnet dazu!

Also: Boy oder Man? Bist Du eher ein „milder Käse“-Esser oder einer von den Harten, dem’s nicht schimmelig und würzig genug sein kann?

Habt ein schönes Wochenende & geht doch mal wieder auf Käse-Entdecker-Tour zu Eurem Käsehändler oder auf den Markt. Immer das Gleiche wäre ja langweilig…

*Zur Degustation verschiedener österreichischer Käse hatten die AMA (Agrarmarkt Austria) und das Magazin Falstaff eingeladen. Die AMA vertritt alle österreichischen Produzenten. Ginevra Sanders begleitete die Käsedegustation daher als Fachfrau. Dass meine Begeisterung mit dem schlichten Trigger-Word „Handkäs“ geweckt würde, konnte keiner der Beteiligten vorab wissen.

 

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Der Countdown läuft: Nach dem Johannistag am 24.6. wird kein Spargel mehr gestochen! Zeit für eine zarte Spargelsuppe mit Safran und Kräuternocke von der Grie Soß!

Das geliebte Zaubergemüse Spargel ist so wunderbar, dass sogar seine Schalen noch eine schmackhafte Mahlzeit ergeben. Was für ein Gaumenfest! Eine Prise Safran, ein paar Brokkoli- und Radieschensprossen sowie eine Nocke von der Frankfurter Grie Soß ergeben ein edles Süppchen, das bei diesem Regenwetter den Magen wärmt:

Spargelsuppe

Eine Spargelsuppe ist leider gar nicht so schnell gemacht, aber jeden Handgriff wert! Für uns war sie nach dem samstäglichen Essen mit Spargel, Kartoffeln und Frankfurter Grie Soß eine ideale Resteverwertung! Deshalb: Immer schön die Schalen aufbewahren!

Zutaten für 2 Personen als üppige Vorspeise oder leichtes Hauptgericht:

Schalen von etwa 750 gr Spargel

Enden von etwa 750 gr Spargel (geschält!)

2 gekochte, geschälte mittelgroße Kartoffeln

Salz

Weißer Pfeffer

Muskat

Prise Zucker

2 Fäden Safran

etwas zerstoßene Macis-Blüte

2 EL Sprossen (z.B. Radieschen, Brokkoli…)

je 1 EL Frankfurter Grie Soß (alternativ: Quark mit fein gehackten Kräutern, s.u.)

2 TL Olivenöl

500 ml Wasser

Zubehör: 2 Töpfe, Sieb, Pürierstab

Zubereitungszeit: 30min

So geht’s:

Die Spargelschalen in etwa 500ml Wasser mit einer Prise Salz und einer Prise Zucker auskochen. Das Spargelwasser durch das Sieb in einen weiteren Topf gießen, die ausgekochten Schalen wegwerfen.

Die geschälten Spargelenden in dem Spargelwasser gar kochen. Zum Andicken die gekochten, geschälten Kartoffeln in die Suppe geben. Safranfäden in etwas Wasser rauflösen und an die Suppe geben. Jetzt die Suppe pürieren. Anschließend mit Salz, weißem Pfeffer, Macis und Muskat würzen und abschmecken.

Falls die Suppe noch zu wässrig ist: Etwas einkochen lassen oder notfalls mit einer roh geriebenen Kartoffel oder in etwas Wasser aufgelöster Stärke bzw. Tapiokamehl binden. Ist sie zu fest, einfach noch etwas Wasser hinzugeben, bis sie die Konsistenz hat, die Du magst.

Grie Soß vom Vortrag zieht über Nacht etwas Wasser. Das liegt an den frischen Kräutern. Dadurch wird die restliche Grie Soß aber auch etwas fester, so dass Du mit einem Esslöffel Nocken abstecken kannst. Falls nicht, kannst Du auch einfach einen Klecks in die Suppe geben!

Die Suppe in flache Teller gießen und mit einer Kräuternocke, Sprossen und etwas Olivenöl garnieren. Sofort servieren!

Falls Du gerade keine Grie Soß übrig hast, kein Problem:

Hacke ein paar frische grüne Kräuter (Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer…) sehr fein und verrühre sie mit etwas Quark. Alternativ geht auch einfach ein Löffel Creme fraiche. Wichtig ist die Kräuternocke für ein bisschen Säure. Wenn Du sie ganz weglassen willst, gib einen Spritzer Zitronensaft in die Spargelsuppe!

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