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Langsam in indischen Gewürzen geschmortes Lamm – gibt es etwas Köstlicheres an einem grauen Oktoberabend? Ich kann mir nicht viel vorstellen. Mir hat das Rezept von Hari Ghotra so gut gefallen, dass ich ihr gleich ein paar Fragen gestellt habe.

Wie gut mir die Seite der indischstämmigen Köchin, Kochlehrerin und Bloggerin Hari Ghotra gefällt, habe ich Dir ja schon mal erzählt, als ich Dir das Rezept für ihr köstliches Chettinad Chicken vorgestellt habe. Hari hat viele ihrer Familienrezepte aufgeschrieben, Kochkurse gegeben und als Köchin in den Tamarind-Restaurants gearbeitet. (Das Tamarind of Mayfair war das erste indische Restaurant, das jemals einen Michelin-Stern erhalten hat! Mehr zu Haris Werdegang findest Du hier.)

Heute teilt sie Ihre vielen Rezepte über ihren Blog und vertreibt die dazugehörigen Gewürzmischungen über einen Webshop. Ich mörsere ja lieber selbst. Aber an den Reaktionen beispielsweise auf Twitter kann man gut sehen, wie diese kleinen Starthilfen viele Koch-Neulinge dazu bringen, sich selbst an die indische Küche zu wagen. Und auf Youtube kannst Du ihr über die Schulter schauen beim Kochen. Es gibt also keine Ausreden mehr!

Hari Ghotra

Hari Ghotra (Quelle: http://www.harighotra.co.uk)

Mir gefällt auf der Seite vor allem die Möglichkeit, nach vielen verschiedenen Kategorisierungen das richtige Gericht zu finden. Soll es vegetarisch, glutenfrei oder mit Lamm sein? Scharf oder mild? In unter 30 Minuten fertig? Für Kinder geeignet oder vielleicht im Slow Cooker zubereitet?

Ich habe ein köstliches, feuriges und wärmendes Lamm-Gericht nach ihrem Rezept gemacht und wirklich nur leicht abgewandelt, da Haris Rezepte super funktionieren und uns sehr gut schmecken. Aber bevor es hier ans Kochen geht, habe ich Hari erstmal ein bisschen gelöchert:

Was bedeutet Kochen und Essen für Dich?

Kochen und Essen ist nicht nur dazu da, den Körper zu ernähren. Es geht dabei auch um die Familie, um Freunde. Mit Essen fütterst Du die Seele, bist kreativ und gibst den Menschen um Dich herum etwas. Das ist eine ganz universelle Sprache.

Welches Rezept empfiehlst Du Menschen, die sich an die indische Küche heranwagen wollen und noch nicht so viel Erfahrung haben?

Mein Nariyal Chicken ist ein schnelles, einfach zuzubereitendes Gericht voller Aromen. Perfekt für ein Abendessen an einem Werktag. Noch authentischer ist das Wala Chicken, mein Basis-Curry mit einfachen aber köstlichen Zutaten. In der indischen Küche geht es um Aromen und Geschmacksrichtungen, weniger um reine Schärfe.

Welches nicht-indische Gericht magst Du am liebsten?

Ich liebe die großen Thai-Suppen-Schalen. Und ein Sonntagsbraten oder ein Gulasch sind auch phantastisch!

Genug von Hari geschwärmt! Jetzt kommt Ihr Rezept für das Sooka Masala Lamm, das ich nur ganz leicht adjustiert habe.

Sooka Masala Lamm Hari Ghotra German Abendbrot Foodblog indisches Rezept

Eine echte Empfehlung von mir! Es ist scharf, sanft und wärmend. Wenn Du es weniger scharf magst, reduziere einfach die Anzahl der Chilis. Aber die verschiedenen Aromen verbinden sich köstlich und kommen trotz der Schärfe noch wunderbar durch. Aufgewärmt schmeckt es übrigens mindestens genauso! Mach‘ also ruhig eine größere Menge und friere den Rest ein oder nimm ihn Dir mit ins Büro.

Zutaten für 4 Personen (oder für 2 mit wunderbaren Resten zum Aufwärmen!)

800 gr Lammfleisch ohne Knochen (z.B. von der Schulter), pariert und in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke zerteilt

Gewürze zum Anrösten:

2 TL Cumin/Kreuzkümmelsamen

4 TL Koriandersamen

3 getrocknete rote Chilis, scharf

3 cm Zimt-Stange

4 Kapseln vom grünen Kardamom

3 Nelken

Für die Sauce:

4 TL Ghee oder Pflanzenöl

2 Kapseln brauner Kardamom

2 große weiße Zwiebeln, geschält und fein gehackt

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder beides frisch fein gehackt)

1 400ml Dose Tomaten

1 TL Kurkuma

1 gestrichener EL brauner Zucker

1/2 TL Chilipulver

Salz

Einige Blätter gehackten frischen Koriander

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel, Mixer

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden

So geht’s:

Die Gewürze zum Anrösten in der Pfanne ohne Öl anbraten, bis sie zu duften beginnen. Abkühlen lassen und im Mixer zu Pulver mahlen.

Die Fleischstücke mit dem Gewürzepulver einreiben und zur Seite stellen.

Ghee oder Öl in der Pfanne erhitzen, die Zwiebeln, den braunen Kardamom sowie die Ingwer-Knoblauch-Paste darin anbraten, bis die Zwiebeln weich und goldbraun sind. Mit Zucker karamellisieren.

Kurkuma, Chilipulver und Tomaten hinzugeben und gut vermischen, bis alle Zutaten miteinander verbunden sind und eine dickflüssige Sauce ergeben.

Jetzt das Fleisch hinzugeben, unterheben und für etwa fünf Minuten köcheln.

Die Hitze reduzieren, Deckel auf die Pfanne setzen und alles für rund 45min köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist.

Zum Schluss den Deckel öffnen und alles noch mal fünf Minuten bei hoher Hitze einköcheln lassen, bis die Sauce dick ist und am Fleisch haftet.

Mit Reis auf einem tiefen Teller anrichten und mit dem Koriander garniert servieren.

Dazu passen ein Gurken-Raita (Joghurt mit fein gehackter Gurke, Kreuzkümmel und Salz) sowie Naan oder Reis.

Außerdem haben wir dazu indisch gewürzte grüne Bohnen serviert:

Dazu etwas Kreuzkümmel und Fenchelsamen in einer Pfanne anrösten. Gehackte Zwiebel und Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben und einige Minuten unter Rühren köcheln lassen.

Grüne Bohnen hinzugeben und mit Salz, rotem Chilipulver und etwas Amchoor (getrocknetes Mangopulver) sowie 2 kleingewürfelte Tomaten hinzugeben. Alles gut verrühren und servieren.

Hast Du auch Lust auf indisches Essen? Dann schau doch mal hier in meine über 80 Rezepte aus der Kategorie „indisch“ oder auf Hari Ghotras Seite. Da findest Du sicher Dein ganz persönliches Lieblingsgericht!

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Schon lange folge ich Hari Ghotra auf Twitter. Ich mag ihre authentisch indische Küche, die appetitlichen Fotos und ihre übersichtliche Website. Weil ich am Wochenende mal wieder Lust auf eine indische Kochorgie hatte, habe ich mich zu Chettinad Chicken und Falia di Sabjee inspirieren lassen, indisch gewürzten Prinzessböhnchen!

Zum indischen Kochen muss ich richtig Bock haben. Das geht nicht mal so locker aus der Hüfte. Das braucht Zeit. Lust. Muße. Ich muss also Bock haben auf das Mörsern und Anrösten von Gewürzen. Auf sorgfältig gegarten Reis. Auf langsam geschmorte Saucen. Denn all das macht die indische Küche, die ich so liebe, für mich aus. (Viele indische Rezepte findest Du hier im Blog)

Chettinad ist eine Region im Süden Indiens sowie die Bezeichnung einer Kaste, die sich auf die Zubereitung der Speisen aus dieser Region spezialisiert hat. Im Süden Indiens sind die Curries (vegetarisch oder mit Fleisch) mittlerweile sehr beliebt. (Ein Chettinad Curry mit Lamm hatte ich hier schon mal gepostet.)

Chettinad Chicken indisches Hühnchen scharf Hari Ghotra Foodblog German Abendbrot

Chettinad Chicken nach Hari Ghotra

Dazu gab es köstlich knackige grüne Prinzessböhnchen, die indisch gewürzt ein ganz neues Gemüseerlebnis ergeben: Falia di Sabjee. (Im Originalrezept mit Stangenbohnen)

Falia di Sabjee ebenfalls nach Hari Ghotra - hier mit Prinzessböhnchen statt Stangenbohnen

Falia di Sabjee ebenfalls nach Hari Ghotra – hier mit Prinzessböhnchen statt Stangenbohnen

Die Zubereitung beider Gerichte benötigt etwa eine gute Stunde Deiner Zeit. Aber das Ergebnis lohnt sich wirklich! Denn die knackigen Bohnen ergänzen das scharfe, saucige Hühnchen wunderbar. Dazu etwas Reis und ein kühlendes Gurken-Raita (dazu Naturjoghurt, klein geschnittene, geschälte Salatgurke, etwas Salz und etwas Kreuzkümmel vermischen) und fertig ist ein indisches Festmahl!

Ich habe beide Rezepte leicht abgewandelt. Die Originalrezepte (englisch) findest Du hier und hier auf der Website von Hari Ghotra.

Zubereitung für Chettinad Chicken und Falia di Sabjee nach Hari Ghotra:

Für das Chettinad Chicken:

350 gr Hühnerbrust (im Original nimmt sie Schenkel, die aber noch länger garen müssen)

1 EL brauner Zucker oder Jaggery (indischer Palmzucker)

1 EL weißer Mohnsamen

1 TL Koriandersamen

1 TL Cumin (Kreuzkümmelsamen)

1 TL Fenchelsamen

3 getrocknete, scharfe Chilis (ich habe chinesische Chilischoten genommen)

ein kleines Stück Zimtrinde

3 Nelken

2 EL Kokosflocken (macht die Sauce schön sämig. Im Original 50 gr – das war mir zu viel!)

2 EL Ingwer-Knoblauch-Paste

1 EL Ghee oder pflanzliches Öl

10 getrocknete Curryblätter

1 große, rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten

1/2 Sternanis

1 Dose gestückelte Tomaten (ca. 400ml)

1 TL Kurkuma

1 TL Kaschmir-Chilipulver (oder ein anderes, scharfes Chilipulver)

Saft 1/2 Limette

Salz zum Abschmecken

5 Stengel frischer Koriander, gehackt

Für die Bohnen:

300 gr Prinzessbohnen

1 TL braune Senfsamen

1 TL Ghee

2 TL Kreuzkümmelsamen, gemörsert

Salz

1 TL Kurkuma

1/2 TL Kaschmir-Chilipulver (oder ein anderes scharfes Chilipulver)

Zubehör: Schmortopf oder Pfanne mit Deckel für das Chicken, kleine Pfanne mit Deckel oder Topf für die Bohne, Mixer/Blender

Zubereitungszeit: Chettinad Chicken: 45min, Bohnen: 10min

So geht’s:

Alle Gewürze und Zutaten zusammensuchen und bereitstellen.

Zwiebeln in feine Ringe schneiden.

In der kleinen Pfanne für das Chettinad Chicken folgende Gewürze einige Minuten anrösten, bis ein herrliches Aroma aufsteigt: Mohn, Koriander, Kreuzkümmel, Fenchel, getrocknete Chilis, Zimt, Nelken und Kokosnuss.

Zur Seite stellen und abkühlen lassen. Währendessen das Hühnchen in mundgerechte Stücke schneiden.

Jetzt die abgekühlten Gewürze im Mixer zu einem Pulver mahlen.

In der großen Pfanne das Ghee für das Hühnchen erhitzen. Darin die Curryblätter, die Zwiebeln und die Ingwer-Knoblauch-Paste anschwitzen. Den Zucker hinzugeben und umrühren, so dass eine homogene Masse entsteht.

Die gemahlenen Gewürze hinzugeben und gut vermischen.

Tomaten und etwas Wasser sowie Kurkuma, Salz und Chilipulver hinzugeben. Die Sauce sollte leicht köcheln und alle Bestandteile gut verbinden.

Jetzt die Hähnchenstücke unterheben, den Deckel schließen und bei kleiner Hitze rund 20 min garen lassen.

Während das Hühnchen gart, bereitest Du den Reis und die Bohnen zu.

Dafür erhitzt Du in einer Pfanne das Ghee und gibst die Senfsamen hinzu. Wenn sie anfangen zu springen, gibst Du den gemörserten Cumin/Kreuzkümmel hinzu.

Jetzt die Bohnen in die Pfanne geben, mit den Gewürzen verrühren. Kurkuma, Salz und Chilipulver hinzugeben, 2 EL Wasser ergänzen und Deckel schließen.

Die Bohnen benötigen jetzt 5-6 min bis sie gar sind. Sie sollen knackig und nicht weichgekocht sein!

Jetzt ist Dein indisches Essen fast fertig!

An das Chettinad Chicken gibst Du jetzt noch den Limettensaft und schmeckst abschließend mit Salz, Zucker und Chilipulver ab.

Wenn der Reis auch gar ist und das Raita auf dem Tisch steht, servierst Du das Hühnchen und die Bohnen separat in Schalen oder kleinen Karahis, den typischen Schälchen, die ich auch auf dem Foto verwende.

Guten Appetit und lass Dir das indische Festmahl schmecken!

 

 

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Der bEdW ist kein großer Fan von Kokosmilch. Ich aber liebe ein schönes, sämiges Thai-Curry. Was tun? Ganz klar, ein feines, scharfes Curry kochen OHNE Kokosmilch aber mit allen geliebten Thai-Aromen: Gang Kruar Gai Bahn! Deal? Deal!

Mein allererstes Curry habe ich in einem Frankfurter Thai-Restaurant gegessen und war sofort geflasht. Es war ein grünes Hähnchencurry mit Schlangenbohnen und jeder Menge scharf gewürzter Kokosmilch. Seither suche ich nach genau diesem Geschmack. Aber vermutlich werde ich ihn auch nach dem 100. Probekochen nicht treffen. So wie ich nie wieder den allerersten indischen Curry-Happen rekonstruieren konnte. Vermutlich hat dieses „erste Mal“ ganz viel mit der Geschmackserinnerung zu tun.

Und allzu oft kann ich das auch gar nicht ausprobieren, denn der bEdW gesteht mir nur eine geringe Menge Kokosmilch pro Monat zu. Deshalb große Begeisterung, als Tina mit einem Hühnchencurry um die Ecke kam, das ohne Kokosmilch funktioniert, trotzdem viel Sauce liefert und auch noch den heimischen Thaicurry von der Terrasse (von Foodbloggerin A. gezüchtet!) integriert.

Thai Curry ohne Kokosmilch Gang Kruar Gai Bahn Foodblog German Abendbrot

Aber wir brauchten deutlich mehr Gemüse! Also haben wir Schlangenbohnen und Karotten ergänzt, die wir beide sehr mögen. Alles schön scharf und schön bissfest auf herrlichem Basmati-Reis. Fertig ist ein „close-to-perfect“ Thai-Curry.

Hühnchen-Thai-Curry ohne Kokosmilch für 2 Personen:

Raps- oder Erdnussöl zum Anbraten (2-3 EL)

2 EL scharfe, rote Currypaste (ist sie sehr frisch, brauchst Du evtl. etwas weniger! Achtung, scharf!)

500 g Hähnchenbrust in mundgerechte Stücke geschnitten

400 ml hausgemachte Gemüsebrühe

5 Kaffirlimettenblätter, leicht angeritzt

2 TL Palmzucker, alternativ brauner Zucker

2 EL Fischsauce

Spritzer Limettensaft

Prise Salz

daumenlanges Stück Galgant, geschält und in dünne Scheiben geschnitten

Bambus, in dünne Scheiben geschnitten (Asialaden, bitte nicht das saure Zeug aus dem Glas!)

5 Schlangenbohnen (Asialaden), in mundgerechte Stücke geschnitten (müssen nicht blanchiert werden!)

1 Karotte, in 2mm dicke Scheiben geschnitten

einige Blättchen Thai-Basilikum

1 scharfe, rote Chilischote, in feine Scheiben geschnitten

Dazu: Reis

Zubehör: Wok, Reistopf

Zubereitungszeit: gute halbe Stunde

So geht’s:

Gemüse vorbereiten. Reis aufsetzen.

Öl im Wok erhitzen und die Currypaste darin anschwitzen.

Hühnchen in der Paste anbraten.

Mit der Gemüsebrühe ablöschen und Kaffirlimettenblätter mitkochen.

Karotten und Schlangenbohnen hinzugeben und etwa 5 min köcheln lassen.

Bambus hinzugeben. Mit Fischsauce und Zucker würzen und abschmecken. Bei Bedarf mit etwas Salz und Limettensaft die richtige Ausgewogenheit von Säure-Schärfe-Salzigkeit finden.

Wenn der Reis gar ist, das Gericht servieren und dazu mit den Chili-Scheiben und dem Thai-Basilikum garnieren.

Schnell, scharf, köstlich! So kann man getrost in ein Wochenende starten, das mich am Samstag noch mal kreuz und quer durch Frankfurts Weinszene bringt…

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Wer wie ich von Erbsen nie genug bekommt, mischt einfach Kichererbsen und grüne Erbsen zu einem schnellen, gesunden und würzigen Chana Matar Masala!

Die Ayurvedische Küche liebt Kichererbsen (Chana) und grüne Erbsen (Matar) vor allem wegen ihrer Protein-Power. Hiermit können sich nicht nur Vegetarier und Veganer ihre Extraladung Protein abholen. Aber auch wer sich nicht fleischlos ernährt, tut sich was Gutes: Die Kichererbse steckt voller Magnesium, Calcium und Eisen, die grüne Erbse bringt außerdem noch Vitamin A und C mit. Lauter gute Gründe, um sich zusammen mit köstlichen indischen Gewürzen ein kraftvolles Chana Matar Masala zuzubereiten:

kichererbsencurry

Dieses schnell zubereitete indische Gericht sieht nicht nur wunderhübsch aus, sondern ist auch schnell fertig. Zudem macht es richtig ordentlich satt. Und am nächsten Tag schmeckt es aufgewärmt mindestens noch mal so gut! Wer öfter indisch kocht, hat vermutlich sogar alle Zutaten im Haus. Perfekte Voraussetzungen, um in die Kategorie „Friday Night Dinner Date“ zu rutschen, oder?

Zutaten für 2 Personen:

1 EL Rapsöl (Nicht-Veganer: Ghee)

1 TL braune Senfsamen

1 kl Zwiebel, fein gehackt

1 TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder die entsprechenden Zutaten sehr fein gehackt)

1 TL scharfes Chilipulver

1 TL Kurkuma

1 TL brauner Zucker

400 gr Kichererbsen aus der Dose, abgetropft und leicht abgespült

200 ml Tomatensaft

1 EL Garam Masala

1/2 TL Tamarindenpaste

1 EL getrocknete Bockshornkleeblätter

4 EL TK-Erbsen, aufgetaut (oder je nach Saison frische Erbsen)

1 Stange Staudensellerie, in Scheiben geschnitten

Salz

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel

Zubereitungszeit: 20-30 Minuten

Beilagen: Naan und Gurken-Raita (Joghurt, fein geraspelte Salatgurke, Salz und Cumin mischen. Veganer ersetzen den Joghurt entsprechend.)

So geht’s:

Das Rapsöl in der Pfanne erhitzen. Braune Senfsamen hinzugeben und warten, bis sie zu springen anfangen. Hitze etwas herunterstellen. Zwiebeln und Ingwer-Knoblauch-Paste andünsten. Braunen Zucker hinzugeben, bis die Zwiebeln leicht karamellisiert sind. Chilipulver und Kurkuma hinzugeben und ebenfalls anrösten.

Mit Tomatensaft ablöschen. Eventuell noch etwas Wasser hinzugeben. Jetzt die Kichererbsen und den Staudensellerie in die Sauce geben und mit geschlossenem Deckel auf mittlerer Hitze gar köcheln lassen.

Deckel öffnen und die Tamarindenpaste unterrühren. Grüne Erbsen ebenfalls unterrühren und gar ziehen lassen. Bockshornkleeblätter und Garam Masala sowie zum Abschmecken Salz hinzugeben und alles noch mal heiß werden lassen.

Mit Naan und Raita servieren!

Power-Food für’s lange Pfingstwochenende! Ich wünsche Euch eine schöne Zeit und viel Spaß beim Genießen!

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Ich halte mich für einen äußerst toleranten Esser. Aber bei zwei Gemüsen streike ich: Blumenkohl und Rosenkohl. Heute stelle ich mich zumindest dem ersten Feind: Mit einem scharfen Aloo Gobi!

Seit jeher hasse ich den Geruch von Blumenkohl. Und dieses komisch krümelige Gefühl auf der Zunge. Meist kommt er auch noch in Sahne ertränkt und mit Käse und Schinken überbacken als riesiger weißer Berg auf den Teller. Wer braucht sowas?

Während ich mich auch weiterhin weigere, die Existenz von Rosenkohl anzuerkennen, will ich dem Blumenkohl eine Chance geben. Schmeckt er mir doch immer dann, wenn er in Maßen einem indischen Curry beigegeben ist. Klassisch ist beispielsweise das Aloo Gobi. Klingt ja auch gleich viel schöner als „Kartoffeln und Blumenkohl“, oder?

Ich raffe also meine virtuellen Röcke und springe über meinen Schatten: Voila, meine persönliche Variante eines köstlich scharfen, knackigen Aloo Gobi:

Aloogobi

Zutaten für eine große Pfanne Aloo Gobi für mindestens 2 Personen:

1 kl. Blumenkohl, in mundgerechte Röschen zerteilt

2 mittelgroße, festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt

1 Karotte, gewürfelt

4 braune Champignons, gewürfelt

4 EL TK-Erbsen

20 frische Curryblätter

1 scharfe, rote Chili, gehackt

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder etwas Ingwer und Knoblauch frisch gehackt)

1 EL Ghee (vegan: Sonnenblumenöl)

1 Zwiebel

200 ml Tomatensaft (oder gleiche Menge stückige Tomaten aus der Dose)

200 ml Gemüsebrühe

1 TL Panch Phoran (bengalisches 5-Gewürze-Pulver aus braunen Senfsamen, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel (Cumin) und Bockshornkleesamen zu gleichen Teilen gemischt und gemörsert)

1 TL Chilipulver

1 TL frisch gemahlener Cumin

1 EL scharfes Curry (etwa Madras Curry nach diesem Rezept)

1 TL braune Senfsamen

Salz

brauner Zucker

2 EL Joghurt (10% Fett) (vegan: 3-4 EL Kokosmilch)

Beilagen: Naan-Brot und Gurken-Raita (Joghurt mit gewürfelter Salatgurke, etwas Salz und Cumin mischen, etwa 30 min ziehen lassen)

Zubehör: große Pfanne (gerne beschichtet) mit Rand und Deckel

Zubereitungszeit: Mit der ganzen Schnippelei rund 45 Minuten

So geht’s:

Das Gemüse vorbereiten, alle Gewürze bereitstellen. Pfanne erhitzen und Blumenkohlröschen darin anrösten. Beiseite stellen.

Ghee in der Pfanne erhitzen. Senfsamen anrösten, bis sie zu springen anfangen.

Zwiebeln, Chili und Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben, alles gut vermischen und anschwitzen.

Etwas zuckern, bis alles leicht karamelisiert.

Die Gewürze in die Pfanne geben, bis sich das Aroma duften ausbreitet.

Curryblätter hinzugeben und leicht mit andünsten.

Mit Tomatensaft und Gemüsebrühe ablöschen. Aufköcheln lassen und die Hitze reduzieren.

Karotten- und Kartoffelwürfel hinzugeben und bei geschlossenem Deckel mindestens 15 min dünsten.

Wenn Kartoffel und Karotte fast gar sind, Blumenkohl hinzugeben und ebenfalls unter geschlossenem Deckel etwa 10 min bei leichtem Köcheln gar dünsten. (Eventuell noch etwas Flüssigkeit hinzugeben)

Wenn der Blumenkohl gar ist, die Champignons und Erbsen hinzugeben und erhitzen. Alles mit Salz und noch etwas Zucker, eventuell auch Panch Phoran und Chilipulver, abschmecken.

Hitze ausstellen und den Joghurt unterziehen.

Mit Naan und Gurken-Raita servieren.

Fertig ist ein köstliches vegetarisches (oder veganes) Curry, in dem mir sogar der Blumenkohl schmeckt. Weiches Naan und das kühlende Raita neutralisieren die prickelnde Schärfe. Ich bin jetzt Fan!

Skeptiker nehmen einfach ein paar weniger Röschen für den Anfang. Ganz klassisch ist Aloo Gobi ein Curry nur aus Blumenkohl und Kartoffeln. Die Karotte, Champignons und Erbsen liefern aber noch zusätzliche Konsistenzen und etwas mehr Abwechslung im Mund. Probier‘ es doch mal aus!

Wen nicht stört, dass der Joghurt beim Aufwärmen leicht ausflockt, kann sich Reste am nächsten Tag noch mal prima aufwärmen und mit etwas Reis essen. Bringt Bollywood-Flair in die Büro-Küche!

 

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Wenn ich mich bei IRGENDWAS mengenmäßig immer verschätze, ist das Reis. Ich mache IMMER zu viel. Wie gut, wenn man den dann aufhebt und einen exotischen indischen Gemüsereis daraus macht!

Mein Faible für die indische Küche dürfte hinlänglich bekannt sein. Nicht umsonst hat meine Lieblingsküche eine eigene Kategorie hier im Blog. Fasziniert bin ich von den vielen Aromen und den zahlreichen Einflüssen. Einflüsse in beide Richtungen:  Von Indien in die Welt (etwa im englischen Chicken Tikka) oder von den Kolonialherren nach Indien (etwa beim Vindaloo).

Und nicht vergessen: Ohne die englischen Kolonialherren in Indien, Malaria und Durchfall gäbe es keinen Gin Tonic (Gin und Chinin sollen gegen beide Malaisen helfen. Ich hab in Indien feste dran geglaubt und mir nix eingefangen! Cheers!).

So eine wechselseitige Einflussnahme ist auch das Vadouvan-Gewürz (oder Vadavam). Die Franzosen haben diese Gewürzmischung aus indischen Gewürzen zusammengestellt. Meist beinhaltet sie Knoblauch, Zwiebeln, Bockshornkleesamen, Senfsaat und Kreuzkümmel. Alles wird in Öl angeröstet und trocknen gelassen. So bleibt es schön haltbar.

Ich habe Vadouvan doch tatsächlich erst kennengelernt, als mir die großartige Astrid eine Mischung von Ingo Holland geschenkt hat. Dabei weiß Astrid doch ganz genau, wie man mit Vadouvan aromatisierten Reis selbst herstellen kann – zeigt sie uns nämlich hier.

Die Gewürzmischung kommt aber dennoch bei uns zum regelmäßigen Einsatz, parfümiert sie Reis doch aufs zauberhafteste. Dazu einfach 1 TL der Mischung im Reiswasser mitkochen, den aufsteigenden Duft tief einatmen und genießen.

Wer so einen Reis übrig hat, kann sich am nächsten Tag total unkompliziert, günstig und bunt eine köstliche indische Reispfanne machen:

Indischer Gemüsereis

Zutaten für 2 hungrige Personen als vegetarisches Abendessen:

2 Portionen Vadouvan-aromatisierter Reis (idealerweise vom Vortag)

1 Stengel Sellerie, in feine Scheiben geschnitten

1 Karotte, in feine Streifen geschnitten

frischer Koriander, gehackt

1 TL Currypulver (hausgemacht)

1 kleine rote, scharfe Chili, in feine Streifen geschnitten

1 grüne Paprika, gewürfelt

2 Eier

Salz

optional: etwas Ghee

Zubehör: Große Pfanne

Zubereitungszeit (wenn Du den Reis noch vom Vortrag übrig hast): 20 min

So geht’s:

Die Eier verkleppern und mit Salz abschmecken. Die Pfanne erhitzen und – falls nicht beschichtet – etwas Ghee darin schmelzen. Die Eier zu einem dünnen Omlett braten und zur Seite stellen. Abkühlen lassen und in Streifen schneiden.

Gemüse sowie das Curry anrösten, salzen und den Reis portionsweise hinzugeben. Alles unter Rühren erhitzen. Zum Schluss die Omelettestreifen hinzugeben und sofort servieren.

Dazu passt ein eiskaltes King Fisher-Bier!

Da die vielen Gewürze angeblich auch aphrodisierende Wirkung haben (das Kamasutra kommt nicht ohne Grund aus Indien!), wünsche ich Euch einen ganz besonders romantischen Freitagabend ;-))

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Ok, eine Kürbissuppe zu verbloggen ist nun echt nicht super innovativ. Aber, hey, ich HASSE Kürbis. Bisher. Langsam nähern wir zwei uns nämlich an. Und das alleine ist schon ein guter Grund, Euch diese strahlend schöne, schnell gemachte und sehr feine Kürbissuppe heute ans Herz zu legen!

Kürbis und ich – das ist nicht gerade die große Lovestory. Ein halbherziger Versuch mit einem Kürbis-Curry ging ziemlich in die Hose. Ich dachte: „Ach, komm‘. Wenn Du das Ding indisch zubereitest, wird es Dir schon schmecken!“ Aber nix da. Selber austricksen funktionierte da leider nicht: Der verwendete Butternut-Kürbis war einfach zu süß! Bäh!

Kaum fünf Jahre später wage ich mich an einen neuen Versuch: Kürbissuppe! Denn alleine die Farbe und Wärme, die so ein Süppchen ausstrahlt, lässt mir das Herz aufgehen. Dazu kam ein Probierlöffelchen einer köstlichen Kürbis-Walnuss-Suppe, das mir K. neulich beim Italiener abgegeben hat. Also: Wer sich erfolgreich überwindet und zum Rote-Bete-Fan mutiert, der stellt sich auch seiner Kürbis-Phobie!

Kürbissuppe

Wer kann zu so einem Schälchen hießer, würziger Suppe schon „Nein!“ sagen? Ich wollte mich möglichst pur und simpel dem Kürbis widmen. Blitzschnell fertig war eine sehr feine Suppe, die eine hervorragende Basis bildet für Abwandlungen aller Art! (Jetzt muss ich mich nur noch mit Blumenkohl und Rosenkohl (NIEMALS!) anfreunden!)

Los geht’s mit den Zutaten für einen großen Topf Kürbissuppe mit ausreichend „Rest“ für die nächsten Tage:

1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1kg)

500ml Gemüsebrühe

1 kl. Vogelaugenchili, grob gehackt, entkernt

1 daumennagelgroßes Stück Ingwer, geschält und in Streifen geschnitten

1 Lorbeerblatt

1 Zwiebel, geschält und gehackt

2 EL Olivenöl – und etwas zum Servieren

1 TL Madras Curry (oder ein anderes scharfes Currypulver)

Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Spritzer Zitronensaft zum Abschmecken

etwas Paprikapulver zum Servieren

Optional: Spritzer Sahne oder Kokosmilch

Zubehör: großer Topf mit Deckel, Pürierstab, scharfes, stabiles Messer

Zubereitungszeit: rund 30 Minuten

So geht’s:

Den Hokkaido-Kürbis abwaschen und in grobe Würfel schneiden (Hokkaido muss nicht geschält werden!). Das innere Kern-Gekröse entfernen. Für das Zerteilen braucht man etwas Kraft! Nimm also ein großes, breites, stabiles Messer oder ein Küchenbeil, damit es Dir nicht abbricht!

Währendessen das Öl im Topf erwärmen. Zwiebeln anschwitzen. Ingwer, Chili und Lorbeerblatt sowie das Currypulver hinzugeben und alles miteinander anrösten.

Hokkaido-Würfel hinzugeben und unter Rühren andünsten. Gemüsebrühe hinzugeben und zum Kochen bringen. Dann die Hitze auf mittlere Höhe schalten und zugedeckt für etwa 15 Minuten köcheln lassen. (Die Länge des Kochens ergibt sich daraus, wie groß Eure Kürbiswürfel sind. Lieber ein paar Minuten länger, damit der Kürbis richtig gar ist!)

Wenn der Kürbis gar ist, das Lorbeerblatt herausfischen und den Topf vom Herd nehmen. Jetzt mit dem Pürierstab pürieren, bis die Suppe schön sämig ist.

Jetzt mit Salz und Pfeffer sowie etwas Zitronensaft noch final abschmecken.

Wenn Du magst, kannst Du mit einem Schluck Sahne oder etwas Kokosmilch bzw. einem veganen Sahneersatz die Suppe noch etwas „rund“ machen. Ich fand das aber gar nicht nötig. Die Sahne/Sahneersatz sorgen auch dafür, die Schärfe etwas zu reduzieren, falls Dir Chili und Currypulver zu heftig vorkommen. Probier das einfach mal aus…

In vorgewärmten Suppenschalen mit etwas Olivenöl und einer Prise Paprika servieren – vielleicht auch noch mit ein paar Petersilienblättchen für die Optik.

Fertig ist eine schnelle, gesunde, leichte und köstliche Suppe, die etwas Farbe in den Novemberfreitag bringt! (Vermutlich hat ja schon jeder außer mir Kürbissuppe gekocht und lieben gelernt. Aber für mich ist das echt eine Entdeckung: Kürbis schmeckt!)

Mit der Weinauswahl zu Kürbis (und Curry!) tue ich mir schwer. Hast Du einen Wein-Tipp?           (Den kann man ja auch hinterher trinken – eingekuschelt auf dem Sofa mit Buch und Decke!)

Habt ein schönes Wochenende!!

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