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Posts Tagged ‘Fladenbrot’

Klar kannst Du Weizentortillas kaufen, ein Tütchen Chili-Fix ans Hackfleisch machen und Dich fragen, was am Kochen so viel Spaß machen soll. Ich erklär’s Dir: selbermachen! Und das auch noch günstig und lecker!

Ok, ich muss was gestehen: Eigentlich sollte hier heute ein anderes Rezept stehen. Aber es ist Donnerstagabend, ich sitze noch ein paar Stunden am Rechner, fliege morgen früh nach Berlin und komme gerade zu nix. Das andere Rezept wird also geschoben (es war echt lecker!) und dafür gibt es heute ein bisschen was Improvisiertes:

Weizentortilla Wrap Chili con Carne Foodblog German Abendbrot

Weizentortilla mit Chili con Carne, Sour Cream, Cheddar und Peperoni! Aye Caramba!

Natürlich hast Du nicht immer das Glück, dass Du etwas Chili con Carne im Tiefkühlfach oder vom Wochenende übrig hast. Aber wie Du mit etwas Hackfleisch und meiner genialen Chili-Gewürzmischung schnell etwas anrührst, was dem seeeeehr nahe kommt, liest Du hier. Einfach noch etwas Mais und Kidneybohnen daruntergeben und es ist FAST wie Chili con Carne. Mein Original-Rezept, das zum Bundesliga-Start aber auch zum Ende der BuLi-Winterpause traditionell gekocht wird, findest Du hier.

Wenn ich Reste übrig hatte, habe ich meist Tortillawraps gekauft und damit mein Chili gegessen. Shame on me! Denn so ein Packen Fladen kostet aktuell bei Rewe etwa 3,29€. Dafür bekommst Du aber sage und schreibe 9 (neun!) E-Nummern-Zutaten und ein bisschen Palmöl. Just fair, oder?

Ach nö! Ich mache Weizentortillas jetzt easypeasy selber. Und das sagt die Frau, die mit Teig nicht kann. Aber ich habe ja meine BFF (Best-Foodblog-Friend) Caro mit ihrem wunderschönen Blog Caro in the Kitchen, den ich Euch schon drölfzig mal vorgestellt habe. Natürlich hat Caro auch ein Rezept für Weizentortillas im Blog. Und das ist dermaßen gelingsicher, dass es mir schon beim ersten Mal gelungen ist und tausendmal besser geschmeckt hat. Denn: Weizenmehl, Olivenöl, Salz, Backpuler, Wasser. That’s it!

Mein Chili habe ich noch mit etwas Joghurt, geriebenem Cheddar und eingelegten grünen Peperoni gepimpt und fertig war ein Mega-Wrap, der Dir auch an einem Freitagabend super schmecken und sehr schnell gut gelingen wird. Wetten? Denn während der Teig etwas ruht, machst Du Dein Blitz-Chili (oder wärmst Deinen Chili-Vorrat auf), die Wraps sind dann jeweils in 45 sek gar und dann geht’s ab ans Belegen. Dazu schmeckt ein eiskaltes Bier herrlich. Wetten?

Waaaas? Das ist Dir noch nicht schnell genug? Dann mach‘ Dir halt einfach einen Wrap mit Salat, etwas Harissa, Feta, Salami und eingelegter Paprika. Oder mit gekochtem Schinken, einer Scheibe Gouda, Krautsalat und gehackten Nüssen. Oder getrockneten Tomaten, Pecorino, Rucola und etwas Olivenöl. Oder…

wrap

PS: Die Fladen schmecken – wenn Du sie gut in Alufolie verpackst – auch am nächsten Tag noch gut!

Und einen kleinen Hinweis darauf, wer heute Abend spielt, wenn ich hoffentlich wieder gut gelandet bin, gebe ich Dir auch noch. (Mit einem uralten Foto aus dem Original-Chili-Post vom September 2010!):

Heimatgefühle: Hessischer Kartoffelsalat

Schönes Wochenende!!!!!!!!

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Saftiges Lamm in einer orientalisch gewürzten Tomatensauce machen diesen Döner zu einem Luxusprodukt für jedes romantische Friday Night Dinner Date! 

Döner? fragst Du. Really?

Ja, klar! sag ich. Außen knusprig, innen heiß und würzig – wenn das mal kein Synonym für einen romantischen Start in’s Wochenende ist!

Dieser hausgemachte Döner ist weit entfernt von dem undefinierbaren „Wolle scharf? Wolle extra Soße?“-Drehspieß umme Ecke. Wobei ich mir den Kalauer mit Wolle und Schaf bei einem Lamm-Döner nicht verkneifen konnte. Weisste Bescheid… (Einen weiteren hausgemachten Döner (mit Kalb!) findest Du übrigens hier!)

Lammdöner

Die einzige Crux, quasi der Hinkefuß, bei diesem köstlichen Döner ist, dass Du ein paar Bratenreste übrig haben solltest. Idealerweise von einer Lammschulter oder Lammkeule. Falls nicht, bereitest Du die Tomatensauce einfach mit ein paar eingeweichten Kichererbsen oder solchen aus der Dose zu. Alternativ mit etwas scharf angebratenem Lammhackfleisch.

Der Aufwand hält sich im Rahmen und liefert doch ein herrlich exotisch duftendes, sinnliches Ergebnis, das die Phantasie anregt. Wolle Schaf?

Zutaten für 2 Personen:

200 gr gegarte Lammschulter (alternativ: scharf angebratenes Lammhackfleisch, eingeweichte Kichererbsen)

400 gr Tomatenstücke ohne Haut

1 TL Harissa-Paste

1 kl Zwiebel, fein gehackt

1 Knoblauchzehe, gequetscht

1 EL Ras el Hanout

1 scharfe, getrocknete Chilischote (gehackt)

Salz

brauner Zucker

100ml Lammfond oder Gemüsebrühe

1 TL Ghee

etwas Olivenöl

Beilagen:

1/2 Fladenbrot vom Türken

Eisbergsalat, in Streifen geschnittener

Joghurt (verfeinert mit Creme fraiche, etwas Zitronenabrieb, Salz und gehackter Minze)

Zubehör: Pfanne oder Topf mit Deckel

Zubereitungszeit: 20min

So geht’s:

Backofen auf 180 vorheizen.

Ghee in der Pfanne erhitzen. Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Harissa anrösten. Knoblauch und Chili hinzugeben, gut vermischen und andünsten. Leicht zuckern und bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Ras el Hanout hinzugeben und unterrühren. Mit dem Lammfond löschen. Einköcheln lassen, bis eine sämige Masse entsteht. Tomaten hinzugeben und ebenfalls einköcheln lassen. Das Fleisch in die Pfanne geben, alles gut vermischen, Deckel schließen und das Ragout noch etwas garen, bis das Fleisch schön heiß ist.

Währendessen das Fladenbrot in Viertel schneiden, mit etwas Olivenöl bestreichen und im Backofen kurz aufknuspern. Den Salat in Streifen schneiden und den Joghurt anmachen.

Das Fladenbrot aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen und je ein Viertel pro Person aufschneiden. Lamm-Ragout, Joghurt und Salat so verteilen, dass Du halbwegs elegant abbeißen kannst.

(Dann ist auch schon wurscht, dass Du vor lauter Gier die Linse nicht mehr scha(r)f gestellt hast!)

Lammdöner2

Ich wünsche Euch ein erholsames, liebevolles Wochenende. Macht doch mal eine große Lammschulter. Dann bleibt sicher etwas übrig und Ihr habt nächste Woche einen 1a-„Wolle Schaf?“-Lamm-Döner!

Schönes Wochenende!

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Ich genieße im Moment nichts so sehr wie unsere Terrasse. Ob bei einer  morgendliche Tasse Tee, der Kräuter-Aufzucht, einem Sundowner mit Blick auf Taunus und Rheingau nach der Arbeit oder BBQ am Wochenende. Der orientalische Fattoush ist dabei eines unserer Lieblings-Terrassen-Gerichte.

Ich mag’s unkompliziert: Was ist vom Markteinkauf noch übrig? Kann man das altbackene Brot noch verwenden? Und kratz‘ doch mal den Rest Harrissa zusammen! Fertig ist mein absoluter Lieblingssalat der Saison: Einen Tusch für den Fattoush!

Fattoush

Ihr braucht für 2 hungrige Esser folgende Zutaten:

1/2 türkisches Fladenbrot (vom Vortag, oder im Ofen kurz aufbacken)

1/2 Salatgurke, geschält und entkernt

1 grüne Paprika

4 große Tomaten

1 Bund Petersilie

1/2 Bund Minze

1 TL Harissa (scharfe, orientalische Chilipaste. Es gibt sie im türkischen Supermarkt oder im Orient-Regal im Supermarkt. Könnt Ihr aber auch selber machen)

4 Frühlingszwiebeln

1 TL Sumach (säuerliches Gewürz (türk. Supermarkt, Gewürzfachhandel))

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl

eine Handvoll Spinatblätter oder Pflücksalat

Zubereitungszeit: 15min + Zeit zum Durchziehen

Zubehör: Große Salatschüssel

So geht’s:

Fladenbrot vom Vortag in mundgerechte Stücke schneiden. Oder: Sehr frisches Brot quer durchschneiden und im Backofen auf der Umluftstufe etwas aufbacken und anschließend abkühlen lassen, dann in mundgerechte Brocken brechen. Gemüse und Kräuter hacken. In einer großen Schüssel Sumach, Harissa, Salz, Pfeffer, Öl und Zitronensaft miteinander zu einem Dressing vermischen. Gemüse (nicht den Salat/Spinat!) und Brot hinzugeben und alles ordentlich vermischen. Mindestens 10 Minuten, gerne auch etwas länger, durchziehen lassen. Abschließend Salat-/Spinatblätter hinzugeben, noch einmal gut mischen und abschließend abschmecken. Mit einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt ein eiskaltes Bier ebenso wie ein Glas Mineralwasser mit Rhabarber-Sirup.

Und was esst Ihr diesen Sommer?

Nach seinem ersten Auftritt vor vier Jahren ist der Fattoush feste in unser Repertoire übergegangen. Mit kleinen Verbesserungen ist er jetzt ein weiterer Teil meiner kleinen, unregelmäßigen Reloaded-Reihe über Gerichte, die eine kleine Auffrischung und einen neuen Post verdient haben.

 

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Schwein statt Elch in den Köttbullar, Pferd in der Lasagne und Wer-weiß-was-alles im Döner. Da kann einem das auswärts Essengehen schon einmal VERgehen.

Köttbullar mag ich seit dem Overkill während meines Schweden-Semesters ohnehin nicht mehr. Lasagne machen wir meist selber. Aber auf Döner habe ich ungefähr zwei Mal im Jahr einen richtigen Heißhunger.

Dabei ist es natürlich verlockend, dass wir fußläufig ca. 40 Sekunden von der nächsten (durchaus appetitlichen) Dönerbude entfernt wohnen. Die nächste ist dann weiter 10 Sekunden entfernt. Für die übernächste muss man immerhin die Straßenseite wechseln. Dafür gibt es dort dann aber gleich 5 am Stück.

Trotzdem bestelle ich mir meist vegetarischen Döner – also mit Schafskäse. Denn irgendwie traue ich den Drehspießen nicht.

Jetzt habe ich aber endlich eine hausgemachte Alternative entdeckt, die schön würzig und frisch ist. Aber am besten gefällt mir: Ich weiß, was ich zu mir nehme! Vorhang auf für den hausgemachten Döner:

Für 2 Personen braucht Ihr folgende Zutaten:

2 kleine Fladenbrote (jeweils halbiert. Alternativ: 1 großes geviertelt)

260 gr Kalbsschnitzelfleisch

2 Knoblauchzehen

2 kleine Zwiebeln

2 EL Ras el Hanout (Rezept für selbstgemachte Variante gibt es bei Tina)

1 EL Paprikapulver rosenscharf

4 EL Olivenöl

1 TL Pul Biber (getrocknete, scharfe Paprikaflocken aus dem türkischen Lebensmittelladen. Alternativ: Cayennepfeffer)

Prise Salz

Scharzer Pfeffer, frisch gemahlen

125 ml Naturjoghurt (mind 3,5%)

1/2 Salatgurke

2 mittelgroße Tomaten

4 große Kopfsalatblätter

Wolle scharf? Dann optional: 4 EL Harissa (scharfe Paprikapaste, z.B. vom Türken)

Equipment:

Wok-Pfanne (oder: beschichtete Bratpfanne), Mixer, Frischhaltefolie

Zubereitungszeit:

ca. 30 min (plus mind. 2 Std. Zeit zum Marinieren)

So geht’s:

Das Fleisch in ca. 0,5 cm breite Streifen schneiden. In einem Mixer 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, Ras el Hanout, Pul Biber, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Paprikapulver zu einer Paste mixen. Fleisch darin marinieren, mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 2 (besser 4-5) Stunden in den Kühlschrank stellen.

Kleine Fladenbrote halbieren und so aufschneiden, dass sie noch zu ca. 1/3 zusammenhalten.

Salatgurke schälen, entkernen und auf der Reibe raspeln. Gurkenraspel ausquetschen und mit dem Joghurt vermischen. Salzen, pfeffern. Knoblauchzehe hineinquetschen. Unterheben und kalt stellen.

Salat und Tomaten waschen. Salat fein in Streifen schneiden. Tomaten in Scheiben schneiden. 1 Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.

Nach der Marinierzeit: Fleisch in einer beschichteten Pfanne bei großer Hitze scharf anbraten. Hitze herunterdrehen und Fleisch unter ständigem Wenden in etwa 3-4 Minuten fertig garen.

Währendessen Brottaschen im Umluftofen oder auf dem Toaster noch mal aufwärmen.

Wolle scharf? Eine Brottasche nehmen, auseinanderbiegen und auf einer Seite mit 1 EL Harissa bestreichen.

Etwas Salat, Tomate, Zwiebelringe in die Tasche geben. Zum Schluss Fleisch dazugeben und mit der Joghurtsauce garnieren.

Wolle noch mehr scharf? Etwas Pul Biber darüberstreuen.

Brottasche fest zusammendrücken, reinbeißen und Hmmmmmm…..

Nicht sehr fotogen aber ordentlich würzig (macht einen Mörder-Brand!), frisch und vertrauenswürdig.

Und Ihr so? Wolle scharf? Oder vegetarisch? Mit Zwiebeln oder ohne? Oder habt Ihr vielleicht sogar eine Döner-Bude, die Ihr mir empfehlen könnt?

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Laut der „allwissenden Müllhalde“ namens Wikipedia ist Focaccia ein ligurisches Fladenbrot aus Hefeteig. Wer hier regelmäßig mitliest, wird jetzt vielleicht schmunzeln – war doch Teig bisher immer so ein bisschen ein stiefkindlich behandeltes Küchenthema.

Der geneigte Leser wird sich aber vielleicht auch an meine heiß geliebte Oma erinnern und ihren Ausspruch: “Ei, Kind, mer lehrt doch en Bär es Danze!” (Übersetzung und Hintergrundinfos gibt’s hier).

Und weil ich immer noch lieber Herzhaftes als Süßes esse, nähere ich mich dem „Feind“ eben auf diesem Wege: Focaccia!

Vor einem Jahr hätte ich noch mit schlotternden Knien an der Arbeitsplatte gestanden und mir fluchend ausgemalt, was alles schief gehen kann. Mittlerweile bin ich da viel cooler, kann mir grob vorstellen, wie sich der Hefeteig anfühlen muss und freue mich zuversichtlich auf lecker Fladenbrot – ganz ohne Plan B!

Herausgekommen ist knusprig fluffige,  in der Sonne glitzernde, duftig verlockende, jede BBQ-Session veredelnde, ganz alleine schon herrlich schmeckende, grandios zu Salat passende, dem Auge schmeichelnde, dem Olivenöl seine kleine Kuhlen bietende, die Foodbloggerin glücklich machende, den italienischen Feinkosthändler in den Ruin treibende, auf diesem (unbearbeiteten!) Foto wunderbar zu HighFoodality’s Cookbook of Colors passende und goldgelb in der Abendsonne leuchtende Focaccia:

Für eine Focaccia, das locker für 4 Personen als Beilage reicht, benötigt Ihr folgende Zutaten:

Für den Teig:

Ein Pfund Mehl und etwas Extra-Mehl für die Arbeitsfläche

1 Päckchen Trockenhefe (etwa 1 gehäufter TL)

1 TL Salz

3 EL Olivenöl

Für die Garnitur:

Rosmarin, Thymian, Oregano oder andere mediterrane Kräuter

einige Blätter Petersilie

1 Knoblauchzehe

etwa 5 EL Olivenöl

grobes Meersalz

So geht’s:

Mehl, Hefe, Salz und Olivenöl sowie 300 ml Wasser (lauwarm) miteinander zu einem Teig verkneten. Das funktioniert am besten in einer ausreichend großen Plastikschüssel. Jetzt die Arbeitsfläche etwas mehlen und den Teig mehrere Minuten kneten. Das Kneten ist unheimlich wichtig, damit der Teig schön aufgeht! Anschließend die Teigkugel zurück in die Schüssel legen und mit einem Geschirrtuch zugedeckt an einem warmen Ort (ohne Zugluft!) etwa 45 Minuten gehen lassen. Ich stelle Teig gerne bei angeschaltetem Licht in den Backofen. Das ergibt eine Temperatur von ca. 30 Grad – perfekt für wachsende Teigkugeln!

Während der Teig geht, könnt Ihr die Garnitur zubereiten, mit der die fertige Focaccia eingepinselt wird. Dazu die Kräuter sehr fein hacken, die Knoblauchzehe schälen und pressen. Alles mit Salz und Olivenöl vermengen und beiseite stellen.

Wenn der Teig gegangen ist, knetet Ihr ihn noch einmal auf der gemehlten Arbeitsfläche ordentlich durch. Ihr könnt ihn richtig „zusammenschlagen“. Ist super, um Agressionen loszuwerden und um den Teig noch mal ordentlich anzuspornen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und einen Bogen Backpapier auf ein Blech legen. Den Teig ausrollen, so dass er in etwa viereckig ist – nicht rund wie eine Pizza! – und nicht zu dünn. Der Teig sollte etwa noch so hoch sein wie ein Daumen dick ist. Auf das Backblech bzw. das Backpapier legen und Dellen reindrücken. Die Focaccia kann ruhig etwas provisorisch aussehen, das gehört dazu.

Jetzt etwa 30 Minuten backen lassen. Sie soll nicht zu dunkel werden, muss aber natürlich gar sein. Da funktioniert jeder Backofen ein bissl anders, also unbedingt im Auge behalten!

Wenn die Focaccia fertig und noch warm ist, mit der Kräuter-Öl-Marinade bestreichen, in Stücke schneiden und servieren.

Die Focaccia schmeckt schon ohne alles herrlich, passt aber natürlich hervorragend zu Salaten, gegrilltem Fleisch oder Fisch. Warm und frisch schmeckt sie am besten. In etwas Alufolie eingeschlagen hält sie sich aber auch noch bis zum nächsten Tag.

Wer andere Varianten mag, kann zum Beispiel in den letzten Minuten des Backvorgangs hauchdünn geschnittene Zucchinischeiben auflegen. Oder Olivenscheiben. Auch ein deftiger Tomatensud, gebröckelter Ziegenkäse oder dünn ausgelegter Parmaschinken schmecken köstlich. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Unnötig zu sagen, dass sich Focaccia perfekt für Picknick und Biergarten eignen, oder? Kein Wunder, dass Focaccia glücklich macht.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

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Fattoush ist ein Brot-Salat aus dem östlichen Mittelmeerraum, den man in der syrischen, türkischen und arabischen Küche findet. Anders als der toskanische Brotsalat Panzanella kommt Fattoush mit viel Petersilie und natürlich orientalischen Gewürzen auf den Tisch.

Für heiße Tage und falls man nicht allzu viel Zeit hat, ist Fattoush zudem eine leichte, frische und sättigende Mahlzeit, die ein bisschen Orient in’s eigene Heim bringt. (Das Rezept stammt übrigens aus dem sehr empfehlenswerten GU-Kochbuch „Basic Orient„, aus dem ich zuletzt den Tabouleh-Salat gemacht habe)

Ihr braucht für 2 hungrige Esser folgende Zutaten:

1/2 Fladenbrot

1/2 Gurke

1 grüne Paprika

4 große Tomaten

1 Bund Petersilie

einige Blätter Minze – je nach Geschmack

1 TL Harissa (gibt es im Glas oder der Tube im Orient-Regal im Supermarkt. Kann man aber auch selber machen)

1 Knoblauchzehe

4 Frühlingszwiebeln

1 TL Sumach (säuerndes Gewürz – gibt es ebenfalls in türkischen Läden)

Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Olivenöl

eine Handvoll gemischter grüner Salat

optional: Feta-Käse

Fladenbrot quer durchschneiden und im Backofen knusprig backen. Abkühlen lassen und in mundgerechte Brocken brechen. Gemüse, Knoblauch und Kräuter hacken. Gewürze, Öl, Zitronensaft miteinander zu einem Dressing vermischen. Alles in eine Salatschüssel geben und etwa 30 min durchziehen lassen. Zum Schluss noch mal abschmecken und evtl. Feta unterheben. Man kann den Salat pur essen.

Besser schmeckt er aber, wenn man ihn vor dem Servieren mit frischem Pflücksalat mischt.

Als krönendes Häubchen zum Schluss noch einen Klecks Tsatsiki (oder nennen wir es passender: Gurken-Joghurt) obendrauf und fertig ist der schnelle Trip in den Orient.

Zum Essen passt natürlich ein eiskaltes Ayran, ein Pfefferminz-Tee oder ein gut gekühlter Weißwein.

Kochevent- Mediterrane Kräuter und Gewürze - SUMACH - TOBIAS KOCHT! vom 1.02.2012 bis 1.03.2012

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Obwohl ich erst einmal in meinem Leben in Griechenland war, verbinde ich mit sommerlichen Temperaturen immer auch die griechische Küche. Sobald es warm wird, bin ich besessen von gefüllten Weinblättern, gebackenem Feta, Bauernsalat, Taramas, Pita-Brot und natürlich Tsatsiki. Mit einem vor Kälte beschlagenen Glas Weiß- oder Roséwein dazu, fühle ich mich einfach gleich wie im Sommerurlaub. (Obwohl wir damals im April auf Kreta waren – dem kältesten April seit Jahrzehnten übrigens!).

Weil es am Wochenende so herrlich warm war, habe ich einen Bauernsalat gemacht (diesmal mit Feta) und dazu Tsatsiki.

Für den Salat gibt es natürlich 1001 Varianten. Ich erspare Euch ein Rezept dafür. Erlaubt ist, was gefällt, Saison hat und im Kühlschrank ist! Authentisch ist er jedenfalls mit einem Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft (statt Essig), Salz, Pfeffer und feinst gehacktem Knoblauch.

Für das Tsatsiki habe ich folgende Zutaten verwendet (reicht für 3 hungrige Esser als Beilage):

3/4 Salatgurke

2 große Knoblauchzehen (der bEdW hatte ein Meeting am nächsten Tag. Wer mehr mag, nimmt mehr!)

1 Becher griechischen Joghurt (mind. 6%)

1 Becher normalen Joghurt (3,5% oder weniger. Das Tsatsiki sollte aber nicht zuuu mager sein)

1 EL Zitronensaft

1 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer 

Die Salatgurke schälen, entkernen und auf der groben Seite einer 4-Kant-Reibe raspeln. Die Gurkenraspel ausdrücken, damit nicht zu viel Wasser im Tsatsiki ist. Knoblauch so fein wie möglich hacken. Beides vermischen und unter den glatt gerührten Joghurt heben. Salzen, Pfeffern, Zitronensaft und Olivenöl drangeben – Fertig!

Das Tsatsiki sollte eine halbe Stunde durchziehen und dann noch mal abgeschmeckt werden.

Dazu passt natürlich Fladenbrot, das man schnell auf dem Toaster oder im Umluft-Herd noch mal aufknuspert. Wer mag, kann auch hier Olivenöl und etwas Knobi auf das Brot reiben.

Dazu den Salat und fertig ist eine komplette, gesunde, leichte, kühle und herzhafte Sommermahlzeit! (Das Tsatsiki schmeckt auch noch am nächsten Tag, wenn man es kühl stellt und vor dem Essen noch mal kräftig umrührt.)

Kali Orexi! (Guten Appetit!)

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