Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘vegetarisch’ Category

Trübe Tage erfordern Farbe: ein Strauß Tulpen, ein knalliger Lippenstift, Konfetti… Ein echter Farbklecks auf dem Teller ist mein orientalischer Salat aus Karotten, Orangen und Granatapfelkernen. Köstlich zu Skrei und Risotto!

Süß-sauer-fruchtig: Das sind die Aromen des hübschen Salats, der ganz phantastisch zu einem Skrei-Filet und etwas Risotto passt, wie ich es hier schon mal gekocht habe.

Noch weniger Aufwand gefällig? Dann genieß’ ihn einfach zu einem schnell in der Pfanne gebratenen Steak und etwas Baguette oder als Teil einer Mezze-Platte oder um den Döner zu pimpen, den Du Dir heißhungrig auf dem Heimweg gekauft hast.

Wenn Du richtig hungrig bist, fällt Dir dann leider auch nicht mehr auf, dass Du irgendwas an Deiner Kamera verstellt hast…

Skrei_Salat_GermanAbendbrot

Das Foto wird dem wunderbar orangen Salat mit seinen knallroten Granatapfelkernen jedenfalls nicht gerecht. Besser wird es auch nicht, wenn man den Fisch stattdessen anpeilt *augenroll*

Skrei_Salat_GermanAbendbrot_Risotto

Lasst Euch von den Fotos nicht abschrecken: Der Salat schmeckt wie 1001 Nacht und ist einfach wunderbar frisch und fruchtig mit Gute-Laune-Faktor durch seine hübsche Farbe. Während ich mich noch mal eingehend mit meiner Kamera beschäftige, hier die…

Zutaten für den orientalischen Karotten-Orangen-Salat mit Granatapfelkernen:

2 Karotten, gewaschen, geschabt und in feine Ringe geschnitten

1 Orange, geschält, geviertelt und ebenfalls in feine Scheiben geschnitten

1 Schalotte, geschält und fein gehackt

Kerne eines halben Granatapfels (die restlichen Kerne über’s Müsli am nächsten Tag streuen)

Für das Dressing:

1 gestrichener TL Kurkuma

1 Prise Sumach (säuerliches Gewürz, gibt es im türkischen Supermarkt)

1 Prise Chayennepfeffer

Salz

frisch gemahlener weißer Pfeffer

Zucker

Weißweinessig

mildes Olivenöl

Zubehör: Ein kleiner Topf, Salatschale

Zubereitungszeit: 20 Minuten

So geht’s:

Die Zutaten für das Dressing verrühren. Die Möhren in einem Topf voll leicht gesalzenem Wasser die Möhren 2-3 Minuten blanchieren und abgießen. In die Salatschale geben und abkühlen lassen.

Währendessen alle anderen Zutaten vorbereiten und abschließend in die Salatschale geben. Gut vermischen und mit dem Dressing anmachen. Alles einige Minuten ziehen lassen und servieren!

Ich wünsche Euch ein farbenfrohes, genussvolles Wochenende!

Read Full Post »

Was ist köstlicher als eine Kartoffelsuppe? Eine Kartoffel-Lauch-Suppe! Und was kann eine Kartoffel-Lauch-Suppe noch toppen? Klaro: KÄSE!!

So eine schöne heiße, wärmende Suppe ist auch bei milden Temperaturen immer noch ein Hochgenuss. Ideal, wenn man seine Lieblingszutaten ganz easy kombinieren kann: Kartoffeln, Lauch, Käse. Nuff said? Nuff said!

KartoffelLauchKäse

Nach einer arbeitsreichen Woche genau das richtige Rezept, um mit frischen Zutaten ein köstliches Süppchen zu kochen, das auch nach einer Runde durch die Tiefkühltruhe noch hinreißend schmeckt und so manch eine Mittagspause verzaubert.

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht inklusive “Rest” für’s Büro:

4 große festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt

2 Stangen Lauch, gewaschen und in Ringe geschnitten (weißer und hellgrüner Teil)

1 kleine weiße Zwiebel, geschält und gewürfelt

800 ml Gemüsebrühe (hausgemacht)

2 große EL Frischkäse

100 gr Cheddar-Käse, gerieben

Salz und Pfeffer

Prise Muskatnuss

Prise Chayennepfeffer

1 Lorbeerblatt

Einige Spalten Parmesan (ich hatte nur noch einen Rest Cheddar, deshalb zum Garnieren der Parmesan – Du kannst aber auch noch etwas Cheddar als Topping nehmen)

4 EL eines guten, nicht zu dominanten Olivenöls, z.B von Ppura

Zubehör: Ein großer Topf, Mixstab

Zubereitungszeit: 30 Minuten

So geht’s:

Einfacher geht’s nicht: Zwiebel und Lorbeerblatt in 2 EL des Olivenöls anschwitzen. Lauchringe hinzugeben und andünsten. Kartoffelwürfel dazugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Etwa 15-20 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.

Lorbeerblatt hinausnehmen und mit dem Mixstab pürieren. Den Frischkäse sowie den geriebenen Cheddar unterheben und die Suppe mit Salz, Pfeffer, Muskat und Chayennepfeffer abschmecken.

In Suppenschalen servieren und mit Käse, etwas frisch gemahlenem Pfeffer und dem restlichen Ölivenöl garnieren.

Für den bEdW hätte ich noch etwas Hackfleisch in einer Pfanne anbraten können. Denn das Einzige, was eine Kartoffel-Lauch-Käse-Suppe noch köstlicher macht, wäre etwas scharf angebratenes Rinderhackfleisch.

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!

Read Full Post »

Da jauchzt die Mariachi Band! Heute gibt’s köstliche Tortilla-Wraps mit würzigen Füllungen! Let’s roll!

Teigfladen mit Füllung oder Auflage sind einfach nicht wegzudenken aus meiner Küche. Es gibt sie ja ohnehin in fast jeder Kultur: Ob mediterrane Focaccia aus Italien, würziges indisches Dosa, Pan Catalan aus Spanien oder das gute deutsche Butterbrot. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen – etwa mit vietnamesischen Sommerrollen, japanischen Baozi uvm.

Aber mein Herz gehört eben heute mal der TexMex-Küche, die ich noch aus Schulzeiten liebe. Es gab nämlich in den Kasernen der US Army in Hanau ein TexMex-Restaurant, in das man nur mit US-Pass, guten Kontakten oder viel Augengeklimper hineinkam. Dieses Restaurant war für uns so etwas wie das Tor zu einer anderen Welt: Riesige Pitcher mit süßer Strawberry-Margherita, körbeweise ofenwarme Tacos zu sündhaft-scharfer Salsa, GIs mit Sombrero-Hüten, unglaublich riesigen Portionen und einer Rechnung in US-Dollar.

Es war ein Glücksspiel, ob man als Nicht-US-Amerikaner überhaupt hineinkam in das Restaurant. Wenn gerade irgendwo Krise war (Golfkrieg & Co.), hatte man auch schon mal den Lauf eines Maschinengewehrs vor der Nase, während Spürhunde den klapprigen Opel Corsa abschnüffelten… Aber wenn wir dann reindurften, dann gehörte der Mariachi-Abend uns!

Seither sind Chimichangas, Burritos, Enchiladas und Tortillas meine Buddies. Klar, TexMex hat nicht unbedingt was mit Mexikanischer Küche zu tun. Aber sie macht Spaß und ist hausgemacht definitiv besser als das Zeug, das Du in dubiosen Restaurants bekommst, wo aber auch wirklich alles Convenience ist.

Taco_Sides

Die köstlichen Bestandteile, die jeden Wrap individuell machen, sind das A und O eines Tortilla-Wraps:

Ganz wichtig ist eine köstliche, cremige Guacamole. Etwas gemischter grüner Salat. Geriebener Cheddar-Käse. Und ein Joghurt-Dip, den ich aus Naturjoghurt, etwas Salz, einer Prise Cumin/Kreuzkümmel sowie einigen Spritzern Tabasco (oder etwas scharfem Chilipulver) schnell angerührt habe.

Für einen scharfen Frische-Kick hatten wir uns außerdem von einer Santa Maria-Salsa aus dem Kochbuch “California” aus dem kosmos-Verlag inspirieren lassen (im obigen Foto rechts vorne):

4 EL gewürfelte Tomaten, 2 EL kleingeschnittener Stangensellerie, 1 kl. gewürfelte Schalotte, 1 kl. fein gehackte grüne Chilischote, einige Stengel Koriander fein gehackt, Limettensaft, Chili-Limetten-Salz. Alles gut vermischen und etwas durchziehen lassen. Abschließend noch mal abschmecken und ggf. mit etwas Zucker gegen die Säure arbeiten.

Für die Wraps kannst Du Weizen-Tortillas natürlich selbst machen. Ganz einfach nach diesem Rezept hier. Oder Du kaufst welche, die möglichst ohne Zusatzstoffe auskommen. Ich finde beides legitim. Da uns unsere Tortilla-Party großen Spaß gemacht hat, backe ich nächstes Mal wohl selber. Diesmal waren es fertig gekaufte Wraps…

Taco_Huhn_fertig

In meinen ersten Wrap kam eine gut verteilte Schicht Guacamole, Cheddar, Salsa, Joghurt und köstliches Hühnchen mit Paprika, das in der Pfanne angebrutzelt wurde:

Taco_Huhn

Für die Hühnchen-Füllung benötigst Du:

200 gr Hühnerbrust, in Streifen geschnitten

1 rote Paprikaschote, in Streifen geschnitten

1 weiße Zwiebel, in Streifen geschnitten

1/2 TL Ancho Chilipulver

Salz und Pfeffer

1 rote scharfe Chilischote, fein gehackt

etwas Öl zum Anbraten

etwas Limettensaft zum Abschmecken.

Das Hühnchen in einer Eisenpfanne scharf anbraten und alle Zutaten hinzugeben, bis sich ein unglaubliches Aroma ausbreitet. Warm stellen, bis es ans Rollen der Wraps geht!

Aber auch die Variante mit Beef war köstlich:

Taco_Rind

Für das scharf gewürzte angebratene Beef habe ich folgende Zutaten verwendet:

1 kleines Rinderhüftsteak, in Streifen geschnitten

1 scharfe grüne Chilischote, in feine Streifen geschnitten

Prise rosenscharfes Paprikapulver

1/2 TL Cajun-Gewürzmischung (zu gleichen Teilen: Pfefferkörner (zerstoßen), Cumin, Senfkörner,  Paprikapulver, Chayennepfeffer, Oregano (getrocknet), Thymian (getrocknet))

Salz

Das Rind in der Pfanne scharf anbraten und würzen. Warm stellen, bis es gebraucht wird.

Natürlich sind Deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt: Du kannst auch anderes Gemüse stifteln oder kurz anbraten. Statt Fleisch sind auch Shrimps oder festfleischiger Fisch eine schöne Füllung.

Wie Du die Wraps so faltest und rollst, dass nicht die Hälfte herausfällt oder über die Finger läuft, siehst Du in einer idiotensicheren Anleitung aus frühen Blogtagen hier.

Lasst es Euch schmecken!

Read Full Post »

Wenn das Leben Dir keine Zitronen gibt, nimm halt Orangen!

Service-Hinweis: Es hilft ungemein, wenn Du Dir freitags schon überlegst, welchen Kuchen Du am Wochenende essen möchtest. Dann kannst Du nämlich Butter, Mandeln und Schokolade einkaufen und hast einen feinen Schokoladen-Gugelhupf!

Und jetzt wird es intellektuell: In der Literatur gibt es die Technik des “Stream of Consciousness” (aka Bewusstseinsstrom). Dabei wird der Leser in die Gedankenwelt und Assoziationsketten des jeweiligen Charakters hineingesogen. Als Leser hörst Du quasi, was der Mensch im Buch da gerade denkt. Besonders gelungen findest Du das in James Joyes “Ulysses”. Aber auch in Virginia Woolfes “Mrs Dalloways” oder Knut Hamsuns “Hunger” ist diese Technik meisterhaft zu Papier gebracht.

Als weiteren Schritt im Modul I unseres kleinen Literaturkurses heute: Das Praxisbeispiel! Oder: Julia will backen!

Aaaaah, Sonntag! Der bEdW schläft noch? Die Sonne scheint tatsächlich? Dann geh ich mal laufen… Erstmal in’s Badezimmer… Ach, da liegen ja sogar schon die Laufklamotten bereit. Wie klug von mir. Gucke gerade mal aufs Handy, was es so Neues gibt. Hmm. Hmmm.. Überall Winterbilder? Naja, hier im milden Wiesbaden natürlich wieder mal nix zu sehen, oder? HUCH! Ist ja alles weiß draußen. Wie kann das denn liegenbleiben? Na, was sagt die App? MINUS 6 GRAD???? Ich kann jetzt keinesfalls krank werden. Ich bin selbständig. Nix da! Ich bleib drin. Erstmal Tee machen. Ach, zu so einem Tee wäre ein schokoladiger, saftiger Gugelhupf nett. Da kann ich jetzt die Zeit nutzen. Wer will schon bei minus 6 Grad laufen gehen? Oh, keine gemahlenen Mandeln mehr da. Verdammt! Dann muss es halt ein Zitronengugelhupf werden. Der braucht keine Mandeln. Verdammt! Auch keine Zitronen mehr im Haus. Wie kann sowas passieren? Wo wir doch so gerne Sprizz trinken… Naa, nimmste halt Orangen. Yeah! Tolle Idee. Ich bin so ein Fuchs! 

Guglhupf

So, was brauche ich noch? Ah, ja. Eier, Butter… Verdammt! Keine Butter im Haus. I werd narrisch!! Was mach’ ich jetzt? Thank God für die Food-Community und dieses Internet. Aha, man kann das Ganze durch Öl ersetzen. Gramm oder Millilieter? Tja. Gibt ungefähr 100 Umrechnungstabellen. Naja, ich probier das mal aus… Dumdidum…”

Lieber Leser, so geht “Stream of Consciousness”!

Und so geht mein zimtiger Orangengugelhupf:

Zutaten für eine kleine (16cm) Guglhupf- oder Napfkuchen-Form:

125 gr weiche Butter 100 gr Rapsöl

100 gr Muscovado-Zucker

20 gr Vanillezucker

2 Eier (M)

2 EL Triple Sec oder anderen Orangenlikör

eine Prise Salz

eine gute Prise Zimt

Abrieb von einer halben Bio-Orange

125 gr Mehl Type 405

30 gr Speisestärke

1 EL Backpulver

1 EL Orangensaft

Für den Guss:

60 gr Puderzucker

1 kleine Prise Zimt

Orangensaft

Zesten von einer halben Orange

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Backform mit etwas Butter Öl einfetten. Öl und beide Zucker mit dem Handquirl verrühren. Dann Eier, eine Prise Salz, Prise Zimt hinzugeben und alles gut vermischen. Dann Mehl, Stärke und Backpulver miteinander vermischen und Esslöffel-weise unterrühren. Zum Schluss noch den Triple Sec und Orangensaft unterrühren und alles noch mal gut miteinander vermischen. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und auf der mittleren Schiene etwa 45 min backen (mein Backofen ist etwas “langsamer” als andere. Vielleicht reichen bei Euch schon 35-40 min. In jedem Fall ist die Pieks-Probe mit einem Holzspießchen ratsam).

Nach der Backzeit den Kuchen herausnehmen und gut abkühlen lassen. Aus der Form kippen und aus Puderzucker, Zimt und dem Orangensaft einen Guss anrühren. Über den Kuchen geben und abschließend mit den Zesten garnieren.

Seid nächste Woche wieder dabei, wenn es heißt:”Der Zauberberg” – Was will uns der Autor damit sagen?

Habt ein schönes kuscheliges Wochenende!

Read Full Post »

“Kraut” oder “Kartoffel” gilt ja gemeinhin als nicht sehr feine Bezeichnung für Deutsche. Aber ganz ehrlich: Was ist an einer Kartoffel verkehrt? Ich LIEBE Kartoffeln und habe heute ein Best of…Kartoffeln für Dich!

Die Kartoffel hat eine eigene Kategorie bei mir im Blog. Ebenso der Kartoffelsalat. Daraus ließe sich schon eine leise Tendenz erkennen. Noch deutlicher wird es, wenn ich mich mal mehrere Wochen im “kartoffelfreien” Ausland befinde. Bei aller Liebe für die asiatische Küche: Nach drei Wochen ohne, ruft mein wundes Herz sehnsüchtig nach Kartoffeln.

Dabei ist die Knolle nicht nur köstlich und unglaublich vielseitig. Nein, sie ist auch so gesund, dass wir uns – laut Wissenschaft – ausschließlich von ihr ernähren könnten, ohne je an einer Mangelerscheinung zu leiden. Genial, oder?

Annabelle, ach, Annabelle…

Ok, ausschließlich von Kartoffeln möchte ich nicht leben. Aber ob Linda, Hörnchen oder Annabelle – ich liebe sie alle. Ach, apropos Annabelle. Ohrwurm gefällig?

Den Ohrwurm habe ich immer, wenn ich die gute Annabelle auf dem Wochenmarkt sehe. Dort kaufe ich nämlich meine Kartoffeln bei 2-3 verschiedenen Gemüsehändlern, die uns aus der Region versorgen. Denn, mal ehrlich, wer braucht denn schon Kartoffeln vom A*** der Welt?

Die Liebe zur Kartoffel verbunden mit zunehmender Unlust in deutschen Küchen (allen Koch-Shows zum Trotz!) treibt mitunter verrückte Blüten. Deshalb gibt es in Supermärkten geschälte Kartoffeln im Glas oder im TK-Beutel, fertig portionierte und gewürzte Bratkartoffeln in der Plastikhülle, Kartoffelflocken für Püree (samt Gewürzextrakt, Emulgator und Stabilisator), Kartoffelknödel mit Hefeextraxt und Palmöl, Kartoffelpuffer mit Soja und Verdickungsmitteln…

14032_1587554494807988_8376197270099437244_n

Es wird Zeit für die nächste Rettungsaktion! Also schnell das Superman-Cape umgeschlungen und die Kartoffel gerettet! Denn kaum ein Gemüse ist so vielseitig, so günstig, so einfach zu verwenden, so wunderbar unkompliziert. Das können wir doch auch selber, Kinners!

Also, Sack Kartoffeln gekauft und los geht’s!

Bei mir gibt es heute den Klassiker, den viele nur noch als pappige Fensterkitt-Masse aus der Tüte kenne: Kartoffelpüree!

Bratwurst_Kartoffelpürree

Der bEdW macht ein hervorragendes Püree. Dabei ist es wirklich keine Kunst und muss nicht aus der Tüte stammen:

Mein Kartoffelpüree

Für 2 Personen als Beilage 4 mittelgroße, mehlig kochende Kartoffeln schälen, würfeln und gar kochen. Wasser abgießen, Milch und Butter hinzugeben und Kartoffeln zerstampfen (niemals mit dem Pürierstab! Davon werden die Kartoffeln schleimig!). Mit Salz und ordentlich Muskat abschmecken. Fertig!

Und das Geheimnis?

Aber es gibt schon auch ein Geheimnis für ein gelungenes Kartoffelpüree: Gute, aromatische, mehlig kochende Kartoffeln aus der Region. Und Butter. Und Milch. Und viel Muskatnuss. Aber in Wirklichkeit kommt es darauf an, dass Du die Butter und die Milch erwärmst in einem extra Töpfchen. Sonst werden die Kartoffeln zu schnell kalt.

Ein Extra-Tipp meiner Mutter: Heb’ ein bisschen von dem Kartoffelkochwasser auf und gib es zusammen mit (weniger) Milch an das Püree. Das Wasser ist unheimlich aromatisch und macht das Püree noch kartoffeliger.

Das ist so schnell, so einfach, so günstig, so ohne Zusatzstoffe. Das kann wirklich jeder!

Pimp my Kartoffelpüree

Und gepimpt wird der Kartoffelbrei mit gehackten Schnittlauch-Röllchen hübsch bunt, mit Trüffel edel, mit Paprika fruchtig, mit Röstzwiebeln krachig…

Die köstliche Bratwurst mit einer herzhaften schlotzigen Zwiebelsauce (s. oben) entstammt übrigens einem Rezept von Nigel Slater, das ich bei Malte im Blog entdeckt habe. So ein köstliches, einfaches Essen!

Best of…Kartoffel!

Ich habe Euch ja aber noch ein paar feine Kartoffelrezepte versprochen. Meine All-time-favourites, quasi.

Besonders liebe ich frische aus der Pfanne kommende Kartoffelpuffer. Kein Vergleich zu den überfetteten, im Magen liegenden Fettbuletten vom Weihnachtsmarkt:

Kartoffelpuffer

Eine großartige Idee ist auch ein Risotto aus Kartoffeln. Ein Pattato also. Dazu feine Steinpilze und ein Glas Weißwein und Du bist direkt im Himmel!

Magst Du auch Kartoffelsalat? Magst Du ihn wie ich: Schlotzig und mit Brühe statt Mayonnaise? Vielleicht sogar zu einem Wiener Schnitzel? Ich sehe, wir verstehen uns! (Und bitte, bitte nicht den Ekelkram aus dem Eimer!)

Du magst Deinen Kartoffelsalat lieber anders? Dann habe ich noch rund 70 andere Kartoffelsalat-Rezepte für Dich. Aus allen Himmelsrichtungen!

Hast Du noch etwas Kartoffelbrei vom Vortrag übrig? Dann mach’ doch ein köstliches Kartoffelplätzchen aus dem Rest…

kartoffelselleriepuffer-e1449176190297

Auch Bratkartoffeln gibt es mittlerweile fertig aus der Tüte. Aber wer braucht sowas? Wie Du köstliche, indisch gewürzte Bratkartoffeln machen kannst, siehst Du hier.

bombayiii

Auch für eine herzhafte, sättigende, wärmende Kartoffelsuppe benötigst Du keine Dose. Und Du kannst sie von einfach bis festlich auf unzählige Arten variieren.

Und dann gibt es da noch Pommes, Wedges, Chips, Kartoffeltartes, Kartoffelgratin oder Kartoffelauflauf…

Wenn da nicht auch für Dich etwas dabei ist?! Wie magst Du die Knolle am liebsten?

Dieser Beitrag ist Teil der losen Reihe #wirrettenwaszurettenist, in der sich Foodblogger zusammenschließen gegen die galoppierende Fertig-Tüten-TK-Unsitte unserer Zeit. Selbermachen ist einfach, kostet wenig und schmeckt besser!

Weitere “Retter-Rezepte” findest Du hier:

Barbaras Spielwiese – Kartoffelpuffer

Obers trifft Sahne – Kartoffelchips

Feinschmeckerle.de – Das perfekte Kartoffelgratin (für mich)

giftigeblonde – Erdäpfel-Speck Rösti

kebo homing – Kartoffelblattlen

Küchenliebelei – Kartoffelpuffer

Cuisine Violette – Kartoffelstampf

Sakriköstlich – Country Potatoes

magentratzerl – Ofenkartoffeln mit Guacamole und Kichererbsencreme

Food for Angels and Devils – Kartoffelknödel aus gekochten Kartoffeln

lecker macht laune – Smashed Potatoes & more

LanisLeckerEcke – selbstgemachte Schupfnudeln

Kochen mit Herzchen – einfache Kartoffelsuppe

Aus meinem Kochtopf – Tartiflette mit Reblochon. Ein Kartoffelauflauf

Prostmahlzeit – Erdäpfelknödel mit Fleischfülle

Genial lecker – Kartoffelsalat mit Saurer Sahne

Jankes*Soulfood – Selbstgemachte Kroketten

Friederike vom Fliederbaum – Mohnstrudel aus Erdäpfelteig

http://fliederbaum.blogspot.com/2016/01/wir-retten-was-zu-retten-ist-sue.html

Kerstin von Verboten gut ! – Grumbeer ~ Stupperte

Nadine von SweetPie – Pastinaken Gnocchi

Kleine Chaosküche – Kartoffelwaffeln

widmatt- aus meiner Schweizer Küche – Ofenrösti mit Rüebli

Anna Antonia – Bratkartoffeln

Paprika meets Kardamom – Simples und vielfältiges Kartoffelgratin

Ingrid von “auchwas” und Spitzbuwe:

multikulinarisches – Schupfnudeln mit geröstetem Fenchelsamen

Das Mädel vom Land – Vollkorn-Erdäpfelbutterteig-Krapferl

1x umrühren bitte aka kochtopf – Kartoffelwedges

Sandra von from-snuggs-kitchen – Kartoffelpuffer aus dem Waffeleisen

Sabine von Bonjour Alsace – Kartoffelauflauf mit Sauerkraut

 

Read Full Post »

Zimt, Kardamom, Nelken – darum bittet meine liebe Foodina beim Blog-Event auf Zorras Kochtopf. Wie könnte ich da widerstehen? Ob wärmender Chai, fruchtiges Chutney oder feuriges Vindaloo: Diese 3 Gewürze (und viele mehr) sind bei mir rund um’s Jahr im Einsatz!

Wenn Du hier öfter mal reinliest, dann weißt Du, dass die indische Küche für mich ganz weit oben auf meiner Liste der liebsten Länderküchen steht. Ob vegane Linsensuppe, fruchtige Chutneys, feurige Vindaloos, gefüllte Dosa, klassisches Chicken Tikka Masala oder hausgemachte Currymischungen und Garam Masala – niemals dürfen die exotischen Gewürze fehlen, die die indische Küche zur Aromaexplosion machen.

Also mache ich mir erstmal einen würzigen Chai Tee – nicht die süße Brühe aus den Star****s dieser Welt! – und nehme Euch mit auf eine kleine Indien-Tour durch das Blog.

Chai

Wie ich den Chai mache? Ich mörsere 1 braunen Kardamom, getrockneten Ingwer, 1/4 Stange Zimt, Fenchelsamen, 2-3 Nelken, 1/2 Sternanis und eine Prise Muskat sowie ein Stückchen Macis. Pro Tasse verwende ich einen starken Assam-Tee, den ich ganz normal aufbrühe. 1/4 TL der Gewürzmischung erwärme ich in Milch und gebe je nach Laune noch eine Prise Zucker hinzu. Die Gewürzmilch kommt dann in den Assam-Tee.

Natürlich kannst Du die Gewürze aber auch direkt in den Tee geben und ziehen lassen. Inder trinken ihren Chai allerdings immer mit Milch und Zucker.

So. Jetzt haben wir ein würziges Heißgetränk. Dann geht’s mal los:

Eines meiner All-time-Favourites ist das Malabar Fisch Curry: Säuerlich, scharf, leichte Kokosnote – himmlisch!

Ebenso köstlich, aber “wärmer” und besser für die Wintermonate geeignet ist ein Rogan Josh aus den Anfangstagen des Blogs:

Ganz zu schweigen von diesem Schweine-Curry aus Goa: Chiristas Ghassi!

Garam Masala mit seinen wärmenden Gewürzen ist Euer Freund, wenn es um die indische Küche geht. Auch an einem Rührei, einer Grillmarinade, einem Chutney ist eine Prise Garam Masala (enthält – natürlich! – Zimt, Kardamom, Nelke!) ein Boost in Richtung Indien.

Mein Garam Masala besteht aus:

ca. 10 grüne Kardamomkapseln

2 braune Kardamomkapseln (alternativ: insgesamt 15 grüne Kapseln)

Lorbeerblatt

2 EL Kreuzkümmelsamen (Cumin)

2 EL Korianderkörner

2 TL schwarze Pfefferkörner (Tellycherrypepper aus Indien)

1 TL Gewürznelken

1 1/2 Stangen Zimt

1/2 TL Muskatblüte (Macis)

Alle Gewürze mörsern oder in der Maschine fein mahlen und luftdicht in einem dunklen Glas verschließen. Die Muskatblüte gibt einen leicht säuerlichen Geschmack, der braune Kardamom schafft erdige Wärme. Garam Masala ist perfekt für Schmorgerichte mit Fleisch.

Überhaupt: Brauner Kardamom! Gibt es etwas Köstlicheres? Ich mag ihn lieber als den grünen, wenn ich Schmorgerichte zubereite. Er ist deutlich würziger, erdiger, “tiefer” als sein grüner Kumpel.

Wie fast alle Gewürze der indischen Küche (Fenchelsamen!) ist Kardamom bei der Verdauung hilfreich. Du hast das vielleicht schon gemerkt nach dem Genuss eines indischen Gerichts. Das ist nicht immer die Schärfe, die Dich ins Badezimmer treibt, sondern die Zusammenstellung der Gewürze! In der Ayurvedischen Küche ist der Magen-Darm-Trakt bzw. dessen Gesundheit sowieso ein ganz wichtiger Punkt. Und wer die Hygieneverhältnisse in Indien kennt, der weiß auch, wieso das so ist.

Zimt wirkt desinfizierend und wärmend. Nelken sollen schmerzstillend sein – schon im Mittelalter kauten Menschen mit Zahnschmerzen auf Nelken herum. Ist also scheinbar was dran!

Es gibt also neben Geschmack und Geruch noch viele weitere Gründe, mehr Gewürze in unsere Küche zu integrieren. Nicht nur zu Weihnachten!

Besonders im Kuchen können Chai-Gewürze den Inder in Dir wecken wie dieser Guglhupf beweist!

Ich hoffe, ich habe Euch ein bisschen Lust gemacht auf köstliche indische Küche mit Zimt, Koriander und Nelken – und vielen anderen Gewürzen!

Und wer noch mehr über Indien lesen will, findet hier noch ein paar Posts zu unserer Indien-Reise, Mitbringseln und Rezepten:

We’ve come full circle

Glückspaket zum Wochenende

Rückkehr nach Indien

Kategorie Indisch hier im Blog

Danke an Tina und Zorra für das tolle Event. Ich bin sehr gespannt auf die vielen Gerichte, die mit Gewürzen hergestellt werden!

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

Read Full Post »

Im August habe ich mein letztes Pasta-Rezept gepostet? I werd’ narrisch! Dabei gibt es bei uns sicher mindestens 2 bis 3 mal im Monat Nudeln. Schön winterlich ist eine Pesto-Variante aus Wirsing und Walnüssen!

Unter meinen Topf 3 5 der All-time-Pasta-Favourites sind natürlich die köstlichen Ottolenghi-Nudeln mit Walnüssen und Salbei, die allerallerallerbeste Bolognese der Welt nach bEdW, die überraschende Kombination der Spinat-Curry-Shrimp-Pasta, die herrlich einfache Variante Cacio e Pepe sowie NATÜRLICH meine Strohwitwen-Nudeln.

Was ist Deine Lieblingspasta?

All die oben genannten Varianten kannst Du auch super im Winter zubereiten, da Tomaten aus der Dose, TK-Spinat und Salbei aus dem Topf statt vom Balkon legitime Ersatzzutaten ihrer frischen Geschwister sind – wobei es Spinat gerade wunderbar frisch auf dem Markt gibt!

Aber richtig winterlich wird es natürlich mit echtem Wintergemüse. Da steht für mich der Wirsing ganz oben auf der Liste der liebsten Wintergenüsse. Dort stehen auch Grünkohl und Sauerkraut. Aber der Wirsing ist einfach ZU hübsch! Und Walnüsse hast Du sicherlich auch in Deinen Weihnachtstüten und Päckchen gefunden, oder? Parmesan solltest Du eh immer im Haus haben – fertig ist das Wirsing-Walnuss-Pesto, das herrlich zu frischen Tagliatelle passt.

wirsingpesto

Irre: Am 30. Dezember, als wir dieses Gericht gemacht haben, schien ja sogar die Sonne!

Zutaten für eine große Portion Pesto, die locker für 4 Personen als Hauptgericht reicht:

Blätter von 1/2 Kopf Wirsing (ca. 350 gr)

40 gr Walnusskerne

40 gr geriebener Parmesan

10 EL mildes Olivenöl

Salz

Pfeffer

Muskat

Zubehör: Großer Topf, Mixer

Zubereitungszeit: 20 Minuten

So geht’s:

Wirsingblätter vom mittleren, harten Strunk befreien und waschen. In einem großen Topf mit gesalzenem Wasser die Blätter etwa 10 Minuten garen. Herausnehmen und gut abtropfen bzw. trocknen lassen. Das geht auf einem großen Geschirrtuch ganz gut.

Blätter grob zerkleinern und im Mixer zu einer Paste verarbeiten. Walnüsse, Parmesan, Öl und die Gewürze hinzugeben und alles zu einem homogenen Pesto vermischen.

Tagliatelle kochen und abgießen. Nudeln nicht zu stark abtropfen lassen! Wieder zurück in den Topf geben und mit dem Pesto vermischen. Eventuell nachwürzen und noch etwas Olivenöl darübergeben.

Fertig ist ein günstiges saisonales Wintergericht mit viel gesundem Gemüse, Nüssen und einem ordentlich starken Aroma.

Bist Du auch Wirsing-Fan? Weitere Wirsing-Gerichte findest Du hier.

Read Full Post »

Older Posts »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 445 Followern an

%d Bloggern gefällt das: