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Posts Tagged ‘Gemüse’

Wenn am Thema Wiedergeburt etwas dran sein sollte, war ich in meinem früheren Leben sicherlich Küchenjunge bei einem Maharadscha, während der bEdW in einer Garküche im chinesischen Szechuan gearbeitet hat. Für die schnelle Befriedigung von Szechuan-Gelüsten eignet sich La Zi Ji: Würziges Huhn mit Chilis und Paprika.

Kennst Du dieses ganz spezielle Aroma von Szechuan Pfeffer? Diese prickelige Schärfe, die Deine Zunge betäubt und ein Raucharoma in die Nase steigen lässt? Ich glaube ja, dass Szechuan Pfeffer auch irgendwelche süchtig machenden Stoffe besitzt. Anders kann ich mir nicht erklären, warum mich manchmal eine regelrechte Gier nach Szechuan-Gerichten überfällt.

Beim bEdW stoße ich damit glücklicherweise immer auf offene Ohren. Und noch eine Eigenschaft kommt mir aktuell sehr entgegen: Die meisten Gerichte gehen blitzschnell! Wenige, dafür sehr aromatische Zutaten werden blitzschnell und sehr heiß im Wok zubereitet, abschließend mit Szechuan Pfeffer aromatisiert. Fertig!

Nachdem ich im Juni meinen Job in der Agentur an den Nagel gehängt und mein #summersabbatical genossen habe, nehmen die nächsten Schritte mehr und mehr Gestalt an. Das ist spannend, aufregend und sehr, sehr intensiv. Zeit zum stundenlangen Kochen bleibt da nicht. Also: Szechaun Küche! Hurrah!

Eines dieser köstlichen Blitzgerichte ist La Zi Ji, das in Fuchsia Dunlops “Sichuan Cookery” schlicht mit “Chicken with Chillies” übersetzt wird. Das Kochbuch ist seit viereinhalb Jahren regelmäßig bei uns im Einsatz: Gut erklärt, gelingsicher, mit vielen Hintergründen zu den Gerichten und Namen. So mag ich das!

Allerdings kamen mir bei allem Vertrauen in Fuchsia Dunlop bei der Angabe “50g dried Sichuanese chillies (this is not a misprint!)” doch leise Zweifel. 50g getrocknete (!) Chilis sind extrem viel. Dazu noch ein Esslöffel Szechuan Pfeffer? Also, wir essen sehr gerne scharf. Aber das schien uns dann doch für mitteleuropäische Zungen etwas zu mutig. Auch wenn im Rezept extra stand, dass Chinesen bei dem Gericht die Chilis nur zum Aromatisieren verwenden und das Fleisch mit ihren Stäbchen aus dem Gericht herauspicken und die Chilis nicht mitessen.

Also habe ich ein bisschen rumgesurft und bin – natürlich! – bei Tina vom Blog Foodina fündig geworden: Sie hat ein Rezept für La Zi Ji Ding aus einem Duisburger Restaurant veröffentlicht und scheint es überlebt zu haben. Wie immer haben wir demnach ein bisschen hier geklaut, dort hinzugefügt, die Inspiration sacken und unseren eigenen Geschmack einfließen lassen. Heraus kam ein schnelles, scharfes, aber verträgliches La Zi Ji nach unserer Variante:

Huhn_China

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

400g Hühnerfleisch, in mundgerechte Stücke geschnitten

6-8 Löffel neutrales Pflanzenöl (Raps- oder Erdnussöl)

1 EL Maisstärke

1 TL Szechuanpfeffer

2 EL getrocknete, chinesische Chili-Schoten, grob gehackt

1 EL Ingwer, fein gehackt

Je eine halbe rote und grüne Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten

2 Stengel Staudensellerie, in feine Scheiben geschnitten

2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten mit etwas Grün

Anderthalb EL helle Sojasauce

1 EL Shaoxing Wein (Asia-Shop)

1 EL geröstetes Sesamöl

Eine gute Prise Salz

Wenn vorhanden: Etwas Selleriegrün, gehackt, zum Garnieren

Dazu: Reis

Zubehör: Wok, Topf für den Reis, Küchenrolle

Zubereitungszeit: max 30min (eher weniger)

So geht’s:

Reis aufsetzen und garen lassen.

Das Hühnerfleisch in der Maisstärke wälzen, bis alle Stücke von allen Seiten leicht “gemehlt” aussehen und zur Seite stellen.

Gemüse waschen, wie oben beschrieben vorbereiten und griffbereit parat stellen.

Das Öl im Wok erhitzen und das Hühnchen darin kurz unter Rührenanbraten. Anschließend aus dem Wok nehmen und auf dem Küchenrollenpapier abtropfen lassen.

Überschüssiges Öl aus dem Wok gießen. Es reicht, wenn noch etwas Öl am Boden haftet.

Darin nun die Chilischoten, Ingwer, Szechuan Pfeffer und Frühlingszwiebeln unter Rühren anbraten.

Paprika und Selleriescheiben hinzugeben und etwa drei Minuten unter Rühren mitgaren. Die Hühnchen-Stücke hinzugeben und alles gut vermischen. Mit Salz, Shaoxing Wein und Sojasauce abschmecken.

Kurz das Selleriegrün mit anbraten und auf dem Reis anrichten.

Das Sesamöl über die fertige Portion träufeln und sofort servieren.

Ein Gericht ohne Sauce, was ich sonst zu Reis gar nicht so gerne mag – dachte ich bisher! Aber das La Zi Ji ist durch Paprika und Sellerie schön knackig, angenehm scharf, sehr aromatisch, durch das Huhn schön zart und vor allem blitzschnell fertig.

Wer mag, kann die Chili-Menge natürlich erhöhen. Wir wollen das Gericht auch noch mal mit mehr Schärfe ausprobieren. Dazu passt in jedem Fall ein kaltes Bier!

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Viel knackiges Gemüse, ordentlich Schärfe und asiatische Aromen: Fertig ist eine Freestyle-Wok-Pfanne, die zum Ende der Woche noch mal einen ordentlichen A****tritt verpasst! 

Ihr kennt ja mittlerweile das Friday Night Dinner Date-Prinzip: Die Woche war heftig, die Zeit zu zweit viel zu rar, das Essen irgendwie ungesund und eigentlich will man nur noch auf die Couch und die kommenden freien Tage planen. Wie schön, wenn man dann mit viel frischem Gemüse, Ingwer, Chili, Fischsauce & Co. einen richtigen Frischekick bekommt!

Freestyle Wok

Zutaten für 2 Personen:

Für die Würzpaste:

1 rote Chilischote, entkernt und grob gewürfelt

1 grüne Chilischote, entkernt und grob gewürfelt

2 Frühlingszwiebeln, grob gehackt

1 daumengliedgroßes Stück Ingwer, geschält

4 Korianderwurzeln

Abrieb 1/2 Limette

1 EL dunkle Sojasuace

1 EL Fischsauce

1 EL Shaoxing Wein

Für den Wok:

2 Karotten, gestiftelt

3 Selleriestangen, in feine Scheiben geschnitten

1 Bambusherz, gestiftelt

8-10 rohe, geschälte Garnelen

1 EL Raps- oder Erdnußöl

Eiernudeln (Menge je nach Hunger, 200 gr reichen aber dicke!)

Asia Basilikum Blätter zum Garnieren (ersatzweise Koriander)

Zubehör: Mixer, Wok

Zubereitungszeit: 30-45 min

So geht’s:

Die Zutaten für den Mixer in selbigen geben und alles gut pürieren, bis eine homogene Paste entstanden ist.

Die Eiernudeln nach Packungsangabe zubereiten (bei asiatischen meist kurz blanchieren, abgießen und kaltwerden lassen).

Öl im Wok erhitzen. Dann die Garnelen anbraten, zur Seite legen. Das Gemüse unter Rühren anbraten. Die Paste hinzugeben und alles gut mischen. Die Garnelen hinzugeben und noch mal vermischen. Zum Schluss die Eiernudeln unterheben. Ebenfalls gut mischen.

In Schalen anrichten und mit dem Asia Basilikum garnieren. Sofort servieren.

Dazu passt ein kaltes Bier oder ein Tee.

Das Geschnippel kann man gut gemeinsam bei einem Glas Wein machen. Die Zubereitung selbst geht dann blitzschnell. Perfekt für einen schönen Abend zu zweit! Ich wünsche Euch ein herrliches Wochenende!

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Ich habe einen Entsafter. Und ich nutze ihn. Fast täglich! Ich bin quasi ein Saft-Groupie. Könnte allerdings sein, dass ich die Fanta4 und ihren Song irgendwie falsch verstanden habe…

Ich bin lange um das Thema Entsafter herumgeschlichen: Ist das nicht ganz schön teuer? Wo stell’ ich das Trumm hin? Hab ich echt Bock auf den Aufwand? Und dann das Saubermachen… Wie so oft hat mir der bEdW aber mal wieder einen Schubs in die richtige Richtung gegeben, recherchiert, Preise verglichen, Meinungen eingeholt und uns ein chices, leistungsfähiges und leicht zu säuberndes Schätzen gekauft:

Saft_2

Seither wird bei uns kein Obst oder Gemüse mehr weggeschmissen. Wenn Äpfel schon etwas schrumpeln oder der Spinat welkt, kommt alles in den Entsafter. Rote Bete. Sellerie. Orangen. Ingwer. Anything goes! Dabei bewährt sich ein Entsafter, der leicht zu reinigen ist. Es sollten alle Teile leicht zu entnehmen und idealerweise spülmaschinenfest sein. Dann kommt das gute Gerät auch zum Einsatz!

Meine Lieblingsmischung hat sogar eine Farbe, die sämtliche Lebensgeister weckt. Please welcome Mrs Deep Red:

Saft

Für 500ml “Mrs Deep Red” benötigt Ihr:

2 kleine Knollen Rote Bete

2 Äpfel

1 Daumennagel-großes Stück Ingwer

2 Orangen, geschält

Rote Bete und Orangen schäle ich, da die Pelle Bitterstoffe freigibt beim Pressen. Alle anderen Zutaten können samt Schale und Kerngehäuse in den Entsafter. Den Schaum, der durch die Pektine entsteht, könnt Ihr entweder abschöpfen oder mit einem Küchentuch und einem Sieb “wegfiltern”. Mich stört er aber nicht sonderlich…

Wer lieber grün mag, den lacht vielleicht dieser herrliche Saft an:

Saft_3

Für “Mr Green Delight” benötigt ihr: 1/2 Kohlrabi, eine kleine Hand voll Spinatblätter, 1 Orange (geschält!), 2 kleine Karotten, 1 säuerlichen Apfel und 1 festfleischige Birne. Schmeckt herrlich herb-säuerlich und angenehm süß.

Aber rote Säfte lachen mich immer irgendwie noch mehr an. Eine weitere Variante ist etwas milder als “Deep Red”:

Processed with Rookie

Für “Smooth Red” entsaftet Ihr einfach 1 Rote Bete (geschält), 1 Orange (geschält), 1 milden Apfel, 1 Stück Ingwer und 2 kleine Karotten. Dazu noch eine Spritzer Olivenöl ins Glas geben für die bessere Verdaubarkeit.

Aber natürlich sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Kiwi gibt eine gewisse pfeffrige Note. Blattsalat hat kaum Geschmack, färbt aber schön grün. Sellerie ist ordentlich scharf. Birne und Karotte mildern Säure ab. Kohlrabi ist fast süßlich. Spinat schmeckt viel milder als in gekochtem Zustand…

Ach, ich könnt’ schon wieder! “Gib mir Deinen Saft, ich geb Dir meinen…

Und Ihr? Entsafter ja oder nein?

Verratet Ihr mir Eure Lieblingsvariante?

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Vegetarisch kann so köstlich sein! Erst recht, wenn eine bunte Gemüsepfanne mit vielen indischen Gewürzen daher kommt. Ein gesundes, wunderschönes Friday Night Dinner Date! Cheers!

Es ist wirklich nicht sonderlich originell Yotam Ottolenghi zu mögen. Ich kenne kaum einen Foodblog, der dem kreativen Koch mit dem mediterranen Flair nicht erlegen ist. Vielseitigkeit, Kreativität und mediterrane Aromen sind auch das Geheimnis seiner vegetarischen Gerichte, die “Vegetarische Köstlichkeiten” blitzschnell zu einem unserer Lieblingskochbücher gemacht hat.

Das indische Ratatouile aus dem Kochbuch haben wir kräftig abgewandelt. Aber das ist ja das Schöne an Ottolenghi-Rezepten: Sie inspirieren, müssen aber nicht sklavisch befolgt werden. Und heraus kommt eine bunte, fröhliche und gesunde Gemüsepfanne mit indischen Anklängen:

Ottolenghi

Zutaten für zwei hungrige Esser und eine Mittagsportion:

4 El Sonnenblumen- oder Rapsöl

1 mittelgroße rote Zwiebel, fein gehackt

400 gr festkochende Kartoffeln, geschält und in etwa 3cm große Würfel gehackt

2 rote Paprikaschoten, entkernt und in 3cm große Rauten gehackt

1 EL Panch Phoran (bengalisches 5-Gewürze-Pulver aus braunen Senfsamen, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel (Cumin) und Bockshornkleesamen zu gleichen Teilen gemischt und gemörsert)

1/2 TL Kurkuma

Samen aus 4 grünen Kardamomkapseln

300 gr Grüne Bohnen (TK, quer halbiert)

200 ml Tomaten aus der Dose

3 grüne Chilischoten, fein gehackt

15 frische Curryblätter

kräftige Prise Zucker

1 EL Tamarindenpaste

2 EL Kürbiskerne

1 EL Koriandergrün, gehackt

Salz, Pfeffer

Joghurt und Fladenbrot zum Servieren.

Zubehör: großflächige, backofenfeste Pfanne, Topf, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: 45-60 min

So geht’s: Backofen auf 200 Grad vorheizen. Bohnen in einem Topf blanchieren, unter kaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen. Danach Kartoffelwürfel in dem Topf kochen, bis sie noch nicht ganz gar sind.

Öl in der großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Kartoffeln bei hoher Hitze unter Rühren anbraten. Herausheben und beiseite stellen. Eventuell etwas Öl nachfüllen und erhitzen. Darin die Gewürze und die Paprikaschotenwürfel unter Rühren erhitzen. Bohnen, Tomaten, Chilischoten und Curryblätter hinzufügen. Gut vermischen und etwa 5 min unter Rühren anbraten. Zwiebeln und Kartoffeln zurück in die Pfanne geben.

Tamarindenpaste, Zucker, etwas Salz in 100ml Wasser auflösen und in die Pfanne geben. Alles aufgedeckt einige Minuten leicht köcheln lassen.

Pfanne in den Ofen geben und 10-12 min garen lassen. Währendessen die Kürbiskerne in der kleinen Pfanne vorsichtig anrösten.

Danach die große Pfanne aus dem Ofen nehmen, die Kürbiskerne darüberstreuen und alles mit Koriandergrün, einem Klecks Joghurt und etwas Fladenbrot servieren.

Ottolenghi_2

Ich wünsche Euch ein köstliches Wochenende!

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Gesunde, leichte Frühlingsküche vertreibt den Winter! Cheers!

Endlich Freitag! Endlich Zeit für’s Friday Night Dinner Date! Langsam kündigt sich schon der Frühling an: Die Tage sind merklich länger, die Amseln zwitschern und die Blumenhändler verkaufen die ersten Narzissen. Ist der Februar erstmal geschafft (bald, bald!), geht es mit großen Schritten Richtung Frühjahr!

Das macht sich auch schon bald in unserem Speiseplan bemerkbar: Wärmende Suppen und Eintöpf sind deutlich weniger häufig auf dem Tisch als leichte Gemüsegerichte. Eine köstlich-knackige Abwechslung ist Jiao Wai Cai Yuan, gemischtes grünes Gemüse aus dem Wok:

Chinesisch_Gemüse

Für 2 Personen als leichtes Abendessen:

2 Knoblauchzehen

2 Köpfchen Shanghai Pak Choi (grüne Stile, alternativ: weiß-stiliger Pak Choi)

2 Stangen Sellerie

1 TL Maisstärke

200ml Hühnerbrühe

1/2 TL weißer Pfeffer, frisch gemahlen

1 TL Salz

2 EL Erdnußöl

Beilage: Reis

Zubehör: Wok mit Deckel (oder großer Topf mit Deckel), Topf für Reis, scharfes Messer

Zubereitungszeit: 20 min

So geht’s:

Reis aufsetzen. Knoblauch fein hacken. Sellerie und Shanghai Pak Choi in mundgerechte Größe hacken. Den Wok erhitzen. Öl hineingeben und erhitzen. Knoblauch, Salz und Pfeffer unter Rühren anschwitzen. Sellerie hinzugeben, anschwitzen und Brühe hinzugeben. Etwa zwei Minuten unter Rühren garen. Shanghai Pak Choi hinzugeben und weitere zwei Minuten unter Rühren garen.

Hitze herunterdrehen und zu gedeckt das Gemüse für etwa fünf Minuten garen. Maisstärke einrühren und einige Sekunden eindicken lassen.

Mit Reis anrichten und beispielsweise zu einem Glas Chardonnay vom Weingut Höhn servieren!

Das Rezept wurde inspiriert durch den Großmeister der chinesischen Küche, Ken Hom. Sein Buch “Classic Chinese Recipes. 75 Signature Dishes” ist vielleicht nicht das schönste und aufwendigste Kochbuch, liefert aber einen guten Überblick über klassische, gut nachkochbare Gerichte. Wir nehmen es immer gerne zur Hand, wenn wir Inspiration für unser Friday Night Dinner Date suchen. Außerdem ist es eine schöne Erinnerung an den letzten Besuch bei meiner Schwester in Birmingham, wo ich immer, immer englische Kochbücher shoppe:

chin_kochbuch

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Mel von der Gourmetguerilla sucht Gute-Laune-Suppen. Und da muss ich Euch einfach noch mal mit meinem Gazpacho-Rezept beglücken. Denn Gazpacho ist und bleibt meine Lieblingssuppe!

gazpacho

Nicht, dass ich nicht eine indisch-scharfe Linsensuppe, eine wandlungsfähige Kartoffelsuppe oder eine sauer-scharfe China-Suppe zu schätzen wüsste. Es gibt ja sogar eine eigene Suppen-Kategorie hier im Blog, wo Ihr viele Rezepte für echte Gute-Laune-Suppen findet!

Aber mit Gazpacho verbinde ich einfach wunderschöne Sommertage, meine erste eigene Wohnung im geliebten Münchner Stadtteil Schwabing, laue Abende vorm “Centro Espanol” in Sendling und überhaupt ganz viele Erinnerungen an München. Mehr dazu könnt Ihr hier noch mal nachlesen.

Aber für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt es hier noch mal schnell DAS Rezept, das in jedem Sommer wieder und wieder verwendet wird. “Es is’ Sommer. Sommer in der Stadt…

Zutaten für 4 große Portionen:

3 Paprikaschoten (1 gelb, 2 rot – nicht grün, sonst wird die Suppe braun!)

2 Salatgurken, geschält
3 400ml Dosen Tomaten (im Sommer gerne frische, aromatische.)
3 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
1  Zwiebel, geschält und grob gehackt
1 scharfe, rote Chilischote, entkernt und gehackt (würzt lieber hinterher noch nach. Durch das Pürieren wird die Schote richtig scharf!)
4 Scheiben Weißbrot ohne Rinde vom Vortag (oder Toastbrot. Wer spontan “kochen” will lässt die Scheiben etwas im Umluftbackofen austrocknen)

Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Tabasco

3 EL Olivenöl

3 EL Rotweinessig

4-6 Eiswürfel

Beilagen: etwas gewürfelter Schinken, gewürfelte Gurken, gewürfelte Tomaten, Baguette – es geht aber auch ganz ohne!

Zubereitungszeit: 20 min plus Kühlzeit (mind. 1 Std.; schneller geht es, wenn das Obst schon gut gekühlt ist)

Zubehör: eine große Schüssel oder Topf, Pürierstab

So geht’s:

Das Gemüse schälen, entkernen und würfeln. Wer mag, hält von der Paprika und der Gurke je ein kleines Stück bzw. einige Würfel zurück. Das gibt dann die Einlage für die Suppe.

Das Gemüse, Zwiebeln, Chili, Knoblauch in eine große Schüssel geben und mit Rotweinessig, Olivenöl, Salz, Tabasco und Pfeffer würzen.
Das Brot einige Minuten in Wasser einweichen, das Wasser ausdrücken und in die Schüssel geben. Alles mit dem Pürierstab pürieren, die Eiswürfel dazugeben und für mindestens eine Stunde kalt stellen.

Vor dem Servieren noch mal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Die übrigen Gemüseteile fein hacken und als Deko dazugeben. 2 Eiswürfel in jeden Teller geben, einen EL Olivenöl darübergeben und mit Baguette servieren.
Fleischesser können auch rohe Schinkenwürfel in die kalte Suppe geben.

Ich freue mich auf viele tolle neue Gute-Laune-Suppen-Rezepte. Aber an meinem Gazpacho wird nicht gerüttelt!

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Noch gibt es sonnenverwöhnte Tomaten, knackige Zucchini und leuchtend feurige Paprika auf dem Markt. Wer weiß, wie lange noch? Also schnappt Euch Eure Körbe und Taschen und geht auf den Wochen-Markt oder plündert Balkon und Garten, damit Ihr für den Winter ein paar Erinnerungen einwecken könnt. Legt Ihr auch Sommerliches für kalte Wintertage ein? Was steht bei Euch im Vorratsschrank?

Eine besondere Freude hat uns im vergangenen Winter das eingelegte Gemüse gemacht, das leicht säuerlich und voll aromatisch an lange Grillabende, Sonnenstrahlen auf der Haut unendliche Sommerwochen erinnert hat.

Nun ist das letzte Glas leer und es wird Zeit, dass ich wieder neue ansetze, solange der Wochenmarkt noch genügend heimische Ware hergibt.

Erlaubt ist, was gefällt. Ich hatte im letzten Jahr – wenn ich mich richtig erinnere – folgende Zutaten für etwa 5 Gläser a 250ml. (Ihr könnt auch Pilze, Oliven oder anderes Gemüse hinzugeben)

1 große grüne Zucchini

1 gelbe Zucchini

jeweils 1 gelbe, grüne und rote Paprika

10 getrocknete Tomaten

3-4 Knoblauchzehen

5 Zweige Rosmarin

5 Blätter Lorbeer

Weißweinessig

Zitronensaft

Salz und Pfeffer

1 EL Tomatenmark

etwa 1/2 l Olivenöl

Zubereitungszeit: 30 min

Utensilien: 1 großer Topf, sterile Gläser

So geht’s:

Gemüse (inkl. der getrockneten Tomaten) würfeln – nicht zu fein. Knoblauch fein hacken. Kräuter waschen, trockentupfen. Etwas Öl in dem Topf erhitzen. Tomatenmark anrösten. Dann das Gemüse hinzugeben und bei mittlerer Hitze andünsten. Mit Weißweinessig und Zitronensaft ablöschen. Kräuter hinzugeben, pfeffern, salzen. Das Gemüse sollte nicht schwimmen, aber etwas Flüssigkeit um sich haben. Dann alles soweit köcheln, dass es gart, aber nicht zu weich wird. Es sollte immer noch Biss haben. Abschmecken, gegebenenfalls nachwürzen und in die sterilen Gläser füllen. Mit Olivenöl aufgießen, so dass das Gemüse bedeckt ist. Zuschrauben, abkühlen lassen und an einem dunklen Ort aufbewahren.

Das Gemüse hielt sich bei uns ein Jahr. Es verliert mit der Zeit etwas an Biss, bleibt aber köstlich und schmeckt sowohl auf Bruschetta als auch zu Pasta oder als Relish zu Fleisch. Natürlich sind die bunten Gläser auch ein schönes Mitbringsel – etwa für den Fondue-Abend “zwischen den Jahren”. Wer würde sich nicht über etwas Sommer im Glas freuen?

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