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Posts Tagged ‘Gewürze’

Indische Küche muss nicht immer aufwendig sein. Richtig unkompliziert und schnell ist dieses köstlich würzige Hühnchen mit Spinat und vielen indischen Gewürzen!

Über das Spinathühnchen-Rezept bin ich vor Jahren auf der Website der US-Zeitschrift “Food & Wine” gestolpert und habe das Ganze natürlich auch gleich verbloggt und verlinkt. Mir gefiel die schnelle Zubereitungszeit, obwohl das Gericht alles hat, was ich an der indischen Küche liebe: saftiges Fleisch, eine würzige Sauce und aromatisches Gemüse!

Wie aber auch schon bei den herzhaften Walnuss-Parmesan-Tomaten-Keksen habe ich panisch Angst davor, dass das feine Rezept mal von der Website genommen wird.

Also habe ich das köstliche Hühnchen mit Spinat und indischen Gewürzen noch mal zubereitet, etwas abgewandelt, ein hoffentlich etwas besseres Foto gemacht und werde das Rezept jetzt hier festhalten. Ein weiterer Beitrag meiner kleinen Reloaded-Reihe:

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Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

300 gr Hühnerbrust oder Hühnerfleisch ohne Knochen und Haut

1 mittelgroße feingehackte weiße Zwiebel

1 EL feingehackter oder geriebener Ingwer

1 EL Cumin

1 EL Koriander

2-3cm Zimtstange

6 Körner Tellycherry-Pepper

1 TL Kurkuma

1 TL rosenscharfes Paprika

Salz

400 gr geschälte Tomaten aus der Dose

2 grüne Chilischoten, in feine Ringe geschnitten

100 ml fetten Joghurt

2 große Hände voll frischen Spinats (oder vergleichbare Menge TK-Blattspinat)

etwa 200ml Wasser oder Hühnerbrühe

2 EL Ghee

Zubehör: Schwere Pfanne mit Deckel, Mörser

Zubereitungszeit: 45min

So geht’s:

Cumin, Koriander, Zimt und Pfefferkörner im Mörser fein mahlen. Hühnerfleisch in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke schneiden. Blattspinat waschen, gut abtropfen lassen oder trocken schleudern, grob hacken.

Ghee in der Pfanne erhitzen. Zwiebeln, Chili und Ingwer einige Minuten anschwitzen. Alle Gewürze in die Pfanne geben und unter Rühren anbraten, bis Aroma aufsteigt. Tomate hinzugeben. Alles gut verrühren und aufkochen lassen. Etwas von dem Wasser oder der Brühe hinzugeben und den Spinat unterrühren. Hitze reduzieren, Deckel schließen und 3-5 min köcheln lassen.

Jetzt das Hühnchen hinzugeben und salzen. Deckel wieder schließen und das Hühnchen garen (dauert 10-12 min). Ist das Curry noch zu flüssig, noch mal aufgedeckt bei höherer Hitze einkochen lassen. (Wenn Ihr TK-Spinat verwendet, unbedingt weniger Wasser/Brühe verwenden!). Wenn Euch noch Flüssigkeit fehlt, einfach noch etwas von dem Wasser bzw. der Brühe zugießen.

Zum Schluss den Joghurt einrühren und die Hitze abschalten, da sonst der Joghurt flockt. Alles noch mal abschmecken mit Salz und ggf. einer Prise Zucker.

Dazu passt Reis oder Naan, indisches Fladenbrot.

Ich wünsche Euch ein entspanntes, kuscheliges Wochenende, das mit diesem würzigen Spinathühnchen einen feurigen Start findet!

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Vegetarisch kann so köstlich sein! Erst recht, wenn eine bunte Gemüsepfanne mit vielen indischen Gewürzen daher kommt. Ein gesundes, wunderschönes Friday Night Dinner Date! Cheers!

Es ist wirklich nicht sonderlich originell Yotam Ottolenghi zu mögen. Ich kenne kaum einen Foodblog, der dem kreativen Koch mit dem mediterranen Flair nicht erlegen ist. Vielseitigkeit, Kreativität und mediterrane Aromen sind auch das Geheimnis seiner vegetarischen Gerichte, die “Vegetarische Köstlichkeiten” blitzschnell zu einem unserer Lieblingskochbücher gemacht hat.

Das indische Ratatouile aus dem Kochbuch haben wir kräftig abgewandelt. Aber das ist ja das Schöne an Ottolenghi-Rezepten: Sie inspirieren, müssen aber nicht sklavisch befolgt werden. Und heraus kommt eine bunte, fröhliche und gesunde Gemüsepfanne mit indischen Anklängen:

Ottolenghi

Zutaten für zwei hungrige Esser und eine Mittagsportion:

4 El Sonnenblumen- oder Rapsöl

1 mittelgroße rote Zwiebel, fein gehackt

400 gr festkochende Kartoffeln, geschält und in etwa 3cm große Würfel gehackt

2 rote Paprikaschoten, entkernt und in 3cm große Rauten gehackt

1 EL Panch Phoran (bengalisches 5-Gewürze-Pulver aus braunen Senfsamen, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel (Cumin) und Bockshornkleesamen zu gleichen Teilen gemischt und gemörsert)

1/2 TL Kurkuma

Samen aus 4 grünen Kardamomkapseln

300 gr Grüne Bohnen (TK, quer halbiert)

200 ml Tomaten aus der Dose

3 grüne Chilischoten, fein gehackt

15 frische Curryblätter

kräftige Prise Zucker

1 EL Tamarindenpaste

2 EL Kürbiskerne

1 EL Koriandergrün, gehackt

Salz, Pfeffer

Joghurt und Fladenbrot zum Servieren.

Zubehör: großflächige, backofenfeste Pfanne, Topf, kleine Pfanne

Zubereitungszeit: 45-60 min

So geht’s: Backofen auf 200 Grad vorheizen. Bohnen in einem Topf blanchieren, unter kaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen. Danach Kartoffelwürfel in dem Topf kochen, bis sie noch nicht ganz gar sind.

Öl in der großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Kartoffeln bei hoher Hitze unter Rühren anbraten. Herausheben und beiseite stellen. Eventuell etwas Öl nachfüllen und erhitzen. Darin die Gewürze und die Paprikaschotenwürfel unter Rühren erhitzen. Bohnen, Tomaten, Chilischoten und Curryblätter hinzufügen. Gut vermischen und etwa 5 min unter Rühren anbraten. Zwiebeln und Kartoffeln zurück in die Pfanne geben.

Tamarindenpaste, Zucker, etwas Salz in 100ml Wasser auflösen und in die Pfanne geben. Alles aufgedeckt einige Minuten leicht köcheln lassen.

Pfanne in den Ofen geben und 10-12 min garen lassen. Währendessen die Kürbiskerne in der kleinen Pfanne vorsichtig anrösten.

Danach die große Pfanne aus dem Ofen nehmen, die Kürbiskerne darüberstreuen und alles mit Koriandergrün, einem Klecks Joghurt und etwas Fladenbrot servieren.

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Ich wünsche Euch ein köstliches Wochenende!

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Kulinarischer_Advents%0d%0a kalender_2012_-_Türc%0d%0a hen_12

“Meine Suppe ess’ ich nicht! Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!” Man, was hat mich der Suppenkaspar im “Struwwelpeter” genervt als Kind. Andere Figuren fand ich ja ziemlich spannend: Der fliegende Robert mit seinem Schirm (würde das auch bei mir klappen?), die zündelnde Pauline mit ihren Kätzchen (“Miau-Mioh, Miau-Mioh”) …

Auch das Daumenabschneiden fand ich dermaßen grotesk übertrieben, dass mir – ganz Kind der späten 70er – der autoritäre Erziehungsansatz des Frankfurter Arztes und Struwwelpeter-Autors Heinrich Hoffmann keine Angst machte. Eher fand ich die Mutter ein bissl strange: “Konrad, sagt die Frau Mama, ich geh’ aus und Du bleibst da!” Wie ist’n die drauf?

Gekippel auf dem Stuhl wie beim Zappelphilipp war eine zeitlang Volkssport bei meiner Schwester und mir. Fingernägel- und Haareschneiden fand ich sowieso doof. (Unser Dorffriseur Herr Kuhn hatte jedenfalls das kratzigste Kreppband für den Hals, das man sich vorstellen kann.) Volle Sympathie also für den Struwwelpeter!!

Später im Studium der Kinder- und Jugendbuchforschung (Wer hat da gerade “Orchideen” gesagt??) waren dann der Struwwelpeter und seine Adaptionen, die so genannten Struwwelpetriaden, immer wieder Thema. Ein Besuch im Frankfurter Struwwelpeter-Museum kann ich noch heute jedem empfehlen.

Einzig den Suppenkaspar fand ich immer schon komisch. Was hat der gegen Suppe? (Null Toleranz übrigens gegenüber Leuten, die von sich selbst sagen: “Ich bin ein richtiger Suppenkaspar!”. Leute, der Suppenkaspar mochte Suppe NICHT. Himmel!)H Hoffmann Struwwel 18

(Heinrich Hoffmann [Public domain], via Wikimedia Commons)

Ich jedenfalls war immer schon Suppenfan. Ob als Gemüsecremesuppe, klarer Erbensuppe mit Eierschwämmchen oder Linsensuppe mit Frankfurter Würstchen – in Suppenform nahm ich sogar Sachen zu mir, die ich sonst nie im Leben gegessen hätte (Außer Rosenkohl! Das bleibt bis heute so!).

Deswegen freue ich mich auch immer aus Suppen-Neuentdeckungen from all over the world. Denn Suppen gibt’s in fast jeder Kultur: Auf’s Feuer stellen, aus wenig viel machen, Resteverwertung, schmackhaft, mit Wasser strecken und noch ein paar Mäuler mehr füttern… Perfekt in allen Epochen, in allen Ecken der Welt. 

Für Zorras jährlichen Adventskalender, an dem ich die Freude habe teilnehmen zu dürfen, habe ich Euch einen orientalischen Eintopf ausgesucht, der sich fast von selbst macht, während Ihr Päckchen schnürt, den Tannenbaum schmückt oder letzte Geschenke sucht. Apropos Geschenke: Bei Zorra gibt es heuer jede Menge Geschenke zu gewinnen. Unbedingt reinschauen und mitmachen! Das lohnt sich echt!

Außerdem sorgen jede Menge herrliche Gewürze dafür, dass ordentlich aufgeräumt wird im Magen. Bei all dem fetten Essen im Advent nicht zu verachten!

Darf ich vorstellen: Harira, ein nordafrikanischer Lammeintopf mit Kichererbsen und Koriander.

Harira

Harira ist im Ramadan häufig das Erste, was Gläubige seit dem Sonnenaufgang zu sich nehmen. Kein Wunder also, dass der Eintopf ein richtiger Sattmacher ist. Aufwärmen und Einfrieren ist auch kein Problem. Die perfekte Suppe also für stressige Zeiten!

Ich habe aus den verschiedensten Harira-Rezepten und eigenen Vorlieben die für uns schmackhafteste Zusammenstellung gefunden. Ihr könnt aber natürlich variieren und beispielsweise Lamm durch Rind ersetzen, weniger Schärfe reingeben oder Koriander weglassen etc.

“Unsere” Zutaten für 4 Personen:

400 gr aus der Lammschulter, in mundgerechte Stücke geschnitten

2 Zwiebeln, fein gehackt

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

600 ml Rinderfond

800 gr Kichererbsen aus der Dose (getrocknete sonst am Abend vorher einweichen!)

2 EL Olivenöl

1 EL Harissa (scharfe Paprikawürzpaste, die es u.a. in türkischen Supermärkten gibt)

1 EL Pul Biber (getrocknete scharfe Paprikaflocken, ebenfalls in türkischen Läden erhältlich. Alternativ 1 TL  Cayennepfeffer)

1 TL Ingwer, fein gehackt oder gerieben

1 EL brauner Zucker

1/2 TL Garam Masala (Alternativ: Ras el Hanout oder notfalls weglassen)

2 TL Cumin (Kreuzkümmel, gemahlen)

2 TL Paprikapulver edelsüß

1/2 TL gemahlene Nelken

1 Lorbeerblatt

2 EL Tomatenmark

ca 700 gr stückige Tomaten aus der Dose

Salz, Pfeffer

Pro Person 1 EL schwarze Oliven ohne Stein, gehackt

Korianderbläter, fein gehackt, zum Garnieren

Joghurt, zum Garnieren

So geht’s:

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Tomatenmark darin anrösten. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer glasig andünsten. Dann Lammstücke portionsweise scharf anbraten und komplett in den Topf geben. Alle Gewürze, Lorbeerblatt und den Zucker zugeben, mit dem Fleisch und den Zwiebeln vermischen, bis es richtig heftig duftet in der Küche!

Rinderfond zugießen, umrühren und zum Kochen bringen. Kichererbsen und die Tomaten hineingeben, umrühren und alles zugedeckt bei mittlerer Hitze etwa 90 Minuten köcheln lassen. Zwischendrin immer mal umrühren, Duft einatmen und prüfen, ob das Fleisch schon zart ist. Gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die fertige Suppe in tiefe Schalen füllen und mit den gehackten Oliven, einem Klecks Joghurt und den gehackten Korianderblättern servieren. Dazu passt natürlich herrlich türkisches Fladenbrot und – weniger authentisch – ein eiskaltes Bier!

Ich wünsche Euch und Euren Lieben eine friedliche Vorweihnachtszeit, kuschelige Feiertage und einen guten Rutsch in ein glückliches 2013.

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Wenn es wieder etwas kühler wird, kann man sich mit vielen Gewürzen ein bisschen Exotik und Wärme ins Haus holen. Die orientalische Variante von “Frikadelle mit Salat” sind Köfte mit Fattoush – also Lammhackbällchen mit einem syrischen Brot-Salat. Da schmatzt nicht nur der Sultan!

Ein Rezept für Fattoush findet Ihr hier im Blog.

Als Dip könnt Ihr Joghurt mit fein gehackter Petersilie, etwas gehackter Minze, Salz und Zitronensaft verrühren.

Für die Köfte (reicht für 4 Personen) benötigt Ihr folgende Zutaten:

1 kg Lammhackfleisch vom Metzger des Vertrauens (Rindfleisch geht auch, ebenso eine halb/halb Mischung)

1 feingehackte Zwiebel

2 sehr fein gehackte Knoblauchzehen

etwa 2 EL fein gehackte Petersilie

4-5 Blätter Minze, fein gehackt

3 TL Ras el Hanout (ein gutes Rezept zum Selbermachen findet Ihr bei Tina)

Salz, Pfeffer

1 EL neutrales Pflanzenöl

optional: etwas Feta

So geht’s:

Alle Zutaten gut vermischen (geht am Besten mit den Händen!) und zu Fleischbällchen formen – je kleiner, desto knuspriger. Das ist aber Geschmacksache. Wer größere “Frikadellen” mag, macht einfach größere…

Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Nun die Köfte in die Pfanne geben und gut anbraten. Die Hitze drosseln und die Köfte jetzt noch durchgaren lassen. Das dauert – je nach Größe – durchaus 20-30 Minuten. Das Fleisch sollte in jedem Fall durchgebraten aber noch saftig sein.

Zusammen mit dem Fattoush und etwas Joghurt-Dip servieren und sich wie ein schmatzender Sultan fühlen!

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Wenn ich mal wieder richtig Bock auf indische Kocherei habe – so richtig mit Gewürz- und Mörserorgie – lasse ich mich immer gerne von Tinas Blog inspirieren. Hier finden sich zahlreiche authentische, sehr gut beschriebene und nachkochbare Gerichte aus allen Regionen Indiens. Es gibt zwar auch unzählige englischsprachige Blogs zur indischen Küche, die einem tatsächlich das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Aber bei Tina gibt’s kurz und knackig mit appetitlichen Bildern auch noch Infos zum Einkauf, zur Herkunft des Rezepts sowie viele Tipps, die ich einfach nicht missen will. Bisher ist mir jedenfalls noch alles gelungen, was ich nachgekocht habe – und geschmeckt hat es auch!

Jedenfalls war mir neulich wieder danach, den Turban aufzusetzen, das Thali-Geschirr hervorzuholen, gefühlte 85 Gewürze zu mörsern und loszulegen.

Es gab Chicken Rizzala

und ein Kichererbsencurry (komplett vegetarisch).

Das Chicken Rizzala war wegen der vielen Kräuter (Minze, Koriander) sehr frisch und leicht mit zahlreichen Aromen, die auf der Zunge tanzen. Am liebsten möchte ich, dass dieser Geschmack gar nicht mehr aufhört… Auch wenn Tina es als “Sommer”-Curry bezeichnet, könnte ich mich da auch im Herbst und Winter hineinknien :). Kichererbsencurry gab es immer schon mal bei uns. Es ist – wenn man die Einweichzeit nicht berücksichtigt bzw. auf Dosen-Kichererbsen zurückgreift – auch mal ein schnelles After-work-Curry, das sich abends zubereiten lässt, wärmt, sättigt und auch Vegetarier-Gäste begeistert!

Wer eine Beilage benötigt, kann Reis oder Naan reichen. Die Kichererbsen machen aber schon ganz schön satt, so dass eigentlich eine kleine Menge reicht. Um möglichst viel Sauce auftunken zu können, haben wir Reis gemacht.

Insgesamt habe ich mich eng an die Rezepte bei Tina gehalten, weil ich ihr da mittlerweile blind vertraue. Da ich mich aber relativ spontan dazu entschlossen hatte, indisch zu kochen, habe ich die jeweils schnellere Variante gewählt. Das heißt: Dosen-Kichererbsen für das Kichererbsencurry (da entfällt die Einweichzeit über Nacht und auch die Kochzeit verringert sich!) und fertige Röstzwiebeln (waren noch von einer Hot-Dog-Sause übrig) für die Gewürzpaste für das Rizzala. Beide Gerichte haben uns sehr gut geschmeckt – es kann aber durchaus sein, dass eingeweichte Kichererbsen und “echte” Röstzwiebeln noch den entsprechenden Kick geben. Beim nächsten Mal probiere ich also die zeitintensivere Variante mal aus und werde testen.

Außerdem habe ich bei beiden Rezepten etwas mehr Schärfe zugegeben. Und gekocht wird bei mir mit Ghee und nicht mit Butter. Wer häufiger indisch kocht, kann sich eine Dose Ghee im Asialaden kaufen. Für Nur-mal-ab-und-zu-indisch-Kocher tut es aber auch Butter oder Pflanzenöl.

An dieser Stelle ziehe ich den Turban, verbeuge mich tief und sage “Dankeschön” an Tina Foodina, die unser Thali-Geschirr immer mal wieder zum Klappern bringt :)

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Wir lieben BABY!!!

Und wir lieben den August, der ja doch noch die Ehre des Sommers 2011 zu retten scheint!

Wir lieben auch unsere Kräuter (und was man mit ihnen machen kann – s.u.)!!

Wir lieben Fleisch (und unseren neu entdeckten Metzger!)!!

Wir lieben aber auch Fisch: Pro Person einen Wolfsbarsch (entschuppt und ausgenommen) mit Rosmarin, Petersilie, Schnittlauch und Thymian sowie zwei Scheiben Zitrone füllen, mit Olivenöl einreiben, salzen und pfeffern (innen und außen).

Wir lieben diese irre Tomaten-Saison mit herrlichen aromatischen Tomaten der Gärtnerei Stoll – hier angemacht mit Vietnamesischem Koriander, Basilikum, Olivenöl, Meersalz, weißem Pfeffer und weißem Balsamico-Essig!

Wir lieben Merguez – die scharfe orientalische Lammwurst – und (ich wiederhole mich!) unseren Metzger, der diese feine, trockene, würzige Wurst verkauft, die so viel Durst macht! Wir lieben auch, dass dazu selbst gemachtes Tomatenketchup und Tabouleh passen, die uns zusammen mit der Merguez in einen kleinen Orient-Urlaub schicken!

Wir lieben unsere Kräuter auch deshalb, weil man aus ihnen super schnell leckere Kräuterbutter machen kann: Ein Viertel einer Butterpackung vermischen mit fein gehackten Kräutern (jeweils einige Blättchen Thymian, Rosmarin, Oregano, Petersilie, Zitronenverbene), 1 TL Currypulver (am besten hausgemacht), je einer Prise Cayennepfeffer und scharfem Paprikapulver, Salz und etwas Pfeffer.

Wir lieben die Wiesbadener Senf- und Marmeladenmanufaktur “The Princess Revolution“, die zum Beispiel ein prima Apfel-Thymian-Gelee anbietet, das sooooo herrlich zu Lamm passt und einen direkt in die Provence beamt:

Wir lieben den August 2011!!!!!!!!!!!!

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Auch wenn ich der galoppierenden Übervermarktung von TV-Köchen kritisch gegenüberstehe und Jamie Oliver immer auf mich wirkt, als wäre er vom Bett direkt in die Küche gegangen (ohne Umweg über’s Bad), finde ich seine Rezepte doch meist sehr ansprechend und seine Kochweise irgendwie pragmatisch-sympathisch.

Deshalb habe ich auch nicht gezögert, als ich auf der Suche nach einem schnellen, spicy Essen auf das Rezept South Indian Rice and Seafood Soup  (englisch) auf der Jamie-Oliver-Website gestoßen bin.

Ich habe mich sogar ziemlich an’s Rezept gehalten und nur das Wasser sowie die Hälfte der Kokosmilch durch Gemüsebrühe ersetzt – sonst wäre es mir etwas zu ölig geworden. Als fischige Einlage gab’s Kabeljau und Shrimps, was wirklich toll geschmeckt hat. Beim nächsten Mal versuche ich, Krebsfleisch zu finden. Das gibt dann sicher noch mehr Aroma.

Die Suppe ist eigentlich eher ein breiiger Eintopf und macht richtig satt. Reste können auch am nächsten Tag noch gegessen werden – dann aber ruhig etwas Wasser oder Brühe unterrühren.

Ein Rezept, das ich unbedingt wieder machen werde! Zumal die Zubereitungszeit von rund 45 Minuten auch abends noch mal drinhängt…

Seid Ihr alle Jamie-Fans? Oder steht Ihr der 360°-Vermarktung auch etwas skeptisch gegenüber?

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