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What day is it?”, asked Winnie the Pooh
It’s today,” squeaked Piglet
My favorite day“, said Pooh”

Heute war mein letzter Arbeitstag in der Agentur. Ein sehr emotionaler Abschied. Jetzt liegt der Sommer vor mir und viele Dinge, über die ich nachdenken will.

Deshalb gibt’s jetzt hier erstmal für das lange Wochenende eine kleine Blog-Pause.

Habt ein schönes Feiertagswochenende!

Unser Weber-Grill ist wie ein Familienmitglied und außerdem im Dauereinsatz. Mit einer Koriander-Limetten-Marinade für Fisch und Hühnchen sowie einer scharfe Tomaten-Marinade für Schwein und Huhn stelle ich Euch heute zwei Alleskönner für die BBQ-Saison vor.

“Nobody puts Baby in the corner!” – mit diesem Zitat hab ich Euch vor vier Jahren unseren Baby-Weber vorgestellt. Seitdem ist das gute Stück fester Bestandteil unserer Essensplanung. Ob Paella, gestopfter Fisch, klassisches Steak oder indischer Burger – gegrillt wird, was Spaß macht. Herzhafte Salate, scharfe Dips, fruchtige Chutneys und weitere Ideen rund um’s Grillen findet Ihr zahlreich im Blog. Surft doch einfach mal durch!

Damit Fleisch und Fisch nicht austrocknen bei der hohen Hitze, sind Marinaden eine gute Möglichkeit. Sie geben zudem noch zusätzlich Aroma und machen jede Grill-Session zu einer Geschmacksexplosion. Auf fertig mariniertes Fleisch verzichten wir dabei. Viel zu häufig wird herkömmlichen Marinaden Geschmacksverstärker zugesetzt. Dabei hat gutes Fleisch von bester Qualität das gar nicht nötig. Die gängigen Gewürze, frische Kräuter, Zitronensaft, Sojasauce, Ketchup, Tabasco, Olivenöl und Honig hat jeder im Haus. Also! Los geht’s!

Die erste Marinade aus Koriander und Limettensaft ist perfekt für Spieße mit Fischfilet, Tintenfisch oder auch Hühnchen.

Limettenmarinade

Zutaten:

1 Habanero-Schote (oder andere scharfe Chilisorte)

1/2 Bund frischer Koriander

125ml Olivenöl

4 Frühlingszwiebeln (weißer und hellgrüner Teil)

1 EL gehackten Ingwer

2 EL Muscovado-Zucker

einige Spritzer Limettensaft

Salz, Pfeffer

Zubehör: Mixer, Holzspieße

So geht’s: Die Chili entkernen. Alle Zutaten mit dem Mixer pürieren. Die in mundgerechte, nicht zu kleinen Stücke in einen Gefrierbeutel geben. Die Marinade hinzugeben und gut vermischen. Den Beutel zuknoten und im Kühlschrank einige Stunden ziehen lassen. Dann Holzspieße gut wässern und die Fleischstücke draufschieben. Auf direkter, hoher Hitze auf dem Grill in einigen Minuten gar grillen.

Die scharfe Tomatenpaste ist hervorragend als Marinade von Schwein und Huhn, aber außerdem auch ein toller Dip:

Tomatenmarinade

Zutaten:

2 fein gewürfelte Zwiebeln

3 EL Olivenöl

1 kleines Lorbeerblatt

400 gr stückige Tomaten aus der Dose

Chipotle-Salz (oder grobes Meersalz)

1 EL Sherry-Essig

100 ml Apfelsaft

2 TL Ancho-Chili-Pulver (oder anderes mildes, rauchiges Chilipulver)

1/2 TL getrockneter Oregano

1 TL Pul Biber (scharfe Paprikaflocken)

schwarzer Pfeffer

1 EL Muscovado-Zucker

Zubehör: mittelgroße, beschichtete Pfanne, Pürierstab

So geht’s:

Öl in der Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Lorbeerblatt anschwitzen und bei kleiner Hitze etwa 20 min weiterbraten, bis die Zwiebeln weich und leicht braun sind. Währendessen den Muscovadozucker dazugeben, um das Ganze leicht zu karamellisieren. Mit dem Sherryessig ablöschen und einköcheln lassen. Apfelsaft und Tomaten mit dem Saft hinzugeben und beides einreduzieren lassen. Währendessen alle weiteren Zutaten hinzugeben. Alles einige Minuten köcheln lassen. Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Sauce pürieren. Abkühlen lassen.

Das Fleisch, zum Beispiel Schweinekoteletts, einige Minuten grillen. Dann beide Seiten mit Hilfe eines Pinsels mit der Sauce bestreichen und weitergrillen, bis das Fleisch gar ist. Die restliche Sauce als Dip servieren.

Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)

Die Grill-Saison ist gerade erst gestartet. Viele laue, kurze Sommernächte warten noch auf uns. Und mit ihnen unzählige Rezepte rund um den schönsten sommerlichen Zeitvertreib. Deshalb ist das hier mein Beitrag zu Zorras 109. (!) Blog-Event, das sie zusammen mit Sandra, From Snugg’s Kitchen, ausrichtet.

Bis zum 15. Juni könnt Ihr ebenfalls Eure Rezepte einreichen – oder Euch danach auf eine Zusammenfassung mit den besten BBQ-Rezepten freuen!

  
Rosen, ihr blendenden, 

Balsam versendenden! 

Flatternde, schwebende, 

Heimlich belebende, 

Zweiglein beflügelte, 

Knospen entsiegelnde, 

Eilet zu blühn.

(Goethe) 

Ich wünsche Euch einen wunderbaren letzten Mai-Tag und einen glücklichen Start in den Sommermonat Juni. 

Für mich wird der Sommer aller Vorraussicht nach emotional, aufregend, entspannend, erdend… oder auch total verrückt. Aber dazu bald mehr! 

Heut gibt’s zum Friday Night Dinner Date ein lecker Weinchen :)

Ich geb’s ja zu: Auch wir trinken in den warmen Monaten am liebsten gut gekühlte Weißweine oder Rosé. Mit einem beschlagenen Glas auf der Terrasse den Grillduft einatmen – das ist Sommer! Aber auch Rotwein-Liebhaber müssen nicht auf den Herbst warten, um ein Glas zu genießen. Auf geht’s zur Weinrallye!

Was also macht einen Rotwein zu einem geeigneten Sommerwein, einem Rotwein für heiße Tage? Sicherlich könnte man die Frage wissenschaftlich betrachten, mit Oechsle, Restsüße und Alkoholgehalt argumentieren. Für mich als Laie steht aber fest:

Ein im Sommer trinkbarer Rotwein muss a) eine leichte Kühlung vertragen, darf b) keinen schweren Kopf machen und muss c) auch zwei bis drei Tage geöffnet überstehen. Denn an einem Sommerabend reicht ja auch ein einzelnes Glas!

Warum tun wir uns aber im Sommer so schwer mit Rotwein? Ich denke, während wir in Herbst und Winter aus der Kälte nach drinnen in die Wärme kommen und uns mit einem Glas Rotwein ein bisschen einheizen wollen, sind die Tage im Sommer heiß genug. Im Sommer sehnen wir uns nach der Kühle der Abend- und Nachtstunden. Jaja, ich weiß, was Ihr jetzt sagt: “Die Beduinen trinken Tee gegen die Gluthitze und keine Kaltgetränke.” Aber erstens gibt’s keine Kühlschränke im Wüstenzelt und zweitens verzichten sie auch aus gutem Grund auf Alkohol. Beides scheint irgendwie nicht zusammenzugehen. Also: Entweder kühl und alkoholisch oder heiß und ohne Alk?

Im Klartext: Kühlung – Sommer – Rotwein! Geht das? Kein Widerspruch! In unserer Dachgeschosswohnung wird es im Sommer schnell mal 28 Grad und mehr. Auch der Keller ist nicht wirklich kühl. Da ich aber keinen Teebeutel in meinen Rotwein hängen will, kühle ich die ausgewählte Flasche gerne auf eine angenehme Trinktemperatur herunter – so etwa 12 bis maximal 16 Grad. Das verzeiht aber nicht jeder Rotwein, bilde ich mir ein.

Auch sind sehr „schwere“, alkohollastige Rote nicht geeignet, um auf der Terrasse zu erfrischen. Wer will nach einem heißen Tag schon gleich schläfrig und schwer werden? Am Abend erwachen im Sommer doch eher die Lebensgeister. Für die aktuelle Weinrallye habe ich also mal überlegt, wann und wo ich im Sommer Rotwein getrunken habe, ohne es zu bereuen. Klar! In Italien! Auch die Italiener trinken ihren Roten zum (späten) Abendessen. Und als absoluter Toskana-Fan habe ich mir gleich mal einen Sangiovese ins Kühlfach gelegt.

Sangiovese_Weinrallye_Front

Sangiovese_Weinrallye

Ok, der Gran Sasso Sangiovese 2013 stammt aus den Abruzzen und nicht aus der Toskana. Aber die Rebsorte ist eben auch in meiner Lieblingsregion allgegenwärtig. Es gibt selbstverständlich schwere, reife Sangiovese-Weine. Aber dieser junge, fruchtige und trockene Kerl verzeiht auch eine leichte Kühlung. Mit 12,5 Prozent Alkohol gehört er zu den leichteren Vertretern unter den aktuellen Rotweinen. Sein Kirscharoma passt perfekt in den Sommer, in dem die prallen roten Früchte Hochsaison haben! Zwar kann er zu Gegrilltem nicht ganz mithalten. Zu einer kalten Platte mit Aufschnitt und Weißbrot ist er aber ein perfekter Begleiter.

Mit 6,70€/Flasche ist der Gran Sasso ein vertretbares Mitbringsel zur Gartenparty. Und das Beste: Er schmeckt auch geöffnet noch am dritten und vierten Tag. Sicher kein Highlight-Wein, der dekantiert und zelebriert gehört. Aber allemal ein sommerlicher Begleiter für laue Abende!

Auch wenn Weiß- und Roséweine weiterhin im Sommer meine Favoriten bleiben. Ab und zu ein Gläschen Rotwein bringt Abwechslung und sorgt für ausreichend rote Blutkörperchen. Das freut dann auch den Sanitäter beim Blutspenden :) (wir trinken hier ja nicht zum Spaß, gell?)

Wer weitere Tipps zu Sommer-Rotweinen braucht, folgt einfach der Weinrallye auf Facebook und Twitter oder liest die Zusammenfassung des Events auf dem Blog 180 Grad, der in diesem Monat die Rallye ausrichtet.

Mehr Weinrallye-Beiträge von mir findet Ihr übrigens hier.

In einer losen Reihenfolge werde ich Euch fortan am letzten Mittwoch des Monats Genussvolles aus meiner Heimatstadt Wiesbaden und dem Rheingau vorstellen. Den Anfang macht der lokale Online-Händler Kiezkaufhaus.

Seit etwa zwei Jahren vermeide ich das Online-Shopping wo ich nur kann. Ich möchte mich nicht beteiligen an überfüllten Straßen, ausgebeuteten Paketzulieferern und Logistikarbeitern, Einzelhandelssterben und verwaisten Innenstädten. Wie seht Ihr das?

Jedenfalls versuche ich im Buchladen um die Ecke, im Klamotten-Shop zwei Straßen weiter, dem Schuhgeschäft nebenan, im Tee-Haus den Berg hoch, der Stadt-Apotheke zwei Häuser weiter, dem Drogeriemarkt gegenüber, dem türkischen Supermarkt über die Kreuzung, dem Asia-Laden in der Parallelstraße, dem Weinladen-Nachbarn einzukaufen. Denn wer nicht lokal einkauft, braucht sich nicht zu beschweren über leerstehende Läden, zugeklebte Schaufenster, tote Seitenstraßen.

Frisches Obst, Käse und Gemüse hole ich auf dem Markt, Fleisch beim Metzger meines Vertrauens, Brot bei einem echten (!) Bäcker, 2 min von hier. Dabei ist mir bewusst, wie privilegiert meine zentrale Wohnlage für’s Einkaufen ist: Sämtliche Geschäfte befinden sich in Fußnähe und ermöglichen auch mir als Berufstätiger – zumindest samstags – bequem Auswahl, Beratung und Einkauf. Als Kind vom Dorf weiß ich aber nur zu gut, dass das auf dem Land ganz ohne Auto so nicht ginge. Dennoch: Über die Online-Bestelleritis der Nachbarn und Kollegen kann ich nur den Kopf schütteln. Nicht selten gleicht der Empfang im Büro einem Warenlager – schön aufgeteilt nach Eingang und Retouren – ganz zu schweigen von den Extra-Wegen zu Post und Paket-Box, wenn doch mal wieder keiner daheim war. (Ein paar (nicht überprüfte Zahlen) zu Online-Bestellungen findet Ihr hier.)

Wie klasse fand ich das, als ich erfuhr, dass man in Wiesbaden nun mit dem Kiezkaufhaus auch beides haben kann: Online-Shoppen mit Vor-die-Tür-Lieferung plus Unterstützung des lokalen Einzelhandels.

Im Rahmen ihrer  Bachelor-Arbeit  an der Hochschule RheinMain haben Gloria Kison und Tobias  Heinemann bei Scholz & Volkmer  die Idee für das Kiezkaufhaus ausgearbeitet. Die Arbeit wurde tatsächlich umgesetzt und ein  Pilotprojekt  ins Leben gerufen: Wiesbadener Einzelhändler präsentieren ihre Waren auf einer gemeinsamen Website, von der man sich dann seinen Warenkob zusammenstellen und liefern lassen kann. Der Clou: Zusammengestellt und geliefert wird von fleißigen Radlern mit E-Bikes – also ganz ohne Abgase und Verkehrsverstopfung.

Natürlich hab ich das gleich mal ausprobieren wollen, zumal einige meiner Lieblingsgeschäfte dort vertreten sind! Ganz nach dem Motto: Support your local dealer!

Das Angebot geht von Kaffee und Brot über Gemüse und Obst bis hin zu Käse und Wein. Auch Non-Food wie Schreibwaren oder Bücher werden bis zur Wohnungstür geliefert. Online konnte ich ganz einfach die Lebensmittelkategorie meiner Wahl aufrufen und dann mit der Maus über das bildlich angezeigte Warensortiment fahren. Preise und Mengenangaben werden eingeblendet und landen mit einem Klick im virtuellen Warenkorb. Die Preise entsprechen – soweit ich das im Kopf habe – den Ladenpreisen. Ab einem Wert von 50 Euro fällt zudem die gestaffelte Liefergebühr von drei oder fünf Euro weg.

Meine Testbestellung verlief reibungslos, pünktlich und vollkommen zufriedenstellend:

Kiezkaufhaus

Service-Extras wie „Darf es etwas mehr sein“ bei frisch abgewogener Ware wie etwa Käse und der nach entsprechendem Feedback eingeführten Auswahl der Lieferzeit (zwischen 17 – 18:30h oder 18:30 – 20:30h kann gewählt werden) gehen weiter als viele herkömmliche Online-Shops. Bestellungen bis 14 Uhr werden noch am gleichen Abend geliefert. Da hat der lokale Lieferdienst deutlich die Nase vorn vor Amazon & Co.

Wer das Sortiment „seiner“ Einzelhändler gut kennt, aber nicht im Online-Angebot findet, kann eine entsprechende Nachricht hinterlassen und entsprechende Wünsche äußern. Bei ganz verzwickten Bestellungen sind die Betreiber zudem schnell erreichbar. Robert, mein radelnder Lieferant, war nicht nur superpünktlich, sondern auch freundlich! So viel Spaß an der Arbeit haben die Fahrer der üblichen Paketdienste vermutlich nicht.

Bei meiner Bestellung konnte allerdings ein Käse nicht geliefert werden. Schade, aber nicht dramatisch. Hätte ich ihn feste eingeplant für’s Abendessen, wäre es natürlich ärgerlich gewesen… Dafür habe ich einen feinen leckeren Riesling aus einem für mich neuen Weinladen entdeckt! Sämtliche Artikel finden sich in einer wiederverwendbaren Jute-Tasche, die bei jeder nächsten Bestellung wieder als Pfand eingesetzt werden kann – oder jetzt (wie bei mir) mit auf den Markt wandert. Aktuell werden nur die innerstädtischen Stadtteile beliefert, da die Radwege sonst vermutlich zu lang werden.

Das ist auch der einzige „Hinkefuß“ am Kiezkaufhaus. Denn: Wer wie ich in der Innenstadt wohnt, kann ja theoretisch selbst schnell zum Gewürzhaus, dem Hofladen, dem Wein-Shop. Noch spannender wäre eine lokale Online-Alternative eher für Menschen außerhalb der City. Aber das wäre dann wohl wieder nur mit Auto machbar… Trotzdem habe ich die Vor-die-Tür-Lieferung meiner Lebensmittel sehr genossen. Das hat mir dann samstags einen Gang zum Markt gespart!

Apropos Markt: Hier hatte sich das Kiezkaufhaus gleich noch etwas ausgedacht in der letzten Woche! Wer seinen Einkauf auf dem Wiesbadener Wochenmarkt nicht schleppen will, kann ihn sich nach Hause liefern lassen. Eine Service-Station steht bereit:

Kiezkaufhaus_2

Noch befindet sich das Kiezkaufhaus Wiesbaden in der Testphase. Ob und wie es nach den ersten drei Monaten weitergehen wird, lassen die Initiatoren noch offen. Ich finde die Idee jedenfalls klasse: Den Einzelhandel unterstützen, alle Vorteile des Internets nutzen aber keinen zusätzlichen Autoverkehr auf die Straße bringen! Das ist Shopping 2.0 wie es mir gefällt. Jetzt brauchen wir nur noch eine ähnlich pfiffige Idee für all die Online-Shopper in den Vorstädten und auf den Dörfern…

Disclaimer: Meine Testbestellung habe ich selbst bezahlt. Auch wurde ich sonst in keiner Weise vom Kiezkaufhaus finanziell unterstützt. Die hier vertretene Meinung beruht ausschließlich auf meiner persönlichen Erfahrung.

Spaghetti Carbonara ist DAS Soulfood für mich! Sättigende Nudeln, schlotzige Ei-Parmesan-Sauce, würziger Speck und dazu ein Glas Chianti – was will die arme Seele mehr? Naja, vielleicht ab und zu eine kleine Variation meiner Lieblingspasta! Nicht wirklich “light” aber deutlich leichter…

In meinem (Berufs-)Leben geht’s gerade ziemlich drunter und drüber. 2015 wird jedenfalls alles andere als langweilig. Da bleibt aktuell leider wenig Zeit, um Neues auszuprobieren oder stundenlang Rezepte, Blogs und Kochbücher zu wälzen. Schnelle Glücklichmacher sind gefragt. Bewährte Rezepte, die blind gelingen, wenig Aufwand erfordern und einfach gut tun. Dazu gehört unbedingt die Carbonara des besten Ehemannes der Welt (aka bEdW):

Carbonara

Was daran “light” ist, fragt Ihr? Statt der 250 gr Bauchspeck-Würfel im Ursprungsrezept anzubraten, lasst Ihr etwa sechs dünne Bacon-Streifen in einer beschichteten Pfanne knusprig aus und anschließend auf einem Küchenkrepp abtropfen. Die Pfanne wischt Ihr grob mit einem Küchenkrepp aus. Das ist nicht nur ein Bruchteil der Speckmenge, sondern auch deutlich weniger Öl!

Während der Speck abkühlt und abtropft, kocht Ihr die Pasta. Außerdem verkleppert Ihr zwei Eier und ein Eigelb mit einer Handvoll frisch geriebenen Parmesan, würzt das Ganze mit Salz, Pfeffer und Muskat. Dann erhitzt Ihr etwas (!) Olivenöl in der Pfanne, gebt die gar gekochte Pasta hinein und hebt die Ei-Parmesan-Masse unter.

Zum Abschluss hackt Ihr die Bacon-Streifen klein und hebt einen Teil davon unter die Pasta. Den Rest streut Ihr über die Portion für einen herzhaften, speckig-köstlichen Crunch!

Eine klasse Gericht für Resteverwertung, schnellen Genuss und köstliches Italien-Feeling. Dazu einen leicht gekühlten Sangiovese-Wein und die Seele wird gestreichelt…

Apropos: Wenn Ihr Euch fragt, welchen Rotwein Ihr gut im Sommer trinken könnt, dann schaut doch Ende nächster Woche mal bei 180 Grad vorbei. Im Rahmen der Weinrallye werden diesmal Blogger ihre Tipps für sommerliche Rotweine zusammentragen. Ich bin auch wieder dabei!

Welches Gericht streichelt Euch nie Seele in Zeiten von Unsicherheit, Selbstzweifel und Grübelei?

Ich genieße im Moment nichts so sehr wie unsere Terrasse. Ob bei einer  morgendliche Tasse Tee, der Kräuter-Aufzucht, einem Sundowner mit Blick auf Taunus und Rheingau nach der Arbeit oder BBQ am Wochenende. Der orientalische Fattoush ist dabei eines unserer Lieblings-Terrassen-Gerichte.

Ich mag’s unkompliziert: Was ist vom Markteinkauf noch übrig? Kann man das altbackene Brot noch verwenden? Und kratz’ doch mal den Rest Harrissa zusammen! Fertig ist mein absoluter Lieblingssalat der Saison: Einen Tusch für den Fattoush!

Fattoush

Ihr braucht für 2 hungrige Esser folgende Zutaten:

1/2 türkisches Fladenbrot (vom Vortag, oder im Ofen kurz aufbacken)

1/2 Salatgurke, geschält und entkernt

1 grüne Paprika

4 große Tomaten

1 Bund Petersilie

1/2 Bund Minze

1 TL Harissa (scharfe, orientalische Chilipaste. Es gibt sie im türkischen Supermarkt oder im Orient-Regal im Supermarkt. Könnt Ihr aber auch selber machen)

4 Frühlingszwiebeln

1 TL Sumach (säuerliches Gewürz (türk. Supermarkt, Gewürzfachhandel))

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl

eine Handvoll Spinatblätter oder Pflücksalat

Zubereitungszeit: 15min + Zeit zum Durchziehen

Zubehör: Große Salatschüssel

So geht’s:

Fladenbrot vom Vortag in mundgerechte Stücke schneiden. Oder: Sehr frisches Brot quer durchschneiden und im Backofen auf der Umluftstufe etwas aufbacken und anschließend abkühlen lassen, dann in mundgerechte Brocken brechen. Gemüse und Kräuter hacken. In einer großen Schüssel Sumach, Harissa, Salz, Pfeffer, Öl und Zitronensaft miteinander zu einem Dressing vermischen. Gemüse (nicht den Salat/Spinat!) und Brot hinzugeben und alles ordentlich vermischen. Mindestens 10 Minuten, gerne auch etwas länger, durchziehen lassen. Abschließend Salat-/Spinatblätter hinzugeben, noch einmal gut mischen und abschließend abschmecken. Mit einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt ein eiskaltes Bier ebenso wie ein Glas Mineralwasser mit Rhabarber-Sirup.

Und was esst Ihr diesen Sommer?

Nach seinem ersten Auftritt vor vier Jahren ist der Fattoush feste in unser Repertoire übergegangen. Mit kleinen Verbesserungen ist er jetzt ein weiterer Teil meiner kleinen, unregelmäßigen Reloaded-Reihe über Gerichte, die eine kleine Auffrischung und einen neuen Post verdient haben.

 

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