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Posts Tagged ‘Paprika’

Mit diesem köstlichen Schweinegulasch nach Jamie Oliver geht meine kleine Reloaded-Reihe in eine weitere Runde. Ein köstlicher Eintopf mit viel Paprika und butterzartem Fleisch.

Nichts weckt die Lebensgeister an einem verschlafenen Sonntag besser als ein schmurgelnder Eintopf, dessen Düfte durch die ganze Wohnung ziehen. Das zarte Gulasch vom Schweinenacken mit viel Paprika ist so ein Gericht, bei dem man sich wohlig warm auf die Couch kuscheln, einen alten Film gucken und sein Gulasch aus der Schale löffeln will. Danke, Jamie Oliver!

Pork_Goulash_Jamie_Oliver

Das Rezept hatte ich hier mit einem noch schlimmeren Foto verlinkt. Da wir aber nach mehrmaligem Kochen ein bisschen was abgeändert haben und ja auch nicht jeder des Englischen mächtig ist, findet ihr in diesem Post nun unsere Variante des Schweinegulaschs nach Jamie Oliver:

Zutaten für 2 hungrige Esser und ausreichend “Rest” für den Lunch am nächsten Tag:

1kg Schweinenacken

2 gelbe oder rote Paprika, in grobe Würfel gehackt

1 TL Fenchelsamen

schwarzer Pfeffer

Salz

2 mittelgroße weiße Zwiebeln, fein gehackt

2 EL Olivenöl

2 mittelscharfe rote Chilis, fein gehackt und entkernt

2 gehäufte EL scharfes Paprikapulver

1 gehäufter TL Kümmelsamen

200 gr gegrillte, eingelegte Paprika aus dem Glas, grob zerteilt

300 gr Tomaten aus der Dose

1 EL Rotweinessig

Prise Zucker

Abrieb einer halben Zitrone

Petersilie zum Garnieren

Einen Klecks Naturjoghurt pro Portion

Dazu passt Türkisches Fladenbrot

Zubereitungszeit: mind. 3-4 Stunden

Zubehör: Ein großer Bräter, eventuell ein Mixer

So geht’s:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Bräter auf den Herd stellen und das Öl darin erhitzen. Den Schweinenacken mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Fleisch im Bräter anbraten. Herausnehmen und kurz zur Seite legen. Nun im Bräter Zwiebeln, Chilischoten, Paprikapulver, Kümmel und Fenchel anbraten bis die Zwiebeln glasig sind. Jetzt die frischen und die eingelegten Paprikastücke sowie die Tomaten aus der Dose hinzugeben. Jetzt das Schwein dazulegen, den Essig unterrühren und etwas Wasser in den Bräter schütten, bis das Fleisch etwa zur Hälfte bedeckt ist. (Im Original bedeckt Jamie Oliver das Fleisch komplett mit Wasser. Das wird uns viel zu wässrig. Lieber mit weniger anfangen und notfalls noch etwas zugießen.)

Jetzt den Bräter zudecken und in den Ofen schieben. Mindestens 3 Stunden garen lassen. Das Fleisch sollte sich mit einer Gabel leicht zerteilen lassen. Lieber noch mal eine halbe Stunde zugeben, statt den Topf zu früh aus dem Ofen holen!

Wenn das Fleisch schön zart gegart ist, den Bräter wieder auf den Herd stellen und offen etwas köcheln lassen, damit die Sauce schön sämig wird. Mit dem Abrieb einer Zitrone, Salz und Pfeffer sowie einer Prise Zucker abschmecken.

Kurz das Fladenbrot im noch warmen Ofen aufknuspern.

(Falls Euch die Sauce noch zu wenig gebunden wird, einfach den Mixer kurz reinhalten und etwas anpürieren. Oder noch länger offen köcheln lassen.)

Nun die Sauce in einen tiefen Teller oder eine Schale geben, das Fleisch hinzugeben. Mit Petersilie und einem Klecks Joghurt garnieren und mit dem Fladenbrot servieren.

Es gibt wenig, was glücklicher macht als ein heißer Teller Gulasch. Das günstige und köstliche Pork Goulash von Jamie Oliver ist eine tolle Alternative zum ungarischen oder dem Szegediner Gulasch.

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Wenn man den Obst- und Gemüsehändlern auf dem Markt Glauben schenken darf, war die Erntesaison groß. Sie habe früh angefangen, die Pflanzen hätten sich völlig verausgabt und jetzt sei halt langsam Schluss, so zumindest sagt mein Tomaten-Dealer.

Dann also noch schnell Nektarinen kaufen. Noch gibt es herrlich orange-lila gesprenkelten Nektarinen. Ich mag sie besonders, wenn sie knackig und noch leicht säuerlich sind. Leider werden Nektarinen aber auch schnell schrumpelig oder die elenden Fruchtfliegen machen sich darüber her. Dann mache ich aus ihnen ein leuchtendes, wärmendes, fruchtig-scharfes Chutney für kalte Tage:

Chutney von Nektarinen und Paprika

Processed with Rookie

Für 3 Schraubgläser a 200ml (Circa-Angabe!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

3 reife Nektarinen

1 kleine rote Paprika

8-10 getrocknete Tomaten (trockene oder gut abgetropfte in Öl eingelegte)

0,2l Tomatensaft

1 große Zwiebel

1/2 Knoblauchzehe

1 cm³ Ingwer (also ein etwa frauendaumenkuppengroßes Stück)

2 kleine getrocknete Vogelaugen-Chilis

1/2 TL schwarze Zwiebelsamen

1 gehäufter EL Madras Curry (oder ein anderes scharfes Curry)

Apfelessig

Muscovadozucker

2 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

Zubehör: scharfes Messer, Schneidebrett, mittelgroßer Topf, sterile Schraubgläser

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Nektarinen entkernen und grob würfeln. Paprika entkernen und ebenfalls grob würfeln. Getrocknete Tomaten grob würfeln. Zwiebel schälen, fein würfeln. Chilischoten entkernen und fein hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Ghee oder Öl im Topf erhitzen. Die Zwiebeln glasig dünsten. Chilischote, Knoblauch, Ingwer hinzugeben und ebenfalls mitdünsten. Currymischung anrösten, bis das Aroma aufsteigt. Nektarinen, Tomaten, Paprika hinzugeben, gut mischen und andünsten. Zwiebelsamen und Tomatensaft hinzugeben, gut unterrühren. Topf zudecken und 5 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Jetzt sind die Früchte schon etwas weich und haben Saft gezogen. Nun mit dem Apfelessig und dem Muscovadozucker großzügig abschmecken. Das Chutney sollte ausgewogen süß, scharf und säuerlich zugleich sein. Da es hierbei stark auf die Süße der Früchte ankommt und Euren persönlichen Geschmack, ergeben genaue Mengenangaben keinen Sinn.

Zum Schluss noch etwas einköcheln lassen, bis die Masse noch stückig ist aber mit einer dicklichen Sauce. In die Gläser füllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen, beschriften und an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren.

Das Chutney hält sich locker mehrere Monate. Angebrochen hebt es sich im Kühlschrank noch mindestens 2 Wochen auf. Es schmeckt herrlich zu Gegrilltem, zu Käse oder zu indischen Gerichten, aber auch auf Sandwiches mit kaltem Hühnchen oder gekochtem Schinken.

 

 

 

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Mel von der Gourmetguerilla sucht Gute-Laune-Suppen. Und da muss ich Euch einfach noch mal mit meinem Gazpacho-Rezept beglücken. Denn Gazpacho ist und bleibt meine Lieblingssuppe!

gazpacho

Nicht, dass ich nicht eine indisch-scharfe Linsensuppe, eine wandlungsfähige Kartoffelsuppe oder eine sauer-scharfe China-Suppe zu schätzen wüsste. Es gibt ja sogar eine eigene Suppen-Kategorie hier im Blog, wo Ihr viele Rezepte für echte Gute-Laune-Suppen findet!

Aber mit Gazpacho verbinde ich einfach wunderschöne Sommertage, meine erste eigene Wohnung im geliebten Münchner Stadtteil Schwabing, laue Abende vorm “Centro Espanol” in Sendling und überhaupt ganz viele Erinnerungen an München. Mehr dazu könnt Ihr hier noch mal nachlesen.

Aber für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt es hier noch mal schnell DAS Rezept, das in jedem Sommer wieder und wieder verwendet wird. “Es is’ Sommer. Sommer in der Stadt…

Zutaten für 4 große Portionen:

3 Paprikaschoten (1 gelb, 2 rot – nicht grün, sonst wird die Suppe braun!)

2 Salatgurken, geschält
3 400ml Dosen Tomaten (im Sommer gerne frische, aromatische.)
3 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
1  Zwiebel, geschält und grob gehackt
1 scharfe, rote Chilischote, entkernt und gehackt (würzt lieber hinterher noch nach. Durch das Pürieren wird die Schote richtig scharf!)
4 Scheiben Weißbrot ohne Rinde vom Vortag (oder Toastbrot. Wer spontan “kochen” will lässt die Scheiben etwas im Umluftbackofen austrocknen)

Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Tabasco

3 EL Olivenöl

3 EL Rotweinessig

4-6 Eiswürfel

Beilagen: etwas gewürfelter Schinken, gewürfelte Gurken, gewürfelte Tomaten, Baguette – es geht aber auch ganz ohne!

Zubereitungszeit: 20 min plus Kühlzeit (mind. 1 Std.; schneller geht es, wenn das Obst schon gut gekühlt ist)

Zubehör: eine große Schüssel oder Topf, Pürierstab

So geht’s:

Das Gemüse schälen, entkernen und würfeln. Wer mag, hält von der Paprika und der Gurke je ein kleines Stück bzw. einige Würfel zurück. Das gibt dann die Einlage für die Suppe.

Das Gemüse, Zwiebeln, Chili, Knoblauch in eine große Schüssel geben und mit Rotweinessig, Olivenöl, Salz, Tabasco und Pfeffer würzen.
Das Brot einige Minuten in Wasser einweichen, das Wasser ausdrücken und in die Schüssel geben. Alles mit dem Pürierstab pürieren, die Eiswürfel dazugeben und für mindestens eine Stunde kalt stellen.

Vor dem Servieren noch mal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Die übrigen Gemüseteile fein hacken und als Deko dazugeben. 2 Eiswürfel in jeden Teller geben, einen EL Olivenöl darübergeben und mit Baguette servieren.
Fleischesser können auch rohe Schinkenwürfel in die kalte Suppe geben.

Ich freue mich auf viele tolle neue Gute-Laune-Suppen-Rezepte. Aber an meinem Gazpacho wird nicht gerüttelt!

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So geht das bei mir manchmal: Kühlschrank auf. Kurzes “Reste”-Screening. Kühlschrank zu. Stirn an die Kühlschranktür knallen. Tief durchatmen. Kühlschrank auf. Tarte backen.

Herzhafte Mürbeteig-Kuchen – elegant Tarte genannt – sind eine super Möglichkeit, um “Reste” zu einer schmackhaften Mahlzeit zu verwandeln. (Reste kommen bei mir immer in Anführungsstrichen, weil Lebensmittel für mich kein Überbleibsel sind. Aber manchmal ist nur noch so wenig übrig, dass man einfach kein anderes Wort findet als “Reste”. Makes sense?)

Ein Mürbeteig ist unkompliziert, schnell gemacht und gelingt sogar mir mittlerweile blind. Eine gelingsichere Beschreibung findet Ihr hier.

Für den Belag bzw. die Füllung könnt Ihr kreativ werden und all das verwenden, was einzeln nicht mehr viel hergibt, aber in der Zusammenstellung mit Eiern, Frischkäse und Parmesan einfach herrlich nach Urlaub schmeckt.

Bei uns gab es diesmal eine Tarte mit Hühnchen, Paprika und Ziegenfrischkäse – dazu einen frischen bunten Salat:

Im Kühlschrank fanden sich folgende Zutaten, die eine herrliche Tarte ergaben:

1 Hühnerbrust

1/2 Glas geröstete, eingelegte Paprika (alternativ legt Ihr eine rote Paprikaschote unter den Grill, schält die Paprika und entkernt sie)

50 gr Ziegenfrischkäse (z.B. von Buko)

50 gr geriebener Parmesan

1 EL Feta, gehackt

3 Eier

3 getrocknete Tomaten, fein gehackt

2 Zweige Thymian, Blättchen abgezupft

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

1 TL Meersalz

1/2 TL Paprika edelsüß

1 TL Olivenöl

So geht der Belag:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Hühnchenfleisch würfeln, mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß einreiben und in einer Pfanne gar braten. Abkühlen lassen. Währendessen: Röstpaprika abtropfen lassen und im Blender mit allem außer Parmesan und Eiern vermixen. Die Eier mit einer Gabel gut verquirlen und in einer Schüssel mit der Masse aus dem Mixer vermischen. Parmesan unterheben. Hühnchenfleisch dazu geben. Alles auf dem abgekühlten Mürbeteigboden gut verteilen und bei 200 Grad ca. 25 min backen. Gut abkühlen lassen und anschließend mit einem frischen Salat servieren.

Schmeckt am nächsten Tag auch kalt oder kann Stück für Stück in einer beschichteten Pfanne bei niedriger Hitze aufgewärmt werden.

Und was macht Ihr mit “Resten”?

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Braucht Ihr noch ein Geschenk aus der Küche? Eines, das hervorragend zum Fleischfondue oder zu Raclette passt? Eines, das Ihr auf das Silvesterbuffet stellen könnt? Oder eines als Basis für herzhafte Sandwiches, wenn es zwischen den Jahren zum Schlittschuhlaufen geht?

Ich hab da mal was vorbereitet: Ein scharfes Paprika-Chutney “frei Schnauze”!

chutney

Leuchtet das nicht herrlich?

Diese feurige orangene Köstlichkeit macht sich – hübsch verpackt – super unterm Weihnachtsbaum und heizt ordentlich ein, wenn es draußen kalt ist.

Hier die Zutaten für ca. 6 Schraubgläser á 300 ml:

8 Paprika (gelb, orange, rot – bitte nicht grün! Notfalls gehen geschälte und eingelegte aus dem Glas)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

5 cm Ingwer, fein gehackt

1 Habanero Chili, fein gehackt und entkernt (wer es nicht so scharf mag, nimmt z.B. nur eine Vogelaugenchili)

3 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

1 mehliger Apfel, entkernt und in ca. 1 cm große Stücke gehackt (mit Schale!)

1 große Tomate, grob gehackt und entkernt (lternativ ein Schluck passierte Tomaten)

3 Lorbeerblätter

5 cm Zimtstange

1 gehäufter EL schwarze Zwiebelsamen

2 EL angestoßene Cumin-Samen

1 gestrichener EL Fenchel

5 getrocknete Curryblätter (Asialaden)

4 EL Muscovado Zucker

150 ml Apfelessig

Salz

Eines vorweg: Bei den Gewürzen und dem Zucker hilft nur Abschmecken! Die Mengenangaben sind eine Orientierung, können aber auch variiert werden!

So geht’s:

Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Rauten schneiden. Lorbeerblätter und Zimtstange mit Küchenkordel zusammenbinden oder in ein Teefilter-Säckchen geben und zuknoten. In einem großen Topf Ghee erhitzen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer, Chili darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Paprika und Apfel dazugeben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren ebenfalls andünsten. Alle weiteren Zutaten – inkl. dem Gewürzsäckchen – in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Immer mal rühren und ggf. schon mal abschmecken. Je nachdem, wie Paprika und Essig beschaffen sind, müsst Ihr noch Zucker drangeben. Oder etwas Gemüsebrühe, falls nicht genügend Flüssigkeit entsteht.

Jetzt das Gewürzsäckchen herausnehmen und die Masse so pürieren, dass noch ausreichend Stücke vorhanden sind, aber eine in sich homogene Masse entsteht. Jetzt abschmecken und ggf. noch Salz oder Zucker hinzugeben.

Wenn Euch das Chutney schmeckt, nehmt Ihr den Topf vom Herd und füllt die Masse heiß in saubere Schraubgläser. Verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Das Chutney hält im Kühlschrank mehrere Wochen – ist meist aber schon vorher weg ;-)

Und welche Geschenke aus der Küche gibt es bei Euch dieses Jahr?

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Ich weiß ja nicht, wie er das macht. Obwohl er ungewaschen aussieht und so offensichtlich eine riesige Marketingmaschinerie dreht, sitze ich immer wieder sabbernd vor den Kochsendungen von Jamie Oliver und nehme ihm sofort ab, dass er ganz entspannt für einen ganzen Stall voll Leute mal eben in den Garten springt und herrliche Gerichte in einer unbeschreiblichen Lässigkeit kocht.

Natürlich ist das Show. Hey, ich bin in der PR-Branche und weiß doch, wie das Oliver-Imperium funktioniert! Aber es ist verdammt gut gemacht. Und manchmal schalte ich meine berufliche Hirnhälfte einfach aus und lasse mich von meiner Foodie-Hirnhälfte mitreißen.

Dann sitze ich vor der Sendung, in der JO ein würziges Schweinegulasch mit vielen Paprika und Chilischoten kocht, und will das SOFORT haben. Denn endlich ist es kalt. Endlich haben wir mal Zeit, ein Gulasch stundenlang in der Röhre stehen zu haben. Dieser Duft in der ganzen Wohnung lässt uns vor der Backofentür knien und alle 5 Minuten auf die Uhr gucken: Wann können wir ENDLICH essen!

Wir haben uns sehr genau an die Rezeptvorlage gehalten, da wir selten Schweinefleisch essen und uns das Rezept auch extrem einleuchtend und lecker vorkam.

Statt Reis – wie im Originalrezept – haben wir Brot dazu gegessen. Denn es gibt jede Menge Sauce zum Auftunken. Das ist auch leider etwas das Problem: Es ist wahnsinnig wässrig. Zwar schmeckt die Sauce ausgezeichnet – zumal wir etwas stärker mit Cayennepfeffer gewürzt haben als angegeben. Aber auf dem Teller sieht das irgendwie nicht so wahnsinnig lecker aus…

Aus diesem Grund würden wir beim nächsten Mal die Sauce noch stärker einreduzieren lassen, während das Fleisch im Ofen warmgehalten wird. Denn dann hat man ein perfektes Winteressen auf dem Teller: superzartes Fleisch, das von selbst zerfällt, in einer würzig-fruchtigen Sauce, die so richtig schön nach einem langen Spaziergang die Lebensgeister wieder aufwärmt.

Fazit: Die Anregungen aus den Kochsendungen nehme ich auch weiterhin gerne mit in die eigene Küche. Aber wie häufig bei JO muss man sich daheim doch dann etwas mehr Zeit nehmen, mehr nachjustieren und dem eigenen Geschmack anpassen. So hopplahopp und “easypeasy” ist es dann halt doch nicht. Denn in der eigenen Küche gibt es keine Beleuchter, keine Schnitte, keine Wiederholung der Takes. Aber das Gericht kommt in jedem Fall noch mal in den Backofen. Dafür war es einfach im Ansatz zu lecker!

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Obwohl der Winter 2011/12 deutlich milder ist als seine Vorgänger und wir im Rheingau auch nicht mit ganz so viel Schnee konfrontiert werden wie in unserer Münchner Dekade, frieren wir derzeit wie die Schneider. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass wir vor einer Woche noch bei 32 Grad am Strand von Kerala lagen und uns zwei Tage davor in Udaipur den ersten (leichten) Sonnenbrand des Jahres geholt haben.

Was gegen Kälte (gefühlte oder echte) immer hilft, ist eine heiße Suppe! Das haben wir auch in Rajasthan gemerkt, wo die Nächte – hier merkt man schon das Wüstenklima! – verdammt kalt sein können. Ein scharfes Daal oder eine heiße chinesische (!) Hühnerbrühe haben uns da oft gute Dienste geleistet. Zurück in heimischen Gefilden ist es dann aber doch eine Gulaschsuppe geworden:

Für 2 Personen (mit Rest für den nächsten Tag!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

etwa 300 gr Rindfleisch aus Keule oder Schulter

2 mittelgroße Zwiebeln

3 mittelgroße festkochende Kartoffeln (evtl noch 1/2 Kartoffel zum Binden der Suppe)

1 rote Paprikaschote

1 EL Tomatenmark

1 EL Paprikapulver (rosenscharf)

1 EL Weißweinessig

1 Liter Rinderbrühe

1 TL Kümmel

Abrieb einer Zitrone (unbehandelt)

1 große Knoblauchzehe

2 Zweige Majoran

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Chilipulver

einige Blätter Petersilie und einen Löffel Joghurt zum Garnieren

Salz, Pfeffer

Butterschmalz zum Anbraten

So geht’s:

3 Kartoffeln schälen und würfeln. Paprika putzen, entkernen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Majoran hacken. Rindfleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden. Fleisch im Butterschmalz von allen Seiten anbraten. Zwiebeln dazugeben und ebenfalls anbraten. Tomatenmark, Chili- und Paprikapulver darübergeben und kurz mit anrösten. Mit dem Fond ablöschen und zum Köcheln bringen. Essig sowie Kümmel, Zitronenabrieb, Lorbeerblätter, Knoblauch und Majoran dazugeben. Jetzt alles etwa 45 min zugedeckt leicht köcheln lassen.

Danach die Kartoffeln dazugeben und etwa 10 Minuten (bzw. bis die Würfel gar sind) mitköcheln lassen. Zuletzt die Paprika hinzugeben und mindestens 5 Minuten mitkochen. Mit Salz und Pfeffer, ggf. noch etwas Chilipulver, abschmecken.

Falls die Suppe zu wässrig ist, die 1/2 rohe Kartoffel zum Binden an die Suppe reiben.

Mit gehackter Petersilie und einem Klecks Joghurt servieren.

Dazu passt dunkles Brot vom Vortag besonders gut – und ein kühles Bier!

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