Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Kartoffeln’

Ich halte mich für einen äußerst toleranten Esser. Aber bei zwei Gemüsen streike ich: Blumenkohl und Rosenkohl. Heute stelle ich mich zumindest dem ersten Feind: Mit einem scharfen Aloo Gobi!

Seit jeher hasse ich den Geruch von Blumenkohl. Und dieses komisch krümelige Gefühl auf der Zunge. Meist kommt er auch noch in Sahne ertränkt und mit Käse und Schinken überbacken als riesiger weißer Berg auf den Teller. Wer braucht sowas?

Während ich mich auch weiterhin weigere, die Existenz von Rosenkohl anzuerkennen, will ich dem Blumenkohl eine Chance geben. Schmeckt er mir doch immer dann, wenn er in Maßen einem indischen Curry beigegeben ist. Klassisch ist beispielsweise das Aloo Gobi. Klingt ja auch gleich viel schöner als „Kartoffeln und Blumenkohl“, oder?

Ich raffe also meine virtuellen Röcke und springe über meinen Schatten: Voila, meine persönliche Variante eines köstlich scharfen, knackigen Aloo Gobi:

Aloogobi

Zutaten für eine große Pfanne Aloo Gobi für mindestens 2 Personen:

1 kl. Blumenkohl, in mundgerechte Röschen zerteilt

2 mittelgroße, festkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt

1 Karotte, gewürfelt

4 braune Champignons, gewürfelt

4 EL TK-Erbsen

20 frische Curryblätter

1 scharfe, rote Chili, gehackt

1 EL Ingwer-Knoblauch-Paste (oder etwas Ingwer und Knoblauch frisch gehackt)

1 EL Ghee (vegan: Sonnenblumenöl)

1 Zwiebel

200 ml Tomatensaft (oder gleiche Menge stückige Tomaten aus der Dose)

200 ml Gemüsebrühe

1 TL Panch Phoran (bengalisches 5-Gewürze-Pulver aus braunen Senfsamen, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel (Cumin) und Bockshornkleesamen zu gleichen Teilen gemischt und gemörsert)

1 TL Chilipulver

1 TL frisch gemahlener Cumin

1 EL scharfes Curry (etwa Madras Curry nach diesem Rezept)

1 TL braune Senfsamen

Salz

brauner Zucker

2 EL Joghurt (10% Fett) (vegan: 3-4 EL Kokosmilch)

Beilagen: Naan-Brot und Gurken-Raita (Joghurt mit gewürfelter Salatgurke, etwas Salz und Cumin mischen, etwa 30 min ziehen lassen)

Zubehör: große Pfanne (gerne beschichtet) mit Rand und Deckel

Zubereitungszeit: Mit der ganzen Schnippelei rund 45 Minuten

So geht’s:

Das Gemüse vorbereiten, alle Gewürze bereitstellen. Pfanne erhitzen und Blumenkohlröschen darin anrösten. Beiseite stellen.

Ghee in der Pfanne erhitzen. Senfsamen anrösten, bis sie zu springen anfangen.

Zwiebeln, Chili und Ingwer-Knoblauch-Paste hinzugeben, alles gut vermischen und anschwitzen.

Etwas zuckern, bis alles leicht karamelisiert.

Die Gewürze in die Pfanne geben, bis sich das Aroma duften ausbreitet.

Curryblätter hinzugeben und leicht mit andünsten.

Mit Tomatensaft und Gemüsebrühe ablöschen. Aufköcheln lassen und die Hitze reduzieren.

Karotten- und Kartoffelwürfel hinzugeben und bei geschlossenem Deckel mindestens 15 min dünsten.

Wenn Kartoffel und Karotte fast gar sind, Blumenkohl hinzugeben und ebenfalls unter geschlossenem Deckel etwa 10 min bei leichtem Köcheln gar dünsten. (Eventuell noch etwas Flüssigkeit hinzugeben)

Wenn der Blumenkohl gar ist, die Champignons und Erbsen hinzugeben und erhitzen. Alles mit Salz und noch etwas Zucker, eventuell auch Panch Phoran und Chilipulver, abschmecken.

Hitze ausstellen und den Joghurt unterziehen.

Mit Naan und Gurken-Raita servieren.

Fertig ist ein köstliches vegetarisches (oder veganes) Curry, in dem mir sogar der Blumenkohl schmeckt. Weiches Naan und das kühlende Raita neutralisieren die prickelnde Schärfe. Ich bin jetzt Fan!

Skeptiker nehmen einfach ein paar weniger Röschen für den Anfang. Ganz klassisch ist Aloo Gobi ein Curry nur aus Blumenkohl und Kartoffeln. Die Karotte, Champignons und Erbsen liefern aber noch zusätzliche Konsistenzen und etwas mehr Abwechslung im Mund. Probier‘ es doch mal aus!

Wen nicht stört, dass der Joghurt beim Aufwärmen leicht ausflockt, kann sich Reste am nächsten Tag noch mal prima aufwärmen und mit etwas Reis essen. Bringt Bollywood-Flair in die Büro-Küche!

 

Read Full Post »

Wenn die Lammschulter langsam vor sich hin gart, die Sauce aus Minze und Kapern köchelt, das Kartoffel-Sellerie-Püree gestampft ist, machst Du einfach ein Glas Wein auf und sagst „Danke, Jamie!“

Mal im Ernst: Jamie Oliver ist omnipräsent (TV, Magazine, Werbepartner…), nervt ein bisschen mit seinem Missionarseifer (Schulessen, Superfood, Grow your own…), vermarktet gleich seine ganze Family. Aber wenn der bEdW und ich am Wochenende auf der Couch kuscheln, durch diverse Kochprogramme zappen und überlegen, was wir mal so kochen könnten, hat uns Mr Oliver schon häufig inspiriert.

Ob das wärmende Pork Goulash, der feurige südindische Fischeintopf, das in zahlreichen Gewürzen marinierte Empire Roast Chicken, das herzhafte Winter-Chili mit Kürbis und Kichererbsen oder der blitzschnelle Zucchini-Salat mit Chili und Minze für heiße Grillabende – bisher hat uns noch alles mehr oder weniger überzeugt, was wir inspiriert durch Jamie Oliver gekocht haben.

Und da wir ewig mal eine Lammschulter machen wollten, die für 2 Personen aber einfach zu groß ist, haben wir uns kurzerhand liebe Freunde eingeladen! Hast Du auch so ein Gericht, das für 2 einfach zu viel und perfekt für Abende mit Freunden geeignet ist?

Lammschulter_teller

Dazu ein Glas Mouton Cadet Bordeaux und nette Freunde (so eine Lammschulter reicht locker für 4 Personen!) und der Abend hätte kaum schöner sein können.

Zu der langsam gegarten Lammschulter (unter 4 Stunden brauchst Du gar nicht erst anfangen!) haben wir ein Püree aus Kartoffeln und Sellerie und etwas gedünsteten Mangold (mit Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft) serviert.

Das Highlight war aber die Sauce aus Lammfond, Kapern und Minze:

Lammschulter_sauce

Für die Lammschulter und die Sauce haben wir uns eng an das Originalrezept von Jamie Oliver gehalten. Unsere Lammschulter hatte etwa 1,6 kg Gewicht (statt der im Rezept angegebenen 2 kg) und war ebenfalls rund 4 Stunden im Ofen.

Lammschulter_roh

Der Tipp, den Bräter trotz Deckel noch zusätzlich mit Alufolie abzudichten, war ziemlich hilfreich. Denn so bleiben die Aromen und die Feuchtigkeit im Bräter und dampfen nicht aus. So gart die Schulter mehr oder weniger im eigenen Saft.

Lammschulter_gar

Zum Dank bekommst Du eine saftige, hocharomatische, butterzarte Lammschulter!

Du bist vielleicht skeptisch, wenn Du hörst, dass die Sauce aus Kapern und Minze gemacht wird. Aber vertrau‘ mir (und Jamie!) bitte: Die Sauce hat dank der Kapern eine ganz großartige feine Säure und wunderbare Minzaromen, die grandios zu dem Lammfleisch und dem Püree passen.

Ich proste Jamie Oliver zu, sage herzlich „Danke!“ für die Inspiration und kann Dir nur wärmstens empfehlen, über seine Allgegenwart sanft hinwegzusehen. Es lohnt sich…

Aber falls Dir der andere englische Küchengott, Heston Blumenthal, dann doch lieber ist, dann schau‘ doch mal dieses Rezept für eine wunderbare Lammkeule, gespickt mit Rosmarin, Knoblauch und Sardellen an. Die Engländer können halt mit Lamm umgehen!

Read Full Post »

Heimkommen, Kühlschrank scannen, loslegen, sich vom Duft betören lassen, reinknien, genießen, glücklich sein. So geht mein herzhafter Kartoffelauflauf. Du musst eventuell vorher noch schnell einkaufen.

Meine Liebe zur Kartoffel habe ich ja schon oft verbloggt. Richtig euphorisch werde ich aber, wenn wir unseren hauseigenen Kartoffelauflauf zubereiten. Denn da kombiniert sich mein Kartoffelliebling mit anderem Lieblingsgemüse, Hackfleisch und der Königin aller Genüsse: geschmolzenem Käse!

Dazu braucht es weder ein „Fix für Kartoffelauflauf“ oder sonstigen Schmarrn aus der Werbung. Alles, was Du benötigst, findest Du sicherlich in Deinem Kühlschrank oder eben in jedem Lebensmittelgeschäft. Dazu etwas Phantasie und fertig ist die Laube… äh… der Auflauf!

Kartoffelauflauf

Wir machen den Auflauf immer dann, wenn wir Gemüsereste im Kühlschrank haben. Extra dafür einzukaufen würde uns nie einfallen. Deshalb ist der Auflauf auch die perfekte, köstliche Resteverwertung. Und falls Du Vegetarier bist, schmeckt das Ganze auch ohne Hackfleisch. Versprochen!

Natürlich gibt es für so einen bunt gewürfelten Resteverwertungskartoffelauflauf kein Rezept. Denn es kommen ja jedesmal unterschiedliche Zutaten rein. Aber vom Prinzip her geht es so:

Zutaten für Kartoffelauflauf für 2 Personen (inkl. Reste für die Mittagspause):

200 gr Rinderhackfleisch

5 mittelgroße festkochende Kartoffeln (gerne vorgekochte vom Vortag!)

1 Karotte, geschält und in Scheiben oder Würfel geschnitten

1/2 gelbe Paprikaschote, entkernt und in Rauten geschnitten

4 braune Champignons, halbiert oder geviertelt (je nach Größe)

1/2 Stange Lauch, den weißen und hellgrünen Teil in Streifen geschnitten

Strünke von 4 Blättern Chinakohl, in grobe Streifen geschnitten

1 weiße Zwiebel, fein gehackt

80-100 gr Cheddar-Käse oder einen anderen, gut schmelzenden Käse, gerieben

1 EL Chili-Gewürz (Rezept hier)

1 TL hausgemachtes Gemüsebrühepulver (Rezept hier)

etwas Weißwein und etwas Sahne zum Ablöschen

1 Lorbeerblatt

1 EL Butter

Salz und frisch gemahlener Pfeffer

1 TL Tomatenmark

Prise Zucker

Muskatnuss, frisch gerieben

Zubehör: Pfanne, Topf, Auflaufform

Zubereitungszeit: 20min Vorbereitungszeit, 30-45min Garzeit im Ofen (je nach Größe der Form)

So geht’s:

Backofen auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Auflaufform in den Ofen stellen und ebenfalls erhitzen.

Butter in der Pfanne erhitzen. Topf mit gesalzenem Wasser für die Kartoffeln aufsetzen. Kartoffeln im kochendem Wasser gar kochen. (Dieser Schritt entfällt natürlich, wenn Du Kartoffeln vom Vortag verwendest!)

Zwiebeln in der heißen Butter andünsten. Lorbeerblatt hinzugeben. Tomatenmark anrösten und mit etwas Zucker karamellisieren (nimmt die intensive Säure des Tomatenmarks). Hackfleisch in der Pfanne scharf anbraten. Gemüse hinzugeben und gut unterheben.

Mit einem Schluck Weißwein ablöschen und mit der Sahne etwas binden. Mit dem Chili-Gewürz und dem Gemüsebrühenpulver würzen. Salzen und pfeffern.

Achtung: Die Fleisch-Gemüse-Mischung darf gerne etwas „überwürzt“ sein. Denn im Auflauf mit den Kartoffeln zusammen verliert sie schnell etwas. Also lieber etwas mehr „Schmackes“ als zu wenig…

Kartoffeln abgießen, schälen.

Auflaufform aus dem Ofen nehmen (ACHTUNG HEISS!!).

Zuerst eine Schicht Fleisch-Gemüse-Mischung hineingeben. Jetzt Kartoffeln in Scheiben schneiden und die erste Lage mit einer Schicht Kartoffelscheiben bedecken. Etwas Muskat darüberreiben.

Nächste Schicht Fleisch-Gemüse-Mischung. Kartoffelscheiben. Muskat… Und so weiter, bis alles aufgebraucht ist. Ob die letzte Schicht Fleisch oder Kartoffeln sein soll, liegt an Dir und Deinem Geschmack. Ich mag zum Abschluss lieber Fleisch-Gemüse. Dann darüber den geriebenen Käse geben.

Den Auflauf jetzt in den Ofen schieben und noch mal richtig durchbacken lassen.

Tipp: Wenn die Fleisch-Gemüse-Mischung und die Kartoffeln noch richtig heiß sind, dauert das nicht lange. Mit kalten Kartoffeln vom Vortag schon etwas länger. Und falls Deine Auflaufform nicht mit vorgeheizt wurde, braucht das Gericht natürlich noch länger…

Sollte zwischenzeitlich der Käse zu dunkel werden, deck‘ die Form mit etwas Alufolie ab!

Fertig ist ein heißer, köstlicher Auflauf aus lauter guten Zutaten, die sonst vielleicht im Müll gelandet wären.

Gab es jemals ein schönes Foto eines Auflaufs??

Gab es jemals ein schönes Foto eines Auflaufs??

Erlaubt ist natürlich, was Dir gerade in die Hände fällt. Das Rezept oben ist nur ein Anhaltspunkt und soll Dich ein bisschen inspirieren für Deine Resteverwertung.

Es ist auch nicht nötig, dass Du jetzt extra das Gemüsebrühepulver oder die Chili-Gewürzmischung ansetzt. Denn dann wäre es kein entspanntes Friday Night Dinner Date mehr! (Aber beides lohnt sich wirklich!)

Wichtige Regeln für einen köstlichen Auflauf:

  • Ordentlich würzen, damit es der Auflauf mit den Kartoffeln aufnehmen kann!
  • Nicht zu geizig sein mit Wein oder Sahne. Keiner mag einen trockenen Auflauf!
  • Gut schmelzenden Käse wie Cheddar, Gouda, Mozzarella oder auch Gorgonzola nehmen, denn: harte, bröckelige Käsekruste ist doch nicht lecker, oder?
  • Sei kreativ mit Deinen „Resten“. Hast Du noch ein paar Rosenkohlröschen übrig? Eine halbe Karotte? Eine angebrochene Dose Tomaten? Dann schau doch mal, ob Du etwas davon für einen Auflauf verwenden kann!
  • Ein richtiges Friday Night Dinner Date ist entspannt: Also nutze die Zeit für das Garen im Ofen, um die Küche wieder sauberzumachen, Dir ein Glas Wein einzuschenken, die Kerzen anzuzünden und die Füße hochzulegen. Den Rest erledigt der Ofen!

Ich wünsche Euch ein wunderbares Wochenende!

PS: Sonntag ist Valentinstag! Statt überteuerter Blumen oder Pralinen kannst Du doch einfach mal ein Dinner Date verschenken!

Read Full Post »

Es gibt diese Kindheits-Gerichte, die in uns Erinnerungen wecken, die trösten können oder einfach nur für ein wunderschönes Essen sorgen. Eines meiner Lieblingsgerichte aus Kindertagen sind hausgemachte Kartoffelpuffer – die der bEdW selbstverständlich nur als Rievkooche gelten lässt!

Außen knusprig, innen weich und saftig, dazu das herrliche Kartoffelaroma, heiß und frisch aus der Pfanne, abgetropft auf einem Küchenpapier – so muss mein Kartoffelpuffer sein! Dazu gibt es traditionell ein kühles Apfelmus oder etwas Kräuterschmand. Ganz luxuriös wird es mit einem Scheibchen Räucherlachs. Aber eigentlich esse ich meine Kartoffelpuffer am liebsten pur!

Richtiggehend aggressiv dagegen machen mich vorgeformte Convenience-Bratlinge, die auf Jahr- und Weihnachtsmärkten in wahlweise altes oder nicht ausreichend heißes Fett geschmissen werden, bis sie vollgesogen sind mit genau diesem Ekelfett und sich noch über Stunden unangenehm bemerkbar machen.

Ich verzichte darauf, Kartoffelpuffer auswärts zu essen, seit mich so ein Gastro-Puffer mal fast umgebracht hätte (ok, ich dramatisiere!) und meine Gesichtsfarbe nur dank ausreichend Killepitsch (Düsseldorfer Kräuterlikör) wieder von grün zu blaß-rosa wechselte.

Die Alternative heißt dann aber leider: Gestank in der Bude. Denn die in Fett ausgebackenen Puffer stinken bestialisch! In meiner Kindheit gab es sie deshalb auch nur bei gutem Wetter, wenn meine Mutter beide Küchenfenster weit öffnen (und die Küchentür feste schließen) konnte. Doch was tun in einer offenen Küche, die nahtlos in Wohn- und Esszimmer übergeht? Genau: Auslagern!

Seit einigen Jahren haben wir eine portable Kochplatte, die wir gerne auf der Terrasse einsetzen, wenn wir Fisch oder andere geruchsintensive Lebensmittel verarbeiten:

Kartoffelpuffer_draußen

Diese Kochplatte ist super praktisch und schafft so eine leichte Camping-Atmosphäre, zu der nur gaaaaanz zufällig auch die Flasche am rechten Bildrand gehört.

Zum Essen war es dann auf der Terrasse doch zu kalt. Also mussten wir immer schnell die frischen Puffer reintragen, essen und weiterbraten. Genau so war es bei mir zuhause: Meine Schwester und ich saßen voller Erwartung am Esstisch, bis meine Mutter pfeilschnell mit frischen, heißen Puffern aus der Küche kam, schnell die Tür hinter sich schließend (Geruch!) die köstlichen Dinger verteilte und ruckzuck wieder in die Küche flitzte (Tür zu!), nicht ohne „Vorsicht, heiß!“ zu rufen, während wir uns schon die Schnäbel verbrannt hatten und mit Apfelmus zu kühlen versuchten. Erst, wenn wir pappsatt und mit fettglänzenden Mündern am Tisch saßen, briet sich meine Mutter ihre Portion und kam in Ruhe zum Essen.

Also: Fenster weit auf, Tür zu – oder draußen braten! Der milde November macht es uns doch ziemlich leicht, die letzten Freiluft-Koch-Aktionen zu genießen! Und keine Angst: Gute hausgemachte Kartoffelpuffer sind gar nicht so schwer herzustellen. Weiter unten findest Du die wichtigsten Tipps noch mal aufgelistet.

Kartoffelpuffer

Zutaten für zwei hungrige Esser, die sich so richtig reinknien konnten:

3-4 große mehlig kochende Kartoffeln (je älter, desto besser)

1 große Metzger-Zwiebel

2 Eier (Größe M)

Salz

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Viel Öl (Raps, Sonnenblumen…) oder Butterschmalz zum Ausbacken – muss sehr stark erhitzbar sein!

Muskat, frisch gerieben

Optional: 1 großer EL abgetropfter Quark

Für den Schmand: Saure Sahne, etwas Meerrettich, Abrieb einer halben Zitronenschale, weißer Pfeffer, Salz und etwas Petersilie (gehackt) miteinander verrühren.

Wildräucherlachs nach Belieben

Zubehör: Eisenpfanne, 2 Rührschüssels, Küchenreibe oder Küchenmaschine, Sieb und sauberes Geschirrtuch, Küchenrolle, Pfannenwender, Schöpfkelle

Zubereitungszeit: Vorbereitung: 30 Minuten, Bratzeit pro Puffer je nach Größe einige Minuten

So geht’s:

Kartoffeln und Zwiebeln schälen. Beides in eine Rührschüssel reiben – entweder per Hand (Vorsicht!) oder in einer Küchenmaschine. Letzteres geht natürlich schneller.

Auf die zweite Rührschüssel ein Küchensieb hängen und mit dem Geschirrtuch auslegen. Die Zwiebel-Kartoffelmasse hineingeben und das Tuch zu einem Bündel verschnüren. Das Wasser aus der Teigmasse pressen und etwas abhängen lassen.

Achtung! Das Wasser nicht wegschütten! Das brauchst Du noch!

Die Teigmasse nach dem Abtropfen wieder in die erste Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Die Masse verträgt ordentlich Salz und es gibt wenig Schlimmeres als fade Puffer. Also, sei nicht geizig mit dem Salz.

(Wenn Du magst, kannst Du jetzt auch den Quark hinzugeben. Das verhindert, dass die Puffer beim Braten zu schnell schwarz werden und macht ihn noch saftiger. Du musst dafür aber nicht extra ein Töpfchen Quark kaufen. Es geht auch ohne wunderbar!)

Das Kartoffel-Zwiebel-Wasser aus der zweiten Schüssel gießt Du jetzt gaaaaanz vorsichtig ab. Dann siehst Du schon, dass sich am Boden die Stärke der Kartoffeln abgesetzt hat. Zurück bleibt nämlich eine weiße Schicht, die ein bisschen an feuchtes Mehl erinnert.

Davon nimmst Du 1-2 Teelöffel und gibst es unter die Kartoffel-Zwiebel-Masse. Die Stärke bindet den Teig und hilft, dass die Puffer nicht auseinander fallen.

Falls Du Dir den kleinen Extra-Aufwand nicht machen willst, gib ein bisschen Speisestärke an die Teigmasse. Aber eigentlich enthält die Kartoffel alles, was Du brauchst!

Jetzt die Fenster weit aufmachen oder die Kochplatte auf dem Balkon auf volle Pulle stellen. Die Eisenpfanne mit einem halben bis ganzen Fingerbreit Öl bedecken und richtig heiß werden lassen! Das ist wichtig, damit sich die Puffer nicht voll Fett saugen. Mach‘ zum Ausprobieren einen Probepuffer, um Gefühl für die Hitze und das Braten zu bekommen.

Je nachdem, wie groß Du Deine Puffer haben willst, gibst Du jeweils etwa eine halbe Schöpfkelle in die Eisenpfanne (in unsere passen drei Puffer gleichzeitig) und drückst die Masse ein bisschen flach, damit sie gleichmäßig gart. Mach‘ lieber kleinere Puffer, wenn Du sie knusprig magst. Mach‘ sie etwas größer, wenn Du lieber die saftige Masse innendrin hast.

Wichtig ist, dass Du die Hitze im Blick behältst. Und: Es muss immer ausreichend Öl in der Pfanne sein. Während zwei Brat-Aktionen solltest Du immer wieder etwas Öl/Butterschmalz ergänzen und ausreichend (!) heiß werden lassen.

Beim Braten bitte nicht ungeduldig werden: Anfangs klebt der Puffer an der Pfanne. Wenn er sich lösen lässt, kannst Du in mit einem Pfannenwender wenden und fertigbraten.

Einen oder zwei kleine Probepuffer zu braten und direkt aus der Pfanne zu essen, ist nicht nur hilfreich, um den richtigen Gar-Zustand herauszufinden, sondern macht auch großen Spaß. Der allererste Puffer ist nämlich meist der Beste!

Nach dem Braten lässt Du die Kartoffelpuffer noch etwas auf Küchenpapier abtropfen. Du kannst sie auch bei niedriger Hitze im Backofen kurzfristig (!) warm stellen. Je frischer aus der Pfanne, desto besser sind sie allerdings.

Serviert mit Apfelmus oder etwas Schmand und Räucherlachs gibt es kaum ein köstlicheres Essen für mich. Aber ich bin ja auch hoffnungslos in Kartoffeln verliebt! (Rheinländer mögen auch Rübensirup dazu. Aber die sagen ja auch Rievkooche…)

Also, keine Angst vor hausgemachten Kartoffelpuffern, wenn Du folgende Tipps beachtest:

  • Je älter die Kartoffeln sind, desto weniger Wasser enthalten sie. Mehligkochend müssen sie aber unbedingt sein!
  • Lass die Masse ausreichend abtropfen. Das geht auch, indem Du eine Suppenkelle so in den Teig legst, dass sei voll Flüssigkeit läuft. Diese dann natürlich wegschütten!
  • Eine Eisenpfanne ist ja sowieso Gold wert. Sie wird richtig schön gleichmäßig heiß und sorgt zum Beispiel auch bei Bratkartoffeln oder Steaks für ein perfektes Ergebnis. Die Anschaffung ist es wirklich wert.
  • Das Fett muss richtig, richtig heiß sein! Sei bitte vorsichtig! Spritzendes Fett tut weh und ruiniert das Seidenblüschen. Eine Kochschürze ist also empfehlenswert.
  • Ein oder zwei Probepuffer helfen Dir beim Einschätzen der Temperatur und Garzeit. Mach‘ sie klein, damit es nicht so schlimm ist, wenn der erste schwarz wird und ungenießbar ist.
  • Geduld: Jeder Kartoffelpuffer braucht ein bisschen Zeit. Das kommt auf die Kartoffel, die Größe der Puffer, die Dicke und Deine Herdplatte bzw. Pfanne an.
  • Verbrenn‘ Dir am ersten Kartoffelpuffer nicht gleich die Zunge. Die Dinger kommen knallheiß aus der Pfanne, schmecken frisch aber auch wirklich am besten.
  • Vergiss das Lüften nicht. Sonst riecht Deine Wohnung noch tagelang wie eine Imbißbude in einem Gewerbegebiet, das immer mal wieder Ärger mit dem Gesundheitsamt hat.Willst Du nicht, oder?

Viel Spaß beim Nachmachen und Genießen!

Read Full Post »

Zum Glücklichsein braucht es nicht viel: Eine große Pfanne voll mit gerösteten Kartoffeln, feurigen Gewürzen, zartem Tintenfisch und dazu ein feiner Joghurt-Dip. So kannst Du entspannt ins Wochenende starten!

Meine Kochbücher nehme ich meist nur als Inspirationsquelle zur Hand. Selten koche ich ein Rezept sklavisch nach. Außer vielleicht bei Kuchenrezepten. Weil, ich und Teig? Weißte Bescheid! Aber bei allem, was nicht mit Backen zu tun hat, hole ich mir eine Idee, spinne ein Rezept weiter, ergänze oder lasse weg – ganz wie es unserem Gaumen am besten taugt.

Ein Rezept, das mich gleich angelacht hat, ist „Kalmar, Kartoffel, Chili“ aus Hugh Fearnley-Whittingstalls genialem Kochbuch „Drei gute Dinge„. Wie in der korrespondierenden TV-Sendung stellt er für jedes Gericht immer nur drei Hauptzutaten zusammen, um zu demonstrieren, wie gut einfache Küche sein kann. Der beste Beweis: Tomate, Mozzarella, Basilikum. Oder auch Bacon, Sandwichbrot, Tomate.

Kalmar, Kartoffel, Chili – das klingt nach einem Gericht nach unserem Geschmack. Schnell zubereitet ist es außerdem. Und mit ein paar Abwandlungen wird es noch köstlicher!

(Wenn etwas SO duftet, bleibt keine Zeit mehr für tolle Fotografiererei!)

Kalmar_Kartoffeln_Chili

Zutaten für zwei Personen als Hauptgericht:

400 gr festkochende Kartoffeln, gewaschen und gebürstet (am besten kleine, ungeschälte)

Olivenöl

etwas Mehl

250 gr Kalmar oder Tintenfischtuben, in mundgerechte Stücke geschnitten

1 große, nicht zu scharfe Chilischote, in Ringe geschnitten

grobes Salz

frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Rosenscharfes Paprikapulver

Zitronenspalten

Für den Dip:

250 gr Naturjoghurt

2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

1 EL in Olivenöl eingelegter Basilikum (alternativ: einige Blätter Basilikum, fein gehackt, und etwas Olivenöl)

Salz, Pfeffer

Zubehör: Große, beschichtete Pfanne, mittelgroßer Topf

Zubereitungszeit: 30-45 Minuten

So geht’s:

Kartoffeln grob würfeln und im Topf garen. Währendessen die Zutaten für den Dip zusammenrühren und beiseite stellen.

Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen und etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen. Die Kartoffelwürfel in der Pfanne anrösten. Chilis und Gewürze hinzugeben und auf mittlerer Hitze gut vermischen und erhitzen. Tintenfischstücke hinzugeben und unter Wenden einige Minuten mit anbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit einem großen Servier- oder Schaumlöffel die Zutaten portionsweise aus der Pfanne heben und mit den Zitronenspalten anrichten. Dazu den Joghurtdip servieren.

Schnell, einfach, köstlich! So liebe ich unsere Friday Night Dinner Dates!

Da bleibt genügend Zeit zum Weintrinken und Ratschen; die Teller kommen in die Spülmaschine und die Pfanne ist schnell geputzt.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

Read Full Post »

Nicht schön, aber köstlich und prima, um Reste zu verwerten: Die griechisch angehauchte Hackfleischpfanne mit Kartoffeln, Feta, Spinat und einer großen Prise Ras el Hanout!

Ich rege mich immer ein bisschen auf, wenn Leute nicht kochen, weil das ja so wahnsinnig teuer sei. Dabei ist jede selbstgemachte Pizza, jede Kartoffelsuppe, jedes saisonal eingekaufte Gemüse (im Winter zum Beispiel Wirsing, Sauerkraut, Grünkohl…) häufig günstiger als der Eintopf aus der Dose oder die TK-Fertigpizza.

Das heißt aber nicht, dass man auf gute Zutaten verzichten muss. Einkaufen nach Saison, kleinere Mengen Fleisch – dafür von guter Qualität, Reste verwerten statt wegwerfen usw. Das sind alles kleine Schritte, die insgesamt aber nicht nur Geld sparen, sondern einen weiteren großen Vorteil haben: Man weiß, was man isst. Denn wer mal die Zutatenliste einer Fertigpizza gelesen hat, wird die einfache Mischung von Hefe, Wasser und Mehl zu schätzen wissen. Ganz zu schweigen von Salami- oder Schinkenbelag aus fragwürdiger Herkunft.

Das Thema Resteverwertung treibt uns immer wieder um. Unter der Woche sammelt sich viel im Kühlschrank an, weil wir unregelmäßig einkaufen, teilweise nacheinander oder gar nicht essen, immer irgendwie zu viel kaufen, zu viel kochen, viel zu selten Reste zum Mittagessen mit ins Büro nehmen. Lange im Voraus planen können wir unsere Abendessen auch nicht, da die Termine garantiert wieder einen Strich durch die Essensplanung machen… Also machen wir freitags gerne Platz im Kühlschrank, bevor es Samstag wieder frische Sachen vom Markt gibt!

Neulich hat uns ganz wunderbar eine griechisch angehauchte Hackfleischpfanne geschmeckt, die aus den Vorräten zusammengekramt wurde. Nicht schön, aber wirklich schmackhaft, schnell und mit gutem Gewissen:

Hackfleischpfanne

An den großen Kartoffeln und den grob gewürfelten Fetastücken erkennt Ihr gut, wie groß der Hunger war. Schnell, schnell an die Töpfe und an den Tisch gesetzt. HUNGER!!

Zutaten für 2 hungrige Freitagabendesser benötigt Ihr:

200 gr frischen Spinat (oder die entsprechende Menge TK-Spinat)

180 gr Rinder- oder Lammhack

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 Scheibe Ingwer

1 TL Ras el Hanout

1 TL Pul Biber

4 kleine festkochende Kartoffeln

150 gr Feta

1 EL Saure Sahne

Salz und Pfeffer

1 EL Olivenöl

Zubehör: 1 Topf für die Kartoffeln, 1 große Pfanne

Zubereitungszeit: ca. 40 min

So geht’s:

Kartoffel schälen, vierteln und kochen, bis sie fast gar sind.

Währendessen Spinat waschen und grob hacken. Zwiebel und Knoblauch jeweils schälen und fein hacken. Das Öl in der Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und die Ingwer-Scheibe andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Hackfleisch anbraten. Spinat hinzugeben und unterrühren. Mit Pul Biber und Ras el Hanout würzen. Salzen und etwas pfeffern. Die garen Kartoffeln abschütten und unter die Pfanne mischen. Mit dem EL Saure Sahne binden. Den Feta würfeln und vor dem Servieren hinzugeben.

Ein köstliches „Resteessen“ mit vielen Aromen, das so richtig Seele und Magen satt macht!

Schneller und einfacher kann man hungrige Münder kaum stopfen. Dabei kann man natürlich seine Phantasie spielen lassen und die vorhandenen Vorräte berücksichtigen. Wer die Gewürze nicht im Haus hat, muss sie nicht kaufen. Etwas Kreuzkümmel, Chilipulver, einen halben Anisstern, eine Nelke finden sich vielleicht doch noch im Gewürzregal. Das Pul Biber kann durch scharfes Paprikapulver ersetzt werden…

Also, ran an die Töpfe, die Vorratsregale und die hintersten Ecken im Kühlschrank. Was ist Euer Lieblings-Resteessen? Eintopf, Omelette, Auflauf? 

Read Full Post »

Indien, das Juwel in der Krone, stand Pate für dieses köstlich-würzige Brathähnchen, mit dem Jamie Oliver das British Empire feiert.

Ich kann einfach nicht verhehlen, dass ich England irgendwie mag. Ob Literatur, Rock-Musik, Humor, Landschaft oder Essen: Ich mag England sogar sehr.  (Wie heißt es in Alice in Wonderland: „Folge dem Link!“ Äh, nicht ganz. Aber schaut doch trotzdem mal rein, wohin die Links Euch führen, wenn Ihr auch England-Fans seid…)

Zurück zu Jamie O. Man kann über den omnipräsenten TV-Koch-Superstar sicher sagen, was man will. Aber er hat viele Menschen zum Kochen inspiriert. Auch hier im Blog gab es schon das ein oder andere Gericht, das ich mir von ihm abgeschaut habe. Nicht alles ist immer gleich gut gelungen, muss ich leider sagen…

Das Empire Roast Chicken stammt aus seiner TV-Serie „Zu Gast bei Jamie Oliver“, in der er sich mit einem alten Wohnwagen auf den Weg quer durch’s Königreich macht – immer auf der Suche nach den Einflüssen, die frühe oder spätere Einwanderer hinterlassen haben. (Zur Serie gibt es selbstverständlich auch ein Kochbuch!) Natürlich geht so eine Reise nicht ohne Curries und Gewürze indischer und pakistanischer Einwander ab. Deshalb ist das Empire-Hühnchen auch eine Ode an die indische Küche. England UND Indien! Ihr könnt Euch denken, was das für einen Jubel bei mir auslöst!

Chicken

Wir haben uns ausnahmsweise sehr eng an das Rezept gehalten, das Ihr hier online findet. Das Hühnchen muss mehrere Stunden marinieren in seinem köstlichen Bad aus Joghurt und Gewürzen. Albern ist natürlich die Empfehlung, dass man beim Einmassieren der Marinade Gummihandschuhe tragen soll. Wer in der Küche zimperlich ist, soll sich eine 5-Minuten-Terrine in der Mikrowelle warm machen! Und Hygiene versteht sich im Umgang mit Fleisch (und auch sonst!) natürlich von selbst!

Wir hatten übrigens ein fast 2 kg schweres Loué-Huhn aus Frankreich. Sicherlich kein ganz günstiges Essen, aber jede Mark wert, wenn einem Aufzucht und Herkunft eines Tieres nicht ganz egal sind. Außerdem liefert so ein Huhn noch genügend „Überreste“ für ein feines Sandwich am nächsten Tag. Es lohnt sich also!

Serviert wird das Empire Roast Chicken bei Jamie Oliver mit einer herzhaften Sauce – auch hier ist die Zubereitung wieder etwas aufwendiger. Sie fängt aber all die guten Säfte aus dem marinierten Huhn auf. Und dafür lohnt sich wirklich jeder Schritt: Ich hätte in diesem Huhn versinken können!

Chicken_Empire_Roast_Jamie_Oliver

(Die dunklen Stellen stammen von dem Joghurt. Sie werden vor dem Servieren einfach mit einem Messer abgekratzt)

Genial ist auch der Tipp von Jamie Oliver eine Zitrone in Wasser zu kochen, einzustechen und in das Huhn zu schieben. Die Hitze und die Zitronenaromen breiten sich also quasi von innen in dem Huhn aus. Hat was von Gynäkologe, nutzt aber dem Aroma!

Serviert wird das Ganze mit Bombay Kartoffeln, die zwingend notwendig sind, um die köstliche Sauce aufzutunken. Ihr könnt aber auch einfach ein Baguette zum Hühnchen reichen. Die Joghurt-Marinade macht das Huhn unfassbar zart. Die Gewürze verströmen ihre Aromen in der gesamten Küche. Und jeder Bissen lässt einen neidisch auf die Insel und ihr einstiges Empire schielen. Wie gut, dass der Kulturtransfer auch über den Ärmelkanal hinweg funktioniert!

Empire_Roast_Chicken_Jamie_Oliver

Wir müssen Jamie Oliver nicht lieben und auch nicht blind folgen. Wir müssen auch nicht alles toll finden, was sich seine Marketing-Manager zwecks Geldvermehrung so ausdenken. Aber alleine für dieses Hühnchenrezept werde ich ihm ewig dankbar sein. Probiert es aus! Wer nicht sofort „Rule Britannia!“ anstimmt, hat sicher irgendein Gewürz vergessen…

Read Full Post »

Older Posts »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 461 Followern an

%d Bloggern gefällt das: