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Exotische Käsecrémes auf dem Wochenmarkt sind oft ziemlich teuer. Und man weiß nie so genau, was drin ist. Hier kommt die schnelle, günstige Variante ohne komische Farb- und Zusatzstoffe!

Ich liebe es, frisches fluffiges Fladenbrot, einen salzigen Cracker oder ein italienisches Ciabatta in einen Dip zu tunken oder mit einer würzigen Käsecréme zu bestreichen. Das ist an Wochenenden oft eine schnelle kleine Zwischenmahlzeit oder der Auftakt zu einem Menü mit Freunden – einfach einen guten Winzersekt oder einen Sprizz dazu und der Abend kann beginnen. (Gäste, die den ersten Hunger gestillt haben, sorgen bei der Gastgeberin auch für ein viel entspannteres Kochen ;-))

Schafskäsepaste

Aber das Schönste: Ihr wisst, was drin ist!

Für zwei Schraubgläser zu je ca 200ml oder eine grooooße Dip-Schüssel für den Brunch benötigt Ihr folgende Zutaten:

100 gr sahnigen Frischkäse (z.B. Buko)

100 gr Ziegenfrischkäse

150 gr cremigen Schafskäse

2 EL Creme fraiche

1 kl Zwiebel, gerieben und abgetropft

20 gr Kapern

1 EL Grenadinesirup

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Cumin (gemahlen)

1 TL scharfes Paprikapulver

1 TL Pul Biber

1 EL Olivenöl

Zitronenabrieb (und etwas zum Garnieren)

Meersalz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

1 Prise Zucker

einige Blättchen Kresse oder Petersilie zum Garnieren

Zubehör: Küchenmixer

Zubereitungszeit: 15min

So geht’s:

Alle Zutaten außer der Zwiebel und dem Zitronenabrieb in den Mixer geben und kurz pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Geriebene Zwiebel und Zitronenabrieb unterheben. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. Mit dem übrigen Zitronenabrieb und den Kräuterblättchen garnieren und servieren – oder in saubere Schraubgläser füllen und kühl stellen. Die Paste hält sich mehrere Tage im Kühlschrank. Wegen der Zwiebel zieht die Paste schnell Wasser. Wenn Ihr die Zwiebel weglasst, könnt Ihr die Paste länger aufheben und immer kurz vor dem Servieren ein paar Zwiebelwürfel unterheben.

Natürlich sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Schaut, was sich im Kühlschrank oder im Vorratsregal so alles findet und macht Euch Eure eigene Käsecréme!

Und jetzt ran an’s Brot!

Das ist mein Beitrag zu Zorras Blogevent “Sauer macht lustig”, in dem es um säuerliche Milchprodukte geht. Gesund, milchig und soooo lecker! Ich bin doch ein Milchprodukte-Junkie, ein Kuh-, Schafs- und Ziegen-Groupie!

Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

Aber ich möchte auch noch mal erinnern an Magentratzerls Dauerevent: Susanne sucht hierfür Rezepte, die mit all den Dingen zubereitet werden, die sich in unseren Speisekammern befinden. Das kann häufig eine richtige Schatzsuche werden. Bei mir gehören Kapern zu solchen Schätzen. Aber auch Sardellen oder getrocknete Tomaten, die beide wunderbar in Käsecrémes passen, sollten immer im Vorrat vorhanden sein!

Schatzsuche im Vorratsschrank - Dauerevent

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Boah, jetzt sind wir schon ziemlich satt bei unserem festlichen Menü. Nach dem herbstlichen Carpaccio mit Pilzen, der vielseitigen Kartoffelsuppe und der phantastischen gegrillten Hochrippe werden schon die ersten Hosenknöpfe aufgemacht, ein Espresso geordert oder ein Schnäpschen getrunken. Wärme, Genuss und Rotwein sorgen für diese leicht angeschickerte Trägheit, die so typisch ist für Feiertage. Da stapeln sich die Teller schon in der Küche, die Weingläser sehen aus wie Hund, die Luft ist zum Schneiden und wer sich richtig wohl fühlt, legt sich schon mal auf die Couch oder macht es sich im Sessel bequem…

Wer will da schon ein Dessert? Ich bin kein großer Nachtischesser. Noch weniger gut bin ich in der Zubereitung. Ein paar schnelle Ideen gefällig? Ein Ingwer-Trifle mit Waldbeeren lässt sich super vorbereiten und hilft beim Verdauen! Und das besoffene Eichhörnchen passt zu unserem eigenen Alkoholpegel zu diesem Zeitpunkt des Menüs!

Manchmal reiche ich zum Kaffee nach einem reichhaltigen Mahl auch einfach ein paar hübsche Pralinen aus unserem Lieblingsschokoladenladen Xocoatl.

Oder Käse! Käse geht immer! Dafür würde ich sogar glatt ein bisschen Zurückhaltung üben beim Hauptgang. Denn zum Käse gibt es noch herzhaftes Shortbread und eine fruchtig-süße Zwiebelmarmelade:

Processed with Rookie

Das Shortbread kann man immer im Haus haben. Das ist eine prima Zwischenmahlzeit oder kann zum Aperitif serviert werden. Keine Not also, die Cracker am Tag des Menüs zu backen! Sie schmecken eh besser, wenn sie etwas durchgezogen sind.

Die Zwiebelmarmelade ist wieder eine Idee aus Lust auf Genuss (Ausgabe 11/2014) und hält in einem Schraubglas mehrere Wochen. Sie kann also auch vorbereitet werden. Damit ist der Käseteller in nullkommanix angerichtet.

Die Zwiebelmarmelade in meiner Variante reicht für 3 Schraubgläser a 300ml:

2 große rote Zwiebeln, geschält und fein gewürfelt

1 rote Chili, fein gehackt

200 ml Rotwein

4 EL Rotweinessig

80 gr Gelierzucker

Salz und Pfeffer

1 EL Olivenöl

Zubereitungszeit: 30min (ohne Zeit zum Gelieren/Auskühlen)

Zubehör: ein großer Topf, mehrere Schraubgläser

So geht’s:

Öl in einem Topf erwärmen. Zwiebeln und Chili darin glasig dünsten bei mittlerer Hitze. Mit dem Wein und dem Essig ablöschen. Mehrere Minuten unter Rühren köcheln lassen. Gelierzucker hinzugeben und etwa zehn Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Marmelade heiß in die Schraubgläser füllen, verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und beispielsweise zu Käse (Manchego, alter Gouda, Roquefort…), Mettbrötchen oder kaltem Braten servieren!

So, Ihr Lieben! Das war mein festliches Menü 2014 für die kommenden Herbst- und Winterfeiertage. Ich hoffe, es hat Euch gefallen!

Ihr seid noch auf der Suche nach weiteren Ideen? 

Dann schaut doch mal meinen Vorschlag für ein exotisches Weihnachtsmenü an: von Singapore Sling über Tom Kha Gung bis Kaeng Phanaeng Neua!

Oder lieber ein Weihnachtsmenü leicht und gut vorzubereiten? Dann schaut einfach mal hier. Negroni, Barnüsschen, indischer Rote Bete Salat, scharfe Linsensuppe, Lammlachse und ein saftiger Zitronenkuchen. Alles ohne Stress!

Ich wünsche Euch eine genussvolle, entspannte Feiertagszeit!

KüchenAtlas-Blogparade: Festliches Menü

 

 

 

 

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Auf dem Markt gibt es jetzt kleine, feine Rote Bete mit herrlich gemaserten Blättern, die ein wenig an Mangold erinnern. Zu schön, um sie einfach abzuschneiden. Stattdessen kommen sie auf mein Raita drauf.

Raita? Wer wie ich besessen ist von indischer Küche, kann ohne Raita nicht leben. Raita ist eine erfrischende, die Schärfe nehmende Beilage aus Joghurt und diversen Zutaten – etwa Tomaten oder Minze, gewürzt mit Cumin oder Zitronenzesten… Ganz klassisch ist das Gurken-Raita. Aber auch andere Variationen sind erlaubt und setzen der Phantasie keine Grenzen. Eine ganz besonders verführerische habe ich neulich zu unserem Malabar Fisch Curry gemacht:

Processed with Rookie

Zutaten:

250 gr Joghurt (3,8%)

2 EL saure Sahne

1 kleine Tomate, entkernt und gewürfelt

4 EL geschälte, entkernte, gehackte Salatgurke

8 Blätter Minze, fein gehackt

3 EL Rote Bete Blätter, gehackt

1 gehäufter TL Cumin (Kreuzkümmel)

1 Prise Salz

1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitungszeit: 15 min

So geht’s:

Joghurt und saure Sahne miteinander glatt verrühren. Cumin und Salz dazugeben und gut vermischen. Gurke, Tomate und Minzeblättchen unterheben, dabei etwa 1 EL beiseite lassen für die Garnitur. Diese dann mit den gehackten Rote Bete Blättern mischen und zum Servieren auf das Raita geben.

Raita passt natürlich zu scharfen indischen Gerichten. Der kühle Joghurt-Dip schmeckt aber auch klasse zu Gegrilltem, zu Fladenbrot und als Dip für Gemüse.

 

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Ja, an dieser Stelle traue ich mich, einen Superlativ zu benutzen. Denn es gibt keine Cocktailsauce, die mir jemals besser geschmeckt hätte. Und sie existiert in unserer Familie seit mindestens 40 Jahren. Oder mehr? Nuff said? Nuff said!

Jedenfalls mache ich sie nach dem Rezept meiner Mutter, habe sie vielleicht etwas justiert. Aber mich beschleicht ohnehin der Verdacht, dass ich als Fünfjährige nur deshalb völlig unerschrocken sämtliche Meeresfrüchte im Frankreich-Urlaub gegessen habe, um diese Cocktailsauce essen zu können. Löffelweise!

Sie passt wunderbar zu – eben! – sämtlichen Langusten, Scampis, Shrimps etc. Natürlich auch zu Grillgemüse, Ofenkartoffeln, Hühnchenfleisch oder Fisch. Mit geröstetem Baguette auf dem Tisch wurde sie bisher noch immer ratzeputze leer gegessen. Und rosa ist eh eine tolle Farbe:

cocktailsauce

Zutaten für eine (ohnehin niemals ausreichend große) Schüssel:

200 gr 10%-igen Joghurt

1 großer EL Creme fraiche

5 gr EL Ketchup (hausgemacht oder ein gutes Bio-Ketchup, etwa von Heinz)

einige Spritzer Worcester Sauce

einige Spritzer Tabasco

ein Schluck trockener Sherry

1 TL edelsüßen Paprika

Saft einer halben kleinen Zitrone

Salz

weißen Pfeffer frisch gemahlen

Prise Zucker

Die Mengenangaben sind Circa-Angaben. Ihr solltet alle Zutaten zum Abschmecken nutzen.

Zubehör: kleiner Schneebesen, Schüsselchen

Zubereitungszeit: 10 min (etwas Zeit zum Durchziehen schadet nicht)

So geht’s:

Logisch: Alle Zutaten miteinander vermischen und mit dem Schneebesen glattrühren, so dass keine Klümpchen drin sind. Abschmecken und kühl stellen. Vor dem Servieren aus dem Kühlschrank holen und auf Zimmertemperatur bringen. Gegebenenfalls noch mal abschmecken und nachwürzen.

Ihr werdet mit dem Abschmecken überhaupt nicht mehr aufhören können, versprochen.

Wozu wir die Cocktailsauce essen, wenn noch keine Grillsaison ist?

Zur Fischpfanne aus dem Ofen, angelehnt an ein Rezept von Jamie Oliver aus seinen “30 Minutes Meals” (Episode 22: Fish Tray Bake”):

Dazu den Backofen auf 160 Grad vorheizen. Eine Ofenform mit Olivenöl fetten und etwa 6 in Salz eingelegte Sardellen auf den Boden legen. Fischfilets (beispielsweise Lachs, Zander, Kabeljau-Loins… ) und rohe, ungeschälte (aber entdarmte!) Shrimps, Cocktailtomaten, Knoblauchzehen, Thymianzweige dazugeben. Eine kleine Zitrone achteln und die Achtel zwischen den Fischstücken verteilen. Wer mag, kann auch noch Tintenfisch oder Muscheln ergänzen – je nachdem, was Euch beim Fischhändler anlacht! Alles pfeffern und salzen. Mit einigen Scheiben Pancetta “abdecken” und mit etwas Olivenöl besprenkeln.

Jetzt die Ofenform auf die mittlere Schiene des Backofens schieben. Je nach Dicke der Fischfilets dauert die Garzeit etwa 15 Minuten.

Natürlich könnt Ihr auch Zucchini, Frühlingszwiebeln oder andere Zutaten hinzugeben.

Der Pancetta, das Öl, der Fischsud, die Sardellen, die Kräuter, die Zitronen – das allers ergibt einen hervorragenden Sud auf dem Boden der Ofenform, die man herrlich mit Baguette aufstippen kann. Natürlich nur, wenn man nicht gerade bis zu den Ohren in der Cocktailsauce hängt, die zu allem, was aus dem Meer kommt, der Clou ist!

Lasst es Euch schmecken! Ihr habt jetzt das ultimative Cocktailsaucenrezept. Da geht nix mehr schief!

Update: Barbara von “Ein Topf Heimat” hat mich netterweise darauf hingewiesen, dass sie aktuell ein schönes Blog-Event durchführt: “Kulinarisches Brandzeichen”! Hier sucht sie Rezepte, die uns kulinarisch geprägt haben und uns immer wieder in frühere Zeiten zurückbeamen. Da mache ich doch gerne mit! Und Ihr vielleicht auch?

 

 

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Was für ein Oktober! Letzten Samstag zeigte sich der Herbst noch einmal von seiner schönsten Seite: strahlend blauer Himmel, milde 18 Grad, bunte Blätter auf den Bäumen. Da wir noch einige Stücke Grillgut eingefroren hatten von vergangenen BBQs – etwa Salsiccia, einen Hühnerschenkel, zwei Steaks, Langusten – kam uns spontan die Idee zum “Abgrillen”. Natürlich kann man auch an schönen Wintertagen grillen. Aber das ist dann eher ein Luxus, für den wir nicht extra Fleisch im Tiefkühlfach vorhalten.

Zum offiziellen Abgrillen gab es neben dem etwas zusammengewürfelten Grillgut und Resten von Grillsaucen, die auch besser vorm Winter leer gemacht werden, einen frischen grünen Salat und knuspriges Weißbrot vom Italiener um die Ecke.

Unser lieber Freund Sch. war zufällig an diesem strahlenden Samstag zu Besuch. Und weil er nicht nur wunderbar Paella zubereiten kann, sondern auch sonst viel vom Genießen versteht, gab’s als Krönung für die Langusten und zum Stippen für das Weißbrot eine schneeweiße Aioli, die er schnell selbst gemacht hat:

aioli

Dafür braucht Ihr nichts anderes als folgende Zutaten:

50ml Milch

etwa 100-150ml neutrales Pflanzenöl, z.B. Raps- oder Erdnußöl

1 große Knoblauchzehe

etwas Salz

1 EL Olivenöl

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Ihr braucht dazu nur noch einen Stabmixer und ein hohes Gefäß zum Mixen.

Die Zubereitungszeit dauert keine zehn Minuten!

So geht’s: Knoblauchzehe schälen und grob hacken. Milch in das Gefäß geben. Knoblauch dazu. Jetzt mit dem Stabmixer die Milch mixen und währendessen langsam das neutrale Pflanzenöl zugießen. Genau so viel, dass die Milch cremig wird. Zum Schluss noch das Olivenöl untermixen – für das Aroma. Salz und Pfeffer können abschließend einfach untergerührt werden.

Ergebnis ist eine blütenweiße Aioli, die leichter schmeckt als die Varianten mit Ei. Die Knoblauchzehe reicht völlig aus, um ein feines, nicht zu vordringliches Aroma zu haben. Eine tolle Idee! Danke, Sch.!!

Die Aioli hat unseren Freund aber gleich noch auf die nächste Idee gebracht: Pan Catalan!

Dazu einfach pro Person eine Scheibe Weißbrot im Backofen oder auf dem Grill anrösten. Dünn die Aioli auf das Brot streichen. Dann mit selbstgemachtem Tomatensugo (den hatten wir noch übrig) oder zerquetschten Tomaten bestreichen. Zum Schluss jeweils eine Scheibe Schinken darauf und mit grobem Pfeffer würzen. Olé!

Wer mit rohen Eiern sowieso lieber vorsichtig ist, findet eine Ei-freie Mayonnaise übrigens bei Zorra.

UPDATE: Ach, und dann sehe ich (fast) zu spät, dass Nele von Küchendelikte auch zu spanischen Wochen aufgerufen hat in einem Blog-Event, das von Zorra (s.o.) gehostet wird. Da passt meine Aioli, die Sch. aus Spanien zu uns importiert hat, doch wie A*** auf Eimer! :)

Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)

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Versprochen ist versprochen. Hier kommt der nächste und vorerst letzte Star für Euer BBQ (aka Grillfest):

Madras Curry-Dip:

Der Curry-Dip bildet zusammen mit Kasundi, dem scharfen indischen Tomaten-Relish, und dem Hot Chili Salsa das Dreigestirn der diesjährigen Grillsaison.

Anders als die beiden tomatig-fruchtigen Saucen kommt der Madras Curry-Dip etwas milder und cremiger daher. Aber nur vordergründig. Denn der Schlingel hat es trotz allem in sich und kann ganz schön reinhauen – abhängig davon, wie lange Ihr ihn ziehen lasst.

Er passt mit seiner fruchtig-scharfen Exotik prima zu gegrillter Hähnchenbrust, Scampi vom Grill, geröstetem Weißbrot, Ofenkartoffel, Grillgemüse oder als Klecks auf Tabouleh und Fattousch. Auch als Rohkostdip oder als Sandwich-Spread kam er schon zum Einsatz…

Das größte Lob kam von V.: “Ich könnte den ganzen Abend einfach nur mit Brot und Euren Dips bestreiten!” Können Gäste was Schöneres sagen? Glücklicherweise hat das der Grillmeister nicht gehört. Und zu Fleisch schmecken die Dipps natürlich erst recht!

Die Zutaten habe ich ziemlich frei Schnauze zusammengemixt und so lange abgeschmeckt, bis der Dip auch in der 3. und 4. Wiederholung perfekt war:

250 gr Naturjoghurt (3,5%)

2 EL Creme fraiche oder Saure Sahne

1 gehäuften TL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder entsprechend Ingwer und Knoblauch sehr fein hacken)

Salz

Prise Zucker

1 Spritzer Zitronensaft

1 EL Olivenöl

2 EL Gin

1 gehäufter EL Madras Currypulver (alternativ: anderes scharfes Currypulver)

1 EL Rhabarberkompott (alternativ: pürierte Mango oder Ingwermarmelade)

für mehr Gelbstich: Extra-Prise Kurkuma

Alle Zutaten miteinander vermischen, abschmecken und ggf. noch etwas nachwürzen. Aber Achtung: Der Dip wird intensiver, wenn Ihr in längere Zeit ziehen lasst.

In ein Schraubglas geben und im Kühlschrank aufbewahren. Im Kühlschrank hält er sich mind. eine Woche, Ihr könnt ihn aber auch gleich essen :)

Grillsaison 2013: Was sind Eure Lieblinge?

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Was ist denn das mit mir und Frankreich? Wenn ich auf vergangene Posts zurückschaue, komme ich mir vor wie ein Frankreich-Groupie! Ob Monsieur Cherie, der Teenie-Urlaub an der Cote d’Azur, meine Vorliebe für Sauvignon Blanc, die Kindheitserinnerungen von Pagnol oder der deftige Paris-Roman Zolas – es geht hier ständig um Frankreich. Pourquoi?

Und auch diese Woche geht es französisch weiter.

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Nach den Maigret-Krimis am Mittwoch und „Dem Bauch von Paris“ am Montag stelle ich Euch aber auch endlich mal ein Kochbuch vor: Die Landküche der Provence. (Kosmos-Verlag, 14,95€. Autor: Reinhardt Hess. Fotos: Manuela Rüther)

Klingt das nicht schon wie Urlaub? Lavendelfelder, Honig, kühler Weißwein, Ziegenkäse, Boule spielende Männer in weißen Leinenhemden unter Platanen, Strohhüte, Baguettes unterm Arm geklemmt… Fehlt nur noch was Gescheites zu essen. Und dabei hilft uns das Kochbuch glücklicherweise.

Vorgestellt werden vornehmlich kleinere, unkomplizierte und gut zu kombinierende Gerichte. Vieles fand Eingang in die typisch französische Bistro-Küche, da sich Salate, überbackenes Gemüse oder Pasten für geröstete Brote perfekt als Kleinigkeit zum Glas Wein servieren lassen. Aber auch die bäuerlichen Schmortöpfe mit Kaninchen oder Huhn finden sich wieder. Nur ist es mir zum Nachkochen von Schmorgerichten aktuell viel zu heiß. Ich bitte um Verständnis.

Neben hübschen, stimmungsvollen Landschaftsfotos (Lavendelfelder!) sind auch viele Gerichte appetitlich abgebildet. Außerdem erzählt uns der Autor noch einiges über Land und Leute, den Wein, Essensgewohnheiten und die kulinarische Geschichte der Provence. Besonders interessant fand ich, dass die Provence früher als arm und karg galt. Ist sie doch heute danke des Tourismus alles andere als ärmlich. Aber früher bezog sich das eben auf die Landwirtschaft und nicht auf Oberstudienräte a.D. und Aquarellmalkurse…

Steinige Böden, sengende Sonne, wenig Wald – das spiegelt die Küche noch heute wieder. Man findet deshalb kaum Rindfleischgerichte in der provenzalischen Küche, da einfach die Wiesen für das Weidevieh fehlen. Überhaupt spielt Fleisch eine untergeordnete Rolle. Hühner (im Hof oder Stall) und Kaninchen (hohe Population) sind deshalb logischerweise Teil der Speisekarte. Wo die Provence ans Meer grenzt, gibt es zudem Fisch und Meeresfrüchte. Das alles klingt für uns heute überhaupt nicht mehr ärmlich, sondern eher wie das kulinarische Paradies: Sonnenverwöhntes Obst und aromatisches Gemüse, wenig Fleisch, frischer Fisch – dazu ein mineralischer Weißwein oder Rosé. Herz & Magen, was wollt Ihr mehr?

Einfache, leicht nachzukochende Gerichte aus Zutaten, die auch hierzulande leicht erhältlich sind, machen das Kochbuch perfekt für Einsteiger – oder auch aktuell faule Foodblogger, die sich nicht lange in der Küche aufhalten wollen.

Den wunderbar nussig-aromatischen Salat aus Puy-Linsen habe ich Euch hier schon vorgestellt.

Ausprobiert habe ich auch die fruchtige Paprika-Paste, die Ihr auf geröstetes Weißbrot, als Marinade für Grillgut oder einfach zum Dippen verwenden könnt. Mit sonnengereiften Paprika ein Genuss.

Und auch eine Oliven-Tapanade gehört in jeden Kühlschrank. Ob als Brotaufstrich oder für das Dressing des klassischen Salade nicoise ist die schnell zubereitete und lange haltbare Tapanade ein Renner.

Dass die Paprikapaste (vorne) etwas Flüssigkeit gezogen hat, war meine Schuld, da ich – faul, wie ich aktuell bin – Paprika aus dem Glas genommen habe und nicht extra den Backofen anschalten wollte (die Hitze!). Die Aus-dem-Glas-Paprika sind in Flüssigkeit eingelegt und somit trotz Abtropfen einfach nasser.

Last but not least habe ich die Grilltomaten mit Zwiebeln und Ziegenkäse ausprobiert.

Provence

Optisch wahrlich kein Highlight (auch im Buch findest sich keine Abbildung – ein Schelm, wer Böses dabei denkt), aber durch die Aromen ein Anwärter auf’s Sommerlieblingsgericht  (falls man den Backofen anschalten will). Süßliche Tomaten, karamellige Zwiebeln, würziger Käse, Thymian und Olivenöl – das Ganze dann mitten auf den Tisch stellen und mit Baguette drin herum stippen. Heaven!

Hier noch die Bewertung im Überblick:

Das Konzept: Die Macher sind auf der sicheren Seite: Wo Provence draufsteht, ist in diesem Fall Provence drin. Wohl dosierte Zusatzinformationen zu Küche und Kultur halten sich im Rahmen, sind aber gerade für Einsteiger interessant und passen ins Buch. Sympathisch sind die Weintipps zu jedem Rezept – wenn auch etwas redundant. Ja, ein Rosé aus der Provence schmeckt zu fast allem. Das kann ich nach jahrelangem Selbstversuch guten Gewissens bestätigen ;-) Abzug gibt es für den Low-Brainer im Titel: „LANDküche der Provence“. Da springt der Verlag auf LANDlust, LANDliebe und all die anderen gruseligen Erfolgstitel im Zeitschriftenregal auf. Die Provence besteht ja fast nur aus ländlichen Gebieten. Wie sollte denn die STADTküche der Provence aussehen? So ein Buch würde mich brennend interessieren… Insgesamt für ein rundes Konzept mit Augenroll-Titel 2 von 3 möglichen Pluspunkten.

Was gibt’s für’s Geld? Einfache, gut beschriebene Rezepte mit leicht zu organisierenden Zutaten, Hinweise auf den Schwierigkeitsgrad, Zubereitungsdauer, benötigte Utensilien, die passenden Weine (s.o.) und Tipps zur Abwandlung. Dazu liebevolle Fotos, ein aufgeräumtes Layout und ein Autor, der angenehm im Hintergrund bleibt. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für alle, die ein nicht zu teures Geschenk oder eine kleine Belohnung für sich selbst suchen. Volle Punktzahl: 3 Pluspunkte

Die Rezepte Von den 4 nachgekochten Rezepten haben alle bestens funktioniert. Kleine Anpassungen sind dem Eigengeschmack geschuldet und erlaubt. Die Auswahl der Rezepte bietet leider keine wirkliche Überraschung. Es sind größtenteils Standards, die man so auch in anderen Frankreich- oder Bistro-Kochbüchern findet. Trotzdem gerade für Frankreich-Einsteiger oder Koch-Anfänger ein hübsches Buch, um die Klassiker aus dem Urlaub auf einen Blick zu haben. Funktioniert alles (soweit getestet!), schmeckt, keine Ausreißer – aber leider auch keine Überraschung. 2 von 3 Pluspunkten.

Gesamt-Ergebnis: 7 von 9 möglichen Pluspunkten.

Meine Empfehlung: Einsteiger und Hobbyköche, die unkomplizierte Gerichte für den Grillabend oder die Kleinigkeit nach Feierabend suchen, machen nichts verkehrt. Wer Fernweh hat oder sich ein bisschen Urlaubsfeeling auf den Balkon holen will, ist mit dem Kochbuch gut beraten. Provence- und Frankreich-Experten erfahren aber vermutlich nichts Neues. Da der Einband weich und das Kochbuch nicht zu dick ist, passt es sogar in den Marktkorb. Ich werde es mir wohl unter den Arm klemmen, auf dem Wiesbadener Wochenmarkt am Weinstand kurz halt machen, mich vor Ort inspirieren lassen und nach passenden Rezepten suchen. Kein umfassendes Standard-Werk und nicht unbedingt horizonterweiternd aber hübsch und solide gemacht. Durch den vernünftigen Preis und die Aufmachung ein schönes Geschenk für Freunde und Gastgeber.

Eine weitere Rezension des Kochbuchs findet Ihr übrigens im Gourmet-Büdchen.

Astrid aktualisiert die Liste der eingehenden Beiträge unserer Themenwoche regelmäßig. Zuletzt hier.

Weil das leider nötig ist, hier noch ein Hinweis in eigener Sache: Das oben beschrieben Kochbuch wurde mir als Rezensionsexemplar unentgeltlich und ohne Bedingungen zur Verfügung gestellt. Die dargestellte Meinung ist meine eigene und dient ausschließlich der Information meiner Leser. Ich verfolge mit der Rezension keinerlei finanzielle Interessen und nehme auch an keinen Affiliate-Programmen teil.

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