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Posts Tagged ‘Chutney’

Vielleicht habt Ihr am heutigen Brückentag ja frei? Dann versteht Ihr sicher, warum es heute kein Friday Night Dinner Date gibt. Stattdessen möchte ich Euch die Rhabarber-Barbara vorstellen. Sowie köstlichen Sirup, knusprigen Kuchen und feuriges Chutney – alles aus Rhabarber, natürlich!

Meine liebe Freundin S. aus Amerika freut sich immer darüber, wie verrückt die deutsche Sprache ist. Gerade die typisch deutschen aber nur schwer zu übersetzenden Worte wie “Frühjahrsmüdigkeit” oder “Feierabend” haben es ihr angetan. Und natürlich die ellenlangen Satzkonstruktionen und zusammengesetzten Hauptworte – wie eben dieses hier:

Schon Mark Twain hatte sich ja amüsiert darüber, dass eine Karotte einen weiblichen Artikel habe, ein deutsche Fräulein dagegen nur einen sächlichen.

Über Rhabarber hat er, soviel ich weiß, nie etwas geschrieben. Dabei gäbe es so viel zu Rhabarber zu sagen: Er ist so sauer, dass sein Verzehr frisch aus dem Garten immer eine Mutprobe unter uns Kindern war. Geschält und in Zucker gestippt war er besser als jede gekaufte Süßigkeit. Seine Farben, grün und rot, bedeuten den Sommer für mich. Der alte Schlager “Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber – das ist kein ägyptischer Gott…” schwirrt mir immer im Kopf herum, wenn ich ihn zubereite. Sein Aroma einzufangen – in Chutney, Sirup oder Saft – ist, als würde ich die Erinnerung an Sonnenstrahlen, Marienkäfer und Barfußlaufen auf warmem Gras einfangen.

Ich habe also gestern Abend bis 23 Uhr in der Küche gestanden und den Sommer eingefangen:

Rhabarber Sirup Vanille German Abendbrot

Hier gibt es das Rezept zum Rhabarber-Sirup mit Vanille.

Und hier das für Rhabarber-Sirup mit Ingwer.

Beides eignet sich natürlich zum Aromatisieren von Mineralwasser. Richtig heißer Scheiß ist der Sirup aber in selbst ausgedachten Cocktails.

Rhabarber Ingwer Chutney German Abendbrot

Kein Sommer ohne Extreme Chutney Cooking Sessions. Denn Chutneys sind nicht nur als Beilage zu indischen Gerichten genial. Sie passen auch klasse zu Chicken oder Roastbeef Sandwiches! Wie dieses feurig-säuerliche Rhabarber Ingwer Chutney.

Rhabarber Streusel Kuchen German Abendbrot

Bereits letzte Woche gab es den Rhabarber Streusel Kuchen nach dem Rezept meiner Großmutter. Was der wiederum mit tanzenden Bären zu tun hat, erfahrt Ihr hier.

Und falls Ihr so wie ich heute doch arbeiten müsst, dann guckt einfach mal unter Friday Night Dinner Date. Da findet Ihr sicherlich ein schnelles, leicht zuzubereitendes Gericht für heute Abend!

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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TGIF! Zeit für’s Friday Night Dinner Date. Wobei das heutige Sandwich fast schon “Speed Dating” ist.

Oh boy, was für eine Woche! Voller Termine, Meetings, Gespräche, Flughäfen, Autobahnkilometer und zahllosen Emails. Dazu kommt noch eine komische Mondphase, die für einen erhöhten Zickigkeitsfaktor gesorgt haben muss. Bin ich froh, dass Freitag ist!

Jetzt will ich nur noch mit einem Glas Weißwein und einem schnellen Sandwich, dem bEdW und einem guten Film auf die Couch!

Sandwich

Erinnert Ihr Euch noch an das wunderbare Empire Roast Chicken nach Jamie Oliver, das ich neulich gebraten habe?

Empire_Roast_Chicken_Jamie_Oliver

Natürlich ist von dem Riesen-Huhn was übrig geblieben. Daraus mache ich ein feines Chicken-Sandwich:

Einfach Toast entrinden oder Tramezzini-Brot verwenden. Mit hausgemachtem Mango Chutney (oder einem anderen fruchtigen Relish oder einem süßlich-fruchtigen Senf) bestreichen. Dazu ein paar Scheiben einer geschälten Salatgurke und eine Prise Salz – fertig ist das indische Chicken Sandwich!

Ihr könnt das Sandwich auch im Sandwich-Maker etwas anrösten. Und wer keine Hühnerreste vom Vortag hat, würzt eine Hühnerbrust mit einer Currypaste aus dem Asialaden, brät sie in der Grillpfanne und schneidet sie dünn auf.

Dazu passt ein sehr gut gekühlter feinherber Weißburgunder ganz hervorragend!

Cheers! Ich wünsche Euch ein entspannendes Wochenende!

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Boah, jetzt sind wir schon ziemlich satt bei unserem festlichen Menü. Nach dem herbstlichen Carpaccio mit Pilzen, der vielseitigen Kartoffelsuppe und der phantastischen gegrillten Hochrippe werden schon die ersten Hosenknöpfe aufgemacht, ein Espresso geordert oder ein Schnäpschen getrunken. Wärme, Genuss und Rotwein sorgen für diese leicht angeschickerte Trägheit, die so typisch ist für Feiertage. Da stapeln sich die Teller schon in der Küche, die Weingläser sehen aus wie Hund, die Luft ist zum Schneiden und wer sich richtig wohl fühlt, legt sich schon mal auf die Couch oder macht es sich im Sessel bequem…

Wer will da schon ein Dessert? Ich bin kein großer Nachtischesser. Noch weniger gut bin ich in der Zubereitung. Ein paar schnelle Ideen gefällig? Ein Ingwer-Trifle mit Waldbeeren lässt sich super vorbereiten und hilft beim Verdauen! Und das besoffene Eichhörnchen passt zu unserem eigenen Alkoholpegel zu diesem Zeitpunkt des Menüs!

Manchmal reiche ich zum Kaffee nach einem reichhaltigen Mahl auch einfach ein paar hübsche Pralinen aus unserem Lieblingsschokoladenladen Xocoatl.

Oder Käse! Käse geht immer! Dafür würde ich sogar glatt ein bisschen Zurückhaltung üben beim Hauptgang. Denn zum Käse gibt es noch herzhaftes Shortbread und eine fruchtig-süße Zwiebelmarmelade:

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Das Shortbread kann man immer im Haus haben. Das ist eine prima Zwischenmahlzeit oder kann zum Aperitif serviert werden. Keine Not also, die Cracker am Tag des Menüs zu backen! Sie schmecken eh besser, wenn sie etwas durchgezogen sind.

Die Zwiebelmarmelade ist wieder eine Idee aus Lust auf Genuss (Ausgabe 11/2014) und hält in einem Schraubglas mehrere Wochen. Sie kann also auch vorbereitet werden. Damit ist der Käseteller in nullkommanix angerichtet.

Die Zwiebelmarmelade in meiner Variante reicht für 3 Schraubgläser a 300ml:

2 große rote Zwiebeln, geschält und fein gewürfelt

1 rote Chili, fein gehackt

200 ml Rotwein

4 EL Rotweinessig

80 gr Gelierzucker

Salz und Pfeffer

1 EL Olivenöl

Zubereitungszeit: 30min (ohne Zeit zum Gelieren/Auskühlen)

Zubehör: ein großer Topf, mehrere Schraubgläser

So geht’s:

Öl in einem Topf erwärmen. Zwiebeln und Chili darin glasig dünsten bei mittlerer Hitze. Mit dem Wein und dem Essig ablöschen. Mehrere Minuten unter Rühren köcheln lassen. Gelierzucker hinzugeben und etwa zehn Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Marmelade heiß in die Schraubgläser füllen, verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und beispielsweise zu Käse (Manchego, alter Gouda, Roquefort…), Mettbrötchen oder kaltem Braten servieren!

So, Ihr Lieben! Das war mein festliches Menü 2014 für die kommenden Herbst- und Winterfeiertage. Ich hoffe, es hat Euch gefallen!

Ihr seid noch auf der Suche nach weiteren Ideen? 

Dann schaut doch mal meinen Vorschlag für ein exotisches Weihnachtsmenü an: von Singapore Sling über Tom Kha Gung bis Kaeng Phanaeng Neua!

Oder lieber ein Weihnachtsmenü leicht und gut vorzubereiten? Dann schaut einfach mal hier. Negroni, Barnüsschen, indischer Rote Bete Salat, scharfe Linsensuppe, Lammlachse und ein saftiger Zitronenkuchen. Alles ohne Stress!

Ich wünsche Euch eine genussvolle, entspannte Feiertagszeit!

KüchenAtlas-Blogparade: Festliches Menü

 

 

 

 

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Wenn man den Obst- und Gemüsehändlern auf dem Markt Glauben schenken darf, war die Erntesaison groß. Sie habe früh angefangen, die Pflanzen hätten sich völlig verausgabt und jetzt sei halt langsam Schluss, so zumindest sagt mein Tomaten-Dealer.

Dann also noch schnell Nektarinen kaufen. Noch gibt es herrlich orange-lila gesprenkelten Nektarinen. Ich mag sie besonders, wenn sie knackig und noch leicht säuerlich sind. Leider werden Nektarinen aber auch schnell schrumpelig oder die elenden Fruchtfliegen machen sich darüber her. Dann mache ich aus ihnen ein leuchtendes, wärmendes, fruchtig-scharfes Chutney für kalte Tage:

Chutney von Nektarinen und Paprika

Processed with Rookie

Für 3 Schraubgläser a 200ml (Circa-Angabe!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

3 reife Nektarinen

1 kleine rote Paprika

8-10 getrocknete Tomaten (trockene oder gut abgetropfte in Öl eingelegte)

0,2l Tomatensaft

1 große Zwiebel

1/2 Knoblauchzehe

1 cm³ Ingwer (also ein etwa frauendaumenkuppengroßes Stück)

2 kleine getrocknete Vogelaugen-Chilis

1/2 TL schwarze Zwiebelsamen

1 gehäufter EL Madras Curry (oder ein anderes scharfes Curry)

Apfelessig

Muscovadozucker

2 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

Zubehör: scharfes Messer, Schneidebrett, mittelgroßer Topf, sterile Schraubgläser

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Nektarinen entkernen und grob würfeln. Paprika entkernen und ebenfalls grob würfeln. Getrocknete Tomaten grob würfeln. Zwiebel schälen, fein würfeln. Chilischoten entkernen und fein hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Ghee oder Öl im Topf erhitzen. Die Zwiebeln glasig dünsten. Chilischote, Knoblauch, Ingwer hinzugeben und ebenfalls mitdünsten. Currymischung anrösten, bis das Aroma aufsteigt. Nektarinen, Tomaten, Paprika hinzugeben, gut mischen und andünsten. Zwiebelsamen und Tomatensaft hinzugeben, gut unterrühren. Topf zudecken und 5 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Jetzt sind die Früchte schon etwas weich und haben Saft gezogen. Nun mit dem Apfelessig und dem Muscovadozucker großzügig abschmecken. Das Chutney sollte ausgewogen süß, scharf und säuerlich zugleich sein. Da es hierbei stark auf die Süße der Früchte ankommt und Euren persönlichen Geschmack, ergeben genaue Mengenangaben keinen Sinn.

Zum Schluss noch etwas einköcheln lassen, bis die Masse noch stückig ist aber mit einer dicklichen Sauce. In die Gläser füllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen, beschriften und an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren.

Das Chutney hält sich locker mehrere Monate. Angebrochen hebt es sich im Kühlschrank noch mindestens 2 Wochen auf. Es schmeckt herrlich zu Gegrilltem, zu Käse oder zu indischen Gerichten, aber auch auf Sandwiches mit kaltem Hühnchen oder gekochtem Schinken.

 

 

 

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Die Pflaumen sind reif. Und wenn die Wespen uns noch etwas übrig lassen, schnappt Euch welche und macht backt Zwetschgenkuchen, esst sie pur oder kocht Euch ein dickes, mulmiges Pflaumenchutney!

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich ein Chutney-Fan bin und schon viele Varianten verbloggt habe! Das Letzte habe ich allerdings zur Rhabarber-Zeit gemacht, was schon wieder viel zu lange her ist. Denn Chutneys sind eine tolle Möglichkeit Früchte haltbar zu machen – auch wenn man KEIN Süßfrühstücker Marmeladen-Fan ist!

An’s Chutney-Kochen habe ich irgendwie die letzten Monate nicht gedacht. Zu viel um die Ohren!

Aber dann habe ich im grandiosen neuen Kochbuch “Das Küchentagebuch. Mit 250 Rezepten durch das Jahr” von Nigel Slater geschmökert. Dass ich ein Slater-Fan bin, wisst Ihr ja vielleicht. Im Blog gab’s schon so Einiges von ihm nachgekocht. Ich mag seine unprätentiöse Art, seine Bescheidenheit (“I’m not a Chef, I’m a Cook”) und viele seiner Rezepte. Im “Küchentagebuch” teilt er seine Aufzeichungen über’s Jahr (zusammengefasst aus vielen Jahren) mit seinen Lesern und will explizit inspirieren als belehren. Wie sympathisch! Wer gerne Rezepten einen eigenen Stempel aufdrückt und nicht sklavisch an Buchstaben klebt, dabei auch noch ein bisschen schmökern mag, dem sei das “Küchentagebuch” ans Herz gelegt.

Aber was hat das jetzt mit Chutney zu tun? Also: Besonders angetan hat’s mir unter dem Datum 30. August folgender Satz: “Meine bunt leuchtenden Einmachgläser entstammen nicht dem Bedarf, eine Überfülle haltbar zu machen oder schleifchenverzierte Geschenke für meine Freunde herzustellen, sondern dem Wunsch nach ein, zwei Löffeln hausgemachtem Relish zu einem Stück Käse und einem Brocken Brot.

“Schleifchenverzierte Geschenke” – I love it! Das dann im Buch folgende Chutney besteht zwar aus Feigen und ist völlig anders zubereitet als meines. Aber ein fruchtig, dunkles Chutney wollte ich auch haben. Also gab es eines aus Pflaumen und Cranberries:

Processed with Rookie

Für 2 Gläser a 250ml benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 10-15 reife Pflaumen, entsteint und grob gewürfelt

etwa 100 gr getrocknete Cranberries

1 rote Zwiebel, gehackt

1 Vogelaugenchili, gehackt

1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt oder gerieben

1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 EL Garam Masala (nach diesem Rezept oder aus dem Asia-Laden)

Muscovadozucker (etwa 3 EL – oder nach Geschmack)

Portwein (etwa 0,1l – oder nach Geschmack)

Rotweinessig (etwa 6 EL – oder nach Geschmack)

1 EL neutrales Pflanzenöl

2 gestrichene TL Salz

1 Sternanis

Zubehör: Großer Topf, 2 Schraubgläser

Zubereitungszeit: ca 30-45 min)

So geht’s:

Öl im Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili darin andünsten. 1 EL Muscovadozucker hinzugeben, umrühren, bis die Zwiebeln glasig werden. Garam Masala hinzugeben und andünsten, bis die Aromen in der Nase kitzeln. Pflaumen und Cranberries hinzugeben und leicht köcheln lassen, bis Saft austritt. Nun Port und Rotweinessig sowie den restlichen Zucker und das Salz unterrühren. Sternanis hinzugeben. Mit geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen. Dabei immer mal umrühren und abschmecken. Je nach Säure/Süße der Früchte müsst Ihr mit etwas Zucker oder Essig nachjustieren. Beim Chutney kommt es weniger auf strenge Mengenangaben an als auf Euren persönlichen Geschmack.

Wenn die Pflaumen schön zerkocht sind, Deckel abheben und gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit einreduzieren lassen. Final abschmecken und anschließend in sterile Schraubgläser geben. Voll befüllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen.

Abkühlen lassen und an einem dunklen Ort aufbewahren. Angebrochene Gläser halten im Kühlschrank noch etwa 14 Tage.

Das Pflaumenchutney schmeckt köstlich zu reifem Käse aber auch zu Braten, trockenen Lammcurries oder orientalischen Reisgerichten.

Kennt Ihr eigentlich Claudias Blog Geschmeidige Köstlichkeiten? Darin widmet sie ihre Rezepte Menschen, die beispielsweise wegen einer Krankheit nicht so selbstverständlich schlucken können wie gesunde Menschen. Sei es durch Schlaganfall, Zahn- oder Kieferprobleme oder Karzinome im Mund- und Rachenbereich. Da ich selbst mehrere Male in meinem Leben am Kieferknochen operiert wurde und tagelang nur Suppen, Joghurts und – im besten Fall – Kartoffelbrei zu mir nehmen konnte, unterstütze ich mit meinem Chutney gerne ihr Blog-Event “Smooth Food” als Gastgeberin bei Zorra.

Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)

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Rote Bete gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsgemüsen. Ob roh mit Dip, gebacken, im Salat oder als Suppe – ich LIEBE Rote Bete.

Umso schöner, wenn ich sie mit meiner Lieblingsküche kombinieren kann: der indischen!

Das Chutney stammt aus dem Kochbuch von Pushpesh Pant, aus dem ich hier und hier schon mal gekocht habe. Noch viel mehr Pant-Rezepte findet Ihr bei Foodina.

Das Rote Bete Chutney (Beetroot Thuviyal) passt aber nicht nur zu indischen Gerichten sondern auch zu Käse oder Gegrilltem, Raclette, Fondue sowie zu selbstgemachtem Döner.

Einziger Nachteil: Das Chutney hält sich nicht lange, da es anders als andere Chutneys nicht lange gekocht, sondern nur angeröstet wird. Ihr solltet also nur so viel machen, wie Ihr essen wollt.

Zutaten für etwa 400 Gramm:

2 mittelgroße rohe Rote Bete, geschält und geraspelt

2 EL fein gehackte Korianderblätter

1 EL Kokosnussraspeln

2 TL Tamarindensauce (aus dem Asialaden. Unsere ist sehr sauer, deshalb unbedingt vorher testen, damit Ihr nicht zu viel nehmt.)

1 grüne Chilischote, grob gehackt und entkernt

2 getrocknete rote Chilischoten

1/2 TL Asafötida

1 EL Urad Dal (das weiße Innere schwarzer Linsen, im Asialaden erhältlich)

1 EL rote Linsen (oder Chana Dal, schwarze Linsen, die man aber gut durch gelbe oder rote – in meinem Fall – ersetzen kann)

1 1/2 TL braune Senfsamen

2-3 EL Ghee

Salz

So geht’s:

Hälfte des Ghee in einer Pfanne erhitzen. Darin die Senfkörner, die Dals, Asafötida, getrocknete Chilis und die grüne Chili darin unter Rühren anrösten. Aus der Pfanne schütten und abkühlen lassen.

Restliches Ghee in der Pfanne erhitzen. Geraspelte Rote Bete darin etwa 5 min anbraten. Jetzt alle – auch die übrigen – Zutaten in einen Blender geben, salzen und mit 2 EL Wasser zu einer geschmeidigen Paste verarbeiten. Direkt servieren.

Chutneys sind klasse für Raclette-Abende oder Fondue-Essen. Die Saison geht ja jetzt gerade wieder los! Eine große Auswahl an Rezepten für süße, scharfe, herzhafte, exotische Chutneys findet Ihr hier im Blog.

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Bevor der mir freundlich gesonnene Admin wieder den eigenen Schrebergarten plündert, und ich gläserweise Rhabarber-Chutney machen oder Omas Streuselkuchen backen darf, musste ich schnell noch zwei herrliche Flug-Mangos vom Wochenmarkt verarbeiten.

In der Hoffnung, dass jetzt endlich mal die Grillsaison losgeht, habe ich mich für ein fruchtig-scharfes Mango-Chutney entschieden. Bei meiner Passion für Chutney fehlte dieser Klassiker der indischen Küche bisher in meinem Repertoire.

Rezepte gibt es wie Sand am Meer. Aber ganz im Sinne des Admins: “Never change a running system”. Und so habe ich einfach wieder “gefreestylt”. Das Ergebnis ist leuchtend gelb und höllisch scharf!

MangoII

Ich bin leider völlig unfähig darin, Mengen richtig abzuschätzen. Deswegen kann ich Euch nur sagen, dass ich 3 mittelgroße Schraubgläser und ein ganz kleines ehemaliges Kapern-Glas vollbekommen habe.

Dafür benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 reife Flug-Mangos (gute Qualität bzw. guter Geschmack zahlen sich hier wirklich aus!)

2 Zwiebeln

2 Knoblauchzehen

1 daumengroßes Stück Ingwer

2 rote Habanero Chilischoten (alternativ 2 Vogelaugenchilis. Wer empfindlich ist, nimmt weniger scharfe Schoten)

1 TL braune Senfkörner

1 EL Cumin/Kreuzkümmel (gemahlen)

150 ml Apfelessig

1 EL Ghee (oder pflanzliches Öl)

1 EL Salz

4 EL Zucker

Zesten von 1 Zitrone

Saft von 1 Zitrone

1 TL Madras Curry

Küchengerät: 1 großer Topf, sterile Schraubgläser (besser nicht zu große, da das Chutney – einmal angebrochen – nicht ewig hält)

Zubereitungszeit: ca. 1 Std. für Vorbereitung und einkochen

So geht’s:

Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer schälen und fein hacken. Chilis entkernen und hacken. Ghee in einem Topf erwärmen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer und Chilis bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis die Zwiebeln schön weich sind. Währendessen die Mango vom Kern schneiden, von der Schale runterschneiden und würfeln. Senfkörner in einer kleinen Pfanne anrösten, bis sie zu springen anfangen. Dann in den Topf geben.

Cumin und Curry hinzugeben, alles gut vermischen und warten, bis die Aromen der Gewürze aufsteigen. Jetzt die Mango hinzugeben und gut unterheben. Alle weiteren Zutaten unterheben und jetzt in Ruhe köcheln lassen, bis die Masse marmeladenartig wird (ca. 20 min oder mehr). Stücke sollten allerdings noch erhalten bleiben bei einem klassischen Chutney.

(Falls Ihr unbedingt pürieren wollt: Achtung! Pürierte Chilis werden noch um ein Vielfaches schärfer! Deshalb in dem Fall die Chilis besser nach dem Pürieren hinzugeben…)

Zum Schluss abschmecken, ob noch Salz, Säure oder Süße fehlen (Schärfe solltet Ihr mit meinem Rezept genug haben ;-))

Herdplatte ausstellen und Chutney in die Gläser füllen, zuschrauben, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen.

Das Chutney hält sich im Kühlschrank viele Monate bis zu einem Jahr. Angebrochenes Chutney solltet Ihr innerhalb von etwa zwei Wochen aufbrauchen.

Mein allererstes Mango-Chutney ist wirklich scharf, sehr fruchtig und fein würzig. Ich mag es so und glaube, dass es perfekt zu Gegrilltem und natürlich zu indischen Gerichten passt. Aber auch als Spread unter ein Chicken-Sandwich. Hmmm… Ich glaube, das erste Glas muss schon dran glauben!

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