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Posts Tagged ‘Gewürze’

Langsam in indischen Gewürzen geschmortes Lamm – gibt es etwas Köstlicheres an einem grauen Oktoberabend? Ich kann mir nicht viel vorstellen. Mir hat das Rezept von Hari Ghotra so gut gefallen, dass ich ihr gleich ein paar Fragen gestellt habe.

Wie gut mir die Seite der indischstämmigen Köchin, Kochlehrerin und Bloggerin Hari Ghotra gefällt, habe ich Dir ja schon mal erzählt, als ich Dir das Rezept für ihr köstliches Chettinad Chicken vorgestellt habe. Hari hat viele ihrer Familienrezepte aufgeschrieben, Kochkurse gegeben und als Köchin in den Tamarind-Restaurants gearbeitet. (Das Tamarind of Mayfair war das erste indische Restaurant, das jemals einen Michelin-Stern erhalten hat! Mehr zu Haris Werdegang findest Du hier.)

Heute teilt sie Ihre vielen Rezepte über ihren Blog und vertreibt die dazugehörigen Gewürzmischungen über einen Webshop. Ich mörsere ja lieber selbst. Aber an den Reaktionen beispielsweise auf Twitter kann man gut sehen, wie diese kleinen Starthilfen viele Koch-Neulinge dazu bringen, sich selbst an die indische Küche zu wagen. Und auf Youtube kannst Du ihr über die Schulter schauen beim Kochen. Es gibt also keine Ausreden mehr!

Hari Ghotra

Hari Ghotra (Quelle: http://www.harighotra.co.uk)

Mir gefällt auf der Seite vor allem die Möglichkeit, nach vielen verschiedenen Kategorisierungen das richtige Gericht zu finden. Soll es vegetarisch, glutenfrei oder mit Lamm sein? Scharf oder mild? In unter 30 Minuten fertig? Für Kinder geeignet oder vielleicht im Slow Cooker zubereitet?

Ich habe ein köstliches, feuriges und wärmendes Lamm-Gericht nach ihrem Rezept gemacht und wirklich nur leicht abgewandelt, da Haris Rezepte super funktionieren und uns sehr gut schmecken. Aber bevor es hier ans Kochen geht, habe ich Hari erstmal ein bisschen gelöchert:

Was bedeutet Kochen und Essen für Dich?

Kochen und Essen ist nicht nur dazu da, den Körper zu ernähren. Es geht dabei auch um die Familie, um Freunde. Mit Essen fütterst Du die Seele, bist kreativ und gibst den Menschen um Dich herum etwas. Das ist eine ganz universelle Sprache.

Welches Rezept empfiehlst Du Menschen, die sich an die indische Küche heranwagen wollen und noch nicht so viel Erfahrung haben?

Mein Nariyal Chicken ist ein schnelles, einfach zuzubereitendes Gericht voller Aromen. Perfekt für ein Abendessen an einem Werktag. Noch authentischer ist das Wala Chicken, mein Basis-Curry mit einfachen aber köstlichen Zutaten. In der indischen Küche geht es um Aromen und Geschmacksrichtungen, weniger um reine Schärfe.

Welches nicht-indische Gericht magst Du am liebsten?

Ich liebe die großen Thai-Suppen-Schalen. Und ein Sonntagsbraten oder ein Gulasch sind auch phantastisch!

Genug von Hari geschwärmt! Jetzt kommt Ihr Rezept für das Sooka Masala Lamm, das ich nur ganz leicht adjustiert habe.

Sooka Masala Lamm Hari Ghotra German Abendbrot Foodblog indisches Rezept

Eine echte Empfehlung von mir! Es ist scharf, sanft und wärmend. Wenn Du es weniger scharf magst, reduziere einfach die Anzahl der Chilis. Aber die verschiedenen Aromen verbinden sich köstlich und kommen trotz der Schärfe noch wunderbar durch. Aufgewärmt schmeckt es übrigens mindestens genauso! Mach‘ also ruhig eine größere Menge und friere den Rest ein oder nimm ihn Dir mit ins Büro.

Zutaten für 4 Personen (oder für 2 mit wunderbaren Resten zum Aufwärmen!)

800 gr Lammfleisch ohne Knochen (z.B. von der Schulter), pariert und in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke zerteilt

Gewürze zum Anrösten:

2 TL Cumin/Kreuzkümmelsamen

4 TL Koriandersamen

3 getrocknete rote Chilis, scharf

3 cm Zimt-Stange

4 Kapseln vom grünen Kardamom

3 Nelken

Für die Sauce:

4 TL Ghee oder Pflanzenöl

2 Kapseln brauner Kardamom

2 große weiße Zwiebeln, geschält und fein gehackt

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder beides frisch fein gehackt)

1 400ml Dose Tomaten

1 TL Kurkuma

1 gestrichener EL brauner Zucker

1/2 TL Chilipulver

Salz

Einige Blätter gehackten frischen Koriander

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel, Mixer

Zubereitungszeit: 1,5 Stunden

So geht’s:

Die Gewürze zum Anrösten in der Pfanne ohne Öl anbraten, bis sie zu duften beginnen. Abkühlen lassen und im Mixer zu Pulver mahlen.

Die Fleischstücke mit dem Gewürzepulver einreiben und zur Seite stellen.

Ghee oder Öl in der Pfanne erhitzen, die Zwiebeln, den braunen Kardamom sowie die Ingwer-Knoblauch-Paste darin anbraten, bis die Zwiebeln weich und goldbraun sind. Mit Zucker karamellisieren.

Kurkuma, Chilipulver und Tomaten hinzugeben und gut vermischen, bis alle Zutaten miteinander verbunden sind und eine dickflüssige Sauce ergeben.

Jetzt das Fleisch hinzugeben, unterheben und für etwa fünf Minuten köcheln.

Die Hitze reduzieren, Deckel auf die Pfanne setzen und alles für rund 45min köcheln lassen, bis das Fleisch zart ist.

Zum Schluss den Deckel öffnen und alles noch mal fünf Minuten bei hoher Hitze einköcheln lassen, bis die Sauce dick ist und am Fleisch haftet.

Mit Reis auf einem tiefen Teller anrichten und mit dem Koriander garniert servieren.

Dazu passen ein Gurken-Raita (Joghurt mit fein gehackter Gurke, Kreuzkümmel und Salz) sowie Naan oder Reis.

Außerdem haben wir dazu indisch gewürzte grüne Bohnen serviert:

Dazu etwas Kreuzkümmel und Fenchelsamen in einer Pfanne anrösten. Gehackte Zwiebel und Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben und einige Minuten unter Rühren köcheln lassen.

Grüne Bohnen hinzugeben und mit Salz, rotem Chilipulver und etwas Amchoor (getrocknetes Mangopulver) sowie 2 kleingewürfelte Tomaten hinzugeben. Alles gut verrühren und servieren.

Hast Du auch Lust auf indisches Essen? Dann schau doch mal hier in meine über 80 Rezepte aus der Kategorie „indisch“ oder auf Hari Ghotras Seite. Da findest Du sicher Dein ganz persönliches Lieblingsgericht!

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Wenn ich mich bei IRGENDWAS mengenmäßig immer verschätze, ist das Reis. Ich mache IMMER zu viel. Wie gut, wenn man den dann aufhebt und einen exotischen indischen Gemüsereis daraus macht!

Mein Faible für die indische Küche dürfte hinlänglich bekannt sein. Nicht umsonst hat meine Lieblingsküche eine eigene Kategorie hier im Blog. Fasziniert bin ich von den vielen Aromen und den zahlreichen Einflüssen. Einflüsse in beide Richtungen:  Von Indien in die Welt (etwa im englischen Chicken Tikka) oder von den Kolonialherren nach Indien (etwa beim Vindaloo).

Und nicht vergessen: Ohne die englischen Kolonialherren in Indien, Malaria und Durchfall gäbe es keinen Gin Tonic (Gin und Chinin sollen gegen beide Malaisen helfen. Ich hab in Indien feste dran geglaubt und mir nix eingefangen! Cheers!).

So eine wechselseitige Einflussnahme ist auch das Vadouvan-Gewürz (oder Vadavam). Die Franzosen haben diese Gewürzmischung aus indischen Gewürzen zusammengestellt. Meist beinhaltet sie Knoblauch, Zwiebeln, Bockshornkleesamen, Senfsaat und Kreuzkümmel. Alles wird in Öl angeröstet und trocknen gelassen. So bleibt es schön haltbar.

Ich habe Vadouvan doch tatsächlich erst kennengelernt, als mir die großartige Astrid eine Mischung von Ingo Holland geschenkt hat. Dabei weiß Astrid doch ganz genau, wie man mit Vadouvan aromatisierten Reis selbst herstellen kann – zeigt sie uns nämlich hier.

Die Gewürzmischung kommt aber dennoch bei uns zum regelmäßigen Einsatz, parfümiert sie Reis doch aufs zauberhafteste. Dazu einfach 1 TL der Mischung im Reiswasser mitkochen, den aufsteigenden Duft tief einatmen und genießen.

Wer so einen Reis übrig hat, kann sich am nächsten Tag total unkompliziert, günstig und bunt eine köstliche indische Reispfanne machen:

Indischer Gemüsereis

Zutaten für 2 hungrige Personen als vegetarisches Abendessen:

2 Portionen Vadouvan-aromatisierter Reis (idealerweise vom Vortag)

1 Stengel Sellerie, in feine Scheiben geschnitten

1 Karotte, in feine Streifen geschnitten

frischer Koriander, gehackt

1 TL Currypulver (hausgemacht)

1 kleine rote, scharfe Chili, in feine Streifen geschnitten

1 grüne Paprika, gewürfelt

2 Eier

Salz

optional: etwas Ghee

Zubehör: Große Pfanne

Zubereitungszeit (wenn Du den Reis noch vom Vortrag übrig hast): 20 min

So geht’s:

Die Eier verkleppern und mit Salz abschmecken. Die Pfanne erhitzen und – falls nicht beschichtet – etwas Ghee darin schmelzen. Die Eier zu einem dünnen Omlett braten und zur Seite stellen. Abkühlen lassen und in Streifen schneiden.

Gemüse sowie das Curry anrösten, salzen und den Reis portionsweise hinzugeben. Alles unter Rühren erhitzen. Zum Schluss die Omelettestreifen hinzugeben und sofort servieren.

Dazu passt ein eiskaltes King Fisher-Bier!

Da die vielen Gewürze angeblich auch aphrodisierende Wirkung haben (das Kamasutra kommt nicht ohne Grund aus Indien!), wünsche ich Euch einen ganz besonders romantischen Freitagabend ;-))

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Zimt, Kardamom, Nelken – darum bittet meine liebe Foodina beim Blog-Event auf Zorras Kochtopf. Wie könnte ich da widerstehen? Ob wärmender Chai, fruchtiges Chutney oder feuriges Vindaloo: Diese 3 Gewürze (und viele mehr) sind bei mir rund um’s Jahr im Einsatz!

Wenn Du hier öfter mal reinliest, dann weißt Du, dass die indische Küche für mich ganz weit oben auf meiner Liste der liebsten Länderküchen steht. Ob vegane Linsensuppe, fruchtige Chutneys, feurige Vindaloos, gefüllte Dosa, klassisches Chicken Tikka Masala oder hausgemachte Currymischungen und Garam Masala – niemals dürfen die exotischen Gewürze fehlen, die die indische Küche zur Aromaexplosion machen.

Also mache ich mir erstmal einen würzigen Chai Tee – nicht die süße Brühe aus den Star****s dieser Welt! – und nehme Euch mit auf eine kleine Indien-Tour durch das Blog.

Chai

Wie ich den Chai mache? Ich mörsere 1 braunen Kardamom, getrockneten Ingwer, 1/4 Stange Zimt, Fenchelsamen, 2-3 Nelken, 1/2 Sternanis und eine Prise Muskat sowie ein Stückchen Macis. Pro Tasse verwende ich einen starken Assam-Tee, den ich ganz normal aufbrühe. 1/4 TL der Gewürzmischung erwärme ich in Milch und gebe je nach Laune noch eine Prise Zucker hinzu. Die Gewürzmilch kommt dann in den Assam-Tee.

Natürlich kannst Du die Gewürze aber auch direkt in den Tee geben und ziehen lassen. Inder trinken ihren Chai allerdings immer mit Milch und Zucker.

So. Jetzt haben wir ein würziges Heißgetränk. Dann geht’s mal los:

Eines meiner All-time-Favourites ist das Malabar Fisch Curry: Säuerlich, scharf, leichte Kokosnote – himmlisch!

Ebenso köstlich, aber „wärmer“ und besser für die Wintermonate geeignet ist ein Rogan Josh aus den Anfangstagen des Blogs:

Ganz zu schweigen von diesem Schweine-Curry aus Goa: Chiristas Ghassi!

Garam Masala mit seinen wärmenden Gewürzen ist Euer Freund, wenn es um die indische Küche geht. Auch an einem Rührei, einer Grillmarinade, einem Chutney ist eine Prise Garam Masala (enthält – natürlich! – Zimt, Kardamom, Nelke!) ein Boost in Richtung Indien.

Mein Garam Masala besteht aus:

ca. 10 grüne Kardamomkapseln

2 braune Kardamomkapseln (alternativ: insgesamt 15 grüne Kapseln)

Lorbeerblatt

2 EL Kreuzkümmelsamen (Cumin)

2 EL Korianderkörner

2 TL schwarze Pfefferkörner (Tellycherrypepper aus Indien)

1 TL Gewürznelken

1 1/2 Stangen Zimt

1/2 TL Muskatblüte (Macis)

Alle Gewürze mörsern oder in der Maschine fein mahlen und luftdicht in einem dunklen Glas verschließen. Die Muskatblüte gibt einen leicht säuerlichen Geschmack, der braune Kardamom schafft erdige Wärme. Garam Masala ist perfekt für Schmorgerichte mit Fleisch.

Überhaupt: Brauner Kardamom! Gibt es etwas Köstlicheres? Ich mag ihn lieber als den grünen, wenn ich Schmorgerichte zubereite. Er ist deutlich würziger, erdiger, „tiefer“ als sein grüner Kumpel.

Wie fast alle Gewürze der indischen Küche (Fenchelsamen!) ist Kardamom bei der Verdauung hilfreich. Du hast das vielleicht schon gemerkt nach dem Genuss eines indischen Gerichts. Das ist nicht immer die Schärfe, die Dich ins Badezimmer treibt, sondern die Zusammenstellung der Gewürze! In der Ayurvedischen Küche ist der Magen-Darm-Trakt bzw. dessen Gesundheit sowieso ein ganz wichtiger Punkt. Und wer die Hygieneverhältnisse in Indien kennt, der weiß auch, wieso das so ist.

Zimt wirkt desinfizierend und wärmend. Nelken sollen schmerzstillend sein – schon im Mittelalter kauten Menschen mit Zahnschmerzen auf Nelken herum. Ist also scheinbar was dran!

Es gibt also neben Geschmack und Geruch noch viele weitere Gründe, mehr Gewürze in unsere Küche zu integrieren. Nicht nur zu Weihnachten!

Besonders im Kuchen können Chai-Gewürze den Inder in Dir wecken wie dieser Guglhupf beweist!

Ich hoffe, ich habe Euch ein bisschen Lust gemacht auf köstliche indische Küche mit Zimt, Koriander und Nelken – und vielen anderen Gewürzen!

Und wer noch mehr über Indien lesen will, findet hier noch ein paar Posts zu unserer Indien-Reise, Mitbringseln und Rezepten:

We’ve come full circle

Glückspaket zum Wochenende

Rückkehr nach Indien

Kategorie Indisch hier im Blog

Danke an Tina und Zorra für das tolle Event. Ich bin sehr gespannt auf die vielen Gerichte, die mit Gewürzen hergestellt werden!

Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

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Indische Küche muss nicht immer aufwendig sein. Richtig unkompliziert und schnell ist dieses köstlich würzige Hühnchen mit Spinat und vielen indischen Gewürzen!

Über das Spinathühnchen-Rezept bin ich vor Jahren auf der Website der US-Zeitschrift „Food & Wine“ gestolpert und habe das Ganze natürlich auch gleich verbloggt und verlinkt. Mir gefiel die schnelle Zubereitungszeit, obwohl das Gericht alles hat, was ich an der indischen Küche liebe: saftiges Fleisch, eine würzige Sauce und aromatisches Gemüse!

Wie aber auch schon bei den herzhaften Walnuss-Parmesan-Tomaten-Keksen habe ich panisch Angst davor, dass das feine Rezept mal von der Website genommen wird.

Also habe ich das köstliche Hühnchen mit Spinat und indischen Gewürzen noch mal zubereitet, etwas abgewandelt, ein hoffentlich etwas besseres Foto gemacht und werde das Rezept jetzt hier festhalten. Ein weiterer Beitrag meiner kleinen Reloaded-Reihe:

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Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

300 gr Hühnerbrust oder Hühnerfleisch ohne Knochen und Haut

1 mittelgroße feingehackte weiße Zwiebel

1 EL feingehackter oder geriebener Ingwer

1 EL Cumin

1 EL Koriander

2-3cm Zimtstange

6 Körner Tellycherry-Pepper

1 TL Kurkuma

1 TL rosenscharfes Paprika

Salz

400 gr geschälte Tomaten aus der Dose

2 grüne Chilischoten, in feine Ringe geschnitten

100 ml fetten Joghurt

2 große Hände voll frischen Spinats (oder vergleichbare Menge TK-Blattspinat)

etwa 200ml Wasser oder Hühnerbrühe

2 EL Ghee

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel, Mörser

Zubereitungszeit: 45min

So geht’s:

Cumin, Koriander, Zimt und Pfefferkörner im Mörser fein mahlen. Hühnerfleisch in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden. Blattspinat waschen, gut abtropfen lassen oder trocken schleudern, grob hacken.

Ghee in der Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Chili und Ingwer einige Minuten anschwitzen. Alle Gewürze in die Pfanne geben und unter Rühren anbraten, bis Aroma aufsteigt. Tomate hinzugeben. Alles gut verrühren und aufkochen lassen. Etwas von dem Wasser oder der Brühe hinzugeben und den Spinat unterrühren. Hitze reduzieren, Deckel schließen und 3-5 min köcheln lassen.

Jetzt das Hühnchen hinzugeben und salzen. Deckel wieder schließen und das Hühnchen garen (dauert 10-12 min). Ist das Curry noch zu flüssig, noch mal aufgedeckt bei höherer Hitze einkochen lassen. (Wenn Ihr TK-Spinat verwendet, unbedingt weniger Wasser/Brühe verwenden!). Wenn Euch noch Flüssigkeit fehlt, einfach noch etwas von dem Wasser bzw. der Brühe zugießen.

Zum Schluss den Joghurt einrühren und die Hitze abschalten, da sonst der Joghurt flockt. Alles noch mal abschmecken mit Salz und ggf. einer Prise Zucker.

Dazu passt Reis oder Naan, indisches Fladenbrot.

Ich wünsche Euch ein entspanntes, kuscheliges Wochenende, das mit diesem würzigen Spinathühnchen einen feurigen Start findet!

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Vegetarisch kann so köstlich sein! Erst recht, wenn eine bunte Gemüsepfanne mit vielen indischen Gewürzen daher kommt. Ein gesundes, wunderschönes Friday Night Dinner Date! Cheers!

Es ist wirklich nicht sonderlich originell Yotam Ottolenghi zu mögen. Ich kenne kaum einen Foodblog, der dem kreativen Koch mit dem mediterranen Flair nicht erlegen ist. Vielseitigkeit, Kreativität und mediterrane Aromen sind auch das Geheimnis seiner vegetarischen Gerichte, die „Vegetarische Köstlichkeiten“ blitzschnell zu einem unserer Lieblingskochbücher gemacht hat.

Das indische Ratatouile aus dem Kochbuch haben wir kräftig abgewandelt. Aber das ist ja das Schöne an Ottolenghi-Rezepten: Sie inspirieren, müssen aber nicht sklavisch befolgt werden. Und heraus kommt eine bunte, fröhliche und gesunde Gemüsepfanne mit indischen Anklängen:

Ottolenghi

Zutaten für zwei hungrige Esser und eine Mittagsportion:

4 El Sonnenblumen- oder Rapsöl

1 mittelgroße rote Zwiebel, fein gehackt

400 gr festkochende Kartoffeln, geschält und in etwa 3cm große Würfel gehackt

2 rote Paprikaschoten, entkernt und in 3cm große Rauten gehackt

1 EL Panch Phoran (bengalisches 5-Gewürze-Pulver aus braunen Senfsamen, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel (Cumin) und Bockshornkleesamen zu gleichen Teilen gemischt und gemörsert)

1/2 TL Kurkuma

Samen aus 4 grünen Kardamomkapseln

300 gr Grüne Bohnen (TK, quer halbiert)

200 ml Tomaten aus der Dose

3 grüne Chilischoten, fein gehackt

15 frische Curryblätter

kräftige Prise Zucker

1 EL Tamarindenpaste

2 EL Kürbiskerne

1 EL Koriandergrün, gehackt

Salz, Pfeffer

Joghurt und Fladenbrot zum Servieren.

Zubehör: großflächige, backofenfeste Pfanne, Topf, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: 45-60 min

So geht’s: Backofen auf 200 Grad vorheizen. Bohnen in einem Topf blanchieren, unter kaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen. Danach Kartoffelwürfel in dem Topf kochen, bis sie noch nicht ganz gar sind.

Öl in der großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Kartoffeln bei hoher Hitze unter Rühren anbraten. Herausheben und beiseite stellen. Eventuell etwas Öl nachfüllen und erhitzen. Darin die Gewürze und die Paprikaschotenwürfel unter Rühren erhitzen. Bohnen, Tomaten, Chilischoten und Curryblätter hinzufügen. Gut vermischen und etwa 5 min unter Rühren anbraten. Zwiebeln und Kartoffeln zurück in die Pfanne geben.

Tamarindenpaste, Zucker, etwas Salz in 100ml Wasser auflösen und in die Pfanne geben. Alles aufgedeckt einige Minuten leicht köcheln lassen.

Pfanne in den Ofen geben und 10-12 min garen lassen. Währendessen die Kürbiskerne in der kleinen Pfanne vorsichtig anrösten.

Danach die große Pfanne aus dem Ofen nehmen, die Kürbiskerne darüberstreuen und alles mit Koriandergrün, einem Klecks Joghurt und etwas Fladenbrot servieren.

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Ich wünsche Euch ein köstliches Wochenende!

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Kulinarischer_Advents%0d%0a kalender_2012_-_Türc%0d%0a hen_12

„Meine Suppe ess‘ ich nicht! Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht!“ Man, was hat mich der Suppenkaspar im „Struwwelpeter“ genervt als Kind. Andere Figuren fand ich ja ziemlich spannend: Der fliegende Robert mit seinem Schirm (würde das auch bei mir klappen?), die zündelnde Pauline mit ihren Kätzchen („Miau-Mioh, Miau-Mioh“) …

Auch das Daumenabschneiden fand ich dermaßen grotesk übertrieben, dass mir – ganz Kind der späten 70er – der autoritäre Erziehungsansatz des Frankfurter Arztes und Struwwelpeter-Autors Heinrich Hoffmann keine Angst machte. Eher fand ich die Mutter ein bissl strange: „Konrad, sagt die Frau Mama, ich geh‘ aus und Du bleibst da!“ Wie ist’n die drauf?

Gekippel auf dem Stuhl wie beim Zappelphilipp war eine zeitlang Volkssport bei meiner Schwester und mir. Fingernägel- und Haareschneiden fand ich sowieso doof. (Unser Dorffriseur Herr Kuhn hatte jedenfalls das kratzigste Kreppband für den Hals, das man sich vorstellen kann.) Volle Sympathie also für den Struwwelpeter!!

Später im Studium der Kinder- und Jugendbuchforschung (Wer hat da gerade „Orchideen“ gesagt??) waren dann der Struwwelpeter und seine Adaptionen, die so genannten Struwwelpetriaden, immer wieder Thema. Ein Besuch im Frankfurter Struwwelpeter-Museum kann ich noch heute jedem empfehlen.

Einzig den Suppenkaspar fand ich immer schon komisch. Was hat der gegen Suppe? (Null Toleranz übrigens gegenüber Leuten, die von sich selbst sagen: „Ich bin ein richtiger Suppenkaspar!“. Leute, der Suppenkaspar mochte Suppe NICHT. Himmel!)H Hoffmann Struwwel 18

(Heinrich Hoffmann [Public domain], via Wikimedia Commons)

Ich jedenfalls war immer schon Suppenfan. Ob als Gemüsecremesuppe, klarer Erbensuppe mit Eierschwämmchen oder Linsensuppe mit Frankfurter Würstchen – in Suppenform nahm ich sogar Sachen zu mir, die ich sonst nie im Leben gegessen hätte (Außer Rosenkohl! Das bleibt bis heute so!).

Deswegen freue ich mich auch immer aus Suppen-Neuentdeckungen from all over the world. Denn Suppen gibt’s in fast jeder Kultur: Auf’s Feuer stellen, aus wenig viel machen, Resteverwertung, schmackhaft, mit Wasser strecken und noch ein paar Mäuler mehr füttern… Perfekt in allen Epochen, in allen Ecken der Welt. 

Für Zorras jährlichen Adventskalender, an dem ich die Freude habe teilnehmen zu dürfen, habe ich Euch einen orientalischen Eintopf ausgesucht, der sich fast von selbst macht, während Ihr Päckchen schnürt, den Tannenbaum schmückt oder letzte Geschenke sucht. Apropos Geschenke: Bei Zorra gibt es heuer jede Menge Geschenke zu gewinnen. Unbedingt reinschauen und mitmachen! Das lohnt sich echt!

Außerdem sorgen jede Menge herrliche Gewürze dafür, dass ordentlich aufgeräumt wird im Magen. Bei all dem fetten Essen im Advent nicht zu verachten!

Darf ich vorstellen: Harira, ein nordafrikanischer Lammeintopf mit Kichererbsen und Koriander.

Harira

Harira ist im Ramadan häufig das Erste, was Gläubige seit dem Sonnenaufgang zu sich nehmen. Kein Wunder also, dass der Eintopf ein richtiger Sattmacher ist. Aufwärmen und Einfrieren ist auch kein Problem. Die perfekte Suppe also für stressige Zeiten!

Ich habe aus den verschiedensten Harira-Rezepten und eigenen Vorlieben die für uns schmackhafteste Zusammenstellung gefunden. Ihr könnt aber natürlich variieren und beispielsweise Lamm durch Rind ersetzen, weniger Schärfe reingeben oder Koriander weglassen etc.

„Unsere“ Zutaten für 4 Personen:

400 gr aus der Lammschulter, in mundgerechte Stücke geschnitten

2 Zwiebeln, fein gehackt

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

600 ml Rinderfond

800 gr Kichererbsen aus der Dose (getrocknete sonst am Abend vorher einweichen!)

2 EL Olivenöl

1 EL Harissa (scharfe Paprikawürzpaste, die es u.a. in türkischen Supermärkten gibt)

1 EL Pul Biber (getrocknete scharfe Paprikaflocken, ebenfalls in türkischen Läden erhältlich. Alternativ 1 TL  Cayennepfeffer)

1 TL Ingwer, fein gehackt oder gerieben

1 EL brauner Zucker

1/2 TL Garam Masala (Alternativ: Ras el Hanout oder notfalls weglassen)

2 TL Cumin (Kreuzkümmel, gemahlen)

2 TL Paprikapulver edelsüß

1/2 TL gemahlene Nelken

1 Lorbeerblatt

2 EL Tomatenmark

ca 700 gr stückige Tomaten aus der Dose

Salz, Pfeffer

Pro Person 1 EL schwarze Oliven ohne Stein, gehackt

Korianderbläter, fein gehackt, zum Garnieren

Joghurt, zum Garnieren

So geht’s:

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Tomatenmark darin anrösten. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer glasig andünsten. Dann Lammstücke portionsweise scharf anbraten und komplett in den Topf geben. Alle Gewürze, Lorbeerblatt und den Zucker zugeben, mit dem Fleisch und den Zwiebeln vermischen, bis es richtig heftig duftet in der Küche!

Rinderfond zugießen, umrühren und zum Kochen bringen. Kichererbsen und die Tomaten hineingeben, umrühren und alles zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 90 Minuten köcheln lassen. Zwischendrin immer mal umrühren, Duft einatmen und prüfen, ob das Fleisch schon zart ist. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die fertige Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den gehackten Oliven, einem Klecks Joghurt und den gehackten Korianderblättern servieren. Dazu passt natürlich herrlich türkisches Fladenbrot und – weniger authentisch – ein eiskaltes Bier!

Ich wünsche Euch und Euren Lieben eine friedliche Vorweihnachtszeit, kuschelige Feiertage und einen guten Rutsch in ein glückliches 2013.

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Wenn es wieder etwas kühler wird, kann man sich mit vielen Gewürzen ein bisschen Exotik und Wärme ins Haus holen. Die orientalische Variante von „Frikadelle mit Salat“ sind Köfte mit Fattoush – also Lammhackbällchen mit einem syrischen Brot-Salat. Da schmatzt nicht nur der Sultan!

Ein Rezept für Fattoush findet Ihr hier im Blog.

Als Dip könnt Ihr Joghurt mit fein gehackter Petersilie, etwas gehackter Minze, Salz und Zitronensaft verrühren.

Für die Köfte (reicht für 4 Personen) benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 kg Lammhackfleisch vom Metzger des Vertrauens (Rindfleisch geht auch, ebenso eine halb/halb Mischung)

1 feingehackte Zwiebel

2 sehr fein gehackte Knoblauchzehen

etwa 2 EL fein gehackte Petersilie

4-5 Blätter Minze, fein gehackt

3 TL Ras el Hanout (ein gutes Rezept zum Selbermachen findet Ihr bei Tina)

Salz, Pfeffer

1 EL neutrales Pflanzenöl

optional: etwas Feta

So geht’s:

Alle Zutaten gut vermischen (geht am Besten mit den Händen!) und zu Fleischbällchen formen – je kleiner, desto knuspriger. Das ist aber Geschmacksache. Wer größere „Frikadellen“ mag, macht einfach größere…

Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Nun die Köfte in die Pfanne geben und gut anbraten. Die Hitze drosseln und die Köfte jetzt noch durchgaren lassen. Das dauert – je nach Größe – durchaus 20-30 Minuten. Das Fleisch sollte in jedem Fall durchgebraten aber noch saftig sein.

Zusammen mit dem Fattoush und etwas Joghurt-Dip servieren und sich wie ein schmatzender Sultan fühlen!

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