Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Paprika’

Für einen besonderen Anlass – einen Hochzeitstag, ein Weihnachtsessen, einen schönen Sonntagsschmaus – ist ein feines Kalbsfilet mit diesem herrlich fruchtigen Pürree eine wunderbare Hauptspeise. Uns hat sie den Heiligabend verschönt.

Kalb steht bei uns relativ selten auf dem Speiseplan. Es ist und bleibt ein feines Fleisch für besondere Anlässe. Das heißt nicht, dass ein Schweineleben weniger wert wäre. Vielmehr ist gutes Kalbfleisch nicht immer zu bekommen und schmeckt so fein, dass es der Star auf dem Teller sein sollte.

An Heiligabend hatten wir nach der Rote-Bete-Meerrettich-Terrine, die schon zur Tradition geworden ist, dieses herrliche Kalbsfilet mit Paprika-Kartoffelpürree und einem Tomaten-Koriander-Pesto:

Kalbsfilet

Zu dem Gericht wurden wir aus der Essen & Trinken inspiriert. Es ist nicht ganz unaufwendig, lohnt sich aber sehr im Rahmen eines schönen Essens mit dem/der Liebsten, der Familie, guten Freunden.

(Da ich an Heiligabend weder mit Tageslichtlampe noch sonstwie rumhampeln wollte, ist das Foto lichtmäßig…naja…)

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

300 gr mehlig kochende Kartoffeln

1 rote Paprikaschote

1 gelbe Paprikaschote

50 gr Butter

4 Kalbsfilets á 120-150 gr

6-8 Stengel frischer Koriander

3 Tomaten, geschält und entkernt (alternativ: geschälte Tomaten aus der Dose)

10 gr Pinienkerne

Olivenöl

1 Zweig Thymian

1 Spritzer Sherryessig

Salz

Pfeffer

Muskat

Chayennepfeffer

Zubehör: Mixer, Pfanne, Topf mit Deckel, Kartoffelstampfer oder -presse, Backblech oder Rost mit Auffangschale, Backofenthermometer

Zubereitungszeit: Je nach Routine etwa 1 – 1,5 Stunden

So geht’s:

Pinienkerne anrösten und abkühlen lassen. Koriander waschen und trockentupfen. Tomaten (geschält und entkernt), Pinienkernen und Koriander in einem Mixer zu einem Pesto vermischen. Dabei vorsichtig in einem dünnen Strahl so viel Olivenöl hinzugeben, bis eine geschmeidige, nicht zu flüssige Masse entsteht. Zur Seite stellen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Paprikaschoten waschen und entkernen. Vierteln und auf dem Backblech mit der Hautseite nach oben unter dem Backofengrill solange grillen, bis die Haut schwarze Blasen wirft. (Ofen auf 170 Grad zurückdrehen. Den brauchen wir noch!) Paprika in einen Gefrierbeutel geben und einige Minuten abkühlen lassen. Durch die Kondensfeuchtigkeit kannst Du die Haut jetzt einfach abziehen. Die vier gelben Viertel für die spätere Garnierung beiseite legen. Die rote Paprika im Mixer pürieren.

Währendessen die Kartoffeln in ausreichend Wasser mit Pelle gar kochen. Abschütten und pellen. Durch die Kartoffelpresse pressen oder mit dem Stampfer zerdrücken. Mit Butter, Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Chayennepfeffer abschmecken. Pürierte Paprika unterheben.

Eine großzügige Flocke Butter zusammen mit dem Thymian in einer Pfanne erhitzen. Die Kalbsfilets darin von beiden Seiten etwa jeweils 2-3 Minuten anbraten (das kommt natürlich auf die Dicke Eures Fleischstücks an!). Auf ein Backblech setzen und auf der 2. Schiene von unten noch einige Minuten gar ziehen lassen. Die Kerntemperatur sollte 60 Grad betragen für ein zartes, rosiges Ergebnis. Am besten arbeitst Du mit einem Backofenthermometer.

Während das Fleisch gar zieht, garnierst Du die angewärmten Teller (Teller einfach in die mit heißem Wasser gefüllte Spüle stellen oder zwischendurch kurz (!) in den heißen Backofen stellen):

Kartoffelpürree durch eine runde Ausstechform oder als Klecks auf den Teller setzen. 1-2 Paprikaviertel darauflegen und zum Abschluss das Kalbsfilet auf dieses appetitliche Häufchen betten. Mit dem Pesto garnieren. Fertig!

Die größte Herausforderung ist, alles gleichzeitig fertig zu haben. Das Kartoffelpürree kann notfalls im Topf auf das Kalb warten. Keinesfalls sollte das Kalb auf die anderen Bestandteile warten!

Uns hat das zarte Kalb unseres Lieblingsmetzgers gerade in der fruchtigen Verbindung mit dem Paprika-Kartoffelpürree sehr gut geschmeckt. Das Pesto war uns etwas zu Korianderlastig. Beim nächsten Mal würde ich Basilikum und getrocknete Tomaten hacken, mit Salz und Pfeffer würzen, etwas Parmesan unterheben und mit Olivenöl binden. Schmeckt sicherlich ebenfalls köstlich!

Etwas aufwendiger, aber mit einer Küchenhilfe gut machbar – oder mit guter Organisation! Dazu passt ein Weißburgunder ganz hervorragend. Cheers!

Read Full Post »

Wenn am Thema Wiedergeburt etwas dran sein sollte, war ich in meinem früheren Leben sicherlich Küchenjunge bei einem Maharadscha, während der bEdW in einer Garküche im chinesischen Szechuan gearbeitet hat. Für die schnelle Befriedigung von Szechuan-Gelüsten eignet sich La Zi Ji: Würziges Huhn mit Chilis und Paprika.

Kennst Du dieses ganz spezielle Aroma von Szechuan Pfeffer? Diese prickelige Schärfe, die Deine Zunge betäubt und ein Raucharoma in die Nase steigen lässt? Ich glaube ja, dass Szechuan Pfeffer auch irgendwelche süchtig machenden Stoffe besitzt. Anders kann ich mir nicht erklären, warum mich manchmal eine regelrechte Gier nach Szechuan-Gerichten überfällt.

Beim bEdW stoße ich damit glücklicherweise immer auf offene Ohren. Und noch eine Eigenschaft kommt mir aktuell sehr entgegen: Die meisten Gerichte gehen blitzschnell! Wenige, dafür sehr aromatische Zutaten werden blitzschnell und sehr heiß im Wok zubereitet, abschließend mit Szechuan Pfeffer aromatisiert. Fertig!

Nachdem ich im Juni meinen Job in der Agentur an den Nagel gehängt und mein #summersabbatical genossen habe, nehmen die nächsten Schritte mehr und mehr Gestalt an. Das ist spannend, aufregend und sehr, sehr intensiv. Zeit zum stundenlangen Kochen bleibt da nicht. Also: Szechaun Küche! Hurrah!

Eines dieser köstlichen Blitzgerichte ist La Zi Ji, das in Fuchsia Dunlops „Sichuan Cookery“ schlicht mit „Chicken with Chillies“ übersetzt wird. Das Kochbuch ist seit viereinhalb Jahren regelmäßig bei uns im Einsatz: Gut erklärt, gelingsicher, mit vielen Hintergründen zu den Gerichten und Namen. So mag ich das!

Allerdings kamen mir bei allem Vertrauen in Fuchsia Dunlop bei der Angabe „50g dried Sichuanese chillies (this is not a misprint!)“ doch leise Zweifel. 50g getrocknete (!) Chilis sind extrem viel. Dazu noch ein Esslöffel Szechuan Pfeffer? Also, wir essen sehr gerne scharf. Aber das schien uns dann doch für mitteleuropäische Zungen etwas zu mutig. Auch wenn im Rezept extra stand, dass Chinesen bei dem Gericht die Chilis nur zum Aromatisieren verwenden und das Fleisch mit ihren Stäbchen aus dem Gericht herauspicken und die Chilis nicht mitessen.

Also habe ich ein bisschen rumgesurft und bin – natürlich! – bei Tina vom Blog Foodina fündig geworden: Sie hat ein Rezept für La Zi Ji Ding aus einem Duisburger Restaurant veröffentlicht und scheint es überlebt zu haben. Wie immer haben wir demnach ein bisschen hier geklaut, dort hinzugefügt, die Inspiration sacken und unseren eigenen Geschmack einfließen lassen. Heraus kam ein schnelles, scharfes, aber verträgliches La Zi Ji nach unserer Variante:

Huhn_China

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht:

400g Hühnerfleisch, in mundgerechte Stücke geschnitten

6-8 Löffel neutrales Pflanzenöl (Raps- oder Erdnussöl)

1 EL Maisstärke

1 TL Szechuanpfeffer

2 EL getrocknete, chinesische Chili-Schoten, grob gehackt

1 EL Ingwer, fein gehackt

Je eine halbe rote und grüne Paprika, in mundgerechte Stücke geschnitten

2 Stengel Staudensellerie, in feine Scheiben geschnitten

2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten mit etwas Grün

Anderthalb EL helle Sojasauce

1 EL Shaoxing Wein (Asia-Shop)

1 EL geröstetes Sesamöl

Eine gute Prise Salz

Wenn vorhanden: Etwas Selleriegrün, gehackt, zum Garnieren

Dazu: Reis

Zubehör: Wok, Topf für den Reis, Küchenrolle

Zubereitungszeit: max 30min (eher weniger)

So geht’s:

Reis aufsetzen und garen lassen.

Das Hühnerfleisch in der Maisstärke wälzen, bis alle Stücke von allen Seiten leicht „gemehlt“ aussehen und zur Seite stellen.

Gemüse waschen, wie oben beschrieben vorbereiten und griffbereit parat stellen.

Das Öl im Wok erhitzen und das Hühnchen darin kurz unter Rührenanbraten. Anschließend aus dem Wok nehmen und auf dem Küchenrollenpapier abtropfen lassen.

Überschüssiges Öl aus dem Wok gießen. Es reicht, wenn noch etwas Öl am Boden haftet.

Darin nun die Chilischoten, Ingwer, Szechuan Pfeffer und Frühlingszwiebeln unter Rühren anbraten.

Paprika und Selleriescheiben hinzugeben und etwa drei Minuten unter Rühren mitgaren. Die Hühnchen-Stücke hinzugeben und alles gut vermischen. Mit Salz, Shaoxing Wein und Sojasauce abschmecken.

Kurz das Selleriegrün mit anbraten und auf dem Reis anrichten.

Das Sesamöl über die fertige Portion träufeln und sofort servieren.

Ein Gericht ohne Sauce, was ich sonst zu Reis gar nicht so gerne mag – dachte ich bisher! Aber das La Zi Ji ist durch Paprika und Sellerie schön knackig, angenehm scharf, sehr aromatisch, durch das Huhn schön zart und vor allem blitzschnell fertig.

Wer mag, kann die Chili-Menge natürlich erhöhen. Wir wollen das Gericht auch noch mal mit mehr Schärfe ausprobieren. Dazu passt in jedem Fall ein kaltes Bier!

Read Full Post »

Mit diesem köstlichen Schweinegulasch nach Jamie Oliver geht meine kleine Reloaded-Reihe in eine weitere Runde. Ein köstlicher Eintopf mit viel Paprika und butterzartem Fleisch.

Nichts weckt die Lebensgeister an einem verschlafenen Sonntag besser als ein schmurgelnder Eintopf, dessen Düfte durch die ganze Wohnung ziehen. Das zarte Gulasch vom Schweinenacken mit viel Paprika ist so ein Gericht, bei dem man sich wohlig warm auf die Couch kuscheln, einen alten Film gucken und sein Gulasch aus der Schale löffeln will. Danke, Jamie Oliver!

Pork_Goulash_Jamie_Oliver

Das Rezept hatte ich hier mit einem noch schlimmeren Foto verlinkt. Da wir aber nach mehrmaligem Kochen ein bisschen was abgeändert haben und ja auch nicht jeder des Englischen mächtig ist, findet ihr in diesem Post nun unsere Variante des Schweinegulaschs nach Jamie Oliver:

Zutaten für 2 hungrige Esser und ausreichend „Rest“ für den Lunch am nächsten Tag:

1kg Schweinenacken

2 gelbe oder rote Paprika, in grobe Würfel gehackt

1 TL Fenchelsamen

schwarzer Pfeffer

Salz

2 mittelgroße weiße Zwiebeln, fein gehackt

2 EL Olivenöl

2 mittelscharfe rote Chilis, fein gehackt und entkernt

2 gehäufte EL scharfes Paprikapulver

1 gehäufter TL Kümmelsamen

200 gr gegrillte, eingelegte Paprika aus dem Glas, grob zerteilt

300 gr Tomaten aus der Dose

1 EL Rotweinessig

Prise Zucker

Abrieb einer halben Zitrone

Petersilie zum Garnieren

Einen Klecks Naturjoghurt pro Portion

Dazu passt Türkisches Fladenbrot

Zubereitungszeit: mind. 3-4 Stunden

Zubehör: Ein großer Bräter, eventuell ein Mixer

So geht’s:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Bräter auf den Herd stellen und das Öl darin erhitzen. Den Schweinenacken mit Salz und Pfeffer einreiben. Das Fleisch im Bräter anbraten. Herausnehmen und kurz zur Seite legen. Nun im Bräter Zwiebeln, Chilischoten, Paprikapulver, Kümmel und Fenchel anbraten bis die Zwiebeln glasig sind. Jetzt die frischen und die eingelegten Paprikastücke sowie die Tomaten aus der Dose hinzugeben. Jetzt das Schwein dazulegen, den Essig unterrühren und etwas Wasser in den Bräter schütten, bis das Fleisch etwa zur Hälfte bedeckt ist. (Im Original bedeckt Jamie Oliver das Fleisch komplett mit Wasser. Das wird uns viel zu wässrig. Lieber mit weniger anfangen und notfalls noch etwas zugießen.)

Jetzt den Bräter zudecken und in den Ofen schieben. Mindestens 3 Stunden garen lassen. Das Fleisch sollte sich mit einer Gabel leicht zerteilen lassen. Lieber noch mal eine halbe Stunde zugeben, statt den Topf zu früh aus dem Ofen holen!

Wenn das Fleisch schön zart gegart ist, den Bräter wieder auf den Herd stellen und offen etwas köcheln lassen, damit die Sauce schön sämig wird. Mit dem Abrieb einer Zitrone, Salz und Pfeffer sowie einer Prise Zucker abschmecken.

Kurz das Fladenbrot im noch warmen Ofen aufknuspern.

(Falls Euch die Sauce noch zu wenig gebunden wird, einfach den Mixer kurz reinhalten und etwas anpürieren. Oder noch länger offen köcheln lassen.)

Nun die Sauce in einen tiefen Teller oder eine Schale geben, das Fleisch hinzugeben. Mit Petersilie und einem Klecks Joghurt garnieren und mit dem Fladenbrot servieren.

Es gibt wenig, was glücklicher macht als ein heißer Teller Gulasch. Das günstige und köstliche Pork Goulash von Jamie Oliver ist eine tolle Alternative zum ungarischen oder dem Szegediner Gulasch.

Read Full Post »

Wenn man den Obst- und Gemüsehändlern auf dem Markt Glauben schenken darf, war die Erntesaison groß. Sie habe früh angefangen, die Pflanzen hätten sich völlig verausgabt und jetzt sei halt langsam Schluss, so zumindest sagt mein Tomaten-Dealer.

Dann also noch schnell Nektarinen kaufen. Noch gibt es herrlich orange-lila gesprenkelten Nektarinen. Ich mag sie besonders, wenn sie knackig und noch leicht säuerlich sind. Leider werden Nektarinen aber auch schnell schrumpelig oder die elenden Fruchtfliegen machen sich darüber her. Dann mache ich aus ihnen ein leuchtendes, wärmendes, fruchtig-scharfes Chutney für kalte Tage:

Chutney von Nektarinen und Paprika

Processed with Rookie

Für 3 Schraubgläser a 200ml (Circa-Angabe!) benötigt Ihr folgende Zutaten:

3 reife Nektarinen

1 kleine rote Paprika

8-10 getrocknete Tomaten (trockene oder gut abgetropfte in Öl eingelegte)

0,2l Tomatensaft

1 große Zwiebel

1/2 Knoblauchzehe

1 cm³ Ingwer (also ein etwa frauendaumenkuppengroßes Stück)

2 kleine getrocknete Vogelaugen-Chilis

1/2 TL schwarze Zwiebelsamen

1 gehäufter EL Madras Curry (oder ein anderes scharfes Curry)

Apfelessig

Muscovadozucker

2 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

Zubehör: scharfes Messer, Schneidebrett, mittelgroßer Topf, sterile Schraubgläser

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Nektarinen entkernen und grob würfeln. Paprika entkernen und ebenfalls grob würfeln. Getrocknete Tomaten grob würfeln. Zwiebel schälen, fein würfeln. Chilischoten entkernen und fein hacken. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken.

Ghee oder Öl im Topf erhitzen. Die Zwiebeln glasig dünsten. Chilischote, Knoblauch, Ingwer hinzugeben und ebenfalls mitdünsten. Currymischung anrösten, bis das Aroma aufsteigt. Nektarinen, Tomaten, Paprika hinzugeben, gut mischen und andünsten. Zwiebelsamen und Tomatensaft hinzugeben, gut unterrühren. Topf zudecken und 5 min bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Jetzt sind die Früchte schon etwas weich und haben Saft gezogen. Nun mit dem Apfelessig und dem Muscovadozucker großzügig abschmecken. Das Chutney sollte ausgewogen süß, scharf und säuerlich zugleich sein. Da es hierbei stark auf die Süße der Früchte ankommt und Euren persönlichen Geschmack, ergeben genaue Mengenangaben keinen Sinn.

Zum Schluss noch etwas einköcheln lassen, bis die Masse noch stückig ist aber mit einer dicklichen Sauce. In die Gläser füllen, zuschrauben und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen, beschriften und an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren.

Das Chutney hält sich locker mehrere Monate. Angebrochen hebt es sich im Kühlschrank noch mindestens 2 Wochen auf. Es schmeckt herrlich zu Gegrilltem, zu Käse oder zu indischen Gerichten, aber auch auf Sandwiches mit kaltem Hühnchen oder gekochtem Schinken.

 

 

 

Read Full Post »

Mel von der Gourmetguerilla sucht Gute-Laune-Suppen. Und da muss ich Euch einfach noch mal mit meinem Gazpacho-Rezept beglücken. Denn Gazpacho ist und bleibt meine Lieblingssuppe!

gazpacho

Nicht, dass ich nicht eine indisch-scharfe Linsensuppe, eine wandlungsfähige Kartoffelsuppe oder eine sauer-scharfe China-Suppe zu schätzen wüsste. Es gibt ja sogar eine eigene Suppen-Kategorie hier im Blog, wo Ihr viele Rezepte für echte Gute-Laune-Suppen findet!

Aber mit Gazpacho verbinde ich einfach wunderschöne Sommertage, meine erste eigene Wohnung im geliebten Münchner Stadtteil Schwabing, laue Abende vorm „Centro Espanol“ in Sendling und überhaupt ganz viele Erinnerungen an München. Mehr dazu könnt Ihr hier noch mal nachlesen.

Aber für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt es hier noch mal schnell DAS Rezept, das in jedem Sommer wieder und wieder verwendet wird. „Es is‘ Sommer. Sommer in der Stadt…

Zutaten für 4 große Portionen:

3 Paprikaschoten (1 gelb, 2 rot – nicht grün, sonst wird die Suppe braun!)

2 Salatgurken, geschält
3 400ml Dosen Tomaten (im Sommer gerne frische, aromatische.)
3 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt
1  Zwiebel, geschält und grob gehackt
1 scharfe, rote Chilischote, entkernt und gehackt (würzt lieber hinterher noch nach. Durch das Pürieren wird die Schote richtig scharf!)
4 Scheiben Weißbrot ohne Rinde vom Vortag (oder Toastbrot. Wer spontan “kochen” will lässt die Scheiben etwas im Umluftbackofen austrocknen)

Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Tabasco

3 EL Olivenöl

3 EL Rotweinessig

4-6 Eiswürfel

Beilagen: etwas gewürfelter Schinken, gewürfelte Gurken, gewürfelte Tomaten, Baguette – es geht aber auch ganz ohne!

Zubereitungszeit: 20 min plus Kühlzeit (mind. 1 Std.; schneller geht es, wenn das Obst schon gut gekühlt ist)

Zubehör: eine große Schüssel oder Topf, Pürierstab

So geht’s:

Das Gemüse schälen, entkernen und würfeln. Wer mag, hält von der Paprika und der Gurke je ein kleines Stück bzw. einige Würfel zurück. Das gibt dann die Einlage für die Suppe.

Das Gemüse, Zwiebeln, Chili, Knoblauch in eine große Schüssel geben und mit Rotweinessig, Olivenöl, Salz, Tabasco und Pfeffer würzen.
Das Brot einige Minuten in Wasser einweichen, das Wasser ausdrücken und in die Schüssel geben. Alles mit dem Pürierstab pürieren, die Eiswürfel dazugeben und für mindestens eine Stunde kalt stellen.

Vor dem Servieren noch mal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Die übrigen Gemüseteile fein hacken und als Deko dazugeben. 2 Eiswürfel in jeden Teller geben, einen EL Olivenöl darübergeben und mit Baguette servieren.
Fleischesser können auch rohe Schinkenwürfel in die kalte Suppe geben.

Ich freue mich auf viele tolle neue Gute-Laune-Suppen-Rezepte. Aber an meinem Gazpacho wird nicht gerüttelt!

Badge_Suppen_Unterzeile

 

Read Full Post »

So geht das bei mir manchmal: Kühlschrank auf. Kurzes „Reste“-Screening. Kühlschrank zu. Stirn an die Kühlschranktür knallen. Tief durchatmen. Kühlschrank auf. Tarte backen.

Herzhafte Mürbeteig-Kuchen – elegant Tarte genannt – sind eine super Möglichkeit, um „Reste“ zu einer schmackhaften Mahlzeit zu verwandeln. (Reste kommen bei mir immer in Anführungsstrichen, weil Lebensmittel für mich kein Überbleibsel sind. Aber manchmal ist nur noch so wenig übrig, dass man einfach kein anderes Wort findet als „Reste“. Makes sense?)

Ein Mürbeteig ist unkompliziert, schnell gemacht und gelingt sogar mir mittlerweile blind. Eine gelingsichere Beschreibung findet Ihr hier.

Für den Belag bzw. die Füllung könnt Ihr kreativ werden und all das verwenden, was einzeln nicht mehr viel hergibt, aber in der Zusammenstellung mit Eiern, Frischkäse und Parmesan einfach herrlich nach Urlaub schmeckt.

Bei uns gab es diesmal eine Tarte mit Hühnchen, Paprika und Ziegenfrischkäse – dazu einen frischen bunten Salat:

Im Kühlschrank fanden sich folgende Zutaten, die eine herrliche Tarte ergaben:

1 Hühnerbrust

1/2 Glas geröstete, eingelegte Paprika (alternativ legt Ihr eine rote Paprikaschote unter den Grill, schält die Paprika und entkernt sie)

50 gr Ziegenfrischkäse (z.B. von Buko)

50 gr geriebener Parmesan

1 EL Feta, gehackt

3 Eier

3 getrocknete Tomaten, fein gehackt

2 Zweige Thymian, Blättchen abgezupft

schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

1 TL Meersalz

1/2 TL Paprika edelsüß

1 TL Olivenöl

So geht der Belag:

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Hühnchenfleisch würfeln, mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß einreiben und in einer Pfanne gar braten. Abkühlen lassen. Währendessen: Röstpaprika abtropfen lassen und im Blender mit allem außer Parmesan und Eiern vermixen. Die Eier mit einer Gabel gut verquirlen und in einer Schüssel mit der Masse aus dem Mixer vermischen. Parmesan unterheben. Hühnchenfleisch dazu geben. Alles auf dem abgekühlten Mürbeteigboden gut verteilen und bei 200 Grad ca. 25 min backen. Gut abkühlen lassen und anschließend mit einem frischen Salat servieren.

Schmeckt am nächsten Tag auch kalt oder kann Stück für Stück in einer beschichteten Pfanne bei niedriger Hitze aufgewärmt werden.

Und was macht Ihr mit „Resten“?

Read Full Post »

Braucht Ihr noch ein Geschenk aus der Küche? Eines, das hervorragend zum Fleischfondue oder zu Raclette passt? Eines, das Ihr auf das Silvesterbuffet stellen könnt? Oder eines als Basis für herzhafte Sandwiches, wenn es zwischen den Jahren zum Schlittschuhlaufen geht?

Ich hab da mal was vorbereitet: Ein scharfes Paprika-Chutney „frei Schnauze“!

chutney

Leuchtet das nicht herrlich?

Diese feurige orangene Köstlichkeit macht sich – hübsch verpackt – super unterm Weihnachtsbaum und heizt ordentlich ein, wenn es draußen kalt ist.

Hier die Zutaten für ca. 6 Schraubgläser á 300 ml:

8 Paprika (gelb, orange, rot – bitte nicht grün! Notfalls gehen geschälte und eingelegte aus dem Glas)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

5 cm Ingwer, fein gehackt

1 Habanero Chili, fein gehackt und entkernt (wer es nicht so scharf mag, nimmt z.B. nur eine Vogelaugenchili)

3 mittelgroße Zwiebeln, fein gehackt

1 EL Ghee oder neutrales Pflanzenöl

1 mehliger Apfel, entkernt und in ca. 1 cm große Stücke gehackt (mit Schale!)

1 große Tomate, grob gehackt und entkernt (lternativ ein Schluck passierte Tomaten)

3 Lorbeerblätter

5 cm Zimtstange

1 gehäufter EL schwarze Zwiebelsamen

2 EL angestoßene Cumin-Samen

1 gestrichener EL Fenchel

5 getrocknete Curryblätter (Asialaden)

4 EL Muscovado Zucker

150 ml Apfelessig

Salz

Eines vorweg: Bei den Gewürzen und dem Zucker hilft nur Abschmecken! Die Mengenangaben sind eine Orientierung, können aber auch variiert werden!

So geht’s:

Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Rauten schneiden. Lorbeerblätter und Zimtstange mit Küchenkordel zusammenbinden oder in ein Teefilter-Säckchen geben und zuknoten. In einem großen Topf Ghee erhitzen. Zwiebeln, Knobi, Ingwer, Chili darin andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Paprika und Apfel dazugeben und bei mittlerer Hitze und unter Rühren ebenfalls andünsten. Alle weiteren Zutaten – inkl. dem Gewürzsäckchen – in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel etwa 45 Minuten köcheln lassen. Immer mal rühren und ggf. schon mal abschmecken. Je nachdem, wie Paprika und Essig beschaffen sind, müsst Ihr noch Zucker drangeben. Oder etwas Gemüsebrühe, falls nicht genügend Flüssigkeit entsteht.

Jetzt das Gewürzsäckchen herausnehmen und die Masse so pürieren, dass noch ausreichend Stücke vorhanden sind, aber eine in sich homogene Masse entsteht. Jetzt abschmecken und ggf. noch Salz oder Zucker hinzugeben.

Wenn Euch das Chutney schmeckt, nehmt Ihr den Topf vom Herd und füllt die Masse heiß in saubere Schraubgläser. Verschließen und auf den Kopf stellen. Abkühlen lassen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren.

Das Chutney hält im Kühlschrank mehrere Wochen – ist meist aber schon vorher weg😉

Und welche Geschenke aus der Küche gibt es bei Euch dieses Jahr?

Read Full Post »

Older Posts »

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 457 Followern an

%d Bloggern gefällt das: