Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘vegetarisch’ Category

Kennst Du das wunderbar verschwenderische Dessert Eton Mess? Darin werden Erdbeeren von knusprigen Baisers und schaumiger Schlagsahne geküsst. Aber, hey, in Wiesbaden haben Stachelbeeren Saison. Welcome to the Wiesbaden Mess!

Der Wochenmarkt macht mich fertig! Ich weiß gar nicht, was ich zuerst kaufen soll: sonnenreife, pralle Tomaten? Pinkige Himbeeren? Knackige Kirschen? Babyzarte Aprikosen? Ach, Quatsch! Ich habe mein Herz an Stachelbeeren verloren!

Sind sie richtig reif, dann sind sie nicht mehr sauer, haarig und dick-schalig wie die Beeren, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere. Nein, sie sind fruchtig-süß und ganz besonders! Stachelbeeren sind ein bißchen die Außenseiter unter den Beeren. Als “Wiesbaden Mess” werden sie zuckersüß und köstlich!

Wiesbaden_Mess

Für 2 Portionen brauchst Du folgende Zutaten:

200 ml Schlagsahne

1 Handteller großes Baiser

300 gr Stachelbeeren

2 EL Amaretto

2 EL brauner Zucker

Zubehör: kleine, beschichtete Pfanne, Schneebesen oder Handmixer, 2 Dessertgläser

Zubereitungszeit: 15min

So geht’s:

Baiser zerbröseln in unterschiedlich große Stücke. Sahne steif schlagen und kühl stellen.

Stachelbeeren waschen. Etwa die Hälfte davon halbieren. In der beschichteten Pfanne Zucker und Amaretto erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist. Stachelbeeren darin anschwitzen und etwas abkühlen lassen.

Jetzt die Schlagsahne aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig mit dem Baiser vermischen.

Wiesbaden_Mess_Top

Anschließend in zwei Gläser abwechselnd die Stachelbeeren und die Sahne-Baiser-Mischung schichten. Dass die Stachelbeeren einsinken, ist gewollt, um den “messy” Eindruck zu geben.

Füße hochlegen und genießen!

Und wer Stachelbeeren lieber herzhaft mag, macht sich ein würziges Stachelbeer-Chutney.

Read Full Post »

Ich bin ja nicht so der Dessert- und Kuchenesser. Aber gute Schokolade macht auch mich richtig glücklich. Ein zart schmelzendes Stück Vollmilch, sahnige Weiße oder würzige dunkle Schokolade zu einer Tasse Kaffee runden ein gutes Essen für mich ab. Besonderheiten aus aller Welt gibt es im xocoatl im Wiesbadener Altstadt-Schiffchen. Verführerische Nachbarschaft!

Meine kleine Reihe “So genießt Wiesbaden!” geht in die dritte Runde. Im ersten Teil hatte ich Euch das Kiezkaufhaus vorgestellt, ein Lieferdienst für lokale Wiesbadener Einzelhändler. Einer dieser Einzelhändler ist das Schokoladen-Geschäft “xocoatl” von Katrin Flietner, quasi meine Nachbarin. (Kann man bessere Nachbarn haben als Schokoladenhändler??)

Xocoatl_Front

Dank Klimaanlage auch im Sommer immer wohltemperiert: xocoatl in der Wiesbadener Grabenstraße.

Natürlich habe ich schon gleich nach unserem Umzug nach Wiesbaden bei Katrin reingeschaut. Aber richtig “kennengelernt” haben wir, als sie via Facebook mitteilte, die Schokoküsse müssten jetzt langsam mal weg. Und da mein guilty pleasure jene Schokoküsse sind, deren Schaummasse sich schon ein gaaaaaanz wenig zieht, stand ich natürlich sofort im Laden und habe mich als Restposten-Verwerter angeboten. Uneigennützig wie ich bin…

Katrin, Du hast bis zu 600 Schokoladen-Produkte in Deinem Laden. Außerdem Pralinen von zehn Herstellern aus fünf Ländern! Ein großer Renner sind aber auch Deine Schokoküsse.

Die kommen aus Bremen von der Firma Mayer. Angeblich hat der uralte Herr Mayer die Schokoküsse sogar erfunden. Das Rezept ist seit Urzeiten in Familienbesitz und der Betrieb ist ganz, ganz klein. Da ist nicht mal Gelatine drin, ganz zu schweigen von anderen Zusatzstoffen. Deshalb sind die jetzt auch in der Sommerpause. Ab Ende August, Anfang September müssten sie eigentlich wieder liefern.

Schon im Schaufenster fällt auf: Du hast gerade zehnten Geburtstag gefeiert. Was hast Du denn vorher gemacht?

Ich war 26 Jahre lang Banker. Zuletzt als Prokuristin bei einer deutschen Großbank. Dann habe ich unsere Tochter bekommen und war dreieinhalb Jahre zuhause. Danach ging ich wieder in die Bank und musste feststellen: Die Bank hatte sich verändert, meinen Job gab es so nicht mehr und ich hatte mich verändert. Ich wurde also immer unzufriedener und hab dann die Reißleine gezogen.

Xocoatl_Taza

xocoatl-Inhaberin Katrin Flietner erklärt mir, was an der “stone ground” Schokolade von Taza besonders ist.

Das Gefühl kennen sicher viele. Aber wie kam es dann zum eigenen Schokoladen-Geschäft?

Durch Zufall habe ich den Verein “Berufswege für Frauen” entdeckt und dann dort ein Coaching gemacht. Das hat mir geholfen, den Blick weit zu machen und mich darauf zu konzentrieren, was ich will und was ich kann. Und dann saß ich mal an meinem Esstisch, habe die “Essen & Trinken” durchgeblättert und bin auf einen Artikel über eine Frau in der Lüneburger Heide gestoßen, die ein Pralinen-Haus aufgemacht hat. Da machte es dann “Pling!” und von da an wusste ich, was ich machen will.

Und wie hast Du den Laden hier gegenüber vom Landtag gefunden?

Der Laden in der Grabenstraße stand leer. Ich fand ihn anfangs viel zu klein. Aber als wir dann das Geschäft betreten haben , hatte ich einen Kloß im Hals. Ich glaube, der Laden hat mich gefunden. Mit einer Innenarchitektin zusammen haben wir dann die Ausstattung umgesetzt.

Im Sommer gibt's auch immer mal ein ausgewähltes Produkt ohne Schokolade - wie diese Gelee-Pralinen.

Im Sommer gibt’s auch immer mal ein ausgewähltes Produkt ohne Schokolade – wie diese Gelee-Pralinen.

Das war ja aber auch ein Risiko, oder?

Glücklicherweise lief der Laden sehr schnell sehr gut. Ich weiß noch, dass ich vor zehn Jahren am 16. April von drinnen aus meinem Schaufenster auf den Landtag – damals noch Baustelle – geschaut habe und dachte: Das ist, als hätte ich nie etwas anderes gemacht! Und so fühlt sich das immer noch an. Ich will nichts anderes mehr machen.

Was mir an Dir und dem xocoatl so gefällt, ist die sehr fundierte Beratung. Wie hast Du Dir – als ehemaliger Banker – denn Dein Expertenwissen angeeignet?

Ich habe viel recherchiert, Schokolade verkostet, viel gelesen und das Gelesene auf meine Zunge übersetzt. Viele Produzenten habe ich aber auch persönlich besucht oder auf Messen getroffen. Das Lernen hört da nie auf.

Wonach entscheidest Du, wer in’s Sortiment kommt?

Ich gucke immer erst danach, wer macht was: Kauft der Hersteller die Kakaobohnen direkt und verarbeitet sie – das nennt man dann “Bean to Bar” – oder verwendet er Kuvertüre. Woher kommt dann die Kuvertüre? Wer hier als Vertreter reinkommt und antwortet: “Feinste belgische Kuvertüre”, der kann gleich wieder gehen. Ich kenne mich mittlerweile gut genug aus, um zu wissen, wer seine Kakaobauern anständig bezahlt. Das ist mir ganz wichtig.

Ich kann hier also mit gutem Gewissen einkaufen?

Ja, hier kann man mit gutem Gewissen einkaufen, weil die Wege nachvollziehbar sind. Aber das ist es ja nicht alleine: Auch die Qualität muss stimmen. Deswegen sortiere ich jetzt einen Händler aus, der statt meiner geliebten Schweizer Kuvertüre jetzt eigene herstellt, aber qualitativ noch nicht auf dem Level ist, das ich verkaufen möchte.

Hohe Qualität und fairer Handel sind im xocoatl wichtig.

Hohe Qualität und fairer Handel sind im xocoatl wichtig.

Zehn Jahre muss man als Einzelhändler erst mal durchhalten. Wer kauft denn bei Dir ein?

Das ist bunt gemischt. Es kommen auch Leute her, die nicht viel Geld haben aber dann eben nur wenig, dafür etwas Besonderes kaufen. Die sagen mir immer: Gute Schokolade hält auch viel länger und macht viel mehr Spaß. Weil man halt nicht die halbe Tafel auf einmal isst. Viele Kunden sagen mir: Du hast uns für gewöhnliche Schokolade versaut. Da entgegne ich immer: Andersherum! Die Industrieware versaut Euch für das wirklich Gute!

Kommen denn viele Touristen zu Dir in die Grabenstraße? Ich höre immer, dass die Straße nicht so stark frequentiert ist.

Ja, das ist schade, denn ich finde die Straße so, so schön. Hier herrscht eine fast schon mediterrane Stimmung mit all den Tischen draußen und den Bänken vorm Landtag, den Bäumen. Die Wiesbadener fragen mich auch nach zehn Jahren noch: “Ach, Sie sind neu hier, oder?” Guck Dir mal die Langgasse an. Die ist im Vergleich doch grauenhaft!

Gibt es Trends in der Schokoladen-Community?

Was super läuft aktuell sind gefüllte Schokoladen. Diese aufgestreuten, bunten Schokoladen dagegen sind nicht mehr so der Renner. Das bestätigt auch die Manufaktur Clement, bei der ich neulich mal zwei Tage mitarbeiten durfte. So ein Blick hinter die Kulissen ist für mich ja auch interessant. Und die sagen auch: An Schokoladen mit Aufgestreutem haben sich die Leute irgendwie sattgegessen. Jetzt kommen die Gefüllten. Von Clement habe ich hier eine mit Mango und mit Minze-Mascarpone, die sind beide extrem geil. Außen sind sie knackig und innen wird es weich. Das hat sowas Tröstendes. Also, wenn jemand Liebeskummer hat, ist das die richtige Schokolade.

Xocoatl_Pralinen

Auch Pralinen-Fans kommen im xocoatl auf ihre Kosten.

Was ist denn das Besondere am xocoatl im Vergleich zu anderen?

Wir wissen was über die Schokolade und können viel darüber erzählen. Ich versuche alle Chocolatiers persönlich zu treffen. Von denen erfahre ich Geschichten, die ich gerne mit meinen Kunden teile. Aber ganz wichtig sind auch die Inhaltsstoffe und dass ich was zu den Unterschieden der einzelnen Schokoladen sagen kann. Das bringe ich auch meinen Mitarbeiterinnen hier im Laden bei.

Was sind Deine Pläne für das xocoatl?

Ich bin gerade dabei einen neuen Online-Shop zu bauen. Das wir dann hoffentlich zum Ende des Jahres was werden. Aber den habe ich in erster Linie für die Kunden, die weiter weg wohnen und ihre Lieblingsschokolade sonst nicht bekommen. Und ich habe bald einen neuen Hersteller im Sortiment. Die englische Pump Street Bakery aus Suffolk.

Gibt es denn Bestseller bei Dir im Laden?

Naja, die Tartuffo di Alba gehen natürlich immer. Aber ansonsten sage ich immer: Bestseller kann man nur machen, wenn man den Kunden etwas aufzwingt. Wir beraten aber ganz individuell, deswegen gibt es bei uns nicht DEN Bestseller. Neu habe ich die Taza Schokoladen aus den USA. Die sind “stonegrounded” und bekommen den Zucker erst zum Schluss zugegeben. Deshalb schmeckt und fühlt man die einzelnen Kristalle. Das ist ganz spannend. Außerdem sind sie vegan und laktosefrei weil ohne Milch hergestellt.

 

Sag ich doch!

Sag ich doch!

 Der Einzelhandel ist spannend und vielseitig. Aber er überlebt nur, wenn wir ihn unterstützen. Also, schnappt Euch Euren Einkaufskorb und zieht los. Es gibt viel zu entdecken!

Read Full Post »

Die fluffigen Gnocchi mit Ricotta und Parmesan sind blitzschnell zubereitet, so dass es sich hier um ein echtes Friday Night Dinner Date handelt. Denn Du weißt ja: Freitags soll es schnell und entspannt zugehen, damit Du mit Deinen Liebsten ins Wochenende cruisen kannst.

Aber Achtung! Don’t call it Knotschi! (Sprich mir nach: Njocki!)

Ich bin wirklich entspannt, was Pasta anbelangt. Nur wenn ich wirklich Bock, Zeit und Muße habe, mache ich Nudelteig selbst. Zwar sind die dann auch wirklich köstlich. Aber, hey, Du musst Dir das Leben nicht schwer machen.

Trotzdem kann eine fast schon zen-artige Entspannung einsetzen, wenn Du Gnocchi oder andere Teigwaren selbst herstellst. Und da letzte Woche der Dalai Lama zu Gast in meiner Heimatstadt Wiesbaden war, ist ein bisschen demütig machende Zen-Nudel-Beschäftigung genau das Richtige für das kommende Wochenende. (Geht super und vor allem schneller, wenn Du das gemeinsam mit Deiner Dinner-Begleitung und einem Glas Wein machst!)

Gnocchi Teig Ricotta

Ich und Teig, Du weißt… Also, ich hab mich an ein Rezept von Nicky Stich gehalten und von ihr inspirieren lassen. Sie ist ein Urgestein der Bloggosphäre, Autorin mehrerer Kochbücher und überhaupt eine ganz tolle Person! So jemand kann auch Gnocchi!

Aber Gnocchi pur schmecken ja irgendwie… naja… langweilig. Also musste der Salbei auf unserer Terrasse dran glauben, der wächst und wächst und wächst.

Deswegen gab’s den Klassiker: Gnocchi mit Salbeibutter und Parma-Schinken!

Gnocchi_ohne

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

Für die Gnocchi:

250 gr Ricotta

1 Eigelb (M)

1 gehäufter TL Salz (Nicky hat weniger genommen)

etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (lässt Nicky weg)

30 gr frisch geriebener Parmesan (Nicky nimmt alternativ auch mal Pecorino)

75 gr Hartweizengrieß (Im Originalrezept: Weizenmehl)

Zusätzlich Hartweizengrieß für die Arbeitsfläche. Und zwar nicht zu wenig!

Für die Sauce:

15-20 kleine Salbeiblätter (je jünger, desto milder! Die großen Blätter sind oft strenger im Geschmack.)

4 große EL Butter

Etwas Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

3 Scheiben Parma-Schinken

Zubehör: Teigschüssel, mittelgroße, beschichtete Pfanne, großes Küchenbrett, Pastatopf, Schaumlöffel

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Die Flüssigkeit vom Ricotta abgießen. In die Teigschüssel geben. Mit Eigelb, Parmesan, Salz und Pfeffer gut vermischen. Das geht am besten mit einem Kochlöffel. Jetzt langsam peu a peu den Grieß dazugeben und immer gut unterrühren. Dabei brauchst Du mit zunehmendem Grieß-Anteil mehr Kraft!

Achtung! Der Teig ist ziemlich klebrig. Aber das ist ok. Das muss so!

Jetzt die Arbeitsfläche mit Hartweizengrieß bestreuen und auch das Küchenbrett gut mit Hartweizengrieß bedecken (siehe Foto oben). Jetzt nimmst Du immer einen großen Esslöffel voll Teig, machst Dir Grieß auf die Finger und rollst den Teig auf der Arbeitsfläche zu einer etwa daumendicken Wurst. Von dieser Wurst trennst Du mit einem Messer ein etwa Fingerkuppen-großes Stück Teig ab und rollst das zu einem kleinen Klößchen. Dabei ruhig ausreichend Hartweizengrieß verwenden. Sonst klebst Du fest!

Jetzt entweder das Klößchen über die Zinken einer umgedrehten Gabel abrollen oder auf das Brett setzen und mit der Gabel etwas andrücken. So bekommst Du die typischen Rillen auf die Gnocchi. Das ist super, damit die Sauce schön hängen bleibt!

Das Ganze wiederholst Du, bist der gesamte Teig als Gnocchi auf dem Brett liegt. Zen, Baby!

Jetzt setzt Du das Pastawasser auf – mit ausreichend Salz im Wasser!

In der Pfanne lässt Du den Schinken aus, bis die Scheiben schön knusprig sind. Auf einem Küchenpapier kannst Du ihn abtropfen lassen.

In der gleichen Pfanne erhitzt Du die Butter. Sie nimmt wunderbar den Schinkengeschmack an. In der heißen Butter brätst Du die Salbeiblätter knusprig. Mit wenig Salz (der Schinken ist salzig!) und schwarzem Pfeffer würzen.

Währendessen sollte das Wasser für die Gnocchi kochen. Hitze herunterschalten und darauf achten, dass keine Kochbläschen mehr aufsteigen. Jetzt vorsichtig die Gnocchi ins keinesfalls mehr kochende (!) Wasser gleiten lassen. Vorsichtig mit einem Kochlöffel umrühren, damit sie nicht am Boden kleben bleiben. Nach wenigen Sekunden steigen die Nudeln auf. Dann kannst Du sie mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser fischen.

Entweder auf einen Teller legen und die Salbei-Butter sowie den Schinken darübergeben (guckst Du oben) oder die Gnocchi in die Pfanne geben und alles gut vermischen – das ist mit persönlich die liebere Variante:

Gnocchi_Salbei_Butter

Meine allerersten Gnocchi! Ich hatte absolute Panik, dass sie sich im Wasser auflösen. Man hört ja so Horrorstories… War aber alles easy. Sie waren wunderbar fluffig und schön leicht zum würzigen Salbei und dem Schinken (den Vegetarier natürlich einfach weglassen können!).

Sina vom Blog Giftige Blonde hat sich in dieser Woche ziemlich über Fertiggerichte und Gnocchis aus dem Kühlregal aufgeregt. Deshalb hat sie unter #homemadegnocchis auf Facebook Rezepte zum Selbermachen gesammelt. Schau doch mal rein, falls Du noch mehr Ideen für Deine hausgemachten Gnocchi brauchst!

 Schönes Wochenende!

Read Full Post »

Sommer ist für mich: Eine knusprige Weißbrotscheibe vom Grill mit einem würzigen Käseaufstrich. Dazu ein sommerlicher Salat und ich brauche kein Steak mehr zum BBQ-Glück!

Ok, das Steak nehme ich natürlich trotzdem gerne. Aber das “Zubehör” ist beim Grill-Abend für mich fast so wichtig wie das Fleisch auf dem Grillrost. Salate, Saucen, Brot, Dips – ohne das ist das BBQ nur der halbe Genuss.

Natürlich kannst Du auf dem Wochenmarkt oder im Feinkostgeschäft viele tolle Crémes und Pasten kaufen. Aber die sind meist sehr teuer. Außerdem weißt Du nie, was drin ist. Ich vertrage beispielsweise nur noch ganz wenig rohen Knoblauch. Von Geschmacksverstärkern, Farb- und Konservierungsstoffen rede ich da noch gar nicht!

Und wer dann noch Gäste einlädt, die vielleicht eine Allergie oder Unverträglichkeit beachten müssen, der ist glücklich, wenn er weiß, was drin ist.

Deshalb machen wir heute unseren mediterranen Käseaufstrich einfach selbst:

Käsepaste

Zutaten für eine Portion mit der Größe “Stell’ hin, gib mal das Brot rüber, oh, ist leider schon leer”:

100 gr Schafskäse (möglichst cremiger)

2 EL Ziegenfrischkäse

1 TL Rhabarberkompott (alternativ: fruchtige Marmelade wie Aprikose, Mango, Pfirsich…)

6 getrocknete Tomaten (ohne Öl)

1 scharfe getrocknete Chilischote (ohne Kerne)

1 EL Chili-Öl (ich verwende das hier gerne. Du kannst aber auch normales Olivenöl nehmen)

1 TL Pul Biber (z.B. aus dem türkischen Supermarkt; die Anschaffung lohnt sich für die Grillsaison und für orientalische Gerichte)

Zum Garnieren: Einige Blätter Petersilie

Zubehör: Pürierstab, hohes Gefäß oder gleich im Blender zubereiten

Zubereitungszeit: Unter 10 Minuten

So geht’s:

Feta mit den Fingern zerbröseln und in ein hohes Gefäß geben. 4 der 6 getrockneten Tomaten, das Kompott, Chili, Öl und Pul Biber hinzugeben und schön cremig pürieren. Ist der Aufstrich zu fest, einfach noch etwas Öl darunter geben. Die 2 restlichen Tomaten sehr fein hacken und zusammen mit dem Ziegenfrischkäse unterheben. Alles gut vermischen. Mit etwas Petersilie garnieren und servieren.

Der mediterrane Käseaufstrich passt nicht nur zu gegrilltem Weißbrot sondern auch als Dip zu Gemüse-Sticks, als “Unterlage” für ein Sandwich mit gegrilltem Hähnchenfleisch, zu Lammfrikadellen und und und. Geht blitzschnell, kostet nicht viel und Du weißt, was drin ist!

Read Full Post »

Die Sonne brennt auf Wiesbaden herunter und wärmt unsere Dachgeschosswohnung hübsch auf. Aber ich will nicht jammern. Denn: Die liebe Sonne lässt auch die Tomaten reifen. Wunderbar vielfältig liegen sie derzeit an den Marktständen: Dick und rot, gelb, gestreift, grün oder fast braun. Klein und groß, in Flaschen-, Dattel- oder Erbsenform. Tomaten sind einfach zu schön! Und daraus kochen wir uns jetzt was Feines: Tomatensuppe mit Basilikumschaum und Bärlauch-Crostini!

Tomatensuppe

Für die Suppe benötigt Ihr:

1kg sonnengereifte Tomaten, am besten unterschiedliche Sorten

1 Lorbeerblatt

Olivenöl

1/2 l Gemüsebrühe oder Wasser

1 Schluck Gin

1 Zwiebel, grob gehackt

1 EL Muscovado-Zucker

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

1 kl Vogelaugenchili

Für den Basilikumschaum:

0,1l Milch

1 Stengel Basilikum (ganz)

Für die Crostini:

2 Scheiben Weißbrot

Bärlauch-Pesto (Bärlauch, Parmesan, Walnüsse, Olivenöl, Salz – alternativ: Basilikumpesto)

Zubehör: großer Topf, Sieb, mittlerer Topf, kleiner Topf, großer Kochlöffel oder Stampfer, Schneebesen, Toaster

Zubereitungszeit: Für die Suppe ca. 1 Stunde, der Rest geht schnell :)

So geht’s:

Im großen Topf Olivenöl erhitzen, Zwiebel, Chili und Lorbeerblatt anschwitzen.

Tomaten waschen, halbieren oder vierteln und in den Topf geben. Zum Kochen bringen. Mit dem Stampfer die Tomaten zerquetschen. Den Zucker hinzugeben, gut unterrühren. Brühe oder Wasser hinzugeben und alles mit Deckel etwa 15 min köcheln lassen.

Lorbeerblatt und Chili rausfischen. Jetzt die Tomaten durch das Sieb in den kleineren Topf passieren. Diese Suppe jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken, einen Schluck Gin hinzugeben.

Im kleinen Topf die Milch mit dem Basilikum aufsetzen und einmal kurz aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Tomatensuppe in Gläser füllen. Weißbrot toasten und mit dem Pesto bestreichen. Basilikum aus der Milch fischen und diese mit dem Schneebesen schaumig schlagen. Auf die Suppe geben und sofort servieren!

Die Tomatensuppe ist purer Sommer im Glas und schmeckt auch wunderbar lauwarm oder kalt. Ihr könnt sie auch einfrieren und Euch im Winter die Sonne auf die Zunge zurückholen!

Guten Appetit!

Read Full Post »

Pasta geht auch bei Hitze. Oder findet Ihr nicht? Eine herrliche Resteverwertung ist Penne mit Rucola und schimmelig-würzigem Roquefort. Geht blitzschnell und streichelt die Seele.

Bei Käse kann ich mich nur schwer zurückhalten. Und Käsehändler finde es auch nicht witzig, wenn man Minimalstmengen kauft. Deshalb habe ich oft ein Käserestchen rumliegen, mit dem ich dann irgendwas anfangen muss. Pasta ist da immer eine gute Möglichkeit, um den Kühlschrank ein bisschen aufzuräumen.

Und, hey, wenn Resteverwertung SO aussieht:

IMG_2192

Zutaten für zwei Personen:

250 gr Penne

2 EL Frischkäse oder Creme fraiche

1 kleine Zwiebel, fein gehackt

2 EL Olivenöl

85 gr Roquefort

1 Hand voll Rucola, grob gehackt

etwas trockener Weißwein zum Ablöschen

Salz und Pfeffer

Muskat

Etwas Abrieb und Saft einer Zitrone

Zubereitungszeit: 10 min

Zubehör: Pastatopf, große beschichtete Pfanne

So geht’s:

Gesalzenes Wasser im Pastatopf zum Kochen bringen.

Währendessen Öl in der Pfanne erhitzen und Zwiebeln anschwitzen. Mit etwas Wein ablöschen. Den Käse hineinbröckeln und bei niedriger Hitze schmelzen lassen. Mit dem Frischkäse binden. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitrone würzen.

Wenn die Pasta gut ist, Rucola in die Pfanne geben. Pasta abgießen aber nicht abtropfen lassen. Penne mit daran haftendem Pastawasser in die Pfanne schütten und alles gut vermischen. Sofort servieren.

Leicht bitterer Schimmelkäse, grüner Rucola, vollmundige Penne – gibt es einen besseren Start ins Wochenende?

Ich wünsche Euch jedenfalls ein Wochenende mit erträglicher Hitze, funktionierenden Ventilatoren, ausreichend Eiswürfeln im Gefrierschrank und viel, viel Wasser!

Read Full Post »

Ich genieße im Moment nichts so sehr wie unsere Terrasse. Ob bei einer  morgendliche Tasse Tee, der Kräuter-Aufzucht, einem Sundowner mit Blick auf Taunus und Rheingau nach der Arbeit oder BBQ am Wochenende. Der orientalische Fattoush ist dabei eines unserer Lieblings-Terrassen-Gerichte.

Ich mag’s unkompliziert: Was ist vom Markteinkauf noch übrig? Kann man das altbackene Brot noch verwenden? Und kratz’ doch mal den Rest Harrissa zusammen! Fertig ist mein absoluter Lieblingssalat der Saison: Einen Tusch für den Fattoush!

Fattoush

Ihr braucht für 2 hungrige Esser folgende Zutaten:

1/2 türkisches Fladenbrot (vom Vortag, oder im Ofen kurz aufbacken)

1/2 Salatgurke, geschält und entkernt

1 grüne Paprika

4 große Tomaten

1 Bund Petersilie

1/2 Bund Minze

1 TL Harissa (scharfe, orientalische Chilipaste. Es gibt sie im türkischen Supermarkt oder im Orient-Regal im Supermarkt. Könnt Ihr aber auch selber machen)

4 Frühlingszwiebeln

1 TL Sumach (säuerliches Gewürz (türk. Supermarkt, Gewürzfachhandel))

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl

eine Handvoll Spinatblätter oder Pflücksalat

Zubereitungszeit: 15min + Zeit zum Durchziehen

Zubehör: Große Salatschüssel

So geht’s:

Fladenbrot vom Vortag in mundgerechte Stücke schneiden. Oder: Sehr frisches Brot quer durchschneiden und im Backofen auf der Umluftstufe etwas aufbacken und anschließend abkühlen lassen, dann in mundgerechte Brocken brechen. Gemüse und Kräuter hacken. In einer großen Schüssel Sumach, Harissa, Salz, Pfeffer, Öl und Zitronensaft miteinander zu einem Dressing vermischen. Gemüse (nicht den Salat/Spinat!) und Brot hinzugeben und alles ordentlich vermischen. Mindestens 10 Minuten, gerne auch etwas länger, durchziehen lassen. Abschließend Salat-/Spinatblätter hinzugeben, noch einmal gut mischen und abschließend abschmecken. Mit einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt ein eiskaltes Bier ebenso wie ein Glas Mineralwasser mit Rhabarber-Sirup.

Und was esst Ihr diesen Sommer?

Nach seinem ersten Auftritt vor vier Jahren ist der Fattoush feste in unser Repertoire übergegangen. Mit kleinen Verbesserungen ist er jetzt ein weiterer Teil meiner kleinen, unregelmäßigen Reloaded-Reihe über Gerichte, die eine kleine Auffrischung und einen neuen Post verdient haben.

 

Read Full Post »

Older Posts »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 404 Followern an

%d Bloggern gefällt das: