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Boah, heiß! Da tut man’s eher den Südländern nach und isst spät. Lange in der Küche rumwerkeln ist nicht drin. Deshalb gibt es heute einen schnellen, leichten Pasta-Teller mit gebratenen Jakobsmuscheln, würziger Chorizo und knackig-süßen Erbsen!

Vorausgesagt sind für heute 39 Grad. Ich hoffe, dass es nicht ganz dazu kommt. Die gestrigen 34 Grad reichen ja auch schon. Tagsüber genügt mir da Kaltes – wie ein belegtes Brot, Obst, Salat, Joghurt und viel, viel Wasser.

Aber irgendwann kommt dann halt doch der Appetit. Meist so gegen 22 Uhr, wenn es etwas kühler wird, die Sterne über uns blinzeln und ein laues Lüftchen über die Terrasse weht.

Jetzt muss es schnell gehen! Kühlschrank auf, kurz die Kühle genießen, Kühlschrank zu, Topf und Pfanne zurechtgeruckelt, überflüssige Klamotten vom Körper reißen, eiskalten Weißwein ins Glas und los geht’s!

In wenigen Minuten ist die Pasta mit gebratenen Jakobsmuscheln, Chorizo und Erbsen fertig. Dazu noch einen eisgekühlten Rosé, der einem auch keinen Eiswürfel nachträgt, hoch auf die Terrasse und genießen. Um 22h schlafen nämlich auch die Wespen endlich! Cheers!

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Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

4 Jakobsmuscheln

2 EL Chili-Olivenöl oder normales Olivenöl

6 Frühlingszwiebeln (nur das Weiße)

2 gehäufte EL klein gehackte Chorizo

ein Schluck Weißwein zum Ablöschen

2 Zweige Estragon

4 gehäufte EL Erbsen (TK – dann hast Du einen Grund, den Tiefkühler aufzumachen u. kurz die Kühle zu genießen!)

2 EL Butter

Piment d’Espilette

Salz, schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: 20-30min

Zubehör: Pastatopf, kleine und große beschichtete Pfanne

So geht’s:

Pastatopf mit Wasser und Salz aufsetzen und zum Kochen bringen. Pasta darin gar kochen.

Währendessen Öl in der großen Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln in feine Streifen schneiden. Chorizowürfel und Zwiebeln im Öl anschwitzen. Estragon dazugeben. Salzen, pfeffern. Hitze reduzieren, die Erbsen dazugeben und ziehen lassen.

In der kleinen Pfanne Butter erhitzen und Jakobsmuscheln darin anbraten. Mit etwas Weißwein ablöschen.

Estragon aus der großen Pfanne fischen. Die fertig gekochte Pasta aus dem Wasser nehmen, etwas abtropfen lassen und in die große Pfanne geben. Gut mit Zwiebeln, Erbsen, Chorizo vermischen. Die Butter aus der kleinen Pfanne über die Pasta geben und alles gut vermengen. Pasta in zwei Tellern anrichten.

Die Jakobsmuscheln mit Piment d’Espilette würzen und auf den Pastatellern anrichten. Fertig!

Süße Erbsen, scharfe Chorizo, frische Muscheln und die Seele streichelnde Pasta! Alles Glück auf einem einzigen Teller. Jetzt kannst Du Dich in den Liegestuhl setzen und die Sterne beobachten… Da! Ich hab’ eine Sternschnuppe gesehen!

Ich hab das Rezept. Das Wiesbadener Kiezkaufhaus die Zutaten.

Einfach die Rezepttasche inklusive Zutaten und Rezept bestellen, liefern lassen und loslegen.

Hmmm… Sommerlicher kann ein Salat aus Melone, Feta und Schinken nicht schmecken!

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Kennst Du das wunderbar verschwenderische Dessert Eton Mess? Darin werden Erdbeeren von knusprigen Baisers und schaumiger Schlagsahne geküsst. Aber, hey, in Wiesbaden haben Stachelbeeren Saison. Welcome to the Wiesbaden Mess!

Der Wochenmarkt macht mich fertig! Ich weiß gar nicht, was ich zuerst kaufen soll: sonnenreife, pralle Tomaten? Pinkige Himbeeren? Knackige Kirschen? Babyzarte Aprikosen? Ach, Quatsch! Ich habe mein Herz an Stachelbeeren verloren!

Sind sie richtig reif, dann sind sie nicht mehr sauer, haarig und dick-schalig wie die Beeren, an die ich mich aus meiner Kindheit erinnere. Nein, sie sind fruchtig-süß und ganz besonders! Stachelbeeren sind ein bißchen die Außenseiter unter den Beeren. Als “Wiesbaden Mess” werden sie zuckersüß und köstlich!

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Für 2 Portionen brauchst Du folgende Zutaten:

200 ml Schlagsahne

1 Handteller großes Baiser

300 gr Stachelbeeren

2 EL Amaretto

2 EL brauner Zucker

Zubehör: kleine, beschichtete Pfanne, Schneebesen oder Handmixer, 2 Dessertgläser

Zubereitungszeit: 15min

So geht’s:

Baiser zerbröseln in unterschiedlich große Stücke. Sahne steif schlagen und kühl stellen.

Stachelbeeren waschen. Etwa die Hälfte davon halbieren. In der beschichteten Pfanne Zucker und Amaretto erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist. Stachelbeeren darin anschwitzen und etwas abkühlen lassen.

Jetzt die Schlagsahne aus dem Kühlschrank nehmen und vorsichtig mit dem Baiser vermischen.

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Anschließend in zwei Gläser abwechselnd die Stachelbeeren und die Sahne-Baiser-Mischung schichten. Dass die Stachelbeeren einsinken, ist gewollt, um den “messy” Eindruck zu geben.

Füße hochlegen und genießen!

Und wer Stachelbeeren lieber herzhaft mag, macht sich ein würziges Stachelbeer-Chutney.

Das heutige Friday Night Dinner Date ist ein etwas ungewöhnliches. Denn heute haben Wein und Prosa ein Date miteinander. Die Weinrallye #88 widmet sich nämlich diesem Thema. Da kann ein Buchjunkie wie ich natürlich nicht dran vorbei. Cheers!

Am letzten Freitag eines Monat widmen sich Blogger in der Weinrallye einem bestimmten Thema. Ausgerichtet wird die Rallye diesen Monat von Victoria. In ihrem Blog Wein-Reich sammelt sie abschließend alle heute erschienenen Beiträge in einer Zusammenfassung. Ich bin schon neugierig, was alles zusammengetragen wird!

Wein und Prosa… Das finde ich gar nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint. Im Sommer lese (und trinke!) ich ganz anders als im Winter.

Klassische Sommerlektüre ist für mich beispielsweise Ernest Hemingway. Kurze, präzise Sätze. Bloß nicht überanstrengen! Exotische Schauplätze und der Kampf Mann vs. Natur. Da hört man während des Lesens doch förmlich die Eiswürfel im Glas klirren! Hemingway passt also zum Sommer wie ein eisgekühlter Mojito oder den Gentleman unter den Drinks, einen Old Fashioned. Beides (Autor und Drink) kann man bestens in kurzes Hosen in einer lauen Sommernacht auf der Terrasse genießen.

Mein all-time-favourite Thomas Mann dagegen ist klassische Winterlektüre. Wenn man weiß, dass der Lübecker Kaufmannssohn Zeit seines Schaffens diszipliniert wie ein Uhrwerk mit steifem Kragen und Pomade im Haar den Vormittag am Schreibtisch verbrachte, um an seinen ellenlangen Sätzen zu schrauben, dann kann man doch nicht in kurzen Hosen im Liegestuhlt fläzend diesen Texten entgegentreten. Also, bitte, aufrecht hinsetzen, einen Tee – etwa einen Darjeeling First Flush – einschenken und hoch konzentriert lesen!

Stephen King, den ich gerade neu entdecke, ist so gruselig, dass ich mir am liebsten eine gemütliche heiße Schokolade dazu einschenke. Gerne mit einem Schuß Single Malt Whisky. Damit mich all die Untoten unter der Decke nicht finden, weil ich nämlich selig schlafe…

Die Short Stories von Alice Munro, der Nobelpreisträgerin dagegen, sind so brillant und wunderschön, dass ich sie mit einem Glas Champagner oder guten Winzersekts feiern möchte. Ein Hoch auf die Grande Dame der Kurzgeschichten!

Aber von Wein war hier jetzt bisher immer noch nicht die Rede… Dann muss ich das jetzt anders aufziehen! In meiner Facebook-Gruppe “Bookaholics” habe ich neulich eine Top-10-Liste meiner absoluten Lieblingsbücher aller Zeiten posten müssen. Und da Ihr Euch zu meinem 5. Blog-Geburtstag mehr Lektüretipps gewünscht habt, bekommt Ihr diese Liste hier jetzt auch zu sehen – zusammen mit Weinen, die ich Euch dazu empfehlen möchte!

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Los geht es chronologisch:

1) James Krüss: “Der Leuchtturm auf den Hummerklippen”. Eines meiner absoluten Favoriten als Kind – und auch später noch. Der kleine Helgoländer “Boy” wird in die Ferien zum Leuchtturmwärter Johann geschickt. Die beiden freunden sich an und erzählen sich Geschichten, drechseln Gedichte, treffen auf Klabautermänner und vorbeifahrende Schiffe… Insgesamt gibt es 6 Hummerklippen-Bände. Alle voller Phantasie, Fabulierfreude und Sprachwitz. Wer mit diesem Buch die Liebe zu Geschichten und zur Literatur nicht entdeckt, bei dem wird es dann wohl auch nix mehr… Mein Lieblingsgedicht von Krüss hat natürlich auch etwas mit Sprache zu tun: Der Zauberer Korinthe. Fängt so an:
Es lebte einst der Zauberer
Kori, Kora, Korinthe.
Der saß in einem Tintenfass
Und zauberte mit Tinte.
Wenn jemand damit Briefe schrieb
Und schmi und schma und schmollte,
Dann schrieb er etwas anderes
Als was er schreiben wollte. (…)
Hummerklippen, Hummer, Fisch, Meeresfrüchte: Ein frischer deutscher Chardonnay ist perfekt!
2) Heinrich Böll: “Billard um halb zehn”. Mit 14 entdeckte ich Heinrich Böll und liebe ihn noch heute. Eigentlich in erster Linie seine Essays und Erzählungen. Von den Romanen ist mir dieser in Erinnerung geblieben. Vordergründig geht es um eine Familiengeschichte, die anlässlich des 80. Geburtstages des Patriarchen und Architekten Heinrich Fähmel erzählt wird. Natürlich wird Böll aber auch politisch und verknüpft die Familiengeschichte mit der Politik der vergangenen Jahrzehnte. Da der Roman in den 50ern spielt, ist natürlich die jüngste Geschichte im Fokus. Dabei wird Böll nie platt – aber schonungslos. Zu recht hat der Kölner Autor 1972 den Literaturnobelpreis erhalten. Dabei war er stets ein Autor seiner Zeit, so dass seine Texte heute nicht wegen ihrer literarischen Qualität zu lesen sein sollten, sondern als Dokumente der jungen Bundesrepublik. Die klare Sprache bringt das Beobachtete dabei immer auf den Punkt. Als Teenager habe ich immer gedacht: “Ja, genau so muss man das ausdrücken!”. Weshalb mir “Billard…” von allen gelesenen Bölls im Kopf geblieben ist? Heinrich Fähmel frühstückt seit seinen Anfängen als junger Architekt immer das gleiche Frühstück in einem Kölner Hotel. Irgendwann fällt der Satz: “…auch wenn es ihm längst nicht mehr schmeckte.” Ein Gefangener seiner Routine also. Ein sehr starkes Bild. Böll sollte wieder gelesen werden.
Böll, der Anwalt der kleinen Leute und Kölner Nationalheiliger. Sorry, aber dazu passt nur ein Bier! Muss ja kein Kölsch sein…
3) Charles Dickens: “Weihnachtsgeschichte”. Ihr kennt sicher alle die Story um den Geizkragen Ebenezer Scrooge, der durch drei Geister von seinem Hass auf Weihnachten kuriert wird und fortan als Wohltäter und Weihnachtsfan weiterlebt. Kaum ein Buch wurde so oft adaptiert, verfilmt, umgeschrieben. Ob Die Simpsons oder Roseanne – kaum eine Sitcom kommt ohne Scrooge-Folge aus. Die Idee ist aber auch brillant. Und dabei verliert Dickens nie die Lust an der Sprache aus den Augen. Wie er die Figuren und ihre Stadt beschreibt! Das eisige, arme London der Familie Cratchit, den Geiz von Scrooge, der trotz all seines Reichtums in einer ärmlichen Behausung wohnt, die Großzügigkeit seines ehemaligen Lehrmeisters Fezziwig, der Weihnachten zu feiern versteht wie kein Zweiter… Für mich gehört das Buch zum Advent wie Ben Hur zu Ostern. Aber jetzt im Sommer kann ich Euch Oliver Twist oder David Copperfield empfehlen. Spannend, brüllend komisch, klug und sozialkritisch. Und immer eine Inspiration für nachfolgende Künstler. Wusstet Ihr, dass der Bandname Uriah Heep auf einen Charakter von Dickens zurückgeht?
Engländer und Wein. Naja… Aber weil Winter ist, wenn wir Dickens Weihnachtsgeschichte lesen, passt ein Glühwein dazu (also, für uns Hessen natürlich ein heißer Ebbelwoi!).
4) R. L. Stevenson: “Die Schatzinsel”. Piraten, Galgenstricke, Holzbein, Papagei, Dublonen, Schatz, Insel, Schatzkarte, Segelschiff, Meuterei, Schiffsjunge, Smutje… Die Schatzinsel hat alles, was eine Piratengeschichte braucht. Und alles, was in unzähligen Filmen und Büchern adaptiert wurde. Oder was glaubt Ihr, woher Disney all die Ideen für “Fluch der Karibik” hatte? Die Schatzinsel ist die Blaupause für alle Piratengeschichten und eines der besten Bücher überhaupt. Spannend, witzig, voller skurriler Figuren. Ob als Buch, Comic, Hörbuch oder TV-Mehrteiler – wer nicht mitfiebert mit Jim Hawkins und der Crew rund um Long John Silver, der hat nie davon geträumt auf einem großen Segelschiff auf Abenteuerfahrt zu gehen. Meine Lieblingsstelle? Wenn Ben Gunn, der vor Jahren auf Captain Flints Insel ausgesetzt wurde, erstmals wieder auf Menschen trifft und fragt: “Habt Ihr vielleicht ein Stück Käse bei Euch?”
Piraten trinken doch eigentlich nur Rum. Aber auch Portwein war damals sehr populär. Süß, schwer und auch auf langen Seefahrten haltbar. Cheers!
5) John Irving: “Die wilde Geschichte vom Wassertrinker”. Als Abiturient habe ich dann John Irving für mich entdeckt. Erst den Garp, dann alle anderen Romane. Und immer noch warte ich händeringend auf den nächsten Roman – auch wenn die letzten nicht mehr ganz so bestechend waren, finde ich. Mein Favorit war über Jahre der “Wassertrinker”. Warum? Weil ich Skandinavistik studiert habe und mich totlachen konnte über die sehr freien Übersetzungen aus dem “Altniedernordischen” des Protagonisten. Da er der einzige Experte des Dialektes ist, kann er vogelwild übersetzen, ohne dass jemandem Fehler auffielen. Diesen Mut zur Lücke habe ich im Studium oft übernommen. Ansonsten geht es wie so häufig bei Irving um glückliche und weniger glückliche Beziehungen, um Bären, Österreicher und Schriftsteller. Ach, würde er doch auch endlich den Literaturnobelpreis bekommen!
Wassertrinker? Wasser, natürlich! Oder, weil Irving einer meiner absoluten Lieblinge ist, ein Lieblingswein: Ein Sangiovese aus der Toskana!
6) Victor Hugo: “Der Glöckner von Notre Dame”. Vergesst bitte den Film mit Anthony Quinn oder gar die Disney-Version. Ganz zu schweigen vom Musical. Lest auch bitte “Die Elenden” statt Euch “Les Miserables” anzutun! Denn die Sprachgewalt von Hugo haut einen aus den Latschen. Wegen Hugo würde ich sofort anfangen Französisch zu lernen, um ihn im Original zu lesen. Klar geht es beim Glöckner um den missgestalteten Quasimodo und die Zigeunerin Esmeralda. Aber der Roman malt eben ein pralles, buntes Bild des mittelalterlichen Paris, das vor Dreck starrt und ein Mikrokosmos aus Adel, Klerus und Armen, Bettlern, Huren, Dieben ist. Dabei wird Notre Dame und der Domplatz zum Sinnbild der Gesellschaft. Quasimodo spielt natürlich auch eine Rolle – aber das Buch ist so viel mehr als die Geschichte eines Krüppels. Zum nächsten Paris-Urlaub unbedingt mitnehmen! (DAS ist ein historischer Roman. Und nicht der Schmarrn von Iny Lorenz & Co.!)
Oh, wir sind endlich in Frankreich! Das ruft nach einem Sauvignon Blanc von der Loire, meiner Lieblingstraube aus meiner Lieblingstraubenanbauregion! Vive la France!
7) Thomas Mann: “Erzählungen”. Ach, was soll man zu Thomas Mann noch sagen? Ein (Wort-)Zauberer, der Zeit seines Lebens zerrissen war zwischen seiner kaufmännischen Familie aus Lübeck und der künstlerisch veranlagten Mutter aus Brasilien, zwischen Kaufmannsberuf und Avantgarde, zwischen Lübeck und München, später dann Kalifornien, zwischen seiner Familie und seiner Homosexualität… Diese Zerrissenheit war immer auch Thema seiner Bücher. Dabei geben die Erzählungen den besten Einblick in das Werk. Ihr müsst nicht mit dem “Zauberberg” beginnen. Tonio Kröger, Tod in Venedig, Mario und der Zauberer – alles Novellen, die man auch mal an einem Wochenende lesen kann. Dabei empfiehlt sich eine Sammlung, wie S. Fischer sie vor Jahren herausgebracht hat. Denn wer die Erzählungen chronologisch liest, erfährt über Mann mehr als durch die (brillante) Biographie von Klaus Harprecht. Mein All-time-Favourite ist übrigens “Der Bajazzo” – die Erzählung über einen klassischen Dilettanten, der weder richtig arbeiten noch wirklich künstlerisch tätig sein kann. Statt z.B. selbst zu schreiben, genügt es ihm “gute und feingeschriebene Romane zu lesen, ins Theater zu gehen, ein wenig Musik zu machen”. Lasst Euch den Satz mal auf der Zunge zergehen: “Aber ich bin ein Mensch von Erziehung, ich trage saubere Wäsche und einen heilen Anzug, und ich finde schlechterdings keine Lust darin, mit ungepflegten jungen Leuten an absinthklebrigen Tischen anarchistische Gespräche zu führen.” Ja, der Thommy, auch im kalifornischen Exil setze er sich nicht zu den anderen Exilanten, sondern blieb lieber mit steifem Kragen und Fliege am Schreibtisch sitzen, wo er penibel an jedem Satz schraubte. Noch ein Literaturnobelpreisträger in meiner Liste. Und für mich der allergrößte deutschsprachige Autor!
Ach, Thommy, wie unglücklich musst Du im Exil in Kalifornien gewesen sein. All die Sonne und die nackten, eingeölten Körper. Und Du mit Deiner Lübecker Krämerseele und Deiner versteckten Homosexualität. Armer Thommy. Schieb mal Dein Glas rüber. Bekommst einen Cabernet Sauvignon aus Kalifornien!
8) John Steinbeck: “Die Früchte des Zorns”. Auch ein Platzhalter für viele Werke Steinbecks (ich verkneife mir jetzt den Hinweis auf den Literaturnobel… Ach, Ihr wisst schon!). Sozialkritisch ist Steinbeck immer. Die armen Wanderarbeiter, die Tagelöhner und Ausgebeuteten passen so gar nicht zum American Dream über “vom Tellerwäscher zum Millionär”. Stattdessen beobachtet er das Heer jener, die am Reichtum der Nation zwar mitarbeiten aber nicht von ihm profitieren. Ich mag den Naturalismus in der Literatur sehr (geht’s Euch auch so? Dann lest bitte auch Emile Zolas “Germinal”!). Wenn Steinbeck etwa mikroskopisch beschreibt, wie ein Holzhaus langsam verfällt, nachdem die Arbeiter weitergezogen sind. Da wird das Haus lebendig und zum Symbol des Verfalls. Wenig ist mir dermaßen im Gedächtnis geblieben wie dieses Kapitel (vergleichbar mit dem Kapitel in “Germinal” als Zola die Gedanken eines Grubenpferdes darstellt, das sich nur noch vage an den Geruch von Heu und das Gefühl der Sonne erinnert, während es unter Tage die Kohlewagen zieht. Herzzerreißend und wunderschön!). Ach, und falls Ihr Springsteen-Fans seid: Der Albumtitel “The Ghost of Tom Joad” bezieht sich auf Früchte des Zorns. Das TIME-Magazine hat FdZ zu den 100 besten Romanen des 20. Jahrhunderts gewählt. Zu Recht!
Im Original “Grapes of Wrath” – also Trauben des Zorns! Die müssen kräftig und mit Rumms daherkommen. Wie dieser südaustralische Shiraz. Ein Wein für Kerle!
9) Alice Munro: “Erzählungen”. Die erste Frau in meiner Liste! Hurrah! Ist keine Absicht. Und wieder eine englischsprachige Autorin. Wieder eine, die (ausschließlich) Erzählungen schreibt. Und noch eine Literaturnobelpreisträgerin (das ist KEINE Absicht!). Munro schreibt Erzählungen, die mehr beinhalten als manch ein Roman. Fast immer geht es um Frauen, die aus ihrer Rolle ausbrechen oder ausbrechen wollen, die gefangen sind in einer Situation, einer Ehe, einer Krankheit. Ganz sachte und ohne großen Paukenschlag stiehlt sich Munro ins Herz ihrer Leser. Denn wir können uns mit den Protagonisten identifizieren oder kennen jemanden, der in einer ähnlichen Situation ist. Dabei wird sie aber auch gerne mal böse oder komisch. Etwa wenn die Ehefrau eines Mannes, der sich – wie beide beschlossen hatten – wegen einer tödlichen Krankheit selbst das Leben nimmt, so zornig darüber ist, dass er ihr keinen Abschiedsbrief hinterlassen hat, dass sie zur Strafe seine Asche an der Straßenkreuzung verstreut. Ob Mädchen, junge Frauen, Ehefrauen, Mütter, demenzkranke alte Frauen – Munro entwickelt jede Figur ganz individuell und so, dass sie uns schon nach wenigen Seiten ganz nahe ist. Zauberhaft!
Sekt! Champagner! Sag ich doch. Guck mal oben. Da findest Du den Link…
10) Chimamanda Ngozi Adichie: “Americanah”. Die junge Ifemelu aus Nigeria entstammt der wohlhabenden Mittelschicht ihres Landes. Erst als sie in die USA geht zum Studieren wird ihr bewusst, dass sie schwarz ist. Das ist natürlich gar kein Thema in Nigeria. In Amerika schon. Dabei weigert sie sich, sich als unterdrückte Nachfahrin von Sklaven zu betrachten. Denn das ist sie ja gar nicht. Ihr Jugendfreund Obinze geht derweil als illegaler Einwanderer nach London. Jahre später treffen sie sich in Lagos wieder. Und tragen beide ihre Erfahrungen und Enttäuschungen mit sich herum. Ifemelu wird als die “Americanah” gesehen, die sie nie sein wollte. Ebenso wenig wie sie in den USA ausschließlich als Schwarze wahrgenommen werden wollte. Die Autorin hat mir eine ganz neue Perspektive auf Afrika geliefert. Keine Betroffenheitsliteratur. Keine Wüstenblumen-Massai-Geschichte, sondern die Story einer modernen, selbstbewussten, erfolgreichen Frau zwischen den Welten. Alleine wie sie die Prozedur des Haareglättens bei Ifemelu beschreibt und warum sie sich dann wieder für krauses Haar und afrikanische Frisuren entscheidet, verrät mehr über das junge Afrika als Weltspiegel und FAZ zusammen. Leider hat S. Fischer nicht auf die Übersetzung geachtet. Es gibt ein paar wirklich unschöne Fehler. Das macht den Roman aber nicht weniger lesenswert.
Ein Buch für den Sommer. Klug, weiblich, horizonterweiternd. Dazu ein Rosé aus Südafrika – frisch und prickelnd wie die Lektüre!
Ob auf Leuchttürmen, Piratenschiffen, im alten London oder Paris, im amerikanischen Westen oder in Nigeria – Literatur kann uns entführen und unseren Horizont erweitern. Darum liebe ich Bücher so.
Ich hoffe, ich konnte Euch mit meiner Liste – und den Weinempfehlungen – etwas inspirieren!
Jedenfalls wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und ein berauschendes Friday Night Dinner Date!

Ich bin ja nicht so der Dessert- und Kuchenesser. Aber gute Schokolade macht auch mich richtig glücklich. Ein zart schmelzendes Stück Vollmilch, sahnige Weiße oder würzige dunkle Schokolade zu einer Tasse Kaffee runden ein gutes Essen für mich ab. Besonderheiten aus aller Welt gibt es im xocoatl im Wiesbadener Altstadt-Schiffchen. Verführerische Nachbarschaft!

Meine kleine Reihe “So genießt Wiesbaden!” geht in die dritte Runde. Im ersten Teil hatte ich Euch das Kiezkaufhaus vorgestellt, ein Lieferdienst für lokale Wiesbadener Einzelhändler. Einer dieser Einzelhändler ist das Schokoladen-Geschäft “xocoatl” von Katrin Flietner, quasi meine Nachbarin. (Kann man bessere Nachbarn haben als Schokoladenhändler??)

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Dank Klimaanlage auch im Sommer immer wohltemperiert: xocoatl in der Wiesbadener Grabenstraße.

Natürlich habe ich schon gleich nach unserem Umzug nach Wiesbaden bei Katrin reingeschaut. Aber richtig “kennengelernt” haben wir, als sie via Facebook mitteilte, die Schokoküsse müssten jetzt langsam mal weg. Und da mein guilty pleasure jene Schokoküsse sind, deren Schaummasse sich schon ein gaaaaaanz wenig zieht, stand ich natürlich sofort im Laden und habe mich als Restposten-Verwerter angeboten. Uneigennützig wie ich bin…

Katrin, Du hast bis zu 600 Schokoladen-Produkte in Deinem Laden. Außerdem Pralinen von zehn Herstellern aus fünf Ländern! Ein großer Renner sind aber auch Deine Schokoküsse.

Die kommen aus Bremen von der Firma Mayer. Angeblich hat der uralte Herr Mayer die Schokoküsse sogar erfunden. Das Rezept ist seit Urzeiten in Familienbesitz und der Betrieb ist ganz, ganz klein. Da ist nicht mal Gelatine drin, ganz zu schweigen von anderen Zusatzstoffen. Deshalb sind die jetzt auch in der Sommerpause. Ab Ende August, Anfang September müssten sie eigentlich wieder liefern.

Schon im Schaufenster fällt auf: Du hast gerade zehnten Geburtstag gefeiert. Was hast Du denn vorher gemacht?

Ich war 26 Jahre lang Banker. Zuletzt als Prokuristin bei einer deutschen Großbank. Dann habe ich unsere Tochter bekommen und war dreieinhalb Jahre zuhause. Danach ging ich wieder in die Bank und musste feststellen: Die Bank hatte sich verändert, meinen Job gab es so nicht mehr und ich hatte mich verändert. Ich wurde also immer unzufriedener und hab dann die Reißleine gezogen.

Xocoatl_Taza

xocoatl-Inhaberin Katrin Flietner erklärt mir, was an der “stone ground” Schokolade von Taza besonders ist.

Das Gefühl kennen sicher viele. Aber wie kam es dann zum eigenen Schokoladen-Geschäft?

Durch Zufall habe ich den Verein “Berufswege für Frauen” entdeckt und dann dort ein Coaching gemacht. Das hat mir geholfen, den Blick weit zu machen und mich darauf zu konzentrieren, was ich will und was ich kann. Und dann saß ich mal an meinem Esstisch, habe die “Essen & Trinken” durchgeblättert und bin auf einen Artikel über eine Frau in der Lüneburger Heide gestoßen, die ein Pralinen-Haus aufgemacht hat. Da machte es dann “Pling!” und von da an wusste ich, was ich machen will.

Und wie hast Du den Laden hier gegenüber vom Landtag gefunden?

Der Laden in der Grabenstraße stand leer. Ich fand ihn anfangs viel zu klein. Aber als wir dann das Geschäft betreten haben , hatte ich einen Kloß im Hals. Ich glaube, der Laden hat mich gefunden. Mit einer Innenarchitektin zusammen haben wir dann die Ausstattung umgesetzt.

Im Sommer gibt's auch immer mal ein ausgewähltes Produkt ohne Schokolade - wie diese Gelee-Pralinen.

Im Sommer gibt’s auch immer mal ein ausgewähltes Produkt ohne Schokolade – wie diese Gelee-Pralinen.

Das war ja aber auch ein Risiko, oder?

Glücklicherweise lief der Laden sehr schnell sehr gut. Ich weiß noch, dass ich vor zehn Jahren am 16. April von drinnen aus meinem Schaufenster auf den Landtag – damals noch Baustelle – geschaut habe und dachte: Das ist, als hätte ich nie etwas anderes gemacht! Und so fühlt sich das immer noch an. Ich will nichts anderes mehr machen.

Was mir an Dir und dem xocoatl so gefällt, ist die sehr fundierte Beratung. Wie hast Du Dir – als ehemaliger Banker – denn Dein Expertenwissen angeeignet?

Ich habe viel recherchiert, Schokolade verkostet, viel gelesen und das Gelesene auf meine Zunge übersetzt. Viele Produzenten habe ich aber auch persönlich besucht oder auf Messen getroffen. Das Lernen hört da nie auf.

Wonach entscheidest Du, wer in’s Sortiment kommt?

Ich gucke immer erst danach, wer macht was: Kauft der Hersteller die Kakaobohnen direkt und verarbeitet sie – das nennt man dann “Bean to Bar” – oder verwendet er Kuvertüre. Woher kommt dann die Kuvertüre? Wer hier als Vertreter reinkommt und antwortet: “Feinste belgische Kuvertüre”, der kann gleich wieder gehen. Ich kenne mich mittlerweile gut genug aus, um zu wissen, wer seine Kakaobauern anständig bezahlt. Das ist mir ganz wichtig.

Ich kann hier also mit gutem Gewissen einkaufen?

Ja, hier kann man mit gutem Gewissen einkaufen, weil die Wege nachvollziehbar sind. Aber das ist es ja nicht alleine: Auch die Qualität muss stimmen. Deswegen sortiere ich jetzt einen Händler aus, der statt meiner geliebten Schweizer Kuvertüre jetzt eigene herstellt, aber qualitativ noch nicht auf dem Level ist, das ich verkaufen möchte.

Hohe Qualität und fairer Handel sind im xocoatl wichtig.

Hohe Qualität und fairer Handel sind im xocoatl wichtig.

Zehn Jahre muss man als Einzelhändler erst mal durchhalten. Wer kauft denn bei Dir ein?

Das ist bunt gemischt. Es kommen auch Leute her, die nicht viel Geld haben aber dann eben nur wenig, dafür etwas Besonderes kaufen. Die sagen mir immer: Gute Schokolade hält auch viel länger und macht viel mehr Spaß. Weil man halt nicht die halbe Tafel auf einmal isst. Viele Kunden sagen mir: Du hast uns für gewöhnliche Schokolade versaut. Da entgegne ich immer: Andersherum! Die Industrieware versaut Euch für das wirklich Gute!

Kommen denn viele Touristen zu Dir in die Grabenstraße? Ich höre immer, dass die Straße nicht so stark frequentiert ist.

Ja, das ist schade, denn ich finde die Straße so, so schön. Hier herrscht eine fast schon mediterrane Stimmung mit all den Tischen draußen und den Bänken vorm Landtag, den Bäumen. Die Wiesbadener fragen mich auch nach zehn Jahren noch: “Ach, Sie sind neu hier, oder?” Guck Dir mal die Langgasse an. Die ist im Vergleich doch grauenhaft!

Gibt es Trends in der Schokoladen-Community?

Was super läuft aktuell sind gefüllte Schokoladen. Diese aufgestreuten, bunten Schokoladen dagegen sind nicht mehr so der Renner. Das bestätigt auch die Manufaktur Clement, bei der ich neulich mal zwei Tage mitarbeiten durfte. So ein Blick hinter die Kulissen ist für mich ja auch interessant. Und die sagen auch: An Schokoladen mit Aufgestreutem haben sich die Leute irgendwie sattgegessen. Jetzt kommen die Gefüllten. Von Clement habe ich hier eine mit Mango und mit Minze-Mascarpone, die sind beide extrem geil. Außen sind sie knackig und innen wird es weich. Das hat sowas Tröstendes. Also, wenn jemand Liebeskummer hat, ist das die richtige Schokolade.

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Auch Pralinen-Fans kommen im xocoatl auf ihre Kosten.

Was ist denn das Besondere am xocoatl im Vergleich zu anderen?

Wir wissen was über die Schokolade und können viel darüber erzählen. Ich versuche alle Chocolatiers persönlich zu treffen. Von denen erfahre ich Geschichten, die ich gerne mit meinen Kunden teile. Aber ganz wichtig sind auch die Inhaltsstoffe und dass ich was zu den Unterschieden der einzelnen Schokoladen sagen kann. Das bringe ich auch meinen Mitarbeiterinnen hier im Laden bei.

Was sind Deine Pläne für das xocoatl?

Ich bin gerade dabei einen neuen Online-Shop zu bauen. Das wir dann hoffentlich zum Ende des Jahres was werden. Aber den habe ich in erster Linie für die Kunden, die weiter weg wohnen und ihre Lieblingsschokolade sonst nicht bekommen. Und ich habe bald einen neuen Hersteller im Sortiment. Die englische Pump Street Bakery aus Suffolk.

Gibt es denn Bestseller bei Dir im Laden?

Naja, die Tartuffo di Alba gehen natürlich immer. Aber ansonsten sage ich immer: Bestseller kann man nur machen, wenn man den Kunden etwas aufzwingt. Wir beraten aber ganz individuell, deswegen gibt es bei uns nicht DEN Bestseller. Neu habe ich die Taza Schokoladen aus den USA. Die sind “stonegrounded” und bekommen den Zucker erst zum Schluss zugegeben. Deshalb schmeckt und fühlt man die einzelnen Kristalle. Das ist ganz spannend. Außerdem sind sie vegan und laktosefrei weil ohne Milch hergestellt.

 

Sag ich doch!

Sag ich doch!

 Der Einzelhandel ist spannend und vielseitig. Aber er überlebt nur, wenn wir ihn unterstützen. Also, schnappt Euch Euren Einkaufskorb und zieht los. Es gibt viel zu entdecken!

Besonders schöne Dinner Dates sind jene, bei denen viele köstliche Kleinigkeiten auf dem Tisch stehen, ein gekühlter Wein im Glas ist und sich das Essen und Reden bis in die Nacht hinzieht. Dafür eignen sich hausgemachte Tapas perfekt. Zum Beispiel die würzigen Hackfleischbällchen in Tomatensauce: Albondigas con Salsa

Eine Tapas-Party kannst Du super aufwendig gestalten oder ganz entspannt. Für zwei verliebte Esser oder eine richtig große Menge an Freunden. Vegetarisch oder mit Fleisch. Warm oder kalt oder beides. Du kannst auch einfach Deine Lieblingsgerichte in winzige Portionen aufteilen und schon hast Du Deine ganz eigenen Tapas kreiert.

Wichtig bei einer Tapas-Party sind also Phantasie und Spaß – und nicht etwa Stress, Hektik und ein ellenlanger Einkaufszettel. Lass Dich doch einfach mal von Kühlschrank und Vorratskammer inspirieren oder schau hier im Blog in die Kategorie “Lunchbox & Picknick”.

Zu unserer Tapas-Party für zwei gibt es jedenfalls heute einen vollen Tisch mit Köstlichkeiten, die aber allesamt schnell vorzubereiten sind und sich auch bis zum nächten Tag halten. Wer weniger Zeit hat, konzentriert sich einfach auf 2-3 Kleinigkeiten:

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Los geht’s! Ich habe erstmal schnell eine Melone aufgeschnitten und etwas Parmaschinken darüber zerpflückt. Spießiger Klassiker aber köstlich bei Sommertemperaturen!

Außerdem gibt es eingelegte Paprikaschoten, hausgemachten Tabouleh, selbst angerührtes Hummus und schnell zusammengewürfelte Oliven vom Markt mit etwas Feta und Paprika. Alles schnell gemacht oder auch gut am Vortag vorzubereiten. Tabouleh und Hummus werden mit jedem Tag besser! Bei größerer Hitze hätte auch noch die eisgekühlte Gazpacho gut gepasst. Die gab es aber ein paar Tage später…

Wirklich neu für uns sind die Albondigas con Salsa, die ich zum ersten Mal selbstgemacht habe. Denn etwas Warmes sollte es auch unbedingt noch geben zu unserer Tapas-Party.

Inspiriert hat mich das Rezept von Sandra vom Blog From Snugg’s Kitchen.

Aber natürlich habe ich es etwas abgewandelt. Wir hatten nämlich noch die köstliche würzige Tomatensauce vom letzten BBQ übrig.

Zutaten für etwa 10 Albondigas:

150 gr Rinderhackfleisch

1 EL Semmelbrösel 

1 TL Joghurt (oder Quark)

Salz

Pfeffer, frisch gemahlen

eine Prise Pul Biber (scharfes Paprikagewürz vom Türken)

etwa 300 ml würzige Tomaten-Salsa nach diesem Rezept

Zubereitungszeit: 20min

Zubehör: mittelgroße beschichtete Pfanne, Rührschüssel

So geht’s:

Alle Zutaten außer der Salsa (!) in der Rührschüssel mit den Händen zusammenmischen bis es eine homogene Masse ergibt.

Die beschichtete Pfanne erhitzen. Aus der Hackfleischmasse kleine Bällchen formen. Die Bällchen in der Pfanne gut anbraten und anschließend herausnehmen.

Die Salsa in der Pfanne erhitzen und abschmecken. Hackfleischbällchen in die Soße geben und noch etwas ziehen lassen.

In einer kleinen Schale servieren – schmeckt auch kalt!

Dazu passt frisches, großporiges Weißbrot, um die köstliche Salsa aufzustippen!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und

¡buen provecho!

Egal, wie Du sie nennst: Die Frikadelle ist die schönste Delle, die man haben kann! Beule im Auto oder Unebenheiten am Oberschenkel? Wurschtegal, wenn man nur ein lecker Frikadellchen hat! Besonders köstlich auf ganz klassische Art zu einem schlotzigen Kartoffelsalat!

Ach, Kinners, nee, wat härrlisch ist dieser Sommer! Ja, 36 Grad sind in einer Dachgeschosswohnung nicht immer spaßig. Aber ich hab’ ja frei-hei! Hab ich klasse hinbekommen! Denn ich kann den ganzen Tag in kurzen Hosen herumlaufenliegen,

mittags zur Abkühlung in den Rhein hüpfen,

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die durstige Hausherrin durstigen Blumen gießen,

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abends den Kochlöffel schwingen

Frikadellen

und die Kühle der Nacht auf unserer Terrasse genießen.

Ist mir doch egal, wann ich ins Bett gehe. Der Wecker klingelt seit Wochen nicht…

Seit Anfang Juni genieße ich mein #summersabbatical. Und dass Petrus mir dermaßen die neue Freiheit versüßt, rechne ich ihm hoch an. All die leer gegessenen Teller der letzten Jahre haben uns wohl zu BFFs* gemacht! (*best friends forever).

Der Babo weiß halt, wie’s läuft, gell?

Kochtechnisch darf’s dieser Tage gerne leicht und kühl sein. Stundenlang den Backofen anzumachen verbietet sich von selbst und der Ventilator verbraucht schon genug Strom.

Also schnell Kartoffeln kochen (und aus der Küche rausgehen!), abkühlen lassen, Kartoffelsalat zubereiten und durchziehen lassen.

Dann die Frikadellen zubereiten (reicht für etwa 10 Frikadellen, schmecken warm und kalt!):

500 gr Rinderhack (gerne vom Kamm, schmeckt besonders aromatisch!)

1 Zwiebel, fein gehackt

1 EL Senf

1 Ei (M)

1 EL Quark

1,5 harte weiße Brötchen

Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

je 1 gestrichener TL Paprika edelsüß und rosenschaft

3 EL Semmelbrösel

Butter zum Anbraten

Zubereitungszeit: 30 min

Zubehör: große beschichtete Pfanne, Rührschüssel, Männerhände

So geht’s:

Zwiebeln in der Pfanne andünsten, bis sie schön weich sind. Abkühlen lassen. Jetzt alle Zutaten vermischen und durchkneten lassen. (Macht idealerweise der bEdW oder ein anderer verfügbarer Mann mit großen Händen. Du sitzt währendessen mit einem kühlen Getränk dabei und guckst ihm bei der Arbeit zu!)

Die Butter in der Pfanne erhitzen und ein kleines Testbällchen braten. Schmeckt es Dir? Oder musst Du die Masse noch mal nachwürzen? Dazu wäre jetzt noch Gelegenheit!

Fleischmasse zu Frikadellen der Wunschgröße formen und leicht in den Semmelbröseln wenden.

Frikadellen nacheinander anbraten und zur Seite stellen. Lauwarm mit dem Kartoffelsalat oder am nächsten Tag kalt genießen!

Schon hast Du ein Essen für die nächsten 2-3 Tage, einen hausgemachten Lunch oder Zutaten für’s Picknick. Wir wollen uns diesen Sommer doch nicht unnötig abarbeiten, oder?

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