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Ich habe Brot gebacken. Nein: ICH! HABE! BROT! GEBACKEN! Denn das ist eine Mitteilung, die ich in Großbuchstaben setzen muss.  Das köstlich säuerliche Brot mit einem Schluck Cider stammt aus dem Küchentagebuch von Nigel Slater. Ein Brotbäcker wird trotzdem nicht mehr aus mir in diesem Leben…

Es gibt Kochbücher, in denen lese ich wie in einem Roman. Das Küchentagebuch von Nigel Slater ist so eines. Aber auch das Kochbuch „Heston at home“ von Küchenmagier Heston Blumenthal (sein Menü in „The Fat Duck“ kannst Du hier nachlesen) gehört dazu. Während Blumenthals Kochbuch voller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Anekdoten aus seinem Koch- und Restaurant-Chef-Leben steckt, ist Slaters Küchentagebuch pure Poesie. Er ist einfach mehr Food-Journalist denn Koch. Oder wie er sagt: „I’m a cook, not a chef“. Ein Bonmot, das nur im englischen Original funktioniert.

Nigel Slater Cider Brot Foodblog German Abendbrot

Knuspriges Dinkel-Weizen-Brot mit Cider nach Nigel Slater.

Und weil Nigel Slater so unaufgeregt kocht wie er schreibt, animiert er mich immer wieder zum Nachkochen, Ausprobieren, Weiterentwickeln. Einige seiner Rezepte findest Du auch hier im Blog. Die Inspiration sieht meist so aus: Ich wache am Wochenende ungewöhnlich früh auf. Das Wetter ist grau und usselig, woraufhin ich im Pyjama und in dicken Wollsocken mit einer Tasse Tee zum Lieblings-Lesesessel gegenüber dem Küchenblock Platz nehme. Dort blättre ich dann in Slaters Küchentagebuch und suche mir aus, was mir am Wochenende Spaß machen könnte und was zu den Vorräten passt, die dringend mal reduziert werden müssten. Diesmal war es sein Cidre- oder Cider-Brot.

(Apropos: Im deutschsprachigen Buch steht „Cidre“. Ich bin mir aber 100% sicher, dass Slater in England mit Cider kocht, also dem englischen Apfelwein, nicht dem französischen. Warum man dann im Rezept nicht gleich „Apfelwein-Brot“ schreibt, ist mir ein Rätsel. Denn deutscher Apfelwein ist ebensowenig Cider wie der normannische Cidre. Aber das sind vermutlich Korinthen, mit denen man auch schöne Dinge machen kann.)

Jedenfalls freue ich mich immer darüber, dass die Rezepte gut gelingen. Ein echter Beweis sind Brot-Rezepte. Denn im Backen bin ich eine Null. Erst recht, wenn Hefe, diese Bitch!, ins Spiel kommt. Aber da ich beim Früchtebrot aus dem gleichen Buch schon so Feuer und Flamme war, konnte ich das Cider-Brot einfach nicht ungebacken lassen!

BrotII

Knackig-fruchtiges Früchtebrot nach Nigel Slater. Wunderbar zu Ziegenfrischkäse und Quittenkompott!

Was soll ich sagen? Es hat auch diesmal wieder einwandfrei funktioniert. Ich fühle mich dann immer wie Herkules, wenn nach Blut Schweiß und Tränen dem Backvorgang auch tatsächlich eine genießbare Scheibe Brot auf den Tisch kommt! Und wie sehr bewundere ich Menschen, die mehrmals wöchentlich backen, Sauerteig ansetzen, mit Gärkörbchen jonglieren, als wäre es nichts. Chapeau!

Cider Brot Nigel Slater Rezept Foodblog German Abendbrot

Könnte großporiger sein. Schmeckt aber wunderbar!

Zutaten für einen mittelgroßen Laib Brot Cider-Brot (leicht abgewandelt nach Originalrezept von Nigel Slater):

225 gr Vollkorn-Dinkelmehr

25 gr Vollkorn-Roggenmehl (weil ich nicht mehr genügend Dinkelmehr hatte. Das Original nimmt 250 gr Dinkelvollkornmehl!)

200 gr Weizenmehl Type 405 (statt wie im Original 550 – auch hier lag es an den Vorräten)

1 TL Salz

150 ml Vollmilch

1 TL flüssiger Honig

42 gr (1 Würfel) Hefe (Slater nimmt 35 gr frische Hefe. Aber was soll ich mit 7 gr Hefe-Rest anfangen?)

250 ml trockener Cider oder Cidre (wichtig: KEIN Apfelwein. Denn der hat keine Kohlensäure. Und ich vermute, dass die Kohlensäure eine Rolle spielt beim Backen!)

Optional: 1 TL Brotgewürz (1/2 TL Fenchel-, Koriander- und Kümmelsamen sowie 1/2 Anisstern, gut gemörsert)

etwas Wasser zum Dämpfen im Ofen

Mehl für die Arbeitsfläche

Zubehör: Rührschüssel, Töpfchen für die Milch, ggf. Küchenmaschine (ich knete per Hand), bei Bedarf: Gärkörbchen (hält den Laib in Form und gibt ein hübsches Muster), Pizzastein (für knackige Hitze!), Küchentuch zum Abdecken der Schüssel/des Gärkörbchens, Teigschaber

Zubereitungszeit: 20 min für den Teig, 2 Std. ingesamt für das Gehen des Teiges, 25 min Backzeit

So geht’s:

Mehl in die Schüssel sieben und mit dem Salz vermischen (optional: Brotgewürz hinzugeben). Milch im Töpfchen gerade noch handwarm erwärmen (nicht zu heiß!). Honig und Hefe darin auflösen. Zusammen mit dem Cider über das Mehl gießen und gut vermischen. Achtung: Der Teig ist recht feucht!

Jetzt mit den Händen verkneten und ggf. noch etwas Mehl einwirken. Den Teig zu einer glatten Kugel kneten und in die leicht bemehlte Schüssel geben. Tuch darüberlegen und für etwa eine Stunde gehen lassen.

Nach einer Stunde den Teig herausholen und nochmals kneten. Zurück in die Schüssel, Tuch darüber und weitere 30 min gehen lassen.

Backofen auf 240 Grad vorheizen. Ein Pizzastein sorgt für eine knusprige Unterseite. Aber es geht auch ein Backblech mit Backpapier darauf!

Währendessen den Teig ein letztes Mal kneten und in ein gut bemehltes Gärkörbchen setzen (oder wieder in die Schüssel), zudecken, weitere 20-30min ruhen lassen.

Cider Brot Gärkörbchen Rezept Foodblog German Abendbrot

Letzte Ruhephase im Gärkörbchen…

Wenn der Backofen heiß genug ist, den Brotlaib aus dem Gärkörbchen auf den Pizzastein stürzen, eine Tasse Wasser auf den Backofenboden schütten und sofort die Backofentür schließen.

Brot etwa 25-30 min backen, bis es hohl klingt, wenn Du auf den Boden klopfst.

Das Brot gut auskühlen lassen – am besten auf einem Gitter – bevor Du es anschneidest.

Das Cider-Brot hat einen feinen säuerlichen Geschmack, der hervorragend zu deftigem Schnittkäse oder Leberwurst schmeckt. Wenn es nach 2 Tagen nicht mehr ganz frisch ist, kannst Du es wunderbar für ein Sandwich verwenden. Dazu einfach sehr dünne Scheiben abschneiden und im Sandwichmaker mit etwas Schinken und Käse zubereiten. Oder im Toaster aufbacken.

Ich freue mich immer, wenn die ganze Wohnung nach selbstgebackenem Brot riecht. Aber mir sind Zeit- und Stromeinsatz einfach zu aufwendig, um es regelmäßig zu machen. Dazu kommt, dass ich in Fußnähe gleich mehrere gute Bäcker habe, die auch wirklich noch selber backen. Da unterstütze ich lieber die Handwerker, die davon leben. Ab und an mal selber zu backen, werde ich mir aber auch weiterhin gönnen. Nur eben nicht wöchentlich.

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Unser Rettungstrupp ist unterwegs und bietet wieder leicht nachzukochende Alternativen zu Convenience-Food und Fertigtüten. Diesmal: Brot & Brötchen!

Wie auch in den letzten Monaten (meine Beiträge findest Du hier) geht es im Juni darum, unseren Lesern Alternativen zu Fertiggerichten, Tütchen und Abgepacktem aufzuzeigen. Das Thema heute heißt: Brot & Brötchen.

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Da ich aber mit guten Bäckern in der Umgebung gesegnet bin, gerne gutes Handwerk unterstütze und gar nicht gerne backe, habe ich mir diesen Monat eine Hilfe ins Haus geholt.

Vielmehr: Eine Gast-Bloggerin! Herzlich willkommen, Henriette von Lanis Leckerecke

Henriette bloggt seit 2013 und hat einen dieser Blogs, wie ich sie liebe: authentisch, persönlich, ohne schnickischnacki. Besonders interessant finde ich ihre Beiträge zu den Tüteninhalten, die sie sich bei der örtlichen „Tafel“ holt. Welche Produkte verschenkt sie weiter? Welche haben ihrer Familie, bestehend aus Freund und zwei kleinen Kindern (5 + 2), geschmeckt? Wie macht man aus wenig viel?

Das alles ist launig beschrieben, bodenständig fotografiert und äußerst appetitanregend. Gerade haben es mir das schnelle Omelette und das Bauernfrühstück aus der „Juni-Tafeltüte“ angetan…

Aber jetzt überlasse ich Henriette das Wort:

Hallo Ihr lieben Leser von GermanAbendbrot. Überrascht, dass heute hier nicht Julia schreibt? Ich erzähle Euch mal wie es dazu gekommen ist.

Ich liebe es Brot und Brötchen zu backen. Eines der beliebtesten Gerichte in meinem Blog sind z. B. die Krabbelgruppenbrötchen und auch das einfache Weizenmischbrot aus dem Topf erfreut sich recht großer Beliebtheit.

Regelmäßig rege ich mich über die Backtheken in Supermärkten und Discountern auf, denn das was hier verkauft wird, hat mit der deutschen Brotbacktradition überhaupt nichts zu tun. Fertige Rohlinge die in Österreich, Polen, Ungarn und wer weiß wo noch produziert werden, mit seltsamen Zusatzstoffen behandelt sind, damit sie trotz Lagerung gut aussehen nach dem Aufbacken und überhaupt. Habt Ihr mal an diesem „Billigbrot“ gerochen? Ich finde es riecht immer irgendwie muffig – egal ob frisch oder 2 Tage alt (wobei es im Laufe der Zeit immer schlimmer wird…).

Da ich nicht als Einzige diese Einstellung vertrete, ist „Brot und Brötchen“ das aktuelle Thema der Rettungstruppe. Und ich stand vor dem Problem – was soll ich denn nun verbloggen?? Einerseits war da ein wirklich super Toastbrot, das in den Blog soll und dann hab ich noch ein ganz wundervolles Brot mit Kartoffelbrei und Möhrenraspel auf Lager. Die Lösung war dann ganz einfach – ein Brot gibt es bei mir und das andere landet bei jemandem als Gastbeitrag. Und Julia hat halt als erste HIEEEEEEEEEEER gerufen *g*. Ihr bekommt nun also:

Ein feines Toastbrot zum Selberbacken!

Toastbrot

Toastbrot ist bei uns immer so eine Sache. Da muss ich mich meist der Familie beugen und das doofe Super Sandwich kaufen, weil das ist ja so schön leicht und fluffig und naja *seufz*. Meine bisherigen Versuche selbst Toast zu backen waren nicht sonderlich erfolgreich, ich musste es letztlich nahezu allein aufessen…

Mein letzter Versuch war nun der Wunderteig von Stevan Paul. Sein hochgelobtes Buch „Auf die Hand“ (in dem der Wunderteig auch drin ist) hat es zwar noch immer nicht in mein Kochbuchregal geschafft, aber irgendwann… Glücklicherweise ist der Wunderteig so gut, dass er auch diverse Male bereits verbloggt wurde. (Anmerkung von Julia: Ich habe mit dem Teig diese Hot Dog Brötchen gemacht. Himmlisch!)

Für 1 Toastbrot (für eine normale Kastenform)

450 g Mehl T 405

50 g Maisgrieß oder Maismehl

50 ml Milch

40 g Zucker

½ Würfel frische Hefe

2 Eier

80 g Butter

5 g Salz

Außerdem 1 Eigelb und 1 EL Sahne

Das Mehl in einer Schüssel mit dem Maisgrieß/Maismehl vermischen. Die (wenn möglich zimmerwarme) Milch mit 150 ml lauwarmem Wasser und dem Zucker verrühren. Die Hefe hineinbröckeln und mit einem Schneebesen solange rühren, bis die Hefe sich aufgelöst hat.

In das Mehl eine Mulde drücken, die Flüssigkeit hineingeben und mit ein wenig Mehl verrühren. Dann von beiden Seiten mit Mehl bedecken, mit einem Tuch bedecken und für 30 Minuten gehen lassen. Eier und Butter aus dem Kühlschrank nehmen.

Die Eier, die Butter (in kleinen Stückchen) und das Salz in die Schüssel geben und alles in ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten (am besten mit einer Küchenmaschine, alternativ mit den Knethaken des Handrührers). Mit bemehlten Händen eine Kugel formen und noch einmal 30 Minuten gehen lassen.

Die Kastenform mit Butter einfetten und mit Mehl ausstreuen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in 6 etwa gleich große Portionen teilen. Aus jeder Portion eine Kugel formen und die Kugeln hintereinander in die vorbereitete Kastenform setzen. Den Backofen auf 180°C vorheizen und die mit einem Tuch abgedeckte Form noch einmal ca. 30 Minuten in Ruhe lassen.

Eigelb und Sahne verrühren, den Teig damit bestreichen und auf der 2. Schiene von unten etwa 45 Minuten backen. Zum Ende hin vielleicht mit Alufolie abdecken, es wird oben recht dunkel.

Das Toastbrot mit einem scharfen Messer aus der Form lösen und vollständig abkühlen lassen vorm anschneiden (ansonsten ist es viel zu weich und lässt sich nicht herunterschneiden).

Ich gebe zu, das ist deutlich mehr Aufwand als „rein in den Supermarkt, Sandwich in den Wagen, bezahlen“. Aber bei diesem Toastbrot weiß man was drin ist und es schmeckt wirklich gut. Nicht zu süß, nicht zu salzig und trotzdem locker fluffig! Ich würde sagen, probiert es einfach mal aus, denn dieses Brot haben sogar Kinder und Mann hier gegessen (und einen Teil hatte ich sogar zur polnischen Oma mitgenommen, die es ebenfalls total lecker fand). (Anmerkung von Julia: Polnische Omas haben IMMER recht!)

 

Herzlichen Dank an Henriette

…für das wunderschöne Toastbrot! Weitere Rezepte zum Nachbacken findest Du heute bei den anderen Foodbloggern unserer Rettungstruppe (s.u.).

Hast Du noch eine Idee, was wir unbedingt mal „retten“ sollten?

Paprika meets Kardamom: Naan aus der Pfanne
magentratzerl: Pletzl 
Giftigeblonde – Bierbrot
Summsis Hobbyküche – Baguette 
Was du nicht kennst… – No Knead Bread
Dynamite Cakes – Focaccia mit roten Zwiebeln
brotbackliebeundmehr – Karottenbrot mit Kürbiskernen 
Kochen mit Herzchen – Niederrheinischer Butterstuten 
Anna Antonia – Pain au Chocolat 
Cuisine Violette – Vollkorntoast mit Emmer-Mehl 
Prostmahlzeit – Hanfbrot 
Food for Angels and Devils – (ein)genetztes Brot 
Feinschmeckerle.de – Kieler Semmeln
Das Mädel vom Land – Kammutbrot
Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Pide
Obers trifft Sahne – Walnuss-Bier-Brot
Fliederbaum – Dinkel-Erdmandel-Brot

 

 

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Endlich gibt’s hier wieder was zu essen! Und etwas unglaublich Köstliches obendrein. Ein feines Geschenk aus der Küche für alle Käseliebhaber und Pastetenfans!

Nigel Slaters Küchentagebuch, das ich hier kurz vorgestellt habe, ist immer wieder Inspiration für feine Gerichte, die erstmal unspektakulär klingen aber wirklich immer gelingen und einfach glücklich machen. Wie dieses herrliche Früchtebrot mit Feigen und Haselnüssen. Dazu Ziegenfrischkäse und Quittenkompott und Du bist direkt im Himmel.

Brot

Ebenso glücklich gemacht hat mich, als Mr Slater auf meinen Begeisterungs-Tweet über sein Brot prompt antwortete:

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OH! MY! GOD! Schnappatmung! Zeigt aber wiedereinmal, wie „down to earth“ dear Nigel ist.

Kauft bitte, bitte seine wunderbaren Kochbücher. Denn der Mann kann wirklich schreiben! Anders als Jamie, Heston & Co. ist er nämlich nicht Koch, sondern eigentlich Food-Autor. Diesen Unterschied merkt man sowohl seiner Kocherei als auch seiner Schreibe an, finde ich. Lesenswert!

Ich habe aus der Teigmenge zwei Laibe geformt. Das Brot lässt sich prima einfrieren. Denn entgegen meiner Annahme hält es sich nicht länger als normales Brot. Trotz der vielen Feigen.

Brot_Feigen

Ach, über Feigen muss ich auch irgendwann mal schreiben…

Aber jetzt erstmal zum Brot!

Zutaten für zwei Laibe Früchtebrot, die am besten frisch genossen werden (kleine Abwandlungen vom Originalrezept):

250 gr Dinkelmehl

250 gr Weizenmehl Type 450

1 Tütchen Trockenhefe (7 gr)

1 EL dunkler Rübensirup

1 TL Salz

200 gr getrocknete Feigen

70 gr Haselnüsse, geschält

1 EL Fenchelsamen

Mehl zum Verarbeiten

Zubehör: Backbleck mit Backpapier oder besser: Pizzastein, große Teigschüssel

Zubereitungszeit: 3,5 Stunden inkl. Geh- und Backzeit

So geht’s:

Sämtliches Mehl in die Schüssel sieben und mit der Trockenhefe vermischen. Sirup und Salz zugeben. Nach und nach etwa 350 ml handwarmes Wasser hinzugeben und mit einem Holzlöffel oder der Hand verrühren.

Du kannst natürlich auch die Küchenmaschine nehmen. Ich Back-Legastheniker bekomme aber ein besseres Gefühl für den Teig und die richtige Konsistenz, wenn ich mit den Händen arbeite. Vermutlich die Gene meiner Großmutter, die im Leben keine Küchenmaschine benutzt hat!

Achtung: Der Teig ist SEHR flüssig. Das wirkt erstmal komisch. Aber wenn Du weiter knetest und den Teig auf die stark (!) bemehlte Arbeitsfläche legst und dort weiter verarbeitest, weiter etwas Mehl unterhebst und so fort, wird der Teig wunderschön:

BrotIII

Die Schüssel einmehlen und den Teig hineinlegen. Mit einem Tuch abdecken und in den ausgeschalteten (!!) Backofen mit angestelltem Licht und geschlossener Tür stellen. Eine Stunde gehen lassen.

Während der Teig geht, die Feigen in feine Streifen schneiden. Wenn der Teig gegangen ist, sollte er deutlich größer sein als vorher:

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Jetzt den Teig wieder auf die bemehlte Arbeitsfläche heben, Feigen, Haselnüsse und Fenchelsamen in den Teig einarbeiten. Das kostet etwas Kraft!

Den Teig halbieren und zu zwei Laiben formen. Auf den bemehlten Teigschieber oder ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, leicht bemehlen, zudecken und nochmals 45 min gehen lassen:

Brot_Laib

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Laibe etwa 25 min backen, bis sie hohl klingen, wenn Du draufklopfst!

Dann sehen sie so aus:

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Die Kruste ist krachig, das Innere schön saftig. Die Feigen, Nüsse und Fenchelsamen geben dem Früchtebrot eine ganz leichte Süße, ohne dass es wirklich ein Dessert-Brot wäre. Sogar zu Leberpasteten würde es toll schmecken!

Ich habe es aber mit Käse gegessen. Am liebsten mit Ziegenfrischkäse. Selbst der bEdW, der sonst kein Ziegenkäsefan ist und schon gar kein Kompottfan, war völlig begeistert. Einen halben Laib haben wir aus dem Stand am Küchenblock gefuttert!

Dazu habe ich schnell ein Quittenkompott gemacht:

1 Quitte und einen Apfel fein würfeln. Mit 3 EL Muscovadozucker und 100ml Wasser zum Kochen bringen. 1/2 Sternanis und eine Prise Garam Masala hinzugeben und einkochen lassen, bis das Kompott dicklich ist. Etwas abkühlen lassen und direkt verzehren oder heiß in ein Schraubglas füllen.

Natürlich passt auch ein Chutney dazu, ein Feigensenf oder ein würziges Pflaumenmuß.

BrotII

Wenn Du aus dem Brotteig 4 oder 6 kleine Laibe formst und das Ganze kurz vor Weihnachten backst, hast Du ein wunderhübsches, köstliches Geschenk aus der Küche. Schleife drum, Kompott dazu in einem kleinen Gläschen – fertig! Oder Du isst es einfach selbst 🙂

Habt alle ein wunderschönes 4. Adventswochenende!

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Kichererbsen, Sesampaste, Olivenöl – viel mehr braucht es nicht für ein köstliches Hummus, das auf keiner orientalischen Mezze-Platte fehlen darf. Lasst mal Euren Blick durch den Vorratsschrank schweifen. Vielleicht findet Ihr ja noch eine Dose Kichererbsen…

Bald biegen sich auf dem Wochenmarkt wieder die Stände vor Erdbeeren, Kirschen, Tomaten und vielen anderen Köstlichkeiten, die sich wunderbar zum Einkochen eignen. Wer Rhabarber-Sirup, Stachelbeer-Chutney oder hausgemachtes Ketchup im Haus hat, muss Herbst und Winter nicht fürchten.

Aber bevor Neues in die Regale kommt, muss erstmal ein bisschen was ausgeräumt werden. Seit Jahren steht bei uns eine Dose Kichererbsen im Vorratsschrank. Und die Sesampaste Tahini hält sich auch nicht ewig.

Kichererbsen + Tahini = Hummus!

Hummus

Zutaten:

1 Dose Kichererbsen (400gr, alternativ: getrocknete Kichererbsen. Diese aber dann über Nacht einweichen lassen!)

Saft und Abrieb 1/2 Zitrone

1/2 TL Salz

1 TL rosenscharfes Paprikapulver

1/2 TL Sumach (säuerliches Gewürz, türkischer Supermarkt)

Prise Zucker

10 Blatt Petersilie, einige Blätter zum Garnieren

4-6 EL Olivenöl

1-2 EL vom Kichererbsen-Wasser

4 EL Tahini (Sesam-Paste, aus dem türkischen Supermarkt oder Asia-Laden)

1 TL Pul Biber (grobe Paprikaflocken, türkischer Supermarkt

1/2 Zehe Knoblauch (alternativ: Bärlauch-Öl)

Zubehör: Pürierstab oder Mixer

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Kichererbsen in ein Sieb abgießen und etwas von dem Wasser auffangen. Etwas abspülen und in den Mixer geben. Zusammen mit Zitronensaft, Salz, Knoblauch, Petersilie, Paprikapulver, Zucker, Sumach, Olivenöl und Kichererbsen-Wasser zu einer glatten Paste mixen. Ist das Hummus zu fest, einfach noch etwas Olivenöl zugeben. Das Tahini unterrühren und mit Pul Biber, Salz und Zitronensaft abschmecken. Etwas Zitronenabrieb unterheben. Mit feingehackten Petersilienblättern, einigen Tröpfchen Olivenöl und einer Prise Paprika oder Pul Biber garnieren.

Hummus mit geröstetem Fladenbrot servieren.

Der cremige, leicht säuerlich-scharfe Hummus schmeckt köstlich als Dip, zu Gegrilltem, als Spread unter Roastbeef für ein herzhaftes Sandwich und vielem mehr. Er wird noch besser, wenn er einige Stunden oder über Nacht durchzieht.

Weil ich jetzt endlich Kichererbsen und Tahini verbrauchen konnte, ist das köstliche Hummus mein Beitrag zu Susannes Dauer-Blog-Event „Schatzsuche im Vorratsschrank“. Schaut doch auch mal in Eure Schränke und werdet kreativ!

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Exotische Käsecrémes auf dem Wochenmarkt sind oft ziemlich teuer. Und man weiß nie so genau, was drin ist. Hier kommt die schnelle, günstige Variante ohne komische Farb- und Zusatzstoffe!

Ich liebe es, frisches fluffiges Fladenbrot, einen salzigen Cracker oder ein italienisches Ciabatta in einen Dip zu tunken oder mit einer würzigen Käsecréme zu bestreichen. Das ist an Wochenenden oft eine schnelle kleine Zwischenmahlzeit oder der Auftakt zu einem Menü mit Freunden – einfach einen guten Winzersekt oder einen Sprizz dazu und der Abend kann beginnen. (Gäste, die den ersten Hunger gestillt haben, sorgen bei der Gastgeberin auch für ein viel entspannteres Kochen ;-))

Schafskäsepaste

Aber das Schönste: Ihr wisst, was drin ist!

Für zwei Schraubgläser zu je ca 200ml oder eine grooooße Dip-Schüssel für den Brunch benötigt Ihr folgende Zutaten:

100 gr sahnigen Frischkäse (z.B. Buko)

100 gr Ziegenfrischkäse

150 gr cremigen Schafskäse

2 EL Creme fraiche

1 kl Zwiebel, gerieben und abgetropft

20 gr Kapern

1 EL Grenadinesirup

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Cumin (gemahlen)

1 TL scharfes Paprikapulver

1 TL Pul Biber

1 EL Olivenöl

Zitronenabrieb (und etwas zum Garnieren)

Meersalz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 Prise Zucker

einige Blättchen Kresse oder Petersilie zum Garnieren

Zubehör: Küchenmixer

Zubereitungszeit: 15min

So geht’s:

Alle Zutaten außer der Zwiebel und dem Zitronenabrieb in den Mixer geben und kurz pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Geriebene Zwiebel und Zitronenabrieb unterheben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Mit dem übrigen Zitronenabrieb und den Kräuterblättchen garnieren und servieren – oder in saubere Schraubgläser füllen und kühl stellen. Die Paste hält sich mehrere Tage im Kühlschrank. Wegen der Zwiebel zieht die Paste schnell Wasser. Wenn Ihr die Zwiebel weglasst, könnt Ihr die Paste länger aufheben und immer kurz vor dem Servieren ein paar Zwiebelwürfel unterheben.

Natürlich sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Schaut, was sich im Kühlschrank oder im Vorratsregal so alles findet und macht Euch Eure eigene Käsecréme!

Und jetzt ran an’s Brot!

Das ist mein Beitrag zu Zorras Blogevent „Sauer macht lustig“, in dem es um säuerliche Milchprodukte geht. Gesund, milchig und soooo lecker! Ich bin doch ein Milchprodukte-Junkie, ein Kuh-, Schafs- und Ziegen-Groupie!

Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

Aber ich möchte auch noch mal erinnern an Magentratzerls Dauerevent: Susanne sucht hierfür Rezepte, die mit all den Dingen zubereitet werden, die sich in unseren Speisekammern befinden. Das kann häufig eine richtige Schatzsuche werden. Bei mir gehören Kapern zu solchen Schätzen. Aber auch Sardellen oder getrocknete Tomaten, die beide wunderbar in Käsecrémes passen, sollten immer im Vorrat vorhanden sein!

Schatzsuche im Vorratsschrank - Dauerevent

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Klar! Bei mir muss es immer mal wieder ein Butterbrot sein. Dabei kann es von ganz einfach (Salzbutter, Tomate, Petersilie) bis edel sein.

Wie das Sandwich de luxe (Roastbeef, Roquefort, Pflaumenchutney), das ich mir an einem freien Tag gemacht habe:

Sandwich

Dafür zwei Scheiben Sandwichtoast leicht toasten. Dann Pflaumenchutney verstreichen und mit 2 Scheiben Roastbeef, etwas gemischtem Blattsalat und Roquefort-Bröckchen belegen. Zuklappen, fertig!

Fertig? Nö! Zu einem echten Sandwich de luxe gehört auch ein gescheiter Gläschen Sekt.

Und zwar der Lieblingssekt vom Weingut Schönleber. Denn es muss nicht immer Champagner sein! Prickelnde Köstlichkeiten werden direkt vor meiner Haustür hergestellt. Ein paar Tipps findet Ihr hier.

Und was kommt auf Eure Stulle?

 

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Die Tomaten sind reif! Was für ein Hochgenuss, sie einfach auf einem guten Sauerteigbrot zu essen. Mit etwas angemachten Zwiebelchen – quasi der „Musik“ – ist es NOCH köstlicher.

Tomatenbrot

Zutaten:

1 Scheibe Sauerteigbrot, dick geschnitten

Salzbutter

1 große San Marzano Tomate (oder andere reife Tomatensorte)

1 kleine Schalotte

1 TL kleinblättriges Basilikum

1 EL Olivenöl

1 TL Sherryessig

eine Prise Zucker

eine Prise Salz

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Dafür braucht Ihr keine Anleitung:

Brot großzügig mit Butter schmieren, Tomatenscheiben auflegen und alle weiteren Zutaten zu einer Marinade mixen. Über das Tomatenbrot geben und servieren.

 

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