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Ich hab’s versprochen: Heute kommt die hausgemachte Hoisin-Sauce zum Einsatz. Mit diesem schnellen Wok-Gericht mit zartem Huhn, frischem Thai-Basilikum und crunchy Erdnüssen!

Huhn Wok Thaibasilikum Hoisinsauce Rezept Foodblog Germanabendbrot

Willst Du endlich die köstliche hausgemachte Hoisin-Sauce einsetzen? Dann findest Du hier ein blitzschnelles Rezept (und weiter unten noch zwei weitere). Los geht’s!

Zutaten für Hühnchen mit Thai-Basilikum und Hoisin-Sauce:

350 gr Hühnerbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten

1 Bund (etwa 10 Stengel) frisches Thai-Basilikum (Asia-Laden)

100 gr Thai-Schalotten (Asia-Laden; alternativ: europäische Schalotten), in feine Streifen geschnitten

100 gr ungesalzene Erdnüsse, grob gehackt

3 EL Hoisin-Sauce

1 cm Ingwer, geschält und fein gehackt (oder gerieben)

1 Knoblauchzehe, gepresst

1 Vogelaugenchili, in feine Ringe geschnitten oder fein gehackt

4 EL Erdnussöl

einige Spritzer Limettensaft

einige Tropfen Sesamöl

Dazu: Reis

Zubehör: Wok oder Pfanne, Schüssel oder tiefer Teller zum Marinieren, kleine Pfanne für die Erdnüsse

Zubereitungszeit: 30 min (Das Fleisch kannst Du auch länger marinieren. 20 min sind aber Minimum!)

So geht’s:

Erdnüsse in der kleinen Pfanne kurz anrösten, hacken, zur Seite stellen.

Alle weiteren Zutaten vorbereiten und bereitstellen.

Reis aufsetzen und zubereiten.

In der Schüssel Knoblauch, Ingwer, Chili und der Hoisin-Sauce sowie 3-4 EL Wasser gut vermischen. Die Fleischstücke mit der Sauce einmassieren und zugedeckt 20 min oder gerne auch länger marinieren.

2 EL Erdnussöl im Wok erhitzen und das abgetropfte Fleisch (Marinade aufheben!!) darin scharf anbraten. Aus dem Wok nehmen und zur Seite stellen.

2 EL Erdnussöl in den Wok geben, erhitzen. Schalotten einige Minuten darin anbraten. Die Marinade hinzugeben und gut vermischen.

3/4 des Thai-Basilikums hinzugeben und unterrühren. Den Rest für die Garnitur aufheben.

Fleisch hinzugeben und ebenfalls gut vermischen.

Mit Limettensaft und – je nachdem wie intensiv Deine Hoisin-Sauce ist – einer Prise Salz abschmecken.

Reis in tiefe Teller oder asiatische Schalen geben, das Wok-Huhn darauf anrichten und mit Erdnüssen garniert servieren.

Zum Finish noch einige Tropfen (!) Sesamöl über das Gericht träufeln.

Ein schnelles, einfaches Gericht für den entspannten Groove in’s Wochenende! Lass es Dir schmecken!

Weitere Rezepte mit leckerer Hoisin-Sauce findest Du übrigens bei Florian im Blog Asien kulinarisch, den ich Dir längst schon mal empfehlen wollte. Zum Beispiel die Rippchen mit Hoisin-Sauce oder das chinesische Rinder-Gulasch.

Schönes Wochenende!!

PS: Inspiriert wurde ich zu dem Gericht durch die aktuelle Ausgabe „Lust auf Genuss: Vielseitige Asia-Küche“ (3/17), die ich auch Asia-Anfängern wärmstens empfehlen kann.

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Wenn Du heute Abend etwas Wärme für Magen und Seele brauchst, dann mach‘ Dir diese chinesische Hühnersuppe mit Shitake-Pilzen und alles wird gut…

Über die heilende Kraft von Hühnersuppe habe ich an dieser Stelle schon mal geschrieben. Aber so eine Suppe hat nicht nur nachweislich medizinische Wirkung. Sie streichelt Dir auch die Seele, wenn Du einen blöden Tag, eine garstige Woche, eine hartnäckige Erkältung, Streit oder einfach schlechte Laune hast. Oder einfach, falls Du einem anderen Menschen zeigen willst, dass Du ihn liebst…

Gegen die Erkältung, die mich die letzte Woche geplagt hat, hilft auch mein scharfes Ma Po Dou Fu, das Dir die Atemwege wieder freibläst. Aber gegen die miese Stinkelaune, die mich am Montag fest im Griff hatte, half eine heiße, reichhaltige Hühnersuppe mit Shitake-Pilzen. Eine Schale Glück (Glück muss nicht zwingend schön aussehen!):

chinesische suppe

Das Schlimmste war, dass es gar keinen Grund für die Stinkelaune gab. Ich war einfach richtig mies drauf. Kennst Du das? Meine Theorie geht so: Im Februar sind die Akkus einfach leer. Während Du im November vom goldenen Herbst zehrst, Dich im Dezember an der Weihnachtszeit erfreust und im Januar voller Elan ins neue Jahr startest, ist der Februar einfach ein Monat zu viel voll grauer Dunkelheit.

Als dann Dienstag die Sonne schien, der Himmel blau und der Spaziergang in der Mittagspause lang war, sah die Welt schon viel besser aus.

Für so eine Hühnersuppe lohnt es sich übrigens eine hausgemachte Brühe herzustellen. Die Extrastunde Arbeit wird Dir mit Aroma und guten Zutaten gedankt. Gekörnte Brühe aus Tüte oder Glas ist wirklich keine Alternative. Im Reformhaus oder dem Bioladen gibt es Fonds ohne Zusatzstoffe. Damit geht es natürlich auch. (Aber etwas Brühe im TK zu haben, lohnt sich wirklich!)

Zutaten für chinesische Hühnersuppe mit Shitake-Pilzen:

100 gr Hühnerbrust, in Streifen geschnitten

700 ml hausgemachte Hühnerbrühe (hast Du idealerweise eingefroren immer im Haus. Alternativ: Ein Fond aus dem Glas ohne Geschmacksverstärker)

3 verquirlte Eiweiße (mit einer Prise Salz)

100 gr frische Shitake-Pilze, in dünne Scheiben geschnitten (Alternativ: Frische braune Champignons)

1 TL Tapioka-Mehl oder 1 EL Speisestärke

Etwas Sesamöl

1 Frühlingszwiebel, mit dem Grün, in feine Ringe geschnitten

Optional: Eiernudeln

Zubehör: ein ausreichend großer Suppentopf, Schale für das Fleisch, Tasse zum Anrühren der Stärke

Zubereitungszeit: 20 Minuten (Sonst lohnt sich auch der Aufwand, um die Hühnerbrühe anzusetzen. Kein Ersatzprodukt ist so gut wie eine hausgemachte Brühe!)

So geht’s:

Das Tapioka-Mehl mit etwas Wasser in einer Tasse anrühren. Hühnerstücke in eine Schale legen. Etwa 1/3 der Eiweißmasse und die Hälfte der Tapioka-Mischung mit etwas Salz über das Hühnerfleisch geben und einreiben. Restliche Tapioka-Mischung mit dem Eiweiß-Salz-Gemisch in der Tasse verrühren für später.

Die Hühnerbrühe im Suppentopf zum Kochen bringen. Die Hühnerstücke hinzugeben und leicht köcheln lassen. Die Pilze hinzugeben, salzen und aufkochen lassen. Jetzt die Hitze reduzieren und langsam die Tapioka-Ei-Masse einrühren.

Jetzt dickt die Suppe ein und das Ei flockt. Das muss so und ist gewollt. Sieht für europäische Augen so semi-toll aus, ist aber Teil der Show.

Wenn Du glaubst, dass Dich so eine Suppe nicht satt macht, bereite noch asiatische Eiernudeln zu und gib sie in eine Suppenschale, bevor Du die Brühe darübergießt und sie servierst. Aber eigentlich ist die Suppe gehaltvoll und sättigend.

Bevor die Suppe auf den Tisch kommt, gibst Du jetzt noch das Sesamöl darüber und die Frühlingszwiebelringe.

Ich wünsche Euch ein Wochenende voller guter Laune und viel Wärme – im Magen und in der Seele!

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Da jauchzt die Mariachi Band! Heute gibt’s köstliche Tortilla-Wraps mit würzigen Füllungen! Let’s roll!

Teigfladen mit Füllung oder Auflage sind einfach nicht wegzudenken aus meiner Küche. Es gibt sie ja ohnehin in fast jeder Kultur: Ob mediterrane Focaccia aus Italien, würziges indisches Dosa, Pan Catalan aus Spanien oder das gute deutsche Butterbrot. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen – etwa mit vietnamesischen Sommerrollen, japanischen Baozi uvm.

Aber mein Herz gehört eben heute mal der TexMex-Küche, die ich noch aus Schulzeiten liebe. Es gab nämlich in den Kasernen der US Army in Hanau ein TexMex-Restaurant, in das man nur mit US-Pass, guten Kontakten oder viel Augengeklimper hineinkam. Dieses Restaurant war für uns so etwas wie das Tor zu einer anderen Welt: Riesige Pitcher mit süßer Strawberry-Margherita, körbeweise ofenwarme Tacos zu sündhaft-scharfer Salsa, GIs mit Sombrero-Hüten, unglaublich riesigen Portionen und einer Rechnung in US-Dollar.

Es war ein Glücksspiel, ob man als Nicht-US-Amerikaner überhaupt hineinkam in das Restaurant. Wenn gerade irgendwo Krise war (Golfkrieg & Co.), hatte man auch schon mal den Lauf eines Maschinengewehrs vor der Nase, während Spürhunde den klapprigen Opel Corsa abschnüffelten… Aber wenn wir dann reindurften, dann gehörte der Mariachi-Abend uns!

Seither sind Chimichangas, Burritos, Enchiladas und Tortillas meine Buddies. Klar, TexMex hat nicht unbedingt was mit Mexikanischer Küche zu tun. Aber sie macht Spaß und ist hausgemacht definitiv besser als das Zeug, das Du in dubiosen Restaurants bekommst, wo aber auch wirklich alles Convenience ist.

Taco_Sides

Die köstlichen Bestandteile, die jeden Wrap individuell machen, sind das A und O eines Tortilla-Wraps:

Ganz wichtig ist eine köstliche, cremige Guacamole. Etwas gemischter grüner Salat. Geriebener Cheddar-Käse. Und ein Joghurt-Dip, den ich aus Naturjoghurt, etwas Salz, einer Prise Cumin/Kreuzkümmel sowie einigen Spritzern Tabasco (oder etwas scharfem Chilipulver) schnell angerührt habe.

Für einen scharfen Frische-Kick hatten wir uns außerdem von einer Santa Maria-Salsa aus dem Kochbuch „California“ aus dem kosmos-Verlag inspirieren lassen (im obigen Foto rechts vorne):

4 EL gewürfelte Tomaten, 2 EL kleingeschnittener Stangensellerie, 1 kl. gewürfelte Schalotte, 1 kl. fein gehackte grüne Chilischote, einige Stengel Koriander fein gehackt, Limettensaft, Chili-Limetten-Salz. Alles gut vermischen und etwas durchziehen lassen. Abschließend noch mal abschmecken und ggf. mit etwas Zucker gegen die Säure arbeiten.

Für die Wraps kannst Du Weizen-Tortillas natürlich selbst machen. Ganz einfach nach diesem Rezept hier. Oder Du kaufst welche, die möglichst ohne Zusatzstoffe auskommen. Ich finde beides legitim. Da uns unsere Tortilla-Party großen Spaß gemacht hat, backe ich nächstes Mal wohl selber. Diesmal waren es fertig gekaufte Wraps…

Taco_Huhn_fertig

In meinen ersten Wrap kam eine gut verteilte Schicht Guacamole, Cheddar, Salsa, Joghurt und köstliches Hühnchen mit Paprika, das in der Pfanne angebrutzelt wurde:

Taco_Huhn

Für die Hühnchen-Füllung benötigst Du:

200 gr Hühnerbrust, in Streifen geschnitten

1 rote Paprikaschote, in Streifen geschnitten

1 weiße Zwiebel, in Streifen geschnitten

1/2 TL Ancho Chilipulver

Salz und Pfeffer

1 rote scharfe Chilischote, fein gehackt

etwas Öl zum Anbraten

etwas Limettensaft zum Abschmecken.

Das Hühnchen in einer Eisenpfanne scharf anbraten und alle Zutaten hinzugeben, bis sich ein unglaubliches Aroma ausbreitet. Warm stellen, bis es ans Rollen der Wraps geht!

Aber auch die Variante mit Beef war köstlich:

Taco_Rind

Für das scharf gewürzte angebratene Beef habe ich folgende Zutaten verwendet:

1 kleines Rinderhüftsteak, in Streifen geschnitten

1 scharfe grüne Chilischote, in feine Streifen geschnitten

Prise rosenscharfes Paprikapulver

1/2 TL Cajun-Gewürzmischung (zu gleichen Teilen: Pfefferkörner (zerstoßen), Cumin, Senfkörner,  Paprikapulver, Chayennepfeffer, Oregano (getrocknet), Thymian (getrocknet))

Salz

Das Rind in der Pfanne scharf anbraten und würzen. Warm stellen, bis es gebraucht wird.

Natürlich sind Deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt: Du kannst auch anderes Gemüse stifteln oder kurz anbraten. Statt Fleisch sind auch Shrimps oder festfleischiger Fisch eine schöne Füllung.

Wie Du die Wraps so faltest und rollst, dass nicht die Hälfte herausfällt oder über die Finger läuft, siehst Du in einer idiotensicheren Anleitung aus frühen Blogtagen hier.

Lasst es Euch schmecken!

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Unser Weber-Grill ist wie ein Familienmitglied und außerdem im Dauereinsatz. Mit einer Koriander-Limetten-Marinade für Fisch und Hühnchen sowie einer scharfe Tomaten-Marinade für Schwein und Huhn stelle ich Euch heute zwei Alleskönner für die BBQ-Saison vor.

„Nobody puts Baby in the corner!“ – mit diesem Zitat hab ich Euch vor vier Jahren unseren Baby-Weber vorgestellt. Seitdem ist das gute Stück fester Bestandteil unserer Essensplanung. Ob Paella, gestopfter Fisch, klassisches Steak oder indischer Burger – gegrillt wird, was Spaß macht. Herzhafte Salate, scharfe Dips, fruchtige Chutneys und weitere Ideen rund um’s Grillen findet Ihr zahlreich im Blog. Surft doch einfach mal durch!

Damit Fleisch und Fisch nicht austrocknen bei der hohen Hitze, sind Marinaden eine gute Möglichkeit. Sie geben zudem noch zusätzlich Aroma und machen jede Grill-Session zu einer Geschmacksexplosion. Auf fertig mariniertes Fleisch verzichten wir dabei. Viel zu häufig wird herkömmlichen Marinaden Geschmacksverstärker zugesetzt. Dabei hat gutes Fleisch von bester Qualität das gar nicht nötig. Die gängigen Gewürze, frische Kräuter, Zitronensaft, Sojasauce, Ketchup, Tabasco, Olivenöl und Honig hat jeder im Haus. Also! Los geht’s!

Die erste Marinade aus Koriander und Limettensaft ist perfekt für Spieße mit Fischfilet, Tintenfisch oder auch Hühnchen.

Limettenmarinade

Zutaten:

1 Habanero-Schote (oder andere scharfe Chilisorte)

1/2 Bund frischer Koriander

125ml Olivenöl

4 Frühlingszwiebeln (weißer und hellgrüner Teil)

1 EL gehackten Ingwer

2 EL Muscovado-Zucker

einige Spritzer Limettensaft

Salz, Pfeffer

Zubehör: Mixer, Holzspieße

So geht’s: Die Chili entkernen. Alle Zutaten mit dem Mixer pürieren. Die in mundgerechte, nicht zu kleinen Stücke in einen Gefrierbeutel geben. Die Marinade hinzugeben und gut vermischen. Den Beutel zuknoten und im Kühlschrank einige Stunden ziehen lassen. Dann Holzspieße gut wässern und die Fleischstücke draufschieben. Auf direkter, hoher Hitze auf dem Grill in einigen Minuten gar grillen.

Die scharfe Tomatenpaste ist hervorragend als Marinade von Schwein und Huhn, aber außerdem auch ein toller Dip:

Tomatenmarinade

Zutaten:

2 fein gewürfelte Zwiebeln

3 EL Olivenöl

1 kleines Lorbeerblatt

400 gr stückige Tomaten aus der Dose

Chipotle-Salz (oder grobes Meersalz)

1 EL Sherry-Essig

100 ml Apfelsaft

2 TL Ancho-Chili-Pulver (oder anderes mildes, rauchiges Chilipulver)

1/2 TL getrockneter Oregano

1 TL Pul Biber (scharfe Paprikaflocken)

schwarzer Pfeffer

1 EL Muscovado-Zucker

Zubehör: mittelgroße, beschichtete Pfanne, Pürierstab

So geht’s:

Öl in der Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Lorbeerblatt anschwitzen und bei kleiner Hitze etwa 20 min weiterbraten, bis die Zwiebeln weich und leicht braun sind. Währendessen den Muscovadozucker dazugeben, um das Ganze leicht zu karamellisieren. Mit dem Sherryessig ablöschen und einköcheln lassen. Apfelsaft und Tomaten mit dem Saft hinzugeben und beides einreduzieren lassen. Währendessen alle weiteren Zutaten hinzugeben. Alles einige Minuten köcheln lassen. Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Sauce pürieren. Abkühlen lassen.

Das Fleisch, zum Beispiel Schweinekoteletts, einige Minuten grillen. Dann beide Seiten mit Hilfe eines Pinsels mit der Sauce bestreichen und weitergrillen, bis das Fleisch gar ist. Die restliche Sauce als Dip servieren.

Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)

Die Grill-Saison ist gerade erst gestartet. Viele laue, kurze Sommernächte warten noch auf uns. Und mit ihnen unzählige Rezepte rund um den schönsten sommerlichen Zeitvertreib. Deshalb ist das hier mein Beitrag zu Zorras 109. (!) Blog-Event, das sie zusammen mit Sandra, From Snugg’s Kitchen, ausrichtet.

Bis zum 15. Juni könnt Ihr ebenfalls Eure Rezepte einreichen – oder Euch danach auf eine Zusammenfassung mit den besten BBQ-Rezepten freuen!

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Indien, das Juwel in der Krone, stand Pate für dieses köstlich-würzige Brathähnchen, mit dem Jamie Oliver das British Empire feiert.

Ich kann einfach nicht verhehlen, dass ich England irgendwie mag. Ob Literatur, Rock-Musik, Humor, Landschaft oder Essen: Ich mag England sogar sehr.  (Wie heißt es in Alice in Wonderland: „Folge dem Link!“ Äh, nicht ganz. Aber schaut doch trotzdem mal rein, wohin die Links Euch führen, wenn Ihr auch England-Fans seid…)

Zurück zu Jamie O. Man kann über den omnipräsenten TV-Koch-Superstar sicher sagen, was man will. Aber er hat viele Menschen zum Kochen inspiriert. Auch hier im Blog gab es schon das ein oder andere Gericht, das ich mir von ihm abgeschaut habe. Nicht alles ist immer gleich gut gelungen, muss ich leider sagen…

Das Empire Roast Chicken stammt aus seiner TV-Serie „Zu Gast bei Jamie Oliver“, in der er sich mit einem alten Wohnwagen auf den Weg quer durch’s Königreich macht – immer auf der Suche nach den Einflüssen, die frühe oder spätere Einwanderer hinterlassen haben. (Zur Serie gibt es selbstverständlich auch ein Kochbuch!) Natürlich geht so eine Reise nicht ohne Curries und Gewürze indischer und pakistanischer Einwander ab. Deshalb ist das Empire-Hühnchen auch eine Ode an die indische Küche. England UND Indien! Ihr könnt Euch denken, was das für einen Jubel bei mir auslöst!

Chicken

Wir haben uns ausnahmsweise sehr eng an das Rezept gehalten, das Ihr hier online findet. Das Hühnchen muss mehrere Stunden marinieren in seinem köstlichen Bad aus Joghurt und Gewürzen. Albern ist natürlich die Empfehlung, dass man beim Einmassieren der Marinade Gummihandschuhe tragen soll. Wer in der Küche zimperlich ist, soll sich eine 5-Minuten-Terrine in der Mikrowelle warm machen! Und Hygiene versteht sich im Umgang mit Fleisch (und auch sonst!) natürlich von selbst!

Wir hatten übrigens ein fast 2 kg schweres Loué-Huhn aus Frankreich. Sicherlich kein ganz günstiges Essen, aber jede Mark wert, wenn einem Aufzucht und Herkunft eines Tieres nicht ganz egal sind. Außerdem liefert so ein Huhn noch genügend „Überreste“ für ein feines Sandwich am nächsten Tag. Es lohnt sich also!

Serviert wird das Empire Roast Chicken bei Jamie Oliver mit einer herzhaften Sauce – auch hier ist die Zubereitung wieder etwas aufwendiger. Sie fängt aber all die guten Säfte aus dem marinierten Huhn auf. Und dafür lohnt sich wirklich jeder Schritt: Ich hätte in diesem Huhn versinken können!

Chicken_Empire_Roast_Jamie_Oliver

(Die dunklen Stellen stammen von dem Joghurt. Sie werden vor dem Servieren einfach mit einem Messer abgekratzt)

Genial ist auch der Tipp von Jamie Oliver eine Zitrone in Wasser zu kochen, einzustechen und in das Huhn zu schieben. Die Hitze und die Zitronenaromen breiten sich also quasi von innen in dem Huhn aus. Hat was von Gynäkologe, nutzt aber dem Aroma!

Serviert wird das Ganze mit Bombay Kartoffeln, die zwingend notwendig sind, um die köstliche Sauce aufzutunken. Ihr könnt aber auch einfach ein Baguette zum Hühnchen reichen. Die Joghurt-Marinade macht das Huhn unfassbar zart. Die Gewürze verströmen ihre Aromen in der gesamten Küche. Und jeder Bissen lässt einen neidisch auf die Insel und ihr einstiges Empire schielen. Wie gut, dass der Kulturtransfer auch über den Ärmelkanal hinweg funktioniert!

Empire_Roast_Chicken_Jamie_Oliver

Wir müssen Jamie Oliver nicht lieben und auch nicht blind folgen. Wir müssen auch nicht alles toll finden, was sich seine Marketing-Manager zwecks Geldvermehrung so ausdenken. Aber alleine für dieses Hühnchenrezept werde ich ihm ewig dankbar sein. Probiert es aus! Wer nicht sofort „Rule Britannia!“ anstimmt, hat sicher irgendein Gewürz vergessen…

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Pollo alla Cacciatore – also Huhn nach Jägerart – ist ein Klassiker der italienischen Küche, weshalb es auch gefühlt eine Million Rezepte gibt. Wahrscheinlich hat jede Nona ihr eigenes. Und wahrscheinlich orientiert es sich nach Jahreszeit und Familiengeschmack.

Ich habe mich ein bisschen an Jamie Oliver orientiert, die Wikipedia bemüht und ansonsten einfach das Angebot auf dem Wochenmarkt bestimmen lassen. Herausgekommen ist unser ganz eigenes Rezept für Pollo alla Cacciatore:

Für 2 Personen hatten wir folgende Zutaten im Einkaufskorb:

Drei Hühnerschenkel mit Haut

1 Dose Tomaten

1 EL Tomatenmark

2 Zweige Rosmarin

4 Zweige Thymian

4 Stengel Petersilie

2 Lorbeer-Blätter

3 Knoblauchzehen

1 mittelgroße Zwiebel

1/4 Habanero-Chili (ersatzweise eine halbe normale Chilischote oder nach Belieben)

eine kleine Handvoll schwarze Oliven ohne Stein

1 Karotte

1 rote Paprika

1 mittelgroße Kartoffel

2 Stangen Sellerie

1/2 Flasche Chianti (oder anderen Sangiovese-Wein)

4 Sardellenfilets (in Salz eingelegt)

Salz, Pfeffer, Prise Zucker

etwas Olivenöl zum Anbraten

etwas Mehl

Die Zubereitung dauert mindestens 2,5 Stunden – eher länger. Das Gericht ist also nichts, wenn einen spontan der Hunger überfällt. Dafür lässe es sich – gerade auch für Gäste – wunderbar vorbereiten, da es sich im Ofen quasi selbst gart.

Und so wird’s gemacht:

Hühnerschenkel waschen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. In eine Schüssel legen, den Wein dazu gießen und den Rosmarin, Lorbeerblätter und 2 angedrückte Knoblauchezehen hinzugeben. Die Hühnerteile sollten bedeckt sein und mindestens eine Stunde oder länger in der Marinade ziehen.

Wenn das Huhn fast fertig mariniert ist, kann man schon mal mit den weiteren Schritten anfangen: Das Gemüse in nicht zu winzige Würfel schneiden, Knoblauch und Zwiebel schälen und fein hacken, Petersilie hacken. Sardellenfilets gut abspülen. Ofen auf etwa 180 Grad vorheizen.

Hühnchen aus der Marinade nehmen (nicht wegschütten!!!), gut abtropfen lassen und mit Küchenkrepp abtupfen, anschließend mit etwas Mehl bepudern und einreiben. Bräter oder ofenfeste Pfanne auf den Herd stellen, Öl erhitzen und die Hähnchenteile darin anbraten, bis sie knusprig braun sind. Herausnehmen und zur Seite stellen. Dann im Bräter das Tomatenmark anrösten. Knoblauch und Zwiebel anschwitzen. Oliven und Sardellen hinzugeben und unter Rühren noch etwas mitrösten. Die Tomaten aus der Dose, die Habanero sowie die Gemüsewürfel hinzugeben und mit der Marinade aufgießen. (Evtl. nicht gleich die komplette Marinade verwenden, sondern erstmal gucken, wie flüssig die Sauce ist. Man kann gegen Ende immer noch etwas Marinade hinzugießen).

Jetzt alles auf dem Herd einmal zu Kochen bringen und die Hühnchenteile obenauf legen, mit der Haut nach oben. Zudecken und ab in den Ofen für mindestens eine Stunde oder länger.

Nach der Garzeit den Bräter (Vorsicht beim Öffnen der Backofentür: Dampf!!) aus dem Backofen nehmen und auf den Herd stellen. Die Hühnchenteile herausnehmen und noch mal im Backofen unterm Grill knusprig grillen (unbedingt darauf achten, dass es nicht zu lange ist!). Währendessen den Sugo im Bräter aufkochen und etwas einreduzieren lassen. Evtl. Öl an der Oberfläche abschöpfen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lorbeer, Rosmarin und Thymian herausfischen.

Zum Anrichten den Sugo in tiefe Teller geben und je eine Hühnerkeule obenauf legen. Mit Petersilie bestreuen und mit Ciabatta servieren.

Dazu MUSS eigentlich die restliche Flasche Chianti getrunken werden. Aber dieses Opfer bringt auch der Jäger sicherlich gern 😉

Bei „Jägerart“ denkt man ja eigentlich immer erstmal an eklige-braune Sauce mit Dosen-Champignons, die über Schnitzel gegossen und in Vereinsheimsgaststuben serviert werden. Urgh. Diese italienische Variante der „Jägerart“ zeigt mal wieder, warum die italienische Küche so beliebt ist: frische Zutaten, knackiges Gemüse, feine Kräuter und viel Zeit machen das Sugo herzhaft und doch nicht schwer. Gleichzeitig schmeckt das Huhn wunderbar beschwipst und kräuterig. Wer dann noch das Brot in die Sauce tunkt, ist versöhnt mit „Jägerart“. Das verspreche ich Euch!

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Nachdem schon der erste Gastbeitrag von Thomas so gut bei Euch angekommen ist und er dann auch noch anfing indisch zu kochen, musste ich natürlich um einen weiteren Blog-Post bitten.

Für das Tandoori Chicken braucht man etwas Zeit zum Marinieren. Dafür spart Ihr wiederum Zeit, wenn Ihr fertige Tandoori-Paste aus dem Asia-Laden oder dem Supermarkt nehmt. Wer will, kann sie natürlich auch selber machen. Zwei Fertig-Pasten im Test und ein Rezept zum Selbermachen gibt es beispielsweise bei Zorra

Aber jetzt hat erstmal Thomas das Wort – und ich sage „Dankeschön!“:

Gastbeitrag die Zweite – diesmal wirds indisch und damit auch ne Spur schärfer: Tandoori-Chicken mit indischem Reis. Nachkochen und Feedback ausdrücklich erwünscht.

Zutaten für 2-3 Personen

– ca. 2 Tassen Basmati-Reis
– grüner Kardamom (ganz)
– schwarzer Kardamom (ganz)
– Jeera (Kreuzkümmel), nicht gemahlen
– Naturjogurt
– Zitronensaft
– Chutney (Hot oder Sweet Mango, je nach Lust und Laune) ***oder selber machen!***
– wer mag Mixed Pickles
– Tandoori-Paste
– 2-3 große Putenkeulen oder entsprechend viele Hühnerbeine

Zubereitung (Vorbereitung)

Der ganze Spaß braucht ein wenig Vorbereitung. Am besten wird das Fleisch, wenn man es über Nacht wie folgt mariniert:

Tandooripaste und Jogurt im Verhältnis 1:2 oder 1:3 mischen, je nach dem wie scharf es werden darf. Beides gut verrühren und danach einen Schuß Zitronensaft dazu geben. Jetzt gehts dem Geflügel an den Kragen – will sagen die Haut muss runter. Das geht an einfachsten wenn man die Haut mit Küchenrollenpapier greift,
und vom Schenkel in Richtung Fuß abzieht. Jetzt die Schenkel rundherum mit der Tandooripaste einreiben. Nicht sparsam sein. Die Schenkel so in einer Schüssel kalt stellen und idealer Weise über Nacht durchziehen lassen. Wer nicht so lange warten will kann das ganze auch kürzer ziehen lassen, allerdings nimmt das Fleisch dann nicht die typische rötliche Tandoori-Färbung und weniger Geschmack an. ***Stimme aus dem Off: Die rote Farbe – auch bei der selbstgemachten Paste – stammt übrigens von Lebensmittelfarbe, die in der indischen Küche häufig eingesetzt wird. Man kann sie rein aus geschmacklichen Gesichtspunkten weglassen – aber dann wird’s natürlich auch nicht rot!***

Zubereitung

Die über Nacht marinierten Hühnerbeine kommen bei ca. 150-180 Grad in den Ofen. Am besten packt man sie in einen mit Alufolie ausgekleideten Deckel einer Auflaufform. Je nach dem wie viel Jogurt in der Marinade war, gibts ansonsten ne ziemliche Sauerei auf dem Backblech.

Je nach dem wie dick die Beine / Keulen sind, braucht das ganze zwischen 30 und 45 Minuten. Die Marinade bildet je nach Menge / Dicke dann eine dunkelrote Kruste. Das Fleisch darunter bekommt die typische rote Färbung.

Der Reis geht sehr einfach: Reis waschen bis das Wasser klar bleibt. Den Reis mit 3 Tassen Wasser in einen Topf geben. Dann 1 Teelöffel Salz, ca. 10 grüne Kardamom (Schale andrücken / aufknacken aber den Kardamom am Stück lassen), 2-3 schwarze Kardamom und etwa einen Teelöffel Jeera mit in den Topf packen. Das Ganze einmal richtig aufkochen, dann 10 Minuten auf kleinerer Flamme köcheln lassen und danach noch mal 10 Minuten auf der Hitze stehen und ziehen lassen. Einfach geht das allerdings mit nem Reiskocher (beste Investition überhaupt). ***Kann ich nur bestätigen! Gerade wenn man für Gäste größere Mengen oder alle 4 Herdplatten benötigt, hilft der Reiskocher ungemein.***
Einfach die ganzen Zutaten in den Reiskocher, einschalten, warten, fertig ist der perfekte Reis.

Vor dem Servieren tut man seinen Gästen den Gefallen und entfernt den grünen und schwarzen Kardamom aus dem Reis (also schön mitzählen wie viel Ihr reintut) – oder sagt ihnen dass sie diese Dinger nicht mitessen sollen. Damit das ganze keine all zu trockene Angelegenheit wird reicht man dazu Naturjogurt (auch zum Entschärfen), Zitrone, Chutney und die Mixed Pickles.

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Hunger!

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