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Posts Tagged ‘Reis’

Wenn ich mich bei IRGENDWAS mengenmäßig immer verschätze, ist das Reis. Ich mache IMMER zu viel. Wie gut, wenn man den dann aufhebt und einen exotischen indischen Gemüsereis daraus macht!

Mein Faible für die indische Küche dürfte hinlänglich bekannt sein. Nicht umsonst hat meine Lieblingsküche eine eigene Kategorie hier im Blog. Fasziniert bin ich von den vielen Aromen und den zahlreichen Einflüssen. Einflüsse in beide Richtungen:  Von Indien in die Welt (etwa im englischen Chicken Tikka) oder von den Kolonialherren nach Indien (etwa beim Vindaloo).

Und nicht vergessen: Ohne die englischen Kolonialherren in Indien, Malaria und Durchfall gäbe es keinen Gin Tonic (Gin und Chinin sollen gegen beide Malaisen helfen. Ich hab in Indien feste dran geglaubt und mir nix eingefangen! Cheers!).

So eine wechselseitige Einflussnahme ist auch das Vadouvan-Gewürz (oder Vadavam). Die Franzosen haben diese Gewürzmischung aus indischen Gewürzen zusammengestellt. Meist beinhaltet sie Knoblauch, Zwiebeln, Bockshornkleesamen, Senfsaat und Kreuzkümmel. Alles wird in Öl angeröstet und trocknen gelassen. So bleibt es schön haltbar.

Ich habe Vadouvan doch tatsächlich erst kennengelernt, als mir die großartige Astrid eine Mischung von Ingo Holland geschenkt hat. Dabei weiß Astrid doch ganz genau, wie man mit Vadouvan aromatisierten Reis selbst herstellen kann – zeigt sie uns nämlich hier.

Die Gewürzmischung kommt aber dennoch bei uns zum regelmäßigen Einsatz, parfümiert sie Reis doch aufs zauberhafteste. Dazu einfach 1 TL der Mischung im Reiswasser mitkochen, den aufsteigenden Duft tief einatmen und genießen.

Wer so einen Reis übrig hat, kann sich am nächsten Tag total unkompliziert, günstig und bunt eine köstliche indische Reispfanne machen:

Indischer Gemüsereis

Zutaten für 2 hungrige Personen als vegetarisches Abendessen:

2 Portionen Vadouvan-aromatisierter Reis (idealerweise vom Vortag)

1 Stengel Sellerie, in feine Scheiben geschnitten

1 Karotte, in feine Streifen geschnitten

frischer Koriander, gehackt

1 TL Currypulver (hausgemacht)

1 kleine rote, scharfe Chili, in feine Streifen geschnitten

1 grüne Paprika, gewürfelt

2 Eier

Salz

optional: etwas Ghee

Zubehör: Große Pfanne

Zubereitungszeit (wenn Du den Reis noch vom Vortrag übrig hast): 20 min

So geht’s:

Die Eier verkleppern und mit Salz abschmecken. Die Pfanne erhitzen und – falls nicht beschichtet – etwas Ghee darin schmelzen. Die Eier zu einem dünnen Omlett braten und zur Seite stellen. Abkühlen lassen und in Streifen schneiden.

Gemüse sowie das Curry anrösten, salzen und den Reis portionsweise hinzugeben. Alles unter Rühren erhitzen. Zum Schluss die Omelettestreifen hinzugeben und sofort servieren.

Dazu passt ein eiskaltes King Fisher-Bier!

Da die vielen Gewürze angeblich auch aphrodisierende Wirkung haben (das Kamasutra kommt nicht ohne Grund aus Indien!), wünsche ich Euch einen ganz besonders romantischen Freitagabend ;-))

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Ist das Wetter trist und grau, hau Dir rein ’ne scharfe… Schüssel Schweinefilet mit chinesischem Choisum. Der Blattkohl mit ovalen, grünen Blättern kann von Stil bis Blatt verwendet werden. Leicht süßlich mit einer sehr dezenten Bitternote adelt er jedes Wok-Gericht.

Es ist Freitag. Zeit für ein schnelles, knackiges Wok-Gericht, das ein bisschen „spice up your life“ in den grauen Dezember bringt.

 

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Zutaten für 2 hungrige Esser als Hauptmahlzeit:

250 gr Schweinefilet

400 gr Choisum (kommt meist im Gebinde in den Asia-Shop)

1 Handvoll Sojasprossen

2 EL Schwarze Bohnen-Sauce

1 EL scharfe Chili-Sauce

2 EL Shaoxing-Wein

2 EL Mirin (Reis-Kochwein)

2 EL Sojasauce

1 TL Speisestärke

1 Knoblauchzehe, fein gehackt

1 Stückchen Galgant, fein gehackt

2 rote, scharfe Chilischoten, fein gehackt

3 EL Erdnussöl

Dazu: Reis

Zubehör: Wok, Topf für Reis

Zubereitungszeit: 30 Minuten

So geht’s:

Reis aufsetzen. Fleisch in feine Scheiben schneiden und in Stärke, Shaoxing-Wein, Sojasauce und Mirin marinieren.

Währendessen den Choisum grob hacken. Öl im Wok erhitzen. Fleisch abtropfen lassen und im Öl anbraten. Danach herausnehmen und zur Seite stellen.

Im restlichen Öl Chili, Knoblauch, Galgant (nicht zu heftig!) anbraten.

Chilisauce und schwarze Bohnensauce unterrühren und anrösten.

Etwa 2 Minuten köcheln lassen. Kohlstengel und etwas Wasser hinzugeben. Köcheln lassen.

Fleisch wieder in den Wok geben und erhitzen. Zum Schluss die Kohlblätter hinzugeben und die Sojasprossen unterheben. Kurz erhitzen und eventuell mit etwas Sojasauce und Chilisauce final abschmecken.

Mit Reis servieren.

Dazu hat uns ein Chenin Blanc von Simonsig aus Südafrika geschmeckt.

Ordentlich Rums so kurz vor Weihnachten.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

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Die indische Küche ist so zeitaufwendig, die Schmorerei dauert zu lange, die Vorbereitungen sind viel zu kompliziert, sagst Du? Sage ich: Gib mir mal meinen Turban, ich zeig Dir was! Denn mit meiner Vindaloo-Paste kannst Du auch noch nach Feierabend den Maharadscha zum Schmatzen bringen!

Ich mag das ja manchmal ganz gerne: Alle Gewürze zusammensuchen, in der Pfanne anrösten, mörsern, Pasten herstellen, Fleisch marinieren, anbraten, schmoren lassen… Den halben Tag kannst Du in der Küche verbringen für ein scharfes, langsam geschmortes Kashmiri Lamm oder Chettinad Mutton Curry. Und wenn es schneller gehen muss aber indisch sein soll, mache ich mir halt das köstliche Spinat-Hühnchen oder ein feuriges Daal. Auch Fisch – etwa beim Südindischen Reis-Fisch-Eintopf – gart natürlich viel schneller!

Für mich ist die Krönung indischer Genüsse abe reinfach ein feuriges Vindaloo:

Vindalootopf

Du kannst an der Garzeit für Fleisch nunmal nichts beschleunigen. Eine Wade braucht ewig, bis sie zart und genießbar ist. Mindestens drei Stunden. Schulter oder Keule sind auch nicht ganz ohne. Unter einer Stunde, eher anderthalb brauchst Du gar nicht erst anfangen. Ein bisschen schneller geht es bei der Nuss vom Rind – aber auch hier tust Du gut daran, dem Fleisch mindestens eine Stunde Zeit zu gönnen. Wenn Du mehr Zeit zum Garen hast, sagen wir anderthalb oder gar zwei Stunden, dankt Dir jedes Schmorgericht Deine Geduld mit Zartheit und Genuss.

Indien13

Aber Du kannst Dir ja bei den Vorbereitungen das Leben ein bisschen leichter machen, indem Du die Gewürzpaste schon fertig im Kühlschrank stehen hast. Dann ist das Gericht blitzschnell im Topf, schmort vor sich hin und Du kannst in der Zeit Wäsche waschen, Buchhaltungskram erledigen, den Tisch decken, den längst fälligen Knopf annähen, Dir die Fußnägel lackieren – und anschließend in aller Ruhe essen. Wie klingt das?

Dann lass uns jetzt mal loslegen – mit einer Vindaloo-Paste, die Du am Wochenende vorbereiten und wochenlang im Kühlschrank aufbewahren kannst. Ganz easy. Füll‘ die Paste am Besten in kleine Schraubgläschen. Denn auch zum Verschenken sind sie prima (wenn der Beschenkte gerne scharf isst! Oder Du Dich rächen willst!).

Mit der Paste kannst Du jedes Fleisch Vindaloo-Style variieren: Lamm, Huhn, Schwein, Rind. Mit etwas weniger Paste gibst Du auch einem Gemüse- oder Fischcurry ordentlich Rumms! Mehr zur Herkunft des Vindaloos liest Du übrigens hier. Natürlich wird mit der Pasta ein Vindaloo nicht zum Blitzgericht. Aber vielleicht hast Du mittags mal Zeit, um ein Vindaloo für abends anzusetzen (Du kannst es problemlos immer wieder aufwärmen!) oder Du bist freitags mal früher zuhause. Natürlich ist es auch genial, das Vindaloo in Ruhe am Wochenende zu machen und Reste für die nächste Woche als feurigen Lunch einzuplanen!

Vindaloopaste

Apropos Rind: Natürlich sind den Hindus Rinder heilig. Aber Indien mit seinen weit über 1 Milliarde Menschen ist ein Viel-Religionen-Staat. Es gibt muslimische Gegenden, in denen Du Rind auf der Speisekarte findest, aber natürlich niemals Schwein. Andere Landstriche sind wieder durch christliche Kolonialisten geprägt. Ich selbst habe in Indien weitestgehend auf Fleisch verzichtet. Das lag zum einen an einer Rikscha-Fahrt durch Delhi vorbei an einem Metzgerladen und b) an einem Lamm-Curry, dessen Folgen Du mir auf den Fotos vom nächsten Tag noch sehr gut anhand einer käsig-gründlichen Gesichtsfarbe ansehen kannst.

Für Indien-Feeling zuhause brauchst Du Dir aber keine Sorgen machen, wenn Du einen guten Metzger hast!

Zutaten für scharfe Vindaloo-Paste:

2 Knoblauchzehen, geschält

ein Daumenglied-großes Stück Ingwer, geschält, grob gehackt

1 gehäufter TL Kaschmir-Chili-Pulver (alternativ: ein nicht zu feuriges, eher rauchiges Chilipulver wie Ancho-Chilipulver)

2 frische rote Chilis, entkernt (hier empfiehlt sich eine scharfe Sorte. Wenn Du empfindlicher bist, nimm mildere Chilis. Vindaloo ist aber nunmal scharf!)

1 EL Kurkuma-Pulver

1/2 TL grobes Meersalz

3 EL Pflanzenöl

2 EL Tomatenmark

1 TL Pfefferkörner (indischer Tellycherrypepper beispielsweise)

4 Nelken

1 TL Koriandersamen

2 TL Fenchelsamen

1 TL Bockshornkleesamen

1 EL Kreuzkümmel/Cumin

1 Kapsel brauner Kardamom

Die trockenen Gewürze röstest Du alle in einer Pfanne an, bis ein unwiderstehliches Aroma aufsteigt. Dann lässt Du die Gewürze etwas abkühlen und gibst sie mit den restlichen Gewürzen in einen Mixer (den Du hinterher bitte SEHR gut spülen musst!). Diese Paste kannst Du direkt für Dein Vindaloo verwenden oder in einem Schraubglas mit etwas Öl bedeckt 2-3 Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Zutaten für Vindaloo vom Rind für zwei Personen inkl. „Reste“ für 1-2 feurige Büro-Portionen:

750 gr Rindfleisch aus der Nuß

1 EL Ghee

1 TL braune Senfsamen

1 große, weiße Zwiebel, geschält und gehackt

1 EL Jaggery (alternativ: brauner Zucker)

200 ml Tomatenpürree

Salz

15 frische Curryblätter

etwas milder Essig

Wasser

Vindaloo-Paste zum Marinieren (s.o.)

Zubehör: Große Schmorpfanne mit Deckel oder Bräter mit Deckel

Zubereitungszeit: 1 Std. zum Marinieren (Zeit kann notfalls verkürzt werden!) , 1-1,5 Stunden zum Garen

So geht’s:

Fleisch in nicht zu kleine Stücke schneiden (jedes Stück sollte so groß sein, dass es einmal geteilt mundgerecht ist) und mit der Vindaloo-Paste einreiben. Kühl stellen und mindestens 15 min marinieren lassen. Vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank holen und Zimmertemperatur annehmen lassen.

Währendessen in der großen Pfanne das Ghee erhitzen. Die Senfsaat hinzugeben und warten, bis die Samen springen. Jetzt die Zwiebel anschmoren, bis sie schön glasig ist. Jaggery oder braunen Zucker dazugeben, bis die Zwiebeln soft und karamellig sind.

Fleisch portionsweise scharf anbraten. Dabei beachten, dass die Marinade nicht verbrennt. Notfalls also die Hitze etwas reduzieren.

Wenn das Fleisch komplett angebraten ist, restliche Marinade hinzugeben (Schüssel mit etwas Wasser ausschwenken und in die Pfanne geben). Tomatenpürree und bei Bedarf noch etwas Wasser in die Pfanne gießen. Mit Jaggery/Zucker und Salz abschmecken. Curryblätter hinzugeben, alles gut umrühren und bei geschlossenem Deckel und kleiner Hitze etwa anderthalb Stunden schmoren lassen.

Zum Schluss noch mal gut abschmecken: Fehlt Schärfe (Chilipulver!), Salz oder etwas Säure (Essig!)? Ein echtes Vindaloo muss scharf und leicht säuerlich sein.

(Die Garzeit hängt vom Fleisch ab. Probier einfach mal zwischendurch, ob Dir das Fleisch schon zart genug ist…)

Mit Reis oder Naan sowie einem kühlenden Gurken-Raita (Joghurt mit klein gehackter Salatgurke, etwas Salz und Kreuzkümmel vermischen) servieren.

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Dazu passt ein eiskaltes Bier. Wein hat gegen die feurige Schärfe und die Säure nichts zu anzubieten!

Guten Appetit!

Wenig ist für mich und meinen Blog so typisch wie ein indisches Essen. Über 70 Rezepte finden sich mittlerweile in der Kategorie „Indien“ hier im Blog – vom Chutney über Curries und Vindaloos bis hin zu Gewürzmischungen wie Garam Masala oder mein geliebtes Madras Currypulver. Aber ich schaue auch immer, dass ich mein Leben und das meiner Leser ein bisschen leichter mache. Deshalb ist dieses Vindaloo und die gut vorzubereitende Paste mein Beitrag für die November Aktion „Typisch für… November… Lieblingsessen“ von Kebo Homing, die über das gesamte Jahr hinweg immer wieder von uns wissen wollte, was typisch für uns ist.

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Richtig gelesen: Schnell gesprochen heißt dieses Gericht „Blablablabla Fuck You!“ Ich kann über sowas Tränen lachen. Oder: Hühnchen mit Pak Choi, Schlangenbohnen und Chili.

Freitags halten wir uns nicht lange mit einkaufen und kochen auf. Stattdessen wollen wir entspannt und unkompliziert ins Wochenende grooven. Mit einem einfachen aber nicht weniger köstlichen Friday Night Dinner Date! Hähnchenbrustfilet, grünes Gemüse und ein paar höllisch scharfe Vogelaugenchilis machen das Pad Grapau… zu einem leichten, knackig-scharfen Gericht, das die Lebensgeister weckt:

Pad Grapau Gai Sai Tua Fak Yao

Für 2 Personen als Hauptgericht benötigt Ihr:

4 Knoblauchzehen

4 Vogelaugenchilis (wer empfindlich ist, reduziert die Menge)

2 Köpfchen Pak Choi (im Original indisches Basilikum)

150gr lange Thai-Bohnen

200 gr Hähnchenbrustfilet

2 EL Raps- oder Erdnussöl

2 EL Austernsauce

1 EL helle Sojasauce

eine gute Prise Zucker

frisch gemahlener weißer Pfeffer

Salz

Dazu passt Reis

Zubehör: Wok, Mörser, Topf und Sieb zum Blanchieren

Zubereitungszeit: 30 min

So geht’s:

Knoblauch schälen und hacken. Vogelaugenchili entkernen und hacken. Zusammen mit einer Prise Salz im Mörser zu einer Paste mörsern. Pak Choi waschen, gut abschütteln. Die feinen oberen Blätter vom Strunk trennen und grob hacken. Die Strünke in Streifen schneiden. Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden und kurz in kochendem Wasser blanchieren. In ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Abtropfen lassen. Hähnchenbrustfleisch in etwa 2x2cm große Stücke schneiden.

Öl im Wok erhitzen und die Knoblauch-Chili-Paste darin anbraten. Fleisch hinzugeben und bei hoher Hitze einige Minuten unter Rühren anbraten. Die Bohnen, die Pak-Choi-Strünke sowie Austernsauce, Sojasauce und Zucker hinzugeben. Alles weitere 3-4 Minuten anbraten. Dabei immer gut rühren. 2-3 EL Wasser hinzugeben. Die Pak-Choi-Blätter gut untermischen. Mit Salz und dem weißen Pfeffer abschmecken. Sofort mit dem Reis servieren.

Das Gericht geht superschnell und kann mit mehr oder weniger Chilis dem persönlichen Geschmack angepasst werden.

In jedem Fall heizen Euch die Chilis gut ein. Was wäre ein besserer Start ins Wochenende? Cheers!

 

 

 

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Der geneigte Leser könnte meinen, der bEdW und ich seien aktuell etwas unter Zeitdruck. So oft, wie es hier Gerichte aus Stylish Thai in Minutes gibt oder Eintöpfe, die sich fast von selbst machen.

Der geneigte Leser hat damit nicht ganz unrecht. Das Jahrsende ist in unseren Branchen (wie wahrscheinlich auch in allen anderen) immer noch mal ein richtiger Endspurt. Alles muss UNBEDINGT noch vor den Feiertagen fertig sein, Rechnungen gestellt und Absprachen getroffen werden, die Planung für 2013 braucht’s auch noch… Jedes Jahr im Dezember das Gleiche: Wir hecheln mit hängender Zunge dem Weihnachtsfest entgegen, um dann erschöpft unterm Tannenbaum zu sitzen, den Kopf alles andere als frei für die besinnlichen Feiertage.

Geht das nur mir so oder fühlt Ihr Euch auch im Dezember „getrieben“ von äußeren Umständen? Zumindest wenn ich den verwandten Post aus dem letzten Winter lese, scheint sich die Geschichte immer zu wiederholen…

Deshalb dürfen wir uns nicht auch noch mit der Kocherei unter Druck setzen. Bevor mir aber eine Tiefkühlpizza ins Haus kommt, machen wir lieber etwas knackig-gesundes aus dem Wok mit vielen Aromen und köstlichem Rindfleisch unseres Vertrauensmetzgers Jaddy.

Nua Pad Nam Man Hoy wird eigentlich mit grünem Thai-Spargel zubereitet. Wir hatten allerdings noch grüne Paprika, Chinakohl und Kaiserschoten im Gemüsefach. Und da es im Rezept explizit heißt, man dürfe den Spargel auch durch anderes knackiges Gemüse ersetzen, gab’s eben unsere Variante!

Thai

Ihr benötigt für 2 Personen folgende Zutaten:

180 gr Rindfleisch aus der Hüfte, in Streifen geschnitten

1 EL neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

Je nach Gusto: knackiges, grünes Gemüse, grob gehackt, zu gleichen Teilen (z.B. Paprika, Brokkoli, Stengel vom Wasserspinat usw.)

2 EL Austernsauce (Asialaden)

1 EL Fischsauce (Asialaden)

1/2 TL braunen Zucker

1/2 TL zerstoßene weiße Pfefferkörner

Beilage: Reis

So geht’s:

Das Öl in einem Wok erhitzen und den Knoblauch nicht zu heiß anbraten, bis er „golden“ ist. (Ist das Öl zu heiß, verbrennt er und wird bitter). Jetzt das Rindfleisch zugeben und unter Rühren garen. Gemüse dazugeben und ebenfalls unter Rühren garen. Würzen. Fertig! Mit Reis servieren.

Ist tatsächlich in 15 Minuten fertig und schmeckt dank der Austernsauce und ohne Chilis sehr fein und mild. Perfekt also für Leute, die sonst immer ängstlich sind, was die Schärfe von Thai-Gerichten betrifft.

Der Dezember-Stress hat also definitiv nichts zu tun mit der Kocherei😉

 

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Wer frisches Gemüse im Kühlschrank hat, einige asiatische Gewürze und einen Wok, wird nie verhungern. Versprochen!

Wir schmeißen oft unsere „Reste“ zusammen und machen eine schnelle, knackig-gesunde Wok-Pfanne, gerne auch mit scharfer Bohnensauce aus dem Asia-Laden. Die müsst Ihr unbedingt mal probieren!

Da braucht es gar nicht viel Rezept. Lasst Euch von Eurem Kühlschrank und Eurem Geschmack leiten. Die Basis bilden eigentlich immer in neutralem Pflanzenöl angebratener Knoblauch und Chili. Fein raus ist auch, wer Ingwer-Knoblauch-Paste im Kühlschrank hat.

Wer Fleisch mag, kann Rinderfilet, Hüftsteak oder Hühnerbrust in mundgerechte Stücke schneiden und im Wok anbraten. Danach herausnehmen und zur Seite stellen.

Dann fein in Streifen geschnittenes Gemüse (Pak Choy, Karotten, Babymais, Paprika, Erbsen, grüne Bohnen, Sprossen, Bambus, Lotuswurzel…) anbraten und – je nach Gusto – mit Sojasauce, scharfer Bohnensauce oder roter Thaicurrypaste (in etwas Brühe aufgelöst) würzen.

Währendessen kann der Reis garen.

Wir hatten aus unserem Überraschungspaket von Reisunger.de einen sehr duftig-aromatischen Jasminreis, den wir testen durften. Er war – besonders für Stäbchen-Esser – absolut perfekt in der Konsistenz, also nicht zu locker. Allerdings empfand ich das sehr starke Jasminaroma schon fast als etwas zu penetrant. Aber das ist natürlich Geschmackssache. In der Zubereitung und von der Qualität her war der Reis sehr gut. Ich mag es nur gerne etwas weniger „jasminig“.

Abends wenig Zeit zum Kochen? Im Gemüsefach noch Reste vom Markteinkauf am Wochenende? Ran an den Wok!!

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Da sitzt man an einem Samstag Vormittag nichtsahnend beim Friseur und erhält eine SMS:

Verklausuliert heißt das: Unser lieber Freund Sch. kommt überraschend zu Besuch, bringt seine Paella-Pfanne mit und kocht für uns! HAMMER!

Der gute Sch. hat 20 Jahre in Spanien gelebt und somit genügend Kompetenz, um uns mit einer herrlichen Paella vom Grill zu verwöhnen. Wer würde da nein sagen???

Die Arbeit habe ich den Jungs überlassen. Zum Beispiel, die Hühnerteile zu hacken und zu würzen (Pfeffer, Salz, Piment de Espilette). Außerdem hatten wir noch Fischfilet zu vierteln und Calamaretti auszunehmen. Mit 6 Händen geht das aber alles schnell.

Dann noch eine Aioli zusammenrühren: 3 Knoblauchzehen und Salz mit einigen Safranfäden im Mörser schön breiig mörsern und langsam Öl dazugießen, während man weiterrührt. Wer mag, kann die sehr konzentrierte Knobi-Masse auch mit Eigelb aufschlagen (dann aber sofort verzehren bzw. gut kühlen!) oder mit etwas Joghurt strecken. Köstlich!

Chorizo und Zwiebeln würfeln:

Alles – inklusive einem gut gekühlten Rosé – auf die Terrasse schleppen:

Endlich kann’s losgehen. Ordentlich den Grill einheizen, Pfanne druff und Olivenöl rein.

Das Huhn rundherum schön anbraten und anschließend wieder zur Seite stellen:

Weiter geht’s: Tintenfisch anbraten und wieder zur Seite stellen!

Auch den Fisch anbraten (wir hatten Steinbeißerfilet) und wieder herausnehmen. Aus irgendeinem Grund passierte das, ohne das ein Foto gemacht wurde…)

Zwiebeln und Chorizo anbraten:

Tintenfische und Hühnchenteile wieder hinzugeben:

Kleine Dosentomaten hinzugeben (oder gehäutete Tomaten aus dem Garten, wenn Ihr welche habt)

Gaaaaanz wichtig: Reis über Kreuz hinzugeben! (Rundkorn-, Risotto-, Paella-Reis…)

Grüne Bohnen (kurz vorgegart) hinzugeben.

Geheime Paella-Gewürzmischung, weiße Bohnen und Gemüsefond hinzugeben (Safran, Paprika, Pfeffer, Salz, Thymian, Muskat, Rosmarin, Nelken)

Garnelen (mit Kopf und Schale) und Fisch dazu. Deckel zu und garen lassen.

ENDLICH servieren – mit etwas Aioli und Zitronenvierteln, mit allen Sinnen eintauchen und glücklich sein!

Danke Sch. für diesen herrlichen Sommerabend!

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