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Gibt’s hier heute nix zu essen, fragst Du? Doch, doch, natürlich! Meine Highlights des Sommers nämlich. Denn Sina ruft zum Blog-Event „Das war mein Sommer“ auf. Und ich liebe doch Rückblicke. Du auch? Was war Dein Top oder Flop im Sommer 2016? Einfach kurz einen Kommentar hinterlassen…

Ich kann das Gejammer über Wetter nicht mehr hören! Immer ist es zu nass, zu schwül, zu heiß, zu kalt, zu windig, zu irgendwas! Auch auf den Sommer 2016 wurde und wird geschimpft.

Dabei war er für mich wunderschön! Zum Beispiel…

Mit Blumen über Blumen - in Parks und Gärten und auf Wiesen! Dem Regen sei Dank!

…mit Blumen über Blumen – in Parks und Gärten und auf Wiesen! Dem Regen sei Dank!

 

...mit lustigen Fußbalabenden und unserem neuen Mitbewohner: Dem Champagnerkühler! Kühlt auch Bier :)

…mit lustigen Fußbalabenden und unserem neuen Mitbewohner: Dem Champagnerkühler! Kühlt auch Bier🙂

 

...mit herrlichen Abenden über den Dächern unserer Stadt.

…mit herrlichen Abenden über den Dächern unserer Stadt.

 

...mit einem wunderschönen Ausflug zur Wiesbadener Maaraue. Siehst Du, wie heiß es auf dem Bild ist?

…mit einem wunderschönen Ausflug zur Wiesbadener Maaraue. Siehst Du, wie heiß es auf dem Bild ist?

 

...mit unserer sagenhaften, zehntägigen Rheingauer Weinwoche! *hicks*

…mit unserer sagenhaften, zehntägigen Rheingauer Weinwoche! *hicks*

Ein typisch mitteleuropäischer Sommer

Dass der Sommer für unsere Klimazone eigentlich ganz typisch war, bestätigt sogar der Deutsche Wetterdienst im hessischen Offenbach: „Insgesamt verlief er recht warm bei durchschnittlichem Niederschlag und Sonnenschein“, heißt es in der Bilanz des DWD diese Woche.

Aber was hab ich als Redakteurin gelernt? Vertraue nie nur einer Quelle! Deshalb hier noch die Antwort auf meine Nachfrage bei den Wetterprofis von Kachelmannwetter:

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Wie so oft sind wir Empörungsbürger also mal wieder die mit der verschobenen Wahrnehmung. Dachte ich’s mir doch schon fast! Mit unseren meist in Büros stattfindenden Jobs werden wir doch auch mal einen Regentag verknusen, etwas Hitze aushalten und dem Wind die Nase entgegenstrecken! Du wirst doch nicht gleich verzweifeln müssen, wenn mal ein Grillfest ins Wasser fällt oder Du im August die Socken hervorkramst. So what?

Wir sind hier nicht auf Tuvalu!

Die Einzigen, die sich ernsthaft über Wetter aufregen dürfen, sind die, deren Existenz davon abhängt! Aber wir hier in unseren Kaffeeküchen und unserem „Aber ich wollte heute doch Flipflops zum Kleidchen tragen“-Gemaule können uns einfach mal entspannen.  He, wir leben in Mitteleuropa! Nicht auf den Balearen, nicht auf den Kapverden und nicht auf Tuvalu. Trotzdem schön hier!

Rosé Drink German Abendbrot

Diesen herrlichen Rosé-Drink gab’s zur Stilton-Créme auf Pumpernickel.

Ich fand unseren Sommer wunderschön! Vielleicht auch, weil wir im milden Rheingau-Klima nach einem kühlen Start auch viele hochsommerliche Tage hatten, manche davon richtig heiß. Andere waren einfach warm, hell, lang und schön. Oder wie es in diesem Lied heißt „Sommer ist, was in Deinem Kopf passiert!“

Mein erster „selbstständiger“ Sommer!

Für mich persönlich war 2016 der erste Sommer, den ich als selbstständige PR-Beraterin verbracht habe. 2015, nachdem ich mich aus dem Agenturleben aus freien Stücken und nach insgesamt zwölf Jahren verabschiedet hatte, habe ich trotz aller laufenden Vorbereitungen und erster Aufträge noch mein #summersabbatical gefeiert. Das war bei der wochenlangen Hitzewelle und in unserer Dachgeschosswohnung auch kaum anders möglich.

2015: Schön war mein #summersabbatical! In 2016 sah es aber zwischendrin immer mal ganz ähnlich aus…

Alles richtig gemacht!

2016 aber hatte ich keinen Urlaub, habe mein Arbeitszimmer weiter eingerichtet, habe gearbeitet. Und das Arbeiten macht mir nach wie vor so unglaublich viel Spaß, dass ich regelmäßig daheim rumgroove und mich so gut fühle wie seit Jahren nicht! Alles richtig gemacht! BÄM!

Gekocht habe ich vielleicht etwas weniger als sonst. Es gibt halt zu viel zu tun, zu organisieren, im Kopf zu haben. Aber ein paar Sommer-Highlights gab’s dennoch:

Burger hausgemacht German Abendbrot

Der Oriental Meatpacker – ein 100% hausgemachter Burger. Köstlich!

 

Samosa Lammfüllung Erbsen Kartoffeln indisch German Abendbrot Foodblog

Die ersten hausgemachten indischen Samosas!

 

Riesling Spätlese Weingut Trenz 1966 Rheingau German Abendbrot Geschenkidee

Einen Riesling aus dem Jahr 1966! Dazu die herrlichen Dips…

 

Tiroler Graukäse mit Olivenöl

Eine Käseentdeckung aus Tirol: Graukäse (bei der Verkostung hat es geschüttet, gehagelt und gestürmt. Sommer in Europa halt!)

 

Indisches Rogan Josh Lamm Schmorgericht Blog German Abendbrot

Ein feines Rogan Josh – denn für Geschmortes war der Sommer 2016 streckenweise perfekt!

 

Ei_traurig

Eine Herzensangelegenheit: Einkaufstipps zu Hühnereiern, für die keine Bruderhähne geschreddert werden müssen!

 

Thai Salat Asia Dressing Steak Streifen gegrillt Foodblog German Abendbrot

Ein saftiger asiatischer Salat mit Rindfleisch! Hmmm….

Und natürlich gab es wieder meine Zusammenstellung für heiße Tage: Die Top-10-Gerichte sowie die herrlichen Dips zu einem kalten Gläschen Wein!

Aber wie war Dein Sommer? Top oder Flop? Was hat Dir gut gefallen und was nicht so?

Ein spätsommerliches Highlight war meine Brombeerpflückerei und eine köstliche Marmelade. Aber dazu demnächst mehr!

 

“Blogevent

Keine Sorge! Ich werde jetzt nicht zu so einer missionierenden Foodtrend-Trulla. Aber manche Rezepte machen mich neugierig. So auch diese Vegetarische (oder sogar vegane!) Spaghetti Bolognese nach TV-Koch Jamie Oliver.

Es gibt für mich gar keinen Grund, an der „allerallerallerbesten“ Bolognese-Sauce des bEdW irgendetwas zu verändern. Ich bin so überzeugt von diesem Ragu, dass ich sie sogar meiner Lieblingszeitung DIE ZEIT auf dem Präsentiertellerchen serviert habe. Diese Version ist für mich persönlich über jeden Zweifel erhaben. Diskussionen um „das richtige Ragu Bologneser Art“ lassen mich ebenso kalt. Milch rein oder nicht? Hackfleisch oder ganze Stücke? Karotten, Sellerie – ja oder nein? All das ficht mich nicht an. Oder wie mir mal eine Gemüsetandlerin auf dem Viktualienmarkt aphorismengleich sagte: „A jeda wia er moag!“.

Aber wenn Jamie Oliver, dessen Gerichte ich immer mal nachkoche, ein kurzes, kleines Rezept-Video auf Facebook postet, das eine vegetarische Sauce a la Bolognese verspricht (ohne Käse sogar vegan) und äußerst appetitlich aussieht, ist einfach meine Neugierde geweckt.

Linsen statt Hackfleisch? Geschmacksache!

Linsen als Hackfleisch-Ersatz für ausreichend Proteine und Biss im Gericht schrecken mich nicht. Ihr Aroma und ihre Konsistenz sind aber recht dominant. Wenn Du Linsen oder generell Hülsenfrüchte nicht magst, wirst Du mit diesem Rezept nicht sonderlich glücklich. Ich aber mag sie gerne: Pluspunkt! Für die rein vegetarische Variante sind die Zutaten außerdem unfassbar günstig im Vergleich zur Fleisch-Version und fast immer im Haus. Ein weiterer Pluspunkt. Und da Linsen ohnehin ein Hammer sind als Mineralstofflieferant (Zink, Eisen, Kalium, Magnesium…) hast Du mit diesem Rezept auch jede Menge gesunder Komponenten auf dem Teller. Schon der 3. Pluspunkt.

Vegetarische vegane Bolognese nach Jamie Oliver Foodblog German Abendbrot

Eine Bolognese ist eine Bolognese ist eine…

Du kannst mit mir streiten, ob eine solche Rezept-Variante sich überhaupt Bolognese nennen darf. Ich mache mich davon frei und sehe sie eher als vegetarische Pastasauce. Warum auf Namen herumreiten? Und Gemüse-Linsen-Sauce oder tomatiges Linsen-Ragu klingen irgendwie nicht so prickelnd. Unter Bolognese kannst Du Dir sicher besser etwas vorstellen und ahnst schon, wohin die Reise geht.

Hier kommt jedenfalls das Rezept. Und wenn Du auch so neugierig bist wie ich, probier es doch einfach mal aus!

Zutaten für meine vegetarische Bolognese nach Jamie Oliver für 4 Personen:

2 Karotten, gewürfelt

2 Stangen Sellerie, in feine Scheiben oder Würfel geschnitten

1 Dose (400 gr) braune Linsen (getrocknete Linsen müssen über Nacht einweichen)

1 Zweig Rosmarin

2 rote Zwiebeln, fein gewürfelt

1 Blatt Lorbeer

150 ml trockener Rotwein

20 gr getrocknete Steinpilze

1 große Dose (800 ml) Tomaten

4 Stengel Petersilie

eine Handvoll Parmesan-Käse (oder eine vegane Variante)

Salz

Pfeffer

1/2 Chilischote, fein gehackt

1 TL Tomatenmark

1 Stück Parmesanrinde (optional, Veganer lassen sie weg)

1 Prise Zucker

Spritzer Olivenöl

500 gr Vollkorn-Spaghetti

Zubehör: 1 Topf für Nudeln, 1 große Pfanne mit Deckel für das Ragu, Sieb

Zubereitungszeit: etwa 1 1/4 Stunde

So geht’s:

Gemüse vorbereiten: waschen, würfeln, bereitstellen. Linsen in ein Sieb gießen und kurz abtropfen lassen. Pilze in etwas Wasser einweichen (so, dass sie gerade bedeckt sind).

Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Sellerie, Karotte, Zwiebeln und die Chilischote anschwitzen. Tomatenmark unterheben und ebenfalls kurz erhitzen. Lorbeerblatt und Rosmarinzweig hinein, Deckel schließen und das Ganze etwa 15 min garen.

Den Wein hinzugeben und einköcheln lassen. Parmesanrinde in die Sauce legen (gibt Geschmack!). Pilze aus dem Wasser nehmen (nicht wegschütten!), klein hacken und in die Sauce geben. Das Pilzwasser vorsichtig hinzugeben (unten bildet sich immer etwas Satz). Tomaten hinzugeben, die Dose mit etwas Wasser ausspülen und ebenfalls in die Sauce gießen (das Tomaten-Wasser, nicht die Dose!). Die abgetropften Linsen nun ebenfalls in die Pfanne geben. Mit Salz und Pfeffer sowie der Prise Zucker würzen. Deckel schließen und rund 30 min sanft köcheln lassen.

Nudelwasser mit ausreichend Salz erhitzen und die Pasta gar kochen (Vollkorn-Spaghetti behalten mehr Biss als die herkömmliche Sorte; dafür eignen sie sich aber auch gut zum Aufwärmen am nächsten Tag!*).

Die Nudeln abgießen und etwas von dem Wasser auffangen. Nudeln zurück in den Pastatopf geben und jetzt 3-4 Kellen des Ragus unterheben. Parmesan ebenfalls untermengen und mit etwas von dem aufgegangenen Nudelwasser sämig machen.

Auf einem Teller geben und mit gehackter Petersilie garniert servieren.

Ein herzhaftes, günstiges und wirklich schmackhaftes Veggie-Ragu, das ich mir auch ganz köstlich mit einem Fladenbrot statt Nudeln vorstellen kann!

*Wir haben das restliche Ragu außerdem noch heiß in sterilisierte Gläser gefüllt und sofort verschlossen. So haben wir jetzt noch eine schnelle, gesunde Pastasauce für Tage, an denen wir nicht zum Kochen kommen! 

Ein letztes, heißes Aufbäumen des Sommers. Dann kommt schon der Herbst (ich rieche ihn schon morgens beim Laufen, Du auch?). Deshalb bleibt die Küche kalt, die Getränke gut gekühlt und die Stimmung entspannt. Was hältst Du von ein paar köstlichen Dips oder einem kühlen Tomatenjelly?

Erich Kästner hat in seinem Gedicht „August“ geschrieben:

(…) Ein Erntewagen schwankt durchs Feld.
Im Garten riecht’s nach Minze und Kamille.
Man sieht die Hitze. Und man hört die Stille.
Wie klein ist heut die ganze Welt!
Wie groß und grenzenlos ist die Idylle …
(…)

Siehst Du auch die Hitze und hörst die Stille? Wenn quasi alles knistert und die Sonne auf der Haut britzelt? Dann mag ich nicht kochen, sondern bereite schnell etwas Tomatensalat (rote Zwiebel, 2 EL Rotweinessig, 4 EL Olivenöl, grobes Meersalz) zu, hole ein Baguette vom Bäcker und mache es mir mit etwas gut gekühlter Melone, Schinken und 2-3 feinen Dips entspannt.

Créme Paste Schafskäse mediterran Gewürze Foodblog German Abendbrot Rezept

Mit einem Pürierstab machst Du blitzschnell Deine Lieblings-Créme – und die ist meistens deutlich günstiger als die Pasten, die Du an den Wochenmarktständen kaufen kannst.

Für meine mediterrane Schafskäsecréme brauchst Du:

150 gr Schafskäse

80 gr Frischkäse (natur)

2 EL gehackte getrocknete Tomaten in Öl (abgetropft)

1 EL gehackte Kapern

1 TL Harissa (scharfe Paprikapaste, gibt es im türkischen Supermarkt)

etwas Olivenöl

optional: fein gehackte, entsteinte schwarze Oliven

Zubehör: Pürierstab oder Mixer

Zubereitungszeit: 10 min

So geht’s:

Alle Zutaten außer den Oliven im Mixer pürieren. Abschmecken und kühl stellen. Vor dem Servieren die fein gehackten Oliven obenauf geben.

Wenn Du magst, kannst Du sie auch gleich unterheben. Aber der bEdW besteht darauf, dass er sie notfalls auch weglassen kann…

Dips, Pasten, Crémes: Unzählige Varianten

Natürlich kannst Du mit Deinem Pürierstab noch andere Köstlichkeiten zubereiten! Die Rezepte findest Du hinter den Links.

Wie wäre es mit Hummus, dem Kichererbsen-Sesam-Püree aus dem Orient?

Oder brauchst Du dringend eine Verwertung für Deine Zucchini? Dann wäre dieser Dip etwas für Dich!

Ach, bei Dir sind die Tomaten reif? Dann probier‘ doch dieses herrlich indische Relish mal!

Immer noch Tomaten übrig? Ganz wunderbar kühl und köstlich ist mein Tomatenjelly mit Wodka und Basilikum:

Nicht nur zur Tex-Mex-Küche ist auch eine Guacamole einfach köstlich!

Ein Fisch-Fan wie ich fängt sich auch gerne mal ein geräuchertes Forellchen und macht daraus einen herzhaften Räucherforellen-Dip!

Creme Räucherforelle Pumpernickel Foodblog German Abendbrot Aperitif

Oder doch lieber herzhafter mit blauschimmeligem Stilton-Käse und Créme fraîche?

Creme aus englischem Stilton Kaese und Creme fraiche Pumpernickel German Abendbrot

Ach, Du findest sicher noch viel mehr Varianten! Welche magst Du denn besonders gerne?

 

„Brot mit was druff“ gibt es in fast allen Kulturen. Eine besonders köstliche und erfrischende Variante ist mein vietnamesisches Bánh mì mit Schweinefilet vom Grill, süß-sauer eingelegtem Gemüse und einer cremigen Curry-Mayonnaise.

Bánh mì Sandwich aus Vietnam süß-sauer eingelegtes Gemüse Foodblog German Abendbrot Rezept

Diese Woche soll es noch mal heiß werden, bevor der Spätsommer langsam einem – hoffentlich – goldenen Herbst Platz macht. Temperaturen um die 30 Grad und zwölf Stunden Sonnenscheindauer laden zu den vielleicht letzten Grillabenden in T-Shirt und kurzen Hosen ein.

Dafür räumen wir so langsam mal das Tiefkühlfach aus, um Platz für Neues zu schaffen, das wir im Herbst ernten und einfrieren wollen (Chilischoten, Kräuter in Olivenöl, Tomatensugo, Pilze…).

Den Weg aus unserem Tiefkühlfach fand auch ein Schweinefilet (ca. 400 gr), das wir in vier gleich große Medaillons geschnitten, etwas flach gedrückt und mit Salz, Pfeffer und Olivenöl eingerieben haben.

Bánh mì – Erbe der französischen Kolonialherren

Daraus wurde dann dieses köstliche Bánh mì – ein vietnamesisches Sandwich, das noch an die französischen Kolonialherren erinnert. Asiatische Kräuter und Gewürze bilden mit dem Baguette zusammen herrliche Fusionküche.

Im Original ist das verwendete Brot etwas fluffiger und weniger kross. Da wir aber noch köstliche Baguette-Brötchen von unserem Bäcker übrig hatten, waren wir auch mit dieser Variante sehr zufrieden!

Zutaten für 2 Bánh mì mit eingelegtem Gemüse und Currymayonnaise:

400 gr Schweinefilet

Salz

Pfeffer

Olivenöl

2 Baguette-Brötchen

Hausgemachte eifreie Currymayonnaise (nach diesem Rezept mit einer Prise Madras Curry verfeinert)

1 rote Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten

20 cm einer Salatgurke, geschält, entkern und mit dem Schäler in dünne Streifen geschnitten

1 Möhre, gewaschen und mit dem Schäler in dünne Streifen geschnitten

1 scharfe rote Chilischote (z.B. Habanero oder Scotch Bonnet), entkernt und sehr fein gehackt

1 gehäufter TL brauner Zucker

1 TL Fischsauce

4 EL Reisweinessig

2 EL Erdnussöl

optional: Spritzer Limettensaft

optional: Spritzer Sesamöl

einige Blätter Minze

einige Blätter Koriander

Zubereitungszeit: Schweinefilet ca. 6 min grillen, Baguett-Brötchen ebenfalls kurz anrösten, Gemüse-Zubereitung: 10 min plus Zeit zum Durchziehen, Mayonnaise: 5 min

Zubehör: Grill oder Grillpfanne, Gemüseschäler oder Hobel

So geht’s:

Schweinefilet wie oben beschrieben in Medaillons schneiden, würzen und zum Grillen bereitstellen.

Gemüse mit dem braunen Zucker, Erdnussöl, Fischsauce, Reisweinessig und Chilischote gut vermischen und zur Seite stellen. Vor dem Servieren mit etwas Sesamöl und Limettensaft abschmecken. Eventuell mit Fischsauce noch etwas „nachsalzen“. Das Gemüse soll schön süß-sauer und scharf sein.

Die Mayonnaise wie hier beschrieben zubereiten und mit etwas Curry verfeinern. Da sie ohne Ei zubereitet wird, musst Du sie nicht bis zum Servieren kalt stellen – kannst Du aber!

Koriander- und Minze pflücken und eventuell grob hacken.

Schweinefilet unter mehrmaligem Wenden einige Minuten grillen, bis sie schön Farbe angenommen haben, innen gar aber innen noch ganz leicht (!) rosa sind.

Währendessen das Brot ebenfalls kurz anrösten.

Baguette vom Grill nehmen und mit der Curry-Mayonnaise bestreichen. Das Gemüse abtropfen und ebenfalls auf das Baguette legen. Zwei der Schweinefilet-Medaillons hinzugeben und mit den Kräutern garnieren. Zuklappen und genießen!

Das frische, eingelegte Gemüse macht diesen klassischen Grill-Genuss wunderbar exotisch und schön würzig. Eine tolle Idee, um das herkömmliche Braten-Brötchen ein bisschen zu pimpen!

Wie jedes Jahr im August feiert Wiesbaden die Rheingauer Winzer, den Riesling und auch ein bisschen sich selbst…

Und weil die Rheingauer Weinwoche mit ihren über 100 Ständen wie jedes Jahr im August vor unserer Haustür stattfindet (das ist wörtlich zu verstehen!), sind die zehn Tage ideal, um sich dort mit Freunden zu verabreden, (Wein-)Vorräte anzulegen, allerlei Entdeckungen zu machen (wie hier oder hier), auch mal berufliche Termine an bestimmte Weinstände zu verlegen („Treffen wir uns einfach erstmal beim Schönleber…“) und auch ein bisschen abzuschalten.

Rheingauer Weinwoche Wiesbaden

Gekocht wird in dieser Zeit wie jedes Jahr im August eher wenig, denn Bratwurst-Dunst und Flammkuchen-Duft ziehen bis in unser Dachgeschoss und machen Lust auf einen Snack zum Wein „uff de Gass“. Höchstens der selbstgemachte Kochkäs kommt zum „Winzerknorze“ zum Einsatz, weil der auf dem Fest servierte Spundekäs ja doch immer aus dem gleichen Plastikeimer kommt (wie einfach er doch eigentlich zuzubereiten wäre, weiß Astrid zu berichten).

Deshalb klinke ich mich wie jedes Jahr im August für ein paar Tage aus, sammle ein paar frische Eindrücke und neue Weine und freue mich darauf, wenn es hier ab dem 23. August wieder weitergeht…

Keine Angst, Du verhungerst schon nicht! Surf‘ doch einfach mal durch die über 750 Rezepte hier im Blog und such‘ Dir was Feines aus…

*Die Postkarte und viele weitere hübsche Motive sowie geschmackvolle (!) Souvenirs rund um Wiesbaden gibt es im „Stadtstück“.

 

 

 

Trends machen mich immer etwas kribbelig. Und so genannte Food-Trends erst recht. Bei mir heißt der Foodtruck nach wie vor Imbisswagen, das Hot Dog Roll einfach Brötchen und langsam Geschmortes muss nicht unbedingt „pulled irgendwas“ sein. Aber gegen einen hausgemachten Burger ist deshalb noch lange nichts einzuwenden…

Als Dorfkind der späten 70er und 80er bin ich auch ohne McDonald’s und Burger King großgeworden. In der nächst größeren Stadt gab es ein Lokal der Kette „Wendy’s“. Da war ich aber nie drin. Burger wurden nämlich im Hause German Abendbrot schon immer selbst gemacht. Lange, bevor es dieses Internet oder gar Food-Trucks und Gedöns gab. Ok, die Brötchen waren vom Bäcker des Vertrauens (andere gab’s ja gar nicht!) gekauft. Aber die Frikadellen (ey, das nannten wir nicht Patties!) waren homemade hausgemacht, Gurken, Tomaten und Salatblätter kamen gerne mal aus Omas Garten und über den Zuckergehalt von Ketchup sprach damals sowieso kein Mensch. Überlebt hab ich’s trotzdem.

Auch heute noch liebe ich Hackfleisch-Buletten Fleischpflanzerl Frikadellen und gut belegte saftige Brötchen. Dank des Wunderteig-Rezepts von Stevan Paul lassen sich nicht nur köstliche Hot-Dog-Brötchen (Rolls, my ass!) und Sandwich-Toast machen, sondern auch gigantische Burger-Brötchen (Wer hat da gerade Buns gesagt??):

Burger Brötchen Buns hausgemacht Foodblog German Abendbrot

Die Brötchen sind wunderbar knusprig, innen fluffig und sowas von gelingsicher, dass sogar ich Teig-DAU mit ihnen zurechtkomme. Alleine dafür möchte ich Stevan Paul knutschen!

Aber so ein Burger ist ja nur so gut wie die Summe seiner Einzelteile. Und weil es sich für 2 Leute kaum lohnt, wurde im elterlichen Garten gegrillt – es gab also ordentlich was druff auf’s Brötchen.

Das Schöne: Ganz viele der Bestandteile findest Du schon hier im Blog und kannst gleich loslegen. Na, wie klingt das?

Burger hausgemacht German Abendbrot

Meine Damen und Herren, Sie sehen The Oriental Meatpacker: Hausgemachtes und knusprig angeröstetes Burger Bun Brötchen (!), asiatisch eingelegter Choi Sum, saftiges Patty Frikadelle vom Rind, eifreie Mayonnaise mit Curry verfeinert, Johannisbeerchutney statt Ketchup, eine Scheibe Raclette-Käse sowie karamellisierte Zwiebeln. Ein herrliches Teamwork von 4 begeisterten Hamburger-Hausgemacht-Essern!

Na, wie klingt das? Ich finde, das ist ein super feiner Burger!

Für die Brötchen, den Choi Sum, die Mayonnaise und das Chutney habe ich Dir die Rezepte schon verlinkt. Sie machen unseren Meatpacker so richtig schön orientalisch-exotisch!

Das Hackfleisch (reines Rind mit Fettanteil von 20%, damit es nicht trocken wird oder gar auf dem Grill zerfällt!) habe ich mit Salz, Tellycherry Pepper, getrocknetem Oregano, 1 kleinen feingehackten Zwiebel und einer Prise Chiliflocken gewürzt. Wir hatten für 4 Personen 1 kg Fleisch auf insgesamt 8 Buns. Die Patties waren medium gegrillt, so dass sie innen noch schön rosa waren. Achtung! Der Grill muss richtig heiß sein, damit die Fleischpflanzerl sich gut vom Rost lösen lassen. Lass ihnen Zeit. Sie brauchen von jeder Seite – je nach Größe und Hitze – 2-4 Minuten.

Die Zwiebeln schneidest Du einfach in feine Ringe und gibst sie mit etwas Butter in die Pfanne. Dazu dann brauner Zucker und so lange auf mittlerer Hitze garen, bis sie weich, braun und klebrig sind. Achtung! Die sind höllisch heiß und neigen dazu anzubrennen. Also dabei bleiben!

Der Käse war ein Raclette-Käse meines Lieblingskäsehändlers, der Bergkäse-Station in Wiesbaden. Er kam noch auf dem Grill auf das fast gare Patty, damit er schön verlaufen konnte. Dann sofort servieren!

Weitere Beilagen: sonnengereifte Gartentomaten, Salatgurke in Scheiben und Kopfsalat-Blätter für ein bisschen Frische.

Was micht an hausgemachten Burgern einfach umhaut, sind die verschiedenen Konsistenzen gepaart mit dem guten Gewissen, dass man keinen Convenience-Mist zu sich nimmt!

Zugegeben, etwas aufwendiger als der Gang ins Burger-Restaurant. Aber im Team macht die Vorbereitung doppelt Spaß und wo gibt es sonst eine so geniale Kombi aus cremiger Mayonnaise (hausgemacht schlägt hier einfach JEDE Tube!), dem säuerlich-fruchtigen Johannisbeerchutney und scharfem Choi Sum. Dazu ein perfekt gegrilltes, saftiges Frikadellchen und die knusprigen Brötchen getoppt von klebrig-süßen Zwiebeln – gegen so einen Trend lässt sich nichts sagen!

Guten Appetit!

Wenn das Leben 1.0 Dich ordentlich am Schlafittchen hat, brauchst Du Inspiration, um was Gutes in den Magen zu bekommen. Ich surfe dann gerne rüber zu Tina und finde eigentlich immer was! Etwa Yam Nuea Yang aka Salat mit gegrilltem Rind.

Whooooaaaaah! Der Montag startete schon ziemlich crazy. Dienstag und Mittwoch nahmen dann immer mehr an Fahrt auf. Dazu noch das Auf und Ab beim Wetter und fertig war eine vogelwuide Woche. In solchen Zeiten bin ich froh, wenn ich überhaupt dazu komme, etwas einzukaufen, zu kochen und zu essen.

Leichte, schnelle Gerichte sind dann Trumpf. Viele finden sich hier im Blog, aus denen ich mir immer mal wieder was aussuche. Aber manchmal will ich auch was Neues machen.

Absolut immer fündig werde ich in einem meiner Lieblingsblogs: Foodina. Tina kocht nicht nur ebenso gerne indisch wie ich. Sie mag’s auch gerne mal unkompliziert und sorgt mit ihrem Saison-Kalender auch noch für ein gutes Gewissen. BÄM!

Schwestern im Geiste quasi.

Ein köstliches, schnelles und auch noch gesundes Abendessen ist der Yam Nuea Yang, ein asiatisch gewürzter Salat mit Rindfleischstriefen, den ich leicht abgewandelt nachgemacht habe:

Thai Salat Asia Dressing Steak Streifen gegrillt Foodblog German Abendbrot

Statt das Steak im Ganzen zu grillen und aufzuschneiden, haben wir es roh in Streifen geschnitten und gebraten. So hast Du mehr Röstaromen, musst aber auch höllisch aufpassen, dass es nicht zu durch gerät. Außerdem habe ich Knoblauch weggelassen und einige Sprossen hinzugefügt für noch mehr Knackigkeit.

Ein insgesamt herrlich erfrischender, schön scharfer und ausgewogener Salat mit ordentlich Biss. Dazu gab es bei uns einen Rest Reis: Den haben wir angebraten, mit einem verklepperten Ei vermischt, Frühlingszwiebeln untergehoben und mit Fischsauce abgeschmeckt. Ganz schnell gemacht…

Danke, Tina, für all die vielen köstlichen Anregungen, die Du so lieferst! :-*

Und welche Foodblogs inspirieren Dich?

Wo muss ich unbedingt mal vorbeischauen?

Habt ein schönes Wochenende!

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